Grafschafter Wochenanzeiger – Bye-bye, May, welcome June! 🌧🌞

An den Mai

Schäm dich Gesell! Kein Sonnenschein?
Und du stellst dich als Mai hier ein?
Du bist der rechte Tröster nicht!
Wer mag dein garstig Angesicht
noch länger sehn? Geh reisen!
Schon reift dein Bruder uns heran,
der Juni, der wird unser Mann,
und wird sich hold erweisen.

Sieh da! Ein blanker Sonnenstrahl!
So bist du doch nicht ganz entherzt
und lächelst auch einmal?
Doch lieber Freund, es ist verscherzt!
Das ist kein Mai, der sich bedenkt
und tropfenweise sich verschenkt,
ein Mai muß aus dem Vollen fließen,
wir müssen ihn wie Wein genießen
und wie in seligem Rausche sein.
Pack ein!

(Gustav Falke, 1853 – 1916, deutscher Lyriker und Kinderbuchautor)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, Sonntagsausgabe vermißt? Ja, erstens fanden wir es anhand des Gedichtes zum heutigen Montag und dem letzten Tag des Monats Mai passender und zweitens war der vielgescholtene Monat am Wochenende nun endlich mal sonnig und wärmer, und das mußten wir genießen, euer Redaktionsteam und ich. Also haben wir spontan entschieden, es gibt ein Montags-Feuilleton statt der gewohnten Sonntagsausgabe. 

„Mai kühl und naß füllt dem Bauern Scheun und Faß!“ jaja, das ist eine alte Bauernregel, aber die Bauern werden sowieso bei jedem Wetter subventioniert! „Der Regen tut not…“, leuchtet uns auch ein, wissen wir, aber muß ein kompletter Mai, DER Wonnemonat schlechthin, so gänzlich verregnet und vertrauert sein, es hätte doch auch einfach nächtens regnen können und am Tag mal wenigstens bissel Sonnenschein und spätestens nach den Eisheiligen, die in diesem Jahr mit der gesamten Verwandtschaft anreisten, mal Temperaturen, die das abschalten der Heizung möglich machen, denn das, bitteschön, wäre auch klimafreundlich!!! 

Und nun nimmt er heute seinen Hut, der Monat Mai, wir winken ihm nicht gerade bedauernd nach, obwohl er, das müssen wir nun hier doch zu seiner Ehrenrettung einräumen, der Natur richtig gut getan hat, alles grünt, blüht, sprießt und explodiert draußen, das Ganze dann hübsch frisch gewaschen, doch, das hatte trotz sonstiger Unbilden was! 

Also kommen zu seinem letzten Maientag hier heute noch Fotos aus dem Eulennest, wir sitzen ja hier auch bei Schlechtwetter gut, und haben einen prima Beobachtungsposten über die Natur und den Himmel um uns rum und über uns. 

Und los geht es mit dem Himmel, da haben wir wieder richtig dramatische Himmelserscheinungen an einem, man höre und staune, frühen Morgen erlebt:

Naaa??? Wir machen mal eine Galerie zum anklicken, dann könnt ihr alle Bilder hintereinander in groß gucken: 

Wer es gerne gemütlich hat beim gucken, da hätten wir das ganze auch nochmal als Dia-Show!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bei der Dia-Show sind Bilder, da hat die Frau Chefredakteurin „Kunst“ gemacht,  nämlich einmal in schwarz-weiß mit nur einer Farbe

und der Dramatik wegen noch welche nur in schwarz-weiß:

Hat doch was, oder? 

Am 26. Mai sollte es dann wieder einen Supermond geben, den hat es auch gegeben, lach, aber wir hatten nix davon, denn an dem Tag war es total bewölkt. Aber einen Tag vorher, da zeigte sich der Mond in seiner Pracht hier oben über unserem Eulennest und unserem Birkenpferd, da wird wohl unsere Mimi in heaven wieder ihre Pfoten im Spiel gehabt haben, damit die Frau Chefredakteurin doch noch zu Aufnahmen vom Mond kommen konnte. Ihr wißt es, mein Zoom ist nicht so dolle, trotzdem mögen wir die Aufnahmen sehr, denken wir doch gerade bei Vollmond immer an unseren Co-Autor, unsere rasende Reporterin, unsere Mimi. 

Mond direkt im Birkenpferd, das fanden wir so schön. 

Das ist das Lieblingsbild von Frau Chefredakteurin, wegen der Mondstrahlen, die so schön sichtbar wurden. 

Das war dann unser Supermond im Mai 2021, wir sind recht zufrieden mit den Bildern und hoffen, daß sie euch auch gefallen. 

Wir haben aber noch was mit Mond, „wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft…..“ oder über Mimis Kratzbaum am Wohnzimmerfenster, wir haben ja immer Logenplatz auf Vollmond:

Fand Mimi früher immer so schön, Vollmond gucken, auch von drinnen, aus der Hängematte am Kratzbaum. Damals noch mit den durchsichtigen Vorhängen, die jetzigen sind so quasi Wintervorhänge, deshalb sind sie im übrigen auch unten „angeklammert“, da verteilt sich die warme Heizungsluft besser und zieht nicht über die großen Fenster ab. 

Hier schnattert jetzt gerade mein Redaktionsteam ganz wild durcheinander, wir hätten doch noch was so schönes zu berichten, und das fiele ihnen jetzt gerade wegen Mimi mit den obigen Bildern halt so ein, ich wüßte schon, Stichwort Schlafzimmer! Stimmt, ihr Lieben, das hätte die Frau Chefredakteurin nun beinahe vergessen:

Ich hab euch ja schon oft von meinen unter dem Dach an meinem Küchenfenster brütenden Meisen erzählt, auch mal ein Bild eingestellt vor längerer Zeit, damit ihr euch ein Bild davon machen konntet, wie uneinsichtig das Nest ist und deshalb eben auch leider völlig unfotografierbar, guckt nochmal:

Da, wo der rote Pfeil ist, da ist die Einflugschneise. Ebenso sieht man auch anhand des Bildes sicher, daß es gar nicht einfach ist zu erkennen, welche Vogelart da brütet, die fliegenden Eltern sind kaum bis gar nicht erkennbar, aber bei den Meisen war das halt so, daß sie öfter schon mal kurz an der Mauer „hingen“, bevor sie den Partner im Nest abgelöst haben oder gewartet haben, bis der nach dem füttern wieder raus flog. In diesem Jahr hab ich das überhaupt nicht beobachten können, da kam mir eigentlich schon früh der Verdacht, es könnten vielleicht andere Vogeleltern als meine Meisen dort eingezogen sein, und ich glaub, damit lag ich wohl gar nicht so verkehrt. Denn am letzten Montag gab es hier ein ganz feines Ereignis:

Irgendwas störte mich in meinem Halbschlaf, draußen war es schon hell, im Schlafzimmer raschelte irgendwas, und als ich die Augen aufmachte, flog was kleines vogelliges aufgeregt durch mein Schlafzimmer. Ihr könnt euch sicher alle noch an die Geschichte mit der kleinen Meise erinnern, die den Weg durchs Kippfenster ins Schlafzimmer fand, als Mimi noch lebte und die Aufregung, bis ich Mimi ausgesperrt und die kleine Meise gerettet hatte. Nun ist seit einiger Zeit das Kippfenster defekt, daher hab ich die andere Fensterseite mittels eines Feststellers immer ein wenig ganz geöffnet. Und so war es dieses Mal keine Meise, die in meinem Schlafzimmer umherflatterte, sondern ein kleines und offensichtlich junges Rotkehlchen. Von dem ich eben nun vermute, daß es aus dem Nest stammt, wo sonst die Meisen brüteten, und es in diesem Jahr Rotkehlchen waren, beim flügge werden und ausfliegen hat es vielleicht beim ersten Flug die Fensterbank vom Schlafzimmerfenster erreicht und ist dann rein gehüppt durch den Spalt, und fand den Rückweg natürlich nicht, als es einmal schon durchs Zimmer flog. Also ganz ruhig aufgestanden, dem kleinen Vogel beruhigend zugesprochen, Schlafzimmertüre geschlossen, damit es nicht in die Wohnung abhaut und mir irgendwo vor fliegt, Blumen von der Fensterbank, Fenster ganz geöffnet, zur Seite getreten und das Vögelchen gelockt. Erst flog es oben auf das geöffnete Fenster und guckte ziemlich ratlos, aber dann war schnell klar, wo der Weg in die Freiheit lag, und husch! war mein kleiner Besuch wieder weg. Fliegen konnte das Kleine jedenfalls schon recht ordentlich, da muß man sich wohl keine Sorgen um sein weiteres Wohlergehen machen. Die Elternvögel fliegen auch nicht mehr, sollten sie nochmal zum brüten antreten in diesem Jahr, werde ich mal gucken, daß ich genau beobachten kann, wer nun bei mir unter dem Dach wohnt bzw. gewohnt hat. Rotkehlchen als Untermieter, besser gesagt „Obermieter“ finde ich auch fein. 

Das ist ein Archivbild, Rotkehlchen fotografiert auf dem Friedhof meiner Grafschaft. 

Das war ein aufregendes Erlebnis, sowohl für mich als für das kleine Vögelchen und meine Bärencrew!

Noch was neues gibt es in den grafschaftlichen Redaktionsräumen, guckt mal:

Ich hab wieder eine kleine Avocado-Pflanze angezogen für Balkonien, noch steht sie drinnen wegen der Maikühle die ganze Zeit,

aber wenn es richtig schön angenehm draußen wird, kann sie umziehen. Meine große Avocadopflanze hat ihren damaligen Sturmunfall nach den Ostertagen letztlich doch nicht überlebt, obwohl es erst recht gut ausgesehen hatte. Nun hoffe ich auf eine würdige Nachfolgerin. 

Habt ihr euch gewundert über die Girlande über dem Gedicht? Das sind Salbei-Zweige, blühend, und das nicht ohne Grund, denn guckt mal

so wunderschön blüht unser Salbei draußen jetzt! 

Ich finde die Farbe so schön! 

Tja, nun nimmt er also heute Abschied, der Mai, und was sollen wir euch sagen, gerade zu seinem letzten Wochenende wollte er es aber nochmal wissen und breitete nun endlich mal mailiche Wohlfühltemperaturen, blauen Himmel und Sonnenschein aus, da gab es natürlich bei meinem bärigen Redaktionsteam kein Halten mehr, ab und raus in die Botanik, lach!

lauter vergnügte Gesichter bei meinem Redaktionsteam, da mußte Frau Chefredakteurin doch gleich wieder Mamarazzi spielen. 

Noch jemand war sehr zufrieden, sowohl mit dem Wetter als auch endlich mal wieder mit Gesellschaft auf Balkonien, unser Markenzeichen, unsere Nachteule von Balkonien:

Und wie man hier bereits sieht: Die Glockenblumen blühen!!!

Nun hoffen wir alle auf einen richtig schönen Juni für ganz viel Spaß und Freude auf Balkonien, wir dachten uns das in etwa so: Über Tag so um die 25 Grad, vielleicht mit leichtem Wind, wenn es bissel wärmer würde, und nächtens dann ein feiner, stetiger Landregen, so etwa ab Mitternacht einsetzend, damit man/wir auch laue Sommerabende noch genießen kann, ohne naß zu werden! Wir haben Wünsche! 😂🤣😂

Kleine Juni-Vorschau aus dem Archiv gefällig? Bitte, gerne doch! 

Herrliche Aussichten, finden wir! Und damit schließen wir nun unser kleines Montags-Feuilleton und hoffen sehr, es hat euch allen wieder gefallen und ihr hattet Freude dabei! Wir wünschen euch allen einen schönen und hoffentlich auch wieder sonnigen letzten Maitag/Montag, und eine gute neue Woche, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – „rote Blätter fallen, graue Nebel wallen…..“

Novembertag 

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen;
ohne Not geht niemand aus;
alles fällt in Sinnen.

Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund,
träumen Mensch und Erde.

(Christian Morgenstern, 1871 – 1914)  

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun ist schon wieder eine Woche im von mir so ungeliebten November vorüber, da haben wir bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung wieder lange gegrübelt, was wir euch in unserer heutigen Sonntagsausgabe denn mal bieten könnten. 

Ruddi schaute dabei die ganze Zeit träumerisch aus dem Fenster, und meinte dann: „Sag mal, Frau Chefredakteurin, wenn du für den November so eine Art Glückstagebuch schreiben würdest, was würde denn da zum Beispiel drin stehen, was du schön findest im oder am November?“ Alle anderen Redaktionsmitglieder schauten mich fragend an, mmmhhhh, ja, mal überlegen…..doch, da fällt mir was ein, Ruddi, ich mag etwas am November, das sich bisher aber leider noch nicht gezeigt hat: 

NEBEL 

 

Das ganze Team blickte gespannt auf mich, kann man da einen Eintrag von machen? Auf mein bestätigendes Nicken machten sich alle sofort eifrig ans Werk, um alles zusammenzutragen, was zum Thema Nebel gefunden werden konnte. 

Ruddi nahm sofort den wissenschaftlichen Teil für sich in Anspruch, der Schlawiner weiß, wie man sich mittels Wikipedia sowas ganz bequem machen kann: 😉

Unter Nebel (althochdeutsch nebul, Germanisch *nebula m. Nebel, Dunkelheit und in allen germanischen Sprachen vertreten; verwandt z. B. mit lat. nebula Dunst, Nebel und griech. nephele Wolke, Gewölk) versteht man in der Meteorologie einen Teil der Atmosphäre, in dem Wassertröpfchen fein verteilt sind, und der in Kontakt mit dem Boden steht, wobei die Wassertröpfchen durch Kondensation des Wassers der feuchten und übersättigten Luft entstanden sind. Fachlich gesehen ist Nebel ein Aerosol, in der meteorologischen Systematik wird er jedoch zu den Hydrometeoren gezählt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Nebel

Befriedigt lehnte sich unser Ruhrpottbengel zurück, er habe fertig! 😂 Die anderen guckten ihn ein bissel angesäuert an, aber die Freude an der Arbeit machte die Stimmung doch gleich wieder gut, zumal Ruddi sich dann auch anbot, den anderen weiter behilflich zu sein. 

Luzia zeichnet heute für das Gedicht verantwortlich, sie fand es so schön, und hat im Verbund mit Otto auch die Illustrationen übernommen, wofür Otto feine Servietten besorgt hat. 

Bruno hat sich aus den Bildern eines reserviert, weil er das so hübsch fand, er träumt derzeit ein bissel vom reisen, wenn schon nicht richtig in diesen Corona-Zeiten, dann aber doch wenigstens virtuell hier, schaut mal, welches Bild sich Bruno ausgesucht hat:

Eine Gondelfahrt bei Nebel in den bereits verschneiten Bergen, wir haben lange gesessen und uns das so ausgemalt, mit der Gondel hinauf in eine kleine, feine Berghütte und da gemütlich machen. 

Hamish hat sich auch ein Serviettenbild gemopst, die Beschreibung hat ihm so gut gefallen, „Highland-Schafe“, das war doch was für unser schottisches Bärchen:

Bei diesem schönen Bild hat er sich dann gleich das Thema „Mystik“ zum Nebel unter die Tatzen gerissen, das paßt ja auch richtig gut zu ihm. 

In der nordischen Mythologie hat der Nebel Bezug zu Niflheim, altnordisch Niflheimr, „dunkle Welt“, ein eisiges Gebiet im Norden, im Gegensatz zum heißen Muspellsheim, das im Süden steht. 

In der mythologischen Vorstellung mancher Völker ist der Nebel der Urstoff der Welt, die Seele muß bei Initiationen aus der Konfusion des Nebels ins klare Licht, in die Erleuchtung schreiten. 

Die Märchen in Mitteleuropa gehen oft davon aus, daß Nebel von Zwergen und Hexen durch brauen oder sieden verursacht wird, das steht für die Ungewißheit der Menschen gegenüber dem Kommenden und Jenseitigen, die nur durch Licht, die „Erleuchtung“, durchbrochen werden kann. 

Nebel bezeichnet im übertragenen Sinne oft den Zustand von Irrtum, Ungewißheit, Verlorenheit und Einsamkeit, so beschrieben in einem Gedicht von Hermann Hesse „Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, kein Baum sieht den andern, jeder ist allein.“ Nebel ist eine Grauzone, zwischen real und irreal, vage und phantastisch. 

Avalon ist ein mystischer, im Nebel verborgener Ort, der aus der Artussage bekannt ist, nur Eingeweihten zugänglich, die die heilige Barke rufen können und den Weg durch die Nebel finden. (Die Nebel von Avalon, Fantasy-Roman von Marion Zimmer Bradley) 

Nacht- und Nebelaktionen sind Maßnahmen, die überraschend und heimlich durchgeführt werden, meist am Gesetz und Vorschriften vorbei. 

Hat er doch gut recherchiert, unser Hamish, nicht wahr, aber das mystische ist ja auch genau seine Domäne. 

Ich liebe den Nebel, halt auch seiner Mystik wegen, aber er hat eben auch so etwas „weichzeichnerisches“, er löst harte Kanten und Kontraste auf, er dämpft Geräusche, er hüllt einem ein wie ein Mantel, und wie im Gedicht beschrieben, er „drängt die Welt nach innen“, das tut oft gut. Und so haben mein Team und ich uns auf die Suche nach Archivbildern zum Thema Nebel gemacht: 

Ich hab auch noch zwei Anekdoten zum Nebel, ich erinnere mich noch, als ich auf meiner Bauernhofarbeitsstelle gearbeitet habe, bin ich am Abend immer mit einem Kollegen zur Post im zuständigen Stadtteil gefahren, der Weg führte eine ganze Weile durch fast unbewohntes Gebiet, rechts und links nur Felder und Weiden, als wir am Abend vom Büro aus los fuhren, war alles klare Sicht, beim einbiegen in die Straße zur Post stand der Nebel plötzlich wie eine Wand vor uns, völlig unvermittelt, die Scheinwerfer des Autos leuchteten wie abgeschnitten mehr das Innere des Wagens als die zu befahrende Straße aus, wir hatten null Sicht! Und so haben wir uns ganz langsam im fast Schritttempo die Straße entlang „getastet“, die Fenster runtergekurbelt sind wir quasi „nach Gehör“ anstatt nach Sicht gefahren. Am Ende der Straße war der Nebel so plötzlich weg, wie er am Anfang da war, das war Abenteuer pur. 

Und bei einem Urlaub anno dunnemals am Gardasee, noch ohne Kind und Kegel, sind wir an einem herrlichen Sommertag mit der Seilbahn auf den Monte Baldo bei Malcesine hinaufgefahren, wollten oben ein wenig wandern, wir waren noch nicht lange von der Seilbahnstation entfernt, da zog Nebel auf, so schnell und so dicht, wir konnten irgendwann wörtlich die Hand nicht mehr vor den Augen sehen! Und das alles auf einem Bergsattel, wo es manchmal nach einigen Schritten seitwärts lotrecht in die Tiefe ging, wir haben uns wirklich Schritt für Schritt an den Stimmen der anderen und den noch zu hörenden Geräuschen von der Seilbahn ganz vorsichtig wieder bis zur Station zurückgetastet. Auch ein Abenteuer! 

Wenn es draußen nebelt, ist es drinnen umso gemütlicher, das haben wir uns dann in unserer Redaktionssitzung auch noch so bildlich vorgestellt, gemütlich am Kamin mit lecker Tee, Kaffee oder Kakao und Gebäck in unserem Eulennest, und draußen vor Balkonien sitzt die Amsel im nebelverhangenen Baum

Und zu dieser Gemütlichkeit passen jetzt ganz wunderschön die Bilder von unseren Martinslaternen, die wir am Martinstag in der letzten Woche ins Fenster gehängt hatten zum leuchten, denn leuchten gehört ja auch zur Gemütlichkeit, ob mit Kerzen oder mit Laternen, in denen ja auch Kerzen leuchten. 

Wir haben eine Galerie gemacht, ihr wißt schon, anklicken, groß gucken! Es war wunderschön! Leider hat hier in unserer Grafschaft sonst keiner mehr geleuchtet! 

Und wo wir schon einmal bei neuen Bildern sind, wir möchten euch noch jemanden vorstellen, wir haben einen Neuzugang für unser Eulennest und unsere Eulensammlung, dieses Mal für die im Schlafzimmer ansässigen „weisen Bucheulen“, denn Kristina und Rani haben uns noch die zum Geburtstag der Frau Chefredakteurin bestimmten Geschenke, die aus dem ausgeraubten Paket, ihr erinnert euch sicher, noch da waren, nun noch einmal zugeschickt, dieses Mal hat alles problemlos geklappt! Und nun guckt:

Mittig mit jeweils zwei Porzellaneulen zu ihrer Seite, unsere Seifeneule! Ist sie nicht niedlich und hübsch? Und sie riecht so wonnig! Haben wir natürlich gleich wieder eine Fotosession von gemacht, weil wir uns so gefreut haben. 

Die beiden äußeren Eulchen können leuchten

Huuuuhuuuuuu, paßt auch zum Thema Nebel, hihihihi! 

In dem Paket war noch was sooooooo schönes, aber da müßt ihr wie aufs Christkind noch ein bissel drauf warten! 😊

Es ist November, und im November sind alle die Gedenktage an die uns voraus gegangenen Menschen und Tiere in heaven, wobei wir dieses Jahr natürlich besonders an unsere Mimi denken, an unsere rasende Reporterin, euer aller Co-Autor. In diesem Jahr hab ich keine besonderen Einträge zu den ersten Novembergedenktagen gemacht, die Corona-Zeiten machen eh so traurig, da wollten wir lieber was aufheiterndes. Hier aber stellen wir nun noch eines der Bilder extra noch einmal ein, die wir für diesen Eintrag gesucht hatten. 

In memoriam an alle unsere Menschen und Tiere, die wir lieben und vermissen. Ein Friedhof im Nebel.  

Zum Abschluß unserer heutigen Sonntagsausgabe haben wir noch was zum entspannen, passend zum Thema eine Entspannungsmusik für den Herbst, „Nebel über den Feldern“, viel Freude dabei:

Und damit wünschen wir euch allen einen schönen, gemütlichen, entspannten Sonntag! Vergeßt einfach einmal für ein paar Stunden alle Sorgen, es fällt nicht leicht, ich weiß das. Wir hoffen, wir konnten wenigstens ein wenig unser Scherflein dazu beitragen. Kommt alle gut wieder in die neue Woche, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger 

mit Mimi in heaven, Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Betriebsferien

Zukunftssorgen

Korf, den Ahnung leicht erschreckt,
sieht den Himmel schon bedeckt
von Ballonen jeder Größe
und verfertigt ganze Stöße
von Entwürfen zu Statuten
eines Klubs zur resoluten
Wahrung der gedachten Zone
vor der Willkür der Ballone.

Doch er ahnt schon, ach, beim Schreiben
seinen Klub im Rückstand bleiben:
Dämmrig, dünkt ihn, wird die Luft
und die Landschaft Grab und Gruft.
Er begibt sich drum der Feder,
steckt das Licht an (wie dann jeder),
tritt damit bei Palmström ein,
und so sitzen sie zu zwein.

         

Endlich, nach vier langen Stunden,
ist der Albdruck überwunden.
Palmström bricht zuerst den Bann:
“Korf”, so spricht er, “sei ein Mann!
Du vergreifst dich im Jahrzehnt:
Noch wird all das erst ersehnt,
was, vom Geist dir vorgegaukelt,
heut dein Haupt schon überschaukelt.”

Korf entrafft sich dem Gesicht.
Niemand fliegt im goldnen Licht!
Er verlöscht die Kerze schweigend.
Doch dann, auf die Sonne zeigend,
spricht er: “Wenn nicht jetzt, so einst –
kommt es, daß du nicht mehr scheinst,
wenigstens nicht uns, den – grausend
sag ich’s -: Unteren Zehntausend!” …

Wieder sitzt v. Korf danach
stumm in seinem Schreibgemach
und entwirft Statuten eines
Klubs zum Schutz des Sonnenscheines.

(Christian Morgenstern, 1871 – 1914, deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, wir haben ein bissel Betriebsferien gemacht, weil wir so unmotiviert waren. Teils lag es an der Wetterlage, die erst recht trüb und dann zum Wochenende hin so schwül wieder war, trotz bedrohlichem Himmel am Samstagmorgen über der Liricher Grafschaft

und über unserem Birkenpferd vom Aussichtspunkt Eulennest

wollte sich keine Entspannung mittels eines Gewitters oder wenigstens eines Regengusses einstellen.

Zum anderen Teil lag es außer am Wetter auch mal wieder an der Gemengelage bezüglich des Coronavirus, die Fallzahlen steigen ja wieder kontinuierlich an, hinsichtlich der Groß-„Demos“ am Wochenende in Berlin kann einem als für sich und vor allem für seine Mitmenschen verantwortlich handelnder Mensch mehr als angst und bange werden! Was ist das ein Haufen von Covidioten, man fährt 600 km nach Berlin zum demonstrieren, um dort dagegen zu protestieren, daß man in seinen freiheitlichen Grundrechten und seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird von einer „Corona-Diktatur“, durch das Tragen von Masken und einer Abstandsregelung zum Schutze und Wohle aller, worauf man dann auch „konsequent“ auf beides verzichtet hat bei dieser „Demo“! Ich hätte diesem egomanischen „Volk“ gerne ein Schild für ihre Demo gefertigt, ein einziges Wort darauf hätte genügt, um ihre Ansprüche der Öffentlichkeit kundzutun: ICH!!!

Das ist weiß Gott nicht motivationsfördernd für unseren Wochenanzeiger, der sich nun mal den guten Nachrichten verschrieben hat und unserer Leserschaft hier doch gerade in diesen Zeiten Mut machen möchte, mit unserem bekannten und geschätzten Optimismus, aber manchmal kommt dann doch ein anderer Spruch über Opti- und Pessimisten zum tragen: „Ein Pessimist ist ein Optimist mit Lebenserfahrung.“ Oder das schöne Zitat, das ich in einem anderen Blog entdeckt habe und das ich so klasse fand:

„Wenn du Gott zum lachen bringen willst, erzähle ihm von deinen Plänen.“ (Blaise Pascal, 1623 – 1662, franz. Mathematiker, Physiker und Philosoph)

Denn Pläne hatten wir in unserer Redaktion für einen feinen Wochenendeintrag, schon Mitte der letzten Woche bei unserer Redaktionssitzung besprochen und für fein befunden, es sollte mal wieder ein Urlaubs-Erinnerungseintrag werden, das fanden wir dann angesichts der diesjährigen Urlaubszeit mit ihrer regional ebenfalls so ausufernden Ich-Manie doch nicht mehr so passend, da haben wir ihn in der freitäglichen Nach-Konferenz gecancelt. Wir werden ihn nachholen, wir können uns gut vorstellen, daß das auch euer Wunsch wäre, keine Frage, aber uns fehlte denn dann doch die Leichtigkeit und Freude, die solche Einträge voraussetzen, um gut zu werden. Also machen wir hier jetzt einen Cliffhanger, und da kommt dann gleich wieder der Humor ins Spiel, der unser Wochenblatt wohl auch auszeichnet. Sicherlich erinnert ihr euch alle noch an sowas hier

leere Klopapier-Regale allüberall, das wenigstens hat sich ja zum Glück wieder gelegt, das begehrte Papier ist wieder überall zu haben, sogar wieder ganz speziell, lach, guckt:

Das sollte der Gag unserer Urlaubserinnerungen werden, weil der sprachliche Aufdruck euch sicherlich einen Hinweis auf das Urlaubsland gegeben hätte bzw. jetzt gibt! Damit sind wir nun im gewohnten Fahrwasser und führen unseren Montagseintrag, der getreu des Vermächtnisses unseres geliebten Co-Autors, unserer rasenden Reporterin Mimi in heaven, doch fröhlich und optimistisch sein soll, fort.

Und berichten von den kleinen Aktivitäten in unserer Redaktion, denn wir können vermelden: Ein Lampenschirm zur maritimen Verschönerung unseres Schlafzimmers ist fertig, der zweite folgt in Kürze.

Das auf Stoff gebügelte Serviettenmotiv ist mittels Kordel am Lampengestell befestigt worden.

Und so sieht es aus, wenn es leuchtet:

Wir sind sehr zufrieden! Gehäkelt worden ist auch weiter, ein neues Kissenhüllen-Motiv

Ein Seepferd, da hab ich manchen Abend beim fernsehen Spaß dran gehabt!

Mit der weißen Kissenhülle drunter, Fäden müssen noch vernäht und das Motiv mit der Nähmaschine aufgenäht werden.

Auf Balkonien wachsen die Sonnenblumen fröhlich ihrer Blüte entgegen und durch Zufall hat die Frau Chefredakteurin gestern abend entdeckt, daß sich eine Blüte bereits öffnet.

Die übrigen Knospen schwellen weiter!

Da wird sich Mimi dort oben auf ihrem Stern freuen, wenn sie alle blühen werden, und später im Herbst die Vögel, wenn sie Sonnenblumenkerne futtern können.

Und so schließen wir diesen Eintrag mit einem kleinen Gedicht, das die Frau Chefredakteurin selbst gedichtet hat, ich hatte es bei FB mit einem anderen Bärenbildchen eingestellt, das nicht meins ist und daher hier nicht benutzt werden darf, aber wir haben ja selbst genug Bärchen hier, da hat eines davon fürs Gedicht gerne Modell „gelegen“.

Kleines Bärchen, schlaf schön
in den neuen Tag.
Träum dir deine Welt schön,
was auch kommen mag.
Freu dich über Blumen und den Sonnenschein,
wenn er wieder weckt dich
bist du nicht allein.
Alle deine Freunde sind dann wieder hier!
Schlaf schön, kleines Bärchen, wichtig ist das WIR!

(© Monika Zimmermann)

Wir wünschen euch allen einen schönen Montag und einen guten Start in die neue und hoffentlich gute Woche, bleibt oder werdet alle gesund und paßt gut auf euch auf!!!

Das wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern

Otto und Luzia

Habts fein!              

Grafschafter Wochenanzeiger – Bonjour, Tristesse oder die Kunst der kleinen Glücke!

So muß man leben!
Die kleinen Freuden aufpicken,
bis das große Glück kommt.
Und wenn es nicht kommt,
dann hat man wenigstens
die „kleinen Glücke“ gehabt.

(Theodor Fontane)

Hallo, liebe Leser unseres Grafschafter Wochenanzeiger, da sind wir doch gleich zu Beginn des neuen Jahres mal wieder beim Wetter, lach, das sich mit eintäglicher Ausnahme präsentiert wie „siehe Titel“!

Nun wollten wir aber nach beratender Redaktionssitzung angesichts der Katastrophe in Australien hier beileibe nicht über den Regen meckern, und da haben wir uns gedacht, dann zeigen wir euch einfach mal die „Kunst der kleinen Glücke“ angesichts grauer Gräulichkeit draußen.

Als da wären:

Beim Einkauf Kartoffeln erworben und

eine Herzkartoffel gefunden!

Zeitschriften gekauft mit Thema Januar und Winter, so herrliche Bilder,

und neue Kalender, die im Januar ebenfalls solch schöne Winterbilder zeigen, wie wir uns einen Winter wünschen würden:

Das ist ein Küchenkalender mit feinen Tipps aus Omas altem Wissen!

Und eben Schneebildern, wie dieses aus dem Archiv von 2019, die Grafschaft in weiß!

Bissel weihnachtliches Gedöns wurde noch aufgeräumt in den Redaktionsräumen, und zwei süße Geschenkanhänger zieren jetzt die Deko am Küchenfenster.

Erinnert ihr euch an Mimis „Weihnachtsmäuschen“? Das hat in diesem Jahr ein Haus!

Und einen Kumpel:

Ein weißer Weihnachtswichtel!

Duftende Gewürze, Orangenscheiben und noch lecker Plätzkes, genau das richtige an usseligen Tagen! Apropos Duft: Teelichter mit Duftrichtung Schoko-Trüffel heben das Gemüt und bewahren vor Januar-Blues!

Ein ganzes Glas voll, während ich hier schreibe, duftet es um mich her, lach! Weiter duften, zum Beispiel in der Badewanne, mit einem Badezusatz mit diesen Ingredienzien

„Kuschelstunde“, mit holzig-fruchtigem Duft, ist wie Feuer im Kamin, lach! Dazu eine feine Tasse Tee

mit Kandiszucker, in dieser soooo schönen Tasse, ich glaub, das wird ein Wellness-Wochenende!

Dann auf das Sofa kuscheln, was feines zum lesen, und ein Gläschen Sahne- Bratäpfelchen-Likör

Hier leuchtet immer noch alles, lach, zum Beispiel unser Kranz über dem Kamin

das macht das Herz warm!

Vitamine sind auch „Stimmungsaufheller“, hab ich beim Wochenendeinkauf mal gleich ein großes Säckchen mit Blutorangen mitgebracht:

Sie hängen draußen auf Balkonien, da isses doch noch bissel „frischer“ als drinnen, und werden am Wochenende zu lecker Saft verarbeitet! Noch mehr Vitamine beim Wintergemüse, es gibt überbackenen Blumenkohl als Wochenend-Menü!

Ist im Säckchen nur zu ahnen, aber es ist einer, lach!

Vorgestern abend hatte ich irgendwann noch so ein kleines „Hüngerchen“, und da fiel mit so eine feine Erinnerung ein, als ich noch als Teenager zu Hause gewohnt habe, meine Mama hatte das auch manchmal mit dem kleinen Hüngerchen, und wenn wir das beide hatten, haben wir uns angegrinst und gesagt: „Tomatensüppchen?“ Das war dann das Stichwort, aus frischen Tomaten, die Mama meist im Haus hatte, angebratenen Zwiebeln und bissel Brühe haben wir uns dann eine Tomatensuppe gezaubert, mit „Toastbrot aus der Pfanne“, kennt ihr das auch? Bissel Butter in der Pfanne erhitzen und eine Scheibe Brot von beiden Seiten „ankrossen“, sooooo lecker! Und das hab ich mir am besagten Abend dann auch gemacht, mit einem sinnigen Lächeln in Erinnerung an meine Mama! Auch eines dieser kleinen Glücke!

Da sich außer dem Wetter auch die Weltpolitik mal wieder unsäglich „grauslich“ präsentiert, hätten wir zu diesem Thema mal wieder was von Reinhard Mey, sein Lied „Vertreterbesuch“ aus dem Album „Aus meinem Tagebuch“ von 1970!!! also sage und schreibe 50 Jahre alt und so aktuell wie eh und je!!!

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/vertreterbesuch

Ihr werdet sicher alle diese kleine Liste kleiner Glücke noch selber ergänzen und fortführen können, wir haben einfach mal so ein paar „aufgepickt“, die wir hier gefunden haben, und wünschen euch allen nun ein ganz feines Wochenende voller kleiner Glücke!!!

Mimi und ich, wir haben uns zu unserem kleinen Glück nochmal ein neues Kleidchen fürs neue Jahr gegönnt

und wir beide und das gesamte Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger samt den beiden Freelancern Lucia und Otto wünschen euch:

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 20

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Der Baum des Friedens

Ich weiß, im Dunkel steht ein Baum
mit Kerzen übervoll besteckt.
Manchmal in einem schönen Traum
ein Engel sie zum Leuchten weckt.

Der ganzen Erde Menschen seh‘
ich stehen unter seinem Grün,
aus ihren Herzen will kein Weh‘,
will nur verklärte Freude blüh’n.

Kein Kampf und Sieg ist unter ihm,
nicht eine einzige Stimme flucht,
indes ein gold’ner Cherubim
in seinen Zweigen Früchte sucht.

Es steigt der Engel Tag und Nacht
hinauf, hinab und will nicht ruh’n,
und legt der süßen Früchte Fracht
den Menschen in die off’nen Truh’n.

                                           

                               

(Alfons Petzold)

Seid gegrüßt, ihr lieben Leser des Adventskalenders vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Heute öffnen wir bereits das Türchen 20, gestern war schon wieder die letzte unserer kirchlichen Frühschichten hier in meiner Heimatgemeinde, da dachte ich mir, ich nehme euch einfach mal mit auf meinem Weg frühmorgens in die Kirche.

Dunkel ist es natürlich noch, das war der Versuch, ein bewegliches Leuchten an einem Fenster zu fotografieren. Der Mond stand am Himmel

und die Burg Lirich leuchtet spärlich in die Dunkelheit.

Das ist die Straße, die zu meiner Kirche führt

und das ist die „Hauptstraße“ meiner Grafschaft, links geht es dann direkt zur Kirche.

So ist der Anblick für mich, wenn ich direkt darauf zulaufe, und der Bewegungsmelder für bessere Beleuchtung mich noch nicht „entdeckt“ hat.

Da hat er mich entdeckt, und ihr könnt nun auch besser gucken. Links das „Gestell“, das ist unser Glockenturm mit der einzigen Glocke, die wir noch aufstellen können.

So, und hier habt ihr nun die legendäre „Unterkirche“, in der unser Frühstück nach der Andacht stattfindet, die Treppe runter befindet sich ganz rechts neben der Haupttreppe zur Kirche.

Eines der mittigen Fenster, dahinter ist die Taufkapelle, die Weihnachtsbäume stehen schon! In der Kirche auch!

Das Gebäude im Hintergrund, das ist Björns ehemaliger Kindergarten, er liegt direkt neben der Kirche.

Noch einmal der Mond! Vom Eingang der Kirche aus fotografiert.

Die Andacht war wieder sehr stimmungsvoll, mit drei Kerzen bereits am Adventskranz, Lichtern auf dem Altar und dem Weihrauchgefäß, wo bei den Fürbitten Weihrauch aufgestreut wird.

Das Motto der letzten Frühschicht war:  Alarm – Fürchtet euch nicht!

In einer kleinen Geschichte ging es dann darum, welch ein Alarm gemeint ist, der nämlich, der die eigentlichen adventlichen und weihnachtlichen Gefühle so oft überdeckt, der der Hektik, des Stresses, was wohl noch alles zu besorgen und zu erledigen ist, wie viele Feiern noch besucht werden müssen usw. usf.! Und diesem Alarm gegenüber die Botschaft der Engel: Fürchtet euch nicht! In diesem Falle auf „gut deutsch“ laß mal 5 gerade sein, was nicht geht, geht halt nicht, halt mal inne, hör mal auf zu rennen, besinne dich auf das wesentliche der Weihnacht: Die Engel verkünden die Frohe Botschaft!

Unser Geschenk zu dieser Frühschicht war wieder ein sehr passendes:

Schlecht zu erkennen am Kaminkranz?

Ein Engelsflügel!

Die Engel als Verkünder der Frohen Botschaft und der beruhigenden Worte: Fürchte dich nicht!

Denn Furcht lähmt und macht handlungsunfähig!

Alle Symbole unserer Frühschichten:

Ja, das waren sie nun wieder, unsere weihnachtlichen Frühschichten in diesem Jahr.

Nach dem Nachhausekommen hab ich mich dann noch bissel hingelegt, und als ich wieder aufgestanden bin, hab ich euch nun was fotografiert, ich glaub, das ist ein Novum in unseren Adventskalendern, guckt mal:

Jaaaaa, das war die Temperatur auf Balkonien am 19. Dezember um die Mittagszeit, im Schatten!

Mimi konnte es kaum glauben

Ja, ist denn schon wieder Frühling statt Weihnachten??? Na, dann aber ab nach draußen

Sonne pur, herrlich, mein Dosenöffner! Komm auch! Wie man auf diesem Bild sieht

und Mimi es inspiziert: Die weihnachtliche Deko auf Balkonien wartet noch auf ihren Einsatz, alles bissel verlangsamt in diesem Jahr.

Warum Mimi hier so „entsetzt“ guckt?

 

Ja, ich hatte Blumen gegossen und ooooh, fürchterbar:

der Balkonboden war naß, igitt, wie sollte Mimi denn nun da vorbei wieder rein kommen können, lach! Hat sie natürlich geschafft, im Stechschritt, hihihihihi!

Und das war es nun wieder, unser 20. Türchen, ich hoffe, es hat euch wieder bissel Spaß gemacht, habt alle einen schönen Freitag, macht euch keinen „Alarm“, bleibt oder werdet gesund und vergeßt nicht die Frohe Botschaft der Engel.

Habts fein, wünschen euch allen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Wetterbericht

Das Häschen

Unterm Schirme, tief im Tann,
hab ich heut gelegen,
durch die schweren Zweige rann
reicher Sommerregen.

Plötzlich rauscht das nasse Gras –
stille! Nicht gemuckt! -:
Mir zur Seite duckt
sich ein junger Has –

Dummes Häschen,
bist du blind?
Hat dein Näschen
keinen Wind?

Doch das Häschen, unbewegt,
nutzt, was ihm beschieden,
Ohren, weit zurückgelegt,
Miene, schlau zufrieden.

Ohne Atem lieg ich fast,
laß die Mücken sitzen;
still besieht mein kleiner Gast
meine Stiefelspitzen…

Um uns beide – tropf – tropf – tropf –
traut eintönig Rauschen…
Auf dem Schirmdach – klopf – klopf – klopf…
Und wir lauschen… lauschen…

Wunderwürzig kommt ein Duft
durch den Wald geflogen;
Häschen schnuppert in die Luft,
fühlt sich fortgezogen;

Schiebt gemächlich seitwärts, macht
Männchen aller Ecken…
Herzlich hab ich aufgelacht -:
Ei, der wilde Schrecken!

(Christian Morgenstern)

Liebe Leser des Grafschafter Wochenanzeiger, nun ist das Osterfest auch schon fast wieder eine Woche vorbei, da möchten wir doch mal einen nachösterlichen Wetterbericht erstellen, im doppelten Sinne ein „Wetter“bericht, sowohl vom innerlichen, als auch vom äußerlichen Wetter, daß hier für einige Kapriolen sorgte, aber dazu später noch.

Die Ostertage jedenfalls waren wonnig-sonnig-sommerlich-schön, das kam zum Besucher der Kinder natürlich wie gerufen, und wir haben die schönen Tage so genossen, Mimi hat sich von allen Seiten verwöhnen lassen und kam aus dem schnurren vor Behagen gar nicht mehr raus, drinnen verwöhnten sie die Kinder, draußen im Brotkasten die Sonne, könnt ihr euch sicher vorstellen, daß unsere rasende Reporterin hochzufrieden war! Das Essen hat vorzüglich gemundet, bloß haben wir außer von der selbstgebackenen Ostertorte gänzlich vergessen, Bilder zu machen, lach, wir waren so mit erzählen und genießen beschäftigt. Aber die Torte, die kann ich euch zeigen, büddschön:

Schade, daß die schönen Tage immer so schnell enteilen, aber dafür kann man sie sich ja jederzeit wieder in Erinnerung rufen!

Wie schon erwähnt, war das Wetter an Ostern geradezu ein Traum

und das genoß auch unser kleines Hasenmütterchen Flora

aber das sollte sich dann am Mittwochabend drastisch ändern, es zog ein heftiges Unwetter über die Grafschaft, mit Sturm, Gewitter, Hagel und Starkregen, das ganze kam so plötzlich, daß keine Chance mehr war, Balkonien unwettersicher zu machen

es schepperte dann irgendwann heftig und meine Avocadopflanze in ihrem großen Topf, sogar mit einem schweren Stein drin ohnehin gegen Wind gesichert, flog quer über Balkonien und die darin befindliche Osterdeko verteilte sich ebenfalls in allen Ecken. Und genau in dieser Pflanze hatte doch Flora ihr Plätzchen gefunden, oh, je, ich hab sofort befürchtet, daß das nicht ohne Schaden abgegangen ist, und ich hab richtig vermutet:

Flurschäden besichtigen nach dem Sturm

Flora hat ein Ohr eingebüßt, das andere hatte auch einen Riß und auch ein Pfötchen war angeknackst. Ganz Balkonien war voller Erde, die Auflagen für Mimis Schattenplatz und meinen Liegestuhl waren auch noch draußen und trieften vor Nässe. Die Ostereier hab ich später überall zusammengeklaubt, gut, daß ich das Katzennetz dran habe, da fliegt wenigstens nix über den Balkon nach unten. Am späten Abend, als der Spuk vorbei war, hab ich nur schnell die Auflagen und Flora gerettet, für alles andere war es zu dunkel, die Flurschäden wurden dann am Donnerstagmorgen wieder beseitigt. Mein Pflanze hat nur einige Blätter und Zweige eingebüßt, aber im ganzen ist sie heil geblieben, bin ich so froh, ich hab sie schon so lange und aus Avocado-Kernen selbst gezogen.

Nach dem Unwetter bot sich ein solches Bild der Grafschaft, aus dem Schlafzimmerfenster fotografiert Richtung Burg Lirich:

Und Flora? Natürlich war das gesamte Redaktionsteam sehr besorgt um unser Hasenmädchen, man überließ es den kundigen Händen der Frau Chefredakteurin und verfolgte seine langsame Genesung mit Sorge, Häschen mußte nämlich auch erst einmal trocknen, bevor der Kleber richtig hielt, das dauerte. Aber nun können wir unseren Lesern mitteilen, daß nach einem kurzen Kuraufenthalt in herrlicher badezimmerlicher Seeluft, im Schatten des grafschaftlichen Leuchtturmes, unsere Flora wieder ganz die alte ist, genesen, geklebt und wieder fröhlich hat sie sich vom Schrecken des Zerdepperns erholt.

Da strahlt sie wieder, unser Flora!

Die Schäfchen im Hintergrund haben sich auch sehr über die wieder genesende Flora gefreut!

So, ihr lieben Leser alle, daß war nun mal ein Wetterbericht der anderen Art, euer Redaktionsteam wünscht euch ein wunderschönes Wochenende, egal, mit welchem Wetter, macht einfach das beste draus, und Regen braucht das Land, muß ja nicht unbedingt mit Unwettern sein!

Habts fein! Wünscht euch euer Redaktionsteam, Chrefredakteurin Monika, euer Co-Autor, die rasende Reporterin Mimi und unser Volontär Ruddi

Schwarz-weißer Sonntag – weitere Aussichten: Wolkig bis heiter!

Frühling

Nun ist er endlich kommen doch
in grünem Knospenschuh;
„er kam, er kam ja immer noch“,
die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
nun treiben sie Schuß auf Schuß;
im Garten der alte Apfelbaum,
er sträubt sich, aber er muß.

Wohl zögert auch das alte Herz
und atmet noch nicht frei,
es bangt und sorgt: „Es ist erst März,
und März ist noch nicht Mai.“

O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du.

(Theodor Fontane)

Tja, ihr Lieben alle, wenn das mit dem Wetter in diesem Jahr so weiter geht wie bisher, werden wir hier wohl alle derzeitigen Rekorde in puncto Wettereinträge in diesem Blögchen hier toppen!

Ja, der Regen tut immer noch not, und ja, es ist erst März, trotz fast schon Sommertemperaturen bereits im Februar war klar, daß es so noch nicht bleiben würde, aber allmählich hat wohl auch der geduldigste so langsam die Faxen dicke, nur Regen, nur Sturm, nur grau, nur öde, nur naß, ach, nee, so stellt man sich nun doch den März nicht vor! Präsentationen vom März anno domini 2019 in unserer Grafschaft:

Das war am von der Uhrzeit her hellerlichtem Tag!

Als ich die Bilder hochgeladen hatte, saß ich grübelnd vor meinem Monitor und überlegte, was man denn nun mit den Bildern für einen Eintrag erstellen könnte, mir wollte so gar nix zu der Tristesse einfallen, da fiel mein Blick auf meine plüschigen Helferlein, die hier in meinem kleinen Büro rings um den PC meine Arbeiten begleiten und überwachen, und da grinste mich als erstes mal er hier an, so nach dem Motto „kalt isses, naß, usselig, kein Menschenwetter? Tja, statt Regen Schnee wäre ganz meins, aber geht auch so, mein Wetter, was meinste, Fotoshooting?“

Flugs den roten Schal umgebunden und raus in die Gräuslichkeit, Troll trotzt Wind und Wetter! Das rief aber nun rasch noch jemanden auf den Plan, seines Zeichens doch beschäftigt mit dem Vollzeitjob als Motivationsbär, unser Charly, geht doch wohl nicht an, daß Troll den Job alleine macht, „warte, Kumpel, kriegst Unterstützung!“ Schließlich sitzen die beiden Bärenfreunde ja auch gemeinsam hier am PC, lach!

Charly, der seinen Job ja immer sehr ernst nimmt, wies mich dann gleich mal motivierend auf das hin, was mich dann zum obigen Gedicht animierte: Der Frühling kommt!

Tulpenspitzen und Kapuzinerkresse, noch nicht sehr viel Grün, aber immerhin! Charly war richtig glücklich!

Beide Bärchen sind dann stolz und zufrieden wieder an die kuschelig-heimelige Stelle am PC zurückgekehrt, es war doch noch zu usselig draußen.

Ist euch was aufgefallen bei den Bildern? Die greifen das Thema vom heutigen Eintrag auf, schwarz-weiß, dann langsam bissel Farbe dabei, weiß, beige, grün und rot, ja, und nun wartet ihr auf die Aussichten „- bis heiter“, nicht wahr?

Kommt sofort, wenn die Natur da draußen zumindest hier noch nicht so richtig mitspielt, das Archiv tut es alle mal, da gucken wir doch nun mal, was wir euch da alles schönes bieten können aus all den Märzentagen hier im Blögchen, also: Weitere Aussichten: Wolkig bis heiter!

Euer aller Co-Autor, meine Mimi, meldet sich hier natürlich auch schnell nochmal zu Wort:

Hi, Folks, tja, wie Frauchen ja schon zur Genüge ausgeführt hat, das Wetter, seufz, breiten wir einfach den Mantel des Schweigens darüber, ich mach es mir eh immer und überall gemütlich, aber so langsam hätte ich doch nun auch gerne mein geliebtes Balkonien wieder, und wo Frauchen jetzt schon so schöne Archivbilder von all den Märzen hier hatte, will ich auch, ich zeig euch jetzt mal meine Märzenbilder:

So, du Frühling, nun komm mal langsam richtig in die Hufe!

Das war er nun, unser nächster Frühlingsbeschwörungseintrag, lach, wir wünschen euch allen einen wunderfeinen Sonntag, und ob Frühlings- oder Nichtfrühlingswetter, macht es euch alle schön und gemütlich, die Sonne haben wir sowieso alle im Herzen, getreu dem Motto „Hab Sonne im Herzen, ob’s stürmt oder schneit. Ob der Himmel voll Wolken, die Erde voll Streit! Hab Sonne im Herzen, dann komme, was mag, das leuchtet voll Licht dir den dunkelsten Tag!“ (Cäsar Flaischlen)

Habts fein, wünschen euch euer Co-Autor Mimi und Frauchen Monika.

Sonntägliches Frühlingskonzert

Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
im goldnen Sonnenschein.

Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
das Bächlein rauscht zu Tal,
es grünt die Saat, es blinkt der See
im Frühlingssonnenstrahl.

Die Lerchen singen überall,
die Amsel schlägt im Wald!
Nun kommt die liebe Nachtigall
und auch der Kuckuck bald.

Nun jauchzet alles weit und breit,
da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?

(Annette von Droste-Hülshoff)

„Frühlingskonzert?“ hör ich euch fragen, bei dem unsäglichen Aprilwetter da draußen mit Sturm und Regen, Gewitter und ab und an mal einem Sonnenstrahl? Genau darum, weil das Wetter mal wieder so gar nicht frühlingshaft ist, braucht es hier mal wieder einen aufmunternden Frühlingseintrag, wir laden euch also alle ein zu einem feinen Frühlingskonzert! Gala-Kleidung braucht ihr nicht, ihr könnt gerne alle so kommen, wie ihr euch das an einem verregneten Sonntagmorgen in eurem Heim gemütlich macht, mit Schluffen, mit Nachthemd oder Schlafanzug, die erste Tasse Kaffee vielleicht schon in der Hand, oder wie ihr sonst einen Sonntagmorgen ohne Frühlingswetter beginnt. Denn der Dirigent unseres Konzertes, besser gesagt die Dirigentin, ist sie:

Die Uhr! Hach, fein, jetzt habt ihr endgültig Fragezeichen in den Augen, das hatten wir lange nicht mehr! Da kommt nun hier mal die Auflösung, denn die Dirigentin hebt den Taktstock, das Konzert beginnt, vielleicht ist es euch aufgefallen, die Uhren zeigen verschiedene, frühmorgendliche Zeiten? Da kommen wir jetzt mal zum Orchester, und das sind

die Vögel!

Falls ihr nachts das Schlafzimmerfenster geöffnet habt, braucht ihr in diesen Tagen manchmal keinen Wecker, weil euch die fröhlichen kleinen Sänger draußen aufwecken. Lange vor Sonnenaufgang beginnt bereits ihr Konzert, anfangs mit ausgewählten Solisten, genau wie bei einem richtigen Konzert mit Chor und Orchester.

Die Reihenfolge, wann welche Vogelart beginnt, ist genetisch festgelegt, und eigentlich ist auch nicht die Uhr die Dirigentin, sondern das Licht der Dirigent, aber wir richten uns da ja eher nach der Uhr.

Der berühmteste Solist unseres Frühlingskonzerts ist wohl die Nachtigall, die Männchen beginnen um 23.00 Uhr mit ihrem Lied

sie bekommen bei ihrem nächtlichen Gesang aber zunehmend Gesellschaft in unseren Städten, weil auch Rotkehlchen und Amseln ihren Gesang auf die ruhigeren Nachtstunden verlegen, des Verkehrslärms und der künstlichen Beleuchtung wegen.

Es gibt eine sog. Vogeluhr, ich liste euch die Sänger mal anhand dieser Uhr auf:

  • 5.00 Uhr Hausrotschwanz
  • 5.10 Uhr Rotkehlchen
  • 5.15 Uhr Amsel
  • 5.20 Uhr Zaunkönig
  • 5.30 Uhr Kuckuck
  • 5.40 Uhr Kohlmeise
  • 5.50 Uhr Zilpzalp
  • 6.00 Uhr Buchfink
  • 6.20 Uhr Haussperling
  • 6.40 Uhr Star

Berechnet ist das ganze bei einem Sonnenaufgang um ca. 6.30 Uhr, Mitte April in Mitteldeutschland.

Dann lassen wir das Konzert nun mal beginnen:

Wer mehr hören und erfahren möchte, hier sind noch zwei schöne Links:

https://www.deutsche-vogelstimmen.de/

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/vogelportraets/index.html

Hach, schön, nicht wahr, so beginnt doch ein Sonntagmorgen trotz Schietwetter richtig frühlingshaft!

Auf Balkonien ist nun zumindest mal die Forsythie schon aufgeblüht,  auch jedes Jahr wieder so schön!

Sie hat die Deckenhöhe längst erreicht, das ehemalige kleine Ostersträußchen!

Vögelchen gibt es auch auf Balkonien, guckt:

Die Tulpen beginnen auszutreiben

und die Kapuzinerkresse vom letzten Jahr ist auch wieder da!

Mimi ist ein bissel mukschig, weil ihr Balkonien immer noch gänzlich naß geregnet ist und weder die Temperatur noch die fehlende Sonne sie locken konnte, mit nach draußen zum fotografieren zu kommen, sie blieb derweil gemütlich auf der Couch

beschwerte sich bei mir über das doofe Wetter

und träumte dann weiter von kommenden schöneren Tagen.

Als ich dann allerdings unseren vorösterlichen Familienzuwachs in Positur gesetzt habe zum fotografieren, war sie schnell neugierig wieder dabei:

Wir haben ein neues Häschen!

Das seine Mümmelmöhren schon mitgebracht hat, hihihihi! Das mußte Mimi genauer gucken!

Danach lockte das Katzengras, das noch recht üppig an ihrer Hängematte am Wohnzimmerfenster wächst.

In der Küche hab ich auch was frühlingsfrisches für die fastenzeitlichen Salate, lach, guckt:

Kresse! Lecker! Da mußte ich mal lustige Bilder machen, denn auf der Küchenfensterbank herrscht mangels neuer Deko wegen längerem Erkältungsausfall noch Winter, hihihi, sieht drollig aus:

Mit einem Blick auf unser naß geregnetes Balkonien (nachdem ich die Forsythie im schönsten Sonnenschein fotografieren konnte, hat es 5 Minuten später wieder geschüttet, boooaaaaah!)

schließe ich jetzt diesen Eintrag, ich hoffe, das sonntägliche Konzert und unsere Bilder haben euch gefallen, wir wünschen euch allen trotz mistigem Wetter einen wunderschönen Sonntag, macht es euch einfach gemütlich drinnen, träumt von künftigen Frühlingstagen, lauscht unserem Vogelkonzert und

habts fein! Wünschen euch euer Co-Autor eure Mimi und ich!

 

Winterwetter – rattenscharf!

 

    

Neuschnee

 Flockenflaum zum ersten Mal zu prägen
mit des Schuhs geheimnisvoller Spur,
einen ersten schmalen Pfad zu schrägen
durch des Schneefelds jungfräuliche Flur

Kindisch ist und köstlich solch Beginnen
wenn der Wald dir um die Stirne rauscht
oder mit bestrahlten Gletscherzinnen
deine Seele leuchtende Grüße tauscht.

(Christian Morgenstern)

Ich liebe sie einfach, hihihi, die Fragezeichen in euren Augen! Was hat denn nun das Winterwetter mit rattenscharf zu tun?

Das ist mal wieder eine lustige Wort-Kombi, denn Winterwetter……tadaaaaaa

„…..in großen, weißen Flocken, so kam er über Nacht….“, der Winter hat Einzug gehalten in der Grafschaft, leider war die weiße Pracht am hellerlichten Tag gestern schon wieder arg zusammengeschrumpft, da müßt ihr euch leider mit den nächtlichen Bildern begnügen. Trotzdem ist es noch überall weiß, halt bloß mit Lücken wieder, aber schön ist es allemal und ich hoffe sehr, es kommt noch mehr! Mimi nicht

sie wollte mit raus, gucken, als es zu schneien begann, und hat dann mit allen Anzeichen des Entsetzens festgestellt, daß der Schnee sogar in ihren Brotkasten gerieselt ist, igitt, nix wie wieder rein, ab in die Hängematte und den Dosenöffner vorwurfsvoll angucken, denn der ist schuld an jeglicher Misére! Punktum!

Na, und rattenscharf?

Pünktlich zum eintrudelnden Winterwetter hatte ich den Rattenschal fertig, den sich die Mama der kleinen Nichte der Kinder gewünscht hatte, ihr erinnert euch, die kleine Maus liebt Ratten und hat eine heiß geliebte Stofftierratte, wie ihr auf den Bildern von der Hochzeit gucken konntet

 und zu Weihnachten hatte ich ihr ja die Lesezeichenratte zum Geschenk gemacht  und das brachte ihre Mama auf die Idee,  ob man denn wohl auf diese Art auch einen Schal stricken könnte, aber klar, kann man, ich hab mich mit Begeisterung an die Arbeit gemacht und nun ist das gute Stück fertig!

 Sieht sie nicht knuffig aus?

Schwänzchen, mit Strickliesel gemacht! Und nun kommt der Clou, nämlich wie man ihn bindet, den Schal:

 Das Schwanzteil wird durch das Mäulchen geschoben, ich hab es noch mal deutlicher

das sieht so lustig aus, und liegt so auch schön am Hals an, kann man ganz bequem so „stramm“ ziehen, wie man bzw. wie das Kind es möchte!

 Ich hab richtig Spaß! Und freu mich schon auf den Bericht über das eintrudeln des Päckchens, denn gestern ist der rattenscharfe Rattenschal auf die Reise gegangen! Ich bin so gespannt, wie der Bericht über den Erhalt ausfallen wird, hihihi!

Das wollte ich euch nicht vorenthalten, deshalb gibt es heute halt so einen kleinen „Zwischeneintrag“, ich hoffe, ihr habt Spaß dran!

Wir zwei beide, Mimi  und ich, wünschen euch einen wunderschönen Donnerstag!

Habts fein! 

 

 

 

Neue Woche – neues Glück!

  

Carpe diem

Carpe diem! Pflücke den Tag!
Rät der Römer Horaz.
Pflück den Tag wie die Rose im Hag,
nütze den köstlichen Schatz!
Schäumen die Becher beim Festgelag,
schäumt die Begeisterung –
carpe diem! Pflücke den Tag!
sei mit den andern jung!

Klopft das Glück an das Pförtlein,
sag eilig zum Gaste: – Herein! –
Carpe diem! Pflücke den Tag!
Hüte das Glück, wenn es dein!
Aber pochen mit dröhnendem Schlag
Sorge und Unheil an –
carpe diem! Pflücke den Tag!
Lerne ihn mannhaft bestahn!

(Ottokar Kernstock )

 Hi, Folks,

da bin ich endlich mal wieder, euer bloggendes Kätzchen, euer Co-Autor, eure Mimi!

Montag isses wieder, und ich möchte euch in die neue Woche einführen, wie im Titel schon gesagt: Neue Woche – neues Glück!

Die letzte Woche war ja wettertechnisch überwiegend (zumindest hier in unserer Grafschaft!) eine schöne, frühlingshafte, und so hatte ich das Vergnügen, mich wieder auf meinem geliebten Balkonien zu tummeln. Da gab es sogar was spannendes zu gucken für mich, am Anfang der letzten Woche waren Gärtner unten beschäftigt, sie hatten im Zuge von Aufräumarbeiten den Zaun abgebaut, der auf unserer Wiese unter Balkonien sonst steht, und den haben sie dann wieder aufgebaut

guckt, fast fertig!

Das war so spannend, bloß die Vögel hat es geärgert, weil sie eben so laut gehämmert haben dabei! Fand ich auch nicht so gut! Lief aber unter meiner administrativen Aufsicht alles sonst gut über die Bühne!

Als die dann endlich weg waren und Ruhe einkehrte, bin ich auch wieder eingekehrt, hihihi, nämlich in meinen Brotkasten!

Jetzt wird die Forsythie langsam grün, die Blüten sind fast alle verwelkt und auf dem Boden ist es jetzt gelb, hihihi!

Hach, herrlich gemütlich, und guckt bloß mal, wie schön grün die Birken schon sind!

Schööööön, nicht wahr? Und der Magnolienbaum, den wir von Balkonien aus sehen können, stand in vollster Blüte,

ist das eine Pracht! Näher ran kriegt Frauchen ihn nicht, aber dafür gibt es als Entschädigung jetzt ein Bild mit mir und dem Magnolienbaum!

Steht mir richtig gut, oder? Rosa ist meine Farbe!

Es wurde so langsam dämmerig, 

da hat meine Mamarazzi mich noch bissel belauert

und Balkonien abgelichtet

 die Lichter gehen schon allüberall wieder an

und Frauchen hat erst einmal die Arbeitshandschuhe an den berühmten Nagel gehängt…..ääääh, nee, eher über die Werkbank gestülpt, lol!

Hihihi, kann man kaum noch sehen, Frauchen!

Wir sind dann beide wieder reingegangen

und haben unseren gemütlichen Abend eingeläutet!

Am Wochenende war der Samstag ein herrlicher Outdoortag, und für Frauchen war endlich wieder Storm-Zeit!

 Wenn das dann mit dem Wetter so weiter geht, wird Frauchen sich sicher wieder über ihr neues „altes“ Storm-Buch hermachen, daß sie letztes Jahr doch im Netz wiedergefunden hat, zur Zeit sind noch die Mittsommerkrimis vom letzten Jahr dran, hihihi, die hat sie nicht zu Ende bekommen, es stehen noch 10 Bände aus!

Wir haben richtig fein Balkonien genossen  unsere  Bank schaukelt zwar nicht, dafür ist sie fein für mich zum drauf liegen. Wäre mir sonst zu unruhig!  Die Vögelchen draußen  sind eifrig mit der Partnersuche und dem Nestbau beschäftigt. Und Frauchen hatte sowas leckeres zum Abendbrot geplant, einen Nudelsalat mit Thunfischmajonäse, und wo Thunfisch drin ist, da bin ich aber sowas von dabei, natürlich ist der dann auch in meinem Näpfchen gelandet, mmmmhhhh, ich sag’s euch, Folks, für Thunfisch verkauf ich eines meiner 7 Leben, hihihihi!

Am Sonntag wollten wir dann eigentlich endlich auch angrillen, lecker Rostbratwürstchen,  aber da hat dann doch der sprichwörtliche April was dagegen gehabt, es ging immer so hin  und her  da haben wir uns halt die Würstchen aufgehoben fürs irgendwann mal grillen können! Sind ja tiefgefroren, die leckeren Dinger, da halten sie dann halt, bis Grillwetter ist!

So, Folks, und nun wünschen Frauchen und ich euch einen ganz feinen Montag und einen guten Start in die neue Woche, bleibt oder werdet alle gesund, paßt auf euch auf, und guckt nochmal nach dem Gedicht:

Carpe diem!

(Also, mein Dosenöffner, nee, nee, nee, er guckte mir gerade über die Schulter und meinte, ach, so eigentlich wäre ihr als Nachteule  Carpe noctem lieber!)

Nu aber nochmal: Habts fein!