Grafschafter Wochenanzeiger – Erste Sonntagsausgabe vom Neuen Jahr 2021

Schnee

Schnee, zärtliches Grüßen
der Engel,
schwebe, sinke –
breit alles in Schweigen
und Vergessenheit!


Gibt es noch Böses,
wo Schnee liegt?


Verhüllt, verfernt er nicht
alles zu Nahe und Harte
mit seiner beschwichtigenden
Weichheit, und dämpft selbst
die Schritte des Lautesten
in Leise?


Schnee, zärtliches Grüßen
der Engel,
den Menschen, den Tieren! –


Weißeste Feier
der Abgeschiedenheit.

(Francisca Stoecklin, 1894-1931)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da haltet ihr nun heute die erste Sonntagsausgabe des neuen Jahres in euren Händen, bzw. auf euren Bildschirmen. Für diese Sonntagsausgabe haben mein Team und ich keine lange Redaktionssitzung gebraucht, denn nachdem schon vor etlichen Tagen allüberall die Meldungen eintrudelten, daß es geschneit hatte, mein Redaktionsteam so sehnsuchtsvoll wie vergeblich an den Fensterscheiben der Redaktionsräume klebte, sich aber nicht eine einzige weiße Flocke sehen ließ, war sofort klar, daß dies nur ein Eintrag über das vergeblich erhoffte werden konnte! 

Schnee entsteht, wenn sich in den Wolken feinste Tröpfchen unterkühlten Wassers an Kristallisationskeimen (zum Beispiel Staubteilchen) anlagern und dort gefrieren. Dieser Prozess setzt jedoch erst bei Temperaturen unter −12 °C ein, wobei Wasser in Abwesenheit von Kristallisationsansätzen bei bis zu −48 °C flüssig bleiben kann. Die dabei entstehenden Eiskristalle, weniger als 0,1 mm groß, fallen durch zunehmende Masse nach unten und wachsen durch den Unterschied des Dampfdrucks zwischen Eis und unterkühltem Wasser weiter an. Auch resublimiert der in der Luft enthaltene Wasserdampf, geht also direkt in Eis über und trägt damit zum Kristallwachstum bei. Es bilden sich die bekannten sechseckigen Formen aus. Wegen der besonderen Struktur der Wassermoleküle sind dabei nur Winkel von exakt 60° bzw. 120° möglich.

(Schneekristalle, fotografiert vom Schneeforscher Wilson Bentley, from Annual Summary of the „Monthly Weather Review“ for 1902)

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Schnee

Ach, Wikipedia, du bist so unromantisch! Als könne man in solch dürftigen, wissenschaftlichen Sätzen den Zauber von frischgefallenem Schnee beschreiben. Das kann man ohnehin eigentlich nur in Bildern

welch eine Atmosphäre der stillen Ruhe und Gelassenheit strahlen Schneebilder aus. Mein Team hat sich dieses Bild ganz versonnen betrachtet und meinte, wenn Reisen mal wieder möglich wären, dann wäre es doch wundervoll, einen Winter in solch einer Hütte zu verbringen, der Schlitten stünde ja bereits vor der Türe und die Skier lehnten auch schon an der Hüttenwand! Ich konnte ihnen da nur beipflichten! 

Erlebte Winterfreuden:

 

Und heuer tut sich nix, es ist einfach nur kalt, grau in den unterschiedlichsten Varianten und trüb! Das trübte hier auch das Gemüt, und wir brauchten was aufmunterndes! Und hoffen, ihr habt auch Freude an unseren Schneebildern, für alle die unter unseren Lesern, die sich nicht so mit den Freuden des Winters anfreunden können, haben wir aber in einem späteren Teil auch noch was feines. 

Schneebilder aus dem Archiv der schönen „gesammelten“ Bilder, meine Bärenjungs und mein Bärenmädel konnten gar nicht genug bekommen, da drei Bären meines Teams Eisbären sind, ist das wohl kaum verwunderlich, aber auch die beiden Braunbären, Otto und Hamish, waren begeistert! 

Und wonnige neue haben wir auch gefunden, da haben wir mal wieder Zugriff auf unsere Servietten genommen, da die Frau Chefredakteurin bekennender und begeisterter Winterfan ist, gibt es da etliche. 

Zum Beispiel solche, wo man, wie ihr oben über dem Gedicht gesehen habt, auch gleich die passende Girlande mit bearbeiten zaubern kann. Oder auch so

fast wie ein Wimmelbild! 

Die Bären waren ja so begeistert von der Hütte, wir hätten auch noch eines, wie unser Balkonien in einem richtigen Winter aussehen könnte:

hübsch, oder? 

Die Bilder mit Vögelchen dabei sind auch immer ganz besonders schön, ein sehr beliebtes Motiv ist natürlich das Rotkehlchen. 

Und eines haben wir uns nun für den Schluß aufgehoben, das fanden wir alle so wonnig, und haben sofort an unsere Mimi in heaven gedacht! Nun guckt doch mal, ist das nicht einfach entzückend?

Katzenliebe im Schnee, was hätte Mimi an diesem Bildchen für einen Spaß gehabt, wenn sie es gefunden hätte, nun wird sie auf Wolke 🌨und Stern ⭐ganz glänzende Augen bekommen haben. Und wir nehmen mal an, alle ihre tierischen Freunde/Leser hier bei uns im Grafschafter ebenso! 

So, da wären wir dann mit unserem Sehnsucht-nach-Schnee-Eintrag am Schluß angekommen, wir hoffen sehr, es hat gefallen. Und für alle nicht so großen Schneefans haben wir jetzt noch ein paar Bilder aus den grafschaftlichen Redaktionsräumen samt dem Weihnachtsstrauß mit den Figürchen mal im hellen, viel Spaß! 

Ihr wißt es ja alle, Bild anklicken, groß gucken! Gilt auch für die nächste Galerie, Weihnachtsstimmung in den Redaktionsräumen:

Unser Bäumchen heuer mit Zubehör rund um ihn rum!

Mal in voller Pracht, mit dem schönen, beleuchteten Stern an seiner Spitze! Und „Kunst“ hat die Frau Chefredakteurin auch gemacht, 😂 guckt mal:

Beleuchtetes Bäumchen am Wohnzimmerfenster durch die zugezogenen Vorhänge fotografiert! 

Nun kommt sie, die nächste Galerie:

Wir hoffen auch hier, es macht euch noch bissel Freude, unsere Deko zu sehen, sie steht auch noch, wir brauchen das glitzern und leuchten in diesem Jahr einfach mal wieder länger! 

Bevor wir diese Sonntagsausgabe nun schließen, haben wir noch etwas schönes für euch, denn am Freitagabend gab es hier mal wieder ein schönes Himmelsereignis, was die Frau Chefredakteurin zu Bilder machen angeregt hat: 

Auch in den gegenüberliegenden Häusern ist noch alles festlich beleuchtet, 

und da zeichnete sich das Ereignis ab, schaut mal, die dicken, dunklen Wolken und darunter ein schmaler Streifen aus Licht der untergehenden Sonne, wie ein Symbol

auch hinter der dunkelsten Wolke ist Licht, der Himmel steht einen Spalt breit offen.

Ist das nicht richtig schön? Das ist das Lieblingsbild von der Frau Chefredakteurin. 

Langsam schließt er sich, der Spalt. 

Mit ganz viel Zoom „rauscht“ es leider, auch wegen der Belichtung, trotzdem fanden wir das Bild schön. 

Der rote Stern, mittig im Bild links neben der Haustür, leuchtet auch immer noch mit, das finden wir derzeit so schön. 

Überall noch Weihnachtsbeleuchtung. 

Und der letzte Blick auf den nun fast wieder geschlossenen „Himmelsspalt“! 

So, ihr lieben Leser alle, wir wünschen euch nun von Herzen einen schönen, entspannten und gemütlichen Sonntag, kommt alle gut weiter durch die wieder so verstärkt schwierigen Zeiten, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 23

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Morgen, Kinder, wird’s was geben

Morgen, Kinder, wird’s was geben,
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unserm Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa dann ist Weihnachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl,
schöner als bei frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch vom vor’gen Jahr,
wie’s am Weihnachtsabend war?

Wißt ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin,
Jettchens Küche mit dem Herdchen
und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
mit der gelben Violin?

Wißt ihr noch den großen Wagen
und die schöne Jagd von Blei?
Unsre Kleiderchen zum Tragen
und die viele Näscherei?
Meinen fleißgen Sägemann
mit der Kugel unten dran?

Welch ein schöner Tag ist morgen,
viele Freuden hoffen wir!
Unsre lieben Eltern sorgen
lange, lange schon dafür.
O gewiß, wer sie nicht ehrt,
ist der ganzen Lust nicht wert!

Nein, ihr Schwestern und ihr Brüder,
laßt uns ihnen dankbar sein,
und den guten Eltern wieder
Zärtlichkeit und Liebe weihn,
und aufs redlichste bemühn,
alles, was sie kränkt, zu fliehn.

Laßt uns nicht bei den Geschenken
neidisch auf einander sehn;
sondern bei den Sachen denken:
„Wie erhalten wir sie schön,
daß uns ihre Niedlichkeit
lange noch nachher erfreut?“

(Text: Karl Friedrich Splittegarb, Musik: Karl Gottlieb Hering)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, ja, wirklich, kaum zu glauben…“morgen Kinder, wird’s was geben….“ denn morgen ist tatsächlich schon der Heilige Abend des Jahres 2020! Wie ist die Zeit doch wieder so schnell entschwunden! Und das ist sie hier gestern auch, es war noch ein bissel was zu tun, und irgendwie bin ich dann ein wenig in den Rückstand geraten mit unserer Türchenvorbereitung hier, deshalb erlauben wir uns in diesem Türchen später einen Rückblick „auf goldene Tage“, soll heißen, ich verlink euch ein früheres Türchen 23 und hoffe, ihr habt alle noch einmal eure Freude daran, es ist aus meinem Lieblingsjahr 2018. 

Aber erst einmal machen wir hier natürlich unser heutiges Adventskalendertürchen auf. Achtung, es geht los:

Fest verschlossen! Und dann….

ach, ist das entzückend, ihr glaubt nicht, liebe Leser, was hier für ein Trubel war beim Anblick dieses oberniedlichen Schaukelpferdes, es kam sogar unser großes Schaukelpferd, unser Max, gucken was denn da heute in den Redaktionsräumen los sei:

Ja, Max, die Redaktionskinderkes haben gerade mit höchstem Entzücken ein Mini-Exemplar von dir aus dem Adventskalender befreit! Na, und dann hatte auch noch unser Gaul ganz verzückte Augen, ach, Mäxchen, der ist aber auch echt süß, der Kleine! 

Nils meldete sich gleich, er wolle ihn büdde beleuchten beim fotografieren, er passe doch so gut zu dem Tischband auf dem Kamin. Aber gerne doch!

Der ist echt wonnig!!! 🐎

Und nun hängt er glücklich, weil er mit fast all seinen Mitfigürchen aus dem schönen Adventskalender wieder vereint ist, am Weihnachtsstrauß! Und mit dem morgigen Tag sind dann alle wieder vereint, wir sind so gespannt, wer oder was da jetzt noch kommt. 

Nun stand ja noch Adventskalender Nr. 2 an, die Gewürze, büdde schön:

Ich weiß nicht, ob man es schon lesen kann, wir machen es ja immer spannend, hihihihi!

Aber jetzt, ist das nicht wieder was feines? Mango-Curry, hab ich auch noch nie gehört, liest sich aber saulecker! Guckt mal

in diesem hübschen Behälter hab ich sie jetzt erst einmal alle verwahrt, mit dem morgigen Tag sind sie dann auch alle komplett. Das war ein Super-Adventskalender, auch die Kinder sind hellauf begeistert und haben im übrigen genauso gesammelt wie ich! 😊

So, nun verlink ich euch mal das Türchen 23 von 2018 und hoffe, ihr habt alle nochmal Freude beim nachlesen, es war so schön umfangreich. Und wir heute alle ein bissel schachmatt. 

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2018/12/23/tuerchen-23-4/

Und mit Vorfreude-Weihnachtsbaum-Bildern 

und dem obigen Lied für auf die Ohren

schließen wir jetzt hier das vorletzte Türchen unseres Adventskalenders. Wir hoffen, ihr hattet wieder eure Freude, wünschen euch allen einen schönen WTT ganz ohne Streß und Hektik, wünschen euch alles Liebe und Gute, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet gesund. Das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 11

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Die Weihnachtsbäume

Nun kommen die Weihnachtsbäume
aus dem Wald in die Stadt herein.
Träumen sie ihre Waldesträume
weiter beim Laternenschein?

 

Könnten sie sprechen! Die holden Geschichten
von der Waldfrau, die Märchen webt,
was wir uns alles erst erdichten,
sie haben das alles wirklich erlebt.

Da stehn sie nun an den Straßen und schauen
wunderlich und fremd darein,
als ob sie der Zukunft nicht recht trauen,
es muß doch was im Werke sein.

Freilich, wenn sie dann in den Stuben
im Schmuck der hellen Kerzen stehn,
und den kleinen Mädchen und Buben
in die glänzenden Augen sehn,

dann ist ihnen auf einmal, als hätte
ihnen das alles schon mal geträumt,
als sie noch im Wurzelbette
den stillen Waldweg eingesäumt.

Dann stehen sie da, so still und selig,
als wäre ihr heimlichstes Wünschen erfüllt,
als hätte sich ihnen doch allmählich
ihres Lebens Sinn enthüllt;

 

als wären sie für Konfekt und Lichter
vorherbestimmt, und es müsste so sein,
und ihre spitzen Nadelgesichter
sehen ganz verklärt darein.

(Gustav Falke)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da haben wir nun in diesem Türchen 11 mal wieder eines der schönsten Zutaten vom Weihnachtsfest beim Wickel: Den Tannenbaum! Wie uns nun diese Idee gekommen bist, erzählen wir mal von Anfang an, nämlich mit dem öffnen vom Türchen 11 vom Adventskalender:

Und wieder steigt die Spannung:

Na, was ist da denn nun wohl drin?

Hach, fein, noch so ein schönes Weihnachtsmanngesicht, schnell aus dem Türchen klauben!

Ist der nicht wieder hübsch? Und er glitzert so schön, wenn Licht drauf fällt! Wie der wohl aussehen mag, wenn er mal an den Weihnachtszweigen hängt? Das war das Stichwort, wie ihr wahrscheinlich schon unschwer am fotografischen Umfeld des Weihnachtsmannkopfes bemerkt habt. 

Denn sie standen doch noch draußen auf Balkonien, die schönen und so fein nach Tanne duftenden Zweige, die uns wieder den Weihnachtsbaum ersetzen sollen, da schreiten wir doch einfach mal zur Tat und holen sie endlich rein, damit auch in unseren Redaktionsräumen der Weihnachtsduft einzieht. 

Ahnungs- und geheimnisvoll gegen das Licht im dunklen fotografiert, was haben wir denn da gezaubert?

Das! Die Zweige sind drin, in einer schönen, mal von meiner verstorbenen Nachbarin geschenkt bekommenen Vase, zur Standfestigkeit und besserem Arragement kam ein großes Glas hinein, das wir mit dem hübschen roten Dekostoff mit Sternchen dran umwickelt haben, damit es schöner aussieht. Und dann haben wir voller Vergnügen die bis jetzt aus dem Adventskalender geklaubten Figürchen angehängt! Sieht das nicht lieb und wunderschön aus? 

Links davon ist unser Redaktionsbüro, wo die Frau Chefredakteurin nächtens an den Türchen werkelt, die Deko macht auch Fortschritte, unser Nußknacker in Form eines Köbes steht wieder vor dem Kamin, ein so feines Geschenk vor Jahren schon von Britta-Gudrun. 

Da seht ihr mal die Vase in ganzer Pracht und das hübsche Dekotuch mit den Sternen. Die große Glasvase im Ständer haben wir mit Schneekristallen verziert, da brauchen wir nun noch neue Batterien, dann können die leuchten! Das wird schön stimmungsvoll aussehen! 

Süß, die Figürchen daran, nicht wahr, die Freude war wirklich groß bei allen Redaktionsmitgliedern. 

Richtig schön heimelig sieht es wieder aus im Büro und dem redaktionellen Wohnzimmer. 

Die Schneekristall-Lichterkette haben wir bis runter an den Ständer „gefriemelt“! 

Und wo wir nun schon bei Tanne, Zweigen und Weihnachtsbaum sind, selbstverständlich gibt es nun auch endlich in unserer Redaktion einen Adventskranz, dieses Jahr haben wir uns was ganz neues einfallen lassen, guckt mal: 

Wir haben den kleinen Tisch am Fenster benutzt, den, auf dem immer Mimis Trinkkrug stand, ihr zu Ehren steht in diesem Jahr dort der Adventskranz, wir glauben, das freut sie sehr. Was die Gläser zu bedeuten haben, wollt ihr wissen? 

Wir haben in diesem Jahr auf dem Kranz auf Kerzen verzichtet, dafür hatten wir wieder den schönen alten roten Ständer zum aufhängen des Kranzes rausgekramt, da sieht er immer so schön aus mit seinem dunklen grün, deshalb stehen nun die Gläser, bzw. Teelichthalter, um den Kranz, vier an der Zahl, für jeden Adventssonntag eines. 

Die Deko vom Kranz, hübsch, aber sparsam, damit das Grün zur Geltung kommt. 

Und er riecht so schön!!! Am Fenster, das paßt nun auch so fein zu diesem Türchen, ist er wieder vertreten:

Unser Leuchtebäumchen, auch das wird Mimi freuen, er leuchtet direkt vor ihrem Birkenpferd hinauf in den Himmel zu Wolke und Stern! 

Befriedigt hat die Frau Chefredakteurin unter dem beifälligen Gemurmel ihrer bärigen Redaktionsmitglieder ihr Werk bewundert, da meinte dann meine Crew, es wäre doch in diesen Tagen und Zeiten immer auch was zum lachen gefragt, und wenn ich doch nun schon das schöne Gedicht zum Eingang aus einem früheren Eintrag entlehnt hätte, wie wäre es denn dann auch noch mit einer Episode aus eben diesem früheren Türchen im damaligen Blögchen? Ach, das ist eine gute Idee von euch, das machen wir, und so folgt jetzt hier die Episode aus dem Türchen 18 vom 18. Dezember 2015, unter dem Titel: Pleiten, Pech und Pannen:

„Dieses Weihnachten war das Weihnachten 1987, Björn ein Schulkind im ersten Jahr, und wir hatten uns mit Freunden und deren beiden Söhnen, einer in Björns Alter und sein Freund, der kleine Bruder seines Freundes 2 Jahre jünger, entschlossen, mal über die Feiertage, also Weihnachten und Silvester, nach Bayern in ein Ferienhäuschen zu fahren, wir wollten endlich mal Weihnachten im Schnee! Dies vorab: Es war wundervoll, aber von Schnee weit und breit keine Spur, die ganzen Tage nicht, erst als wir wieder nach Hause fuhren, wirbelten die Flocken vom Himmel, aber das war nur ein kleiner Teil des Dramas, hihihi!

Die Schwiegereltern meiner Freundin waren ebenfalls mitgefahren, sie hatten sich aber im Ort eine Pension gesucht. In unseren Ferienhäusern stand zur Anreise schon jeweils der schönste, fertig geschlagene Christbaum vor der Tür, bereit zum schmücken, wir hatten alles von daheim mitgebracht, das war so schön! Bei den Schwiegereltern wurde der Baum ebenfalls von der entsprechenden Pension gestellt, und als unsere beiden Prachtbäume fertig geschmückt und mit (funktionierenden!) Lichterketten versehen waren, haben wir uns auf den Weg gemacht, um nun den Baum der Großeltern zu bewundern. Unsere Freunde waren schon ein bissel vorausgegangen, und als wir drei dort ankamen, kam uns meine Freundin entgegen mit einem Gesicht, in dem sie nur mühsamst das Lachen unterdrücken konnte, es standen ihr buchstäblich die Tränen in den Augen, sie gestikulierte wild und nahm uns erst mal an die Seite und beschwor uns, beim Eintreten sofort, laut und überschwenglich den herrlichen Christbaum zu bewundern, wenn wir ihn sehen würden, würden wir schon wissen, warum! Neugierig betraten wir das Pensionszimmer, und was sich unseren Augen da bot, wird mir auf immer unvergeßlich bleiben und bringt mich hier beim schreiben bereits wieder zu einem Lachanfall! Ein Weihnachtsbaum! Aber was für einer! Groß, ja, doch, so ca. 1,80 m, breit? Ja, doch, auch! Grün? Tja, also, das wäre jetzt ein bissel übertrieben, ja, doch, es waren grüne Nadeln dran, doch, so ca. 150 Stück auf die Quadratmeterfläche eines 1,80 m hohen und ca. unten wenigstens 80 oder mehr Zentimeter breiten Baumes, kurz und gut: Das war ein besserer Stecken! Ich mußte auf dem Absatz kehrt machen, ich konnte das Lachen einfach nicht unterdrücken, die Kinder haben das „Ding“ einfach nur angestaunt, die waren sprachlos, Gott sei Dank! Denn die Großeltern waren begreiflicherweise not amused, hatten das „Ding“ aber doch nach allen Regeln der Kunst geschmückt. Auch hier mit einer funktionierenden Lichterkette! Die riß das ganze ehrlich raus, ich lach mich weg, mir laufen die Tränen! Aber das war beileibe nicht das Ende vom Drama um den spiddeligen Weihnachtsbaum!

Wir saßen dann, nachdem wir alle mehr oder weniger mühsam unsere Fassung wiedererlangt hatten, gemütlich bei den Großeltern und tranken Kaffee, die Kinder spielten, und plötzlich stieß mich meine Freundin heftig an und machte eine Kopfbewegung zum „Baum“, und ich sah dann erst nur so aus den Augenwinkeln, wie er sich gaaaaaanz langsam zur Seite neigte! Er tat das erst so richtig mit Bedacht und wie eine gut vorbereitete Inszenierung, um dann auf einmal mit einem Ruck und scheppern und knall auf den Boden zu krachen!

Erst großer Schrecken, der Großvater fluchte, war wirklich nicht schön für die Ohren der noch anwesenden Kinder, lol, und dann war es um unserer aller Fassung geschehen, wir haben gewiehert vor Lachen und Tränen geweint, es war einfach überwältigend! Dieses Erlebnis kommt noch heute oft zur Sprache, gerade in diesen Tagen, und der Lacherfolg ist immer noch der gleiche, es war einfach ein sooooo köstliches Bild, wie dieser „Baum“ so für sich selber beschlossen hat, jetzt reicht es mir, ich fall jetzt um!

Er ist dann entschmückt und entsorgt worden, ich glaube, daß war für alle, auch den Baum, das beste!“

Wann immer ich an diese Geschichte denke oder sie, wie jetzt, mal wieder lese, rollen bei mir die Tränen vor lachen, da muß man live dabei gewesen sein, eigentlich ist das unbeschreiblich. Bei der Freundin handelt es sich im übrigen um die, die mir hier gegenüber wohnt, mit Kater Devil, den ich dazumalen in ihrer Urlaubszeit betreut habe und der zu Mimis Freundesliste gehört. 

Ich hoffe, ihr habt alle auch noch einmal Spaß an dieser legendären Geschichte gehabt, auch wenn es sich dabei, wie im Fernsehen halt, um eine Wiederholung handelt! 😉😂 Aber Lachen ist doch in diesen Zeiten so gesund! 

So, ihr Lieben, nun müssen wir natürlich noch das zweite Türchen hier öffnen, das vom Gewürzadventskalender, na, dann: 

Wir machen auch das wieder spannend! 

Ein ganz fein passendes Gewürz, Ingwer, und sehr gesund, da haben wir jetzt ganz doll was für unser aller Immunsystem getan: Wir haben (hoffentlich!) herzlich gelacht und mit Ingwer könnten wir uns jetzt einen schönen Tee machen, das paßt doch wunderbar! 

Zum Abschluß von unserem Türchen 11 haben wir jetzt noch ein paar schöne Bilder vom Thema Tannenbaum

und damit wünschen wir euch allen einen feinen Freitag, das Wochenende ist in Sicht und damit schon der dritte Advent, die Zeit rennt! Macht euch alle keinen Streß, gerade in diesem Jahr ist Ruhe und Gelassenheit so wichtig, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Stern über Bethlehem

Geburt Christi

Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte
dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt?
Sieh, der Gott, der über Völkern grollte,
macht sich mild und kommt in dir zur Welt.


Hast du dir ihn größer vorgestellt?

Was ist Größe? Quer durch alle Maße,
die er durchstreicht, geht sein grades Los.
Selbst ein Stern hat keine solche Straße.


Siehst du, diese Könige sind groß,
und sie schleppen dir vor deinen Schoß
Schätze, die sie für die größten halten,


und du staunst vielleicht bei dieser Gift -:
aber schau in deines Tuches Falten,
wie er jetzt schon alles übertrifft.


Aller Amber, den man weit verschifft,
jeder Goldschmuck und das Luftgewürze,


das sich trübend in die Sinne streut:
alles dieses war von rascher Kürze,
und am Ende hat man es bereut.
Aber (du wirst sehen): Er erfreut.

( Rainer Maria Rilke)

Zum ersten Mal im Grafschafter Wochenanzeiger, zum 8. Mal im Blögchen:

Dreikönigstag, die Sternsinger kommen!

Zur vielleicht noch unter dem Weihnachtsbaum (falls er noch steht, lach) stehenden Krippe gesellen sich nun die Heiligen Drei Könige.

Das ist die kleine Holzkrippe, die wir in Björns Kindertagen mal erworben und selbst bemalt haben, ich erwähnte sie im Adventskalender und nun möchte ich sie euch auch nochmal zeigen.

Einer der Heiligen Drei Könige hat sich wohl dazumalen der Bemalung entzogen, muß ich mal nachholen, bevor ich die kleine Krippe wieder einräume.

Am Dreikönigstag ziehen in jedem Jahr wieder die Sternsinger durch die Gemeinden, mein Sohnemann hat seit Kindergartentagen da jedes Jahr wieder begeistert dran teilgenommen, anfangs als kleiner Sternträger

wie hier auf dem Schattenbild!

Später dann als einer der Heiligen Drei Könige.

„Mein“ König steht ganz links, und hier ist auch der Sternträger zu sehen.

Die feine Krone haben wir selbst gebastelt, und wie das nun mal im verstaubten Archiv einer Zeitung so ist, es gibt sie noch:

bissel verknittert, aber noch gut zu erkennen! War Björn so stolz drauf!

Bevor die Sternsinger durch die Gemeinden ziehen, Lieder vor den Türen singen, ihren Segen bringen und mit geweihter Kreide oder heute auch mit entsprechenden Aufklebern an die Türen schreiben und um Spenden bitten, werden sie in einem feierlichen Gottesdienst „ausgesandt“.

 

Das war die Aussendung der Sternsinger in dem Jahr, aus dem die oben eingestellten Bilder von Björn als König stammen, in unserer Katharinenkirche.

Es ist eine gute Sache, für die die Kinder da durch die Gemeinden ziehen, in diesem Jahr ist das Motto und der „Dreikönigszettel“ dieses hier:

Ein bissel Info zur Sternsingeraktion

https://www.domradio.de/themen/koelner-dom/2019-12-27/tausende-sternsinger-sind-nrw-unterwegs

Wer mag, kann sich in diesem Link die diesjährige Aussendungsfeier in Osnabrück anschauen

https://www.domradio.de/video/eroeffnung-der-aktion-dreikoenigssingen

oder, mein Favorit, die aus dem Kölner Dom!

https://www.domradio.de/video/dioezesane-aussendungsfeier-der-sternsinger-im-koelner-dom

Die Heiligen Drei Könige brachten dem Jesuskind Geschenke mit, und da haben wir uns hier bei unserer Redaktionssitzung zu diesem Eintrag gedacht, das wäre doch ein prima „Aufhänger“, euch unsere Weihnachtsgeschenke noch zu zeigen, zumal ja der Dreikönigstag auch einer der ersten Abschlußtage der Weihnachtszeit ist.

Da sind sie!

Ganz lieben Dank vom Redaktionsteam an alle lieben Schenker hier aus dem Blögchen, wir haben uns sooooo gefreut!!!

Dieses Geschenk ist von meinen Kindern, Ohrringe mit Türkisen (ich liebe Türkis, den Stein und die Farbe!!!) dazu gehört noch ein Ring, gleiche Fassung wie die Ohrringe in oval, der muß aber noch bissel weiter gemacht werden und befindet sich noch in Köln, lach!

Und dieses Geschenk hat Ruddi ganz besonders gefreut, ein 0 €-Schein im Bilderrahmen, mit Ruhrpott und „Glück Auf“! Das ist von Steffis Bruder und Familie! Wo wir gefeiert haben.

Unsere diesjährig erhaltenen Weihnachtskarten hängen alle wieder an der bekannten Leine

bzw. stehen auf dem Drucker, weil die Leine voll war!

Eine Karte muß ich besonders hervorheben, die hat mir Brigitte/Plauen wieder vom Kunsthandwerkermarkt mitgebracht und geschickt, da sind wir alle ganz verliebt drin, und ich wette, ihr auch:

Das ist wieder so eine schöne aufklappbare, ich finde die so entzückend!

 

Das Wetter ist zur Zeit ja mal wieder absolut unsäglich graueste Tristesse, somit werden wir zum Dreikönigstag heute unsere Weihnachtsdeko noch nicht wieder in Kisten und Kasten räumen, hier darf noch geleuchtet werden, das vertreibt eventuell aufkeimende miese Stimmung!

Zumal ja auch mein Bäumchen wieder steht, das schöne, von Mama geerbte künstliche mit seinen bernsteinfarbigen Lichtern, und natürlich mit gute Laune machenden Eisbären dran!

Und Lauras Stern

Glitzerbildchen

und einem wunderschönen Holzrelief

Hier nochmal hinter dem Windlicht zu sehen, wie groß es eigentlich ist! Und Brigitte/Plauen Karte in ganzer Pracht!

Zur Aufhellung der Stimmung und zur Feier des Dreikönigstages hab ich noch einen weihnachtlichen Glühweinkuchen gebacken

sieht bissel wie ein verspäteter Plumpudding aus, lach, und ist soooo lecker!

Bedient euch, und macht es euch mit einer Tasse Kaffee oder Tee auch schön gemütlich heute!

Und damit kommen wir nun so langsam zum Ende dieses Eintrages, zum feierlichen Eintreffen der Sternsinger, die uns mit einem schönen Lied, das titelgebend für den Eintrag war, in ganz besonderer Weise ALLE einstimmen

als Hausmutter sowohl dieses Blögchens als eben auch als Chefredakteurin des Grafschafter Wochenanzeigers obliegt es mir, den Segen an die Haustüre der Redaktionsräume zu bringen

20*C+M+B+20

Christus mansionem benedicat

Möge der Engel, der die Botschaft vom Frieden in die Welt brachte, an deinem Haus nicht vorübergehen. Möge das Kind, das seine Göttlichkeit hinter der Armut verbarg, in deinem Herzen eine Wohnung finden.

(Irischer Segenswunsch)

Bleibt behütet und beschützt von Engeln und ein gesegnetes Neues Jahr 2020

wünscht euch allen noch einmal im Weihnachtskleidchen das Team vom Grafschafter Wochenanzeiger

                             Monika, Mimi,          Ruddi                   Bruno                Hamish

und die Freelancer Otto und Lucia.

Habts fein!

 

Türchen 12

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Auf dem Berge da wehet der Wind,
da wieget Maria ihr Kind,


sie wiegt es mit ihrer schneeweißen Hand,
sie hat dazu kein Wiegenband.
„Ach, Joseph, liebster Joseph mein,
ach, hilf mir wiegen mein Kindelein!“
„Wie soll ich dir denn dein Kindlein wiegen?
Ich kann ja kaum selber die Finger biegen.“


Schum, schei, schum, schei.

(Weihnachtslied aus Schlesien um 1840, Text und Melodie trad.)

Türchen 12, wir haben Bergfest! Noch einmal 12 Tage, und dann ist der Heilige Abend da!

Was macht man für einen Eintrag zum Bergfest? Natürlich etwas mit Bergen, daher auch das Weihnachtslied als Gedicht und die Girlande. Und wer lächelt nicht innig, wenn er an Weihnachten in den Bergen denkt?

Wenn es schneit, in solch einer kleinen Hütte, wunderschön! Wenn alle Straßen und Häuser weiß verschneit sind, Urquell von Idylle

Man wandert auf verschneiten Wegen

an wunderbar heimelig beleuchteten Häusern vorbei, in der Nacht geht es zur Christmette in die kleine Dorfkirche

und wenn man dann müde und glücklich nach Hause kommt

gibt es drinnen noch einen heißen Kakao oder Tee, bevor man in Erwartung des 1. Weihnachtstages dann schlafen geht, leuchtet noch einmal die ganze Gemütlichkeit hinaus in den glitzernden Schnee!

Herrliche Vorstellung, nicht wahr? Und das hatten wir auch einmal geplant, Weihnachten in den Bergen, in Bayern, ganz genau in Bischofsmais. 1987 haben wir diesen Urlaub geplant, da war Björn gerade im ersten Schuljahr. Im gleichen Jahr, aber schon im Januar, waren wir mit Freunden (meine Freundin, die mir hier gegenüber wohnt mit ihrem Kater Devil, unser Freund, der Mann meiner Freundin, ist leider schon verstorben) und ihren beiden Jungs, der älteste davon so alt wie Björn und sein bester Kindergarten- und Schulfreund, schon einmal dort, ein herrlicher Winterurlaub im tiefsten Schnee

das waren unsere Ferienhäuser, direkt geradeaus war unseres! Das wollten wir doch nun unbedingt über Weihnachten und Silvester noch einmal erleben, Weihnachten in den Bergen und im Schnee…..ja, Pustekuchen, gerade in dem Jahr sah es zu Weihnachten sogar in Bayern so aus

 die beiden Freunde im Wald und kein Fitzelchen Schnee!!!

Kein Schnee, weit und breit kein Schnee! Das war natürlich erst einmal eine Enttäuschung, wir haben uns doch so vergnüglich an die erste Anfahrt der Ferienwohnungen im Schnee erinnert, tief geduckt die schönen Häuschen in der Schneelandschaft und aus dem Kamin stieg der Rauch in die Luft, so gemütlich!

Aber wir haben natürlich trotzdem das beste aus diesem Urlaub gemacht, die Kinder konnten ja draußen herrlich spielen, der Weihnachtsbaum, den wir beim buchen schon bestellt hatten, stand frisch geschlagen und wartend auf uns vor der Türe, den Christbaumschmuck hatten wir selbstverständlich von daheim mitgebracht, und binnen kurzem stand der Baum, wunderbar duftend, im heimeligen Wohnzimmer unseres Ferienhäuschens.

 Schön, nicht wahr?

 Fast bis zur Decke, und natürlich hatten wir auch unser geliebtes Papp-Krippchen mitgenommen! Es steht, wenn man genau guckt, direkt am Stamm des Baumes.

Wir haben uns sehr auf den Heiligen Abend gefreut, an dem wir auch ganz fein und groß aus essen gegangen sind, ganz exklusiv, weil das Lokal nur für geladene Gäste geöffnet hatte, hatten wir alles schon mitgebucht! Selbst die Kinder waren begeistert, es gab aber für sie auch Narrenfreiheit dort und sie sind von der Wirtin, die selbst Kinder in dem Alter hatte, nach Strich und Faden verwöhnt worden.

Bevor dann im Ferienhaus Bescherung stattfand, hab ich meine beiden Männer auf einen Spaziergang geschickt, mal nach dem Christkind gucken, ob es den Weg schafft so ganz ohne Schnee, lach, da muß es den Schlitten ja ziehen. So konnte ich dann in Ruhe die Bescherung vorbereiten.

Glückliches Kind nach der Bescherung! 

Mama muß helfen beim zusammenbauen, das war das Riesen-Raumschiff von dem bekannten Spielzeughersteller, der noch heute viele Themenbereiche abdeckt.

 Auch bei den Freunden war das Christkind, war herrlich, drei Kinder unterm Baum!

Da der Schnee fehlte, haben wir halt Ausflüge gemacht, unter anderem nach Passau

 Einkaufsstraße, und von dort aus ging es zum Dom.

 Von innen eine Pracht, mit riesigen Weihnachtsbäumen.

Die Orgel! Wir waren im Dom auch Krippchen gucken, eine große Schauanlage, leider gibt es davon kein Bild.

Wenn wir dann wieder in unser Ferienhäuschen zurückgekommen sind, haben wir es uns alle herrlich gemütlich gemacht

Sohnemann lesend im Bett, und sind dann irgendwann später müde in die Betten gefallen.

Etagenbett im kleinen Kinderzimmer, das mußte Mama mal ausprobieren, lach! Ist die Bettwäsche nicht herrlich?

Nun gibt es das Gedicht/Lied vom Anfang nochmal für „auf die Ohren“!

Und damit bin ich nun am Ende meines Eintrages zum Bergfest und zum Weihnachten in den Bergen, ich hoffe, es hat euch wieder gefallen!

Dann wünschen wir zwei beide,  Mimi und ich, euch jetzt einen wunderschönen WTT! Laßt keinen Streß aufkommen, macht alles ruhig und entspannt!

Habts fein! 

 

Türchen 19

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

                                                                                    

Der Traum

Ich lag und schlief; da träumte mir
ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsumher;
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer,

Und Zuckerpuppen hingen dran;
das war mal eine Pracht!
Da gab’s, was ich nur wünschen kann
und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.

Da wacht ich auf aus meinem Traum,
und dunkel war’s um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find ich dich?

Da war es just, als rief er mich:
„Du darfst nur artig sein;
dann steh ich wiederum vor dir;
jetzt aber schlaf nur ein!

Und wenn du folgst und artig bist,
dann ist erfüllt dein Traum,
dann bringet dir der heil’ge Christ
den schönsten Weihnachtsbaum.“

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Na, ihr Lieben, habt ihr denn alle schon den Christbaumschmuck für dieses Jahr durchgesehen, ob alles da ist, ergänzt werden soll, oder ganz neu, ganz andere Farbe als im letzten Jahr?

Was bedeutet es aber, daß wir den Christbaum schmücken, und welche Symbolik steckt in dem, was wir uns an den Baum hängen? Na, wenn viele von uns kleine Eisbären in den Baum hängen, bedeutet das einfach, das wir Eisbären lieben, hihihi, aber alles andere? Kugeln, Silberzeug, Goldflitter, Lametta, Nüsse und vieles mehr?

Nach den aktuellen Erkenntnissen der Forschung hat sich der Weihnachtsbaum aus dem Paradiesbaum (Paradeisl) entwickelt, der bei den mittelalterlichen Paradiesspielen am 24. Dezember verwendet wurde. Der Paradiesbaum wurde vor allem mit Äpfeln geschmückt, aber auch mit Backwaren und bunten Blüten aus Papier. Nach den vorliegenden Quellen waren die ersten bekannten Weihnachtsbäume im Elsass auch mit diesen Elementen geschmückt. Anfang des 20. Jahrhunderts gehörten Adam und Eva sowie eine Schlange zum traditionellen Christbaumschmuck in Norddeutschland, da der 24. Dezember in der Liturgie der Gedenktag Adam und Evas war.

Da vor dem 19. Jahrhundert vor allem Äpfel (meist Weihnachtsäpfel), Nüsse, Gebäck und Zuckerzeug an den Baum gehängt wurden, hieß der Weihnachtsbaum regional auch Zuckerbaum. Neben Süßigkeiten spielten sehr früh auch vergoldete und versilberte Elemente eine wichtige Rolle, vor allem Äpfel und Nüsse. Papier, Stroh und andere verwandte Materialien kamen erst im 19. Jahrhunderts dazu, Glasschmuck Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die ersten Weihnachtsbäume waren noch nicht beleuchtet. Im 17. Jahrhundert kam in adligen Familien der Brauch auf, den Baum auch mit Kerzen zu schmücken; diese Mode wurde vom gehobenen Bürgertum aufgegriffen und setzte sich schließlich allgemein durch.  Das Lametta wurde 1878 als Neuerung in Nürnberg entwickelt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Christbaumschmuck

Die Bedeutung und Symbolik des Christbaumschmucks:

  • Der Baum: Der immergrüne Weihnachtsbaum symbolisiert Fruchtbarkeit und Unsterblichkeit. Bis heute gilt grün als die Farbe der Hoffnung.

  • Äpfel: Symbol der Fruchbarkeit und Erinnerung an das Paradies.

  • Christbaumkugeln: Haben sich aus der Apfelsymbolik entwickelt. Kugelform als Zeichen der Vollkommenheit.

  • Sterne: Ein Zeichen der Hoffnung, Strohsterne erinnern daran das Jesus in einer Krippe geboren wurde.

  • Vögel: Vögel haben unterschiedliche Bedeutung. Störche sind Frühlingsboten, Glücks und Kinderbringer, Käfigvögel symbolisieren Häuslichkeit, Tauben sind Friedensvögel und stehen für Vergeistigung, Eulen gelten als Zaubertiere und Symbole für Weisheit, Radschlagende Pfauen sagt man alle erdenklichen Zauberkräfte nach, ihr schillerndes Gefieder erinnert an die Pracht des Nachthimmels.

  • Geschenke: Sie werden mit den Gaben der Drei Weisen aus dem Morgenland in Verbindung gebracht.

  • Nüsse: Sinnbilder für Gottes Ratschluss. Sie sind verschlossen und schwer zu knacken – im Inneren wohnt das Dunkle, Geheimnisvolle – vergoldet wirken sie strahlend und lebendig.

  • Tannenzapfen: Sie sind wie die Nüsse auch ein Fruchtbarkeitszeichen.

  • Herzen: Eine klare Botschaft der Liebe.

  • Glocken: Sie verkünden die frohe Botschaft, ihre Stimmen jubeln, aber sie mahnen und erinnern uns auch, wachsam zu sein.

  • Engel: Sie verkünden die Geburt des Heilands, Vermittler zwischen göttlicher und menschlicher Welt.

Die Deutung der Farben am Christbaumschmuck:

  • Rot ist die Farbe von Glück und Reichtum, für Lebensfreude und Lebensenergie.
  • Grün ist das Symbol des Lebens, es wächst und sagt uns, dass unser Überleben nur dann gesichert ist, wenn wieder frisches Grün aus der Erde sprießt.
  • Gold  ist die leuchtendste aller Farben und assoziiert die Sonne, der eine zentrale Bedeutung zugeschrieben wird.
  • Weiß/Silber: Weiß ist das Gegenteil von Schwarz, dem Nichts, dem Chaos, das auf ordnende Gestaltung wartet, durch das Licht der Erleuchtung. Weiß ist die dominierende Farbe des Winters. Weiß und Silber sind zwar „kühl“, aber edel und festlich und verkörpern den Sieg des Lichts über die Finsternis, des Guten über das Böse und des Lebens über den Tod.

Schon die Menschen im Mittelalter schmückten ihr Haus mit immergrünen Zweigen, die für das Leben und das Wiedererwachen der Natur nach dem Winter standen, ursprünglich war dies ein Brauch zum germanischen Mittwinterfest, der im späten Mittelalter immer stärker christlich umgedeutet wurde, aus all diesen Bräuchen entstand letztlich unser Weihnachtsbaum.

Mimi erinnert sich nur ganz dunkel an die Christbäume, die sie bei ihren Erstmenschen, unseren gemeinsamen Freunden, gesehen hat, seit sie bei mir ist, hatte ich nur den kleinen künstlichen Baum von meiner Mama. Aber irgendwann gibt es hier auch wieder einen richtigen. Da hat sich Mimi nun natürlich auch zwei Bilder rausgesucht für sich mit Christbaum, guckt mal:

 Das fand sie so schön!

Und das macht ihr Spaß, hihihihi! 

Und damit wünschen wir zwei beide euch allen einen feinen Dienstag, ohne Streß und Hektik und in aller Ruhe, schließlich ist bald Weihnachten!

Habts fein! 

 

Türchen 20

animaatjes-kerst-katten-22495 animaatjes-kerst_dieren-47000 animaatjes-kerstcadeaus-85497

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 6361

Poins12L6773707_837b45113a_m

Der Weihnachtsbaum

Von allen den Bäumen jung und alt,
von allen den Bäumen groß und klein,
von allen in unserm ganzen Wald,
was mag doch der allerschönste sein?
Der schönste von allen weit und breit
das ist doch allein, wer zweifelt dran?
Der Baum, der da grünet allezeit,
den heute mir bringt der Weihnachtsmann. –

kerst106

Wenn alles schon schläft in stiller Nacht,
dann holet er ihn bei Sternenschein
und schlüpfet, eh‘ einer sich’s gedacht,
gar heimlich damit ins Haus hinein.
Dann schmückt er mit Lichtern jeden Zweig,
hängt Kuchen und Nüss‘ und Äpfel dran:
So macht er uns alle freudenreich,
der liebe, der gute Weihnachtsmann.

kerstbooman20(207)

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Der Adventskalender in diesem Jahr geht „in Serie“, wir hatten beim Pfefferkuchenhaus 3 Teile, nun geht auch der Tannen- bzw. Weihnachtsbaum in den 3. Teil.

Der erste Teil war die Legende vom Tannenbaum, der zweite Teil waren Pleiten, Pech und Pannen unterm Weihnachtsbaum, und nun kommt der dritte Teil:

Weihnachtsbäume im Laufe der Jahre, eine persönliche Chronik der Weihnachtsbäume, die mein Kinderleben und das meines Sohnes begleitet haben und bis hinein in die „Neuzeit“!

Wir starten im Jahre Anno domini 1955:

Foto6274 Poins15L

Mit den Großeltern väterlicherseits am Weihnachtsbaum, das ist der legendäre Baum „ganz in silber“, von dem ich euch schon einmal erzählt hatte.

Foto6272 Poins02

links meine Großmutter väterlicherseits, hinter mir meine Mama und rechts meine Patentante, vor mir ein Weihnachtsteller (kennt ihr die „Pappteller“ mit den Weihnachtsmotiven noch? Ich hab noch solche!) mit lecker Plätzchen, selbst gebacken natürlich.

Weihnachten 1955 mit Tante Hermine Poins15L

noch einmal mit meiner Patentante, da ist der Silber-Baum so schön drauf zu sehen!

Foto6273 Poins02

Meine Großeltern mütterlicherseits mit ihrem hübschen, kleinen Weihnachtsbaum, mit ganz viel Lametta und so schönen Silberkugeln, die oben „beschneit“ aussahen, da war ich immer ganz begeistert von.

Foto6275 Poins15L

Gleicher Baum, aber andere Verwandte, hihihi, das war meine Großtante, die Schwester meiner Oma mütterlicherseits, mit ihrem Ehemann und mir.

Foto6271 Poins02

Nochmal meine Großtante mit mir, guckt mal genau hin, ich hab da meine heißgeliebte und eben an diesem Weihnachten bekommene Puppe „Mia“ in der Hand! Das war eine Gummi-Puppe, ihren Namen erhielt sie von mir nach der „Ziehtochter“ meiner Großtante, meiner heutigen Tante aus England!

Zeitmaschine, wir reisen ins Jahr 1980, dem Geburtsjahr meines Sohnes:

Foto6291 xmastree116pb

Björns 1. Weihnachtsbaum, da war er ganz genau 2 Monate alt, auf den Tag! Und am Baum kann man die Holzfiguren sehen, die von da an jeden Baum zierten.

Foto6292

Das ist die Weihnachtsseite aus Björns Kinder-Foto-Album, die Bilder sind auch im Original so ein bissel „rotstichig“, scheint am Alter zu liegen.

Foto6293 Mama und Sohn

Foto6294

packen Geschenke aus, das war für die Kuppel vom Kinderwagen, ein Greifspielzeug.

Foto6296

Foto6295

mal zwei Detailaufnahmen vom Christbaum, wie gesagt, der Rotstich ist auch im Original-Foto so.

Foto6297 10 (1)

Meine Mama mit Björn, im Hintergrund der Weihnachtsbaum.

Und nun kommt was feines, Vergleichsbilder, guckt mal:

Foto6271 Foto6276

Meine Großtante, die Schwester meiner Oma, mit mir und rechts mit Björn, sie war seine Urgroßtante und ist im gesegneten Alter von 93 Jahren gestorben, bis zuletzt topfit!

Foto6277 10 (1)

noch einmal mit Urgroßtante, Björn hat sie genauso innig geliebt wie ich!

Foto6298 10 (1)

Gleiches Weihnachten, Björn mit meinem Patenonkel, dem Bruder meiner Mutter, und seinem heißgeliebten Teddy „Freddy“, den er just an diesem Weihnachten von Oma und Opa geschenkt bekam.

Mal ein Bild nicht mit Weihnachtsbaum, 1981, aber guckt mal:

Foto6278 g

kennt ihr den Nikolausstiefel?

Foto6279 36

Weihnachten 1985, der Weihnachtsbaum bei den Großeltern von Björn väterlicherseits.

Foto6290 animaatjes-kerstmannen-21450

Das ist nun kein Bild mit Weihnachtsbaum, sondern eines von unserem heutigen Balkonien, anno 1985, da konnte Björn auf dem Balkon im Schnee spielen! Bei den Frühlingsgefühlen anno 2015 kann man das gar nicht glauben, oder?

Wir besteigen wieder die Zeitmaschine, sie trägt uns nun ins Jahr 1987, das war unser Weihnachts- und Silvesterurlaub in Bayern (jaaa, genau, der mit dem so oscarreif umfallenden Weihnachtsbaum bei den Schwiegereltern meiner Freundin, hihihihi!)

Und das hier

Foto6281Foto6282

war unser traumschöner Weihnachtsbaum in der Ferienwohnung, der bereits am Ankunftstag frisch geschlagen vor der Türe stand.

Foto6280 Bescherung!

Foto6283 Und ein Weihnachtsbummel in Passau, mit schönem Straßenweihnachtsbaum! Um beim Thema zu bleiben!

Wie ich ja schon erzählt hatte, leider ein Weihnachtsurlaub ohne Schnee, im vergangenen Januar des gleichen Jahres waren wir schon einmal dort und guckt mal, wie es da aussah:

Foto6284 Blick aus dem Wohnzimmerfenster!

Und wo wir nun einmal bei Winterbildern sind, weiche ich nun mal kurz vom Thema Weihnachtsbaum ab, guckt mal, so sah das 1985 hier am Kanal aus

Foto6285 HOXmasW010HOXmasW010HOXmasW010HOXmasW010HOXmasW010

komplett zugefroren, man hätte drüber laufen können teilweise, war aber zu gefährlich, weil Eisbrecher immer wieder Fahrrinnen geschaffen haben.

Foto6286 animaatjes-sneeuw-59804

Im gleichen Winter der Blick von Balkonien nach draußen! Ganz links im Bild steht noch die feine Pappel, die später leider abgeholzt worden ist.

Aber zurück zum Thema Weihnachtsbäume im Wandel der Zeiten, und da hätten wir dann zum Beispiel noch dieses Prachtexemplar aus dem Jahre 2012, ein sehr pflegeleichter Baum:

Foto0169 Ein seltenes Exemplar der sog. „Tapetenbäume“, hihihi!

Und dann dieses aus dem vorigen Jahr, das eigentlich auch gar kein richtiges Bäumchen war:

10382984_1577709795793961_4040503418286573389_n

Sondern Tannenzweige in zwei Vasen, eine Glasvase stand in dem Übertopf und beinhaltete die großen, hohen Zweige, die anderen waren im Übertopf drum drapiert, das ganze sah dann wirklich wie ein Bäumchen aus!

Weihnachtsbäumchen Mama

Und mein geerbtes Weihnachtsbäumchen von Mama, das auch in diesem Jahr wieder aufgestellt wird.

Und den Abschluß unserer kleinen Zeitreise machen nun meine kleinen Weihnachtsbäumchen von Mimis geliebtem Balkonien, von ihrem feinen, neuen Kratzbaum aus kann sie sie sehen, dann guckt sie manchmal wirklich ganz verträumt nach draußen!

Bäumchen Balkonien_

Natürlich gibt es auch noch was zum hören, mein Lieblingslied zum Thema Weihnachts- und Tannenbaum:

Ich wünsche euch allen von Herzen einen wunderschönen, gemütlichen und hoffentlich so kurz vorm hohen Fest entspannten 4. Adventssonntag!

4.advent-0002

Habts fein! Poins15L

Türchen 10

animaatjes-kerst-katten-22495 animaatjes-kerst_dieren-47000 animaatjes-kerstcadeaus-85497

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 6261

animaatjes-kerst-44407

Die Legende vom Tannenbaum

In der Bergpredigt, wie bei Matthäus zu lesen, baum9rq
ist auch von Bäumen die Rede gewesen.
Der Heiland hatte gesagt, daß Feigen
nicht reifen könnten auf Distelzweigen,
dass Trauben nicht wüchsen am Dornenhange,
und dass der Baum, der nicht Früchte trage,
zu gar nichts wert erscheine auf Erden,
als abgehau’n und verbrannt zu werden.

Und als er geendet, da ist schon bald baum9rq
ein Streiten entstanden im nahen Wald.
Die Disteln, welche die Rede gehört,
waren über die Maßen empört
und haben so recht überlegen gesagt:
„Wir haben noch immer den Eseln behagt!“
Die Dornen reckten die scharfen Spitzen
und sagten: „Das lassen wir nicht auf uns sitzen!“
Die gelben, aufgedunsenen Feigen
zeigten ein blasses blasiertes Schweigen,
und die Trauben blähten sich gar nicht schlecht
und knarrten geschwollen: „So ist es recht!“

Nur ein zierlicher Tannenbaum baum9rq
stand verschüchtert, rührte sich kaum,
horchte nicht auf das Rühmen und Klagen,
hat sich still und bescheiden betragen
und dachte und dachte in einem fort
an des Heilandes richtende Wort‘.
Er fühlte sich ganz besonders getroffen;
er hatte kein Recht, auf Gnade zu hoffen;
die erste Art musste ihn zerschlagen;
er wußte nur Tannenzapfen zu tragen;
Früchte hatte er nie gebracht,
das hat ihn niedergeschlagen gemacht.
Als sich nun aber die Sonne versteckt
und tiefes Dunkel die Erde deckt,
und, ermüdet vom Reden und Klagen,
die anderen Bäume im Schlummer lagen,
wollte er nichts von Schlummer wissen,  baum9rq
hat die Wurzeln aus dem Erdreich gerissen,
und unbemerkt in stiller Nacht
hat er sich still auf den Weg gemacht,
um nach dem strengen Heiland zu gehen
und milderes Urteil sich zu erflehen.

Und als er nach mühseligen Stunden
endlich den lang Gesuchten gefunden
und ihm sein Leid recht herzlich geklagt,
da hat der Heiland lächelnd gesagt:
„Wisse, daß seit Beginn der Welt
ein jeglicher Fluch seinen Segen enthält,
und daß in jeglichem Segensspruch
verborgen liegt ein heimlicher Fluch!
Den Feigen brachte nur Fluch mein Segen,
weil sie jetzt sündigen Hochmut hegen;
die Trauben haben mir nicht gedankt,
die haben sich nur mit den Dornen gezankt;
die Disteln ließen sich nicht belehren,
die konnten den Fluch nicht zum Segen kehren;
du aber hast dich besser bedacht!
Du hast aus dem Fluch einen Segen gemacht! baum9rq
Und dein Bittgang sei nicht umsonst gewagt!
Zwar – was gesagt ist, das bleibt gesagt!
Dein Schicksal ist jetzt nicht mehr zu trennen
vom Abhau’n und im-Ofen-verbrennen;
aber: Ich will dich erheben und ehren,
ich will einen rühmlichen Tod dir bescheren!
Dich soll kein Winterschlaf traurig umschließen! animaatjes-winter-46126
Ein doppeltes Leben sollst du genießen!
Und auf deinen zierlichen Zweigen
sollen die herrlichsten Früchte sich zeigen,
soll man Lichter und Zierrat schau’n!
Freilich – erst wenn du abgehau’n!
Sei wie ein Held, der für andere leidet,
der in blühender Jugend strahlend verscheidet!
Damit dein Leben, das kurz, doch reiche, kerstbooman20(75)
meinem irdischen Wandel gleiche!
Du sollst ein Bote des Friedens sein!
Du sollst glänzen wie ein Heiligenschein!
Den Kindern sollst du Freude verkünden!
Den Sündern wecken aus seinen Sünden!
Gesang und Jubel soll dich umtönen!
Mein liebstes Fest sollst du lieblich verschönen! xmastree116pb
So bist du von allen Bäumen hienieden
der gesegnetste! – Zieh hin in Frieden!“

(Friedrich Wilhelm Güll)

 

6wpdber

 

Johansen_Viggo_-_Radosne_Boże_Narodzenie

(Frohe Weihnachten, Viggo Johansen, 1891)

Von heute an sind es noch 14 Tage bis zum Heiligen Abend, das ist nicht mehr lange, und da ich heute morgen wieder zur Frühschicht in meiner Kichengemeinde gehe (Beginn: 6.00 Uhr!) wird es auch heute nochmal ein kleines Türchen.

Mit einem Gedicht über den Weihnachtsbaum, ohne den ja eigentlich Weihnachten undenkbar ist, und dem wir hier im Blögchen schon mal ein Türchen gewidmet haben, und wer mag, kann das noch mal nachlesen, macht bestimmt auch noch mal Freude:

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2014/12/10/tuerchen-19825691/

Zwei schöne Lieder vom Tannenbaum runden den Eintrag ab und ich wünsche euch einen schönen Donnerstag.

Habts fein!

Türchen 19

6759461_e4f45e72fc_m6759713_a6a7be5aef_m6759456_188743a6d3_m

MiBuRo A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 6759455_36f0fba86c_m70animaatjes-kersthangers-43989

Es gibt so wunderweiße Nächte

Es gibt so wunderweiße Nächte,
drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert mancher Stern so lind,
als ob er fromme Hirten brächte
zu einem neuen Jesuskind.

Weit wie mit dichtem Demantstaube
bestreut, erscheinen Flur und Flut,
und in die Herzen, traumgemut,
steigt ein kapellenloser Glaube,
der leise seine Wunder tut.

(Rainer Maria Rilke)

pres_de_a_riviere

Beim suchen nach einem Gedicht stieß ich mal wieder auf dieses hier, daß ich sehr liebe!
Und beim lesen kam mir die Idee für einen kleinen Eintrag zum heutigen Türchen 19!

„…drin alle Dinge Silber sind…“
bei dieser Zeile mußte ich an den Weihnachtsbaum in meiner Kinderzeit bei meinen Großeltern väterlicherseits denken:
Ein fast deckenhoher Baum, mit einer silbernen Spitze mit je einem Glöckchen an der Seite, mit den herrlichsten silbernen Baumkugeln, olivenförmig, rund, die wunderschönen „halben“, die innen so schön schimmerten, silberne Tannenzapfen, Vögelchen, Engel, das ganze mit silbernem Lametta und Engelshaar dekoriert, ein Traum in Silber! Ganz in Silber!

Ich hab kein echtes Bäumchen dieses Jahr, aber ich mag nicht auf den Duft von Tanne verzichten, deshalb hab ich mir Zweige geholt, die ich in einer Vase arrangieren wollte, stattdessen hatte ich dann noch eine bessere Idee: Ich hab in einen antikfarben gehaltenen Blumenübertopf eine schmalere Vase gestellt für die hohen Zweige, drumherum die kleineren Zweige im Übertopf drapiert, und voilá: Fast ein Tannenbäumchen!
Und den zeig ich euch jetzt, denn mit dem obigen Gedicht im Kopf hab ich meine alten Schätze aus Kistchen und Schachteln gekramt, teils eigene, teils von Eltern und Großeltern ererbte, und alle in Silber!

Foto4406

Die wunderschönen Glasengelchen dabei sind das letztjährige Weihnachtsgeschenk von BrigitteP, über die ich mich soooo gefreut habe, und die, zusammen mit meinen anderen „himmlischen Heerscharen“ im Adventskalender hier noch einen gesonderten Eintrag bekommen werden!

Foto4411
die von mir so geliebten „Halbkugeln“!

Foto4413
ein Silbervögelchen, das letzte seiner Art aus dem Fundus der Großeltern!

Foto4423
silberne Tannenzapfen

Foto4405
komplettes „Bäumchen“ einmal heller

Foto4417
Glasglöckchen und der antikfarbene Übertopf mal im Detail!

Vielleicht haben euch meine alten „Schätzkes“ auch ein wenig Freude gemacht!

Das Wochenende und damit der 4. Adventssonntag sind in Sicht, ich wünsche euch allen einen schönen Freitag!

kerstbal1

:wave:

Türchen 10

6759461_e4f45e72fc_m6759713_a6a7be5aef_m6759456_188743a6d3_m

MiBuRo A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 6759455_36f0fba86c_m6775797_e47c1cbf0c_mkerst0280qj

An der Straßenecke

An der Straßenecke, in der Häuser Gedränge,
in der Großstadt wogender Menschenmenge,
inmitten von Wagen, Karren, Karossen

Anton_Pieck_winter

ist heimlich ein Märchenwald entsprossen,
von leisem Glockenklingen durchhallt:
Von Weihnachtsbäumen ein Tannenwald.

Christmas02017

Da hält ein Wagen, ein Diener steigt aus
und nimmt den größten Baum mit nach Haus.

1skip

Ein Mütterchen kommt, und prüft und wägt,
bis endlich den rechten sie heimwärts trägt.

xmastree116pb

Verloren zur Seite ein Stämmchen stand,
das fasste des Werkmanns ruhige Hand.

7519

So sah ich einen Baum nach dem andern
in Schloss und Haus und Hütte wandern,

animaatjes-kersthuis-00436winterplaatjes52kerstboomani20(61)

und schimmernd zog mit jedem Baum
ein duftiger, glänzender Märchentraum. –

kerstboom206

Frohschaukelnd auf der Zweige Spitzen
schneeweißgeflügelte Englein sitzen.
Die einen spielen auf Zinken und Flöten,
die andern blasen die kleinen Trompeten,
die wiegen Puppen, die tragen Konfekt,
die haben Bleisoldaten versteckt,
die schieben Puppentheaterkulissen,
die werfen sich mit goldenen Nüssen,

xmasmorn

und ganz zuhöchst, in der Hand einen Kringel,
steht triumphierend ein pausbackiger Schlingel.

d

Da tönt ein Singen, ein Weihnachtsreigen –
verschwunden sind alle zwischen den Zweigen.
Am Tannenbaum hängt, was in Händen sie trugen.
Ein Jubelschrei schallt; und von unten lugen
mit Äuglein, hell wie Weihnachtslichter,
glückselig lachende Kindergesichter.

animaatjes-kerstbomen-24371

(Jakob Loewenberg)

Der Weihnachtsbaum hat in den Maien(zweigen), mit denen unsere Vorfahren in vorchristlicher Zeit das Grün im Winter zur Beschwörung des Sommers ins Haus geholt haben, seine tiefste Wurzel. Zur Feier der Wintersonnenwende schlug man in den zwölf Rauchnächten grüne Zweige als Schutz und Zaubermittel, man hat Ruten zum Pfeffern geschnitten, Fruchtbarkeitsreiser, wie auch die Rute des heiligen Nikolaus ursprünglich eines gewesen ist. In England hat man die Sitte wieder belebt, diese Weihnachtsmaien mit bemalten Eiern zu schmücken, denn das Ei war Symbol für Wohlstand und Segen. Erst im ausgehenden Mittelalter hat sich Heidnisches und Christliches gedeckt. Man sah in den Girlanden aus Efeu und immergrünen Lorbeer- und Eichenzweigen ein Sinnbild für das christliche Kind, Gott und Mensch zugleich, das sich wie eine irdische Pflanze zart entfaltet und doch niemals vergeht.
So holte man sich wie früher Zweige von Laubbäumen ins Haus, die Barbara- und Lucienzweige, und schmückte sie mit Äpfeln, Oblaten und kleinem Spielzeug für die Kinder, die die Zweige nach Dreikönig plündern durften.

Der Tannenbaum scheint ursprünglich in Südwestdeutschland zum Weihnachtsbaum geworden zu sein. Aus dem Elsaß und dem Schwarzwald gibt es die ersten Zeugnisse für die geschmückte Tanne, die dann durch Martin Luther und die Reformatoren zum Weihnachssymbol des Protestanten erklärt wurde, so wie die Krippe zur katholischen Weihnacht gehört. Dieser Unterschied hat lange bestanden. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Tanne in der Zeit der Freiheitskriege gegen Napoleon das Sinnbild des Deutschtums und damit das Weihnachtssymbol beider Konfessionen und in beiden Kirchen aufgestellt.
Der Weihnachtsbaum wanderte im 18. Jahrhundert mit den Auswanderern nach Nordamerika.
In Österreich ist 1816 zum ersten Mal ein Tannenbaum von einer Erzherzogin aufgestellt worden, die eine gebürtige deutsche Prinzessin war.
In Frankreich wurden seine Kerzen zum ersten Mal 1840 in den Tuilerien angezündet: Von der Prinzessin von Mecklenburg, die den Prinzen von Orléans geheiratet hatte.
In England hatte Heinrich VIII. zum ersten Mal drei Weihnachtsbäume auf seinem Tisch stehen, in Mode kamen die Tannen jedoch erst durch Albert, dem Prinzgemahl der Königin Victoria.
In Italien hat die Tanne erst Ende des Zweiten Weltkriegs durch US-Soldaten Einzug gehalten: So ist der Weihnachtsbaum im Lauf von rund 200 Jahren von Deutschland nach Amerika gereist und von dort zurück in das katholischste Land Europas, das ihn vermutlich niemals direkt von den Prostestanten aus dem Norden übernommen hätte.

Im Elsaß, in Österreich und in Bayern bringt man am Nachmittag des Heiligen Abends einen kleinen Tannenbaum mit Kerzen auf den Friedhof. Die Bäumchen werden auf die Gräber gestellt, dann zündet man die Kerzen an, die durchs blaue Dämmerlicht schimmern.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Johansen_Viggo_-_Radosne_Boże_Narodzenie
(Frohe Weihnachten, Viggo Johansen, 1891)

Der Tannenbaum als Weihnachtsbaum, seliger Traum der Kinderzeit, Höhepunkt der adventlichen Erwartungszeit auf den Heiligen Abend, geschmückt und leuchtend mit Kerzen und Glitzerzeug, wie er blendete, wenn man aus dem Dunkel ins erleuchtete Zimmer trat! Und wie herrlich er riecht! Vielbesungen, bedichtet, abgebildet, gemalt! Bestandteil so vieler Märchen und Geschichten, letztlich auch und vor allem bei meinem Lieblingsdichter, Theodor Storm!
Weihnachten ohne ihn ist fast undenkbar!

Deshalb wollte ich ihm hier ein kleines Denkmal setzen, mit Gedicht und Bildern, und natürlich auch mit Musik, eines meiner Lieblingsweihnachtslieder:

Es sind nun noch genau 14 Tage bis Weihnachten, da kann man ja schon mal nach einem feinen Exemplar der Sorte Weihnachtsbaum Ausschau halten!:yes:
Da hab ich natürlich auch wieder eine kleine Anekdote: Vor Jahren, als Björn, schon erwachsen, aber noch zu Hause wohnend, mit mir zusammen den Tannenbaum aussuchen wollte und der Verkäufer fragte, wie groß er denn sein solle, und Björn dann meinte: “ Bissel größer als meine Mama!“ (Ich hab das „Gardemaß“ von 1,52 m!) Lachen wir heute noch drüber!:))

Mimi hat sich gerade sehr versonnen den Eintrag betrachtet und sich dann kurz und kommentarlos ein Bildchen für sich ausgesucht, daß nun hier noch mit reinkommt:;D

Mimis Weihnachtsbaum:

11

Und mit einem Weihnachtsbaum-Bild von Carl Larsson schließe ich diesen Eintrag und wünsche euch allen einen feinen WTT!

75w110a
(Nun ist wieder Weihnachten, Carl Larsson, 1907)

:wave: