Grafschafter Wochenanzeiger – Walpurgisnacht! Der wilde Ritt zum Blocksberg 🧹

 

Die erste Walpurgisnacht

Ein Druide

Es lacht der Mai!
Der Wald ist frei
von Eis und Reifgehänge.
Der Schnee ist fort;
am grünen Ort
erschallen Lustgesänge.
Ein reiner Schnee
liegt auf der Höh’;
doch eilen wir nach oben,
begeh’n den alten heil’gen Brauch,
Allvater dort zu loben.
Die Flamme lodre durch den Rauch!
Begeht den alten heil’gen Brauch.
Hinauf! Hinauf!
Allvater dort zu loben.
So wird das Herz erhoben.

Die Druiden

Die Flamme lodre durch den Rauch!
Begeht den alten heil’gen Brauch.
Allvater dort zu loben.

Hinauf! hinauf nach oben!

Einer aus dem Volke

Könnt ihr so verwegen handeln?
Wollt ihr denn zum Tode wandeln?
Kennet ihr nicht die Gesetze
unsrer strengen Überwinder?
Rings gestellt sind ihre Netze
auf die Heiden, auf die Sünder.
Ach, sie schlachten auf dem Walle
unsre Väter, unsre Kinder.
Und wir alle
nahen uns gewissem Falle,

Chor der Weiber

auf des Lagers hohem Walle
schlachten sie uns unsre Kinder.
Ach, die strengen Überwinder!

Und wir alle
nahen uns gewissem Falle.

Ein Druide

Wer Opfer heut’
zu bringen scheut,
verdient erst seine Bande!
Der Wald ist frei!
Das Holz herbei,
und schichtet es zum Brande!
Doch bleiben wir
im Buschrevier
am Tage noch im Stillen,
und Männer stellen wir zur Hut,
um eurer Sorge willen.
Dann aber laßt mit frischem Mut
uns unsre Pflicht erfüllen.
Hinauf! Hinauf!
Verteilt euch, wackre Männer, hier!

Chor der Wächter

Verteilt euch, wackre Männer, hier,
durch dieses ganze Waldrevier,
und wachet hier im Stillen,
wenn sie die Pflicht erfüllen.

Ein Wächter

Diese dumpfen Pfaffenchristen,
lasst uns keck sie überlisten!
Mit dem Teufel, den sie fabeln,
wollen wir sie selbst erschrecken.
Kommt! Kommt mit Zacken und mit Gabeln,
und mit Glut und Klapperstöcken
lärmen wir bei nächt’ger Weile
durch die engen Felsenstrecken!
Kauz und Eule,
Heul’ in unser Rundgeheule,
Kommt! Kommt! Kommt!

Chor der Wächter

Kommt mit Zacken und mit Gabeln
wie der Teufel, den sie fabeln,
und mit wilden Klapperstöcken
durch die engen Felsenstrecken!
Kauz und Eule,
heul in unser Rundgeheule.
Kommt! Kommt! Kommt!

Ein Druide

So weit gebracht,
dass wir bei Nacht
Allvater heimlich singen!
Doch ist es Tag,
sobald man mag
ein reines Herz dir bringen.
Du kannst zwar heut’
und manche Zeit
dem Feinde viel erlauben.
Die Flamme reinigt sich vom Rauch:
So reinig’ unsern Glauben!
Und raubt man uns den alten Brauch,
Dein Licht, wer will es rauben?

Ein christlicher Wächter

Hilf, ach hilf mir, Kriegsgeselle!
Ach, es kommt die ganze Hölle!
Sieh’, wie die verhexten Leiber
durch und durch von Flamme glühen!
Menschen-Wölf’ und Drachen-Weiber,
die im Flug vorüberziehen!
Welch entsetzliches Getöse!
Laßt uns, laßt uns alle fliehen!
Oben flammt und saust der Böse.
Aus dem Boden
dampfet rings ein Höllenbroden.
Lasst uns flieh’n!

Chor der christlichen Wächter

Schreckliche, verhexte Leiber,
Menschenwölf und Drachenweiber!
Welch entsetzliches Getöse!
Sieh, da flammt, da zieht der Böse!
Aus dem Boden
dampfet rings ein Höllenbroden.

Chor der Druiden

Die Flamme reinigt sich vom Rauch;
so reinig’ unsern Glauben!
Und raubt man uns den alten Brauch,
dein Licht, wer kann es rauben?

( Johann Wolfgang von Goethe)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, heute gab es hier bereits eine donnerstägliche Redaktionssitzung, denn große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, es naht das Wochenende und mit ihm der 1. Mai und somit das Ende vom Monat April, und was ist dann am 30. April??? Genau, Walpurgisnacht! Die Nacht, in der die Hexen wieder los sind und wir haben in der Redaktionssitzung einstimmig beschlossen, daß wir in dieser Nacht mal wieder dabei sind! Mit einem fröhlichen, lustigen, informativen Eintrag, der alles außen vor läßt, was derzeit um uns rum immer noch los ist und euch einfach nur unterhalten und fröhlich und positiv stimmen soll. 

Auf geht’s, die Frau Chefredakteurin und euer Redaktionsteam haben sich die Aufgaben zum heutigen Eintrag untereinander aufgeteilt. 

Frau Chefredakteurin beginnt mit dem informativen Teil:

Die Walpurgisnacht (auch Hexenbrennen) ist ein traditionelles nord- und mitteleuropäisches Fest, teilweise mit Feuerbrauch am 30. April. Der Name des Festes leitet sich von der heiligen Walburga ab, deren Gedenktag bis ins Mittelalter am 1. Mai, dem Tag ihrer Heiligsprechung, gefeiert wurde. Die Walpurgisnacht war die Vigilfeier des Festes. Als „Tanz in den Mai“ hat sie wegen der Gelegenheit zu Tanz und Geselligkeit am Vorabend des arbeitsfreien Maifeiertags auch als städtisches, modernes Festereignis Eingang in private und kommerzielle Veranstaltungen gefunden.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Walpurgisnacht

Habt ihr euch alle gewundert über das ellenlange Gedicht? Jaja, der Herr Goethe, der konnte dichten, und dieses Gedicht von ihm hat seinen Hintergrund: 1830 war Felix Mendelssohn Bartholdy bei seinem Gönner Goethe in Weimar. Als er sich anschließend auf eine Reise gen Süden begab, hatte er neben Goethes „Italienische Reise“ auch dessen Ballade „Die erste Walpurgisnacht“ im Gepäck. Der Dichterfürst war nämlich überzeugt, dass seine Ballade als Chorkantate vertont werden müsse. In Italien machte sich Mendelssohn an die Komposition der „Walpurgisnacht“. Deren Uraufführung hat Goethe allerdings nicht mehr erleben können.

Wir hatten ja schon einige Einträge zur Walpurgisnacht, die Nacht der großen Freudenfeuer, verzaubernden Maibowle, Hexen, die wild durch die Nacht reiten, mit vielen Ritualen und gruseligem Beiwerk, zurückzuführen auf Beltane, das alte Fest vom Übergang vom 30. April auf den 1. Mai, den Beginn der Sommerzeit, an dem der Schleier zur Anderswelt – der Welt der Götter und Ahnen – besonders dünn ist. Mit Räucherungen, Opfergaben und wilden Tänzen ehrte man sie, zum Abschied von der kalten Jahreszeit. Dies wilde Treiben weckte zu Beginn der Christianisierung Angst und Mißtrauen, und so wurde Hexenwerk dahinter vermutet, Orgien, bei denen sich die Hexen, die des Nachts mit dem Besen über Land ritten, auf den Bergen mit dem Satan vermählten. Und so kamen die Hexen in Verruf, eigentlich in Vorzeiten mit einem tiefen Verständnis für die Natur und ihre Zusammenhänge weise Frauen, die der Heilkunde mächtig waren, das Wort „Hexe“ leitet sich demgemäß auch von dem alten Wort „Hagezussen, Hagezussa“ ab, was soviel bedeutet wie „kräuterkundige Frauen in den Hecken (Hag). 

Rituale und Jahreskreisfeste sind tief verwurzelt in der Kultur, und so lohnt es sich, mal wieder einen Blick auf diese zu werfen, gerade in diesen Zeiten können sie uns wieder verstärkt gut tun. 

Eine Feuerschale im Garten erinnert an den Feuerzauber zu diesem Fest, zum Tanz in den Mai ein Gundelrebenkranz (Gundelrebe: eine alte Heil- und Zauberpflanze, sie soll helfen, Böses zu erkennen!) und für Haus und Wohnung eine reinigende Räucherung: Wacholder, Salbei, Holunder und Johanniskraut. 

Und wer dächte beim Tanz in den Mai nicht an die erste Waldmeisterbowle des Jahres, das Kraut dazu wächst jetzt auf den Waldböden. 

Sie kann natürlich auch fertig gekauft werden. 

Die Königin der Blumen, die Rose, darf natürlich zum Fruchtbarkeitsfest Walpurgis nicht fehlen, aus ihr könnte man Rosensirup für diesen Tag machen. Wäre auch fein für eine Bowle!

Wie ihr euch alle sicherlich gut erinnern könnt, liebte unsere Mimi in heaven dieses Fest, und deshalb macht nun Ruddi hier weiter, der euch mit alten und neuen Bildern an Mimis geliebtes Walpurgisfest erinnern möchte. 

Hallo, ihr lieben Leser alle, bei einem Eintrag zur Walpurgisnacht darf meine Cheffin Mimi in heaven natürlich nicht fehlen, wie liebte sie diese Bilder:

Da haben wir natürlich in diesem Jahr auch noch was schönes neues gemacht, damit Mimi bei diesem Eintrag wieder dabei sein kann. 

Bilder von Mimis Bild mit Hexchen, sie fand diese kleine Holz-Hexe immer so knuffig! 

Sie wird sich freuen auf ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐ und ich geb die Feder nun mal weiter an meine beiden Redaktionskollegen 

Bruno und Otto

Hallo, ihr lieben Leser alle, wir beide haben hier den kulinarischen Teil des Eintrags in bewährte Tatzen genommen. Otto, unser Handelsreisender, hatte endlich mal wieder die Gelegenheit, vorschriftsmäßig ausgestattet für alles Zubehör zu sorgen, daß man für kulinarische Köstlichkeiten zur Walpurgisnacht und zum ersten Mai benötigt. 

Und so hat er hier alle Zutaten besorgt für das, was so ein bissel traditionell ist an diesen Tagen, zum Beispiel Fliegenpilze

https://eatsmarter.de/rezepte/eier-tomaten-fliegenpilze

aus hartgekochten Eiern, in Schweden gibt es zu diesem Tag Graved Lachs, wir haben uns aber für unser Festtagsmenü für frischen Lachs entschieden. In Schottland und England liebt man nicht nur zu dieser Zeit Haferkekse, wir machen es uns hier heute gemütlich, lach, und stellen einfach feine Rezepte per Link ihr ein:

https://www.ichkoche.at/schottische-haferkekse-rezept-83627

Und noch was ganz feines, auch aus Schottland (der Hamish strahlt hier gerade wie ein Honigkuchenpferd, lach!) Bannockbrot 

https://de.wikipedia.org/wiki/Bannockbrot

https://www.gutekueche.de/bannock-rezept-10553

Und wenn er an weiteren feinen Rezepten für die Walpurgisnacht interessiert seid, da hätten wir noch einen schönen Link für euch, guckt euch das mal an:

http://www.hexenrezepte.de/Walpurgisnachtrezepte.htm

Als Getränk natürlich die schon erwähnte Waldmeisterbowle, die ist fein süffig und mit all den schönen Rezepten wird das bestimmt auch ein kulinarisches Fest. Ach, ja, falls schon zu einigermaßen erschwinglichen Preisen zu erhandeln wäre noch Spargel was feines! Wir weichen derzeit noch auf Dose und Glas aus, ist aber erst einmal auch sehr lecker, der frische kommt dann auch noch. 

So, nachdem wir euch nun hier den Mund wässrig gemacht haben und Hamish eh schon strahlte, weil so vieles aus seiner Heimat kam, macht er hier jetzt auch weiter: 

Halo a h-uile duine, leughadairean daor, ich bin’s, euer Hamish, und ich hab jetzt hier die ehrenvolle Aufgabe, euch die Walpurgisnacht in Schottland zu zeigen, in meiner Heimat heißt das Fest aber „Beltane“ bzw. auf schottisch-gälisch Là Bealltainn.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beltane

https://de.wikiarabi.org/wiki/Beltane

Und da hab ich jetzt wieder ein ganz feines Video für euch 

und noch was zum lesen für das Fest in meiner schottischen Heimat und da vor allen Dingen in meinem geliebten Edinburgh:

Tanz in den Mai: Das Beltane Fire Festival in Edinburgh

Das war nun mein Beitrag zu unserem heutigen Eintrag, ich geb jetzt mal die Feder weiter an meine Redaktionskollegin Luzia:

Hallo, ihr lieben Leser alle, da bin ich, eure Luzia, und wie sich das für mich als die „leuchtende“ gehört, hab ich den Part mit leuchtenden und glitzernden Bildern für die Walpurgisnacht übernommen, da fangen wir mal an mit dem Supervollmond im April, die Knipse von der Frau Chefredakteurin hat ja nicht so einen dollen Zoom, aber wir fanden die Bilder alle trotzdem schön:

Wir haben hier so ein hübsches „Schneekugelglas“ mit einer Hexe und Glitzer statt Schnee, guckt mal:

da hab ich auch noch eine Galerie für euch, ihr wißt es ja, ihr könnt die Bilder auch anklicken und dann in Reihenfolge in groß gucken:

Unsere kleine Holzhexe 

hat die Frau Chefredakteurin draußen mal leuchtend fotografiert

hübsch gruselig, oder, mit dem leuchtenden Kürbiskopp dahinter, da haben wir auch noch eine Galerie von:

Ja, das war nun mein Beitrag zu unserem heutigen Eintrag, nun macht die Frau Chefredakteurin weiter. 

Da wären wir nun fast am Ende unseres Eintrags zur heutigen Walpurgisnacht/Beltane, fehlt noch, euch allen einen schönen Freitag, eine wunderschöne, hexige Walpurgisnacht und einen ebenso schönen 1. Mai zu wünschen. Und zum 1. Mai haben wir nun noch was, denn mein Redaktionsteam gratuliert hier mit Hexenbegleitung

meinem Blögchen zum 9. Geburtstag! Kaum zu glauben, daß 9 Jahre vergangen sind, seit ich hier dazumalen mit Mimi in heaven mein Blögchen gegründet habe! Da stoß ich doch gerne mit euch allen und mit meinem Team auf unseren Blögchen-Geburtstag an: 🍾🥂 Und wir freuen uns auf hoffentlich noch viele Jahre mit euch allen! Bleibt uns gewogen und laßt euch wieder einmal danken für eure Treue und eure Begleitung in guten wie in schlechten Tagen! Gerade in dieser Zeit so schön, so tröstlich, so verbindend! 

Paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund und genießt das Leben, wir haben nur dies eine! 🌹❤🙏

Habts fein wünscht euch euer Redaktionsteam mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.

 

Grafschafter Wochenanzeiger – in memoriam – Knut 💖

Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
die Erde still geküßt,
daß sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müßt.

Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis die Wälder,
so sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.

(Joseph von Eichendorff, 1788-1857)

Ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, 10 Jahre ist es heuer her, seit unser geliebter Zauberbär Knut   seinen Weg über die Regenbogenbrücke angetreten hat. Am 8. April 2020 folgte ihm meine Mimi. Was die beiden ganz besonders vereint auf ihrem letzten Weg, das ist, das sowohl am 19. März 2011 wie auch am 8. April 2020 ein sog. „Super-Vollmond“ war, ein Vollmond von seltener Größe und Schönheit, ein „Perigäum-Mond“, ein Mond in Erdnähe (Perigäum).

Mondnacht

Weg in den Garten, tief wie ein langes Getränke,
leise im weichen Gezweig ein entgehender Schwung.
Oh und der Mond, der Mond, fast blühen die Bänke
von seiner zögernden Näherung.

Stille, wie drängt sie. Bist du jetzt oben erwacht?
Sternig und fühlend steht dir das Fenster entgegen.
Hände der Winde verlegen
an dein nahes Gesicht die entlegenste Nacht.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926)

 

Und so haben wir heute in diesem Eintrag zum Gedenken an Knut unsere beiden Lieben auf einem Bild vereint. 

Sie werden sich sicher begegnet sein in der „Anderswelt“ und Knut wird unsere Mimi liebevoll empfangen haben, nun begleiten uns beide auf ihrer Wolke und ihrem Stern und wachen über uns. 

„Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle, die Welt wird ein Blütenmeer…..

Aber in meinem Herzen ist eine Stelle, da blüht nichts mehr.“ (Ricarda Huch) 

Wir haben noch so schöne Bilder wieder von einem besonderen Sonnenuntergang, zu dem dieser Spruch so gut paßt

„Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.“ (Franz Kafka)

In diesem Jahr berührt mich Knuts Himmelsgeburtstag wieder einmal so ganz besonders, alles ist wieder so nah. Vielleicht liegt es an der Zeit, vielleicht auch daran, daß auch der Heimgang meiner Mimi sich nun bald jährt. 

Und so schließen wir unseren Eintrag zum Gedenken an unseren geliebten Zauberbären, der uns noch immer hier unten alle so fest vereint hält, mit einem Gedicht mit den Gedanken an ihn und alle unsere Lieben, Tier oder Mensch, die schon bei ihm sind.

Du bist ein Schatten am Tage
und in der Nacht ein Licht;
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.

Wo ich mein Zelt aufschlage,
da wohnst du bei mir dicht;
du bist mein Schatten am Tage
und in der Nacht mein Licht.

Wo ich auch nach dir frage,
find‘ ich von dir Bericht,
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.

Du bist ein Schatten am Tage
und in der Nacht ein Licht;
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.

(Friedrich Rückert, 1788 – 1866)

Wir werden dich nie vergessen, Knut, du bist immer in unseren Herzen. 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Wunsch der Woche: Leuchtende Tage!

Auf die Reise

Um Mitternacht, auf pfadlos weitem Meer,
wann alle Lichter längst im Schiff erloschen,
wann auch am Himmel nirgends glänzt ein Stern,
dann glüht ein Lämpchen noch auf dem Verdeck,
ein Docht, vor Windesungestüm verwahrt,
und hält dem Steuermann die Nadel hell,
die ihm untrüglich seine Richtung weist.
Ja! wenn wir’s hüten, führt durch jedes Dunkel
ein Licht uns, stille brennend in der Brust.

(Ludwig Uhland, 1787 – 1862, deutscher Lyriker und Germanist)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun ist er schon 9 Tage alt, der von mir so ungeliebte November, wettertechnisch gab er sich bis jetzt ja alle Mühe, den nicht vorhandenen goldenen Oktober nachzuholen, ansonsten wird er aber seinem Ruf der düsteren Tage doch gerecht, Lichtblicke sind in diesen Zeiten rar, da dachten wir uns in unserer freitäglichen Redaktionssitzung, wir nehmen mal wieder eine alte Tradition aus Mimis Tagen wieder auf und machen für euch und uns einen entsprechenden Montagseintrag als Lichtblick zum Einstieg in die neue, zweite Novemberwoche. 

 

Und da ist schon der erste 😊, das gesamte Redaktionsteam hat sich mal zu einem Selfie versammelt, Luzia, die ja den Beinamen „die leuchtende“ trägt, mußten wir etwas „dazu mogeln“, weil die Frau Chefredakteurin nicht so lange Arme hat, um anders alle aufs Bild zu bannen. Und Luzia hat sich auch gleich das erste Thema dieses Eintrags unter die Tatzen gerissen, leuchten, leuchtende Tage, denn es gab wieder wunderschöne Himmelserscheinungen und Sonnenuntergänge in der Grafschaft. 

Ja, ihr lieben Leser, da hat mich die Frau Chefredakteurin ja schon gut angekündigt, dann zeig ich euch jetzt mal, was ich in den vergangenen Tagen an Lichtblicken für euch gesammelt habe:

Die Bilder vom „Blue Moon“ an Halloween zum Beispiel, nochmal ein lieber Gruß an unsere Kollegin Mimi in heaven:

Anklicken, groß gucken, beim nicht so großen Zoom der Kamera von Frau Chefredakteurin kann man sie so am besten sehen. 

Bilder mit rosa Wölkchen

sie wurden so hübsch von der untergehenden Sonne „angemalt“! 

Hinten raus, über der Burg Lirich, war es dunkel. 

Und wieder ein so schöner Sonnenuntergang, oft gezeigt, immer wieder schön!

Das Lieblingsbild von der Frau Chefredakteurin. 

Unser Birkenpferd mit rosa Wölkchen, die hat bestimmt Mimi dahin plaziert. 

Das ist mein Lieblingsbild, leuchten wie in Schichten, das fand ich so schön. 

Es hat richtig lange gedauert, bis das Leuchten erlosch, die Frau Chefredakteurin war ganz glücklich beim fotografieren. 

Unser kleiner leuchtender Halloweenkürbis auf Balkonien leuchtete auch schon mit, haben wir natürlich auch verewigt. 

Und noch was ganz schönes haben wir beim abendlichen fotografieren entdeckt:

Der rote Adventsstern leuchtet bereits wieder im Fenster der Häuser gegenüber, hier erst einmal nur zu ahnen, unten Mitte, untere Fenster

Da isser! Wir haben uns alle sehr gefreut, daß er in diesem Jahr schon so frühzeitig leuchtet, das tut richtig gut. 

Kleiner roter Punkt im dunklen, mit dem langsam verblassenden Sonnenuntergang. 

Das, ihr lieben Leser, war nun mein Beitrag für eine leuchtende Woche, paßt alle gut auf euch auf, und ich geb die Feder jetzt weiter an meinen Kollegen Ruddi. 

Da bin ich, euer Ruddi, euer Ruhrpottbengel und Volontär unserer Zeitung, und ich mach jetzt fast nahtlos da weiter, wo Luzia aufgehört hat, denn auch bei meinem Thema geht es ums leuchten! Schließlich ist in dieser Woche, genau zum Wochenteilungstag, St. Martin! 

Und es ist so schade, aber in diesen Corona-Zeiten werden keine Martinsumzüge stattfinden, mir tun die Kinder so leid, welch ein Spaß ist es doch in jedem Jahr wieder, mit den schönen gekauften oder selbst gebastelten Laternchen hinter dem St. Martin auf seinem stolzen Roß herzulaufen und all die schönen Martinslieder zu singen begleitet von der schmetternden Kapelle  

In unserer Stadt und somit eben auch für unsere Grafschaft hier hat die Wochenzeitung, die fast unseren Namen trägt, letzte Woche einen Artikel verfaßt und angeregt, daß doch vielleicht alle Haushalte zum St. Martin eine beleuchtete Laterne ins Fenster hängen sollten, dann könnte man vielleicht beim Spaziergang, natürlich nur im kleinen Kreis, ein bissel St.-Martins-Zug-Gefühl haben bei all den leuchtenden Laternen. Das fanden wir eine ganz prima Idee und wir werden am Mittwoch leuchten, wir haben ja genug Laternen, ich kram sie für euch nochmal aus dem Archiv:

Frau Chefredakteurin hat für die Gans schon einen feinen Platz zum leuchten am Mittwoch gefunden

am Wohnzimmerfenster

das sieht dann sicher fein aus! Und wir sind schon ganz gespannt, wer da alle mitmachen wird, vielleicht legt sich Frau Chefredakteurin ja mal mit der Knipse auf die Lauer. Das wäre doch alles so schön für die Kleinen, ein bissel Entschädigung für das ausfallende Fest. Ja, und wo ich das hier nun so schreibe, seh ich gerade die aufleuchtenden Augen von meinem Redaktionskollegen Otto, dann büddeschön, Otto, hier ist die Feder, dann mach du jetzt weiter! 

Halli, hallo, ihr lieben Leser, jooo, Ruddi, ich hab da natürlich eine Idee, womit ich jetzt weiter machen werde, schließlich bin ich als euer Handelsreisender doch als einziger komplett coroanamäßig ausgerüstet und wenn hier schon zu St. Martin geleuchtet werden soll, dann braucht es doch noch was zum Martinsfest, wozu doch ich mal wieder mein Scherflein beitragen kann, ich werde dann an besagtem Tag zum Bäcker düsen und für Brezel und Stutenkerle sorgen, denn die gehören doch notwendig dazu, oder etwa nicht??? Hach, ich wußte es, begeisterte Zustimmung auf den billigen Plätzen 😂! 

Lecker Kakao, Kaffee oder Tee dazu, da werden wir alle Spaß haben. Und natürlich geben wir euch allen gerne was ab, denn St. Martin ist schließlich das Fest des teilens! Und teilen, das möchte jetzt auch mein Redaktionskollege Hamish mit euch, nämlich seine Bilder zum heutigen Thema, ich reich dann mal die Feder an Hamish weiter. 

Latha math, ihr lieben Leser alle hier vom Grafschafter Wochenanzeiger, ich bin’s, euer Hamish. Als Außenreporter hab ich derzeit oft Heimweh, ist ja nix mit reisen, aber wie ihr ja alle wißt, ich bin so gerne hier neu zuhause und hab natürlich sowohl zum Thema als auch zum Heimweh stillen was schönes für euch und mich, denn die Frau Chefredakteurin hat kürzlich am Halloween-Abend in unseren Redaktionsräumen unseren Kamin angezündet, und das hab ich natürlich gleich für mich reserviert:

Erstmal die Kerzen, und der feine Kürbiskopp

Kerzchen im Wohnzimmerfenster und an Mimis Kratzbaum, 

sieht das nicht schön gemütlich aus? 

Herbstblätter, die auch leuchten, und draußen im Flur brannte ein feines, elektrisches Teelicht, 

das ist, wenn es aus ist, richtig orangefarben, so hübsch. 

große Laterne vor dem Kamin und die schöne rote Kerze

die mag ich so gerne. 

Guckt mal, wer am Kürbiskopp liegt

der Fledermausstein von Brigitte/Plauen, sieht doch klasse aus, was?

Und nun….tadaaaaa….

Der Kamin ist an!

Das war nun mein Beitrag zum leuchten, den nächsten Lichtblick macht euch jetzt mein Redaktionskollege Bruno, denn er hat….ach, nee, das soll er mal selber schreiben, büddeschön, Bruno, hier ist die Feder für dich!

Ja, da bin icke, ihr Lieben, euer Bruno, und ihr werdet kaum glauben, was ich mir unter meine Tatzen gerissen habe, ick steh nämlich jetzt Modell für die neuesten Kreationen in Richtung Wintermode für dieses Jahr von der Frau Chefredakteurin, Vorhang auf!

Naaaa, da staunt ihr, wat, Schal und Mütze, selbstgestrickt von unserer Frau Chefredakteurin, den Schal gab es schon, die Mütze ist neu.

Da kommt man doch hervorragend durch den arktischsten Winter mit, oder was meint ihr? Außerdem finde ich, daß mir die Farbe ausnehmend gut steht, aber ich hab ja für den Winter ein dickes Eisbärenfell, da überlass ich die warmen Dinger doch lieber der Frau Chefredakteurin. 

Das ist eine Jacke, die noch dazu gehört und auch schon länger fertig war, Frau Chefredakteurin hat Restgarn verwertet. Genau wie bei dieser neuen Mütze

das ist doch ein Prachtstück, mmmhhh? Kommt übrigens oben noch ein Bommel drauf, soweit war die Frau Chefredakteurin noch nicht. 

Ich finde, Mützen stehen mir gut, was meint ihr? Meine Kollegen/innen haben irgendwie blöd gegrinst, versteh ich nicht! Ick find mir schick!

Superschick!!!

Fürs Modell stehen durfte ich sogar mal in die geliebte Hängematte von Mimi, ich glaub, sie hat sich gefreut, daß die mal wieder belegt war. Das ist aber auch ein gemütliches Teil! 

Als ich da so drin saß, kam der Frau Chefredakteurin eine Idee, wenn schon ich den Part mit Modell stehen mache, dann die anderen alle flugs dazu, große Fotosession bei der Redaktionssitzung, 😂😎!

Einmal mit mir ganz zuoberst, da fehlt aber Luzia, jetzt aber mit alle Mann/Frau

na, und da hängen wir doch jetzt auch nochmal das Selfie in voller Pracht mit dran:

So, gesamte Redaktion zum Fototermin angetreten! 😊

Ich bin aber noch nicht ganz am Ende meiner Lichtblicke für euch, denn ich hab die Frau Chefredakteurin im Schlafzimmer noch auf was aufmerksam gemacht, auf was wir uns jetzt alle wieder freuen, guckt:

Die Weihnachtskakteen

setzen die ersten Blüten an!

Schön, nicht wahr? Solche Blüten jedes Jahr wieder sagt die Frau Chefredakteurin sind Hoffnungszeichen! 

Damit sind wir am Ende unserer redaktionellen Beiträge angekommen, aber wie könnte es anders sein, wo wir hier doch eine alte Tradition aus Mimis Zeiten haben wieder aufleben lassen, nämlich den fröhlichen Montagsbeginn, da muß doch auch noch was von Mimi in heaven folgen, und das kommt nun auch, denn

Mimi hätte da noch ein schönes, passendes Lied zu unserem heutigen Eintrag, ihr Lieblingslied von Reinhard Mey, das ihr die Frau Chefredakteurin so oft vorgesungen hat, es war ja ihr Lied:

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/alles-ist-gut

Und dazu passend hat jetzt die Frau Chefredakteurin nochmal ein schönes Gedicht. 

Segen sei mit dir,
der Segen strahlenden Lichtes,
Licht um dich her
und innen in deinem Herzen,
Sonnenschein leuchte dir
und erwärme dein Herz,
bis es zu blühen beginnt
wie ein großes Torffeuer,
und der Fremde tritt näher,
um sich daran zu wärmen.

Aus deinen Augen strahle
gesegnetes Licht,
wie zwei Kerzen
in den Fenstern eines Hauses,
die den Wanderer locken,
Schutz zu suchen dort drinnen
vor der stürmischen Nacht.

Wen du auch triffst,
wenn du über die Straße gehst,
ein freundlicher Blick von dir
möge ihn treffen.

(Altirischer Segenswunsch)

Wir bräuchten für diesen Montag noch ein paar abkömmliche Daumen zum drücken, denn meine Schwiegertochter hat heute ihren neuen Termin im Krankenhaus, bei dem sich das weitere Vorgehen bezüglich ihres Bandscheibenvorfalls entscheiden wird! Danke! ❤❤❤

Und noch ein letzter Lichtblick aus den vergangenen Tagen, der soll jetzt hier zum traditionellen fröhlichen Abschluß führen: Das unsägliche Trumpeltier aus Amerika ist Geschichte! 

Congratulations, Mr. President-elect Joe Biden, good luck! 

Dazu hätten wir jetzt noch was richtig lustiges zum Ende unseres Eintrags, ein Video zum Thema das Trumpeltier räumt nicht freiwillig das Feld:

https://funpot.net/?136799

Wir haben uns gebrezelt beim angucken! 😂🤣😂

Damit wünschen wir euch allen nun eine frohe, leuchtende neue Woche mit hoffentlich vielen Lichtblicken, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger 

mit Mimi in heaven, Bruno und Luzia. 

Habts fein!  

Mondsüchtig!

  

Der Mond

Guten Abend, du Rundgesicht,
Hüter der weidenden Sterne,
nächtlicher Langfinger Arbeitslicht,
heimlicher Liebe Laterne!

Hast mir so oft zum Stelldichein
still und verschwiegen geleuchtet,
sahest mit himmlischer Milde drein,
wenn ich dir reuig gebeichtet.

Habe an dir in Gram und Leid
stets einen Tröster gefunden,
oft auch bist du zur rechten Zeit
hinter den Wolken verschwunden.

Gälte ich etwas bei dem, der thront
über den rollenden Welten,
wollt‘ ich dir gerne, du treuer Mond,
all‘ deine Dienste vergelten.

Über den Mond ein Lächeln ging,
leise hat’s mir geklungen:
Willst du mir danken, o Dichterling,
lasse mich unbesungen.

(Rudolf Baumbach)

Es ist mal wieder soweit: Totale Mondfinsternis und ein Blutmond werden wieder zu sehen sein, in der Nacht auf den heutigen Montag, 21. Januar 2019.

Gegen 4.43 Uhr beginnt der Mond sich zu verdunkeln. Ab 5.41 Uhr beginnt dann die totale Mondfinsternis. Der Mond färbt sich blutrot. Über eine Stunde dauert es (bis 6.44 Uhr), bis der Mond wieder aus dem Erdschatten austritt. Die Vollmondposition wird um 6.16 Uhr erreicht. Kurz vor Sonnenaufgang gegen 7.51 Uhr ist das Spektakel vorbei. Dann ist der sichtbare Teil des kosmischen Schattenspiels zu Ende. Der Vollmond geht im Nordwesten unter.

Das Wetter zum gucken ist gut, der Himmel ist klar, ich bin gespannt auf das Schauspiel. Wenn ihr hier heute lest, ist alles schon wieder Geschichte.

Aber ich hab schon mal eine kleines Vorschmäckle für euch, denn gestern abend, am Sonntag, 20. Januar, präsentierte sich der Mond hier in meiner Grafschaft am Küchenfenster so:

Er ging über den Baumspitzen auf!

Meine Grafschaft mit Mond:

Die Nacht wird kalt und klar, guckt, Raureif auf den Dächern:

Es wurde dunkler!

Wie gesagt, ich bin gespannt auf das Himmelsspektakel, und falls Fotos klappen, werde ich natürlich hier berichten.

Mimi liebt den Mond, sie guckt gerne, wenn er voll am Himmel steht, und er scheint ja auch schön in ihre Hängematte, weil unser Wohnzimmerfenster seine Himmelsbahn präsentiert. Deshalb freut sich meine kleine Schwarze schon richtig mit und hat sich natürlich passend zum großartigen Ereignis entsprechend gekleidet:

Wir beide wünschen euch allen einen guten Start in die neue Woche und einen schönen Montag!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.

Schönen Wochenteilungstag – WTT

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ein Bild vom letzten Vollmond

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gestern war er dann „halb zu sehen“

„Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.“
(3. Strophe aus „Abendlied“, von Matthias Claudius)

Mimi kann den Mond so fein von ihrem neuen Kratzbaum aus sehen:yes:

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Die Glockenblümchen leuchten auch des nachts

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und damit wünschen wir guts Nächtle!:yawn::zz:

Und einen feinen WTT, einen schönen neuen Tag, hoffentlich wenigstens mit bissel blau zwischen den WolkenB)

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Mimi hofft natürlich inständigst auf einen Sommertag wie letzte Woche welche waren, wo sie hingebungsvoll sonnenbaden konnte:))

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und die Abendsonne im geliebten Brotkasten genießen!;D

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Auch die Erdbeere braucht Sonne für ihre Blüten (es sind schon 3 Stück mittlerweile!:D)

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und die Tomatenstaude auch, auch sie hat schon Blüten!

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Dann kann sich auch das Windmühlchen wieder lustig drehen!

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Wir wünschen allen einen ganz feinen Mittwoch!

:wave:

Guter Mond du gehst so stille

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Mondlicht

Wie liegt im Mondenlichte
begraben nun die Welt;
wie selig ist der Friede,
der sie umfangen hält!

Die Winde müssen schweigen,
so sanft ist dieser Schein;
sie säuseln nur und weben
und schlafen endlich ein.

Und was in Tagesgluten
zur Blüte nicht erwacht,
es öffnet seine Kelche
und duftet in die Nacht.

Wie bin ich solchen Friedens
seit lange nicht gewohnt!
Sei du in meinem Leben
der liebevolle Mond!

(Theodor Storm)

28 Der Vollmond 5 La Luna

Vollmond
ist der Zeitpunkt, zu dem Sonne und Mond in Opposition zueinander stehen, also von der Erde aus gesehen in entgegengesetzten Richtungen. Der Mond befindet sich dabei meist geringfügig über oder unter der Ebene der Erdumlaufbahn (Ekliptik). Liegt er zu diesem Zeitpunkt genau in Höhe der Ekliptik, findet eine Mondfinsternis statt.
Der Gegensatz zum Vollmond ist Neumond, wenn der Mond zwischen Sonne und Erde steht. In diesem Fall kann es zu einer Sonnenfinsternis kommen.

Die Helligkeit des Vollmondes schwankt aufgrund der elliptischen Umlaufbahnen von Erde und Mond. Ist die Erde der Sonne besonders nahe (Perihel) und zugleich der Mond an seinem erdnächsten Punkt (Perigäum), so ist der Vollmond ca. 22 % heller als im umgekehrten Fall, wenn beide Entfernungen maximal sind. Solche Konstellationen kommen nur etwa alle neun Jahre vor.

(Quelle: Wikipedia)

Das ist die wissenschaftliche Seite!
Aber den Zauber einer Mondnacht erklärt sie nicht! Das ist Magie und Mystik, jahrhundertalte Überlieferung!
Dem Zauber „der Sonne der Verliebten“ kann sich keiner entziehen!
Der Mond wirkt auf geheimnisvolle Weise in unserem Leben, er beeinflußt Ebbe und Flut, das Wachstum der Pflanzen, den Fortpflanzungszyklus und unsere Seele!
Um ihn ranken sich unzählige Mythen, von Mondsüchtigen, von häufigen Geburten während der Vollmondzeit, von Werwölfen, Hexentänzen in der Vollmondnacht, Hunden und Wölfen, die den Mond anheulen!

Bewiesen ist das alles nicht,:no: aber „Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als eure Schulweisheit sich träumen läßt!“ (W. Shakespeare, aus „Hamlet“)

Und so lassen wir den Zauber einfach wirken, ohne Erklärung, ohne Wissenschaft, ohne Worte!:yes:

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Die Katze und der Mond

Die Katze streifte weit umher,
Und der Mond drehte sich wie ein Kreisel,
und die beste Vertraute des Mondes,
die schleichende Katze, blickte empor.
Die schwarze Minnaloushe starrte an den Mond,
denn wo sie auch ging und klagte –
das reine, klare Himmelslicht
trübte ihr tierisches Blut.

Minnaloushe läuft durch das Gras
und hebt die zierliche Pfote.
Willst du tanzen, Minnaloushe?
Wenn zwei Vertraute sich begegnen,
was ist dann besser als ein Tanz?

Vielleicht erlernt der Mond,
des alten Kreislaufs müde,
einen neuen Reigenschritt.
Minnaloushe kriecht durch das Gras
im Mondlicht hin und her;
der heil`ge Mond dort über ihr
tritt in eine neue Phase ein.

Weiß Minnaloushe, daß ihre Pupillen
sich gleichfalls ständig wandeln?
Daß sie vom Halb- zum Vollmond werden
und wieder vom vollen Mond zum halben?

Minnaloushe schleicht durch das Gras,
alleine, würdevoll und weise,
und erhebt zum wandelbaren Mond
ihre wandelbaren Augen.

(William Butler Yeats)

Auch Mimi erliegt dem Zauber einer Vollmondnacht und schwärmt im Mondschein!

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Wir überlassen euch jetzt dem Zauber einer Vollmondnacht und runden das ganze mit einem feinen, kleinen Liedchen ab!
Schlaft gut, träumt schön!

:wave: