Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 11

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Die Weihnachtsbäume

Nun kommen die Weihnachtsbäume
aus dem Wald in die Stadt herein.
Träumen sie ihre Waldesträume
weiter beim Laternenschein?

 

Könnten sie sprechen! Die holden Geschichten
von der Waldfrau, die Märchen webt,
was wir uns alles erst erdichten,
sie haben das alles wirklich erlebt.

Da stehn sie nun an den Straßen und schauen
wunderlich und fremd darein,
als ob sie der Zukunft nicht recht trauen,
es muß doch was im Werke sein.

Freilich, wenn sie dann in den Stuben
im Schmuck der hellen Kerzen stehn,
und den kleinen Mädchen und Buben
in die glänzenden Augen sehn,

dann ist ihnen auf einmal, als hätte
ihnen das alles schon mal geträumt,
als sie noch im Wurzelbette
den stillen Waldweg eingesäumt.

Dann stehen sie da, so still und selig,
als wäre ihr heimlichstes Wünschen erfüllt,
als hätte sich ihnen doch allmählich
ihres Lebens Sinn enthüllt;

 

als wären sie für Konfekt und Lichter
vorherbestimmt, und es müsste so sein,
und ihre spitzen Nadelgesichter
sehen ganz verklärt darein.

(Gustav Falke)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da haben wir nun in diesem Türchen 11 mal wieder eines der schönsten Zutaten vom Weihnachtsfest beim Wickel: Den Tannenbaum! Wie uns nun diese Idee gekommen bist, erzählen wir mal von Anfang an, nämlich mit dem öffnen vom Türchen 11 vom Adventskalender:

Und wieder steigt die Spannung:

Na, was ist da denn nun wohl drin?

Hach, fein, noch so ein schönes Weihnachtsmanngesicht, schnell aus dem Türchen klauben!

Ist der nicht wieder hübsch? Und er glitzert so schön, wenn Licht drauf fällt! Wie der wohl aussehen mag, wenn er mal an den Weihnachtszweigen hängt? Das war das Stichwort, wie ihr wahrscheinlich schon unschwer am fotografischen Umfeld des Weihnachtsmannkopfes bemerkt habt. 

Denn sie standen doch noch draußen auf Balkonien, die schönen und so fein nach Tanne duftenden Zweige, die uns wieder den Weihnachtsbaum ersetzen sollen, da schreiten wir doch einfach mal zur Tat und holen sie endlich rein, damit auch in unseren Redaktionsräumen der Weihnachtsduft einzieht. 

Ahnungs- und geheimnisvoll gegen das Licht im dunklen fotografiert, was haben wir denn da gezaubert?

Das! Die Zweige sind drin, in einer schönen, mal von meiner verstorbenen Nachbarin geschenkt bekommenen Vase, zur Standfestigkeit und besserem Arragement kam ein großes Glas hinein, das wir mit dem hübschen roten Dekostoff mit Sternchen dran umwickelt haben, damit es schöner aussieht. Und dann haben wir voller Vergnügen die bis jetzt aus dem Adventskalender geklaubten Figürchen angehängt! Sieht das nicht lieb und wunderschön aus? 

Links davon ist unser Redaktionsbüro, wo die Frau Chefredakteurin nächtens an den Türchen werkelt, die Deko macht auch Fortschritte, unser Nußknacker in Form eines Köbes steht wieder vor dem Kamin, ein so feines Geschenk vor Jahren schon von Britta-Gudrun. 

Da seht ihr mal die Vase in ganzer Pracht und das hübsche Dekotuch mit den Sternen. Die große Glasvase im Ständer haben wir mit Schneekristallen verziert, da brauchen wir nun noch neue Batterien, dann können die leuchten! Das wird schön stimmungsvoll aussehen! 

Süß, die Figürchen daran, nicht wahr, die Freude war wirklich groß bei allen Redaktionsmitgliedern. 

Richtig schön heimelig sieht es wieder aus im Büro und dem redaktionellen Wohnzimmer. 

Die Schneekristall-Lichterkette haben wir bis runter an den Ständer „gefriemelt“! 

Und wo wir nun schon bei Tanne, Zweigen und Weihnachtsbaum sind, selbstverständlich gibt es nun auch endlich in unserer Redaktion einen Adventskranz, dieses Jahr haben wir uns was ganz neues einfallen lassen, guckt mal: 

Wir haben den kleinen Tisch am Fenster benutzt, den, auf dem immer Mimis Trinkkrug stand, ihr zu Ehren steht in diesem Jahr dort der Adventskranz, wir glauben, das freut sie sehr. Was die Gläser zu bedeuten haben, wollt ihr wissen? 

Wir haben in diesem Jahr auf dem Kranz auf Kerzen verzichtet, dafür hatten wir wieder den schönen alten roten Ständer zum aufhängen des Kranzes rausgekramt, da sieht er immer so schön aus mit seinem dunklen grün, deshalb stehen nun die Gläser, bzw. Teelichthalter, um den Kranz, vier an der Zahl, für jeden Adventssonntag eines. 

Die Deko vom Kranz, hübsch, aber sparsam, damit das Grün zur Geltung kommt. 

Und er riecht so schön!!! Am Fenster, das paßt nun auch so fein zu diesem Türchen, ist er wieder vertreten:

Unser Leuchtebäumchen, auch das wird Mimi freuen, er leuchtet direkt vor ihrem Birkenpferd hinauf in den Himmel zu Wolke und Stern! 

Befriedigt hat die Frau Chefredakteurin unter dem beifälligen Gemurmel ihrer bärigen Redaktionsmitglieder ihr Werk bewundert, da meinte dann meine Crew, es wäre doch in diesen Tagen und Zeiten immer auch was zum lachen gefragt, und wenn ich doch nun schon das schöne Gedicht zum Eingang aus einem früheren Eintrag entlehnt hätte, wie wäre es denn dann auch noch mit einer Episode aus eben diesem früheren Türchen im damaligen Blögchen? Ach, das ist eine gute Idee von euch, das machen wir, und so folgt jetzt hier die Episode aus dem Türchen 18 vom 18. Dezember 2015, unter dem Titel: Pleiten, Pech und Pannen:

„Dieses Weihnachten war das Weihnachten 1987, Björn ein Schulkind im ersten Jahr, und wir hatten uns mit Freunden und deren beiden Söhnen, einer in Björns Alter und sein Freund, der kleine Bruder seines Freundes 2 Jahre jünger, entschlossen, mal über die Feiertage, also Weihnachten und Silvester, nach Bayern in ein Ferienhäuschen zu fahren, wir wollten endlich mal Weihnachten im Schnee! Dies vorab: Es war wundervoll, aber von Schnee weit und breit keine Spur, die ganzen Tage nicht, erst als wir wieder nach Hause fuhren, wirbelten die Flocken vom Himmel, aber das war nur ein kleiner Teil des Dramas, hihihi!

Die Schwiegereltern meiner Freundin waren ebenfalls mitgefahren, sie hatten sich aber im Ort eine Pension gesucht. In unseren Ferienhäusern stand zur Anreise schon jeweils der schönste, fertig geschlagene Christbaum vor der Tür, bereit zum schmücken, wir hatten alles von daheim mitgebracht, das war so schön! Bei den Schwiegereltern wurde der Baum ebenfalls von der entsprechenden Pension gestellt, und als unsere beiden Prachtbäume fertig geschmückt und mit (funktionierenden!) Lichterketten versehen waren, haben wir uns auf den Weg gemacht, um nun den Baum der Großeltern zu bewundern. Unsere Freunde waren schon ein bissel vorausgegangen, und als wir drei dort ankamen, kam uns meine Freundin entgegen mit einem Gesicht, in dem sie nur mühsamst das Lachen unterdrücken konnte, es standen ihr buchstäblich die Tränen in den Augen, sie gestikulierte wild und nahm uns erst mal an die Seite und beschwor uns, beim Eintreten sofort, laut und überschwenglich den herrlichen Christbaum zu bewundern, wenn wir ihn sehen würden, würden wir schon wissen, warum! Neugierig betraten wir das Pensionszimmer, und was sich unseren Augen da bot, wird mir auf immer unvergeßlich bleiben und bringt mich hier beim schreiben bereits wieder zu einem Lachanfall! Ein Weihnachtsbaum! Aber was für einer! Groß, ja, doch, so ca. 1,80 m, breit? Ja, doch, auch! Grün? Tja, also, das wäre jetzt ein bissel übertrieben, ja, doch, es waren grüne Nadeln dran, doch, so ca. 150 Stück auf die Quadratmeterfläche eines 1,80 m hohen und ca. unten wenigstens 80 oder mehr Zentimeter breiten Baumes, kurz und gut: Das war ein besserer Stecken! Ich mußte auf dem Absatz kehrt machen, ich konnte das Lachen einfach nicht unterdrücken, die Kinder haben das „Ding“ einfach nur angestaunt, die waren sprachlos, Gott sei Dank! Denn die Großeltern waren begreiflicherweise not amused, hatten das „Ding“ aber doch nach allen Regeln der Kunst geschmückt. Auch hier mit einer funktionierenden Lichterkette! Die riß das ganze ehrlich raus, ich lach mich weg, mir laufen die Tränen! Aber das war beileibe nicht das Ende vom Drama um den spiddeligen Weihnachtsbaum!

Wir saßen dann, nachdem wir alle mehr oder weniger mühsam unsere Fassung wiedererlangt hatten, gemütlich bei den Großeltern und tranken Kaffee, die Kinder spielten, und plötzlich stieß mich meine Freundin heftig an und machte eine Kopfbewegung zum „Baum“, und ich sah dann erst nur so aus den Augenwinkeln, wie er sich gaaaaaanz langsam zur Seite neigte! Er tat das erst so richtig mit Bedacht und wie eine gut vorbereitete Inszenierung, um dann auf einmal mit einem Ruck und scheppern und knall auf den Boden zu krachen!

Erst großer Schrecken, der Großvater fluchte, war wirklich nicht schön für die Ohren der noch anwesenden Kinder, lol, und dann war es um unserer aller Fassung geschehen, wir haben gewiehert vor Lachen und Tränen geweint, es war einfach überwältigend! Dieses Erlebnis kommt noch heute oft zur Sprache, gerade in diesen Tagen, und der Lacherfolg ist immer noch der gleiche, es war einfach ein sooooo köstliches Bild, wie dieser „Baum“ so für sich selber beschlossen hat, jetzt reicht es mir, ich fall jetzt um!

Er ist dann entschmückt und entsorgt worden, ich glaube, daß war für alle, auch den Baum, das beste!“

Wann immer ich an diese Geschichte denke oder sie, wie jetzt, mal wieder lese, rollen bei mir die Tränen vor lachen, da muß man live dabei gewesen sein, eigentlich ist das unbeschreiblich. Bei der Freundin handelt es sich im übrigen um die, die mir hier gegenüber wohnt, mit Kater Devil, den ich dazumalen in ihrer Urlaubszeit betreut habe und der zu Mimis Freundesliste gehört. 

Ich hoffe, ihr habt alle auch noch einmal Spaß an dieser legendären Geschichte gehabt, auch wenn es sich dabei, wie im Fernsehen halt, um eine Wiederholung handelt! 😉😂 Aber Lachen ist doch in diesen Zeiten so gesund! 

So, ihr Lieben, nun müssen wir natürlich noch das zweite Türchen hier öffnen, das vom Gewürzadventskalender, na, dann: 

Wir machen auch das wieder spannend! 

Ein ganz fein passendes Gewürz, Ingwer, und sehr gesund, da haben wir jetzt ganz doll was für unser aller Immunsystem getan: Wir haben (hoffentlich!) herzlich gelacht und mit Ingwer könnten wir uns jetzt einen schönen Tee machen, das paßt doch wunderbar! 

Zum Abschluß von unserem Türchen 11 haben wir jetzt noch ein paar schöne Bilder vom Thema Tannenbaum

und damit wünschen wir euch allen einen feinen Freitag, das Wochenende ist in Sicht und damit schon der dritte Advent, die Zeit rennt! Macht euch alle keinen Streß, gerade in diesem Jahr ist Ruhe und Gelassenheit so wichtig, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!  

Türchen 21

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Die Weihnachtsfee

Und Frieden auf Erden den Menschen,
die eines guten Willens sind.

Suchende Sterne ins eilende Haar,
frierende Sterne, schmelzend zergangen
über den wunderfeiernden Wangen,
und die Augen von Liebe so klar.

Wie Glocken klar, wie Reif so rein
und so duft und so jung und blühend vor Güte
Tau der Frühe himmlische Blüte
wie Rosen und wie Fliederschnein.

Da steigen die Hände, ein bettelndes Meer,
Augen dunkeln nach Geschenken,
Mir! Mir! Mir! Mich musst du bedenken!
so steigen die bettelnden Teller her.

Dunkel wird’s, ein Wundern steht
strenge in der Feenseele,
wie wenn rohe Nacht das Leuchten quäle,
und Ernst in die Güte der Augen geht.

Und es spricht wie klares Licht
aus dem milden Angesicht:
Geben euch? Was soll ich euch geben,
alle Wunder habt ihr ja hier,
eine Erde die könnt hegen ihr,
in euch selber will der Himmel leben.

Kinder, ihr wünscht,
so könnt ihr ja geben
und selig sein und selig machen,
und innig sein wie Kinderlachen
und wie wir von Wundern leben.

Tuet frohe Liebesgaben
einer in des anderen Hand,
tuet ab das Geizgewand
und ihr pflücket alles Haben.

(Peter Hille)

Alle Jahre wieder: Süßer die Kassenglocken nie klingen!!! „The same procedure as every year!“ Und wir rennen und hasten durch die Geschäfte auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken, das Beste ist gerade gut genug. Vor allem bei den lieben Kinderlein, da soll doch möglichst kein Wunsch unerfüllt bleiben! Steht noch was auf der Liste? Nein, abgehakt, gut, nichts schlimmeres als enttäuschte Kinder unter dem Weihnachtsbaum, deren Wünsche bei dieser prompten Wunscherfüllung natürlicherweise ins unermeßliche steigen. Nun noch die Einkäufe für das Festmahl, auch hier nur das Beste für die Gäste, koste es, was es wolle. Der Tannenbaum, ach, ja, der Tannenbaum muß ja auch noch besorgt werden, welche Deko ist denn in diesem Jahr angesagt? Natürlich liegt man im Trend, wäre ja noch schöner, wenn am Baum der alte Kram vom vorigen Jahr hängen würde. Die Festtagsgarderobe wird ebenfalls noch nach der neuesten Mode für alle Beteiligten aufgehübscht, ach, was das doch alles wieder für ein Streß ist, Besinnlichkeit??? Wie, Besinnlichkeit, du lieber Himmel, nächste Woche ist die Feier im Kindergarten, dann in der Schule, der Mann hat Betriebsfeier zu Weihnachten, die kirchlichen Termine wollen auch noch abgehakt werden, da hat man für Besinnlichkeit doch gar keine Zeit mehr. Schließlich muß man irgendwo auch noch die Zeit für die Adventsdeko in und am Haus einplanen, Besinnlichkeit kommt später, unterm Baum!

So, endlich, das Fest ist da, strahlende Kinder unter einem ebenso strahlenden Weihnachtsbaum, die Geschenke stapelten sich, das Einwickelpapier auch, das Weihnachtsmenü war vorzüglich, das Programm ist abgespult!

Und jetzt???

Tja, wieso stellt es sich eigentlich nicht ein, trotz sorgfältigster Vorbereitung, minutiöser Planung, stressiger Bemühungen und Listenführung, das wunderbar heimelige Gefühl der eigenen frühen Kindertage, der vielbeschworene Geist der Weihnacht, das wunderbare Gefühl, wie beim Gedicht von Joachim Ringelnatz, „Vorfreude auf Weihnachten“: „Uns alle Kinder fühlen eines Baumes. Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.“?

Weil er das nicht ist, der Geist der Weihnacht, weil er mit Überfluß von Geschenken, mit stressigem Hetzen von Weihnachtsterminen zu Weihnachtsterminen, mit Glanz und Glimmer und schönem Schein nichts zu tun hat!!!

Wir feiern Weihnachten nicht, wir konsumieren es! Und propagieren auch an diesen hohen Festtagen die gleiche Wegwerfmentalität wie sonst im Jahr. Die so begehrten und erfüllten Wünsche: Eine Woche nach Weihnachten stapeln sich die Spielzeuge in den Kinderzimmern in den Regalen, uninteressant! Bei den Erwachsenen sieht es da nicht anders aus. Der Tannenbaum? Die ersten abgeschmückten und weggeworfenen liegen bereits einen Tag nach dem Weihnachtsfest abholbereit für die Müllabfuhr an der Straße. Die Adventsdeko, die geschmückten Fenster und Häuser? Halten heutzutage nicht einmal mehr bis zum Dreikönigsfest am 6. Januar durch, weg damit!

Ich habe in diesem Jahr auch mal wieder so sehnsüchtig wie vergeblich auf schöne Weihnachtsfilme im Fernsehen gewartet, für einen gemütlichen Abend bei Kerzenschein, sie wurden, wenn sie denn dann überhaupt kamen, ins ganz späte Programm in der Nacht verschoben, wo eine Familie sicherlich nicht mehr zusammen Fernsehen gucken kann. Wenn man mal zusammenfassen würde, was für ein hanebüchener Unsinn auch zur Weihnachtszeit (und sonst ja auch das ganze Jahr!) über gesendet wird, es sträuben sich einem die Nackenhaare! Könnte man nicht einmal im Jahr auf Gewalt- und Horrorschinken verzichten, die raue Wirklichkeit draußen hat die doch eh längst eingeholt, da täte so ein ganz klein bissel heile Welt doch einfach mal gut! Nur einmal im Jahr, Luft holen, durchatmen, und das Wirklichkeit werden lassen:

Vorfreude auf Weihnachten

Ein Kind – von einem Schiefertafel-Schwämmchen
Umhüpft – rennt froh durch mein Gemüt.

Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht,
Dann blüht er Flämmchen.
Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt
Uns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. –

Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,
Wird dann doch gütig lächeln.

Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –
Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.

Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.

(Joachim Ringelnatz)

Das ist der Geist der Weihnacht, den Ebenezer Scrooge aus Dickens Weihnachtsgeschichte sich so schwer aneignen mußte durch den Besuch der drei Geister, weil er Weihnachten für „Humbug“ hielt!

(Scrooge’s third visitor, John Leech, 1843)

Ich glaube daran, daß Weihnachten kein Humbug ist, das wenigstens einmal im Jahr wir innehalten sollten, den Blick und den Fokus auf das Kind in der Krippe richten, dem wesentlichen eines Weihnachtsfestes, der Geburt Christi, jedes Jahr und unermüdlich immer wieder neu die Geburt des Kindes in unseren eigenen Herzen, denn nur da steht die eigentliche Weihnachtskrippe.

Und fröhlich zusammen feiern, wirklich feiern, mit Zeit, ganz viel Zeit, dem Genuß des beisammenseins, denn der ist so zerbrechlich, wie wir in den letzten Tagen schon wieder erfahren mußten. Den Geist der Weihnacht, die Geburt des Kindes im Herzen, hinaustragen in die Welt, um sie ein kleines, kleines Stück besser zu machen, vielleicht zieht das Kreise, nein, bestimmt zieht das Kreise, ist halt wie der Stein, den man ins Wasser wirft! Selbst der kleinste Kiesel zieht Kreise! Der erschöpften Erde mal eine Atempause gönnen, und sie nicht noch mehr zumüllen mit dem Überfluß an Gaben, die nicht wichtig sind und eh nur wieder auf den Müllkippen landen. Wohlgemerkt, ich bin kein Verächter von Geschenken, sich gegenseitig eine Freude zu machen, gehört ganz sicher auch zum Geist der Weihnacht, zumal für Kinder! Aber vielleicht doch mal alles wieder eine Nummer kleiner, dafür umso herzlicher und wohlbedachter, und einfach mal den Mut haben, gegen den Strom zu erziehen, und andere Wertevorstellungen zugrunde legen als Markenklamotten und Prestigobjekte! Die Liebe eines Geschenkes zählt, da mag es noch so klein sein! Auch ein feines Essen im Kreise aller Lieben ist wunderbar, aber wie wäre es mit gemeinsamer Vorbereitung? Um mal so ein bissel zu erklären versuchen, was ich meine: Wir haben an einem Heiligen Abend, als Björn noch klein war, mal Spaghetti Bolognese gemacht, weil es das einzige war, was das Kind mitessen mochte! Das war so ein schöner, friedlicher Heiliger Abend, weil kein quengelndes Kind am Tisch saß!

Darum beschwöre ich hier heute in unserem 21. Türchen den Geist der Weihnacht, wie er so deutlich wird in Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“ oder eben auch in noch einem Gedicht von Joachim Ringelnatz:

Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit,
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
Schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
Und das alte Lied von Gott und Christ
Bebt durch Seelen und verkündet leise,
Dass die kleinste Welt die größte ist.

In diesem Sinne schließe ich nunmehr unser diesjähriges besinnliches Türchen und wünsche euch allen einen frohen, gemütlichen und entspannten Freitag vor dem Fest!

Natürlich schließt sich euer aller Co-Autor, meine Mimi, da an, die oft genug, wie wohl viele Tiere, den Kopf über uns Menschen schüttelt, aber ganz sachte, denn eigentlich verdienen sie ja Mitleid!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.

Türchen 23

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Es treibt der Wind im Winterwalde…..

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,


und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.

Sie lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin bereit


und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

(Rainer Maria Rilke)

Ja, nun ist es bald soweit, noch einmal schlafen, und dann ist er da, der Heilige Abend, heißersehnt, und wenn er dann da ist, ging doch alles wieder so schnell! Am Heiligen Abend wünsche ich mir immer einen Tag mit 48 Stunden, da hätte man doppelt was davon!

Keinen Streß mehr heute, kleine Vorbereitungen noch, und ansonsten einfach nur genießen! Was ich euch natürlich auch allen von Herzen wünsche!

Was macht man nun mit dem vorletzten Türchen, erfahrungsgemäß ist das immer bissel „hängend“, man freut sich auf den großen Tag, hat jeden Tag hier ein Türchen für euch geöffnet, nun hat’s einen kleinen Hänger! Mmmmhh…..mal überlegen…..?? Was meinst du, Mimi, ich hätte ja doch noch was von den Kindern? Oooh, ja, du versiertes Bloggerkätzchen, stimmt, da bin ich ja noch gar nicht zu gekommen, die Kinder haben mir wieder Bilder ihres heurigen Adventskranzes geschickt, ich war so begeistert, jetzt bin ich ehrlich gespannt, was ihr dazu sagt! Also, Vorhang auf…!

Naaaa???

Ich finde ihn superschön, richtig edel, das Material und die Farben hat Steffi ausgesucht und dann stecken lassen. Ich hab noch ein Bild von oben

Die Idee in schwarz/weiß gefällt mir sehr, ich bin ehrlich gespannt, wie er im Original aussieht, kann ich ja gucken am Montag!

Na, und wenn wir da schon mal beim zeigen sind (danke, liebe Mimi, jetzt läuft es wieder, hihihihi!) dann bleiben wir mal bei dem Thema schwarz/weiß, denn die Kinder haben auch den Baum schon fertig, und ihr dürft alle auch schon gucken:

Jaaaa, ihre Farben sind in diesem Jahr schwarz/weiß und silber, auch da bin ich so gespannt aufs Original! Und vor allem, wie er im dunklen aussieht mit Beleuchtung! Ich nehme die Knipse mit, es wird also Bilderkes geben!

Oooh, hier zuppelt mich einer an meinen Socken, hihihi, Mimi möchte da doch mal eben kurz schnell zwischen, sie meint, zu dem Thema schwarz/weiß hätte sie auch noch was, was ihr Dosenöffner nun sonst auch fast vertöffelt hätte, na, dann mal los, Mimi, die Tastatur gehört dir!

 Hi, Folks, na, da hab ich euch aber den Dosenöffner hier so richtig auf Trab gebracht, hihihi, und mir fiel natürlich sofort ein, was Frauchen sonst sicher wieder verdaddelt hätte, denn abgesehen davon, daß ich ja nun auch sooooo gut zu dem Thema schwarz/weiß passe, gibt es hier aber doch noch einen Neuzugang, der in diesem Jahr das erste Mal hier bei uns ein Weihnachtsfest erleben wird, der hervorragend zum schwarz/weißen Thema paßt, ganz frisch aus Berlin eingetrudelt, Achtung:

 Hallo….??

Hallo…..

ich bin Paul! Die Mimi, die Katze hier im Haus, mit der ich mich schon prima angefreundet habe, hat gesagt, ich soll mich hier mal vorstellen in diesem…..wie hieß das noch, Mimi? Ach, ja, Blögchen, hihihi, lustiger Name! Da bin ich also!

 Ich hab eine weite Reise hier hin gemacht, ich stamme aus dem Zoo Berlin, ja, da, wo auch die großen lebendigen Pandas leben, da hat mich Brigitte/Plauen bei ihrem letzten Zoobesuch aus der Ödnis des Zoo-Shops erlöst, und dann liebevoll verpackt von Plauen aus hier nach Oberhausen geschickt! Ich bin manchmal ein bissel schüchtern, aber mittlerweile finde ich das hier einfach toll, ich hab viele neue Freunde, und das, wo die Fotos gemacht wurden, ist mein Lieblingsplatz, da kann ich an der Stange von dem Büroregal klettern, klasse ist das! Ich geb jetzt mal wieder an Mimi weiter, wir sehen uns sicher noch öfter, einen lieben Gruß von Paul!

Na, Folks, ist das ein klasse Kerlchen? Mein Frauchen hat sich da so drüber gefreut, und ich mag ja solche Plüschgesellen auch sehr gerne, der ist eh raffiniert, weil er sich wirklich mit seinen Ärmchen an dem Regal festklammern kann, sieht lustig aus. Ja, und das wollte ich euch doch noch zeigen und Paul vorstellen, jetzt leg ich mich wieder genüßlich auf die Couch!

Und weg isse wieder, die Mimi!

Am Heiligen Abend werden wir uns das hier so richtig fein gemütlich machen, und dann starte ich am 1. Weihnachtstag zur Fahrt nach Köln, ich freu mich schon wie Bolle, das wird bestimmt wieder herrlich mit allen, das ist ja sowieso das schönste an Weihnachten!!!

(Carl Larsson)

Ich hab heute hier auch noch bissel was gemacht, und nun guckt mal, das hat nämlich Mimi gerade „verdaddelt“, hihihi, sie hat ihren hauseigenen Weihnachtsbaum an ihrer Hängematte, guckt:

 sieht man hier noch bissel schlecht, aber hier jetzt doch vielleicht besser, es war leider schon dunkel, als ich fertig war, ich mach es auch noch mal im hellen:

 Nun hatte ich gerade eine Idee, bei meinem neuen Bildbearbeitungsprogramm vom neuen PC kann man Bilder aufhellen, also, nochmal, aufgehellt:

 So sieht man das doch bissel besser, nicht wahr?! Und der Baum nochmal:

Mimi findet das richtig fein, da kann sie sich das herrlich gemütlich mit Weihnachtsbaum machen, wenn ich weg bin!

So, ihr Lieben, dann macht euch alle noch einen schönen und hoffentlich streßfreien Tag vor dem Heiligen Abend!

Wir sagen tschüß, die  Mimi und ich, habts fein! 

 

Türchen 20

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MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 6361

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Der Weihnachtsbaum

Von allen den Bäumen jung und alt,
von allen den Bäumen groß und klein,
von allen in unserm ganzen Wald,
was mag doch der allerschönste sein?
Der schönste von allen weit und breit
das ist doch allein, wer zweifelt dran?
Der Baum, der da grünet allezeit,
den heute mir bringt der Weihnachtsmann. –

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Wenn alles schon schläft in stiller Nacht,
dann holet er ihn bei Sternenschein
und schlüpfet, eh‘ einer sich’s gedacht,
gar heimlich damit ins Haus hinein.
Dann schmückt er mit Lichtern jeden Zweig,
hängt Kuchen und Nüss‘ und Äpfel dran:
So macht er uns alle freudenreich,
der liebe, der gute Weihnachtsmann.

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(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Der Adventskalender in diesem Jahr geht „in Serie“, wir hatten beim Pfefferkuchenhaus 3 Teile, nun geht auch der Tannen- bzw. Weihnachtsbaum in den 3. Teil.

Der erste Teil war die Legende vom Tannenbaum, der zweite Teil waren Pleiten, Pech und Pannen unterm Weihnachtsbaum, und nun kommt der dritte Teil:

Weihnachtsbäume im Laufe der Jahre, eine persönliche Chronik der Weihnachtsbäume, die mein Kinderleben und das meines Sohnes begleitet haben und bis hinein in die „Neuzeit“!

Wir starten im Jahre Anno domini 1955:

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Mit den Großeltern väterlicherseits am Weihnachtsbaum, das ist der legendäre Baum „ganz in silber“, von dem ich euch schon einmal erzählt hatte.

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links meine Großmutter väterlicherseits, hinter mir meine Mama und rechts meine Patentante, vor mir ein Weihnachtsteller (kennt ihr die „Pappteller“ mit den Weihnachtsmotiven noch? Ich hab noch solche!) mit lecker Plätzchen, selbst gebacken natürlich.

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noch einmal mit meiner Patentante, da ist der Silber-Baum so schön drauf zu sehen!

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Meine Großeltern mütterlicherseits mit ihrem hübschen, kleinen Weihnachtsbaum, mit ganz viel Lametta und so schönen Silberkugeln, die oben „beschneit“ aussahen, da war ich immer ganz begeistert von.

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Gleicher Baum, aber andere Verwandte, hihihi, das war meine Großtante, die Schwester meiner Oma mütterlicherseits, mit ihrem Ehemann und mir.

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Nochmal meine Großtante mit mir, guckt mal genau hin, ich hab da meine heißgeliebte und eben an diesem Weihnachten bekommene Puppe „Mia“ in der Hand! Das war eine Gummi-Puppe, ihren Namen erhielt sie von mir nach der „Ziehtochter“ meiner Großtante, meiner heutigen Tante aus England!

Zeitmaschine, wir reisen ins Jahr 1980, dem Geburtsjahr meines Sohnes:

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Björns 1. Weihnachtsbaum, da war er ganz genau 2 Monate alt, auf den Tag! Und am Baum kann man die Holzfiguren sehen, die von da an jeden Baum zierten.

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Das ist die Weihnachtsseite aus Björns Kinder-Foto-Album, die Bilder sind auch im Original so ein bissel „rotstichig“, scheint am Alter zu liegen.

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packen Geschenke aus, das war für die Kuppel vom Kinderwagen, ein Greifspielzeug.

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mal zwei Detailaufnahmen vom Christbaum, wie gesagt, der Rotstich ist auch im Original-Foto so.

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Meine Mama mit Björn, im Hintergrund der Weihnachtsbaum.

Und nun kommt was feines, Vergleichsbilder, guckt mal:

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Meine Großtante, die Schwester meiner Oma, mit mir und rechts mit Björn, sie war seine Urgroßtante und ist im gesegneten Alter von 93 Jahren gestorben, bis zuletzt topfit!

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noch einmal mit Urgroßtante, Björn hat sie genauso innig geliebt wie ich!

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Gleiches Weihnachten, Björn mit meinem Patenonkel, dem Bruder meiner Mutter, und seinem heißgeliebten Teddy „Freddy“, den er just an diesem Weihnachten von Oma und Opa geschenkt bekam.

Mal ein Bild nicht mit Weihnachtsbaum, 1981, aber guckt mal:

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kennt ihr den Nikolausstiefel?

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Weihnachten 1985, der Weihnachtsbaum bei den Großeltern von Björn väterlicherseits.

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Das ist nun kein Bild mit Weihnachtsbaum, sondern eines von unserem heutigen Balkonien, anno 1985, da konnte Björn auf dem Balkon im Schnee spielen! Bei den Frühlingsgefühlen anno 2015 kann man das gar nicht glauben, oder?

Wir besteigen wieder die Zeitmaschine, sie trägt uns nun ins Jahr 1987, das war unser Weihnachts- und Silvesterurlaub in Bayern (jaaa, genau, der mit dem so oscarreif umfallenden Weihnachtsbaum bei den Schwiegereltern meiner Freundin, hihihihi!)

Und das hier

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war unser traumschöner Weihnachtsbaum in der Ferienwohnung, der bereits am Ankunftstag frisch geschlagen vor der Türe stand.

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Foto6283 Und ein Weihnachtsbummel in Passau, mit schönem Straßenweihnachtsbaum! Um beim Thema zu bleiben!

Wie ich ja schon erzählt hatte, leider ein Weihnachtsurlaub ohne Schnee, im vergangenen Januar des gleichen Jahres waren wir schon einmal dort und guckt mal, wie es da aussah:

Foto6284 Blick aus dem Wohnzimmerfenster!

Und wo wir nun einmal bei Winterbildern sind, weiche ich nun mal kurz vom Thema Weihnachtsbaum ab, guckt mal, so sah das 1985 hier am Kanal aus

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komplett zugefroren, man hätte drüber laufen können teilweise, war aber zu gefährlich, weil Eisbrecher immer wieder Fahrrinnen geschaffen haben.

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Im gleichen Winter der Blick von Balkonien nach draußen! Ganz links im Bild steht noch die feine Pappel, die später leider abgeholzt worden ist.

Aber zurück zum Thema Weihnachtsbäume im Wandel der Zeiten, und da hätten wir dann zum Beispiel noch dieses Prachtexemplar aus dem Jahre 2012, ein sehr pflegeleichter Baum:

Foto0169 Ein seltenes Exemplar der sog. „Tapetenbäume“, hihihi!

Und dann dieses aus dem vorigen Jahr, das eigentlich auch gar kein richtiges Bäumchen war:

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Sondern Tannenzweige in zwei Vasen, eine Glasvase stand in dem Übertopf und beinhaltete die großen, hohen Zweige, die anderen waren im Übertopf drum drapiert, das ganze sah dann wirklich wie ein Bäumchen aus!

Weihnachtsbäumchen Mama

Und mein geerbtes Weihnachtsbäumchen von Mama, das auch in diesem Jahr wieder aufgestellt wird.

Und den Abschluß unserer kleinen Zeitreise machen nun meine kleinen Weihnachtsbäumchen von Mimis geliebtem Balkonien, von ihrem feinen, neuen Kratzbaum aus kann sie sie sehen, dann guckt sie manchmal wirklich ganz verträumt nach draußen!

Bäumchen Balkonien_

Natürlich gibt es auch noch was zum hören, mein Lieblingslied zum Thema Weihnachts- und Tannenbaum:

Ich wünsche euch allen von Herzen einen wunderschönen, gemütlichen und hoffentlich so kurz vorm hohen Fest entspannten 4. Adventssonntag!

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Habts fein! Poins15L

Türchen 18

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MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 6269

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kerst106Die Weihnachtsbäume kerst106

Nun kommen die Weihnachtsbäume
aus dem Wald in die Stadt herein.
Träumen sie ihre Waldesträume
weiter beim Laternenschein?

Christmas020

Könnten sie sprechen! Die holden Geschichten
von der Waldfrau, die Märchen webt,
was wir uns alles erst erdichten,
sie haben das alles wirklich erlebt.

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Da stehn sie nun an den Straßen und schauen
wunderlich und fremd darein,
als ob sie der Zukunft nicht recht trauen,
es muß doch was im Werke sein.

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Freilich, wenn sie dann in den Stuben
im Schmuck der hellen Kerzen stehn,
und den kleinen Mädchen und Buben
in die glänzenden Augen sehn,

xmasmorn

dann ist ihnen auf einmal, als hätte
ihnen das alles schon mal geträumt,
als sie noch im Wurzelbette
den stillen Waldweg eingesäumt.

17

Dann stehen sie da, so still und selig,
als wäre ihr heimlichstes Wünschen erfüllt,
als hätte sich ihnen doch allmählich
ihres Lebens Sinn enthüllt;

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als wären sie für Konfekt und Lichter
vorherbestimmt, und es müsste so sein,
und ihre spitzen Nadelgesichter
sehen ganz verklärt darein.

kerstbooman20(207) kerstbooman20(207)

(Gustav Falke)

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Hach, seufz, soviel schöner Schnee auf den Bildern, und hier ist es dieses Jahr als wäre Ostern und nicht Weihnachten! Frühlingstemperaturen bringen nun mal nicht unbedingt in Weihnachtsstimmung, da dachte ich mir, wir brauchen hier mal wieder einen lustigen Eintrag, um die Stimmung mal wieder zu verbessern.

Gesagt, überlegt….und lachen müssen!

Was fiel mir ein? Der Weihnachtsbaum! Den hatten wir schon öfter! Wieder Wiederholungen? Nee, wir sind ja hier nicht beim Fernsehen, hihihi, oder doch???

Doch! Nämlich bei „Pleiten, Pech und Pannen“! Hä? Ja, bei Pleiten, Pech und Pannen unter und mit dem Weihnachtsbaum, ich denke, da gibt es in jeder Familie wunderbare Geschichten!

Dann fangen wir mal an:

Heiliger Abend, alles ist vorbereitet, langsam stellt sich Entspannung ein, jung verheiratet und noch ohne Kind, es mußte nur noch der Baum geschmückt werden. Eingestielt war er, stand in stolzer, grüner Pracht, so, erst mal die Lichterkette!

Mit Akribie wurde die elektrische Lichterkette in den Baum gefriemelt, die Kerzen gerade ausgerichtet, schöööön, wo ist die Steckdose? Ah, da! Stecker rein, Lichter an…..? Pustekuchen, und wie Sie sehen, sehen Sie nix! Oh, bestimmt ein Lämpchen „ausgedreht“ vom letzten Jahr, um die Beleuchtung auszuschalten, ohne den Stecker zu ziehen, alle Lämpchen durchprobiert, und wie Sie sehen, sehen Sie nix! Oh, nein, die Lichterkette ist kaputt! Watt nun? Heiliger Abend, im Wortsinne, 17.00 Uhr, alle Läden geschlossen! Guter Rat ist teuer? Mensch, unten im Haus war ein Elektroladen, welch ein Glück, ob da noch einer ist? Drei Etagen runter gerannt, geklingelt, mit klopfendem Herzen gewartet, jaaaa, es war noch jemand im Laden, verwunderte Gesichter, aaah, ja, Lichterkette kaputt, ob wir noch eine haben? Sie werden es nicht glauben, wir haben! Es war eine teure Lichterkette, aber das war uns so wurscht, strahlend haben wir sie gekauft und nach oben getragen, alte ab, neue dran….und wie Sie sehen, sehen sie Licht, hihihi, das war eine Freude! Ende gut, alles gut!

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Der Dramen zweiter Akt:

Unsere Wohnung hier schon, Björn so etwa 3 Jahre alt, Bäumchen vom Balkon ins Wohnzimmer geholt, wo ist der Christbaumständer, ach, da! Es war ein großer, breiter Baum, Stiel rein, bissel rütteln, damit er paßt…..knack! Der feine Plastikchristbaumständer mit der Möglichkeit, das Bäumchen mit Wasser zu versorgen, weil ein Wasserreservoir drin war, klassisch mitten durchgebrochen! Toll! Kleb mal Plastik! Geht gar nicht! Wollt ihr raten? Jaaaa, genau, Heiliger Abend, im Wortsinne, 17.00 Uhr, alle Läden geschlossen! Watt nu?

Zündende Idee! Wo ist der kleine Holzbeistelltisch aus uralten Oma-Erbe-Zeiten, den wir immer mal wegschmeißen wollten, wir haben doch nicht, oder? Nee, der müßte im Keller sein! Da war er auch! Raufgeschleppt, umgedreht mit der Tischplatte auf den Boden gelegt, vier Beine ragen in die Luft, die sich so prima zum festbinden eines Christbaumes eignen, Christbaum rein, Paketkordel dran, und an allen vier Beinen ordentlich festgezurrt, tadaaaa, er steht! Bombenfest! Bissel weihnachtliches Geschenkpapier um die Beine drapiert, bester Christbaumständer ever! Weihnachten gerettet!

Danach hatten wir grundsätzlich einen massiven Ständer aus bruchsicherem Gußzeug, den hab ich heute noch! Auch hier: Ende gut, alles gut.

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Der Weihnachtsdramen dritter Akt:

Das betraf nun eigentlich nicht den Weihnachtsbaum, wird aber auch immer noch gerne im trauten Familienkreis erzählt als Horrorerlebnis, lach!

Weihnachten 1985, Björn war 5 Jahre alt und hatte sich einen Kaufladen gewünscht, das Christkind hatte auch pünktlich den Wunschzettel abgeholt und sich aufgemacht, das Geschenk zu besorgen, es stand erwartungsvoll im Keller! Wir hatten ausgemacht, daß Björn und ich in die vorweihnachtliche kleine Kinderchristmette am frühen Nachmittag in die Kirche gehen, er war ja da schon Kindergartenkind, und Papa wollte derweil den Kaufladen hochholen und schon komplett aufbauen, mit allem drum und dran!

Gesagt, getan!

Die Kinderchristmette war sehr schön, wir gingen im langsam dunkelnden Vorabend beschwingt und freudig eingestimmt nach Hause, in der Wohnung angekommen, schickte ein wenig freudig gestimmter Vater den Sohn ins Kinderzimmer, das Christkind hätte sich ein bissel verspätet! Hä? Kind zog etwas maulig ab, ich fragte den nun richtig brummig aussehenden Vater und Ehemann nach dem Grund dieser Anordnung! Und bekam den Bericht von Pleiten, Pech und Pannen pur! Heute können wir herzlichst darüber lachen, damals allerdings nicht.

Der Kaufladen war ein richtig großer, mit Theke vorne und hinten Regalen, aus Holz, konnte das Kind richtig hinter die Theke gehen, und an einer Seitenkante war das ganze zum haltbaren aufstellen mit Holzstreben verbunden, und besagte Holzstreben hatten beim Zusammenbauen….den Geist aufgegeben und waren auseinandergebrochen! Und zwar derart splitternd, daß an ein Kleben oder sonstiges reparieren nicht mehr zu denken war. Was hatte also der arme, völlig entnervte Vater getan in der Zeit, in der wir selig Weihnachtslieder in der Kirche trällerten? Rüüüchtüüüg, er war in den Keller hinabgestiegen und hatte im Schweiße seines Angesichts aus Gott sei Dank noch vorhandenen Holzresten neue Streben gesägt, gebohrt und passend für den kleinen Kaufladen gemacht. Und war natürlich nun noch nicht soweit, daß das ganze sicher und vorzeigbar wie vom Christkind geliefert dastand! An diesem Heiligen Abend verzögerte sich die Bescherung um eine gute Stunde, mittlerweile war natürlich auch das sonst eigentlich recht geduldige Kind völlig maulig, trotzdem ging dann die Bescherung noch mit der nötigen Andacht und Freude auf beiden Seiten (der Kaufladen stand wie eine Eins!) über die Bühne. Ich glaub, daß war das erste und einzige Weihnachten, an dem mein Ehemann am Heiligen Abend dringendst einen Schnaps brauchte, hihihi! Aber auch hier: Ende gut, alles gut!

Besagter Kaufladen stand noch Jahre nach Björns Auszug von Zuhause in der Garage und diente als Regal!

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Ihr meint, drei Akte wären für ein ordenliches Drama auf der Bühne ausreichend? Mitnichten!

Wir nähern uns dem 4. Akt!

Dieses Weihnachten war das Weihnachten 1987, Björn ein Schulkind im ersten Jahr, und wir hatten uns mit Freunden und deren beiden Söhnen, einer in Björns Alter und sein Freund, der kleine Bruder seines Freundes 2 Jahre jünger, entschlossen, mal über die Feiertage, also Weihnachten und Silvester, nach Bayern in ein Ferienhäuschen zu fahren, wir wollten endlich mal Weihnachten im Schnee! Dies vorab: Es war wundervoll, aber von Schnee weit und breit keine Spur, die ganzen Tage nicht, erst als wir wieder nach Hause fuhren, wirbelten die Flocken vom Himmel, aber das war nur ein kleiner Teil des Dramas, hihihi!

Die Schwiegereltern meiner Freundin waren ebenfalls mitgefahren, sie hatten sich aber im Ort eine Pension gesucht. In unseren Ferienhäusern stand zur Anreise schon jeweils der schönste, fertig geschlagene Christbaum vor der Tür, bereit zum schmücken, wir hatten alles von daheim mitgebracht, das war so schön! Bei den Schwiegereltern wurde der Baum ebenfalls von der entsprechenden Pension gestellt, und als unsere beiden Prachtbäume fertig geschmückt und mit (funktionierenden!) Lichterketten versehen waren, haben wir uns auf den Weg gemacht, um nun den Baum der Großeltern zu bewundern. Unsere Freunde waren schon ein bissel vorausgegangen, und als wir drei dort ankamen, kam uns meine Freundin entgegen mit einem Gesicht, in dem sie nur mühsamst das Lachen unterdrücken konnte, es standen ihr buchstäblich die Tränen in den Augen, sie gestikulierte wild und nahm uns erst mal an die Seite und beschwor uns, beim Eintreten sofort, laut und überschwenglich den herrlichen Christbaum zu bewundern, wenn wir ihn sehen würden, würden wir schon wissen, warum! Neugierig betraten wir das Pensionszimmer, und was sich unseren Augen da bot, wird mir auf immer unvergeßlich bleiben und bringt mich hier beim schreiben bereits wieder zu einem Lachanfall! Ein Weihnachtsbaum! Aber was für einer! Groß, ja, doch, so ca. 1,80 m, breit? Ja, doch, auch! Grün? Tja, also, das wäre jetzt ein bissel übertrieben, ja, doch, es waren grüne Nadeln dran, doch, so ca. 150 Stück auf die Quadratmeterfläche eines 1,80 m hohen und ca. unten wenigstens 80 oder mehr Zentimeter breiten Baumes, kurz und gut: Das war ein besserer Stecken! Ich mußte auf dem Absatz kehrt machen, ich konnte das Lachen einfach nicht unterdrücken, die Kinder haben das „Ding“ einfach nur angestaunt, die waren sprachlos, Gott sei Dank! Denn die Großeltern waren begreiflicherweise not amused, hatten das „Ding“ aber doch nach allen Regeln der Kunst geschmückt. Auch hier mit einer funktionierenden Lichterkette! Die riß das ganze ehrlich raus, ich lach mich weg, mir laufen die Tränen! Aber das war beleibe nicht das Ende vom Drama um den spiddeligen Weihnachtsbaum!

Wir saßen dann, nachdem wir alle mehr oder weniger mühsam unsere Fassung wiedererlangt hatten, gemütlich bei den Großeltern und tranken Kaffee, die Kinder spielten, und plötzlich stieß mich meine Freundin heftig an und machte eine Kopfbewegung zum „Baum“, und ich sah dann erst nur so aus den Augenwinkeln, wie er sich gaaaaaanz langsam zur Seite neigte! Er tat das erst so richtig mit Bedacht und wie eine gut vorbereitete Inszenierung, um dann auf einmal mit einem Ruck und scheppern und knall auf den Boden zu krachen!

Erst großer Schrecken, der Großvater fluchte, war wirklich nicht schön für die Ohren der noch anwesenden Kinder, lol, und dann war es um unserer aller Fassung geschehen, wir haben gewiehert vor Lachen und Tränen geweint, es war einfach überwältigend! Dieses Erlebnis kommt noch heute oft zur Sprache, gerade in diesen Tagen, und der Lacherfolg ist immer noch der gleiche, es war einfach ein sooooo köstliches Bild, wie dieser „Baum“ so für sich selber beschlossen hat, jetzt reicht es mir, ich fall jetzt um!

Er ist dann entschmückt und entsorgt worden, ich glaube, daß war für alle, auch den Baum, das beste!

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Damit bin ich nun am Ende von Pleiten, Pech und Pannen angelangt!

Da es nun hier aber viel Text und wenig Bilder gab, möchte ich doch auch noch was „schöneres“ nachschieben, ich hatte mich erinnert beim aufschreiben der Geschichten hier an unseren allerersten Weihnachtsbaum als junges Ehepaar, wie in den 70-iger Jahren üblich, natürlich nicht in silber oder klassisch, bewahre, modisch und fetzig in …..orange! Heute seh ich das irgendwie auch schon bissel unter Pleiten, Pech und Pannen, lach, aber damals waren wir stolz und glücklich auf und über unser erstes Bäumchen. Es gibt, glaub ich, noch Dias davon, müßte man mal digitalisieren, aber da wir ja nun schon so oft mein Sammler-Gen beschworen haben, wie könnte es anders sein, ich hab die Kugeln noch, guckt mal:

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Die dazu passende Christbaumspitze hab ich tatsächlich nicht mehr, und die untergelegten selbst gehäkelten Deckchen sind ein „Cliffhanger“, da kommt noch mal was zu!

Und passend zu Pleiten, Pech und Pannen zu Weihnachten hab ich ein knuffiges kleines Video:

und damit wünsche ich euch einen wunderschönen Freitag ohne Pleiten, Pech und Pannen!

Habts fein!

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MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

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Die Legende vom Tannenbaum

In der Bergpredigt, wie bei Matthäus zu lesen, baum9rq
ist auch von Bäumen die Rede gewesen.
Der Heiland hatte gesagt, daß Feigen
nicht reifen könnten auf Distelzweigen,
dass Trauben nicht wüchsen am Dornenhange,
und dass der Baum, der nicht Früchte trage,
zu gar nichts wert erscheine auf Erden,
als abgehau’n und verbrannt zu werden.

Und als er geendet, da ist schon bald baum9rq
ein Streiten entstanden im nahen Wald.
Die Disteln, welche die Rede gehört,
waren über die Maßen empört
und haben so recht überlegen gesagt:
„Wir haben noch immer den Eseln behagt!“
Die Dornen reckten die scharfen Spitzen
und sagten: „Das lassen wir nicht auf uns sitzen!“
Die gelben, aufgedunsenen Feigen
zeigten ein blasses blasiertes Schweigen,
und die Trauben blähten sich gar nicht schlecht
und knarrten geschwollen: „So ist es recht!“

Nur ein zierlicher Tannenbaum baum9rq
stand verschüchtert, rührte sich kaum,
horchte nicht auf das Rühmen und Klagen,
hat sich still und bescheiden betragen
und dachte und dachte in einem fort
an des Heilandes richtende Wort‘.
Er fühlte sich ganz besonders getroffen;
er hatte kein Recht, auf Gnade zu hoffen;
die erste Art musste ihn zerschlagen;
er wußte nur Tannenzapfen zu tragen;
Früchte hatte er nie gebracht,
das hat ihn niedergeschlagen gemacht.
Als sich nun aber die Sonne versteckt
und tiefes Dunkel die Erde deckt,
und, ermüdet vom Reden und Klagen,
die anderen Bäume im Schlummer lagen,
wollte er nichts von Schlummer wissen,  baum9rq
hat die Wurzeln aus dem Erdreich gerissen,
und unbemerkt in stiller Nacht
hat er sich still auf den Weg gemacht,
um nach dem strengen Heiland zu gehen
und milderes Urteil sich zu erflehen.

Und als er nach mühseligen Stunden
endlich den lang Gesuchten gefunden
und ihm sein Leid recht herzlich geklagt,
da hat der Heiland lächelnd gesagt:
„Wisse, daß seit Beginn der Welt
ein jeglicher Fluch seinen Segen enthält,
und daß in jeglichem Segensspruch
verborgen liegt ein heimlicher Fluch!
Den Feigen brachte nur Fluch mein Segen,
weil sie jetzt sündigen Hochmut hegen;
die Trauben haben mir nicht gedankt,
die haben sich nur mit den Dornen gezankt;
die Disteln ließen sich nicht belehren,
die konnten den Fluch nicht zum Segen kehren;
du aber hast dich besser bedacht!
Du hast aus dem Fluch einen Segen gemacht! baum9rq
Und dein Bittgang sei nicht umsonst gewagt!
Zwar – was gesagt ist, das bleibt gesagt!
Dein Schicksal ist jetzt nicht mehr zu trennen
vom Abhau’n und im-Ofen-verbrennen;
aber: Ich will dich erheben und ehren,
ich will einen rühmlichen Tod dir bescheren!
Dich soll kein Winterschlaf traurig umschließen! animaatjes-winter-46126
Ein doppeltes Leben sollst du genießen!
Und auf deinen zierlichen Zweigen
sollen die herrlichsten Früchte sich zeigen,
soll man Lichter und Zierrat schau’n!
Freilich – erst wenn du abgehau’n!
Sei wie ein Held, der für andere leidet,
der in blühender Jugend strahlend verscheidet!
Damit dein Leben, das kurz, doch reiche, kerstbooman20(75)
meinem irdischen Wandel gleiche!
Du sollst ein Bote des Friedens sein!
Du sollst glänzen wie ein Heiligenschein!
Den Kindern sollst du Freude verkünden!
Den Sündern wecken aus seinen Sünden!
Gesang und Jubel soll dich umtönen!
Mein liebstes Fest sollst du lieblich verschönen! xmastree116pb
So bist du von allen Bäumen hienieden
der gesegnetste! – Zieh hin in Frieden!“

(Friedrich Wilhelm Güll)

 

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(Frohe Weihnachten, Viggo Johansen, 1891)

Von heute an sind es noch 14 Tage bis zum Heiligen Abend, das ist nicht mehr lange, und da ich heute morgen wieder zur Frühschicht in meiner Kichengemeinde gehe (Beginn: 6.00 Uhr!) wird es auch heute nochmal ein kleines Türchen.

Mit einem Gedicht über den Weihnachtsbaum, ohne den ja eigentlich Weihnachten undenkbar ist, und dem wir hier im Blögchen schon mal ein Türchen gewidmet haben, und wer mag, kann das noch mal nachlesen, macht bestimmt auch noch mal Freude:

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2014/12/10/tuerchen-19825691/

Zwei schöne Lieder vom Tannenbaum runden den Eintrag ab und ich wünsche euch einen schönen Donnerstag.

Habts fein!

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MiBuRo A d v e n t s k a l e n d e r

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Die Weihnachtsfreude

Morgen, Kinder, wirds was geben!
Morgen werden wir uns freun!
Welche Wonne, welches Leben
wird in unserm Hause seyn;

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einmal werden wir noch wach,
heysa, dann ist Weihnachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl!

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Schöner, als bey frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch, wie vor’ges Jahr
es am heil’gen Abend war?

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Wißt ihr noch mein Räderpferdchen?

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Malchens nette Schäferin?
Jettchens Küche mit dem Herdchen,
Und dem blankgeputzten Zinn?

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Heinrichs bunten Harlekin
mit der gelben Violin?

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Wißt ihr noch den großen Wagen,
und die schöne Jagd von Bley?

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Unsre Kleiderchen zum Tragen,
und die viele Näscherey?

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Meinen fleiߒgen Sägemann
mit der Kugel unten dran?

Wißt ihr noch die Spiele, Bücher
und das schöne Schaukelpferd,

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schöne Kleider, woll’ne Tücher,
Puppenstube, Puppenherd?

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Morgen strahlt der Kerzen Schein,
morgen werden wir uns freun.

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Welch ein schöner Tag ist morgen!
Neue Freude hoffen wir.
Unsre guten Eltern sorgen
lange, lange schon dafür.
O gewiß, wer sie nicht ehrt,
ist der ganzen Lust nicht werth.

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Nein, ihr Schwestern und ihr Brüder,
laßt uns ihnen dankbar seyn,
und den guten Eltern wieder
Zärtlichkeit und Liebe weihn,
und aufs redlichste bemühn,
alles, was sie kränkt, zu fliehn.

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Laßt uns nicht bey den Geschenken
neidisch auf einander sehn;
sondern bey den Sachen denken:
„Wie erhalten wir sie schön,
daß uns ihre Niedlichkeit
lange noch nachher erfreut?“

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Einer Entwicklung der Weihnachtslieder im frühen 19. Jahrhundert nach Aufklärung und Säkularisation folgend, wird der historische Inhalt des Weihnachtsfests, die Geburt Jesu, in dem Liedtext gar nicht erwähnt. Stattdessen legt der Autor den Schwerpunkt auf die Beschreibung der Vorfreude der Kinder auf die mit dem Weihnachtsfest verbundene Bescherung.

Diese Vorfreude wird genährt durch die Erinnerung an die geschmückte Stube und die zahlreichen Geschenke des Vorjahres. Von einem Weihnachtsbaum, wie er in den später entstandenen Liedern O Tannenbaum (1824) und Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen (1841) besungen wird, ist hier noch keine Rede.

Den Schluss bildet eine Mahnung, den Eltern dankbar zu sein, die – und nicht das Christkind oder der Weihnachtsmann – schon lange für das Fest sorgen.

Als Satire auf die Sentimentalität der bürgerlichen Weihnachtsfeier und der diese besingenden Weihnachtslieder verfasste der deutsche Schriftsteller Erich Kästner 1927 unter dem Titel Weihnachtslied, chemisch gereinigt eine sozialkritische Parodie auf dieses Lied, die mit den Worten „Morgen, Kinder, wird’s nichts geben“ beginnt und den Inhalt dieses Liedes in sein Gegenteil verkehrt: Arme Kinder bekommen keine Geschenke und sollen sich auch keine wünschen.

(Quelle: Wikipedia)

http://de.wikipedia.org/wiki/Morgen,_Kinder,_wird%E2%80%99s_was_geben

(Anm. der Red.: Interessant wegen der verschiedenen angeblichen Autoren des obigen Gedichtes/Liedes!)

Das vorletzte Türchen!:yes:
Noch einmal schlafen!:yes:
Wie sehnlichst erwarten gerade Kinder diese wunderschönste Zeit des Jahres, und wie schnell ist sie dann wieder vorbei!;) Aber ich glaube, das ist eine Empfindung, die nur wir Erwachsenen haben! Leider!;)

Ich wollte noch mal in Bilderkes schwelgen, darum habe ich noch einmal dieses allseits bekannte und beliebte Gedicht/Lied für diesen Eintrag ausgewählt!

Und da es um eine Kinderbescherung geht, hab ich noch was feines für euch

meine Pferdchen-Karussel-Spieluhr, einmal in Aktion!:yes:
Sie war schon oft im Gebrauch, und hat auch schon einige Jährchen auf dem Rücken ihrer Pferdchen,:)) deshalb hakt sie manchmal ein bissel!:oops:
Aber vielleicht macht es euch trotzdem Spaß, sie mal anzuhören und zu gucken!

Und mit dem feinen Weihnachtslied von der Bescherung schließe ich jetzt diesen Eintrag!

Habt alle einen feinen Dienstag, möglichst streßfrei, mit viel Freude auf die anstehenden Weihnachtsfeiertage!

:wave:

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Oh Kletterbaum!

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
wie gut bist du zum Klettern!
Du trägst nicht nur der Kerze Licht,
nein, auch dazu noch mein Gewicht.
Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
wie gut bist du zum Klettern!

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
warum bist du gefallen?
Wie oft stieg ich von Ast zu Ast,
und immer trugst du meine Last.
Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
warum bist du gefallen?

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
dein Sturz will mich was lehren:
Ich mach bestimmt, bevor’s zu spät,
gleich nach dem Fest die Fisch-Diät.
Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
dein Sturz will mich was lehren.

(Verfasser unbekannt, nach der Melodie von „Oh Tannenbaum“)

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Hi Folks,
da bin ich wieder, euer Co-Autor, es wird Zeit, daß ich mal den Dosenöffner bissel entlaste und auch mal wieder ein Türchen klöppel!:yes:

Und da ja nun auch wieder traditionsgemäß ein Montag ist, an dem ich hier immer für Stimmung sorge,:)) paßt es doch prima!:yes:
Der Einstieg mit Gedicht und Bild ist doch schon mal klasse, oder?
Ihr braucht doch Montag immer alle was zu lachen!;D

Aber ich hab ja hier auch meinen kleinen Ehrgeiz, Frauchen fängt doch meist so schön mit irgendwelchen feinen Bräuchen oder sowas olles an, und da möchte ich nicht nachstehen.:no:
Natürlich hab ich mir was mit Tieren rausgesucht, dann paßt mal fein auf:

Die Weihnachtskrippe hat zum ersten Male im Jahre 1223 in der Kirche des heiligen Franziskus bei Assisi gestanden. Es hatte zwar schon seit dem 11. Jahrhundert einfache Darstellungen der Geburt Christi in Klöstern und Kirchen gegeben, aber Franziskus stellte alles in einen neuen und bedeutungsvollen Rahmen. Er legte in der Höhle bei Greccio, in der er hauste, ein lebensgroßes Wachsabbild des Christkindes in eine echte Futterkrippe. Ein reicher Gutsbesitzer stellte Ochs und Esel, Bauersleute warfen Stroh auf den nackten Boden, nachts war die Szene mit Kerzen erleuchtet, und die Nachbarn pilgerten zur Krippe wie damals die Hirten von Bethlehem.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

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Ist das nicht schön?:D Franziskus, der Heilige der Tiere, hat auch in der Weihnachtszeit an die Tiere gedacht und ihnen ihren Platz an der Krippe zugewiesen, und wenn ich so darüber nachdenke, ein Stall, eine Krippe, andere Tiere wie Ochs, Esel und Schafe, die Hirten hatten Hütehunde, da war bestimmt irgendwo auch ein feines warmes Kuschelplätzchen für einen von meiner Art, für eine Katze!:yes: Eine Krippenkatze!:>>

Ich glaub, ich probier das dieses Jahr mal an Frauchens Krippe aus, die ist so schön groß, da guck ich mal, ob ich mich da irgendwo rankuscheln kann.;D Und wenn es klappt, also Folks, so wie ich meinen Dosenöffner kenne, gibt es dann auf jeden Fall Bildkes von mir davon!:yes:

Und hier paßt dann schon mal ein feines Video hin, ich glaub, Frauchen hat das schon mal selber in einem Türchen der früheren Adventskalender eingestellt, aber ich fand es so schön und möchte es euch noch mal zum ansehen präsentieren:

Aber natürlich hab ich nicht nur was besinnliches für euch, schließlich ist heute ja euer ungeliebter Montag, also, freut euch auf ganz berühmte Katzen: Aristocats!:D

Und noch was sehr feines zum gucken, Tiere und Weihnachten:yes::))

http://www.boredpanda.com/animals-destroying-christmas/

Und dann möchte ich euch noch jemanden vorstellen:

Bobby
Das ist Bobby, der seit einiger Zeit bei Sabine und ihrem Rudel Barny und Nelly ein wunderschönes, neues Zuhause gefunden hat!
Alles Liebe und Gute, lieber Bobby, und willkommen auf meiner Freundesliste!

Dann komm ich hier nun mal langsam zum Ende meines Eintrages!
Mein Frauchen wünscht sich ja, wie einige von euch vielleicht auch, Schnee zu Weihnachten,88| also, ich oute mich, ich kann da ganz gut drauf verzichten,:yes: aber wenn es mein Frauchen glücklich macht, dann wäre es ja vielleicht doch schön, und ich kann es ja dann so genießen:

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Ich wünsch euch allen einen wunderschönen Montag, Frauchen natürlich auch!

:wave:

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An der Straßenecke

An der Straßenecke, in der Häuser Gedränge,
in der Großstadt wogender Menschenmenge,
inmitten von Wagen, Karren, Karossen

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ist heimlich ein Märchenwald entsprossen,
von leisem Glockenklingen durchhallt:
Von Weihnachtsbäumen ein Tannenwald.

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Da hält ein Wagen, ein Diener steigt aus
und nimmt den größten Baum mit nach Haus.

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Ein Mütterchen kommt, und prüft und wägt,
bis endlich den rechten sie heimwärts trägt.

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Verloren zur Seite ein Stämmchen stand,
das fasste des Werkmanns ruhige Hand.

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So sah ich einen Baum nach dem andern
in Schloss und Haus und Hütte wandern,

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und schimmernd zog mit jedem Baum
ein duftiger, glänzender Märchentraum. –

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Frohschaukelnd auf der Zweige Spitzen
schneeweißgeflügelte Englein sitzen.
Die einen spielen auf Zinken und Flöten,
die andern blasen die kleinen Trompeten,
die wiegen Puppen, die tragen Konfekt,
die haben Bleisoldaten versteckt,
die schieben Puppentheaterkulissen,
die werfen sich mit goldenen Nüssen,

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und ganz zuhöchst, in der Hand einen Kringel,
steht triumphierend ein pausbackiger Schlingel.

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Da tönt ein Singen, ein Weihnachtsreigen –
verschwunden sind alle zwischen den Zweigen.
Am Tannenbaum hängt, was in Händen sie trugen.
Ein Jubelschrei schallt; und von unten lugen
mit Äuglein, hell wie Weihnachtslichter,
glückselig lachende Kindergesichter.

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(Jakob Loewenberg)

Der Weihnachtsbaum hat in den Maien(zweigen), mit denen unsere Vorfahren in vorchristlicher Zeit das Grün im Winter zur Beschwörung des Sommers ins Haus geholt haben, seine tiefste Wurzel. Zur Feier der Wintersonnenwende schlug man in den zwölf Rauchnächten grüne Zweige als Schutz und Zaubermittel, man hat Ruten zum Pfeffern geschnitten, Fruchtbarkeitsreiser, wie auch die Rute des heiligen Nikolaus ursprünglich eines gewesen ist. In England hat man die Sitte wieder belebt, diese Weihnachtsmaien mit bemalten Eiern zu schmücken, denn das Ei war Symbol für Wohlstand und Segen. Erst im ausgehenden Mittelalter hat sich Heidnisches und Christliches gedeckt. Man sah in den Girlanden aus Efeu und immergrünen Lorbeer- und Eichenzweigen ein Sinnbild für das christliche Kind, Gott und Mensch zugleich, das sich wie eine irdische Pflanze zart entfaltet und doch niemals vergeht.
So holte man sich wie früher Zweige von Laubbäumen ins Haus, die Barbara- und Lucienzweige, und schmückte sie mit Äpfeln, Oblaten und kleinem Spielzeug für die Kinder, die die Zweige nach Dreikönig plündern durften.

Der Tannenbaum scheint ursprünglich in Südwestdeutschland zum Weihnachtsbaum geworden zu sein. Aus dem Elsaß und dem Schwarzwald gibt es die ersten Zeugnisse für die geschmückte Tanne, die dann durch Martin Luther und die Reformatoren zum Weihnachssymbol des Protestanten erklärt wurde, so wie die Krippe zur katholischen Weihnacht gehört. Dieser Unterschied hat lange bestanden. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Tanne in der Zeit der Freiheitskriege gegen Napoleon das Sinnbild des Deutschtums und damit das Weihnachtssymbol beider Konfessionen und in beiden Kirchen aufgestellt.
Der Weihnachtsbaum wanderte im 18. Jahrhundert mit den Auswanderern nach Nordamerika.
In Österreich ist 1816 zum ersten Mal ein Tannenbaum von einer Erzherzogin aufgestellt worden, die eine gebürtige deutsche Prinzessin war.
In Frankreich wurden seine Kerzen zum ersten Mal 1840 in den Tuilerien angezündet: Von der Prinzessin von Mecklenburg, die den Prinzen von Orléans geheiratet hatte.
In England hatte Heinrich VIII. zum ersten Mal drei Weihnachtsbäume auf seinem Tisch stehen, in Mode kamen die Tannen jedoch erst durch Albert, dem Prinzgemahl der Königin Victoria.
In Italien hat die Tanne erst Ende des Zweiten Weltkriegs durch US-Soldaten Einzug gehalten: So ist der Weihnachtsbaum im Lauf von rund 200 Jahren von Deutschland nach Amerika gereist und von dort zurück in das katholischste Land Europas, das ihn vermutlich niemals direkt von den Prostestanten aus dem Norden übernommen hätte.

Im Elsaß, in Österreich und in Bayern bringt man am Nachmittag des Heiligen Abends einen kleinen Tannenbaum mit Kerzen auf den Friedhof. Die Bäumchen werden auf die Gräber gestellt, dann zündet man die Kerzen an, die durchs blaue Dämmerlicht schimmern.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

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(Frohe Weihnachten, Viggo Johansen, 1891)

Der Tannenbaum als Weihnachtsbaum, seliger Traum der Kinderzeit, Höhepunkt der adventlichen Erwartungszeit auf den Heiligen Abend, geschmückt und leuchtend mit Kerzen und Glitzerzeug, wie er blendete, wenn man aus dem Dunkel ins erleuchtete Zimmer trat! Und wie herrlich er riecht! Vielbesungen, bedichtet, abgebildet, gemalt! Bestandteil so vieler Märchen und Geschichten, letztlich auch und vor allem bei meinem Lieblingsdichter, Theodor Storm!
Weihnachten ohne ihn ist fast undenkbar!

Deshalb wollte ich ihm hier ein kleines Denkmal setzen, mit Gedicht und Bildern, und natürlich auch mit Musik, eines meiner Lieblingsweihnachtslieder:

Es sind nun noch genau 14 Tage bis Weihnachten, da kann man ja schon mal nach einem feinen Exemplar der Sorte Weihnachtsbaum Ausschau halten!:yes:
Da hab ich natürlich auch wieder eine kleine Anekdote: Vor Jahren, als Björn, schon erwachsen, aber noch zu Hause wohnend, mit mir zusammen den Tannenbaum aussuchen wollte und der Verkäufer fragte, wie groß er denn sein solle, und Björn dann meinte: “ Bissel größer als meine Mama!“ (Ich hab das „Gardemaß“ von 1,52 m!) Lachen wir heute noch drüber!:))

Mimi hat sich gerade sehr versonnen den Eintrag betrachtet und sich dann kurz und kommentarlos ein Bildchen für sich ausgesucht, daß nun hier noch mit reinkommt:;D

Mimis Weihnachtsbaum:

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Und mit einem Weihnachtsbaum-Bild von Carl Larsson schließe ich diesen Eintrag und wünsche euch allen einen feinen WTT!

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(Nun ist wieder Weihnachten, Carl Larsson, 1907)

:wave:

Türchen 22

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MiBuRo A d v e n t s k a l e n d e r

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Zum Weihnachten

Mädchen, in die Kinderschuhe
tritt noch einmal mir behänd!
Folg mir durch des Abends Ruhe,
wo der dunkle Taxus brennt.

Engel knien an der Schwelle,
hütend bei dem frommen Schein;
von den Lippen klingt es helle:
Nur die Kindlein gehen ein!

Doch du schaust mich an verwundert,
sprichst: „Vertreten sind die Schuh;
unter alt vergessnem Plunder
liegt die Puppe in der Truh`.“

Horch nur auf! Die alten Märchen
ziehn dich in die alte Pracht!
Wie im Zauberwald das Pärchen
schwatzen wir die ganze Nacht.

Von Schneewittchen bei den Zwergen,
wo sie lebte unerkannt

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und war hinter ihren Bergen
doch die Schönst`im ganzen Land.

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Von Hans Bärlein, der im Streite
einen Riesenritter schlug,
der die Königstochter freite,
endlich gar die Krone trug.

Von dem Dichter auch daheime,
der ein Mädchen, groß und schlank,
durch die Zauberkraft der Reime
rückwärts in die Kindheit sang.

(Theodor Storm)

Heute möchte ich meinen Eintrag der Bräuche und Rituale zu Weihnachten fortsetzen. Wird ja auch Zeit, lange dauert es nun nicht mehr, „dreimal werden wir noch wach…..“!

Überall, wo Weihnachten gefeiert wird, gibt es Weihnachtssänger. Das englische Wort „Carol“ (Weihnachtslied) weist auf eine lateinische Sitte, bei hohen Festen zu singen und im Kreis zu tanzen: das alte magische Mittel, einen Zauberkreis herzustellen, in dem das Böse – und die Gefahr aus der Tiefe der Natur – nicht eindringen kann.

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Kurrendesänger sind die bekanntesten Kindergruppen des ausgehenden Mittelalters, die frierend durch die Wintergassen gezogen sind und gesungen haben.
Das Wort stammt vom lateinischen „currere = laufen“, und gelaufen sind die Schüler mit ihrem Lehrer, meist in Trupps, mit großen Körben für die zu ersingenden Gaben.

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Das Quempassingen stammt aus Pommern, Sachsen und Schlesien.
Der Name ist durch das Verschleißen der ersten Wörter eines Weihnachtsliedes entstanden: „Quem pastores laudavere – den die Hirten lobten sehre“. Das Lied wird von verschiedenen Kindergruppen im Wechselgesang von Emporen, Altar und Orgel bei Kerzenlicht gesungen. Die Sänger marschieren oft mit ihren brennenden Kerzen und ihren weißen Chorhemden feierlich in die stockfinstere Kirche ein.

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Krippenspiel und Weihnachtsspiele, früher szenische Darstellungen des Weihnachtsevangeliums nur in der Kirche oder in Klöstern, findet man heute auch in Schulen und Familien.
Besonders schön sind die bayerischen und österreichischen Krippenspiele für Kinder.

Die Krippe füllen ist eine Sitte, die vor allem den Kindern den Geist der Nächstenliebe und der Selbstlosigkeit zeigen soll. Die Krippe, die am Heiligen Abend unter dem Weihnachtsbaum stehen soll, wird am ersten Adventssonntag in der Stube aufgestellt. Für jede Freundlichkeit und gute Tat, die die Kinder in der Adventszeit begehen, dürfen sie einen Strohhalm in die Krippe legen. Je weicher das Jesuskind Weihnachten liegen wird, desto besser.

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Die Tiere in der Weihnachtsnacht: Auf dem Land sorgten die Erwachsenen für das Vieh und gaben ihm eine tüchtige Weihnachtsration, während die Kinder Hund und Katze versorgten und ihnen eine Schale Futter oder Milch hinstellten, dabei feierlich gelobten, die Tiere im nächsten Jahr gut zu behandeln.
Die Menschen waren zum Überleben von der Natur und eben auch den Tieren abhängig, so bezogen sie sie in ihre Feste mit ein.
Die Legende erzählt, daß die Tiere in der Heiligen Nacht sprechen können, vor allem Ochs und Esel, weil sie das Christkind gehütet und mit ihrem Atem gewärmt haben. Man darf ihnen aber nicht zuhören: in diesem Verbot mischt sich die heidnische Furcht vor der gelösten Natur in die Legende.

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Die Tanne auf dem Friedhof: Im Elsaß, in Österreich und in Bayern bringt man am Nachmittag des Heiligen Abends einen kleinen Tannenbaum mit Kerzen auf den Friedhof. Die Bäumchen werden auf die Gräber gestellt, dann zündet man die Kerzen an, die durchs blaue Dämmerlicht schimmern. Die Sitte ist verhältnismäßig jung, sie wird im ausgehenden 19. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt.

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Die Christmette: Der Name hat nichts mit der Messe zu tun, sondern ist die Eindeutschung des lateinischen Begriffs „hora matutina“, des Morgengebetes. Es gehört eigentlich zu den klösterlichen Stundengebeten, doch ist die Bezeichnung auch für die Früh- „Metten“ in den Morgenstunden der Hauptfesttage von Weihnachten, Ostern und Pfingsten verwendet worden.

Die Rauh- oder Rauchnächte haben ihre Bezeichnung und Herkunft vermutlich von der Sitte, in den 12 Tagen und Nächten zwischen den Jahren die bösen Geister auszuräuchern und alles zu vermeiden, was Unsegen bringen könnte.
In diesen Tagen muß man alle geliehenen Gegenstände zurückgeben, man darf nicht waschen, muß auf seine Träume achten, denn sie gehen in Erfüllung.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Damit haben wir dieses Kapitel nun abgeschlossen. Ich hoffe, es macht euch wieder Freude!

Und ich hoffe, es kehrt jetzt zum 4. Adventwochenende langsam Ruhe ein, falls es Hektik und Streß in den letzten Vorbereitungstagen gab.

Alles besorgt?
Der Tannenbaum?

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Dann wünsche ich euch einen hoffentlich ruhigen Adventssamstag mit viel Zeit für alle die Dinge, die in dieser geheimnisvollen Zeit so schön sind!

:wave: