Grafschafter Wochenanzeiger – Bye-bye, May, welcome June! 🌧🌞

An den Mai

Schäm dich Gesell! Kein Sonnenschein?
Und du stellst dich als Mai hier ein?
Du bist der rechte Tröster nicht!
Wer mag dein garstig Angesicht
noch länger sehn? Geh reisen!
Schon reift dein Bruder uns heran,
der Juni, der wird unser Mann,
und wird sich hold erweisen.

Sieh da! Ein blanker Sonnenstrahl!
So bist du doch nicht ganz entherzt
und lächelst auch einmal?
Doch lieber Freund, es ist verscherzt!
Das ist kein Mai, der sich bedenkt
und tropfenweise sich verschenkt,
ein Mai muß aus dem Vollen fließen,
wir müssen ihn wie Wein genießen
und wie in seligem Rausche sein.
Pack ein!

(Gustav Falke, 1853 – 1916, deutscher Lyriker und Kinderbuchautor)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, Sonntagsausgabe vermißt? Ja, erstens fanden wir es anhand des Gedichtes zum heutigen Montag und dem letzten Tag des Monats Mai passender und zweitens war der vielgescholtene Monat am Wochenende nun endlich mal sonnig und wärmer, und das mußten wir genießen, euer Redaktionsteam und ich. Also haben wir spontan entschieden, es gibt ein Montags-Feuilleton statt der gewohnten Sonntagsausgabe. 

„Mai kühl und naß füllt dem Bauern Scheun und Faß!“ jaja, das ist eine alte Bauernregel, aber die Bauern werden sowieso bei jedem Wetter subventioniert! „Der Regen tut not…“, leuchtet uns auch ein, wissen wir, aber muß ein kompletter Mai, DER Wonnemonat schlechthin, so gänzlich verregnet und vertrauert sein, es hätte doch auch einfach nächtens regnen können und am Tag mal wenigstens bissel Sonnenschein und spätestens nach den Eisheiligen, die in diesem Jahr mit der gesamten Verwandtschaft anreisten, mal Temperaturen, die das abschalten der Heizung möglich machen, denn das, bitteschön, wäre auch klimafreundlich!!! 

Und nun nimmt er heute seinen Hut, der Monat Mai, wir winken ihm nicht gerade bedauernd nach, obwohl er, das müssen wir nun hier doch zu seiner Ehrenrettung einräumen, der Natur richtig gut getan hat, alles grünt, blüht, sprießt und explodiert draußen, das Ganze dann hübsch frisch gewaschen, doch, das hatte trotz sonstiger Unbilden was! 

Also kommen zu seinem letzten Maientag hier heute noch Fotos aus dem Eulennest, wir sitzen ja hier auch bei Schlechtwetter gut, und haben einen prima Beobachtungsposten über die Natur und den Himmel um uns rum und über uns. 

Und los geht es mit dem Himmel, da haben wir wieder richtig dramatische Himmelserscheinungen an einem, man höre und staune, frühen Morgen erlebt:

Naaa??? Wir machen mal eine Galerie zum anklicken, dann könnt ihr alle Bilder hintereinander in groß gucken: 

Wer es gerne gemütlich hat beim gucken, da hätten wir das ganze auch nochmal als Dia-Show!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bei der Dia-Show sind Bilder, da hat die Frau Chefredakteurin „Kunst“ gemacht,  nämlich einmal in schwarz-weiß mit nur einer Farbe

und der Dramatik wegen noch welche nur in schwarz-weiß:

Hat doch was, oder? 

Am 26. Mai sollte es dann wieder einen Supermond geben, den hat es auch gegeben, lach, aber wir hatten nix davon, denn an dem Tag war es total bewölkt. Aber einen Tag vorher, da zeigte sich der Mond in seiner Pracht hier oben über unserem Eulennest und unserem Birkenpferd, da wird wohl unsere Mimi in heaven wieder ihre Pfoten im Spiel gehabt haben, damit die Frau Chefredakteurin doch noch zu Aufnahmen vom Mond kommen konnte. Ihr wißt es, mein Zoom ist nicht so dolle, trotzdem mögen wir die Aufnahmen sehr, denken wir doch gerade bei Vollmond immer an unseren Co-Autor, unsere rasende Reporterin, unsere Mimi. 

Mond direkt im Birkenpferd, das fanden wir so schön. 

Das ist das Lieblingsbild von Frau Chefredakteurin, wegen der Mondstrahlen, die so schön sichtbar wurden. 

Das war dann unser Supermond im Mai 2021, wir sind recht zufrieden mit den Bildern und hoffen, daß sie euch auch gefallen. 

Wir haben aber noch was mit Mond, „wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft…..“ oder über Mimis Kratzbaum am Wohnzimmerfenster, wir haben ja immer Logenplatz auf Vollmond:

Fand Mimi früher immer so schön, Vollmond gucken, auch von drinnen, aus der Hängematte am Kratzbaum. Damals noch mit den durchsichtigen Vorhängen, die jetzigen sind so quasi Wintervorhänge, deshalb sind sie im übrigen auch unten „angeklammert“, da verteilt sich die warme Heizungsluft besser und zieht nicht über die großen Fenster ab. 

Hier schnattert jetzt gerade mein Redaktionsteam ganz wild durcheinander, wir hätten doch noch was so schönes zu berichten, und das fiele ihnen jetzt gerade wegen Mimi mit den obigen Bildern halt so ein, ich wüßte schon, Stichwort Schlafzimmer! Stimmt, ihr Lieben, das hätte die Frau Chefredakteurin nun beinahe vergessen:

Ich hab euch ja schon oft von meinen unter dem Dach an meinem Küchenfenster brütenden Meisen erzählt, auch mal ein Bild eingestellt vor längerer Zeit, damit ihr euch ein Bild davon machen konntet, wie uneinsichtig das Nest ist und deshalb eben auch leider völlig unfotografierbar, guckt nochmal:

Da, wo der rote Pfeil ist, da ist die Einflugschneise. Ebenso sieht man auch anhand des Bildes sicher, daß es gar nicht einfach ist zu erkennen, welche Vogelart da brütet, die fliegenden Eltern sind kaum bis gar nicht erkennbar, aber bei den Meisen war das halt so, daß sie öfter schon mal kurz an der Mauer „hingen“, bevor sie den Partner im Nest abgelöst haben oder gewartet haben, bis der nach dem füttern wieder raus flog. In diesem Jahr hab ich das überhaupt nicht beobachten können, da kam mir eigentlich schon früh der Verdacht, es könnten vielleicht andere Vogeleltern als meine Meisen dort eingezogen sein, und ich glaub, damit lag ich wohl gar nicht so verkehrt. Denn am letzten Montag gab es hier ein ganz feines Ereignis:

Irgendwas störte mich in meinem Halbschlaf, draußen war es schon hell, im Schlafzimmer raschelte irgendwas, und als ich die Augen aufmachte, flog was kleines vogelliges aufgeregt durch mein Schlafzimmer. Ihr könnt euch sicher alle noch an die Geschichte mit der kleinen Meise erinnern, die den Weg durchs Kippfenster ins Schlafzimmer fand, als Mimi noch lebte und die Aufregung, bis ich Mimi ausgesperrt und die kleine Meise gerettet hatte. Nun ist seit einiger Zeit das Kippfenster defekt, daher hab ich die andere Fensterseite mittels eines Feststellers immer ein wenig ganz geöffnet. Und so war es dieses Mal keine Meise, die in meinem Schlafzimmer umherflatterte, sondern ein kleines und offensichtlich junges Rotkehlchen. Von dem ich eben nun vermute, daß es aus dem Nest stammt, wo sonst die Meisen brüteten, und es in diesem Jahr Rotkehlchen waren, beim flügge werden und ausfliegen hat es vielleicht beim ersten Flug die Fensterbank vom Schlafzimmerfenster erreicht und ist dann rein gehüppt durch den Spalt, und fand den Rückweg natürlich nicht, als es einmal schon durchs Zimmer flog. Also ganz ruhig aufgestanden, dem kleinen Vogel beruhigend zugesprochen, Schlafzimmertüre geschlossen, damit es nicht in die Wohnung abhaut und mir irgendwo vor fliegt, Blumen von der Fensterbank, Fenster ganz geöffnet, zur Seite getreten und das Vögelchen gelockt. Erst flog es oben auf das geöffnete Fenster und guckte ziemlich ratlos, aber dann war schnell klar, wo der Weg in die Freiheit lag, und husch! war mein kleiner Besuch wieder weg. Fliegen konnte das Kleine jedenfalls schon recht ordentlich, da muß man sich wohl keine Sorgen um sein weiteres Wohlergehen machen. Die Elternvögel fliegen auch nicht mehr, sollten sie nochmal zum brüten antreten in diesem Jahr, werde ich mal gucken, daß ich genau beobachten kann, wer nun bei mir unter dem Dach wohnt bzw. gewohnt hat. Rotkehlchen als Untermieter, besser gesagt „Obermieter“ finde ich auch fein. 

Das ist ein Archivbild, Rotkehlchen fotografiert auf dem Friedhof meiner Grafschaft. 

Das war ein aufregendes Erlebnis, sowohl für mich als für das kleine Vögelchen und meine Bärencrew!

Noch was neues gibt es in den grafschaftlichen Redaktionsräumen, guckt mal:

Ich hab wieder eine kleine Avocado-Pflanze angezogen für Balkonien, noch steht sie drinnen wegen der Maikühle die ganze Zeit,

aber wenn es richtig schön angenehm draußen wird, kann sie umziehen. Meine große Avocadopflanze hat ihren damaligen Sturmunfall nach den Ostertagen letztlich doch nicht überlebt, obwohl es erst recht gut ausgesehen hatte. Nun hoffe ich auf eine würdige Nachfolgerin. 

Habt ihr euch gewundert über die Girlande über dem Gedicht? Das sind Salbei-Zweige, blühend, und das nicht ohne Grund, denn guckt mal

so wunderschön blüht unser Salbei draußen jetzt! 

Ich finde die Farbe so schön! 

Tja, nun nimmt er also heute Abschied, der Mai, und was sollen wir euch sagen, gerade zu seinem letzten Wochenende wollte er es aber nochmal wissen und breitete nun endlich mal mailiche Wohlfühltemperaturen, blauen Himmel und Sonnenschein aus, da gab es natürlich bei meinem bärigen Redaktionsteam kein Halten mehr, ab und raus in die Botanik, lach!

lauter vergnügte Gesichter bei meinem Redaktionsteam, da mußte Frau Chefredakteurin doch gleich wieder Mamarazzi spielen. 

Noch jemand war sehr zufrieden, sowohl mit dem Wetter als auch endlich mal wieder mit Gesellschaft auf Balkonien, unser Markenzeichen, unsere Nachteule von Balkonien:

Und wie man hier bereits sieht: Die Glockenblumen blühen!!!

Nun hoffen wir alle auf einen richtig schönen Juni für ganz viel Spaß und Freude auf Balkonien, wir dachten uns das in etwa so: Über Tag so um die 25 Grad, vielleicht mit leichtem Wind, wenn es bissel wärmer würde, und nächtens dann ein feiner, stetiger Landregen, so etwa ab Mitternacht einsetzend, damit man/wir auch laue Sommerabende noch genießen kann, ohne naß zu werden! Wir haben Wünsche! 😂🤣😂

Kleine Juni-Vorschau aus dem Archiv gefällig? Bitte, gerne doch! 

Herrliche Aussichten, finden wir! Und damit schließen wir nun unser kleines Montags-Feuilleton und hoffen sehr, es hat euch allen wieder gefallen und ihr hattet Freude dabei! Wir wünschen euch allen einen schönen und hoffentlich auch wieder sonnigen letzten Maitag/Montag, und eine gute neue Woche, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Die besinnlichen Tage im November

Allerseelen

Rings liegt der Tag von Allerseelen
voll Wehmut und voll Blütenduft,
und hundert bunte Lichter schwelen
vom Feld des Friedens in die Luft.

Sie senden Palmen heut und Rosen;
der Gärtner ordnet sie mit Sinn –
und kehrt zum Eck der Glaubenslosen
die alten, welken Blumen hin.

 

„Jetzt beten, Willi, – und nicht reden!“
Mit großem Aug gehorcht der Knab.
Der Vater legt den Kranz Reseden
auf seines armen Weibes Grab.

„Die Mutter schläft hier! Mach ein Kreuz nun!“
Klein Willi sieht empor und macht,
wie ihm befohlen. Ach, ihn reuts nun,
das er am Weg heraus gelacht!

Es sticht im Auge ihn – wie Weinen ..
Dann gehn sie heimwärts durch die Nacht;
ganz ernst und stumm. Da lockt den Kleinen
beim Ausgang jäh der Buden Pracht.

Es blinkt durch den Novembernebel
herüber lichtbeglänzter Tand;
er sieht dort Pferdchen, Helme, Säbel
und küßt dem Vater leis die Hand.

Und der versteht. Dann gehn sie weiter.
Der Vater sieht so traurig aus.
Doch einen Pfefferkuchenreiter
schleppt Willi selig sich nach Haus.

(Rainer Maria Rilke)

In diesem Sommer-November hatten wir hier im Blögchen noch gar keinen Eintrag für die besinnlichen Tage, Allerheiligen, Allerseelen, sowie die noch kommenden, Buß- und Bettag und der Ewigkeits- oder Totensonntag. Bei dem so gar nicht novemberlichen Wetter wollte sich wohl auch die Stimmung dazu nicht so recht einstellen. An „Trubeltagen“ wie zum Beispiel Allerheiligen gehe ich ohnehin nicht so gerne auf den Friedhof, ich bin doch lieber ein bissel mehr „allein“ mit mir und meinen Lieben, die dort ruhen.

Und so bin ich gestern, am Donnerstag, auf dem Friedhof gewesen, um mal wieder nach dem rechten zu sehen und ein Kerzchen aufzustellen. Meine Kamera hatte ich nicht dabei, ich wollte einfach mal so in Seelenruhe über den Friedhof laufen, aber ich hab noch Archivbilder vom Mai diesen Jahres. Der November präsentiert sich ja beinahe wie einst im Mai, als ich so über den Friedhof ging heute, da ging mir die Gedichtzeile von Erich Kästner aus seinem Gedicht zum Monat Mai durch den Kopf, in der er beschreibt, daß auch Glück, daß auch der Mai weh tun kann.

Der November ist von so seltener Schönheit, daß auch er schon weh tut. Die Bäume leuchteten in der tief stehenden Sonne wie Kupfer-Dächer!

Meine Archivbilder aus dem Mai vom Gräberfeld, wo meine Eltern liegen:

 Das Grab meines Vaters, der Baum dahinter, das ist der ehemalige Osterstrauß aus Korkenzieherweide, den ich dort vor Jahren mal einfach eingepflanzt habe, ist das nicht ein wunderschöner, stattlicher Baum geworden? Freu ich mich jedes Mal wieder drüber.

 Und Papas schöne Rose, die blüht in jedem Jahr so herrlich!

Das Grab mit der Zypresse ist das meiner Mama, auch die Zypresse war mal ganz klein, als ich sie eingepflanzt habe.

 Mein selbstgemachtes Grabschild bei meiner Mama, mit den Schwälbchen am oberen Rand, ihren Lieblingsvögelchen!

Ein Überblick über das Gräberfeld, rechts unten ist Mamas Grab, ganz links oben ist der Baum hinter Papas Grab.

Wie gesagt, ich hatte meine Kamera nicht dabei, und bei einem Erlebnis gestern hab ich es doch bedauert, mit ist sowas entzückendes an Papas Grab begegnet, das kann ich euch nun nur schildern: Ich hatte ein bissel welkes Laub vom Grab genommen und in den dafür vorgesehenen Behälter getan, als ich zurück kam ans Grab und meine Sachen einpacken wollte, sah ich das hier:

Ein Rotkehlchen hatte sich am Nachbargrab, ähnlich wie auf diesem Archivbild, auf eine alte Blumenschale gesetzt, es war vielleicht nur eine Armlänge von mir entfernt und guckte mich neugierig an, ich bin ganz ruhig stehen geblieben und hab es begrüßt, da hat es wirklich!!! zurück gezwitschert, und anschließend hüpfte es in die Blumenschale, in der noch ein Pfützchen Wasser stand, und badete ausgiebig darin, ungeachtet der Tatsache, daß ich ganz in der Nähe stand, es war kein bißchen scheu und genoß ungestört sein Bad! Danach wurde ich noch einmal lieb angezwitschert zum Abschied und es flog davon! Das war sooooo schön!!!

Ich bin dann ganz selig und entspannt wieder nach Hause gelaufen, unterwegs hab ich mich an das Ahornbäumchen erinnert, das ich euch 2016 von einem Friedhofsbesuch fotografisch mitgebracht hatte

mußte ich doch sofort mal gucken gehen, aber das schöne Bäumchen war schon fast ganz entlaubt, und da ich eh keine Kamera dabei hatte, hab ich Blätter gesammelt, um sie zu Hause zu fotografieren, und die Bilder kommen jetzt:

Die Blätter vom Ahornbäumchen

 und ein besinnliches Arrangement zum heutigen Eintrag.

Und mal dämmerig mit Beleuchtung

 mein Leuchte-Engel!

Das oben eingestellte Gedicht von Rilke ist mein Lieblingsgedicht zu diesen besinnlichen Novembertagen, und angesichts des Inhalts hab ich noch mal Bilder gemacht mit den schönen Blättern, angelehnt an den Schluß des Poems.

 “ Da lockt den Kleinen beim Ausgang jäh der Buden Pracht.“

 „Doch einen Pfefferkuchenreiter schleppt Willy selig sich nach Haus.“

Ja, da bin ich nun langsam am Ende des besinnlichen Teils meines Eintrags angelangt, aber ich hab noch was Schönes zu verkünden: Am Wochenende ist Mimi wieder „allein zu Haus“, denn ich bin bei Sohn und Schwiegertochter (hihihihi!!!), also bei meinen Kindern eingeladen, wir feiern zwei Geburtstage nach, die bei der diesjährigen Hochzeit ein bissel untergegangen sind, meinen und Björns, freu, freu!!!

Mimi drängelt hier gerade an den PC, was hast du denn vor, Mäuschen? Wie, geht mich nix an??! Jaja, ok, mach mal!

 Hi, all meine lieben, vierpfotigen Kumpels und Kumpelinen, wenn ihr Lust habt auf ein Treffen wie weiland zum Halloween-Tag: Ich hab am Wochenende sturmfreie Bude, mein Dosenöffner ist weg!!! Pssssttttt, aber nicht den großen zweibeinigen Katzen und Katern verraten, sonst wird das nix mit Party, lach! Bis denne, eure Mimi!

Na, bin ich ja mal gespannt, was Mimi da nun wieder ausgeheckt hat, ich darf natürlich nicht gucken, klar, aber mir schwant es, hoffentlich räumen sie hinterher wieder auf, hihihihi!

Nun wünschen wir euch allen einen schönen Freitag und ein ganz wunderschönes Wochenende, genießt es alle, bleibt oder werdet gesund und:

Habts fein!  Mimi und Monika.

Schnäppchen-Jagd

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Zaunkönig

Es wollten einst die Vögelein
beherrscht von einem König sein
und luden alle groß und klein
zum königlichen Wettflug ein.
Und alle schwangen sich empor,
doch allen tat´s der Adler vor.
Schon huldigt ihm der Vögel Chor,
als plötzlich unter ihm hervor
der allerkleinste Vogel flog
und ihn ums Königtum betrog.

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Es hatte nämlich dieser Kleine
doch zwischen seine großen Beine,
von ihm und allen unentdeckt,
bis dahin listig sich versteckt
und flog gar kecklich jetzt hervor,
tat´s sonder Müh dem Adler vor
und wollte selbst nun König sein.
Er ward´s – allein zu seiner Schande.

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Denn alle Vögel, groß und klein,
verhöhnten ihn im ganzen Lande.
Wohin er flog, da flog die Schmach
dem kleinen Vogel spottend nach.

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Da fühlte seine Majestät,
Wie schlecht erlogne Würde steht,
und wohnt seitdem, um vor der Spötter Necken
geschützt zu sein, in Zäunen und in Hecken.

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(Joachim Heinrich Campe)

Da der Ableser meines Heizungsverbrauches geruhte, zu nachtschlafener Zeit um 8.00 Uhr (!!!!!) hier heute zu erscheinen, hat eure Nachteule die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und einen langen Tag genossen, hihihi! Und womit, erschließt sich euch ja vielleicht schon so ein ganz kleines bissel beim obigen Gedicht! Nachdem es am Morgen wettertechnisch ziemlich grau und trüb aussah, klarte es zum Mittag herrlich auf, wurde zum Speckwetter und ich machte mich auf zum Friedhof. Denn da sich die Vögel an meiner Futterstelle zur Zeit sehr rar machen, wollte ich doch mal gucken, wie es dort um die Flattermänner bestellt ist und wollte sie natürlich, wenn irgend möglich, auch fotografieren, denn nun kommen wir zum Titel, ich mach mit bei BrigitteE’s Vogel-Challenge in diesem Jahr, Vögelchen mit der Kamera schnappen.

Also, es war einiges los in Sachen Vögelchen auf dem Friedhof, der ja eine herrliche Parkanlage ist, bloß können die natürlich fliegen, und sehen einen Zweibeiner mit schußbereiter Kamera drei Meilen gegen den Wind, und husch! sind sie weg! Aber ich bin trotzdem erfolgreich gewesen, naja, jedenfalls für den Anfang, und so liste ich jetzt hier mal meine Erfolge auf:

Nr. 1 – Rotkehlchen

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Nr. 2 – Saatkrähe

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Nr. 3 – Amsel-Weibchen

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Nr. 4 – Möwen

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Nr. 5 – Stockenten

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Ich bin noch kein erfahrener Vogelschnapper, was meine Kamera angeht hab ich im Gegensatz zu meiner Handyknipse natürlich einen ganz anderen Zoom, aber den muß ich mir jetzt richtig „erarbeiten“, da sind noch Unsicherheiten, es ist aber mal ein Anfang und es macht Spaß! Ich hab den Vögeln auch immer gut zugeredet, doch mal lieb sitzen zu bleiben oder mich mal bissel näher ran zu lassen, aber da waren sie alle stur, lach! Aber wie heißt es so schön: „Ett iss noch kein Experte vonne Wolken gepurzelt“ oder noch kein Meister vom Himmel gefallen, lol!

Es war herrliches Wetter heute, und ich bin endlich mal zum See runter gegangen auf dem Friedhof, den ich euch nun auch  mal zeigen kann, leider völlig unbelebt, kein Vogel, keine Ente o.ä. in Sicht, das wird sich aber spätestens im Frühjahr gravierend ändern, der See ist gut bevölkert, mit Reihern, Enten, Bleßhühnern, Gänsen, da freu ich mich schon drauf. Die Enten auf meinen Fotos hab ich am Rhein-Herne-Kanal-Ufer geschnappt, ebenso wie die Möwen.

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Es lagen noch bissel Schneereste überall

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Das ist die Insel im See, auf der die Vögel brüten im Frühling wieder, ganz im Hintergrund, hinter der Insel ist der See noch mal so breit wie vorne auf dem Bild.

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Könnt ihr euch noch an das kleine Ahornbäumchen erinnern, mit seiner herbstlichen roten Farbenpracht, das ich im November letzten Jahres fotografiert hatte? So sieht es jetzt aus:

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Auf dem Rückweg, den ich immer über die Schleuse am Rhein-Herne-Kanal nehme, begleiteten mich am Himmel ganz viele Möwen! Die besuchen gegen Abend oft meine „Burg Lirich“ zum Futter suchen, dann ziehen ganze Schwärme bei mir am Küchen- und Schlafzimmerfenster vorbei.

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Nun hoffe ich noch auf regen Vogelbesuch an meiner Futterstelle auf Balkonien, damit ich mehr Vögelchen kriege, hihihi, die Meisen, die ich auf dem Friedhof natürlich auch gesehen habe, haben mich fototechnisch vom feinsten veräppelt, Knipse scharf – Vögelchen im nächsten Baum – Mensch mit Knipse hinterher – Knipse scharf – Vögelchen weg! Ich wette, die haben sich kaputt gelacht, die hatten richtig Spaß! Da lauere ich ihnen jetzt halt auf Balkonien auf. Falls sie kommen, im Moment ist hier wirklich eine Flaute, aber überall, bei den Nachbarn auch.

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Habt alle einen schönen Abend noch (wann kann ich das sonst beim klöppeln noch schreiben, hihihi, was so ein Heizungsableser alles bewirken kann!), und kommt gut in einen schönen Dienstag!

Habts fein! vogelhaus_u_23

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MiBuRo A d v e n t s k a l e n d e r

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Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
und das alte Lied von Gott und Christ
bebt durch Seelen und verkündet leise,
dass die kleinste Welt die größte ist.

(Joachim Ringelnatz)

Ich hoffe, ihr seid nicht enttäuscht, dies wird nur ein ganz kleines Türchen heute, weil ich gestern keinen so guten Tag hatte,:-/ ich hoffe, heute wird es wieder besser und dann geht es wie gewohnt weiter!
Aber ganz ohne Gedicht und Bilder möchte ich euch nicht in den Tag schicken!

Nehmt also vorlieb!

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Habt alle einen guten Tag!

:wave:

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MiBuRo A d v e n t s k a l e n d e r

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Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt`s wie wunderbares Singen –
o du gnadenreiche Zeit!

(Joseph von Eichendorff)

Heute möchte ich euch mal einige Weihnachtsbräuche und ihre Bedeutung aufstellen:

Wer im Advent eine Schüssel mit Nüssen, Backwerk und roten Äpfeln auf den Tisch stellt, folgt der alten Sitte der Segensfrüchte, die bedeuteten, daß man im künftigen Jahr keinen Mangel leiden muß.

Immergrüne Zweige haben unsere Vorfahren schon in der vorchristlichen Zeit in Haus und Hütte geholt. Sie galten als Symbol der ewigen Lebenskraft, die böse Dämonen verscheuchen (im christlichen Sinne evtl. für ewiges Leben).
Als besonders zauberkräftig galten Eibe, Buchsbaum, Fichte, Tanne, Stechginster, Wacholder, Kiefer, Rosmarin und Efeu.

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Die Stechpalme (Ilex) stellt mit ihren stacheligen Blättern ein Symbol der Dornenkrone dar, mit ihren roten Beeren das Symbol der Blutstropfen Christi.
In England wird die Stechpalme als männliches Symbol betrachtet, der Efeu als weibliches, anschmiegsames. Die Zusammenstellung von Ilex und Efeu stellt daher auch den Kampf der Geschlechter dar.

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Der Mistelzweig war schon deshalb sehr geheimnisvoll, weil die Mistel nicht aus der Erde, sondern in den Bäumen wächst. Die Pflanze ist schon den Druiden, den keltischen Zauberpriestern, heilig gewesen. Sie wurden mit einer goldenen Sichel geschnitten und auf ein Tuch geworfen, damit sie nicht die Erde berührten. Sie sollten Wunder wirken, Glück bringen und böse Geiser abwehren. Wenn sich Feinde unter einem Mistelzweig trafen, so umarmten und versöhnten sie sich; das ist der Ursprung vom Kuß unter dem Mistelzweig.
Weil die Mistelzweige aber ein so unverkennbar heidnisches Grün sind, findet man sie nicht zum Dekorieren von Kirchen und auch nicht auf der Straße, sondern nur innerhalb des Hauses!

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Die Christrose soll an die Blüte Jesse erinnern, die mitten im Dunkel der unerlösten Welt aufblüht.

Rosmarin gehört als heilkräftige Zauberpflanze mit den witterungsbeständigen Blättern ebenfalls zu den Weihnachtspflanzen.

Das Rotkehlchen gehört in England zu den Weihnachtstieren. Eine prosaische Erklärung dazu lautet, daß die englischen Briefträger Mitte des 18. Jahrhunderts rote Röcke trugen, die zu den roten Briefkästen paßten. Man nannte sie daher Rotröcke oder Rotkehlchen, und als um 1860 die Weihnachtskarten Mode wurden, bildete man auf ihnen häufig Rotkehlchen ab.

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Die Kerzen sollen mit ihrem Licht auf jenes weisen, das mit Christus in die dunkle Welt gekommen ist.
Und mit dem Kerzenlicht steigen die Gebete in den Himmel.

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Der Weihnachtsstern ist aufgrund seiner Farbe ein Bestandteil des Weihnachtsfestes (und seines Blühens zu dieser Zeit, wenn auch nicht in unseren Breiten), rot und grün sind die traditionellen Farben der Weihnachtszeit.

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(Quelle: Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche, Sybil Gräfin Schönfeldt)

Auch diese Liste werde ich im Laufe unseres Kalenders noch fortsetzen, da habt ihr wieder was zum drauf freuen!

Da viele Bräuche ja auch englischen Ursprungs sind, stelle ich hier nun mal ein sehr altes englisches Weihnachtslied ein, wenn ihr mögt, könnt ihr mitsingen, der Text ist eingeblendet:

God rest ye merry gentlemen

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:wave: