Grafschafter Wochenanzeiger – Rusemondach – Wir gehen ins Theater!

 ______________________________________________________________________________________________                                              Die Heinzelmännchen                                                             

Wie war zu Köln es doch vordem
mit Heinzelmännchen so bequem!
Denn, war man faul, … man legte sich
hin auf die Bank und pflegte sich:
Da kamen bei Nacht,
ehe man’s gedacht,
die Männlein und schwärmten
und klappten und lärmten
und rupften
und zupften
und hüpften und trabten
und putzten und schabten …
und eh ein Faulpelz noch erwacht …
war all sein Tagewerk … bereits gemacht!

Die Zimmerleute streckten sich
hin auf die Spän‘ und reckten sich.
Indessen kam die Geisterschar
und sah, was da zu zimmern war.
Nahm Meißel und Beil
und die Säg‘ in Eil;
und sägten und stachen
und hieben und brachen,
berappten
und kappten,
visierten wie Falken
und setzten die Balken …
eh sich’s der Zimmermann versah …
klapp, stand das ganze Haus … schon fertig da!

Beim Bäckermeister war nicht Not,
die Heinzelmännchen backten Brot.
Die faulen Burschen legten sich,
die Heinzelmännchen regten sich –
und ächzten daher
mit den Säcken schwer!
Und kneteten tüchtig
und wogen es richtig
und hoben
und schoben
und fegten und backten
und klopften und hackten.
Die Burschen schnarchten noch im Chor:
Da rückte schon das Brot, … das neue, vor!

Beim Fleischer ging es just so zu:
Gesell‘ und Bursche lag in Ruh.
Indessen kamen die Männlein her
und hackten das Schwein die Kreuz und Quer.
Das ging so geschwind
wie die Mühl‘ im Wind!
Die klappten mit Beilen,
die schnitzten an Speilen,
die spülten,
die wühlten
und mengten und mischten
und stopften und wischten.
Tat der Gesell die Augen auf …
wapp! hing die Wurst da schon im Ausverkauf!

Beim Schenken war es so: Es trank
der Küfer, bis er niedersank,
am hohlen Fasse schlief er ein,
die Männlein sorgten um den Wein
und schwefelten fein
alle Fässer ein
und rollten und hoben
mit Winden und Kloben
und schwenkten
und senkten
und gossen und panschten
und mengten und manschten.
Und eh der Küfer noch erwacht,
war schon der Wein geschönt und fein gemacht!

Einst hatt‘ ein Schneider große Pein:
Der Staatsrock sollte fertig sein;
warf hin das Zeug und legte sich
hin auf das Ohr und pflegte sich.
Da schlüpften sie frisch
in den Schneidertisch
und schnitten und rückten
und nähten und stickten
und faßten
und paßten
und strichen und guckten
und zupften und ruckten, –
und eh mein Schneiderlein erwacht:
War Bürgermeisters Rock … bereits gemacht!

Neugierig war des Schneiders Weib
und macht sich diesen Zeitvertreib:
Streut Erbsen hin die andre Nacht.
Die Heinzelmännchen kommen sacht;
eins fährt nun aus,
schlägt hin im Haus,
die gleiten von Stufen
und plumpen in Kufen,
die fallen
mit Schallen,
die lärmen und schreien
und vermaledeien!
Sie springt hinunter auf den Schall
mit Licht: Husch husch husch husch! –
Verschwinden all!

O weh! Nun sind sie alle fort
und keines ist mehr hier am Ort!
Man kann nicht mehr wie sonsten ruhn,
man muß nun alles selber tun!
Ein jeder muß fein
selbst fleißig sein
und kratzen und schaben
und rennen und traben
und schniegeln
und biegeln
und klopfen und hacken
Und kochen und backen.
Ach, daß es noch wie damals wär‘!
Doch kommt die schöne Zeit nicht wieder her!

(Text: August Kopisch, Bilder von Oskar Herrfurth, Postkartenserie)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger: Da isser, der Rosemundach, das Hochfest des Kölner Karnevals!

In unserer wochenendlichen Redaktionssitzung gab es aber erst einmal grübelnde und ratlose Gesichter, den Rosenmontag gab es ja hier im Blögchen schon etliche Male, was also sollte die Redaktion da noch neues bringen beim ersten Rosenmontag im Grafschafter Wochenanzeiger??? Mimi blätterte derweil in unserem Karnevals-Archiv und da fiel ihr Blick auf das Jahr 2016: „Guck mal, Frau Chefredakteurin, da hatten wir doch mal so einen kleinen Narren in unserem Eintrag, könnten wir da nicht nochmal was mit machen?“ „Mööönsch, Mimi, gute Idee, denn weißt du, zu dem kleinen Narren gehört ja noch eine ganze Spielschar, die hol ich jetzt mal raus und dann fotografieren wir die mal, und dann mal gucken, was wir da für einen Eintrag mit klöppeln können!“ Gesagt, getan: Die Redaktionsmitglieder waren begeistert, aber guckt einfach erst einmal selbst:

An den kleinen Narren, zweiter von links, da könnt ihr euch sicher alle erinnern, den Pumuckl hatten wir auch schon mal in einem Eintrag, aber die restlichen Protagonisten sind euch noch allesamt unbekannt! Der kleine Narr, König, Großmutter und das vorne liegende Krokodil sind Original Dresdner Handpuppen, in Björns Kindertagen erworben. Und die beiden Handpuppen rechts außen sind von mir selbst gemacht, ein Räuber und ein Zauberer, da haben wir immer Kasperletheater mit gespielt! Zum Krokodil gibt es eine süße kleine Geschichte vom damals erst dreijährigen Björn: Das Krokodil wird ja in jedem Kasperletheater immer als gefährliches Tier verprügelt, als seine kleinen Freunde, die hier mitgespielt haben, das dann mit seinem auch machten, hat er ihnen das Krokodil von der Hand gerissen und in seine Arme genommen und getröstet und empört erklärt, sein Krokodil wäre ganz lieb und friedlich und dürfe nicht verprügelt werden!

Gucken wir nun mal die Puppen im Detail:

Der Pumuckl, selbst gestrickt! Björn liebte Pumuckl!!!

Den Narren kennt ihr ja schon und hier schleicht sich schon der König ins Bild eine weitere der Dresdner Handpuppen, ebenso wie die Großmutter. Jetzt kommen wir zu meinen selbst genähten:

Der Räuber, da war Björn immer so begeistert von dem Räuberhut! Aber seine Lieblingspuppe war der Zauberer guckt mal genau hin, er hat in seiner rechten Hand sogar einen Zauberstab! Nochmal die ganze Truppe bissel aufgehellt

und eine kleine Porträt-Galerie:

Zeigt her eure Füße, hihihihi!

Ja, und da standen wir nun mit unserer Puppentheater-Galerie und wußten doch wieder nicht so recht weiter, aber da hatte dann Otto, unser Handelsreisender, die zündende Idee: „Mööönsch, Frau Chefin, ick war doch neulich bei Ihre Kinderkes in Köln, und auf der Fahrt, da bin ich hier vorbei gekommen:

https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4nneschen-Theater

Wie wäre es denn…..“ jaaaa, weiter kam Otto nicht, dann überschlugen sich hier die Kommentare vor Begeisterung, au, ja, au, ja, wir fahren mit alle Mann am Rosenmontag dahin!!! Eine prima Idee, Otto, dann gehen wir am Rusemondach standesgemäß in Kölle ins Theater! Und alle sind herzlichst eingeladen:

Treffpunkt: Natürlich in den euch bekannten grafschaftlichen Redaktionsräumen! Nach einem bissel vorglühen mit kleinen Snacks und Getränken

hält Mimi nochmal ihre schon legendäre Büttenrede von anno domini 2013!

Helau, alaaf, ihr Narren hier,
es meldet sich das Katzentier!
Seit Donnerstag läuft nun die Chose
daß hier der Öffner meiner Dose
total verrückt spielt, ach du Schreck,
kaum sind die Weihnachtssachen weg,
da trabt sie tanzend durch die Räume
und singt (falsch!) bis in meine Träume,
vom Räuber, Sultan und Kamelle,
da sträubt sich mir mein Nackenfelle,
Luftschlangen dekoriert sie da
wo sonst mein Knuffelkissen war,
und langsam dämmert es auch mir,
der Fasteleer ist wieder hier!

Und da ich bin ne liebe Katze,
so wink auch ich mal mit der Tatze,
und möchte euch und Frauchen hier
mit einer Büttenred`Plaisir
und ganz viel Freude heute machen,
darum kriegt ihr jetzt was zum Lachen,
und ich erzähl, da seid ihr platt,
was sich heut zugetragen hat,
als ich am Mittag, kaum zu glauben,
es wollte mir den Atem rauben,
auf dem Balkon am Boden sah:
Ein Amseltier, wie wunderbar,
mein Mittagessen, fein serviert,
mit leckerem Grün schon dekoriert.

Ich schlich mich an auf leisen Pfoten,
denn Vogeljagd ist hier verboten!
Was ich vor Jagdeifer vergaß,
da gab es ja auch noch das Glas
von der Balkontür, ach, du Graus!
Wie krieg ich das denn bloß da raus?
Und kaum gedacht, da war`s geschehn,
das Amseltier hat mich gesehn!
Es flog davon! Kommt nicht in Frage,
du haust nicht ab, wenn ich dich jage!
Ein Sprung! Doch ich erwischte
nur die Gardine, und die zischte
mit mir dran hängend auf den Boden,
die Stange war auch ganz verbogen,
die Amsel weg und mir ganz flau,
ach, was ne`peinlich-dumme Show!
In diesem Sinn: Alaaf – helau!

Bufftäää, bufftäää, bufftäää, bumm-bumm!

Und dann geht es los, bitte alle Platz nehmen in unserem närrischen Bulli

und ab geht die Fahrt nach Kölle ins Hännesche-Theater! Für unterwegs gibt es noch feine Karnevalslieder! Alle mitsingen, Klatschmarsch, und ab die wilde Fahrt!

Und dann viel Spaß im Kölner Hänneschen-Theater!

Ganz klar, daß wir als Truppe vom Grafschafter Wochenanzeiger natürlich auch einen Blick hinter die Kulissen werfen durften:

Wir hoffen, allen hat es richtig Spaß gemacht, mal was ganz anderes zum Rosenmontag!

Dann geht es mit dem närrischen Bulli wieder zurück zu den grafschaftlichen Redaktionsräumen, wo mit einem feinen kalten Karnevalsbuffet und diversen Getränken unsere Rosenmontagsfeier endet!

Zum Abschluß unserer Feier noch einmal das Lied von den Bläck Fööss „Unsere Stammbaum“ zum Gedenken an die Opfer von Hanau, Hand in Hand gegen Haß und Gewalt!!!

Habt alle einen schönen, friedlichen Rusemondach und eine gute neue Woche, wünschen euch von Herzen das Redaktionsteam des Grafschafter Wochenanzeiger und die Freelancer Otto und Lucia.

Habts fein!

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„Da simmer dabei!“ …..endlich wieder!

…..“Dat is prima!“

Viva Blögchen! Viva Rosenmontag!

WIR SIND WIEDER DA!

as Carnaval kommt.
Wozu es euch frommt,
ihr Tausendsasas?
Zum plattesten Spaß,
zum Fressen und Saufen,
nach Huren zu laufen. –
Ihr knickrigen Kerle!
Gebt Geld für den Dom:
Der ist ja Kölns Perle.
Sonst schreib‘ ich nach Rom,
ich müsse hier streuen
die Perlen den Säuen.

(August Wilhelm Schlegel )

 

 

 

Hi, Folks, freu, freu, jubel, jubel, guckt mal, wir sind wieder da, mein Frauchen und ich, pünktlich zum traditionellen Montag und zusätzlich isses auch noch der Rosenmontag, das paßt doch herrlich, oder?

Mein Frauchen ist endlich wieder gesund, so ein bissel hustet sie noch, aber das wird auch wieder richtig, sagt sie. So eine lange Blogpause hatten wir noch nie, ich bin richtig happy, das wir nun wieder da sind.

Hach, nun weiß ich gar nicht, womit ich hier mal anfangen soll, wißt ihr was, ihr habt alle immer so liebe Besserungswünsche an meinen Dosenöffner geschickt und mir immer so nette Komplimente als Frauchens Krankenschwester gemacht, da zeig ich euch doch jetzt mal, wie schön ich mein Frauchen hier betreut habe während ihres Krankenlagers!

Jede Menge Taschentücher hab ich parat gelegt

und Frauchen ihr Kissen zurecht gerückt, damit sie gemütlich auf der Couch liegen kann, natürlich das mit den Eisbären, die haben schließlich auch einen Heilungseffekt wie mein Schnurren:

Guckt mal, was wir hier noch haben, das ist noch von den Eltern von meinem Frauchen, hat sie mir erzählt, und war schon zu ihren Kindertagen vorhanden, eine Reflektorlampe

in die man eine Rot- oder Blaulichtbirne eindrehen kann zum bestrahlen

aber das hier ist was ganz besonderes und gehört noch zur Urausstattung von der Lampe, eine Ultrarot-Birne! Frauchen hat mir erzählt, da gehörte zu ihrer Kinderzeit auch noch eine sog. „Höhensonne“ zu, für Ultraviolett-Strahlung, die gibt es aber nicht mehr und um die zu benutzen, brauchte man auch eine Schutzbrille, wen es von euch interessiert, büdde schön:

https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hensonne

Außer dieser Bestrahlungslampe hat Frauchen auch noch Dampfbäder mit Kamille gemacht, ich fand die Tüte von den Kamillenblüten so fein

ganz viele Kräuter, sieht hübsch aus, oder?

Tee gab es natürlich auch bei meiner kätzischen Betreuung vom hustenden und schniefenden Frauchen

und Hühnersuppe, die ist immer ganz besonders gut bei grippalen Infekten, sagt mein Frauchen!

Das Geschirr hab ich ausgesucht, ich finde, das muß doch auch optisch aufmuntern, und bei Frauchens Vorliebe für Rosen?!

Abends gab es dann noch mehr für die Seele, Duftkerzchen wurde angemacht, mit dem tollen neuen Duft „Auszeit am Meer“, Frauchen war begeistert, das riecht wirklich so, wie man sich das beim lesen vorstellt, hihihihi!

Als Frauchen krank wurde, da war hier ja noch nicht der Frühling eingekehrt wie später dann mit fast schon Sommertemperaturen, von denen wir ja nun leider so gar nix hatten, aber dafür haben wir noch was, das Frauchen noch so in der Winterzeit fotografiert hat, der feine neue Schneemann aus Keramik, beleuchtet, in Erinnerung an unseren kleinen richtigen Schneemann Boris auf Balkonien, lach!

Sieht richtig fein aus, nicht wahr?

Ja, und wenn ich dann mit meiner Frauchen-Rundumbetreuung fertig war, hab ich es mir dann auch auf der Couch gemütlich gemacht mit Fellpflege:

So ganz langsam ging es Frauchen dann immer besser, und stellt euch vor, zu meiner größten Freude konnten wir dann den zweiten Frühlingsschub endlich auch mal auf Balkonien genießen, hach, Folks, was war das für eine Wonne, mein geliebtes Balkonien, mein Brotkasten, Sonne, warm…..herrlich, sag ich euch!

Mittlerweile blüht die Forsythie

ich hab natürlich sofort meinen Brotkasten erobert

Am Abend gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang

und später einen feinen Mond

Ja, und langsam aber sicher ging es Frauchen dann Stück für Stück immer besser, so hatten wir dann doch auch noch ein bissel was von den tollen Tagen, auf die sich Frauchen doch eigentlich wieder so gefreut hatte, und ich natürlich auch, ich mag es, wenn mein Dosenöffner vergnügt ist. An Weiberfastnacht ist dieses Jahr mal wieder nichts gelaufen, Frauchen meinte noch, gut, daß sie mit ihrer Freundin, dem ehemaligen Frauchen von mir, keine Karten für den Möhnenball in diesem Jahr hatten, hätte ja dann doch nicht geklappt. Aber dafür haben wir es uns dann am Freitag hier ganz gemütlich gemacht, für die Sitzung im Fernsehen von „Mainz bleibt Mainz“, da hat sich Frauchen so drauf gefreut, und es war auch wieder richtig klasse. Und Frauchen schon wieder so fit, daß bissel Deko-Karnevalskram gemacht worden ist hier, guckt:

Sogar an meinem Kratzbaum, hihihihi, das hat aber nicht lange gehalten, das mußte ich jagen!!!

Das waren die Luftschlangen, die hatte Frauchen doch tatsächlich noch hier in einer Schublade, wohl vom letzten Jahr übrig geblieben!

Lecker Essen gab es auch, für mich Thunfisch und für Frauchen

einen leckeren Salat, einen feinen Rotwein, Ziegenkäse und Apfelmus für

Reibekuchen, lecker Fladenbrot mit Kümmel und eine Pilzrahmsuppe zur Vorspeise

Und zum Nachtisch? Jaaaaa, klar, leckere Berliner, ein Muß zum Karneval!!!

Da haben wir doch noch ein bissel was zum Karneval feiern gehabt, den gestrigen Sonntag haben wir einfach gemütlich verklüngelt, nun gucken wir heute uns noch die Karnevalszüge vor allem natürlich aus Köln an, falls sie denn dann stattfinden, es ist ja mal wieder Sturm angesagt, das wäre mehr als traurig! Hoffentlich klappt alles! Wir drücken jedenfalls Daumen und Pfötchen.

Abends ist dann noch mal die Karnevalssitzung aus Köln, und dann ist das alles schon wieder Geschichte mit den tollen Tagen. Zum Rosenmontag hat Frauchen noch was feines dekoriert, das hatte sie euch neulich schon mal so vorab gezeigt

Hihihi, könnt ihr raten?

Naaa, dämmert’s???

Jaaa, genau, der hübsche Rosen-Lampion hängt am Wohnzimmerfenster!

Paßt doch so fein zu Rosenmontag, meinte Frauchen!

Ja, ihr Lieben hier alle, nun bin ich am Ende von meinem (Rosen)-Montags-Eintrag angekommen, ich zeig euch jetzt noch mal ein paar Kostüme von uns zwei beiden vom letzten Jahr

dann gibt es noch was karnevalistisches für auf die Ohren, natürlich passend zum Titel des Eintrags

und dann wünschen wir euch allen einen ganz, ganz feinen Rusemondaach mit viel Spaß anne Freud und guter Laune! Und wir feuen uns sooooooo, daß wir wieder da sind!

Habts fein! Wünschen euch euer Co-Autor Mimi und Frauchen Monika!

Bedient euch beim Kaffee!!! Alaaf und Helau!

Der Tag mit den zwei Gesichtern

Aschermittwoch  und Valentinstag 

Da halten wir nun erstmal eine kleine, närrische Rückschau auf die vergangenen tollen Tage. Am Tulpensonntag  war ich ja mit meiner Freundin in der Sauna, das war so schön, daß dieses Event gleich doppelt in diesem Eintrag vertreten sein wird, zu beiden Tagen.

Am Rosenmontag  haben Mimi und ich uns im närrisch dekorierten Heim

die Rosenmontagszüge angeguckt, vor allem natürlich den von Kölle, hihihi, und dabei ist mir aufgefallen, daß es die ersten Rosenmontagszüge auf dem feinen neuen Fernseher waren, das mußte ich sofort verewigen:

das war alles Kölle, so schööööön! Mimi fand sowohl Deko als auch die Rosenmontagszüge prima, guckt:

 aufmerksame Beobachterin, vorher hat sie mal die feine Luftschlangen-Girlande an der Lampe auf Spielfestigkeit geprüft, lol! Hat geklappt, also macht sie es sich gemütlich!

Am Veilchendienstag  haben wir es uns einfach noch bissel gemütlich gemacht und ich hab am Nachmittag noch herzlich gelacht über eine Nachricht von den Kindern über FB: In Köln kann man sich dem Fastelovend nicht entziehen, hihihihi, sie waren auf dem Veedelszoch in ihrem Stadtteil Mülheim, hatten Spaß und haben ganz viel Süßkram mitgebracht, mit dem sie beworfen worden sind, lol!

Tja, und damit ist der Fastelovend 2018 nun schon wieder Geschichte, schön war er und wir freuen uns aufs nächste Jahr!

Die tollen Tage sind vorbei, es ist wieder Kehraus! 

Aschermittwoch

 Still! die letzte Pritsche knarrte –
Kolombine schlüpft ins Haus;
und die bunte Prinzengarde
schläft ihr rheinisch Räuschlein aus.
Durch die Nacht ein Hörnerblasen –
ei, der gute Wächter wacht!
Nur der Rinnstein in den Straßen
schwatzt von der Konfettischlacht;
manches Täschlein, blank und ledern,
aber, leider, leer, so leer,
bunte Schnitzel, Pfauenfedern,
all das schwemmt er so daher…

 

Und die guten Leutchen tragen
blasse Häupter morgen um;
und sie sagen und sie klagen:
„Ex ist, was so schön und dumm;
aus ist mit der Zeit der Narren
Geigenspiel und Liebeslohn;
und jetzt heißt es wieder karren
in der alten Tagesfron.
Und mit sittsamen Gebärden
ohne Schellenklang und Wein
heißt es gar vernünftig werden,
ach, und voller Tugend sein!“

Kinder, Kinder, eure Schmerzen
sind mir eitel Hall und Schall.
Seht, in meinem Sünderherzen
glimmt ein Fünkchen Karneval;
blitzt ein ewiges Humörchen,
das nicht Aschermittwoch kennt
und mit reuzerquälten Törchen
Faschings Ende nicht beflennt;
das, selbst von des Lebens Schlappen
und von Nörglern ungestört,
an geheimen Narrenkappen
noch die Schellchen läuten hört.

Glaub mir, wie sie sich verstecken
hinter Würden, Kunz und Hans,
guck nur recht, du findst den Gecken
tief im Wams des Biedermanns;
an der Jungfrau Tugendröschen
tönt ein Schellchen leis und fein,
an des Dandys neusten Höschen
klingt’s bei jedem Schritte drein;
neckt den Schwärmer hinterm Sterne,
fährt mit Helden übers Meer,
und in weiter, weiter Ferne
klingelt’s hinter Särgen her…

Laß von Trübsal nicht betören
deinen kurzen Erdengang,
solche Glöckchen sollst du hören
und dich freun am Silberklang;
denn von allen guten Sachen,
die er spendet erdenwärts,
legt‘ als Bestes dir das Lachen
einst der liebe Gott ins Herz.
Bis man dir die schwarzen Pferde
zieht zur Reise aus dem Stall,
trag durch diese bunte Erde
dir dein Fünkchen Karneval!

 

( Rudolf Presber)

Herrliche Aufnahme aus alten Tagen!

Tja, am Aschermittwoch ist alles vorbei? Na, da spricht mir doch mein eingestelltes Gedicht zu diesem Tag voll aus der Seele, vor allem diese Zeilen: „Bis man dir die schwarzen Pferde zieht zur Reise aus dem Stall, trag durch diese bunte Erde dir dein Fünkchen Karneval!“

Ich werde auch wieder „Verzicht“  üben in den kommenden Fastentagen

auf Alkohol, wenig Fleisch, weniger Glimmstengel, aber das alles muß beileibe nicht mit sauertöpfischer Miene einhergehen, und gramgebeugt, es bedeutet für mich einfach nur wieder einmal achtsamer zu sein, mit sich und den anderen, mit offenen Augen und freudigem Herzen auch mal wieder sich an den kleinen Dingen des Lebens freuen! Und Verzicht kann auch darin bestehen, daß man/frau sich eben mal nicht über jede pisselige Kleinigkeit aufregt und ärgert, eben mal nicht den Splitter im Auge des Nachbarn sehen, aber den Balken im eigenen nicht, nicht immer nur wie gebannt auf die geschlossenen Türen des Lebens gucken, ohne die zu sehen, die sich neu geöffnet haben! Nicht immer nur jammern über verpaßte Gelegenheiten, sondern einfach neue finden! Vor der eigenen Türe kehren! Niemand außer mir selbst ist für mein Glück oder Unglück verantwortlich!

Einen kleinen Schritt auf diesem Weg bin ich schon gegangen, am Sonntag beim Besuch der Sauna mit meiner Freundin. Und um euch da nun bissel einzustimmen, zeig ich euch mal mit verschiedenen Links, wie fein es dort ist:

http://revierpark.com/solbad/saunawelt/unsere-saunalandschaft/

http://revierpark.com/

Beim letzten Link ist auf dem Bild links neben dem feinen Schwimmbecken draußen „meine“ Erdsauna zu sehen, und hier

http://revierpark.com/solbad/saunawelt/unsere-saunen/

ist sie nochmal auf dem Header-Bild und bei den kleinen Bildchen unter dem Text ganz rechts auf dem Bild! Klickt es mal an, dann wird es groß!

http://revierpark.com/solbad/unsere_saunen/

Hier sind nochmal kleine Bilder zum anklicken, das zweite von links ist die Erdsauna!

Warum ich das hier nun so ausführlich mache? Ich liebe diese Sauna ganz besonders, und am Sonntag gab es dort eine ganz herrliche Anwendung, sicher kennt ihr alle Sauna-Aufgüsse, aber kennt ihr auch Räucherungen? Räucherungen mit Palo Santo, dem Heiligen Holz der Indianer?

http://www.inkanat.com/de/arti.asp?ref=palo-santo-heilige-holz

Das Holz stammt von einem ganz besonderen Baum, könnt ihr gut im Link nachlesen, sehr positiv dabei ist auch, daß für dieses Holz kein Baum gefällt wird, es wird nur das abgestorbene Holz gesammelt. Das heilige Holz wird unter anderem dazu benutzt, um negative Energien zu vertreiben und positive Energien aufzubauen.

Und genau in diesem Sinne wurde es am Sonntag in der Erdsauna verräuchert, das war so ein wunderbares Erlebnis! In einem Räucherofen werden die Holzstäbe draußen vor der Sauna entzündet, dann wir der Ofen in die Sauna getragen, dort werden die brennenden Hölzer durch ausblasen gelöscht, damit nur noch der Rauch entsteht, der genaue Zeitpunkt dafür muß gut abgepaßt sein. Dann verbreitet sich der wirklich weiße Rauch im ganzen Raum und wird vom Zelebrierenden mit einem großen Fächer im Raum verteilt! Der Geruch ist unbeschreiblich, holzig und süß, ich fand ihn herrlich! Es war mucksmäuschenstill in einer sehr gut besuchten Sauna, man fühlte richtig die Erdung und die Ruhe, die sich ausbreitete, Entspannung pur! Ein ganz tolles Erlebnis!

Das war mein erster Schritt in die beginnende Fastenzeit, und ganz ehrlich, es ist mir wirklich gelungen, diese positive Gestimmtheit aus diesem Erlebnis mit in den Alltag zu nehmen! Da bin ich doch schon mal gut gerüstet!

Und wünsche euch allen einen schönen Aschermittwoch und einen guten Beginn der Fastenzeit!

Nun kommt der zweite Teil des Tages, der 

Morgens send ich dir die Veilchen…

Morgens send ich dir die Veilchen,
die ich früh im Wald gefunden,
und des Abends bring ich Rosen,
die ich brach in Dämmrungstunden.

Weißt du, was die hübschen Blumen
dir Verblümtes sagen möchten?
Treu sein sollst du mir am Tage
und mich lieben in den Nächten.

(Heinrich Heine)

Der Tag der verliebten Verliebten, der verliebten Verlobten, und der verliebten Verheirateten!

Aber auch ein Tag der Freundschaft, denn auch Freunde schenken sich was zum Valentinstag!

Mimi und ich sind Freunde!

Und wir haben uns ein feines Bild geschenkt! Ich an Mimi und Mimi an mich

Süß, oder?!

Euch allen schenken wir zum Valentinstag nochmal den feinen Kaffee zur Einstimmung in den Tag mit Mimi

Und noch ein Gedicht:

Im Volkston

Als ich dich kaum gesehn,
mußt es mein Herz gestehn,
ich könnt dir nimmermehr
vorübergehn.

Fällt nun der Sternenschein
nachts in mein Kämmerlein,
lieg ich und schlafe nicht
und denke dein.

Ist doch die Seele mein
so ganz geworden dein,
zittert in deiner Hand,
tu ihr kein Leid!

(Theodor Storm)

Das ist mein Lieblings-Liebes-Gedicht von Theodor Storm, vor allem liebe ich die letzte Strophe!

Für alle Freundschaften am heutigen Valentinstag gibt es auch noch ein schönes Gedicht

Ein Herz laviert nicht

Ich nenne keine Freundschaft heiß,
die niemals, wenn’s ihr unbequem,
den Freund zu überraschen weiß
trotzdem.

Denn wenn sie Zeit und Mühe scheut,
ein Unverhofft zu bringen,
das einen Freund unendlich freut,
dann hat sie keine Schwingen.

Den Umfang einer Wolke misst
kein Mensch. Weil sie nicht rastet,
noch ihre Freiheit je vergißt. –
Ich glaube: Keine Wolke ist
mit Arbeit überlastet.

(Joachim Ringelnatz)

Freundschaft ist auch, mit der Freundin in die Sauna zu gehen, hihihihi! Deshalb hab ich oben geschrieben, daß dieses Thema gleich zweimal auftaucht!

Nun wünschen wir beide, Mimi  und ich, euch allen einen guten Aschermittwoch und einen wunderschönen Valentinstag, bleibt oder werdet alle gesund und

habts fein! 

 

Das Narrenschiff sticht in See

  

Berta und ich gehen zum Maskenball

Gänse, die als Prinzessinnen sich weiden.
Schafsköpfe, die als Schafskopf sich verkleiden.
Türken, die eine Bettlerin
mit „Frau Geheimrat“ titulieren,
Cowboys mit Oberlehrermienen. —
Nur die dabei verdienen und bedienen,
erkennen solchen Unfugs Sinn.
Und beinah nur für diese Wenigen
mischen wir andern uns auf buntem Teller
zum außerordentlichen italienischen
Salat, als Stückchen dran und drin.

Berta, frisier dich etwas schneller!
Weil ich ein fertig angezogener Chinese bin.

Es braust ein Ruf wie Donnerhall, –
Berta, wir gehn zum Faschingsball,
zu Karnevallerie Krawall,
Pot-Pickles, Mixed-Pourri und Drall.

Denn mancherlei im Leben –   vielerlei! – ,
das man nicht sagt, läßt tanzen sich und grölen.
Und köstlich ist ein unverbindlich Küssen.

Maria Stuart, heute bist du frei.
Rasch! Gieße Flieder in die Achselhöhlen!
Nimm diese Mark für Trambahn und mal müssen.
Das Auto hin, das werde ich bezahlen.
Bin ich nicht nett??
Und geh heut nacht mit wem du willst in das Schafott.
Mach zu! Mein Hütchen – und mein Paletötchen. –
Steig ein! – Die Schlüssel? – Und die Schinkenbrötchen?
Töff töff rrrr –

Das Auto hält. Portier und Lichter strahlen.
Das Auto will ich, wie gesagt, bezahlen.
Doch, Berta Stuart, nun verlaß ich dich.
Zum Abenteuern muss man Freunde meiden.
Wie wir uns heute nur für andre kleiden,
zuletzt erlebt ein jeder doch nur sich.

 

Du!: Morgen, überm Eimer denk an mich!

(Joachim Ringelnatz)

Höhepunkt des Fasteleer: Der Rosenmontag! 

Das Narrenschiff sticht in See und nimmt Fahrt auf in die närrische Hoch-Zeit!

Ja, ihr Lieben hier alle, und auch das macht es jetzt schon im 6. Jahr, in See stechen, das Narrenschiff, da hab ich wieder lange überlegt, was ich euch denn hier noch nicht gezeigtes präsentieren könnte, und ich bin allwieder mal fündig geworden!

Kostüme! Was wäre der Fastelovend ohne Kostüme! Gerade das verkleiden und die Lust und der Spaß daran ist doch das Salz in der Suppe eines jeden Karnevalisten, hihihihi!

Ein Faschingskostüm, je nach Region auch Fastnachtskostüm oder Karnevalskostüm ist eine spezielle Kleidung, gegebenenfalls ergänzt um eine Maske und/oder KopfbedeckungFrisurPerückeSchminke,

im Fasching, der Fastnacht oder im Karneval.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Faschingskost%C3%BCm

Die Standesunterschiede werden im Karneval aufgehoben, jetzt wie einst, im 12. und 13. Jahrhundert war begreiflicherweise das fette Essen noch wichtiger als die Maskierung. Erst im 18. Jahrhundert feierten die Vornehmen an ihren Höfen mit venezianischen Masken den Karneval, das wurde unter Napoleon verboten. Mitte des 19. Jahrhunderts und nach den Franzosen beherrschten die militärischen Preußen weite Teile Deutschlands und somit auch das Rheinland. Die Rheinländer ließen kurzerhand die Karnevalstradition und damit den Fasching wieder aufleben und nutzten die Narrenfreiheit während der tollen Tage zum Verspotten der Preußen. So entstand die bekannte Faschingstradition mit Vereinen, Faschingskomitees, Elferräten und Prinzenpaaren. Noch heute zeugen ungezählte Garden, Paraden und Marschkapellen von der Verhöhnung der Preußen. Der erste Rosenmontagszug fand 1823 in Köln statt. . Die Wagen, die beim Straßenkarneval mitfuhren, hatten häufig die Form von Schiffen. Diese Schiffsform geht auf die mittelalterliche Darstellung sogenannter Narrenschiffe zurück, die ihre Passagiere ohne Mast und Segel ins Verderben fuhren. Die Faschingskostüme entstanden, teils angelehnt an die Austreibung des Winters mit gruseligen Gestalten, der Mummenschanz!

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

1823 wurde das „Festordnende Komitee“ gegründet. Am 10. Februar des Jahres feierte Köln den ersten Rosenmontagszug unter dem Motto „Thronbesteigung des Helden Carneval“. Mit dabei waren die Roten Funken, die einstigen Stadtsoldaten, die sich auch gerade als Gesellschaft etabliert hatten, das Geckenberndchen von den Hillige Knäächte un Mägde, Jan von Werth und Kölner „Bauer und Jungfrau“, als Erinnerung an die ehemals Freie Reichsstadt Köln. Damals, wie heute, steckte ein Mann im Kostüm der Jungfrau.

Selbst der Herr Goethe war fasziniert vom Karneval und den Kostümen, er hat 1789 ein Buch über den römischen Karneval herausgebracht. Der Italienfan war verzaubert vom bunten Treiben in Rom. Die Masken, Kappen, bunten Kostüme und Bonbons als Kamelle fand er fast so irritierend wie die entblößten Brüste der vorlauten Italienerinnen.

Und frei nach dem Herrn Goethe sagen wir dann jetzt mal „der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Bilder sehen!“

Damit wird nun das große Kino der Karnevalskostüme von euer aller Co-Autor, meiner Mimi, und mir eröffnet:

Jaaaa, wir haben für diesen Eintrag wahrlich keine Kosten und Mühen gescheut, und avancieren als Kino-Reklame zu eurem Pläsier!

Oder als Buch, bei unserem Hang zu alten Festen und Bräuchen natürlich als Antiquariat:

Modern können wir aber auch, als Cover einer Zeitung, Mimi durftet ihr ja alleine abgebildet auf Modezeitschriften schon bewundern, nun also wir zwei beide:

Wir hatten so einen Spaß beim erstellen, hihihihi!

Mimi ist sogar zu den hohen Ehren aufgestiegen, sich stilecht im Museum zu präsentieren, guckt:

 Wie man sieht, ist das Publikum geradezu begeistert!

 Späte Phase der Naturmalerei, lol!

Ganz fasziniert war Mimi auch von einem alten Fernsehgerät, sie fand das olle Ding einfach herrlich:

 Lang, lang ist’s her!

Wir beide machen uns übrigens auch richtig gut über der Wohnzimmercouch, Bestellungen werden nach den närrischen Tagen hier gerne gegen eine geringe Gebühr entgegengenommen!

Farblich passend doch brillant, oder?

Hier zuppelt mich gerade jemand, jaaaaa, Mimi, dann mach du mal weiter!

 Hi, Folks, hihihihi, natürlich muß ich hier mitmischen bei dem Rosenmontags-Eintrag von meinem Dosenöffner, ich hab zum Einstand mal den Wilden Westen bemüht, hihihihi, und jetzt mach ich hier mit Bilderkes weiter, ich hab nämlich welche von Frauchen im Kostüm, Folks, ich sag’s euch, ihr lacht euch weg, ich hab mich gebrezelt!

Es jeiht loss, Frauchen in „Tausend und eine Nacht“!

 Wow, klasse, Frauchen wischt sich gerade die Lachtränen aus den Augen und meint, so ein Figürchen hätte sie mal vor Jahren, die man nicht mehr zählen könne gehabt! Bufftäääää, bufftääääää, bufftääääää, bum bum!

Die große Magierin

 und eine kleine Anlehnung an das euch bekannte Kostüm der Schneekönigin

 „Zieht euch warm an…..“, lol! Da machen wir doch gleich mal für alle Schnee- und Eisfans und vor allem natürlich für alle hier (und das sind viele!) die einen Tag ohne Eisbären sinnlos finden, weiter:

 Naaaa, neidisch???

Weiter geht der bunte Reigen, passend zu meinem Eingangs-Eintragsbild

aus dem Wilden Westen fungiert mein Dosenöffner jetzt als Indianer, ich lach mich weg!

 Hugh, Frauchen hat gesprochen!

Frauchen liebt ja Mittelalterkostüme, da hat sie natürlich auch was gefunden, das finde ich nun eigentlich wirklich richtig schön:

 Sie sagt gerade, zu den Mittelalter- und historischen Kostümen hat sie nachher noch was für euch!

Ich hab ja meinen Dosenöffner am liebsten so,

 als Hexe, so ist sie ja auch im Karneval schon verkleidet gegangen, da paß ich ja nun mal so herrlich dazu!  Hihihi, wir fliegen durch die Lüfte, Frauchen und ich!

Jetzt kommen zwei Bilder von Frauchen, da war sie ganz begeistert von, sie hat eben einen Hang zum historischen, ich darf euch vorstellen: Ihro Majestät, die Königin! Narhallamarsch!

Habt ihr alle fein den Hofknicks geübt??? Bissel tiefer, bitte…..jaaaa, so ist gut, ihr seid mit einer huldvollen Handbewegung von meiner Majestät entlassen, lol!

Jetzt geht es kostümisch in die Antike

 also, ehrlich, da wären sogar die griechischen Götter neidisch geworden! Und hier auch:

 Da hatte mein jeckes Frauchen echt so Spaß an der Freud, als sie hier die Bilderkes fertig gemacht hat, sie konnte da gar nicht genug von kriegen! Und dann war ich ganz stolz, Frauchen hat mir was gezeigt und gemeint, das würde ihr bestimmt auch gut stehen, guckt mal:

ein Tatoo von mir!!! Das laß dir mal machen, Frauchen, das find ich klasse!

Ja, hör ich euch jetzt gerade sagen, Mimi, wie steht es denn mit dir, hast du dich denn gar nicht verkleidet? Na, aber Folks, natürlich hab ich, mein Dosenöffner wäre doch nicht mein jecker Karnevalsdosenöffner, wenn ihr nicht auch was für mich eingefallen wäre, Klatschmarsch…….jetzt kommen meine Kostüme!

 Naaaaa??? Mimi als Fledermaus, Frauchen fand mich entzückend! Und ihr??? Auf jeden Fall wäre das ein schönes, warmes Kostümchen, draußen ist es ja kalt genug, hihihihi!

 Ich kann auch Koala-Bär, lol, sogar mit Kind! Frauchen meinte, ich würde in dem Kostüm im Duisburger Zoo bei den Koalas echt nicht auffallen, meint sie das ehrlich? Sie grinst bei sowas immer so gemein, menno! Ich finde mich bildhübsch!

Jetzt kommt der Höhepunkt meiner Kostümparade, das ist mit Abstand mein Lieblingskostüm, guckt:

 Der König der Löwen, das ist doch genauso standesgemäß wie Frauchens Königinnenkostüm! Da erbitte ich mir doch hier nun von euch allen aber mal den Kratzfuß, den man dem König der Löwen zu zollen hat, na…….? Ja, gut, huldvoll entgegen genommen!

Ja, Folks, das war nun unsere große Kostüm-Parade, ich hoffe, es hat euch gefallen und vor allem, es war lustig und ihr habt herzlich gelacht, denn so soll das ja im Karneval! Jetzt macht Frauchen noch den Schluß und ich sag mal zum Abschluß: Dreimal donnerndes Mimi – Helau, Grafschaft – Helau, Kostüme – Helau!!! Klatschmarsch und ab!    

So, da bin ich nun wieder, hihihi, wie hat sich Mimi auf die Kostümparade hier gefreut, und ich auch!

Ein kleines Schmankerl hab ich noch für euch, ein Schnittmuster für ein historisches Kostüm, das ich mal erstanden habe und das ich mir immer mal nähen wollte, irgendwann wird das noch mal was!

 Na, das ist doch was, oder?

Ich finde solche Kostüme herrlich, einzig die Frage, wie man damit wohl ein stilles Örtchen aufsucht, treibt mich um, lol, das wäre wohl nur mit Hilfe einer Freundin zu bewerkstelligen, bufftääääää, bufftääääääää, bufftäääääääää!!!

Und damit wünschen wir beide euch allen einen herrlichen, närrischen, fröhlichen Rosenmontag

 den jeder nach seinem Gusto verbringen mag! Wir werden wohl wieder bissel die Rosenmontagszüge gucken! Und uns noch einen feinen Rosenmontagsabend hier machen vorm Fernsehen mit

 Sekt und lecker was zum knabbern! Und Luftschlangen  und fröhlicher Deko! 

Prosit auf einen feinen Rosenmontag  und zum Schluß hab ich noch was feines, zum Titel mußte es doch mal wieder was von Reinhard Mey sein, und da die närrische Zeit auch kritische und mahnende Töne enthält, kommt hier nun „Das Narrenschiff“!

Einmal als Live-Auftritt

und einmal mit vollem Arrangement, urteilt selbst, welches euch besser gefällt, für mich haben beide ihren eigenen Reiz!

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/das-narrenschiff

Habts fein! 

Fastelovend 2017

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Das Waschfrauenlied

Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh
und sehet den fleißigen Waschfrauen zu!

Sie waschen, sie waschen,
sie waschen den ganzen Tag.

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Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh
und sehet den fleißigen Waschfrauen zu!

Sie spülen, sie spülen,
sie spülen den ganzen Tag.

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Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh
und sehet den fleißigen Waschfrauen zu!

Sie wringen, sie wringen,
sie wringen den ganzen Tag.

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Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh
und sehet den fleißigen Waschfrauen zu!

Sie hängen, sie hängen,
sie hängen den ganzen Tag.

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Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh
und sehet den fleißigen Waschfrauen zu.

Sie legen, sie legen,
sie legen den ganzen Tag.

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Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh
und sehet den fleißigen Waschfrauen zu!

Sie mangeln, sie mangeln,
sie mangeln den ganzen Tag.

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Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh
und sehet den fleißigen Waschfrauen zu!

Sie bügeln, sie bügeln,
sie bügeln den ganzen Tag.

Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh
und sehet den fleißigen Waschfrauen zu!

Sie schwatzen, sie schwatzen,
sie schwatzen den ganzen Tag.

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Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh
und sehet den fleißigen Waschfrauen zu!

Sie tanzen, sie tanzen,
sie tanzen den ganzen Tag.

(Kinderlied)

Jaaaa, da sind sie ja wieder, die Fragezeichen in euren Augen!

Fastelovend 2017, Wäscheleine, ein Kinderlied von fleißigen Waschfrauen, wie reimt sich das denn?

Da fang ich jetzt am besten ganz von vorne an (ist ja eigentlich immer zu empfehlen, hihihi!): Eigentlich wollte ich ja, wie bisher in jedem Jahr, einen Eintrag zu Wieverfastelovend machen, aber da in diesem Jahr kein Weiberfastnachtsball stattfand und zudem der PC sich ausgesprochen zickig zeigte, fiel der ja leider aus. Und so gibt es jetzt einen Eintrag für alle tollen Tage: Wieverfastelovend, Rußiger Freitag, Schmalziger oder Nelkensamstag, Tulpensonntag, Rosenmontag und Veilchendienstag! Damit wäre Fastelovend 2017 erklärt!

Und die Wäscheleine? Bezieht sich auf das Gedicht mit den Waschfrauen, denn die Waschfrau, das wäre dieses Jahr dann wohl mein Kostüm geworden, und darauf gekommen bin ich durch meine Auf- und Umräumaktion hier, da kommen ja immer so alle möglichen Schätzkes zutage, einige habt ihr ja schon zu sehen bekommen, und ich hatte vor einiger Zeit mal erwähnt, daß ich noch alte Kissenbezüge besitze, von meiner Oma handgestickt, schönes altes Leinen! Und die sind nun auch wieder zum Vorschein gekommen, wurden gewaschen und gebügelt und waren dann fertig zum fotografieren und zeigen, und so kam ich auf die Waschfrau, hihihi! Und der Bezug zum Fastelovend? Ist der hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Beueler_W%C3%A4scherinnen

Die Entstehung von Wieverfastelovend!

http://www.ksta.de/revolte-der-waschweiber-14281738

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Na, dann zeigt euch euer fleißiges Waschweib jetzt mal die fein aufbereiteten alten Stücke:

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Guckt mal, die schöne Leinenstruktur:

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Was ich jetzt zeige, sind Überhandtücher! Die kennt ihr vielleicht auch noch alle? So sieht das im Gebrauch aus

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und diese Überhandtücher sind von meiner Patentante gemacht worden:

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Und zum guten Schluß hab ich noch zwei wunderschöne Tischdecken, eine große ovale

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und eine kleine viereckige

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Das waren nun meine Weißzeug-Schätze! Die ich erst gewaschen

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und dann aufgehängt habe

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natürlich nicht mit dem Waschbrett und von Hand, sondern in der heutzutage so praktischen und arbeitssparenden Waschmaschine

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da sind nämlich die Wäschebilderkes dran, hihihi!

Dann wurde das alles gebügelt

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auch nicht mehr das Plätteisen von anno dunnemals, lol! Aber Arbeit war es trotzdem noch, ich hab kein Dampfbügeleisen und mußte die Wäsche wie früher erst einfeuchten, damit alles fein glatt wird! Da kommen wir dem Kinderlied oben doch schon näher!

Danach alles fein zusammengelegt

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und im Wäscheschrank verstaut.

Von dem Überhandtuch, das ich noch richtig in der Küche hängen habe (die Vorrichtung dafür ist vor Jahrzehnten begeistert im Möbelhaus mit dem Elch im Gewande erstanden worden, hihihi!), zeig ich euch jetzt auch mal die Details, denn das habe ich auch schon vor wesentlich längerer Zeit mal in einem Blaudruck-Kursus selbst bedruckt! Das Motiv gefiel mir so gut!

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Und damit wäre ich jetzt am Ende meines Eintrages angekommen, ein kleines Schmankerl für die dunnemals Waschtage hab ich noch für euch, guckt mal:

https://museenkoeln.de/koelnisches-stadtmuseum/Das-bisschen-Haushalt

Kennt ihr die „Waschmaschinen“ mit dem Wassermotor noch? Meine Oma war davon total begeistert, auch das war schon eine Arbeitserleichterung!

Ich wünsche euch jetzt noch einen wunderschönen Tulpensonntag, Rosenmontag und Veilchendienstag, dann ist der Fasteleer 2017 schon wieder Geschichte.

Fröhliche Tage für alle, die noch Karneval feiern werden, für alle anderen natürlich auch! Jeder nach seinem Gusto!

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Und natürlich meldet sich auch euer Co-Autor noch zu Wort, geht ja doch kein Karnevals-Eintrag ohne Mimi, na denn:

13931789392967586422 Hi, Folks,

na, kennt ihr noch mein altes Karnevalskleidchen, hihihi! Das war noch zu Blog.de-Zeiten! Aber ich finde es immer noch schick!

Dieses Jahr hielt sich hier die Karnevalsfröhlichkeit meines Dosenöffners ein bissel in Grenzen, es zickte, wie ihr ja wißt, der PC rum, und ohne den geht ja hier nix, und das fand mein Frauchen sehr schade. Nun haben wir wohl eine Wohlfühlphase für das Rappeldings wieder erreicht, obwohl noch immer nicht ganz klar ist, woran es lag btw. liegt.

Den Rußigen Freitag (warum der so heißt erklärt mal wieder kurz und knapp Wikipedia, hihihi!)

https://de.wikipedia.org/wiki/Ru%C3%9Figer_Freitag

haben wir dann abends bei der Mainzer Karnevalssitzung sehr fröhlich zusammen verbracht, Frauchen und ich, mit lecker Berliner und Knabbereien sowie Rotwein für Frauchen und feine Leckerlis für mich, wobei ich ehrlich gestehen muß, ich hab die Sitzung eigentlich verpennt, nur wenn Frauchen sich kaputt gelacht hat bin ich wach geworden, aber Frauchen hatte richtig Spaß, war wohl wieder ganz fein bei Mainz! Ich mag ja so gerne den Schunkel-Schlachtruf im Publikum, wenn was besonders gut war „Uiuiuiuiuiuiui – auauauauau“, ich hab anfangs immer „wauwauwau“ verstanden und Frauchen dann gefragt, ob man denn da nicht einfach mal „miauauauau“ singen könnte, hihihi! Seitdem freu ich mich da immer drauf!

Tja, Folks, und nun isses schon spät und ich eigentlich müd, da zeig ich euch noch was von mir passend zum Thema vom Dosenöffner

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die feine Rosenduft-Bettwäsche, auf der ich immer so gerne liege, das paßt doch!

Ein paar Karnevalsbilderkes von mir für euch gibt es auch noch

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und dann sag ich euch jetzt gute Nacht und habt alle einen ganz feinen Tulpensonntag! Alaaf, helau!!!

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Habts fein! carnaval5

 

Rosenmontag – Tag der Narren

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Gib her die Larv, ich will mich jetzt maskieren
in einen Lumpenkerl, damit Halunken,
die prächtig in Charaktermasken prunken,
nicht wähnen, ich sei einer von den ihren.

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Gib her gemeine Worte und Manieren,
ich zeige mich in Pöbelart versunken,
verleugne all die schönen Geistesfunken,
womit jetzt fade Schlingel kokettieren.

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So tanz ich auf dem großen Maskenballe,
umschwärmt von deutschen Rittern, Mönchen, Köngen,
von Harlekin gegrüßt, erkannt von wengen.

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Mit ihrem Holzschwert prügeln sie mich alle.
Das ist der Spaß. Denn wollt ich mich entmummen,
so müßte all das Galgenpack verstummen.

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(Heinrich Heine)

Der Höhepunkt des närrischen Treibens ist wieder da, der Rosenmontag. Auch ihn feiern wir in diesem Blögchen nun schon zum vierten Mal, falls mal wieder jemand Lust hat auf „Blögchen-Nostalgie“, büdde schön:

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2013/02/11/rosenmontag-15520753/

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2014/03/03/rusemondaach-jitz-un-ens-17863726/

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2015/02/16/kumm-loss-mer-fiere-20096281/

Viel Spaß!

Und da saß ich nun hier und hab überlegt, was geht denn noch zum Rosenmontag, und da kam mir dann die Idee, einmal den Ursprung von Karneval zu thematisieren, die Narren!

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Als Narr oder als Tor (davon hergeleitet töricht als Eigenschaft) wurde im Mittelalter jene Person genannt, die als Spaßmacher für Unterhaltung und Belustigung sorgen sollte und dabei meist auffällig gekleidet war.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Narr

Der Narr, der mit verrückten Späßen den Menschen oft genug die Wahrheit über ihre eigene „Verrücktheit“ vor Augen hielt, oder, wie Till Eulenspiegel, ihnen den Spiegel vorhielt, um die eigene Unzulänglichkeit zu erkennen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Till_Eulenspiegel

Narren, die „kleinen Leute“ übernehmen die Macht, die Rollen werden getauscht. Und so wird so manchem „Großkopferten“ seine eigene Aufgeblasenheit wenigstens einmal im Jahr vor Augen geführt und lächerlich gemacht!

Auch die heutige Büttenrede geht auf das Recht des Narren im Mittelalter zurück, das sog. „Rügerecht“, das es dem einfachen Mann in der Fastenzeit gestattete, die geistliche und weltliche Herrschaft ungestraft offen und humorvoll zu kritisieren.

Den Narren zeichnen Attribute aus, so z.B. bunte bzw. zweifarbige Kleidung, die Gugel oder Narrenkappe, teilweise mit Eselsohren, Schnabelschuhe und Schellen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Narrenattribute

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Aus der Gugel, ursprünglich einer Art Kapuze, die vom normalen Volk getragen wurde, entwickelte sich auch die heute gebräuchliche Narrenkappe, die im Karneval eine wichtige Rolle spielt, ein wichtiges Symbol auch im rheinischen Karneval.

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Eine Narrenkappe war im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit die typischeKopfbedeckung des Narren. Heute wird auch eine im Karneval oder der Fastnacht häufig getragene Mütze als Narrenkappe bezeichnet, die meist die Zugehörigkeit des Menschen zu einem bestimmten Karnevalsverein zeigt. Nicht selten läuft die Narrenkappe nach oben hin – einem Hahnenkamm ähnelnd – zickzackförmig aus.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Narrenkappe

Selbst die Kölner Schull- un Veedelszöch kann man im weitesten Sinne auf den Brauch des Narren zurückführen, sie gehen nämlich historisch auf die mittelalterlichen Gesellenbanden, die ihren mühseligen Alltag aufs Korn nahmen, zurück.

Nun haben wir hier ganz viel Theorie, da möchten wir doch sicher auch mal wieder was „fürs Auge“ haben, also folgen jetzt Bilder wieder mal von alten Gemälden mit diesem Thema, es ist immer so reizvoll, sie zu finden:

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(A Court Fool of the 15th Century color)

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(The laughing jester, Art museum of Sweden, 15. Jhdt. Anonym, Niederlande)

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(The Court Jester, Thomas Davidson, 1877)

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(„Paß auf, Gevatter!“, nach einem Gemälde von Eduard Grützner, Die Gartenlaube, 1876)

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(Stańczyk, Franciszek Żmurko, 1890)Reading-jester-q75-760x753

(Jester reading a book, Bill Nye ?, 1896)

So, holde Närinnen und Narrhalesen, da bin ich nun am Ende meines „Vortrages“ angelangt, aber halt, kein Eintrag zu Rosenmontag ohne meinen und euren Co-Autor, Mimi, natürlich meldet sie sich hier auch noch zu Wort, da gebe ich die Feder nun mal wieder weiter:

7701467_f2f5dc2146_o Hi Folks,

hier bin ich wieder, eure Mimi, euer Co-Autor!

Kein Eintrag zu Rosenmontag ohne mich, hihihi, ich war ja schon immer in allen Einträgen vom Dosenöffner zu diesem denkwürdigen Tag vertreten, hihihi!

Und was hab nun ich noch für euch zum Thema Narren und ihren närrischen Vertretern im Karneval?

Ich war, muß ich ehrlich zugeben, ein bissel ratlos, außer das sich mein Dosenöffner zu dieser Zeit halt „närrisch“ gibt, fiel mir eigentlich gar nix dolles ein, aber wozu hab ich ihn, meinen närrischen Dosenöffner, sie überlegte einen Augenblick, stürmte dann aus dem Wohnzimmer an einen kleinen Schrank im Flur, kramte und kam dann mit was ganz feinem an, und das darf ich euch nun hier zeigen:

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Ist das nicht niedlich? Das ist, hat Frauchen mir erzählt, eine kleine Handpuppe aus den Kindertagen von Björn, ein kleiner Narr oder auch Harlekin, ich fand ihn gleich toll, vor allem die kleinen Glöckchen an seiner Mütze, da konnte man nach haschen, und dann klingelten die!

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Frauchen hat mir erzählt, er sei etwas ganz besonderes, nämlich eine Dresdner Handpuppe, noch in der damaligen DDR hergestellt. Da gibt es noch mehr Puppen, ein ganzes Kasperle-Theater, sogar mit einem Krokodil. Ich find den kleinen Kerl echt entzückend, hihihi!

Guckt mal, die Schuhe

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knuffig, nicht wahr? Echte Schnabelschuhe, wie so ein Narr sie eben trägt.

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Ich finde das Gesicht auch niedlich

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aber am schönsten sind die Glöckchen, hihihi! Richtig damit spielen durfte ich aber nicht, Frauchen meinte, wenn der kaputt ginge, wäre der Björn sehr traurig, na, das will ich natürlich nicht, es ist ja auch einfach schon schön, daß ich hier doch mit ihm für diesen Rosenmontags-Eintrag auch was feines hatte! Frauchen hat ihn mal so auf die Hand genommen und fotografiert, guckt mal:

Foto6612 Ich mag ihn!

Und nun wünschen Frauchen und ich und der nette Kerl euch einen ganz wunderschönen, fröhlichen und gut gelaunten Rosenmontag, leider soll ja wohl das Wetter so gar nicht mitspielen, und ein Rosenmontagszug in Mainz wurde von den großen Rosenmontagszügen wegen Sturmwarnung schon abgesagt, Düsseldorf entscheidet wohl heute erst und Köln macht ihn „entschärft“, da es hier zur Zeit noch ganz ruhig draußen ist, hoffen wir einfach mal, die Metereologen haben sich doch endlich mal vertan und die Züge könnten alle stattfinden. Frauchen hat mir erzählt, wieviel Arbeit doch in solchen feinen, bunten Karnevalswagen stecken, und dann ist die ganze Arbeit umsonst, das ist doch traurig! Also drücken wir mal wieder alle Daumen und Pfötchen, und falls es echt nix wird (gefährlich soll es ja auch nicht werden!!!), dann feiern eben alle fröhlich drinnen! So wie ihr hoffentlich alle auch!

Wir machen uns jedenfalls einen feinen Rosenmontag gemütlich zuhause, ich zeig jetzt noch mal ein paar feine Bilder zum Thema, und sag dann mal: Oberhausen – miaaaauuuuu, Rosenmontag- miaaaaaauuuuu, Mimisdosenöffner – miaaaaauuuuuu, Klatschmarsch und einen feinen Tag!

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Alaaf, helau und Klatschmarsch!

(Es gab ihn nicht in bunt, lach, aber die Musik ist ja auch wichtig!)

Habts fein! narren-0054

Kumm, loss mer fiere…

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Berta und ich gehn zum Maskenball

Gänse, die als Prinzessinnen sich weiden.
Schafsköpfe, die als Schafskopf sich verkleiden.
Türken, die eine Bettlerin
mit „Frau Geheimrat“ titulieren,
Cowboys mit Oberlehrermienen. – –
Nur die dabei verdienen und bedienen,
erkennen solchen Unfugs Sinn.
Und beinah nur für diese Wenigen
mischen wir andern uns auf buntem Teller
zum außerordentlichen italienischen
Salat, als Stückchen dran und drin.

Berta, frisier dich etwas schneller!
Weil ich ein fertig angezogener Chinese bin.

Es braust ein Ruf wie Donnerhall, –
Berta, wir gehn zum Faschingsball,
zu Karnevallerie Krawall,
Pot-Pickles, Mixed-Pourri und Drall.

Denn mancherlei im Leben – vielerlei! –,
das man nicht sagt, läßt tanzen sich und grölen.
Und köstlich ist ein unverbindlich Küssen.

Maria Stuart, heute bist du frei.
Rasch! Gieße Flieder in die Achselhöhlen!
Nimm diese Mark für Trambahn und mal müssen.
Das Auto hin, das werde ich bezahlen.
Bin ich nicht nett??
Und geh heut nacht mit wem du willst in das Schafott.
Mach zu! Mein Hütchen – und mein Paletötchen. –
Steig ein! – Die Schlüssel? – Und die Schinkenbrötchen?
Töff töff rrrr –

Das Auto hält. Portier und Lichter strahlen.
Das Auto will ich, wie gesagt, bezahlen.
Doch, Berta Stuart, nun verlaß ich dich.
Zum Abenteuern muss man Freunde meiden.
Wie wir uns heute nur für andre kleiden,
zuletzt erlebt ein jeder doch nur sich.

Du!: Morgen, überm Eimer denk an mich!

(Joachim Ringelnatz)

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Rosenmontag! Der Höhepunkt der Fastnachtszeit!:D

Unter dem Motto „Kumm, loss mer fiere…“ möchte ich euch in diesem Jahr einladen, dem Karneval rund um die Welt zu folgen!
Jeder Jeck ist anders, und jeder Jeck feiert anders::yes:

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Als Karneval (auch Fastnacht, Fasnacht, Fasnet, Fasching, Fastabend, Fastelovend, Fasteleer oder fünfte Jahreszeit) bezeichnet man die Bräuche, mit denen die Zeit vor der sechswöchigen Fastenzeit ausgelassen gefeiert wird. Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und gilt im Christentum der Vorbereitung auf das Osterfest.
Der Karneval wird sehr unterschiedlich zelebriert: Karnevalsumzüge, Masken, Musik und das Verkleiden spielen eine Rolle. Eine ganz eigenständige Vitalität entwickelte der Karneval in Lateinamerika, etwa beim Karneval von Oruro oder dem Karneval in Rio. Bekannt sind auch der Karneval in Venedig, in Kanada der Karneval von Québec, der Mittfasten-Karneval am Sonntag Laetare in Stavelot und anderen Orten der belgischen Ostkantone sowie in Spanien der Karneval von Santa Cruz de Tenerife und der Karneval in Cádiz. Auch in den Südstaaten der USA gibt es eine ausgeprägte Karnevalstradition. Man verwendet etwa in New Orleans die französische Bezeichnung Mardi Gras (Fetter Dienstag, Fastnachtsdienstag). Der Karneval in Namibia findet an verschiedenen Orten des Landes statt und hat keinen zeitlichen Bezug zur Fastenzeit mehr. In Deutschland sind „Hochburgen“ das Rheinland und die schwäbisch-alemannische Fastnacht, doch ist das Brauchtum inzwischen in ganz Deutschland anzutreffen.

(Quelle: Wikipedia)

Beginnen wir im eigenen Land:

Der Kölner Karneval ist ja jedem hinlänglich bekannt, vor allem mit dem heutigen Rosenmontagszug, so war es früher schon:

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(Kölner Karneval am Neumarkt, Carl Rüdell)

Als schwäbisch-alemannische Fastnacht wird die Fastnacht im südwestdeutschen Raum und Teilen der Nordost- und Zentralschweiz bezeichnet.Dort wird sie in der Regel Fasnet, Fasnacht oder Fasent genannt. Sie grenzt sich vom rheinischen Karneval ab, kann sich jedoch erst seit dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts als eigenständige Form etablieren. Während der Karneval im 18. Jahrhundert eine neue Form der Fastnacht entwickelte und auch die schwäbisch-alemannische Fastnachtslandschaft darauf einschwenkte, besann sie sich im 20. Jahrhundert auf ihre Traditionen der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Fastnacht.
Charakteristisch ist die Vermummung der Teilnehmer mit „Larven“ oder auch „Schemen“ (Masken), die meist aus Holz, in Ausnahmefällen aber auch aus Stoff, Papier, Ton, Blech oder Draht (sog. Drahtgaze) bestehen. Die Kostümträger (in schwäbisch-alemannischen Gebieten Narrenhästräger) wechseln ihre Verkleidung (Häs) nicht von Jahr zu Jahr, sondern behalten sie immer bei. In manchen Gegenden ist es sogar üblich, sie über Generationen zu vererben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schw%C3%A4bisch-alemannische_Fastnacht

(Quelle: Wikipedia)

Die Mainzer Fastnacht (Meenzer Fassenacht) zählt zu den wichtigsten Karnevalsfeiern in Deutschland. In Mainz trifft man auf viele Elemente, die auch in anderen rheinischen Karnevalshochburgen wie Köln und Düsseldorf üblich sind, aber auch auf eigenständige Akzente.
Besonders stolz sind die Mainzer auf ihre politisch-literarische Tradition, die Mitte des 19. Jahrhunderts begann. Während der deutschen Märzrevolution 1848/49 stellten sich viele Karnevalisten auf die Seite der Revolutionäre. Noch heute sind manche Büttenreden in Mainz politischer und gesellschaftskritischer gehalten als anderswo in der Republik.
Eine weitere närrische Spezialität der Stadt sind die riesigen „Schwellköppe“, die beim Rosenmontagszug mitmarschieren. Auch der berühmte Narrhallamarsch stammt aus Mainz.

(Quelle: versch.)

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Verlassen wir Deutschland, bereisen wir Europa!

Der historische Karneval in Venedig ist mit seinen Masken, Herkulesspielen und Feuerwerken der bekannteste neben denen von Florenz und Rom. Ausgehend von den italienischen Fürstenhöfen entwickelten sich seit dem Spätmittelalter immer prunkvollere und aufwändigere Formen des Karnevals. Im Allgemeinen dauerte das Fest von Epiphania (6. Januar) bis zum Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch. Der Ursprung des venezianischen Karnevals geht auf die Saturnalien der Antike und damit Gebräuche und Festlichkeiten von vor der Fastenzeit, bis in das 12. Jahrhundert zurück. Man feierte bis 1797 alljährlich den Sieg Venedigs über Aquileia im Jahr 1162. In Venedig feierte man den Karneval vom Stefanitag (26. Dezember) an. Bis 1796 folgte ihm während der Himmelfahrtsmesse stets ein kleineres Fest.
Im Karneval wurde in Venedig vor allem die Halbmaske getragen, die nur einen Teil oder eine Hälfte des Gesichtes bedeckt. Ursprünglich war sie als Theater- bzw. Sprechmaske gebräuchlich, die – etwa in der Italienischen Commedia dell’arte – den Schauspielern das laute und deutliche Sprechen erleichterte. Im Karneval hatte sie außerdem den Vorteil, dass man ohne größere Schwierigkeiten essen und trinken konnte. Die Bauta, eine Ganzmaske mit vorgewölbtem Kinn war bei Männern und Frauen gebräuchlich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Karneval_in_Venedig

(Quelle: Wikipedia)

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(Karneval in Venedig, 18. Jhd., Lodovico Pozzosserrato)

Die Masleniza (Betonung auf der ersten Silbe; russisch Масленица; dt.: Butterwoche) ist ein traditionell russisches Fest am Ende des Winters, das eine Woche dauert. Sie ist eine ursprünglich heidnische und keine christlich-orthodoxe Feier, doch seit der Christianisierung Russlands korrespondiert sie mit dem christlichen Festzyklus.
Masleniza bezeichnet die Woche vor Beginn der orthodoxen Fastenzeit. Der Name – Maslo bedeutet auf Russisch Butter – rührt daher, dass in dieser Woche den orthodoxen Gläubigen der Verzehr von Fleisch bereits untersagt, aber der von Milch, Milchprodukten, Eiern und Fisch noch erlaubt ist.
Die Masleniza ist ein sehr ausgelassenes Fest, bei dem vor dem Fasten nochmal ausgiebig der Völlerei gefrönt wird. In ihrer traditionellen Form ist sie mit verschiedenen Brauchtümern verbunden, die zum Teil an feste Tage im Wochenlauf geknüpft waren. Zentral und im Volk am verbreitetsten sind die Verbrennung der Masleniza-Puppe sowie Bliny (Pfannkuchen) als Speise zu dieser Zeit. Diese werden zum Fest sowohl pur als auch mit verschiedenen Füllungen gegessen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Masleniza

(Quelle: Wikipedia)

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(Masleniza, Boris Michailowitsch Kustodijew, 1919)

Die finnische Variante des Faschingsdienstags heißt „Laskiainen“ und wird mit einer sportlichen Aktivität gefeiert: Die meisten Finnen düsen mit einem Schlitten oder einem Toboggan (kufenloser Schlitten) über die Pisten. Als warme Stärkung für zwischendurch kommt traditionell eine Erbsensuppe auf den finnischen Tisch – und als süße Stärkung gibt es Laskiaispulla, eine Art Heißwecke mit Sahnefüllung.
Ein alter Aberglaube in Finnland besagt, dass sich durch ausgiebiges Schlittenfahren die Ernte des kommenden Jahres steigern ließe.

Die „Battaglia delle arance“ ist eine Orangenschlacht in Italien, die am Sonntag vor Aschermittwoch stattfindet.

Am Faschingsdienstag und am Aschermittwoch gibt es in der Grafschaft Derbyshire nur noch ein Thema: Fußball. Das traditionelle Kicken findet wohl bereits seit dem 12. Jahrhundert statt. Das Besondere: Das Spielfeld misst knapp fünf Kilometer, die Teilnehmerzahl ist unbegrenzt – und Regeln existieren so gut wie keine. Gespielt wird mit einem mit Kork gefüllten Lederball – und das nahezu zwei volle Tage lang. Zwei Partien mit jeweils acht Stunden Spielzeit sind angesetzt, dabei wird der Ball auch mal durch den Ort gekickt, in dem die Schaufenster vorsichtshalber verbarrikadiert sind.

Teneriffa:
Auf der gesamten Kanareninsel wird Karneval kräftig gefeiert, am ausgiebigsten jedoch mit Abstand in der Inselhauptstadt Puerto de la Cruz. Es gibt farbenfrohe Umzüge, allerlei Stände mit Süßigkeiten und zwei kuriose Events, die man nicht verpassen sollte: Männer liefern sich
ein Wettrennen auf Stöckelschuhen – und ein Begräbnis der Sardine. Eine aus Pappe und Lumpen gefertigte Sardine wird auf einem Thron durch den Ort getragen, begleitet von einem Trauermarsch, und anschließend verbrannt.

(Quelle: Merian u.a.)

Verlassen wir Europa, und erreichen Amerika:

Mardi Gras (mɑrdiɡrɑː; wörtlich „Fetter Dienstag“, italienisch Martedì Grasso, englisch unter anderem Fat Tuesday) ist die französische Bezeichnung für den Faschingsdienstag, den letzten Tag des – vor allem in katholisch bevölkerten Gebieten – gefeierten Faschings vor dem Aschermittwoch, dem Beginn der österlichen Fastenzeit. Er markiert das Finale der „semaine des sept jours gras“ („Woche der sieben fetten Tage“) und viele Faschingsfeiern finden an diesem Tag statt. Im Englischen wurde der Begriff – ausgehend von den USA – zu einem Synonym für alle Faschingsfeste zwischen dem 11. November und Aschermittwoch sowie für die Faschingszeit an sich, auch Mardi Gras Season genannt. Im speziellen werden mit dem Begriff heute vor allem die Feierlichkeiten in New Orleans und Mobile (Alabama) verbunden.
In die USA kam die Tradition des Mardi Gras vor allem durch französischstämmige Katholiken. Pierre Le Moyne d’Iberville und sein Bruder Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville wurden entsandt, um die Rechte Frankreichs im damals als Louisiana bezeichneten Gebiet zu wahren, das Teile der heutigen Bundesstaaten Alabama, Mississippi und Louisiana umfaßte. Die von Iberville angeführte Expedition erreichte die Mündung des Mississippi River am 2. März 1699, dem Rosenmontag. Sie fuhren stromaufwärts, bis sie einen Punkt erreichten, wo ein kleiner Nebenfluss einmündete (knapp 100 Kilometer stromabwärts vom heutigen New Orleans) und schlugen ihre Zelte auf. Dies war am 3. März 1699, dem Mardi Gras. So nannte Iberville den Ort Point du Mardi Gras („Punkt des Mardi Gras“) und nannte den Nebenfluss Bayou Mardi Gras („Fluss Mardi Gras“).

http://de.wikipedia.org/wiki/Mardi_Gras

(Quelle: Wikipedia)

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Weiter geht es nach Brasilien:

Der Karneval in Rio de Janeiro (portugiesisch carnaval do Rio oder carnaval carioca) beginnt offiziell am Freitag vor Aschermittwoch und ist eine der Hauptattraktionen der Stadt. Die vielfarbige Parade der Sambaschulen gehört zu den größten Festen der Welt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Karneval_in_Rio

(Quelle: Wikipedia)

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Damit wären wir am Ende unserer närrischen Weltreise angekommen, ich hoffe, es hat euch Freude gemacht!:yes::>>

Meine außerhäusigen Feiern sind mit dem Möhnenball am letzten Donnerstag hier in meiner Heimatstadt abgeschlossen, die restlichen tollen Tage feiern Mimi und ich mit unserem „Hausball“, gemütlich vor dem Fernseher, kulinarische und flüssige Köstlichkeiten in Reichweite, hübsche rote Glitzerherzchen zur Dekoration!:))

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Ein paar Eindrücke der feinen Feier am letzten Donnerstag möchte ich euch aber nicht vorenthalten, es war soooooo schön!

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Die Bühne mit Tanzgarde

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eure Königin der Nacht als Hoffotogräfin:))

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und unterm Sternenhimmel!

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Motto und Bühnenprogramm

Mimi hat euch natürlich auch noch ein paar Zeilen zu schreiben, kein Rosenmontagseintrag ohne euren Co-Autor::no:

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Hi, Folks,
eigentlich hat mein Dosenöffner zu diesem Rosenmontag ja schon alles gesagt und geschrieben, aber ganz ohne mich geht das ja hier nicht!
Ein bissel hab ich ja in diesem Jahr mein Frauchen als Hexe vermißt

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weil ich ja so gut dazu paßte;D

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aber ich hab mich einfach für sie gefreut, daß sie so einen Spaß hatte mit dem neuen Kostüm. Und wir beide machen es uns ja jetzt an den restlichen Karnevalstagen ohnehin hier zuhause noch gemütlich, so wie mein Dosenöffner es ja schon beschrieben hat.
Dann wünsche ich euch jetzt mal einen feinen Rosenmontag, feiert so, wie ihr alle wollt, und wer keinen so großen Spaß daran hat, macht es sich eben einfach gemütlich!;D

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Habts alle fein, eure Mimi!

:wave:

Musik gibt es natürlich auch noch, da hätten wir erst einmal das Motto-Lied dieses Eintrages

http://www.songtexte.com/songtext/hohner/kumm-loss-mer-fiere-33d880a5.html

und eines, daß mir in diesem Jahr sehr am Herzen liegt, um Flagge zu zeigen gegen alle, die Rede-, Narren- und Meinungsfreiheit torpedieren wollen::crazy:

http://www.magistrix.de/lyrics/Black%20F%C3%B6%C3%B6ss/Unsere-Stammbaum-240805.html

Nun sind wir fast am Ende unseres Rosenmontagseintrages, das letzte Wort möchte ich aber gerne einem ganz Großen der Mainzer Fassnacht überlassen, von dem wir leider noch vor den närrischen Tagen für immer Abschied nehmen mußten:

Jürgen Dietz, der Bote vom Bundestag, mein und meiner Mama Lieblings-Büttenredner.
RIP, Jürgen Dietz, mit deiner legendären Verabschiedung am Ende deiner Vorträge schließe ich meinen Rosenmontagseintrag 2015.

„Deutschland, Deutschland über alles, über alles wächst mal Gras. Ist das Gras so’n Stück gewachsen, frisst’s ein Schaf und sagt: Das war’s.“

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:wave:

Rusemondaach – von jitz un ens!

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Der Cölner Mummenschanz – Fastnacht 1825

Da das Alter, wie wir wissen,
nicht für Torheit helfen kann,
wär es ein gefundner Bissen
einem heitern alten Mann,

daß am Rhein, dem vielbeschwommnen,
Mummenschar sich zum Gefecht
rüstet gegen angekommnen
Feind, zu sichern altes Recht.

Auch dem Weisen fügt behäglich
sich die Torheit wohl zur Hand,
und so ist es gar verträglich,
wenn er sich mit euch verband.

Selbst Erasmus ging den Spuren
der Moria scherzend nach,
Ulrich Hutten mit Obskuren
derbe Lanzenkiele brach.

Löblich wird ein tolles Streben,
wenn es kurz ist und mit Sinn;
Heiterkeit zum Erdeleben
sei dem flüchtigen Rausch Gewinn.

Häufet nur an diesem Tage
kluger Torheit Vollgewicht,
daß mit uns die Nachwelt sage:
Jahre sind der Lieb und Pflicht.

(Johann Wolfgang von Goethe)

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(Rosenmontag auf dem Neumarkt 1836, Simon Meister)

Goethe nahm im Februar 1824 inkognito am neu entstandenen Kölner Karneval teil, nur wenige erkannten ihn auf dem Maskenball am Abend des Rosenmontags 1824 im Kölner Gürzenich.
1825 schrieb er dann auf Wunsch des damaliegen Präsidenten des Festkomitees sein oben eingestelltes Gedicht, das am 9. Februar 1825 in einem Extrablatt der Kölnischen Zeitung veröffentlicht wurde.

(Quelle: Goethe im Kölner Karneval)

http://www.koelner-karneval.info/Goethe_Karneval/Goethe-Karneval.html

Das Hochfest des Fastelär ist wieder da, der Rosenmontag!:>>

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Und beim Suchen nach einem passenden Gedicht bin ich dieses Mal auf den Herrn Goethe gestoßen, und mit diesem Gedicht und dem dazu passenden feinen alten Bild von Simon Meister stand das Motto dieses Rosenmontags-Eintrags fest: Rosenmontag im Wandel der Zeiten, von jetzt und anno dunnemals, oder eben siehe Titel: Kurz und knapp auf kölsch!:))

Zum einstimmen gibt es nun erst einmal was zum mitsingen, natürlich auch „historisch“!

aber auch diese Fassung ist wunderschön!

Weiter im Text mit historischen Hintergründen!:??:

Die geheimnisvolle Zahl 11 im Karneval! Woher sie kommt?

Die Elf gilt als närrische, geheimnisvolle und nicht zufällige Zahl. Der 11. Tag im 11. Monat markierte schon immer den Auftakt zu einer Zeit, deren Höhepunkt die Woche vor Aschermittwoch ist. Denn der 11.11., an dem auch St. Martin gefeiert wird, liegt genau 40 Tage vor Winteranfang, der zeitlich fast mit Weihnachten zusammenfällt. Noch einmal 40 Tage trennen Weihnachten von Maria Lichtmeß (markiert im Kalender den frühesten Fastnachtstermin), und rund weitere 40 Tage sind es dann bis Ostern. Ostern trennt wiederum 40 Tage von Christi Himmelfahrt, das einen neuen Jahresabschnitt einleitet. Die Zahl 40 findet sich auch im französischen Wort für die Fastnacht (carême) wieder, das aus „quarante“ abgeleitet wurde.
Eine andere Interpretation geht dahin, die Zahl „Elf“ sei ein Initialwort aus den Postulaten der Französischen Revolution (e = égalité, l = liberté, f = fraternité, elf).
Bei der Wiederbelebung des rheinischen Karnevals Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die 11 jedenfalls als Zahl interpretiert, die die Gleichheit aller Menschen unter der Narrenkappe versinnbildlicht, sozusagen eins neben eins.
Nach einer anderen Deutung ist der 11. November der Tag, an dem in früheren Zeiten die landwirtschaftlichen Betriebe ihre Arbeit bis zum Frühjahr einstellten. Knechte und Mägde bekamen an diesem Tag ihren Lohn ausgezahlt und feierten mit dem Geld ein ausgelassenes Fest.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

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Rosenmontag ist der Tag der großen Karnevalsumzüge. An diesem Tag ließ man in der Rheingegend am Abend die Fenster offen, damit sich die Engel etwas von der Mahlzeit holen konnten. Man glaubte, daß die Fastenzeit im Himmel besonders streng gehalten würde und gab den Engeln deshalb Gelegenheit, sich auch noch einmal tüchtig satt zu essen. Besonders die Kinder warteten voll Spannung vor der geschlossenen Tür, bis sie die Flügel rauschen und die Engel wieder fortfliegen hörten. Erst dann setzte sich die Familie zu Tisch.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Wenden wir uns nun langsam den Jahren des vorigen Jahrhunderts zu, die wir ja wohl alle erlebt haben88| (hört sich das nicht herrlich an, booooaaaah, sind wir schon alt!:))).
Manchmal ist es ja ein drolliger Zufall, daß man das, was man selbst plant, auf einmal überall sieht, so geschehen gestern in der Aktuellen Stunde vom Sonntag, 2. März 2014, guckt mal rein, auch nostalgisch!

http://www1.wdr.de/fernsehen/aks/rubriken/digit/digitkarneval110.html

Schöööön, nicht wahr?!

Kommen wir nun zur persönlichen „History“, ich hatte euch ja schon mehrmals erzählt, daß ich als kleines Mädchen zur Schulzeit als Rotkäppchen verkleidet gegangen bin, davon gibt es leider kein Bildken, aber ich habe ein ganz altes historisches gefunden, guckt mal:

http://www.chroniknet.de/dspl_de.0.html?photo=83423

Ist das nicht niedlich? Mein Käppchen sah jedenfalls fast genauso aus!
Aber wenigstens das besagte Trägerröckchen kann ich euch zeigen, ich hab ein Bildchen aus dem 1. Schuljahr gefunden, mit Klassenkamerad und erster Lehrerin!;D

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Aber ein „Verkleidebildchen“ gibt es auch noch von mir, ich glaub, da war ich so 8 oder 9 Jahre alt!

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Das Karnevalsgen muß sich wohl ein wenig vererbt haben, ich hatte einen Onkel, der mit zwei Freunden (nicht nur im Karneval!) als Gesangsparodist aufgetreten ist, daß war immer ein absolutes Highlight, wenn sie es im Familienkreis taten!:D

Im Kindesalter zumindest hat es sich dann auch auf meinen Sohn ausgeweitet, heute ist er davon aber völlig „unbeleckt“,:)) aber als Kind war es halt auch für ihn ein Spaß!

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im Kindergarten als gestiefelter Kater, hellgrün mit Hut, leider das einzige Bildken und nicht so sehr gut zu erkennen!

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auch im Kindergarten, der kleine Clown vorne liegend rechts!

Und mit Mama zuhause
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und abends gemütlich auf der Couch mit dekorierter Wohnung!
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Ich hatte euch ja erzählt, daß ich Björns Kostüme immer alle selbst genäht habe, so natürlich auch den Clown, den gestiefelten Kater, später nochmal einen schwarzen Panther und sein Freund war dann sein Dompteur, das war im Kindergarten unter dem Motto „Zirkus“, da gab es dann auch für den Freund das passende Kostüm! In der Schule wurde es dann in einem Jahr Asterix, und da war er total glücklich über ein wunderschönes großes rosa Plüsch-Schweinchen,:)) daß ihm sein Freund geliehen hatte, eigentlich gehörte das ja zu Obelix,:yes: aber egal, es wurde unter den Arm geklemmt und los gings! Leider gibt es davon auch kein Bildchen!:no:

Für mich hab ich natürlich auch genäht, und so kommt ihr nun hier in den „Genuß“,:oops: mich aus den frühen 80-igern als Ungarin bewundern zu dürfen!;D

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Das Wetter meint es in diesem Jahr temperaturmäßig ja recht gut mit den Narren, und wenn es nicht noch zu regnen beginnt, könnte das ein feiner Rosenmontag werden, das war auch nicht in allen Jahren so, es gab auch Jahre, da wäre das bestmögliche und vor allem bestwärmende Kostüm ein dick bepelzter Eisbär gewesen! Guckt mal:

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Rhein-Herne-Kanal fast zugefroren! Lt. Datum auf dem Foto Febr. 85!

Bei solchen Temperaturen waren dann auch für die Kinder die schönsten Kostüme die, unter denen man sich schön dick anziehen konnte, so haben wir manchen Osterfelder (Stadtteil von Oberhausen) Kinderkarnevalszug erlebt, in einem Jahr hatten wir allerdings das Glück, daß Bekannte direkt am Zugweg wohnten, da hatten wir dann fröstelfreien Logenplatz am Fenster, das war toll! Und Kamelle gab es trotzdem, die wurden auch in die geöffneten Fenster geworfen!:yes:

Zum Osterfelder Kinderkarnevalszug hat sich mein Sohnemann auch als Erwachsener nochmal in eine Kostüm „werfen“ müssen,:)) er hat sein Patenkind dorthin begleitet, und der Kleine hat vehement darauf bestanden, daß sein Patenonkel da nicht unkostümiert hingehen könne, also gab es einen „Ritter Björn“ mit selbstgebasteltem Kettenhemd, der Kleine war restlos begeistert!:D

Ich hab auch noch so schöne Erinnerungen an die Fernseh-Sitzungsübertragungen der „Meenzer Fassenacht“, „Mainz bleibt Mainz“ und „Mainz, wie es singt und lacht“, ursprünglich mal zwei Sendungen, heute bekanntlich ja nur noch eine zusammengefaßt, wir hatten damals noch keinen Fernseher, das war so der Beginn der 60-iger Jahre, und da ist meine Mama immer nach oben zu Nachbarn zum Fernsehgucken gegangen, jaaa, das war dann wie großer Ball,:yes: fein zurechtgemacht, eine Flasche Wein und bissel Gebäck mitgenommen, man wollte sich ja auch erkenntlich zeigen, da hat sich meine Mama immer sehr drauf gefreut!:yes: Mein Papa hat derweil auf mich aufgepaßt, er war nicht so sehr für Karneval, allenfalls die „Mainzer Hofsänger“ fand er ganz toll!

Könnt ihr euch noch an Ernst Neger und sein „Heile, heile Gänsje“ erinnern?:-/

Ja, das waren noch Zeiten!;)

Und so nähern wir uns langsam dem Ende dieses „historischen Eintrages“, allerdings hat mein Co-Autor natürlich auch noch was hinzuzufügen, letztes Jahr war Mimi ja sogar Büttenrednerin, da dieses Jahr der Eintrag ja mehr der Nostalgie gewidmet war, hat sie ein Bildchen von ihrem Dosenöffner aus den 70-iger Jahren entdeckt, das beweist, daß ihr Frauchen schon immer ein Faible für Katzen hatte! Und das stellt sie euch jetzt hier noch ein!:yes:

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Mit einem Uralt-Bildchen aus den 60-igern vom Oberhausener Karnevalszug

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bunten Luftballons

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und einem dreifach donnernden Helau und Alaaf endet nun dieser historische Rosenmontags-Eintrag!

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Habt einen feinen, fröhlichen Rosenmontag!

:wave:

Rosenmontag

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Der Rosenmontag ist der Höhepunkt des rheinischen Karnevals, der mit den Rosenmontagszügen beginnt.
Er fällt auf den Montag vor Aschermittwoch, 48 Tage vor dem Ostersonntag.

Ein gesetzlicher Feiertag ist er nicht, aber in den Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz wird er als Brauchtumstag von den meisten Arbeitgebern freigegeben.

Seinen Namen hat er höchstwahrscheinlich nicht von der Blume, sondern vom mittelhochdeutschen Wort „Rasenmontag“ oder „rasender Montag“, rasen als Begriff für toll, „tollen“, in kölsch „rose“.

Der 1. Karnevalszug in Köln fand am 10. Februar 1823 statt, der 1. Düsseldorfer Zug folgte am 14. Februar 1825 und der 1. Mainzer Zug am 26. Februar 1838.

(Quelle: Wikipedia)

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Dem Rosenmontag voraus gehen der Nelkensamstag, der Tulpensonntag
15 und folgen wird ihm der Veilchendienstag bloemen

(Quelle: ich!)

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Na, Gedicht vermißt?
Tja, der Karneval hat seine eigenen Regeln, hier gelten nun die Regeln der Büttenrede, und so werden die Gedichte (jawoll, es sind mehrere!) so vorgetragen!

Draußen steht ein Ludwig Thoma, wolle mer`n eroilasse? Eroi mit`m!

Karneval

Väter, hört mich, Mütter, hört die Mahnung,
jetzt kommt wieder jene Zeit – versteht! – ,
wo so manche Tugend ohne Ahnung
der Besitzerin abhanden geht.

Beutesuchend schleicht umher das Laster;
wer ist sicher, daß ihm nichts geschieht,
wenn man jetzt der Busen Alabaster
und beim Hofball auch die Nabel sieht?

Von den Blicken kommt es zur Berührung,
irgendwo zu einem Druck der Hand,
und so manches Mittel der Verführung
sei aus Scham hier lieber nicht genannt!

Wenn an hochgewölbte Männerbrüste
sich das zarte Fleisch der Mädchen drängt,
regen sich von selbst die bösen Lüste
und was sonst damit zusammenhängt.

Darum, Eltern, wenn die Geigen klingen
und die Klarinette schrillend pfeift,
hütet eure Tochter vor den Dingen,
die sie hoffentlich noch nicht begreift!

(Ludwig Thoma)

Bufftäääää, bufftäääääää, bufftäääääää, bum bum!

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Jetzt kommt ein Redner aus dem hohen Norden, liebe Närrinnen und Narrhalesen, begrüßen Sie mit einem donnernden Applaus Theodor Storm!

Oh, wär im Februar doch auch,
wie`s ander Orten ist der Brauch
bei uns die Narrheit zünftig!
Denn wer, so lang das Jahr sich mißt,
nicht einmal herzlich närrisch ist,
wie wäre der zu andrer Frist
wohl jemals ganz vernünftig.

(Theodor Storm)

Herrn Storm ein dreifach donnerndes Helau, Helau, Helau!

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Einen feinen, sinnigen Vortrag wird uns nun Herr Heine zu Gehör bringen, ich bitte um den Klatschmarsch!

Narretei

Torheiten begangen, Torheiten gemacht,
ich mache deren noch immer.
Ich hab sie gemacht bei Tag und bei Nacht,
die nächtlichen waren weit schlimmer.

Ich hab sie gemacht zu Wasser und Land,
im Freien wie im Zimmer.
Ich machte viele sogar mit Verstand,
die waren noch viel dümmer.

(Heinrich Heine)

Dem Herrn Heine als gebürtigen Düsseldorfer ein dreifaches „Düsseldorf – Helau, Herr Heine – Helau, Düsseldorf – Helau!“

Klatschmarsch!

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Draußen steht nun ein Berliner (nee, nicht der mit Marmelade, der aus der Stadt!) Wolle mer`n eroilosse? Eroi mit`m!

Berliner Fasching

Nun spuckt sich der Berliner in die Hände
und macht sich an das Werk der Fröhlichkeit.
Er schuftet sich von Anfang bis zum Ende
durch diese Faschingszeit.

Da hört man plötzlich von den höchsten Stufen
der eleganten Weltgesellschaft längs
der Spree und den Kanälen lockend rufen:
„Rin in die Escarpins!“

Und diese Laune, diese Grazie, weißte,
die hat natürlich alle angesteckt;
die Hand, die tagshindurch Satin verschleißte,
winkt ganz leschehr nach Sekt.

Die Dame faschingt so auf ihre Weise:
Gibt man ihr einmal schon im Jahr Lizenz,
dann knutscht sie sich in streng geschlossnem Kreise,
fern jeder Konkurrenz.

Und auch der Mittelstand fühlts im Gemüte:
er macht den Bockbierfaßhahn nicht mehr zu,
umspannt das Haupt mit einer bunten Tüte
und rufet froh: „Juhu!“

Ja, selbst der Weise schätzt nicht nur die hehre
Philosophie: auch er bedarf des Weins!
Leicht angefüllt geht er bei seine Claire,
Berlin radaut, er lächelt…..
Jeder seins.

(Kurt Tucholsky)

Tääätäää, tääääätääää, tääääätääääää!

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Liebe Närrinnen und Narrhalesen, es folgt ein feinsinniger Vortag aus alten Zeiten, büdde schön!

Carneval

Wie, du wunderst dich, Freund, wie so urplötzlich ein Volk sich
wochenlang wie toll, närrisch und albern beträgt?
O mein Teurer, du irrest dich sehr, schilt keinen, der heut sich
auf dem Corso herum wie ein Besessener treibt,
so erscheint mir am wahrsten der Mensch, dies Carneval steht ihm,
aber das Schlimmere folgt, wenn er kein Mäskchen mehr hat.

(Wilhelm Friedrich Waiblinger)

Ein dreifach donnerndes Kölle, alaaf, Kölle, alaaf, Kölle, alaaf!

Klatschmarsch!

So, damit ist der offizielle Teil unserer Rosenmontagsveranstaltung vorüber und wir laden euch nun ein zu unserem Hausball!

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Nehmt Platz, macht es euch gemütlich, für Essen ist gesorgt

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Getränke stehen auch bereit

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und für Musik ist auch gesorgt

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heißen euch herzlich willkommen!

Und somit übergebe ich jetzt das Wort an meinen Co-Autor!

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Hi, Folks, wie so immer, so auch im Karneval, ohne mich geht hier gar nix! Dann sag ich mal Alaaf und Helau, ihr närrischen Folks, und höret und staunet, ich steig jetzt in die Bütt, und halte euch eine selbstgeschriebene Büttenrede, hab ich den ganzen Nachmittag dran gearbeitet, hihihi, Herr Kapellmeister, Klatschmarsch bitte….

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Helau, alaaf, ihr Narren hier,
es meldet sich das Katzentier!
Seit Donnerstag läuft nun die Chose
daß hier der Öffner meiner Dose
total verrückt spielt, ach du Schreck,
kaum sind die Weihnachtssachen weg,
da trabt sie tanzend durch die Räume
und singt (falsch!) bis in meine Träume,
vom Räuber, Sultan und Kamelle,
da sträubt sich mir mein Nackenfelle,
Luftschlangen dekoriert sie da
wo sonst mein Knuffelkissen war,
und langsam dämmert es auch mir,
der Fasteleer ist wieder hier!

Und da ich bin ne liebe Katze,
so wink auch ich mal mit der Tatze,
und möchte euch und Frauchen hier
mit einer Büttenred`Plaisir
und ganz viel Freude heute machen,
darum kriegt ihr jetzt was zum Lachen,
und ich erzähl, da seid ihr platt,
was sich heut zugetragen hat,
als ich am Mittag, kaum zu glauben,
es wollte mir den Atem rauben,
auf dem Balkon am Boden sah:
Ein Amseltier, wie wunderbar,
mein Mittagessen, fein serviert,
mit leckerem Grün schon dekoriert.

Ich schlich mich an auf leisen Pfoten,
denn Vogeljagd ist hier verboten!
Was ich vor Jagdeifer vergaß,
da gab es ja auch noch das Glas
von der Balkontür, ach, du Graus!
Wie krieg ich das denn bloß da raus?
Und kaum gedacht, da war`s geschehn,
das Amseltier hat mich gesehn!
Es flog davon! Kommt nicht in Frage,
du haust nicht ab, wenn ich dich jage!
Ein Sprung! Doch ich erwischte
nur die Gardine, und die zischte
mit mir dran hängend auf den Boden,
die Stange war auch ganz verbogen,
die Amsel weg und mir ganz flau,
ach, was ne`peinlich-dumme Show!
In diesem Sinn: Alaaf – helau!

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Bufftäääää, bufftäääääää, bufftäääääää, bum bum!
Der lieben Mimi ein dreifach donnerndes Oberhausen, helau, Mimi, helau, Oberhausen, helau!
Klatschmarsch!

Ich hoffe, mein Vortrag hat euch gefallen! Und wünsche euch einen schönen, fröhlichen und vergnügten Rosenmontag!
Helau, eure Mimi!

:wave:

So, meine Lieben, Mimi hat sich wieder in die karnevalsfreie Zone (ihren Lieblingssessel!) zurückgezogen!

Und ich möchte euch noch ein paar Bildchen zeigen, z.B. vom Kölschen „Stippeföttche“!

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Und falls die „Heischegänger“ morgen bei euch auftauchen (auch an Karneval ist das Brauch!)

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haltet Süßigkeiten bereit!

Und da es ja Rosenmontag ist, und es uns ganz egal ist, daß das Wort mit Rosen evtl. nix zu tun hat, und Blumen an Karneval auch als „Strüssjer“ sehr beliebt sind und von den Karnevalswagen geworfen werden, und Kamelle immer so klirren beim Fliegen vor den Bildschirm, bewerfe ich euch jetzt mit Rosen:

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Noch ein Poesie-Album-Spruch zum Schluß dieser Rosenparade gefällig?

Der Rose süßer Duft genügt,
man braucht sie nicht zu brechen –
und wer sich mit dem Duft begnügt,
den wird ihr Dorn nicht stechen.

(Friedrich von Bodenstedt)

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderschönen Rosenmontag mit viel Freude und Fröhlichkeit, und allen Jecken ein herrliches „Speckwetter“, Alaaf und Helau, den Kehraus machen diese

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und diese sehr bekannten Herren:

Und ein schöner Spruch von einem amerikanischen Präsidenten:

„Besser schweigen und als Narr scheinen, als sprechen und jeden Zweifel beseitigen.“

(Abraham Lincoln)

Habts fein!

:wave: