Grafschafter Wochenanzeiger – Sehnsucht nach Süden, Sonne und Mee(h)r! 🍋

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,
ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
die Myrte still und hoch der Lorbeer steht?
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.

Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach.
es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,
und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man dir, du armes Kind, getan?
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
möcht ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn.

Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?
Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg;
in Höhlen wohnt der Drachen alte Brut;
es stürzt der Fels und über ihn die Flut!
Kennst du ihn wohl?
Dahin! Dahin
geht unser Weg! O Vater, laß uns ziehn!

 

(Johann Wolfgang von Goethe)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, 

„bin müde und leer, will nach Süden ans Meer…..“ sang Hannes Wader in seinem Lied „Schon so lang“, und so ging es mir und meinem Team bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung irgendwie auch, die nach dem verregneten Mai zu seinem Ende und zum Beginn vom Juni einsetzende Wärme verwandelte sich schnell wieder in lähmende Schwüle, die für eine entspanntere Situation in diesen immer noch vorherrschenden Corona-Zeiten nötigen Dinge wie Impfungen und dergleichen ziehen sich hier derzeit wie Kaugummi, heftige Gewitter am Donnerstag und Freitag dieser Woche sorgten endgültig für Waschküchenfeeling in unserer Grafschaft, da dachten wir uns, wir machen es halt wie Reinhard Mey in seinem Lied „Ich singe um mein Leben“ mit den Zeilen „…..ich mach‘ mir selber Mut, ich sing‘ wie als Kind, wenn ich in den dunklen Keller ging…..“, wie gut, daß die Frau Chefredakteurin schon Anfang der letzten Woche Bilderkes gemacht hat für die Sonntagsausgabe eures Grafschafter Wochenanzeigers, also stillen wir hier jetzt einfach mit Bildern unsere Sehnsucht nach Süden, Sonne und Mee(h)r und machen uns selber Mut und euch allen hoffentlich eine Freude!

Los geht’s mal wieder mit Balkonien, das ich gemeinsam mit meinem Redaktionsteam und mit liebevoller Erinnerung an Mimi in heaven und ihrem schönsten Zimmer in der Sommerzeit mal wieder sommerlich aufgehübscht habe, es ist noch nicht alles fertig, aber gut Ding will halt Weile haben. 

Sommerfeeling auf Balkonien mit blauem Himmel und Vogel-Schattenspielen

 

der ist natürlich nicht echt

er ist mit seinem rosa Kumpel umgezogen in die Sonne aus den hinten stehenden Sukkulenten

und freut sich offensichtlich darüber! 

Das einzige meiner selbstgezogenen Orangenbäumchen, das überlebt hat, ich hoffe, es wächst sich wieder richtig schön aus. 

Noch ein Vogel, die Vogeltränke steht nun auch wieder draußen

erst leer, dann voll

Windmühlchen dreht wieder ihre Flügel, abends beleuchtet vom Kürbiskopp! 

Der Salbei ist ebenfalls in die Sonne und in Mimis Brotkasten umgezogen, sieht hübsch aus so gegen die „grüne Hölle am Rhein-Herne-Kanal“, lach! 

Rosen blühen wieder auf Balkonien

na, da kann ich euch ja schon lange nicht mehr mit narren, ihr wißt es ja, die sind künstlich! Aber so echt aussehend, daß meine Mama, als sie sie das erste Mal hier gesehen hat, mit der Nase drüber ging um zu riechen! 😊

Erdbeerelfchen ist nun auch wieder draußen

samt noch mehr Vögelchen, diese sind aus Porzellan und ein Erbe meiner 93 Jahre alt gewordenen Großtante, sie wird sich freuen, daß die bei mir so zu Ehren kommen. 

Macht der Kerzenbehälter sich nicht fein an der dunklen Wand? Ich werde ihn auch noch leuchtend fotografieren. 

Glockenblumen wieder in voller Pracht

da freut sich unsere Nachteule, und wie ich es vorausgesagt habe: 

Unsere Hummel stellte sich sofort wieder ein! Wir haben uns so gefreut! Jedes Jahr beglückt der dicke nektarsammelnde Brummer uns immer wieder! 

Manches ist ein Suchbild geworden, lach, die sind so verflixt schnell beim fliegen von Blüte zu Blüte! 

Die Pfingstrosen im Garten haben immer noch nur, aber immer dicker werdende Knospen, aber auf Balkonien blühen welche

samt abendlicher Beleuchtung mittels beleuchteter Flasche, die daneben steht

die sind übrigens auch aus dem Erbe meiner Großtante, künstlich natürlich (herrliches Wortspiel! 😂) aber wunderschön, finden wir alle! 

Schmetterlinge fliegen auch wieder auf Balkonien

das ist ein so hübsches Windspiel, Tiffany-Glas!

Das war nun unser Balkonien. In den Redaktionsräumen am Wohnzimmerfenster gab es auch eine Veränderung, ich hatte von meiner Schwiegertochter vorzeiten mal einen Ableger von ihrer wunderhübschen Grünlilie bekommen, der sich mit Hilfe seiner Aus- und Ableger bis in den Topf unseres Zitronenbäumchens vermehrt hat, eine Zeit lang ging das ganz gut, aber nun war doch eine Trennung erforderlich, damit aus dem symbiotischen Verhalten kein schmarotzendes wird, nun hängt die Grünlilie frisch umgetopft im Wohnzimmerfenster

und hat sogar einen ersten Blütenableger bekommen, links im Bild

und das Zitronenbäumchen hat sein Reich wieder für sich. Ich hoffe, es erholt sich gut. 

Sommerliche Tischdecke, natürlich mit meinem Lieblingsdekor, macht nun auch das Wohnzimmer sommerfein, und guckt mal, wie hübsch der kleine, von mir dazumalen gefundene Rosenkopf, den ich nach der Blüte getrocknet hatte, sich darauf ausnimmt:

Vom Rosenköpfchen kommt später noch mehr! 

Nun gucken wir noch kurz in den Hausflur vor den Redaktionsräumen, denn auch da ist es wieder sommerlich geworden

Blick aus der Häustüre in der Abenddämmerung

die „üblichen Verdächtigen“ unserer Sommerdeko sind wieder draußen, lach! 

samt Sommerblumenstrauß und den duftenden Bildern. 

Und stimmungsvollem Leuchten des nachts, da die Kerzen einen Timer haben. 

Apropos stimmungsvolles Leuchten: Wir hätten da noch was für romantisches Sommerflair in lauen Nächten:

Kerzchenglas, das ist mal mitgehüppt aus dem Laden mit dem Elch im Gewande! 

Sieht das nicht hübsch aus, bei der Tischdecke und mit dem Rosenköpfchen?

Und der Rosenstoff mal solo:

Beim fotografieren fiel mir ein, daß ich noch eine Rosendecke besitze, passend gekauft zu meinem Lieblingsgeschirr „Wildrose“ (was auch sonst, lach!) und da hab ich hier mein Redaktionsteam hin und her gescheucht, zum besorgen des Geschirrs, der Decke und diversen Dekozutaten, damit haben wir nun Stimmungsbilder gemacht, Frau Chefredakteurin ganz träumerisch an Zeiten denkend, wo große gemeinsame Eßrunden am schön gedeckten Tisch wieder möglich wären, ich deck so leidenschaftlich gerne Tische ein. Und ebenso gerne koche ich! 

Das paßt doch wunderbar zu lauen Sommerabenden auf Balkonien, oder? 

Ich liebe die alten Gläser mit dem grünen Stiel, 

und dieses Kerzenglas hab ich doppelt, bei einer Kerzenparty begeistert erworben, es erinnert in Farbe und Stil an die Toscana, finde ich. 

Der Basilikum im Hintergrund ist ganz frisch vom Wochenende! Der riecht so herrlich! 

Von diesem Geschirr hab ich statt Suppentellern Suppentassen, die fand ich schöner! 

Tomatenmark-Döschen, zweckentfremdet als Serviettenhalter! Macht sich vorzüglich bei allen italienischen Essen. 

Glas nochmal beleuchtet. 

Stillleben!

Basilikum nochmal in ganzer Pracht. 

Das waren sie nun, die neuesten fotografischen Werke von Frau Chefredakteurin, da wir im Titel Süden, Sommer und Mee(h)r drin hatten, kommt jetzt auch noch „mehr“, Bilder aus Sommertagen aus dem Archiv. 

In Gedanken haben wir bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung das Haus hinter dem Leuchtturm bezogen und machen jetzt Ferien! 😉😊

Und mit Bildern vom rauschenden Meer

beenden wir nun unsere heutige Sonntagsausgabe vom Grafschafter Wochenanzeiger. 

Wir hoffen, es hat euch allen wieder bissel Freude gemacht, wir wünschen euch allen einen wunderschönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche wieder, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven  

Otto und Luzia  

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Wir feiern Geburtstag!!!

Bestimmung

Soviel Dinge gehn im Leben
auf dich zu, noch mehr daneben.
Mensch, dein Weg ist dir bestimmt.
Nimm das Schicksal, wie es kimmt.

Jeder muß sein Päcklein tragen,
teils mit Wohl-, teils Unbehagen.
Schau nach vorn, dort gehen sie:
Hans im Glück und Pechmarie.

Etwas Sonne, sehr viel Regen,
Freude folgt den Nackenschlägen,
oder manchmal umgedreht,
wie es so im Leben geht.

Wieviel Blüten an dem Baume
werden nie zur reifen Pflaume.
Wieviel Pulver, wieviel Blei
schießt der Feind an dir vorbei.

Weine nicht um das Verpaßte.
Denke: Was du hast, das haste.
Kriegst du nicht, was du gewollt,
hat es wohl nicht sein gesollt.

(Fred Endrikat, 1890-1942)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, heute ist ein besonderer Tag, denn heute feiert Brigitte/Plauen ihren Geburtstag!

liebe Brigitte, alles Liebe und Gute zu deinem heutigen Ehrentag, vor allem natürlich Gesundheit, das wünscht dir von Herzen das Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger  mit Mimi in heaven und den Freelancern Otto und Luzia Feier schön und laß dich hier feiern, und nun nimm erst mal Platz, bei dem schönen Wetter feiern wir natürlich im Garten, der Frühstückstisch ist reich gedeckt. Laß es dir schmecken und genieße die erste Tasse Kaffee im neuen Lebensjahr. Die Vögel hatten schon mal vorgekostet und alles für gut befunden! Weil sie an die Frau Chefredakteurin dachten, hatten sie dir schon mal eine Brille für den heutigen Grafschafter Wochenanzeiger parat gelegt, aber im Gegensatz zu mir brauchst du ja noch keine, lach! Rosen sind unser Dekorationsthema zu deinem Geburtstag, da bekommst du zum Früchstück natürlich auch die passende Tasse:

Und auf dem Geburtstagstisch stehen natürlich Rosen schnupper mal, wie schön die duften! Und während du frühstückst, rücken deine Gratulanten an, die hier gucken nachbarlich gratulierend übern Zaun sie haben sich ein bissel in der Jahreszeit vertan, lach, aber wir fanden sie so unwiderstehlich süß, da haben wir gedacht, das fällt gar nicht auf, hihihihi! Alle anderen Gratulanten gehen aber jahreszeiten-gemäß durch den Rosenbogen da kommt jetzt erst mal Ruddi mit seinem Rosensträußchen und Bildern aus dem Duisburger Zoo

gefolgt von Bruno, ebenfalls mit Rosensträußchen, und Bildern aus dem Berliner Zoo

Der nächste Gratulant ist unser schottischer Außenkorrespondent Hamish, klar, mit Rosensträußchen, und Bildern aus dem Zoo von Edinburgh!

Den Zoo von Köln hat unser Handelsreisender Otto übernommen, natürlich auch mit Rosensträußchen

Und Luzia? Sie meinte gleich, es fehlten die Eisbären, nun also Luzia mit Eisbären und ….Rosensträußchen!

Natürlich gratuliert dir auch unser aller Co-Autor und ehemals rasende Reporterin, unsere Mimi in heaven, herzlichst von dort oben mit einem Rosenkränzchen für dich, sie hat es nicht verlernt auf ihrem Stern, wie man bloggt!

So, liebe Brigitte, nun mußt du noch das Kerzchen am Geburtstagskuchen auspusten

und dann stoßen wir gemeinsam auf dein neues Lebensjahr an

Prost, Brigitte, auf noch viele schöne Jahre!!! Und daß deine Lebensuhr nur heitere und rosige Stunden zählt!

Ob wir das wirklich noch mal wollten?

Ach, manchmal schon, nicht wahr, aber mit dem Verstand von heute, hihihihi!

Alles Liebe und Gute nochmal, liebe Brigitte, und wir alle wünschen dir einen schönen Geburtstagstag!

Allen anderen wünschen wir einen guten Freitag und ein ganz schönes und hoffentlich entspanntes Wochenende, bleibt oder werdet alle gesund, paßt auf euch auf, das wünscht euch euer Grafschafter Wochenanzeiger mit der Besetzung siehe oben, lach!

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Pfingsten in der Grafschafter Botanik

Pfingstrose

Verhaucht sein stärkstes Düften
hat rings der bunte Flor,
und leiser in den Lüften
erschallt der Vögel Chor.

Des Frühlings reichstes Prangen
fast ist es schon verblüht –
die zeitig aufgegangen,
die Rosen sind verblüht.

Doch leuchtend will entfalten
Päonie ihre Pracht,
von hehren Pfingstgewalten
im tiefsten angefacht.

Gleich einer späten Liebe,
die lang in sich geruht,
bricht sie mit mächtgem Triebe
jetzt aus in Purpurglut.

(Ferdinand von Saar)

Die Pfingstrosen (Paeonia), auch Päonien genannt, sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Pfingstrosengewächse(Paeoniaceae). Diese Gattung umfasst 32 Arten. Die bekanntesten Sorten sind Stauden, also ausdauernde krautige Pflanzen, deren oberirdische Sprosse im Winter absterben; daneben gibt es auch verholzende Arten und Sorten, die meistens als Halbsträucher, seltener als Sträucher wachsen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Pfingstrosen

(Paeonia mascula, Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885)

Der Grafschafter Wochenanzeiger wünscht allen seinen Lesern ein frohes, gesegnetes Pfingstfest!

Reporterin Mimi, die Frau Chefredakteurin Monika und unser aller Volontär Ruddi

Wir haben in unseren Redaktionsräumen im Team lange überlegt, was wir euch in diesem Jahr zum Pfingstfest anbieten können, das Wetter war am gestrigen Samstag ziemlich grottig, es stürmte und immer wieder gab es Wolkenbrüche, trotzdem wollten wir doch zu Pfingsten schöne, neue Bilder haben, und dann hatte die Frau Chefredakteurin die zündende Idee: Pfingstrosen!

Ich liebe Pfingstrosen, gehören sie doch zumindest namentlich zu den von mir so geliebten Rosen und sehen auch ein bissel ähnlich aus, also geht es heute in die Botanik. Wissenswertes zu den schönen Blumen gab es ja schon eingangs von Wikipedia, da schauen wir doch mal, was wir noch feines über die Pfingstrosen berichten können.

Die Pfingstrose, botanisch Päonie, ist ein Sinnbild für den krönenden Abschluß, das Wesentliche, die Reinheit und die Schönheit. Sie ist ein Zeichen für Demut und Hingabe, durch die kreisförmigen Blüttenblätter besteht eine Verbindung zu Sonnensymbolen, Päonien erfreuen sich besonders im östlichen Kulturkreis großer Beliebtheit. In buddhistischen Tempeln findet man Päonien-Motive, der Legende nach sollen die blühenden Pflanzen aus den Fußabdrücken des jugendlichen Buddhas entstanden sein.

Im Christentum des Mittelalters zeigten Abbildungen und Ornamente mit Päonien den Menschen, die nicht lesen konnten, gleichnishafte Glaubensinhalte, als Gegensatz von Heil und Unheil galt die Päonie neben einem Drachenbildnis. Die Päonie wurde der Gottesmutter zu Füßen gelegt, so wurde die Pfingstrose zur Marienblume, als Rose ohne Dornen.

Die Pfingstrose wurde auch als Heilpflanze genutzt, vor allem in China, bei Frauenkrankheiten und der Wundheilung. Sie besitzt aber auch eine schutzmagische Kraft, da sie zu den Marienpflanzen gehört, verlieh ihr dies göttliche Kraft und besondere Heilwirkung. Auch antidämonische Kräfte wurden ihr nachgesagt. Die Heilwirkungen der Pfingstrose ist nach wissenschaftlichen Forschungen heute wohl bestätigt, vor allem im Bereich von Blutdruck senkender Wirkung, entzündungshemmend und sogar antidepressiv, sie hat somit ihre jahrtausendealte Wertschätzung zu Recht verdient. In der Kosmetik findet ihr Duft Anwendung, sie ist hautberuhigend und regenerierend.

Viele Alltagsgegenstände, Stickereien, Geschirr und Porzellan, werden mit dem Motiv der Päonie verziert, und in der Malerei ist sie ebenfalls häufig vertreten, und das schon seit ca. 1400.

(Vase mit Pfingstrosen, Édouard Manet, 1864-1865)

(Weiße Pfingstrosen, Édouard Manet, 1864)

Und wie steht es nun in der Grafschaft um die Pfingstrosen? In einer Regenpause begab ich mich mal in den Garten mit der Knipse, denn ich erinnerte mich schwach, daß wir mindestens ein Exemplar dort haben. Jaaaa, richtig erinnert, leider hat sie wohl in diesem Jahr schon recht früh zu blühen begonnen, die meisten herrlichen Blüten waren schon verblüht, aber ich hab sie doch noch „erwischt“, guckt:

Hab ich mich doch sehr drüber gefreut! Na, und wo ich schon einmal unten war, gibt es jetzt eben den im Titel erwähnten Streifzug durch die Botanik der Grafschaft. Denn meine geliebten „richtigen“ Rosen, also die mit den Dornen, blühen auch schon

Diese blühen unter Balkonien und diese hier

an der Hausmauer.

Sind die nicht wunderschön? Ich mag die Farbe so gern. Es war übrigens relativ schwierig zu fotografieren, es stürmte immer noch so doll, daß ich stets einen Moment der Ruhe abpassen mußte, um sie „scharf“ zu bekommen. Weiter geht es mit unserem wilden Kirschbaum, der schon Früchte trägt

und auf der Wiese blühen kleine, zarte Blüten.

Mit Schatten der Fotogräfin, lach!

Der Pflanzkübel vor unserer Haustüre ist bereits sommerlich bepflanzt mit so schönen Geranien

Die strahlende Farbe macht sich immer vor der grauen Hauswand so gut.

Und da die themengebende Päonie zu meinen Lieblingsblumen zählt, ist sie natürlich auch in den Redaktionsräumen vertreten

als künstlicher Pfingstrosenstrauß

schön dekoriert mit Kranz und Schleife!

Während die Frau Chefredakteurin mit der Knipse unterwegs war, haben es sich die rasende Reporterin Mimi und ihr Volontär Ruddi in den Redaktionsräumen gemütlich gemacht und von schönem Pfingstwetter auf Balkonien geträumt. Vielleicht wird das ja noch für die beiden Pfingsttage, schaun wir mal. Ich hatte dann schon die Knipse wieder zur Seite gelegt, als Ruddi plötzlich einen Freudenschrei ausstieß und und rief, ich solle mal schnell aus dem Wohnzimmerfenster gucken! Oooh, Ruddi, wie schön, ein Regenbogen, das ist aber eine schöne abendliche Einstimmung ins kommende Pfingstfest, ich hol schnell die Knipse wieder raus:

Wir haben ihn alle lange angestaunt, den herrlichen Regenbogen, so oft gesehen und einfach immer wieder überwältigend schön!

Beim fotografieren vom Regenbogen fiel mir dann noch meine neue Tischdecke auf dem kleinen Beistelltisch im Wohnzimmer ins Auge, die hat doch auch Rosenmotive, und da hab ich flugs noch eines abgelichtet:

Der Abend senkte sich über die Grafschaft und es wurde Zeit für die Zubereitung des diesjährigen Pfingstmenüs: Saltimbocca mit Rosmarinkartöffelchen und Gartensalat,

fertig zum braten, am Samstagabend gab es außer den Kartöffelchen noch Reste vom freitäglichen Spargel, den Salat gibt es dann heute und morgen, und ein selbst kreiertes Sößchen aus Bratenfond, Weißwein, Schmand, Tomatenmark und italienischen Kräutern. Lecker:

Stilecht dazu einen feinen Rotwein!

Nun kommen wir mal langsam zum Schluß unseres Pfingsteintrages, und wie es sich für eine Zeitung gehört, erstmal zum redaktionellen Teil:

Verantwortlich für Bilder, Hintergrundinfo und Rezepte: Frau Chefradakteurin, verantwortlich für die Informationen über die Magie der Pfingstrose die rasende Reporterin Mimi, Katzen lieben Magie, und verantwortlich für die Wetterinfos unser Volontär Ruddi.

Wir hoffen, es hat euch wieder gefallen hier und wünschen euch allen schöne Pfingsttage mit einem lieben Gruß:

Habts fein!

Ein WTT mit Romantik

Die kleine Lampe

Es steht in meinem Zimmer
ein Lämpchen auf dem Pult.
Das hat einen freundlichen Schimmer,
das hat eine lange Geduld.

Ist emsig, mir zu dienen,
hat oft, wenn alles schlief,
manch süße Dummheit beschienen
und manchen Liebesbrief.

Es hat in einsamen Jahren
so treu für mich geglüht;
und jüngst hab ich`s erfahren:
Das Lämpchen hat auch – Gemüt.

Es kam zu heimlicher Feier
die Kleine – zum ersten Mal…..
Gesichtchen tief im Schleier,
die Schultern tief im Schal.

Sie kam so scheu, so schüchtern,
sie stand so fluchtbereit –
mein Herz war nicht mehr nüchtern
vor soviel Seligkeit.

Wir saßen beim roten Weine,


sie flüstert: Jetzt muß ich nach Haus –
da ging die kluge, kleine,
taktvolle Lampe aus.

(Rudolf Presber)

Zwischen diesen beiden Fotos  (mein 2. Geburtstag)  liegen heute exakt 64 Jahre!

Zeit für eine Rückschau, Zeit für Erinnerungen an schon so viele solcher Tage! Hab ich mal wieder in meinem Schatzkästchen gekramt und die Erinnerung an ein Geburtstagsgeschenk hervor geholt, dieses Mal nicht aus meinen Kindertagen, sondern als ich schon selbst Mama war, von Björn und seinem Papa, und wenn ihr es seht, wißt ihr auch, wie ich auf das Gedichtchen gekommen bin:

 Meine nostalgische Lampe!

Sie hat eine so liebe kleine Geschichte, und die möchte ich euch heute erzählen:

Es war ein Mal vor langen Jahren, da gab es in der Grafschaft Lirich einen kleinen, aber ganz feinen Trödelladen, der herrliche Dinge in seinem Schaufenster hatte, und an dem ich bei keinem Einkauf für meine kleine Familie vorbei gekommen bin, ohne einen Blick in dieses Schaufenster zu werfen. An einem sonnigen Tag im Sommer entdeckte ich dann mit Entzücken diese Lampe

ein bissel ähnlich dekoriert wie hier auf meinem Bild zum heutigen Erinnerungseintrag. Ich hab mich sofort verliebt, aber ein Blick auf das Preisschildchen ließ mich erst einmal weiter gehen. Aber immer und immer wieder zog es mich zum Schaufenster, und ebenso oft bin ich unverrichteter Dinge wieder weiter gegangen. Ich hatte natürlich längst zu Hause von meiner herrlichen Entdeckung und meinen begehrlichen Blicken berichtet, und auf einem kleinen Sonntagsspaziergang meinen beiden Männern, dem großen und dem kleinen, das Objekt meiner Begierde zur Begutachtung gezeigt! Beide waren der Meinung, daß sei eine wirklich schöne Lampe! Die bedeutungsvollen Blicke, die sie tauschten, sind mir dazumalen nicht aufgefallen.

Ich hatte einige Tage keinen Einkauf in der Ecke dieses Trödelladens zu tätigen, und als ich nach Tagen endlich wieder dort vorbei kam mit dem festen Entschluß, nun endlich in den Laden zu gehen und die Lampe zu erwerben…….ihr ahnt es, nicht wahr??? Sie war weg!!! Stand nicht mehr im Schaufenster!!! Ich konnte es nicht glauben, ich bin sogar unter einem Vorwand in den Laden, ich wolle mich nur mal bissel umsehen, hab ich zu der Verkäuferin gesagt, und hab den ganzen Laden abgesucht……nichts! Keine Lampe weit und breit! Tief enttäuscht bin ich nach Hause gegangen, und als das Kind aus der Schule und der Mann von der Arbeit wieder zu Hause waren, hab ich ihnen ganz traurig erzählt, daß meine schöne Lampe weg sei, von jemand anderem gekauft, da hätte ich doch mal wieder viel zu lange gewartet, so ein Mist!!! Beide bedauerten mich lebhaft, das wäre aber schade, das täte ihnen aber leid, ach, aber vielleicht käme ja mal noch wieder so eine schöne rein! Nee, das war kein Trost, so eine schöne wie die gesehene und begehrte gibt es sicher kein zweites Mal! Sie waren wirklich beide grandios in ihrer Schauspielkunst, denn was ich damals natürlich nicht ahnte, wißt ihr ja nun längst!

Mein Geburtstagstag kam, und als mich meine beiden Männer zum Geburtstagsmorgen-Kaffee weckten, was stand da auf meinem Gabentisch in voller Pracht? Genau!!!

 Die von mir so heiß begehrte Lampe, ihr könnt euch unschwer meine Freude vorstellen, oder?! Ich war reineweg aus dem Häuschen!

Und zeig euch jetzt noch mal mein Prachtstück mit neuen Bildern und im Detail

und ich hab auch noch alte Bilder davon, die hatte ich in einem Eintrag schon einmal gezeigt, nämlich wie sie leuchtet

 

Ooh, hier möchte gerade mal jemand kurz an den PC, Mimi kam angeschnurrt, da geb ich ihr jetzt mal die Tastatur frei, ich darf auch nicht gucken, sagt sie, ok, mach ich nicht!

 Hi, Folks, psssstttt, hier ist euer Co-Autor, eure Mimi, mein Frauchen hat doch heute Geburtstag, und da muß ich doch auch mal eben hier ganz lieb gratulieren, aber büdde, noch nix verraten, soll ja eine Überraschung für meinen Dosenöffner werden, also

Happy birthday, liebes Frauchen

 

 wünscht dir deine Mimi!

So, nun darf ich also wieder, natürlich ohne zu lünkern, klar! Ich wünsch euch allen einen wunderschönen WTT und heute abend stoßen wir dann hier gemeinsam an, ick froi mir!!!

Habts fein! 

Sommer-Potpourri

Der Sommer

Der Sommer, der Sommer,
das ist die schönste Zeit:
Wir ziehen in die Wälder
und durch die Au’n und Felder
voll Lust und Fröhlichkeit.

Der Sommer, der Sommer,
der schenkt uns Freuden viel:
Wir jagen dann und springen
nach bunten Schmetterlingen
und spielen manches Spiel.

Der Sommer, der Sommer,
der schenkt uns manchen Fund:
Erdbeeren wir uns suchen
im Schatten hoher Buchen
und laben Herz und Mund.

Der Sommer, der Sommer,
der heißt uns lustig sein:
Wir winden Blumenkränze
und halten Reigentänze
beim Abendsonnenschein.

  

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Der Juni ist da, der Sommer beginnt! Obwohl er ja eigentlich gefühlt schon lange da ist, in diesem Jahr begann er schon im Mai, denn die Temperaturen erinnerten doch sehr bereits an Hochsommer! Heiß und schwül präsentierten sich die letzten Maitage, wettertechnisch begann der Juni dann mit „Waschküchen-Wetter“, grau und schwül! Gegen Abend begann es gestern tatsächlich zu regnen, nicht sehr ergiebig, aber immerhin. Und es kühlte ab, leider kriegt man das noch nicht so richtig in die Wohnung!

Der Hundertjährige Kalender lag für den Mai nicht so ganz richtig, die Hochsommertemperaturen hat er nicht vorausgesagt! Für den Juni verheißt er nun Sommerwetter bis zum 21. Juni, dem kalendarischen Beginn des Sommers, dann sollen Gewitter und Regengüsse folgen, lassen wir uns also mal überraschen. Die Natur braucht den Regen nötig!

Das war vor einigen Tagen mal ein kurzer, aber heftiger Regenguß, die Wiese unten hat schon richtig kahle Stellen!

Wir haben die Tropen-Temperaturen auf Balkonien „ausgesessen“, hihihi, zu allem zu faul und zu träge, lach, und deshalb gibt es jetzt fürs erste Juni-Wochenende hier im Blögchen halt Bilder aus dem Archiv, als Sommer-Potpourri!

Sommerblumenstrauß

paßt so herrlich wieder zu meiner „Storm-Zeit“ 

Ebenso wie Leuchtturm und Meer

             

Juni ist Rosenmonat

 (Rosenstrauch am Brunnen, Helene Stromeyer)

Schmetterlinge gaukeln wieder durch die Lüfte

Erinnerungen ans sommerliche Kindheitsparadies in Höxter werden wieder wach:

Strandwetter hat uns ja der Mai schon beschert

mal sehen, wie es der Juni damit hält!

Es ist wieder Beerenzeit, nicht nur der heimischen Erdbeeren, auch die anderen werden im Laufe des Monats dazu kommen.

 Himbeeren und Johannisbeeren, diese herrlichen roten Johannisbeeren hatte mein Großvater in seinem Garten, da durften wir Kinder naschen, fällt mir immer eine Textzeile von Reinhard Mey ein „Johannisbeer‘n im Garten funkeln rot im Sonnenlicht.“ (Reinhard Mey, aus: „Beim blättern in den Bildern meiner Kindheit“)

Es nähert sich auch die Einmachzeit so langsam wieder, das ist ein Fest auf dem Markt, ich liebe ganz besonders die Saison der Gurken mit dem dazu passenden frischen Dillkraut:

 Sieht doch richtig lecker aus, nicht wahr, mal gucken, wie die Ernte ausfällt in diesem Jahr. Könnte man dann ja mal wieder…..!

Wie die Girlande über dem Gedicht zeigt, ist auch wieder die Zeit der Mohnblumen

ich liebe sie, und freu mich immer noch an meiner kleinen „Büro-Lampe“, die meine nächtlichen Einträge hier immer so freundlich bescheint, mal selbst gemacht mit Folie und Serviettentechnik und…..Mohnblüten!

Sie hat Gesellschaft bekommen von einem kleinen Notizbüchlein, guckt mal:

 Fand ich so schön passend hier für mein „Büro“!

Ganz ohne neue Bilder möchte ich euch aber hier nun auch nicht lassen, und so hab ich allwieder mal meine Sommer-Deko im Hausflur fotografiert, die ja alle Jahre wieder neu ausfällt, büdde schön:

Dieses Jahr maritim

Sommerkränzchen hängt wieder an der Türe

über’m , wie könnte es anders sein, „rosigen“ Namensschild:

Selbstgemacht mit Window-Color! Aber schon vor Jahren, hihihi!

 

Kleine Galerie gefällig? Büdde schön!

Meine „Traum-Finca“ hängt auch wieder draußen an der Wand, da mal Urlaub machen, das wär’s!

Abends, wenn es dunkel wird, mit Timer eingestellt, leuchtet dann mein Laternchen wieder, das sieht immer so hübsch aus.

Und zum Schluß, passend zum beginnenden Sommer und mit einer Gedichtzeile von Theodor Storm, meinem Lieblingsdichter, aus dem Gedicht „Die Nachtigall“

….“Trägt in der Hand den Sommerhut und duldet still der Sonne Glut“
zeig ich euch noch was in „eigener Sache“, in etwas mehr als drei Monaten findet die Hochzeit meiner Kinder statt, und das Muttertier hat schon den passenden „Sommerhut“, guckt:

Naaa???

Mimi fand am schönsten an dem Hut den Karton, in dem er geliefert wurde, der war sofort ihr’s:

Ein Teil davon befindet sich jetzt draußen auf Balkonien, mit Handtuch und Kühlakkus präpariert gegen die Hitze, hihihi! Mimi findet es fein!

Und damit wünschen wir euch jetzt ein wunderschönes Wochenende, mit hoffentlich Regen, wo er nötig ist, und danach mit wieder schönem Juni-Wetter, und mit Mimis neuem Sommerkleidchen

sagen der Dosenöffner und Mimi jetzt tschüß und habts fein! 

Quer durch den Garten – ein Pfingst-Menü

  

Veni Sancte Spiritus

Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
sende deines Lichtes Strahl!

Vater aller Armen du,
aller Herzen Licht und Ruh’,
komm mit deiner Gaben Zahl!

Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
komm, du süßer Seelenfreund!

In Ermüdung schenke Ruh’,
in der Glut hauch Kühlung zu,
tröste den, der trostlos weint.

O du Licht der Seligkeit,
mach dir unser Herz bereit,
dring in unsre Seelen ein!

Ohne Dein lebendig Wehn
nichts im Menschen kann bestehn,
nichts ohn’ Fehl und Makel sein.

Wasche, was beflecket ist,
heile, was verwundet ist,
tränke, was da dürre steht.

Beuge, was verhärtet ist,
wärme, was erkaltet ist,
lenke, was da irregeht.

Heil’ger Geist, wir bitten dich,
gib uns allen gnädiglich
deiner Gaben Siebenzahl.

Spende uns der Tugend Lohn,
lass uns stehn an deinem Thron,
uns erfreun im Himmelssaal.

(Stephanus Langton Cantuarensis ,1165 – 1228, aus dem lateinischen übersetzt von  Heinrich Bone)

„Veni Sancte Spiritus“, komm, Heiliger Geist, so fang ich heute meinen Pfingsteintrag an. Denn der Heilige Geist, die Erleuchtung, die ist in unseren Tagen wieder so nötig. Für alle, die die Geschicke unserer Zeit verantworten und lenken genauso wie für’s einfache „Fußvolk“ wäre der Geist aus den Zeilen des eingestellen Hymnus eine echte Bereicherung! Fangen wir mal wieder einfach im kleinen damit an, vielleicht zieht es Kreise und teilt sich weiter wie weiland die feurigen Zungen des Heiligen Geistes!

Pfingsten im Mai, Zeit der Erneuerung und des Neuanfangs, in der Natur und im Herzen! Und aus der Natur zeig ich euch jetzt Bilder, die ich am gestrigen Samstag beim Besuch auf dem Friedhof unserer Grafschaft gemacht habe, gerade dort zeigt die Natur so herrlich neues Leben!

 Zum Beispiel diesen Baum, das ist der Baum am Grab meines Vaters, der kleine Korkenzieherweidenstrauß, den ich dort mal stehen hatte vor Jahren ist zu so einem prächtigen Baum geworden!

Ich bin immer wieder ganz überwältigt davon! Und der Rhododendron blüht in den herrlichsten Farben

Auf dem Grab meines Vaters blüht seine Rose

er liebte diese Farbe sehr, und sie duftet so herrlich, ganz zart zitronig, schade, daß man das hier nicht riechen kann.

Reges Leben herrscht in den Blüten, die Bienen, Hummeln und andere fliegenden Nektarsammler schwirren, was das Zeug hält!

Mein geliebter Ilex schmückt sich mit zarten neuen Blättchen

Alles blüht in verschwenderischer Fülle!

Von den Gräbern meiner Eltern aus bin ich dann bei herrlichstem Wetter noch zum See runtergebummelt, der auf dem Friedhof angelegt ist, ein herrliches Fleckchen zum Seele baumeln lassen. Unterwegs begegnete mir er hier:

Am See:

Ihr wißt ja, Bild anklicken, dann könnt ihr weiter jedes Bild in groß gucken.

Die ersten Wasserbewohner:

Sie war neugierig und kam auf mich zu geschwommen.

Hallo!

 

Und dann sah ich von weitem das:

Das sind doch Küken???

Jawoll! Langsam hab ich mich ran gepirscht, aber die Eltern waren nicht sonderlich nervös, sie kennen Menschen, und an diesem friedlichen Ort brauchen sie sich nicht vor ihnen zu fürchten, und so könnt ihr jetzt meine Galerie genießen, viel Spaß!

Auf dieses Bild bin ich ein bissel stolz, es kam ein Rabenvogel geflogen, das ging aber nun mal gar nicht:

Alarm!!!

Hihihihi, die Fotogräfin wirft ihren Schatten!

Da kann man aber gut erkennen, wie dicht sie teilweise an mir vorbei passierten, ich wurde zwar im Auge behalten, aber gestört hab ich wohl nicht wirklich!

Langsam Abendstimmung am See, das ist wirklich so ein herrlich friedlicher Ort.

Das ist eine kleine Insel mitten im See, überwachsen und völlig eingenommen von diesem herrlichen Baum, im Innern ganz viel Schutz für brütende Wasservögel, auch ein Reiher hat hier seinen Brutplatz, aber ihn hab ich dieses Mal nicht zu sehen bekommen.

Langsam machte ich mich auf den Rückweg zum Ausgang, unterwegs hab ich noch Butterblümkes für meine Mama gefunden, aber stehen gelassen, sie sieht sie ja überall, wo sie blühen!

Wegbegleiter:

Und kurz vor dem Ausgang beglückte mich dann meine Lieblingsblume, eine Rose!

Und er hier:

Abendbrotzeit, hihihi!

Über die Kanalschleuse bin ich dann langsam nach Hause gebummelt!

Das war nun mein Pfingstmenü für euch, mit einem schönen Zitat zum Pfingstfest

„Pfingsten! Ein Wort, das seinen Zauber auf das menschliche Gemüt üben wird, so lange noch ein Baum blüht, eine Lerche schmetternd in die Lüfte steigt und ein klarer Frühlingsmorgen über uns lacht. Ein Wort, dessen Klang selbst unter der härtesten Eiskruste des Egoismus, unter dem Schnee des Alters und in dem Herzen, das in Leid und Kummer erstarrt ist, noch ein Echo von Lenzeslust erwecken kann.“

(Eugenie Marlitt,  Pseudonym für Henriette Friederike Christiane Eugenie John, deutsche Schriftstellerin)

entlasse ich euch in selbiges, euer Co-Autor,  meine Mimi, und ich wünschen euch ein wunderschönes, frohes und gesegnetes Pfingstfest!

senden wir euch! Habts fein! 

 

 

Kunterbuntes zum Muttertag

An die Mutter

O du, die mir die Liebste war,
du schläfst nun schon so manches Jahr.
So manches Jahr, da ich allein,
du gutes Herz, gedenk ich dein.
Gedenk ich dein, von Nacht umhüllt,
so tritt zu mir dein treues Bild.
Dein treues Bild, was ich auch tu,
es winkt mir ab, es winkt mir zu.
Und scheint mein Wort dir gar zu kühn,
nicht gut mein Tun,
du hast mir einst so oft verziehn,
verzeih auch nun.

(Wilhelm Busch)

 

wünschen wir beide, euer Co-Autor  Mimi  und ich (passend zum Muttertag ein blumenpflückendes Kinderbild, hihihi!) allen Müttern von ganzem Herzen, natürlich auch, wie es in diesem Blögchen immer schon so üblich war, auch allen Müttern lieber Haustiere! Habt alle einen ganz feinen Muttertag!

Meinereiner hat zum heutigen Tage mal wieder in meinem reichhaltigen Fundus gekramt, Erinnerungen an Muttertage, als Tochter  mit meiner Mama, als Mutter  mit meinem kleinen Sohn!

Blumen mußten notwendig zum Muttertag gepflückt werden, bei mir waren es immer Butterblumen, die die Mama zu ihrem Ehrentag bekam, selbst gepflückt, ich fand als Kind, das seien die schönsten Blumen zum Muttertag!

( Ranunculus acris from Wayside and woodland blossoms, 1895)

Und der Mama wurden liebevoll selbst gestaltete Karten und Briefe geschrieben, solche zum Beispiel:

 Diesen Muttertagsbrief von mir hab ich mal draußen fotografiert, mit Glockenblümchen eingerahmt!

 Und so ist er wohl am besten zu lesen!

Liebe Mama, einen lieben Muttertagsgruß an dich in heaven mit deinen Lieblingsblumen!

Ich hab meinen „Mama-Brief“ noch mal ein bissel schön in Szene gesetzt, ich mag doch Rosen so sehr gerne, und ich hatte noch einen schönen Strauß, der dazu paßte!

Dann folgen die Erinnerungen an die eigenen Muttertage, wie schön waren doch da auch vor allem die selbstgemachten Geschenke, ich hätte nun noch was von Björn, aus den Kindergartentagen:

Ein Herz mit Schmetterling für Mama!

Und eine Lokomotive:

Auch die hübschen Bilderrähmchen wurden unter Anleitung von den Kindern selbst gegossen und bemalt, ihr könnt euch sicher alle vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe. Und klar, daß sie heute noch hängen, nicht wahr? Am Küchenfenster, freu ich mich immer beim gucken!

In einem Jahr wurde ein immerwährender Kalender kreiert, ihr kennt ja mein Sammlergen, bei mir kommt nix weg, den gibt es natürlich auch noch, hier isser:

Die Kalenderblätter als Galerie, anklicken, groß gucken, hihihi!

Den süßen kleinen Marienkäfer vom Mai zeig ich euch nochmal in groß, das waren Wachstropfen, guckt:

Ich find ihn so niedlich!

Natürlich meldet sich auch noch euer Co-Autor zum Muttertag hier zu Wort, schließlich ist es ja auch der Muttertag aller Tiermütter und aller Mütter für Tiere!

 Hi, Folks und alle lieben Mütter, wie meine Mama sie ja schon oben beschrieben hatte! Hab doch auch noch was feines für euch zum Muttertag, denn hier bei uns gibt es so ein liebes Katzenmütterchen, da hab ich mein Frauchen gebeten, mal Bilder davon für euch alle zu machen, und die zeig ich euch jetzt:

Da isses, mit ihrem Kleinen mitten im Grün, wenn so viele Menschen zugucken, ist sie bissel besorgt erst um ihr Kleines.

Ist das nicht ein süßes Katzenkind?

So, jetzt zeigt sie es euch mal richtig! Sie hat gemerkt, daß ihr alle ganz lieb seid!

Sie hat auch mein schönes Schattenplätzchen auf Balkonien ausprobiert mit ihrem Schatz

und ist dann mal auf meinem Kratzbaum gewesen, da gefiel es ihr auch so gut, und Frauchen konnte ihren kleinen Schatz mal richtig fotografieren, sie durfte, hihihi!

Niedlich, nicht wahr?

Die Pfötchen!!!

So, das war nun mein Beitrag zum heutigen Muttertag, habt alle einen ganz feinen und laßt euch fein verwöhnen, mach ich mit meinem Mama-Frauchen heute auch!

Tschüssi, eure Mimi! 

So, das war nun euer Co-Autor, dann kommen wir mal langsam zum Ende diesen Eintrags, gemäß dem Titel „Kunterbuntes zum Muttertag“ hätten wir da noch ein buntes Huhn, hihihi,

die neueste Errungenschaft in Sachen Kräuter auf Balkonien, ein Salbei

 der duftet auch so fein!

Von den Kindern hab ich gestern noch Bilder bekommen, die sich herrlich für den Muttertag eignen, falls ihr einen Muttertagsspaziergang machen wollt, so schön ist das bei den Kindern in ihrem „Garten“, hihihi, der Köln-Mülheimer Stadtpark direkt vor ihrer Haustüre:

Schön, nicht, und feine Bewohner hat er auch, guckt:

Sie schnattert alles Liebe zum Muttertag!

Und ich hätte da auch noch was für euch von meinem Meisen-Mütterchen, welches mit ihrem Partner direkt unterm Dach am Küchenfenster wieder ihre Jungen groß zieht und eifrig hin und her fliegt, um die hungrigen Schnäbel zu stopfen, leider gelingt mir da kein Bild, und Nesteinsicht ist auch keiner da, wenn ihr die Bilder seht, wißt ihr warum, da ist fotografisch kein rankommen möglich, ich hab die Stelle des Nestes mal mit einem roten Pfeil markiert, das ganze ist gezoomt vom Schlafzimmerfenster aus!

Ich hoffe, sie kriegt ihre Kleinen wieder wie in den Vorjahren groß, wenn ich ganz viel Glück habe, erwische ich diese vielleicht, wenn sie flügge werden, schaun wir mal!

Und damit wünschen wir euch allen einen wunderschönen Muttertag  habts fein, laßt euch verwöhnen  genießt den Tag!!!

 

Allen anderen wünschen wir beide,  Mimi und ich, einen ganz wunderschönen Sonntag!

Habts fein! 

 

 

Hommage an meinen Lieblingsdichter

Im Herbste

Es rauscht, die gelben Blätter fliegen,
am Himmel steht ein falber Schein;
du schauerst leis und drückst dich fester
in deines Mannes Arm hinein.

Was nun von Halm zu Halme wandelt,
was nach den letzten Blumen greift,
hat heimlich im Vorübergehen
auch dein geliebtes Haupt gestreift.

Doch reißen auch die zarten Fäden,
die warme Nacht auf Wiesen spann –
es ist der Sommer nur, der scheidet;
was geht denn uns der Sommer an?

Du legst die Hand an meine Stirne
und schaust mir prüfend ins Gesicht;
aus deinen milden Frauenaugen
bricht gar zu melancholisch Licht.

Erlosch auch hier ein Duft, ein Schimmer,
ein Rätsel, das dich einst bewegt,
daß du in meiner Hand gefangen
die freie Mädchenhand gelegt?

O schaudre nicht! Ob auch unmerklich
der schönste Sonnenschein verrann –
es ist der Sommer nur, der scheidet;
was geht denn uns der Sommer an?

(Theodor Storm)

Am 14. September 1817 wird in Husum, Markt Nr. 9, um Mitternacht Hans Theodor Woldsen Storm geboren.

Und somit hatte mein Lieblingsdichter am 14. September 2017 seinen 200. Geburtstag!

Übrigens im Sternzeichen der Jungfrau, wie ich!

Der Poet vom grauen Meer…..die Erinnerung an ihn ist zunächst die Erinnerung an die Schulzeit, an Novellen und Gedichte, die seit Jahrzehnten zum Unterrichtskanon gehören.

Bei mir war das als erstes die Novelle „Immensee“, von der wir eine Interpretation schreiben sollten, und das Gedicht „Abseits“, in das ich mich beim Lesen verliebt habe. Damit begann meine Liebe zum Dichter Theodor Storm. Die nächste Novelle, da schon aus der Schulbibliothek besorgt, war auf Empfehlung meiner Mama „Pole Poppenspäler“, ihre Lieblingsnovelle von Storm.

Es gibt drollige Übereinstimmungen zwischen meinem Lieblingsdichter und mir, Theodor Storm studierte Jura, wurde Rechtsanwalt und Richter, ich habe einen ersten Lehrberuf als Anwalts- und Notarfachangestellte! Seinem Charakter sagt man nach, daß er eine gewisse Widerspenstigkeit beinhaltete, da steckt auch was bei mir!

Storm hatte einen schönen Tenor und sang wohl gerne, er gründete 1843 einen Husumer Chor, den es heute noch gibt, „Theodor Storm Chor von 1843“.

Mein Vater war 2. Baß in einem Männerchor und ich ein reges Mitglied unseres Schulchores!

„Er ist ein Meister, er bleibt“, urteilte Thomas Mann über Theodor Storm. Und vom Dichter Theodor Fontane gibt es das Wort von der „ewigen Husumerei“, das ironisierte, daß Storm äußerlich eine gewisse angepaßte Behaglichkeit schätzte, ein Ton, den man in seinen Novellen nicht immer findet. Er ist kein Dichter für Bürgerwonnen, denn in seinen Geschichten und Gedichten lauern tragische Entwicklungen, die noch heute ganz aktuell sind: Sterbehilfe, Inzest, Trunksucht, der Niedergang von Familien aus „moralischen“ Gründen, Mobbing, Eltern/Kind und hier vor allem Vater/Sohn-Konflikte.

Storm selbst sagte es treffend, wie die Diskrepanz zwischen Behaglichkeit auf der einen und realistischer Erzählung auf der anderen Seite erklärbar wird: „Ich bedarf äußerlich der Enge, um innerlich ins Weite zu gehen…“

Er bleibt! Und er bleibt mein Lieblingsdichter! Und wurde weiter „vererbt“: Björn hat sich später für eine geforderte Interpretation im Schulunterricht die Novelle „Im Brauerhause“ von Theodor Storm ausgesucht!

Natürlich soll mein Eintrag zum 200. Geburtstag von Theodor Storm keine reine Abhandlung  werden, und so kommen wir nun zu den Bildern! Ich hab sie ein wenig an Motive von Storm in seinen Novellen ausgerichtet. Rosen zum Beispiel, in der Novelle „Späte Rosen“ und in Gedichten

Das Meer

Katzen, die im Storm’schen Haushalt nie fehlten

Und zu der „ewigen Husumerei“ hab ich mal neue Bilder erstellt, der Geburtstag von Theodor Storm fällt ja in den schon beginnenden Herbst, Tage und Nächte werden kühler, und damit beginnt auch wieder die Teezeit!

Fontane notierte dazu: „In Storms Potsdamer Hause ging es her wie in dem öfters von ihm beschriebenen Hause seiner Husumer Großmutter. Das Lämpchen, der Teekessel, dessen Deckel klapperte,  die holländische Teekanne daneben…Die Provinzsimpelei steigert sich mitunter bis zum Großartigen.“

Dazu passen meine Tee-Utensilien!

Dazu paßt ganz wunderschön mein von meiner Großtante geerbter Kuchenteller

Mimi mußte sich natürlich die Präsentation meiner Tee-Utensilien ganz genau betrachten

Bissel betrübt war sie aber über das vorherrschende herbstlich-trübe Wetter

Guck mal, Frauchen!

Doof-Wetter! Ich guck mal genauer:

 Kannst du das mal abstellen??? Nicht???

 Schade!!!

 Dann geh ich wieder in meine schöne gemütliche Hängematte!

Das war der Beitrag eures Co-Autors zum Geburtstag von Theodor Storm, hihihi, den sie ja eigentlich auch sehr mag, denn wenn für ihr Frauchen Storm-Zeit ist, ist für sie Balkonien-Zeit! Aber herbstliche Couch-Zeit ist ja auch Lesezeit, da hab ich demnächst eh noch eine Überraschung für euch, und so freut sich Mimi eben wieder ganz pragmatisch auf schöne Indoor-Kuschelzeit mit dem Dosenöffner! Und Tee! Für mich! Und vielleicht sogar Storm-Zeit im Herbst, laßt euch mal überraschen!

Dann schließen wir diesen Eintrag noch mit ein paar schönen Herbstbildern, die zum Eingangsgedicht von Theodore passen:

und damit wünschen wir euch allen ein wunderschönes, gemütliches Herbst-Wochenende, eure Mimi  und ich!

Habts fein!

 

 

 

 

Streicheleinheiten für die Seele

RosengirlandeRosengirlandeRosengirlande

Das Rosen-Innere

Wo ist zu diesem Innen
ein Außen? Auf welches Weh
legt man solches Linnen?

rzr8
Welche Himmel spiegeln sich drinnen
in dem Binnensee
dieser offenen Rosen,
dieser sorglosen, sieh:

PinkRose

Wie sie lose im Losen
liegen, als könnte nie
eine zitternde Hand sie verschütten.
Sie können sich selber kaum
halten; viele ließen
sich überfüllen und fließen
über von Innenraum
in die Tage, die immer
voller und voller sich schließen,
bis der ganze Sommer ein Zimmer
wird, ein Zimmer in einem Traum.

Rosen

(Rainer Maria Rilke)

So viele furchtbare und erschreckende Nachrichten in den letzten Tagen, da braucht die Seele ein paar Streicheleinheiten, damit uns die Kraft nicht verläßt!

Da kam mir mein kleines Balkonröschen gerade recht, vor 3 Jahren erworben

Balkonrose IV

gut über den ersten Winter gekommen, aber dann begann es zu schwächeln, schließlich sah es 2015 wieder so aus

Foto5800

kam dann auch erst wieder ganz gut über den letzten Winter, und dann begann der Mehltau, ich hab alles versucht, nichts hat geklappt, schließlich hab ich es einfach rigoros runtergeschnitten und abgewartet! Ich dachte nicht, daß es noch mal kommt, aber dann kamen Blätter, richtig schöne dunkelgrüne, und dann kam in diesem Sommer tatsächlich die erste Blüte. Nur eine, aber mich hat das so gefreut, und da es ein so schönes Beispiel für Mut und Kraft und nicht aufgeben ist, bekommt das kleine Röschen hier jetzt seinen großen Auftritt.

Von der Knospe bis zur vollen Blüte:

Impressionen mit Rosen 004

Impressionen mit Rosen 007

Impressionen mit Rosen 003

Impressionen mit Rosen 002

Ich mach euch mal eine Diashow von meiner kleinen Schönheit:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ihr wißt es ja alle, ich liebe Rosen, und da könnt ihr euch sicher vorstellen, wie ich mich über diese Blüte gefreut habe!

Rosenimpressionen:

Rosen kann man auch wunderbar trocknen, sie haben dann einen ganz eigenen Charme:

Impressionen mit Rosen 013

Impressionen mit Rosen 015

Alte Gemälde mit Rosen gibt es natürlich auch:

Rosa_centifolia_foliacea_17

(Rosa centifolia foliacea, Abbildung aus Pierre Joseph Redouté ,Les Roses, 1817 – 1824)

Rosenstrauch am Brunnen, Helene Stromeyer

(Rosenstrauch am Brunnen, Hélène Marie Stromeyer, 1834 – 1924)

Mit zwei Gedichten und einer kleinen Geschichte schließe ich nun diesen Eintrag und hoffe, er hat euch Freude gemacht.

rzr8

An die Rose

Ewig trägt im Mutterschoße,
süße Königin der Flur,
dich und mich die stille, große
allbelebende Natur.

Röschen! unser Schmuck veraltet,
Sturm entblättert dich und mich;
doch der ew’ge Keim entfaltet
bald zu neuer Blüte sich.

(Friedrich Hölderlin)

Rosen

Siehe, die Rosen im Garten
öffnen sich alle dem Licht
Seele, meine Seele
zögere du nicht.

(Matthias Claudius)

Inmitten eines Gartens wuchs ein Rosenstrauch,
der war ganz voller Rosen,
und in einer davon, der schönsten von allen,
wohnte ein Elf; er war so winzig klein,
daß kein menschliches Auge ihn sehen konnte,
hinter jedem Blatt in der Rose
hatte er so wohlgestalt und hübsch,
wie ein Kind nur sein konnte,
und hatte Flügel an den Schultern,
hinab bis zu den Füßen.
Oh, es war ein Duft in seinen Zimmern,
und wie hell und schön waren die Wände!
Sie waren ja die feinen hellrosa Rosenblätter.

(Hans Christian Andersen, Der Rosenelf, Auszug)

rzr8      rzr8   rzr8

Habt einen guten Dienstag!

 

Erdbeeren und Rosen – der Juni!

2

König Sommer

Nun fallen leise die Blüten ab,
und die jungen Früchte schwellen.
Lächelnd steigt der Frühling ins Grab
und tritt dem Sommer die Herrschaft ab,
dem starken, braunen Gesellen.

König Sommer bereist sein Land
bis an die fernsten Grenzen,
die Ähren küssen ihm das Gewand,
er segnet sie alle mit reicher Hand,
wie stolz sie nun stehen und glänzen.

Es ist eine Pracht unterm neuen Herrn,
ein sattes Genügen, Genießen,
und jedes fühlt sich im innersten Kern
so reich und tüchtig. Der Tod ist so fern,
und des Lebens Quellen fließen.

König Sommer auf rotem Roß
hält auf der Mittagsheide,
Müdigkeit ihn überfloß,
er träumt von einem weißen Schloß
und einem König in weißem Kleide.

(Gustav Falke)

MBRoseBowl

Erdbeersträuchlein

Ein Mägdlein an des Felsen Rand
ein nacktes Erdbeersträuchlein fand,
von Sturm und Regengüssen
zerzaust und losgerissen.

Da sprach das Mägdlein leise:
Du arme nackte Waise,
komm mit mir in den Garten mein,
du sollst mir wie ein Kindlein sein.

Drauf macht es wohl die Wurzeln los
und trug das Pflänzchen in dem Schoß
und spähte still und wonnig
ein Plätzchen kühl und sonnig,

und wühlte in der Erde
mit emsiger Gebärde,
und pflanzte nun das Plfänzchen drein
und sprach: Das soll dein Bettchen sein.

Und als die Frühlingszeit erschien,
begann das Pflänzchen schön zu blühn,
wie sieben weiße Sterne;
das sah das Mägdlein gerne.

Da wurden sieben Beeren,
als ob’s Rubinen wären.
Seht, sprach’s, es will nun dankbar sein,
und meint, ich sei sein Mütterlein.

(Friedrich Rückert)

388px-Illustration_Fragaria_vesca0

Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca), verbreitet auch Monatserdbeere genannt, gehört zu den Rosengewächsen (Rosaceae). Sie wächst verbreitet an Waldrändern und auf Lichtungen. Die Wald-Erdbeere dient dem Menschen schon lange als Nahrung, was auch die botanische Artbezeichnung ausdrückt (vesca = essbar). Sie wird außerdem als Heilpflanze verwendet und wurde in der mittelalterlichen Malerei als Symbolpflanze häufig abgebildet.
Die Wald-Erdbeere ist diploid und nicht die Wildform der Gartenerdbeere. Diese ist eine Kreuzung zwischen der Chile-Erdbeere und der Scharlach-Erdbeere, die beide aus Amerika stammen.
Die Wald-Erdbeere ist eine krautige, mehrjährige und wintergrüne Pflanze. Sie wird meist 5 bis 25 cm hoch und ist damit im Wuchs kleiner als die Gartenerdbeere.
Die Wald-Erdbeere ist in ganz Europa und Nordasien beheimatet. Sie wächst bevorzugt in lichten Laub- und Nadelwäldern sowie entlang der Waldränder. Die Wald-Erdbeere bevorzugt sonnige bis absonnige Standorte und benötigt feuchte, aber gut durchlässige, nährstoff- und humusreiche Böden.

(Quelle: Wikipedia)

Der Juni ist da!:yes:
Und damit der Monat der Erdbeeren, da wir über diese bereits einmal einen Eintrag hier hatten, erinnerte ich mich an die Walderdbeeren, wieder einmal ist es so schade,:| daß es kein „Duftinternet“ gibt, ihr Duft ist unbeschreiblich!
Aber da der Mensch ja über Phantasie verfügt, wird es euch nicht schwerfallen, den Duft ins Gedächtnis zu rufen!
Walderdbeeren gehören zu meinen Kindheitserinnerungen, wie herrlich war es, im Sommer in Höxter mit dem Vater beim spazierengehen die „süßen Früchtchen“ zu pflücken und den Schatz in einem kleinen Eimerchen behutsam nach Hause zu tragen, wo sie als Nachtisch verzehrt wurden.

In der germanischen Mythologie wird die Walderdbeere der Göttin Freya zugeschrieben. Sie war die Schutzherrin der Ehe und Mutterschaft. Der Sage nach soll sie tote Kinder in Erdbeeren versteckt haben, um sie so unentdeckt mit nach Walhall, dem Ruheort gefallener, tapferer Kämpfer, mitnehmen zu können.
Die christliche Religion übernahm dieses Bild für Maria, die der Legende nach einmal im Jahr vom Himmel auf die Erde herabsteigt, um Erdbeeren für die im Paradies wohnenden Kinder zu pflücken.
In der Kunstgeschichte steht die Erdbeere für Demut und Bescheidenheit, insbesondere auf Mariendarstellungen.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeld, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

352px-Oberrheinischer_Meister_-_Madonna_mit_den_Erdbeeren
(Madonna mit den Erdbeeren, Oberrheinischer Meister, Altmeistersammlung, 1420 – 1430)

Man kann die Blätter der Walderdbeere, die sehr gerbstoffreich sind, als Tee verwenden, zum Gurgeln bei entzündlichen Schleimhäuten oder zum Trinken bei Magen- und Darmstörungen.
Reife Walderdbeeren gehören zu den Vitamin-C-reichsten Früchten.

Da wollen wir mal hoffen, daß es eine gute Erdbeerernte gibt in diesem Jahr, wonach es bis jetzt ja leider noch nicht aussieht, bei dem stetigen Regen im vergangenen Mai!

7024932_5fa4763c18_l

Dabei läßt einem ja ihr bloßer Anblick schon das Wasser im Mund zusammenlaufen!

7024926_b42fe6e2a0_l
Das sind sog. „Wandtatoos“, macht sich herrlich in der Küche oder auf dem Balkon, morgens beim Kaffee schon der Ausblick auf leckere Erdbeeren!;D

Da ich sie euch und mir aber nicht nur zum Angucken gönne, sondern auch real zum verspeisen, hab ich mal mein kleines Erdbeer-Elfchen gebeten, beim Wettergott ein gutes Wort für eine reiche Ernte einzulegen!:yes:

7024934_91886d48fe_l

7024933_e112b3c5fc_l

Sie hat es mir fest versprochen!:yes:

Nach dem hundertjährigen Kalender sieht das Wetter für den Juni so aus:

1. – 3. Juni es ist sehr rauh und kalt
4. – 5. Juni fällt kalter Regen
6. – 8. Juni wechselt warmer Regen mit Sonnenschein
9. – 10. Juni es ist schön
11. – 15. Juni schwül mit gelegentlichem Regen
16. Juni Donner und Platzregen
17. – 20. Juni es ist schwül warm und feucht, aber auch sonnig
21. – 25. Juni regnet es
26. – 27. Juni herrlich schön
28. Juni Gewitter kommt auf
29. Juni wieder sehr schön
30. Juni trübe

Na, die Aussichten stimmen einem nun ja auch nicht gerade fröhlich und hoffnungsvoll, da muß das Elfchen aber noch sehr bitten!:)) Oder es läuft wie beim Mai, da war eigentlich schön angesagt und es wurde schlecht, wenn das jetzt beim Juni auch umgekehrt wie angesagt ist, isses prima!:>>

Lassen wir uns also überraschen, was der Juni so wettertechnisch für uns bereit hält!

Was er sicherlich auch wieder bereithalten wird, sind meine Lieblingsblumen, die Rosen!

Foto1668Foto1670

Und mit diesen rosigen Aussichten entlasse ich euch nun in den neuen Monat!

Mimi, euer Co-Autor, wünscht sich nur eines für den neuen, kommenden Monat: Balkonien!

Foto3291
mit Sonne im Brotkasten

Foto3285
kuscheligem Schattenplätzchen

Foto3289
und putzen im geklauten Liegestuhl, hihihi!:))

Sie meldet sich auch noch mal kurz zu Wort, sie hat euch noch etwas zu zeigen!

Hi, Folks,
lange nichts mehr von mir gehört, aber für den neuen Monat muß ich mich doch mal wieder bei euch melden!
Ich hoffe doch sooooo sehr, daß der Juni ein schönerer Balkonien-Monat wird als der Mai, den hab ich ja fast ausnahmslos beim Dosenöffner auf dem Bett verbracht und vor mich hingegrummelt,>:-( weil es ständig regnete!:##
Aber, wie sagt ihr Menschen immer so schön: Neuer Monat, neues Glück!

Und dann hab ich auch noch was in ganz eigener Sache für euch, ihr erinnert euch doch sicher noch alle an meinen Eintrag mit meiner feinen höchsteigenen Freundesliste, nicht wahr?

http://midomo.blog.de/2014/02/24/mimis-freundesliste-17811138/

Das liebe Julchen ist ja nun leider vor einiger Zeit über die Regenbogenbrücke gegangen, aber sie hat ihrem Frauchen und dem lieben Barny wieder ein neues Familienmitglied ans Herz gelegt, sozusagen als ihr ganz persönlicher Nachlaß, und daß ist die liebe Nelly, die ich hier nun gerne vorstellen möchte, sie hatte mir eine Freundschaftsanfrage geschickt, die ich mit großer Freude angenommen habe!:yes:

Das ist Nelly

Nelly444

neues Mitglied des Rudels von Sabine und neues Mitglied meiner Freundesliste!
Herzlichst willkommen, liebe Nelly!

Ich wünsche euch allen einen feinen Juni mit ganz viel Balkonien und anderen Außenfreuden
eure Mimi.

:wave:

Ja, ihr Lieben alle, und diesem Wunsch von Mimi schließe ich mich natürlich gerne an, habt einen feinen neuen Monat! Und erst einmal einen wunderschönen Sonntag!

:wave: