Pfingsten on the rocks

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Pfingsten

Pfingsten, das heißt: das Neuste vom Schneider,
helle Hosen und weiße Kleider,
neue Sonnenschirme und neue Hüte
mit Bändern und Blumen, jeder Güte.

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Pfingsten, das heißt: sich drängen und stoßen,
und quetschen und schieben, die Kleinen und Großen,
besetzte Bahnen, Tramways und Breaks,
heißt: Schinken und Spargel und Rührei und Steaks,
Maibowle, Bier, frohe Gesichter
und ab und zu ein lyrischer Dichter.

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Pfingsten heißt auch: Fiedel und Flöte,
ein Zitat aus Reineke Fuchs von Goethe,

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heißt Tanz und Predigt, heißt Kirche und Schenke.
was heißt Pfingsten nicht alles, wenn ichs bedenke.

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Eins noch vor allem, vom ganzen Feste
ist das das Schönste, ist das Beste:
Das junge lachende Maienlaub,
hell wimpelnd über Lärm und Staub,
des Lebens grüne Standarte. Hurra!
Freue dich, Mensch! Pfingsten ist da!

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(Gustav Falke)

Ja, „freue dich, Mensch, Pfingsten ist da!“, und wie angekündigt, mit ihnen die Eisheiligen, am heutigen Pfingstsonntag zieht als letzte die „Kalte Sophie“ durch! Und dann sind sie hoffentlich wieder Geschichte, denn nach den herrlichen Tagen vor Pfingsten ist das Thermometer am Pfingstsamstag um satte 12 Grad gefallen! Und deshalb eben „Pfingsten on the rocks„!

Pfingsteinträge gab es hier schon mehrmals, daher mußte ich mir natürlich wieder was ganz neues einfallen lassen, und da ich in den vergangenen Tagen die Berichte über unsere „Ponderosa“ wieder aufgenommen habe, setzen wir an Pfingsten diese feiner Serie fort und wie im letzten Eintrag zum Muttertag versprochen, folgen nun die Kater, die ja schließlich auch maßgeblich am Eintrag zum Muttertag beteiligt waren, lol!

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Gleich vorweg muß ich dazu sagen, daß es von den Katern nur ganz wenige bzw. gar keine Bilder gibt, womit dieser Eintrag dann mal eine ganz alte Form dieses Blögchens wieder aufgreift: Text! Und Bilder wie ganz am Anfang hier, als ich noch keine Knipse hatte!

Alle Märchen beginnen mit „es war einmal“ und so fang ich mein wahres Märchen hier eben auch so an:

Es war einmal in einer kalten Winternacht, Schnee lag auf den Feldern rings um die Ponderosa, aus deren Fenstern heller Lichtschein in die dunkle Kälte der schneebedeckten Terrasse strahlte. Drinnen saß mein damaliger Chef und Freund bei einer Tasse Tee gemütlich lesend im Warmen. Im Hintergrund lief leise Musik, ein Stück von Beethoven, als ein Geräusch an der Terrassentür ihn hochblicken ließ. Und was oder wer hatte dieses Geräusch verursacht? Vor der Terrassentüre saß, mit sehnsüchtigen Augen ins Warme blinzelnd, eine Katze! Mein Chef war Tierfreund, also erhob er sich langsam und ging vorsichtig zur Terrassentüre. Die Katze blieb sitzen. Langsam öffnete er die Türe, und siehe da, darauf hatte die Katze nur gewartet, mit einem leisen „Miau“ strich sie an seinen Beinen vorbei ins warme Innere! Begutachtete mit einem kurzen Rundumblick das Wohnzimmer und legte sich behaglich auf den Teppich!

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Diese Katze war, wie etwas später festgestellt wurde, ein prächtiger Kater, von Farbe und Aussehen wie auf diesem Bildchen, und so trat „Beethoven“ als erster Kater der Ponderosa ins Leben meines Chefs! Benannt nach der Musik, die lief, als er das erste Mal auf der Bildfläche erschien! Er hatte sein Zuhause gefunden und blieb! Kein bißchen scheu begrüßte er am anderen Tag auch mich und meine Kollegen, wir haben uns alle sehr gefreut, war er doch eigentlich der Beginn des sich später immer mehr mit tierischen Bewohnern füllenden „Bauernhof“ der Ponderosa!

Der Winter war in dem Jahr, in dem Beethoven erschien, lang und kalt, und an späteren Abenden, in der Dämmerung, beobachtete mein Chef draußen eine weitere Katze, aber am äußersten Rand der Terrasse und wesentlich scheuer als Beethoven, sie kam auch nicht rein! Im Laufe der Zeit drängte sich der Verdacht auf, daß es vielleicht eine Freundin von Beethoven wäre, und so nannten wir den scheuen Gast Suse!

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Mit der Zeit kam Suse auch näher, ganz langsam verlor sie ihre Scheu, und eines Tages tauchte sie unten in den Büroräumen auf, wo mein Chef an einem hinteren, kleinen Fenster zum Treppenaufgang zu seiner Wohnung eine „Katzenklappe“ für seinen Beethoven gebastelt hatte! Na, und da war das Erstaunen dann sehr groß, denn Suse entpuppte sich als ein wahrer Brocken der Kategorie Katzen und war……ein Kater! Womit die Namenswahl dann nicht schwer fiel, fortan hieß er „Suse-Kater“!

animaatjes-katten-92769 So ähnlich sah er wirklich aus, viel dunkler als Beethoven, ein Prachtkerl von Kater, groß und schwer, wir hatten immer den Verdacht, er wäre noch sowas wie ein halber Wildkater! Wofür auch sein Charakter sprach, er blieb allen gegenüber sehr zurückhaltend, konnte auf Annäherungsversuche sehr grantig mit Fauchen und Pfotenhieben (die Krallen waren beachtlich!) reagieren! Einzig mit mir freundete er sich wirklich an, ich durfte ihn streicheln, und nach einiger Zeit sogar hochnehmen, das mochte er nicht gerade besonders gern, aber er ließ mich gewähren, ich mußte nur auf der Hut sein, seine „kleinen Zeichen“ zu verstehen, wenn er runter wollte, sonst machte auch ich Bekanntschaft mit seinen Krallen. Außer mir traute sich niemand an ihn ran, und es ging das Wort um, für Suse-Kater bräuchte man einen Waffenschein, hihihi! Ich habe diesen Kater so geliebt, im Laufe der Zeit lief er mir mitunter auf Schritt und Tritt hinterher, stieg an meinem Bein hoch und forderte mit „Köpfchen geben“ heftig Streicheleinheiten ein, reagierte ich auf diese „Zärtlichkeiten“ nicht pronto, ließ er sich mit Zähnen und Krallen an ……meinen Schuhen aus! Er hat niemals dabei mein Bein oder meinen Fuß erwischt, gezielt ging er auf die Schuhe los, ich hatte damals irgendwann „Büroschuhe“, lol, weil ich sonst in Abständen von 14 Tagen jedes Mal völlig zerrupfte Schuhe gehabt hätte, das ist wirklich nicht übertrieben!

Nun hatte die Ponderosa also zwei Kater, Beethoven bezog die erste Etage beim Chef, Suse-Kater blieb unten in den Büroräumen. Und beide Kater waren sich wahrlich nicht hold, wie das bei Katern nun mal so ist. Beethoven saß dann mitunter wie ein Zerberus oben auf der Treppe zu seiner Wohnung und wartete darauf, daß Suse-Kater unten erschien, um die Katzenklappe zu benutzen. Das war jedes mal ein Schauspiel, oben der Herr der oberen, unten der Herr der unteren Etage. Beide saßen wie die Statuen und maunzten sich ganz kehlig und rauh gegenseitig an, ohne sich dabei anzusehen. Wir haben das oft beobachtet, allerdings aus sicherer Entfernung, denn wenn die Köpfe rumgingen und sich die Blicke der beiden trafen, war das ein Kampfsignal, im nächsten Augenblick sah man dann nur noch ein Knäuel von Fell, aus dem hin und wieder ein Haarbüschel spritzte! Die meisten Kämpfe waren kurz und sehr intensiv, voll zur Sache ging es nie und die Kontrahenten trennten sich immer als gemeinsame Sieger, lach, wir hatten immer den Eindruck, die beiden brauchten diesen Sport, danach war dann der Tag rund und perfekt, lol!

Einige Zeit später zog dann in der oberen Etage aber doch noch ein weiterer Kater ein, da Beethoven ein Freigänger war und intensiv blieb, brachte mein Chef eines Tages aus dem Tierheim einen schwarzen, damals noch kleinen Kater mit. Dieser Kleine hat Beethoven nie gestört, sie haben sich gegenseitig akzeptiert, er wurde Bertold getauft und von ihm gibt es „richtige“ Bilder:

Berthold Lassie-Kater

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Bertold Lassie-Kater

So stand er oft an der Terrassentür, er ging zwar auch raus, aber war kein unbedingt leidenschaftlicher Freigänger, später erhielt er den Beinamen „Lassie-Kater“, weil er wie ein Hund kam, wenn man ihn rief! Er konnte sonstwo in den Feldern umherstreifen, wenn Cheffe von oben rief, kam er im wahrsten Sinne des Wortes angaloppiert!

Hier „kämpft“ er gerade mit der Katze Lucy, die zwecks weiterer Vermittlung kurzfristig im Haushalt von Cheffe untergebracht war, das war immer ein knuffiger Anblick, denn Lucy war weiß und Bertold ganz schwarz!

Lucy und Bertold

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Später kam dann noch ein roter Kater dazu, mit Namen Peter

animaatjes-katten-95263 von ihm gibt es leider auch kein Bild, aber etwa so sah er aus! Peter ist irgenwann mal ganz unglücklich aus einem Regal abgestürzt und hat sich dabei seinen Schwanz angebrochen, das ist zwar gut wieder verheilt, aber da der Schwanz Katzen ja auch zum ausbalancieren beim springen dient, wurde dann aus Peter ein „Indoorkater“, den wir leider nicht mehr ins Freie lassen konnten. Er war allerdings ein verschmuster Kerl und ich glaube, es hat ihm nicht so viel ausgemacht.

Da die Kleinen von unseren Katzen mit der Zeit ja auch heranwuchsen, und wir nicht immer alle Katzen drinnen haben konnten und wollten, haben meine Kollegen und Cheffe ein ganz feines Katzenhaus vor den großen Bürofenstern unten gebaut, und das wurde auch lebhaft frequentiert und gut angenommen. Und da erinnere ich mich jetzt an ein „Ritual“, in dem mein Suse-Kater die tragende Rolle spielte, hihihi!

Ein Kollege von mir hatte eine Quelle für Wurst- und Fleischreste für unsere Fellnasen aufgetan, animaatjes-worst-10848 und für die Kleinen brachte er mitunter auch Aufschnittreste mit, die hat er dann schön gleichmäßig und gerecht auf die Näpfchen aufgeteilt, animaatjes-worst-13956 die in der Hütte standen, das Geräusch der klappernden Näpfchen lockte dann die Kleinen immer sofort in die richtige Richtung, aber noch jemand bezog bei diesem Geräusch sofort Position: Suse-Kater! animaatjes-worst-55332

Stellt euch das also folgendermaßen plastisch vor:

Suse-Kater setzte sich beim oben beschriebenen Geräusch auf die Fensterbank der Bürofenster, die ebenerdig waren, in der Mitte derselben in Positur. Die Kleinen kamen dann von links angeflitzt, um zu den Näpfchen zu gelangen, sobald das erste in Sichtweite kam, hob Suse-Kater seine Pfote. Und es ist nicht gelogen und nicht übertrieben, jedes Kätzchen latschte dann gottergeben im Gänsemarsch an ihm vorbei, und jedes kriegte mit der Pfote einen „Katzenkopp“, lol, wir haben über dieses Schauspiel Tränen gelacht, das wiederholte sich genauso immer wieder, kein Kleines wurde dabei verletzt, und Suse-Kater ging danach seiner Wege, an der Wurst war er nicht interessiert, nur an seiner Autorität, hihihi! Pappa ante portas, lach, denn einige der Kleinen waren ja auch von ihm.

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Mit meinem Suse-Kater gibt es noch so eine knuffige Begebenheit, wir haben eines Tages mal zwei kleine Kitten gebracht bekommen,  die offensichtlich ausgesetzt wurden, wir waren ja immer die Anlaufstelle für Findelkinder. Bis wir sie dann vermittelt bekämen, haben wir ihnen unten im Büro einen feinen Karton zum schlafen fertig gemacht, mit Kuscheldecke drin, sehr gemütlich.

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Abends, bevor ich meinen Dienst beendet habe, hatte ich noch mal nach ihnen gesehen, da lagen sie fein zusammengekuschelt in ihrem Karton.

Als ich dann am anderen Morgen meinen Dienst angetreten habe, wollte ich in den hinteren Räumen noch irgendwas holen, geh so unbedarft an dem Karton vorbei, guck so flüchtig……Moment, hier stimmt was nicht?! Ääääh, in dem Karton liegt……Suse-Kater! Hat der dicke Kerl die Kleinen da raus expediert und sich selbst in den Karton gekuschelt, nach dem Motto „Raum ist in der kleinsten Hütte bzw. Karton“! Und die Kleinen lagen aneinander gekuschelt daneben! Er war schon ein Filou, mein Suse-Kater!

So, das waren nun die Geschichten der Kater, ich hoffe, es hat euch gefallen! Pfingsten hat ja bekanntlich zwei Feiertage, da habt ihr fein was zu lesen!

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Damit wünschen wir, mein Co-Autor Mimi Mimi Muttertagsbild f. Dosenöffner und ich, euch ein ganz wunderschönes Pfingstfest, auch wenn das Wetter nicht so ganz mitspielt wie gewünscht!

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Habts fein!

 

Katzenmütter – Muttertag

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Mütterliche Liebe

Die Mutter trägt im Leibe das Kind drei Viertel-Jahr;
die Mutter trägt auf Armen das Kind, weils schwach noch war;
die Mutter trägt im Herzen die Kinder immerdar.

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(Friedrich von Logau)

Ich lese mit erinnerndem Gemüte
im Buch des Lebens, das mir aufgeschlagen,
und find auf jedem Blatt die Lieb und Güte,
die, Mutter, du mir Tag und Nacht getragen.

(Wolfgang Müller von Königswinter)

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Alf, der Hundevater, war der Protagonist für den Vatertagseintrag, für den Muttertags-Eintrag hab ich mir die Katzenmütter der Ponderosa ausgesucht!

Ponderosa

Die Geschichte unserer Katzenmütter beginnt mit der „Urmutter“, Nachbars Katze Luise:

Luise

Luise II

Mit ihrem Nachwuchs:

Luise mit ihren Jungen

Rechts im Körbchen, die kleine getigerte, das ist Rosa

Rosa

sie wanderte von den Nachbarn ab zu uns, hihihi, in Begleitung einer wesentlich kleineren Katze, kein Wurfgeschwisterchen, aber wir nannten sie trotzdem „Schwesterchen“, weil die beiden viel zusammen waren. Von Schwesterchen gibt es allerdings kein Foto, sie war sehr scheu.

Rosa bändelte mit dem Kater meines Chefs an, Beethoven (von den Vätern und Katern wird in einem späteren Eintrag noch zu berichten sein, dann gibt es auch eine Erklärung zum Namen, hihihi!) und erwartete alsbald Nachwuchs. Zum bevorstehenden Geburtstermin haben wir aus einem feinen großen Karton ein „Wochenbettchen“ gebastelt, ausstaffiert mit einer Kuscheldecke. Rosa fand das Bettchen ok, aber nicht den Platz, an dem es stand. Also sind wir sage und schreibe eine Stunde mit dem Wochenbettkarton hinter Rosa hergedackelt, bis sich die werdende Mutter für ein Plätzchen entschieden hatte! Uff!

Die Geburt hat Rosa ganz alleine bewältigt, als wir an einem Morgen unseren Dienst antraten, lagen außer ihr drei kleine Kätzchen im Wochenbettkarton, und Rosa schnurrte sehr zufrieden! Wir durften den Nachwuchs auch bewundern und haben später festgestellt, daß es ein Kater und zwei Kätzchen waren.

Hier stillt die junge Mutter ihre Kätzchen auf der Couch, da waren sie schon mobil und blieben nicht mehr ausschließlich in ihrem Karton:

Rosa und ihre Jungen

Die Bilder sind abfotografiert und die Fotos auch schon älter, daher sind nicht alle so gut scharf, aber es sind so schöne Erinnerungen!

Die Kleinen waren, wie alle Kätzchen, sehr verspielt, und eines ihrer liebsten Opfer für ihre Jagd- und Hasche-Attacken war mein Kollege, hihihi, trotz der noch kleinen Krallen und Zähnchen ging das nicht ohne entsprechende Spuren ab, wie man anhand der Bilder sicher nachvollziehen kann:

FR mit den Minis

Aber sie schmusten auch zu gerne mit ihm:

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Das hier ist Leo, der kleine Kater, eine seiner Schwestern hieß Evita

Evita und Leo

unten am Boden ist Leo, der Name der zweiten Schwester ist mir wirklich entfallen. Wir haben sie aber auch relativ schnell (nach der üblichen Zeit!) vermittelt bekommen, vielleicht deshalb, Leo und Evita blieben länger bei uns, Evita wurde dann auch vermittelt, Leo haben wir behalten!

Evita und Leo II

Nochmal die beiden, Evita links und Leo!

Leo wurde ein feiner Kater

Leo

und verstand sich ausnehmend gut mit Sally, der kleinen Hündin von Cheffe!

Leo und Sally

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Es gibt so eine lustige Geschichte kurz nach der Geburt, wie gesagt, Vater der Babys war der Kater meines Chefs, Beethoven, und er hat ihn sich an einem Tag auf den Arm geschnappt, ist mit ihm zum Wochenbettkarton von Rosa und den Kleinen marschiert (die Mama war da gerade mal draußen!) und hat ihm seine Kinder gezeigt, na, das war eine Reaktion, die Kleinen, die da noch nicht die Augen offen hatten, maunzten ihn ganz lieb an, und er ist mit allen Anzeichen von Entsetzen, einem fürchterlichen Fauchen und Krallen ausfahren in Chefs Arm davongestoben, als wäre der Teufel hinter ihm her, lol, wir haben Tränen gelacht! Offensichtlich war er doch sehr überfordert mit dem Resultat seiner herrlichen Liebesnächte mit Rosa!

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Die kleine Katze, die immer mit Rosa zusammen war und die wir „Schwesterchen“ getauft hatten, war zwischenzeitlich auch niedergekommen, aber da war das Mutterglück nicht so groß, sie nahm das einzige Kleine (wir haben zumindest nur eines gefunden), ein Mädchen, nicht an. Ein Versuch, es bei Rosa mit anzulegen, scheiterte ebenfalls, also hab ich das Kleine mit nach Hause genommen, und versucht, es mit der Flasche aufzupäppeln,  aber das Kleine war wohl schon zu schwach und ist leider gestorben. Freud und Leid liegen ja auch bei Tieren mitunter so nah beieinander.

Wir haben unsere weiblichen Tiere später sterilisieren lassen, es wäre ja doch unverantwortlich gewesen, wohin mit all den Kleinen, und wir haben ohnehin auch häufig ausgesetzte Kätzchen bekommen, weil sich unser tierfreundlicher „Bauernhof“ rumgesprochen hatte, über den Kontakt mit dem ortsansässigen Cat-Sitter-Club haben wir dann die Vermittlungen und eben auch die Sterilisation oder Kastration durchführen lassen. Es sah nämlich auch so schon manchmal so aus in unseren Büroräumen:

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Aber es war eine wunderschöne Zeit mit den Kleinen, die wir groß werden sehen durften, und kleine Kätzchen gehören ja nun mal zum besonders niedlichen im Tierreich!

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Euer Co-Autor, meine Mimi, möchte zu diesem Eintrag natürlich auch nicht fehlen, schließlich ist sie ja auch eine Katze und hätte Mutter werden können!

Mimi Muttertagsbild f. Dosenöffner Hi, Folks,

da hab ich mich für diesen Muttertags-Eintrag über Katzenmütter natürlich erst mal gebührend in Schale geworfen! Und ja, mein Dosenöffner hat natürlich recht, ich hätte auch eine Mama werden können! Wir haben bei den Bildern, die mein Frauchen immer hier einstellt, mal geguckt, und wir haben sowas feines gefunden, guckt doch mal, das könnte doch gut ein Sohn von mir sein, oder?

animaatjes-katten-68236 Wär ich dann aber sowas von stolz drauf!

Ich hab natürlich auch noch was für mein Frauchen, schließlich hat sie ja heute auch Muttertag, für dich, Frauchen, zum Muttertag von deiner Mimi:

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Du magst doch Rosen so gern! Und Maiglöckchen, und deshalb präsentiere ich mich jetzt auch noch mal in voller Schönheit für dich:

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Und damit wünsche ich hier nun schon mal allen tierischen und menschlichen Müttern einen ganz feinen Muttertag, und wie es sich für dieses Blögchen so gehört, natürlich auch allen, die Mütter/Frauchen für ihre Haustiere sind!

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Mein Frauchen hat noch ein schönes Gedicht für euch, ganz passend zum Eintrag sagt sie, dann sag ich euch schon mal tschüß!

Habts fein!

Ja, Mimi hat recht, ich hab zum Abschluß noch ein feines Gedicht für euch, gab es hier zwar schon mal, aber paßt so schön, deshalb noch einmal hier im Blögchen:

Von Katzen

Vergangnen Maitag brachte meine Katze
zur Welt sechs allerliebste kleine Kätzchen,
Maikätzchen,alle weiß mit schwarzen Schwänzchen.
Fürwahr, es war ein zierlich Wochenbettchen!
Die Köchin aber, Köchinnen sind grausam,
und Menschlichkeit wächst nicht in einer Küche –
die wollte von den sechsen fünf ertränken,
fünf weiße, schwarzgeschwänzte Maienkätzchen
ermorden wollte dies verruchte Weib.
Ich half ihr heim! – Der Himmel segne
mir meine Menschlichkeit! Die lieben Kätzchen,
sie wuchsen auf und schritten binnen kurzem
erhobnen Schwanzes über Hof und Herd;
ja, wie die Köchin auch ingrimmig drein sah,
sie wuchsen auf, und nachts vor ihrem Fenster
probierten sie die allerliebsten Stimmchen.
Ich aber, wie ich sie so wachsen sahe,
ich preis mich selbst und meine Menschlichkeit. –
Ein Jahr ist um, und Katzen sind die Kätzchen,
und Maitag ist’s! – Wie soll ich es beschreiben,
das Schauspiel, das sich jetzt vor mir entfaltet!
Mein ganzes Haus, vom Keller bis zum Giebel,
ein jeder Winkel ist ein Wochenbettchen!
Hier liegt das eine, dort das andre Kätzchen,
in Schränken, Körben, unter Tisch und Treppen,
die Alte gar – nein, es ist unaussprechlich,
liegt in der Köchin jungfräulichem Bette!
Und jede, von den sieben Katzen
hat sieben, denkt euch! sieben junge Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzem Schwänzchen!
Die Köchin rast, ich kann der blinden Wut
nicht Schranken setzen dieses Frauenzimmers;
ersäufen will sie alle neunundvierzig!
Mir selber, ach, mir läuft der Kopf davon –
O Menschlichkeit, wie soll ich dich bewahren!
Was fang ich an mit sechsundfünfzig Katzen! –

(Theodor Storm)

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Und damit wünsche ich ebenfalls allen Müttern einen wunderschönen Muttertag, das Wetter ist ja dem Feiertag angemessen, lach, genießt es alle und habt einen schönen Sonntag!

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Alf, der Hundevater – Vatertag

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Vom Vater hab ich die Statur,
des Lebens ernstes Führen,
vom Mütterchen die Frohnatur
und Lust zu fabulieren.
Urahnherr war der Schönsten hold,
das spukt so hin und wieder;
Urahnfrau liebte Schmuck und Gold,
das zuckt wohl durch die Glieder.
Sind nun die Elemente nicht
aus dem Komplex zu trennen,
was ist denn an dem ganzen Wicht
original zu nennen?

(Johann Wolfgang von Goethe)

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Vatertagseinträge gab es hier schon

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2014/05/28/vatertag-18556830/

in diesem Eintrag war auch Schäferhund-Papa Alf vertreten, der Hund unserer Nachbarn von meiner alten Arbeitsstelle, der Ponderosa.

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Alf, ein Schäferhund, und Buffy, eine kleine Mischlingshündin mit weißem Kringelfell, waren die ersten Hunde unserer Nachbarn (ihr Haus lag auf dem Bild oben rechts von uns) mit denen sie eingezogen sind. Die beiden Hunde vertrugen sich trotz des Größenunterschiedes ganz prima, Alf war der Beschützer der kleinen Buffy, und Buffy himmelte ihren großen Freund an! Der „Rudelführer“ der beiden war außer dem nachbarlichen Ehepaar noch die Tochter der Nachbarn, damals gerade 13 Jahre alt. Alf war eine Seele von Hund, er tat keiner Fliege was zuleide, ließ Buffy an sich zerren und vertrug sich sogar prima mit unseren Katzen. Daß er aber auch ein ganz großartiger Beschützer war, haben wir mal durch Zufall festgestellt, irgendjemand von uns hatte, natürlich nur aus Spaß, die Nachbarstochter bissel „angerempelt“ und geschubst, und plötzlich stand da ein ganz tief und dunkel knurrender Alf, mit gefletschten Zähnen und gesträubtem Fell, in voller Hab-acht-Stellung! Er hat nicht angegriffen, aber ich glaube, wenn wir da weiter gemacht hätten, dann hätte er! Aber wir haben uns gehütet!

Alf hatte ein kleines „peinliches“ Geheimnis, er hatte einen Rückenschaden, (auch er kam aus dem Tierheim, da wußten die Nachbarn nicht, woher!) und konnte leider, wie es nunmal die Rüden tun, nicht beim kleinen Geschäftchen sein Bein heben, sondern mußte eben wie eine Hündin „im sitzen“ pinkeln. Das war ihm so unangenehm, daß er immer heimlich irgendwo verschwand, wenn er mußte, und wenn es ganz dringend war und er es doch coram publico machen mußte, dann hat er versucht, das Bein doch zu heben, und ist manchmal sogar umgefallen dabei! Und wir Döösbaddel haben natürlich gelacht, da leiste ich dem armen Kerl heute noch Abbitte für! Er war dann auch immer sehr beleidigt, hat uns aber doch immer wieder verziehen!

Zu Alf und Buffy gesellten sich dann noch zwei Schäferhündinnen, Anka und Peggy! Und wen wundert es, Alf ging auf Freiersfüßen! Er hatte sich in Anka verliebt, und es kam, was kommen mußte: Sie wurden Eltern!

Und an einem Frühlingsabend kamen dann 7 kleine Schäferhundwelpen zur Welt, die Geburt hab ich schon mal geschildert in einem frühen Eintrag, kann nachgelesen werden:

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2013/04/13/fruehlingsgefuehle-erinnerungen-15753566/

4 Weibchen und 3 Rüden erblickten das Licht der Welt, und Alf war ein sooooo stolzer Vater!

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Die Welpen waren entzückend und hatten nur Unsinn im Kopf, Tischdecken knabbern

Alfs Welpe

und Pantoffeln anmümmeln

Welpe von Alf II

gehörten auf jeden Fall dazu!

Auf die kleine Freundin Buffy von Alf freute sich sehr über den Zuwachs!

Buffy mit den Welpen von Alf

Das war so eine schöne und aufregende Zeit mit den Kleinen, und wir haben sie alle in liebevolle und gute Hände vermittelt bekommen!

Ich dachte mir nun, daß sei ein feiner Eintrag für den heutigen Vatertag, auch tierische Väter sind mitunter richtig gute Väter, wenn das auch aus Vorsichtsgründen im Zoo z.B. nicht immer getestet werden kann, wie bei den Eisbären und anderen Raubtieren halt auch!

Alf ist jedenfalls in seiner Vaterrolle richtig aufgegangen, und war auch seinen Kleinen gegenüber so gutmütig und geduldig, wie wir ihn kannten!

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Ein lustiges Gedicht zu diesem Thema hab ich noch gefunden, das möchte ich euch nicht vorenthalten, hihihi, viel Spaß!

Im Maien

Ach! Im Frühlingsüberschwange
fühlt ein jedes Hundeherz
sich getrieben von dem Drange,
ohne Ruh
A-hu! A-hu!
Von der Liebe süßem Schmerz.

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Milder werden ihre Sitten;
es ergreift Melancholie
alle, die vergeblich bitten.
Darum du
A-hu! A-hu!
Hundedame, höre sie!

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Fühlst du keine jener Schwächen,
die das Herrenvolk verehrt?
O! das muß sich einmal rächen!
Nur so zu!
A-hu! A-hu!
Auch der Mops hat seinen Wert.

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Eh du’s meinst, vergeht die Jugend;
und mit der du so gegeizt,
gerne gäbst du deine Tugend,
Alte Kuh!
A-hu! A-hu!
die dann keinen Pinscher reizt.

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Mädchen! sieh an diesen Hunden,
was auch unsere Wünsche sind!
Hast du wen im Mai gefunden,
O so tu!

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(Ludwig Thoma)

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Himmelfahrtstag, allen Vätern einen ganz feinen Vatertag, Mimi schließt sich mal an diese Wünsche an euch alle und die tierischen und menschlichen Väter an, und sie macht hier jetzt mal einen Cliffhanger:

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so, da hat der Dosenöffner nun was feines für die Väter zum Vatertag geklöppelt, und für alle anderen natürlich auch, und ich kann euch schon mal verraten, daß es dann sowas feines auch wieder zum Muttertag gibt, laßt euch mal überraschen!

Habts fein!

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Ponderosa – Hundegeschichten

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Du sagst, du wärst so müde wie ein Hund,
so reizbar, krank und hungrig wie ein Hund,
so matt und melancholisch wie ein Hund,
so träge, schläfrig, müßig wie ein Hund.
Doch warum vergleichst Du dich mit einem Hund?

Worin der Mensch geringschätzt einen Hund,
stell ich dich besser gleich mit einem Hund.
Du bist so treu und ehrlich wie ein Hund,
bist unbefangen, lieb, so wie ein Hund,
du bist so klug und tapfer wie ein Hund.

(Sir John Davies
1569 – 1626, engl. Politiker, Anwalt und Dichter)

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Lange ist es her, da hab ich euch eine Fortsetzungsgeschichte versprochen, im Eintrag über das telefonierende Pferd der Ponderosa, meiner ehemaligen Arbeitsstelle, wißt ihr noch?

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2014/06/07/pfingstpferd-buerohund-18613954/

Und es sollte mit den Hunden weiter gehen, und nun lös ich endlich mein Versprechen ein!

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Unsere Ponderosa, meine ehemalige Arbeitsstelle, die so nur noch in meiner Erinnerung besteht, beherbergte zu ihren „Gründerzeiten“, also beim Einzug meines damaligen Chefs und Freund, vor allem Katzen. Der erste Hund, der Einzug hielt, sitzt auf dem Bild vor dem mittleren Fenster, hihihi, das war

Foto6691 Sally, eine ganz liebe Mischlingshündin! Ihr Schicksal begann gar nicht gut, sie wurde mit fünf Wurfgeschwistern in einem Karton an unseren Müllcontainern entsorgt. Unsere Kinder (Anm. d. Red.: Meine Arbeitsstelle war die Außenstelle einer sozialen Einrichtung für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten, daher „unsere Kinder“.)  hatten zum Glück den Karton samt Inhalt gefunden und waren natürlich hoch entzückt. Sie wußten aber auch, daß eine entsprechende Hundehaltung so nicht erlaubt war, aus Gerechtigkeitsgründen, hat ein Kind einen Hund, wollen alle anderen auch. Daher kamen sie natürlich mit dem Karton zu uns, sie wußten ja von der Tierliebe der „Bewohner“ und hofften hier auf Rat und Tat! Und so wurde Sally der erste Hund meines Chefs, aus dem ganzen Wurf hatten sich die beiden gesucht und gefunden. Den übrigen Wurf haben wir im übrigen hervorragend vermitteln können, und alle Geschwister von Sally haben einen feinen Platz bei lieben Menschen gefunden.

Sally war ein richtig liebes Hundemädchen, sie verstand sich großartig mit Mensch und Tier, von groß bis klein!

Leo und Sally Hier mit unserem kleinen Kater Leo, das Bild aus dem Archiv ist bissel klein, ich habs noch mal fotografiert:

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Sie konnte springen wie ein Flummy-Ball, hihihi, und ihr liebstes Spiel war „Postsäcke fangen“, Jutesäcke zum verpacken von viel Post, die konnte man zerren, verbellen, jagen, nach springen, und sich genüßlich drauf wälzen! Oder auch drauf schlafen! Kurzum: Das beste Hundespielzeug ever für Sally!

Ihren Chef liebte sie heiß und innig, es gab ein Spiel zwischen den beiden, wenn Chef sich hinsetzte irgendwo und anfing zu jaulen, dann jaulte sie mit und versuchte, ihn dort wegzudrängen, wo er saß, sie war der festen Überzeugung, daß es ihm da nicht gut gehen konnte, weil er so jaulte, und war froh und ganz stolz auf sich, wenn es ihr gelang.

So lebte sie fröhlich mit den vorhandenen Katzen und ihrem geliebten Cheffe, im Nachbarhaus gab es auch noch Hunde, Alf, Peggy und Anka, Schäferhunde, und Buffy, ein niedlicher Mischling, da kommen wir aber später noch zu.

Und eines Tages gab es für Sally ein „Geschwisterchen“, wenn ihr das Bild gleich seht, wißt ihr, warum ich Geschwisterchen in Anführungszeichen gesetzt habe: Lady und Sally

Lady, eine schwarze, belgische Schäferhündin, eine sog. „Groenendael“, reinrassig und….aus dem Tierheim!

Mein Chef hat immer gerne Tierheime besucht, und bei einem dieser Besuche fiel ihm Lady auf, und das war Schicksal für beide! Es war nämlich Liebe auf den ersten Blick, ich glaub, er ist dreimal hingefahren, hat immer geschwärmt, aber gemeint, nee, geht ja nicht, noch ein Hund, und wenn er unterwegs ist, na, ihr könnt euch denken, wie es ausging, nicht wahr? Lady hatte Cheffe erobert und zog ein!

Lady war der ungewöhnlichste Hund, den ich je gesehen habe und ich habe auch niemals nachher mehr einen solchen Hund getroffen. Sie hatte eine tätowierte Nummer im Ohr, und durch puren Zufall hat mein Chef herausbekommen, daß sie „schußfest“ ist, sie saß neben ihm, als er am Bücherregal gearbeitet hat, und ein Riesenwälzer ist ihm aus der Hand gerutscht und direkt neben Lady auf den Boden geknallt, sie hat nicht mal gezuckt! Und so sind wir davon ausgegangen, daß sie wohl ein ausgebildeter Wach- und Schutzhund war, zumal sie sich auch „aufstellte“, also von der linken Seite aus hinten um ihren Chef herumlief und sich rechts neben ihm aufstellte! Aber warum gibt jemand so einen gut ausgebildeten Hund ins Tierheim? Des Rätsels Lösung hat uns Lady selbst verraten: Sie war ein absolutes Muttertier! Sie adoptierte alles, was ihr vor die Schnauze kam! Von ganz klein bis ganz groß, mit oder ohne Gegenwehr, lol!

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Sie hat sogar die Enten aus dem Teich geholt, das ist wirklich wahr, die Kinder kamen ganz aufgeregt ins Büro und berichteten, Lady würde die Enten jagen, das konnten wir uns überhaupt nicht vorstellen, und als wir nachgesehen haben, hat sie wirklich die Enten gaaaanz vorsichtig mit der Schnauze aus dem Teich geholt und versucht, sie zu „hudern“, begreiflicherweise waren die Enten nicht begeistert. Lady konnte das gar nicht verstehen.

Unsere kleinen Kätzchen durften an ihr Gesäuge, und obwohl „nix“ kam, waren beide Seiten zufrieden, sie durften auf ihr krabbeln, sie knuffen und mit ihr spielen, sie hat nie die Geduld verloren oder mal geschnappt. Sally hatte ein Hundekörbchen, und in ihrem Instinkt, den kleineren Wärme und Geborgenheit zu geben, hat sie immer versucht, sich mit reinzudrängeln, so lange, bis Cheffe ihr ebenfalls einen großen Hundekorb für ihre Größe besorgt hat, Himmel, was war sie stolz, den mußte sie uns allen am anderen Tag sofort zeigen und bewundern lassen, nun hatte sie endlich einen Platz, wo sie alles und jeden drin bemuttern konnte, deren sie habhaft wurde.

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Sie selbst ist, als mein Chef sie aus dem Tierheim bekam, von uns nicht bemerkt trächtig gewesen, ein Tierarzt hat zuerst fälschlicherweise wegen ihres ausgeprägten Instinktes auf eine Scheinschwangerschaft getippt, sie hat dann ein einziges Junges in einer Nacht sehr dramatisch auf die Welt gebracht, leider war es tot. Es war so ein niedlicher schwarzer Rüde, und wir waren alle sehr traurig. Ihren ausgeprägten Mutterinstinkt hat sie auch danach nicht verloren, im Gegenteil.

Wo immer ihr Chef auch hinging, Lady folgte ihm auf Schritt und Tritt, selbst bis auf „stille Örtlichkeiten“, hihihi! In der kleinen Stammkneipe, die wir hin und wieder mal besuchten, lag sie immer selig schlummernd trotz allem Lärm unter dem Tisch, stand Cheffe auf, stand sie auch auf, in all dem Lärm, der sie nicht störte, hörte sie das! Einmal hat sie sich bei so einem Besuch unter einen kleineren Tisch bissel an der Seite gelegt, und dann beim aufstehen den Tisch gleich mitgenommen, war ein herrliches Bild!

Mein Chef besuchte zu der Zeit im Rahmen einer zweiten Ausbildung nochmal die Uni, und während seiner Abwesenheit haben wir, und in der Hauptsache ich, auf die Hunde aufgepaßt. Bei Sally war das kein Problem, die wuselte fröhlich durch die Gegend und man konnte auch fein mit ihr Gassi gehen, bei Lady war das ein mittelprächtiges Drama!

Ablauf: Chef macht sich fertig zur Uni, kommt mit Lady und Sally von oben ins Büro unten, Sally wuselt durch die Räume, Lady „klebt“ an ihrem Chef. Chef verabschiedet sich, sie blieb dann auch, aber anfangs mußten wir zeitweilig die Türe abschließen, weil sie, groß und stark wie sie war, die Türe aufklinken konnte. Später bezog sie nach dem Abschied von Chef sofort ihre Position

Foto6686 von dem Tisch aus konnte sie auf die „Fahrstraße“ gucken, von wo aus Cheffe wieder kommen würde. Sally leistet ihr da gerade nur zufällig Gesellschaft.

Foto6693 Änderung der Position, wir legen uns auf den Tisch, ist bequemer!

Hier blieb sie liegen, bis am späten Nachmittag oder Abend Cheffe wieder kam, sie ließ mich zwar mit ihr Gassi gehen, aber sehr wiederwillig und nur zum eben Geschäft machen und gaaaanz schnell wieder heim. Später, als ich selbst bereits mit Björn schwanger war, ging sie ausgiebiger mit mir raus, ob sie meinen Zustand „ahnte“ und ich in ihrer innerlichen Rangordnung damit aufgestiegen bin, weiß ich nicht, aber wir haben damals schöne, lange Spaziergänge gemacht.

Bei einer längeren Abwesenheit über ein Wochenende, zu dem Chef sie nicht mitnehmen konnte, habe ich sie bei uns zuhause gehabt, sie hat es akzeptiert, aber ich glaube, richtig wohl gefühlt hat sie sich nicht. Wir hatten ihr im Flur eine Decke hingelegt, mit Blick ins und aufs Schlafzimmer, sie hat aufrecht gesessen in der Nacht, bis sie meinte, wir schiefen, erst dann hat sie sich auch hingelegt. Als ich sie am Montagmorgen dann wieder mit zur Arbeit und zu ihrem Cheffe genommen habe, hab ich die ganze Zeit im Rückspiegel nur ihren großen, schwarzen Hundekopf gehabt, hihihi, sie wollte um keinen Preis verpassen, wann wir ankommen, lach!

Nachdem Björn geboren war, haben Freunde eine kleine Feier für uns veranstaltet, zu der auch mein Chef mit Lady eingeladen war. Björn hatten wir im großen Kinderwagenoberteil zum schlafen bei den Freunden ins Schlafzimmer gestellt, er war da so drei Monate alt, und natürlich mußte Lady mein „Junges“ gucken, ich war natürlich dabei, bissel besorgt ist man ja doch bei so einem großen Hund, sie hat geguckt, gaaanz vorsichtig mal geschnüffelt, und hat sich dann vor das Kinderwagenteil gelegt! Ohne Chef! Und wich und wankte nicht! Bewachte mein Kind! So gut, daß sie sogar mich zuerst angeknurrt hat (was sie ganz selten tat, knurren!), als ich an mein Kind wollte! Sie hat dann ihren „Irrtum“ schnell erkannt und blieb fortan den ganzen Abend in meiner Nähe!

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Der Kontakt zu meiner Arbeitsstelle ist eigentlich nie ganz abgerissen, und als Björn später schon größer war und laufen konnte und wir mal wieder dort waren, da durfte er immer auf ihr reiten, das war so ein herrlicher Anblick, leider gibt es da keine Fotos von, der kleine Kerl auf dem großen schwarzen Hund, der geduldig mit ihm durch die Gegend lief. Wenn er runter wollte, blieb sie stehen und wartete, bis er runtergeklettert war.

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Das war Lady, ich werde sie niemals vergessen. Sie ist alt geworden und hat später mit ihrem und meinem Chef in einem herrlichen alten Bauernhaus gelebt, wieder mit vielen Tieren. Nun ist sie schon lange im Hundehimmel, und ich denke so oft, das, was mich so traurig gemacht hat, nämlich meinen Chef und Freund schon so früh im Alter von 58 Jahren zu verlieren, das hat sie „dort oben“ glücklich gemacht, sie hatte ihren Chef wieder, sie sind wieder vereint! Die Geschichte vom auslaufen des Schiffes, auf der einen Seite der traurige Abschied, auf der anderen das glückliche Wiedersehen!

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Aber traurig soll dieser Eintrag nicht zu Ende gehen, wir hatten ja noch mehr Hunde

Foto6689 Alf mit seinen Jungen, die Mama Anka und die Tante Peggy, Foto6694 und Buffy!

Aber da kommt dann noch eine Fortsetzung, da gibt es auch noch einiges an feinen Geschichten, könnt ihr euch schon mal vorfreuen, hihihi!

Sally Foto6691 und Lady Foto6679 sagen dann mal tschüß und wir,

Foto6419 Mimi und ich, wünschen euch einen ganz wunderschönen Sonntag mit hoffentlich einem solchen Speckwetter, wie wir es am Samstag hatte. Mimi hat sogar schon Balkonien „geprobt“, aber auch davon später mehr!

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Habts fein!

Schatten und Licht

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Ein grünes Blatt

Ein Blatt aus sommerlichen Tagen,
ich nahm es so im Wandern mit,
auf daß es einst mir möge sagen,
wie laut die Nachtigall geschlagen,
wie grün der Wald, den ich durchschritt.

(Theodor Storm)

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Mit diesem Bild

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hab ich vor mehr als einem Jahr hier einen „Cliffhanger“ gemacht, und damit sollten dann die lustigen Geschichten meiner ehemaligen Arbeitsstelle weitergehen.
Aber wie so oft stellte das Leben die Weichen anders, am 6. 10. 2013 zerstörte ein Brand die Stätte meiner schönsten Erinnerungen.

Ich wollte diesen Eintrag schon gestern nacht einstellen, aber Flickr war strikt dagegen und verwehrte mir den Zutritt zu meinen Bildern.
Da er aber noch an diesem Sonntag erscheinen soll, gibt es nun ganz gegen meine „Nachteulen-Natur“ den Eintrag am Nachmittag bzw. Abend des heutigen Ewigkeitssonntags.

Denn dafür war er bestimmt, den letzten stillen Feiertag dieses Novembers aufzugreifen und dann wieder nach vorne schauend in die kommende, lichtere und fröhlichere Adventszeit überzuleiten.

Schatten und Licht!

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In memoriam an unsere liebe „Ponderosa“

und an alle, die aus dieser gemeinsamen wunderschönen Zeit schon „ins sichere Land der Vergangenheit“ vorausgegangen sind, Menschen und Tiere, allen voran mein „Cheffe“ und Freund, der dort nun schon 5 Jahre weilt, und der bei seiner Ankunft dort ganz sicher freudigst von der ganzen Schar unserer „Viecher“ begrüßt und empfangen worden ist, die ihm alle vorausgegangen waren.

Und ein liebes Gedenken auch hier in meinem Blögchen an die liebe Eisbärin Nancy aus dem Berliner Zoo, Tante von Knut und damit aufs engste mit allen hier verbunden, die ganz unerwartet und plötzlich am 20. November 2014 gestorben ist.
BrigitteP war im Oktober noch im Berliner Zoo, da fehlte krankheitsbedingt Katjuscha bei unseren Ladies, aber so hatte sie wenigstens das Glück, noch einmal Nancy zu sehen.
Sie hatte mir Fotos davon zukommen lassen, ich hab die Bilder von Nancy mal abfotografiert, und auch wenn die Qualität der Bilder beim abfotografieren leider sehr nachläßt, möchte ich sie doch für euch hier einstellen, es sind die letzten von der lieben Nancy!

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(alle Bilder: BrigitteP)

Dann hat Mimi und mich am Wochenende noch eine traurige Nachricht erreicht, Mimis liebe Freundeslistenfreundin Luzi

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geliebte Katze von meinen Kindern, ist unheilbar an Krebs erkrankt und wird wohl nicht mehr lange bei uns sein. Wir sind alle so traurig, aber die Kinder werden ihr, solange es geht, noch eine schöne Zeit bereiten!

Schatten und Licht!

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Aber grün ist die Farbe der Hoffnung, und so legen wir grüne Gebinde auf die Gräber

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als Zeichen, daß das Leben und die Liebe unbesiegbar sind und immer wieder grünen und sich erneuern. Ein immerwährender Kreislauf!

Laßt uns nach vorne schauen auf das kommende Licht des 1. Advents, das langsam wieder unser Dunkel erhellen wird und uns ein Zeichen sein soll, Mut, Kraft und Hoffnung nicht zu verlieren!

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Und so könnt ihr euch nun mit diesem „Cliffhanger“

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auf die Fortsetzung der Bauernhof-Geschichten freuen, in der kommenden Woche geht es dann mit unseren Hunden weiter!

Ich wünsche euch allen noch einen guten Sonntag-Abend, kommt gut in die neue Woche!

:wave:

Nur noch Erinnerung!

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Betrachtung der Zeit

Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen,
mein sind die Jahre nicht, die etwa möchten kommen.
Der Augenblick ist mein, und nehm ich den in acht,
so ist der mein, der Jahr und Ewigkeit gemacht.

(Andreas Gryphius)

Dieser Eintrag war eigentlich schon für den vergangenen Montag gedacht, er sollte euch einen fröhlichen Einstieg in die neue Woche vermitteln!

An diesen damaligen „Cliffhanger“ sollte er anknüpfen

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und neue, lustige Geschichten von meiner damaligen Arbeitsstelle erzählen, von unserem kleinen „Bauernhof“!

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Und dann habe ich am Sonntag erfahren, daß meine geliebte Arbeitsstelle in einer Nacht der letzten Woche einem Brand zum Opfer gefallen ist!
Glücklicherweise war es schon längere Zeit unbewohnt und es ist niemand zu Schaden gekommen!
Aber das Gebäude ist nunmehr eine Brandruine, vor allem der Dachstuhl ist völlig zerstört!

Ich bin so traurig!
So unendlich viele schöne, lustige, auch traurige und nachdenkliche Erinnerungen sind damit verbunden, nun haben sie keine „reale“ Heimat mehr und sind wirklich nur noch Erinnerungen, unwiderruflich!

Aber die Erinnerungen sind ja nicht mit abgebrannt, die kann mir keiner nehmen, sie haben für immer einen Platz in meinem Herzen und gehören zu meiner Geschichte!

Und natürlich hören damit auch meine Geschichten, die ich euch noch erzählen möchte, nicht auf, im Gegenteil, es ist mir jetzt umso wertvoller, sie mit euch zu teilen, aber im Augenblick kann ich noch nicht weiter erzählen, das ganze muß erst einmal sacken, ich denke, ihr habt Verständnis dafür!
Aber versprochen, es geht irgendwann weiter!

Damit die Traurigkeit nicht die Überhand gewinnt, kommen noch ein paar Bildchen, die Freude auf die Fortsetzung machen sollen, und wer Lust hat, kann ja noch mal in die alten Einträge gucken

http://midomo.blog.de/2013/01/09/schaefchen-15409794/

http://midomo.blog.de/2013/03/10/entchen-15611264/

http://midomo.blog.de/2013/04/13/fruehlingsgefuehle-erinnerungen-15753566/

Wenn ich das alles verarbeitet habe, wird es weitergehen, mit

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unseren Katzen

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unseren Hunden

und

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unseren Hunden und Katzen!

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Donnerstag!

:wave: