Grafschafter Wochenanzeiger – Mittsommer! ☀⛱🍓🏮🍺

Kornrauschen

Bist du wohl im Kornfeld schon gegangen,
wenn die vollen Ähren überhangen,
durch die schmale Gasse dann inmitten
schlanker Flüsterhalme hingeschritten?


Zwang dich nicht das heimelige Rauschen,
stehn zu bleiben und darein zu lauschen?
Hörtest du nicht aus den Ähren allen
wie aus weiten Fernen Stimmen hallen?


Klang es drinnen nicht wie Sichelklang?
Sang es drinnen nicht wie Schnittersang?


Hörtest nicht den Wind du aus den Höhn
lustig sausend da sie Flügel drehn?
Hörtest nicht die Wasser aus den kühlen
Tälern singen du von Rädermühlen?


Leis, ganz leis nur hallt das und verschwebt,
wie im Korn sich Traum mit Traum verwebt,
in ein Summen wie von Orgelklingen,
drein ihr Danklied die Gemeinden singen.


Rückt die Sonne dann der Erde zu,
wird im Korne immer tiefre Ruh‘,
und der liebe Wind hat’s eingewiegt,
wenn die Mondnacht schimmernd drüber liegt.


Wie von warmem Brot ein lauer Duft
zieht mit würz’gen Wellen durch die Luft.

( Ferdinand Ernst Albert Avenarius, deutscher freier Schriftsteller, 1856 – 1923)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, es ist heiß, es ist Sommer, es ist Mittsommer!  

Midsommar ist in Schweden nach Weihnachten das zweitgrößte Fest des Jahres und die meisten Schweden feiern es mit Verwandten, Freunden und Nachbarn. Laut Gesetz vom 13. Februar 1952 wird Midsommar seit 1953 immer an dem Samstag gefeiert, der zwischen dem 20. und dem 26. Juni liegt. 

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Mittsommerfest

In diesem Jahr wird somit das Mittsommerfest in Schweden am 26. Juni stattfinden, aber der eigentliche Mittsommer, der längste Tag und die kürzeste Nacht im Kalender wäre wie immer der 21. Juni, und daher haben wir bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung beschlossen, daß die heutige Sonntagsausgabe des Grafschafter Wochenanzeiger Mittsommer feiert, im Rahmen der o.g. Termine dafür liegen wir damit gleich am Anfang der Möglichkeiten. Da der Sommer in unseren Breiten hier bereits seit Tagen schon mächtig Fahrt aufgenommen hat, hielten wir das für angemessen. 

Der Sommer blüht, der Sommer glüht, und mein Redaktionsteam eroberte Balkonien zum feiern unseres Mittsommers, ich glaube, die Bilder sprechen für sich, trotz Pelz haben meine Jungs und mein Mädel es in vollen Zügen genossen. 

Apropos Pelz: Unser Handelsreisender Otto ist ja zusätzlich zum Bärenfell noch mit Mantel, Mütze und Schal ausgerüstet, das ging natürlich bei der derzeitigen Hitze so gar nicht mehr, also raus aus den Winterklamotten und rein in die Sonne! 

Otto „von Klamotten befreit….“ genießt luftig mit seinen Redaktionskollegen und seiner Redaktionskollegin (in dieser Zeitung wird nicht gegendert! 🤣) das herrliche Sommerwetter auf Balkonien. 

Köfferchen ist aber natürlich in Reichweite geblieben, ihr kennt ja alle unseren fleißigen Handelsreisenden, und zu Mittsommer wäre da bestimmt wieder Einkauf angesagt, dachte sich unser Otto, womit er natürlich recht hat, aber da kommen wir später drauf zurück. 

Bruno, Hamish und Ruddi haben erstmal den Liegestuhl erobert, später wurde aber getreulich getauscht, jeder sollte ja mal in den Genuß kommen. 

Ja, gemach, aufmerksame Leser werden bemerkt haben, daß auch für die lauen Tropennächte hier schon vorgesorgt worden ist mittels rauskramen wunderschöner alter Laternchen! 

Bruno hat sich richtig genüßlich in den Liegestuhl gefläzt, Ruddi und Hamish haben ihn noch bissel zurechtgeschoben, damit es ihnen mit seinem Pelz nicht noch wärmer wird, hihihihi! 

Luzia genoß ebenfalls sehr den Aufenthalt in frischer Luft auf Balkonien, zumal die Sonne unserem in Glitzer so verliebten Redaktionsmädchen herrliche Glitzereffekte im schimmernden Fell verlieh, das fand sie fein und genoß die Bewunderung ihrer männlichen Kollegen! 

Hamish und Otto, die beiden Braunbären zusammen im Liegestuhl und die Eisbären allesamt in passendem blau-weißen Ambiente

Alle meine Redaktionsmitglieder haben das so genossen, aber ich glaub, Bruno hat mit seiner Relax-Pose irgendwie den Vogel abgeschossen, oder? 

Wir haben uns echt über ihn gekringelt, er war ganz aus dem Häuschen. 

„Hach,“ meinten die Braunbären, „das können wir auch!“ Gesagt, getan!

„Team Relax“ vom Grafschafter Wochenanzeiger! 

Und die Sitz-und Liegemöglichkeiten wurden getauscht:

Die Eisbären im Liegestuhl!

Und Hamish und Otto auf der Gartenbank, sieht Otto nicht herrlich luftig aus? Hamish trägt ja eh nur ein kurzes Schottenröckchen! Die Mütze hat Otto aufbehalten, das war ein feiner Sonnenschutz! 

Und dann hatte Ruddi noch eine zündende Idee für unseren Außentermin für Mittsommer-Fotos auf Balkonien, er flitzte schnell mal wieder ins Wohnzimmer und hatte dann jemanden im Schlepptau, den mein Bärenteam immer gerne als Berater zu unseren Redaktionssitzungen hinzuzieht, 

mein geliebter alter Teddy Bernhard, er hat sich sehr darüber gefreut, daß die Truppe ihn dabei haben wollten, schließlich liefert er ihnen ja auch immer treulich all die schönen Geschichten und Anekdötchen über Frau Chefredakteurin in Kindertagen! 😉😊

Und mit seinem Matrosenanzug in blau-weiß war er ja auch noch sehr zünftig gekleidet für Mittsommer, dessen Farben blau, weiß und rot sind wie in unserer Lieblingsgirlande für den Sommer

Bevor wir nun zu den weiteren Bildern von Balkonien kommen, meinte mein Team, ich solle doch mal noch eine Dia-Show von ihrer feinen Zeit auf Balkonien machen, gerne doch, büdde schön: 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Natürlich haben wir auch noch Bilder von Balkonien gemacht, die kommen jetzt. 

Die alten Lampions hängen wieder!

Und von Mimi in heaven ihre rote Laterne

Wir haben oft an sie gedacht bei unserer Fotosession, sie hätte ihre Freude daran gehabt, und hatte sie ganz bestimmt auf ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐

Die Avocado wächst fröhlich vor sich hin!

Und wie in jedem Jahr im Sommer: Meine Sukkulenten blühen wieder bzw. fangen an zu blühen, da freu ich mich jedes Jahr wieder so sehr drüber!

Wir hatten ja schon erwähnt, daß Otto natürlich sein Köfferchen trotz luftiger Bekleidung in seiner Nähe hatte

schließlich mußte er ja doch wieder für Getränke

und Speisen sorgen für unser Mittsommerfest, bei den bereits wieder vorhandenen Lockerungen bezüglich Corona war das bei der brütenden Hitze doch eine Erleichterung für ihn. Klassische Zutaten für die Mittsommerfeiern sind eingelegte Heringe, junge Kartoffeln, Spargel, Lachs und Krebse und zum Nachtisch Erdbeeren mit Sahne. 

Brot gehört natürlich auch dazu, und zu Brot gehört Butter, besonders Kräuterbutter, und da gibt es in Schweden spezielle Buttermesser, die wir in unseren Redaktionsräumen auch unser eigen nennen dank des feinen Möbelladen mit dem Elch im Gewande. Stilvoll in Szene gesetzt:

Sie sind aus Holz und haben einen ganz feinen, typischen „Holzgeruch“, richtig lecker, lach! Der kleine Hummer als passende Deko dabei hängt an unserem Kühlschrank mit einem Magneten. 

Wie wir ja alle unseren Otto kennen, hätte er vorbildlich wie immer alle oben angeführten Zutaten besorgt, aber bei der sengenden Hitze der letzten Tage wollten wir doch keinen schachmatten Otto haben, also war die Zutatenliste für unser Wochenend-Mittsommer-Menü etwas bescheidener: Wir haben uns einen Nudelsalat gemacht mit lecker Würstchen dabei, alle waren damit glücklich und zufrieden. Gerne hätte Otto uns auch mit Erdbeeren verwöhnt, aber leider ist die derzeitige Ausbeute der nun ja auch schon heimischen Früchte selbst für unseren gewieften Handelsreisenden keineswegs zufriedenstellend, da haben wir es vertagt, bis mal feine Früchte ausfindig gemacht werden können. 

Am Abend bzw. in der Nacht wird es dann auf Balkonien wieder romantisch

das ist die beleuchtete Traubenflasche, die wir euch schon bei den Pfingstrosen gezeigt hatten. 

Hübsch, nicht wahr? 

Bevor wir hier nun so ganz langsam unsere Sonntagsausgabe zum Mittsommer beenden, hätten wir noch eine feine Seite für euch, auf der noch viele Informationen über Mittsommer in Schweden sind, vielleicht habt ihr Spaß dran: 

https://visitsweden.de/aktivitaten/kultur-geschichte-und-kunst/schwedische-traditionen/mittsommer-in-schweden-ein-fest-wie-aus-einer-anderen-welt/

Wir waren jedenfalls ganz begeistert und haben alle verträumt geguckt, denn Mittsommer in Schweden, das ist noch immer so ein alter Traum von der Frau Chefredakteurin! Und da träumen wir doch jetzt noch bissel weiter, mit wunderschönen Bildern, passend zum Mittsommer, von Carl Larsson, den schwedischen Maler, dessen Werke die Frau Chefredakteurin auch so liebt und schon oft hier eingestellt hat. 

Sind die nicht wunderschön? So richtig zum reinträumen! Und wer von euch nun einwendet, in Schweden, im Hochsommer, da wären vor allem auch Mücken eine Option: Na, und? Die hab ich hier auch, zur Genüge, und mittlerweile 14 „zauberhafte“ Mückenstiche allüberall, also wäre der Unterschied nicht mehr groß und im übrigen haben wir dann hier eben auch echtes schwedisches Mittsommer-Feeling in den Redaktionsräumen und auf Balkonien vom Grafschafter Wochenanzeiger! 😂🤣😂

Zum Abschluß unseres Eintrages haben wir noch ein kleines, feines Gedicht zum Mittsommer

Sommersonnenwende

Nun die Sonne soll vollenden
ihre längste, schönste Bahn,
wie sie zögert, sich zu wenden
nach dem stillen Ozean!
Ihrer Göttin Jugendneige
fühlt die ahnende Natur,
und mir dünkt, bedeutsam schweige
rings die abendliche Flur.

Nur die Wachtel, die sonst immer
frühe schmälend weckt den Tag,
schlägt dem überwachten Schimmer
jetzt noch einen Weckeschlag;
und die Lerche steigt im Singen
hochauf aus dem duft’gen Tal,
einen Blick noch zu erschwingen
in den schon versunknen Strahl.

(Ludwig Uhland, 1787-1862)

Und damit wünschen wir all unseren Lesern einen schönen Sonntag, einen herrlichen Mittsommer, kommt alle gut durch die Hitze und wieder gut in die neue Woche, bleibt oder werdet alle gesund, das wünscht euch euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

 

Johannistag

18

Johanniswürmchen

Was tanzen so goldige Sternchen
umher in funkelnder Pracht?
Sind Käfer mit ihren Laternchen,
die fliegen spazieren bei Nacht.

Wenn einer begegnet dem andern,
dann grüßen sie sich, wie man tut,
erzählen sich was und wandern
dann weiter wohlgemut.

Und kehrt der Morgen wieder,
sucht jeder eilig sein Haus,
doch eh er sich leget nieder,
löscht er sein Laternchen aus.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

24. Juni Johannistag
Dieser Tag wurde von der Kirche zur Feier der Geburt Johannes des Täufers bestimmt, weil auf diese Weise der Mittsommertag, das uralte Fest der Germanen, der Kelten und Sklaven eine christliche Deutung bekam.
An den Täufer erinnert die Sitte, in der Nacht vom 24. in Flüssen und Teichen schweigend zu baden.
In der Vorstellung der Alten ist der Johannistag mit so viel Zaubermacht erfüllt gewesen, weil die Sonne am höchsten steht, am meisten Macht besitzt und daher dem Feuerzauber die größte Wirksamkeit verleiht. Wer in dieser Nacht durch das Johannesfeuer springt, überwindet Unheil und reinigt sich von Krankheit, und wenn alle Paare um das Feuer herumtanzen, ist der Abwehrzauber noch wirksamer.
Es werden Kräuter gesammelt, die in der Johannisnacht besonders heilkräftig sind, wie Kamille, Thymian, Beifuß, Johanniskraut, Bärlapp und Beifuß.
Daraus wurden zusammen mit Rittersporn, Rosen, Kornblumen, Klatschmohn, Lilien und Eichenlaub Sträuße gemacht und Kränze gewunden, diese müssen manchmal aus siebenerlei, manchmal aus drei mal drei, also aus neunerlei Kräutern und Pflanzen bestehen.
Dicke Blumensträuße oder Kränze aus neunerlei Blumen und Kräutern, sog. Johannis-Quäste, kamen in Schweden in den Stall, um das Vieh zu schützen. In Mitteldeutschland hat man Johanniskränze übers Dach geworfen, um das Haus vor Unwettern zu schützen.
Mittsommerfeste werden mitunter bis zum Johannistag gefeiert!
Die Frauen haben tradionell „Holunderküchlein“ gebacken (die Blütendolde des Holunders in Pfannkuchenteig ausgebacken), weil Holunderblüten an diesem Tag gepflückt als besonders heilkräftig galten. Deshalb heißt der Johannistag auch oft „Holdertag“.

Die Johannisbeeren werden reif.
Und mit dem Johannistag endet die Rhababer- und Spargelernte.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

animaatjes-platteland-11809

Einen Eintrag zu Mittsommer hatten wir in diesem Blögchen bereits im letzten Jahr, nun also der Johannistag!:yes:
Der allerdings mit seinen Bräuchen sehr dem Mittsommertag ähnelt, mitunter gehen Mittsommerfeste bis zum Johannistag!88|
Daher „vermischt“ sich dieser Eintrag ein wenig, ich möchte euch nämlich unbedingt noch etwas hier einstellen, daß ich bezüglich Mittsommer gefunden habe,

einmal Carl Larsson – gården, wunderschöne Bilder eines wunderschönen Gartens, und

die Bilder von Carl Larsson, die so herrlich zu Schweden und Mittsommer und somit auch dem Johannistag passen!:yes:

Und dann hab ich noch so ein lustiges Lied gefunden,:D daß man in Schweden zum Mittsommertag singt und tanzt, guckt mal

Text, Übersetzung und Erklärung findet ihr hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sm%C3%A5_grodorna

apoezie_(23)

Zum Mittsommerfest und natürlich auch zum Johannistag gehört natürlich auch das gemeinsame Essen, Heringe, neue Kartoffeln, Kräutersaucen und Salate, Erdbeeren mit Sahne und sicher auch Lachs, über den sich diese beiden hier

thisbeautifulworld
auch sehr freuen!

Noch etwas Wunderschönes beginnt um die Zeit des Johannistages, die Johanniskäfer oder Glühwürmchen beginnen mit ihrer Schwarmzeit und leuchten durch die lauen Sommernächte!

http://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtk%C3%A4fer

Ich habe dieses wunderbare Erlebnis einmal im Garten meiner Freundin gehabt, es war ein zauberhaftes Schauspiel, unzählige Leuchtkäferchen flogen durch die Nacht, das hat etwas mystisches, märchenhaftes!

Mit einem Sommergedicht von Th. Storm möchte ich den Eintrag hier nun beenden, ich hoffe, es hat euch wieder Freude gemacht!;D

Sommermittag

Nun ist es still um Hof und Scheuer,
und in der Mühle ruht der Stein;
der Birnenbaum mit blanken Blättern
steht regungslos im Sonnenschein.

Die Bienen summen so verschlafen;
und in der offnen Bodenluk‘,
benebelt von dem Duft des Heues,
im grauen Röcklein nickt der Puk.

Der Müller schnarcht und das Gesinde,
und nur die Tochter wacht im Haus;
die lachet still und zieht sich heimlich
fürsichtig die Pantoffeln aus.

Sie geht und weckt den Müllerburschen,
der kaum den schweren Augen traut:
„Nun küsse mich, verliebter Junge;
Doch sauber, sauber! nicht zu laut.“

(Theodor Storm)

Ich wünsche euch eine gute neue Woche!:yes: Vielleicht seht ihr ja auch Glühwürmchen! Die leuchten dann in etwa so, wie meine kleinen Laternchen auf dem Balkon, die sich im Sonnenlicht aufladen!

Foto1446

:wave:

Mittsommer

Sommersonnenwende – Mittsommer

Nun die Sonne soll vollenden
ihre längste, schönste Bahn,
wie sie zögert, sich zu wenden
nach dem stillen Ozean!
Ihrer Göttin Jugendneige
fühlt die ahnende Natur,
und mir dünkt, bedeutsam schweige
rings die abendliche Flur.

Nur die Wachtel, die sonst immer
frühe schmälend weckt den Tag,
schlägt dem überwachten Schimmer
jetzt noch einen Weckeschlag;
und die Lerche steigt im Singen
hochauf aus dem duftgen Tal,
einen Blick noch zu erschwingen
in den schon versunknen Strahl.

(Ludwig Uhland)

Sommersonnenwende – Sonnenwende – lat. Solstitium

am 21. Juni 2012 um 01.09 Uhr MESZ

der längste Tag und die kürzeste Nacht,
eine Sonnenwende findet zweimal im Jahr statt, die Sommersonnenwende am 21. Juni und die Wintersonnenwende am 21. Dezember.
Nahe des Polarkreises ist es der Tag „ohne Sonnenuntergang“, Mitternachtssonne, Weiße Nächte.
Weiter polwärts herrscht dann wochen- bzw. monatelang der „Polartag“.
(Quelle: Wikipedia)

Bei den Kelten hieß die Sommersonnenwende Alban Herfin oder Herfeyn und wird auch heute noch z.B. in Stonehenge gefeiert.
Bekannt sind auch die Mittsommerfeiern in Schweden, wer von euch Kriminalromane mag und davon vor allem die nordischen Krimis, kennt sicherlich „Mittsommermord“ von Henning Mankell. Spannend!88|:yes:

In allen alten Bräuchen zu dieser Zeit wird deutlich,das es ein Fest des Übergangs ist, was bisher blühte, wird nun langsam reif, im Höhepunkt des Sommers ist bereits die Ahnung vom kommenden Herbst.
Das Feuer hat eine große Bedeutung zu Mittsommer, es bedeutet Wärme und Leben, die Sonne als Lebensspenderin, man zündet Feuer an, Sonnwendfeuer; um alte Dinge abzuschließen und optimistisch nach vorne schauen zu können,:yes: werden symbolische Gegenstände oder sog. „Abschiedslisten“ ins Feuer geworfen, um sich frei zu machen von altem und bedrückendem und einen Neuanfang zu starten. Ist ein guter Gedanke, auch oder gerade für unsere heutige Zeit.;D
Die Paare sprangen über das Feuer und wünschten sich etwas dabei, dies war auch ein Symbol für Treue.

Seit einiger Zeit ist auch das Ritual des Räucherns wieder neu entdeckt worden, in alten Zeiten wurden Räucher-Rituale häufig durchgeführt, bekannt für diese Rituale sind auch hierzulande noch die 12 Raunächte zwischen Weihnachten und Dreikönigstag.
Zur Sommersonnenwende waren es es traditionell 7 oder 9 verschiedene Kräuter, die zum Räuchern verbrannt wurden.
7 ist die Zahl des Universums, des Makrokosmos, Vollständigkeit
9 aus dem allmächtigen 3 x 3, die dreifache Triade.

Zwei Beispiele für Kräuter zum Räuchern:

Thymian, Lupulin, Rosmarin, Königskerze, Fichtenharz, Beifuss, Weihrauch, Johanniskraut, Orangenblüten.

tradioneller sind:
Alant, Beifuss, Eisenkraut, Mädesüß, Johanniskraut, Kalmuswurzel, Baldrian, Mistel, Weihrauch.

Aus den Kräutern kann man natürlich auch hübsche Kränze winden, in denen dann auch Sommerblumen ihren Platz haben. :yes:

Da Rosenmonat ist, könnte man natürlich auch einen wunderschönen Rosenkranz binden, den kann man dann auch sehr gut trocknen lassen, ebenso Rosensträuße, einfach kopfüber aufhängen, wenn sie noch frisch sind, und trocknen lassen, sie sehen auch getrocknet sehr hübsch aus, die Farbe verblaßt ein wenig so wie auf alten Fotos. Am besten eignen sich dafür die jetzt Hochsaison habenden Freilandrosen mit ihren kräftigen Stielen, da knicken die Rosenköpfchen nicht um!

Und da wir ja nun alle sooooo sehr auf endlich eintretendes Sommerwetter hoffen, versuche ich ihn nun mal zu locken mit einem wunderschönen Rezept für eine Rosenbowle, die paßt so schön zu Mittsommer, ein lauer Abend, vielleicht noch Glühwürmchen, stimmungsvolle Kerzenbeleuchtung und alles ist perfekt!:yes::))

Rosenbowle

Zutaten: 1 gute handvoll duftender Rosenblüten
1l Rosewein
1 Flasche Rose-Sekt

Die Rosenblüten mit Zucker bestreuen (nach Geschmack), mit 1/4 l Rosewein aufgießen und über Nacht ziehen lassen.
Abseihen, mit dem restlichen Rosewein aufgießen, kurz vor dem Servieren den Sekt beifügen und mit einigen Rosenblüten bestreuen.

Da Mittsommer dieses Jahr leider nicht an einem Wochenende liegt,:no: kann man es ja am kommenden Wochenende nachholen, vielleicht spielt bis dahin ja auch das Wetter mit,:??: und vielleicht haben WIR dann ja auch schon wieder gewonnen (Freitag!):yes::yes::yes: und das wären dann drei Gründe zum Feiern!

:wave: