Trauer

Mimi * Mai 2004 – + 8. April 2020

Ihr Lieben alle, Mimi ist heute über die Regenbogenbrücke gegangen. Ich bin unendlich traurig, aber auch froh und dankbar, daß wir noch eine gute Zeit haben durften und mein sehnlichster Wunsch in Erfüllung gegangen ist: Sie ist friedlich in ihrem geliebten Zuhause gestorben. Behaltet sie alle in liebevoller Erinnerung, liebe traurige Grüße Monika.

Grafschafter Wochenanzeiger – Nomen est Omen

Schein und Wirklichkeit

1.

In Mittagsglut, auf des Gebirges Grat
schlief unter alten Fichten müd ich ein;
ich schlief und träumte bis zum Abendschein
von leerem Hoffen und verlorner Tat.

Schlaftrunken und verwirrt erwacht‘ ich spat;
gerötet war ringsum Gebüsch und Stein,
des Hochgebirges Eishaupt und Gebein,
der Horizont ein sprühend Feuerrad.

Und rascher fühlt‘ ich meine Pulse gehen,
ich hielt die Glut für lichtes Morgenrot,
erharrend nun der Sonne Auferstehen.

Doch Berg um Berg versank in Schlaf und Tod.
Die Nacht stieg auf mit frostig rauhem Wehen,
und mit dem Mond des Herzens alte Not.

2.

So manchmal werd‘ ich irre an der Stunde,
an Tag und Jahr, ach, an der ganzen Zeit;
es gärt und tost, doch mitten auf dem Grunde
ist es so still, so kalt, so zugeschneit;

Habt ihr euch auf ein neues Jahr gefreut,
die Zukunft preisend mit beredtem Munde?
Es rollt heran und schleudert, o wie weit!
Euch rückwärts. – Ihr versinkt im alten Schlunde.

Doch kann ich nie die Hoffnung ganz verlieren,
sind auch noch viele Nächte zu durchträumen,
zu schlafen, zu durchwachen, zu durchfrieren!

So wahr erzürnte Wasser müssen schäumen,
muß, ob der tiefsten Nacht, Tag triumphieren,
und sieh: Schon bricht es rot aus Wolkensäumen!

(Gottfried Keller)

Es braucht was verläßliches in diesen unsicheren Zeiten, liebe Leser des Grafschafter Wochenanzeiger, und da dachten wir uns in unserer sonntäglichen Redaktionssitzung, wir sorgen mal wieder für Fragezeichen in euren Augen! Der Titel und ein Gedicht über Hoffnung, wie reimt sich das denn?

Punkt 1: „Nomen est Omen“ also „der Name ist ein Zeichen“: Wir haben im Archiv gestöbert und festgestellt, daß Ruddi, unser Volontär, heute Namenstag hat, denn

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2019/04/07/grafschafter-wochenanzeiger-sonderausgabe/

mit diesem Eintrag aus dem April letzten Jahres war die Abstimmung über den Namen unseres gehäkelten Eisbären beendet und er erhielt den Namen „Ruddi“!

Ruddi, ruhrpöttische Schreibweise von Rudi, Abkürzung von Rudolf

Der Name Rudolf setzt sich aus den althochdeutschen Wörtern hrōd, hruod für Ruhm, Ehre und wolf für Wolf zusammen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf

Und da wir schon seinen Geburtstag hier nur im kleinen Kreis gefeiert haben, soll wenigstens sein Namenstag doch für alle hier ein bissel ein Fest sein, also ein Hoch auf Ruddi, unseren Volontär und Mimis treuen Vasallen mit einem zünftigen Pott Met! Ruddi freut sich sehr, und da die Frau Chefredakteurin am Wochenende mal wieder ein bissel mit ihrer Knipse hier im Eulennest und den Redaktionsräumen unterwegs war, haben wir alle einstimmig beschlossen, daß Ruddis Namenstag nun hier begangen wird mit Bildern ganz im Zeichen der Hoffnung, und damit hätten wir den Kreis geschlossen vom Titel zum Gedicht! Unser Namenstagskind macht da natürlich auch mit, im Kreise unserer Redaktionsmitglieder und anderen euch bekannten (ich sag nur: Fußballfanmeile!) Bewohnern hier

und draußen in der Natur, auf Balkonien, Ruddi hat die Forsythie zu einem Fotoshooting auserkoren, guckt:

Hat ihm sichtlich Freude gemacht!

Weiter machen wollen wir mit Bildern von Mimi, unser aller Co-Autor und Reporterin vom Grafschafter, die hier von uns allen gehegt und gepflegt wird und das sehr genießt, natürlich nimmt sie auch noch an den Redaktionssitzungen teil und hat tatsächlich für euch noch ein bissel gemodelt:

Futtern in der Küche

auf dem Weg vom Futternäpfchen in der Küche zum Sofakissen im Wohnzimmer, ihrem derzeitigen Lieblingsplatz, immer nah bei uns allen.

Geschafft!

Sie meldet sich mal selbst zu Wort: Hi, Folks, guckt mal, kennt ihr mein altes Frühlingskleidchen noch? Das ist von 2016, und ich fand es so hübsch, da wollte ich es nochmal anziehen heute! Mir geht es soweit ganz gut, bloß so hüppen und springen wie derzeit als eure rasende Reporterin, das geht leider nicht mehr, aber mein Frauchen hat da schon fein vorgesorgt, guckt mal, wo jetzt mein Wassernäpfchen steht:

ganz in meiner Reichweite vom Sofakissen aus, komm ich bequem dran

denn auf das Tischchen, wo es ehemals stand

da komm ich leider nicht mehr hoch! Machts gut alle, ich schick euch liebe Schnurrgrüße, vor allem allen meinen tierischen Freunden, bleibt mir bloß alle schön gesund und laßt euch nicht von dem doofen Virus stressen!!! Eure Mimi.

Weiter geht es nun mit Bildern aus der Natur vom Eulennest, Balkonien mußte herhalten:

Unsere Birke grünt wieder!

Die Himbeere schlägt kräftig aus

ebenso die Johannisbeere, ich freu mich da so sehr drüber!

Aus den Redaktionsräumen haben wir nun auch noch feine Bilder für euch, einfach mal so willkürlich ausgesucht, wir hoffen, die Auswahl gefällt euch!

Ein selbst gemachtes Leuchtturmbild, ein Zeichen der Hoffnung, den sicheren Hafen zu finden.

Aussicht aufs Meer, mein Schlafzimmerbild, derzeit besonders schön, mit diesem Anblick schlafen zu gehen und wieder in den Tag zu starten.

Die getrocknete, lachsfarbene Rose vom Valentinstag aus meinem Kaufladen hier, erhalten gebliebene Schönheit!

Fröhlich-bunte Holztulpen

Bald ist wieder Erdbeerzeit!

Mein schönes Motto am Wohnzimmerfenster, da guck ich in dieser Zeit auch oft hin!

Ja, und dann traten hier noch zwei zum mitgestalten an, die ihr vielleicht schon öfter mal vermißt habt, seitdem wir hier eine Zeitungsredaktion haben, aber heute, da wollten sie unbedingt mal wieder dabei sein:

Charly, unser Motivationsbär, und sein Freund Troll! Auch sie haben sich in die Forsythie geschwungen und möchten euch allen einen schönen, sonnigen Montag wünschen!

Ich hab in jedem Jahr so einen schönen Kalender mit Naturbildern, und nun zeig ich euch mal das Blatt von April

ist sie nicht süß? Die kleine Blaumeise in all den Blüten zeigt sich jetzt stellvertretend für mein Blaumeisenpaar, das auch in diesem Jahr wieder unter dem Dachvorsprung am Küchenfenster nistet, auch so ein schönes Hoffnungszeichen! Mein Pärchen kann ich nicht fotografiert bekommen, ich hab euch mal gezeigt, warum und wo der Dachvorsprung ist, unter dem sie nisten:

Der rote Pfeil ist die Einflugschneise, also keine Chance!

Nun haben wir noch was für alle, die ihre Zootiere derzeit schmerzlich vermissen, stellvertretend dafür dachten wir so an Pit und Paule, die kleinen Pandas in Berlin, und siehe da, wir können euch welche zeigen, die wir sogar selber von Hand füttern dürfen, jawoll, lach!

Unser Mini, magnetpfotig an der Stiftebox und

unser Klammerpfoten-Panda am Ordnerregal, der lustigerweise auch und schon lange Paul heißt!

Er hat da ein feines Plätzchen zum turnen!

Ruddi und unser restliches Bärenteam, Bruno, Hamish, Otto und Lucia, waren nun der Meinung, alle unsere Leser und natürlich auch unsere Redaktion könnten eine gute Portion Glück gebrauchen, da hab ich euch mal was dafür fotografiert:

Unser Glücksklee, aus Glas, weiland mal ein Geschenk von Brigitte/Plauen, schimmernd in der Sonne am Wohnzimmerfenster „inne Blümkes“, wo er dauerhaft hängt!

Und unser Glück-auf-Schild, das Weihnachtsgeschenk von Steffis Bruder-Familie

Zum Glück gehört auch Schutz, und so hab ich nun auch noch ein Schutzengelbild für euch, das Bild hatte ich als Kind überm Bett hängen, das Original ist, entgegen meiner sonstigen Sammelleidenschaft, tatsächlich verschollen, aber ich hab ein neues aus dem Netz ausgedrucktes:

Bleibt behütet, beschützt und gesegnet!

Musik, die Sprache der Seele, spendet auch Hoffnung, Trost und Freude, und so haben wir natürlich wieder ein Lied von Reinhard Mey, daß wir passend fanden zu diesen Tagen:

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/welch-ein-geschenk-ist-ein-lied

Und als ich den Text für das Lied auf der Seite von Reinhard Mey gesucht habe, habe ich etwas ganz besonders schönes von ihm gefunden, das ich euch hier nun auch präsentieren möchte, ich finde das so berührend:

Damit schließen wir nun diesen Eintrag und wünschen euch allen einen guten Montag und einen ebensolchen Start in die neue Woche. Bleibt alle gesund, verliert die Hoffnung und die Geduld nicht, auch wenn es manchmal schwer fällt!

Habts fein, soweit es geht, wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit den Freelancern Otto und Lucia.

 

Grafschafter Wochenanzeiger – „Geduld überwindet Schweinebraten…..“

Geduld und Phlegma! Das ist der Befehl
erfahr’ner Lebenskenner;
Durch die Wüste führt besser das Kamel
als ein feuriger Renner.

(Albert Roderich, 1846 – 1938, deutscher Dichter und Aphoristiker)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, da sind wir doch nun endlich mal wieder!

Geduld ist derzeit wohl ein sehr wichtiges und gewichtiges Wort in den Zeiten der Corona-Krise, und so haben wir unseren Eintrag mit dem Titel begonnen, den wir von Theodor Storm entlehnt haben, der Satz stammt aus der Novelle „Lena Wies“.

Das Gedicht bzw. der Vierzeiler paßte dann auch so prima dazu und ich erinnerte mich an ein Bild aus dem Kölner Zoo, das das Gedichtchen vortrefflich abrundet!

Wir haben es alle nicht leicht in diesen Zeiten, die Tugend der Geduld ist auch nicht jedem in die Wiege gelegt worden, mir zum Beispiel so gar nicht, deshalb schrieb mir mein Vater schon in das Poesiealbum seines damals noch kleinen Mädchen: „Glaube mir, du hast viel getan, wenn du Geduld gewöhnst dir an.“ Das ist, wenn ich mich recht erinnere, vom Geheimrat Goethe!

Und so versuchen wir in diesen eingeschränkten Tagen, das beste aus der Situation zu machen, der Seele kleine Auszeiten gönnen, sich wieder an den kleinen Dingen des Lebens freuen, an denen man so oft achtlos vorüber geht, dankbar zu sein, für das, was man noch hat: Wenn alle Lieben aus Familie, Freundes- und Bekanntenkreis gesund sind, meine Mimi ist noch da, ich habe eine gemütliche Wohnung mit einem herrlichen Balkonien, auf dem wir auch bei eingeschränktem Ausgang die Natur und die frische Luft draußen genießen können. Und wir haben unsere Blogs, das Internetz, Skype, Smartphone-Video-Anrufe, so können wir virtuell miteinander verbunden sein und uns austauschen, unterstützen und Mut machen, auch wenn wir keinen persönlichen Umgang miteinander haben dürfen! Das genieße ich derzeit sooooo sehr mit meinen Kindern, die Gott sei Dank gesund sind.

Da wir derzeit das Thema geradezu inflationär um die Ohren geschlagen bekommen, möchte ich dazu nun nicht auch noch mich auslassen, wir machen es jetzt wie der oben erwähnte Geheimrat Goethe: „Der Worte sind genug gewechselt, nun laßt uns endlich Bilder sehen“, sehr frei nach Goethe, lach! Und so präsentieren wir euch die ersten Bilder vom frühlingshaften Balkonien, oder sagen wir mal, von einem Balkonien, daß noch so werden will, aber gut Ding will Weile haben und Weile haben wir derzeit alle genug!

Die Birke grünt wieder!

Salbei und Thymian schlagen wieder aus:

Auch die kleine Balkonrose sprießt

Und worüber ich mich ganz besonders freue: Johannisbeere und Himbeere aus dem letzten Jahr kommen wieder:

Die Johannisbeere schon richtig kräftig!

Stimmungsbild!

Die Wildbienen umschwirren wieder ihre Villa, das freut mich so sehr! Über der grünen Knospe rechts unten im Netzquadrat kann man so eben eine sehen! Deutlicher ging nicht, die sind so schnell!

Der Magnolienbaum am Jugendhof in meiner Grafschaft steht in voller Blüte!

Glastüren-Blickwinkel!

Natürlich war auch Mimi mit von der Partie auf Balkonien, anfangs war ihr aber der Wind noch zu heftig und zu kühl, aber gestern fand sie es auch herrlich, da hat sie sich von ihrem derzeitigen Lieblingsplatz, dem Sofa/Sessel-Kissen, erhoben und ist auch mal rausmarschiert.

Da war es ihr in der Sonne dann sogar schon zu warm, Schattenplätzchen gesucht.

Das Körbchen war zu sonnig! Und als die Sonne langsam unterging, sind wir wieder rein!

Mimi mit ihrem Schatten

also quasi zwei Mimis, lach!

Zarte Birkenblätter

und Mimi ist derzeit wieder auf ihrem Stammplatz angekommen.

In all den wirrigen Zeiten sind nun zwei Ereignisse des Grafschafter Wochenanzeiger ganz untergegangen:

Am 24. März hat unser Volontär Ruddi seinen Geburtstag gehabt und ist natürlich vom gesamten Redaktionsteam hier gebührend gefeiert worden, aufgrund all des ganzen Mist um uns rum halt leider nur im kleinen Kreis, das hatten wir uns zu Anfang des neuen Jahres so ganz anders vorgestellt, denn letztlich hatte ja auch die Redaktion unseres Grafschafter am selben Tag Geburtstag, auch den Wochenanzeiger gibt es jetzt schon ein Jahr!

Hoch die Tassen, laßt euch den Sekt schmecken!

Zum Schluß unserer Ausgabe zum Wochenende hab ich ein Lied gefunden, ich hatte gestern die ganze Zeit den Text im Kopf, eigentlich geht es in dem Lied um eine Liebesbeziehung, aber es paßt auch ganz wunderbar in diese ver-rückte Zeit!

„Rücksicht“ von Hoffmann & Hoffmann, Germany Eurovision 1983, der Text steht drunter bei „mehr anzeigen“.

Ganz sind wir noch nicht am Ende dieses Eintrages angelangt, denn ganz besonders in diesen Tagen fühlt sich der Grafschafter Wochenanzeiger verpflichtet, das nötige Scherflein in Sachen Humor beizutragen: Der Running-Gag des Jahres 2020:

Leergefegte Klopapier-Regale! Also ich sag jetzt mal flapsig so, das ist doch der allerbeste Beweis, daß das Corona-Virus (COVID-19) echt „watt für’n Arsch“ ist!

In diesem Sinne, „Hol di stief und fuchtig“, paßt alle gut auf euch auf und bleibt gesund, habt ein schönes Wochenende, macht es euch derzeit überhaupt so schön wie möglich!

Und selbstverständlich schließt sich hier auch der Grafschafter Wochenanzeiger mit einem ganz herzlichen Dank an alle die stillen Helden da draußen im Kampf um unsere Gesundheit und unser Wohlergehen an: Ihr seid alle Spitze, alle, egal an welchem Platz, ob im Krankenhaus, Supermarkt, Altenheim, öffentlicher Verkehr, Feuerwehr und Polizei, laßt euch danke sagen, ich hoffe so sehr, daß die Menschen nach dieser Krise nicht wieder vergessen, wem sie das überwinden dieser zu verdanken hat! Der Blumenstrauß ist für euch alle:

Und bis dahin üben wir uns alle in Geduld, bleiben zu Hause und hoffen, daß doch vielleicht bald das Schlimmste überstanden ist!

Habts fein alle, und bleibt gesund!!!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Krisenzeiten

Der Grund, warum Vögel fliegen können und wir nicht, ist der, daß sie voller Zuversicht sind und wer zuversichtlich ist, dem wachsen Flügel.

(Sir James Matthew „J. M.“ Barrie, 1. Baronet, schottisch-englischer Dramatiker und Erzähler, Schöpfer des ‚Peter Pan‘, 1860 – 1937)

Graue Tage

Es ist mitunter,
als wären alle Fäden abgeschnitten…
als wäre alles um dich her
weitab und leer,
ein toter Raum,

und du dir selbst ein fremder Traum…

…als käme nie die Sonne wieder,
als klänge nie ein Lied mehr durch,
als höre alles langsam auf…

und plötzlich flimmert’s durch die Wolken
und plötzlich trifft ein Klang ans Ohr
und leise fliegt auf goldenem Flügel
ein Schmetterling am Weg empor!

(Cäsar Flaischlen)

Liebe Leser alle unseres Grafschafter Wochenanzeigers,

wir haben lange hier in den Redaktionsräumen überlegt, ob und wie sich in diesen schwierigen Tagen ein Eintrag für euch gestalten läßt. Aber schwere Zeiten erfordern Solidarität und Zusammenhalt, in Tagen wie diesen wird (hoffentlich!) allen wieder klar, was wirklich von Bedeutung ist im menschlichen Leben: Das Sein und nicht das Haben!

Wir werden auch nicht allzu viele Worte machen, wir wollen nur ein wenig der wohl bei allen aufkommenden Panik entgegensteuern, denn Angst und ihre Steigerung Panik sind schlechte Berater, auch wenn es zutiefst menschlich ist, sich ihnen nicht immer entziehen zu können. Hab ich, wie so oft, mal wieder ein Lied von Reinhard Mey gefunden, das mir derzeit so aus der Seele spricht und die Zerissenheit zwischen Kopf und Herz so gut zum Ausdruck bringt:

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/ich-singe-um-mein-leben

Abseits vom allgegenwärtigen Corona-Virus ist es derzeit auch wieder von persönlicher Bedeutung für mich, denn unser aller Co-Autor, meine kleine Mimi, macht mir mal wieder Sorgen, ihr Gesundheitszustand ist zur Zeit nicht der beste, sie schwächelt sehr, frißt kaum und schläft auch für eine Katze in ihrem Alter für mein Verständnis zu viel, da brauchen wir doch mal wieder ein paar Daumen und Pfötchen und hoffen, wir können trotz der schwierigen Lage draußen in der kommenden Woche Hilfe und/oder Rat bei unserer Tierärztin finden.

So ist die Stimmung in den hiesigen Redaktionsräumen auch sehr gedrückt, wie ihr sicher alle verstehen könnt, aber unterkriegen lassen wir uns nicht! Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren!

In diesem Sinne wünschen wir euch allen eine gute neue Woche, laßt euch die Zuversicht nicht rauben, die Hoffnung nicht nehmen, wenn wir auch draußen „auf Abstand“ gehen sollen, hier in unseren kleinen Netzwerken können wir uns umarmen und gegenseitig stützen und helfen, mit der Krise fertig zu werden. Aus diesem Grund hab ich auch eine frühlingsbetonte Girlande zu Anfang des Eintrags über das Zitat und das Gedicht gesetzt, und möchte euch auch noch zum aufmuntern und was schönes gucken Frühlingsbilder zeigen, die ich im April 2018 hier in unserer Grafschaft gemacht habe:

Gestern, am Sonntagabend, hab ich mal wieder Bilder vom Himmel über der Grafschaft gemacht, er zeigte sich so passend für diesen Eintrag, trotz großer Düsternis im allgemeinen gab es immer wieder helle, leuchtende und blaue Lücken, seht selbst:

Das hier ist mein Lieblingsbild von der  Serie

überall zeigt sich Licht hinter den düsteren Wolken!

Zum Abschluß unseres Eintrag hab ich noch ein Lied von Reinhard Mey

https://songtext-ubersetzung.com/l/z/5440491/reinhard-mey/zeit-zu-leben/

und eine Bild-Collage, die wir auf FB erstellt haben:

Wir haben uns auch schon ein neues Frühlingskleidchen angezogen, Mimi und ich,

und unser gesamtes Redaktionsteam hofft, euch mit Eintrag und Bildern ein wenig Hoffnung, Zuversicht und Mut für die kommenden schweren Tage vermittelt zu haben, bleibt oder werdet alle gesund, paßt alle gut auf euch auf und laßt uns hier alle zusammen auch weiterhin unsere Sorgen, Nöte, Freuden und oftmals auch Verzweiflungen zusammen tragen und teilen!

Wir wünschen euch allen einen guten Montag, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger und die Freelancer Otto und Lucia

Paßt auf euch auf!!!

Grafschafter Wochenanzeiger – Im Märzen der Bauer…….

Auch die Pause gehört zur Musik.

(Stefan Zweig, 1881 – 1942, österreichischer Germanist, Essayist, Novellist, Lyriker und Erzähler)

Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben.

(Indianische Weisheit)

…….die Rößlein einspannt!

Und genau das machen wir hier im Grafschafter Wochenanzeiger nun auch, der März ist da und wir spannen die Rößlein ein, soll heißen: Die „reale“ Welt braucht mal wieder mehr Aufmerksamkeit, in den grauen und trüben Tages des vergangenen Februar sind hier viele Ideen entstanden, die sich beziehen auf Möbel umräumen, kleinere Renovierungsarbeiten mit einem vorherigen Besuch beim Möbelhaus mit dem Elch im Gewande, Frühjahrsputz in den Redaktionsräumen und auf Balkonien, daß sich doch noch recht kahl präsentiert, lediglich unsere Forsythie läßt ein wenig kommenden Frühling ahnen

die ersten Blüten sind da!

Die Birke setzt Knospen an

Oregano und unsere Glockenblümchen haben den „Winter“ überstanden

Euer aller Co-Autor und unsere rasende Reporterin Mimi hofft dann mal, daß im Märzen Balkonien auch mal wieder begehbar ist, derweil sie bisher nur von drinnen gucken konnte

welche Ödnis sich draußen fast jeden Tag ausbreitete:

Immer Wasserpfützen auf dem feinen Balkonientischchen, auf dem sie sonst so gerne Ausschau nach allem hält, was sich hier in unserer Grafschaft so tut.

Daher sagen wir nun mal „tschüß“ und legen eine Pause ein, die hoffentlich nicht wieder unnötig mit einer Erkältung verlängert wird wie weiland im letzten Jahr bei der angedachten Pause. Wir werden wieder weiter treulich bei euch allen lesen und sicher auch ab und an mal unseren Senf dazu geben, lach, bleibt oder werdet alle gesund, laßt euch nicht kirre machen vom allgegenwärtigen Virus, das so heißt wie ein spanisches Bier, und bleibt uns gewogen:

Habt eine schöne Zeit, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit den Freelancern Otto und Lucia.

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 23

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Lied einer weihnachtsgeschädigten Katze

Alle Jahre wieder
kommt das Weihnachtsfest
auf die Erde nieder
und mein Frauchen hetzt!

Kehrt mit ihrem Besen
jedes Zimmer aus,
ist auch im Eck` gewesen!
Wo ist meine Maus?

Schmückt in allen Räumen
mit Licht und Tannengrün.
Selbst in meinen Träumen
seh ich Lämpchen glühn!

Keine Zeit zum spielen…
„Mimi, doch nicht jetzt!
Muß Kisten noch durchwühlen,
bin viel zu abgehetzt!“

Frauchen, halt mal inne!
Du gibst mir den Rest!
Schärfe deine Sinne
für das wahre Fest!

Das soll Frieden bringen,
Frieden und auch Ruh!
Nicht das Besenschwingen
und Deko-Wahn dazu!

Laß am Kamin uns kuscheln,
wir beide, ich und du!
Alle Jahre wieder
ist dann endlich Ruh!

(© Mimi La Bohème cong meau, nach der Melodie von „Alle Jahre wieder“)

Hi, Folks, ihr lieben Leser alle vom Adventskalender im Grafschafter Wochenanzeiger, nun ist heute der letzte Montag in diesem feinen Kalender und da muß ich doch mal wieder selber ran mit einem Türchen!

Da meine Montagstürchen ja immer lustig sein sollen, wir aber alle so kurz vorm Fest doch mal einen kleinen Durchhänger haben, weil vorher noch so einiges gemacht werden mußte hier, Frauchen noch die anderen Türchen auch vorbereitet hat, und heute noch der letzte Rest für die Fahrt von Frauchen zu den Kindern gemacht werden muß, da hab ich mir gedacht, wir machen es heute mal kurz und bündig, lach, und deshalb hab ich euch allen nochmal mein Gedicht rausgekramt, daß ich vor Jahren mal hier in der Adventszeit für den Adventskalender gedichtet habe.

Ich hoffe, es macht euch allen noch mal Spaß, habt alle einen ganz feinen Montag, laßt euch nicht stressen, bleibt oder werdet alle gesund, noch einmal schlafen, und dann ist er da, der Heilige Abend.

Wir feiern hier ja alle in den Redaktionsräumen erst gemeinsam, wenn Frau Chefredakteurin am 1. Weihnachtstag irgendwann wieder hier eintrudelt. Wir „dürfen“ also alle noch bissel länger schlafen, hihihihi, und wir sind natürlich auch alle entsprechend nervös, vor allem die Bären, die feiern ja ihr erstes Weihnachten hier bei uns. Und sind alle sooooo gespannt!

Habts fein, wünschen euch eure Reporterin Mimi und das gesamte Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 20

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Der Baum des Friedens

Ich weiß, im Dunkel steht ein Baum
mit Kerzen übervoll besteckt.
Manchmal in einem schönen Traum
ein Engel sie zum Leuchten weckt.

Der ganzen Erde Menschen seh‘
ich stehen unter seinem Grün,
aus ihren Herzen will kein Weh‘,
will nur verklärte Freude blüh’n.

Kein Kampf und Sieg ist unter ihm,
nicht eine einzige Stimme flucht,
indes ein gold’ner Cherubim
in seinen Zweigen Früchte sucht.

Es steigt der Engel Tag und Nacht
hinauf, hinab und will nicht ruh’n,
und legt der süßen Früchte Fracht
den Menschen in die off’nen Truh’n.

                                           

                               

(Alfons Petzold)

Seid gegrüßt, ihr lieben Leser des Adventskalenders vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Heute öffnen wir bereits das Türchen 20, gestern war schon wieder die letzte unserer kirchlichen Frühschichten hier in meiner Heimatgemeinde, da dachte ich mir, ich nehme euch einfach mal mit auf meinem Weg frühmorgens in die Kirche.

Dunkel ist es natürlich noch, das war der Versuch, ein bewegliches Leuchten an einem Fenster zu fotografieren. Der Mond stand am Himmel

und die Burg Lirich leuchtet spärlich in die Dunkelheit.

Das ist die Straße, die zu meiner Kirche führt

und das ist die „Hauptstraße“ meiner Grafschaft, links geht es dann direkt zur Kirche.

So ist der Anblick für mich, wenn ich direkt darauf zulaufe, und der Bewegungsmelder für bessere Beleuchtung mich noch nicht „entdeckt“ hat.

Da hat er mich entdeckt, und ihr könnt nun auch besser gucken. Links das „Gestell“, das ist unser Glockenturm mit der einzigen Glocke, die wir noch aufstellen können.

So, und hier habt ihr nun die legendäre „Unterkirche“, in der unser Frühstück nach der Andacht stattfindet, die Treppe runter befindet sich ganz rechts neben der Haupttreppe zur Kirche.

Eines der mittigen Fenster, dahinter ist die Taufkapelle, die Weihnachtsbäume stehen schon! In der Kirche auch!

Das Gebäude im Hintergrund, das ist Björns ehemaliger Kindergarten, er liegt direkt neben der Kirche.

Noch einmal der Mond! Vom Eingang der Kirche aus fotografiert.

Die Andacht war wieder sehr stimmungsvoll, mit drei Kerzen bereits am Adventskranz, Lichtern auf dem Altar und dem Weihrauchgefäß, wo bei den Fürbitten Weihrauch aufgestreut wird.

Das Motto der letzten Frühschicht war:  Alarm – Fürchtet euch nicht!

In einer kleinen Geschichte ging es dann darum, welch ein Alarm gemeint ist, der nämlich, der die eigentlichen adventlichen und weihnachtlichen Gefühle so oft überdeckt, der der Hektik, des Stresses, was wohl noch alles zu besorgen und zu erledigen ist, wie viele Feiern noch besucht werden müssen usw. usf.! Und diesem Alarm gegenüber die Botschaft der Engel: Fürchtet euch nicht! In diesem Falle auf „gut deutsch“ laß mal 5 gerade sein, was nicht geht, geht halt nicht, halt mal inne, hör mal auf zu rennen, besinne dich auf das wesentliche der Weihnacht: Die Engel verkünden die Frohe Botschaft!

Unser Geschenk zu dieser Frühschicht war wieder ein sehr passendes:

Schlecht zu erkennen am Kaminkranz?

Ein Engelsflügel!

Die Engel als Verkünder der Frohen Botschaft und der beruhigenden Worte: Fürchte dich nicht!

Denn Furcht lähmt und macht handlungsunfähig!

Alle Symbole unserer Frühschichten:

Ja, das waren sie nun wieder, unsere weihnachtlichen Frühschichten in diesem Jahr.

Nach dem Nachhausekommen hab ich mich dann noch bissel hingelegt, und als ich wieder aufgestanden bin, hab ich euch nun was fotografiert, ich glaub, das ist ein Novum in unseren Adventskalendern, guckt mal:

Jaaaaa, das war die Temperatur auf Balkonien am 19. Dezember um die Mittagszeit, im Schatten!

Mimi konnte es kaum glauben

Ja, ist denn schon wieder Frühling statt Weihnachten??? Na, dann aber ab nach draußen

Sonne pur, herrlich, mein Dosenöffner! Komm auch! Wie man auf diesem Bild sieht

und Mimi es inspiziert: Die weihnachtliche Deko auf Balkonien wartet noch auf ihren Einsatz, alles bissel verlangsamt in diesem Jahr.

Warum Mimi hier so „entsetzt“ guckt?

 

Ja, ich hatte Blumen gegossen und ooooh, fürchterbar:

der Balkonboden war naß, igitt, wie sollte Mimi denn nun da vorbei wieder rein kommen können, lach! Hat sie natürlich geschafft, im Stechschritt, hihihihihi!

Und das war es nun wieder, unser 20. Türchen, ich hoffe, es hat euch wieder bissel Spaß gemacht, habt alle einen schönen Freitag, macht euch keinen „Alarm“, bleibt oder werdet gesund und vergeßt nicht die Frohe Botschaft der Engel.

Habts fein, wünschen euch allen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 13

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Sankta Lucia

Natten går tunga fjät runt gård och stuva.
Kring jord som sol förlät, skuggorna ruva.
Då i vårt mörka hus, stiger med tända ljus,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

Schwer liegt die Finsternis auf unseren Gassen,
lang hat das Sonnenlicht uns schon verlassen.
Kerzenglanz strömt durchs Haus. Sie treibt das Dunkel aus:
Santa Lucia! Santa Lucia!

Natten var stor och stum. Nu hör, det svingar,
i alla tysta rum, sus som av vingar.
Se på vår tröskel står vitkläd, med ljus i hår,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

Groß war die Nacht und stumm. Hörst du’s nun singen?
Wer rauscht ums Haus herum auf leisen Schwingen?
Schau, sie ist wunderbar, schneeweiß mit Licht im Haar:
Santa Lucia! Santa Lucia!

„Mörkret skall flykta snart ur jordens dalar.“
Så hon ett underbart ord till oss talar.
Dagen skall åter gry, stiga ur rosig sky,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

Nacht zieht den Schleier fort, wach wird die Erde,
damit das Zauberwort zuteil uns werde.
Nun steigt der Tag empor, rot aus dem Himmelstor:
Santa Lucia! Santa Lucia!

(schwed. trad. und deutsche Übersetzung)

Nun ist heute wieder Lucia-Tag auch hier im Grafschafter Wochenanzeiger, die Lucia-Bräute ziehen wieder durch Schulen, Kindergärten, Kirchengemeinden und ihren Einrichtungen, da werden sie natürlich auch in den Redaktionsräumen des Grafschafter Wochenanzeigers erwartet. Da dies nun schon der 8. Eintrag zu diesem Fest ist, brauchen wir uns nicht mehr mit Erklärungen zum Brauchtum um diesen Tag beschäftigen, und so lassen wir einfach Bilder sprechen.

In den Familien weckt die älteste Tochter des Hauses als Lucia-Braut die übrigen Bewohner und bringt ihnen mit dem Lichterkranz auf dem Kopf das Frühstück. In einem Jahr hat das sogar Mimi hier als älteste Tochter des Hauses gemacht, erinnert ihr euch?

Also, das mit dem Lichterkranz (fast!) auf ihrem Kopf, das Frühstück   mußte ich mir schon selber machen, lach!

Das ist ein schöner Brauch mit dem Lucia-Tag seit ich ihn hier das erste Mal ins Blögchen gestellt habe, freu ich mich jedes Jahr wieder auf diesen Tag. Und auf die Bilder, die ich dazu mal gesammelt habe.

Bei diesem Video steht der Text des Liedes unter „mehr anzeigen“, falls ihr mitsingen möchtet! Immer wieder so ein wunderbarer Anblick, wenn die Lucia mit ihrem Gefolge in die Kirche einzieht!

In meiner gestrigen Frühschicht in der Kirche meiner Gemeinde hier in der Grafschaft hatten wir ein kleines „Lichterfest“, rund um die Weihnachtszene mit Figuren nach der Weihnachtsgeschichte, die am Heiligen Abend mit der gesamten Krippe dann vollständig ist, neben dem Altar aufgebaut, brannten viele kleine Teelichter, das war so stimmungsvoll!

Der Adventskranz leuchtete mit 2 Kerzen, das Motto der gestrigen Frühschicht war: „Du bist mir nicht schnuppe!“ Die gesamten Frühschichten stehen unter dem Motto „Wegweiser“, in der ersten Frühschicht, das hatte ich euch ja schon berichtet, war es der „Untertitel“ „Alle in einem Boot!“, nun also „Du bist mir nicht schnuppe!“ Die Andacht und die Texte dazu richteten sich nach diesem Motto aus

„Mir kann es doch nicht schnuppe sein, was auf dieser Welt und mit dieser Welt geschieht.“ Mit dem Klimawandel, mit der Umwelt, beim Umgang mit unseren menschlichen und tierischen Mitbewohnern dieser Welt.

Zum Abschluß unserer Frühschicht haben wir wieder gemeinsam Weihrauch entzündet, und so, wie in der letzten Woche der kleine „Denkanstoß“ fürs mit nach Hause nehmen das stilisierte Segelboot war, so war es in dieser Frühschicht die Sternschnuppe, besser gesagt, der kommende Stern von Bethlehem, als Symbol für die Sternschnuppe.

Hübsch ist er, und auch wieder aus Holz gemacht von unserem Küster, ich hab ihn an unserem Kaminkranz befestigt, denn auch unser Kamin leuchtet wieder, und so nehm ich das jetzt mal zum Anlaß, euch die Bilder davon zu zeigen:

Da ist er wieder, der Leuchtekranz überm Kamin, ich hab mal zwei Lichtfunktionen ausprobiert:

Deko am Kamin in diesem Jahr

Und damit wäre das Türchen 13 zum heutigen Lucia-Tag wieder fertig, ich hoffe, ihr hattet wieder eure Freude daran, und euer Team vom Grafschafter Wochenanzeiger wünscht euch allen einen schönen, lichten Lucia-Tag, mit dem Sternschnuppen-Stern aus unserer Frühschicht, damit wir alle nicht vergessen, daß uns so vieles doch nicht schnuppe sein darf!

Ihr jedenfalls, ihr lieben Leser hier alle, ihr seid uns keineswegs schnuppe und so möchten wir hier, nachdem gestern schon wieder Bergfest im Adventskalender war, euch allen für eure bisherige Treue hier und eure lieben Kommentare, Wünsche, Anteilnahme und euer dabei sein danke sagen!!!

Habts fein, wünschen euch allen das Team vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 4

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Am Barbaratage

Am Barbaratage holt‘ ich
drei Zweiglein vom Kirschenbaum,
die setzt‘ ich in eine Schale,
drei Wünsche sprach ich im Traum:

Der erste, dass einer mich werbe,
der zweite, dass er noch jung,
der dritte, dass er auch habe
des Geldes wohl genung.

Weihnachten vor der Mette
zwei Stöcklein nur blühten zur Frist: –
Ich weiss einen armen Gesellen,
den nähm‘ ich, wie er ist.

(Martin Greif)

Und wieder einmal ist Barbaratag!

Barbara (griech. „die Fremde“) gehört zu den 14 Nothelfern und ist die Schutzheilige der Bergleute, damit ist sie auch eine Heilige unserer Grafschaft, denn die ist ganz eng mit dem Bergbau verbunden durch die ehemalige Zeche Concordia, die meinen Stadtteil stark geprägt hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lirich

Zu den Bergleuten gehört natürlich auch ihr Lied, „Glückauf, der Steiger kommt“, das auch am Barbaratag gesungen wird, ich habe zwei so schöne Versionen davon gefunden, vor allem die erste gefällt mir so sehr, das Steigerlied „auf Schalke“ zum Abschied vom Bergbau, beim Spiel Schalke : Leverkusen im Dezember letztes Jahr:

Und eine Version mit dem Männergesangverein Concordia

Der Heiligen Barbara zu Ehren pflückt man an diesem Tag Zweige von Kirschbäumen, Forsythien oder ähnlichen blühenden Zweigen und stellt sie in eine Vase, gemäß der Bauernregel „Zweige schneiden zu St. Barbara, Blüten sind bis Weihnachten da“, dieser Brauch geht auf die Legende zurück, daß die heilige Barbara in ihrem Gefängnis einem verdorrten Zweig Wasser aus ihrer Trinkflasche gegeben hat und der Zweig wieder erblüht ist.

Ein schöner alter Brauch, den ich jetzt für dieses 4. Kalendertürchen zum Anlaß nehme, einfach mal schöne Blüten und Blumen zur Winterzeit zu zeigen.

Aus einem alten Einkochbuch, Kirschblüten

Weihnachtssterne, so schön in ihrer rot-grünen Farbe, passend zu den Farben der Weihnachtszeit

Blüten von „meinem“ Mandelbäumchen, das in diesem Jahr ja nicht geblüht hat, weil es wohl den trockenen Sommer nicht überlebt hatte, ich hoffe immer noch, er schlägt vielleicht im nächsten Jahr doch noch mal wieder aus.

Die Christrose mit ihren zarten weißen Blüten, die dem Winter trotzen

Hamamelis oder Zaubernuß

Scheinbeere

Und nochmal Kirschblüten!

Mit Glück werden die ins Haus geholten Zweige zu Weihnachten blühen, und so sind sie auch ein Symbol für das Glück im kommenden Jahr.

Und sie zeigen so deutlich und hoffnungsfroh, daß das Leben immer wieder neu entsteht, der Frühling auch nach dem härtesten Winter wiederkehrt und selbst die härteste, geschlossene Knospe von Wärme und Liebe aufgebrochen zum Blühen kommen wird!

Unsere Reporterin Mimi hat sich passend zum Eintrag zum Barbaratag mit all den schönen Blüten noch ein feines Kleidchen ausgesucht

Sie hofft, daß ihr Katzengras sich so verhält, wie der nach der Heiligen Barbara benannte Barbara-Weizen, der auch ein Symbol für die immer wiederkehrende Kraft der Natur ist und zu ihrem Gedenktag ausgesät wird in kleinen Schalen, wie halt Mimis Katzengras!

Und damit wünscht euch allen der Grafschafter Wochenanzeiger mit dem gesamten Redaktionsteam einen wunderschönen Barbaratag, vielleicht schneidet ihr euch auch Knospen-Zweige, ich werde es wohl mal wieder mit meiner Forsythie versuchen.

Habts fein, wünschen euch allen der Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 2

Mäuse im Schreibtisch

Nun ist die Plätzchenbäckerei
wohl überall im Gange
auch meine Frau war jüngst dabei,
in frohem Tatendrange.

Und die Dose, wohlverwahrt,
versteckt vor unserm Schlingel,
sind die Figuren aller Art;
die Herzen, Sterne, Kringel.

Geschützt vor jedem Zugriff rings,
vor jähem Überfalle,
steht das Gefäß im Schreibtisch – links,
und ist tabu für alle.

Jüngst kam Besuch, Frau Engelhardt;
man griff zur Plätzchendose –
und meine Frau war wie erstarrt;
die liebe Ahnungslose.

Sie blickte ins Gefäß hinein,
und dann zu mir und lachte:
„Im Schreibtisch müssen Mäuse sein,
viel mehr noch als ich dachte!“

Es war nur noch ein Kringelrest,
ich sah es mit Erschrecken!
Was müssen Plätzchen vor dem Fest,
auch so vorzüglich schmecken!!

(Autor unbekannt)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, hier bin ich wieder, eure rasende Reporterin, euer Co-Autor, eure Mimi! Zweites Türchen des Adventskalenders ist gleich mir, denn es ist Montag, und da bin ich nach wie vor für die lustigen Türchen des Adventskalenders hier zuständig.

Wir fanden ja schon mal alle das Gedicht so klasse, na, und wo von Mäusen die Rede ist, da muß ich ja eh dabei sein, das ist doch genau das richtige für uns Katzen und Kater, nicht wahr, Keks !

Und da unsere Chefredakteurin ja gestern im ersten Türchen schon mit den schönen Nostalgiebildern begonnen hat, setz ich die Tradition jetzt mal wieder fort, Nostalgie-Bilder von Katzen und Mäusen!

Das sind alle Mäuse, die außer meinen Wollmäusen zum jagen und tatzeln noch mit in unseren Redaktionsräumen wohnen!

Und Frau Chefredakteurin kann Mäuse am laufenden Band häkeln, hihihi, die werden dann verschenkt, aber davon hab ich auch welche!

Und jetzt kommen die feinen Nostalgie-Bilder

Ja, ihr lieben Leser, das war dann das zweite Türchen des diesjährigen Adventskalenders, ich hoffe, es hat euch wieder gefallen, wir wünschen euch allen einen schönen Montag und einen guten Start in die neue, erste Dezemberwoche,

eure Mimi und das Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger.

Habts fein!