Mai

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Komm, lieber Mai und mache
die Bäume wieder grün,
und laß uns an dem Bache
die kleinen Veilchen blühn!
Wie möchten wir so gerne
ein Blümchen wieder sehn.
Ach, lieber Mai, wie gerne
einmal spazieren gehn.

Zwar Wintertage haben
wohl auch der Freuden viel,
man kann im Schnee frisch traben
und treibt manch Abendspiel.
Baut Häuserchen von Karten,
spielt Blindekuh und Pfand.
Auch gibt`s wohl Schlittenfahrten
aufs liebe freie Land.

Doch wenn die Vöglein singen,
und wir dann froh und flink
auf grünem Rasen springen,
das ist ein ander Ding.
Jetzt muß mein Steckenpferdchen
dort in dem Winkel stehn.
Denn draußen in dem Gärtchen
kann man vor Schmutz nicht gehn.

Am meisten aber dauert
mich Lottchens Herzeleid,
das arme Mädchen lauert
recht auf die Blumenzeit.
Umsonst hol ich ihr Spielchen
zum Zeitvertreib herbei,
sie sitzt in ihrem Stühlchen
wie`s Hühnchen auf dem Ei.

Ach, wenns doch erst gelinder
und grüner draußen wär!
Komm, lieber Mai, wir Kinder,
wir bitten gar zu sehr!
Oh, komm und bring vor allem
uns viele Veilchen mit,
bring auch viel Nachtigallen
und schöne Kuckucks mit.

(Christian Adolph Overbeck, 1755-1821, vertont von W.A. Mozart 1791)

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Der Mai (lat. Maius/Majus) ist der fünfte Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender. Er hat 31 Tage.

Im vorjulianischen römischen Kalender war der Maius der dritte Monat, im julianischen Kalender der fünfte, jeweils mit 31 Tagen.

Im katholischen Kirchenjahr ist der Mai besonders der Verehrung der Gottesmutter Maria gewidmet (Maiandachten), weshalb er in diesem Umfeld auch als Marienmond bezeichnet wird.
Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond ein (eigentlich althochdeutsch „wunnimanot“ = Weidemonat), der darauf hinweist, daß man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide treiben konnte.

(Quelle: Wikipedia)

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Gärtner nennen diesen Monat auch den Blumen- oder Blütenmonat.
Überall wird der Frühling und die Sonne begrüßt, „Alles neu macht der Mai“ und es waren deshalb eine Reihe von Übergangs- und Anfangsbräuche üblich.

Maibutter nennt man die erste Frühlingsbutter, die reichlich mit feingewiegten grünen Kräutern verrührt wird.

Am 1. Mai gab es die Sitte des Maibuschen oder Maien, diese Sitte ist früher sehr ernst genommen worden, die jungen Burschen steckten den Mädchen einen Maibuschen an die Tür oder den Fensterladen, das war ein Zeichen von Zuneigung. Bekam ein Mädchen nur einen dürren Stecken oder das kahle Gerippe eines Weihnachtsbaumes oder einen Besen, so war das der Schandmaien.
Geärgert haben sich die Mädchen aber auch, wenn sie einen Kirschzweig bekamen, denn das galt als Symbol für Klatschsucht, während Weißdorn bedeutete, daß dieses Mädchen sich um jeden Preis einen Mann angeln will.

Der Maibaum fürs Dorf ist stattlicher, meist eine hohe Fichte, deren Stamm abgeschält wird, so daß nur oben eine kleine Krone bleibt. Diese Krone wurde reich geschmückt, mit einem Kranz, mit Bändern und bunten Eiern.
Der Maireigen, der unter dem Maibaum getanzt wurde, war entweder ein Rundtanz oder ein Kettentanz.(Anm. d. Redaktion: Vielleicht kennt ihr das noch aus der Schulzeit: „Wir wollen den Zaun binden, so binden wir den Zaun! Unsere….hübsch und fein, soll in den Zaun gebunden sein.“)

Es gibt unzählige Bräuche zur Feier des 1. Mai!

Die täglichen Maiandachten beginnen in katholischen Gegenden am 1. Mai, die Kommunionkinder des entsprechenden Jahres nehmen daran noch einmal in ihrem Feststaat teil.

Der zweite Sonntag im Mai ist Muttertag! In Deutschland ist es üblich, der Mutter an diesem Tag alle Wünsche zu erfüllen, ihr das Frühstück ans Bett zu bringen, ihr ein Gedicht zu machen, ein Bild zu malen oder einen Kuchen zu backen. Die Nelke ist das Symbol des Tages.

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Im Mai werden die ersten Matjesheringe angelandet, und in Norddeutschland ist es üblich, den Tag mit einem Matjesessen zu feiern.

Pfingsten liegt meist im Monat Mai, die Bezeichnung stammt vom Wort pentecostes, das die Römer von den Griechen übernommen hatten und „der fünfzigste Tag“ bedeutet, nämlich der fünzigste Tag nach Ostern.

Auch das Fronleichnamsfest liegt meist im Mai, es wird am Donnerstag nach Trinitatis (das ist der 1. Sonntag nach Pfingsten) gefeiert.
Es ist das Erinnerungsfest für die Einsetzung des allerheiligsten Altarsakramentes.

Der 4. Mai ist der Tag des heiligen Florian, Schutzpatron gegen Wasser- und Feuergefahr.

Der 12. bis 15. Mai ist den Heiligen Pankratius, Servatius, Bonifatius und der Kalten Sophie geweiht, die auch unter dem Namen Eisheilige bekannt sind. Vor den Eisheiligen wird im Garten nicht gesät und gepflanzt, in vielen Gegenden wird das Vieh erst nach den Eisheiligen auf die Sommerweide gebracht.

Der 16. Mai ist der Tag des heiligen Johannes Nepomuk, der bekannteste Brückenheilige, er ist der Patron von Böhmen, sein Grab im Prager Dom ist Wallfahrtsort, er ist der Schutzheilige der Brücken und wird als Helfer in Wassernot angerufen.

Der 25. Mai ist der Tag des heiligen Urban, er ist der Heilige des Weinbaus.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Das Wetter nach dem Hundertjährigen Kalender:

1. – 9. Mai herrlich schönes Wetter
10. – 13. Mai es regnet
14. – 15. Mai wieder schöne Tage
16. Mai Regen
17. – 22. Mai kalt
23. Mai es hagelt mehrfach und sehr kalt
24. Mai nochmal Reif und Frost
25. – 27. Mai es regnet stark
28. – 29. Mai kalt
30. – 31. Mai wieder schön warm

Tja, also, ich hab mal gerechnet, damit ist die Hälfte vom Mai eigentlich schön, das sind doch ganz tolle Aussichten, oder?:yes:

So wie ich den November nicht mag, so sehr liebe ich den Mai!:yes:
Ist es doch der Monat, in dem der Frühling endgültig seinen Einzug gehalten hat, in denen die Natur wieder grün ist und die Blumen wieder blühen!

Vor allem die Maiglöckchen:yes:

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die Lieblingsblumen meiner Mutter! Und meine auch! Als Kind hatte ich einen kleinen Maialtar, mit einer kleinen Marienstatue, und davor standen den ganzen Monat über Maiglöckchen!

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Die Aktivitäten verlagern sich im Monat Mai mehr und mehr nach draußen, bei schönem Wetter kann man evtl. das erste Picknick draußen in der freien Natur machen!

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Dazu paßt dann die erste Maibowle,:yes: für die man frischen Waldmeister braucht! Man bekommt ihn auch heute noch auf dem Markt, oder man kennt ein feines Plätzchen im Wald, an dem man ihn pflücken kann!:yes: Er darf noch nicht blühen,:no: man wäscht ihn und bündelt ihn zu einem Sträußchen, daß man in ein Bowlengefäß hängt und mit einem guten Weißwein übergießt, die Stengel sollten nicht eingetaucht werden!:no: Das läßt man mehrere Stunden ziehen, nimmt den Waldmeister heraus und gießt mit einer Flasche Sekt auf! Läcka!:)) Falls man keinen Waldmeister auftreiben kann, tut es auch ein guter Waldmeistersirup, aber mit dem frischen ist es doch leckerer!:yes:

Auch die Kinder freuen sich, daß sie nun wieder draußen spielen können, oder Blumen pflücken, vielleicht für die Mama zum Muttertag!:yes: Meine Mama bekam, als ich noch klein war, immer einen ganz großen Strauß der von mir so geliebten Butterblumen zum Muttertag, mein Papa ist immer mit mir losgezogen, pflücken!;D

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Die Fülle an Blumen im Mai ist wirklich eine reine Freude, ich liebe zum Beispiel auch den Flieder so sehr, und seinen herrlichen Duft!:yes: Wenn man ihn pflückt und in die Vase stellt, sind im Laub mitunter kleine Raupen, ich hab vor Jahren mal eine darin entdeckt, und sie mit frischem Laub vom Fliederbaum in ein kleines Behältnis mit Luftlöchern getan, sie hat sich eifrig durch das Laub gefressen, das ich ihr immer wieder frisch besorgt habe, und eines Tages hat sie sich verpuppt, und nach wieder einigen Tagen flatterte in dem Behältnis ein wunderschöner Nachtfalter! Den ich dann natürlich wieder freigelassen habe!:yes:

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Mit diesem wunderschönen Blumenstrauß entlasse ich euch jetzt in den Wonnemonat, ich wünsche euch einen wunderschönen Mai!
Auch in diesem Monat werden einige Feste und Ereignisse noch einen eigenen Eintrag bekommen, aber hier kommt jetzt einer in ganz eigener Sache:;D

Vor einem Jahr, fast genau um diese Uhrzeit
(1.5. 2012, 2.41 Uhr) ist dieses Blögchen entstanden!:yes:
Die schlaflose Nacht:yawn: vor meinem Besuch im Wuppertaler Zoo bei Eisbär-Baby Anori, Mama Vilma und Papa Lars, hat ihn ins Leben gerufen!
Und er begann mit einem Gedicht, und das ist bis heute mein „Markenzeichen“!:>> Seitdem bereichert er mein Leben, aber das wäre alles nichts ohne euch,:no: meine treuen Leser,:yes: die das alles hier mit ihren lieben Kommentaren, Anteilnahme und Unterstützung begleiten, und deshalb zum einjährigen ein gaaaaanz herzliches

D a n k e s c h ö n

an euch für eure Treue! Ihr seid der Motor dieses Blögchens!:yes:

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Habt einen feinen 1.-Mai-Feiertag!

:wave: