Grafschafter Wochenanzeiger – Im Märzen der Bauer…….

Auch die Pause gehört zur Musik.

(Stefan Zweig, 1881 – 1942, österreichischer Germanist, Essayist, Novellist, Lyriker und Erzähler)

Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben.

(Indianische Weisheit)

…….die Rößlein einspannt!

Und genau das machen wir hier im Grafschafter Wochenanzeiger nun auch, der März ist da und wir spannen die Rößlein ein, soll heißen: Die „reale“ Welt braucht mal wieder mehr Aufmerksamkeit, in den grauen und trüben Tages des vergangenen Februar sind hier viele Ideen entstanden, die sich beziehen auf Möbel umräumen, kleinere Renovierungsarbeiten mit einem vorherigen Besuch beim Möbelhaus mit dem Elch im Gewande, Frühjahrsputz in den Redaktionsräumen und auf Balkonien, daß sich doch noch recht kahl präsentiert, lediglich unsere Forsythie läßt ein wenig kommenden Frühling ahnen

die ersten Blüten sind da!

Die Birke setzt Knospen an

Oregano und unsere Glockenblümchen haben den „Winter“ überstanden

Euer aller Co-Autor und unsere rasende Reporterin Mimi hofft dann mal, daß im Märzen Balkonien auch mal wieder begehbar ist, derweil sie bisher nur von drinnen gucken konnte

welche Ödnis sich draußen fast jeden Tag ausbreitete:

Immer Wasserpfützen auf dem feinen Balkonientischchen, auf dem sie sonst so gerne Ausschau nach allem hält, was sich hier in unserer Grafschaft so tut.

Daher sagen wir nun mal „tschüß“ und legen eine Pause ein, die hoffentlich nicht wieder unnötig mit einer Erkältung verlängert wird wie weiland im letzten Jahr bei der angedachten Pause. Wir werden wieder weiter treulich bei euch allen lesen und sicher auch ab und an mal unseren Senf dazu geben, lach, bleibt oder werdet alle gesund, laßt euch nicht kirre machen vom allgegenwärtigen Virus, das so heißt wie ein spanisches Bier, und bleibt uns gewogen:

Habt eine schöne Zeit, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit den Freelancern Otto und Lucia.

Schwarz-weißer Sonntag – weitere Aussichten: Wolkig bis heiter!

Frühling

Nun ist er endlich kommen doch
in grünem Knospenschuh;
„er kam, er kam ja immer noch“,
die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
nun treiben sie Schuß auf Schuß;
im Garten der alte Apfelbaum,
er sträubt sich, aber er muß.

Wohl zögert auch das alte Herz
und atmet noch nicht frei,
es bangt und sorgt: „Es ist erst März,
und März ist noch nicht Mai.“

O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du.

(Theodor Fontane)

Tja, ihr Lieben alle, wenn das mit dem Wetter in diesem Jahr so weiter geht wie bisher, werden wir hier wohl alle derzeitigen Rekorde in puncto Wettereinträge in diesem Blögchen hier toppen!

Ja, der Regen tut immer noch not, und ja, es ist erst März, trotz fast schon Sommertemperaturen bereits im Februar war klar, daß es so noch nicht bleiben würde, aber allmählich hat wohl auch der geduldigste so langsam die Faxen dicke, nur Regen, nur Sturm, nur grau, nur öde, nur naß, ach, nee, so stellt man sich nun doch den März nicht vor! Präsentationen vom März anno domini 2019 in unserer Grafschaft:

Das war am von der Uhrzeit her hellerlichtem Tag!

Als ich die Bilder hochgeladen hatte, saß ich grübelnd vor meinem Monitor und überlegte, was man denn nun mit den Bildern für einen Eintrag erstellen könnte, mir wollte so gar nix zu der Tristesse einfallen, da fiel mein Blick auf meine plüschigen Helferlein, die hier in meinem kleinen Büro rings um den PC meine Arbeiten begleiten und überwachen, und da grinste mich als erstes mal er hier an, so nach dem Motto „kalt isses, naß, usselig, kein Menschenwetter? Tja, statt Regen Schnee wäre ganz meins, aber geht auch so, mein Wetter, was meinste, Fotoshooting?“

Flugs den roten Schal umgebunden und raus in die Gräuslichkeit, Troll trotzt Wind und Wetter! Das rief aber nun rasch noch jemanden auf den Plan, seines Zeichens doch beschäftigt mit dem Vollzeitjob als Motivationsbär, unser Charly, geht doch wohl nicht an, daß Troll den Job alleine macht, „warte, Kumpel, kriegst Unterstützung!“ Schließlich sitzen die beiden Bärenfreunde ja auch gemeinsam hier am PC, lach!

Charly, der seinen Job ja immer sehr ernst nimmt, wies mich dann gleich mal motivierend auf das hin, was mich dann zum obigen Gedicht animierte: Der Frühling kommt!

Tulpenspitzen und Kapuzinerkresse, noch nicht sehr viel Grün, aber immerhin! Charly war richtig glücklich!

Beide Bärchen sind dann stolz und zufrieden wieder an die kuschelig-heimelige Stelle am PC zurückgekehrt, es war doch noch zu usselig draußen.

Ist euch was aufgefallen bei den Bildern? Die greifen das Thema vom heutigen Eintrag auf, schwarz-weiß, dann langsam bissel Farbe dabei, weiß, beige, grün und rot, ja, und nun wartet ihr auf die Aussichten „- bis heiter“, nicht wahr?

Kommt sofort, wenn die Natur da draußen zumindest hier noch nicht so richtig mitspielt, das Archiv tut es alle mal, da gucken wir doch nun mal, was wir euch da alles schönes bieten können aus all den Märzentagen hier im Blögchen, also: Weitere Aussichten: Wolkig bis heiter!

Euer aller Co-Autor, meine Mimi, meldet sich hier natürlich auch schnell nochmal zu Wort:

Hi, Folks, tja, wie Frauchen ja schon zur Genüge ausgeführt hat, das Wetter, seufz, breiten wir einfach den Mantel des Schweigens darüber, ich mach es mir eh immer und überall gemütlich, aber so langsam hätte ich doch nun auch gerne mein geliebtes Balkonien wieder, und wo Frauchen jetzt schon so schöne Archivbilder von all den Märzen hier hatte, will ich auch, ich zeig euch jetzt mal meine Märzenbilder:

So, du Frühling, nun komm mal langsam richtig in die Hufe!

Das war er nun, unser nächster Frühlingsbeschwörungseintrag, lach, wir wünschen euch allen einen wunderfeinen Sonntag, und ob Frühlings- oder Nichtfrühlingswetter, macht es euch alle schön und gemütlich, die Sonne haben wir sowieso alle im Herzen, getreu dem Motto „Hab Sonne im Herzen, ob’s stürmt oder schneit. Ob der Himmel voll Wolken, die Erde voll Streit! Hab Sonne im Herzen, dann komme, was mag, das leuchtet voll Licht dir den dunkelsten Tag!“ (Cäsar Flaischlen)

Habts fein, wünschen euch euer Co-Autor Mimi und Frauchen Monika.

Brief an einen Zauberbären zum Himmelsgeburtstag

Auch das ist eine Kunst, ist Gottes Gabe
aus ein paar hellen Tagen
sich soviel Licht ins Herz zu tragen,
dass, wenn der Sommer längst verweht,
das Leuchten immer noch besteht.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Lieber Knut,

der Kalender diesen Jahres zeigt uns alle Tage an  und somit auch wieder den Tag deines heutigen Himmelsgeburtstags, den Tag, an dem dein Lebenschiffchen seinen sicheren Hafen verließ und ins ungewisse fuhr, um am anderen Ufer sicher anzulegen, freudig erwartet von deinem Daddy und vielen Lieben, die dir vorausgefahren waren.

Das ist heute 7 Jahre her, daß du uns traurig am diesseitigen Ufer zurück ließest, wir konnten dir nur unsere Tränen mit auf die Reise geben.

Heute können wir doch auch wieder unter Tränen lächeln und uns auch wieder mit viel Freude und sogar Lachen an die wunderbare Zeit mit dir zurückerinnern, und dafür möchte ich dir, liebes Zauberbärchen, mal wieder danke sagen! Nach deinem Tod hab ich auf der Suche nach Trost und Verständnis für meine Trauer Christinas Seite gefunden, einige Monate später hab ich mich dann getraut, meinen ersten Kommentar dort zu schreiben, und was ist seitdem mit meinem Leben passiert. Ich machte etwas mehr als ein Jahr später meinen eigenen Blog auf anläßlich eines kleinen Eisbären-Babys in Wuppertal, „meiner“ Anori, und seitdem begleiten mich viele Freunde auf meinem Weg, die ich alle durch dich, lieber Knut, kennenlernen durfte! Das hat mein Leben bereichert und glücklich gemacht, und das verdanke ich dir und deinem Daddy, unserem geliebten Dream-Team! Du heißt ja nicht umsonst unser „Zauberbär“!

Heute abend werde ich ein Kerzchen für dich entzünden und an dich und alle Lieben dort „drüben“ denken, es gibt so ein schönes Lied „Alle Tage ist kein Sonntag“ von Willy Schneider, da heißt es in einer Zeile “ Und wenn ich einst tot bin sollst du denken an mich. Auch am Abend, eh du einschläfst, aber weinen sollst du nicht.“

Und dann denke ich an dich und daran, wie so sehr du Croissants liebtest und Weinträubchen, die hab ich leider nicht finden können für ein Bild mit dir, aber vielleicht hättest du diese Früchte auch gemocht:

Blaubeeren, das Kraut wäre jedenfalls was für dich, unseren kleinen Gärtner, gewesen!

Und was du auch so sehr liebtest, das war der Winter mit Eis und Schnee, dein Element, in dem du dich so wohl gefühlt hast! Da haben wir übrigens was gemeinsam, du und ich!

Und nun bleibt mir nur noch, lieber Knut, dir einen schönen Himmelsgeburtstag zu wünschen, feiere ihn schön mit allen Lieben drüben, wir denken alle innig an dich heute! Und vermissen dich trotzdem so sehr, aber in unseren Herzen haben wir dich ja ganz fest bei uns!

 lieber Knut, und sende dir ganz liebe Grüße nach drüben, bitte, grüß alle Lieben dort bei dir von mir und paß auf uns alle hier und vor allem auch wieder auf alle neugeborenen Eisbärkinder auf, hab einen schönen Tag, ganz liebe Grüße

Monika.

Und euch allen wünsche ich einen schönen Tag mit schönen Erinnerungen an alle, die ihr liebt und die ihr nicht mehr bei euch habt.