Grafschafter Wochenanzeiger – Hitzefrei!!! Mit Märchenstunde!

Dunst ist die Welle,
Staub ist die Quelle!
Stumm sind die Wälder,
Feuermann tanzt über die Felder!

Nimm dich in Acht!
Eh du erwacht,
holt dich die Mutter
heim in die Nacht!

(Theodor Storm)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Es ist zu heiß!!! Und zu schwül! Trotz gelegentlichen kleinen Gewittern und selbst mit ab und an nächtlichem Regen am Stück kühlt es einfach nicht runter.

Da hab ich, die Frau Chefredakteurin, meinen Redaktionsmitgliedern kurzerhand hitzefrei gegeben bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung, und wir sind übereingekommen, wir schöpfen mal wieder aus unserem reichhaltigen Archiv, über das jede gute Zeitung verfügt.

Vielleicht sind dem einen oder anderen Leser schon die Gedichtzeilen bekannt vorgekommen, denn das haben wir natürlich auch aus dem Archiv, im August 2018, der ebenso heiß war, haben wir einen Eintrag gemacht, der mit diesem Gedicht begann, und den verlinken wir euch nun hier mal wieder

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2018/08/03/in-geheimer-mission/

und wünschen euch viel Spaß beim nochmal lesen und gucken, hoffentlich!

In dem Archiveintrag haben wir, meine Mimi in heaven und ich, uns dazumalen auf die Suche nach der Regentrude gemacht, aus der das obige Gedicht stammt, aus der gleichnamigen Novelle von Theodor Storm. Alle Informationen dazu sind ebenfalls im o.g. Archiveintrag vorhanden, das müssen wir dann hier nicht auch noch einmal wiederholen.

Aber so ganz ohne was neues wollten wir euch denn doch nicht ins Wochenende schicken, da hat die Frau Chefredakteurin sich nochmal auf die Suche nach der Regentrude im Netz gemacht, und ist bei sowas feinem fündig geworden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Das_M%C3%A4rchen_von_der_Regentrude

Denn die Novelle von Theodor Storm ist neu verfilmt worden, im Jahre 2018, und wir präsentieren euch hier nun den Film aus der Mediathek

https://www.ardmediathek.de/daserste/video/maerchenfilm-im-ersten/das-maerchen-von-der-regentrude/das-erste/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvbWFlcmNoZW5maWxtLzIwMTgtMTItMjVUMTQ6NTA6MDBfNTNhOGRmYzgtZWY5My00ZjBiLTg1NWUtZmU0NDVjMThkYjVlL2Rhcy1tYWVyY2hlbi12b24tZGVyLXJlZ2VudHJ1ZGU/

Wir können ihn alle nur wärmstens empfehlen, wir waren alle begeistert beim ansehen! Er hält sich auch sehr an die Vorlage von Storms Novelle, und das finde ich persönlich immer sehr gut! Macht euch aber einfach alle selbst ein Bild!

Apropos Bild: Bilder haben wir auch noch für euch, beim dem hitzigen Wetter boten sich mal wieder die Sonnenblumen in Mimis Brotkasten an:

und wir sind alle ganz glücklich darüber!

Nun hoffen wir, daß sich die Regentrude hier mal wieder wecken läßt und den Brunnen aufschließt

ich würde dieses Requisit derzeit zu gerne tragen ich glaub, ich würde sogar ohne Schirm da durch laufen, wenn er denn käme! Der Regen! Und die Abkühlung!

Damit wünschen wir euch allen ein wunderschönes Wochenende, trotz der Hitze, kommt irgendwie alle gut da durch, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern Otto und Luzia

Habts fein!

Leseratte, Bücherwurm & Co.

Verstaatlichung

Beschaut man sich die Schreibenden,
mit Lyrik handeltreibenden,
die Frauen, die Romane legenden,
die Männer, die Epos hegenden,
die Mädchen, die Sprache verhunzenden,
die Knaben, die lüstern grunzenden,
sich selber vergötternden,
und andre zerschmetternden,
die Menge, die pappelnde,
Parnaß umzappelnde:
Dann schreit sogar der Freigesinnte
nach der Verstaatlichung der Dinte.

(Otto von Leixner)

Die achte Todsünde

Ein Dichter darf mit seinen Sachen
uns wütend, darf uns rasend machen,
wir steckens schließlich ruhig ein,
wer wird denn immer »Kreuzigt!« schrein?
Nur eins wird man ihm nie verknusen,

und gäbs statt neun selbst neunzig Musen:
Wenn er in Reimen wäßrig tränt,
indes sein armer Leser gähnt.
Drum wer uns langweilt oder ledert,
verdient, daß man ihn teert und federt!

 

(Arno Holz)

Ja, nun wird es wohl mal langsam Zeit, daß ich euch endlich das Ergebnis meiner zurückliegenden Häkelabende hier zeige, die nette Leseratte  habt ihr schon kennen gelernt, unschwer am Titel zu erraten, daß sie Gesellschaft bekommen hat:

Hallo, hier kommen also Leseratte, Bücherwurm & Co.!

 Na, sind wir nicht eine klasse Vierer-Gang an Lesezeichen? Von links nach rechts: Die Leseratte, der Bücherwurm, der belesene Esel und der Findefuchs!

Hihihi, auch unten fein!

In voller Schönheit:

 Die Brille vom Bücherwurm ist übrigens eine Büroklammer!

Ich hab schon wieder eines in Arbeit, und ich habe noch Pläne für einige mehr, schließlich fehlen hier noch einige Lieblingstiere, es wird sich ganz sicher auch noch ein Eisbär dazu gesellen, lol! Ihr dürft also gespannt sein!

Das alles hab ich jetzt mal so zum Anlaß genommen, mal wieder ein bissel über das Lesen zu plaudern, neben handarbeiten und bloggen eine meiner Lieblingsbeschäftigungen! Denn ich bin eine Leseratte und ein Bücherwurm in einer Person, hihihi, von Kindesbeinen an!

Vererbt von meiner Mama, die auch so gerne gelesen hat. Bücher waren und sind mitunter teuer, zu meiner Kinderzeit war die Stadtbibliothek nur mit der Straßenbahn erreichbar, auch da war nicht immer so das Geld für vorhanden, aber glücklicherweise gab es im Stadtteil, in dem ich aufgewachsen bin, einen Zeitungs- und Tabakwarenladen, der auch eine kleine, hauseigene Bibliothek betrieb und dort hat meine Mama immer ihren Lesehunger gestillt. Für mich gab es natürlich zuhause die Märchen- und Geschichtenbücher für Kinder, und ich erinnere mich mit soviel Freude an all die schönen Nachmittage und Abende, in denen meine Mama mir vorgelesen hat, als ich noch nicht selber lesen konnte! Eingekuschelt in zwei zusammengeschobene Sessel, dessen eines noch vorhandene Kissen jetzt Mimi als Kuschelplatz im Wohnzimmer dient.

 Der ganze Sessel mit mir und Püppchen Christel und das Kissen, das noch vorhanden ist:

Im Winter war das immer ganz besonders gemütlich, wenn der Küchenherd wohlige Wärme abgab und durch die Schlitze in den Herdplatten das Feuer Lichtspiele an Decke und Wände zauberte, von mir, aus welchem Grund auch immer, lautmalerisch als „Flumm-flumm“ bezeichnet!

Und so war beim Schuleintritt für mich natürlich das höchste, das ich nun endlich lesen lernen durfte!

Mein erstes, eigenes Buch, als ich es konnte, ein Geschenk meiner Patentante:

Mit Widmung! Ja, früher wurden auch noch Namenstage gefeiert, ich hatte dazumalen immer am 4. Mai!

Das Buch handelt von einen kleinen Mädchen, daß auf einem Bauernhof aufwuchs, und all ihren Abenteuern mit ihrer Familie und den vielen Bauernhoftieren!

Neulich schon einmal erwähnt, Pixi-Bücher, die hab ich so geliebt, leider habe ich da keines mehr von gefunden, da muß ich in den tiefsten Tiefen des ehemaligen Kinderzimmers hier noch einmal „graben“, ich weiß aber, daß ich auch viele davon verschenkt habe!

In der Nachbarschaft, in der ich als Kind aufwuchs, sprach sich das auch schnell rum, wie gerne ich gelesen habe, und eine Nachbarin hat mir dann mal Bücher geschenkt, die noch aus ihrer Kinderzeit stammten, die waren noch in Sütterlin geschrieben, zum Glück haben wir das noch in der Schule „gestreift“ und da meine Mama es noch richtig gelernt hat, auch das schreiben, konnte und kann ich das lesen! Und da war dann auch mein jahrelanges Lieblingsbuch dabei, dieses hier:

Das Bild auf dem Umschlag ist leider nicht mehr da, und wie man sieht, ist es sehr abgelesen, ich hab es heiß geliebt!

Es war auch an einigen Seiten illustriert, und ich zeig euch mal einen kleinen Textauszug wegen der Schrift:

Heute wäre ja schon allein der Titel des Buches nicht „political correct“, aber im Gegensatz zur vielfach doch nur auf dem Papier vorhandenen Correctness von heute handelte dieses Buch von der Nächstenliebe, der Gleichberechtigung und der Achtung voreinander unabhängig von Stand und Hautfarbe. Und daß eben Liebe zu- und untereinander das einzige ist, das alle Menschen eint.

Und wo wir nun auch bei Schriften sind, ich erwähnte neulich mal, daß ich ein Buch in Schreibschrift besitze, ich hab meines leider nicht wiedergefunden, aber eines, daß es zu Björns Kinderzeiten gab:

Das war was ganz feines für Lese-Anfänger!

Zurück zu meinen Kinderbüchern: Ebenfalls heiß geliebt und oft gelesen, sicherlich euch allen bekannt und wahrscheinlich ebenso beliebt:

Ihr ahnt es? Jaaaa, genau

„Heidi“ von Johanna Spyri, beide Bände! Zu meinen Leseanfangszeiten hab ich mir das immer in der Pfarrbücherei ausgeliehen, später hatte ich dann ein eigenes Exemplar. Und war ganz glücklich, daß mir meine Patentante dann noch zwei so schöne Bücher von Johanna Spyri geschenkt hat: „Gritlis Kinder“, auch beide Bände „Wo Gritlis Kinder hingekommen sind“ und „Gritlis Kinder kommen weiter“. Vielleicht kennt ihr die Bücher ja auch?! Und noch ein Buch von Johanna Spyri hab ich immer wieder so gerne gelesen:

„Schloß Wildenstein“, eine Familiensaga, aus der Sicht von Kindern dieser Familie. Mein eigenes Exemplar ist mir mal irgendwie abhanden gekommen, da hab ich dann mal die Freude gehabt, es auf einem Trödelmarkt wiederzufinden, mit dieser berührenden Inschrift:

Schön, nicht? Ich liebe sowas!

Dann hat mir meine Mama mal ein Buch geschenkt, da war der Titel der Anlaß zum Kauf, hihihi, paßt mal auf:

Jaaa, hihihi, eine Namensvetterin von mir war Protagonisten dieses Buches, sie wohnte mit ihren Eltern in Salzburg, ein Onkel war Portier in einem großen, bekannten Hotel in Salzburg. Über diesen Onkel lernt Monika die kleine Amerikanerin Peggy kennen, ein ganz verwöhntes Gör, dessen Vater ein stinkreicher Industrieller ist, der aber wegen seines Berufes wenig Zeit für sein Töchterchen hat, die Mutter ist kränklich, so entwickelt sich Peggy zu einem kleinen Tyrann und zum Schrecken seiner Umwelt, bis sie halt Monika kennenlernt. Die Mädel befreunden sich im Laufe der Zeit, letztlich bleibt Peggy bei ihrer Freundin und deren Eltern in Salzburg, weil Peggys Vater sich verstärkt um die kränkelnde Mutter und seinen Beruf kümmern muß und seine Tochter für ein Jahr in der Familie von und bei Monika bleibt. Mit diesem Buch habe ich zeitlebens Sehnsucht nach Salzburg gehabt, weil es dort so schön beschrieben wurde, mittlerweile war ich auch schon da und war begeistert! Und ich hab die ersten englischen Vokabeln mit diesem Buch gelernt, das hat auch Spaß gemacht.

Ein Buch, daß mir auch ganz viel Freude gemacht hat, ist dieses hier:

Das war so lustig, da passierten immer die tollsten Dinge, und wie man auf dem Umschlag schon sieht, waren viele Tiere involviert, das war was für mich! Mimi fand natürlich dieses Buch am allerschönsten, ihr ahnt sicher schon warum, oder?

Ja, klar, dieserhalb und desderwegen

es spielte eine schwarze Katze mit, hihihi! Euer Co-Autor war restlos begeistert.

Ein Kinderbuch, das eine ganze Serie beinhaltete, die Protagonistin dieses Buches fand ich auch immer so klasse, so ein bissel eine freche, kleine Göre, die nur Streiche im Kopf hat, aber immer liebenswert und nie aus böser Absicht, auch das war was für mich, ich war ja selber nicht unbedingt ein artiges, kleines Mädchen, lol! Wenn ihr meine Mama noch befragen könntet, würde sie jetzt nur vielsagend schweigen, lächeln und nicken, hihihi!

Könnt ich euch noch an solche Schutzumschläge für Bücher erinnern wie dieses hier um mein Putzi-Buch?

War so ein bissel wie Noppenfolie!

Ja, und dann hab ich noch was hübsches wiedergefunden, ein kleines Büchlein, auch von meiner Patentante, ich bin ja ein katholisches Kind:

Ein Kinderbüchlein für die Heilige Messe, die in meiner Kinderzeit ja noch in Latein gehalten wurde und wo der Priester noch mit dem Rücken zur Gemeinde am Altar stand, da war das schon schön, wenn man anhand dieses Büchleins wußte, was überhaupt da vorne geschah! Die Bilder könnt ihr anklicken zum größer schauen!

Na, und wo ich nun schon einmal über meinen Kinderbüchern war, hab ich natürlich auch noch welche aus Björns Kindertagen gefunden, zum Beispiel das hier, das haben wir jahrelang gesammelt

da waren sooooo schöne Sachen drin, guckt mal:

Ein Spiel

und was zum malen oder kleben

schöne Gedichte und Geschichten, zum Beispiel wie hier von Wilhelm Busch

Tiere waren vertreten

und klasse Party-Tips, hihihihi!

Da gibt es ganz viele Bände von, von dieser Buchreihe.

Und das hier gab es auch noch in Björns Schatzkiste, den kennt ihr bestimmt auch alle, das Feuerzeug liegt wegen des Größenvergleichs daneben:

Auch in Schreibschrift, stell ich gerade fest!

Ich finde Büchersammlungen auch so hübsch in so passenden Schubern, guckt mal, was ich da noch für ein feines Schätzken habe, auch aus Björns Kinderzeit, und größenmäßig nicht viel größer als das Büchlein von Babar:

Und auch sehr abgeliebt/abgelesen!

Die Zeichnungen sind von Ludwig Richter!

So langsam nähere ich mich nun dem Ende meines Eintrags, aber ein Schmankerl hab ich noch bis zum Schluß aufgehoben, da werden hier dann alle Eisbärenfans leuchtende Augen bekommen, hihihihi!

Dazu gehörte dazumalen, als ich Björn das Büchlein kaufte, dieser hübsche Kerl:

Lars, der kleine Eisbär!

Jetzt hoffe ich sehr, der kleine Exkurs in meine kindliche Welt der Literatur hat euch gefallen, ich hab mir mal vorgenommen, das Literaturthema anhand meiner Bücher so ein bissel lose weiter zu führen, mal gucken, was draus wird!

Euer aller Co-Autor, meine Mimi  und ich wünschen euch nun einen ganz wunderschönen Sonntag, falls das Wetter allwieder mal nicht mitspielen sollte, wie wäre es mit lesen???

Habts fein! 

Türchen 12

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MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

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Furchtbar schlimm

Vater, Vater, der Weihnachtsmann!
Eben hat er ganz laut geblasen,
viel lauter als der Postwagenmann.
Er ist gleich wieder weitergegangen,
und hat zwei furchtbar lange Nasen,
die waren ganz mit Eis behangen.
Und die eine war wie ein Schornstein,
die andre ganz klein wie’n Fliegenbein,
darauf ritten lauter, lauter Engelein,
die hielten eine großmächtige Leine,
und seine Stiefel waren wie Deine.
Und an der Leine, da ging ein Herr,
ja wirklich, Vater, wie’n alter Bär,
und die Engelein machten hottehott;
ich glaube, das war der liebe Gott.
Denn er brummte furchtbar mit dem Mund,
ganz furchtbar schlimm, ja wirklich; und –
„Aber Detta, du schwindelst ja,
das sind ja wieder lauter Lügen!“
Na, was schad’t denn das, Papa?
Das macht mir doch soviel Vergnügen.
„So? – Na ja.“

(Richard Dehmel)

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mimi-weihnachten-iv Hi, Folks,

es ist wieder Montag, mein Adventskalendertürchentag, damit ich euch den ollen Montag versüßen kann! Und dieses Mal kann ich auch, freu, freu!

Und ich freu mich wieder wie Frauchen sonst, irgendwie habt ihr wieder Fragezeichen in den Augen, ja?! Bücher, Kamin, lustiges Gedicht??? Jaaa, Folks, dieses Türchen 12 wird eine Märchenstunde!

Und alle Märchen beginnen mit „es war einmal“, also…..

Es war einmal ein kleines Mädchen, das hieß Monika, und als es 5 Jahre alt geworden war, bekam es eine feine Puppe geschenkt, der sie den Namen „Christel“ gab!

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Das ist aber nun nur ein …Frauchen, wie hieß das schlaue Wort für eine Geschichte anfangen? Aaah, ja, also, das ist nur ein Prolog! Wichtig ist nämlich eigentlich das, worauf das kleine Mädchen sitzt: Ein Sessel, werdet ihr sagen, rüüüüchtüüüg, sag ich, aber ein besonderer! Das ist nämlich der Sessel, dessen Kissen ich mir vom sommerlichen Balkonien in die Winterstube gerettet habe und auf dem es so herrlich gemütlich ist und den man beim kratzen nicht kaputt kriegt, achtet mal auf das Muster:

Voilà!

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Und….

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in Farbe, hihihi! Das Ding ist jetzt 66 Jahre alt, toll, oder?!

Das ist aber immer noch nicht die Märchenstunde, das ist immer noch der Prolog, aber mit diesem Sessel fing das alles an!

Denn bei BrigitteE war vor längerer Zeit in ihrem Blog mal die Rede von Pumuckl, dem kleinen Kobold, der mit seinem Meister Eder zusammenwohnt, kennt ihr sicher alle? Falls nicht….:

https://de.wikipedia.org/wiki/Meister_Eder_und_sein_Pumuckl

Und mein Frauchen schrieb in einem Kommentar an BrigitteE, daß sie den Pumuckl mal als Handpuppe für Björn gestrickt habe, das müsse sie mal zeigen!

Und da ist er!

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Er hat mich auch an meinem Kratzbaum besucht, der kleine lustige Kerl

ich find ihn niedlich!

Man kann sogar ein Ohr von ihm sehen:

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Hihihi!

Und nun beginnt die Märchenstunde,maerchenstunde-031 Frauchen hat mir nämlich beim fotografieren erzählt, daß sie den Pumuckl schon als Kind gekannt hat, und weil es eh fast Abend war, hab ich es mir ganz gemütlich auf dem schönen alten Kissen gemacht

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Frauchen hat das große Licht ausgemacht und den Adventskranz an,maerchenstunde-033 hat das Buch aufgeschlagen maerchenstunde-030 sich gemütlich zu mir auf den Boden gesetzt

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und die Märchenstunde begann!

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(Mich kann man auf dem Kissen nur an meinem kleinen, weißen Fleck erkennen, hihihi, es war halt so romantisch schummrig und Frauchen blitzt ja nicht mit mir beim fotografieren!)

Also:

„Es war einmal ein kleines Mädchen, das hieß Monika, und es liebte Geschichten, vorgelesen von seiner Mama, vor allem natürlich in der schönen Adventszeit. Dann war es so gemütlich in dem kleinen Zuhause von Monika, von dem Sessel, auf dessen Kissen du da jetzt so gemütlich liegst, Mimi, gab es zwei Exemplare, die Mama von Monika hat die dann immer zusammengeschoben, dann haben sie sich gemütlich in die Sessel gekuschelt, die Kerzen am Adventskranz brannten, der Nickelherd in der Wohnküche verbreitete wohlige Wärme. Die Herdplatten hatten kleine Löcher zum herausnehmen, dadurch flackerte das Feuer im Herd in den Raum und malte an der Decke sich lustig bewegende Lichteffekte, die das kleine Mädchen immer „Flumm-flumm“ nannte, warum, das wußte keiner und das weiß das kleine Mädchen auch heute noch nicht. Die Mama streute manches Mal noch Tannenadeln auf den heißen Herd, das roch dann so wunderbar nach Weihnachten. Ein Radioapparat stand auch in der kleinen Wohnküche, und es gab so manche schöne Kinderstunde, so hießen die Kindersendungen damals im Radio, die die kleine Monika sich anhören durfte und worauf sie sich immer sehr gefreut hat. So z.B. abends das Sandmännchen, oder den Schulfunk, aber ganz besonders hat sie sich immer auf den Pumuckl gefreut, jaaa, Mimi, genau den Pumuckl, den du heute kennengelernt hast, den gab es vor dem Fernseher schon im Radio, allerdings hieß er da noch gar nicht Pumuckl, sondern Fizzibitz, die Sendung hieß „Immer dieser Fizzibitz“! Aber lange vor dem Pumuckl/Fizzibitz hatte das kleine Mädchen schon so gerne eine feine Radiosendung gehört, die von der gleichen Autorin war wie der Pumuckl, von der Frau Ellis Kaut, das war der Kater Musch! Ja, Mimi, genau, der hieß so wie der kleine Kater, den du auf der Fensterbank sitzen hast und den dir Brigitte/Plauen mal geschickt hat, weißt du noch? Ja, Mimi, so war das früher mit Radio und vorlesen, und wie ich an dir und deinem seligen Schnurren erkennen kann, kommt das wohl heute noch gut an, vielleicht sollten die Eltern von heute wenigstens so ab und zu auch mal wieder eine gemütliche Vorlesestunde mit ihren Kindern abhalten, gerade jetzt in der schönen Vorweihnachtszeit! Für mich (denn natürlich bin ich das kleine Mädchen in der Geschichte, hast du sicher längst erkannt, nicht wahr, bist ja ein schlaues Kätzchen!) gehören diese Stunden mit meinen Eltern, denn auch der Papa hat, wenn es seine Zeit zuließ, daran teilgenommen, zu den schönsten Kindheitserinnerungen. Und in denen schwelgen ältere Mädchen, die aus kleinen Mädchen werden, gerade jetzt in der Adventszeit wieder so gerne! So, siehst du, da hab ich dich in den Schlaf erzählt, schlaf schön, Knuddelmaus, und träum was schönes! Vielleicht vom Fizzibitz/Pumuckl!“

Hach, schööööön, nicht, Folks?! Ich hab es genossen! Und geduftet hat es auch beim erzählen, nicht nach Tannennadeln, aber nach Apfel und Zimt von einem Duftkerzchen!

Und so sagen der Fizzibitz/Pumuckl maerchenstunde-010 und ich mimi-weihnachten-iv euch jetzt gute Nacht und wünschen euch einen wunderschönen Montag und einen guten Start in die neue Woche!

Habts fein! 

Da schließe ich mich Mimi mal an mit all den guten Wünschen für den Montag und die neue Woche, ich hab für alle Interessierten noch einen Link

http://www.pumucklhomepage.de/hoer.html

und einen wunderschönen Spruch aus meinem Adventskalender, der gut als Motto für die neue Woche paßt:

Mögest du dir die Zeit nehmen,
die stillen Wunder zu feiern,
die in der lauten Welt
keine Bewunderer haben.

(Irischer Segenswunsch)

Habts fein! 

 

 

 

 

 

Türchen 3

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MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 64

Foto6088 Foto6088G Foto6088

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald.
Es war so finster und auch so bitter kalt.
Sie kamen an ein Häuschen von Pfefferkuchen fein.
Wer mag der Herr wohl von diesem Häuschen sein?

Foto6086

Hu, hu, da schaut eine alte Hexe raus!
Lockte die Kinder ins Pfefferkuchenhaus.
Sie stellte sich gar freundlich, o Hänsel, welche Not!
Ihn wollt’ sie braten im Ofen braun wie Brot.

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Doch als die Hexe zum Ofen schaut hinein,
ward sie gestoßen von unserm Gretelein.
Die Hexe musste braten, die Kinder geh’n nach Haus.
Nun ist das Märchen von Hans und Gretel aus.

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(Autor unbekannt)

Hach, ich liebe sie, die Fragezeichen in euren Augen!

Schon wieder Pfefferkuchenhaus? Im Türchen vertan?

Aber mitnichten!

Ihr erinnert euch von gestern an die Beschreibung aus meinem Feste- und Bräuche-Buch, daß das Lebkuchenhaus eine mittelalterliche Vorstellung vom Schlaraffenland sein könnte? Weiter im Text heißt es da: „Richtig berühmt wurde das Lebkuchenhäuschen als Pfefferkuchenhäuschen durch das Märchen von „Hänsel und Gretel“ der Gebr. Grimm. Anfangs des 19. Jahrhunderts erschien von ihnen die Geschichte eines Geschwisterpaares, das von den armen Eltern im Wald ausgesetzt wird und auf seiner Wanderung durch den finsteren Wald bald vor einem Häuschen steht, das ganz aus Lebkuchen und Leckereien besteht. Zuerst sind die Kinder sehr glücklich, aber die Hausherrin, die sie sehr freundlich herein bittet, entpuppt sich bald als böse Hexe, die es auf den kleinen Hänsel abgesehen hat, den sie mästen will und dann im Ofen braten. “

Zum Glück wissen wir alle, daß dieses Märchen ein gutes Ende hat, das war ja immer das schönste an den Märchen, das gute Ende und die darin enthaltene Gerechtigkeit. Fand ich als Kind jedenfalls immer!

Und so kam mir die Idee, Türchen 3 dem Märchen Hänsel und Gretel zu widmen.

Wissenswertes dazu hab ich natürlich auch wieder gefunden, wie immer hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4nsel_und_Gretel

Und es gab natürlich noch eine Option, die mich zum „Märchen-erzählen“ animiert hat, ich hab nämlich noch ein feines Lebkuchen/Pfefferkuchen/Hexenhäuschen:

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Das besteht aus Biskuit-Porzellan und ist natürlich beleuchtet, guckt ihr:

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Dass es ein Hexenhäuschen und somit aus dem Märchen ist, beweisen diese Figuren, die dazu gehören:

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Die Hexe, Hänsel und Gretel, und selbstverständlich die schwarze Katze!

Worüber natürlich mein Co-Autor gejubelt hat, auf ihr Geheiß muß ich das jetzt sofort in größer zeigen:

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Seufz, jaaaa, Mimi, und gleich noch eines, mach ich, brauchst die Nackenhaare nicht zu sträuben!

Foto6100

Ja, doch, im Detail ist es wirklich noch ein zweites Bild, hihihi! Ich mach mal eine Galerie für meine Mimi, dann haben wir Ruhe!

Foto6103 Foto6099 Foto6104

So, nun hat die liebe Seele Ruh und ich kann weiter machen, hihihi!

Und zwar mit Stimmungsbildchen, ich hab das hübsche Hexenhaus mal mit Beleuchtung fotografiert, also einfach mal zum gucken und ohne Worte:

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Schön, nicht?

Ich hab auch wieder alte und andere Bilder mit diesem Thema gefunden, z.B. das hier:

800px-1903_Ludwig_Richter

(Hänsel und Gretel vor dem Hexenhaus, Ludwig Richter, 1903)

Und aus einem alten Buch:

800px-Die_Gartenlaube_(1894)_866

(Die Gartenlaube, Hänsel und Gretel, 1894)

Und noch das:

800px-DBP_1961_370_Wohlfahrt_Hänsel_und_Gretel

(Briefmarke Wohlfahrtsmarken, 1961, Märchen der Brüder Grimm, Hänsel und Gretel)

Zum Thema Pfefferkuchenhaus hab ich noch was interessantes gefunden, das möchte ich euch nicht vorenthalten, obwohl es eigentlich mit dem Märchen direkt nichts zu tun hat:

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwartauer_Pfefferkuchenhaus

Und zum Schluß dieses Türchens gibt es das Lied von Hänsel und Gretel noch:

Und ich verrate euch etwas: Jetzt kommt wirklich noch ein „Cliffhanger“, denn Türchen 4 wird dieses Thema noch mal aufgreifen, könnt ihr euch schon mal freuen, und damit ihr eine kleine Ahnung habt (oder vielleicht hattet ihr die ja eh schon!) kommt noch was feines für die Ohren:

Habt alle einen schönen Donnerstag!