Grüne Oase Balkonien zum Vatertag

Vom Vater hab ich die Statur,
des Lebens ernstes Führen,
vom Mütterchen die Frohnatur
und Lust zu fabulieren.

Urahnherr war der Schönsten hold,
das spukt so hin und wieder;
Urahnfrau liebte Schmuck und Gold,
das zuckt wohl durch die Glieder.

Sind nun die Elemente nicht
aus dem Komplex zu trennen,
was ist dann an dem ganzen Wicht
original zu nennen?

(Johann Wolfgang von Goethe)

Nach all dem ganzen nervenaufreibenden Gedöns mit der DSGVO gibt es heute zum Himmelfahrts- oder Vatertag einfach mal ein paar neue Bilder von Balkonien, aufgenommen in den herrlichen zurückliegenden Frühlings/Sommertagen. Für’s Gemüt, für die Seele, zum entspannen!

Neue Kräuter sind eingezogen, links ein Thymian, hinter dem Obstgartenschild wächst Rucola.

Thymian

Rucola

Da hab ich schon lecker von geerntet!

Basilikum, beim Discounter für Pesto gekauft, guckt mal, er wächst munter weiter:

Oregano

Mein Glockenblümchen beginnt zu blühen

Freu, freu!

Die kleine Birke ist auch wieder ausgeschlagen in diesem Jahr, da freu ich mich auch immer so drüber.

Die selbstleuchtenden Laternchen sind wieder auf Balkonien eingezogen

Ich hatte mal davon berichtet, daß ich auf Balkonien ein kleines Insektenhotel einrichten wollte, es hängt, und ich hab schon das erste Wildbienchen beim besuchen beobachtet!

Und da isses auch wieder, unser Balkonien-Verkehrsschild!

Die feine Leuchtkette mit den Schmetterlingen hab ich heuer mal bei der Forsythie befestigt

 da kommt später noch was, denn das Aufladeteil (es ist eine Solarlichterkette!) wurde sofort in Betrieb genommen.

Laßt euch also noch überraschen!

Für meine Vogeltränke muß ich noch ein schönes Plätzchen suchen, bzw. gucken, wie ich sie auf dem Regal oben befestigen kann.

Und wißt ihr, wer wieder da ist? Guckt:

 Mein Erdbeer-Elfchen!

Es ist doch auch von hinten so süß! Erdbeeren für den kleinen Schatz stehen auch schon parat:

Hihihi, Deko-Erdbeeren!

Und im Wohnzimmer blühen die Pfingstrosen

nicht narren lassen, sie sind nicht echt, sehen aber wunderhübsch aus und verblühen nicht, die echten sollen lieber draußen blühen, da hat man länger was davon.

Keinen Eintrag von Balkonien ohne euren Co-Autor, meine Mimi, büddeschön, Mimi, die Tastatur gehört dir!

 Hi, Folks,

da hat mein Dosenöffner aber sowas von Recht, nix über Balkonien ohne mich! Und nix, aber auch gar nix über die DSGVO, die mein Frauchen und euch alle so nervt, hier wird heute entspannt und genossen!!!

Waren das nicht herrliche Frühlings/Sommertage??? Ich bin nur noch zum Fressen rein, es war sooooo schön, und guckt, was Frauchen wieder hat:

Storm-Zeit, das dicke neue-alte Buch, mußte ich gleich mal gucken!

Eigentlich hatte sich Frauchen den Leseplatz im Liegestuhl schon reserviert, aber natürlich mal wieder nicht die Rechnung mit mir gemacht, hihihi, ich bin passionierter Liegestuhlklauer, vor allem, wenn sie mit Handtüchern reserviert werden, geht ja mal gar nicht!

Ja, sehr gemütlich, also meiner! Meiner, Frauchen!!!!!! Lies es mir von meinem süßen Schnäuzchen ab!

Genau, setz dich doch auf die Bank hinter mir, das hier ist jetzt mir! Hej, ich sagte setz dich auf die Bank, nicht spiel hier schon wieder Mamarazzi und knips mich von hinten, menno!

Ehrlich, keine Ruhe kriegt man hier vor der lästigen Presse! Jaja, nu mach schon weiter, aber stell dann die Bilderkes hier als Galerie rein, sonst scrollen sich unsere Leser ja dumm und dämlich, hihihihi!

So, da habt ihr mich zum gucken! Anklicken, groß sehen können, lach!

Später zog sich dann gestern der Himmel bissel zu,

aber für den Höhepunkt hat das Licht wohl doch noch gereicht über Tag, denn nun kommt er, unsere Lichterkette, sie leuchtet wieder, hat sich aufgeladen, also

tadaaaaaaa!!!

 Naaaa? Isses schön? Schmetterlings-Glühwürmchen, hihihi!

Und mit mir:

Nur noch zu ahnen! Jetzt kommen die Schmetterlinge nochmal in nah

und ich in meinem schicken neuen Erdbeerkleidchen nochmal in groß

 und damit wünschen wir zwei beide hier all unseren lieben Lesern einen wunderschönen Himmelfahrts/Vatertag, auch wenn das Wetter wohl nicht mehr so schön ist wie vorher, allen Vätern hier unter unseren Lesern herzlichen Glückwunsch zum Vatertag, bleibt oder werdet alle gesund und genießt den Feiertag!

Habts fein! Wünschen euch  Mimi und Monika.

 

Mittwoch – wir teilen die Woche!

Zu nehmen, zu behalten
und gut für sich zu leben
fällt jedem selber ein.
Die Börse zu entfalten,
den andern was zu geben,
das will ermuntert sein.

(Wilhelm Busch)

Wir teilen die Woche, WTT – Wochenteilungstag! Da möchte ich mit euch noch etwas teilen, nämlich eine kleine bildliche Nachlese von der wunderschönen Kommunionsfeier meines Patenkindes!

Zum Beispiel die schöne Lokalität, in der wir gefeiert haben, das Klostercafé

neben der Kirche.

 eine schöne, alte Kosterkirche, im übrigen die selbige, in der mein Sohn getauft worden. Dazumalen wohnten wir noch in diesem Stadtteil.

Eine kleine Innenansicht

Zum Gelände gehört noch ein wunderschöner alter Klostergarten

Ich mag die alten Details überall so gerne

Das

ist das Eingangstor zum Klostercafé und zum Klostergarten.

Der wunderschön eingedeckte Tisch zur Feier

und das liebevolle, berührende Tischkärtchen für die verstorbene Großmutter meines Patenkindes

links steht die kleine Kerze!

Der Gabentisch fürs Kommunionkind

und hier hatte meine Maus schon mein Geschenk ausgepackt und sich so nett an ihren Sitzplatz gestellt:

Die Torte fürs Kommunionkind, ich fand sie so wunderschön!

Eine Buttercreme-Torte, es ist genau die Hälfte des Buches übrig geblieben, da kamen am anderen Tag die Nachbarn noch in den Genuß!

Mein Patenkind hat sie natürlich eigenhändig angeschnitten und war so stolz!

Die schönen Tischkärtchen zeig ich euch jetzt mal im Detail anhand von meiner, die ich natürlich für mein Erinnerungsschatzkästchen mitgenommen habe:

Hübsch, nicht wahr?

Da das Wetter so schön war, konnte man herrlich nach draußen, das wurde natürlich auch vom Kommunionkind samt den Kindergästen gerne genutzt, sonst wird so ein Tag ja doch lang, und so hab ich jetzt ein Bildchen von meiner Maus, das ich zeigen kann und darf:

Ballspielen im Kommunionkleidchen, hihihi, es ist aber ganz sauber geblieben!

Zum Abend hin wurde es der Hauptperson des Festes doch ein bissel langweilig, einige Gäste hatten sich auch schon verabschiedet, so auch ihre Kindergäste, da mußte die Patentante herhalten, hihihi, die Tischdecken waren ja aus Papier und hatten ihren Dienst treulich getan, was lag da näher, als sie gemeinsam zu bemalen:

Die großartigen geometrischen Figuren (von sowas bin ich völlig unbeleckt, lach!) hat der große Bruder beigesteuert!

Ich hab dann noch so ein ganz feines kleines Geschenk von meiner Maus des abends bekommen, da hab ich mich so drüber gefreut, guckt mal:

 aus einem Bilderbuch, in dem solche Sachen geklebt werden können, so ein bissel in der Art der Papier-Anzieh-Püppchen, die kennt ihr vielleicht auch noch alle? Der süße Knuffel wird natürlich in Ehren gehalten!

Es war so ein wunderschöner Tag, ich hatte ihn gestern ohnehin im Kopf so ein bissel Revue passieren lassen, es ist eben auch so schade, daß schöne Tage meist so schnell wieder vorbei sind. Aber die schönen Erinnerungen bleiben!!!

Angesichts des Tisches nach der Feier am späteren Abend, als wir langsam mit aufräumen angefangen haben,

fiel mir eine Liedzeile aus einem Lied von Reinhard Mey ein „…..der Tisch verwaist die Gläser leer, das Fest ist aus.“ ( aus: Die Zeit des Gauklers ist vorbei, Reinhard Mey)

Das paßt nun gut zu meiner Nachlese:

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/die-zeit-des-gauklers-ist-vorbei

Ein bissel Melancholie ist ja nun schon dabei, aber traurig soll solch ein schöner Tag natürlich nicht zu Ende gehen, deshalb hab ich noch was hübsches, fröhliches für euch, ich hab gestern die neue Lichterkette aufgeladen, und abends dann leuchtend fotografiert, noch als Bündel, weil ich erst wissen wollte, wie und ob es klappt, nun kann ich sie dann anbringen und das zeig ich euch natürlich auch noch!

Gerade mal wieder in diesen Tagen brauchen wir Licht und Liebe:

 In stillem Gedenken an Manchester.

Bleibt gesund und behütet und habt einen guten WTT.

 

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MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

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kerst106Die Weihnachtsbäume kerst106

Nun kommen die Weihnachtsbäume
aus dem Wald in die Stadt herein.
Träumen sie ihre Waldesträume
weiter beim Laternenschein?

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Könnten sie sprechen! Die holden Geschichten
von der Waldfrau, die Märchen webt,
was wir uns alles erst erdichten,
sie haben das alles wirklich erlebt.

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Da stehn sie nun an den Straßen und schauen
wunderlich und fremd darein,
als ob sie der Zukunft nicht recht trauen,
es muß doch was im Werke sein.

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Freilich, wenn sie dann in den Stuben
im Schmuck der hellen Kerzen stehn,
und den kleinen Mädchen und Buben
in die glänzenden Augen sehn,

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dann ist ihnen auf einmal, als hätte
ihnen das alles schon mal geträumt,
als sie noch im Wurzelbette
den stillen Waldweg eingesäumt.

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Dann stehen sie da, so still und selig,
als wäre ihr heimlichstes Wünschen erfüllt,
als hätte sich ihnen doch allmählich
ihres Lebens Sinn enthüllt;

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als wären sie für Konfekt und Lichter
vorherbestimmt, und es müsste so sein,
und ihre spitzen Nadelgesichter
sehen ganz verklärt darein.

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(Gustav Falke)

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Hach, seufz, soviel schöner Schnee auf den Bildern, und hier ist es dieses Jahr als wäre Ostern und nicht Weihnachten! Frühlingstemperaturen bringen nun mal nicht unbedingt in Weihnachtsstimmung, da dachte ich mir, wir brauchen hier mal wieder einen lustigen Eintrag, um die Stimmung mal wieder zu verbessern.

Gesagt, überlegt….und lachen müssen!

Was fiel mir ein? Der Weihnachtsbaum! Den hatten wir schon öfter! Wieder Wiederholungen? Nee, wir sind ja hier nicht beim Fernsehen, hihihi, oder doch???

Doch! Nämlich bei „Pleiten, Pech und Pannen“! Hä? Ja, bei Pleiten, Pech und Pannen unter und mit dem Weihnachtsbaum, ich denke, da gibt es in jeder Familie wunderbare Geschichten!

Dann fangen wir mal an:

Heiliger Abend, alles ist vorbereitet, langsam stellt sich Entspannung ein, jung verheiratet und noch ohne Kind, es mußte nur noch der Baum geschmückt werden. Eingestielt war er, stand in stolzer, grüner Pracht, so, erst mal die Lichterkette!

Mit Akribie wurde die elektrische Lichterkette in den Baum gefriemelt, die Kerzen gerade ausgerichtet, schöööön, wo ist die Steckdose? Ah, da! Stecker rein, Lichter an…..? Pustekuchen, und wie Sie sehen, sehen Sie nix! Oh, bestimmt ein Lämpchen „ausgedreht“ vom letzten Jahr, um die Beleuchtung auszuschalten, ohne den Stecker zu ziehen, alle Lämpchen durchprobiert, und wie Sie sehen, sehen Sie nix! Oh, nein, die Lichterkette ist kaputt! Watt nun? Heiliger Abend, im Wortsinne, 17.00 Uhr, alle Läden geschlossen! Guter Rat ist teuer? Mensch, unten im Haus war ein Elektroladen, welch ein Glück, ob da noch einer ist? Drei Etagen runter gerannt, geklingelt, mit klopfendem Herzen gewartet, jaaaa, es war noch jemand im Laden, verwunderte Gesichter, aaah, ja, Lichterkette kaputt, ob wir noch eine haben? Sie werden es nicht glauben, wir haben! Es war eine teure Lichterkette, aber das war uns so wurscht, strahlend haben wir sie gekauft und nach oben getragen, alte ab, neue dran….und wie Sie sehen, sehen sie Licht, hihihi, das war eine Freude! Ende gut, alles gut!

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Der Dramen zweiter Akt:

Unsere Wohnung hier schon, Björn so etwa 3 Jahre alt, Bäumchen vom Balkon ins Wohnzimmer geholt, wo ist der Christbaumständer, ach, da! Es war ein großer, breiter Baum, Stiel rein, bissel rütteln, damit er paßt…..knack! Der feine Plastikchristbaumständer mit der Möglichkeit, das Bäumchen mit Wasser zu versorgen, weil ein Wasserreservoir drin war, klassisch mitten durchgebrochen! Toll! Kleb mal Plastik! Geht gar nicht! Wollt ihr raten? Jaaaa, genau, Heiliger Abend, im Wortsinne, 17.00 Uhr, alle Läden geschlossen! Watt nu?

Zündende Idee! Wo ist der kleine Holzbeistelltisch aus uralten Oma-Erbe-Zeiten, den wir immer mal wegschmeißen wollten, wir haben doch nicht, oder? Nee, der müßte im Keller sein! Da war er auch! Raufgeschleppt, umgedreht mit der Tischplatte auf den Boden gelegt, vier Beine ragen in die Luft, die sich so prima zum festbinden eines Christbaumes eignen, Christbaum rein, Paketkordel dran, und an allen vier Beinen ordentlich festgezurrt, tadaaaa, er steht! Bombenfest! Bissel weihnachtliches Geschenkpapier um die Beine drapiert, bester Christbaumständer ever! Weihnachten gerettet!

Danach hatten wir grundsätzlich einen massiven Ständer aus bruchsicherem Gußzeug, den hab ich heute noch! Auch hier: Ende gut, alles gut.

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Der Weihnachtsdramen dritter Akt:

Das betraf nun eigentlich nicht den Weihnachtsbaum, wird aber auch immer noch gerne im trauten Familienkreis erzählt als Horrorerlebnis, lach!

Weihnachten 1985, Björn war 5 Jahre alt und hatte sich einen Kaufladen gewünscht, das Christkind hatte auch pünktlich den Wunschzettel abgeholt und sich aufgemacht, das Geschenk zu besorgen, es stand erwartungsvoll im Keller! Wir hatten ausgemacht, daß Björn und ich in die vorweihnachtliche kleine Kinderchristmette am frühen Nachmittag in die Kirche gehen, er war ja da schon Kindergartenkind, und Papa wollte derweil den Kaufladen hochholen und schon komplett aufbauen, mit allem drum und dran!

Gesagt, getan!

Die Kinderchristmette war sehr schön, wir gingen im langsam dunkelnden Vorabend beschwingt und freudig eingestimmt nach Hause, in der Wohnung angekommen, schickte ein wenig freudig gestimmter Vater den Sohn ins Kinderzimmer, das Christkind hätte sich ein bissel verspätet! Hä? Kind zog etwas maulig ab, ich fragte den nun richtig brummig aussehenden Vater und Ehemann nach dem Grund dieser Anordnung! Und bekam den Bericht von Pleiten, Pech und Pannen pur! Heute können wir herzlichst darüber lachen, damals allerdings nicht.

Der Kaufladen war ein richtig großer, mit Theke vorne und hinten Regalen, aus Holz, konnte das Kind richtig hinter die Theke gehen, und an einer Seitenkante war das ganze zum haltbaren aufstellen mit Holzstreben verbunden, und besagte Holzstreben hatten beim Zusammenbauen….den Geist aufgegeben und waren auseinandergebrochen! Und zwar derart splitternd, daß an ein Kleben oder sonstiges reparieren nicht mehr zu denken war. Was hatte also der arme, völlig entnervte Vater getan in der Zeit, in der wir selig Weihnachtslieder in der Kirche trällerten? Rüüüchtüüüg, er war in den Keller hinabgestiegen und hatte im Schweiße seines Angesichts aus Gott sei Dank noch vorhandenen Holzresten neue Streben gesägt, gebohrt und passend für den kleinen Kaufladen gemacht. Und war natürlich nun noch nicht soweit, daß das ganze sicher und vorzeigbar wie vom Christkind geliefert dastand! An diesem Heiligen Abend verzögerte sich die Bescherung um eine gute Stunde, mittlerweile war natürlich auch das sonst eigentlich recht geduldige Kind völlig maulig, trotzdem ging dann die Bescherung noch mit der nötigen Andacht und Freude auf beiden Seiten (der Kaufladen stand wie eine Eins!) über die Bühne. Ich glaub, daß war das erste und einzige Weihnachten, an dem mein Ehemann am Heiligen Abend dringendst einen Schnaps brauchte, hihihi! Aber auch hier: Ende gut, alles gut!

Besagter Kaufladen stand noch Jahre nach Björns Auszug von Zuhause in der Garage und diente als Regal!

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Ihr meint, drei Akte wären für ein ordenliches Drama auf der Bühne ausreichend? Mitnichten!

Wir nähern uns dem 4. Akt!

Dieses Weihnachten war das Weihnachten 1987, Björn ein Schulkind im ersten Jahr, und wir hatten uns mit Freunden und deren beiden Söhnen, einer in Björns Alter und sein Freund, der kleine Bruder seines Freundes 2 Jahre jünger, entschlossen, mal über die Feiertage, also Weihnachten und Silvester, nach Bayern in ein Ferienhäuschen zu fahren, wir wollten endlich mal Weihnachten im Schnee! Dies vorab: Es war wundervoll, aber von Schnee weit und breit keine Spur, die ganzen Tage nicht, erst als wir wieder nach Hause fuhren, wirbelten die Flocken vom Himmel, aber das war nur ein kleiner Teil des Dramas, hihihi!

Die Schwiegereltern meiner Freundin waren ebenfalls mitgefahren, sie hatten sich aber im Ort eine Pension gesucht. In unseren Ferienhäusern stand zur Anreise schon jeweils der schönste, fertig geschlagene Christbaum vor der Tür, bereit zum schmücken, wir hatten alles von daheim mitgebracht, das war so schön! Bei den Schwiegereltern wurde der Baum ebenfalls von der entsprechenden Pension gestellt, und als unsere beiden Prachtbäume fertig geschmückt und mit (funktionierenden!) Lichterketten versehen waren, haben wir uns auf den Weg gemacht, um nun den Baum der Großeltern zu bewundern. Unsere Freunde waren schon ein bissel vorausgegangen, und als wir drei dort ankamen, kam uns meine Freundin entgegen mit einem Gesicht, in dem sie nur mühsamst das Lachen unterdrücken konnte, es standen ihr buchstäblich die Tränen in den Augen, sie gestikulierte wild und nahm uns erst mal an die Seite und beschwor uns, beim Eintreten sofort, laut und überschwenglich den herrlichen Christbaum zu bewundern, wenn wir ihn sehen würden, würden wir schon wissen, warum! Neugierig betraten wir das Pensionszimmer, und was sich unseren Augen da bot, wird mir auf immer unvergeßlich bleiben und bringt mich hier beim schreiben bereits wieder zu einem Lachanfall! Ein Weihnachtsbaum! Aber was für einer! Groß, ja, doch, so ca. 1,80 m, breit? Ja, doch, auch! Grün? Tja, also, das wäre jetzt ein bissel übertrieben, ja, doch, es waren grüne Nadeln dran, doch, so ca. 150 Stück auf die Quadratmeterfläche eines 1,80 m hohen und ca. unten wenigstens 80 oder mehr Zentimeter breiten Baumes, kurz und gut: Das war ein besserer Stecken! Ich mußte auf dem Absatz kehrt machen, ich konnte das Lachen einfach nicht unterdrücken, die Kinder haben das „Ding“ einfach nur angestaunt, die waren sprachlos, Gott sei Dank! Denn die Großeltern waren begreiflicherweise not amused, hatten das „Ding“ aber doch nach allen Regeln der Kunst geschmückt. Auch hier mit einer funktionierenden Lichterkette! Die riß das ganze ehrlich raus, ich lach mich weg, mir laufen die Tränen! Aber das war beleibe nicht das Ende vom Drama um den spiddeligen Weihnachtsbaum!

Wir saßen dann, nachdem wir alle mehr oder weniger mühsam unsere Fassung wiedererlangt hatten, gemütlich bei den Großeltern und tranken Kaffee, die Kinder spielten, und plötzlich stieß mich meine Freundin heftig an und machte eine Kopfbewegung zum „Baum“, und ich sah dann erst nur so aus den Augenwinkeln, wie er sich gaaaaaanz langsam zur Seite neigte! Er tat das erst so richtig mit Bedacht und wie eine gut vorbereitete Inszenierung, um dann auf einmal mit einem Ruck und scheppern und knall auf den Boden zu krachen!

Erst großer Schrecken, der Großvater fluchte, war wirklich nicht schön für die Ohren der noch anwesenden Kinder, lol, und dann war es um unserer aller Fassung geschehen, wir haben gewiehert vor Lachen und Tränen geweint, es war einfach überwältigend! Dieses Erlebnis kommt noch heute oft zur Sprache, gerade in diesen Tagen, und der Lacherfolg ist immer noch der gleiche, es war einfach ein sooooo köstliches Bild, wie dieser „Baum“ so für sich selber beschlossen hat, jetzt reicht es mir, ich fall jetzt um!

Er ist dann entschmückt und entsorgt worden, ich glaube, daß war für alle, auch den Baum, das beste!

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Damit bin ich nun am Ende von Pleiten, Pech und Pannen angelangt!

Da es nun hier aber viel Text und wenig Bilder gab, möchte ich doch auch noch was „schöneres“ nachschieben, ich hatte mich erinnert beim aufschreiben der Geschichten hier an unseren allerersten Weihnachtsbaum als junges Ehepaar, wie in den 70-iger Jahren üblich, natürlich nicht in silber oder klassisch, bewahre, modisch und fetzig in …..orange! Heute seh ich das irgendwie auch schon bissel unter Pleiten, Pech und Pannen, lach, aber damals waren wir stolz und glücklich auf und über unser erstes Bäumchen. Es gibt, glaub ich, noch Dias davon, müßte man mal digitalisieren, aber da wir ja nun schon so oft mein Sammler-Gen beschworen haben, wie könnte es anders sein, ich hab die Kugeln noch, guckt mal:

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Die dazu passende Christbaumspitze hab ich tatsächlich nicht mehr, und die untergelegten selbst gehäkelten Deckchen sind ein „Cliffhanger“, da kommt noch mal was zu!

Und passend zu Pleiten, Pech und Pannen zu Weihnachten hab ich ein knuffiges kleines Video:

und damit wünsche ich euch einen wunderschönen Freitag ohne Pleiten, Pech und Pannen!

Habts fein!