Grafschafter Wochenanzeiger – Neues aus dem Eulennest zum Montag!

Sommer

Der Sommer dehnt sich durch des Himmels weiße Glut,
ein Schattenkönig, der ein Urteil sieht vollstrecken.
Despotisch siehst du ihn die fahlen Arme recken,
der müde Landmann schläft und jede Arbeit ruht.

Die Lerche sang heut nicht, sie blieb bei ihrer Brut.
Nicht eine Wolke will ein wenig Blau verdecken,
und nicht ein Windhauch will ein leises Säuseln wecken.
Die Stille lastet schwer auf Wiese, Hain und Flut.

In dieser starren Ruh verstummen selbst die Grillen,
die Bäche fließen nur in schmalen, seichten Rillen,
ihr Kieselbett ist leer, und gelb das Ufermoos.

Im grünen Tümpel nur im Schatten jener Espen,
da schwirren glitzernd noch Libellen ruhelos,
und manchmal blitzen durch die Luft schwarzgelbe Wespen.

(Paul Verlaine, 1844 – 1896, französischer Lyriker)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, eigentlich wollten wir ja schon zum Wochenende einen Eintrag klöppeln, mein Redaktionsteam und ich, aber es war so drückend heiß und schwül, und der geplante Eintrag, ein neuer Reisebericht, mal wieder lang und umfangreich, da konnten wir uns irgendwie einfach nicht aufraffen. Nun hat es zum gestrigen Sonntag ein wenig abgekühlt, da haben wir beschlossen, wir machen euch wieder eine Montagsreportage! Und da noch immer die Montage so eng mit unserer lieben rasenden Reporterin Mimi, euer aller Co-Autor, in Verbindung stehen, die weiland diesen Wochenanfangstag so gerne und so fröhlich für euch kolportierte, beginnen wir auch den heutigen Montag wieder ein bissel in memoriam.

Die Frau Chefredakteurin hat nämlich vor einiger Zeit einen Dankesbrief an unsere Tierärztin geschrieben, der wir es ja mit zu verdanken haben, daß Mimi noch so schöne Monate hier genießen durfte und letztlich dann auch hier ihren letzten Weg gegangen ist, denn sie stand uns ja jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Das wollten wir euch nicht vorenthalten und so zeig ich euch nun diesen Brief

den ich in dieser Karte dann verschickt habe.

In der letzten Woche haben wir hier nun eine so liebe und schöne Karte zurückbekommen, schaut mal

 

ich hab mich so besonders über den handschriftlichen Gruß von unserer Tierärztin dabei gefreut!

Und so machen wir hier nun im Sinne von Mimi weiter mit dem, was wir im Titel schon angekündigt haben, „Neues aus dem Eulennest“!

Frau Chefredakteurin hat was neues kreiert, fürs Badezimmer, „neue“ Vorlagen, heißt, ein neues Dekor auf alten Vorlagen, voilà!

sie sind noch nicht eingeräumt, derweil das Badezimmer noch nach einer Reinigung verlangt, hihihi!

Am Samstag hat die Frau Chefredakteurin mal wieder Bilder in der Abenddämmerung rund ums Eulennest gemacht

der Mond war „nur halb zu sehen“

voller Zoom, deshalb „rauscht“ es!

Mal durch das Netz von Mimi, und guckt mal, unser Birkenpferd, auch wieder so schön zu sehen.

In dieser Richtung steht auch Mimis Stern! Ihre Sonnenblumen

wachsen und gedeihen gemeinsam mit dem feinen neuen Rosmarin, des nachts beleuchtet, und die Sonnenblumen setzen langsam Knospen an:

Wir freuen uns schon sehr, wenn sie denn dann bald blühen! Das tut derzeit der Oregano, den ich mir als Ableger von meiner Schwiegertochter gemopst hatte

sehr zur Freude von Hummeln und Bienen. Apropos Schwiegertochter, die Kinder hatten einen ganz feinen Besuch auf ihrem Balkonien, ein Taubenschwänzchen, ein Schmetterling, der aussieht wie ein Kolibri, und auch so schnell ist, deshalb ist das Bild, das Björn mir schickte, auch ein bissel unscharf:

Es labt sich am blühenden Lavendel, die Kinder hatten solche Freude!

Meine Sukkulenten blühen auch wieder wie jedes Jahr, ich guck immer schon, ob sich nicht langsam was tut, und auch in diesem Jahr waren sie treu und trieben wieder schöne Blütenstängel aus.

Rosen blühen auch wieder auf Balkonien

sie umrahmen die Fotogräfin in der Rosenkugel, lach,

na, ihr werdet es alle noch wissen, sie sind nicht echt, es sind künstliche Blüten, aber sie sehen wirklich so täuschend echt aus, daß meine Mama dazumalen mit der Nase an die Blüten ging, weil sie sie für echt hielt und wissen wollte, wie sie duften!

Abendstimmung in der Grafschaft

und am Küchenfenster, von wo aus diese Aufnahmen sind, steht ein elektrisches Kerzchen mit Batterien, das ist ein Phänomen, denn dieses Kerzchen hab ich im NOVEMBER des letzten Jahres zu Beginn der Adventszeit aufgestellt, seitdem leuchtet es mit immer noch den gleichen Batterien, ich hatte es auch über den Advent stehen gelassen und dann bei Beginn der Corona-Zeiten als kleines Lichtzeichen im Fenster weiter!

Auf Balkonien leuchtet es auch wieder nächtens,

die Lämpchen und unser Kürbiskopp, der auch draußen geblieben ist,

nur meine Schmetterlingsgirlande, eines von den weißen Lämpchen und mein Engel brauchen neue Akkus, die alten haben den Dienst quittiert. Muß ich mal demnächst für Ersatz sorgen.

So, ihr Lieben, das war das Neueste aus dem Eulennest, wir wünschen euch allen einen guten Start in die neue Woche, einen schönen Montag, paßt alle gut auf euch auf und bleibt gesund!

Habts fein! Das wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern Otto und Lucia

 

„Fürchtet Euch nicht!“

Graue Tage

Es ist mitunter,
als wären alle Fäden abgeschnitten …
als wäre alles um dich her
weitab und leer,
ein toter Raum,
und du dir selbst ein fremder Traum …

als käme nie die Sonne wieder,
als klänge nie ein Lied mehr durch,
als höre alles langsam auf …

und plötzlich flimmert’s durch die Wolken
und plötzlich trifft ein Klang ans Ohr
und leise fliegt auf goldenem Flügel
ein am Weg empor!

(Cäsar Flaischlen, 1864-1920)

„Fürchtet Euch nicht!“, das sprach der Engel zu den Frauen, die am leeren Grab von Christus standen. Meinen letzten Eintrag hier machte ich zum Osterfest, einem Osterfest, daß wir alle so noch nie erlebt haben. Und mir kam der Gedanke, daß wir uns wohl alle so fühlten und fühlen wie die Frauen damals: Voller Angst, wie es weiter geht, was noch kommt, wie das Leben nun weiter geht.

Ein großes Wort, das der Engel da spricht, wie füllt man das mit Leben, wie beherzigt man es, wenn man eben einfach nur Angst hat, daß nichts mehr wird, wie es einmal war. Und da fiel mir das obige Gedicht ein, und mit seinen Worten möchte ich mich jetzt hier langsam wieder ins „normale“ Leben hineintasten, Schritt für Schritt. Das möchte ich auch euch wünschen, es wird nicht leicht sein, immer noch ist derzeit mein Lieblingslied von Reinhard Mey dieses hier:

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/ich-singe-um-mein-leben

Eine Liedzeile im Lied von Reinhard Mey lautet „wie ich leise vor mich hinsummte, um nicht allein in dem großen, leeren, fremden Haus zu sein…“, so hab ich das in den letzten Tagen hier auch gemacht, gesummt und mich beschäftigt, denn Tätigkeit löst den Bann der Furcht. Sich beschäftigen holt uns aus der Starre, egal, womit man sich beschäftigt, jeder halt nach seiner Façon.

Fotografieren gehörte natürlich auch zu meinen Tätigkeiten, und so zeig ich euch jetzt mal anhand meiner Bilder einen Rückblick auf die letzten 14 Tage hier.

Am Ostersamstag hatte mein Schwiegertöchterlein Geburtstag, wie schön wäre gemeinsames feiern gewesen, aber man kann auch virtuell mit Video-Chat mit einem selbstgebackenem Kuchen gratulieren, guckt:

Um und auf dem Kuchen, das sind kleine Zucker-Einhörner! Bloß das Geburtstagskerzchen auspusten, das erwies sich virtuell als schwierig bis unmöglich, das hab ich dann stellvertretend gemacht! Die Freude war groß, auf beiden Seiten!

Mein Küchenfenster hab ich dann auch noch österlich und frühlingsfrisch aufgehübscht

Dann kam das Stichwort „Mund- und Nasenschutz“ in diesen unsäglichen Corona-Zeiten, und ich erinnerte mich an meine Nähkenntnisse, überall gab es Anleitungen im Netz, da hab ich mir was runtergeladen und als erstes mal mir eine Maske als „Prototypen“ gemacht, um zu gucken, ob das noch klappt mit dem nähen! Tat es:

Schick, oder? Das Stöffchen hat eine lustige Geschichte: Noch vor Björns Geburt waren wir im letzten Urlaub ohne Kind in Österreich, am Faaker See. Ich mag Dirndl, aber die käuflich zu erwerbenden sind sehr teuer, wir hatten dort ein Ehepaar aus Wien kennengelernt, sie konnte auch nähen und versprach mir, einen Schnitt für ein original österreichisches Dirndl zu schicken, was sie auch tat, wir waren noch lange nach Björns Geburt im darauffolgenden Jahr in Briefkontakt. Und der Stoff ist aus besagtem Dirndl, das mir natürlich schon lange nicht mehr paßt, dazumalen war ich um einiges schlanker! Nun hat es eine neue Bestimmung gefunden, das hätte mir damals auch keiner voraussagen dürfen, den hätte ich wohl schallend ausgelacht.

Nachdem der Prototyp so gut geklappt hatte, begab ich mich ans weitere herstellen von Masken für die Kinder, Björn hat zwar Homeoffice, aber Steffi muß noch täglich raus:

Sie haben mir dann, als die Masken bei ihnen eingetrudelt sind, ein Bild von sich geschickt, mit der Überschrift „Ba Ba Banküberfall…“ kennt ihr sicher alle noch, das Lied von der EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung)

wir haben soooo gelacht, und ich hab sofort nachgefragt, wie hoch die Beute war! Wie schön, wenn man in diesen Zeiten doch auch noch richtig herzlich lachen kann, und wie wichtig!

Tja, meine Näharbeiten zogen Kreise, die nächste Bestellung, die hier einging, kam von Björns Chef über Björn, für die ganze Familie, Vater, Mutter und zwei Kinder, wurde prompt erledigt:

für die Kinder farblich gekennzeichnet, Mädchen und Junge.

Als nächstes stehen Björns Schwiegereltern noch aus, und mein Patenkind, falls bald doch die Schule auch für sie wieder los gehen sollte. Ist meine Manufaktur hier noch gut beschäftigt in den nächsten Tagen.

Meine Näharbeiten hab ich jetzt mal zum Anlaß genommen, euch mein kleines Näh-Atelier zu zeigen, das im Schlafzimmer steht

hinter diesem Schrank verbirgt es sich, war ehemals der Computer-Schrank von Björns Papa, den hab ich mir dann umgestaltet.

Sein Innenleben, mit richtig guter Beleuchtung

kann man auch abends noch prima dran arbeiten.

Alles in Reichweite, was man zum nähen so braucht.

Und prima verkabelt, da kann man auch noch Bügeleisen etc. dazu stellen.

Kisten zum Stoffe verstauen und was man sonst noch so braucht, Stoffe sind vorläufig noch reichlich vorhanden:

Der rote Stoff neben dem dunkelblauen ehemaligen Dirndlstoff war die Schürze zu besagtem Dirndl!

Nach Beendigung der Näharbeiten kommt der Karton mit dem Maskenzubehör wieder in den Schrank.

Na, und wenn wir halt schon mal beim nähen sind, da zeig ich euch doch noch was, das ist auch ein Prototyp,

genau, eine Fledermaus! Da soll eine „Lavendel-Fledermaus“ draus werden, adäquat zu den üblichen Lavendelsäckchen, die Kinder sind doch Gothic-Fans, das wird dann noch für ihren Kleiderschrank. Von Kopf bis Schwanz kann man sie dann füllen, also mittig!

So, ihr Lieben, nun bin ich fast am Ende meines Eintrags, nur eines hab ich noch mitzuteilen: In den letzten Tagen nach dem Tod meiner Mimi hab ich viel und lange darüber nachgedacht, wie es hier mit dem Blögchen respektive und/oder dem Grafschafter Wochenanzeiger weiter gehen soll, unser aller Co-Autor und eure rasende Reporterin ist ja durch nichts zu ersetzen, aber deshalb den Grafschafter ganz aufgeben? Wir haben uns beraten in unserem verwaisten Redaktionsteam und sind zu dem Entschluß gekommen: Der Grafschafter Wochenanzeiger wird weiter geführt, das wäre ganz im Sinne von Mimi, sie hätte nie gewollt, daß der Grafschafter mit ihr endet, vor allem mit dem Blick auf das von ihr so geliebte restliche Team, allen voran ihr Volontär Ruddi! Und so dürft ihr euch zum Monatsende auf das erste erscheinen unserer Zeitung nach Mimi freuen, wir haben schon liebevolle Tipps von ihr bekommen von ihrem Stern, laßt euch also alle überraschen, in diesen Zeiten braucht man verstärkt was verläßliches und schönes! Und so grüßt euch hier schon einmal wieder euer Redaktionsteam mit Mimi in heaven

und den Freelancern

Otto und Lucia

Wir wünschen euch allen einen schönen Sonntag, paßt auf euch auf, bleibt alle gesund, bewahrt euch, so gut es geht, euren Humor und eure Lebensfreude, trotz alledem und gerade jetzt!!!

Habts so fein, wie es in diesen Zeiten möglich ist! Und bleibt behütet!

Grafschafter Wochenanzeiger – Sturmwarnung!!! Sonntagsausflug findet indoor statt

Abzählreime

Bülow, Nolle, Witte, Zoo…
auf dem Dache sitzt ein Floh,
der sich nicht zu helfen wo.

Konikoki Kakadu…
Rose auf und Rose zu.
Ferkel Ei und Ferkel Zwei.
Wer nicht fehlt ist mit dabei.

Stachus, Kios, Kaos, Kies,
Spinne, Speise, Scheiße, schieß.
Sexu Elefant Asie.
Fische haben nie kein Knie.

Ritze Rotze Ringelratz
zwei Miezeschwein, ein Grunzekatz.
Mein Großpapa heißt Lali,
der wird des Nachts ganz lila.

(Joachim Ringelnatz)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger! Es gibt eine Sturmwarnung zum heutigen Sonntag, wir hoffen sehr, es geht um einiges glimpflicher ab als vorausgesagt! Unser Balkonien ist gesichert, wir hoffen, in dieser Hinsicht ist auch bei euch alles im grünen Bereich! Bleibt bloß, wenn es irgend geht, alle daheim!!! Und paßt gut auf euch auf! Am 2. Februar sind hier ja traditionsgemäß zu Lichtmeß wieder Kerzen geweiht worden, die auch als sog. „Wetterkerzen“ dienen, sie sollen vor Stürmen und Gewittern schützen, und so zünden wir hier mal eine Lichtmeßkerze als Wetterkerze an, die uns behüten und beschützen soll:

Was machen wir nun aber mit dem Sonntag, wenn wir ihn daheim verbringen sollten? Ratlose Gesichter in der Redaktionssitzung, bis Hamish die zündende Idee hatte: „Wir machen einen Sonntagsausflug indoor!“ Ja, gut, Hamish, aber wohin? „Jaaa, Frau Chefredakteurin, ich hab in unserem Archiv noch Bilder gesehen, von deinen Kindern, weißt du, wo ich hin will???“ Oh, ja, das wußte ich, eine sehr gute Idee Hamish, dann mach mal!

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, hier ist euer Außenkorrespondent, hier ist euer Hamish! Ich plane jetzt hier mit euch einen ganz feinen Sonntagsausflug, zieht euch warm und wetterfest an, mit gutem Schuhwerk, keine Angst, uns wird kein Sturm umpusten, denn der Ausflug findet ja lediglich virtuell und in unserer Phantasie statt, lach! Kleines Handgepäck, wenn ich bitten darf, denn es geht nun erst einmal zum …..Flughafen!

Hihihi, ich glaub, ganz findigen Lesern schwant jetzt schon ein bissel was, wer noch gar nix ahnt, soll mal auf die Eingangs-Girlande oben gucken oder sich einfach überraschen lassen!

Der Flieger steht parat, kommt an Bord von

„Unity-Scotland-Fantasy-Airlines“ kurz USFA genannt,

wir heben uns in die Lüfte, ganz umweltfreundlich und klimaneutral, weil eben nur in unserer Phantasie, und nun ahnt ihr auch, wohin es geht, bei dem Namen der Fluglinie, nicht wahr, genau, es geht nach Schottland, noch genauer: Nach Edinburgh, und ganz genau: In den Zoo von Edinburgh!

Landeanflug!

So, und nun nehmen wir den Bus zum Zoo natürlich einen Doppeldecker, stilecht!

Willkommen im Zoo von Edinburgh!

https://www.edinburghzoo.org.uk/

Ich wünsche euch viel Vergnügen mit den Bildern von den Kindern der Frau Chefredakteurin, die sie in ihrem letztjährigen Urlaub in Edinburgh bei ihrem Zoobesuch gemacht haben! Und wo wir alle so gelacht haben, weil die Frau Chefredakteurin sie auf die Suche nach den Eisbären geschickt hatte, die doch gar nicht im Zoo von Edinburg wohnen sondern in Kingussie im Highland Wildlife Park! Kein Wunder, daß die Kinder berichteten, sie hätten leider keine Eisbären gesehen, hihihihi! Aber viele andere feine Tiere:

Feiner Anfang, oder? Wir schlendern jetzt einfach mal ohne viele Worte anhand der Bilder durch den Zoo! Habt viel Spaß!

 

So, nun mach ich euch noch eine Galerie mit allen Fotos in klein, ihr wißt es ja, erstes Bild anklicken und dann könnt ihr fortlaufend alle in groß gucken:

Und weil es doch so schön ist, kommt auch noch eine Dia-Show, wenn schon, denn schon!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und da sind wir nun am Ende von unserer sonntäglichen Zootour im Zoo Edinburg, laßt uns noch alle gemütlich einen Kaffee trinken

und dann bringt der nächste Flieger von USFA uns gemütlich wieder nach Hause! Ich hoffe, es hat euch allen gefallen und wir würden euch alle zu gegebener Zeit gerne wieder an Bord von USFA begrüßen dürfen!

Ein kleines Schmankerl aus Edinburgh so am Rande vom Zoobesuch der Kinder hab ich noch für euch

klasse, oder?!

So, ihr lieben Leser alle, dann wünschen wir vom Grafschafter Wochenanzeiger euch allen einen hoffentlich guten Sonntag, keinen Schäden durch Sturm und auch sonst alles Gute, bleibt oder werdet alle gesund, euer Hamish und das gesamte Redaktionsteam sowie unsere Freelancer Otto und Lucia!

Habts fein und paßt auf euch auf!!! (Nessie, lach!)

Grafschafter Wochenanzeiger – Familienbuch

             

Zu einer goldnen Hochzeit

Schweift der Geist zurück in jene Tage
alter Zeiten, Schön’res er nicht findet,
als das Schicksal, welches eine Sage
uns von Philemon und Baucis kündet.

Treuerprobt im Glücke und im Leide,
wuchs ihr Leben so in Eins zusammen,
daß – damit der Tod sie niemals scheide,
ließ ein Gott aus ihnen Bäume stammen,

Deren Zweige unauflöslich breiten
sich zum Schattendache, und ein Tempel
werden vielen Paaren, die voll Freuden
nehmen dran ein liebendes Exempel.

Und mir däucht, es sei in diesem Paare
Philemon und Baucis neu erstanden –
silberhell erglänzen ihre Haare,
golden ihrer Treue feste Banden.

Treuerprobt im Glücke und im Leide,
wuchs ihr Leben ganz in Eins zusammen,
doch ein mild’rer Gott noch ließ für Beide
höh’re Freude, süß’res Glück entstammen.

Noch im Vollgenuss der Lebensfülle,
frisch am Geiste, frisch des Herzens Triebe,
feiern sie in edler Menschenhülle
heut‘ das seltne Jubelfest der Liebe!

Wohl seh‘ ich zwei Bäume sich verschlingen,
doch nur als Symbol von jener Sage –
laßt es euch von treuen Freunden bringen,
die sich mit euch freu’n an diesem Tage!

(Luise Büchner)

Große Ereignisse werfen wieder einmal ihre Schatten voraus, im Grafschafter Wochenanzeiger wird eine Hochzeit gefeiert, aber dieses Mal eine Goldene Hochzeit. Ihr erinnert euch sicher alle noch gut an den Hochzeitseintrag von meinen Kindern, nun feiern die Eltern von meinem Schwiegerkind am kommenden Sonntag ihre Goldene Hochzeit! Und ich, eure Frau Chefredakteurin, bin natürlich zu diesem wundervollen Tag eingeladen. Die Freude ist groß, eine Goldene Hochzeit ist doch etwas ganz besonderes, welch ein dankbares, glückliches Gefühl muß es sein, als Ehepaar auf so viele gemeinsam verbrachte Jahre zurückblicken zu dürfen.

Ich hab dann mal wieder in meinen Erinnerungen und meinen Erinnerungsschatzkästchen gekramt, und festgestellt, das dies erst die dritte Goldhochzeit in meinem Leben ist, die ich mit feiere. Die erste war die Goldhochzeit meiner Großeltern väterlicherseits, die zweite die meiner Eltern, die aber wegen der Krankheit meines Vaters nur im kleinsten Kreis gefeiert wurde. Die Goldene Hochzeit von Steffis Eltern ist nun dann also die dritte im Bunde.

Die Goldhochzeit meiner Großeltern väterlicherseits, die möchte ich jetzt zu diesem Anlaß in Wort und Bild noch einmal mit euch gemeinsam feiern, ich hab dazu mein Bilder-Erinnerungs-Schatzkästchen wieder geöffnet, und so erlebt ihr jetzt Frau Chefredakteurin im zarten Alter von 5 Jahren auf der Goldhochzeit der Großeltern.

Da stell ich euch nun doch erst einmal das Jubelpaar hier vor, meine Großeltern

rechts ist meine Patentante, Tochter des Jubelpaares und Schwester meines Vaters.

Ein Familienbild

aus wesentlich früheren Zeiten, im Hintergrund der älteste Bruder meines Vaters, von links nach rechts: meine Großeltern, meine schon erwähnte Patentante, vorne rechts die Frau des ältesten Bruders, daneben die jüngste Tochter meiner Großeltern, hinter diesen beiden steht mein Vater und die dritte seiner Schwestern.

Ich hab sogar noch ein Farbbild von meinen Großeltern, aufgenommen in ihrem Garten, den ich hier schon so oft erwähnt habe, in dem ich soviel Kinderglück erleben durfte, und in dem eben auch die von Reinhard Mey besungenen Johannisbeeren wuchsen, die ich im letzten Eintrag erwähnt hatte.

Einmal das Bild im Original, die Rosen an der Seite sind Absicht, denn mein Großelternpaar steht da unter dem herrlichen Rosenbogen in ihrem Garten, rote, duftende Kletterrosen, ich rieche sie heute noch!

Und einmal ohne Rosenverzierung, es war auf dem Bild wohl auch noch oder keine Rosenzeit mehr.

So hab ich meine Großeltern noch heute in Erinnerung, Opa mit der für ihn typischen Zigarre!

Die Goldhochzeit meiner Großeltern wurde in der St.-Pankratius-Kirche in Osterfeld gefeiert, dem Stadtteil von Oberhausen, in dem meine Eltern geboren wurden. Die Kirche ist die älteste Pfarrkirche im Stadtteil Osterfeld, eine erste Kirche wurde bereits im 12. Jahrhhundert erwähnt.

Ist das nicht eine schöne Kirche? Zu diesem Bild gibt es ein drolliges Detail, denn bei den Besuchern, die auf das Goldhochzeitspaar warten, ist auch meine Großmutter mütterlicherseits, nämlich auf der rechten Bankseite, die zweite Dame von links.

Das Goldhochzeitspaar schreitet in die Kirche, hinter ihnen meine Mama (rechts) und meine Patentante, und das Führengelchen (so ist die Bezeichnung von Kindern im weißen Kleidchen für solche Jubiläen) das euch da so ernst anschaut, das bin ich! Neben mir, hier leider nicht ganz zu sehen, ist meine Cousine, die Tochter der jüngsten Schwester meines Vaters, wir beiden waren nur ein knappes Jahr im Alter auseinander und immer die besten Freundinnen als Kinder.

Die Goldhochzeits-Gesellschaft vor dem Altar zur Feier der Messe, ganz hinten stehen links die Eltern meiner Cousine, meines Papas jüngste Schwester und ihr Mann, und meine Eltern.

Wir kommen aus der Kirche nach der Messe, hier könnte ihr nun auch endlich meine Cousine sehen, das zweite Führengelchen, wir beide waren soooo stolz und ganz aufgeregt, und wir fanden uns so schön! Guckt mal auf das Goldhochzeitspaar, mein Opa trägt in der Hand einen Zylinder! Stand ihm gut!

Alle versammelt zum obligatorischen „Hochzeitsfoto“, das muß auch bei der Goldhochzeit so sein! Vordere Reihe ich, das Goldpaar, meine Cousine, hinter ihr meine Eltern, neben meinen Eltern die beiden Schwestern meines Vaters, die Mutter meiner Cousine und meine Patentante, hinter meinem Vater steht der Papa meiner Cousine, hinten über meiner Patentante der älteste Bruder meines Vaters, nach dem Rest der Verwandtschaft dürft ihr mich jetzt nicht fragen, da muß ich passen, ich weiß nur noch, daß das Verwandtschaft aus der Schweiz war, daher war nämlich meine Großmutter gebürtig.

Gratulationsschar vor dem Haus meiner Großeltern,

es war alles festlich mit Fähnchen und Wimpeln geschmückt, meine Patentante überreicht Blumensträuße ans Jubelpaar, ganz links steht mein Papa.

Meine Eltern und die Eltern meiner Cousine gratulieren dem Jubelpaar, vorne spricht mein Vater seiner Mutter Glückwünsche aus mit einem lieben Händedruck!

Das waren nun die Bilder von der Goldhochzeit meiner Großeltern, sie haben viele, schöne Erinnerungen an einen einmaligen Tag geweckt, an den ich so gerne zurückdenke.

Und nun steht am Sonntag wieder solch ein wunderbarer Jubeltag an, ich freu mich schon sehr auf die Feier, die am Sonntagmorgen auch in der Kirche beginnt, und hab lange über ein Geschenk nachgedacht, bin auch wieder fündig geworden und möchte euch nun daran teilhaben lassen.

Als erstes die Glückwunschkarte, die ich ausgesucht habe zu diesem schönen Tag

innen hab ich sie mit einem besonderen Gedicht und meinen persönlichen Glückwünschen gestaltet. Als Geschenk hab ich ein feines Buch gefunden

über die Zeit, beginnend mit dem Jahr der Hochzeit von Steffis Eltern bis heute, ich glaube, da freuen sich die beiden bestimmt drüber. Auf der Suche nach noch etwas besonderem, eigenen, bin ich mit diesen Materialien fündig geworden

ich wollte eine Kerze selbst gestalten zur Goldenen Hochzeit.

Und das ist das Ergebnis

die Rückseite zeigt zwei Herzen, aus denen zwei andere Herzen hervorgegangen sind, Steffi und ihr Bruder.

Ist doch recht hübsch geworden, oder?

Hübsch verpackt, werde ich mein Geschenk dann am Sonntag überreichen.

Auch zur Goldhochzeit gibt es Bräuche, der Farbe Gold wird ja eine besondere Kraft zugeschrieben, sie symbolisiert Licht, Beständigkeit und Weisheit. Die Alchemisten des Mittelalters sahen in Gold die Verbindung zwischen dem weiblichen Prinzip in Form von Quecksilber und dem männlichen Prinzip in Form von Schwefel. Zur goldenen Hochzeit kommt natürlich auch ein Kranz zum Einsatz, zum Beispiel aus gold besprühtem Buchsbaum, Tanne oder Eichenlaub. Solch einen Goldkranz trägt dann auch die goldene Braut, der Kranz als runder Kreis ist ein Symbol für Einheit, für das Vollkommene. Man kann ihn auch mit goldenen Rosen bestecken, wird er mit roten Bändern geschmückt, sollen diese symbolisch Hexen und böse Geister vertreiben. Manche Ehepaare überreichen sich an diesem Tag einen zweiten goldenen Ring, verbunden wird dieses Ritual mit einem erneuten Treueversprechen in einem festlichen Dankgottesdienst.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Was wäre ein solcher Ehrentag ohne Musik, was wäre ohnehin das Leben ohne Musik, also hab ich natürlich auch zu diesem Anlaß wieder gesucht und bin bei zwei Liedern gelandet, die ich persönlich gerade zu diesem Tag wunderschön finde und die zu meinen Lieblingsliedern zählen:

Gesungen von Heinrich Schlusnus, einem Lieblingssänger meines Vaters, ich mag so alte Aufnahmen sehr.

Ich liebe dich, so wie du mich,
am Abend und am Morgen,
noch war kein Tag, wo du und ich
nicht teilten unsre Sorgen.

Auch waren sie für dich und mich
geteilt leicht zu ertragen;
du tröstest im Kummer mich,
ich weint in deine Klagen.

Drum Gottes Segen über dir,
du, meines Lebens Freude.
Gott schütze dich, erhalt dich mir,
schütz und erhalt uns beide.

(Text: Karl Friedrich Wilhelm Herrosee, Musik: Ludwig van Beethoven)

Und noch einem Lied mit Erinnerung an meinen Vater, weil es vom Donkosaken-Chor gesungen wird, den er so liebte:

In deutsch hab ich es auch nochmal, die Fassung gefiel mir auch sehr gut:

Der Text steht unter dem Video.

Mit einem kleinen, feinen und, wie ich finde, passendem Gedicht von Ringelnatz

Privat-Telegramm

Unsere Kasse darf leer sein.
Doch dein Herz darf nicht schwer sein.

Jedes entschlüpfte harte Wort
von mir, – streichle du sofort!
Und rate mir in gleichem Sinn!

Jedes Schmollschweigen tobt ohne Sinn
hetzerisch durch die Brust.
Ärger ist stets Verlust,
und Verzeihung ist immer Gewinn.

Unserer beider Herzen mögen schwer sein
durch gemeinsames Mißgeschick.
Aber keine Stunde zwischen uns darf liebeleer sein.
Denn ich liebe dich durch Dünn und Dick.

(Joachim Ringelnatz)

schließe ich nun diesen Eintrag und hoffe, er hat euch gefallen.

Habt alle einen feinen Freitag und ein wunderschönes Wochenende, wünschen euch eure Chefredakteurin Monika mit Co-Autor und rasender Reporterin Mimi sowie euer Volontär Ruddi

Habts fein!

UFO-Alarm!

  

Bim, Bam, Bum

Ein Glockenton fliegt durch die Nacht,
als hätt er Vogelflügel,
er fliegt in römischer Kirchentracht
wohl über Tal und Hügel.

Er sucht die Glockentönin BIM,
die ihm vorausgeflogen;
d.h. die Sache ist sehr schlimm,
sie hat ihn nämlich betrogen.

»O komm«, so ruft er, »komm, dein BAM
erwartet dich voll Schmerzen.
Komm wieder, BIM, geliebtes Lamm,
dein BAM liebt dich von Herzen!«

Doch BIM, dass ihr’s nur alle wißt,
hat sich dem BUM ergeben;
der ist zwar auch ein guter Christ,
allein das ist es eben.

Der BAM fliegt weiter durch die Nacht
wohl über Wald und Lichtung.
Doch, ach, er fliegt umsonst! Das macht,
er fliegt in falscher Richtung.

(Christian Morgenstern)

 Hi, Folks, da bin ich wieder, euer Co-Autor, eure Mimi, denn heute ist wieder Montag und wir wollen lustig die neue Woche beginnen!

Und mir geht es wie Frauchen beim letzten Eintrag, ich liebe sie, die Fragezeichen in euren Augen! Das ist ja wieder ein Gemenge, UFO-Alarm im Titel, Glocken in der Girlande und im Gedicht, und ich nochmal im Mond, wat datt denn???

Tja, das ist eigentlich ganz einfach, denn ich wollte ja was lustiges zum Montag gleichzeitig mit Bildern von Frauchen, und da haben wir beide hier getüftelt und folgendes ausgebrütet, lach!

UFO-Alarm??? Ja, guckt mal, in unserem Wohnzimmer ist ein UFO gelandet:

Hihihihi, Frauchen hat selber so gelacht, als sich beim hochladen der neuesten Bilder hier das von ihr fotografierte Kerzchen in der Glasvase als UFO erwies! So sieht das von der Seite aus

und durch das Muster vom Kerzenglas wurde das, von oben fotografiert, halt zu einem UFO!

Dann hätten wir das geklärt! Und die Glocken? Ja, es sollte doch was lustiges sein, und wenigstens einen Bezug zum fliegen haben, und da bot sich dieses knuffige Gedicht von der verliebten, fliegenden Glocke an, wir hatten beide so einen Spaß, Frauchen und ich! Und damit ist natürlich auch klar, warum ich nochmal im Mond……siehe UFO! Fliegt am Mond vorbei!

Da hoffe ich doch mal, daß ihr alle euren Spaß hattet am kleinen, kurzen Montagseintrag, der fröhlich in die neue Woche einstimmen soll, Frauchen hat noch kurz was in eigener Sache, da geb ich die Feder mal eben weiter:

Ja, erst wußte Mimi gar nicht, was sie montäglich hier wieder schreiben sollte, aber da konnte ich ihr mit meinen Kerzenbildern aus der Patsche helfen, hihihi! Und ich zeig euch jetzt auch noch was feines, ich hab nämlich Rückmeldung vom Eintreffen des Rattenschals bei seiner neuen Besitzerin bekommen, ein süßes Video, das ich hier leider nicht zeigen kann, weil da die kleine Maus ganz drauf ist, wie sie sich über ihren Schal freut, das war so herzig, sie hat richtig gestrahlt und ich hab mich natürlich sehr gefreut!!! Und ein Bild hab ich bekommen, und das kann ich zeigen, weil man Bilder ja immer entsprechend bearbeiten und verändern kann, also büddeschön:

Ich freu mir hier ein Loch in den Bauch, ich glaube, das könnt ihr alle nachvollziehen. Paßt doch auch ganz fein zu einem fröhlichen Wochenbeginn, und damit laß ich Mimi jetzt den Schluß machen!

Ja, Folks,  da bin ich nochmal wieder, fein mit dem Schal für die kleine Nichte der Kinder vom Dosenöffner, nicht wahr, ich hab mich auch sehr für Frauchen gefreut!

So, ihr lieben alle, dann habt mal einen feinen, fröhlichen Montag und einen guten Start wieder in die neue Woche!

Habts fein! Wünschen euch  Mimi und Monika. 

Mülheimer Gottestracht

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Fronleichnam

Hoch vom Himmel strahlt die Sonne
nieder auf den grünen Hag,
freudig quellen alle Herzen:
Heute ist Fronleichnamstag!

Weithin tönt vom Turm die Glocke,
feierlich, mit Macht und Klang,
weckt im sinnenden Gemüte
süßer Sehnsucht tiefen Drang.

Und das Herz will sich erheben
über Kleinmut, Angst und Not,
sich zu blauen Höhen schwingen,
fürchtend Leben nicht und Tod!

Hätten wir die Kraft des Glaubens,
wie Kristall so fest und rein,
leichter trüge sich des Lebens
armer, trügerischer Schein.

Doch wir wandeln trüb und trüber
durch das dunkle Erdental,
statt uns innig zu bereiten
für ein göttlich Abendmahl.

In des Lebens eitlem Kampfe
wird uns in der Seele dumpf
und im stolzen Flug des Geistes
werden bald die Flügel stumpf. . –

Sei, was muß! Doch einmal laßt uns
freien, reinen Herzens sein;
wie zum Beten, glockentönend,
steigre sich das innre Sein!

Bringt an Blumen, was ihr findet!
Sommergolden glänzt der Hag —
schmückt euch mit dem Gold der Freude:
Heute ist Fronleichnamstag!

(Fritz Lemmermayer)

Hochfest Fronleichnam, dazu hatten wir schon einmal einen Eintrag, auf den ich später noch mal zurückkommen werde.

Meine Kinder wohnen ja nun schon fast ein Jahr in Köln, genau in Köln-Mülheim, und da hatte ich was „im Hinterkopf“, nämlich eine Schiffsprozession zu Fronleichnam, gedacht, getan, gegockelt….und fündig geworden:

Die Mülheimer Gottestracht!

Das größte Fest in Mülheim ist die „Mülheimer Gottestracht“, die wahrscheinlich seit dem 14. Jahrhundert gefeiert wird. Hierbei handelt es sich um die größte Schiffsprozession auf dem Rhein. Das Schützen- und Volksfest der Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Mülheim am Rhein von 1435 beginnt mit der Prozession an Fronleichnam und endet am Sonntag der gleichen Woche. Der Festplatz für das viertägige Schützen- und Volksfest ist unter der Mülheimer Brücke am Rheinufer.

(Quelle: Wikipedia, aus: Mülheim (Köln)

https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BClheim_(K%C3%B6ln)

Die Heimatgemeinde dieser ganz besonderen Fronleichnamsprozession ist die Pfarrgemeinde St. Clemens und Mauritius, auf ihrer Internet-Seite informiert sie über den diesjährigen Ablauf:

http://www.clemens-mauritius.de/gottestracht.html

Wer Lust hat auf mehr an Bildern und Informationen, dem empfehle ich diese Seite

http://www.muelheimer-gottestracht.de/

kann man herrlich drin stöbern!

Mich hat natürlich wieder der geschichtliche Hintergrund interessiert, und da ich ja immer so gerne alte Bilder aus vergangenen Tagen hier einstelle, bin ich auch bei der Mülheimer Gottestracht fündig geworden.

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(Mülheimer „Rheinfahrt“ an Fronleichnam, Gottestracht auf dem Rhein, Mülheim am Rhein, 18. Jhdt., Stahlstich W. Engels, Cöln)

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(Litographierte Postkarte um 1900, Mülheimer Gottestracht)

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(Litographierte Postkarte 1904/1914, Mülheim mit Gottestracht)

Es muß ein wunderschöner Anblick sein, wenn die Schiffe diese Prozession vollziehen, Fronleichnam ist ja ohnehin ein Fest mit viel „Gepränge“, und so hab ich mich mal auf die Suche nach Videos gemacht und bin auch dort fündig geworden:

Das würde ich gerne mal „live“ sehen, vielleicht ergibt sich die Gelegenheit ja mal bei einem Besuch bei den Kindern.

Und nun kommen wir noch mal auf den alten Eintrag zu Fronleichnam zurück

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2013/05/30/fronleichnam-16071134/

in dem ich die Mülheimer Gottestracht auch schon erwähnt habe, nicht ahnend, wie eng ich noch mal damit verbunden sein werde.

In diesem Eintrag hatte ich Bilder von mir und Björn als Kommunionkind eingestellt, und in einem Kommentar hatte ich erwähnt, daß ich in meinem Fundus sowohl meine Kerze, das Kränzchen und auch das Kerzentuch aufbewahre, nun trete ich mal den Beweis an, ich hab alles mal rausgekramt und fotografiert, die neue Kamera liefert so schön Details:

Bilder u. Größen 029

Kerzentuch, Kerze und Kränzchen

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Kerzenverzierung

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Kränzchen

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Kerzentuch

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auf der Hand mit Kerze

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Kränzchen und Kerzentuch

Eine kleine Diashow aller Bilder, die ich damit gemacht habe:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Hier könnt ihr das damalige Kommunionkind noch mal bewundern:

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Zum Abschluß meines Eintrags möchte ich euch noch ein bissel wissenswertes über das Fest Fronleichnam vermitteln

http://www.brauchtum.de/sommer/fronleichnam.html

und mit zwei alten Gemälden zur Fronleichnamsprozession schließe ich dann meinen Eintrag.

Adolph_von_Menzel,_Prozession_in_Hofgastein

(Adolph von Menzel, Prozession in Hofgastein, Fronleichnamsprozession in Hofgastein, Adolph Menzel, 1880)

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(Die Fronleichnamsprozession verläßt die Stromberger Kreuzkirche, Heinrich Schilking, 1840)

Ich wünsche allen, die einen haben (Fronleichnam ist ja nicht bundesweit ein Feiertag) einen gesegneten und frohen Fronleichnamstag und allen anderen natürlich auch einen wunderschönen Tag! Vielleicht mit Sonne, für die Prozessionen wäre das ja wirklich schön! Und nachmittags könnte man dann einen schönen Spaziergang machen, sofern man frei hat, die Kinder, von deren Stadtteil hier ja so umfangreich die Rede war, hätten dazu einen wunderschönen Park direkt vor der Haustüre:

Park Köln-Mülheim bei den Kindern

(Bild: B. Zimmermann)

Habts fein!

 

 

 

 

Lichtblick

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Das Licht

Ein Traum nur war es, ein Gesicht,
aus Dämmerung geboren:
Es kam des Wegs ein kleines Licht,
als hätt`s den Weg verloren.

Es zitterte und schwankte sacht
und flackerte im Winde;
getragen wurd es durch die Nacht
von einem zarten Kinde.

Das schützte mit der rechten Hand
das Flämmchen, mit der feinen,
es glänzte durch die Fingerwand
ein rosenrotes Scheinen.

Was bist du für ein Seelchen, Kind?
Sprach ich aus meinem Traume.
Sogleich erlosch das Licht im Wind,
und dunkel war`s im Raume.

(Gustav Falke)

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Licht ist elektromagnetische Strahlung, die für den Menschen sichtbar ist. Dieser Teil des elektromagnetischen Spektrums reicht von 380 nm bis 780 nm Wellenlänge.
Das Licht wird beschrieben als elektromagnetische Wellen und Strahlenoptik.
Licht wird an spiegelnden Oberflächen reflektiert.
An der Grenzfläche zwischen zwei Medien wird Licht gebrochen, d.h. ein Strahl ändert an dieser Grenzfläche seine Richtung.

Man unterscheidet zwischen thermischen und nicht-thermischen Strahlen.
Thermische wären z. B. eine brennende Kerze, der Glühdraht einer Glühbirne oder die Sonne.
Nicht-thermische treten bei LED`s, Polarlichtern oder Leuchtkäfern auf.

Licht liefert den Pflanzen neben Wasser die wichtigste Energie für die Fotosynthese.
Licht steuert den Tag- und Nachtrythmus und ist für das Leben auf der Erde sehr wichtig.

Licht ist, wie Feuer, einer der bedeutendsten Phänomene für alle Kulturen. Künstlich erzeugtes Licht aus Lampen ermöglicht dem Menschen ein angenehmes und sicheres Leben auch bei Nacht.

Licht und Leuchte werden auch als Symbol für Intelligenz verwendet,
z. B. „einen Lichtblick haben“ oder „geistige Umnachtung“.

Im Christentum steht das Licht als Jesus Christus selbst für die Erlösung des Menschen aus der Gottesferne.

In der biblischen Schöpfungsgeschichte ist das Licht das erste Werk Gottes: „Es werde Licht!“

(Quelle: Wikipedia)

„Es werde Licht!“
Das genau hat mich zu diesem Eintrag veranlaßt!:yes:

Ich möchte soooo gerne mal wieder die Sonne sehen!:yes: (Wieviele Wettereinträge hatten wir hier eigentlich schon?!):??:

Sonne? Das ist das hier:

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Jaja, genau, warm, hell, steht oben am Himmel!:>>

Wenn das Licht mal eine längere Zeit fehlt, weiß man erst mal, wie wichtig es ist, für alles auf der Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen!
Ich glaub manchmal, aus diesem Grund (des Lichtmangels!) hat man Weihnachten in die dunkle Jahreszeit geschoben, da konnte man dann so richtig aus Herzenslust leuchten!

Licht besitzt etwas magisches, und offenes Feuer hat selbst für den zivilisierten Menschen noch etwas geheimnisvolles und beunruhigendes, ungezähmtes und wildes!

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Und wie anheimelnd und gemütlich ist es, bei Dunkelheit Kerzen anzuzünden! Bei solchem Licht rücken die Menschen immer näher zusammen als bei Kunstlicht!

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Welche Mystik liegt im Polarlicht:

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Laternen weisen uns den Weg durchs Dunkel:

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Licht dient dem Menschen auch zur Sicherheit, z.B. bei Leuchttürmen!

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Und ein Regenbogen ist ein Zeichen aus Licht und Wasser!

Es gibt natürlich auch noch ein aktuelle Ereignis,:yes: daß mich zu diesem Eintrag über Licht animiert hat: In unserem Stadtteil war heute das 8. Lichterfest (es findet jedes Jahr Ende Januar statt), rund um unsere Kirche gibt es dann alles, was mit Licht zu tun hat, Feuerschlucker, bengalische Beleuchtung, Aufführungen mit Licht, jedes Jahr ist ein Schmied dabei, der seine Kunst zeigt, und der krönende Abschluß ist dann immer ein wundervolles Feuerwerk, das an Schönheit seinesgleichen sucht, und ich hab jedes Jahr an meinem Küchen- und Schlafzimmerfenster den Logenplatz dafür, herrlich!:yes:;D
Ihr ahnt es sicher schon, ich kann neuerdings fotografieren,:yes: was lag also näher, als dieses Feuerwerk fototechnisch auszuprobieren, hier eine kleine Kostprobe:

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Und das alles kann ich im kuschelig Warmen genießen!:))

Wo wir es uns heute ohnehin wieder an unserem Kamin gemütlich gemacht haben, Mimi und ich!

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Licht kann auch so schöne Glitzerreflexe zaubern, das hab ich vor einiger Zeit mit meinem Maronenverkäufer-Häuschen ausprobiert, guckt mal:

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Oder auf meiner Bernsteinkette mit Armbändchen, das paßt noch ein bissel zum vorhergehenden Eintrag:

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Mit meinem Lichtütchen-Engel möchte ich euch nun ins Wochenende entlassen, ich wünsche euch Licht auf all euren Wegen (und uns allen auch mal wieder von oben,:)))und denkt immer daran:

„Es ist besser ein einziges kleines Licht anzuzünden als die Dunkelheit zu verfluchen!“

(Konfuzius)

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Habt ein feines, lichtes Wochenende!

:wave: