Pfingsten on the rocks

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Pfingsten

Pfingsten, das heißt: das Neuste vom Schneider,
helle Hosen und weiße Kleider,
neue Sonnenschirme und neue Hüte
mit Bändern und Blumen, jeder Güte.

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Pfingsten, das heißt: sich drängen und stoßen,
und quetschen und schieben, die Kleinen und Großen,
besetzte Bahnen, Tramways und Breaks,
heißt: Schinken und Spargel und Rührei und Steaks,
Maibowle, Bier, frohe Gesichter
und ab und zu ein lyrischer Dichter.

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Pfingsten heißt auch: Fiedel und Flöte,
ein Zitat aus Reineke Fuchs von Goethe,

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heißt Tanz und Predigt, heißt Kirche und Schenke.
was heißt Pfingsten nicht alles, wenn ichs bedenke.

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Eins noch vor allem, vom ganzen Feste
ist das das Schönste, ist das Beste:
Das junge lachende Maienlaub,
hell wimpelnd über Lärm und Staub,
des Lebens grüne Standarte. Hurra!
Freue dich, Mensch! Pfingsten ist da!

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(Gustav Falke)

Ja, „freue dich, Mensch, Pfingsten ist da!“, und wie angekündigt, mit ihnen die Eisheiligen, am heutigen Pfingstsonntag zieht als letzte die „Kalte Sophie“ durch! Und dann sind sie hoffentlich wieder Geschichte, denn nach den herrlichen Tagen vor Pfingsten ist das Thermometer am Pfingstsamstag um satte 12 Grad gefallen! Und deshalb eben „Pfingsten on the rocks„!

Pfingsteinträge gab es hier schon mehrmals, daher mußte ich mir natürlich wieder was ganz neues einfallen lassen, und da ich in den vergangenen Tagen die Berichte über unsere „Ponderosa“ wieder aufgenommen habe, setzen wir an Pfingsten diese feiner Serie fort und wie im letzten Eintrag zum Muttertag versprochen, folgen nun die Kater, die ja schließlich auch maßgeblich am Eintrag zum Muttertag beteiligt waren, lol!

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Gleich vorweg muß ich dazu sagen, daß es von den Katern nur ganz wenige bzw. gar keine Bilder gibt, womit dieser Eintrag dann mal eine ganz alte Form dieses Blögchens wieder aufgreift: Text! Und Bilder wie ganz am Anfang hier, als ich noch keine Knipse hatte!

Alle Märchen beginnen mit „es war einmal“ und so fang ich mein wahres Märchen hier eben auch so an:

Es war einmal in einer kalten Winternacht, Schnee lag auf den Feldern rings um die Ponderosa, aus deren Fenstern heller Lichtschein in die dunkle Kälte der schneebedeckten Terrasse strahlte. Drinnen saß mein damaliger Chef und Freund bei einer Tasse Tee gemütlich lesend im Warmen. Im Hintergrund lief leise Musik, ein Stück von Beethoven, als ein Geräusch an der Terrassentür ihn hochblicken ließ. Und was oder wer hatte dieses Geräusch verursacht? Vor der Terrassentüre saß, mit sehnsüchtigen Augen ins Warme blinzelnd, eine Katze! Mein Chef war Tierfreund, also erhob er sich langsam und ging vorsichtig zur Terrassentüre. Die Katze blieb sitzen. Langsam öffnete er die Türe, und siehe da, darauf hatte die Katze nur gewartet, mit einem leisen „Miau“ strich sie an seinen Beinen vorbei ins warme Innere! Begutachtete mit einem kurzen Rundumblick das Wohnzimmer und legte sich behaglich auf den Teppich!

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Diese Katze war, wie etwas später festgestellt wurde, ein prächtiger Kater, von Farbe und Aussehen wie auf diesem Bildchen, und so trat „Beethoven“ als erster Kater der Ponderosa ins Leben meines Chefs! Benannt nach der Musik, die lief, als er das erste Mal auf der Bildfläche erschien! Er hatte sein Zuhause gefunden und blieb! Kein bißchen scheu begrüßte er am anderen Tag auch mich und meine Kollegen, wir haben uns alle sehr gefreut, war er doch eigentlich der Beginn des sich später immer mehr mit tierischen Bewohnern füllenden „Bauernhof“ der Ponderosa!

Der Winter war in dem Jahr, in dem Beethoven erschien, lang und kalt, und an späteren Abenden, in der Dämmerung, beobachtete mein Chef draußen eine weitere Katze, aber am äußersten Rand der Terrasse und wesentlich scheuer als Beethoven, sie kam auch nicht rein! Im Laufe der Zeit drängte sich der Verdacht auf, daß es vielleicht eine Freundin von Beethoven wäre, und so nannten wir den scheuen Gast Suse!

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Mit der Zeit kam Suse auch näher, ganz langsam verlor sie ihre Scheu, und eines Tages tauchte sie unten in den Büroräumen auf, wo mein Chef an einem hinteren, kleinen Fenster zum Treppenaufgang zu seiner Wohnung eine „Katzenklappe“ für seinen Beethoven gebastelt hatte! Na, und da war das Erstaunen dann sehr groß, denn Suse entpuppte sich als ein wahrer Brocken der Kategorie Katzen und war……ein Kater! Womit die Namenswahl dann nicht schwer fiel, fortan hieß er „Suse-Kater“!

animaatjes-katten-92769 So ähnlich sah er wirklich aus, viel dunkler als Beethoven, ein Prachtkerl von Kater, groß und schwer, wir hatten immer den Verdacht, er wäre noch sowas wie ein halber Wildkater! Wofür auch sein Charakter sprach, er blieb allen gegenüber sehr zurückhaltend, konnte auf Annäherungsversuche sehr grantig mit Fauchen und Pfotenhieben (die Krallen waren beachtlich!) reagieren! Einzig mit mir freundete er sich wirklich an, ich durfte ihn streicheln, und nach einiger Zeit sogar hochnehmen, das mochte er nicht gerade besonders gern, aber er ließ mich gewähren, ich mußte nur auf der Hut sein, seine „kleinen Zeichen“ zu verstehen, wenn er runter wollte, sonst machte auch ich Bekanntschaft mit seinen Krallen. Außer mir traute sich niemand an ihn ran, und es ging das Wort um, für Suse-Kater bräuchte man einen Waffenschein, hihihi! Ich habe diesen Kater so geliebt, im Laufe der Zeit lief er mir mitunter auf Schritt und Tritt hinterher, stieg an meinem Bein hoch und forderte mit „Köpfchen geben“ heftig Streicheleinheiten ein, reagierte ich auf diese „Zärtlichkeiten“ nicht pronto, ließ er sich mit Zähnen und Krallen an ……meinen Schuhen aus! Er hat niemals dabei mein Bein oder meinen Fuß erwischt, gezielt ging er auf die Schuhe los, ich hatte damals irgendwann „Büroschuhe“, lol, weil ich sonst in Abständen von 14 Tagen jedes Mal völlig zerrupfte Schuhe gehabt hätte, das ist wirklich nicht übertrieben!

Nun hatte die Ponderosa also zwei Kater, Beethoven bezog die erste Etage beim Chef, Suse-Kater blieb unten in den Büroräumen. Und beide Kater waren sich wahrlich nicht hold, wie das bei Katern nun mal so ist. Beethoven saß dann mitunter wie ein Zerberus oben auf der Treppe zu seiner Wohnung und wartete darauf, daß Suse-Kater unten erschien, um die Katzenklappe zu benutzen. Das war jedes mal ein Schauspiel, oben der Herr der oberen, unten der Herr der unteren Etage. Beide saßen wie die Statuen und maunzten sich ganz kehlig und rauh gegenseitig an, ohne sich dabei anzusehen. Wir haben das oft beobachtet, allerdings aus sicherer Entfernung, denn wenn die Köpfe rumgingen und sich die Blicke der beiden trafen, war das ein Kampfsignal, im nächsten Augenblick sah man dann nur noch ein Knäuel von Fell, aus dem hin und wieder ein Haarbüschel spritzte! Die meisten Kämpfe waren kurz und sehr intensiv, voll zur Sache ging es nie und die Kontrahenten trennten sich immer als gemeinsame Sieger, lach, wir hatten immer den Eindruck, die beiden brauchten diesen Sport, danach war dann der Tag rund und perfekt, lol!

Einige Zeit später zog dann in der oberen Etage aber doch noch ein weiterer Kater ein, da Beethoven ein Freigänger war und intensiv blieb, brachte mein Chef eines Tages aus dem Tierheim einen schwarzen, damals noch kleinen Kater mit. Dieser Kleine hat Beethoven nie gestört, sie haben sich gegenseitig akzeptiert, er wurde Bertold getauft und von ihm gibt es „richtige“ Bilder:

Berthold Lassie-Kater

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Bertold Lassie-Kater

So stand er oft an der Terrassentür, er ging zwar auch raus, aber war kein unbedingt leidenschaftlicher Freigänger, später erhielt er den Beinamen „Lassie-Kater“, weil er wie ein Hund kam, wenn man ihn rief! Er konnte sonstwo in den Feldern umherstreifen, wenn Cheffe von oben rief, kam er im wahrsten Sinne des Wortes angaloppiert!

Hier „kämpft“ er gerade mit der Katze Lucy, die zwecks weiterer Vermittlung kurzfristig im Haushalt von Cheffe untergebracht war, das war immer ein knuffiger Anblick, denn Lucy war weiß und Bertold ganz schwarz!

Lucy und Bertold

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Später kam dann noch ein roter Kater dazu, mit Namen Peter

animaatjes-katten-95263 von ihm gibt es leider auch kein Bild, aber etwa so sah er aus! Peter ist irgenwann mal ganz unglücklich aus einem Regal abgestürzt und hat sich dabei seinen Schwanz angebrochen, das ist zwar gut wieder verheilt, aber da der Schwanz Katzen ja auch zum ausbalancieren beim springen dient, wurde dann aus Peter ein „Indoorkater“, den wir leider nicht mehr ins Freie lassen konnten. Er war allerdings ein verschmuster Kerl und ich glaube, es hat ihm nicht so viel ausgemacht.

Da die Kleinen von unseren Katzen mit der Zeit ja auch heranwuchsen, und wir nicht immer alle Katzen drinnen haben konnten und wollten, haben meine Kollegen und Cheffe ein ganz feines Katzenhaus vor den großen Bürofenstern unten gebaut, und das wurde auch lebhaft frequentiert und gut angenommen. Und da erinnere ich mich jetzt an ein „Ritual“, in dem mein Suse-Kater die tragende Rolle spielte, hihihi!

Ein Kollege von mir hatte eine Quelle für Wurst- und Fleischreste für unsere Fellnasen aufgetan, animaatjes-worst-10848 und für die Kleinen brachte er mitunter auch Aufschnittreste mit, die hat er dann schön gleichmäßig und gerecht auf die Näpfchen aufgeteilt, animaatjes-worst-13956 die in der Hütte standen, das Geräusch der klappernden Näpfchen lockte dann die Kleinen immer sofort in die richtige Richtung, aber noch jemand bezog bei diesem Geräusch sofort Position: Suse-Kater! animaatjes-worst-55332

Stellt euch das also folgendermaßen plastisch vor:

Suse-Kater setzte sich beim oben beschriebenen Geräusch auf die Fensterbank der Bürofenster, die ebenerdig waren, in der Mitte derselben in Positur. Die Kleinen kamen dann von links angeflitzt, um zu den Näpfchen zu gelangen, sobald das erste in Sichtweite kam, hob Suse-Kater seine Pfote. Und es ist nicht gelogen und nicht übertrieben, jedes Kätzchen latschte dann gottergeben im Gänsemarsch an ihm vorbei, und jedes kriegte mit der Pfote einen „Katzenkopp“, lol, wir haben über dieses Schauspiel Tränen gelacht, das wiederholte sich genauso immer wieder, kein Kleines wurde dabei verletzt, und Suse-Kater ging danach seiner Wege, an der Wurst war er nicht interessiert, nur an seiner Autorität, hihihi! Pappa ante portas, lach, denn einige der Kleinen waren ja auch von ihm.

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Mit meinem Suse-Kater gibt es noch so eine knuffige Begebenheit, wir haben eines Tages mal zwei kleine Kitten gebracht bekommen,  die offensichtlich ausgesetzt wurden, wir waren ja immer die Anlaufstelle für Findelkinder. Bis wir sie dann vermittelt bekämen, haben wir ihnen unten im Büro einen feinen Karton zum schlafen fertig gemacht, mit Kuscheldecke drin, sehr gemütlich.

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Abends, bevor ich meinen Dienst beendet habe, hatte ich noch mal nach ihnen gesehen, da lagen sie fein zusammengekuschelt in ihrem Karton.

Als ich dann am anderen Morgen meinen Dienst angetreten habe, wollte ich in den hinteren Räumen noch irgendwas holen, geh so unbedarft an dem Karton vorbei, guck so flüchtig……Moment, hier stimmt was nicht?! Ääääh, in dem Karton liegt……Suse-Kater! Hat der dicke Kerl die Kleinen da raus expediert und sich selbst in den Karton gekuschelt, nach dem Motto „Raum ist in der kleinsten Hütte bzw. Karton“! Und die Kleinen lagen aneinander gekuschelt daneben! Er war schon ein Filou, mein Suse-Kater!

So, das waren nun die Geschichten der Kater, ich hoffe, es hat euch gefallen! Pfingsten hat ja bekanntlich zwei Feiertage, da habt ihr fein was zu lesen!

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Damit wünschen wir, mein Co-Autor Mimi Mimi Muttertagsbild f. Dosenöffner und ich, euch ein ganz wunderschönes Pfingstfest, auch wenn das Wetter nicht so ganz mitspielt wie gewünscht!

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Habts fein!