Grafschafter Wochenanzeiger – Das Redaktionsteam begrüßt den Juni!

Sommerabend

Klar ruhn die Lüfte auf der weiten Flur;
fern dampft der See, das hohe Röhricht schimmert
im Schilf verglüht die letzte Sonnenspur;
ein blasses Wölkchen rötet sich und schimmert.

Vom Wiesengrunde naht ein Glockenton;
ein Duft von Tau entweicht der warmen Erde,
im stillen Walde steht die Dämm’rung schon,
der Hirte sammelt seine satte Herde.

Im jungen Roggen rührt sich nicht ein Halm,
die Glocke schweigt wie aus der Welt geschieden;
nur noch die Grillen geigen ihren Psalm.
So sei doch froh, mein Herz, in all dem Frieden!

(Richard Dehmel)

Halli, hallo, liebe Leser des Grafschafter Wochenanzeigers, hier meldet sich euer Redaktionsteam in eigener Sache, denn pünktlich zum meteorologischen Sommerbeginn am 1. Juni meldete sich der Sommer mit herrlichem Wetter und der ersten wirklich wunderbar lauen Sommernacht! Na, und das haben wir natürlich alle in vollen Zügen genossen, schließlich soll die sommerliche Pracht zu Beginn der nächsten Woche ja schon wieder vorbei sein! Und da Genuß immer doppelt ist, wenn man ihn teilt, teilen wir nun mit euch unseren Balkonientag!

Mimi war natürlich flugs in ihrem Brotkasten, ihr Dosenöffner, Verzeihung, die Frau Chefredakteurin natürlich, kramte noch geheimnisvoll im Wohnzimmer rum, was hat sie denn da in der Hand?

Ach, Frauchen, das ist aber schön, ein neuer Lampion für Balkonien, in deiner Lieblingsfarbe rot, und solarbetrieben, na, das ist aber fein!

Ist das nicht ein herrliches Rot? Hab ich mich drin verliebt, wir sind alle sehr gespannt, wie er wohl aussieht, wenn er abends dann leuchtet.

Das Material ist sogar wie Stoff, da könnte das eventuell ruhig mal bissel feucht werden, aber bei Regen werden wir ihn doch lieber geschützt hängen. Auch wenn er dann wegen der Solarfunktion nicht so doll leuchten wird.

Frau Chefredakteurin ging dann mal Balkonien inspizieren mit der Knipse, dieweil es sich Mimi in ihrem Brotkasten gemütlich machte.

Die Glockenblumen blühen wieder ganz verschwenderisch, unsere dicke Hummel ist begeistert, lach, noch hab ich sie aber nicht fotografisch erwischt.

Die neuen Stauden Himbeere und Johannisbeere wachsen hinter unserer Birke fröhlich vor sich hin, ich bin so neugierig, ob sie in diesem Jahr schon blühen und fruchten.

Die Wicken beginnen zu ranken, und im Kasten mit den Sukkulenten hab ich diese Entdeckung gemacht

sie beginnen wieder zu blühen, freu, freu! Ganz viele Knospenansätze sind schon da!

Wo ist die Mimi???

Na, da, du Mamarazzi, geh weiter knipsen, ich genieße den Sommer!

Unsere Balkonien-Eule freut sich auch wieder über die Glockenblümchen, und der Thymian duftet in der Sonne so schön!

Mmh, ja, höre ich euch fragen, Redaktionsteam, da fehlt aber doch noch jemand, wo ist denn…..hach, da kommt er schon, natürlich, unser Ruddi fehlte, er hatte drinnen noch irgendwas zu kramen, aber dann kam er auch angeflitzt! Und guck euch den Rotzbengel an, frech ab in Mimis Brotkasten!

„Hej, Frollein Reporterin, da bin ich, ihr Volontär-Bär, rutschen Se ma en Stück!“

Mimi ist wirklich sehr abgeklärt im Umgang mit ihrem stürmischen Volontär, seufzend änderte sie kurz ihre Position und ließ ihn machen, vorbildlich!

Sieht das nicht knuffig aus, die beiden da im Brotkasten, ich bin schon sehr stolz auf mein Team!

Irgendwie spricht Mimis Blick Bände, lach, aber wie gesagt, Ruddi durfte!

Ich muß aber auch sagen, er ist schon ein charmanter Bursche und schmiert uns oft genug Honig um Bart und Maul, hihihihi, aber wirklich richtig lieb, er fühlt sich hier halt eisbärpudelwohl und das möchte er auf seine Art dann auch zeigen. Was er dann auch weiter tat und mal kurzerhand der Frau Chefredakteurin den Liegestuhl klaute!

Fand er saugemütlich, kann ich verstehen, ich auch, das Kissen mit dem Häkeleinsatz ist übrigens neu, letzte Woche fertiggestellt, den Häkeleinsatz hatte ich schon länger fertig, ich hoffe, daß es Rosen (was auch sonst?)  sind, kann man sehen? Ruddi fand das sehr gemütlich

wie man sieht, aber lange hielt es den Eisbärburschen nicht an einem Ort gestern, der Tag war halt so sommerlich schön, da schäumte sein Temperament über, er wollte allüberall hin auf Balkonien, na, guckt mal selbst!

Hej, ihr Leser da vor den Bildschirmen, euer Ruddi mittenmang inne Glockenblümkes, klasse, wat?

Thymian steht so nem Ruhrpottbengel wie mir natürlich auch prima, und ej, der duftet, sag ich euch!

Halt ich doch mal ein kurzes Mittagsschläfchen! Schnarch!!!

Möönsch, den tollen roten Ballon hab ich ja noch gar nicht mitgekriegt, muß ich gucken:

Der ist doch wohl knorke, oder, „Balkonien zur Roten Laterne“, lach, Mensch, Mimi, da werden die Kater unten Schlange stehen, wenn dein Balkonien jetzt nächtens mit roter Laterne beleuchtet wird, kicher! Nix für ungut, gaaaaanz ohne Hintergedanken!

Eeek, die Dinger pieken bisken, aber die Frau Chefredakteurin wollte datt so, alldieweil sie sich nämlich beim fotoknipsen von mir gleich in der Fensterscheibe spiegelt, und dann habt ihr eben das ganze Redaktionsteam hier vertreten! Was tut man nicht alles für seine Cheffin!

Hier über dem Salbei und an den tollen Himbeer/Johannisbeerstauden iss aber schöner, wenn die mal so weit sind, daß man die essen kann, bin ich aber dabei, ich liebe Bä(ee)ren!

Vor meiner Nase steht da die Birke, und glaubt mal bloß nicht, Eisbären können nicht klettern, da werdet ihr jetzt aber staunen, ich hab mich übermütig in die luftigen Höhen geschwungen, guckt:

Keine Angst, kann nix passieren, Frau Chefredakteurin ist ja in der Nähe!

Hach, herrlich, so ein Sommertag auf Balkonien, ich bin ganz hin und weg, ist ja mein erster Sommer hier!

Da mußte ich auch unbedingt noch vor posieren, vor dem allseits geliebten und gehüteten Balkonien-Schild, dahinter beginnen dann unsere Redaktionsräume!

Dann hab ich der pennenden Mimi noch einen Besuch abgestattet,

und dann hab ich auch weiter auf Balkonien relaxt! Und Frau Chefredakteurin macht jetzt weiter! Tschüssikovski!!!

Ja, da macht sich mein Team das rundum gemütlich da draußen und ich muß arbeiten mit meiner Knipse, aber ich gönn es ihnen, und wenn ich gleich fertig bin, setz ich mich eh dazu!

Mimis Mümmelgras wächst auch wieder zu ihrer vollen Zufriedenheit vor sich hin, und am Fenster hab ich so ein schönes „Sommerschild“ aus einer feinen Zeitung, finde ich ein herrliches Motto

und noch einmal in voller Pracht mit meinen Orchideen, der Birkenfeige, dem Zitronenbäumchen und dem wunderschönen Rosenlampion.

So haben wir einen herrlichen Balkonientag verbracht, und langsam näherte sich der Abend und es begann zu dämmern, da hatten wir uns alle so drauf gefreut, denn nun kommt leuchtendes Balkonien:

Ist das nicht wunderschön?!

Kleine Galerie, anklicken, groß gucken:

Mimi hat dann auch noch die Nacht angeschwärmt

 

und so haben wir alle gemütlich den Tag und den Abend ausklingen lassen, es gab noch lecker Essen mit Spargel, Kartöffelchen mit Kräutern der Provence und Spargelschinken, Erdbeertarte zum Nachtisch, lecker, sag ich euch! Frau Chefredakteurin hatte dabei noch einen feinen roten Vino, der Rest der Redaktion ist ja noch nicht volljährig und darf nicht, lach! Für sie gab es Gänsewein!  Euer Redaktionsteam hofft nun noch auf einen ebenso schönen Sonntag, und den wünschen wir euch natürlich auch, genießt ihn, wer weiß, wie das Wetter in der kommenden Woche wird, dann haben wir die Tage schon wieder im Sack!

Habts fein wünscht euch das Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger

Monika und Mimi und euer Volontär

Ruddi!

 

Im Dutzend billiger – 12 Tipps gegen die Sommerhitze

Hochsommer

Von des Sonnengotts Geschossen
liegen Wald und Flur versengt,
drüber, wie aus Stahl gegossen,
wolkenlose Bläue hängt.

In der glutgeborstnen Erde
stirbt das Saatkorn, durstig ächzt
am versiegten Bach die Herde,
und der Hirsch im Forste lechzt.

Kein Gesang mehr in den Zweigen!
Keine Lilie mehr am Rain! –
O wann wirst du niedersteigen,
Donnerer, wir harren dein.

Komm, o komm in Wetterschlägen!
Deine Braut vergeht vor Weh –
komm herab im goldnen Regen
zur verschmachtenden Danae!

(Emanuel Geibel)

Hochsommer im Juni!!! Fügen wir also all unseren schon hier stattgefundenen Wettereinträgen noch einen hinzu! Es ist zu heiß!!!!! Und sooooo schwül!!! Es regt sich kein Lüftchen draußen, es ist kein Regen in Sicht, und nächtens kühlt es auch kaum runter drinnen, weil man eben nicht lüften kann, es kommt kein Windhauch!

Da haben wir beide, euer Co-Autor  meine Mimi und ich, uns gedacht, wir geben unserer hochgeschätzten Leserschaft hier mal ein paar gute Tipps gegen diese Brutofen-Hitze.

  1. Wassser!!! Das ist bei heißem Wetter wohl das, was allen als erstes einfällt, Wasser, zum baden im Schwimmbad, zum kühlen der Füße, zum trinken von innen! Oder kalte Güsse!                                                                                   
  2. Eis!!! Zum schleckern, leckere Eisbecher, oder zum kühlen von Getränken in Form von Eiswürfeln!                                                                                                                  
  3. Das Meer!!! Alleine der Anblick von Meerbildern kühlt schon das Gemüt, ein Aufenthalt am Meer wäre bei solchen Temperaturen wie jetzt natürlich das größte!                                                                                                                                            
  4. Winterbilder!!! Auch der Anblick von Schnee und Eis im Winter kühlt herrlich!                                                                                                                                           
  5. Kühlakkus!!! Die sind Mimis Favorit, sie liebt die Dinger in ihrem Karton unter einem Handtuch, kann man sich reinlegen und abkühlen!                       
  6. Kühle Düfte!!! Wenn es als Kerze nach Meer oder kühlender Pfefferminze riecht, tut auch das gut!                                                                                                               
  7. Kühle Getränke!!! Ein kaltes Getränk „zischt“ richtig in der heißen Zeit, natürlich eigentlich ohne Alkohol, aber auch ein schönes, kaltes Glas Roséwein oder ein Weizenbier, ein Radler oder Faßbrause, sind was feines!                                                                                                                                               
  8. Kalte Speisen, wie Salate, sind auch sehr erwünscht in der Hitzezeit, zum Beispiel aus sonnenreifen Tomaten!                                                                                 
  9. Früchte!!! Sommerfrüchte, auf Eis, pur, einfach ein Genuß!                                  
  10. Die Farbe blau!!! Blau ist eine kühle Farbe und tut den Augen gut bei Hitze und den derzeitigen Temperaturen!                                                                                     
  11. Tiere in Eis und Schnee!!! Der Anblick ihres bevorzugten Elementes kühlt ebenfalls beim betrachten!                                                                                                      
  12. Urlaub!!! Wenn man Urlaub hat, ist schönes Wetter ja was feines und man kommt da dann wohl auch leichter mit der Hitze zurecht!                                     

    Ja, das waren sie jetzt, die 12 Tipps zur Sommerhitze, ich hoffe, es hat euch ein bissel Spaß gemacht!

Mimi möchte sich hier natürlich auch noch kurz zu Wort melden, dann geb ich die Feder mal weiter in die bewährten Co-Autor-Tatzen!

 Hi, Folks,

na, was sagt ihr, das war doch mal eine gute Idee von uns mit den 12 Tipps bei Sommerhitze, oder?! Ich finde natürlich am allerschönsten den Tipp mit den Kühlakkus, ich muß euch doch jetzt unbedingt nochmal ein Bild von mir zeigen, als ich gestern bei der Bruthitze in meinen schönen gekühlten Karton abgewandert bin, guckt mal:

Tut richtig gut! Man weiß ja bei der Hitze echt schon nicht mehr, wo man noch was kühles suchen soll, ich bin auch überall rumgewandert

auf dem Balkontischchen, in meinem Brotkasten, es ist einfach überall zu warm! Aber der Karton, der gekühlte, der ist klasse! Oder auch einfach nur die Fliesen auf Balkonien, die bleiben auch recht kühl, und manchmal, wenn der Dosenöffner die Türe offen hat, leg ich mich in die kühle Badewanne!

Apropos Badewanne, Frauchen hatte ja jetzt schon eine Menge Bilder für euch, aber ich hab natürlich auch noch welche, die passen auch zum kühlen und sind aus dem Badezimmer, die zeig ich euch jetzt mal:

Unsere Badezimmermöwe, die heißt übrigens „Meins?“, hihihi, Frauchen sagt, das ist aus dem Film „Findet Nemo“!

Wir haben noch eine Languste und einen Tintenfisch, hihihihi, von Frauchen gemalt:

 Klasse Kerlchen, oder? Der guckt so lustig! Und den hier, den finde ich auch so klasse, das ist eigentlich ein Waschbecken-Stöpsel, aber der paßt nun doch auch so schön zu allem kühlenden hier, da isser:

 Der hat es gut, der sitzt dann in kaltem Wasser! Aber da ginge ich ja eh nicht rein, brrrrr, Wasser ist für mich eben bloß zum trinken da, da hab ich jetzt auch auf Balkonien einen Krug für stehen.

Muß ich nicht immer rein laufen zum süffeln! So, Folks, ich mach jetzt noch bissel Romantik zum Schluß mit unserem schönen Lichterkettchen

ich bin im Brotkasten, aber kaum zu sehen, hihihi, hier ist besser:

Noch eine kleine Leuchte-Galerie

und dann war’s das mit dem Eintrag für den heutigen Sonntag! Mein Dosenöffner und ich, wir wünschen euch einen wunderschönen, kommt bloß alle gut über die Hitze, wir wünschen allen, die ihn nötig haben, endlich den ersehnten Regen, und ich wünsch allen meinen tierischen Kumpels hier, daß sie auch gut die Hitze überstehen, also gehabt euch alle wohl!

 Habts fein, wünschen euch mein Frauchen, Monika, und ich, die Mimi!

 

Sommer-Potpourri

Der Sommer

Der Sommer, der Sommer,
das ist die schönste Zeit:
Wir ziehen in die Wälder
und durch die Au’n und Felder
voll Lust und Fröhlichkeit.

Der Sommer, der Sommer,
der schenkt uns Freuden viel:
Wir jagen dann und springen
nach bunten Schmetterlingen
und spielen manches Spiel.

Der Sommer, der Sommer,
der schenkt uns manchen Fund:
Erdbeeren wir uns suchen
im Schatten hoher Buchen
und laben Herz und Mund.

Der Sommer, der Sommer,
der heißt uns lustig sein:
Wir winden Blumenkränze
und halten Reigentänze
beim Abendsonnenschein.

  

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Der Juni ist da, der Sommer beginnt! Obwohl er ja eigentlich gefühlt schon lange da ist, in diesem Jahr begann er schon im Mai, denn die Temperaturen erinnerten doch sehr bereits an Hochsommer! Heiß und schwül präsentierten sich die letzten Maitage, wettertechnisch begann der Juni dann mit „Waschküchen-Wetter“, grau und schwül! Gegen Abend begann es gestern tatsächlich zu regnen, nicht sehr ergiebig, aber immerhin. Und es kühlte ab, leider kriegt man das noch nicht so richtig in die Wohnung!

Der Hundertjährige Kalender lag für den Mai nicht so ganz richtig, die Hochsommertemperaturen hat er nicht vorausgesagt! Für den Juni verheißt er nun Sommerwetter bis zum 21. Juni, dem kalendarischen Beginn des Sommers, dann sollen Gewitter und Regengüsse folgen, lassen wir uns also mal überraschen. Die Natur braucht den Regen nötig!

Das war vor einigen Tagen mal ein kurzer, aber heftiger Regenguß, die Wiese unten hat schon richtig kahle Stellen!

Wir haben die Tropen-Temperaturen auf Balkonien „ausgesessen“, hihihi, zu allem zu faul und zu träge, lach, und deshalb gibt es jetzt fürs erste Juni-Wochenende hier im Blögchen halt Bilder aus dem Archiv, als Sommer-Potpourri!

Sommerblumenstrauß

paßt so herrlich wieder zu meiner „Storm-Zeit“ 

Ebenso wie Leuchtturm und Meer

             

Juni ist Rosenmonat

 (Rosenstrauch am Brunnen, Helene Stromeyer)

Schmetterlinge gaukeln wieder durch die Lüfte

Erinnerungen ans sommerliche Kindheitsparadies in Höxter werden wieder wach:

Strandwetter hat uns ja der Mai schon beschert

mal sehen, wie es der Juni damit hält!

Es ist wieder Beerenzeit, nicht nur der heimischen Erdbeeren, auch die anderen werden im Laufe des Monats dazu kommen.

 Himbeeren und Johannisbeeren, diese herrlichen roten Johannisbeeren hatte mein Großvater in seinem Garten, da durften wir Kinder naschen, fällt mir immer eine Textzeile von Reinhard Mey ein „Johannisbeer‘n im Garten funkeln rot im Sonnenlicht.“ (Reinhard Mey, aus: „Beim blättern in den Bildern meiner Kindheit“)

Es nähert sich auch die Einmachzeit so langsam wieder, das ist ein Fest auf dem Markt, ich liebe ganz besonders die Saison der Gurken mit dem dazu passenden frischen Dillkraut:

 Sieht doch richtig lecker aus, nicht wahr, mal gucken, wie die Ernte ausfällt in diesem Jahr. Könnte man dann ja mal wieder…..!

Wie die Girlande über dem Gedicht zeigt, ist auch wieder die Zeit der Mohnblumen

ich liebe sie, und freu mich immer noch an meiner kleinen „Büro-Lampe“, die meine nächtlichen Einträge hier immer so freundlich bescheint, mal selbst gemacht mit Folie und Serviettentechnik und…..Mohnblüten!

Sie hat Gesellschaft bekommen von einem kleinen Notizbüchlein, guckt mal:

 Fand ich so schön passend hier für mein „Büro“!

Ganz ohne neue Bilder möchte ich euch aber hier nun auch nicht lassen, und so hab ich allwieder mal meine Sommer-Deko im Hausflur fotografiert, die ja alle Jahre wieder neu ausfällt, büdde schön:

Dieses Jahr maritim

Sommerkränzchen hängt wieder an der Türe

über’m , wie könnte es anders sein, „rosigen“ Namensschild:

Selbstgemacht mit Window-Color! Aber schon vor Jahren, hihihi!

 

Kleine Galerie gefällig? Büdde schön!

Meine „Traum-Finca“ hängt auch wieder draußen an der Wand, da mal Urlaub machen, das wär’s!

Abends, wenn es dunkel wird, mit Timer eingestellt, leuchtet dann mein Laternchen wieder, das sieht immer so hübsch aus.

Und zum Schluß, passend zum beginnenden Sommer und mit einer Gedichtzeile von Theodor Storm, meinem Lieblingsdichter, aus dem Gedicht „Die Nachtigall“

….“Trägt in der Hand den Sommerhut und duldet still der Sonne Glut“
zeig ich euch noch was in „eigener Sache“, in etwas mehr als drei Monaten findet die Hochzeit meiner Kinder statt, und das Muttertier hat schon den passenden „Sommerhut“, guckt:

Naaa???

Mimi fand am schönsten an dem Hut den Karton, in dem er geliefert wurde, der war sofort ihr’s:

Ein Teil davon befindet sich jetzt draußen auf Balkonien, mit Handtuch und Kühlakkus präpariert gegen die Hitze, hihihi! Mimi findet es fein!

Und damit wünschen wir euch jetzt ein wunderschönes Wochenende, mit hoffentlich Regen, wo er nötig ist, und danach mit wieder schönem Juni-Wetter, und mit Mimis neuem Sommerkleidchen

sagen der Dosenöffner und Mimi jetzt tschüß und habts fein! 

Sonntagsbrevier

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Hühner im Regen

Die Hühner sitzen im Regen
in einer Reihe am Zaun.
Das Gackern ist ihnen vergangen.
Sie lassen die Flügel hangen.
Mit größter Besorgnis und Bangen,
wie Pessimisten schaun
die Hühner der Zukunft entgegen.

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Die Enten im Hofe hingegen
sind lustig, trotz Regen und Wind.
Sie watscheln durch Tümpel und schnattern.
Im Schlamm sie die Würmer ergattern
und kennen kein Zittern und Zattern.
Die lustigen Enten sind
die Optimisten im Regen.

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(Fred Endrikat)

Der erste Sonntag im Juni, dem ersten Sommermonat! Aber von Sommer kann ja nun wahrlich noch keine Rede sein, die Wetterkapriolen lassen eher an April glauben! Ein Gewitter jagt das andere, es regnet heftigst, überall und immer wieder gibt es Unwetterwarnungen und manchen Landesteil hat es schon wieder ganz heftig getroffen!

Und da Wettereinträge hier ja nun schon eine lange Tradition haben, (Frühlingsbeschwörungen, Regentänze gegen Sommerhitze und Bittgesänge um Schnee im Winter, lach!) machen wir jetzt hier mal eine Sommerbeschwörung!

Und fahren gleich ganz großes Geschütz auf:

Mein Erdbeer-Elfchen

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beschwört nun mal den Sommer herbei, denn es möchte gerne, daß die Erdbeeren auf unserem Balkonien sich genauso röten wie sein feiner Hut!

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(Vorsicht, hihihi, die wunderbaren roten Früchte ums Elfchen sind „Betrug“, sie sind Deko!)

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Aber gerötete echte Früchte gibt es auch schon, wenn auch sehr klein:

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Samstag 4.6. 2016 013

Unsere Hummel ist auch wieder da, ich hab mein bestes gegeben beim fotografieren, aber der pelzige kleine Nektarsammler war sooooo schnell:

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Erdbeerelfe und Hummel 004

Gerade wieder auf dem Abflug!

Mimi ist das Wetter auch leid, in Regenpausen huscht sie ganz schnell auf Balkonien

Samstag 4.6. 2016 021

Wetterlage prüfen

Samstag 4.6. 2016 014

Ok, hinlegen und ein paar Sonnenstrahlen tanken!

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Samstag 4.6. 2016 015

Samstag 4.6. 2016 017

Och, nööö, grummelt es da schon wieder?

Samstag 4.6. 2016 018

Samstag 4.6. 2016 019

Jaaa! 33 (2) Mist!

Gestern ist sie wirklich einmal in ihrem Brotkasten von einem Regenschauer „kalt“ erwischt worden, boooaaaah, da kam sie aber grummelig und schnell reingeflitzt!

Samstag 4.6. 2016 020

Sehnsüchtiger Blick Richtung richtiger Sommer! Ohne Unwetter! Und Gewitter! Und diese fürchterliche Schwüle!

Machen wir es also wie die Enten in dem obigen Gedicht, bleiben wir Optimisten im Regen und hoffen auf einen eben doch noch schönen Sommer, er fängt ja auch gerade erst mal langsam an, und kalendarisch ist ja eigentlich noch Frühling!

Euer Co-Autor Samstag 4.6. 2016 014 und ich wünschen euch einen wunderschönen Sonntag mit hoffentlich nun endlich nachlassenden Unwettern!

Ausschau halten nach dem Sommer!

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Habts fein!

Erdbeeren und Rosen – der Juni!

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König Sommer

Nun fallen leise die Blüten ab,
und die jungen Früchte schwellen.
Lächelnd steigt der Frühling ins Grab
und tritt dem Sommer die Herrschaft ab,
dem starken, braunen Gesellen.

König Sommer bereist sein Land
bis an die fernsten Grenzen,
die Ähren küssen ihm das Gewand,
er segnet sie alle mit reicher Hand,
wie stolz sie nun stehen und glänzen.

Es ist eine Pracht unterm neuen Herrn,
ein sattes Genügen, Genießen,
und jedes fühlt sich im innersten Kern
so reich und tüchtig. Der Tod ist so fern,
und des Lebens Quellen fließen.

König Sommer auf rotem Roß
hält auf der Mittagsheide,
Müdigkeit ihn überfloß,
er träumt von einem weißen Schloß
und einem König in weißem Kleide.

(Gustav Falke)

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Erdbeersträuchlein

Ein Mägdlein an des Felsen Rand
ein nacktes Erdbeersträuchlein fand,
von Sturm und Regengüssen
zerzaust und losgerissen.

Da sprach das Mägdlein leise:
Du arme nackte Waise,
komm mit mir in den Garten mein,
du sollst mir wie ein Kindlein sein.

Drauf macht es wohl die Wurzeln los
und trug das Pflänzchen in dem Schoß
und spähte still und wonnig
ein Plätzchen kühl und sonnig,

und wühlte in der Erde
mit emsiger Gebärde,
und pflanzte nun das Plfänzchen drein
und sprach: Das soll dein Bettchen sein.

Und als die Frühlingszeit erschien,
begann das Pflänzchen schön zu blühn,
wie sieben weiße Sterne;
das sah das Mägdlein gerne.

Da wurden sieben Beeren,
als ob’s Rubinen wären.
Seht, sprach’s, es will nun dankbar sein,
und meint, ich sei sein Mütterlein.

(Friedrich Rückert)

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Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca), verbreitet auch Monatserdbeere genannt, gehört zu den Rosengewächsen (Rosaceae). Sie wächst verbreitet an Waldrändern und auf Lichtungen. Die Wald-Erdbeere dient dem Menschen schon lange als Nahrung, was auch die botanische Artbezeichnung ausdrückt (vesca = essbar). Sie wird außerdem als Heilpflanze verwendet und wurde in der mittelalterlichen Malerei als Symbolpflanze häufig abgebildet.
Die Wald-Erdbeere ist diploid und nicht die Wildform der Gartenerdbeere. Diese ist eine Kreuzung zwischen der Chile-Erdbeere und der Scharlach-Erdbeere, die beide aus Amerika stammen.
Die Wald-Erdbeere ist eine krautige, mehrjährige und wintergrüne Pflanze. Sie wird meist 5 bis 25 cm hoch und ist damit im Wuchs kleiner als die Gartenerdbeere.
Die Wald-Erdbeere ist in ganz Europa und Nordasien beheimatet. Sie wächst bevorzugt in lichten Laub- und Nadelwäldern sowie entlang der Waldränder. Die Wald-Erdbeere bevorzugt sonnige bis absonnige Standorte und benötigt feuchte, aber gut durchlässige, nährstoff- und humusreiche Böden.

(Quelle: Wikipedia)

Der Juni ist da!:yes:
Und damit der Monat der Erdbeeren, da wir über diese bereits einmal einen Eintrag hier hatten, erinnerte ich mich an die Walderdbeeren, wieder einmal ist es so schade,:| daß es kein „Duftinternet“ gibt, ihr Duft ist unbeschreiblich!
Aber da der Mensch ja über Phantasie verfügt, wird es euch nicht schwerfallen, den Duft ins Gedächtnis zu rufen!
Walderdbeeren gehören zu meinen Kindheitserinnerungen, wie herrlich war es, im Sommer in Höxter mit dem Vater beim spazierengehen die „süßen Früchtchen“ zu pflücken und den Schatz in einem kleinen Eimerchen behutsam nach Hause zu tragen, wo sie als Nachtisch verzehrt wurden.

In der germanischen Mythologie wird die Walderdbeere der Göttin Freya zugeschrieben. Sie war die Schutzherrin der Ehe und Mutterschaft. Der Sage nach soll sie tote Kinder in Erdbeeren versteckt haben, um sie so unentdeckt mit nach Walhall, dem Ruheort gefallener, tapferer Kämpfer, mitnehmen zu können.
Die christliche Religion übernahm dieses Bild für Maria, die der Legende nach einmal im Jahr vom Himmel auf die Erde herabsteigt, um Erdbeeren für die im Paradies wohnenden Kinder zu pflücken.
In der Kunstgeschichte steht die Erdbeere für Demut und Bescheidenheit, insbesondere auf Mariendarstellungen.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeld, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

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(Madonna mit den Erdbeeren, Oberrheinischer Meister, Altmeistersammlung, 1420 – 1430)

Man kann die Blätter der Walderdbeere, die sehr gerbstoffreich sind, als Tee verwenden, zum Gurgeln bei entzündlichen Schleimhäuten oder zum Trinken bei Magen- und Darmstörungen.
Reife Walderdbeeren gehören zu den Vitamin-C-reichsten Früchten.

Da wollen wir mal hoffen, daß es eine gute Erdbeerernte gibt in diesem Jahr, wonach es bis jetzt ja leider noch nicht aussieht, bei dem stetigen Regen im vergangenen Mai!

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Dabei läßt einem ja ihr bloßer Anblick schon das Wasser im Mund zusammenlaufen!

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Das sind sog. „Wandtatoos“, macht sich herrlich in der Küche oder auf dem Balkon, morgens beim Kaffee schon der Ausblick auf leckere Erdbeeren!;D

Da ich sie euch und mir aber nicht nur zum Angucken gönne, sondern auch real zum verspeisen, hab ich mal mein kleines Erdbeer-Elfchen gebeten, beim Wettergott ein gutes Wort für eine reiche Ernte einzulegen!:yes:

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Sie hat es mir fest versprochen!:yes:

Nach dem hundertjährigen Kalender sieht das Wetter für den Juni so aus:

1. – 3. Juni es ist sehr rauh und kalt
4. – 5. Juni fällt kalter Regen
6. – 8. Juni wechselt warmer Regen mit Sonnenschein
9. – 10. Juni es ist schön
11. – 15. Juni schwül mit gelegentlichem Regen
16. Juni Donner und Platzregen
17. – 20. Juni es ist schwül warm und feucht, aber auch sonnig
21. – 25. Juni regnet es
26. – 27. Juni herrlich schön
28. Juni Gewitter kommt auf
29. Juni wieder sehr schön
30. Juni trübe

Na, die Aussichten stimmen einem nun ja auch nicht gerade fröhlich und hoffnungsvoll, da muß das Elfchen aber noch sehr bitten!:)) Oder es läuft wie beim Mai, da war eigentlich schön angesagt und es wurde schlecht, wenn das jetzt beim Juni auch umgekehrt wie angesagt ist, isses prima!:>>

Lassen wir uns also überraschen, was der Juni so wettertechnisch für uns bereit hält!

Was er sicherlich auch wieder bereithalten wird, sind meine Lieblingsblumen, die Rosen!

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Und mit diesen rosigen Aussichten entlasse ich euch nun in den neuen Monat!

Mimi, euer Co-Autor, wünscht sich nur eines für den neuen, kommenden Monat: Balkonien!

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mit Sonne im Brotkasten

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kuscheligem Schattenplätzchen

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und putzen im geklauten Liegestuhl, hihihi!:))

Sie meldet sich auch noch mal kurz zu Wort, sie hat euch noch etwas zu zeigen!

Hi, Folks,
lange nichts mehr von mir gehört, aber für den neuen Monat muß ich mich doch mal wieder bei euch melden!
Ich hoffe doch sooooo sehr, daß der Juni ein schönerer Balkonien-Monat wird als der Mai, den hab ich ja fast ausnahmslos beim Dosenöffner auf dem Bett verbracht und vor mich hingegrummelt,>:-( weil es ständig regnete!:##
Aber, wie sagt ihr Menschen immer so schön: Neuer Monat, neues Glück!

Und dann hab ich auch noch was in ganz eigener Sache für euch, ihr erinnert euch doch sicher noch alle an meinen Eintrag mit meiner feinen höchsteigenen Freundesliste, nicht wahr?

http://midomo.blog.de/2014/02/24/mimis-freundesliste-17811138/

Das liebe Julchen ist ja nun leider vor einiger Zeit über die Regenbogenbrücke gegangen, aber sie hat ihrem Frauchen und dem lieben Barny wieder ein neues Familienmitglied ans Herz gelegt, sozusagen als ihr ganz persönlicher Nachlaß, und daß ist die liebe Nelly, die ich hier nun gerne vorstellen möchte, sie hatte mir eine Freundschaftsanfrage geschickt, die ich mit großer Freude angenommen habe!:yes:

Das ist Nelly

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neues Mitglied des Rudels von Sabine und neues Mitglied meiner Freundesliste!
Herzlichst willkommen, liebe Nelly!

Ich wünsche euch allen einen feinen Juni mit ganz viel Balkonien und anderen Außenfreuden
eure Mimi.

:wave:

Ja, ihr Lieben alle, und diesem Wunsch von Mimi schließe ich mich natürlich gerne an, habt einen feinen neuen Monat! Und erst einmal einen wunderschönen Sonntag!

:wave:

Juni – Stormzeit

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Die Nachtigall

Das macht, es hat die Nachtigall
die ganze Nacht gesungen;
da sind von ihrem süßen Schall,
da sind in Hall und Widerhall
die Rosen aufgesprungen.

Sie war doch sonst ein wildes Blut
nun geht sie tief in Sinnen,
trägt in der Hand den Sommerhut
und duldet still der Sonne Glut
und weiß nicht, was beginnen.

Das macht, es hat die Nachtigall
die ganze Nacht gesungen;
da sind von ihrem süßen Schall,
da sind in Hall und Widerhall
die Rosen aufgesprungen.

(Theodor Storm)

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Da mein Blögchen ja am 1. Mai 1 Jahr alt geworden ist, sprach ich es ja da schon an, daß wir nun mit den Monatseinträgen in die Wiederholungen geraten!:yes: Somit bin ich nun gefordert, dies zu verhindern, denn die entsprechenden Monatseinträge sind ja nun doch eine liebe Gewohnheit!:yes:

Daher hab ich mich nun zuerst einmal mit dem hundertjährigen Kalender beschäftigt, der ist ja jeden Monat wieder interessant!
Nun also:

1. – 4. Juni herrlich schönes Wetter
5. Juni sehr nebelig
6. Juni starker Regen
7. – 27. Juni schönes warmes Wetter, es regnet nur 2 x kurz
28. – 29. Juni es regnet
30. Juni sehr kalte Nacht

Und als ich diese Aussichten gelesen habe, war mein Eintrag klar:

Es ist wieder Stormzeit!

Diesen Ausdruck hab ich mal geprägt, ich liebe ja Theodor Storm sehr, und habe mir vor etlichen Jahren mal aus der hiesigen Bücherei ein reich bebildertes Buch mit seinen Gedichten und Novellen ausgeliehen!
Das war in einem Sommer, und ich hab mich mit diesem Buch auf den Balkon zurückgezogen und war restlos begeistert!:yes:
Seit der Zeit habe ich mir regelmäßig zu Beginn des Sommers wieder dieses Buch ausgeliehen, die gespeicherten Ausleihzeiten im Computer der Bücherei belegen das über Jahre!88|
Und damit war der Ausdruck „Es ist wieder Stormzeit!“ geboren!

Heute besitze ich eine Gesamtausgabe der Werke von Th. Storm

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und noch immer hole ich sie jeden Sommer aus dem Bücherregal!
Warum gerade im Sommer, kann ich eigentlich auch nicht recht erklären, die Novellen spielen ja beileibe nicht nur in der Sommerzeit, und Storm liebte ja z.B. auch die Weihnachtszeit sehr! Vielleicht ist es die Sehnsucht nach Sonne und Meer, Dünen, Strand, Möwengeschrei, die gerade im Sommer erwacht, und Storm ist nun mal „am grauen Meer“ beheimatet, und bis auf wenige Ausnahmen spielen ja auch alle Novellen und Gedichte dort!
Und so lese ich mich jeden Sommer von „Aquis submersus“ bis „Zur Chronik von Grieshuus“ einmal durch!:))

Und möchte nun hier versuchen, ein Sommer-Stimmungsbild von und mit dem geliebten Dichter zu zeichnen!

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Hans Theodor Woldsen Storm
geboren am 14. September 1817 in Husum
gestorben am 4. Juli 1888 in Hademarschen

Die Stadt

Am grauen Strand, am grauen Meer
und seitab liegt die Stadt;
der Nebel drückt die Dächer schwer,
und durch die Stille braust das Meer
eintönig um die Stadt.
Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
kein Vogel ohn Unterlass;
die Wandergans mit hartem Schrei
nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
am Strande weht das Gras.
Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
du graue Stadt am Meer;
der Jugend Zauber für und für
ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
du graue Stadt am Meer.

(Theodor Storm)

Sicher Storms bekanntestes Gedicht! Aber die „graue Stadt“ war auch sicherlich nicht immer grau, auch sie kannte herrliche Sommertage!

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Morgens

Nun gib ein Morgenküsschen!
Du hast genug der Ruh;
und setz dein zierlich Füßchen
behende in den Schuh!
Nun schüttle von der Stirne
der Träume blasse Spur!
Das goldene Gestirne
erleuchtet längst die Flur.
Die Rosen in deinem Garten
sprangen im Sonnenlicht;
sie können kaum erwarten,
daß deine Hand sie bricht.

(Theodor Storm)

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Rosen spielen in Storms Werk eine große Rolle! Wie passend! Eine seiner Novellen heißt sogar „Späte Rosen“.

Lied des Harfenmädchens

Heute, nur heute
bin ich so schön;
morgen, ach morgen
muß alles vergehn!
Nur diese Stunde
bist du noch mein;
sterben, ach sterben
soll ich allein.

(Theodor Storm)

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Erdbeeren, die Früchte des Monats Juni, spielen bei Storm ebenfalls eine Rolle, in seiner Novelle „Immensee“, wo Reinhard und Elisabeth, die beiden Protagonisten, Erdbeeren suchen gehen.
„Immensee“ war in der Schulzeit meine erste Novelle von Th. Storm, wir mußten dazu eine Interpretation schreiben, so begann meine Liebe zu Storm!

Ein ganz großes Thema bei Storm ist aber das Meer!

Die Möwe und mein Herz

Hin gen Norden zieht die Möwe,
hin gen Norden zieht mein Herz;
fliegen beide aus mitsammen,
fliegen beide heimatwärts.

Ruhig, Herz! du bist zur Stelle;
flogst gar rasch die weite Bahn –
und die Möwe schwebt noch rudernd
überm weiten Ozean.

(Theodor Storm)

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Ich hoffe, ihr habt Freude an meinen Stimmungsbildern und natürlich an den Gedichten von Storm! Vielleicht ist es mir doch ein bissel gelungen, rüberzubringen, was es mit dem Begriff „Stormzeit“ für mich auf sich hat!;D

Mit einem letzten Gedicht und Bild entlaß ich euch jetzt in den Monat Juni und wünsche euch allen eine gute Zeit!

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Gode Nacht

Över de stillen Straten
geit klar de Klokkenslag;
god Nacht! Din Hart will slapen,
und morgen is ok en Dag.

Din Kind liggt in de Weegen,
un ik bün ok bi di;
din Sorgen und din Leven
is allens um un bi.

Noch eenmal lat uns spräken:
Goden Abend, gode Nacht!
De Maand schient ob de Däken,
uns‘ Herrgott hölt de Wacht.

(Theodor Storm)

:wave:

Und natürlich meldet sich zum Monatseintrag auch noch euer Co-Autor!

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Hi, Folks, hier bin ich mal wieder, euer Co-Autor, eure Mimi!
Also, ich finde den Blögcheneintrag vom Dosenöffner prima, weil, wenn nämlich bei meinem Dosenöffner „Stormzeit“ ist, dann isses schönes Wetter und der Balkon ist für mich zur Besetzung frei gegeben, hihihi!:))
Und ihr glaubt gar nicht, wie herrlich gemütlich und so ganz „kätzisch“ das ist, mein Frauchen sitzt im Liegestuhl und liest und ich lieg in meinem geliebten Brotkasten oder auf meinem Schattenplätzchen und laß es mir richtig gut gehen!:>>
Aber ich wollte natürlich auch noch was passendes zum Eintrag haben, und darum hab ich hier vorhin Frauchen bequengelt und bequatscht, bis sie mir ein neues Kleidchen ausgesucht hat, passend zur Storm`schen Rosenzeit! Isses nicht fein?!:yes:

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Und damit wünsche ich euch auch einen schönen und sonnigen Juni, habts fein!

:wave: