Die blaue Stunde

Ich hab manchen Tag getrauert,
daß alles so vergänglich ist,
und daß das gute selbst nicht dauert,
und daß man sein so bald vergißt.

Es läßt sich schon das Glück nicht binden,
man hält es fest, so lang es geht;
doch kann man es auch wiederfinden,
wenn man das Suchen nur versteht.

 Oft muß man erst durch Wolken dringen,
eh‘ man des Himmels Blau entdeckt:
So läßt das Gute sich erringen,
weil sich das Beste nur versteckt.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Nun ist er Geschichte, der Januar! Dieser erste Monat des neuen Jahres 2018, der wettertechnisch so unterirdisch war! Zu naß, zu warm, kein Schnee, keine Sonne, Stürme, schlicht gesagt: Zum abhaken!

Und das tun wir jetzt: Wir haken ihn ab! Das Gedicht oben hab ich nicht ohne Absicht herausgesucht: Die Zeilen „Oft muß man erst durch Wolken dringen, eh‘ man des Himmels Blau entdeckt“ hat mich nämlich zu diesem kleinen Eintrag inspiriert. Ich hatte nämlich noch Bilder aus diesem doch eigentlich so unschönen Monat, die diese Zeilen bestätigen: Eine blaue Stunde, aufgenommen am 21. Januar 2018 am Abend:

Die dunklen Wolken verschwanden am Horizont, die Mondsichel ging auf!

 „So läßt das Gute sich erringen, weil sich das Beste nur versteckt.“

So bleibt uns die Hoffnung auf einen besseren Februar, der heute beginnt! Der wieder die närrische Zeit im Gepäck hat

wo man/frau hoffentlich mal wieder für ein paar lustige Tage alle Sorgen und Nöte über Bord werfen kann und einfach nur fröhlich das Dasein und das miteinander mit lieben Menschen genießen kann.

Werfen wir noch einen kurzen Blick voraus in den neuen Monat mit dem hier schon so oft zitierten Hundertjährigen Kalender:

Das Wetter (ich zähle wirklich demnächst mal unsere Wettereinträge hier, lol!) im Februar 2018:

„Der Monat beginnt mit heftigem Regen.  Mitte Februar folgt ein Kälteeinbruch, der viel Schnee vom Himmel fallen läßt.  (Freu, freu!!!) Zwischen dem 22. und 24. droht Hochwasser.  Danach wird das Wetter erträglicher. 

Na, bitte, soooo schlecht ist das doch nicht, (zumindest nicht für die, die Schnee mögen, hihihihi!) und ändern können wir es eh nicht, also machen wir es wie Karl Valentin so schön sagt: „Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“

In diesem Sinne wünschen wir beide, euer Co-Autor, meine Mimi,   gewohnt optimistisch im Frühlingsbild, und ich euch einen ganz tollen und schönen Februar. Macht einfach das beste draus!

Und habts fein! 

Die Hälfte ist um!!!!!

November

Solchen Monat muss man loben:
Keiner kann wie dieser toben,
keiner so verdrießlich sein
und so ohne Sonnenschein!

Keiner so in Wolken maulen,
keiner so mit Sturmwind graulen!
Und wie nass er alles macht!
Ja, es ist ’ne wahre Pracht.

Seht das schöne Schlackerwetter!
Und die armen welken Blätter,
wie sie tanzen in dem Wind
und so ganz verloren sind!

Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt
und sie durcheinanderwirbelt
und sie hetzt ohn‘ Unterlass:
Ja, das ist Novemberspass!

Und die Scheiben, wie sie rinnen!
Und die Wolken, wie sie spinnen
ihren feuchten Himmelsthau
ur und ewig, trüb und grau!

Auf dem Dach die Regentropfen:
Wie sie pochen, wie sie klopfen!
Schimmernd hängt’s an jedem Zweig,
einer dicken Thräne gleich.

O, wie ist der Mann zu loben,
der solch‘ unvernünft’ges Toben
schon im Voraus hat bedacht
und die Häuser hohl gemacht!

So, daß wir im Trocknen hausen
und mit stillvergnügtem Grausen
und in wohlgeborgner Ruh
solchem Greuel schauen zu!

(Heinrich Seidel)

HURRA!!!!!

Die Hälfte ist rum!!!

Wovon??? Na, vom ungeliebten November!

Das war die Prognose auf meinem Kalender für den Monat November 2017 nach dem Hundertjährigen Kalender:

„Regen und Sturm satt bis zum 5., anschließend die einzig schöne Woche des Monats. Danach wird jeder Tag etwas mieser als der vorherige. Zwischen dem 20. und 24. fegen orkanartige Stürme die letzten Blätter von den Bäumen. Es bleibt naßkalt.“

Wie recht er bisher hatte, der Hundertjährige Kalender, und wenn er so weiter geht wie angekündigt, dann kann man ehrlich froh sein, wenn dieser Grusel-grau-gräusliche-Monat endlich wieder um ist.

Aber heute ist bereits Bergfest! Und da wollte ich doch dazu und zum heutigen WTT mal wieder was hübsches und aufmunterndes mit euch teilen, damit wir auch die zweite Hälfte dieses Gruselmonats rum kriegen können!

Erinnert ihr euch noch an dieses Bild?

Meine flammenlosen Kerzen draußen vor der Korridortüre, die ich abends leuchten lasse, weil das immer so schön freundlich und einladend aussieht! Da hab ich beim letzten Einkauf was feines neues für gekauft: Flammenlose Kerzen mit Timer! Das ist so fein, die gehen nun abends von ganz alleine an, leuchten 5 Stunden und gehen dann ebenso selbsttätig für 19 Stunden wieder aus! Freu, freu!

Und wie im obigen Gedicht beschrieben, ist es ja was richtig feines, bei Gruselwetter schön gemütlich im warmen drinnen zu sitzen, und da hab ich gestern schon mal mein Weihnachts-Porzellanlicht angemacht, mit einem Vanille-Duftteelicht drin:

Und dann hab ich es mir mit Mimi so richtig gemütlich gemacht auf der Couch, euer Co-Autor mußte sich noch bissel in Form bringen

der Dosenöffner hat dann auch Platz genommen und wir haben genüßlich und gemütlich mit lesen einen anschließend beginnenden Tatort-Klassik-Fernsehabend eingeläutet:

In die Tasse kam Tee, hinten ist schon Weihnachtsgebäck zu sichten, hihihi, und jaaaaa, ich besitze als Fan eine Tatort-Tasse (nicht wahr, Brigitte/Plauen, zwinker, zwinker, hihihi!):

Wenn ich dann auf den Kalender gucke, der neben mir an der Wohnzimmerwand hängt, dann hab ich mit dem Blatt von diesem Monat schon so richtig bissel Vorfreude auf die Winterzeit, guckt mal:

Raureif auf Mistelzweigen! Richtig bissel vorweihnachtlich schon!

Sollte nun der November auch für die nächsten 15 Tage so ein gräusliches Wetter geplant haben, werden wir euch noch des öfteren mit so einem kleinen Aufmunterungseintrag erfreuen, bis wir ihn dann endlich um haben und der Dezember wieder mit der wunderschönen Advent- und Weihnachtszeit vor der Tür steht.

In diesem Sinne allen einen wunderschönen WTT gewunschen, bleibt gesund, macht es euch gemütlich und habts fein!