Grafschafter Wochenanzeiger – Pfingsten – „Aus der Jugendzeit…“ oder „eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!“

 

Die Schwalben

Hold Erinnern schwebt mir vor,
wie um Fensterbogen
an dem alten Kirchenchor
tausend Schwalben flogen.

Schwalben rings ohn Unterlaß
in den Lüften wiegend,
wo ich schöne Märchen las.
zwischen Gräbern liegend.

Jene grüne Einsamkeit
ist schon lang versunken,
wo ich in der Kinderzeit
Poesie getrunken.

Doch wenn heut die Schwalben schrein,
die im Licht sich schwenken,
meiner Kindheit Morgenschein
muß ich still gedenken.

Denn die Sehnsucht dauert fort
nach der Jugend Räumen,
und noch immer wandl’ ich dort
nachts in meinen Träumen.

(Heinrich Seidel, 1842 – 1906, deutscher Ingenieur und Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun haltet ihr also unsere diesjährige Pfingstfest- und Sonntagsausgabe in den Händen. Leider wird sich wohl überall in unserem Land das Wetter nicht gerade pfingstlich zeigen, der gesamte Mai war ja bis jetzt eher verregnet und verhagelt denn schön. Und so haben wir in unserer freitäglichen Redaktionssitzung wieder hin und her überlegt, was wir euch wohl zum heutigen Pfingstfest präsentieren könnten, und dieses Mal hatten die Bären eures Redaktionsteams die zündende Idee:

Schwalben!

Meine Redaktionscrew hatte mich den ganzen Mai über mit fragenden Augen beobachtet, wenn ich am Wohnzimmerfenster stand und lange in den Himmel schaute. „Wonach guckst du denn, Frau Cheffin?“ fragte Ruddi schließlich ganz ratlos. „Ja, Ruddi, nach den Schwalben, die doch nun aus dem Süden wieder zu uns zurückkehren, ich würde in diesem Jahr doch wieder so gerne der Türmer sein, der ihre Ankunft als erster vermelden darf!“ Na, das war ein Stichwort für mein Redaktionsteam, binnen kurzem versammelten sich alle am Wohnzimmerfenster wie weiland bei der sehnsüchtigen Ausschau im Winter nach Schnee

um mir bei der Sichtung meiner heißgeliebten Schwälbchen behilflich zu sein. 

Wie gebannt beobachten sie von nun an den Himmel, ich konnte derweil meinen hausfraulichen Tätigkeiten nachgehen, sie haben mir glaubhaft versichert, sie würden sofort „töööröööööööö“ rufen, wenn sie der ersten Schwalben ansichtig würden. 

Eines vorweg, es hat lange gedauert, in der Zwischenzeit hatten uns die Kinder aus Köln bereits wieder eingeholt und vermeldeten ihrerseits am 4. Mai, daß sie in diesem Jahr wieder der Türmer wären, die Schwalben wären da! Und meine Crew guckte weiter. 

Aber dann, am 20. Mai, am frühen Abend, erscholl endlich ein „Töööörööööö“ aus vielen begeisterten Bärenkehlen, sie waren da, die Schwalben, und kreisten am Abendhimmel, das war eine Freude in unseren Redaktionsräumen. Frau Chefredakteurin ließ alles stehen und liegen und kam sofort gucken. 

das sind Archivaufnahmen vom August 2016, da hatte ich mal das Glück, sie sogar mit meiner kleinen Knipse und nicht so ganz dollem Zoom am Himmel zu erwischen, beim ersten Bild ganz oben rechts, beim zweiten rechts/mittig zwischen den weißen Wolkenformationen. 

Zufrieden mit sich und ihrer Sichtung nahm meine Bärencrew wieder ihre gewohnten Plätze ein, und Bruno meinte dann, nun hätte er aber doch noch gerne erklärt, was es denn mit dem Türmer auf sich hätte, von dem ich gesprochen habe, der die Ankunft der Schwalben meldet, als Großstadtkind der Neuzeit konnte er damit natürlich so gar nichts anfangen. Da hat dann die Frau Chefredakteurin sich mal wieder ihren Theodor Storm an Land gezogen, dessen Zeit ja leider immer noch nicht auf Balkonien stattfindet, und bei dem die Schwalben als Motiv in seinen Gedichten und Novellen immer wieder auftauchen, in einer Novelle sind sie das zentrale Motiv in der Geschichte, und zwar in der Novelle „In St. Jürgen“ 

https://de.wikipedia.org/wiki/In_St._J%C3%BCrgen

Hier habt ihr eine kurze Inhaltsangabe der Novelle, die zu einer meiner Lieblingsnovellen von Theodor Storm gehört, damit ihr euch ein Bild von der Geschichte machen könnt. 

Siehst du, Bruno, das ist die Geschichte in meinem geliebten alten Storm-Buch, und sie beginnt mit den Worten:

„Es ist nur ein schmuckloses Städtchen, meine Vaterstadt; sie liegt in einer baumlosen Küstenebene, und ihre Häuser sind alt und finster. Dennoch habe ich sie immer für einen angenehmen Ort gehalten, und zwei den Menschen heilige Vögel scheinen diese Meinung zu teilen. Bei hoher Sommerluft schweben fortwährend Störche über der Stadt, die ihre Nester unten auf den Dächern haben; und wenn im April die ersten Lüfte aus dem Süden wehen, so bringen sie gewiß die Schwalben mit, und ein Nachbar sagt’s dem andern, daß sie gekommen sind.“

Und da, Bruno, kommen nun die bzw. der Türmer ins Spiel, die höchsten Gebäude in den Städten der vergangenen Jahrhunderte waren meist die Kirchen, und diese hatten einen Glockenturm, im Glockenturm wohnte der Türmer, der das Geläute der Glocken in Gang hielt, auch sonstige Verwaltungsaufgaben inne hatte, und aufgrund seiner Übersicht über die ganze Stadt zum Beispiel auch als erster Brände entdeckte und sie mit warnenden Glocken melden konnte, oder oft auch mit Trompetenstößen, ein solches Instrument diente ebenfalls der Warnung und Meldung, und er war es dann eben auch, der die ersten Schwalben entdeckte, wenn sie im Frühling heimkehrten, und das freudige Ereignis meldete er eben der ganzen Stadt mit seiner Trompete, deshalb „tööööröööö“, lach, und deshalb der alljährliche Wettbewerb zwischen den Kindern und mir, wer wohl in diesem Jahr der „Türmer“ wird! Guck, so wird wohl dazumalen die Aussicht eines Türmers gewesen sein

das ist aus meinem Storm-Buch, eine Zeichnung von Adolph von Menzel. 

Da konnte man wohl wirklich jeden Winkel sehen von hoch droben. Und hier hast du nun auch noch einen Auszug aus der Novelle, die unmittelbar von einem ebensolchen Türmer spricht, ich les es dir mal vor:

„Ich war auf den Kirchhof hinausgetreten und blickte an dem Turm hinauf; da sah ich oben auf der Galerie den Türmer stehen und sah, wie er sein langes Horn noch in der Hand hielt. Ich wußte es nun wohl; die ersten Schwalben waren gekommen, und der alte Jakob hatte ihnen den Willkommen geblasen und es laut über die Stadt gerufen, daß der Frühling ins Land gekommen sei. Dafür bekam er seinen Ehrentrunk im Ratsweinkeller und einen blanken Reichstaler vom Herrn Bürgermeister. – Ich kannte den Mann und war oft droben bei ihm gewesen; als Knabe, um von dort aus meine Tauben fliegen zu sehen, später auch wohl mit Agnes; denn der Alte hatte ein Enkeltöchterchen bei sich, zu dem sie Pate gestanden und deren sie sich auf allerlei Art anzunehmen pflegte. Einmal, am Christabend, hatte ich ihr sogar ein vollständiges Weihnachtsbäumchen den hohen Turm hinaufschleppen helfen. – „

Bruno war hochbefriedigt von meiner Erklärung. 

Der Eingangstext der Novelle „In St. Jürgen“ geht aber noch weiter, und da kommt jetzt ein Teil unseres Titels zur Geltung:

„So ist es eben jetzt. Unter meinem Fenster im Garten blühen die ersten Veilchen, und drüben auf der Planke sitzt auch schon die Schwalbe und zwitschert ihr altes Lied:

Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm…“

Das ist aus dem Gedicht und Lied „Aus der Jugendzeit“ von Friedrich Rückert:

Aus der Jugendzeit, aus der Jugendzeit
klingt ein Lied mir immerdar;
o wie liegt so weit, o wie liegt so weit,
was mein einst war!

Was die Schwalbe sang, was die Schwalbe sang,
die den Herbst und Frühling bringt;
ob das Dorf entlang, ob das Dorf entlang
das jetzt noch klingt?

„Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm,
waren Kisten und Kasten schwer;
als ich wieder kam, als ich wieder kam,
war alles leer.“

O du Kindermund, o du Kindermund,
unbewußter Weisheit froh,
vogelsprachekund, vogelsprachekund
wie Salomo!

O du Heimatflur, o du Heimatflur,
laß zu deinem heil`gen Raum
mich noch einmal nur, mich noch einmal nur
entfliehn im Traum!

Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm,
war die Welt mir voll so sehr;
als ich wieder kam, als ich wieder kam,
war alles leer!

Wohl die Schwalbe kehrt, wohl die Schwalbe kehrt,
und der leere Kasten schwoll,
ist das Herz geleert, ist das Herz geleert,
wird`s nie mehr voll.

Keine Schwalbe bringt, keine Schwalbe bringt
dir zurück, wonach du weinst;
doch die Schwalbe singt, doch die Schwalbe singt
im Dorf wie einst:

„Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm,
waren Kisten und Kasten schwer;
als ich wieder kam, als ich wieder kam,
war alles leer.“

Das hab ich natürlich auch noch für „auf die Ohren“ für euch, zwei ganz alte Versionen des schönen, ein bissel schwermütigen Liedes:

Ich hatte wohl sehr träumerische Augen bei dem Lied, denn meine Bärencrew wollte nun natürlich wissen, woran ich denn dabei dächte, ja, meine lieben Redaktionsmitglieder, das sind Laute aus meiner Jungendzeit, das Lied ebenso wie die Rufe der wunderschönen Schwalben, das alles erinnert mich so sehr an mein ehemaliges Kindheitsparadies in Höxter im Weserbergland. Nun bekam Otto große Augen, unser Handelsreisender, wenn von anderen Orten die Rede ist, ist er immer gleich Feuer und Flamme, in diesen kargen Reisezeiten ganz besonders. Guck, Otto, das ist mein Höxter

und dort an der Weser hab ich oft im Gras gelegen

und meine Mama hat auf einer Bank gesessen und konnte stundenlang ihren Lieblingsvögeln zugucken, den Schwalben, wie sie mit schrillen Schreien direkt über dem Wasser der Weser auf Insektenfang gingen, Urlaute, die mich noch heute vor Wohlbehagen erschauern lassen.

Hier muß ich nun wohl kurz einmal den Unterschied erklären zwischen Schwalben 

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwalben

und Mauerseglern

https://de.wikipedia.org/wiki/Mauersegler

die den Schwalben zwar ähneln, aber nicht mit diesen näher verwandt sind. Trotzdem waren für mich immer beide Arten einfach Schwalben und der Inbegriff von Sommer. Die so bekannten Nester an der Wand

sind Schwalbennester, Mauersegler brüten in Hohlräumen. 

Otto war sehr angetan von meinen Erinnerungen und vor allem von der ihm fremden Stadt meines Kindheitsparadieses. Und Luzia, mit ihrem Faible für glitzern aller Art, betrachtete sich verträumt das glitzern meiner geliebten Weser. 

Ich zitiere noch einmal aus der Novelle von Theodor Storm, weil dies ja ein Eintrag über Schwalben ist, paßt es so schön:

„Wie oft zur Sommerzeit, ehe ich in die Kapellentür trat, bin ich in der Stille des Sonntagsmorgens zögernd auf dem sonnigen Hofe stehengeblieben, den von dem nebenliegenden Gärtchen her, je nach der Jahreszeit, Goldlack-, Nelken- oder Resedaduft erfüllte. – Aber dies war nicht das einzige, weshalb mir derzeit der Kirchgang so lieblich schien; denn oftmals, besonders wenn ich ein Stündchen früher auf den Beinen war, ging ich weiter in den Hof hinab und lugte nach einem von der Morgensonne beleuchteten Fensterchen im obern Stock, an dessen einer Seite zwei Schwalben sich ihr Nest gebaut hatten. Der eine Fensterflügel stand meistens offen; und wenn meine Schritte auf dem Steinpflaster laut wurden, so bog sich wohl ein Frauenkopf mit grauem glattgescheiteltem Haar unter einem schneeweißen Häubchen daraus hervor und nickte freundlich zu mir herab. »Guten Morgen, Hansen«, rief ich dann; denn nur bei diesem, ihrem Familiennamen, nannten wir Kinder unsere alte Freundin; wir wußten kaum, daß sie auch noch den wohlklingenden Namen »Agnes« führte, der einst, da ihre blauen Augen noch jung und das jetzt graue Haar noch blond gewesen, gar wohl zu ihr gepaßt haben mochte. Sie hatte viele Jahre bei der Großmutter gedient und dann, ich mochte damals in meinem zwölften Jahre sein, als die Tochter eines Bürgers, der der Stadt Lasten getragen, im Stifte Aufnahme gefunden. Seitdem war eigentlich für uns aus dem großmütterlichen Hause die Hauptperson verschwunden; denn Hansen wußte uns allezeit, und ohne daß wir es merkten, in behagliche Tätigkeit zu setzen; meiner Schwester schnitt sie die Muster zu neuen Puppenkleidern, während ich mit dem Bleistift in der Hand nach ihrer Angabe allerlei künstliche Prendelschrift anfertigen oder auch wohl ein jetzt selten gewordenes Bild der alten Kirche nachzeichnen mußte, das in ihrem Besitze war. Nur eines ist mir später in diesem Verkehr aufgefallen; niemals hat sie uns ein Märchen oder eine Sage erzählt, an welchen beiden doch unsere Gegend so reich ist; sie schien es vielmehr als etwas Unnützes oder gar Schädliches zu unterdrücken, wenn ein anderer von solchen Dingen anheben wollte. Und doch war sie nichts weniger als eine kalte oder phantasielose Natur. – Dagegen hatte sie an allem Tierleben ihre Freude; besonders liebte sie die Schwalben und wußte ihren Nesterbau erfolgreich gegen den Kehrbesen der Großmutter zu verteidigen, deren fast holländische Sauberkeit sich nicht wohl mit den kleinen Eindringlingen vertragen konnte. Auch schien sie das Wesen dieser Vögel genauer beobachtet zu haben. So entsinne ich mich, daß ich ihr einst eine Turmschwalbe brachte, die ich wie leblos auf dem Steinpflaster des Hofes gefunden hatte. »Das schöne Tier wird sterben«, sagte ich, indem ich traurig das glänzende braunschwarze Gefieder streichelte; aber Hansen schüttelte den Kopf. »Die?« sagte sie, »das ist die Königin der Luft; ihr fehlt nichts als der freie Himmel! Die Angst vor einem Habicht wird sie zu Boden geworfen haben; da hat sie mit den langen Schwingen sich nicht helfen können.« Dann gingen wir in den Garten; ich mit der Schwalbe, die ruhig in meiner Hand lag, mich mit den großen braunen Augen ansehend. »Nun wirf sie in die Luft!»rief Hansen. Und staunend sah ich, wie, von meiner Hand geworfen, der scheinbar leblose Vogel gedankenschnell seine Schwingen ausbreitete und mit hellem Zwitscherlaut wie ein befiederter Pfeil in dem sonnigen Himmelsraum dahinschoß. »Vom Turm aus«, sagte Hansen, »solltest du sie fliegen sehen; das heißt von dem Turm der alten Kirche, der noch ein Turm zu nennen war.«“

Da ist auch noch einmal ein Turm erwähnt im Zusammenhang mit dem Türmer, der die Ankunft der Schwalben meldete, aber ich liebe besonders die Zeilen „das ist die Königin der Luft, ihr fehlt nichts als der freie Himmel!“ Ja, das ist die Schwalbe sicherlich. 

Ihre Ankunft hier war spät in diesem Jahr, umso glücklicher bin ich samt meinem Redaktionsteam, daß sie nun da sind, die Zeit ist kurz, in der sie uns erfreuen, denn wie sagt eine alte Bauernregel: „An Maria Geburt ziehen die Schwalben furt.“ Maria Geburt ist am 8. September.

Zwei Bilder noch aus dem Spreewald, Schwalben in Ruhe, ein seltener Anblick! 

Hamish hatte nun die ganze Zeit recht still bei unseren Vorbereitungen gesessen, als ich ihn dann aber ansprach und meinte, ob er denn vielleicht mal gucken wolle, ob für unser schottisches Bärchen nicht auch was über die Mythologie der Schwalben dabei sei, da strahlte er auf und machte sich sofort auf die Suche. 

Die Schwalbe gilt als Frühlingsbote und Glücksbringer, wo sie nistet, ist das Glück zuhause und wer ihr begegnet, zu dem kehrt das Glück zurück. Sie prophezeit schlechtes Wetter, denn wenn sie tief fliegt, dann bedeutet das Regen. Sie steht für häusliches Glück, galt schon im Mittelalter als ein glücksbringendes Tier, man mußte sie sorgfältig hüten und durfte sie nicht verletzen oder gar töten. In Ägypten wurde sie der Göttin Isis, der Göttin des Lichts, geweiht. Fast alle Völker haben den Glauben an das gute Omen, das die Schwalben darstellen. 

Im Zusammenhang mit seiner Suche nach der Mythologie der Schwalbe hat Hamish noch einen ganz feinen Bericht gefunden, der bestimmt für alle hier interessant ist, denn wir alle sind doch Tier- und Vogelliebhaber, hier ist also der Link zu dem Bericht, den Hamish ganz stolz entdeckt hat:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/schwalben/13712.html

Eigentlich wollten wir hier dann unsere Sonntags- und Pfingstfestausgabe mit neuen Bildern von unseren Pfingstrosen im Garten abrunden, aber da tut sich noch nix, da müßt ihr noch ein bissel drauf warten. 

Und damit wünschen wir euch allen nun ein frohes, gesegnetes und schönes Pfingstfest, wenn es irgendwie geht, laßt die Sorgen außen vor, und laßt euer Gemüt wie eine Schwalbe hoch und frei in den Himmel fliegen, und auch, wenn die Sonne die Feiertage nicht beleuchtet, laßt es euch nicht verdrießen und habt einfach Sonne im Herzen. Vielleicht macht euch noch ein Lied, das wir so gerne noch in diesen Eintrag mit hineinnehmen wollten, richtig gute Laune, wir jedenfalls haben sehr vergnügt dabei geguckt und mitgesungen! 

Hier wäre der Text zum mitsingen, bitte, nicht lachen über die Schreibweise bei dem Link, ich hab auch die Augen verdreht, aber besser konnte ich es nicht finden, eher noch schlechter! 🙄

https://www.flashlyrics.com/lyrics/fred-bertelmann/schwalbenlied-93

Ein wunderschönes, frohes Pfingstfest wünscht euch noch einmal euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

 

 

 

In der Hitze der Nacht

Wenn im Tal und auf den Bergen
mitternächtig heult der Sturm,
klettert über First und Schornstein
Hiddigeigei auf zum Turm.

Einem Geist gleich steht er oben,
schöner, als er jemals war.
Feuer sprühen seine Augen,
Feuer sein gesträubtes Haar.

Und er singt in wilden Weisen,
singt ein altes Katerschlachtlied,
das wie fern Gewitterrollen
durch die sturmdurchbrauste Nacht zieht.

Nimmer hören ihn die Menschen,
jeder schläft in seinem Haus,
aber tief im Kellerloche
hört erblassend ihn die Maus.

Und sie kennt des Alten Stimme,
und sie zittert, und sie weiß:
Fürchterlich in seinem Grimme
ist der Katerheldengreis.

(Joseph Victor von Scheffel)

 Hi, Folks,

na, ich nehme doch mal an, ihr habt mich alle zum heutigen Tage hier erwartet? Na, wer weiß es, ihr lieben Leser, was haben wir denn heute? Ja, genau, den 8. August! Und was büdde ist am 8. August??? Rüüüchtüüüüg, WELTKATZENTAG! Und was ist noch am 8. August????? Jetzt sind hier unsere „alten“ Leser gefragt, hihihi, alt aber nur im Sinne von schon ganz lange hier dabei, und??? Genau, der Jahrestag von mir und meinem Dosenöffner!

Hallo, liebes Frauchen, herzliche Glückwünsche zu unserem heutigen Jahrestag wünscht dir deine Mimi, heute auf den Tag genau vor 9 Jahren bin ich bei dir eingezogen! Wir beide!

Hach, ja, der Dosenöffner und mittlerweile sogar ich, wir wären jetzt soooooo gerne am Meer, denn die Hitze ist langsam wirklich unerträglich, vor allem, weil es seit zwei Tagen nächtens fast überhaupt nicht mehr abkühlt! Guckt mal, hat Frauchen heute fotografiert:

Eigentlich steht dieses Dings….ääääh, Frauchen, wie hieß das noch? Ah, ja, danke, also dieses Barometer auf Veränderlich, na, was bitte verändert sich denn??? Nix!!! Es ist heiß und es bleibt heiß!

Und das….Frauchen, büdde nochmal einsagen, was war das nun? Ok, also das Hygrometer ist schon lange auf unter normal gefallen, was denn dann heißt, es ist, mit Verlaub „furztrocken“!!!

Und das hier waren die Temperaturen von gestern, einmal im Schatten auf Balkonien

die Temperatur in der Wohnung

 locker die selbe Temperatur, es ist echt nicht mehr schön! Aber jetzt kommt unser echter Hitzerekord, gemessen mittags in der Sonne auf Balkonien

 ist das zu fassen? Wer braucht da noch Afrika, wir haben mal locker 42° C! Und Frauchen ruft gerade, ich soll euch mal schreiben, aktuell ist es jetzt 0.33 Uhr und draußen sind noch 30° C! Tropennacht, tja, Folks, da zahlen manche Menschen ganz viel Geld für, für so eine Tropennacht, lach!

Der Ventilator läuft und läuft und läuft

 

ehrlich, ich möchte jetzt auch kühler haben, selbst mir isses jetzt zuviel. Der Kühlakku-Karton ist nach innen gezogen und ich lieg mal drin, mal platt davor!

 kann mal einer die Heizung abdrehen, büdde???

Ich geh wieder raus zu meiner Kühlecke auf Balkonien, da ist wenigstens die Luft bissel frischer.

Kein Wölkchen war und ist in Sicht!

Kann man auch als Katze bloß noch durch die Gegend schleichen! 

Womit wir denn dann den großen Bogen wieder zum Weltkatzentag heute geschlagen hätten, da muß ich euch auch noch was erzählen: Die Freundin von Frauchen, die hier bei uns gegenüber wohnt, ist in Urlaub an der Ostsee, und somit wird heute von Frauchen noch jemand zum Weltkatzentag verwöhnt, nämlich der hier

mein Kumpel Devil, den sittet Frauchen nämlich während des Urlaubs ihrer Freundin, Frauchen hat mir erzählt, daß ihre Freundin zum Glück unten wohnt, mit Rolladen an den Fenstern, so kann sie es Devil immer einigermaßen „kühl“ einstellen mit runtergelassenen Rolladen über Tag, damit die Sonne nicht so knallt, das finde ich prima für meinem Kumpel! Frauchen soll ihm dann nachher mal liebe Schnurrgrüße zum Weltkatzentag heute von mir ausrichten, und ich schick natürlich auch alle meinen kätzischen Mitlesern und Mitbloggern hier ganz liebe Weltkatzentagsgrüße: Django, Steve, Rani, die graue Eminenz, Torty, Keks, Amira, Luna, Tobias, Lakritze, Bärchen, Tsuki, ich hoffe, ich hab jetzt niemanden vergessen, wenn doch, ist es der Hitze geschuldet und ich bitte, daß sich dann alle nicht namentlich erwähnten ebenfalls ganz herzlichst geschnurrgrüßt fühlen möchten!

Und ein Extragruß geht immer am heutigen Weltkatzentag an meinen lieben Hundekumpel Buddy!!! Der schon so lange mit seinem Frauchen mein treuer Leser ist hier!!!

Habt es alle fein heute, ihr lieben, tierischen Folks! 

Um nochmal auf den Titel des Eintrags zurückzukommen, von wegen der Hitze, da hat Frauchen neulich mal überlegt, daß sie als Kind auch schon mal so einen Sommer erlebt hat, in ihrem Kindheitsparadies in Höxter/Weserbergland, da hat sie mal gegockelt und ist fündig geworden, das war, sagt sie 1959!

http://www.verkehrsverein-hoerstel.de/artikel/2723/sommer-1959

Und Frauchen hat mir erzählt, daß sie sich auch deshalb daran erinnert hat, weil an der Weserbrücke in Höxter die sog. „Hungersteine“ zu sehen waren, sie treten nur bei Niedrigwasser auf, und es gibt sie auch in anderen Flüssen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hungerstein_(Gew%C3%A4ssergrund)

 

Genau an dieser Brücke wären sie zu sehen gewesen, sagt Frauchen! Da kam dann auch der Schiffsverkehr zum erliegen, der sonst so schön war auf der Weser zu Frauchens Kindertagen, erinnert sie sich, nämlich zum Beispiel diese schönen Raddampfer.

Ja, Folks, das war er nun, mein Eintrag zum heutigen Weltkatzentag und zu der fürchterlichen Hitze, nun wünschen wir euch allen, daß ihr wieder gut durch den nächsten heißen Tag kommt, paßt alle gut auf euch auf und laßt alles langsam angehen, kühlt euch von innen und außen, und wir hoffen sehr, daß es uns dann spätestens zum Wochenende gelingt, endlich die schlafende Regentrude zu wecken!

Bis dahin habt es fein wünschen euch Mimi  und Frauchen Monika.

 

Sommer-Potpourri

Der Sommer

Der Sommer, der Sommer,
das ist die schönste Zeit:
Wir ziehen in die Wälder
und durch die Au’n und Felder
voll Lust und Fröhlichkeit.

Der Sommer, der Sommer,
der schenkt uns Freuden viel:
Wir jagen dann und springen
nach bunten Schmetterlingen
und spielen manches Spiel.

Der Sommer, der Sommer,
der schenkt uns manchen Fund:
Erdbeeren wir uns suchen
im Schatten hoher Buchen
und laben Herz und Mund.

Der Sommer, der Sommer,
der heißt uns lustig sein:
Wir winden Blumenkränze
und halten Reigentänze
beim Abendsonnenschein.

  

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Der Juni ist da, der Sommer beginnt! Obwohl er ja eigentlich gefühlt schon lange da ist, in diesem Jahr begann er schon im Mai, denn die Temperaturen erinnerten doch sehr bereits an Hochsommer! Heiß und schwül präsentierten sich die letzten Maitage, wettertechnisch begann der Juni dann mit „Waschküchen-Wetter“, grau und schwül! Gegen Abend begann es gestern tatsächlich zu regnen, nicht sehr ergiebig, aber immerhin. Und es kühlte ab, leider kriegt man das noch nicht so richtig in die Wohnung!

Der Hundertjährige Kalender lag für den Mai nicht so ganz richtig, die Hochsommertemperaturen hat er nicht vorausgesagt! Für den Juni verheißt er nun Sommerwetter bis zum 21. Juni, dem kalendarischen Beginn des Sommers, dann sollen Gewitter und Regengüsse folgen, lassen wir uns also mal überraschen. Die Natur braucht den Regen nötig!

Das war vor einigen Tagen mal ein kurzer, aber heftiger Regenguß, die Wiese unten hat schon richtig kahle Stellen!

Wir haben die Tropen-Temperaturen auf Balkonien „ausgesessen“, hihihi, zu allem zu faul und zu träge, lach, und deshalb gibt es jetzt fürs erste Juni-Wochenende hier im Blögchen halt Bilder aus dem Archiv, als Sommer-Potpourri!

Sommerblumenstrauß

paßt so herrlich wieder zu meiner „Storm-Zeit“ 

Ebenso wie Leuchtturm und Meer

             

Juni ist Rosenmonat

 (Rosenstrauch am Brunnen, Helene Stromeyer)

Schmetterlinge gaukeln wieder durch die Lüfte

Erinnerungen ans sommerliche Kindheitsparadies in Höxter werden wieder wach:

Strandwetter hat uns ja der Mai schon beschert

mal sehen, wie es der Juni damit hält!

Es ist wieder Beerenzeit, nicht nur der heimischen Erdbeeren, auch die anderen werden im Laufe des Monats dazu kommen.

 Himbeeren und Johannisbeeren, diese herrlichen roten Johannisbeeren hatte mein Großvater in seinem Garten, da durften wir Kinder naschen, fällt mir immer eine Textzeile von Reinhard Mey ein „Johannisbeer‘n im Garten funkeln rot im Sonnenlicht.“ (Reinhard Mey, aus: „Beim blättern in den Bildern meiner Kindheit“)

Es nähert sich auch die Einmachzeit so langsam wieder, das ist ein Fest auf dem Markt, ich liebe ganz besonders die Saison der Gurken mit dem dazu passenden frischen Dillkraut:

 Sieht doch richtig lecker aus, nicht wahr, mal gucken, wie die Ernte ausfällt in diesem Jahr. Könnte man dann ja mal wieder…..!

Wie die Girlande über dem Gedicht zeigt, ist auch wieder die Zeit der Mohnblumen

ich liebe sie, und freu mich immer noch an meiner kleinen „Büro-Lampe“, die meine nächtlichen Einträge hier immer so freundlich bescheint, mal selbst gemacht mit Folie und Serviettentechnik und…..Mohnblüten!

Sie hat Gesellschaft bekommen von einem kleinen Notizbüchlein, guckt mal:

 Fand ich so schön passend hier für mein „Büro“!

Ganz ohne neue Bilder möchte ich euch aber hier nun auch nicht lassen, und so hab ich allwieder mal meine Sommer-Deko im Hausflur fotografiert, die ja alle Jahre wieder neu ausfällt, büdde schön:

Dieses Jahr maritim

Sommerkränzchen hängt wieder an der Türe

über’m , wie könnte es anders sein, „rosigen“ Namensschild:

Selbstgemacht mit Window-Color! Aber schon vor Jahren, hihihi!

 

Kleine Galerie gefällig? Büdde schön!

Meine „Traum-Finca“ hängt auch wieder draußen an der Wand, da mal Urlaub machen, das wär’s!

Abends, wenn es dunkel wird, mit Timer eingestellt, leuchtet dann mein Laternchen wieder, das sieht immer so hübsch aus.

Und zum Schluß, passend zum beginnenden Sommer und mit einer Gedichtzeile von Theodor Storm, meinem Lieblingsdichter, aus dem Gedicht „Die Nachtigall“

….“Trägt in der Hand den Sommerhut und duldet still der Sonne Glut“
zeig ich euch noch was in „eigener Sache“, in etwas mehr als drei Monaten findet die Hochzeit meiner Kinder statt, und das Muttertier hat schon den passenden „Sommerhut“, guckt:

Naaa???

Mimi fand am schönsten an dem Hut den Karton, in dem er geliefert wurde, der war sofort ihr’s:

Ein Teil davon befindet sich jetzt draußen auf Balkonien, mit Handtuch und Kühlakkus präpariert gegen die Hitze, hihihi! Mimi findet es fein!

Und damit wünschen wir euch jetzt ein wunderschönes Wochenende, mit hoffentlich Regen, wo er nötig ist, und danach mit wieder schönem Juni-Wetter, und mit Mimis neuem Sommerkleidchen

sagen der Dosenöffner und Mimi jetzt tschüß und habts fein! 

Sommer

Dorfkirche im Sommer

Schläfrig singt der Küster vor,
schläfrig singt auch die Gemeinde,
auf der Kanzel der Pastor
betet still für seine Feinde.

Dann die Predigt, wunderbar,
eine Predigt ohne Gleichen.
die Baronin weint sogar
im Gestühl, dem wappenreichen.

Amen, Segen, Thüren weit,
Orgelton und letzter Psalter.
Durch die Sommerherrlichkeit
schwirren Schwalben, flattern Falter.

(Detlev von Liliencron)

Nun ist er da, der Sommer, auch kalendarisch, hat uns auch schon reichlich mit (zu)viel Wärme und Sonnenschein verwöhnt, und seit den schönen Tagen geht mir beständig ein Lied durch den Kopf:

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/sommer

Ich hab euch mal am Text längs eine kleine Diashow gemacht:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

Ist das nicht herrlich?! „Und den Duft von Sommer noch auf meiner Haut…..“

Das ist immer die Textzeile, wo meine Gedanken rückwärts wandern, in all die herrlichen Sommer meiner Kindheit, zuhause, auf Ausflügen, in meinem Kindheitsparadies in Höxter, wo der Sommer immer am allerschönsten war, und da dachte ich mir, wir wandern auch mal bildlich wieder zurück in meine Kindheits-Sommer, wenn ihr mögt, begleitet mich:

Zuhause war Sommer auch immer fein, zum Beispiel in der wunderschönen gemütlichen Hängematte im Garten meiner Großtante,

ich hab das Teil immer „Heimatmatte“ genannt, ich glaub, wenn man mich da so genüßlich drin liegen sieht, weiß man irgendwie warum! Es gab auch Nachbarskinder zum spielen, und eine Hollywood-Schaukel, guckt mal:

ganz links bin ich!

Auch im elterlichen Garten (der ein Gemeinschaftsgarten für alle Mieter war) gab es Kinder zum spielen, wir hatten es richtig schön!

wieder bin ich ganz links! Spaß pur! Bademöglichkeiten hatte ich dort auch, ich hatte einen ganz herrlichen, emaillierten Swimmingpool ganz für mich alleine,

naaaa?! Neidisch?! Links ist der Blumen- und Gemüsegarten der Nachbarn unten, da drumrum waren Wäschepfähle, und rechts ist die Treppe zum Keller zu sehen, da brauchte ich immer bloß runter und dann rauf in die Wohnung. Oder eben umgekehrt! Ach, ja, so ganz alleine für mich hatte ich den feinen Pool nicht, aber ich hab gerne geteilt

mit meinem Teddy! An der kleinen Mauer im Hintergrund hab ich mir immer einen kleinen Garten gemacht, mit Blümchen, hab ich immer Ableger von den Nachbarn bekommen! Und wo wir schon mal beim Garten vor unserem Haus sind, man konnte auch herrlich Fotos dort machen, und so hat mich mein Patenonkel da mal mit meinem feinen Roller fotografiert, den wollte ich euch doch schon lange mal in voller Pracht zeigen, da isser, samt Körbchen für Puppen und Teddy, auf das ich soooo stolz war, das war ja auch damals schon immer ein Abbild der großen Exemplare für Kinder!

Schickes Teil, was? Solche tollen Roller gibt es heute nicht mehr, guckt mal, hinten ist der „Polstersitz“, auf den ich mich immer gesetzt habe, wenn ich müde war und wir von den Großeltern aus nach Hause gelaufen sind, Mama und ich, dann hat sie mich geschoben oder ist zu meiner größten Freude auch mal selbst gerollert! Das Püppchen ist meine Christel, sie hatte da, ganz zum Eintrag passend, einen von meiner Mama gestrickten kleinen Badeanzug an!

Ausflüge hab ich auch sommers immer so gerne gemacht, mit meinen Eltern und mit Freunden meiner Eltern, sehr viel sind wir zum Duisburger Wald gelaufen (und oft von dort aus in den Zoo, hihihi, er liegt am Duisburger Wald!) und bei einem dieser Ausflüge ist uns ein berittener Polizist entgegen gekommen, ach, wie war ich verliebt in das schöne Pferd, das fand der Polizist wohl so schön, daß ich mal aufsitzen durfte:

 

Was war ich stolz! Ich hatte ja noch nie Angst vor „großen Tieren“, hihihi, aber das ist auch ein ganz feiner, oder?

Sehr gerne haben wir auch Ausflüge zur Ruhr gemacht, die ist ja ganz in der Nähe hier in der Nachbarstadt Mülheim, und von der Schleuse Raffelberg aus konnte man auch ganz fein „Schiffchen“ fahren, mit den Schiffen der „Weißen Flotte“!

Mit Mama und Mamas bester Freundin!

Wir sind dann meist bis Kettwig gefahren, und mein Hauptspaß war dann, daß dort eine Schleuse war, schleusen zum Baldeneysee, das mußte sein, an der nächsten Anlegestelle sind wir dann ausgestiegen und haben meistens noch in Kettwig in einem feinen Lokal den Tag ausklingen lassen.

Meine Mama und der Mann ihrer besten Freundin, meine Eltern waren mit dem Paar so gut befreundet, daß es für mich Onkel und Tante waren, heiß geliebt! Wenn die Großen dann Bier oder Wein tranken, durfte ich eine „Sinalco“ haben, das war ein Genuß, kennt ihr sicher auch alle noch?

https://de.wikipedia.org/wiki/Sinalco

Nach Mülheim sind auch die Großeltern schon mal gerne mitgefahren, da konnte man auf der Uferpromenade der Ruhr so schön auf Bänken sitzen. Und Schiffchen gucken!

Mein Papa und meine Großeltern mütterlicherseits.

Auch ein sehr schönes Ausflugsziel war die Gruga in Essen, da hatte ich euch sogar schon mal von berichtet, glaub ich, hier ist noch ein feines Foto

das fand ich so lustig, meine Mama hat sich zum rasten einfach auf die mitgenommene Tasche gesetzt, ihre Freundin amüsiert sich wohl auch königlich!

Meine allerschönsten Kindheitssommer waren aber immer die in Höxter, wie hab ich mich da immer drauf gefreut, schon die Zugfahrt dahin war so toll, dazumalen noch mit Dampflok, lol, ich mit meinem kleinen, weißen Köfferchen, das immer nach Pfefferminzbonbons roch, weil die immer notwendig mit mußten, und natürlich ist auch Teddy Bernhard immer mit gereist! Ankunft in Höxter

links vom Bahnhof das Rathaus

rechts davon die Weser mit den schönen Raddampfern! Die großen Koffer haben meine Eltern immer aufgegeben, damit Mama die nicht schleppen mußte, wir fuhren ja immer für die ganzen Ferien von 6 Wochen, solange hatte ja Papa keinen Urlaub, er ist dann immer für 14 Tage nachgekommen. Und die Koffer haben wir am Corveyer Bahnhof (Güterbahnhof) mit dem Bollerwagen abgeholt!

Schloß und Abtei Corvey, heute Weltkulturerbe! In Kindertagen kannte ich das wie meine Westentasche!

Und dann begannen die herrlichen Ferien, an heißen Tagen so oft im Schwimmbad direkt an der Weser gelegen

mit Teddy Bernhard

mit Mama

und mit Papa!

Ausflüge an die Weser, die ich so lieb(t)e,

mit kleiner Freundin, ein Kind von Nachbarn einer meiner Tanten dort,

mit Mama auf der Uferwiese

mit Großcousine (eine Cousine meiner Mama!) auf der Mauer an der Uferpromenade!

Und herrlichen Ausflügen mit Verwandten, die wir dort reichlich hatten, in den Solling,

Rast auf einem Baumstamm, v.l.n.r. meine Großtante, bei der wir wohnten, eine Schwester meiner Oma mütterlicherseits, meine Mama, ich, und meine Oma!

Walderdbeeren gesucht mit Papa und gleich vernascht, im Hintergrund eine andere Großtante, auch eine Schwester meiner Oma.

Himbeeren pflücken, Papa hat ganz viele gefunden, den Geruch von frischen Himbeeren verbinde ich heute noch sofort mit Höxter, Tante und Onkel naschen mit!

Rast am Wiesenhain, Papa, Großtante Finchen, davor ich, und Großtante Toni mit ihrem Mann, Großonkel Ludwig.

Das sind die beiden noch einmal, mit meiner Mama und der Großcousine Ingrid neben mir, das war die jüngste Tochter von Großtante und Großonkel.

Mit selbiger Großcousine inmitten einer Schafherde

Sonntagsspaziergang, und noch mehr Verwandte, hihihi, Cousinen meiner Mama.

fein gemacht im Garten am Sonntag, mit Mama und Mamas Cousinen.

Besuch von einer kleinen Cousine und einem kleinen Cousin von mir, mit der Großtante, bei der wir wohnten in der Ferienzeit! Ich hatte immer Spielkameraden, älter, jünger, in meinem Alter, das war einfach herrlich!

Kinderglück!

mit Papa im Wald!

Ich hab noch ein schönes Foto von meinem Urgroßvater mütterlicherseits, da sitzt er auf der Straße, wo das Fachwerkhaus stand, in dem wir bei meiner Tante, seiner Tochter, in der Ferienzeit immer wohnten.

Selige Zeit!

Und das alles ist „der Duft von Sommer noch auf meiner Haut“, Kinderglück pur, Duft nach Himbeeren, nach Zuckerkuchen, nach meinem Spielzeugladen dort und drolligerweise auch immer der Duft der Drogerie, und einer alten Bücherei, in der ich mir immer meinen Lesestoff für die Regentage holte! Und auch diese Regentage duften, nach frischem Grün, nach sauberer Luft, und die Erinnerung an das Geräusch von strömendem Pladderregen nachts, wenn ich mit Mama in einem Bett schlief, so gemütlich! Der Duft nach Kornfeldern mit Mohnblumen und Kornblumen, nach Wäldern und Tannennadeln! Der eigenartige „Duft“ nach Elektrizität in der Luft bei schweren Gewittern, schaudernd zwar, aber doch wohl- und gut behütet bei all den Lieben um mich rum! Das Paradies der Erinnerung!!!

Zu diesen Erinnerungen gehören natürlich auch die von mir und meiner Mama so heißgeliebten Schwälbchen

und mit diesem Bild und zwei zarten, schönen Sommergauklern

entlaß ich euch jetzt in einen wunderschönen Sommer-Sonntag, den ich euch allen wünsche!

Ich hoffe, es hat euch Freude gemacht, mich auf meiner „Sommer-Duft-Tour“ zu begleiten, habt es alle fein wünschen euch euer Co-Autor, meine Mimi,

mal wieder von ihrem Kofferplatz, den sie am gestrigen kühleren, später auch verregnetem Samstag wieder bezogen hat, und ich!

 

Eins, zwei, drei im Sauseschritt…..

…..läuft die Zeit; wir laufen mit! (Wilhelm Busch)

58

Spätsommer

Wenn das Gras der grünen Wiesen
zeitig ist zur großen Mahd,
wenn der Sommer seine Sense
singen lässt durch reife Saat:

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Dann soll deine Seele Sonne,
Kraft und Frucht und Ernte sein:
Schneide ruhig deine Ähren,
führe deine Garben ein!

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(Otto Julius Bierbaum)

Ich lös mal wieder ein Versprechen ein hier im Blögchen, hihihi, ich hatte euch vor Zeiten mit diesem Bild

Foto1787 mal versprochen, euch mehr von meinen feinen Stofftieren zu zeigen, die ich bei meinen Sommeraufenthalten in Höxter vom Taschengeld erworben habe bzw. im Laufe meines Kinderlebens geschenkt bekam.

Und der heutige Tag ist ein guter Anlaß dafür, denn mein kleiner Stofftierpudel Snobby vom Bild wird heute 56 Jahre alt, hihihi! Das nächste Bild ist von meiner Mama handschriftlich mit dem 10. Januar 1953 datiert

Höxter 034

es zeigt meine Mama und mich, da war ich 134 Tage alt!

Höxter 033

Und auf diesem Bild genau 2 Jahre!

Deshalb die Zeit, die im Sauseschritt eilt, und weil es zur Zeit so ein herrlicher Spätsommer ist, der mich unweigerlich immer wieder an die wunderschönen Ferienaufenhalte in meinem Kindheitsparadies Höxter erinnert, möchte ich euch nochmal ein paar Bilder von dort zeigen, bevor wir zu den oben erwähnten Stofftieren kommen.

Ich hab nämlich mit der feinen neuen Kamera die Bilder noch einmal abfotografiert, sie kommt ja so großartig in den Nahbereich, die Bilder kennt ihr zwar alle schon, aber ich glaube, so deutlich macht es doch noch mal Spaß, sie zu gucken!

Höxter:

Höxter 024

Das Rathaus von Höxter, die Aufnahmen bzw. Postkarten sind sämlich aus den 50-iger Jahren.

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Kilians-Kirche direkt neben dem Rathaus

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Weserbrücke, im Hintergrund die Kilians-Kirche, und ein Raddampfer! Wie gerne bin ich damit gefahren! Kleine Anekdote am Rande: Die Raddampfer hatten in Höxter eine Anlegestelle, dort warteten sie auf die Weiterfahrt, und während der Pausen spielte das Personal immer die damaligen Schlager über Lautsprecher ab, lol! Und eines der absoluten Lieblingslieder meiner Mama (und damit natürlich auch mir!) war das Lied: „Heimweh“ von Freddy Quinn! Ich hab es gefunden, eine feine alte Aufnahme:

Höxter 020

Nochmal in Farbe, der Raddampfer, und im Hintergrund auf dem Berg oben am Waldesrand das damalige Hotel „Wilhelmshöhe“, das leider im Januar 1969 komplett abgebrannt ist.

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Fachwerkbauten in Höxter, sog. „Weser-Renaissance“, wie hab ich diese herrlichen Häuser geliebt. Meine Tante, bei der wir während der Ferien wohnten, wohnte in einem ähnlichen.

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Das sog. „Tilly-Haus“ in dem eine andere Tante von mir wohnte. Seinen Namen hat das Haus vom Feldherrn Tilly, der im 30-jährigen Krieg hier sein Quartier aufschlug.

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Schloß und Abtei Corvey, seit Juni 2014 Weltkulturerbe.

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Gerade die schönen alten Postkarten beinhalten noch meine ganze Kinderseligkeit in dieser Stadt, ich würde gerne mal wissen, wie es heute dort aussieht, aber ich scheue immer ein wenig, vielleicht wäre ich enttäuscht. Wieder einmal Reinhard Mey:
„Erinnerungen sind vor allen Dingen
in uns und nicht an irgendeinem Ort.
Und so schön, wie sie für uns waren, klingen
sie eben nur noch in uns‘ren Erinnerungen fort!“ (Reinhard Mey, „Erinnerungen“)

Das nächste Bild ist an der besagten Anlegestelle für die Raddampfer entstanden

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einige Jahre später:

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Irgendwie mußte ich mich wohl immer an irgendeinem Gesträuch festhalten bei Fotos, guckt mal bei dem vom 2. Geburtstag oben, lol!

Familienausflüge, von mir heiß geliebt:

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mit Mama und Oma (Mutter meiner Mama) am Wiesenrain. Mit Pfirsichen, waren die immer lecker, das ist für mich noch heute Sommer pur, und ich krieg auch heute noch bei der Haut eine „Gänsehaut“, hihihi!

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Bleiben wir bei den Pfirsichen, Papa wird damit gefüttert!

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von links nach rechts: Die Tante, Schwester meiner Großmutter mütterlicherseits, bei ihr wohnten wir in Höxter, mein Papa, ich, meine Oma. Wir bleiben auch bei Früchten, da hatten wir Walderdbeeren gesucht, Papa und ich!

Monika und die Tiere, dazumalen meistens Hunde:

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wie dieser Schäferhund hieß, weiß ich leider nicht mehr.

Aber das war Collie „Iko“

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mit dem bin ich immer Gassi gegangen! Im Hintergrund ist das Haus meiner Tante zu sehen, und in dem Schuppen hinter der aufgehängten Wäsche war das berühmt-berüchtigte Plumsklo, lol!

Und nun leiten zwei Bilder über zu den versprochenen und angekündigten Stofftieren, denn sowohl hier

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in den Weserwiesen als auch hier

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auf einem weiteren Familienausflug mit Oma, Tante und Mama ist jeweils eines der Viecherln mit drauf!

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Habt ihr sie erkannt? In den kleinen Hund war ich immer restlos verliebt, weil er so treu guckte! Und die Katze, Susi, ist älter als Snobby, der Pudel! Sie fand den Brotkasten von Mimi übrigens prima, hihihi, Mimi hat sie keines Blickes gewürdigt, lol!

Na, dann zeig ich euch nun mal wie versprochen alle:

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Flossi, mein Fisch! Als Kind hatte ich immer Sorge, daß er mir in die Weser hüppen könnte, als Fisch wollte er doch sicher lieber ins Wasser! Hab ihn daher immer sehr gut festgehalten!

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Den kennt ihr schon von unserem Abenteuer mit dem zugeflogenen Wellensittich!

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Bambi und Häschen!

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Susi, die Katze!

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Auf das kleine Kaninchen ganz links war ich sehr stolz, das war mal eine limitierte Auflage bei der Firma mit dem Knopf im Ohr.

Ebenso das hier

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ein kleiner Marienkäfer!

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Swapl, mein schwarzes Schaf! Jetzt wißt ihr, woher ich eine Vorliebe für schwarze Schafe habe, hihihi!

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Gongo vorne kennt ihr auch schon, daneben ist sein kleiner Bruder!

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Guckt mal das Muster von dem Kissen, auch eine kleine Anekdote am Rande, das ist die Sesselauflage von den Sesseln meiner Eltern in der Wohnung, in der ich groß geworden bin, also sage und schreibe 66 Jahre alt. Wie solche Sachen früher gehalten haben, nicht wahr? Ich wollte es eigentlich mal neu beziehen, aber das ist noch so gut in Schuß! Auf dem Gruppenbild meiner Viecherln ist es ganz zu sehen:

Meine Stefftiere 025

Da sind sie nun noch einmal alle!

Ich hoffe, das Kramen in meiner Erinnerungskiste hat euch wieder bissel Freude gemacht, ich wünsche euch allen einen wunderschönen Montag, kommt gut wieder in die neue Woche!

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Sommerzeit? – Regenzeit!!

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Regenlied

Walle, Regen, walle nieder,
wecke mir die Träume wieder,
die ich in der Kindheit träumte,
wenn das Nass im Sande schäumte !

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Wenn die matte Sommerschwüle
lässig stritt mit frischer Kühle,
und die blanken Blätter tauten,
und die Saaten dunkler blauten.

Fahnen Fußball grün 012

Welche Wonne, in dem Fließen
dann zu stehn mit nackten Füßen,
an dem Grase hin zu streifen
und den Schaum mit Händen greifen.

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Oder mit den heißen Wangen
kalte Tropfen aufzufangen,
und den neuerwachten Düften
seine Kinderbrust zu lüften!

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Wie die Kelche, die da troffen,
stand die Seele atmend offen,
wie die Blumen düftertrunken,
in dem Himmelstau versunken.

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Schauernd kühlte jeder Tropfen
tief bis an des Herzens Klopfen,
und der Schöpfung heilig Weben
drang bis ins verborgne Leben.

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Walle, Regen, walle nieder,
wecke meine alten Lieder,
die wir in der Türe sangen,
wenn die Tropfen draußen klangen!

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Möchte ihnen wieder lauschen,
ihrem süßen, feuchten Rauschen,
meine Seele sanft betauen
mit dem frommen Kindergrauen.

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(Klaus Groth)

Das

Regenzeit 009 sind wahrlich keine Sommertemperaturen! Und es regnet ohne Unterlaß!

Es ist so kühl, ich hab sogar schon wieder meine Eisbärensocken rausgekramt und angezogen:

Anderenorts hab ich auch schon wieder von abendlichen Winterbekleidungen fürs Haus gehört, lol!

In der Grafschaft Lirich sind offensichtlich schon wieder die Heizungen bzw. Öfen in Betrieb genommen worden:

Jedenfalls rauchen die Schornsteine!

Tja, was soll man da machen?

Mimi findet ja immer das beste an allem, kein Balkonien? Ok, dann halt die feine geliebte Hängematte:

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Ihr seht keine Mimi? Nochmal:

Friedenstaube und Mimi 002

Na, schwant euch was? Kuckuck!

Friedenstaube und Mimi 003

Und wieder weg!

Friedenstaube und Mimi 005

Sie hat gestern den ganzen verregneten Tag gemütlich schnarchend und schnurrend darin verbracht!

Regenzeit 011

Und wir Menschen?

Jaaa, man könnte nun natürlich wortreich diesen wirklich blöden und bestimmt nicht besonders schönen Sommer beschimpfen, man könnte Petrus oder dem Wettergott und der Politik die Schuld am häßlichen Wetter in die Schuhe schieben, und sich grummelnd und mißmutig in die Sofa-Ecke verziehen! Bringt aber rein gar nix, es regnet trotzdem und es ist auch weiter kalt! Kennt ihr den Spruch?

„Ich freu mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“ (Karl Valentin)

So isses, und deshalb hab ich das obige Gedicht eingestellt.

Ich hab hier gestern auch bissel schlecht gelaunt gesessen und in den Graus draußen geguckt, und dann wandern ja immer die Gedanken, und im Sommer, der ja nun mal kalendarisch durchaus ist, wandern sie bei mir immer schnell nach Höxter, meinem Kindheitsparadies, und ich hab überlegt, ob man als Kind Regen eigentlich auch so scheußlich fand? Keineswegs, ich habe sowohl dort im Urlaub als eben auch zu Hause Regentage eigentlich genauso genossen, wie Mimi es tut. Pragmatisch, zufrieden, sich eine andere, schöne Beschäftigung suchend, ich hab als Kind gerne gelesen und gemalt, und wenn draußen so der Regen niederrauschte, fand ich das unendlich gemütlich! Die Mama hat im Haushalt geräumt, Papa hatte auch noch irgendwas zu tun, ich fand das herrlich, ich fühlte mich dann richtig geborgen!

Eine ganz klare und schöne Erinnerung an Regen in Höxter hab ich da auch, meine Mama und ich haben bei meiner Tante ein kleines Zimmer zum schlafen gehabt, mit nur einem, wenn auch bissel größeren Bett, in dem Mama und ich dann natürlich zusammen geschlafen haben, die Fenster hatten ja anno dunnemals noch keine Doppelverglasung und im Sommer standen sie ja auch meist offen, vielleicht könnt ihr euch erinnern, man konnte sie auch so einen „Spalt breit“ öffnen und mit einem kleinen Häkchen feststellen,  so ähnlich wie die Kippfenster heute. Und wenn es regnete in der Nacht, dann rauschte der Regen so herrlich beruhigend und die Dachrinne mit dem Abflußrohr gluckerte immer so behaglich, ich höre das heute noch! Ich glaub, so gut hab ich nie wieder geschlafen, hihihi!

Also machen wir doch einfach das beste aus diesem ja nun wahrlich verregneten Sommer, vielleicht hält ja der Herbst noch Sonnentage für uns parat!

Und darum gibt es jetzt hier Regenbilder, die zeigen, daß auch Regen schön sein kann, alles eine Frage des Blickwinkels, lol!

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Und sogar ein Spaziergang im Regen kann Freude machen, ich hab mal wieder ein altes Gemälde gefunden:

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(Regen im Eichenwald, Iwan Iwanowitsch Schischkin, 1891)

Wir wünschen euch allen einen schönen Freitag, mit guten Ideen, falls er verregnet sein sollte, aber egal wie, einfach mit genießen! Das Wochenende steht vor der Türe, wir wünschen allen ein ganz feines und Mimi hat, falls auch das verregnet, einen prima Vorschlag für euch:

schwochenende00051 Das ist doch ein feiner Rat, oder? In diesem Sinne, genießt den Freitag und das Wochenende und habts fein!

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Erinnerungen sind golden

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Kindheit

Es wäre gut viel nachzudenken, um
von so Verlornem etwas auszusagen,
von jenen langen Kindheit-Nachmittagen,
die so nie wiederkamen – und warum?

Noch mahnt es uns –: vielleicht in einem Regnen,
aber wir wissen nicht mehr was das soll;
nie wieder war das Leben von Begegnen,
von Wiedersehn und Weitergehn so voll

wie damals, da uns nichts geschah als nur
was einem Ding geschieht und einem Tiere:
da lebten wir, wie Menschliches, das Ihre
und wurden bis zum Rande voll Figur.

Und wurden so vereinsamt wie ein Hirt
und so mit großen Fernen überladen
und wie von weit berufen und berührt
und langsam wie ein langer neuer Faden
in jene Bilder-Folgen eingeführt,
in welchen nun zu dauern uns verwirrt.

(Rainer Maria Rilke)

Dieses Gedicht gab es schon einmal im Blögchen, ich bin mal wieder über alte Einträge geraten. Der Anlaß waren mal wieder meine Kindheitserinnerungen an mein Kindheitsparadies in Höxter, das ich euch ja schon in mehreren Einträgen dargestellt habe!

Und in diesem Eintrag von vor zwei Jahren

http://midomo.blog.de/2013/08/29/ferien-hoexter-ii-16343456/

hab ich euch u.a. meinen Stofftier-Pudel Snobby vorgestellt, da sich ein bestimmtes Ereignis für ihn und mich heute mal wieder wiederholt, nehm ich das jetzt mal als Anlaß, euch noch einen Gefährten meiner Kinderzeit, der auch aus Höxter stammt und von meinem lang  gesparten Taschengeld erworben wurde, hier vorzustellen:

Foto5802

Gongo, mein kleiner Elefant mit den Segelfliegerohren (die man im übrigen „verstellen“ kann, weil sich ein kleines Drahtgestell darin befindet!).

Er war im damaligen Eintrag schon auf dem Gruppenfoto meiner Höxteraner Viecher vertreten!

Und zeigt sich jetzt noch mal in all seiner Schönheit und von allen Seiten:

Foto5803

Foto5804

Foto5805

Ich war soooo stolz auf ihn, wie ihr ja auf den Fotos unschwer erkennen könnt, besitzt er entzückende rosa Innenohren, hihihi, da erinnere ich mich ganz lebhaft daran, daß ich ihn auf der Rückfahrt nach Ende der Ferien wieder Richtung Heimat in der Eisenbahn ganz fest im Arm hatte, damit er sich nicht fürchtet bei den lauten Geräuschen, die damaligen Dampfloks waren ja nun noch etwas lauter als die Züge heute, und es gab auch Stellen in den Zügen, die ein bissel verrußt waren, und da bin ich versehentlich mit Gongos schönen rosa Ohren an so eine verrußte Stelle gekommen, ach, hab ich geweint, weil Gongo nun ein schmutziges Öhrchen hatte! Meine Mama konnte mich aber trösten und beruhigen und hat auf der Zugtoilette mit einem Taschentuch und bissel Seife Gongos Ohr wieder gesäubert, ein ganz kleiner, dunkler Schatten ging aber nicht mehr raus, trotzdem war ich soooo froh! Den kleinen Rußschatten am Ohr hat er heute noch!

Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, war Gongo mal ein Maskottchen der damaligen (und ich glaub, auch heute noch existierenden) Fernsehzeitschrift „Gong“, ich habe aber diesbezüglich im Internetz leider nix finden können. Meine Eltern hatten diese Zeitschrift ohnehin nicht, nur meine Großeltern väterlicherseits, wir hatten immer und so lange ich mich erinnern kann die „Hör-Zu“, kennt ihr sicher auch noch alle, oder? Ich erwähne das hier auch eigentlich nur deshalb, weil es dort nämlich ein Maskottchen gab, das sicherlich fast allen meinen Lesern bekannt ist

http://www.reinhold-escher.com/Escher/Mecki_60er.html

http://www.das-waren-noch-zeiten.de/hoerzu.html

Und die Stofftierfigur von Igel Mecki hatte es mir mein ganzes Kinderleben lang angetan, aber das ist ein Wunschtraum geblieben, ich besitze sie bis heute nicht!

https://de.wikipedia.org/wiki/Mecki

Pünktlich zum heutigen Tag ist nun auch das einzige Röschen meiner kleinen Balkonrose aufgeblüht

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infolge eines Mehtau-Befalls schwächelte meine Rose dieses Jahr, mittels eines alten  Hausmittels (mit verdünnter Milch besprühen!) hab ich sie langsam wieder hochgepäppelt, und dafür hat sie mich nun gerade heute mit einer aufgeblühten Rose beglückt!

Haben wir mal wieder in alten Kinder-Erinnerungen geschwelgt, mach  ich ja so gerne, ich hoffe, es hat euch gefallen und wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende, es soll ja noch einmal richtig Sommer werden!

Ich freu mich auf den Besuch der Kinder und wünsch euch auch allen was feines zum freuen!

Habts fein!