Grafschafter Wochenanzeiger – Wir wünschen ein frohes Osterfest! 🐰🐔🥚

Zur Osterzeit

Ist das ein Ostern! – Schnee und Eis
hielt noch die Erde fest umfangen;
frostschauernd sind am Weidenreis
die Palmenkätzchen aufgegangen.

Verstohlen durch den Wolkenflor
blitzt hie und da ein Sonnenfunken –
es war, als sei im Weihnachtstraum
die schlummermüde Welt versunken.

Es war, als sollten nimmermehr
ins blaue Meer die Segel gehen, –
im Park ertönen Finkenschlag,
und Veilchenduft das Tal durchwehen. –

Und dennoch, Seele, sei gewiß:
Wie eng sich auch die Fesseln schlingen,
es wird der Lenz, das Sonnenkind,
dem Schoß der Erde sich entringen.

Dann sinkt dahin wie Nebelflor
auch all dein Weh und deine Sorgen,
und veilchenäugig lacht dich an
ein goldner Auferstehungsmorgen! –

(Clara Müller-Jahnke, 1860 – 1905, deutsche Dichterin, Journalistin und Frauenrechtlerin)

Im liturgischen Jahr 2021 wird in der Osternacht das Evangelium nach Markus 16 gelesen, und so möchten wir unsere heutige Ostersonntagsausgabe vom Grafschafter Wochenanzeiger mit diesem beginnen:

Evangelium nach Markus 16,1-8

ls der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß.

ie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hat. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern und dem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat. Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemandem etwas davon; denn sie fürchteten sich.

Ich habe in diesem Jahr wieder sehr die Osternachtfeier in meiner Kirche vermißt, im zweiten Jahr fällt sie coronabedingt nun für mich wieder aus. In diesem Jahr hat meine Gemeinde zwar nicht auf den Präsenzgottesdienst bzw. die Osternachtfeier verzichtet, aber unter den gegebenen Umständen ist es einfach nicht das, was die Seele nun so dringend bräuchte, mit Abstandsregeln, ohne Gesang und ohne anschließende Feier in der Unterkirche würde das ganze zumindest mich noch trauriger machen. Und so hab ich aus gutem Grund die Evangeliumsgeschichte an den Anfang unserer Ostersonntagsausgabe gesetzt, in allen Evangelien ist vom leeren Grab und der Auferstehung die Rede, und von dem großen Stein, der das Grab verschließt und die im Morgengrauen zum Grab gehenden Frauen nicht wissen, wie sie ihn wohl wegwälzen könnten. 

Das empfinde ich in diesen Tagen als sehr symbolisch, unser Herz ist in diesen schrecklichen Zeiten auch wie ein Grab, das mit einem Stein verschlossen ist, es liegt uns ein Stein auf der Brust. Wer wird uns diesen Stein wegwälzen? Ein Engel? Der Glaube an die Auferstehung? Ich zweifel oft, aber da ist dieses unvernünftige Herz, das mich drängt, wider alle Vernunft, diesen Stein weg zu wälzen, ihm Luft zu verschaffen und Licht und Sonne, das nicht verhärten und nicht brechen will, sondern durch Liebe ganz weich werden, daß mir Tränen gibt und damit den harten, kalten Stein wegschwemmt und mich bereit macht für seine Auferstehung, wie die Auferstehung an Ostern, denn das ist der Kern der Auferstehungsgeschichte. Wie in dem Zitat von Emmanuel Geibel:

Das Herz hat auch sein Ostern, wo der Stein vom Grabe springt, den wir dem Staub nur weihten. Und was du ewig liebst, ist ewig dein.

In diesem Sinne wünsche ich, wünschen wir all unseren Lesern ein frohes Auferstehungs-Ostern. 

Ich hab zum Abschluß meines Vorworts noch eine Seite gefunden, die mein Lieblingslied an Ostern und anderen hohen christlichen Feiertagen so schön eingebettet hat, das „Te deum“, „Großer Gott wir loben dich“, das Video auf der Seite hat so eine schöne Größe

Im Kölner Dom: Hier singen tausende Menschen „Großer Gott wir loben dich“

wer sich das gleiche lieber bei Youtube anhören und gucken möchte

 

Und nun machen wir als gesamtes Redaktionsteam weiter, denn zu einem frohen Ostern gehören auch fröhliche, frohe, bunte Bilder, Bilder vom Frühling, Bilder von unseren Redaktionsräumen und Balkonien, wo wir auch in diesem Jahr wieder festlich geschmückt haben, damit es uns allen leichter fällt, das Herz von seinem Stein zu befreien. 

Beginnen wir mit Balkonien, wo uns unsere Mimi in heaven beim schmücken ganz sicher zufrieden und liebevoll begleitet hat:

Osterschmuck und Sonne, unschlagbare Kombi! Im übrigen hab ich im hinten angelehnten Liegestuhl schon zwei herrliche Tage auf Balkonien verbringen können. 

Unsere Forsythie hatte es in diesem Jahr eilig, sie blühte und grünte gleichzeitig und ist nun schon fast vollständig grün, natürlich hat sie wieder die Ostereier als Schmuck bekommen. Samt dem obligatorischen roten Ei. 

In Mimis Brotkasten sind Tulpen eingezogen, hölzerne zwar, aber wir finden, sie sehen wunderhübsch aus und denken, Mimi ist sehr zufrieden. 

Guckt, Flora ist wieder draußen, gut geschützt vor eventuell auch wieder kommendem stürmischen Wetter, damit ihr nicht wieder ein Leid geschieht. Und Ihre drei süßen Kinder sind auch wieder dabei, samt einer niedlichen Kaninchengruppe. 

Osterschmuck am Brunnen

Salbei und Thymian sind wieder kräftig ausgeschlagen! 

Unser Huhn mit Osterei-Kerze und

Ostereierschmuck für die Wand. 

Unsere kleine Birke grünt wieder und der Topf hat unverwüstliche Tulpen bekommen. Und die Birke ebenfalls Ostereier. 

Der überwinterte Oregano schlägt ganz zart wieder aus

Ostereier im Forsythienstrauch

Wir müssen euch doch unbedingt noch einmal Flora und ihre Kinder zeigen, wir sind so froh, daß es ihr nach ihrem Sturmunfall wieder so gut geht. 

Und der Kasten, in dem sie nun so geschützt untergebracht ist, der birgt auch noch was feines

unsere Johannisbeere, sie schlägt wieder aus, und wie, ist das nicht fein? 

Süße Kaninchen, ein Erbstück von meiner Großtante, die Dame, von der ich euch auch schon öfter mal berichtet habe, die gesegnete 93 Jahre alt wurde und bis zum Schluß topfit war. 

Nun ziehen wir um in die Redaktionsräume

Osterdeko an Mimis Platz am Wohnzimmerfenster. 

Und das Tischchen, auf dem zu ihren Lebzeiten ihr Wasserkrug stand, bevölkern jetzt auch Häschen. 

Süß, die beiden, nicht wahr?

Noch zwei Hasis, ein Pärchen! Die beiden Süßen hat mir mal Brigitte/Plauen geschickt. Sie haben schon feine Gesellschaft, 

mein Erdbeer-Elfchen steht schon wieder auf der Fensterbank, ganz raus traut sich das zarte Wesen noch nicht. 

Unser Kamin, österlich geschmückt. 

Und weil die Forsythie draußen eigentlich schon verblüht ist, macht der künstliche Forsythienstrauß wieder Furore drinnen. 

Im Flürchen ist ebenfalls österlich dekoriert

und nun kommt was drolliges, ich hatte bei der Winterdeko draußen im Hausflur noch meinen beleuchteten Tannenkranz hängen, der leuchtete nun immer noch so schön, da ist er kurzerhand nach innen umgezogen und leuchtet jetzt österlich dekoriert im ohnehin etwa dunklen Flürchen. 

Sieht doch hübsch aus, oder? Besonders, wenn er leuchtet abends. 

Weiter geht es im Hausflur

unser Willkommensschild

…..“Tulpen aus Amsterdam…“!

Der Kranz an der Haustüre, mit Schmetterlingen bestückt. 

Und die Deko an der Flurwand, alle Jahre wieder ein Hingucker und selbst gebastelt. 

Kleiner Hase ganz groß mit Miniglöckchen um den Hals, auch der kam mal aus Plauen zu uns gereist, hihihihi, und schmückt in jedem Jahr wieder den Kamin, er ist so süß! 

So waren wir in unseren Redaktionsräumen wieder fleißig, natürlich hat mein ganzes Redaktionsteam mich tatkräftig unterstützt. Vor allem beim Ostereier färben, da saßen die Bären alle mit heißen Wangen in der Küche, und als die Eier gekocht waren, ging es ans Werk, denn in diesem Jahr wollten wir die Eier nicht nur färben, sondern wir hatten entdeckt, daß wir noch so niedliche Aufkleber haben, mit denen man vorher eine Stelle auf dem Ei mit Muster abkleben kann, die nicht gefärbt werden soll, na, da waren die Bärentätzchen alle aber fleißig bei der Arbeit mit kleben und dekorieren, und dann ab ins Färbebad. Na, guckt mal, das Ergebnis kann sich doch wirklich sehen lassen, oder?

Wir waren jedenfalls sehr glücklich, mein Bärenteam und ich! Und Mimi in heaven wird auch geschmunzelt haben. 

Damit sind wir am Ende unserer heutigen Ostersonntagsausgabe vom Grafschafter Wochenanzeiger angelangt und wünschen allen unseren Lesern, auch den stillen, ein frohes Osterfest! Feiert die Auferstehung der Herzen, bleibt zuversichtlich und hoffnungsfroh, macht euch gemütliche Tage, allein oder im Kreise eurer Lieben, wenn es möglich ist. Paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.

Habts fein!