Grafschafter Wochenanzeiger – Wetterbericht

Das Häschen

Unterm Schirme, tief im Tann,
hab ich heut gelegen,
durch die schweren Zweige rann
reicher Sommerregen.

Plötzlich rauscht das nasse Gras –
stille! Nicht gemuckt! -:
Mir zur Seite duckt
sich ein junger Has –

Dummes Häschen,
bist du blind?
Hat dein Näschen
keinen Wind?

Doch das Häschen, unbewegt,
nutzt, was ihm beschieden,
Ohren, weit zurückgelegt,
Miene, schlau zufrieden.

Ohne Atem lieg ich fast,
laß die Mücken sitzen;
still besieht mein kleiner Gast
meine Stiefelspitzen…

Um uns beide – tropf – tropf – tropf –
traut eintönig Rauschen…
Auf dem Schirmdach – klopf – klopf – klopf…
Und wir lauschen… lauschen…

Wunderwürzig kommt ein Duft
durch den Wald geflogen;
Häschen schnuppert in die Luft,
fühlt sich fortgezogen;

Schiebt gemächlich seitwärts, macht
Männchen aller Ecken…
Herzlich hab ich aufgelacht -:
Ei, der wilde Schrecken!

(Christian Morgenstern)

Liebe Leser des Grafschafter Wochenanzeiger, nun ist das Osterfest auch schon fast wieder eine Woche vorbei, da möchten wir doch mal einen nachösterlichen Wetterbericht erstellen, im doppelten Sinne ein „Wetter“bericht, sowohl vom innerlichen, als auch vom äußerlichen Wetter, daß hier für einige Kapriolen sorgte, aber dazu später noch.

Die Ostertage jedenfalls waren wonnig-sonnig-sommerlich-schön, das kam zum Besucher der Kinder natürlich wie gerufen, und wir haben die schönen Tage so genossen, Mimi hat sich von allen Seiten verwöhnen lassen und kam aus dem schnurren vor Behagen gar nicht mehr raus, drinnen verwöhnten sie die Kinder, draußen im Brotkasten die Sonne, könnt ihr euch sicher vorstellen, daß unsere rasende Reporterin hochzufrieden war! Das Essen hat vorzüglich gemundet, bloß haben wir außer von der selbstgebackenen Ostertorte gänzlich vergessen, Bilder zu machen, lach, wir waren so mit erzählen und genießen beschäftigt. Aber die Torte, die kann ich euch zeigen, büddschön:

Schade, daß die schönen Tage immer so schnell enteilen, aber dafür kann man sie sich ja jederzeit wieder in Erinnerung rufen!

Wie schon erwähnt, war das Wetter an Ostern geradezu ein Traum

und das genoß auch unser kleines Hasenmütterchen Flora

aber das sollte sich dann am Mittwochabend drastisch ändern, es zog ein heftiges Unwetter über die Grafschaft, mit Sturm, Gewitter, Hagel und Starkregen, das ganze kam so plötzlich, daß keine Chance mehr war, Balkonien unwettersicher zu machen

es schepperte dann irgendwann heftig und meine Avocadopflanze in ihrem großen Topf, sogar mit einem schweren Stein drin ohnehin gegen Wind gesichert, flog quer über Balkonien und die darin befindliche Osterdeko verteilte sich ebenfalls in allen Ecken. Und genau in dieser Pflanze hatte doch Flora ihr Plätzchen gefunden, oh, je, ich hab sofort befürchtet, daß das nicht ohne Schaden abgegangen ist, und ich hab richtig vermutet:

Flurschäden besichtigen nach dem Sturm

Flora hat ein Ohr eingebüßt, das andere hatte auch einen Riß und auch ein Pfötchen war angeknackst. Ganz Balkonien war voller Erde, die Auflagen für Mimis Schattenplatz und meinen Liegestuhl waren auch noch draußen und trieften vor Nässe. Die Ostereier hab ich später überall zusammengeklaubt, gut, daß ich das Katzennetz dran habe, da fliegt wenigstens nix über den Balkon nach unten. Am späten Abend, als der Spuk vorbei war, hab ich nur schnell die Auflagen und Flora gerettet, für alles andere war es zu dunkel, die Flurschäden wurden dann am Donnerstagmorgen wieder beseitigt. Mein Pflanze hat nur einige Blätter und Zweige eingebüßt, aber im ganzen ist sie heil geblieben, bin ich so froh, ich hab sie schon so lange und aus Avocado-Kernen selbst gezogen.

Nach dem Unwetter bot sich ein solches Bild der Grafschaft, aus dem Schlafzimmerfenster fotografiert Richtung Burg Lirich:

Und Flora? Natürlich war das gesamte Redaktionsteam sehr besorgt um unser Hasenmädchen, man überließ es den kundigen Händen der Frau Chefredakteurin und verfolgte seine langsame Genesung mit Sorge, Häschen mußte nämlich auch erst einmal trocknen, bevor der Kleber richtig hielt, das dauerte. Aber nun können wir unseren Lesern mitteilen, daß nach einem kurzen Kuraufenthalt in herrlicher badezimmerlicher Seeluft, im Schatten des grafschaftlichen Leuchtturmes, unsere Flora wieder ganz die alte ist, genesen, geklebt und wieder fröhlich hat sie sich vom Schrecken des Zerdepperns erholt.

Da strahlt sie wieder, unser Flora!

Die Schäfchen im Hintergrund haben sich auch sehr über die wieder genesende Flora gefreut!

So, ihr lieben Leser alle, daß war nun mal ein Wetterbericht der anderen Art, euer Redaktionsteam wünscht euch ein wunderschönes Wochenende, egal, mit welchem Wetter, macht einfach das beste draus, und Regen braucht das Land, muß ja nicht unbedingt mit Unwettern sein!

Habts fein! Wünscht euch euer Redaktionsteam, Chrefredakteurin Monika, euer Co-Autor, die rasende Reporterin Mimi und unser Volontär Ruddi

Wetter, Wetter, Wetter!

  

Einstweilen

 Die alte Welt ist ein altes Haus
und furchtbar ungemüthlich,
der Nordwind pustet die Lichter aus –
ich wollte, wir lägen mehr südlich!

Ich wollte… Puh Teufel, wie das zieht!
Der Hagel prallt an die Scheiben,
drum singt nur einstweilen das tröstliche Lied:
Es kann ja nicht immer so bleiben.

(Arno Holz)

Ein unerschöpfliches Thema, das Wetter! Immer wieder beliebt bei jeder Art von Smalltalk! Und von gelassen wie bei Karl Valentin „Ich freu mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch“ bis zum nicht druckreifen „Sch….wetter, elendigliches“ ist dabei an emotionalen Reaktionen alles drin! Herrliches Thema zum aufregen! Und wunderbar zu hören, wer denn nun am zu schlechten, zu heißen, zu nassen, zu kalten und und und Wetter schuld ist! Die Regierung, die Grünen, und ganz beliebt natürlich Petrus, der Heilige, der laut Überlieferung dafür zuständig ist!

Dieses Privileg hat der volkstümliche Heilige der Tatsache zu verdanken, daß er auf mittelalterlichen Darstellungen mit einem Schlüssel zu sehen ist und damit zuständig für das auf- und zuschließen der Himmelspforte, „Petrus hat die Himmelsschleusen geöffnet“ als Umschreibung von Regenwetter. Er gilt daher im Brauchtum als der Wettermacher, oder auch als „Wolkenschieber“: Wenn weiße Wolken am Himmel stehen, weidet Petrus seine Schäfchen, wenn es regnet, schließt er den Himmel auf, bei Gewitter fährt er die Gottesmutter Maria spazieren und der Donner kommt von seinem Kegelschieben. So wird er auch heute noch als „Wetterheiliger“ verehrt.

(St. Peter, Andrea Vanni, 1390)

Den Eintrag haben die Wetterkapriolen der letzten Tage angeschoben, nachdem es in der vorletzten Woche schon frühlinghafte Temperaturen gab, kehrte in der letzten Woche der Winter ständig wieder und kämpfte einen heroischen Kampf gegen den Frühling, da hatten wir ja auch schon einen Eintrag. Da ich aufgrund „seniler Bettflucht“ in den letzten Tagen mal wieder ganz frühmorgendliche Bilder hier gemacht habe, suchte ich einen Einstieg für diese Bilder und hab ihn nun mit dem unerschöpflichen Thema „Wetter“ gefunden, hihihi, und nun wollen wir endlich Bilder sehen, los geht’s!

Bilder vom 20. März 2018, allwieder einmal schneite es nächtens in der Grafschaft:

 

Und am 21. März 2018 gab es dichten Nebel, da mußte ich auch unbedingt mal Bilder von machen:

keine Burg Lirich mehr zu sehen!

Ich mag Nebel! Und während ich hier von Fenster zu Fenster lief und fotografierte, interessierte das Mimi so gar nicht, sie hatte es sich längst zum Schläfchen auf der Couch gemütlich gemacht!

Auf Rosen gebettet, hihihihi!!!

Zum Thema Wetter hatten wir in diesem Blögchen bereits 196 Einträge, lol! Dieses ist dann der Eintrag 197! Bei 200 wird gefeiert!

Wir hatten ausgefallenen Schnee im Winter, zuviel Schnee so wie jetzt bis fast oder übers Osterfest, wir hatten Frühlingsbeschwörungen, die Eisheiligen, die Schafskälte, Regentänze in zu heißen Sommern und das aufwecken der Regentrude, verregnete Sommer, Gewitter, November im Mai, goldener Oktober bis in den November, Novemberdüstereinheitsgrau, es war wirklich alles dabei!

Und damit wünschen wir euch nun erst einmal einen schönen Freitag, wie immer das Wetter auch sei, tragt es mit Humor und mit Geduld! Wir freuen uns ganz riesig auf einen spontan angekündigten Besuch der Kinder zum Wochenende, da scheint die Sonne sogar bei Grieselgrau und anderen Wetterunbilden!

Deshalb wünschen wir euch auch schon ein ganz, ganz feines Wochenende, eigentlich ist ja nun der Frühling von den Wetterfröschen  angesagt worden, wir sind sehr gespannt! Aber egal, wie das Wetter wird:

Habts fein!    wünschen euch Mimi, der Dosenöffner und der Wetterfrosch! Mit einem Vergißmeinnichtsträußchen!

Dit und dat und eine Info

Als sie meine Stimme im Radio hörte

Du hörtest meine Stimme wie von fern.
Sprach ich von einem andern Stern?
Du griffst mit deinen Händen in das Leere,
ob dort ein Leib nicht und ein Lächeln wäre.
Kein Leib. Nur Stimme. Lippe nicht. Nur Wort.
Und leise legtest du den Hörer fort.

(Klabund)

So, ihr Lieben alle, am Dienstag ist es soweit, da stellt die magentafarbene Firma mein Telefon und das Internet auf die neueste IP-Technik um!

Und ich muß dann einen neuen Router einrichten  und darauf hoffen, daß das ordnungsgemäß klappt und anschließend sowohl der PC  so wieder bedienbar ist  als auch das Telefon  seinen Dienst wieder tut! Ich könnte ein paar Däumchen gebrauchen!!!

Falls es nicht ganz so reibungslos klappen sollte, könnte es sein, daß ich eben für eine gewisse Zeit offline bin, zur Not hab ich ja GsD meinen PC-Experten im Hintergrund, also hoffen wir einfach das beste, lieber Leser, hihihi, oder sagen wir es auf kölsch: „Et kütt wie et kütt“ und „Et het noch emmer joot jejange“!

Zum Wochenbeginn und dem allseits ungeliebten Montag hab ich noch ein bissel dit und dat an Bildern für euch.

Nach dem herrlichen Sonnenaufgang hier zeigte sich dann später unsere Grafschaft nicht mehr so schön, es braute sich was zusammen:

Vorsichtshalber hab ich dann mal auf Balkonien alles in Sicherheit gebracht.

Letztlich ging es dann aber erst nächtens richtig los, das Gewitter, mit einem mächtigen Hagelschauer, bei dem die Hagelkörner so auf die Regenrohre und Fenster knallten, daß selbst Mimi stiften gegangen ist. Trotzdem bin ich dann mal raus und hab versucht, Gewitter zu fotografieren, und es ist mir tatsächlich ein Bild von einem Blitz einfach „aus der Hand“ gelungen:

Ganz links oben im Netz ist er zu sehen!

Am anderen Morgen war dann alles wieder gut, es gab keine Schäden auf Balkonien

hihihi, das sind meine „Window-Color-Bilder“ an der Balkontüre!

Und da wir schon mal bei Balkonien sind, hab ich jetzt mal Vergleichsbilder vom Pizza-Anzuchts-Set für euch:

So fing das mal an

und umgepflanzt sah das dann erst mal so aus

die Tomaten, der Rucola und der Oregano sowie

die Paprikapflänzchen, und so sieht das jetzt aus:

die Tomaten auf dem obigen Bild und der Paprika steht hier rechts oben! Ganz schön gewachsen, die Tomate setzt die ersten Blüten an, ich bin echt gespannt, was das wohl für eine Ernte gibt!

Mimi bewacht das ganze, hihihi!

Meine Sukkulenten blühen wieder

In der Nacht vor dem Vollmond am Freitag letzter Woche hab ich auch mal wieder Mond fotografiert, weil er so schön hinter den Bäumen hoch stieg:

und jetzt zuppelt hier gerade unser aller Co-Autor an meinen Füßen, Mimi möchte doch bei diesem Montags-Eintrag auch noch wieder dabei sein. Dann mach mal weiter, Mimi!

 Hi, Folks,

na, wenn nun vielleicht ab Dienstag hier erst einmal Funkstille ist, wie mein Frauchen mir erzählt hat, muß ich doch auf jeden Fall hier noch meinen Senf dazu geben, hihihi!

Ich hab am Wochenende auf jeden Fall wieder Balkonien genießen dürfen, das war fein, einschließlich wieder schöner abendlicher Beleuchtung desselbigen!

Am Sonntag war es aber sehr schwül, dann räkel ich mich schon mal lieber im Wohnzimmer auf dem Teppich, so wie auf diesen Bildern, die Frauchen mal vor einiger Zeit von mir gemacht hat:

Und da fällt mir ein, da hat doch Frauchen neulich in dem Eintrag mit dem Sonnenaufgang in unserer Grafschaft tatsächlich ein Bildchen unterschlagen, daß ich mir dafür ausgesucht hatte, tsssss, sowas aber auch, na, da kommt ihr eben jetzt hier in den Genuß:

Hihihi, das ist lustig, nicht wahr?

Als Katze finde ich ja auch Vollmond so schön, und ich hab ja bei meinem neuen Kratzbaum mit meiner geliebten Hängematte dran so herrliche Sicht drauf:

Und so seh ich den dann von Balkonien aus, da guck ich dann nämlich auch immer gerne!

 

Tja, Folks, das war es jetzt erst einmal von mir für heute, ich hoffe, am Dienstag klappt hier alles ordnungsgemäß, bis dahin wünsche ich euch erst mal allen einen ganz feinen Montag und einen guten Start in die neue Woche, heute sind wir ja noch da!

Habts fein! 

Da schließe ich mich jetzt Mimi mal an und wünsche euch allen auch einen guten Start in die neue Woche und einen schönen Montag, Daumendrücken für Dienstag, büdde, und dann sehen btw. lesen wir uns hoffentlich spätestens am Mittwoch so wieder:

Habts fein!

 

 

Sommerbeschwörung II

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Regen und Unmut

Böses Wetter, böses Wetter!
Es entladen sich die Götter,
reinigen ihr Wolkenhaus,
und die Menschen badens aus.

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(Franz Grillparzer)

Samstag 4.6. 2016 014 Hi, Folks,

so, nun reicht es aber langsam! Immer noch Gewitter und Unwetter, und Regen, Regen, Regen!

Ich will in meinen Brotkasten auf mein geliebtes Balkonien, und zwar pronto und nachhaltig und nicht alle 10 Minuten wieder raushüppen, weil schon das nächste Gewitter wieder kommt!

Das ist doch kein Sommer! Das ist Regenzeit! Wollen wir nicht!

Es ist sooooo schwül draußen, und jeder Regenguß ist wie ein Sauna-Aufguß, sagt mein Frauchen, sie meinte, sie bräuchte eigentlich nur noch von Balkonien ein paar Kiefernnadeln in den Regen schmeißen, dann wäre der Aufguß perfekt! Lol!

Morgens sieht es dann hier in der Grafschaft Lirich so aus:

Juni-Morgen im Nebel 009

Nebel! Waschküche! Wie im Herbst! Nur wärmer!

Burg Lirich im Nebel 004

Burg Lirich ist eigentlich im Hintergrund, weg, nicht mehr zu sehen im Nebel! Vor Balkonien isses auch nicht besser:

Juni-Morgen im Nebel 004

Soll man doch nicht glauben, daß das Aufnahmen aus dem Juni sind!

Vom letzten fürchterlichen Regenguß und Gewitter, das mich aus meinem geliebten Brotkasten getrieben hat, hat Frauchen ein Video gemacht, so ein Wetter muß der Nachwelt erhalten bleiben!

Da nun die Sommerbeschwörung vom Dosenöffner mit seinem niedlichen Erdbeer-Elfchen nur für einen Tag Erfolg hatte (abends hat es dann schon wieder gestürmt und gewittert!) fahr ich jetzt mal härtere Geschütze hier auf, ich droh dem Wetter nämlich! Jawoll! Mit meinen Krallen! Und die sind fürchterlich!

Allerlei mit Mimi 016

Allerlei mit Mimi 017

Trollt euch, ihr Gewitter und Unwetter! Jetzt! Sofort! Oder…….!

Frauchens Erdbeeren werden jetzt so schön rot

Regentropfen und allerlei 001

und die grünen Blätter haben jetzt genug Regentropfen abgekriegt!

Regentropfen und allerlei 002

Wasser stop, es reicht! Stop-Schild Foto6997

In diesem Sinne wünschen wir euch einen schönen WTT, und hoffentlich klappt das mit meiner Sommerbeschwörung!

Habts fein! Foto6996

 

 

Sonntagsbrevier

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Hühner im Regen

Die Hühner sitzen im Regen
in einer Reihe am Zaun.
Das Gackern ist ihnen vergangen.
Sie lassen die Flügel hangen.
Mit größter Besorgnis und Bangen,
wie Pessimisten schaun
die Hühner der Zukunft entgegen.

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Die Enten im Hofe hingegen
sind lustig, trotz Regen und Wind.
Sie watscheln durch Tümpel und schnattern.
Im Schlamm sie die Würmer ergattern
und kennen kein Zittern und Zattern.
Die lustigen Enten sind
die Optimisten im Regen.

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(Fred Endrikat)

Der erste Sonntag im Juni, dem ersten Sommermonat! Aber von Sommer kann ja nun wahrlich noch keine Rede sein, die Wetterkapriolen lassen eher an April glauben! Ein Gewitter jagt das andere, es regnet heftigst, überall und immer wieder gibt es Unwetterwarnungen und manchen Landesteil hat es schon wieder ganz heftig getroffen!

Und da Wettereinträge hier ja nun schon eine lange Tradition haben, (Frühlingsbeschwörungen, Regentänze gegen Sommerhitze und Bittgesänge um Schnee im Winter, lach!) machen wir jetzt hier mal eine Sommerbeschwörung!

Und fahren gleich ganz großes Geschütz auf:

Mein Erdbeer-Elfchen

Erdbeerelfe und Hummel 010

beschwört nun mal den Sommer herbei, denn es möchte gerne, daß die Erdbeeren auf unserem Balkonien sich genauso röten wie sein feiner Hut!

Erdbeerelfe und Hummel 006

(Vorsicht, hihihi, die wunderbaren roten Früchte ums Elfchen sind „Betrug“, sie sind Deko!)

Erdbeerelfe und Hummel 007

Erdbeerelfe und Hummel 008

Erdbeerelfe und Hummel 009

Aber gerötete echte Früchte gibt es auch schon, wenn auch sehr klein:

Erdbeerelfe und Hummel 011

Samstag 4.6. 2016 013

Unsere Hummel ist auch wieder da, ich hab mein bestes gegeben beim fotografieren, aber der pelzige kleine Nektarsammler war sooooo schnell:

Erdbeerelfe und Hummel 003

Erdbeerelfe und Hummel 004

Gerade wieder auf dem Abflug!

Mimi ist das Wetter auch leid, in Regenpausen huscht sie ganz schnell auf Balkonien

Samstag 4.6. 2016 021

Wetterlage prüfen

Samstag 4.6. 2016 014

Ok, hinlegen und ein paar Sonnenstrahlen tanken!

Samstag 4.6. 2016 016

Samstag 4.6. 2016 015

Samstag 4.6. 2016 017

Och, nööö, grummelt es da schon wieder?

Samstag 4.6. 2016 018

Samstag 4.6. 2016 019

Jaaa! 33 (2) Mist!

Gestern ist sie wirklich einmal in ihrem Brotkasten von einem Regenschauer „kalt“ erwischt worden, boooaaaah, da kam sie aber grummelig und schnell reingeflitzt!

Samstag 4.6. 2016 020

Sehnsüchtiger Blick Richtung richtiger Sommer! Ohne Unwetter! Und Gewitter! Und diese fürchterliche Schwüle!

Machen wir es also wie die Enten in dem obigen Gedicht, bleiben wir Optimisten im Regen und hoffen auf einen eben doch noch schönen Sommer, er fängt ja auch gerade erst mal langsam an, und kalendarisch ist ja eigentlich noch Frühling!

Euer Co-Autor Samstag 4.6. 2016 014 und ich wünschen euch einen wunderschönen Sonntag mit hoffentlich nun endlich nachlassenden Unwettern!

Ausschau halten nach dem Sommer!

leuchtturm_01

Habts fein!

Gewitter

Meine Güte, war das schwül heute!88| Da hat ja wohl der hunderjährige Kalender für den Juli wirklich recht, heiß, tropisch und schwül, und dann immer wieder Gewitter!
Und dann empfindet man doch immer wieder eine „Urangst“, trotz aller technischer Raffinessen, die vor schlimmen Folgen von Gewittern schützen sollen…..“Tand, Tand, ist das Gebilde von Menschenhand!“ (Theodor Fontane, Die Brücke am Tay).

Und da man ja schon als Kind gelernt hat, das Pfeifen im dunklen Keller beruhigt,:yes: setz ich jetzt hier mal zwei Gedichte ein, die genau das ausdrücken sollen!

Der Blogautor hat den Eintrag geändert.

Und da wir ja hier so gerne in Erinnerungen schwelgen, ich denke, jeder aus meiner Generation hat in der Schule noch Gedichte auswendig lernen müssen (ja, ok, ich oute mich, mir hat das meistens viel Spaß gemacht!), und evtl. erinnert ihr euch noch an das Gedicht von Ludwig Uhland „Urahne, Großmutter, Mutter und Kind…“, also, dieses Gedicht fand ich denn dann auch entsetzlich, aber da gibt es auch eine andere Version:

Der Blogautor hat den Eintrag geändert.

Ich wünsche euch allen eine hoffentlich ruhige, gewitterfreie Nacht, und da, wo es doch durchzieht, daß es glimpflich abläuft!:yes:

:wave:

Fernsehen bildet weiter…..

und bringt den nächsten Erinnerungsschub: Der WDR brachte heute „Meine Kindheit….auf dem Lande“ und ich schrub es ja neulich schon, ich kann nicht nur Stadt, ich war auch auf dem Land!:yes:

Meine Großmutter mütterlicherseits kam aus Höxter/Weserbergland, und wir hatten dort noch eine Menge Verwandtschaft, und so fuhren meine Eltern mit mir in meinem zarten Alter von 4 Jahren das erste Mal in den Ferien bzw. im Sommer dorthin, und seitdem jedes Jahr bis zu meinem 13. Lebensjahr. Das war mein Paradies!:yes:

Alleine die Anreise wird die geneigten Leser unter 30 Jahren erschüttern,:'( vielleicht auch ratlos machen,:??: wir fuhren nämlich, wie dunnemals üblich, mit der Eisenbahn, gezogen von einer Dampflok!:??::)) Das alleine war schon Abenteuer pur, vor allem, wenn diese Dampflok Wasser tanken mußte, das war toll!:yes: Und für die Reise bekam ich ein Köfferchen, wie war ich stolz, da kam alles rein, was ich notwendig brauchte, u.a. Pfefferminzbonbons,:)) das Köfferchen roch jahrelang danach, ja, auch Gerüche wecken Erinnerungen, nicht wahr?:yes:;D Bei Pfefferminzgeruch denke ich noch heute an das Köfferchen.:yes:
Und natürlich mußte Teddy Bernhard mit, die Leser kennen ihn, ohne ihn ging ich nicht auf Reisen. Ich hatte sogar eine Tragetasche für ihn, die gab es damals adäquat zu den Tragetaschen für Babys auch für Puppen, und da kam Teddy rein.;D

Ankunft in Höxter a.d. Weser, damals schon Kreisstadt, noch heute sehr sehenswert, sog. Weser-Renaissance, Fachwerkbauten mit reichhaltigster Verzierung, und nahe gelegen Schloß und Abtei Corvey, ehemalige Benediktinerabtei, mit einer herrlichen Orgel in der kleinen Schloßkirche.
Das interessierte mich als Kind aber nur am Rande, obwohl ich es durchaus schön fand.
Da meine Mutter mit mir Irrwisch auf der Fahrt eh alle Hände voll zu tun hatte,:oops: hat mein Vater vorsorglich die Koffer aufgegeben, so daß wir sie nicht schleppen mußten, sondern nur vom Bahnhof abholen. Das geschah mit einem sog. „Bollerwagen“, einem Handkarren mit Deichsel und Holzreifen. Und ich saß oben auf den Koffern und ließ mich fein fahren, schick war das!:yes:
Wie oben schon erwähnt, fuhren wir jeden Sommer, und regelmäßig für alle 6 Wochen Schulferien (nachdem ich dann in der Schule war) komplett. Somit ist meine Mama meist erst mal mit mir alleine gefahren, solange hatte Papa ja keinen Urlaub, er kam dann immer so für 14 Tage nach. Wir wohnten bei Verwandten, daher war das erschwinglich und eben damals dann auch schon möglich. Privilegiert, 1956 so einen langen Urlaub, hehehe!:>>
Meine Tante, (eigentlich meine Großtante) wohnte in einem echten Fachwerkhaus, mit für mich niedlichen kleinen Zimmern, die Häuser waren immer ein wenig schief, und das Nachbarhaus daneben stand so dicht dabei, daß man sich morgens mit den Nachbarn von Fenster zu Fenster die Hand reichen konnte!:yes: Und die Wohnung hatte draußen im Hof! ein ….Plumsklo,:??: eine Toilette ohne Wasserspülung, die älteren von uns erinnern sich bestimmt!:>> Und da man vor allem im Winter wenig Lust auf einen Hofspaziergang zur Toilette hatte, gab es in den Schlafzimmern halt noch sog. „Nachttöpfchen“,:??: hihihi! Heute sind das Museumsstücke, ebenso wie ein sog. Waschgeschirr, eine große Schale mit Krug, im Krug war das Wasser, in der Schale wusch man sich damit.:yes: Ich habe noch so eines, aber zur Zierde, jedoch bei Notsituationen wäre es durchaus zu gebrauchen. Booooaaaaah, wenn man das alles hier so schreibt, merkt man erst einmal, wie alt man schon ist!:'(:yes::))
Ich schlief mit meiner Mama in einem Bett, für mich war das wunderschön, für meine Mutter wahrscheinlich weniger, ich war das, was man einen „unruhigen Schläfer“ nennt.:oops::zz: Aber ich fand es soooo gemütlich, und am heimeligsten war es, wenn draußen mal der Regen pladderte, er rauschte dann auch an dem leider etwas undichten Regenrohr längs, und bei der damals vorherrschenden Einfachverglasung der Fenster hörte man das so schön.:yes:
Weniger schön waren allerdings Gewitter,:no: die ja nun mal im Sommer häufiger vorkamen, dann standen alle auf, man setzte sich zusammen in den Wohnraum, angezogen und mit bereitliegenden Papieren, denn das konnte bei den fehlenden Blitzableitern an den Häusern durchaus gefährlich werden, meine Tante zündete dann immer eine „Lichtmeßkerze“ an, die wurden zu Lichtmeß (kath. Feiertag am 2. Februar und das tradionelle Ende der Weihnachtszeit) in der Kirche geweiht und sollten halt Schutz gewähren, sie taten natürlich auch bei evtl. Stromausfall gute Dienste. Es gab dann auch regelmäßig Feueralarm, dann heulten die Sirenen in den Nachbardörfern, die Bauernhäuser mit Strohdächern waren eben sehr brandgefährdet bei Blitzeinschlag.:`( Ich fand das als Kind sehr bedrückend, und die Gewitter waren auch meist lang und schwer, meine Tante sagte dann immer „die kommen nicht über das Wasser (die Weser)“ und das konnte man am Tag auch wirklich beobachten, die Gewitterwolken ballten sich vor dem Fluß, kamen zurück und nahmen einen neuen Anlauf, bis sie dann endlich drüber waren.
Zum Glück ist bei meiner Tante in all den Jahren nie was passiert, und außerhalb von den Gewittern war es eben einfach nur wunderschön.:yes::yes::yes:

Hier mach ich nun wieder einen „Cliffhanger“, die restliche Umgebung und meine ländlichen Abenteuer schildere ich euch in einem folgenden Eintrag, sonst hat das hier bald das Format eines Romans,:oops: jaja, wenn man so ins Erzählen gerät, kann man kaum aufhören. Also freut euch auf die Landgeschichten zweiter Teil, es bleibt spannend!!!!! :yes:;D:))

:wave: