Engel

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„Wir sind die Boten. Die Botschaft ist die Liebe. Ihr, die wir lieben, ihr seht uns nicht…..Laßt uns in euren Augen wohnen….“

(Aus: In weiter Ferne, so nah, Wim Wenders)

Wie komme ich auf Engel?:??:

Ich war heute nachmittag bei herrlichem Sommerwetter auf dem Friedhof zum „gärtnern“ (Grabpflege, war dringend nötig!).:yes: Und wenn ich damit fertig bin, laufe ich immer einmal „durch die Reihen“, es ist ein größeres Feld und es gibt dort keine Vorschriften für Bepflanzung oder Gestaltung, deshalb sieht es dort richtig „bunt und lebendig“ aus, vielleicht ein komischer Ausdruck für Gräber, aber das ist einfach so!:yes:

Und dabei ist mir aufgefallen, daß Engel eine große Rolle spielen, in allen Variationen sieht man sie, und ich finde sie auch schon seit jeher schön!:yes: Und mir fiel ein, daß ich als Kind schon gerne Friedhöfe besucht habe, wahrscheinlich, weil in dem von mir schon beschriebenen jährlichen „Urlaub auf dem Lande“ meine Tante mich sommers immer mitgenommen hat, wenn sie bei heißem Wetter gießen ging. Ich fand das fein,:yes: und habe dann immer alles erkundet, und dabei bin ich eben auch auf Engel gestoßen, es gab dort auf den Gräbern diese Barock-Engelchen, das müssen auch schon recht alte Gräber gewesen sein, sie waren teilweise schon völlig überwuchert.
Meist hatten diese Engelchen gefaltete Hände, und in diese Hände paßten so wunderschön Blumen hinein,:yes: also bin ich losgezogen und habe „Blumen gepflückt“,:>> sprich, von anderen Gräbern heruntergenommen und meinen Engeln in die kleinen Hände gesteckt. Meine Tante hat dann immer sehr mit mir geschimpft, aber mein kindliches Gerechtigkeitsempfinden hat das nicht beeinträchtigt,:no: ich war der Meinung, daß die, die ganz viele Blumen haben, ruhig mit den anderen, die keine haben, teilen können.;D

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich glaube an Engel, oder, besser ausgedrückt, ich möchte gerne an sie glauben.

Noch eine Kindheitserinnerung: Die erste Oper, die ich gesehen habe, richtig im Theater, im Alter von 5 Jahren, war „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck, ich denke, das Lied „Abends wenn ich schlafen geh, vierzehn Englein um mich stehn…“ ist euch auch bekannt, das fand ich so schön!

Und nun wünsche ich euch einen behüteten Sonntag und eine gute neue Woche.

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„Schlafe nicht, Engel, auch wenn dich kaum jemand noch beim Namen nennt. Schlafe nicht, Engel, wenn unser Leben sich dem Schutz von Verträgen anvertraut. Sei trotzdem Begleiter, sei dennoch Weggefährte, bleib Wachender über unsere unsichtbaren Schritte, Gottes Bote du, halte deine Hand wie einen Schild schützend über uns. Schlafe nicht, Engel, schenke uns den wachsamen Blick deiner gesegneten Augen.“
(Hermann Multhaupt/Dom, Paderborn)

Wir sind Engel mit nur einem Flügel. Um fliegen zu können, müssen wir uns umarmen.
(Luciano de Cresendo)

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