Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 18

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Der Engel

Ich sprach: Wer warnt mich in der Not der Stunde? –
Und Er: Das Licht erstrahlt zur rechten Zeit.
Ich sprach: Wie komm ich zu so hohem Bunde? –
Und jener: Frage nicht. Sei nur bereit.

Kennst du den Traum, der uns von je beirrte? –
Ich weiß, ihr seid von Lockung hart bedrängt.
Verdient nicht Tod, wer allzu niedrig irrte? –
Die Himmelsliebe richtet nicht, sie schenkt.

Warum die Angst endlos? Warum das Grauen? –
Endlos in Wahrheit einzig ist das Licht.
Wenn ich dir folge, werd ich es erschauen? –
Schon liegt sein Glanz auf deinem Angesicht.

So trag ich schon das Licht in meinem Leben? –
Im Kern, den du mit Traumgewirk umsponnst.
Nichts muß ich tun, als nur die Hände heben? –
Was sonst als nur dies Eine! Was denn sonst? –

(Henry von Heiseler, 1875-1928)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun hat meine Crew die Federn hier wieder in den Kasten gelegt und frönt des wohl verdienten Feierabends, derweil die Frau Chefredakteurin nun wieder selber ran muß! Gut, sie haben ihre Arbeit ja auch vorbildlich abgeliefert, und ich mach es ja genauso gerne wie sie. Und mach euch nun auch erst einmal das heutige Adventskalendertürchen auf, 

Türchen 18, da glitzert doch schon was um die Ecke! 

Ja, da ahne ich doch schon etwas und ich denke mal, ihr auch, oder?

Jawoll, so isses, noch so ein fröhlicher Schneemann, das ist fein, und guckt mal

er bringt sich den Schnee gleich selber mit, pfiffig! 

Übrigens ganz vornehm, mit golden-glänzendem Besen! 

Haben wir den hier nicht hübsch eingerahmt? Richtig „frostig“ das ist eine meiner Sektschalen. 

Mein Bärenteam fand den fröhlichen Kerl auch wieder richtig knuffig, bloß guckten mich dabei alle so ein bissel seltsam schadenfroh-grinsend an, ist was? Jaaa, meinte Bruno langgedehnt, nun hast du das gleiche Problem wie ich gestern, was fang ich an mit noch einem Schneemann, hihihihi! Oh, Bruno, da sorg dich mal nicht, denn ich hatte da schon eine Idee, als ich die hübschen weißen Schneeflocken auf seinem Gewand sah. 

Ich seh schon, die gleichen Fragezeichen, die mein Team hier in den Augen hatte, die habt auch ihr, und es war ja auch wirklich ein Gedanke so ein bissel „um die Ecke rum“: Schneemann, ⛄ hatten wir viele, ist weiß, bringt weiße Schneeflocken und einen goldenen Besen mit = Engel, 👼 hatten wir noch keine, sind auch weiß, fliegen zu Weihnachten auch mit Schneeflocken und haben Gold im Haar! Alles klar? Gut! 👍

Engel (lateinisch angelusgotisch angilus; von altgriechisch ἄγγελος ángelos „Bote“, „Abgesandter“. Übersetzung von hebräisch מלאך mal’ach „Bote, Gesandter; Botschaft, Sendung; Maleach“ – vgl. auch „Evangelium“ und „Malik“ sowie „Moloch“) ist eine Gattungsbezeichnung für himmlische Wesen (Geistwesen). Engel sind in den Lehren der monotheistischen abrahamitischen Religionen des JudentumsChristentums und Islams Geistwesen in (geflügelter) Menschengestalt, die von Gott erschaffen wurden, diesem untergeordnet sind und als dessen Boten zu den Menschen tätig sind.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Engel

Das sagt Wikipedia über Engel! Aber das macht Engel nicht aus, ihren Zauber und ihre Magie erhalten sie aus unserem Glauben an sie, aus unserem Vertrauen in sie, daß sie Boten Gottes und seine Mittler sind, die die Liebe zu den Menschen tragen. In dieser Zeit haben wir diesen Glauben und dieses Vertrauen sehr nötig, und darum gibt es heute Engel hier. 

Engel, die auch Tiere spüren und die sie beschützen

Engel, die für uns beten

Engel, die uns durch die Advents- und Weihnachtszeit begleiten

Engel, die unsichtbar um uns sind am Weihnachtsbaum

Schutzengel

Engel, die den Hirten auf den Feldern die frohe Botschaft brachten

große Engel

Glockenengel

niedliche Engel

Bären-Engel

Engel mit Herz, aus Edelstein und Wachs

Engel auf Dosen

Engel auf Wolken

kleine Engel

mein Kanten-Engel

Engel an der Krippe

Engel kann man sich auch backen  

Himmlische Heerscharen

Engel können singen und Instrumente spielen, und so gibt es zu ihrem Eintrag hier nun auch noch was himmlisches für auf die Ohren. 

„Engel“ mitten im Alltag, ich liebe diese Flashmobs!

Eines der schönsten Engellieder! 

Viel Freude beim anhören!

Tja, da steht doch noch ein Türchen aus? Richtig, das vom Gewürzadventskalender, das kommt jetzt:

Na, neugierig? Vielleicht ahnt ihr auch schon was, bei der Kulisse?

Ich mach es spannend, weil mir die „Zutaten“ so gut gefielen fürs Gewürz. 

So, nun ist es raus, war gar nicht schwer, oder? Fischgewürz!

Und sogar das paßt zu unseren Engeln, denn der Fisch ist ein christliches Symbol, er wurde als christliches Erkennungszeichen benutzt, das griechische Wort für Fisch ἰχθύς ichthýs enthält ein kurzgefasstes Glaubensbekenntnis 

ΙΗΣΟΥΣ – Iēsoûs (neugriechisch Ιησούς Iisoús) „Jesus“
ΧΡΙΣΤΟΣ – Christós „der Gesalbte“
ΘΕΟΥ – Theoû (neugriechisch Θεού Theoú) „Gottes“
ΥΙΟΣ – Hyiós (neugriechisch Υιός Yiós) „Sohn“
ΣΩΤΗΡ – Sōtér (neugriechisch Σωτήρας Sotíras) „Retter“/„Erlöser“

Das (I·Ch·Th·Y·S-)Symbol besteht aus zwei gekrümmten Linien, die einen Fisch darstellen.

(Quelle: Wikipedia) 

Wenn das nicht paßt! 

Und das war er nun, unser Eintrag für Türchen 18, wir hoffen, es hat euch wieder gefallen, und wünschen euch allen einen schönen Freitag, schon fast wieder Wochenende, an dem bereits der 4. Advent ist. Wo ist nur die Zeit wieder geblieben? Macht alles in Ruhe und ohne Streß, wenn es etwas Gutes an diesen schlimmen Zeiten gibt, dann ist es die Entschleunigung, zu der wir mehr oder weniger gezwungen sind, das sollten wir nützen. Und das wirklich Wichtige wieder ins Zentrum der diesjährigen Advents- und Weihnachtszeit rücken. Das wünscht euch allen von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.  

Habts fein!  

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 5

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen

Es gibt so wunderweiße Nächte,
drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert mancher Stern so lind,
als ob er fromme Hirten brächte
zu einem neuen Jesuskind.

Weit wie mit dichtem Demantstaube
bestreut, erscheinen Flur und Flut,
und in die Herzen, traumgemut,
steigt ein kapellenloser Glaube,
der leise seine Wunder tut.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926)

Türchen 5, dazumalen im Blögchen, heute im Grafschafter Wochenanzeiger, war und ist in allen Jahren unserem geliebten Eisbären Knut gewidmet

der heuer, am 5. Dezember 2020, 14 Jahre alt geworden wäre. Wie gerne hätten wir das alle erlebt, aber es hat nicht sollen sein. So schicken wir dann wieder einen herzlichen Glückwunsch zu deinem heutigen Geburtstag hinauf zu dir, lieber Knut, hinauf zu deiner Wolke hinauf zu deinem Stern!

In diesem Jahr hast du dort oben auch unsere geliebte Mimi empfangen, die uns hier unten auf der Erde verlassen hat. Wie wird sie sich gefreut haben, dich zu sehen, denn sie kannte dich ja schon lange aus unserem Blögchen und dem späteren Grafschafter Wochenanzeiger, dessen Co-Autor und rasende Reporterin sie war, ohne dich hätte es das ja alles gar nicht gegeben, hätten wir uns alle hier gar nicht kennengelernt. Mimi wird dir sicher viel erzählt haben von und aus unserem Eulennest! Denn uns haben so oft die Ohren geklingelt hier unten. 

 

So seid ihr dort oben jetzt vereint

du und unsere Mimi

Wir wünschen dir einen feinen Geburtstag, lieber Knut, feiert alle schön dort oben, wir denken an diesem Tag und gerade in diesem Jahr wieder so ganz innig an dich und alle, die bei dir sind und die wir so sehr vermissen.

So brennt heute nun wieder ein Kerzchen für dich, lieber Knut, und für unsere Mimi. Denn heute ist ja auch wieder Nikolaus-Abend, so ist dieses Türchen nun doppelt wehmütig für mich, Nikolaus-Abend das erste Mal ohne meine Mimi, ohne rausgestellte Stiefel 

und ohne eine aufgeregte Mimi, die am Fenster sitzt und nach dem Nikolaus mit seinem Rentiergespann Ausschau hält  😥

Aber ein schöner Nikolausabend soll es doch noch werden auch für all unsere lieben Leser hier im Grafschafter Wochenanzeiger, und so zeigen wir dir, lieber Knut, zu deinem heutigen Geburtstag und meiner Mimi, die live nicht mehr dabei sein kann, was wir heute aus unseren Adventskalendern gefischt haben, das Bärenteam und ich:

Wie passend, das Türchen 5 mit Kerze, extra zu deinem Geburtstag, Knut! Und was guckt da schon neugierig raus?

Ach, wie schön, das paßt ja wunderbar, ein Nikolaus oder Weihnachtsmann

mit einem Sack voller Geschenke!

Guckt bloß mal alle, wie süß der von hinten aussieht!!! 😍

Wir haben uns hier gekringelt über das süße Hinterteil! 

Im Geschenkesack ist ebenso passend ein kleiner Bär zu sehen, mein Team war begeistert!

Der ist doch echt entzückend, nicht wahr? 

Kommen wir nun zum Adventskalender 2 mit den Gewürztütchen, was war denn da wohl heute drin?

Nur die Ruhe, das kommt noch näher!

Schon besser zu erkennen und auch schon zu lesen, oder?

Kräuter der Provence, wie lecker, das ganze Tütchen riecht geschlossen schon göttlich, für manches ist es echt schade, daß es kein Duft-Internet gibt. Wonne pur! Gerade in Winterzeiten braucht es wärmende Kräuter, da sind die Kräuter der Provence genau richtig! 

Nun macht sich der Nikolaus in dieser Nacht wieder startklar zum Besuch der Erdenkinder, das kann meine Mimi nun zum ersten Mal live erleben, wir hätten sie trotzdem lieber noch hier. Es ist eben in diesem Jahr alles zum „ersten Mal ohne Mimi“! Da haben wir uns im Redaktionsteam heute gedacht, wir stellen mal einen Engel ein für alle unsere lieben Tiere, die heute mit Knut Geburtstag feiern können, und für alle, die noch mit ihren Frauchen und Herrchen das Erdenleben teilen, auf daß es allen gut geht, hier wie „drüben“, daß alle behütet und beschützt bleiben samt ihren Dosenöffnern…und gesund! 

Damit schließen wir das heutige Türchen 5 zu Knutis Geburtstag und dem Nikolausabend, wir wünschen allen unseren Lesern einen schönen, stimmungsvollen Tag und Abend vor dem Nikolaustag, vergeßt die Stiefel nicht rauszustellen! Und habt ein schönes Wochenende, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, das wünscht euch von Herzen euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Ewigkeitssonntag, stilles Gedenken

Im Zeichen des Todes

Noch war die Jugend mein, die schöne, ganze,
ein Morgen nur, ein Gestern gab es nicht;
da sah der Tod im hellsten Sonnenglanze,
mein Haar berührend, mir ins Angesicht.

Die Welt erlosch, der Himmel brannte trübe;
ich sprang empor entsetzt und ungestüm.
Doch er verschwand; die Ewigkeit der Liebe
lag vor mir noch und trennte mich von ihm.

Und heute nun – im sonnigen Gemache
zur Rechten und zur Linken schlief mein Kind;
des zarten Atems lauschend, hielt ich Wache,
und an den Fenstern ging der Sommerwind.

Da sanken Nebelschleier dicht und dichter
auf mich herab; kaum schienen noch hervor
der Kinder schlummerselige Gesichter,
und nicht mehr drang ihr Atem an mein Ohr.

Ich wollte rufen; doch die Stimme keuchte,
bis hell die Angst aus meinem Herzen schrie.
Vergebens doch; kein Schrei der Angst erreichte,
kein Laut der Liebe mehr erreichte sie.

In grauer Finsternis stand ich verlassen,
bewegungslos und schauernden Gebeins;
ich fühlte kalt mein schlagend Herz erfassen,
und ein entsetzlich Auge sank in meins.

Ich floh nicht mehr; ich fesselte das Grauen
und faßte mühsam meines Auges Kraft;
dann überkam vorahnend mich Vertrauen
zu dem, der meine Sinne hielt in Haft.

Und als ich fest den Blick zurückgegeben,
lag plötzlich tief zu Füßen mir die Welt;
ich sah mich hoch und frei ob allem Leben
an deiner Hand, furchtbarer Fürst, gestellt.

Den Dampf der Erde sah empor ich streben
und ballen sich zu Mensch- und Tiergestalt;
sah es sich schütteln, tasten, sah es leben
und taumeln dann und schwinden alsobald.

Im fahlen Schein im Abgrund sah ich’s liegen
und sah sich’s regen in der Städte Rauch;
ich sah es wimmeln, hasten, sich bekriegen
und sah mich selbst bei den Gestalten auch.

Und niederschauend von des Todes Warte,
kam mir der Drang, das Leben zu bestehn,
die Lust, dem Feind, der unten meiner harrte,
mit vollem Aug ins Angesicht zu sehn.

Und kühlen Hauches durch die Adern rinnen
fühlt ich die Kraft, entgegen Lust und Schmerz
vom Leben fest mich selber zu gewinnen,
wenn andres nicht, so doch ein ganzes Herz. –

Da fühlt ich mich im Sonnenlicht erwachen;
es dämmerte, verschwebte und zerrann;
in meine Ohren klang der Kinder Lachen,
und frische, blaue Augen sahn mich an.

O schöne Welt! So sei in ernstem Zeichen
begonnen denn der neue Lebenstag!
Es wird die Stirn nicht allzusehr erbleichen,
auf der, o Tod, dein dunkles Auge lag.

Ich fühle tief, du gönnetest nicht allen
dein Angesicht; sie schauen dich ja nur,
wenn sie dir taumelnd in die Arme fallen,
ihr Los erfüllend gleich der Kreatur.

Mich aber laß unirren Augs erblicken,
wie sie, von keiner Ahnung angeweht,
brutalen Sinns ihr nichtig Werk beschicken,
unkundig deiner stillen Majestät.

(Theodor Storm)

Ihr lieben Leser alle unseres Grafschafter Wochenanzeiger, wir haben bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung lange überlegt, ob wir auch in diesem Jahr wieder einen Eintrag zum Ewigkeitssonntag machen wollen. Es sind doch eh schon so traurige Zeiten, und der Monat November trägt da nicht gerade zu mehr Freude bei mit seinen Gedenktagen. Wir haben uns dann entschlossen, es doch zu tun! Derzeit läuft es hier wie in meinem derzeitigen Lieblingslied von Reinhard Mey „Manchmal wünscht ich es wär nochmal Viertel vor sieben“ 

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/viertel-vor-sieben

vor allem ab der Textzeile „Das Fell wird dünner und leerer der Becher,
der Zaubertrank wirkt nur noch schwer.“

Da ist ein Eintrag mit besinnlichem Charakter doch ganz passend, gönnen wir der Seele eine Atempause, lassen wir Ruhe und Frieden in uns ein. Und so dachten wir uns, wir suchen diese Ruhe und diesen Frieden an einem friedvollen Ort, in diesen novembrigen Gedenktagen fiel uns dazu der Friedhof ein. 

Ein Friedhof (auch Bestattungsplatz oder Begräbnisplatz, veraltet Gottesacker, KirchhofTotenhof oder Leichenhof) ist ein Ort, an dem Verstorbene, in den meisten Fällen begleitet von einem religiösen oder weltlichen Ritusbestattet werden. Anlagen aus vorchristlicher Zeit werden in der Archäologie meist als Gräberfelder oder Nekropolen bezeichnet, der Begriff Friedhof findet dennoch auch für antike Anlagen Verwendung.

Friedhof leitet sich ursprünglich vom althochdeutschen „frithof“ ab, der Bezeichnung für den eingefriedeten Bereich um eine Kirche. Der Bedeutungswandel zu einem „Hof des Friedens“ vollzog sich mit dem Verblassen der etymologischen Wurzel.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedhof

Lassen wir Bilder sprechen:

Friedhofsbilder aus Sommertagen, ein Zeichen, daß das Leben immer wieder grünt und blüht. Daraus entwickelte sich die Symbolik, grünes und blühendes an den Gedenktagen im November auf die Gräber zu legen

Und Kerzen aufzustellen, auch ein Zeichen, sie leuchten in der Dunkelheit und erhellen diese, machen Hoffnung auf das wiederkehrende Licht. 

Engel bewachen und behüten unsere Gräber. 

Friedhöfe in der Malerei:

(Caspar David Friedrich)

(Caspar David Friedrich)

(Fritz von Wille)

(Carl Gustav Carus)

Friedhof im Herbst, mit den wunderbar bunten Farben des Herbstes, mit denen er uns versöhnen möchte mit dem kommenden, farblosen Winter. 

In diesem Jahr denken wir zum Ewigkeitssonntag natürlich besonders an unsere geliebte rasende Reporterin Mimi, unser aller Co-Autor in heaven. 

Der leuchtende Engel von Balkonien, den du so mochtest, Mimi, leuchtet jetzt auch für dich mit den Rosenblüten zu seinen Füßen. Wir haben dich lieb und vergessen dich nicht! 

Laß mich, Engel, nicht allein!
Wenn mich alle Liebe läßt,
Engel, halte du mich fest.

Laß mich, Engel, nicht allein,
führ aus Leib und Sterbehemde
in das ungeheure Fremde,
in den Ursprung mich hinein.
Engel, laß mich nicht allein.

(Werner Bergengruen)

Zum Schluß unseres stillen Eintrags haben wir noch Musik für euch, passend zum Eintrag und zur Stimmung, ich liebe dieses Stück. 

Und wenn er dann Geschichte ist, der heutige Ewigkeitssonntag, ja, dann erwartet uns am Horizont bereits das erste Adventslicht

und führt uns vom Friedhof zurück in die Zeit der Hoffnung und Erwartung, gleich einem Engel, der uns den künftigen noch dunklen Weg wieder erleuchtet. Das wünschen wir euch, das wünschen wir uns allen von ganzem Herzen für die kommende Adventszeit, laßt uns den Mut und die Kraft nicht verlieren in diesen dunklen Zeiten, macht euch gemeinsam mit uns auf den Weg in das wiederkehrende Licht. 

Einen guten, stillen und besinnlichen Ewigkeitssonntag wünscht euch allen euer Grafschafter Wochenanzeiger

mit Mimi in heaven Otto und Luzia. 

Paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund!  

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Nostalgie

Kindheit

Es wäre gut viel nachzudenken, um
von so Verlornem etwas auszusagen,
von jenen langen Kindheit-Nachmittagen,
die so nie wiederkamen – und warum?

Noch mahnt es uns – vielleicht in einem Regnen,
aber wir wissen nicht mehr was das soll:
nie wieder war das Leben von Begegnen,
von Wiedersehn und Weitergehn so voll

wie damals, da uns nichts geschah als nur
was einem Ding geschieht und einem Tiere:
da lebten wir, wie Menschliches, das Ihre
und wurden bis zum Rande voll Figur.

Und wurden so vereinsamt wie ein Hirt
und so mit großen Fernen überladen
und wie von weit berufen und berührt
und langsam wie ein langer neuer Faden
in jene Bilder-Folgen eingeführt,
in welchen nun zu dauern uns verwirrt.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger! Der Herbst, der nun auch kalendarisch begonnen hat, ist neben all seiner Schönheit auch eine melancholische Zeit, es liegt ein Abschied in der Luft, vom Sommer, von Wärme, vom außen! Alles wird wieder inniger, begibt sich im Wortsinne nach innen, und die Seele hält Rückschau auf vergangene Tage und Zeiten.

Nostalgie, unser Titel, die Sehnsucht nach gestern, das Heimweh nach einer anderen, vergangenen Zeit. gerade in diesem Herbst in Zeiten von Corona oft so besonders ausgeprägt. So war auch meine vergangene Woche mental nicht so gelungen, ich hatte so vieles um dieses Thema herum so satt, mit den steigenden Fallzahlen machte sich die Sorge verstärkt breit, wie es wohl weiter gehen wird, nun im Herbst und Winter, und mit der Angst um all unsere Lieben und letztlich auch um uns selber, ob wir alle gesund durchkommen.

Meine Therapie in solchen Zeiten ist unter anderem Musik, und so ging ich mal wieder auf die Suche und wurde, wie so oft, bei meinem Lieblingssänger Reinhard Mey fündig:

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/viertel-vor-sieben

Und dann war die Idee für unseren neuen Eintrag zum Sonntag im Grafschafter Wochenanzeiger geboren: Kinderzeit, Nostalgie, die Einfachheit der Dinge, die Unbeschwertheit der Kindheit, wie kann man sie besser darstellen als in Bildern aus dieser Zeit, also zweite Therapie gegen trübe Gedanken: Alte Bilder raussuchen und gucken!

Ich war ein glückliches Kind, meine Eltern haben mir ein sehr gutes Rüstzeug fürs Leben mitgegeben, für das ich ihnen heute noch dankbar bin. Vielleicht reicht eine glückliche Kindheit nicht immer für ein ganzes Leben, aber sie macht zumindest aus, daß man mit schwierigen Lebensphasen etwas leichter und optimistischer umgehen kann. Das berühmte Glas Wasser, das halb voll oder halb leer sein kann.

Meine dritte Therapie ist schreiben, also hab ich mich am Freitag mit meiner Idee mit meinem Redaktionsteam kurzgeschlossen, alle waren davon angetan und meine bärigen Redaktionsmitglieder legten die Feder für den Eintrag in die bewährten Hände der Frau Chefredakteurin.

Wie sagte unser aller Co-Autor, unsere rasende Reporterin Mimi in heaven immer so ganz richtig: Der Worte sind genug gewechselt, nun laßt uns endlich Bildkes sehen.

Mit Mutter und Vater, das Kind Monika, zugegeben, beim Bild links guck ich nicht ganz so glücklich, ich mochte keine gestellten Fotografenbilder, lach! Aber mit Papa posieren auf dem Rodeneckturm in Höxter, das machte Spaß!

Zu Tieren fühlte ich mich schon

immer hingezogen, in diesem Fall meine Hunde in meinem kleinen Kindheitsparadies Höxter.

So bin ich ins Leben gestartet, da war ich drei Monate alt.

Zweiter Geburtstag mit neuem Teddy und Blümchen!

Die gab es im Garten der Großeltern auch! Forscherdrang, lach!

Ich war ein Familienkind, ich liebte es, mit allen zusammen zu sein.

Mit Mama und der Mama meiner Mama, meiner Oma!

Die Großeltern mütterlicherseits.

Mein Cousin, Sohn vom Bruder meiner Mutter, mit seiner Mama und mir. Ich habe ja keine Geschwister, aber viele Cousins und Cousinen, da war ich immer gerne mit zusammen.

Ich hab manche Bilder zweimal fotografiert, die nicht ganz so nah rangezoomten sind meist deutlicher.

Meine Cousine, meine Patentante und ich, meine Cousine war nur ein knappes Jahr jünger als ich, wir waren immer die besten Freundinnen.

Noch eine Cousine, und ganz viele Schafe, lach!

Wir beide auf dem berühmt-berüchtigten Mäuerken in Höxter an der Weser!

Ich war auch ein begeistertes Schulkind, ich hab die Schule genossen, ich glaub, ganz wesentlich dabei war das Zusammensein mit meinen Schulkameraden.

So ein altes Radio kommt im Lied von Reinhard Mey auch vor, und auch unser Apparat war ein „Grundig“! Mal ohne viel Text: Bilder einer glücklichen Kinderzeit:

Das war auf dem Hof vor unserem Haus! Was ansatzweise am oberen Bildrand rechts noch zu sehen ist, war in den Kriegstagen ein Bunker.

Eine meiner Schulfreundinnen bei uns im Hof.

Mein Lieblingsbild, hoch zu Roß auf einem Polizeipferd, Roß und Reiter sind uns im Duisburger Wald in der Nähe vom Duisburger Zoo begegnet, und meinen begehrlichen Blicken konnte der Onkel Polizist nicht widerstehen, ich durfte aufsitzen.

Mutter und Tante (Freundin meiner Mama) staunen!

Mit Nachbarskindern im Garten!

Sonntagsfein mit Karo-Kleidchen, und das einzige farbige Bild meiner Kinderzeit, ich erinnere mich noch daran, daß der Stoff von dem Kleidchen ein ganz weicher Wollstoff war. Papa, Mama und die Freundin von Mama, für mich gehörte sie mit ihrem Mann aber einfach zur Verwandtschaft, ich hab ja auch Tante und Onkel gesagt, besagter Onkel wird da wohl fotografiert haben.

Ich mach euch jetzt mal eine Diashow von meinen gesammelt fotografierten Werken für diesen Eintrag:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ja, ihr lieben Leser alle, und so hab ich in all meinen trüben Gedanken einfach mal wieder mein innerliches Kind an die Hand genommen, und das innere Kind macht der erwachsenen Frau wieder Mut, nach vorne zu schauen. Auf dem Weg des Lebens darf man immer mal wieder gerne auf dem Gipfel eines Berges oder am Ende eines steinigen Weges den Blick zurück schweifen lassen auf das, was hinter oder unter einem liegt, um Kraft zu sammeln zum weiter gehen.

Trotzdem, es ist doch oft so, wie in diesen Zeilen aus dem Lied von Reinhard Mey:

„Das Fell wird dünner und leerer der Becher,
der Zaubertrank wirkt nur noch schwer.
Der Kummer ist tiefer, der Trost scheint schwächer,
und es heilt nicht alles mehr.“

Und dann wünsche ich mir das auch aus nämlichen Lied

„Manchmal wünscht‘ ich, die Dinge wär‘n so einfach geblieben
und die Wege gingen nur gradeaus,
manchmal wünscht‘ ich, es wär‘ noch mal viertel vor sieben
und ich wünschte, ich käme nach Haus!“

Doch in dieser Fassung seines Liedes, welches er in den Corona-Zeiten noch einmal gesungen hat

spricht Reinhard Mey am Ende des Liedes einen Text aus dem Psalm 23, „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal“, ich hatte es vor einiger Zeit schon einmal hier eingestellt, und das läßt mich noch einmal einen Satz aus seinem Lied zitieren:

„Und glauben können: Alles wird gut!“

Das möchten wir am Ende unseres Eintrages auch, glauben können, alles wird gut, und das wünschen wir euch allen auch, von ganzem Herzen!!! Und haben uns himmlischen Beistand dazu geholt,

der Engel von Kristinas Karte mit dem Freundschaftsbändchen vom meiner Mimi in heaven

soll euch alle zusammen mit euren vierpfotigen Lieblingen und Lebensgefährten segnen, beschützen und behüten.

Wir wünschen euch einen schönen Herbst-Sonntag, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger

mit Mimi in heaven, Otto und Luzia.

Habts fein!

 

„Fürchtet Euch nicht!“

Graue Tage

Es ist mitunter,
als wären alle Fäden abgeschnitten …
als wäre alles um dich her
weitab und leer,
ein toter Raum,
und du dir selbst ein fremder Traum …

als käme nie die Sonne wieder,
als klänge nie ein Lied mehr durch,
als höre alles langsam auf …

und plötzlich flimmert’s durch die Wolken
und plötzlich trifft ein Klang ans Ohr
und leise fliegt auf goldenem Flügel
ein am Weg empor!

(Cäsar Flaischlen, 1864-1920)

„Fürchtet Euch nicht!“, das sprach der Engel zu den Frauen, die am leeren Grab von Christus standen. Meinen letzten Eintrag hier machte ich zum Osterfest, einem Osterfest, daß wir alle so noch nie erlebt haben. Und mir kam der Gedanke, daß wir uns wohl alle so fühlten und fühlen wie die Frauen damals: Voller Angst, wie es weiter geht, was noch kommt, wie das Leben nun weiter geht.

Ein großes Wort, das der Engel da spricht, wie füllt man das mit Leben, wie beherzigt man es, wenn man eben einfach nur Angst hat, daß nichts mehr wird, wie es einmal war. Und da fiel mir das obige Gedicht ein, und mit seinen Worten möchte ich mich jetzt hier langsam wieder ins „normale“ Leben hineintasten, Schritt für Schritt. Das möchte ich auch euch wünschen, es wird nicht leicht sein, immer noch ist derzeit mein Lieblingslied von Reinhard Mey dieses hier:

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/ich-singe-um-mein-leben

Eine Liedzeile im Lied von Reinhard Mey lautet „wie ich leise vor mich hinsummte, um nicht allein in dem großen, leeren, fremden Haus zu sein…“, so hab ich das in den letzten Tagen hier auch gemacht, gesummt und mich beschäftigt, denn Tätigkeit löst den Bann der Furcht. Sich beschäftigen holt uns aus der Starre, egal, womit man sich beschäftigt, jeder halt nach seiner Façon.

Fotografieren gehörte natürlich auch zu meinen Tätigkeiten, und so zeig ich euch jetzt mal anhand meiner Bilder einen Rückblick auf die letzten 14 Tage hier.

Am Ostersamstag hatte mein Schwiegertöchterlein Geburtstag, wie schön wäre gemeinsames feiern gewesen, aber man kann auch virtuell mit Video-Chat mit einem selbstgebackenem Kuchen gratulieren, guckt:

Um und auf dem Kuchen, das sind kleine Zucker-Einhörner! Bloß das Geburtstagskerzchen auspusten, das erwies sich virtuell als schwierig bis unmöglich, das hab ich dann stellvertretend gemacht! Die Freude war groß, auf beiden Seiten!

Mein Küchenfenster hab ich dann auch noch österlich und frühlingsfrisch aufgehübscht

Dann kam das Stichwort „Mund- und Nasenschutz“ in diesen unsäglichen Corona-Zeiten, und ich erinnerte mich an meine Nähkenntnisse, überall gab es Anleitungen im Netz, da hab ich mir was runtergeladen und als erstes mal mir eine Maske als „Prototypen“ gemacht, um zu gucken, ob das noch klappt mit dem nähen! Tat es:

Schick, oder? Das Stöffchen hat eine lustige Geschichte: Noch vor Björns Geburt waren wir im letzten Urlaub ohne Kind in Österreich, am Faaker See. Ich mag Dirndl, aber die käuflich zu erwerbenden sind sehr teuer, wir hatten dort ein Ehepaar aus Wien kennengelernt, sie konnte auch nähen und versprach mir, einen Schnitt für ein original österreichisches Dirndl zu schicken, was sie auch tat, wir waren noch lange nach Björns Geburt im darauffolgenden Jahr in Briefkontakt. Und der Stoff ist aus besagtem Dirndl, das mir natürlich schon lange nicht mehr paßt, dazumalen war ich um einiges schlanker! Nun hat es eine neue Bestimmung gefunden, das hätte mir damals auch keiner voraussagen dürfen, den hätte ich wohl schallend ausgelacht.

Nachdem der Prototyp so gut geklappt hatte, begab ich mich ans weitere herstellen von Masken für die Kinder, Björn hat zwar Homeoffice, aber Steffi muß noch täglich raus:

Sie haben mir dann, als die Masken bei ihnen eingetrudelt sind, ein Bild von sich geschickt, mit der Überschrift „Ba Ba Banküberfall…“ kennt ihr sicher alle noch, das Lied von der EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung)

wir haben soooo gelacht, und ich hab sofort nachgefragt, wie hoch die Beute war! Wie schön, wenn man in diesen Zeiten doch auch noch richtig herzlich lachen kann, und wie wichtig!

Tja, meine Näharbeiten zogen Kreise, die nächste Bestellung, die hier einging, kam von Björns Chef über Björn, für die ganze Familie, Vater, Mutter und zwei Kinder, wurde prompt erledigt:

für die Kinder farblich gekennzeichnet, Mädchen und Junge.

Als nächstes stehen Björns Schwiegereltern noch aus, und mein Patenkind, falls bald doch die Schule auch für sie wieder los gehen sollte. Ist meine Manufaktur hier noch gut beschäftigt in den nächsten Tagen.

Meine Näharbeiten hab ich jetzt mal zum Anlaß genommen, euch mein kleines Näh-Atelier zu zeigen, das im Schlafzimmer steht

hinter diesem Schrank verbirgt es sich, war ehemals der Computer-Schrank von Björns Papa, den hab ich mir dann umgestaltet.

Sein Innenleben, mit richtig guter Beleuchtung

kann man auch abends noch prima dran arbeiten.

Alles in Reichweite, was man zum nähen so braucht.

Und prima verkabelt, da kann man auch noch Bügeleisen etc. dazu stellen.

Kisten zum Stoffe verstauen und was man sonst noch so braucht, Stoffe sind vorläufig noch reichlich vorhanden:

Der rote Stoff neben dem dunkelblauen ehemaligen Dirndlstoff war die Schürze zu besagtem Dirndl!

Nach Beendigung der Näharbeiten kommt der Karton mit dem Maskenzubehör wieder in den Schrank.

Na, und wenn wir halt schon mal beim nähen sind, da zeig ich euch doch noch was, das ist auch ein Prototyp,

genau, eine Fledermaus! Da soll eine „Lavendel-Fledermaus“ draus werden, adäquat zu den üblichen Lavendelsäckchen, die Kinder sind doch Gothic-Fans, das wird dann noch für ihren Kleiderschrank. Von Kopf bis Schwanz kann man sie dann füllen, also mittig!

So, ihr Lieben, nun bin ich fast am Ende meines Eintrags, nur eines hab ich noch mitzuteilen: In den letzten Tagen nach dem Tod meiner Mimi hab ich viel und lange darüber nachgedacht, wie es hier mit dem Blögchen respektive und/oder dem Grafschafter Wochenanzeiger weiter gehen soll, unser aller Co-Autor und eure rasende Reporterin ist ja durch nichts zu ersetzen, aber deshalb den Grafschafter ganz aufgeben? Wir haben uns beraten in unserem verwaisten Redaktionsteam und sind zu dem Entschluß gekommen: Der Grafschafter Wochenanzeiger wird weiter geführt, das wäre ganz im Sinne von Mimi, sie hätte nie gewollt, daß der Grafschafter mit ihr endet, vor allem mit dem Blick auf das von ihr so geliebte restliche Team, allen voran ihr Volontär Ruddi! Und so dürft ihr euch zum Monatsende auf das erste erscheinen unserer Zeitung nach Mimi freuen, wir haben schon liebevolle Tipps von ihr bekommen von ihrem Stern, laßt euch also alle überraschen, in diesen Zeiten braucht man verstärkt was verläßliches und schönes! Und so grüßt euch hier schon einmal wieder euer Redaktionsteam mit Mimi in heaven

und den Freelancern

Otto und Lucia

Wir wünschen euch allen einen schönen Sonntag, paßt auf euch auf, bleibt alle gesund, bewahrt euch, so gut es geht, euren Humor und eure Lebensfreude, trotz alledem und gerade jetzt!!!

Habts so fein, wie es in diesen Zeiten möglich ist! Und bleibt behütet!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 20

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Der Baum des Friedens

Ich weiß, im Dunkel steht ein Baum
mit Kerzen übervoll besteckt.
Manchmal in einem schönen Traum
ein Engel sie zum Leuchten weckt.

Der ganzen Erde Menschen seh‘
ich stehen unter seinem Grün,
aus ihren Herzen will kein Weh‘,
will nur verklärte Freude blüh’n.

Kein Kampf und Sieg ist unter ihm,
nicht eine einzige Stimme flucht,
indes ein gold’ner Cherubim
in seinen Zweigen Früchte sucht.

Es steigt der Engel Tag und Nacht
hinauf, hinab und will nicht ruh’n,
und legt der süßen Früchte Fracht
den Menschen in die off’nen Truh’n.

                                           

                               

(Alfons Petzold)

Seid gegrüßt, ihr lieben Leser des Adventskalenders vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Heute öffnen wir bereits das Türchen 20, gestern war schon wieder die letzte unserer kirchlichen Frühschichten hier in meiner Heimatgemeinde, da dachte ich mir, ich nehme euch einfach mal mit auf meinem Weg frühmorgens in die Kirche.

Dunkel ist es natürlich noch, das war der Versuch, ein bewegliches Leuchten an einem Fenster zu fotografieren. Der Mond stand am Himmel

und die Burg Lirich leuchtet spärlich in die Dunkelheit.

Das ist die Straße, die zu meiner Kirche führt

und das ist die „Hauptstraße“ meiner Grafschaft, links geht es dann direkt zur Kirche.

So ist der Anblick für mich, wenn ich direkt darauf zulaufe, und der Bewegungsmelder für bessere Beleuchtung mich noch nicht „entdeckt“ hat.

Da hat er mich entdeckt, und ihr könnt nun auch besser gucken. Links das „Gestell“, das ist unser Glockenturm mit der einzigen Glocke, die wir noch aufstellen können.

So, und hier habt ihr nun die legendäre „Unterkirche“, in der unser Frühstück nach der Andacht stattfindet, die Treppe runter befindet sich ganz rechts neben der Haupttreppe zur Kirche.

Eines der mittigen Fenster, dahinter ist die Taufkapelle, die Weihnachtsbäume stehen schon! In der Kirche auch!

Das Gebäude im Hintergrund, das ist Björns ehemaliger Kindergarten, er liegt direkt neben der Kirche.

Noch einmal der Mond! Vom Eingang der Kirche aus fotografiert.

Die Andacht war wieder sehr stimmungsvoll, mit drei Kerzen bereits am Adventskranz, Lichtern auf dem Altar und dem Weihrauchgefäß, wo bei den Fürbitten Weihrauch aufgestreut wird.

Das Motto der letzten Frühschicht war:  Alarm – Fürchtet euch nicht!

In einer kleinen Geschichte ging es dann darum, welch ein Alarm gemeint ist, der nämlich, der die eigentlichen adventlichen und weihnachtlichen Gefühle so oft überdeckt, der der Hektik, des Stresses, was wohl noch alles zu besorgen und zu erledigen ist, wie viele Feiern noch besucht werden müssen usw. usf.! Und diesem Alarm gegenüber die Botschaft der Engel: Fürchtet euch nicht! In diesem Falle auf „gut deutsch“ laß mal 5 gerade sein, was nicht geht, geht halt nicht, halt mal inne, hör mal auf zu rennen, besinne dich auf das wesentliche der Weihnacht: Die Engel verkünden die Frohe Botschaft!

Unser Geschenk zu dieser Frühschicht war wieder ein sehr passendes:

Schlecht zu erkennen am Kaminkranz?

Ein Engelsflügel!

Die Engel als Verkünder der Frohen Botschaft und der beruhigenden Worte: Fürchte dich nicht!

Denn Furcht lähmt und macht handlungsunfähig!

Alle Symbole unserer Frühschichten:

Ja, das waren sie nun wieder, unsere weihnachtlichen Frühschichten in diesem Jahr.

Nach dem Nachhausekommen hab ich mich dann noch bissel hingelegt, und als ich wieder aufgestanden bin, hab ich euch nun was fotografiert, ich glaub, das ist ein Novum in unseren Adventskalendern, guckt mal:

Jaaaaa, das war die Temperatur auf Balkonien am 19. Dezember um die Mittagszeit, im Schatten!

Mimi konnte es kaum glauben

Ja, ist denn schon wieder Frühling statt Weihnachten??? Na, dann aber ab nach draußen

Sonne pur, herrlich, mein Dosenöffner! Komm auch! Wie man auf diesem Bild sieht

und Mimi es inspiziert: Die weihnachtliche Deko auf Balkonien wartet noch auf ihren Einsatz, alles bissel verlangsamt in diesem Jahr.

Warum Mimi hier so „entsetzt“ guckt?

 

Ja, ich hatte Blumen gegossen und ooooh, fürchterbar:

der Balkonboden war naß, igitt, wie sollte Mimi denn nun da vorbei wieder rein kommen können, lach! Hat sie natürlich geschafft, im Stechschritt, hihihihihi!

Und das war es nun wieder, unser 20. Türchen, ich hoffe, es hat euch wieder bissel Spaß gemacht, habt alle einen schönen Freitag, macht euch keinen „Alarm“, bleibt oder werdet gesund und vergeßt nicht die Frohe Botschaft der Engel.

Habts fein, wünschen euch allen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Gedanken zum Ewigkeitssonntag

Totensonntag

Ihr, die ihr schlaft schon manches Jahr,
ihr, die ihr seit kurzem begraben –
Wacht auf! und macht euch der Gäste bereit:
Ihr sollt euern Sonntag heut` haben!

Was wir verloren mit euerm Tod,
das werden wir nie verschmerzen.
Und dennoch – : heut hält ein heimlicher Strom
verknüpft die sehnenden Herzen!

Auf Brücken der Liebe eilen wir hin
zu eurer schweigsamen Stätte;
da ist`s uns, als hielten wir eure Hand
und säßen still – traulich am Bette.

Da pflegen wir heimliches Zwiegespräch
tiefinnig – wie kaum zu sagen
und blicken uns klar ins Aug` hinein
und nicken und lächeln und fragen –

Wie dieses und wie jenes kam,
wir wollen es euch erzählen;
was uns`re Seele umschlossen hält,
darf eur`er Seele nicht fehlen –

Und kehren wir dann vom Friedhof heim
in dämm`rigen Abendstunden,
dann soll uns allen ums Herze sein,
als hätten wir jene gefunden,

die wir für immer verloren geglaubt,
die wir so lange entbehrten,
die, ob sie auch der Tod geraubt,
auf ein Stündelein … wiederkehrten.

(Otto Promber)

Der November neigt sich dem Ende zu, am Horizont der Jahreszeiten zeigt sich schon zaghaft das Licht des bald beginnenden Advent da halten wir noch einmal inne und gedenken all unserer Lieben, ob Mensch oder Tier, die uns bereits in die Anderswelt vorausgegangen sind. Am heutigen Ewigkeitssonntag schließt sich der Reigen der Totengedenktage des Monats November.

Mir ist er wieder einmal schwer gefallen, der ungeliebte November, erlebte frische Verluste und die aktuelle Sorge um meine Mimi bremsten den sonst doch meist vorhandenen Optimismus, mit dem doch sonst meist auch die trüben Novembertage bewältigt werden konnten. Und so machte ich mich mit meinem Redaktionsteam auf die Suche nach tröstlichem zu diesem letzten stillen Feiertag, vor allem in Gedenken an meine Nachbarn, die mich in diesem Jahre beide so kurz hintereinander verlassen haben. Nach dem Ewigkeitssonntag war es ja doch auch in jedem Jahr meine Nachbarin, die voller Vorfreude auf die Advents- und Weihnachtstage mit mir zusammen den Hausflur schmückte und zum leuchten brachte, ich werde es sehr vermissen in diesem Jahr, unseren kleinen „Wettbewerb“ um den adventlichen Schmuck! So aber entstand nun die Idee für diesen Eintrag, ich erinnerte mich an etwas, das meine Nachbarin das ganze Jahr auf der Fensterbank im Hausflur stehen hatte, ich hatte es euch schon mal hier gezeigt

ein Herz als Kerzenständer, den ich immer so bewundert habe, ob er stehen geblieben ist, nachdem sonst alles von ihr weggeräumt war? Ja, er ist, einsam und allein stand er noch auf der Fensterbank, da so offensichtlich keiner Rechte an ihm haben wollte, habe ich ihn mir kurzerhand entlehnt, und in Gedenken an meine lieben Nachbarn habe ich die Fotos damit für diesen Eintrag gemacht.

Mit meinem Balkonien-Engel, Kerzen und Ilexzweigen hab ich ihn mittels Teelicht zum leuchten gebracht.

Mit Blumenschmuck, und auch der Engel leuchtet

Ein Licht, das in die Ewigkeit leuchtet, am heutigen gleichnamigen Sonntag.

im Gedenken an meine Nachbarn. Und einem stillen Gruß!

Ich habe meinen Engel nochmal mit Rosenblüten fotografiert, so könnt ihr nun alle in Gedenken und Gedanken an eure Lieben hier ebenfalls einen Moment innehalten und eure lieben Schatten zu euch einladen.

Wer liebt, verliert nichts und geht nicht verloren, auch nicht durch den Tod.

Trotzdem hatte aber auch dieser November seine schönen Seiten, das herbstliche Leuchten der Bäume war in diesem Jahr wieder besonders intensiv, die Bäume draußen vor unserem Eulennest wetteiferten farblich mit meiner Wohnzimmergardine

und getreu dem Motto, das aus einer feinen Zeitung da in meinem Wohnzimmerfenster klebt, gibt es jetzt eine kleine Galerie versöhnlicher Farben und Schönheiten des Monats November:

Und in der nächsten Woche kehrt es dann schon wieder zu uns zurück, das Licht des beginnenden Advent!

 

Der ewige Kreislauf des Lebens, vom Gedenken zum freudigen Leuchten des Advent alles hat seine Zeit!

Euer Grafschafter Wochenanzeiger wünscht euch allen einen guten, stillen Ewigkeitssonntag.

Türchen 19

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

                                                                                    

Der Traum

Ich lag und schlief; da träumte mir
ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsumher;
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer,

Und Zuckerpuppen hingen dran;
das war mal eine Pracht!
Da gab’s, was ich nur wünschen kann
und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.

Da wacht ich auf aus meinem Traum,
und dunkel war’s um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find ich dich?

Da war es just, als rief er mich:
„Du darfst nur artig sein;
dann steh ich wiederum vor dir;
jetzt aber schlaf nur ein!

Und wenn du folgst und artig bist,
dann ist erfüllt dein Traum,
dann bringet dir der heil’ge Christ
den schönsten Weihnachtsbaum.“

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Na, ihr Lieben, habt ihr denn alle schon den Christbaumschmuck für dieses Jahr durchgesehen, ob alles da ist, ergänzt werden soll, oder ganz neu, ganz andere Farbe als im letzten Jahr?

Was bedeutet es aber, daß wir den Christbaum schmücken, und welche Symbolik steckt in dem, was wir uns an den Baum hängen? Na, wenn viele von uns kleine Eisbären in den Baum hängen, bedeutet das einfach, das wir Eisbären lieben, hihihi, aber alles andere? Kugeln, Silberzeug, Goldflitter, Lametta, Nüsse und vieles mehr?

Nach den aktuellen Erkenntnissen der Forschung hat sich der Weihnachtsbaum aus dem Paradiesbaum (Paradeisl) entwickelt, der bei den mittelalterlichen Paradiesspielen am 24. Dezember verwendet wurde. Der Paradiesbaum wurde vor allem mit Äpfeln geschmückt, aber auch mit Backwaren und bunten Blüten aus Papier. Nach den vorliegenden Quellen waren die ersten bekannten Weihnachtsbäume im Elsass auch mit diesen Elementen geschmückt. Anfang des 20. Jahrhunderts gehörten Adam und Eva sowie eine Schlange zum traditionellen Christbaumschmuck in Norddeutschland, da der 24. Dezember in der Liturgie der Gedenktag Adam und Evas war.

Da vor dem 19. Jahrhundert vor allem Äpfel (meist Weihnachtsäpfel), Nüsse, Gebäck und Zuckerzeug an den Baum gehängt wurden, hieß der Weihnachtsbaum regional auch Zuckerbaum. Neben Süßigkeiten spielten sehr früh auch vergoldete und versilberte Elemente eine wichtige Rolle, vor allem Äpfel und Nüsse. Papier, Stroh und andere verwandte Materialien kamen erst im 19. Jahrhunderts dazu, Glasschmuck Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die ersten Weihnachtsbäume waren noch nicht beleuchtet. Im 17. Jahrhundert kam in adligen Familien der Brauch auf, den Baum auch mit Kerzen zu schmücken; diese Mode wurde vom gehobenen Bürgertum aufgegriffen und setzte sich schließlich allgemein durch.  Das Lametta wurde 1878 als Neuerung in Nürnberg entwickelt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Christbaumschmuck

Die Bedeutung und Symbolik des Christbaumschmucks:

  • Der Baum: Der immergrüne Weihnachtsbaum symbolisiert Fruchtbarkeit und Unsterblichkeit. Bis heute gilt grün als die Farbe der Hoffnung.

  • Äpfel: Symbol der Fruchbarkeit und Erinnerung an das Paradies.

  • Christbaumkugeln: Haben sich aus der Apfelsymbolik entwickelt. Kugelform als Zeichen der Vollkommenheit.

  • Sterne: Ein Zeichen der Hoffnung, Strohsterne erinnern daran das Jesus in einer Krippe geboren wurde.

  • Vögel: Vögel haben unterschiedliche Bedeutung. Störche sind Frühlingsboten, Glücks und Kinderbringer, Käfigvögel symbolisieren Häuslichkeit, Tauben sind Friedensvögel und stehen für Vergeistigung, Eulen gelten als Zaubertiere und Symbole für Weisheit, Radschlagende Pfauen sagt man alle erdenklichen Zauberkräfte nach, ihr schillerndes Gefieder erinnert an die Pracht des Nachthimmels.

  • Geschenke: Sie werden mit den Gaben der Drei Weisen aus dem Morgenland in Verbindung gebracht.

  • Nüsse: Sinnbilder für Gottes Ratschluss. Sie sind verschlossen und schwer zu knacken – im Inneren wohnt das Dunkle, Geheimnisvolle – vergoldet wirken sie strahlend und lebendig.

  • Tannenzapfen: Sie sind wie die Nüsse auch ein Fruchtbarkeitszeichen.

  • Herzen: Eine klare Botschaft der Liebe.

  • Glocken: Sie verkünden die frohe Botschaft, ihre Stimmen jubeln, aber sie mahnen und erinnern uns auch, wachsam zu sein.

  • Engel: Sie verkünden die Geburt des Heilands, Vermittler zwischen göttlicher und menschlicher Welt.

Die Deutung der Farben am Christbaumschmuck:

  • Rot ist die Farbe von Glück und Reichtum, für Lebensfreude und Lebensenergie.
  • Grün ist das Symbol des Lebens, es wächst und sagt uns, dass unser Überleben nur dann gesichert ist, wenn wieder frisches Grün aus der Erde sprießt.
  • Gold  ist die leuchtendste aller Farben und assoziiert die Sonne, der eine zentrale Bedeutung zugeschrieben wird.
  • Weiß/Silber: Weiß ist das Gegenteil von Schwarz, dem Nichts, dem Chaos, das auf ordnende Gestaltung wartet, durch das Licht der Erleuchtung. Weiß ist die dominierende Farbe des Winters. Weiß und Silber sind zwar „kühl“, aber edel und festlich und verkörpern den Sieg des Lichts über die Finsternis, des Guten über das Böse und des Lebens über den Tod.

Schon die Menschen im Mittelalter schmückten ihr Haus mit immergrünen Zweigen, die für das Leben und das Wiedererwachen der Natur nach dem Winter standen, ursprünglich war dies ein Brauch zum germanischen Mittwinterfest, der im späten Mittelalter immer stärker christlich umgedeutet wurde, aus all diesen Bräuchen entstand letztlich unser Weihnachtsbaum.

Mimi erinnert sich nur ganz dunkel an die Christbäume, die sie bei ihren Erstmenschen, unseren gemeinsamen Freunden, gesehen hat, seit sie bei mir ist, hatte ich nur den kleinen künstlichen Baum von meiner Mama. Aber irgendwann gibt es hier auch wieder einen richtigen. Da hat sich Mimi nun natürlich auch zwei Bilder rausgesucht für sich mit Christbaum, guckt mal:

 Das fand sie so schön!

Und das macht ihr Spaß, hihihihi! 

Und damit wünschen wir zwei beide euch allen einen feinen Dienstag, ohne Streß und Hektik und in aller Ruhe, schließlich ist bald Weihnachten!

Habts fein! 

 

Türchen 11

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MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 6262

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Das Kind ruht aus vom Spielen,
am Fenster rauscht die Nacht,
die Engel Gottes im Kühlen
getreulich halten Wacht.

engel-0051                     engel-0100                    engel-0051

Am Bettlein still sie stehen,
der Morgen graut noch kaum,
sie küssen’s, eh sie gehen,
das Kindlein lacht im Traum.

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(Joseph von Eichendorff)

Es ist sicher unschwer zu erkennen, das heutige Türchen 11 handelt von Engeln! Eine Weihnachtszeit ohne Engel ist ja auch gar nicht vorstellbar! engel-0051

Und ich hatte mal wieder in meinem Archiv gestöbert und dabei etwas so liebes zutage gefördert, da war die Idee zu diesem Türchen geboren. Was ich aufgestöbert habe, möchtet ihr wissen? Das:

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Ein altes Schulheft aus Björns Schulzeit! In dem es in der Hausaufgabe um Engel ging!

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Ich war so gerührt! Ich schreib euch mal den umlaufenden Text hier auf, er ist bissel schwer lesbar so, weil ihr ja sehr schlecht den Monitor drehen könnt, hihihi!

„Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel…Vielleicht ist einer, der gibt dir die Hand. Oder er wohnt neben dir, Wand an Wand, der Engel. Dem Hungernden hat er das Brot gebracht, der Engel. Dem Kranken hat er das Bett gemacht, der Engel….Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel…..“

Das war das Arbeitsblatt, und da sollten die Kindern nun die Mitte gestalten, kleben, malen, wie sie wollten. Und das ist die Zeichnung von Björn, da war er im 2. Schuljahr.

Da kriegen Muttertiere immer schwitzende Augen!

Und ich hab mich erinnert, daß auch mich als Kind schon Engel begleitet haben, Schutzengel, einen hat jeder Mensch! Dabei fielen mir meine Lieblings-Schutzengelbilder aus Kindertagen ein, ein Bild besitze ich noch, ein anderes ist mal irgendwie abhanden gekommen. Das hier

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ist ein sog. „Hummelbildchen“ (gemalt von der Franziskanerin Maria Innocentia Hummel) und das besitze ich heute noch.

Und dieses

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ist eines von den alten, sicherlich vielen von euch bekannten Schutzengelbildern von Fridolin Leiber,  das hing mit dem anderen oben zusammen über meinem Bett als Kind, aber das ist verlorengegangen, ich hab das Bild im Netz gefunden mal vor längerer Zeit und mir ausdrucken lassen und jetzt abfotografiert.

Das ist die Abhandlung von Wikipedia über Schutzengel

https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzengel

aber wie so oft bei solch mystischen Dingen, grau ist alle Theorie! Engel „aus Fleisch und Blut“ werden sie erst durch unseren kindlichen Glauben an und das gesetzte Vertrauen in sie! Und erscheinen eben nicht oder selten als „Männer mit Flügeln“, wie schon in Björns ehemaliger Hausaufgabe beschrieben, sondern wohnen oft nebenan und begegnen uns jeden Tag. Und halten treulich Wacht über uns! Das möchte ich glauben!

Und nun haben sie hier endlich ihren großen Auftritt, meine gesammelten Engel!

Mamas „Glöckchenengel“

Meine beiden „Großen“ mit dem Glöckchenengel

Mein „Niedlicher“

Schneekugel-Engel

Porzellandöschen, Karneol-Engel, Pausbäckchen, Teelicht-Engel und die kleinsten der Schar

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„Vom Himmel hoch….“

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Teelicht-Engelchen

Mein Bärchen-Engel

Und nun noch die ganze Schar auf vielen Bildern:

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Und dies ist auch noch aus meiner Kinderzeit, ein kleines Weihwasserbecken mit Engel, hab ich zur Kommunion geschenkt bekommen:

engel-053

engel-0034Und mit dem Segen engel-0032

der Engel wünsche ich euch einen wunderschönen 3. Adventssonntag!

Habt einen behüteten Tag! engel-0100

 

 

Stiller Sonntag

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Toten-Sonntag

Ihr, die ihr schlaft schon manches Jahr,
ihr, die ihr seit kurzem begraben –
Wacht auf! und macht euch der Gäste bereit:
Ihr sollt euern Sonntag heut` haben!

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Was wir verloren mit euerm Tod,
das werden wir nie verschmerzen.
Und dennoch – : heut hält ein heimlicher Strom
verknüpft die sehnenden Herzen!

11

Auf Brücken der Liebe eilen wir hin
zu eurer schweigsamen Stätte;
da ist`s uns, als hielten wir eure Hand
und säßen still – traulich am Bette.

11

Da pflegen wir heimliches Zwiegespräch
tiefinnig – wie kaum zu sagen
und blicken uns klar ins Aug` hinein
und nicken und lächeln und fragen –

engel14

Wie dieses und wie jenes kam,
wir wollen es euch erzählen;
was uns`re Seele umschlossen hält,
darf eur`er Seele nicht fehlen –

11

Und kehren wir dann vom Friedhof heim
in dämm`rigen Abendstunden,
dann soll uns allen ums Herze sein,
als hätten wir jene gefunden,

11

die wir für immer verloren geglaubt,
die wir so lange entbehrten,
die, ob sie auch der Tod geraubt,
auf ein Stündelein … wiederkehrten.

(Otto Promber)

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Der letzte stille Feiertag im November, bevor das adventliche Licht der Hoffnung und Vorfreude wieder leuchtet, der Ewigkeitssonntag.

Stilles Gedenken an alle, Mensch und Tier, die uns vorausgegangen sind.

Von denen wir glauben, daß wir sie eines Tages wiedersehen werden, wo und wie immer jeder sich das vorstellt.

  Die wir geliebt haben und auch über den Tod hinaus lieben.

Von denen wir hoffen, daß es ihnen da, wo sie jetzt sind, gut geht!

Glaube, Liebe, Hoffnung! cid4deb332b1aa84ce0b6c6pr2

Unsere Erinnerungen lassen sie lebendig bleiben und „im sicheren Land der Vergangenheit“ können wir sie jederzeit besuchen.

Ohne große Worte Bilder von meinem letzten Friedhofsbesuch.

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Zwei Zitate von Theodor Storm, passend zum Eingangsgedicht, machen nun hier den Schluß.

„……und ich kann hier im Mondschein meine lieben Schatten zu mir laden; wir brauchen keine Lichter!“ Der Nachtschein fiel durch die kleinen Scheiben; und mitten im Gemache saß die alte Dame und sah mit geisterhaften Augen in die Dämmerung: nur mitunter eine leise Handbewegung, als sei es ein Willkommen.

(aus: Ein Fest auf Haderslevhuus, Theodor Storm)

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„Auch von den Toten bleibt auf Erden noch ein Schein zurück, und die Nachgelassenen sollen nicht vergessen, daß sie in seinem Lichte stehen, damit sie sich Hände und Antlitz rein erhalten“

(Theodor Storm)

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