Grafschafter Wochenanzeiger – Jet zo fiere – trotz alledem!

Heile, heile Gänsje
es is bald widder gut,
es Kätzje hat e Schwänzje


es is bald widder gut,
heile heile Mausespeck


in hunnerd Jahr is alles weg.

(trad. Kindervers)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, wir haben lange überlegt, ob wir in diesem Jahr in Zeiten von Corona überhaupt einen Eintrag zum Karneval machen sollen. Dann haben wir uns am Freitagabend, wie in jedem Jahr vorher, die Sitzung vom Mainzer Karneval „Mainz bleibt Mainz“ angeguckt…..und waren begeistert! Und haben in unserer dieses Mal dann erst samstäglichen Redaktionssitzung beschlossen: Wir machen ihn, den Eintrag zum Karneval, denn gerade in diesen Zeiten ist er so wichtig: Der Humor! Und das Lachen! Und das Fröhlichsein, trotz alledem! Und das einmal wieder Abstand nehmen zu anstrengenden Tagen, wenn auch mit allen Auflagen und Geboten in dieser schwierigen Zeit! Um weiter und wieder Kraft und Mut zu schöpfen für die kommende Zeit, die uns weiterhin viel abverlangen wird. Aus diesem Grund haben wir uns als Gedicht für den heutigen Eintrag bewußt den Refrain des Liedes aus der Meenzer Fassenacht von Ernst Neger ausgesucht, eigentlich ein Kindervers zum trösten kleiner Kinder bei allen Wehwehchen! Denn

„Es is bald wieder gut…“ 

und

„in hunnerd Jahr is alles weg!“

Das erste hoffen wir alle inständigst, das zweite ist auf jeden Fall so!

Ein bissel Hintergrundgeschichte zum sicherlich allen von euch bekannten Lied:

https://de.wikipedia.org/wiki/Heile,_heile_G%C3%A4nsje

Und damit nun endlich Helau und Alaaf, holde Närrinen und Narrhalesen draußen steht ein närrischer Eintrag, wolle mer’n eroilosse? Eroi mit’m! Narrhallamarsch!

Wir dekorieren die Redaktionsräume hier mit herrlich bunten Luftschlangen

und Konfetti

mit Luftballons nehmt euch alle ein Hütchen oder eine schöne Maske ganz wie es euch beliebt! Und wenn wenn et Trömmelche jeht, dann stonn mer all parat…!

Mit all den schönen Kostümen der vergangenen Fastnachtstage in diesem Blögchen bzw. im Grafschafter Wochenanzeiger!

Oft zelebriert hier, in all den Jahren, unvergeßlich für uns alle der begeisterte Eifer unseres Co-Autors, unserer rasenden Reporterin, unserer Mimi in heaven! Die wieder so fehlt in diesen von ihr so geliebten Tagen, wenn ihre Dosenöffnerin hier wieder närrisch abdrehte! 🤣 Und so beginnen wir den eigentlichen Eintrag auch mit ihr und dem Redaktionsteam im närrischen Outfit

der Narrenzug nimmt Farhrt auf!

So, wie die Mainzer Fastnachtssitzung eine so gänzlich andere war in diesen Zeiten, so wird es auch unser Eintrag sein, denn wir plaudern hier zum Karneval einfach mal fröhlich aus dem Nähkästchen, sprich, aus den Ereignissen im Grafschafter Wochenanzeiger aus den letzten Tagen. Und hoffen, daß euch allen das genauso gefällt wie uns die Sitzung aus Mainz.

Großes Ereignis: Der Winter ist da! Endlich! Auch hier ist er angekommen, mit eisigsten Temperaturen, mit Schnee bis auf Balkonien, mit Schneestürmen des nachts, und mit herrlich sonnigen Tagen in einer weißen Grafschaft bei klirrendem Frost!

Schnee bis in Mimis Brotkasten und Schneespuren im Wohnzimmer! Ihr wißt ja, Bilder anklicken, groß gucken!

Nächtlich verschneite Grafschaft, mit steifem Nord-Ost-Wind!

Und herrlichem Sonnenaufgang über Schneelandschaft! Einfach herrlich, wir haben uns so gefreut, haben wir doch so lange darauf gewartet!

Und meine Redaktionsmitglieder drückten sich die Nasen am Wohnzimmerfenster platt, wie wunderbar ist das denn da draußen!

Irgendwie auch ein karnevalistischer Einschlag: Das Fenster ist nicht schlecht geputzt, die Doppelverglasung ist undicht geworden, da hat sich zwischen den Scheiben Wasser gesammelt und ist in Streifen getrocknet, wie man sieht, das Fenster muß erneuert werden, aber erst, wenn die Temperaturen draußen es wieder erlauben!

Bruno ist ganz selig!

Und Ruddi auch! Aber die anderen alle nicht minder, nur lieben Eisbären Schnee ganz besonders, deshalb strahlt auch Luzia so!

Mit den leuchtenden Schneekristallen am Fenster um die Wette, hihihihi!

Mimis Mikesch sitzt ganz verschüchtert zwischen den begeisterten Bären, lach, aber er durfte natürlich auch gucken, es war nur die Begeisterung am Anfang so groß.

Da mein Redaktionsteam da nun so fein versammelt war am Fenster, haben wir nach ausgiebigem gucken von Schnee in der Grafschafter Landschaft gleich noch ein Fotoshooting für neue Redaktionsfotos gemacht, guckt:

Ein fröhliches Redaktionsteam! So wünscht man sich das, dann klappt auch die Arbeit!

Die Bären strahlen alle genau wie die Sonne, die ins Wohnzimmer schien.

Hamish konnte sich gar nicht satt sehen, denn obwohl er ja kein Eisbär ist, kennt er Schnee doch aus seiner schottischen Heimat und liebt ihn.

Der Rest der Truppe, glücksstrahlend, endlich Schnee in old Lirich-City, lach!

Karneval warf ja schon seine Schatten voraus, da oblag es natürlich wieder unserem Handelsreisenden Otto, für Speis und Trank in den närrischen Tagen in der Redaktion zu sorgen, natürlich nach den neuesten Corona-Vorschriften mit vorgeschriebener OP-Maske ausgestattet:

Seine Ausbeute konnte sich sehen lassen

lecker Eierlikör-Berliner und Piccolöchen 😋🤣! Otto kennt die besten Bäcker hier weit und breit und ist bester Kunde im Namen und für seine Redaktion bei einem bekannten und berühmten Wein- und Sekthandelsgeschäft. Es ist ein unschlagbarer Vorteil, wenn man in den Redaktionsreihen so einen versierten Handelsreisenden sein eigen nennt, und das „handeln“ steht nicht nur in seinem Titel! 😂😎

Wir waren bzw. sind jedenfalls begeistert von seiner „Beute“!

Er reist aber nicht nur in Sachen Lebensmittel, einmal unterwegs, greift er alles ab, was die Redaktionsräume gemütlich, schön und vor allen in diesen Zeiten fröhlich macht, so gab es vor Zeiten schon diesen herrlichen Tulpenstrauß von seinen Reisen

ist das nicht eine wunderbare Farbe? Frau Chefredakteurin und auch Mimi in heaven lieben bzw. liebten ja beide rot so sehr!

Wie gesagt, das war schon länger her, der Tulpenstrauß bereits wieder verwelkt, da gab es gleich Nachschub von Otto, als er jetzt wieder unterwegs war:

Dieses Mal in bunt, die Farben sind wonnig!

Diese Farbe gefiel der gesamten Redaktion ganz besonders! Natürlich neben dem folgenden rot!

Gelb ist immer so herrlich sonnig!

Nächtlich mit Beleuchtung macht der Strauß auch richtig was her, guckt:

Apropos nächtlich und leuchten: Angesichts der Tatsache, daß der Winter endlich eingezogen ist, haben wir natürlich auch noch winterlich in den Redaktionsräumen dekoriert, die Schneekristall-Leuchtekette am Wohnzimmer habt ihr ja schon gesehen, und das wäre die Deko am Küchenfenster:

Ein Schneehäuschen mit Schneemann, das sieht so hübsch aus. Wir haben mittlerweile noch bissel mehr Winterdeko, aber die müssen wir noch fotografieren. Habt ihr noch was zum drauf freuen!

Wie ihr alle wißt, beschäftig sich Frau Chefredakteurin hier ja mit auf- und umräumen, und da ist ihr mal wieder was feines in die Hände gefallen. Ihr kennt ja alle die berühmte Bauernhofarbeitsstelle, die sie dazumalen in einer bekannten sozialen Einrichtung hatte, da kann sie jetzt den Beweis antreten, denn sie hat ihren alten Dienstausweis wieder gefunden:

Hach, ja, das waren noch Zeiten, seufzt sie gerade, die Frau Chefredakteurin, da war man noch jung und schön, jetzt ist man nur noch „und“! Bufftääääää, bufftääääää, bufftäääääää, bumm bumm!

So, ihr lieben Leser alle, nun nähern wir uns hier so langsam dem Ende unserer heutigen närrischen Sonntagsausgabe, aber nicht, ohne euch vorher noch mit „Strüßjer“ zu bewerfen, wie es im Karneval der Brauch ist:

Und wir haben auch noch was feines aus der „Meenzer Fassenacht“, Frau Chefredakteurin hat mal ein paar Bilder vom Fernseher abfotografiert, um zu zeigen, wie schön es war.

Die berühmten „Schwellköpp“ aus Mainz

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwellkopp

Die Mainzer Hofsänger, die draußen gesungen haben, wir fanden dieses Bild so schön!

Närrischer Höhepunkt zum Ende der Sendung und das Bild, das nun kommt, machte den Schluß, wir fanden das ganz zauberhaft:

„Wir alle Leben im Schatten des Doms….“, ein Lied von Thomas Neger, dem Enkel von Ernst Neger. Damit schließt sich nun auch wunderschön der Reigen vom Anfang bis zum Ende.

In unserem närrischen Beitrag hatte dieses Jahr mal die Meenzer Fassenacht den Löwenanteil, da dürfen die Kölner nicht böse sein, sie waren hier schon so oft vertreten, und den Eintrag hat halt nun mal die Sendung am Freitag aus Mainz auf den Weg gebracht. Und ich hab einmal mehr und gerade in diesem Jahr wieder so innig an all die Sendungen gedacht, als meine Eltern noch keinen Fernseher hatten und meine Mama immer bei Nachbarn über uns eingeladen war zum gucken, sich jedes Mal vorher fein gemacht hat, von mir bewundert, und mit einem Fläschchen Wein und Knabbergebäck voller Vorfreude nach oben gegangen ist, und jedes Mal begeistert (und angetüddelt, hihihihi!) wieder nach Hause kam. Mein Papa hat dann auf mich aufgepaßt, er machte sich nicht so viel aus Karneval, einzig die Mainzer Hofsänger fand er als zweiter Baß in einem Männergesangverein immer ganz toll und großartig.

Und so werden sie auch diesen Eintrag hier mit beschließen, die Mainzer Hofsänger, mit ihrem berühmten Lied:

und mit „Sassa“, auch immer wieder so schön, ich hab das gewählt, weil es noch eine ganz alte Ausgabe ihres Auftritts ist!

Und einmal nur mit „So ein Tag“.

Ja, ihr lieben hier alle, damit sind wir nun am Ende unserer heutigen närrischen Sonntagsausgabe, zum Schluß ist es nun doch noch bissel wehmütig geworden, aber ich glaube, das ist im Karneval immer so. Denn „ach, wie bald ist wieder Aschermittwoch….“ heißt im Lied der Mainzer Hofsänger, und so ist es, im Karneval wie im Leben, Freude und Ausgelassenheit und Leid und trübe Tage haben manchmal einen schmalen Grat. Und heuer überwiegt in diesen schwierigen und anstrengenden Zeiten doch sehr die Sehnsucht nach besseren Tagen, besseren Zeiten, und deshalb wollen wir hier in unserem Grafschafter Wochenanzeiger für uns und für euch vehement die Hoffnung aufrecht halten, daß eines nicht zu fernen Tages wir wieder alle gemeinsam inbrünstig singen können

So ein Tag, so wunderschön wie heute….

weil „alles widder gut“ ist. ❤

Den endgültigen Schluß machen wir jetzt mit einer Strophe aus dem als Gedicht eingestellten Lied

Das Leben ist kein Tanzlokal,
das Leben ist sehr ernst.
Es bringt so manche Herzensqual,
wenn du es kennen lernst.
Doch brich´nicht unter seiner Last,
sonst wärest du ein Tor,
und trag´was du zu tragen hast,
geduldig mit Humor.
Und denk´ Dein ganzes Leben lang,
ans Lied das Dir die Mutter sang –

Heile, heile Gänsje
es is bald widder gut,
es Kätzje hat e Schwänzje
es is bald widder gut,
heile heile Mausespeck
in hunnerd Jahr is alles weg.

(Martin Johann Mundo, 1882 – 1941 )

Und damit wünschen wir euch allen einen wunderschönen Fastnachtssonntag, bleibt oder werdet alle gesund, paßt auf euch auf, verliert die Hoffnung nicht und den Mut, laßt euch nicht unterkriegen und denkt immer daran: Et hätt noch immer jot jejange!

Bleibt fröhlich, behaltet euren Humor, das wünscht euch von ganzem Herzen euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 21

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Weihe-Nacht

Ein leises Rauschen durch die Tannenzweige –
des kurzen Tages Zwielicht geht zur Neige.

Im Westen glimmt ein matter Rosenstreif,
auf stille Fluren fällt der weiße Reif.

Der weiße Reif, der rings das Feierkleid
der Erde stickt mit flimmerndem Geschmeid.

Der Abend kommt. Es kommt die heilige Nacht,
die aus den Menschen selige Kinder macht,

die Weihe-Nacht, da trost- und wundersam
ein Märchentraum zur dunklen Erde kam:

Der Friedenskönig, den die Welt verstieß,
weil er die Armen Gottes Kinder hieß.

 

Weil er den Sanften, der den Frieden liebt,
den Liebenden, der seine Seele gibt,

weit über alle Reichen dieser Welt,
hoch über alle Herrschenden gestellt.

Du Weiser, seit die Engelharfen klangen,
sind nun Jahrtausende dahingegangen,

die deinen Namen auf den Fahnen trugen
und zu den fernsten Ländern Brücken schlugen,

Millionen Kirchen prangen dir zum Ruhme,
die ewige Flamme brennt im Heiligtume …

Und dennoch, du, der Sklaven Heil gespendet,
du wärst noch heut in tiefe Nacht gesendet,

du schienst auch heut in unser finstres Tal
aus fernen Himmeln, ein verirrter Strahl;

und gingest du im schlichten Arbeitskleid
durch deine Menschheit, deine Christenheit,

sie hätten heute dir das Kreuz errichtet
und morgen dir den Holzstoß aufgeschichtet!

Hoch auf dem Grunde, den dein Blick gesucht,
darüber hin rast laut der Zeiten Flucht,

da regt sich’s dumpf, und aus der Erde Schoß
ringt sich der Urquell aller Sehnsucht los.

Die Welt durchhallt ein Schrei nach Luft und Licht:
Wann braust du, Strom, der Wall und Schranke bricht?

 

Wann kommst du, Tag, da hell die Sonne steigt,
vor deren Glanz der tiefste Schatten weicht?

(Clara Müller-Jahnke, 1860-1905)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, es ist wieder Zeit für unser Türchen 21, das in allen Jahren zuvor einem besinnlichen oder nachdenklichen Thema gewidmet war. In diesem Jahr ist es selbst mir sehr schwer geworden, Worte zu finden. 

Drolligerweise hat mir dann die Öffnung unseres heutigen Kalendertürchens dabei ein wenig geholfen, laßt uns dann auch zu diesem Tag erst einmal das Türchen öffnen:

Fest verschlossen noch, das Türchen 21

Hier ist wirklich Spannung angesagt. 

Und da ist er, in seiner ganzen frostigen Pracht: Väterchen Frost, der Winter. 

Prächtig, oder? 

Auch ihn haben wir natürlich mit passender Kulisse in Szene gesetzt. 

Väterchen Frost, das Sinnbild des Winters, die Natur geht in die Ruhephase, sie zieht sich zurück, alles erstarrt, wird frostig und scheinbar ohne Leben, Eis hindert das Wasser am fließen, Schnee deckt die Felder zu, es scheint, als gäbe es kein Leben, nichts lebendiges mehr. Aber unter der frostigen Decke sammelt die Natur Kraft für den kommenden Frühling, sie braucht diese Pause, um im nächsten Jahr zum wieder steigenden Licht sich erneut zu regen, auszuschlagen, zu grünen und zu blühen. 

Eigentlich bräuchte auch der Mensch solche Ruhephasen, aber wir hasten und rennen, wir halten nicht inne, wir müssen von einem Event zum anderen, von einem Genuß zum nächsten, nur wer immer präsent, immer bereit und immer erreichbar ist, ist Sieger. Äußerlich wirken wir agil, fit, strotzend vor Kraft und Gesundheit, aber in den Seelen ist Eiszeit, alles bleibt oberflächlich, nichts geht mehr richtig in die Tiefe, denn dazu haben wir keine Zeit. 

Und jetzt zwingt uns ein Virus zur Ruhe, zum Stillstand, zur Unbeweglichkeit, selbst lose Kontakte werden fast unmöglich, es ist so vieles verboten, das Virus schränkt uns ein, verbietet Nähe, Austausch, Kommunikation und Rudelgemütlichkeit. Alles zum Schutz der Schwachen, die wir bisher bei unserem rennen und hasten kaum beachtet haben, die auch an Weihnachten in all den Jahren vorher nur eine untergeordnete Stellung hatten und mit allem, was in der Advents- und Weihnachtszeit noch zu erledigen, zu besorgen und vorzubereiten war, mit „abgehakt“ wurden, schließlich ist man ja zu Weihnachten doch mal wieder kurzfristig ein guter Mensch. Im Rahmen, die die Zeit erlaubt, die man noch hat beim Geschenkerummel und Konsum. 

Nun rufen, schreien wir nach Erlösung aus dieser Starre, wollen uns endlich wieder in den Arm nehmen können, beieinander sein dürfen ohne mathematische Berechnungen, ab wann es zu viele werden bezüglich der Ansteckungsgefahr! Wollen endlich „unser altes Leben zurück“! Wollen wir das wirklich? Weiter machen wie oben beschrieben, ohne Rücksicht auf Verluste? Oder liegt nun hier im Virus gerade eine Chance, gewinnen wir endlich zurück, was wir so lange verloren glaubten: Echte Menschlichkeit mit Augen und Ohren für die schwächsten, für die Natur und ihre vielfältigen Lebewesen, die wir teilweise schon ausgerottet haben durch unser rücksichtsloses Verhalten? Wie wäre es denn, wenn wir die Starre im außen für das auftauen unserer Seelen von innen nützen würden? Wenn wir der Oberflächlichkeit unserer „Bussi-Bussi-Beziehungen“ wieder Tiefe und Gemeinsamkeit geben würden? Wenn wir wirklich wieder zuhören würden mit dem Willen zum verstehen, zum helfen und raten? Das Virus hält uns den Spiegel vor, es ist so rücksichtslos und expansiv, wie wir es bisher waren. 

Wir müssen innerlich „auftauen“ wie die Natur im Frühling, wenn Frost und Eis zurückweichen vor den wärmenden Strahlen der Sonne, wir stehen vor der großen Herausforderung, Nähe herzustellen trotz Distanz, Solidarität ohne Rudelverhalten. Nur so kann in diesem Jahr wirklich Weihnachten werden, nehmen wir die Herausforderung an, bieten wir dem Virus die Stirn, zeigen wir uns als Menschen, als Mitglieder einer Gemeinschaft zum Wohle aller! So können wir vielleicht auch die erreichen, die jetzt noch gänzlich fern dieser Möglichkeit stehen und weiterhin nur ihr kleines, selbstsüchtiges ICH pflegen, so kann es dann Weihnachten werden, wie es Ringelnatz in seinem Gedicht beschreibt:

„Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –
Uns als Kinder fühlen eines Baumes.
Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.“

Zum Schluß meiner „Epistel“ möchte ich noch ein kleines Beispiel erzählen, wie man mit guten Ideen und einem warmen Herzen und Fürsorge für die „Seinen“ auch in diesen Zeiten trotz Distanz und Abstand Freude, Glück und Anerkennung für geleistetes geben kann: Mein Sohn ist derzeit schon lange im Homeoffice, nun war es auch in seinem Betrieb zu jeder Weihnachtszeit Usus, eine kleine Betriebsfeier abzuhalten, bei der der Chef seinen Mitarbeitern dankt für die geleistete Arbeit im Jahr. Da war in diesem Jahr natürlich kein Gedanke dran, was tat also besagter Chef: Er hat für seine Mitarbeiter gekocht, hat alles gut eingepackt, hat sich in sein Auto gesetzt und ist seine Leute abgefahren, um ihnen auf Distanz das Essen zu bringen, danke zu sagen und ein frohes Fest zu wünschen! (Es ist ein kleiner Betrieb, aber dennoch!) Ich fand das wunderbar, und die Freude der Mitarbeiter könnt ihr euch sicher lebhaft vorstellen. 

Und wo wir nun zum Schluß beim auftauen der Seele waren und bei wärmender Mitmenschlichkeit, da paßt doch sogar das 2. Türchen unseres Gewürzkalenders, denn guckt einmal, was da nun drin war:

Nun endlich, lach! Bratapfelgewürz! Ist das nicht herrlich passend? Was wärmt denn schöner als so ein feiner Bratapfel, wenn man durchgefroren ist, und was ist süßer als so ein leckerer Bratapfel mit den feinen Gewürzen! 

Damit wäre ich nun wirklich am Ende, aber nicht, ohne euch noch hübsche Bilder von Väterchen Frost zu präsentieren, der der Auslöser unseres heutigen besinnlichen Türchens war:

Und der offensichtlich auch ein Herz für „seine“ Tiere hat, die wohl am besten der kalten Zeit trotzen können. 

Damit wünschen wir euch allen einen schönen Montag, und einen guten Start in eine hoffentlich geruhsame Woche kurz vor dem Fest, wir wünschen euch und allen Menschen dieser Erde ein gutes Gelingen der heurigen Weihnacht, ein mitnehmen des Weihnachtsgefühls in den Alltag, gerade in diesem Jahr so wichtig. Laßt euch nicht unterkriegen, bewahrt euch Mut und Zuversicht, denkt an das köllsche Grundgesetz und bleibt oder werdet alle gesund! Und ich möchte euch an dieser Stelle auch im Namen meiner Redaktion ganz herzlich danken für eure Treue und euer Dasein hier, das hilft uns hier über so vieles hinweg, was derzeit, mit Verlaub, einfach Sch….. ist! Habt Dank! 

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 5

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen

Es gibt so wunderweiße Nächte,
drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert mancher Stern so lind,
als ob er fromme Hirten brächte
zu einem neuen Jesuskind.

Weit wie mit dichtem Demantstaube
bestreut, erscheinen Flur und Flut,
und in die Herzen, traumgemut,
steigt ein kapellenloser Glaube,
der leise seine Wunder tut.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926)

Türchen 5, dazumalen im Blögchen, heute im Grafschafter Wochenanzeiger, war und ist in allen Jahren unserem geliebten Eisbären Knut gewidmet

der heuer, am 5. Dezember 2020, 14 Jahre alt geworden wäre. Wie gerne hätten wir das alle erlebt, aber es hat nicht sollen sein. So schicken wir dann wieder einen herzlichen Glückwunsch zu deinem heutigen Geburtstag hinauf zu dir, lieber Knut, hinauf zu deiner Wolke hinauf zu deinem Stern!

In diesem Jahr hast du dort oben auch unsere geliebte Mimi empfangen, die uns hier unten auf der Erde verlassen hat. Wie wird sie sich gefreut haben, dich zu sehen, denn sie kannte dich ja schon lange aus unserem Blögchen und dem späteren Grafschafter Wochenanzeiger, dessen Co-Autor und rasende Reporterin sie war, ohne dich hätte es das ja alles gar nicht gegeben, hätten wir uns alle hier gar nicht kennengelernt. Mimi wird dir sicher viel erzählt haben von und aus unserem Eulennest! Denn uns haben so oft die Ohren geklingelt hier unten. 

 

So seid ihr dort oben jetzt vereint

du und unsere Mimi

Wir wünschen dir einen feinen Geburtstag, lieber Knut, feiert alle schön dort oben, wir denken an diesem Tag und gerade in diesem Jahr wieder so ganz innig an dich und alle, die bei dir sind und die wir so sehr vermissen.

So brennt heute nun wieder ein Kerzchen für dich, lieber Knut, und für unsere Mimi. Denn heute ist ja auch wieder Nikolaus-Abend, so ist dieses Türchen nun doppelt wehmütig für mich, Nikolaus-Abend das erste Mal ohne meine Mimi, ohne rausgestellte Stiefel 

und ohne eine aufgeregte Mimi, die am Fenster sitzt und nach dem Nikolaus mit seinem Rentiergespann Ausschau hält  😥

Aber ein schöner Nikolausabend soll es doch noch werden auch für all unsere lieben Leser hier im Grafschafter Wochenanzeiger, und so zeigen wir dir, lieber Knut, zu deinem heutigen Geburtstag und meiner Mimi, die live nicht mehr dabei sein kann, was wir heute aus unseren Adventskalendern gefischt haben, das Bärenteam und ich:

Wie passend, das Türchen 5 mit Kerze, extra zu deinem Geburtstag, Knut! Und was guckt da schon neugierig raus?

Ach, wie schön, das paßt ja wunderbar, ein Nikolaus oder Weihnachtsmann

mit einem Sack voller Geschenke!

Guckt bloß mal alle, wie süß der von hinten aussieht!!! 😍

Wir haben uns hier gekringelt über das süße Hinterteil! 

Im Geschenkesack ist ebenso passend ein kleiner Bär zu sehen, mein Team war begeistert!

Der ist doch echt entzückend, nicht wahr? 

Kommen wir nun zum Adventskalender 2 mit den Gewürztütchen, was war denn da wohl heute drin?

Nur die Ruhe, das kommt noch näher!

Schon besser zu erkennen und auch schon zu lesen, oder?

Kräuter der Provence, wie lecker, das ganze Tütchen riecht geschlossen schon göttlich, für manches ist es echt schade, daß es kein Duft-Internet gibt. Wonne pur! Gerade in Winterzeiten braucht es wärmende Kräuter, da sind die Kräuter der Provence genau richtig! 

Nun macht sich der Nikolaus in dieser Nacht wieder startklar zum Besuch der Erdenkinder, das kann meine Mimi nun zum ersten Mal live erleben, wir hätten sie trotzdem lieber noch hier. Es ist eben in diesem Jahr alles zum „ersten Mal ohne Mimi“! Da haben wir uns im Redaktionsteam heute gedacht, wir stellen mal einen Engel ein für alle unsere lieben Tiere, die heute mit Knut Geburtstag feiern können, und für alle, die noch mit ihren Frauchen und Herrchen das Erdenleben teilen, auf daß es allen gut geht, hier wie „drüben“, daß alle behütet und beschützt bleiben samt ihren Dosenöffnern…und gesund! 

Damit schließen wir das heutige Türchen 5 zu Knutis Geburtstag und dem Nikolausabend, wir wünschen allen unseren Lesern einen schönen, stimmungsvollen Tag und Abend vor dem Nikolaustag, vergeßt die Stiefel nicht rauszustellen! Und habt ein schönes Wochenende, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, das wünscht euch von Herzen euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Allerlei aus der Redaktion

Januar

Treffliche Frauen in ewiger Jugend,
grundverschieden, doch schön allzumal,
schlingen den Reigen der wechselnden Jahre,
liebliche Schwestern, zwölf an der Zahl.

Flockenumtanzt auf geflügelten Sohlen,
rosig und jung kommt das neue Jahr,
führet die erste der Schwestern zur Erde,
frostig und herbe – den Januar.

Pelzwerk und Stadtschuh liebt diese Schöne,
lockt die Jugend zu kraftvollem Sport,
macht es den Alten am Ofen behaglich,
pflegt die Geselligkeit fort und fort.

Öffnet den Reichen zum Wohltun die Hände,
– Winter bringt manche soziale Not, –
klopft an die Herzen mit ernster Mahnung:
Teile dem Hungrigen liebreich dein Brot.

Dreißig und einmal im Fluge der Tage
grüßt sie die Menschen in Stadt und Land,
dann hinter wehenden Nebeln verschwindend
reicht ihr die folgende Schwester die Hand.

Auf der Spur der strengen Schönen
schreitet Februar einher,
sanfter, milder von Gebärden,
ohne Winterschutz und Wehr.

Ihre schönen, ernsten Augen,
die voll Sehnsucht vorwärts schau’n,
seh’n schon hinter Regenwolken
ahnungsvoll den Himmel blau’n.

Horch, am Boden leises Regen!
Unter ihrem nackten Fuß
sprießt Schneeglöckchen aus der Erde,
Frühlings erster Botengruß. –

Wenn im bunten Fastnachtstrubel,
du die Gegenwart vergißt,
wisse, daß Natur da draußen
unentwegt am Werke ist.

Doch die hohe Frau im Schleier,
die den Frühling herbestellt,
räumt bescheiden ihrer Schwester
vor der Zeit das Arbeitsfeld.

(Helene Krüger, 1861 – um 1940, Goldene Garben. Ein Brevier für Frauen und Jungfrauen. M. von Braunschweig, Stroefer’s Kunstverlag, Nürnberg 1907)

Hallo, ihr lieben Leser alle des Grafschafter Wochenanzeiger, ich seh mal wieder Fragezeichen in euren Augen ob des Gedichtes, wie, was….Januar? Der ist doch nun schon vorbei und selbst der Februar schon um die Hälfte?! So ist das, aber das Gedicht geht, wie ihr nun auch schon selber gemerkt habt, weiter in den Februar, ich finde beide Gedichte so wunderschön und suchte schon lange nach einem Grund, sie einzustellen, aber sie erschließen sich halt richtig nur „im Verband“!

Und da ja nun auch der Februar sich die Farbe grau zur Leibfarbe gemacht hat, hatte ich noch einmal, noch ein einziges Mal, so richtig Lust auf was mit Eis und Schnee und Winter, der sich hier ja wohl nicht mehr einstellen wird in diesem Jahr. Oder halt wieder zu Ostern, aber dann kann er mir auch gestohlen bleiben, lach! Das war nun das Vorwort der Frau Chefredakteurin, die Redaktionssitzung hat meine Pläne gnädig abgenickt, wir sind ob des Wetters alle nicht so richtig in der begeisterungsfähigen Eintragsphase, aber was nützt euch allen ein Blatt, das sich positive Nachrichten auf die Fahnen geschrieben hat und dann selber schwächelt, hihihi, also haben wir uns alle am Riemen gerissen und natürlich ist uns doch noch wieder was eingefallen, was wir euch hier präsentieren können zur Wochenendausgabe, Bilder aus vergangenen Tagen, wir legen mal los:

Bilder aus unserem Eulennest, vor dem Sturm „Sabine“ aufgenommen, dramatischer Himmel:

Dann brach mal die Sonne durch die graue Ödnis:

Die Redaktion schwelgt noch in Winterdeko, die der Weihnachtsdeko nachgefolgt ist:

der Hausflur, winterlich dekoriert, hab ich mal wieder so eine Freude dran!

Drinnen in den Redaktionsräumen ist es am Kamin auch noch so heimelig, guckt:

Im Flur steht ein „Lichtmeßkranz“, da hab ich meine geweihten Kerzen aufgesteckt, die roten für die Frauen, die weißen für die Männer eines Haushaltes.

Euer aller Co-Autor, Mimi, die rasende Reporterin, hat den Platz an ihrer Hängematte samt ihrem saftigen Katzengras auch noch winterlich beleuchtet:

sie findet es fein.

Am gestrigen Valentinstag, der hoffentlich für euch alle ein schöner war, hat die Frau Chefredakteurin in ihrem Einkaufsladen was feines geschenkt bekommen, guckt mal:

Eine lachsfarbene Rose! Ist die nicht schön??? Hab ich mich so sehr drüber gefreut!

Ja, ihr lieben Leser alle, nun sind wir schon am Ende unserer heutigen Wochenendausgabe angekommen, große Ereignisse werfen ja auch schon wieder ihre Schatten voraus, am nächsten Donnerstag ist wieder „Wieverfastelovend“, einen expliziten Eintrag dazu wird es wohl nicht geben, da wir was feines für Rosenmontag vorbereiten, „laßt euch überraschen….“, lach!

Wir wünschen euch allen ein richtig schönes Wochenende, macht es euch gemütlich, daß Wetter wird wohl nicht berauschend (mal was ganz Neues, hihihihi!!!). Bleibt oder werdet alle gesund, wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger

sowie die Freelancer Lucia und Otto!

Habts fein! (Einmal noch: !!!!!!!)

Grafschafter Wochenanzeiger – Promi-News

Wintermärchen

Auf dem Baum vor meinem Fenster
saß im rauhen Winterhauch
eine Drossel, und ich fragte:
„Warum wanderst du nicht auch?

Warum bleibst du, wenn die Stürme
brausen über Flur und Feld,
da dir winkt im fernen Süden
eine sonnenschöne Welt?“

Antwort gab sie leisen Tones:
„Weil ich nicht wie andre bin,
die mit Zeiten und Geschicken
wechseln ihren leichten Sinn.

Die da wandern nach der Sonne
ruhelos von Land zu Land,
haben nie das stille Leuchten
in der eignen Brust gekannt.

Mir erglüht’s mit ew’gem Strahle
– ob auch Nacht auf Erden zieht –,
sing‘ ich unter Flockenschauern
einsam ein erträumtes Lied.

Wundersamer Trost der Schmerzen!
Doch nur jene kennen ihn,
die in Nacht und Sturm beharren
und vor keinem Winter fliehn.

Dir auch leuchtet hell das Auge;
deine Wange zwar ist bleich;
doch es schaut der Blick nach innen
in das ew’ge Sonnenreich.

Laß uns hier gemeinsam wohnen,
und ein Lied von Zeit zu Zeit
singen wir von dürrem Aste
jenem Glanz der Ewigkeit.“

(Otto Ernst, eigentlich Otto Ernst Schmidt, deutscher Erzähler, ursprünglich Volksschullehrer)

Eine ganz prominente Eisbärin hat heute Geburtstag:

liebe Anori, wünschen dir von ganzem Herzen in diesem Jahr zum ersten Mal das Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Allen voran natürlich unsere eisbärigen Kollegen

Ruddi, Bruno und die schimmernde Lucia!

8 Jahre wird heuer „meine“ Anori-Maus alt!

Feier wieder schön deinen Ehrentag, zusammen mit deinem Kumpel Luka, wie in den vergangenen Jahren!

(Bild: © Claudia K.)

Ich werde nie vergessen, wie ich dich zum ersten Mal sah, in jenem Mai 2012, als in Erwartung auf den Besuch bei dir dieses Blögchen und der heutige Grafschafter Wochenanzeiger entstand!

(Bild: © Claudia K.)

(Bilder: © Claudia K.)

Meine Kinder haben dich, als du schon größer warst, auch in Wuppertal besucht, da warst du noch mit deiner Mama Vilma zusammen

Deine Mama Vilma und dein Papa Lars schicken dir heute bestimmt die liebsten Grüße aus dem Regenbogenland, sie werden beide so stolz auf ihre schöne Tochter sein.

Zum Geburtstag heute gratulieren wir dir hier alle mit Bildern von und mit deiner liebsten Jahreszeit, dem Winter:

Hab viel Spaß, so wie dieser vergnügte Eisbär!

Es wäre ja schön, wenn es schneien würde zu deinem Geburtstag, aber da sieht es leider nicht nach aus in unseren Breiten hier! Mußt du dich mit den Bildern begnügen!

Mit viel Schneegestöber und Eiszapfengeklirr wünschen wir dir nun alle einen ganz wunderschönen Geburtstagstag, laß es dir gut gehen, alle lieben Wünsche für ein langes, gesundes Eisbärenleben mit deinem Freund Luka zusammen wünschen wir dir und, wenn es soweit ist, ein ganz, ganz feines neues Zuhause für euch beiden!

Happy birthday, liebe Anori, wünschen dir von Herzen das Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Habs fein! Und allen unseren Lesern wünschen wir einen schönen Samstag!

Grafschafter Wochenanzeiger – Film ab! Lange Kinonacht in der Grafschaft

Kino-Atelier

Da vorne klemmt ein Jraf sich das Monokel
platt ins Gesicht – die Bogenlampe zischt.
Ein Gazefräulein steht auf einem Sockel –
der dicke Regisseur brüllt: „Das is nischt!“

Zweihundertvierzig Mädchen trippeln zierlich
auf einer Treppe, steil bis unters Dach –
Ein kleines dickes Baby schluckt manierlich
die Milch –
der Chef macht mit der Diva Krach.

In dieser Ecke stößt ein Intrigante
dem Helden – brr! – das Messer in den Bauch.
In jener Ecke spritzt die gute Tante
der böse Neffe mit dem Gartenschlauch.

Die Dirne lümmelt sich an ihren Buhlen.
Der Herr Beleuchter macht sich nichts daraus
und knipst behufs Erzeugung einer schwulen
Verführungsszene eine Lampe aus.

Und wenn ich mir dies Atelier bekieke,
voll Kitsch und Lärm und Rummel, Schmerz und Spaß
dann seh ich vor mir unsre Politike.
Da spielt auch jeder nur die eigene Musike –
und an das Ganze denkt kein Aas.

(Kurt Tucholsky)

Hi, Folks, da bin ich, Mimi, eure rasende Reporterin, mit meinem Bericht über die lange Kino-Nacht hier in unserer Grafschaft, die mein Volontär Ruddi und ich uns ausgetüftelt hatten, als die Frau Chefredakteurin letzten Samstag unterwegs war. Gleich vorweg: Es war herrlich!!!

Ruddi hat sich sofort ans Telefon gehängt und Kontakt mit einem kleinen, feinen Kino hier in der Grafschaft aufgenommen, wir hatten es euch ja schon in der Einladung gezeigt und auch sofort die Zusage erhalten, daß wir mit unseren Gästen im Laufe des Mittwochabend dort eintrudeln können zu einer herrlichen, langen Kino-Nacht! Wir waren beide so aufgeregt, wir konnten es kaum erwarten. Der Mittwoch zog sich arg in die Länge bis zum Abend, an dem die Gäste kommen sollten, zudem war es auch noch so fürchterlich schwül, da hatten wir natürlich Sorge, daß unser Kinoabend noch buchstäblich ins Wasser fallen könnte, aber da hatte dann die Frau Chefredakteurin die zündende Idee und gleich das hier telefonisch geordert:

Einen schicken Bulli, damit könnten wir mit unseren Gästen dann prima zum Kino fahren, meinte sie, und letztlich wäre es auch ohne Regen praktischer, wenn wir den nehmen, dann verläuft sich wenigstens auch keiner auf dem Weg dahin. Herrlich, herrlich!

Der Abend kam, und langsam trudelten alle Gäste ein, sie kennen den Weg ja alle schon in und auswendig, lach! Steve hatte sich wieder mit seinem fliegenden Teppich zu Rani auf den Weg gemacht, um sie abzuholen, und nun guckt bloß mal, wie schick sich Rani extra für diesen Abend gemacht hat:

Toll, oder? Steve guckte so richtig verliebt!

Es folgte die Viererbande aus Berlin, Lakritze, Amira, Luna und Tobias, gefolgt vom Silberdistel’schen Pelztrio Keks, Torty und die graue Eminenz. Devil von gegenüber war natürlich schon als erster hier, lach, er hat ja auch den kürzesten Weg. Die Redaktionsräume füllten sich, Django kam, Buddy und Storm hatten sich auf halbem Weg getroffen und trudelten zusammen hier ein, das war ein Hallo! Als Nachzügler trafen dann auch Angel und Balou und der coole Almkater von Mallybeau ein, hurra, wir waren vollzählig! Nach herzlicher Begrüßung ging es erst mal ab auf Balkonien, kleinen Aperitif einnehmen, den hat uns Ruddi standesgemäß fürs Eulennest präsentiert mit diesem schicken, neuen Tablett

hihihi, das Design wundert nicht und klar, daß das die Frau Chefredakteurin so klasse fand! Samt den schicken neuen Gläsern extra für Balkonien

damit ins Getränk nix reinfliegt, die Strohhalme sind dauerhaft (umweltfreundlich!!!) und sogar spülmaschinenfest.

Oooh, aber wie befürchtet, es zog ein Gewitter auf,

da sind wir dann flugs wieder in die Redaktionsräume geflüchtet, wir hatten ja unseren Bulli vor der Türe stehen, da haben wir das ärgste abgewartet und haben uns dann so langsam startklar gemacht.

Frau Chefredakteurin hat uns dann ins Kino gefahren, die Fahrt war schon so klasse, alle waren ganz aufgeregt und schnurrten, knurrten und brummten wild durcheinander, lach!

Angekommen! Wow, die tollen Film-Plakate!

Und ein Getränke-Automat, klasse!

Konnte sich jeder noch eine Cola ziehen, kostenlos natürlich, Service vom kleinen Kino! Und Popcorn!!! Was ist ein Kino-Abend ohne Popcorn?! Bedient euch alle, meine Lieben!

Und dann stürmt mal den Kino-Saal, es geht loooohoooos!

So, hallo erstmal, hier spricht eure Mimi von dem Leinwand-Dings hier, ich möchte euch alle recht herzlich begrüßen zu unserer langen Grafschafter Kino-Nacht, ich hoffe, die von mir und Ruddi ausgesuchten Filme machen euch Spaß, für die rührenden Szenen wird Ruddi euch gleich Papiertaschentücher-Boxen verteilen, macht es euch alle recht gemütlich und ich sag nun mal: Film ab!

Als erster Film lief, wie könnte es anders sein, Aristocats! Und damit die daheimgebliebenen Frauchen und Herrchen meiner Gäste nun auch was von der Kino-Atmosphäre haben, zeig ich euch nun mal, wie gespannt alle Gäste im Kino waren:

Im Kinosaal ist es natürlich dunkel, aber ich hoffe, ihr könnt eure Lieblinge alle trotzdem ganz gut erkennen. Die Stimmung war super!

Natürlich haben wir bei der Auswahl unserer Filme auch an unsere Hundefreunde gedacht, den Film, der unter anderen da lief, den kennt ihr sicher auch alle: Cap und Capper!

Ein Film, von dem die Frau Chefredakteurin die Bücher gelesen hat, den hatte sie uns dann noch empfohlen: Bob, der Streuner!

Es geht weiter im Programm, zum Beispiel mit Garfield, für die Hunde noch Susi und Strolch.

Wir hatten auch ein Musical dabei, nämlich „Cats“!

Und einen feinen Film, von der Freundschaft von Menschen und Katzen, „Harry und Tonto“, ich hoffe, ihr kommt alle bissel mit englisch klar, denn es gab keinen Trailer in deutsch.

Und ein ganz tolles Schmankerl, einen Uralt-Schinken von 1947, „The private life of a Cat!

Natürlich gab es während der Filme auch Pausen, damit wir uns alle bissel die Pfoten vertreten konnten, und selbstverständlich gab es in den Pausen auch diesen Herrn

den Eisverkäufer, hach, lecker Eis schlappern, das war aber nun wirklich für alle was ganz feines! Lecker!!!

Nach dem herrlichen Film-Programm verließen wir alle müde und geschafft, aber soooo glücklich, das kleine Kino und bestiegen den schon wartenden Bulli mit der Frau Chefredakteurin am Steuer und fuhren zurück zu unseren Redaktionsräumen. Das Wetter hatte sich wieder beruhigt, es war noch immer warm draußen, also gab es einen Absacker auf Balkonien, kleine Snacks wurden noch gereicht, und alle genossen die Sommernacht mit unseren Balkonien-Illuminationen,

zu denen sich noch was neues, feines zugesellt hatte, eine „Glühwürmchen-Flasche“, hihihi, eine Flasche, zu der Frauchen so eine feine kleine Lichterkette mit Korken erworben hatte, guckt mal:

sieht das nicht schön aus?!

So sieht das „im hellen“ aus:

Klasse Idee, nicht wahr? Frauchen war ganz entzückt, und wir alle auch! Es gab noch einen wunderschönen Mond zu bewundern

und dann haben wir was entdeckt: Wir haben nächtliche Pferde in der Grafschaft, guckt mal:

Na, entdeckt? Wir helfen mal nach:

Das ist die Birke vor Balkonien, die sieht doch nächtens echt wie ein Pferd aus, oder? Wir haben alle so gelacht, und Frauchen hat das dann hier ins zweite Bild reingemalt, sie kann nicht so gut malen, aber man kann es doch erkennen, fanden wir jedenfalls alle ganz prima!

Wir haben dann alle noch bissel im Mondschein geschwärmt, aber es wurde langsam immer ruhiger, wir waren doch alle ziemlich müde, und so haben wir den herrlichen Abend und die Nacht ausklingen lassen und alle haben sich verabschiedet, glücklich und zufrieden, ich hoffe, alle sind gut wieder zuhause bei ihren Frauchen und Herrchen eingetrudelt, Ruddi und ich, wir sind restlos zufrieden und glücklich auf unsere Schlafplätze gekrabbelt, wir werden so herrlich von diesem Abend träumen!

Wir hoffen, ihr hattet alle eine gute Nacht und wünschen euch nun einen richtig schönen Donnerstag, für die, die heute einen Feiertag haben, einen ebenso schönen solchen!

Einen Dank von uns an alle unsere Gäste, es war wieder so klasse mit euch, gehabt euch wohl und habts alle fein!

Euer Redaktionsteam Mimi Ruddi und die Frau Chefredakteurin Monika.

 

 

Geburtstagspost!

Neuschnee

Flockenflaum zum ersten Mal zu prägen
mit des Schuhs geheimnisvoller Spur,
einen ersten schmalen Pfad zu schrägen
durch des Schneefelds jungfräuliche Flur –

kindisch ist und köstlich solch Beginnen,
wenn der Wald dir um die Stirne rauscht
oder mit bestrahlten Gletscherzinnen
deine Seele leuchtende Grüße tauscht.

(Christian Morgenstern)

Liebe Anori,

 zu deinem Geburtstag heute, 7 Jahre wirst du heute alt, „meine“ kleine Maus! Begründerin meines Blögchens, denn im Mai 2012 hab ich dich zum ersten Mal im Zoo Wuppertal mit deiner Mama gesehen!  Deine Mama Vilma und dein Papa Lars  werden dir sicher schon herzlich aus dem Regenbogenland gratuliert haben, vielleicht schicken sie dir ja zum Geburtstag heute ein paar kleine Schneeflöckchen vorbei aus dem Land „dort oben“? Das wäre fein, denn Schnee und Eis, das ist doch dein Element!  Da können Eisbären doch so herrlich drin toben und spielen, so wie dieser knuffige Eisbär, mein Lieblingsbild zu deinem Geburtstag, das muß immer dabei sein! Später haben mir dann meine Kinder Bilder von dir geschickt, als sie dich besucht haben, da warst du aber schon größer, guck:

Hab ich mich so drüber gefreut! Du wirst heute sicher wieder einen feinen Geburtstagstag zusammen mit deinem Freund Luka haben, und bestimmt gibt es auch wieder eine Eistorte zum lecker vernaschen für dich und ihn  das wird ein Spaß! Dann feier mal schön, meine kleine Maus, und laß dich feiern von all deinen Besuchern heute, vielleicht klappt es ja in diesem Jahr auch mal wieder, daß ich dich nochmal besuchen komme! Bis dahin und überhaupt bleib schön gesund, ich wünsche dir alles Liebe und Gute und ein schönes, langes Eisbärenleben, natürlich auch im Namen aller Eisbärfans hier in meinem Blögchen! Ein kleines Geschenk hab ich auch noch für dich,  ich glaub, da wirst du dich drüber freuen, zwei ganz entzückende Videos mit Eisbären, hihihi! Ich häng sie dir hier unter den Brief an.

Hab einen schönen Tag, liebe Anori, und sei herzlichst gegrüßt von

Monika und ihrem Blögchen mit Mimi.

Unseren Blögchen-Lesern wünschen wir auch viel Freude bei den Videos und einen schönen Freitag!

Habts fein!  Wünschen euch Geburtstagskind Anori, Mimi und Monika.

Türchen 5

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Eisnacht

Wie in Seide ein Königskind
schläft die Erde in lauter Schnee,
blauer Mondscheinzauber spinnt
schimmernd über der See.

Aus den Wassern der Raureif steigt,
Büsche und Bäume atmen kaum:
durch die Nacht, die erschauernd schweigt,
schreitet ein glitzernder Traum.

(Clara Müller-Jahnke)

 in Heaven, lieber Knut!

Wie alle Jahre, seit es diesen Adventskalender hier in meinem Blögchen gibt, ist das 5. Türchen ganz allein für dich reserviert, für unseren geliebten Zauberbären Knut, der heuer seinen 12. Geburtstag gefeiert hätte. Ohne dich, lieber Knut, gäbe es dieses Blögchen wohl gar nicht, und ohne dich gäbe es dann eben auch alle die lieben Menschen für mich nicht, mit denen ich hier verbunden bin. Du und dein von dir so geliebter Daddy, unser Dreamteam, ihr wart es mit eurer märchenhaften Geschichte, die rund um den Globus so viele Menschen verbunden habt und bis heute verbindet!

Aber alle Märchen beginnen mit „es war einmal“, und so auch das eurige, doch die Erinnerung an dich und all die lieben Geschichten mit dir und die Bilder von dir lassen uns lächeln! Wir denken an dich und werden dich nie vergessen, und wir vermissen dich immer noch so sehr.

Feier schön da drüben „im sicheren Land der Vergangenheit“ mit all den Lieben, die schon bei dir sind! Und wenn du magst, dann schick uns kleine Schneeflocken als lieben Gruß von dir für uns, du liebtest als Eisbär den Schnee und den Winter doch so innig!

Leben ist wie Schnee,
Du kannst ihn nicht bewahren.
Trost ist,
dass Du da warst,
Stunden,
Monate,
Jahre.

(Herman van Veen)

Liebe Grüße an dich von uns allen, hab einen schönen Geburtstag  wir hätten ihn so gern hier unten mit dir gefeiert! Und wir drücken gerade wieder alle Daumen für ein neues Eisbärenleben, im Tierpark hat Tonja wieder ein Baby bekommen, hoffentlich geht dieses Mal alles gut, vielleicht kannst du dem Kleinen ein bäriger Schutzengel sein?!

Allen meinen Lesern wünsche ich einen schönen WTT und einen fröhlichen Nikolausabend!

 Mimi freut sich schon mal vor!

Habts fein! 

 

Im Dutzend billiger – 12 Tipps gegen die Sommerhitze

Hochsommer

Von des Sonnengotts Geschossen
liegen Wald und Flur versengt,
drüber, wie aus Stahl gegossen,
wolkenlose Bläue hängt.

In der glutgeborstnen Erde
stirbt das Saatkorn, durstig ächzt
am versiegten Bach die Herde,
und der Hirsch im Forste lechzt.

Kein Gesang mehr in den Zweigen!
Keine Lilie mehr am Rain! –
O wann wirst du niedersteigen,
Donnerer, wir harren dein.

Komm, o komm in Wetterschlägen!
Deine Braut vergeht vor Weh –
komm herab im goldnen Regen
zur verschmachtenden Danae!

(Emanuel Geibel)

Hochsommer im Juni!!! Fügen wir also all unseren schon hier stattgefundenen Wettereinträgen noch einen hinzu! Es ist zu heiß!!!!! Und sooooo schwül!!! Es regt sich kein Lüftchen draußen, es ist kein Regen in Sicht, und nächtens kühlt es auch kaum runter drinnen, weil man eben nicht lüften kann, es kommt kein Windhauch!

Da haben wir beide, euer Co-Autor  meine Mimi und ich, uns gedacht, wir geben unserer hochgeschätzten Leserschaft hier mal ein paar gute Tipps gegen diese Brutofen-Hitze.

  1. Wassser!!! Das ist bei heißem Wetter wohl das, was allen als erstes einfällt, Wasser, zum baden im Schwimmbad, zum kühlen der Füße, zum trinken von innen! Oder kalte Güsse!                                                                                   
  2. Eis!!! Zum schleckern, leckere Eisbecher, oder zum kühlen von Getränken in Form von Eiswürfeln!                                                                                                                  
  3. Das Meer!!! Alleine der Anblick von Meerbildern kühlt schon das Gemüt, ein Aufenthalt am Meer wäre bei solchen Temperaturen wie jetzt natürlich das größte!                                                                                                                                            
  4. Winterbilder!!! Auch der Anblick von Schnee und Eis im Winter kühlt herrlich!                                                                                                                                           
  5. Kühlakkus!!! Die sind Mimis Favorit, sie liebt die Dinger in ihrem Karton unter einem Handtuch, kann man sich reinlegen und abkühlen!                       
  6. Kühle Düfte!!! Wenn es als Kerze nach Meer oder kühlender Pfefferminze riecht, tut auch das gut!                                                                                                               
  7. Kühle Getränke!!! Ein kaltes Getränk „zischt“ richtig in der heißen Zeit, natürlich eigentlich ohne Alkohol, aber auch ein schönes, kaltes Glas Roséwein oder ein Weizenbier, ein Radler oder Faßbrause, sind was feines!                                                                                                                                               
  8. Kalte Speisen, wie Salate, sind auch sehr erwünscht in der Hitzezeit, zum Beispiel aus sonnenreifen Tomaten!                                                                                 
  9. Früchte!!! Sommerfrüchte, auf Eis, pur, einfach ein Genuß!                                  
  10. Die Farbe blau!!! Blau ist eine kühle Farbe und tut den Augen gut bei Hitze und den derzeitigen Temperaturen!                                                                                     
  11. Tiere in Eis und Schnee!!! Der Anblick ihres bevorzugten Elementes kühlt ebenfalls beim betrachten!                                                                                                      
  12. Urlaub!!! Wenn man Urlaub hat, ist schönes Wetter ja was feines und man kommt da dann wohl auch leichter mit der Hitze zurecht!                                     

    Ja, das waren sie jetzt, die 12 Tipps zur Sommerhitze, ich hoffe, es hat euch ein bissel Spaß gemacht!

Mimi möchte sich hier natürlich auch noch kurz zu Wort melden, dann geb ich die Feder mal weiter in die bewährten Co-Autor-Tatzen!

 Hi, Folks,

na, was sagt ihr, das war doch mal eine gute Idee von uns mit den 12 Tipps bei Sommerhitze, oder?! Ich finde natürlich am allerschönsten den Tipp mit den Kühlakkus, ich muß euch doch jetzt unbedingt nochmal ein Bild von mir zeigen, als ich gestern bei der Bruthitze in meinen schönen gekühlten Karton abgewandert bin, guckt mal:

Tut richtig gut! Man weiß ja bei der Hitze echt schon nicht mehr, wo man noch was kühles suchen soll, ich bin auch überall rumgewandert

auf dem Balkontischchen, in meinem Brotkasten, es ist einfach überall zu warm! Aber der Karton, der gekühlte, der ist klasse! Oder auch einfach nur die Fliesen auf Balkonien, die bleiben auch recht kühl, und manchmal, wenn der Dosenöffner die Türe offen hat, leg ich mich in die kühle Badewanne!

Apropos Badewanne, Frauchen hatte ja jetzt schon eine Menge Bilder für euch, aber ich hab natürlich auch noch welche, die passen auch zum kühlen und sind aus dem Badezimmer, die zeig ich euch jetzt mal:

Unsere Badezimmermöwe, die heißt übrigens „Meins?“, hihihi, Frauchen sagt, das ist aus dem Film „Findet Nemo“!

Wir haben noch eine Languste und einen Tintenfisch, hihihihi, von Frauchen gemalt:

 Klasse Kerlchen, oder? Der guckt so lustig! Und den hier, den finde ich auch so klasse, das ist eigentlich ein Waschbecken-Stöpsel, aber der paßt nun doch auch so schön zu allem kühlenden hier, da isser:

 Der hat es gut, der sitzt dann in kaltem Wasser! Aber da ginge ich ja eh nicht rein, brrrrr, Wasser ist für mich eben bloß zum trinken da, da hab ich jetzt auch auf Balkonien einen Krug für stehen.

Muß ich nicht immer rein laufen zum süffeln! So, Folks, ich mach jetzt noch bissel Romantik zum Schluß mit unserem schönen Lichterkettchen

ich bin im Brotkasten, aber kaum zu sehen, hihihi, hier ist besser:

Noch eine kleine Leuchte-Galerie

und dann war’s das mit dem Eintrag für den heutigen Sonntag! Mein Dosenöffner und ich, wir wünschen euch einen wunderschönen, kommt bloß alle gut über die Hitze, wir wünschen allen, die ihn nötig haben, endlich den ersehnten Regen, und ich wünsch allen meinen tierischen Kumpels hier, daß sie auch gut die Hitze überstehen, also gehabt euch alle wohl!

 Habts fein, wünschen euch mein Frauchen, Monika, und ich, die Mimi!

 

Rosen im Schnee

Auf eine Christblume

Tochter des Waldes, du Lilienverwandte,
so lang von mir gesucht, unbekannte,
im fremden Kirchhof, öd und winterlich,
zum erstenmal, o schöne, find ich Dich!

Von welcher Hand gepflegt du hier erblühtest,
ich weiß es nicht, noch wessen Grab du hütest,
ist es ein Jüngling, so geschah ihm Heil,
ist es eine Jungfrau, lieblich fiel ihr Teil.

Schön bist du, Kind des Mondes, nicht der Sonne,
die wäre tödlich – andrer Blume Wonne,
dich nährt, den keuschen Leib voll Reif und Duft,
himmlischer Kälte balsamsüßer Luft.

In deines Busens goldner Fülle gründet
ein Wohlgeruch, der sich nur kaum verkündet,
so duftete, berührt von Engelshand,
der benedeiten Mutter Brautgewand.

Dich würden, mahnend an das heilge Leiden,
fünf Purpurtropfen schön und einzig kleiden,
doch kindlich zierst du um die Weihnachtszeit,
lichtgrün mit einem Hauch dein weißes Kleid.

Der Elfe, der in mitternächtger Stunde
zum Tanze geht im lichterhellen Grunde,
vor deiner mystischen Glorie steht er scheu,
neugierig still von fern und huscht vorbei.

Im Winterboden schläft ein Blumenkeim,
der Schmetterling, der einst um Busch und Hügel
in Frühlingsnächten wiegt den samtnen Flügel;
nie soll er kosen deinen Honigseim.

Wer aber weiß, ob nicht sein zarter Geist,
wenn jede Zier des Sommers hingesunken,
dereinst von deinem leisen Dufte trunken,
mir unsichtbar, die blühende umkreist?

(Eduard Mörike)

Nun bricht am Montag schon die letzte vollständige Woche des ersten Monats des neuen Jahres an, bis auf ein paar Tage im letzten Jahr im Dezember war noch nicht eine Schneeflocke zu sehen! Dabei hab ich mich gerade in diesem Jahr wieder so auf Schnee gefreut! In dieser Jahreszeit ist doch knackige Kälte viel natürlicher und gesünder als das wieder einmal vorherrschende endlos öde Einheitsgrau mit Regen und Temperaturen zumeist im zweistelligen Bereich (ich zähl mal demnächst hier im Blögchen, wieviele „Wetter-bedauer-Einträge“ wir wohl schon hatten, lol!).

Da habe ich mir kurzerhand am Freitag beim wochenendlichen Einkauf was schönes gegönnt, was an Winter mit Eis und Schnee und Kälte erinnert, weil es eben gerade dann blüht:

Eine Christrose! Hier schön in Szene gesetzt mit winterlichen Accessoires!

Die Schneerose, genannt meist Christrose oder Schwarze Nieswurz (Helleborus niger), ist eine Pflanzenart aus der Gattung Nieswurz (Helleborus) in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Diese Art und ihre Sorten mit den auffallend großen, weißen Blüten ist vor allem durch frühe Blütezeit und auch durch die Verwendung als Gartenzierpflanze bekannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schneerose

 (Helleborus niger,  Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera)

Wann diese zarte Schönheit zu blühen gedenkt, ist unterschiedlich, manches Mal blüht sie schon im Dezember und vor allem um die Weihnachtszeit, weshalb sie um diese Zeit gerne als Weihnachtsdekoration benutzt wird, als Zimmerpflanze eignet sie sich aber nur kurzfristig und unter der Bedingung, daß sie kühl steht, sie mag die Wärme nicht, sie blüht ja in Eis und Schnee! Mitunter blüht sie daher auch erst im Januar. Und somit eine Zierde für jeden Garten und auch als Friedhofsblume sehr beliebt, weil ihr eben die Kälte nichts anhaben kann.

 Es gibt eine wunderschöne kleine Legende, weshalb sie auch zur Weihnachtszeit als Schnittblume beliebt (und pro geschnittener Blüte sehr teuer!) ist:

Ein Hirte war unterwegs nach Bethlehem, um sich von der Geburt des Erlösers zu überzeugen, er war sehr arm und konnte dem Kind kein Geschenk kaufen und mitbringen, es war mitten im Winter, es blühten keine Blumen, die Bäume und Sträucher trugen keine Früchte, nichts weit und breit, was sich als Geschenk für ein neugeborenes Kind eignen würde. Das machte den Hirten sehr traurig, er setzte sich an den Straßenrand und weinte! Seine Tränen fielen zu Boden, und aus diesen entwickelten sich wunderschöne weiße Blüten, der Rose ähnlich, voller Freude pflückte der Hirten die Blüten und brachte sie zum Christkind als Geschenk.

Wild wachsende Christrosen stehen übrigens unter Naturschutz, da sie sehr selten sind! Auf unserem Kontinent wächst sie im südlichen Mitteleuropa sowie in den südlichen und östlichen Kalkalpen. Ursprünglich kam sie wohl aus Südostasien und ist während der letzten Eiszeit nach Europa gelangt. Während des ständigen Wechsels von warmen und kalten Abschnitten an der erdgeschichtlichen Entwicklung entlang entwickelte die Pflanze die Fähigkeit, die Wachstums- und Blütezeit aufzuschieben und sogar zu unterbrechen. Aber noch ein Überbleibsel aus den alten Entwicklungszeiten schützt sie zuverlässig vor Kälte und Frost: Sie kann Wasser aus den Zellen in die Zwischenräume verlagern, um zu verhindern, daß das gefrierende Wasser die Zellen zum platzen bringt.

Christrosen wurden auch als Orakelblumen gebraucht: Zwölf Blütenköpfe, zur Weihnachtsnacht ins Wasser gestellt, erhielten die Namen der zwölf Monate. Wie sich nun die Köpfe öffneten, wurde dies dem betreffenden Monat zugeordnet: Die geschlossenen Blüten bedeuteten schlechtes, die geöffneten gutes Wetter.

Übrigens: Keine Sorge um euren Co-Autor, meine Mimi, ich weiß es wohl, daß diese wunderschöne Pflanze in allen Teilen hochgiftig ist, aber sie steht auf Balkonien als Zwischenstation unerreichbar für Mimi und zieht demnächst auf den Friedhof um, zu meiner Mama.

Eine kleine Bildergalerie der zarten Schönheit:

(Bild anklicken, groß gucken!)

Bei meiner Sehnsucht nach Winter mit Schnee hab ich nun zwar die Weihnachtsdeko auch bereits wieder eingeräumt, aber mit einigen Teilen mir hier wieder eine Winterdeko gebastelt, so zum Beispiel in meinem kleinen Flur, guckt mal:

Und damit und mit einem kleinen Gedicht schließe ich nun diesen Eintrag und wir, Mimi  und ich, wünschen euch einen wunderschönen Sonntag und einen guten Start in die letzte, vollständige Woche des Monats Januar.

Die Christrose

In der schweigenden Welt,
die der Winter umfangen hält,
hebt sie einsam ihr weißes Haupt;
selber geht sie dahin und schwindet
eh’ der Lenz kommt und sie findet,
aber sie hat ihn doch verkündet,
als noch keiner an ihn geglaubt.

(Johannes Trojan)

Habts fein!