Grafschafter Wochenanzeiger – es herbstelt im Eulennest! 🍂🍁🦉🏮🪁

Herbstgang

Die Bäume stehn der Frucht entladen,
und gelbes Laub verweht ins Tal;
das Stoppelfeld in Schimmerfaden
erglänzt am niedern Mittagsstrahl.
Es kreist der Vögel Schwarm und ziehet,
das Vieh verlangt zum Stall und fliehet
die magern Aun, vom Reife fahl.

O geh am sanften Scheidetage
des Jahrs zu guter Letzt hinaus
und nenn ihn Sommertag und trage
den letzten, schwer gefundnen Strauß.
Bald steigt Gewölk und schwarz dahinter
der Sturm und sein Genoß, der Winter,
und hüllt in Flocken Feld und Haus.

Ein weiser Mann, ihr Lieben, haschet
die Freuden im Vorüberfliehn,
empfängt, was kommt, unüberraschet,
und pflückt die Blumen, weil sie blühn;
und sind die Blumen auch verschwunden,
so steht am Winterherd umwunden
sein Festpokal mit Immergrün.

Noch trocken führt durch Tal und Hügel
der längstvertraute Sommerpfad.
Nur rötlich hängt am Wasserspiegel
der Baum, den grün ihr neulich saht.
Doch grünt der Kamp von Winterkorne;
doch grünt beim Rot der Hagedorne
und Spillbeern unsre Lagerstatt!

So still an warmer Sonne liegend,
sehn wir das bunte Feld hinan
und dort, auf schwarzer Brache pflügend,
mit Luftgepfeif, den Ackermann;
die Krähn in frischer Furche schwärmen
dem Pfluge nach und schrein und lärmen,
und dampfend zieht das Gaulgespann.

Natur, wie schön in jedem Kleide!
Auch noch im Sterbekleid wie schön!
Sie mischt in Wehmut sanfte Freude,
und lächelt tränend noch im Gehen.
Du, welkes Laub, das niederschauert,
du Blümchen, lispelst: Nicht getrauert!
Wir werden schöner auferstehn!

(Johann Heinrich Voß, 1751 – 1826, deutscher Versdichter und erster Übersetzer der „Odyssee“ und der „Ilias“)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, was lange währt….! Unsere freitägliche Redaktionssitzung war kurz und prägnant, denn Frau Chefredakteurin hat es endlich geschafft: Die herbstliche Deko im Eulennest und vor der Tür desselbigen ist da! Und die zeigen wir euch nun, in vielen Bildern und wenig Text, jaaaaa, 😂 das können wir auch, wetten?

Es geht looohooos!

Balkonien im neuen Herbst-Outfit!

Die Vogelscheuchen sind wieder da, sie zeigen sich mal einzeln in voller Pracht

die gucken immer so freundlich! 😊

Halloween naht! Kürbis- und Melonenkopp, demnächst wieder beleuchtet,

und herbstliche Streudeko, das war mal eine Lichterkette, die leider ihren Geist aufgegeben hat, aber die Blätter kann man doch prima weiterverwenden.

Wir haben die Ernte schon eingebracht, lach, Maiskolben!

Und Auberginen und

Zwiebeln!

Ein Spankörbchen voller kleiner Zierkürbisse

Und Herbstblumen!

Sonnenblumen, die vordere ist eine Windmühle!

Kapuzinerkresse, blüht trotz trockener Blätter!

Herrlich, wie sie strahlt, unsere Sonnenblumenwindmühle, nicht wahr?

Noch mehr Sonnenblumen und noch ein Windmühlchen!

Und unser leuchtender Kürbiskopp mit Solar-Energie! Die funzt immer noch richtig gut! Sonne satt!

Heidekraut mit passendem Teelichtglas! Ich liebe diese Farbe!

Unsere Chrysanthemen sind umgezogen in Mimis Brotkasten, da kriegen sie noch richtig schön Sonne ab!

Und abends leuchtet dann dort unser Engel, extra für Mimi in heaven!

Sonnenblumen satt, wir mögen sie alle sehr!

Hübsche Wanddeko

Auch die Bank prangt herbstlich

Unsere Vögelchen genießen den wunderschönen Herbst

Natürlich ist auch unser Halloween-Laternchen, das schaurige, wieder dabei!

Und was paßt noch so schön zum Herbst? Drachen!

Und in diesem Jahr ist auch der große, den Björn mal mit Papa gebastelt hat, wieder draußen auf Balkonien, er hat es sich auf der Bank gemütlich gemacht!

So sind die Drachen dieses Jahr zu zweit! 😊

Ist doch echt ein Prachtstück, oder? Natürlich mit Leine, wenn er in die Lüfte gehen würde!

Lageräpfelchen haben wir draußen

Mein Bärenteam und ich, wir genießen dieses Jahr wieder mal richtig unser herbstliches Balkonien

draußen die Bäume werden langsam auch wieder immer bunter!

Für drinnen steht auch schon bissel Deko bereit, auch mit der Aussicht auf Halloween

aber da müssen wir dann nächste Woche noch ran!

Aber draußen vor der Haustüre zu unseren Redaktionsräumen, da herbstelt es auch wieder wunderschön, finden wir jedenfalls, die Bärchen und ich!

Zwischen den Eingangstüren unserer Redaktion und unserer Nachbarin zur rechten.

Den Türkranz kennt ihr ja alle schon hinlänglich, wir haben mal Detailaufnahmen gemacht:

Kleine Herbstblätter aus Glas am Dekodraht

Gänse bevölkern in jedem Herbst unseren Flur

Gänseliesel, hihihihi!

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich die Bilder mal erstanden habe, ich hatte mich da so drin verliebt, ich glaub, da war Björn noch klein!

Aber das hier, das ist neu, das mußte einfach mit beim Einkauf, da bin ich nicht dran vorbeigekommen:

Ist das nicht einfach wonnig???

Auch draußen Sonnenblumen! Und Dahlien!

Laterne leuchtet wieder mit Timer, das sieht so gemütlich aus, eine zweite ist noch aus Björns kindergartlichen Basteltagen:

Sie leuchtet vor der großen Vogelscheuche draußen

die hat uns vor Jahren mal Björns Papa mitgebracht.

Und alles draußen wieder so schön, wenn es abends im dunklen leuchtet, so traut und heimelig!

Unsere Nachbarin freut sich da auch immer drüber!

„Laterne, Laterne, Sonne Mond und Sterne…..“

Ja, das war nun unsere erste Herbstdeko des Jahres, drinnen müssen wir noch ran, aber etwas hängt seit gestern auch im Wohnzimmerfenster

Unsere Kürbisköppelichterkette! Wir sagen es doch, Halloween naht!

Zum Abschluß unseres heutigen Sonntagsblattes hat Frau Chefredakteurin noch was für euch, ich hatte euch doch meine angefangene Mütze aus dem Grau-Silber-Garn gezeigt…..sie ist fertig! Guckt ihr:

Und so ziert sie das dafür vorgesehene Objekt 🤣

Langeweile krieg ich aber trotzdem nicht, es ist schon was neues in Arbeit, es war noch Wolle übrig, da strick ich mir jetzt noch ein Dreiecktuch von.

Einfach kraus rechts, aber durch die Strickrichtung (so wie auf dem letzten Bild liegt das Tuch, wenn es fertig ist!) doch interessant. Bei Wolle mit Farbverlauf wird das hübsch, weil das Muster dann quasi quer liegt!

Und neue Wolle ist auch schon wieder mitgehüppt, die gleiche wie die graue, aber eine andere, auch sehr schön herbstliche Farbe:

Hübsch, oder? Was daraus wird, weiß ich noch nicht! 😉😊👍

So, damit sind wir nun am Ende von unserer Sonntagsausgabe angelangt, wir hoffen sehr, es hat euch wieder Freude gemacht, unsere herbstliche Schmück-Aktion zu begleiten wie all die Jahre zuvor, „es muß feste Bräuche geben“ heißt es im Kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry! Wir wünschen euch allen einen wunderschönen, herbstlich-bunten Sonntag, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, für alle, die es brauchen, Tier oder Mensch, sind Daumen, Tatzen und Pfoten fest gedrückt hier in der Redaktion!

Alles Liebe und Gute für euch, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Wir wünschen ein frohes Osterfest! 🐰🐔🥚

Zur Osterzeit

Ist das ein Ostern! – Schnee und Eis
hielt noch die Erde fest umfangen;
frostschauernd sind am Weidenreis
die Palmenkätzchen aufgegangen.

Verstohlen durch den Wolkenflor
blitzt hie und da ein Sonnenfunken –
es war, als sei im Weihnachtstraum
die schlummermüde Welt versunken.

Es war, als sollten nimmermehr
ins blaue Meer die Segel gehen, –
im Park ertönen Finkenschlag,
und Veilchenduft das Tal durchwehen. –

Und dennoch, Seele, sei gewiß:
Wie eng sich auch die Fesseln schlingen,
es wird der Lenz, das Sonnenkind,
dem Schoß der Erde sich entringen.

Dann sinkt dahin wie Nebelflor
auch all dein Weh und deine Sorgen,
und veilchenäugig lacht dich an
ein goldner Auferstehungsmorgen! –

(Clara Müller-Jahnke, 1860 – 1905, deutsche Dichterin, Journalistin und Frauenrechtlerin)

Im liturgischen Jahr 2021 wird in der Osternacht das Evangelium nach Markus 16 gelesen, und so möchten wir unsere heutige Ostersonntagsausgabe vom Grafschafter Wochenanzeiger mit diesem beginnen:

Evangelium nach Markus 16,1-8

ls der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß.

ie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hat. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern und dem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat. Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemandem etwas davon; denn sie fürchteten sich.

Ich habe in diesem Jahr wieder sehr die Osternachtfeier in meiner Kirche vermißt, im zweiten Jahr fällt sie coronabedingt nun für mich wieder aus. In diesem Jahr hat meine Gemeinde zwar nicht auf den Präsenzgottesdienst bzw. die Osternachtfeier verzichtet, aber unter den gegebenen Umständen ist es einfach nicht das, was die Seele nun so dringend bräuchte, mit Abstandsregeln, ohne Gesang und ohne anschließende Feier in der Unterkirche würde das ganze zumindest mich noch trauriger machen. Und so hab ich aus gutem Grund die Evangeliumsgeschichte an den Anfang unserer Ostersonntagsausgabe gesetzt, in allen Evangelien ist vom leeren Grab und der Auferstehung die Rede, und von dem großen Stein, der das Grab verschließt und die im Morgengrauen zum Grab gehenden Frauen nicht wissen, wie sie ihn wohl wegwälzen könnten. 

Das empfinde ich in diesen Tagen als sehr symbolisch, unser Herz ist in diesen schrecklichen Zeiten auch wie ein Grab, das mit einem Stein verschlossen ist, es liegt uns ein Stein auf der Brust. Wer wird uns diesen Stein wegwälzen? Ein Engel? Der Glaube an die Auferstehung? Ich zweifel oft, aber da ist dieses unvernünftige Herz, das mich drängt, wider alle Vernunft, diesen Stein weg zu wälzen, ihm Luft zu verschaffen und Licht und Sonne, das nicht verhärten und nicht brechen will, sondern durch Liebe ganz weich werden, daß mir Tränen gibt und damit den harten, kalten Stein wegschwemmt und mich bereit macht für seine Auferstehung, wie die Auferstehung an Ostern, denn das ist der Kern der Auferstehungsgeschichte. Wie in dem Zitat von Emmanuel Geibel:

Das Herz hat auch sein Ostern, wo der Stein vom Grabe springt, den wir dem Staub nur weihten. Und was du ewig liebst, ist ewig dein.

In diesem Sinne wünsche ich, wünschen wir all unseren Lesern ein frohes Auferstehungs-Ostern. 

Ich hab zum Abschluß meines Vorworts noch eine Seite gefunden, die mein Lieblingslied an Ostern und anderen hohen christlichen Feiertagen so schön eingebettet hat, das „Te deum“, „Großer Gott wir loben dich“, das Video auf der Seite hat so eine schöne Größe

Im Kölner Dom: Hier singen tausende Menschen „Großer Gott wir loben dich“

wer sich das gleiche lieber bei Youtube anhören und gucken möchte

 

Und nun machen wir als gesamtes Redaktionsteam weiter, denn zu einem frohen Ostern gehören auch fröhliche, frohe, bunte Bilder, Bilder vom Frühling, Bilder von unseren Redaktionsräumen und Balkonien, wo wir auch in diesem Jahr wieder festlich geschmückt haben, damit es uns allen leichter fällt, das Herz von seinem Stein zu befreien. 

Beginnen wir mit Balkonien, wo uns unsere Mimi in heaven beim schmücken ganz sicher zufrieden und liebevoll begleitet hat:

Osterschmuck und Sonne, unschlagbare Kombi! Im übrigen hab ich im hinten angelehnten Liegestuhl schon zwei herrliche Tage auf Balkonien verbringen können. 

Unsere Forsythie hatte es in diesem Jahr eilig, sie blühte und grünte gleichzeitig und ist nun schon fast vollständig grün, natürlich hat sie wieder die Ostereier als Schmuck bekommen. Samt dem obligatorischen roten Ei. 

In Mimis Brotkasten sind Tulpen eingezogen, hölzerne zwar, aber wir finden, sie sehen wunderhübsch aus und denken, Mimi ist sehr zufrieden. 

Guckt, Flora ist wieder draußen, gut geschützt vor eventuell auch wieder kommendem stürmischen Wetter, damit ihr nicht wieder ein Leid geschieht. Und Ihre drei süßen Kinder sind auch wieder dabei, samt einer niedlichen Kaninchengruppe. 

Osterschmuck am Brunnen

Salbei und Thymian sind wieder kräftig ausgeschlagen! 

Unser Huhn mit Osterei-Kerze und

Ostereierschmuck für die Wand. 

Unsere kleine Birke grünt wieder und der Topf hat unverwüstliche Tulpen bekommen. Und die Birke ebenfalls Ostereier. 

Der überwinterte Oregano schlägt ganz zart wieder aus

Ostereier im Forsythienstrauch

Wir müssen euch doch unbedingt noch einmal Flora und ihre Kinder zeigen, wir sind so froh, daß es ihr nach ihrem Sturmunfall wieder so gut geht. 

Und der Kasten, in dem sie nun so geschützt untergebracht ist, der birgt auch noch was feines

unsere Johannisbeere, sie schlägt wieder aus, und wie, ist das nicht fein? 

Süße Kaninchen, ein Erbstück von meiner Großtante, die Dame, von der ich euch auch schon öfter mal berichtet habe, die gesegnete 93 Jahre alt wurde und bis zum Schluß topfit war. 

Nun ziehen wir um in die Redaktionsräume

Osterdeko an Mimis Platz am Wohnzimmerfenster. 

Und das Tischchen, auf dem zu ihren Lebzeiten ihr Wasserkrug stand, bevölkern jetzt auch Häschen. 

Süß, die beiden, nicht wahr?

Noch zwei Hasis, ein Pärchen! Die beiden Süßen hat mir mal Brigitte/Plauen geschickt. Sie haben schon feine Gesellschaft, 

mein Erdbeer-Elfchen steht schon wieder auf der Fensterbank, ganz raus traut sich das zarte Wesen noch nicht. 

Unser Kamin, österlich geschmückt. 

Und weil die Forsythie draußen eigentlich schon verblüht ist, macht der künstliche Forsythienstrauß wieder Furore drinnen. 

Im Flürchen ist ebenfalls österlich dekoriert

und nun kommt was drolliges, ich hatte bei der Winterdeko draußen im Hausflur noch meinen beleuchteten Tannenkranz hängen, der leuchtete nun immer noch so schön, da ist er kurzerhand nach innen umgezogen und leuchtet jetzt österlich dekoriert im ohnehin etwa dunklen Flürchen. 

Sieht doch hübsch aus, oder? Besonders, wenn er leuchtet abends. 

Weiter geht es im Hausflur

unser Willkommensschild

…..“Tulpen aus Amsterdam…“!

Der Kranz an der Haustüre, mit Schmetterlingen bestückt. 

Und die Deko an der Flurwand, alle Jahre wieder ein Hingucker und selbst gebastelt. 

Kleiner Hase ganz groß mit Miniglöckchen um den Hals, auch der kam mal aus Plauen zu uns gereist, hihihihi, und schmückt in jedem Jahr wieder den Kamin, er ist so süß! 

So waren wir in unseren Redaktionsräumen wieder fleißig, natürlich hat mein ganzes Redaktionsteam mich tatkräftig unterstützt. Vor allem beim Ostereier färben, da saßen die Bären alle mit heißen Wangen in der Küche, und als die Eier gekocht waren, ging es ans Werk, denn in diesem Jahr wollten wir die Eier nicht nur färben, sondern wir hatten entdeckt, daß wir noch so niedliche Aufkleber haben, mit denen man vorher eine Stelle auf dem Ei mit Muster abkleben kann, die nicht gefärbt werden soll, na, da waren die Bärentätzchen alle aber fleißig bei der Arbeit mit kleben und dekorieren, und dann ab ins Färbebad. Na, guckt mal, das Ergebnis kann sich doch wirklich sehen lassen, oder?

Wir waren jedenfalls sehr glücklich, mein Bärenteam und ich! Und Mimi in heaven wird auch geschmunzelt haben. 

Damit sind wir am Ende unserer heutigen Ostersonntagsausgabe vom Grafschafter Wochenanzeiger angelangt und wünschen allen unseren Lesern, auch den stillen, ein frohes Osterfest! Feiert die Auferstehung der Herzen, bleibt zuversichtlich und hoffnungsfroh, macht euch gemütliche Tage, allein oder im Kreise eurer Lieben, wenn es möglich ist. Paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.

Habts fein!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Wellness-Oase „Zur feucht-fröhlichen Eule“

Das Bad am Samstagabend

Hier sieht man Bruder Franz und Fritzen
zu zweit in einer Wanne sitzen.

Die alte Lene geht; – und gleich
da treibt man lauter dummes Zeug.

Denn Reinlichkeit ist für die zwei
am Ende doch nur Spielerei.-

Jetzt will der Fritz beim Untertauchen
nur seinen einen Finger brauchen.

Natürlich läuft ihm was ins Ohr
dem Franz kommt dieses lustig vor.

Das ärgert aber Bruder Fritzen
drum fängt er an, den Franz zu spritzen.

Doch der mit seiner großen Zehe
tut Fritzen an der Nase wehe;

dafür taucht Fritz den Kopf ihm nieder
was so im Wasser sehr zuwider.

Franz aber zieht an Fritzens Bein;
der zappelt sehr und kann nicht schrein.

In Mund und Auge, zornentbrannt,
greift jetzt die rachbegierge Hand.

Die Wanne wird zu enge
für dieses Kampfgedränge.

Perdatsch! Die alte, brave Lene
kommt leider grad zu dieser Szene.

Sie spricht voll Würde und voll Schmerz:
„Die Reinlichkeit ist nicht zum Scherz!“

Und die Moral von der Geschicht:
Bad zwei in einer Wanne nicht!

(Wilhelm Busch)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, das Wetter ist ja immer ein unerschöpfliches Thema und derzeit ohnehin wieder in aller Munde bezüglich des angekündigten Schnee- und Eis-Chaos zum Wochenende. Eines vorweg: Der Schnee ist bereits in der Grafschaft angekommen, um 22.47 MEZ gestern war alles weiß, aber sonstige Unbilden wie Sturm und ähnliches halten sich derzeit noch bedeckt und tun das hoffentlich auch weiterhin. 

So saßen wir also in der freitäglichen Redaktionssitzung hier wieder alle zusammen, meine Bären und ich, und überlegten, was wir euch zum aufmuntern und fröhlich werden beim usseligen stetig-grau-Wetter in unserer Sonntagsausgabe anbieten könnten. Ruddi war vorher nochmal was naschen in der Küche und mußte sich im Badezimmer noch eben die Pfoten waschen, kam begeistert zurück und meinte, ob das nicht ein Thema wäre: Badezimmer! Erst gab es erstaunte und fragende Augen, dann aber strahlte einer nach dem anderen meiner Redaktionsmitglieder samt mir auf, aber klar, eine gute Idee! Frau Chefredakteurin bemerkte sogleich, daß in ihren Kindertagen immer Samstags Badetag zu Hause gewesen sei, und siehe da, da war dann, wie ihr schon unschwer erkannt habt, gleich das Gedicht in petto. 

Bruno fragte interessiert, seit wann es eigentlich Badezimmer so wie heute gäbe, und damit steigen wir nun hier in unseren Eintrag ein, die Geschichte des Badezimmers. 

Heute ist das Badezimmer das „stille Örtchen“, alles, was sich dort abspielt, ist rein privat, das war aber beileibe nicht immer so: Viele Jahrtausende lang war baden ein öffentliches Ritual, Badehäuser galten nicht nur als Ort der Körperpflege, sondern auch als gesellschaftlicher Treffpunkt. Menschen entblößten sich beim Baden voreinander, lagen an beheizten Orten gemeinsam im warmen Wasser, im Wasser wurde angebändelt und Politik gemacht. 

Baden war schon in den frühesten Kulturen bekannt, die Römer zum Beispiel bauten prunkvolle Thermen, Warmluftheizungen, die Hypokausten, in Ziegelböden und Wänden sorgten für angenehme Temperaturen. Nach dem Untergang des Römischen Reiches ging es bergab mit der öffentlichen Badekultur, die Christianisierung machte dem ganzen dann endgültig den Garaus. Der christlichen Kirche behagte diese Badekultur wegen ihrer Freizügigkeit so überhaupt nicht. Erst im Mittelalter erlebten die Badestuben ein Comeback, allerdings als halbseidene Vergnügungsstätten: Hier wurde gegessen, getrunken und musiziert, es wurde dem Glücksspiel und amourösen Tändeleien gefrönt. Grund genug für die Kirche, das gemeinsame Baden von Männern und Frauen im 15. Jahrhundert zu verbieten. Hinzu kamen Pest und Seuchen, die sich ab dem 14. Jahrhundert in den mittelalterlichen Städten verbreiteten.  Die Badestuben wurden geschlossen wegen zu hoher Ansteckungsgefahr. (Kommt einem derzeit irgendwie bekannt vor, oder?) Dazumalen nahm man aber an, daß Baden allgemein schädlich sei, da das Wasser über die Poren in den Körper eindringe und mit ihm die Krankheiten. Infolgedessen wurde nunmehr zukünftig nur noch trocken abgerieben, man parfürmierte und puderte sich, und zweimal im Leben baden hielt man für völlig ausreichend. Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts, im Zeitalter der Aufklärung, setzte ein Bewußtseinswandel ein und das ausgedehnte Baden kam in gut betuchten Kreisen wieder in Mode. 

 

Mit den Jahren verlagerte sich das Bad immer mehr ins Private. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden Räume, die nur für die Körperpflege gedacht waren und aus denen sich später das Badezimmer mit fließendem Wasser entwickelte. Anfangs ein seltener Luxus, später beim mehr und mehr werdenden städtischen Leben immer weiter verbreitet, Badewannen zum Beispiel in der Küchennische, das sog. „Frankfurter Bad“, oder die „Badezimmer“ der Nachkriegszeit, Holzzuber und Zinkbadewanne im Keller, an meist Samstagen wurde das in die Küche hochgeschleppt, Wasser auf dem Herd heiß gemacht und nacheinander badete dann darin die ganze Familie. Deshalb auch das Samstagsbad im Gedicht, und genau daran erinnert sich auch noch die Frau Chefredakteurin, Zinkbadewanne in der Küche am Samstag in ihren Kindertagen. Und zu ihrer größten Freude im Sommer auf dem Balkon, da konnte dann auch an heißen Tagen mit kühlendem Wasser geplantscht werden, welch ein Vergnügen. 

Woran sie sich auch noch erinnert, ist die Badezimmer-Variante aus den 70er Jahren: Das Bad wurde bunter und verspielter, orangebraune Kacheln, geblümte Fliesen, Doppelwaschbecken, Pflanzen und moosgrüne, plüschige Bezüge für den WC-Deckel plus farblich passendem Fußteppich, denn so ein „hübsches“ grünes Badezimmer nannte sie in ihrer ersten Ehewohnung ihr eigen! 😂 Samt gehäkeltem Klopapier-Überzugs-Hütchen! 🤣 Ja, auch Bäder gehen mit der Zeit! 

Und heutzutage werden Bäder auch gerne kleine Wellness-Oasen, wie in unserem Titel zur heutigen Sonntagsausgabe geschrieben. Und so handhabt es auch die Frau Chefredakteurin, an manchen Tagen ist dann besonderer Badetag, nämlich Wellness-Badetag, und obwohl unser Badezimmer hier wahrlich nicht groß ist, kann das mit dem entsprechenden Interieur wunderbar entspannend und gemütlich sein, und das zeigen wir euch nun mal in Bildern:

Alles schön griffbereit, was man zum baden braucht, 

sogar ein Sauna-Holzzuber ist vorhanden, kann man hervorragend kalte Güsse nach dem baden mit machen. 

Natürlich ist die Naßzelle nicht nur zum baden geeignet, denn die Frau Chefredakteurin hat sich ganz raffiniert eine Dusche gebaut, in der duschen in der Wanne geht, ohne alles immer abräumen zu müssen, wie gesagt, unser Bad ist klein, und Not macht erfinderisch. 

So ist an der über der Wanne hängenden Duschvorhangstange zwecks Abgrenzung als Duschkabine

eine Vorhangstange an der Wand angebracht und an der Duschstange befestigt worden, und der Vorhang darauf geteilt aufgefädelt und voilà! die Dusche ist fertig! 

Zu einem Wellness-Badetag gehören schöne, duftende, ansprechende, pflegende, einfach wohltuende Dinge: 

Farblich passende Handtücher, Bürsten, Kerzen, Badeschwämme, Deko, Badezusätze, Tasse für Tee, 

Quietsche-Entchen („die Ente bleibt draußen…..“ 🤣) und hinter diesem die gelbe große Ente ist ein Radio, wasserfest! 

Der Badezusatz im kleinen Holzzuber ist übrigens einfach nur wonnig!!!!! 🤩

Im Glas rechts ist immer noch das herrliche Maxi-Duftteelicht mit dem poetischen Namen „Auszeit am Meer“, das ich euch schon einmal vorgestellt hatte mit seinem köstlichen Duft:

Übrigens an dieser Stelle mal einen herzlichen Dank an die Spenderinnen für Rosen- und orientalische -Düfte, Kristina und Brigitte/Plauen, die mich in diversen Päckchen erreicht haben! ❤❤❤

Bei der Konstruktion meiner Duschvorhangsstange ist euch vielleicht im Bild aufgefallen, daß es auch im Badezimmer eine Rosenborte über den Fliesen gibt. Das Bad muß in diesem Frühjahr unbedingt noch gestrichen werden, und dann bekommen die Fliesen eine neue Borte, nämlich diese:

Hübsch, oder? Und paßt farblich vorzüglich zu meinen Badezimmerfliesen, die so ein wenig einen apricot-Ton haben. Borte ist schon lange vor Corona erstanden worden zwecks mal anstehender Renovierung im Bad. 

Diese Duschschwämme kennt ihr sicher, den hab ich jetzt auch in apricot passend dank Brigitte/Plauen Weihnachtspäckchen! Übrigens hab ich, in Erinnerung an die ollen 68er/70er Jahre wie oben erwähnt, all so hübsche Deko und Pflegeartikel auch noch in grün: 

Duftrichtung Olive! 

Den Waschbecken-Unterschrank hab ich auch mal selbst „gezimmert“, aus zwei alten, nicht mehr benötigten Nachttischen, Armaturloch hinten eingesägt, mit Dekofolie in Mamor-Optik bezogen, und einen hübschen Vorhang dazu genäht, fertig! 

Bären gibt es natürlich auch im Badezimmer. 

Und Nilpferde!

Und Delphine!

Window-Color am Badezimmerspiegel. 

Möwen gibt es nur eine, das ist „Meins?“ benannt nach dem Film „Findet Nemo“. 

Serviettentechnik, an die hübsche Leiste sollen noch Haken dran zum was dran hängen. 

Zum Abschluß unseres Eintrags über Badefreuden und Wellness in der heimischen Badewanne hat sich mein Team noch was feines aufbewahrt: Jedes Teammitglied zeigt euch nun mal in einem Link sein Lieblingsbad, fangen wir mal mit Ruddi an, bei dem Ruhrpottbengel schwant euch da vielleicht schon was:

Hallo, ihr Lieben, mein Lieblingsbad ist natürlich die Ruhr, anne Ruhr bin ich doch als Ruhrpottbengel zu Hause, guckt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Alstaden

Das ist unser Nachbarstadtteil, übrigens ein Verhältnis wie Köln zu Düsseldorf 😂 und da ist das Ruhrufer mit abgebildet. 

Hallo, hier spricht euer Hauptstadtbär, euer Bruno, na, watt nu meine Lieblingsbadestelle iss, dit könnt ihr euch sicher denken, wa? Na, klar, der Wannsee! Kiekt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Wannsee

Schööööön, oder??? 

Hallo, na, ich glaub, bei mir, eurem Hamish, da fällt das raten auch nicht schwer, oder? Wo ich doch immer noch bissel Heimweh nach meiner schottischen Heimat habe! Klar doch, Nessie, hihihihi, im Loch Ness! 

https://de.wikipedia.org/wiki/Loch_Ness

Ach, wenn die Kinder der Frau Chefredakteurin wieder reisen dürfen, dann können sie meine Heimat und mein Edinburgh grüßen! 

Ja, hier ist nun, hallo erstmal, euer Otto, euer Handelsreisender! Da schwant euch vielleicht auch schon, daß es bei mir nicht mit einem Ort getan ist, wo ich doch vor Corona soviel rumgekommen bin, richtig geraten, guckt:

https://www.voucherwonderland.com/reisemagazin/erlebnisbaeder-deutschland/

Hab ich doch gut rausgesucht, oder, ich fand die eben auch alle so richtig fein! 

Hallo, ihr Lieben, hier ist eure Luzia, vielleicht könnt ihr euch ja auch bei mir schon was denken, denn ich schwärme ja sehr für glitzern und leuchten, da kam mir das hier in der Stadt bei meiner Frau Chefredakteurin gerade recht, scrollt dabei mal ganz runter, da kommen wunderschöne Bilder:

https://salzgrotte-salzshop.business.site/

Und die Frau Chefredakteurin? Na, das ist euch eigentlich allen schon bekannt, da hab ich sogar mal einen Eintrag von gemacht, über einen herrlichen Saunabesuch mit der Freundin, hier:

Solbad Vonderort

Seufz, wenn endlich mal wieder Normalität in unseren Alltag kommt, dann aber nichts wie hin! 

Wir wären ja nicht der Grafschafter Wochenanzeiger, wenn es nicht zum jeweiligen Thema auch fast immer was für auf die Ohren gäbe, so nun auch für diesen, mehrere Variationen, büdde schön:

Hier ist der Text:

https://www.lyrix.at/t/emmy-rossum-in-meiner-badewanne-bin-ich-kapitan-843

Und noch so ein hübsches Kinderlied zum Thema, das fanden wir so fein:

Unser aller Co-Autor, unsere rasende Reporterin Mimi in heaven war ja nun mal so gar nicht für Wasser und naß, trotzdem hat sie natürlich wieder liebevoll unseren Eintrag begleitet, mit einem schönen neuen Bild von ihr und der Frau Chefredakteurin möchte sie das doch noch verdeutlichen. 

Wir fanden es so hübsch passend zum nun doch vielleicht bald beginnenden Frühling, obwohl derzeit draußen tiefster Winter ist, es schneit weiter! Das paßt aber auch fein zu unserer heutigen Sonntagsausgabe, draußen Schnee, drinnen gemütlicher Wellness-Badetag! 

Und damit entlassen wir euch in einen hoffentlich wunderschönen Sonntag ohne Schneechaos und andere fürchterlichen Unbilden, wünschen euch einen selbigen, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, startet gut wieder in die neue Woche mit Mut und Kraft, wenn es auch langsam immer schwerer wird, und gönnt euch hin und wieder auch eine feine Auszeit in der hauseigenen Wellness-Oase, das wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Wunschgedanken

Die Baumstämme werden wie Menschen jetzt warm

Die Baumstämme werden wie Menschen jetzt warm,
sie nehmen den Sonnenschein gern in den Arm.


Der Schnee rund um den Stamm entweicht,
soweit des Baumes Wurzel reicht.
Die Schneeglocken hocken da rund in Scharen
begrüßt von den Staren.


Auf graslosem Boden bloß Keim bei Keim,
beim kahlen Baum duftet’s nach Honigseim,
es duftet nach Liebe, dem Frost entronnen,
erste Blüte und letzter Schnee sich dort sonnen.

(Max Dauthendey, 1867 – 1918, deutscher Dichter und Maler)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, zuerst einmal eine ganz aktuelle Meldung aus der Grafschaft und den Redaktionsräumen beim schreiben der Frau Chefredakteurin an unserem Eintrag hier genau um 1.14 MEZ: Es hat geschneit, die Grafschaft hüllt sich in nächtliches Weiß, romantisch und schön, Beweisfotos gibt es später, lach, denn wir haben zwar welche gemacht, aber keine Lust, die jetzt noch zwischen dem schreiben hier hochzuladen! Und wenn er liegenbleibt, dann machen wir am heutigen Sonntag ohnehin noch viel mehr davon! Mein Redaktionsteam ist ganz aufgeregt und guckt an den Fenstern, und hofft natürlich inständigst, daß er liegen bleibt! 

Denn dem Eintrag dieser Sonntagsausgabe vom Grafschafter ging eine ohnehin recht turbulente Redaktionssitzung am Freitag voraus, der Lockdown und die vorherigen unsäglich grauen Tage so gänzlich ohne den allüberall ansonsten fallenden Schnee machte sich hier nun langsam auch in gereizten Nerven bemerkbar. In Anbetracht der ersten Sonntagsausgabe dieses Jahres hatten sich nämlich die Eisbären meiner Crew wieder was mit Schnee gewünscht, und Bruno erinnerte sich an ein Fensterbild der Frau Chefredakteurin mit Schneeglöckchen und meinte, das wäre doch was feines für sie alle. Tja, da gab es dann aber erst einmal mürrische Gesichter bei den beiden braun gefärbten Kollegen unseres Teams, immer bloß die Eisbären, die wären ja wohl das letzte Mal schon federführend gewesen, sie wollten auch mal wieder mit ran. In dieser gekippten Stimmung hatte dann mal wieder Ruddi die zündende Idee: Kollektive Teamarbeit, die Eisbären mit den Schneeglöckchen, die Braunbären…..? Ja, Frau Chefredakteurin, jetzt fehlt mir die Idee für das einbinden der Brownies in das Schneeglöckchenthema, hast du vielleicht…..? Hatte ich, und mein Vorschlag wurde begeistert aufgegriffen, laßt euch überraschen, und so hatte Ruddi mit seinem lieben Gemüt und der guten Anleitung durch seine geliebte Cheffin Mimi in heaven mit Hilfe der Frau Chefredakteurin die Wogen wieder geglättet. Nun, denn alle Mann ans Werk!

Frau Chefredakteurin mit Mimi in heaven, Ruddi, Bruno, Hamish, Otto und Luzia. 

„Wunschgedanken“ haben wir den Eintrag übertitelt, da waren in Ermangelung von Schneefall, der nun heute nachgeliefert worden ist, die Gedanken bereits bei den Schneeglöckchen, die ja in Eis und Schnee schon blühen, aber eben doch auch schon ein wenig Frühlingsahnen mitbringen. 

Die Schneeglöckchen (Galanthus) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die etwa 20 Arten kommen von Mittel-, Südeuropa bis Vorderasien und den Kaukasus vor. Sie sind seit Jahrhunderten beliebte Zierpflanzen, da sie zu den ersten Blütenpflanzen des Vorfrühlings gehören. 

Der botanische Name Galanthus ist abgeleitet aus den griechischen Wörtern gála für Milch und ánthos für Blüte. Der deutsche Name „Schneeglöckchen“ bezieht sich auf das, den Frühling anzeigende Herausragen von Galanthus nivalis aus dem Schnee. Andere deutsche Trivialnamen sind: Frühlingsglöckchen, Hübsches Februar-Mädchen, Lichtmess-Glöckchen, Lichtmess-Glocken, Märzglöckchen, Märzveilchen, Marienkerzen, Milchblume, Schnee-Durchstecher, Schneetulpe, Weiße Jungfrau, Weißglatze.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Schneegl%C3%B6ckchen

Schneeglöckchen, diese zauberhaften kleinen, zarten Blüten, die ihren Namen nicht zu Unrecht haben und im Schnee schon blühen, die ersten Boten des nahenden Vorfrühlings. „Lichtmeß-Glöckchen“ heißen sie auch, abgeleitet aus einem alten Brauch, am 2. Februar, dem Lichtmeßtag, sie auf den Altar in der Kirche zu streuen, als Sinnbild der Reinheit und des nahenden Frühlings. 

Sie fungieren auch als Heilpflanze, aber Vorsicht! Schneeglöckchen sind giftig, der Wirkstoff aus den Zwiebeln heißt Galanthamin, in der Bachblütentherapie fördert und unterstützt die Blütenessenz Leichtigkeit, Akzeptanz des Vergänglichen, gibt Hoffnung – auch zu einem Neuanfang- und hilft, Dinge zu tun, die Freude machen. Eigentlich sehr verständlich, diese Wirkung für eine den Frühling ankündigende Pflanze. Aber etwas ganz besonderes vermag der Wirkstoff aus den Zwiebeln des Schneeglöckchens: Es vermag laut Erkenntnissen der Medizinforschung das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit zu bremsen. Er hemmt die Acetylcholin-Esterase (AChE),  wodurch es den Acetylcholin-Spiegel erhöht. Außerdem bindet Galanthamin auch an Acetylcholinrezeptoren und stimuliert auf diese Weise direkt die Neuronenfunktion. Diese Wirkung könnte ein Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit aufhalten – im Gegensatz zu den bisherigen Wirkstoffen, wie Tacrin, die die Symptome der Erkrankung lediglich eine Zeitlang lindern können. 

Als weiße Blume gilt das Schneeglöckchen als Sinnbild für die keusche Jugendliebe. In der Blumensprache bedeutet es „Unwiderstehlich kam unsere Liebe“. 

Schneeglöckchen sind in der Kunst weit verbreitet, es wurde oft und von vielen Malern gemalt, zum Beispiel von Cicely Barker, einer englischen Malerin, deren Blumenelfen ich so sehr liebe. Das hübsche Bild darf ich hier nicht zeigen, es ist noch urheberrechtlich geschützt, aber verlinken darf ich, bitte schön:

https://www.etsy.com/de/listing/259311502/die-schneeglockchen-fee-cicely-mary

Das Bild hat sich meine Bärencrew ausgesucht, sie fanden es einfach zu schön, das niedliche kleine Rotkehlchen, das wir alle so mögen, mit den zarten Schneeglöckchen und den hübschen roten Hagebutten und dem leise rieselnden Schnee! 

Ich mag Schneeglöckchen sehr und erinnere mich immer noch voller Freude daran, daß Björns Papa in den Tagen unserer Jugendliebe mir immer ein kleines Sträußchen mitgebracht hat, am Duisburger Hauptbahnhof gab es dazumalen einen Blumenstand, der diese zarten kleinen Frühlingsblüten in jedem Jahr anbot! 

Das war nun das Gemeinschaftswerk meiner Eisbärencrew, und wie schlagen wir nun die Brücke zum Thema unserer beiden Braunbären? Über das Sträußchen, das ich gerade erwähnt habe, denn Hamish meinte, so ein feines Frühlingssträußchen würde sich doch hervorragend als Tischdekoration eignen, unser schottisches Bärchen liebt ja nun mal die Gemütlichkeit eines schönen Zuhauses, und als ich nickte und wir beide uns dabei so ansahen, da fiel mir ein, was ich in den unsäglichen Corona-Zeiten wirklich sehr vermisse: Tisch eindecken für Besuch, ob zum Frühstück, zum Kaffee oder zum mehrgängigen Menü, ich liebe es, Tische schön zu gestalten, mit allem was dazu gehört, schöner Tischwäsche, passende Gläser und Porzellan, und eben natürlich auch dem passenden Blumenschmuck, dabei fielen dann Otto noch meine gesammelten Gewürze aus dem Adventskalender ein, mit denen man nun so wunderbar eigentlich für Gäste kochen könnte, und da waren wir drei dann in unserem nostalgischen Element, denn derzeit geht das ja nun nur für meinen Hausstand hier, und auch Otto hat letztlich seine Handelsreisen auch weitgehendst eingestellt, wir wollen doch unseren Beitrag leisten zum besiegen von Corona. Und da haben wir drei uns nun ans virtuelle Werk gemacht hier:

Wo wir nun schon bei Schneeglöckchen als Tischdeko waren: Dazu würden sich die Teelichtgläser so wundervoll eignen 

sogar die noch weihnachtliche Decke würde passen. Und weiße Spitzentischbänder

da hätten wir dann auch gleich die hübschen Tischväschen für die Schneeglöckchen. 

Ein Teil meiner Sammeltassen, für den Kaffeetisch.

Ein zweites Teelichtglas

würde wunderbar zu Menüs passen, die wir mit den neuen, orientalischen Gewürzen kreieren würden, zum krönenden Abschluß eines solchen Mahls gäbe es stilecht Mokka:

Die Gewürze warten!

Hübsch verpackt in einem eigentlich für Teebeutel gedachten Holzschublädchen. 

Ein Gläschen in Ehren kann auch niemand verwehren, aber auch meine „besten“ Gläser warten schon lange auf mehr als nur mich, die ihnen die Ehre antun. 

Zum Frühstück hätten wir auch noch so viel hübsches Zeug, wie gesagt, ich liebe es, Tische einzudecken!

Marmeladentöpfchen, im Hintergrund prangt noch Blutorangengelee mit Glühweingewürz vom letzten Jahr. 

Deftige Küche ist euch lieber? Na, aber büdde schön:

Ein feiner Deckeltopf für lecker Gürkchen, samt Holzzange! 

Ich hab ja auch eine Nudelmaschine, 

da hätte ich auch mal wieder so Lust drauf, es macht so viel Freude und Spaß, zusammen mit dem Besuch Nudeln selber zu machen und vorzubereiten für ein feines, gemeinsames Nudelessen. Vielleicht auch mit solchen „grimmigen“ gefüllte-Nudeln-Hersteller:

Die hier

hab ich mal in allen Variationen gespült und gesammelt, Tomatenmarkdöschen von verschiedenen Herstellern, wunderbar wiederzuverwenden beim Nudel-Essen als Serviettenhalter!

Gleich mit noch ein paar hübschen Tischdeko-Ideen dabei und……dem Teelichtglas, das auch hier passend wäre und mit dem wir den Eintrag eingeläutet hatten. 

Zum krönenden Abschluß reichen wir euch nun aus der virtuellen Küche noch einen Espresso samt „Doces“, Süßes, Süßigkeiten, Konfekt auf portugiesisch! 

Und nun sind alle meine Bären meines Bärenteams wieder glücklich und ich auch! Haben wir doch wieder prima alle zusammengearbeitet. Und hoffen natürlich sehr, daß es auch euch allen gefallen hat. 

Macht euch alle einen wunderschönen, gemütlichen Sonntag, haltet die Ohren steif und den Humor aufrecht, bleibt oder werdet alle gesund, paßt alle gut auf euch auf, wir hoffen, daß heute immer noch Schnee liegt und lassen uns mal überraschen! Alles Gute für alle unsere lieben Leser wünscht euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 10

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Lied im Advent

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
daß er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

(Matthias Claudius)

Nun ist unser diesjähriger Adventskalender bei den Zahlen schon im zweistelligen Bereich angekommen, kaum zu glauben, wie die Zeit schon wieder rennt. Ich renn in diesem Jahr nicht auf die gewohnte Art mit, teils meinen Ischiasbeschwerden geschuldet, teils aber auch, weil ich die Zeit doch auch mal wieder richtig genießen möchte, sie ist so wertvoll!

Also geht hier alles langsam, aber stetig voran, lach, und so kommt ihr heute in den Genuß meines adventlichen Leuchtens, meinen diesjährigen Adventskranz hatte ich euch ja schon gezeigt

die ersten beiden Kerzen haben schon gebrannt.

nun hab ich wieder ein bissel weiter dekoriert und hab meinen Hausflur draußen wieder komplett fertig, ich hatte es vorher nur schon ein wenig auf Advent umdekoriert. Nun aber in voller Pracht!

Es wird jedes Jahr ein wenig anders, in diesem Jahr gab es einen kleinen Tribut an unseren Außenkorrespondeten Hamish, guckt mal, die Serviette auf dem Bänkchen, schottisches Karo!

So kann man es noch besser sehen! Die Serviette ist von der letzten Familienweihnacht bei Steffis Bruder, ihr könnt euch sicher erinnern!

Platzkärtchen mit Serviette von der Weihnachtsfeier 2018!

Unser Weihnachtselch steht wieder draußen, er ist ein bissel unscharf geworden, lach, aber ich glaub, es ist trotzdem zu sehen, daß in der Tanne noch Ilexzweige stecken, ja, Kristina, das sind immer noch die von dir, ich hab sie getrocknet!

Unser Bild leuchtet wieder, mit Timer, da kann es schön vor sich hin leuchten und ich muß nachts nicht nochmal raus zum „auspusten“!

Auch diese Kerzchen leuchten mit Timer, und guckt, wo jetzt das Herzlicht von meiner verstorbenen Nachbarin steht, es leuchtet schön mit, ich muß sie ja hier oben würdig vertreten.

Alles mal richtig im dunklen

Im Hausflur hängt wieder die schöne Schleife an der Wand

da sie mit „Winter“ beschriftet ist, kann sie immer schön noch nach Weihnachten hängenbleiben.

Unser Türkranz, einmal ohne und einmal

mit Blitz fotografiert!

Schleifchen auch nochmal:

Das ist ein schöner Blickfang, weil es zwischen den Türen von uns und meiner Nachbarin nebenan hängt, sieht man sofort beim raufkommen.

Fußmatte schmückt sich auch wieder weihnachtlich

ich finde es wieder schön in diesem Jahr, macht immer wieder Freude, sich so ein bissel was neues einfallen zu lassen.

Hier haben wir noch eine Neuerwerbung, weihnachtliche Matte für nasse Schuhe und Stiefel (hoffentlich von Schnee!!!!!) Gefiel mir so gut wegen dem Holzdekor!

Das war es, was ich euch im heutigen Türchen zeigen wollte, nun hab ich zum leuchten und den Kerzen noch ein feines kleines Lied, ich glaub, das gab es bis jetzt in jedem Adventskalender, ich mag das Lied, ich mag diese Fassung sehr, und lest mal den Text unter Youtube, wenn ihr es euch dort anseht, so drollig und schön!

Eine kleine Kerzengalerie gibt es jetzt noch so wie bei den Bärenjungs gestern die Bären

und dann wünschen wir euch allen einen schönen Dienstag, bleibt oder werdet gesund, und habts fein wünschen euch das Redaktionsteam des Grafschafter Wochenanzeiger.

Türchen 21

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Die Weihnachtsfee

Und Frieden auf Erden den Menschen,
die eines guten Willens sind.

Suchende Sterne ins eilende Haar,
frierende Sterne, schmelzend zergangen
über den wunderfeiernden Wangen,
und die Augen von Liebe so klar.

Wie Glocken klar, wie Reif so rein
und so duft und so jung und blühend vor Güte
Tau der Frühe himmlische Blüte
wie Rosen und wie Fliederschnein.

Da steigen die Hände, ein bettelndes Meer,
Augen dunkeln nach Geschenken,
Mir! Mir! Mir! Mich musst du bedenken!
so steigen die bettelnden Teller her.

Dunkel wird’s, ein Wundern steht
strenge in der Feenseele,
wie wenn rohe Nacht das Leuchten quäle,
und Ernst in die Güte der Augen geht.

Und es spricht wie klares Licht
aus dem milden Angesicht:
Geben euch? Was soll ich euch geben,
alle Wunder habt ihr ja hier,
eine Erde die könnt hegen ihr,
in euch selber will der Himmel leben.

Kinder, ihr wünscht,
so könnt ihr ja geben
und selig sein und selig machen,
und innig sein wie Kinderlachen
und wie wir von Wundern leben.

Tuet frohe Liebesgaben
einer in des anderen Hand,
tuet ab das Geizgewand
und ihr pflücket alles Haben.

(Peter Hille)

Alle Jahre wieder: Süßer die Kassenglocken nie klingen!!! „The same procedure as every year!“ Und wir rennen und hasten durch die Geschäfte auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken, das Beste ist gerade gut genug. Vor allem bei den lieben Kinderlein, da soll doch möglichst kein Wunsch unerfüllt bleiben! Steht noch was auf der Liste? Nein, abgehakt, gut, nichts schlimmeres als enttäuschte Kinder unter dem Weihnachtsbaum, deren Wünsche bei dieser prompten Wunscherfüllung natürlicherweise ins unermeßliche steigen. Nun noch die Einkäufe für das Festmahl, auch hier nur das Beste für die Gäste, koste es, was es wolle. Der Tannenbaum, ach, ja, der Tannenbaum muß ja auch noch besorgt werden, welche Deko ist denn in diesem Jahr angesagt? Natürlich liegt man im Trend, wäre ja noch schöner, wenn am Baum der alte Kram vom vorigen Jahr hängen würde. Die Festtagsgarderobe wird ebenfalls noch nach der neuesten Mode für alle Beteiligten aufgehübscht, ach, was das doch alles wieder für ein Streß ist, Besinnlichkeit??? Wie, Besinnlichkeit, du lieber Himmel, nächste Woche ist die Feier im Kindergarten, dann in der Schule, der Mann hat Betriebsfeier zu Weihnachten, die kirchlichen Termine wollen auch noch abgehakt werden, da hat man für Besinnlichkeit doch gar keine Zeit mehr. Schließlich muß man irgendwo auch noch die Zeit für die Adventsdeko in und am Haus einplanen, Besinnlichkeit kommt später, unterm Baum!

So, endlich, das Fest ist da, strahlende Kinder unter einem ebenso strahlenden Weihnachtsbaum, die Geschenke stapelten sich, das Einwickelpapier auch, das Weihnachtsmenü war vorzüglich, das Programm ist abgespult!

Und jetzt???

Tja, wieso stellt es sich eigentlich nicht ein, trotz sorgfältigster Vorbereitung, minutiöser Planung, stressiger Bemühungen und Listenführung, das wunderbar heimelige Gefühl der eigenen frühen Kindertage, der vielbeschworene Geist der Weihnacht, das wunderbare Gefühl, wie beim Gedicht von Joachim Ringelnatz, „Vorfreude auf Weihnachten“: „Uns alle Kinder fühlen eines Baumes. Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.“?

Weil er das nicht ist, der Geist der Weihnacht, weil er mit Überfluß von Geschenken, mit stressigem Hetzen von Weihnachtsterminen zu Weihnachtsterminen, mit Glanz und Glimmer und schönem Schein nichts zu tun hat!!!

Wir feiern Weihnachten nicht, wir konsumieren es! Und propagieren auch an diesen hohen Festtagen die gleiche Wegwerfmentalität wie sonst im Jahr. Die so begehrten und erfüllten Wünsche: Eine Woche nach Weihnachten stapeln sich die Spielzeuge in den Kinderzimmern in den Regalen, uninteressant! Bei den Erwachsenen sieht es da nicht anders aus. Der Tannenbaum? Die ersten abgeschmückten und weggeworfenen liegen bereits einen Tag nach dem Weihnachtsfest abholbereit für die Müllabfuhr an der Straße. Die Adventsdeko, die geschmückten Fenster und Häuser? Halten heutzutage nicht einmal mehr bis zum Dreikönigsfest am 6. Januar durch, weg damit!

Ich habe in diesem Jahr auch mal wieder so sehnsüchtig wie vergeblich auf schöne Weihnachtsfilme im Fernsehen gewartet, für einen gemütlichen Abend bei Kerzenschein, sie wurden, wenn sie denn dann überhaupt kamen, ins ganz späte Programm in der Nacht verschoben, wo eine Familie sicherlich nicht mehr zusammen Fernsehen gucken kann. Wenn man mal zusammenfassen würde, was für ein hanebüchener Unsinn auch zur Weihnachtszeit (und sonst ja auch das ganze Jahr!) über gesendet wird, es sträuben sich einem die Nackenhaare! Könnte man nicht einmal im Jahr auf Gewalt- und Horrorschinken verzichten, die raue Wirklichkeit draußen hat die doch eh längst eingeholt, da täte so ein ganz klein bissel heile Welt doch einfach mal gut! Nur einmal im Jahr, Luft holen, durchatmen, und das Wirklichkeit werden lassen:

Vorfreude auf Weihnachten

Ein Kind – von einem Schiefertafel-Schwämmchen
Umhüpft – rennt froh durch mein Gemüt.

Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht,
Dann blüht er Flämmchen.
Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt
Uns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. –

Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,
Wird dann doch gütig lächeln.

Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –
Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.

Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.

(Joachim Ringelnatz)

Das ist der Geist der Weihnacht, den Ebenezer Scrooge aus Dickens Weihnachtsgeschichte sich so schwer aneignen mußte durch den Besuch der drei Geister, weil er Weihnachten für „Humbug“ hielt!

(Scrooge’s third visitor, John Leech, 1843)

Ich glaube daran, daß Weihnachten kein Humbug ist, das wenigstens einmal im Jahr wir innehalten sollten, den Blick und den Fokus auf das Kind in der Krippe richten, dem wesentlichen eines Weihnachtsfestes, der Geburt Christi, jedes Jahr und unermüdlich immer wieder neu die Geburt des Kindes in unseren eigenen Herzen, denn nur da steht die eigentliche Weihnachtskrippe.

Und fröhlich zusammen feiern, wirklich feiern, mit Zeit, ganz viel Zeit, dem Genuß des beisammenseins, denn der ist so zerbrechlich, wie wir in den letzten Tagen schon wieder erfahren mußten. Den Geist der Weihnacht, die Geburt des Kindes im Herzen, hinaustragen in die Welt, um sie ein kleines, kleines Stück besser zu machen, vielleicht zieht das Kreise, nein, bestimmt zieht das Kreise, ist halt wie der Stein, den man ins Wasser wirft! Selbst der kleinste Kiesel zieht Kreise! Der erschöpften Erde mal eine Atempause gönnen, und sie nicht noch mehr zumüllen mit dem Überfluß an Gaben, die nicht wichtig sind und eh nur wieder auf den Müllkippen landen. Wohlgemerkt, ich bin kein Verächter von Geschenken, sich gegenseitig eine Freude zu machen, gehört ganz sicher auch zum Geist der Weihnacht, zumal für Kinder! Aber vielleicht doch mal alles wieder eine Nummer kleiner, dafür umso herzlicher und wohlbedachter, und einfach mal den Mut haben, gegen den Strom zu erziehen, und andere Wertevorstellungen zugrunde legen als Markenklamotten und Prestigobjekte! Die Liebe eines Geschenkes zählt, da mag es noch so klein sein! Auch ein feines Essen im Kreise aller Lieben ist wunderbar, aber wie wäre es mit gemeinsamer Vorbereitung? Um mal so ein bissel zu erklären versuchen, was ich meine: Wir haben an einem Heiligen Abend, als Björn noch klein war, mal Spaghetti Bolognese gemacht, weil es das einzige war, was das Kind mitessen mochte! Das war so ein schöner, friedlicher Heiliger Abend, weil kein quengelndes Kind am Tisch saß!

Darum beschwöre ich hier heute in unserem 21. Türchen den Geist der Weihnacht, wie er so deutlich wird in Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“ oder eben auch in noch einem Gedicht von Joachim Ringelnatz:

Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit,
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
Schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
Und das alte Lied von Gott und Christ
Bebt durch Seelen und verkündet leise,
Dass die kleinste Welt die größte ist.

In diesem Sinne schließe ich nunmehr unser diesjähriges besinnliches Türchen und wünsche euch allen einen frohen, gemütlichen und entspannten Freitag vor dem Fest!

Natürlich schließt sich euer aller Co-Autor, meine Mimi, da an, die oft genug, wie wohl viele Tiere, den Kopf über uns Menschen schüttelt, aber ganz sachte, denn eigentlich verdienen sie ja Mitleid!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.

Türchen 3

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Äpfel, Nuss und Mandelkern‘
essen viele Menschen gern.


Doch Thunfisch und Geflügelstück
sind der Katzen Glück.


Kommt dazu noch Mauseklein,
könnte es nicht schöner sein,


und mit Leberwurstkonfekt
wird das Fest perfekt.

(Rani Stubulinski, frei nach Theodor Storm)

 Hi, Folks, Montag isses wieder, und das ist traditionsgemäß mein Türchentag hier im Adventskalender im Blögchen vom Dosenöffner, denn die Montage müssen immer lustig werden, alldieweil die Leute hier, die noch keine Rentiere sind wie mein Frauchen, eben Montags nach dem Wochenende wieder arbeiten müssen und dann meist alle „not amused“ sind, lach!

Ich hoffe, da war das wunderschöne Gedicht von meiner Freundin Rani gleich der richtige Einstieg in das Türchen Nr. 3, das ist doch wonnig, nicht wahr?

Wonnig war auch unser Start hier in die Adventszeit, ich mag es ja gerne, wenn mein Dosenöffner hier wieder alles schmückt und dann wieder alles so gemütlich wird, außer natürlich, wenn er dabei in Hektik verfällt, das ist nicht schön, dann kann mir nämlich auch schon mal das hier passieren:

Ansonsten mag ich aber des Dosenöffners Kramereien, sie muß dazu ja auch ihren Schrank öffnen, in dem die ganzen Herrlichkeiten sind, da kann ich dann auch immer so schön stöbern! 

Hihihi, ich bin dann immer zu schnell für die Knipse von der Mamarazzi!

Ja, so ist das dann hier, Folks, wenn wir den Advent vorbereiten. In diesem Jahr war das aber alles schon mal sehr relaxed zu Beginn, ich zeig euch jetzt mal was, das fand ich auch so schön, mein Frauchen war nämlich am Samstagmorgen aufgrund eines dringenden Bedürfnisses (hab ich das nicht klasse umschrieben, lach?!) mal früh auf, und da haben wir so einen schönen Sonnenaufgang gesehen, paßt mal auf:

Erst mal ganz zartes, erstes Licht

aber dann….rosarote Wölkchen, Frauchen liebt bei solchen Bildern immer die „Scherenschnittbäume“ so sehr,

das mußte ich mir genauer angucken

hach, schöööön, Frauchen, mach mal weiter!

Sieht die Birke nicht wunderhübsch aus? Ich hatte auch meinen Spaß, zumal auch die Vögelchen schon wieder unterwegs waren, vor allem die kleinen Meisen, da kann man gar nicht so schnell hin und her gucken, wie die hektisch fliegen, hihihihi!

Schöner Aussichtsplatz, nicht wahr?

Durch die Gardine geht gucken auch

dann hab ich, sagt Frauchen, beim gucken einen „Weichzeichner“, ich glaub, sie meint, dann ist das draußen wie nebelig!

Neugierige Mimi

Frauchen sagt, das ist ihr Lieblingsbild!

Schön, so ein Morgen, Frauchen!

Gehst du jetzt wieder schlafen?

Ok, ich peil auch mal noch meine Hängematte an

guckt mal, meine Schnurrhaare!!!

Na, dann nochmal guts Nächtle, Frauchen, ich guck noch bissel!

Ja, ihr lieben Leser in unserem Blögchen hier alle, das war dann mal mein erster Beitrag zum Adventskalender von Frauchen, ich hoffe, er hat euch den Montag bissel versüßt, wir lesen uns hier auf jeden Fall noch öfter, schließlich bin ich ja nicht umsonst der Co-Autor von diesem Blögchen!

Kommt alle gut wieder in die neue Woche und habt einen feinen Montag, wünschen euch  Mimi und Frauchen Monika.

Habts fein! 

Wir sagen euch an…..

den lieben Advent! weihnachtskraenze_www-clipart-kiste-de_025

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Lied im Advent

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
daß er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

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Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

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Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

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(Matthias Claudius)

Und der Zauber beginnt von neuem!

Fast ist er geschafft, der November, einen so positiven wie in diesem Jahr hab ich selten erlebt, dafür bin ich dankbar!

Früh beginnt die Adventszeit in diesem Jahr, lassen wir das Dunkel wieder hinter uns und freuen wir uns auf den Lichterglanz der kommenden Tage!

Ganz langsam beginnt hier bei Mimi und mir nun auch die Advents- und Weihnachtsdeko wieder, aber in diesem Jahr will ich es langsam und gemächlich angehen lassen, einfach die Zeit genießen und Zeit verschenken an alle, die mir lieb sind, anstatt durch die vierwöchige Adventszeit zu düsen wie das berühmte Duracel-Häschen! Zeit haben, für sich und andere, ist ein ganz wertvolles Geschenk!

So gehen wir also auch hier im Blögchen die Zeit ganz sukzessive an! Und beginnen mit drei Neuerwerbungen für diese Adventszeit, da wäre einmal ein wunderschönes Porzellanlicht, an dem ich bei einem Einkauf einfach nicht vorüber konnte:

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Ist das nicht schön?! Es leuchtet so von innen, und das Motiv hat mich entzückt!

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Als nächstes wanderte ein ganz feiner, neuer Adventskranz in meinen Einkaufskorb, ein künstlicher, mit LED-Beleuchtung und Timerfunktion, hihihi, und da haben nun meine roten Kugelkerzen, die ich eh nie anstecke, eine feine neue Bestimmung in einem „Daueradventskranz“ gefunden, mit leuchten ohne Kerzen:

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Beleuchtet sieht das ganze dann so aus:

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Bei der dritten Neuerwerbung handelt es sich um eine batteriebetriebene kleine Lichterkette mit Schneekristallen, da war ich immer mal so „wild“ drauf, da mußte dieses kleine Schmuckstück mit:

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Das Küchenfenster ist noch nicht ganz fertig dekoriert, im Hintergrund „Burg Lirich“, hihihi! Es war so eine schöne Abendstimmung:

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Mehr vom Lichterkettchen:

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Herrlich, nicht wahr?! Ich liebe Schneekristalle!

Vor der Haustüre ist es nun auch wieder adventlich

auf der kleinen Schuhbank wird es richtig romantisch:

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Unser Türkranz, selbst gebastelt:

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Auch Balkonien ist wieder jahreszeitenmäßig bestückt, aber dafür ist natürlich unser aller Co-Autor, Mimi, zuständig, ich geb mal die Feder wieder weiter:

mimi-weihnachten-ii Hi, Folks,

guckt, ich hab nun auch wieder mein Adventskleidchen an, das ist so ein Spaß mit dem Bild von meiner neuen Hängematte, paßt immer so knuffig in die Bilder, die Frauchen dafür  raussucht.

Tja, die Advents- und Weihnachtszeit naht, Frauchen sagt immer, das kommt so plötzlich, lol, und klar ist mein Dosenöffner dann auch wieder auf Balkonien aufgelaufen, um ihn jahreszeitenmäßig aufzuhübschen, ihr kennt das ja alle schon. War ein schöner Tag, als sie das machte, aber kalt, und ich hab dann mal wieder diesen Beobachtungsposten dafür vorgezogen, hihihi!

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Jetzt geht ja erst so richtig die feine, kuschelige Zeit los, hach, was freu ich mich da schon auf herrliche Tage und Nächte!

Aber zurück zum Dosenöffner und Balkonien: Ich mach euch mal eine Galerie, dann könnt ihr gucken, wie hübsch der wieder geworden ist:

Es gibt ein paar Neuerungen, aber mein Dosenöffner meinte gerade, „laß die mal aus, Mimi, es kommt ja bald wieder der Adventskalender hier im Blögchen, da brauchen wir ja noch Material für“, ok, ok, dann mach ich das mal, da freu ich mich ja auch schon wieder drauf, auf den Blögchen-Adventskalender hier, da bin ich ja auf jeden Fall wieder dabei!

Jetzt zeig ich euch noch, wie schön das draußen abends aussieht, wenn ich gemütlich in meiner Hängematte liege

1-advent-008

 

überall leuchtet es, Frauchen sagt, sie macht das demnächst mal von draußen und näher, dann zeig ich es nochmal deutlicher!

Und damit wünsche ich euch einen ganz wunderschönen Adventssonntag, habts alle ganz fein! 

So, Mimi hat sich wieder eingekuschelt, hihihi, und ich mach nun mal noch den Rest!

Ich hab da nämlich noch das schöne Lied für euch, das titelgebend war,

und damit wünsche auch ich euch einen ganz wunderschönen Adventssonntag, genießt ihn, die schöne Zeit ist so schnell wieder um! tuerkraenze-0079