Wer schreibt, der bleibt…..von Hieroglyphen bis Datenschutz

Zorn

Beschüttet mich mit eurem Haß und Spotte
und scheltet und verdammt: Ich trag‘ es gern;
doch meiner Seele Heiligtum und ihrem Gotte,
unfreundliche Bedränger, bleibet fern!

Ja, raubt sie mir, des Lebens schönste Stunden,
zerstört, was ihr nicht kennt: Ein heißes Glück;
jedoch vor dem, was ich so wahr empfunden,
verstummt und weicht gesenkten Blicks zurück!

Ich will sie freudig tragen, all die Schrecken,
die mir gescheh’n nach eures Willen Lauf,
doch wagt ihr’s, lästernd meinen Zorn zu wecken:
Erbebt! Denn mit ihm steht die Rache auf!

(Therese Dahn,  geb. Therese von Droste-Hülshoff,  Nichte der Annette von Droste-Hülshoff)

„Wer schreibt, der bleibt“ pflegte schon mein alter Lieblingslehrer in meinen Schuljahren zu sagen, wenn wir uns wieder einmal seufzend an einen geforderten Aufsatz setzten oder mal wieder ein ellenlanges Gedicht abschreiben sollten. „Wer schreibt, der bleibt“, entweder mit seinen Gedanken und dem aufgeschriebenen im Gedächtnis seiner Nachwelt, oder etwas auf- oder abgeschriebenes bleibt im eigenen Gedächtnis.

Schon immer wollten die Menschen etwas von sich hinterlassen, nicht nur ihre Nachkommenschaft, nein, etwas aus dem eigenen gelebten Leben, von Erfahrungen, Gedanken, Gefühlen, vielleicht, damit von einem selbst etwas ganz eigenes bleibt, vielleicht auch, um der Nachwelt einen Einblick in die Zeit zu geben, in der man lebte.

Schon in den Höhlen der Steinzeitmenschen existierten Höhlenmalereien, die allererste Form des Schreibens, Überlieferungen für die Nachkommen.

( Reproduction of a bison of the cave of Altamira, Urheber Rameessos, Bild vom Urheber als gemeinfrei freigegeben)

https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlenmalerei

Solche Höhlenmalereien erstrecken sich mitunter bis zu 500 m breit über die Höhlenwände.

Im Laufe der Erdgeschichte entwickelte sich diese Erinnerungskultur, die Entwicklung der Schrift begann. Hochkulturen wie die Ägypter und Sumerer entwickelten erste Schriftsysteme aus Zeichen und bildhaften Symbolen und erfanden so den Vorläufer unseres heutigen Alphabets. Um etwa 3000 vor Christus entstanden in Ägypten die Hieroglyphen.

(Zeichnung nach einem Wandrelief aus dem Felsengrab des Renni (EK7) in el-Kab, Ägypten, Paris 1809, Francois Jomard)

Hieroglyphenschrift (von altgriechisch ἱερός hierós, deutsch ‚heilig‘ sowie γλυφή glyphē ‚Eingegrabenes, Gravüre‘) ist eine unspezifische Bezeichnung für Schriften, welche sich im Wesentlichen aus Zeichen in Form von schematischen Bildern (Piktogrammen) zusammensetzen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gyptische_Hieroglyphen

Schon an ein Alphabet angelehnt sind die alten Schriftzeichen der Germanen, die Runen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Runen

2000 Jahre später erfinden die Ägypter ein weiteres Medium, um wichtige Ereignisse festzuhalten: Papyrus. Ein aus der Schilfpflanze hergestelltes Material zum beschreiben. Das eigentliche Papier, wie wir es heute kennen, wurde 200 Jahre vor Christus in China erfunden, Kontakt zu diesem Medium gab es in Europa erst im 12. Jahrhundert. Von da an verbreiteten sich die Bücher, handgeschrieben natürlich.

1450 erfolgt dann der Durchbruch in Deutschland mit der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg. Ab dem 19. Jahrhundert ist gedrucktes Wissen für jedermann zugänglich.

Auch bildlich kann jetzt archiviert werden.

Aber die Entwicklung der Erinnerungskultur schreitet weiter fort, um 1840 wird in Frankreich die Fotografie erfunden. Der Anfang neuer Medien. Schwarz-weiß und aufwendig, aber ein Meilenstein.

 (Meine Urgroßeltern väterlicherseits)

Und bewegte Bilder lassen dann nicht all zu lange auf sich warten, 20 Jahre später wird der Mikrofilm erfunden. Übrigens eine der sichersten Möglichkeit der Datenspeicherung bis heute, Haltbarkeit von Film und Foto in schwarz-weiß bis zu 700 Jahren, in farbig nur bis zu 150 Jahre.

Aber nicht nur visiuell werden Wege gesucht, wichtige Kulturgüter für immer zu speichern, auch akustisch ist es bald möglich, Lieder und Texte den nächsten Generationen weiter zu geben. Analoge Tonträger wie die Schellack-Platte machen den Anfang, die Entwicklung geht dann über die Vinyl-Langspielplatte bis zur heutigen Technik der Speicherung von Tonaufnahmen.

Mit der Entwicklung über die ersten Schriftzeichen bis zu gedruckten Text- und Bilddateien verbreiten sich natürlich auch Nachrichten aus allen Ecken und Enden der Erde immer weiter und schneller. Mit einem Medium, das für eine solche Datenübertragung entwickelt wurde, habe ich selbst noch zu tun gehabt in meiner damaligen Bauernhofarbeitsstelle, nämlich mit dem Telex oder auch Fernschreiber genannt

https://de.wikipedia.org/wiki/Telex

Die Texte, die man dort mit einer Schreibmaschinentastatur eingab, konnten auf einem mitlaufenden Lochstreifen gespeichert werden, 

(Typendruck-Schnelltelegraph von Siemens & Halske : Lochstreifen)

https://de.wikipedia.org/wiki/Lochstreifen

mit diesen Lochstreifen haben wir uns immer einen Spaß gemacht, es war nämlich möglich, mittels der Schreibtaste „klein-x“ Bilder zu „malen“, haben wir dann gemacht, auf den Lochstreifen gespeichert, den Lochstreifen eingelegt, irgendwen angewählt zum Daten übertragen und dann den Lochstreifen durchlaufen lassen, natürlich ohne „Kennung“, also ohne die eigene Identifizierung des Absenders! Aber wehe, die Gegenseite schaltete sich beim senden ein, dann mußte man schnell sein und sofort ausschalten, weil ansonsten die entsprechende Kennung hätte angefordert werden können vom „Beschenkten“ dieses Machwerks, hihihihi!

Und damit sind wir bei der Datenspeicherung angekommen, im digitalen Zeitalter wird elektronisch archiviert. Diese große Wende der Datenspeicherung leitete die Erfindung des Computers ein, 1941 in Deutschland. Was früher viel Platz in Bibliotheken und Archiven beanspruchte, läßt sich jetzt auf engstem Raum speichern. Die Datenmengen steigen entsprechend an.

https://de.wikipedia.org/wiki/Computer

Und damit bin ich da, wo ich mit diesem Eintrag eigentlich hin wollte: Allwieder einmal beim bald in Kraft tretenden neuen Datenschutzgesetz!

Eins vorab: Ich bin für Datenschutz, ich bin für Urheberrechtsgesetz und für das Recht am eigenen Bild. Aber nicht in der Form, in dem dieses neue Datenschutzgesetz nun selbst dem kleinsten Feld-, Wald- und Wiesenblogger und dem kleinsten Unternehmen, das sich in der alles verschlingenden Groß- und Größtkonzernwelt eh kaum behaupten kann, droht! Dessen unausgereifte und mit der heißen Nadel gestrickten Vorschiften und Regeln für alles und jeden nur noch nach jahrelangem Jurastudium wirklich rechtssicher (und selbst dann nicht, wie Juristen ja heute schon zugeben!) überhaupt umgesetzt werden können. Aus diesem Grund habe ich heute diesen kleinen Exkurs in die Welt der Datenentwicklung praktisch von der Steinzeit bis heute entwickelt: Denn wenn schon unsere Vorfahren ein solches Gesetz hätten umsetzen müssen, gäbe es heute keinen Einblick in das Leben und Wirken der uns vorausgegangenen Epochen, keine Bilder, keine Bücher, kein World Wide Web, denn alles was uns da von Anbeginn an übermittelt worden ist, waren „persönliche Daten“. Ich bitte, mich nicht falsch zu verstehen, dem Mißbrauch von Daten und dem verhökern derselben nach dem Maßstab von, um nur mal einen zu nennen, Mr. M.Z. aus den USA und anderen ähnlich gestrickten Abzockern gilt es auf jeden Fall, einen Riegel vorzuschieben!!! Aber wie man das nun dadurch erreicht, in dem in jedem von mir oben erwähnten Privat-Blog jedwede Verlinkung, jeder Kommentar, jede Kommentarfunktion, jedes Erkennungsbildchen für die Kommentare untersagt wird und entsprechendes aus der Vergangenheit zu löschen ist, das erschließt sich mir beim allerbesten Willen nicht. Und es in diesem Zusammenhang nicht einmal rechtlich und gesetzlich abgesichert zu schaffen, eine eindeutige Formulierung für einen privaten Blog zu schaffen, ist ein Armutszeugnis sondergleichen und wirft ein treffendes Licht auf die Verursacher dieses „Machwerks“! Vom grünen Tisch beschlossen und abgesegnet, meilenweit an der Realität und der Entwicklung in der heutigen Medienlandschaft vorbei, noch weiter entfernt von den vielen kleinen Netzwerken und der privaten Bloggerlandschaft, die hier und anderswo von jedem einzelnen mit Herzblut, Freude und Leidenschaft aufgebaut worden ist. Und die jetzt einer Horde von Abmahn“Anwälten, Trollen und sonstigen mißgünstigen Leuten ausgeliefert ist, wenn sie hier wie gewohnt weiter machen wollen.

Und für alle, die nun wieder lautstark nach dem Schutz vor der eigenen Dummheit nach gerade diesem Datenschutzgesetz und möglichst sogar noch mehr davon rufen:

Es gibt nur einen einzigen 100%-igen Datenschutz: Netz abschalten! Stecker ziehen! 

Denn auch mit diesem Datenschutzgesetz werden die ewigen Datenkraken weiterhin ihre Geschäfte machen, denn sie kennen dank ihrer Anwaltslobby die Lücken, auch mit diesem neuen Gesetz werden weiterhin für alle möglichen und unmöglichen Zwecke unserer Daten abgegraben, die Dummen sind auch hier, wie so oft und wo auch immer, die Kleinen! Kommt einem irgendwie bekannt vor, oder?!

Viel wird es nicht bringen, weil es Perlen vor die Säue sind, aber vielleicht mal was für ins Stammbuch der „Väter“ dieses Gesetzes: Tradition (und in weitestem Sinne halt Datenübertragung) ist das weitergeben der Flamme und nicht das bewahren der Asche!

Also pustet mal die Asche raus!!!

So, nach all den Wochen unsäglicher Beschäftigung mit diesem Datenschutzgesetz mußte das nun einfach mal raus und gesagt werden, ich wäre sonst irgendwann geplatzt!!!

Was euer Co-Autor, meine Mimi, dazu meint?  Hi, Folks, tja, wir Katzen geben unser Wissen, unsere Erfahrungen und Gefühle an unsere Nachkommen mit unseren Genen und unseren Instinkten weiter, und da lassen wir uns auch von keiner Datenschutzverordnung reinfummeln! Vielleicht sind wir und unsere anderen tierischen Mitgeschöpfe doch bissel klüger als die „Krone der Schöpfung“, zu der sich der Mensch selbst ernannt hat, hihihihi! Denkt mal drüber nach!

Wen von euch es interessiert: Es gibt über die Schiene der Fotografie mittlerweile eine Petition gegen die neue Datenschutzverordnung

https://www.change.org/p/european-parliament-die-datenschutz-grundverordnung-dsgvo-darf-so-nicht-in-kraft-treten

lest sie euch gründlich durch und entscheidet selbst.

Und damit wünschen wir euch trotz alledem einen wunderschönen Montag und einen guten Start in die neue Woche, ganz datenschutzkonform betten wir hier noch ein Video ein, natürlich von Reinhard Mey, denn so „dröge“ und unlustig soll der Montag hier doch nicht sein:

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/klagelied-eines-sentimentalen-programmierers

Habts fein! Und genießt den Mai!  

Dr. Björn Z. – der Arzt, dem die Computer vertrauen

Drahtklänge

Ihr dunklen Drähte, hingezogen
so weit mein Aug’ zur Ferne schweift,
wie tönt ihr, wenn der Lüfte Wogen
in euch so wie in Saiten greift!

O welch’ ein seltsam leises Klingen,
durchzuckt von schrillem Klagelaut,
als hallte nach, was euren Schwingen
zu raschem Flug ward anvertraut.

Als zitterten in euch die Schmerzen,
als zitterte in euch die Lust,
die ihr aus Millionen Herzen,
verkündend, tragt von Brust zu Brust.

Und so, ihr wundersamen Saiten,
wenn euch des Windes Hauch befällt,
ertönt ihr in die stillen Weiten
als Äolsharfe dieser Welt!

(Ferdinand von Saar)

Hach, isses wieder schön, all die feinen Fragezeichen in euren Augen! Hääääh???

Tja, das Gedicht fängt natürlich bei Adam und Eva an, bei den guten alten Telegrafenmasten wie im Bild

(Oku Street, Dairen, Januar 1907)

mit denen Nachrichten rund um die Welt geschickt werden konnten, das hat sich im Laufe der Zeit weiter entwickelt bis zum heutigen Tage, wo Computer und Internet diese Aufgabe übernommen haben!

Und so fängt mein Tag dann halt auch meist so an

 mit einem Pott Kaffee und Mimi vor dem PC, gucken, was überall in den Blogs und im eigenen Blögchen so los ist! Feiner Tagesbeginn! Prima Start in den Tag! Solange, wie alles funktioniert! Aber wehe……

 wenn nicht! Wenn der PC sich hartnäckig weigert, seinen Dienst zu tun und Ewigkeiten braucht, bis er sich endlich entschließt, hochzufahren! Dann sieht das hier auch schon mal so aus

 hihihihi! Lebensgefahr für das gute Stück! Aber, aber…..wer wird denn gleich in die Luft gehen, greifen Sie lieber …….huch, nee, geht ja nicht, Tabakwerbung ist verboten und auch nicht angebracht, lach, aber zum Glück gibt es ja

 die Notambulanz für solche Fälle, und die rückt nämlich heute an, deshalb der Titel, lol!

Mein Computerexperte, mein Sohn, Dr. Björn Z. wird sich heute liebevoll meines armen Patienten annehmen:

Und ich hoffe sehr, daß der Patient dann heute abend schon als geheilt entlassen werden kann! Drückt uns mal alle die Daumen!

Ich hab dem PC auch schon was feines versprochen, wenn er sich brav und erfolgreich behandeln läßt, er bekommt ein feines neues Outfit, an das die „älteren“ meiner Leser sich sicher noch erinnern werden:

Der schicke Rosen-PC?! Das paßt doch herrlich zu meiner Vorliebe und wir haben damals schon so darüber gelacht!

Dem Doktor hab ich natürlich auch was feines vorbereitet, hihihi, es gibt BrigitteE’s feinen Schmortopf, mmmmhhhhhh!

Mimi freut sich natürlich auch schon auf den Besuch, hat aber beim gucken hier schon bedenklich den Kopf geschüttelt und gemeint, da müsse sie doch mal kurz ihren Senf dazu geben, also kommt jetzt hier euer aller Co-Autor, meine Mimi:

 Hi, Folks,

na, ihr habt es ja alle schon gelesen, Dr. Björn kommt, hihihi, da freu ich mich drauf, Frauchen sagt immer, ja, weil ich es faustdick hinter den Öhrchen hätte, ich zick ihn nämlich immer besonders gerne an! Aber heute muß er ja des Dosenöffners PC heilen, da werde ich bestimmt lieb sein, denn wenn der PC nicht geht, ist mein Frauchen traurig und sauer, und wenn mein Frauchen traurig und sauer ist, dann finde ich das gar nicht gut! Und wenn es mir dann doch zwischendurch ein bissel langweilig wird, dann kann ich ja bei dem angesagten schönen Wetter raus auf Balkonien, und wenn das nicht ginge, ich hab ja noch meinen geliebten Hängemattenplatz:

Und damit wünsch ich euch schon mal ein ganz feines Wochenende, Folks, habt es alle richtig fein! 

So, und bevor ich euch nun ins Wochenende entlasse, zeig ich euch auch noch mal ein paar Bilder, denn höret und staunet: Die Kommode ist fertig, und das vollendete Werk möchte ich euch nicht vorenthalten:

Naaaaa?!  Ich bin glücklich übers vollendete Werk!

Übrigens, sowohl Mimis als auch meine Kommodenbilder können zum größer gucken angeklickt werden! Wir haben mal Vorschaubilderkes genommen!

Noch zwei Vollzugsmeldungen hab ich, einmal ist die Pizza nun ausgesät worden, lach, und ich harre der Dinge, die da kommen!

Und ich hab schon die zweite kleine Zitrone geerntet

und nochmal eine leckere Avocado-Creme damit angereichert!

Sieht merkwürdig aus, ich weiß, aber ist soooo lecker!

Mit einem Bild vom Sonnenuntergang vorgestern hier in der Grafschaft

der euch ein wundervolles Wochenende verheißen soll, entlassen wir euch in selbiges und wünschen euch allen ein ganz frohes und schönes!

und ich!

 

Pssssst……Feind hört mit!

40

Das Geheimnis

Sie konnte mir kein Wörtchen sagen,
zu viele Lauscher waren wach,
den Blick nur durft ich schüchtern fragen,
und wohl verstand ich, was er sprach.
Leis komm ich her in deine Stille,
du schön belaubtes Buchenzelt,
verbirg in deiner grünen Hülle
die Liebenden dem Aug der Welt.

Von ferne mit verworrnem Sausen
arbeitet der geschäftge Tag,
und durch der Stimmen hohles Brausen
erkenn ich schwerer Hämmer Schlag.
So sauer ringt die kargen Lose
der Mensch dem harten Himmel ab,
doch leicht erworben, aus dem Schoße
der Götter fällt das Glück herab.

Daß ja die Menschen nie es hören,
wie treue Lieb uns still beglückt!
Sie können nur die Freude stören,
weil Freude nie sie selbst entzückt.
Die Welt wird nie das Glück erlauben,
als Beute wird es nur gehascht,
entwenden mußt du’s oder rauben,
eh dich die Mißgunst überrascht.

Leis auf den Zehen kommts geschlichen,
die Stille liebt es und die Nacht,
mit schnellen Füßen ists entwichen,
wo des Verräters Auge wacht.
O schlinge dich, du sanfte Quelle,
ein breiter Strom um uns herum,
und drohend mit empörter Welle
verteidige dies Heiligtum.

(Friedrich Schiller)

Ach, es ist doch immer wieder so ein Spaß, wenn ich mir hier beim Schreiben die Fragezeichen in euren Augen vorstelle, wenn ihr diesen Eintrag öffnet!:??:

Wassen das nu schon wieder?:??:

Oben im Titel hört der Feind mit, dann kommt ein Computer-Panorama, und dann ein Gedicht von Schiller zu Geheimnissen!:))

Wie paßt denn das zusammen?

Tja, also, seit vielen Tagen werden wir ja jeden Tag umfangreich über die Spionageaffäre, die Totalüberwachung der USA in Deutschland informiert! Wer was gewußt hat und vor allem nicht gewußt hat (ist das nicht der Sinn einer Spionage?) wer darin verstrickt ist (und trotzdem nix gewußt hat, lach!) und vor allem natürlich wer überhaupt nix damit zu tun hat, und das sind fast alle!:))

„Und wenn es nicht zum Heulen wär, hätt ich gern laut drüber gelacht!“
Eine Liedzeile aus Reinhard Meys Lied „Mein guter alter Balthasar“!

Und genau Reinhard Mey bzw. ein Lied von ihm haben mich auf die Idee mit diesem Eintrag gebracht, aber dazu kommen wir später noch!:yes:

Denn das „böse“ Internet macht ja solche Spionage erst möglich (mit Hauptquartier in einer Neusser Stadtsparkasse, ich lach mich weg!:)))und überhaupt weiß man ja seit Internet, Facebook & Co. alles von uns!88|

Und genau das möchte ich so nicht stehen lassen, da ist sicherlich was wahres dran, aber da ist doch immer noch jeder von uns auch in der Eigenverantwortung! Wenn ich selbst mein intimstes Tagebuch bei Facebook öffentlich einstelle, muß ich doch hinterher nicht weinen, wenn alle wissen, wann ich meinen letzten Liebeskummer hatte!:no:

In diesem Zusammenhang hat es mich so gefreut, daß gerade das viel geschmähte Facebook sich bei der Flutkatastrophe im Süden und Osten unseres Landes vor einigen Wochen als wirkliches soziales Netzwerk herausgestellt hat, wieviele unbürokratische und schnellste Hilfestellungen wären ohne das nicht möglich gewesen!

Und nicht vergessen wollen wir auch die kleinen, privaten Netzwerke z.B. hier bei Blog.de (wenn das denn dann auch hoffentlich bald mal wieder reibungslos und mit chronologischer Kommentar-Reihenfolge wieder funktioniert,>:-( auch ein Grund dieses Eintrages!!!), die so vielen Menschen Tag für Tag Freude und Abwechslung bringen, wer weiß wie vielen vielleicht die einzige!

Es gibt unzählige Möglichkeiten, das Internet verantwortungsvoll zu nutzen, Informationen einzuholen, Wissen zu sammeln oder ganz einfach nur Musik zu hören, Kunst zu betrachten, oder so wie hier, fröhlich zu bloggen! Und sich mit anderen Menschen gleicher Interessen zu verbinden!
Nur unsere Eigenverantwortung dürfen wir dabei natürlich nicht aufgeben!
Und auch nicht die Verantwortung für unsere Kinder, zu wissen, was sie am Rechner tun und ihnen ebenfalls einen verantwortungsvollen Umgang damit beizubringen, vor allem einen, der den Respekt und die Achtung vor den anderen nicht außen vor läßt!

Wenn das die oberste Maxime aller Menschen wäre, würde sowieso jeder Geheimdienst überflüssig, wenn es nicht um Macht und Geld ginge, wenn man niemandem schaden oder übervorteilen will, nicht immer der erste sein und alle anderen überholen möchte, könnte man sich alle Geheimdienste dieser Welt schenken!
Viele Konjunktive im obigen Satz, da müssen wir noch sehr dran arbeiten!

Nun kommen wir endlich zu Reinhard Mey, denn das hier soll ja nun kein trockener Abhandlungs-Bericht werden!:no:;D
Es gibt ein Lied von ihm, daß so herrlich zu diesem Eintrag paßt, es ist über 40 Jahre alt und genauso aktuell wie damals, „Das Geheimnis im Hefeteig oder der Schuß im Backofen“ aus dem Album „Ich bin aus jenem Holze geschnitzt“! Meines Wissens ist das 1971 erschienen!!!
Und ich hab es gefunden! Nicht gesperrt!:yes:

Tja, spionieren ging auch ohne Internet!:))

Und nun kommen wir zum heiteren Teil der ganzen Sache, unter der Rubrik „Mein Computer und ich“ gibt es jetzt lustiges!

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mein Tagesbeginn am Computer (nach durchwachter Nacht für euch!)

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nach dem Aufrufen von Blog.de!

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mein Computer zeigt mir die Zähne und

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die CD laufen heiß!

Ich hab den ultimativen PC für mich gefunden, guckt mal!

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endlich hab ich mein soziales Netzwerk erreicht!

Mein Co-Autor darf natürlich nicht fehlen, wenn er dann so

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abends vor dem PC „hängt“!

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Oder die Maus jagdt!

Bei schweren Bedenken gegenüber der neuen Technik wäre natürlich auch noch das hier zu empfehlen:

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die gute alte Schreibmaschine!

Oder das:

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Bleistift oder Füller, mit ganz profanem Schreibpapier!

Kann man auch löschen:

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mit einem Radiergummi, und das ist dann auch wirklich weg! Unwiderruflich!

Post kriegt man dann auch!

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durch den Briefträger!

Benachrichtigungen darüber auch, „Sie haben Post!“

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Und natürlich muß der Briefträger auch sehr freundlich zu Buddylein sein!

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So, ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, zum krönenden Abschluß kommt noch mal ein Gedicht:

An die Herren Amtsgenossen

Nur unter uns! – Ganz leise!
Beileib verratet`s nicht:
Es ist nicht alles weise,
was ein Professor spricht!
Es bleibe dieses Reimnis
gestrenges Amtsgeheimnis!

(Felix Dahn)

Ich wünsche euch einen wunderschönen WTT, der Sommer soll bleiben, das ist kein Geheimnis und sehr erfreulich!

:wave: