Türchen 18

animaatjes-kerst-katten-22495 animaatjes-kerst_dieren-47000 animaatjes-kerstcadeaus-85497

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 6269

animaatjes-kerst-56993animaatjes-kerst-56993animaatjes-kerst-56993

kerst106Die Weihnachtsbäume kerst106

Nun kommen die Weihnachtsbäume
aus dem Wald in die Stadt herein.
Träumen sie ihre Waldesträume
weiter beim Laternenschein?

Christmas020

Könnten sie sprechen! Die holden Geschichten
von der Waldfrau, die Märchen webt,
was wir uns alles erst erdichten,
sie haben das alles wirklich erlebt.

8549

Da stehn sie nun an den Straßen und schauen
wunderlich und fremd darein,
als ob sie der Zukunft nicht recht trauen,
es muß doch was im Werke sein.

kerst0280qj

Freilich, wenn sie dann in den Stuben
im Schmuck der hellen Kerzen stehn,
und den kleinen Mädchen und Buben
in die glänzenden Augen sehn,

xmasmorn

dann ist ihnen auf einmal, als hätte
ihnen das alles schon mal geträumt,
als sie noch im Wurzelbette
den stillen Waldweg eingesäumt.

17

Dann stehen sie da, so still und selig,
als wäre ihr heimlichstes Wünschen erfüllt,
als hätte sich ihnen doch allmählich
ihres Lebens Sinn enthüllt;

kerst20177tz

als wären sie für Konfekt und Lichter
vorherbestimmt, und es müsste so sein,
und ihre spitzen Nadelgesichter
sehen ganz verklärt darein.

kerstbooman20(207) kerstbooman20(207)

(Gustav Falke)

kerstkinderen10cp2

Hach, seufz, soviel schöner Schnee auf den Bildern, und hier ist es dieses Jahr als wäre Ostern und nicht Weihnachten! Frühlingstemperaturen bringen nun mal nicht unbedingt in Weihnachtsstimmung, da dachte ich mir, wir brauchen hier mal wieder einen lustigen Eintrag, um die Stimmung mal wieder zu verbessern.

Gesagt, überlegt….und lachen müssen!

Was fiel mir ein? Der Weihnachtsbaum! Den hatten wir schon öfter! Wieder Wiederholungen? Nee, wir sind ja hier nicht beim Fernsehen, hihihi, oder doch???

Doch! Nämlich bei „Pleiten, Pech und Pannen“! Hä? Ja, bei Pleiten, Pech und Pannen unter und mit dem Weihnachtsbaum, ich denke, da gibt es in jeder Familie wunderbare Geschichten!

Dann fangen wir mal an:

Heiliger Abend, alles ist vorbereitet, langsam stellt sich Entspannung ein, jung verheiratet und noch ohne Kind, es mußte nur noch der Baum geschmückt werden. Eingestielt war er, stand in stolzer, grüner Pracht, so, erst mal die Lichterkette!

Mit Akribie wurde die elektrische Lichterkette in den Baum gefriemelt, die Kerzen gerade ausgerichtet, schöööön, wo ist die Steckdose? Ah, da! Stecker rein, Lichter an…..? Pustekuchen, und wie Sie sehen, sehen Sie nix! Oh, bestimmt ein Lämpchen „ausgedreht“ vom letzten Jahr, um die Beleuchtung auszuschalten, ohne den Stecker zu ziehen, alle Lämpchen durchprobiert, und wie Sie sehen, sehen Sie nix! Oh, nein, die Lichterkette ist kaputt! Watt nun? Heiliger Abend, im Wortsinne, 17.00 Uhr, alle Läden geschlossen! Guter Rat ist teuer? Mensch, unten im Haus war ein Elektroladen, welch ein Glück, ob da noch einer ist? Drei Etagen runter gerannt, geklingelt, mit klopfendem Herzen gewartet, jaaaa, es war noch jemand im Laden, verwunderte Gesichter, aaah, ja, Lichterkette kaputt, ob wir noch eine haben? Sie werden es nicht glauben, wir haben! Es war eine teure Lichterkette, aber das war uns so wurscht, strahlend haben wir sie gekauft und nach oben getragen, alte ab, neue dran….und wie Sie sehen, sehen sie Licht, hihihi, das war eine Freude! Ende gut, alles gut!

kerstbooman20(75)

Der Dramen zweiter Akt:

Unsere Wohnung hier schon, Björn so etwa 3 Jahre alt, Bäumchen vom Balkon ins Wohnzimmer geholt, wo ist der Christbaumständer, ach, da! Es war ein großer, breiter Baum, Stiel rein, bissel rütteln, damit er paßt…..knack! Der feine Plastikchristbaumständer mit der Möglichkeit, das Bäumchen mit Wasser zu versorgen, weil ein Wasserreservoir drin war, klassisch mitten durchgebrochen! Toll! Kleb mal Plastik! Geht gar nicht! Wollt ihr raten? Jaaaa, genau, Heiliger Abend, im Wortsinne, 17.00 Uhr, alle Läden geschlossen! Watt nu?

Zündende Idee! Wo ist der kleine Holzbeistelltisch aus uralten Oma-Erbe-Zeiten, den wir immer mal wegschmeißen wollten, wir haben doch nicht, oder? Nee, der müßte im Keller sein! Da war er auch! Raufgeschleppt, umgedreht mit der Tischplatte auf den Boden gelegt, vier Beine ragen in die Luft, die sich so prima zum festbinden eines Christbaumes eignen, Christbaum rein, Paketkordel dran, und an allen vier Beinen ordentlich festgezurrt, tadaaaa, er steht! Bombenfest! Bissel weihnachtliches Geschenkpapier um die Beine drapiert, bester Christbaumständer ever! Weihnachten gerettet!

Danach hatten wir grundsätzlich einen massiven Ständer aus bruchsicherem Gußzeug, den hab ich heute noch! Auch hier: Ende gut, alles gut.

27

Der Weihnachtsdramen dritter Akt:

Das betraf nun eigentlich nicht den Weihnachtsbaum, wird aber auch immer noch gerne im trauten Familienkreis erzählt als Horrorerlebnis, lach!

Weihnachten 1985, Björn war 5 Jahre alt und hatte sich einen Kaufladen gewünscht, das Christkind hatte auch pünktlich den Wunschzettel abgeholt und sich aufgemacht, das Geschenk zu besorgen, es stand erwartungsvoll im Keller! Wir hatten ausgemacht, daß Björn und ich in die vorweihnachtliche kleine Kinderchristmette am frühen Nachmittag in die Kirche gehen, er war ja da schon Kindergartenkind, und Papa wollte derweil den Kaufladen hochholen und schon komplett aufbauen, mit allem drum und dran!

Gesagt, getan!

Die Kinderchristmette war sehr schön, wir gingen im langsam dunkelnden Vorabend beschwingt und freudig eingestimmt nach Hause, in der Wohnung angekommen, schickte ein wenig freudig gestimmter Vater den Sohn ins Kinderzimmer, das Christkind hätte sich ein bissel verspätet! Hä? Kind zog etwas maulig ab, ich fragte den nun richtig brummig aussehenden Vater und Ehemann nach dem Grund dieser Anordnung! Und bekam den Bericht von Pleiten, Pech und Pannen pur! Heute können wir herzlichst darüber lachen, damals allerdings nicht.

Der Kaufladen war ein richtig großer, mit Theke vorne und hinten Regalen, aus Holz, konnte das Kind richtig hinter die Theke gehen, und an einer Seitenkante war das ganze zum haltbaren aufstellen mit Holzstreben verbunden, und besagte Holzstreben hatten beim Zusammenbauen….den Geist aufgegeben und waren auseinandergebrochen! Und zwar derart splitternd, daß an ein Kleben oder sonstiges reparieren nicht mehr zu denken war. Was hatte also der arme, völlig entnervte Vater getan in der Zeit, in der wir selig Weihnachtslieder in der Kirche trällerten? Rüüüchtüüüg, er war in den Keller hinabgestiegen und hatte im Schweiße seines Angesichts aus Gott sei Dank noch vorhandenen Holzresten neue Streben gesägt, gebohrt und passend für den kleinen Kaufladen gemacht. Und war natürlich nun noch nicht soweit, daß das ganze sicher und vorzeigbar wie vom Christkind geliefert dastand! An diesem Heiligen Abend verzögerte sich die Bescherung um eine gute Stunde, mittlerweile war natürlich auch das sonst eigentlich recht geduldige Kind völlig maulig, trotzdem ging dann die Bescherung noch mit der nötigen Andacht und Freude auf beiden Seiten (der Kaufladen stand wie eine Eins!) über die Bühne. Ich glaub, daß war das erste und einzige Weihnachten, an dem mein Ehemann am Heiligen Abend dringendst einen Schnaps brauchte, hihihi! Aber auch hier: Ende gut, alles gut!

Besagter Kaufladen stand noch Jahre nach Björns Auszug von Zuhause in der Garage und diente als Regal!

xmastree116pb

Ihr meint, drei Akte wären für ein ordenliches Drama auf der Bühne ausreichend? Mitnichten!

Wir nähern uns dem 4. Akt!

Dieses Weihnachten war das Weihnachten 1987, Björn ein Schulkind im ersten Jahr, und wir hatten uns mit Freunden und deren beiden Söhnen, einer in Björns Alter und sein Freund, der kleine Bruder seines Freundes 2 Jahre jünger, entschlossen, mal über die Feiertage, also Weihnachten und Silvester, nach Bayern in ein Ferienhäuschen zu fahren, wir wollten endlich mal Weihnachten im Schnee! Dies vorab: Es war wundervoll, aber von Schnee weit und breit keine Spur, die ganzen Tage nicht, erst als wir wieder nach Hause fuhren, wirbelten die Flocken vom Himmel, aber das war nur ein kleiner Teil des Dramas, hihihi!

Die Schwiegereltern meiner Freundin waren ebenfalls mitgefahren, sie hatten sich aber im Ort eine Pension gesucht. In unseren Ferienhäusern stand zur Anreise schon jeweils der schönste, fertig geschlagene Christbaum vor der Tür, bereit zum schmücken, wir hatten alles von daheim mitgebracht, das war so schön! Bei den Schwiegereltern wurde der Baum ebenfalls von der entsprechenden Pension gestellt, und als unsere beiden Prachtbäume fertig geschmückt und mit (funktionierenden!) Lichterketten versehen waren, haben wir uns auf den Weg gemacht, um nun den Baum der Großeltern zu bewundern. Unsere Freunde waren schon ein bissel vorausgegangen, und als wir drei dort ankamen, kam uns meine Freundin entgegen mit einem Gesicht, in dem sie nur mühsamst das Lachen unterdrücken konnte, es standen ihr buchstäblich die Tränen in den Augen, sie gestikulierte wild und nahm uns erst mal an die Seite und beschwor uns, beim Eintreten sofort, laut und überschwenglich den herrlichen Christbaum zu bewundern, wenn wir ihn sehen würden, würden wir schon wissen, warum! Neugierig betraten wir das Pensionszimmer, und was sich unseren Augen da bot, wird mir auf immer unvergeßlich bleiben und bringt mich hier beim schreiben bereits wieder zu einem Lachanfall! Ein Weihnachtsbaum! Aber was für einer! Groß, ja, doch, so ca. 1,80 m, breit? Ja, doch, auch! Grün? Tja, also, das wäre jetzt ein bissel übertrieben, ja, doch, es waren grüne Nadeln dran, doch, so ca. 150 Stück auf die Quadratmeterfläche eines 1,80 m hohen und ca. unten wenigstens 80 oder mehr Zentimeter breiten Baumes, kurz und gut: Das war ein besserer Stecken! Ich mußte auf dem Absatz kehrt machen, ich konnte das Lachen einfach nicht unterdrücken, die Kinder haben das „Ding“ einfach nur angestaunt, die waren sprachlos, Gott sei Dank! Denn die Großeltern waren begreiflicherweise not amused, hatten das „Ding“ aber doch nach allen Regeln der Kunst geschmückt. Auch hier mit einer funktionierenden Lichterkette! Die riß das ganze ehrlich raus, ich lach mich weg, mir laufen die Tränen! Aber das war beleibe nicht das Ende vom Drama um den spiddeligen Weihnachtsbaum!

Wir saßen dann, nachdem wir alle mehr oder weniger mühsam unsere Fassung wiedererlangt hatten, gemütlich bei den Großeltern und tranken Kaffee, die Kinder spielten, und plötzlich stieß mich meine Freundin heftig an und machte eine Kopfbewegung zum „Baum“, und ich sah dann erst nur so aus den Augenwinkeln, wie er sich gaaaaaanz langsam zur Seite neigte! Er tat das erst so richtig mit Bedacht und wie eine gut vorbereitete Inszenierung, um dann auf einmal mit einem Ruck und scheppern und knall auf den Boden zu krachen!

Erst großer Schrecken, der Großvater fluchte, war wirklich nicht schön für die Ohren der noch anwesenden Kinder, lol, und dann war es um unserer aller Fassung geschehen, wir haben gewiehert vor Lachen und Tränen geweint, es war einfach überwältigend! Dieses Erlebnis kommt noch heute oft zur Sprache, gerade in diesen Tagen, und der Lacherfolg ist immer noch der gleiche, es war einfach ein sooooo köstliches Bild, wie dieser „Baum“ so für sich selber beschlossen hat, jetzt reicht es mir, ich fall jetzt um!

Er ist dann entschmückt und entsorgt worden, ich glaube, daß war für alle, auch den Baum, das beste!

k19 55

Damit bin ich nun am Ende von Pleiten, Pech und Pannen angelangt!

Da es nun hier aber viel Text und wenig Bilder gab, möchte ich doch auch noch was „schöneres“ nachschieben, ich hatte mich erinnert beim aufschreiben der Geschichten hier an unseren allerersten Weihnachtsbaum als junges Ehepaar, wie in den 70-iger Jahren üblich, natürlich nicht in silber oder klassisch, bewahre, modisch und fetzig in …..orange! Heute seh ich das irgendwie auch schon bissel unter Pleiten, Pech und Pannen, lach, aber damals waren wir stolz und glücklich auf und über unser erstes Bäumchen. Es gibt, glaub ich, noch Dias davon, müßte man mal digitalisieren, aber da wir ja nun schon so oft mein Sammler-Gen beschworen haben, wie könnte es anders sein, ich hab die Kugeln noch, guckt mal:

Foto6256

Foto6258

Foto6259

Foto6257

Foto6260

Foto6261

Foto6254

Foto6253

Foto6255

Die dazu passende Christbaumspitze hab ich tatsächlich nicht mehr, und die untergelegten selbst gehäkelten Deckchen sind ein „Cliffhanger“, da kommt noch mal was zu!

Und passend zu Pleiten, Pech und Pannen zu Weihnachten hab ich ein knuffiges kleines Video:

und damit wünsche ich euch einen wunderschönen Freitag ohne Pleiten, Pech und Pannen!

Habts fein!