Der Tag mit den zwei Gesichtern

Aschermittwoch  und Valentinstag 

Da halten wir nun erstmal eine kleine, närrische Rückschau auf die vergangenen tollen Tage. Am Tulpensonntag  war ich ja mit meiner Freundin in der Sauna, das war so schön, daß dieses Event gleich doppelt in diesem Eintrag vertreten sein wird, zu beiden Tagen.

Am Rosenmontag  haben Mimi und ich uns im närrisch dekorierten Heim

die Rosenmontagszüge angeguckt, vor allem natürlich den von Kölle, hihihi, und dabei ist mir aufgefallen, daß es die ersten Rosenmontagszüge auf dem feinen neuen Fernseher waren, das mußte ich sofort verewigen:

das war alles Kölle, so schööööön! Mimi fand sowohl Deko als auch die Rosenmontagszüge prima, guckt:

 aufmerksame Beobachterin, vorher hat sie mal die feine Luftschlangen-Girlande an der Lampe auf Spielfestigkeit geprüft, lol! Hat geklappt, also macht sie es sich gemütlich!

Am Veilchendienstag  haben wir es uns einfach noch bissel gemütlich gemacht und ich hab am Nachmittag noch herzlich gelacht über eine Nachricht von den Kindern über FB: In Köln kann man sich dem Fastelovend nicht entziehen, hihihihi, sie waren auf dem Veedelszoch in ihrem Stadtteil Mülheim, hatten Spaß und haben ganz viel Süßkram mitgebracht, mit dem sie beworfen worden sind, lol!

Tja, und damit ist der Fastelovend 2018 nun schon wieder Geschichte, schön war er und wir freuen uns aufs nächste Jahr!

Die tollen Tage sind vorbei, es ist wieder Kehraus! 

Aschermittwoch

 Still! die letzte Pritsche knarrte –
Kolombine schlüpft ins Haus;
und die bunte Prinzengarde
schläft ihr rheinisch Räuschlein aus.
Durch die Nacht ein Hörnerblasen –
ei, der gute Wächter wacht!
Nur der Rinnstein in den Straßen
schwatzt von der Konfettischlacht;
manches Täschlein, blank und ledern,
aber, leider, leer, so leer,
bunte Schnitzel, Pfauenfedern,
all das schwemmt er so daher…

 

Und die guten Leutchen tragen
blasse Häupter morgen um;
und sie sagen und sie klagen:
„Ex ist, was so schön und dumm;
aus ist mit der Zeit der Narren
Geigenspiel und Liebeslohn;
und jetzt heißt es wieder karren
in der alten Tagesfron.
Und mit sittsamen Gebärden
ohne Schellenklang und Wein
heißt es gar vernünftig werden,
ach, und voller Tugend sein!“

Kinder, Kinder, eure Schmerzen
sind mir eitel Hall und Schall.
Seht, in meinem Sünderherzen
glimmt ein Fünkchen Karneval;
blitzt ein ewiges Humörchen,
das nicht Aschermittwoch kennt
und mit reuzerquälten Törchen
Faschings Ende nicht beflennt;
das, selbst von des Lebens Schlappen
und von Nörglern ungestört,
an geheimen Narrenkappen
noch die Schellchen läuten hört.

Glaub mir, wie sie sich verstecken
hinter Würden, Kunz und Hans,
guck nur recht, du findst den Gecken
tief im Wams des Biedermanns;
an der Jungfrau Tugendröschen
tönt ein Schellchen leis und fein,
an des Dandys neusten Höschen
klingt’s bei jedem Schritte drein;
neckt den Schwärmer hinterm Sterne,
fährt mit Helden übers Meer,
und in weiter, weiter Ferne
klingelt’s hinter Särgen her…

Laß von Trübsal nicht betören
deinen kurzen Erdengang,
solche Glöckchen sollst du hören
und dich freun am Silberklang;
denn von allen guten Sachen,
die er spendet erdenwärts,
legt‘ als Bestes dir das Lachen
einst der liebe Gott ins Herz.
Bis man dir die schwarzen Pferde
zieht zur Reise aus dem Stall,
trag durch diese bunte Erde
dir dein Fünkchen Karneval!

 

( Rudolf Presber)

Herrliche Aufnahme aus alten Tagen!

Tja, am Aschermittwoch ist alles vorbei? Na, da spricht mir doch mein eingestelltes Gedicht zu diesem Tag voll aus der Seele, vor allem diese Zeilen: „Bis man dir die schwarzen Pferde zieht zur Reise aus dem Stall, trag durch diese bunte Erde dir dein Fünkchen Karneval!“

Ich werde auch wieder „Verzicht“  üben in den kommenden Fastentagen

auf Alkohol, wenig Fleisch, weniger Glimmstengel, aber das alles muß beileibe nicht mit sauertöpfischer Miene einhergehen, und gramgebeugt, es bedeutet für mich einfach nur wieder einmal achtsamer zu sein, mit sich und den anderen, mit offenen Augen und freudigem Herzen auch mal wieder sich an den kleinen Dingen des Lebens freuen! Und Verzicht kann auch darin bestehen, daß man/frau sich eben mal nicht über jede pisselige Kleinigkeit aufregt und ärgert, eben mal nicht den Splitter im Auge des Nachbarn sehen, aber den Balken im eigenen nicht, nicht immer nur wie gebannt auf die geschlossenen Türen des Lebens gucken, ohne die zu sehen, die sich neu geöffnet haben! Nicht immer nur jammern über verpaßte Gelegenheiten, sondern einfach neue finden! Vor der eigenen Türe kehren! Niemand außer mir selbst ist für mein Glück oder Unglück verantwortlich!

Einen kleinen Schritt auf diesem Weg bin ich schon gegangen, am Sonntag beim Besuch der Sauna mit meiner Freundin. Und um euch da nun bissel einzustimmen, zeig ich euch mal mit verschiedenen Links, wie fein es dort ist:

http://revierpark.com/solbad/saunawelt/unsere-saunalandschaft/

http://revierpark.com/

Beim letzten Link ist auf dem Bild links neben dem feinen Schwimmbecken draußen „meine“ Erdsauna zu sehen, und hier

http://revierpark.com/solbad/saunawelt/unsere-saunen/

ist sie nochmal auf dem Header-Bild und bei den kleinen Bildchen unter dem Text ganz rechts auf dem Bild! Klickt es mal an, dann wird es groß!

http://revierpark.com/solbad/unsere_saunen/

Hier sind nochmal kleine Bilder zum anklicken, das zweite von links ist die Erdsauna!

Warum ich das hier nun so ausführlich mache? Ich liebe diese Sauna ganz besonders, und am Sonntag gab es dort eine ganz herrliche Anwendung, sicher kennt ihr alle Sauna-Aufgüsse, aber kennt ihr auch Räucherungen? Räucherungen mit Palo Santo, dem Heiligen Holz der Indianer?

http://www.inkanat.com/de/arti.asp?ref=palo-santo-heilige-holz

Das Holz stammt von einem ganz besonderen Baum, könnt ihr gut im Link nachlesen, sehr positiv dabei ist auch, daß für dieses Holz kein Baum gefällt wird, es wird nur das abgestorbene Holz gesammelt. Das heilige Holz wird unter anderem dazu benutzt, um negative Energien zu vertreiben und positive Energien aufzubauen.

Und genau in diesem Sinne wurde es am Sonntag in der Erdsauna verräuchert, das war so ein wunderbares Erlebnis! In einem Räucherofen werden die Holzstäbe draußen vor der Sauna entzündet, dann wir der Ofen in die Sauna getragen, dort werden die brennenden Hölzer durch ausblasen gelöscht, damit nur noch der Rauch entsteht, der genaue Zeitpunkt dafür muß gut abgepaßt sein. Dann verbreitet sich der wirklich weiße Rauch im ganzen Raum und wird vom Zelebrierenden mit einem großen Fächer im Raum verteilt! Der Geruch ist unbeschreiblich, holzig und süß, ich fand ihn herrlich! Es war mucksmäuschenstill in einer sehr gut besuchten Sauna, man fühlte richtig die Erdung und die Ruhe, die sich ausbreitete, Entspannung pur! Ein ganz tolles Erlebnis!

Das war mein erster Schritt in die beginnende Fastenzeit, und ganz ehrlich, es ist mir wirklich gelungen, diese positive Gestimmtheit aus diesem Erlebnis mit in den Alltag zu nehmen! Da bin ich doch schon mal gut gerüstet!

Und wünsche euch allen einen schönen Aschermittwoch und einen guten Beginn der Fastenzeit!

Nun kommt der zweite Teil des Tages, der 

Morgens send ich dir die Veilchen…

Morgens send ich dir die Veilchen,
die ich früh im Wald gefunden,
und des Abends bring ich Rosen,
die ich brach in Dämmrungstunden.

Weißt du, was die hübschen Blumen
dir Verblümtes sagen möchten?
Treu sein sollst du mir am Tage
und mich lieben in den Nächten.

(Heinrich Heine)

Der Tag der verliebten Verliebten, der verliebten Verlobten, und der verliebten Verheirateten!

Aber auch ein Tag der Freundschaft, denn auch Freunde schenken sich was zum Valentinstag!

Mimi und ich sind Freunde!

Und wir haben uns ein feines Bild geschenkt! Ich an Mimi und Mimi an mich

Süß, oder?!

Euch allen schenken wir zum Valentinstag nochmal den feinen Kaffee zur Einstimmung in den Tag mit Mimi

Und noch ein Gedicht:

Im Volkston

Als ich dich kaum gesehn,
mußt es mein Herz gestehn,
ich könnt dir nimmermehr
vorübergehn.

Fällt nun der Sternenschein
nachts in mein Kämmerlein,
lieg ich und schlafe nicht
und denke dein.

Ist doch die Seele mein
so ganz geworden dein,
zittert in deiner Hand,
tu ihr kein Leid!

(Theodor Storm)

Das ist mein Lieblings-Liebes-Gedicht von Theodor Storm, vor allem liebe ich die letzte Strophe!

Für alle Freundschaften am heutigen Valentinstag gibt es auch noch ein schönes Gedicht

Ein Herz laviert nicht

Ich nenne keine Freundschaft heiß,
die niemals, wenn’s ihr unbequem,
den Freund zu überraschen weiß
trotzdem.

Denn wenn sie Zeit und Mühe scheut,
ein Unverhofft zu bringen,
das einen Freund unendlich freut,
dann hat sie keine Schwingen.

Den Umfang einer Wolke misst
kein Mensch. Weil sie nicht rastet,
noch ihre Freiheit je vergißt. –
Ich glaube: Keine Wolke ist
mit Arbeit überlastet.

(Joachim Ringelnatz)

Freundschaft ist auch, mit der Freundin in die Sauna zu gehen, hihihihi! Deshalb hab ich oben geschrieben, daß dieses Thema gleich zweimal auftaucht!

Nun wünschen wir beide, Mimi  und ich, euch allen einen guten Aschermittwoch und einen wunderschönen Valentinstag, bleibt oder werdet alle gesund und

habts fein! 

 

„So ein Tag….

so wunderschön wie heute….“

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Herz gesucht

Herz gesucht, auch leicht getragen,
und nicht kreislaufstörungsfrei,
aber fähig gut zu schlagen
und vor allem herzlich treu.

Das im Dünnen wie im Dicken,
stets Gefährte bleibt und Freund
und aus völlig freien Stücken
ehrlich ist – und nicht nur scheint!

Das nicht lügt und nicht gemein ist
und nie ander´n sich verschreibt,
das, wenn man in Not allein ist,
trotzdem da ist – und auch bleibt.

Herz gesucht! – und schon gefunden,
klug, bescheiden und gesund,
treu sogar mit Überstunden:
DENN ICH HABE EINEN HUND!

(Verfasser unbekannt)

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lieber Buddy, wünscht dir mit einem lieben Schnurrgruß deine Kumpeline Mimi!

Frauchen hat mir erzählt, daß du heute 5 Jahre alt wirst, guck mal, Kumpel, wir haben noch ein Bildken von dir von damals, als du ganz neu bei deinen Menschen warst:

(Bild: BrigitteE)

Laß dich feiern, genieße den Tag mit deinem geliebten Rudel, ich spendier dir mal ne Wurscht,katze-0086 hihihi, stör dich nicht an dem grimmigen Blick, ich teil sie schon mit dir, sind ja genug davon da! Von meinem Frauchen gibt es einen Wurstteller, animaatjes-worst-80945 und einen ganz dicken Püler! Und natürlich auch ganz herzliche Glückwünsche und alles Gute und Liebe für dich, Mr. B! Und bleib schön gesund!

Ich bring dir noch ein Ständchen

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Katzenmusik, hihihi, und weil du ja so gerne Wasser magst, hab ich mich extra zu deinem Geburtstag in die Wassernähe begeben, guckst du:

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Und nun feier schön!!! Schnurrgruß, deine Mimi und Frauchen Monika.

Und mein Frauchen macht jetzt hier mal weiter, sie meinte nämlich, mein Titel ließe sich von ihr noch prima für den heutigen Tag ergänzen, ich geb dann mal die Feder weiter! Tschüß, Folks!

….ach, wie schnell ist wieder Aschermittwoch…

Aschermittwoch

….und die Tage im Wind verwehn!“

Fasching

Wie eine reife, süße Dolde
hing deine Güte über mir;
im Rausche griff ich nach dem Golde
und streifte schon an seine Zier.

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Nun hat ein graugewobner Schleier
mir deinen Liebreiz jäh vermummt;
und unsrer Seelen bunte Feier
ist ohne Klagelaut verstummt.

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(Otto Erich Hartleben)

Nun sind sie wieder Vergangenheit, die närrischen Tage! Die in diesem Jahr nicht so närrisch waren wie in den vergangenen Jahren hier bei uns, aber dann halt wieder im nächsten Jahr. Dann kommt vielleicht das angedachte Kostüm der Waschfrau dann zum Einsatz

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Mimi meinte gerade, ja, das gefiel ihr, ich hätte dazu passend noch so einen schicken Wäschekorb, da könnte ich ihr ja dann was kuscheliges reinpacken und sie könne dann bequem mit! Das möchte ich sehen, hihihi! Aber für unsere nächstjährige Indoor-Feier hier zuhause wäre das sicher fein!

fasching II

Mit dem Aschermittwoch beginnt nun auch wieder die Fastenzeit. Ich werde dann wieder bis zur Osternacht auf Alkohol verzichten, und einfach mal den Speiseplan ein wenig „vereinfachen“, mehr Gemüse und Obst, vor allem Obst kommt hier immer bissel zu kurz, da freu ich mich jetzt halt wieder auf selbstgemachte Obstsäfte, so wie diesen hier

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Blutorangen, Kiwi, Banane, Möhren, Honig und schwarzer Johannisbeersirup, läcka!

In der nächsten Woche beginnen dann am Donnerstag wieder unsere Osterfrühschichten in der Kirche, da freu ich mich auch schon wieder sehr drauf!

Wer Lust hat auf mehr zum Aschermittwoch, kann ja mal wieder im Archiv stöbern:

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2013/02/13/aschermittwoch-15527218/

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2014/03/05/d-r-fastelovend-eruewer-aschermittwoch-17886294/

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2016/02/10/dies-cinerum-aschermittwoch/

Und damit wünsche ich euch allen einen guten Aschermittwoch und einen schönen WTT, bleibt alle gesund und habts fein! 333

Dies cinerum – Aschermittwoch

Aschermittwoch

Im Kreise

Das eilende Schiff, es kommt durch die Wogen
wie Sturmwind geflogen.
Mit Jubel verkünden der Stimmen gar viele:
Wir nahen dem Ziele!
Der Fährmann am Steuer nur stöhnet leise:
Wir segeln im Kreise! –

(Marie Ebner-Eschenbach)

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333Der Kehraus! Die närrischen Tage sind vorbei, Aschermittwoch! Der Kreis schließt sich und das Ende wird wieder neuer Anfang!

Wie das, fragt ihr? Nun, es galt einmal wieder, etwas neues für den Aschermittwoch zu finden, der in diesem Blögchen ja nun auch schon mehrmals vertreten war, und da bin ich über die Asche vom Aschermittwoch auf diese Idee gekommen:

Denn die Asche, Symbol unserer Vergänglichkeit, ist die Asche der geweihten Palmzweige vom vorjährigen Palmsonntag.

Palmsonntag ist der letzte Sonntag vor Ostern, der letzte Sonntag der Fastenzeit. Da werden die Palmzweige geweiht, die wunderschön geschmückt zur Palmweihe mitgebracht werden.

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Sie bestehen meist aus Buchsbaumzweigen

800px-Illustration_Buxus_sempervirens0 (Illustration Buxus sempervirens, Flora von Deutschland, 1885)

und werden nach der Weihe zu Hause ans Kruzifix gesteckt, an einen Spiegel oder ein Heiligenbild, ans Weihwasserbecken oder auch im Stall an einen Balken. Dann allerdings in einfacherer Ausfertigung wie die oben gezeigten

Foto6617 Foto6618 in der Regel als kleines Handsträußchen wie auf dem rechten, kleinen Bild.

Nach Palmsonntag beginnt die Karwoche, sie endet mit dem Karsamstag und in der Nacht von Karsamstag auf Sonntag beginnt das Osterfest mit der Feier der Auferstehung Christi.

So nimmt dann nach Ostern das Jahr wieder seinen Lauf, über alle bekannten Feste bis hin zu Weihnachten, Silvester, dem Beginn des neuen Jahres und dort dann wieder der beginnenden Karnevalszeit im Februar/März, die wiederum endet mit dem Aschermittwoch, an dem die vorjährigen Palmzweige zu Asche verbrannt werden, mit der geweihten Asche wird das Kreuz auf die Stirn gezeichnet, und der Kreis schließt sich!

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Das Feuer, daß auch zur Verbrennung der Palmzweige benutzt wird, ist ein Sonnensymbol. Die Sonne überwindet den Nebel: Das Feuer, das den Fasching, die Winterpuppe aus Stroh, verbrennt, vernichtet mit diesen Sinnbildern den Todeszauber. Deshalb taucht das Feuer im Jahreslauf immer wieder auf, flammt als Trost im Dunkeln, knattert als Schutz gegen böse Geister und leuchtet als Segen für künftige Fruchtbarkeit. Was jedoch überwunden worden ist, wirkt in seinen Resten und Überbleibseln abermals als Zauber, nun aber als guter: Deshalb schätzte man die Asche des Opferfeuers (oder der Palmzweige, Anm. der Red.) und glaubte in ihr die weiterwirkende Kraft des einstigen Widersachers zur Verfügung zu haben.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Ich hab zu diesem Thema ein Video gefunden, das dieses Thema ebenfalls aufgreift

Bitte, guckt euch dieses Video an, ich war so überrascht, als ich es fand, denn der Pater, der den Text dort spricht, war früher einmal im Kloster an der Liebfrauenkirche hier in Oberhausen und hat Björn getauft und seine Eltern getraut! Die Welt ist so klein!

Über diesen Link hab ich das Video gefunden:

http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/pfarrverband_solingen_minor-V8/GLAUBEN/Jahreskreis/Aschermittwoch/

Ich hab mich so gefreut!

Herings- oder Kücheltag heißt der Aschermittwoch auch, nach den ersten klassischen Fastenspeisen, denn er läutet das hier ein:

fasching II

Die Fastenzeit beginnt und dauert bis zur Osternachtfeier am Karsamstag, ausgenommen vom Fasten sind lediglich die Sonntage einschließlich des Palmsonntags.

Schon irgendwie ein Anlaß für bedröppelte Gesichter, nicht wahr, so ähnlich vielleicht wie auf diesem Bild, das ich fürs Thema mal wieder aufgestöbert habe:

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(Meditation am Aschermittwoch, Witold Wojtkiewicz, 1908)

Aber Fasten muß ja nichts „sauertöpfisches“ haben, es ist einfach eine Gelegenheit, im Überfluß unserer heutigen Gesellschaft mal wieder ein bissel was ursprüngliches zu finden, nicht immer alle Genüsse jederzeit zur Verfügung zu haben und damit wieder die Freude daran besser zu finden, es dient der Reinigung und der Entschlackung und erdet! Ich persönlich betreibe es „moderat“, soll heißen, Genußmittel werden reduziert oder ganz weggelassen (wie z.B. Alkohol), Fleisch und Süßigkeiten werden reduziert und durch Obst und Gemüse ersetzt. Und ich freu mich dann jedes Jahr wieder so sehr auf die Osternacht und das Fastenbrechen, da merkt man dann doch mal wieder, wie sehr man verwöhnt ist durch die Tatsache, jederzeit alles im Überfluß zur Verfügung zu haben.

Den Faschingsdienstag haben wir gemütlichst mit den kulinarischen Resten der Karnevalszeit und einem feinen „Schlöckchen“ Sekt ausklingen lassen, Mimi und ich und unser feiner Narr

und dann kann nun die Fastenzeit beginnen.

Wir wünschen euch allen eine gute, ob ihr nun fastet oder nicht, und natürlich einen guten Aschermittwoch. Bleibt oder werdet alle gesund!

fasching II

D`r Fastelovend es erüwer – Aschermittwoch

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Daß nichts Ewigs…

Daß nichts Ewigs hier zu hoffen, lehret uns das schnelle Jahr,
macht die räuberische Stunde, die den Tag entführet, wahr.
Linder Südwind bricht den Frost, Sommers Glut vertreibt den Maien,
Weicht dem Herbst, der Früchte streut, und bald will es wieder schneien.
Doch der Mond erholt sich wieder, wenn er abgenommen hat;
wir, wenn wir einmal erreichen unsrer Väter Lagerstatt
werden nach dem Leibe Staub, sehen diese Welt nicht wieder.
Wer weiß ob uns morgen noch geht die göldne Sonne nieder!
Warum suchst du denn dein Geld so begierig aufzuheben?
Was des Erben Geiz entgeht, bringt dir Dank bei deinem Leben.

(Hans Aßmann von Abschatz)

Der Aschermittwoch (lateinisch Feria quarta cinerum, „vierter Tag (Mittwoch) der Asche“ oder Dies cinerum, „Tag der Asche“) stellt in der Westkirche seit dem Pontifikat Gregors des Großen den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit dar.
Die Bezeichnung Aschermittwoch kommt von dem Brauch, im Gottesdienst am Aschermittwoch die Asche vom Verbrennen der Palmzweige des Vorjahres zu segnen und die Gläubigen mit einem Kreuz aus dieser Asche zu bezeichnen.
Seit der Spätantike mußten im Christentum Menschen, denen eine Kirchenbuße auferlegt wurde, am Anfang der Fastenzeit ein Bußgewand anziehen, und sie wurden mit Asche bestreut.
Während dieser Brauch um das Ende des 10. Jahrhunderts verlorenging, setzte sich die Aschenbestreuung aller Gläubigen durch, nachdem zunächst einzelne aus Solidarität mit den Büßern sie auf sich genommen hatten.
Das Aschenkreuz wurde ursprünglich bei Männern auf das Haupt gestreut und bei Frauen auf die Stirn gezeichnet. Heute sind beide Formen unabhängig vom Geschlecht üblich. Mit diesem Ritual soll der Mensch an seine Vergänglichkeit erinnert und zur Umkehr aufgerufen werden.

(Quelle: Wikipedia)

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(Popielec, Ash Wednesday, Julian Falat, 1881)

„Bedenke Mensch, daß du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ (lateinisch: „Memento homo, quia pulvis es et in pulverem reverteris“)

„Die Zeit des Gauklers ist vorbei…“ (Reinhard Mey)

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„und das Fest, das wir endlos wähnen, hat doch, wie alles, seinen Schluß…“ (Reinhard Mey)

Der Fastelär 2014 ist Geschichte, Aschermittwoch!

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(Aschermittwoch, Carl Spitzweg)

Die Fastenzeit beginnt, die Zeit des Verzichts! Verzicht auf was?
In unserer heutigen von allem übersättigten Zeit, in der alles jederzeit vorhanden ist oder beschafft werden kann, keine einfache Frage!
Wir haben uns so an den Überfluß gewöhnt, da ist Verzicht nicht populär, nicht zeitgemäß!

Eines ist uns aber dabei abhanden gekommen: Zeit!
Auf die verzichten wir freiwillig, hetzen und hasten von einem Termin und einem Event zum anderen! Bloß nicht still stehen, bloß nicht innehalten!
Und daß hab ich mir nun für die Fastenzeit vorgenommen!
Zeit zu haben, sie mir bewußt zu nehmen, für meine Familie, meine Freunde, Menschen um mich rum!
Für die ganz bewußt genossene Tasse Kaffee am Morgen, für den Gesang der Vögel, für den Geruch des Frühlings, der nun bald wieder beginnt, für ein Buch, für ein Gespräch, für ein ganz dasein im Augenblick, im Jetzt und Hier! Denn der Augenblick ist kostbar und unwiderbringlich!
Nur die Gegenwart ist wichtig, die Vergangenheit ist unveränderbar und in die Zukunft blicken kann keiner!

„Wer zwingen will die Zeit, den wird sie selber zwingen;
Wer sie gewähren läßt, dem wird sie Rosen bringen.“
(Friedrich Rückert)

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Betrachtung der Zeit

Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen,
mein sind die Jahre nicht, die etwa möchten kommen.
Der Augenblick ist mein, und nehm ich den in acht,
so ist der mein, der Jahr und Ewigkeit gemacht.

(Andreas Gryphius)

Ich wünsche euch eine gute Fastenzeit mit vielen schönen Augenblicken!

:wave:

Aschermittwoch

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Aschermittwoch

Weg mit Lustgesang und Reigen!
Bei der Andacht ernstem Schweigen
warnen Totenkränze hier,
sagt ein Kreuz von Asche dir:
Was geboren ist auf Erden,
muß zu Erd und Asche werden.

Vom Altar in die Paläste
dräng es sich zum Jubelfeste;
mitten unterm Göttermahl
ruf es in den Königssaal:
Was den Zepter führt auf Erden,
muß zu Erd und Asche werden.

Wo Trophäen sich erheben,
Sieger jauchzen, Völker beben,
tön es aus der Ferne dumpf
in den schallenden Triumph:
Was den Lorbeer trägt auf Erden,
muß zu Erd und Asche werden.

Wie sie ringen, sorgen, suchen,
das Gefundne dann verfluchen,
der umhergetriebne Geist
Felsen türmt und niederreißt!
Was so rastlos strebt auf Erden,
muß zu Erd und Asche werden.

Siehe, durch des Tempels Hallen
Mann und Greis und Jüngling wallen,
und die Mutter, die entzückt
ihren Säugling an sich drückt!
Was da blüht und reift auf Erden,
muß zu Erd und Asche werden.

Wie sie kommen, ach! so kamen
viele tausend; ihre Namen
sind erloschen, ihr Gebein
decket ein zermalmter Stein.
Was geboren ist auf Erden,
muß zu Erd und Asche werden.

Aber von der Welt geschieden.
Ohne Freud und ohne Frieden,
blickt die Treue starr hinab
in ein modervolles Grab.
Was so mächtig liebt auf Erden,
soll es Erd und Asche werden?

In den schönsten Rosentagen
füllt die Lüfte banges Klagen,
jammert die verwaiste Braut,
einem Schatten angetraut.
Liebe kann nicht untergehen;
Was verwest, muß auferstehen.

Und das brüderliche Sehnen,
abzuwischen alle Tränen,
was die Hand der Armut füllt,
Haß mit Wohltun gern vergilt,
ewig kann`s nicht untergehen:
Was verwest, muß auferstehen.

Jene, die gen Himmel schauen,
ihrer höhern Ahnung trauen,
diesem Schattenland entfliehen,
vor dem Unsichtbaren knien,
o, die werden auferstehen:
Glaube kann nicht untergehen.

Die dem Vater aller Seelen
kindlich ihren Geist befehlen,
und, vom Erdenstaube rein,
der Vollendung schon sich freun,
sollten sie wie Staub verwehen?
Hoffnung muß dem Grab entgehen.

Sieh an schweigenden Altären
Totenkränze sich verklären:
Menschenhoheit, Erdenreiz
zeichnet dieses Aschenkreuz:
Aber Erde wird zu Erde,
daß der Geist verherrlicht werde.

(Johann Georg Jacobi)

Der Aschermittwoch (lat. Feria quarta cinerum 4. Tag = Mittwoch der Asche) oder Dies cinerum – Tag der Asche, stellt im Christentum der Westkirche den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit dar. Diese soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte. Sie umfaßt 46 Kalendertage und dauert bis Karsamstag, die 6 fastenfreien Sonntage (1. – 5. Fastensonntag und Palmsonntag) werden nicht mitgerechnet.

Die Bezeichnung Aschermittwoch kommt von dem Brauch, in Gottesdiensten am Aschermittwoch die Asche vom Verbrennen der Palmzweige des Vorjahres zu segnen und die Gläubigen mit einem Kreuz aus dieser Asche zu bezeichnen.
Die Spendung des Aschenkreuzes findet in der Regel in der Heiligen Messe am Aschermittwoch statt. Nach der Homilie (Predigt zu den Lesungen) segnet der Priester die Asche durch Gebet und Besprengung mit Weihwasser und legt sie allen auf, die vor ihn hintreten.
Das Aschenkreuz wird auf die Stirn gezeichnet mit den Worten:
„Bedenke Mensch, daß du Staub bist und zum Staub zurückkehrst (lat. Memento homo, quia pulvis es et in pulverem revertenis).“

Die liturgische Farbe des Tages ist Violett.

(Quelle: Wikipedia)

83

Die närrische Uhr ist abgelaufen,

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es ist Kehraus, Aschermittwoch,

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei,
die Schwüre von Treue, sie brechen entzwei,
von all deinen Küssen darf ich nichts mehr wissen.
Wie schön es auch sei, dann ist alles vorbei.“

(Text: Hans Jonen/ Musik: Jupp Schmitz)
das einzige Karnevalslied in Moll!

Guckt mal unter den Rosenmontagseintrag, da hat BrigitteE das Lied in einer so schönen Fassung eingestellt!)

„Man sagt, der Narr ist traurig, wenn der Vorhang fällt!“ (Reinhard Mey)

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Die herrlichen Rosen des Rosenmontags tragen Trauer!

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Auch ich werde heute abend in die Messe gehen und mir das Aschenkreuz holen.
Asche als Reinigungsmittel – Reinigung der Seele!

Und es beginnt die Fastenzeit!
Für mich ist das nicht das Einhalten bestimmter Vorschriften bezüglich Essen o.ä., sondern eher die Besinnung auf die Verantwortung gegenüber Gottes Schöpfung und seinen Gaben.
Es muß nicht alles immer, jederzeit und sofort zu haben sein, man sollte mal wieder bewußt Verzicht üben, z.B. auf Fleisch, damit man mal wieder ein Gefühl dafür bekommt, daß wir mit der uns anvertrauten Natur und seinen Geschöpfen behutsam umgehen muß, die vorhandenen Ressourcen sorgfältig verwalten und nutzen! Sie sind nicht unerschöpflich!
Das ist für mich das Wichtige an der Fastenzeit, und auch mal wieder Dankbarkeit empfinden für das, was wir hier noch im Überfluß haben und woran es einem großen Teil der Menschheit mehr als mangelt!

Wir nehmen Abschied von der fröhlichen Karnevalszeit mit Aschermittwoch, das soll nun aber nicht bedeuten, daß wir nun wortwörtlich „in Sack und Asche“ gehen sollten, denn letztlich ist die 40-tägige Fastenzeit doch die Vorbereitung auf Ostern, auf das Frühlingsfest, auf die Auferstehung auch der Natur, auf Erneuerung, außen und innen!

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Und so zitiere ich zum Schluß noch einmal Reinhard Mey:

„Und das Fest, das wir endlos wähnen
hat doch, wie alles, seinen Schluß.
Nun, keine Worte und keine Tränen
alles kommt, wie`s kommen muß.“

(Die Zeit des Gauklers ist vorbei, Reinhard Mey)

und lasse ihn selbst hier zu „Wort“ kommen:

Und in diesem Sinne wünsche ich euch eine gute, gesegnete Fastenzeit!

:wave: