Grafschafter Wochenanzeiger – Alles auf Anfang!

Herbstgang

Die Bäume stehn der Frucht entladen,
und gelbes Laub verweht ins Tal;
das Stoppelfeld in Schimmerfaden
erglänzt am niedern Mittagsstrahl.
Es kreist der Vögel Schwarm und ziehet,
das Vieh verlangt zum Stall und fliehet
die magern Aun, vom Reife fahl.

O geh am sanften Scheidetage
des Jahrs zu guter Letzt hinaus
und nenn ihn Sommertag und trage
den letzten, schwer gefundnen Strauß.
Bald steigt Gewölk und schwarz dahinter
der Sturm und sein Genoß, der Winter,
und hüllt in Flocken Feld und Haus.

Ein weiser Mann, ihr Lieben, haschet
die Freuden im Vorüberfliehn,
empfängt, was kommt, unüberraschet,
und pflückt die Blumen, weil sie blühn;
und sind die Blumen auch verschwunden,
so steht am Winterherd umwunden
sein Festpokal mit Immergrün.

Noch trocken führt durch Tal und Hügel
der längstvertraute Sommerpfad.
Nur rötlich hängt am Wasserspiegel
der Baum, den grün ihr neulich saht.
Doch grünt der Kamp von Winterkorne;
doch grünt beim Rot der Hagedorne
und Spillbeern unsre Lagerstatt!

So still an warmer Sonne liegend,
sehn wir das bunte Feld hinan
und dort, auf schwarzer Brache pflügend,
mit Luftgepfeif, den Ackermann;
die Krähn in frischer Furche schwärmen
dem Pfluge nach und schrein und lärmen,
und dampfend zieht das Gaulgespann.

Natur, wie schön in jedem Kleide!
Auch noch im Sterbekleid wie schön!
Sie mischt in Wehmut sanfte Freude,
und lächelt tränend noch im Gehen.
Du, welkes Laub, das niederschauert,
du Blümchen, lispelst: Nicht getrauert!
Wir werden schöner auferstehn!

           

(Johann Heinrich Voß)

Hallo, ihr lieben Leser alle, hier ist er nun endlich mal wieder, euer Grafschafter Wochenanzeiger mit dem Redaktionsteam

Chefredakteurin Monika mit der rasenden Reporterin Mimi, Volontär Ruddi und Redaktionsbote Bruno

Zum heutigen Sonntag wollen wir doch nun mal einen kurzen Zwischenbericht liefern, wie ihr ja alle dem letzten Beitrag entnommen habt, hat der PC zum Wochenende am 5. Oktober seinen Dienst erst einmal gänzlich eingestellt! Trotz redlicher Bemühungen seitens der Frau Chefredakteurin, es tat sich nix mehr! Es folgten öde Tage ohne Internet, aber wir haben doch alle längst von unserer Reporterin Mimi den Pragmatismus gelernt, geht das eine nicht, geht was anderes, und so haben wir uns die Tage mit lesen, klönen und gemütlich machen vertrieben, haben schon mal die eine und andere Planung erstellt, wenn der PC dann wieder geht. Die Reparatur desselbigen zog sich von seiten unseres PC-Doc ja noch eine Weile hin, die Kinder waren wegen des Umzugs in ihre wieder hergestellte Wohnung nach dem Wasserschaden vollauf beschäftigt.

Und dann, oh, Wunder, nach gefühlten Ewigkeiten sprang das wunderliche technische Teil durch puren Zufall tatsächlich noch einmal an, wie haben wir uns gefreut, uns im Blögchen wieder auf all eure lieben Kommentare melden zu können, in denen ihr uns vermißt habt. Der PC-Doc hatte euch ja dieweil schon informiert, warum hier das Schweigen im Walde war! Lieb von ihm!

Und so kommen hier nun mal Bilder von unseren netzlosen Tagen, zum Beispiel von wieder einmal einem so herrlichen Sonnenuntergang, der bewies, warum man an schönen Tagen den Oktober golden nennt:

Mimi genoß die Aussicht von ihrem feinen Kratzbaum aus

mit Schwänzchen in der Hängematte, kleine Dia-Show wie „Daumenkino“, lach!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Unsere kleine rasende Reporterin hat uns in der PC-losen Zeit nun auch noch Sorgen bereitet, zufällig hab ich beim streicheln einen Knubbel an der Innenseite des linken Hinterlaufs ertastet. Nach Auskunft unserer Tierärztin könnte es sich dabei um eine Fettgeschwulst handeln, die, wenn sie nicht größer wird oder Beschwerden verursacht, unbehandelt bleiben könnte. Das hoffen wir nun alle sehr!!! Und bitten euch alle um eure Daumen und Pfötchen, daß das auch so bleibt! Ich hab es mal fotografiert bekommen, als Mimi Herbstsonnenstrahlen auf ihrem geliebten Balkonien genossen hat

die rosa Stelle.

Balkonien genießen konnten wir alle noch an einigen Tagen, da zeigte sich der Oktober mal freundlich,

richtig strahlende Sonne, die Mimi zur Fellpflege genutzt hat. Und die Windmühlen-Sonnenblume strahlte dazu!

Mittlerweile hat es wieder sehr eingetrübt, am gestrigen Samstag war sogar ein Tag mit ganztägig Pladderregen! Die Natur wird sich gefreut haben.

Am Montag kommen nun endlich meine Kinder, sie haben noch eine Woche Urlaub, da haben wir das Vergnügen mal in der Woche statt am Wochenende, in allererster Linie freu ich mich natürlich auf ihren Besuch, und als zweites dann darauf, daß sich mein Sohn als PC-Doc dann endlich ans Werk machen kann, um einen reibungslosen Lauf wieder zu gewährleisten, auch hier wären ein paar Däumchen sicher hilfreich, lach!

Und dann geht der Oktober auch schon so langsam wieder in den Endspurt, wir hoffen sehr, der Rest des Jahres läuft dann mal wieder zufriedenstellender als die letzten Tage und Wochen, die ja wohl bei einigen unserer Leser nicht so prickelnd waren, um es mal untertrieben auszudrücken! Wir wünschen an dieser Stelle allen von euch, die es brauchen, alles Liebe und Gute und den Kranken von Herzen ganz gute Besserung!

Habt alle einen schönen und hoffentlich entspannten Sonntag, genießt ihn, egal, wie das Wetter wird!

Habts fein!  Euer Redaktionsteam!