Grafschafter Wochenanzeiger – Au revoir, Anori, et une belle vie en France! 👋💐

Zum Abschied

Der Herbstwind schüttelt die Linde,
wie geht die Welt so geschwinde!
Halte dein Kindlein warm.
Der Sommer ist hingefahren,
da wir zusammen waren –
ach, die sich lieben, wie arm!

Wie arm, die sich lieben und scheiden!
Das haben erfahren wir beiden,
mir graut vor dem stillen Haus.
Dein Tüchlein noch läßt du wehen,
ich kann’s vor Tränen kaum sehen,
schau‘ still in die Gasse hinaus.

Die Gassen schauen noch nächtig,
es rasselt der Wagen bedächtig –
nun plötzlich rascher der Trott.
Durch’s Tor in die Stille der Felder,
da grüßen so mutig die Wälder,
lieb‘ Töchterlein, fahre mit Gott!

(Joseph von Eichendorff, 1788 – 1857, deutscher Dichter, Novellist und Dramatiker)

Ja, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, das ist nun unser Lebewohl für Anori, die Eisbärin, die am 4. Januar 2012 im Zoo Wuppertal geboren wurde, und die die Frau Chefredakteurin am 1. Mai 2012 als Eisbärbaby im Zoo Wuppertal besucht und gesehen hat, und die damit zur Begründerin unseres Blögchens und dem späteren Grafschafter Wochenanzeiger wurde, wie ihr hier im ersten Eintrag über sie nachlesen könnt

Lars und Family

und die am 12. Oktober 2021 den Wuppertaler Zoo verlassen hat und in den französischen Zoo Mulhouse umgezogen ist. Wuppertal hat mit dem Wegzug von Anori nunmehr die Eisbärenhaltung aufgegeben, der langjährige Gefährte von Anori, Luka, ist bereits im Dezember 2020 in den  Yorkshire Wildlife Park in England umgezogen. 

(Bild: © C. Kronenberg) 

So hat Frau Chefredakteurin sie das erste Mal gesehen, Anori, Tochter von Vilma und Lars, Halbschwester von Knut und Schwester von Fiete. 

Vater Lars Mutter Vilma und Halbbruder Knut sind bereits über die Regenbogenbrücke gegangen und werden von dort auch weiter über Anori wachen. Bruder Fiete (Bild: © BrigitteE) lebt in Ungarn. 

Eisbärgefährte Luka zog im Oktober 2013 bei Anori im Zoo Wuppertal ein, die beiden waren ein harmonisches Paar, sie mochten sich sehr,

wie man sehr gut an diesem Bild sehen kann, beim gemeinsamen mümmeln von Anoris Geburtstagstorte im Januar 2016! Oder beim spielen mit dem besten Kumpel

Sie hatte viel Spaß im Wuppertaler Zoo

vor allem mit ihrem geliebten, legendären Floß, 

(Bilder: © C. Kronenberg)

und ihre Pfleger haben sie und ihren Kumpel Luka sehr verwöhnt und werden beide bestimmt sehr vermissen. 

Eine kleine Galerie meiner Bilder von Anori zeig ich euch hier nun noch, die sind von meinen Kindern, die Anori auch in Wuppertal besucht haben:

Da war Mama Vilma noch dabei. 

Nun ist „mein“ Mädchen weggezogen, ohne daß ich noch mal die Gelegenheit hatte, sie in Wuppertal zu besuchen, letztlich hat mir da nun auch Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das macht den Abschied von Anori für mich ein bissel traurig, weil ich sie nun wohl nicht wiedersehen werde, aber wer weiß, wie das Schicksal noch die Weichen stellt, vielleicht ergibt es sich doch einmal, sie in ihrem neuen Zuhause zu besuchen. Ich freue mich jedenfalls sehr für sie über den schönen, neuen Platz, den sie ergattert hat und wünsche mir für sie nichts sehnlicher, als daß sie in ihrem neuen Zuhause glücklich wird und vor allem, wenn die Zeit dafür reif ist, auch wieder liebe Eisbärengesellschaft in Mulhouse bekommt. Hier im ehemaligen Blögchen und jetzigem Grafschafter Wochenanzeiger wird sie immer die Begründerin bleiben und wir werden, wie jedes Jahr, hier am 4. Januar mit einem Eintrag ihren Geburtstag feiern. 

Liebe, süße Anori, so sah ich dich das erste Mal, seitdem bist du „meine“ Eisbärin, das wirst du immer bleiben! Leb dich gut ein in Mulhouse, genieße weiter so fröhlich dein Leben wie bisher, das neue, große Gehege mit Gras und Platz zum buddeln und schwimmen wird dir sicher viel Freude machen! Bleib gesund, liebe Maus, und wickel die Franzosen nun so um die Tatzen, wie du es bei uns getan hast. Ich wünsche dir alles Liebe und Gute mit all meinen Lesern hier vom Grafschafter Wochenanzeiger und meinem Bärenteam, von denen drei ja auch Eisbären sind wie du, ein langes, wunderschönes Eisbärleben, wie im Titel bereits geschrieben:

 Une belle vie en France!!!

Wir werden uns lesen, liebe Anori, denn ich werde immer wieder gucken, wie es dir geht! 

Mach’s gut, liebe Maus!

Und allen unseren Lesern wünschen wir einen schönen Donnerstag, mit allen lieben Wünschen und Grüßen von eurem Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Weltkatzentag – Farewell, Django und Storm 🌈🐈🐕

Abendlied

Abend wird es wieder,
über Wald und Feld
säuselt Frieden nieder,
und es ruht die Welt.

Nur der Bach ergießet
sich am Felsen dort,
und er braust und fließet,
immer, immer fort.

Und kein Abend bringet
Frieden ihm und Ruh,
keine Glocke klinget
ihm ein Nachtlied zu.

So in deinem Streben
bist, mein Herz auch du,
Gott nur kann dir geben,
wahre Abendruh.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798 – 1874)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, heuer ist der Weltkatzentag wieder ein Sonntag, als dazumalen 2009 unsere geliebte Mimi in heaven zu uns kam, da war es ein Samstag. Mimi ist nun schon im zweiten Jahr unseres Jahrestages in heaven, und wir haben uns in unserer freitäglichen Redaktionssitzung diesen Tag auserkoren, um hier im ehemals Blögchen und nun dem Grafschafter Wochenanzeiger Mimis ältestem Kumpel von ihrer Freundesliste ein letztes Lebewohl zu sagen: Django, geliebter Kater von Britta-Gudrun, die zu unseren langjährigsten Lesern hier gehört, am16. Oktober 2012 kam ihr erster Kommentar und am 27. Oktober 2012 erzählte sie uns zum ersten Mal von Django. Viele gemeinsame Blogerlebnisse teilten wir in all den Jahren, legendär und unvergeßlich die gemeinsamen Fanmeilen zur Fußball-WM 2014, bei der Django gemeinsam mit Mimi unsere Einträge zur WM mit ihrer tatkräfigten Mithilfe bereicherten. 

Django mit der Fanmeile aus dem Saarland, auf den obigen Bildern im Erschöpfungsschlaf nach erzitterten Siegen von WIR, und im Verband mit Mimi Pfoten drückend für einen hoffentlich weiteren

und Freudenschreie bei selbigem!

Im August 2014 hab ich mal ein kleines Bildchen gebastelt, Mimi und Django haben da gemeinsam auf einem Bild vereint Britta-Gudrun zum Geburtstag gratuliert: 

Nun hat sich Django auf leisen Samtpfoten aus dem Leben seines Frauchens geschlichen, nach wochenlangem vergeblichen Warten auf seine Wiederkehr in seinem Zuhause wird er nun bei Mimi in heaven sein, ich glaube, das wird ein freudiges Wiedersehen gewesen sein, nun wachen sie dort oben wohl gemeinsam über ihre Dosenöffnerinnen und unserem Grafschafter Wochenanzeiger mit allen tierischen und menschlichen Lesern. 

Britta-Gudrun hat ihrem Django so ein liebes Erinnerungsalbum erstellt, zur Freude aller Redaktionsmitglieder hat sie es uns auch zur Verfügung gestellt, und so stellen wir das nun mal hier so ein, wie Britta-Gudrun es erstellt hat: 

Ein bewegtes Katerleben – Djangos Farewell

Hallo, ihr kennt mich alle aus diesem Blögchen und dem späteren Grafschafter Wochenanzeiger von meiner Freundin Mimi mit ihrer Dosenöffnerin und alle tierischen Leser kennen mich von vielen wunderschönen Feiern, Partys und Unternehmungen auf Balkonien im Eulennest in herrlich-vergnügter Runde. Mein Frauchen Britta-Gudrun hat sich lange um mein Vertrauen als scheuer Streuner bemüht! 

Hier war ich im Juli 2010 auf der Suche nach einem neuen Zuhause

Woher ich kam, weiß außer mir keiner und ich habe es auch nie erzählt. Aufgrund meiner nicht mehr weißen Zähne wurde ich auf ca. 10-12 Jahre geschätzt. Jedenfalls war ich ausgehungert, abgemagert und sehr struppig, als ich unverhofft öfters in diesem Garten nachts eine gefüllte Futterschale fand, die eigentlich für Igel gedacht war. Britta-Gudrun hat für alles ein offenes Auge und ein gutes Herz und so bekam ich nun regelmäßig Futter angeboten. Aber, ich habe es ihr nicht leicht gemacht. Dass ich an dieser Futterstelle gut versorgt wurde, sieht man an diesem Foto, denn es wurde erst ein Jahr später nach meiner Ankunft aufgenommen.

Vorher war ich viel zu scheu und fauchte angstvoll meine neue Dosenöffnerin an, obwohl sie mir doch nur die Futterschale hinstellen wollte. Ich hatte bis dahin bei Entdeckung eines Futterhappens schon oft schlechte Erfahrungen gemacht, weil ich meistens gleich verjagt wurde. Wochenlang wurde ich also im Garten gefüttert. Mal stand das Futter hier, mal da, je nachdem wo ich gerade auftauchte.

Die meiste Zeit sah mich meine Dosenöffnerin aber nur von hinten, denn scheu wie ich war, verschwand ich auch gleich wieder.

Dann, oh Schreck, kam etwa nach vier Wochen eine andere Frau mit der Futterschale und ich wartete erst mal vorsichtig, bis sie weg war. Das ging einige Wochen so und es handelte sich bei diesem neuen Lieferdienst um eine liebe Nachbarin von meiner Dosenöffnerin, weil selbige sich einer Operation mit anschließender REHA unterziehen mußte und die Nachbarin meinen Futterservice in ihrem Auftrage erledigte, in der Hoffnung, daß ich ortstreu bleiben würde, bis sie zurückkäme.

Bei ihrer Rückkehr habe ich ihr dann auch sehr dezent meine Freude über das Wiedersehen gezeigt, indem ich auf sie zugegangen bin, was ich vorher noch nie getan habe.

Nun war es mittlerweile Oktober und meine noch humpelnde Dosenöffnerin mit ihrem neuen Hüftgelenk bot mir für kalte Tage und Nächte eine Futterstelle und einen molligen warmen Schlafplatz im Keller an, den ich hinter einem raffiniert getarnten Fenstergitter vorfand. Also quasi mein neues Zuhause undercover.

Den ersten Winter wohnte ich also des nachts im Keller oder in den „Katakomben“ wie mein neues Frauchen es nannte. Den Namen Django gab sie mir schon sehr früh, denn was paßt besser zu einem einsamen Streuner und Kämpfer, der ich nun mal war? Oftmals stand sie im Winter frierend in einem dicken Mantel vor meinem erhöhten Schlaf- und Futterplatz und sprach beruhigend auf mich ein. In dieser Zeit erlaubte ich ihr auch nach einer angemessenen Weile, mir ab und zu ganz vorsichtig und zart meinen Kopf zu streicheln. Über mein etwas raues Schnurren, das mehr wie ein Brummen klang, war sie sehr glücklich, weil es doch unser schönstes Dankeschön an unsere Dosenöffner ist, nicht wahr?

Nur ihren Lockrufen nach oben in die Wohnung zu folgen habe ich eisern widerstanden, denn man weiß ja nie, was hinter der nächsten Türe ist und wird möglicherweise eingesperrt und ist dann gefangen. Das war meine einzige Bedingung: Kein geschlossenes Fenster und keine verschlossene Türe zwischen mir und meiner Freiheit!

Nach meinen täglichen Streifzügen durch mein nun noch größer gewordenes Revier lag ich gerne oft hier im Garten, besonders an heißen Sommertagen, unter Sträuchern und Blumenstauden. 

z. B. hier am Teich oder inkognito neben einer weißen Katzenstatue

Nach etwa einem Jahr unserer offenen (sehr offenen!) Beziehung – jeder kam und ging, wann er wollte, auch meine Dosenöffnerin – hat sie mich gezwungen oder besser gesagt überlistet und zwar mit einem Grillhähnchen. Diesem Duft konnte ich bei aller Zurückhaltung nicht widerstehen und bin ihr ganz vorsichtig in die Wohnung gefolgt, wo ich es dann verzehren durfte. Welch ein Genuß und es ist, das darf hier schon verraten werden, nicht mein letztes Hähnchen gewesen!

Bei schlechten Appetit z.B. wegen hormonbedingten Katzenjammers, gehörten oftmals gekochte Hähnchenschlegel, Lachs und Thunfisch zum besonderen Verwöhnprogramm meines Frauchens, die dann sagte: „Wer eine Katze hat, macht sich zum Affen“. Und, was soll ich euch sagen, ihr ahnt es schon, fortan blieb auch die Kellertüre zur Wohnung nach oben offen, so daß ich weiterhin ungehindert Tag und Nacht aus und ein gehen konnte, wie es sich für einen freiheitsliebenden Streuner gehört. Über den eiskalten Flur im Winter und verpuffte Heizungswärme decken wir an dieser Stelle lieber den Mantel des Schweigens.

Nun begann das Dolce Vita für mich: mit kuscheligen und warmen Schlaf- und Liegeplätzen vor der Heizung oder auf dem Sofa, wo ich nach Herzenslust chillen konnte.

Es gab Geschenke, obwohl ich nicht wie „richtige“ Hauskatzen wirklich an Katzenspielzeug interessiert war. Ich spielte lieber mit raschelndem Laub, wenn meine Dosenöffnerin ihre Blumenbeete aufhübschte. Der Kühlschrank enthielt neben dem gewöhnlichen Katzenfutter allerhand Leckereien, was ich sehr genau wußte. So konnte ich immer gut gestärkt die Kontrolle meines Reviers vornehmen. Natürlich verliefen diese Kontrollen nicht ohne Revierkämpfe und nicht ohne Folgen und so sind meine vielen blutigen Schrammen und Verletzungen am Kopf, die ich mir vor allem wegen der holden kätzischen Anwohnerinnen im Frühjahr und im Sommer einhandelte, nicht ausgeblieben, wie man hier deutlich sehen kann.

Etwas Gutes gab es wohl in meinem Vorleben, denn ich war kastriert, wie meine Dosenöffnerin erleichtert nach meinen ersten Übernachtungen im Keller ohne stinkende Duftmarkierungen feststellen konnte, denn anders wäre ich unter den an anderer Stelle geschilderten Umständen nie in die Wohnung gekommen. Ich hatte auch keine Angst vor dem Waschmaschinen- und Staubsaugergeräusch, also habe ich vorher doch ein Zuhause gehabt. Wahrscheinlich sogar bei einer alten Dame, denn woher sollte meine Vorliebe für Gesottenes und Gebratenes sonst kommen, sinnierte mein Frauchen oftmals. Nun ja, auch ein Gourmet genießt und schweigt. Auch mein Liebesleben blieb wegen der Kastration ohne Folgen, was schon aus Tierschutzgründen sehr segensreich war.

Auch wenn es hier so aussehen mag, ein Schmusekater war ich nie. Aber an vielen abendlichen Stunden, vor allem im Winter während meiner hormonberuhigten Phase, habe ich gerne bei meinem Frauchen gemütlich und ausnahmsweise ganz nah auf ihrem Bauch gelegen und meinen dicken Katerkopf streicheln lassen. Meine herben Schnurr- und Brummgeräusche dazu mochte sie sehr gerne.

Wie ich schon sagte, ein Schmusekater wurde ich nie, aber Köpfchenstreicheln und um ihre Beine gehen waren okay. Aber nie und nimmer hätte man mich auf den Arm nehmen können, Rücken berühren oder mich gar hochheben dürfen, das alles war ein absolutes Tabu. Das machte meinem Frauchen immer große Sorgen, weil sie mich wegen dieser Unnahbarkeit bei einer schweren Verletzung nie zum Tierarzt hätte bringen können, aber das konnte ich ihr ersparen, wenn auch auf eine für sie traurige Weise und aus n u r mir bekannten Gründen.

So vergingen die Jahre und wenn mein Frauchen ein paar Tage verreiste, übernahm eine liebe Nachbarin vorübergehend den Fütterungsdienst. Aber auch ihr gegenüber blieb ich scheu und zurückhaltend und wenn nur die Türklingel ertönte, war ich schnell wie der Blitz in Richtung Kellertüre zum Ausgang verschwunden.

Aber in diesem Frühjahr ließ mein Appetit sehr nach, der auch durch die besten Leckereien nicht mehr wirklich besser wurde. Manchmal war ich einige Tage nicht im Haus und schlief auch nur noch ganz selten in meinem Garten oder auf dem Sofa. Das beunruhigte mein Frauchen sehr. Wenn ich dann manchmal nachts außer im Keller auch in die Küche an meinen Futternapf kam, schlich ich mich danach meistens an der immer offenen Wohnzimmertüre vorbei, ohne MIAU zu sagen, schnell die Treppe herunter. Vorbei waren die Zeiten, in denen ich energisch den Kühlschrank nach besonderen Leckereien inspizierte.

Wegen dieser oftmals nur nächtlichen Besuche war meine Dosenöffnerin immerhin beruhigt, dass ich wenigstens ab und zu nach oben zum Essen kam und nicht ganz abmagerte. Aber dann erwischte sie zweimal nachts den frechen roten Kater namens Zorro aus der Nachbarschaft an meinem Napf in der Küche – eine bodenlose Frechheit, denn daß im Keller am Futternapf öfters mal fremde Kostgänger waren wußten wir beide schon lange. Es schien, als wenn mich die jungen Kater und Katzen aus der Nachbarschaft nicht mehr respektieren würden. Erst diese Beobachtung machte mein sonst so katzenerfahrenes Frauchen richtig stutzig und nachdenklich. Aufgrund ihrer Tagebucheintragungen war auch mein letzter Besuch bei ihr am 25. Juni notiert worden, an dem ich zwar etwas dünner aber unverletzt war.

Nachdem sie mich vier Wochen nicht mehr gesehen hatte, hat sie traurig und schmerzlich realisiert, dass ich mich ganz leise auf meinen Samtpfoten aus ihrem und unserem gemeinsamen Leben davon geschlichen habe, so wie ich mich vor 11 Jahren in ihr Herz geschlichen habe.

Lieber Django,
natürlich habe ich hoffnungsvoll Nachforschungen über dich in der Nachbarschaft und in meiner Wohngegend angestellt, aber vergebens, niemand wußte etwas über dein Verschwinden und dein ADIEU für immer, obwohl viele dich kannten.
Ich werde dich vermissen!

Deine prachtvollen Barthaare erinnern mich auch an Antje, die Walrossdame und das NDR-Maskottchen

Diese Ruhehaltung mit eingeschlagen Vorderpfötchen mochte ich ganz besonders gerne an dir!

Und an die Abmachung dich nur am Kopf zu streicheln und nicht unter dem Kinn zu kraulen, habe ich mich nach einigen sehr schmerzhaften Kratzattacken von dir wohlweislich gehalten.

Du warst kein Vogelfänger und die Erbeutung einer Maus habe ich nur ein einziges Mal bei dir erlebt. Selbst diese gehäkelte Spielzeugmaus von unserer gemeinsamen Katzenfreundin Monika mit ihrer von dir so sehr verehrten Mimi, hast du, wie so oft auch die um dich am Vogelfutter pickenden Spatzen, unbeachtet gelassen

Mein liebes Katerchen,
wo immer du dich auch zu deinem letzten Schlaf hingelegt haben magst, ich hoffe, daß dir ein sanftes, schnelles und schmerzloses Einschlafen über die Regenbogenbrücke geholfen hat und vergönnt war. Die Ungewissheit über deine letzten Lebenstage, wo und wie auch immer du sie krank oder verletzt verbracht hast, bekümmert mich sehr. Andererseits hast du mir die schwerste Entscheidung der Einschläferung bei einer unheilbaren Erkrankung abgenommen, die fast alle Tierfreunde irgendwann als letzten Liebesdienst für ihre Lieblinge treffen müssen.

Die meisten reinen Wohnungskatzen sterben an Altersschwäche, aber Freigängerkatzen, wie du es mit Leib und Seele warst, leben nun mal gefährlicher – das ist der Preis der Freiheit für eure Unabhängigkeit, die ihr jenseits des häuslichen Komforts ausleben wollt und auch dürfen solltet!

Es war schön und gut für mich, dich bei mir zu haben und umsorgen zu können. Nun bist du vor mir gegangen und ich brauche keine Sorge mehr zu haben, was aus dir als scheuen und deshalb unvermittelbaren Kater werden würde, wenn ich eines Tages…. na, du weißt schon.

Britta-Gudrun, im Juli 2021

Wir waren alle ganz tief berührt von diesen schönen und bewegenden Abschiedszeilen von Britta-Gudrun, und hier ist manche Träne geflossen in Erinnerung an so wunderschöne Zeiten hier bei uns. 

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Immer dem Jahreskreis längs, zu Karneval, zur Walpurgisnacht, zu Halloween und besonders legendär und noch allen in Erinnerung ist sicherlich unsere Modenschau der Katzen- und Hundemodells im April 2019. Und immer war Django dabei, geliebter Verehrer von unserer Mimi in heaven, die er immer seine schwarze Ruhrpottprinzessin nannte. 

Farewell, Django, wir werden dich nicht vergessen und immer in unserem Herzen haben! 

Liebe Britta-Gudrun, eine ganz liebe, tröstende und mitfühlende Umarmung und ein lieber Dank, daß wir Djangos Geschichte hier einstellen durften. 

Und noch ein tierischer Freund von Mimis Freundesliste ist am 3. August 2021 über die Regenbogenbrücke gegangen, 🌈 auch er war bei allen feinen Unternehmungen hier mit dabei, Storm, Mimis Hundefreund und geliebter Gefährte von Christa aus Kanada. 

bei der Modenschau

Halloween 2019

beim Rosenmontag 2020 im Hänneschen-Theater und im April 2020 bei der Walpurgisnacht-Abschiedsfeier für Mimi in heaven. 

Nun ist auch er bei ihr auf Wolke ☁ und Stern ⭐ und auch er wird von uns nicht vergessen, auch ihn haben wir fest im Herzen! ❤

Auch dir, lieber Storm, ein liebes und inniges Farewell. Und deinem Frauchen eine ganz liebe, tröstende und mitfühlende Umarmung. 

Zum Abschluß unseres heutigen doch sehr traurigen Eintrags zum Weltkatzentag haben wir noch das obige Gedicht als Lied für euch, mit einer Melodie von Johann Christian Heinrich Rinck, 1770 – 1846, 

und damit wünschen wir all unseren Lesern einen guten Sonntag und allen tierischen Freunden von Mimi in heaven einen schönen Weltkatzentag, denen, die es brauchen, drücken wir alle Daumen, Pfoten und Tatzen hier für baldiges Wohlergehen, unseren Lesern wünschen wir bleibt oder werdet gesund, und seid alle lieb gegrüßt von eurem Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Bleibt behütet und gesegnet! 

Abschied und Neubeginn

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Willkommen und Abschied

Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht.
Der Abend wiegte schon die Erde,
und an den Bergen hing die Nacht;
schon stand im Nebelkleid die Eiche,
ein aufgetürmter Riese, da,
wo Finsternis aus dem Gesträuche
mit hundert schwarzen Augen sah.

Der Mond von einem Wolkenhügel
sah kläglich aus dem Duft hervor,
die Winde schwangen leise Flügel,
umsausten schauerlich mein Ohr;
die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
doch frisch und fröhlich war mein Mut:
In meinen Adern welches Feuer!
In meinem Herzen welche Glut!

Dich sah ich, und die milde Freude
floß von dem süßen Blick auf mich;
ganz war mein Herz an deiner Seite
und jeder Atemzug für dich.
Ein rosenfarbnes Frühlingswetter
umgab das liebliche Gesicht,
und Zärtlichkeit für mich – ihr Götter!
Ich hofft es, ich verdient es nicht!

Doch ach, schon mit der Morgensonne
verengt der Abschied mir das Herz:
In deinen Küssen welche Wonne!
In deinem Auge welcher Schmerz!
Ich ging, du standst und sahst zur Erden,
und sahst mir nach mit nassem Blick:
Und doch, welch Glück, geliebt zu werden!
Und lieben, Götter, welch ein Glück!

(Johann Wolfgang von Goethe)

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So, bevor nun Blog.de Mitte Dezember hier den Stecker zieht,:'( haben wir uns natürlich nun auch mal nach einem neuen Domizil für unsere Blogseite hier umgeguckt, euer Co-Autor und ich!

Wenn es dann bald heißt

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Blog.de schließt die Pforten:`(

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und alles raus muß;D

das Schild

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„Ausverkauf“ an der Blogtüre hängt>:-(

müssen wir ja auch ein neues Zuhause haben! Denn unser Blögchen möchten wir doch nie und nimmer missen!:no:

93
nämlich

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erfolgt mit dem heutigen Tage, also dem 18. Juli 2015!:yes:

umzug00037

lautet nunmehr wie folgt:

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2015/07/18/da-sind-wir/

Es ist erst ein Anfang, und aller Anfang ist schwer, ich blick beileibe noch nicht durch alles durch, aber es gefällt mir und ich hoffe, euch auch!:yes:;D

Der eigentliche Umzug meines Blögchens (also alle Einträge von den vergangenen drei Jahren!) wird wahrscheinlich erst zum 2. August-Wochenende stattfinden, denn da bin ich zum ersten Male in der neuen Wohnung der Kinder in Kölle!:D Zum besichtigen!:D Und zum einweihen mit dem traditionellen Brot und Salz!:D

Und dort werde ich dann wohl den Umzug vom Blögchen starten, denn mein „Oldie-PC“ wird wahrscheinlich nicht mit der Datenflut mehr fertig,:roll: und bevor was passiert, lieber unter Aufsicht eines „Fachmannes“!:yes:

Es dauert ja auch noch ein wenig, bis hier endgültig Schluß ist, also könnt ihr auch bis dahin weiterhin mit Einträgen hier rechnen, wenn ich den neuen Blog benutze, werde ich es hier verlinken, dann wißt ihr immer alle Bescheid!:yes:

So, der Anfang ist gemacht, schaun wir mal, wie es weiter geht, mein Co-Autor und ich wünschen euch einen wunderschönen Sonntag!

Habts fein!

:wave:

Abschied

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Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben, die lachen können!
Und wenn du dich getröstet hast (man tröstet sich immer),
wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein.
Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.
Und du wirst manchmal dein Fenster öffnen,
gerade so, zum Vergnügen…
und deine Freunde werden sehr erstaunt sein,
wenn sie sehen, daß du den Himmel anblickst und lachst.
Dann wirst du ihnen sagen: „Ja, die Sterne,
die bringen mich immer zum Lachen!“
Und sie werden dich für verrückt halten.

(Aus: Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry)

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Hallo, ihr Lieben,

ihr ahnt es sicher schon, nicht wahr, daß ist nun mein Abschiedseintrag für meine liebe Freundin Luzi

Luzi

geliebte Katze von den Kindern von meinem Frauchen.
Sie ist am Freitag, am 28. November 2014, über die Regenbogenbrücke gegangen, ihre geliebten Menschen waren bis zum Ende bei ihr.

Liebe Luzi, machs gut da drüben, bestimmt geht es dir jetzt wieder ganz fein, ich schick dir mal ein paar Mäuse hinterher, als lieben letzten Gruß

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so wie die Menschen das eben immer so mit Blumen machen!

Ich kannte dich ja nicht persönlich, aber ich hab mich immer sehr gefreut, wenn du meinem Frauchen in der Reisetasche, die sie ja immer bei sich hatte, wenn sie zu euch kam, liebe nette Briefe hinterlassen hast, hab ich immer meinen Spaß beim lesen gehabt, und du hoffentlich auch an meinen, die ich dann beim nächsten Besuch da wieder reingeschrieben habe. Da haben sich unsere Dosenöffner ja immer köstlich drüber amüsiert, nicht wahr?
Mein Frauchen ist sehr traurig über deinen Abschied, so wie deine geliebten Menschen, die dich so sehr vermissen, aber wir beide wissen es ja, nicht wahr, es ist wie in dem von mir eingestellten Gedicht, und wir werden uns eines Tages alle wiedersehen! Ich hab Freitagnacht von meinem Balkontischchen aus schon nach deinem Stern Ausschau gehalten, und ich glaub, du hast mir zugewinkt!

Ganz sicher hast du deinen Kumpel Loui drüben wiedergetroffen, mit dem du so eine schöne Zeit gemeinsam bei deinen Dosenöffnern hattest, da habt ihr euch sicher gefreut.

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Mein Zuhause kanntest du ja auch, mein Frauchen hat mir das erzählt, daß du mal für eine Woche mit Loui hier warst, als deine Menschen in Urlaub waren. Loui, sagt mein Frauchen, hat das richtig genossen, aber du warst soooo froh, als dein Frauchen wieder da war, bist ihr in die Arme gesprungen, als sie dich rief, aus dem Schlafzimmer kamst du geflitzt, von der Couch, auf der ich jetzt hier im Wohnzimmer auch immer so gerne liege.

Guck mal, liebe Luzi, ich hab so ein feines Bildchen gefunden, weißt du, so stelle ich mir in etwa den Katzenhimmel vor

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den ganzen Tag in der Sonne liegen und dösen!
Hoffentlich haben sie da drüben auch Wasserkräne, du hast doch immer so gerne daran getrunken, hat mir mein Frauchen erzählt!

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Menschen brauchen zum erinnern ja immer auch Bilder, darum zeig ich jetzt noch welche von dir, damit auch alle anderen hier in dem Blögchen vom Dosenöffner wissen, was du für eine Schöne warst!

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Machs gut, liebe Luzi, wir werden dich nicht vergessen!
Frauchen hat noch ein schönes Lied für dich, du mochtest ja gerne Balladen, nicht wahr?!

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Deine Mimi und Frauchen

:wave:

Herbstanfang

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Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: Es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke)

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Ich möchte diesen Eintrag unserer BrigittePlauen widmen; sie hat ihre liebe Mutti verloren!

Liebe Brigitte, unsere Gedanken und Herzen sind bei dir, laß dich lieb umarmen und dir viel Kraft wünschen!

„Die Mutter war´s, was braucht´s der Worte mehr.“

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Der Herbst ist eine Zeit des Abschieds, vom Sommer, von der Wärme, von den hellen Tagen und Nächten, die Natur zieht sich zurück! Die Bäume werfen ihre Blätter ab, um sich vor den kommenden Frosttagen zu schützen!

Und doch ist gerade in dieser Zeit das Licht mitunter so intensiv

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die Farben so berauschend!

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Das ist ein Versprechen, das nichts verlorengeht und alles wiederkehrt, der ewige Kreislauf der Natur! Er spiegelt sich im menschlichen Leben!

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

(Dietrich Bonhoeffer)

Mit diesem Segen wünsche ich euch allen einen guten Montag!