April, April!

Erster April

Unterm Windstoß rauscht der Regen
schärfer in die grünen Blätter;
auf den aufgeweichten Wegen,
Kragen hoch, ins tollste Wetter
spring ich mit verwegenem Mute.
Und der Segen will nicht enden,
und mit Munde und mit Händen
hasch’ ich nach den Himmelsspenden.

Sorglos pfeif’ ich, frechvermessen,
eine Schelmenweis; indessen
lacht die helle Sonne wieder
warmen Gruß, die Liebe, Gute,
von dem blauen Himmel nieder,
trocknet schnell die nassen Kleider,
Hut und Mantel und so weiter,
lässt an Gras und Blätterspitzen
tausend Diamanten blitzen,
und ich fühle mich so reich:
Bin ich nicht dem König gleich?

Das sind meine Kronjuwelen,
und die kann kein Diebesvolk stehlen.
Alle schenk ich meinem Schatze,
der soll sie am Busenlatze,
soll am Hals, im Haar sie tragen,
wenn ich in den nächsten Tagen
sie als holde Königin
führe durch mein Reich dahin.

Ach! was wird sie lustig lachen,
tausend tolle Sachen machen!
Wird die schönsten Brillanten,
die im Sonnenlichte glühen,
Kronrubine und Demanten,
mit den kecken Fingerspitzen
– dieses Glitzern! dieses Sprühen! –
juchzend in die Lüfte spritzen;
wird an allen Zweigen rütteln,
die Smaragde und Topase
kichernd von den Bäumen schütteln
und ein süßes Mäulchen ziehen,
pitscht ihr einer auf die Nase.

Und an einem abgelegnen
mir und einzig meinem Schätzchen,
meinem wilden Schmeichelkätzchen,
wohlvertrauten stillen Plätzchen
wird es Küsse, Küsse regnen,
und ich halte duldsam still …
Aus dem Wald wie süße Geigen
wird ein seltsam Flüstern steigen,
und man weiß nicht, was es will …

Ssst …! Da plirrt es in den Zweigen,
Regentropfen fallen dichter;
durch des Waldes Dämmerschweigen
plustert elfisches Gelächter,
dass sich alle Büsche neigen,
und es lacht: „Verliebter Dichter!“
Ferner noch: „April! April!“

(Albert Sergel

1. April – Narrentag

Der Narrentag wird in der ganzen Welt nach dem Spruch gefeiert: „Am 1. April schickt man die Narren wohin man will.“

Es gibt zahlreiche Erklärungen für diese Sitte: In der Karwoche ist Christus „von Pontius zu Pilatus“ geschickt worden; die Römer haben um diese Zeit ein Narrenfest gefeiert; die Sitte kann auch aus Indien zu uns gekommen sein, wo an diesem Tag der Brauch herrscht, Leute auf alle mögliche Weise zum Narren zu halten; die Franzosen behaupten, an diesem Tag sei Judas geboren, infolgedessen habe der Satan Gewalt über die Welt. Dem Teufel muß man aber durch den Narren zuvorkommen, denn Scherz verscheucht das Unheil. Die Engländer glauben, der Ursprung sei in Frankreich zu erkennen, wo Mitte des 16. Jahrhunderts der Neujahrstag wieder auf den 1. Januar zurückverlegt wurde, nachdem man ihn jahrhundertelang am 25. März gefeiert hatte. Auf jeden Fall ist das Aprilschicken nach dem 30-jährigen Krieg in Deutschland aufgekommen.

Ursprünglich ist es ein Spaß für die Erwachsenen und die Überlegenen gewesen. Väter haben ihre Kinder, Meister ihre Lehrlinge und Herren ihren gerade eingestellten Knecht in den April geschickt und befohlen, Schnakenfett oder gedörrten Schnee aus der Apotheke zu holen, Hühnergräten oder einen Windsack ins Nachbardorf zu tragen oder sich irgendwo ungebrannte Asche abzuholen.

In England und in den USA denkt man sich manchmal etwas rüde Scherze aus, lädt zum Beispiel den Aprilnarren zum Essen ein, klebt neben die Haustürklingel ein Schild mit „April, April!“ oder gießt ihm Wasser statt Wein ins Glas und legt ihm einen rohen Fisch auf den Teller.

In den USA backt oder kocht man für diesen Tag gern Dinge, auf die jemand hereinfallen kann; streicht zum Beispiel auf Topfkuchenscheiben orangegelb gefärbten Zuckerguß und schiebt diese Toaste eine halbe Minute unter den Grill, so daß der „Käse“ gerade Blasen schlägt.

Die Sitte, Nachbarn und Freunde, Klassenkameraden und Lehrer in den April zu schicken, ist auf jeden Fall ein Spaß für phantasievolle Kinder und für Leute, die nichts so leicht übel nehmen.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Ja, nun ist er Geschichte, der März 2017, ein Vierteljahr ist bereits um, und heute beginnt mit dem fröhlichen Tag des 1. April der vierte Monat des Jahres.

Die letzte Märzwoche war anstrengend hier, nach der ursprünglich erfolgreichen Heilung des PC am letzten Samstag durch Dr. Björn Z. zickte dann ab Sonntag die Telekom mit Störungen rum, die zeitweilig und immer wieder zwischendurch ein reinkommen ins Netz unmöglich machte! Mit dem gestrigen Tage ist nun auch das hoffentlich wieder vorbei, trotzdem wird über kurz oder lang doch die Anschaffung eines Neuteils erforderlich sein, daß  Programm, daß sich als einziges noch auf dem ja auch nicht mehr ganz taufrischen PC aufziehen ließ, hat zwischenzeitlich auch seine Tücken, und in alle neu verteilten und untergebrachten Dateien und Anwendungen muß ich mich auch noch reinfummeln. Aber mit List und Tücke werden wir das Kind schon schaukeln, bis dann mal was neues ins Haus steht!

Aber wie herrlich ist dieser März wettermäßig zu Ende gegangen, das war doch schon beinahe Sommerfeeling! Euer allseits geschätzter Co-Autor, meine Mimi, und ich, wir haben jeden einzelnen Tag auf Balkonien genossen, es war wunderbar! Neue Bilder gibt es noch nicht davon, erstens war ich zu faul, hihihi, und zweitens ist meine neue Bilddatei und das Programm zum hochladen der Bilder noch ein wenig gewöhnungsbedürftig, da brauch ich ein wenig Zeit, um mich reinzufinden! Aber dit wird! Und so mach ich hier jetzt mal Archiv-Bilder von vergangenen Frühlingstagen, das ist ja auch mal schön!

grünende Birken vom April 2013

Forsythienbusch April 2016

Meine Forsythie April 2015

Unser Mandelbäumchen im Garten April 2015

Das Mandelbäumchen ist noch nicht soweit, aber die Obstbäume, der Weißdorn und die Magnolien hier in der Umgebung meiner Grafschaft blühen in seltener Fülle!

Vom Pizza-Anzucht-Set ist zu berichten, daß der Rucola schon sprießt und der Oregano sich vorsichtig zeigt! Es geht voran!

Am Zitronenbäumchen hab ich jetzt bereits zwei Zitronen geerntet, die nächsten beiden stehen bald zur Ernte an.

Natürlich hab ich für euch auch noch eine kleine Anekdote von meiner ehemaligen Bauernhofarbeitsstelle zum ersten April, bezüglich Dinge, die man kocht oder brät, um Leute in den April zu schicken: Der damalige Koch der Einrichtung, zu der meine Bauernhofarbeitsstelle gehörte, hat mich und eine Kollegin mal herzlich reingelegt, er kam zur Mittagszeit mit einem abgedeckten Teller zu uns ins Büro und servierte uns zur großen Freude zwei herrlich panierte „Fischfilets“, goldbraun und richtig lecker aussehend, mit Messer und Gabel bewaffnet machten wir uns darüber her, bissel irritiert, daß er breit grinsend sofort wieder verschwand, tja, und nach längerem „säbeln“ mit dem Messer und ziehen mit der Gabel erwiesen sich die wunderbaren Fischfilets als……gebratener Putzlappen!  Er hatte einen sauberen Putzlappen wirklich paniert und in der Pfanne gebraten, ich glaub, wir haben ziemlich doof geguckt! 

Und damit entlassen wir euch nun fröhlich in den 1. April, laßt euch nicht reinschicken, hihihihi,  und habt ein schönes und hoffentlich wieder sonniges Wochenende!

Den Abschluß macht ein Lied von Reinhard Mey, das ich eigentlich schon beim letzten Eintrag von Dr. Björn Z. einstellen wollte, habsch vergessen, wird jetzt nachgeholt, paßt auch zum 1. April, weil es lustig ist!

Der Text steht unter dem Video, einfach „mehr anzeigen“ anklicken!

Habts fein!   Schnurrgrüße vom Co-Autor!