Türchen 13

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Tänd ett ljus och låt det brinna
Låt aldrig hoppet försvinna
Det är mörkt nu
Men det blir ljusare igen

Tänd ett ljus för allt du tror på
För den här planeten vi bor på
Tänd ett ljus för jordens barn

(Niklas Strömstedt und Lasse Lindbom)

Übersetzung:

Entzünde ein Licht und lass es brennen
Lass die Hoffnung nie verschwinden
Jetzt ist es dunkel
Aber es wird wieder heller

Entzünde ein Licht für alles, an das du glaubst,
Für diesen Planeten, auf dem wir leben,
Entzünde ein Licht für die Kinder dieser Erde.

Heute ist wieder Lucia-Tag, aber nach den Schreckensmeldungen vom Straßburger Weihnachtsmarkt am Dienstagabend fällt es schwer, einen fröhlichen Eintrag zu erstellen. Und mein Türchen 11 gewinnt einmal mehr an Realität, das letzte Kerzchen der Hoffnung nicht verlöschen zu lassen, der Hoffnung darauf, ein Licht zu bewahren für diesen Planeten, für den Frieden, den Glauben, die Liebe und die Kinder dieser Erde.

Trotz alledem wird es diesen Eintrag zum Lucia-Tag hier im Blögchen heute geben, gegen Haß und Gewalt, mit den Lichtern auf dem Kranz der Lucia, der Leuchtenden, gegen das Dunkle in der Welt. Schlicht und einfach mit Bildern und zwei so schönen Videos.

Dieses Video ist ein bissel länger, aber es lohnt sich, das zu gucken, es ist so wunderschön!

Dieses Video ist so niedlich, weil es den Lucia-Tag in einem Kindergarten in Schweden zeigt, gerade heute möchte ich es unbedingt hier mit reinsetzen, denn die Kinder sind unsere Hoffnung, unsere letzte Kerze, die dieses Licht weiter in die Welt tragen sollen, was sie in diesem Video buchstäblich tun, so süß!

 Vielleicht gibt es bei euch ja heute auch Lussekatter, das traditionelle Gebäck zum Lucia-Tag in Schweden, falls ihr das Rezept verlegt habt:

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2017/12/13/tuerchen-13-3/

(Christmas season card with Lucia in the snow, Adèle Söderberg, Jan. 1916)

(Lucia-Morgen, Carl Larsson, 1908)

Ich liebe die Bilder von Carl Larsson, durch puren Zufall bei der Suche nach diesem Bild ist mir noch ein schönes Video in die Hände gefallen:

Damit wünschen wir euch nun allen einen schönen, gesegneten Lucia-Tag, den ich mit meiner Frühschicht beginnen werde.

Habts fein wünschen euch  meine Lucia-Braut Mimi und ich!

 In stillem Gedenken für Straßburg.

 

Ewigkeitssonntag – und der erste Adventsschimmer am Horizont

Der Stern

 So unermeßlich ist die Ferne,
aus der dies Sternbild aufgetaucht,
daß, um den Erdball zu erreichen,
sein Licht Jahrtausende gebraucht.

Vielleicht ist es seitdem erloschen
in jenem weiten Himmelsblau,
wiewohl ich heut erst seine Strahlen
auf unsrer Erde klar erschau‘.

Denn langsam durch des Himmels Räume
schickt uns das Sternbild her sein Licht:
Es war, als wir es nicht erblickten,
nun wir es sehen, ist es nicht!

So auch, wenn unser Glück erstorben
im Dunkel der Vergangenheit,
dringt noch das Licht der todten Liebe
durch alle Weiten, alle Zeit.

  

(Mihail Eminescu, rumänischer Dichter, übersetzt von Mite Kremnitz )

Der letzte stille Feiertag in diesem November, der Ewigkeitssonntag. Bevor das Licht des ersten Adventssonntages kommt, noch einmal aller gedenken, die uns ins unbekannte Dunkel vorausgegangen sind. „Das Licht ist die Speise der Toten“ sagt ein unbekannter Autor. Und wir schmücken mit ihm noch einmal die Gräber unserer Lieben oder stellen ihnen in stillem Gedenken zu Hause eines auf.

Dann nehmen wir die Sehnsucht  und die Erinnerungen an unsere vorausgegangenen Lieben mit hinein in das langsam beginnende adventliche Leuchten, die Kerzen auf dem Friedhof sind vielleicht ein Zeichen dafür, und hinein in den Ewigkeitssonntag, der heuer auch der Tag der Hl. Katharina ist, und mit ihrem Gedenktag beginnt traditionell die Weihnachtsbäckerei. Somit ist der Eintrag zum heutigen Ewigkeitssonntag ein „zweigeteilter“, noch einmal ein stilles Gedenken, und schon frohes Vorbereiten auf die ersehnte Adventsszeit – mit backen!

 

Da hab ich doch erst einmal meinen Fundus durchgeguckt für die kommende adventliche Backsaison, da vor allen Dingen gerade das Plätzchenbacken am heutigen Katharinentag beginnt, als erstes mal meine Ausstechförmchen:

Da sind zuerst einmal die „adventlichen“ Tiere, Bären, Eisbären, Rentiere (man beachte das Mini-Rentier, hihihi!) und die ersten Schneeflocken. die sind auch schon dabei.

Von den Rentieren hab ich noch eine Ausstechform, die sich auch so ein bissel als „Rudolph Rotnase“ eignen würde, mit einem roten Farbenklecks auf dem Plätzchen!

Ist der kleine Elch nicht süß?

Der Eisbär!

Ich hatte so eine schöne adventliche Tischdecke in meinem Fundus, die hab ich jetzt benützt, um alle meine Ausstechförmchen mal als „kleine Geschichte“ zusammenzulegen:

Nochmal Rudolph Rotnase und ein Engelchen!

Die Schneeflocken eignen sich auch für Marzipan und Fondant.

Meine Bärchen wohnen in einer Dose

Aber was sind die schönsten Ausstechförmchen ohne Teig

schließlich möchte man ja solche Ergebnisse erzeugen

 und dafür braucht man die nötigen Zutaten, die dann wieder diesen herrlichen Duft in der ganzen Wohnung hinterlassen werden:

leckere Backgewürze und

alle möglichen Sorten von Nüssen und Samen. Lecker, und wie das duftet!!! Dann hat auch dieser hier wieder Hochkonjunktur

der Christstollen, und ich werde wohl in diesem Jahr mal wieder meine heißgeliebten Liegnitzer Bomben backen

Und was braucht man noch, außer den Zutaten? Ja, natürlich, das Rezept, und da die Backsaison ja erst mal so ganz langsam anrollt, gibt es heute nur zwei Rezepte, schließlich brauch ich doch noch Ideen für den bald wieder beginnenden Adventskalender hier im Blögchen! Also, dann kram ich jetzt mal das Rezeptbuch raus:

Das erste Rezept sind, passend zum heutigen Katharinen-Tag, Thorner Kathrinchen:

  • 500 g Honig
  • 375 g Zucker
  • 375 g Mandeln
  • 750 g Weizenmehl Typ 1005
  •  30 g Pottasche
  • 1 Teelöffel gemahlener Zimt
  • 1 Teelöffel gemahlene Gewürznelken
  • 1 Teelöffel gemahlener Kardamom
  • 1/2 Teelöffel geriebene Muskatnuß
  • 1/2 Teelöffel geriebene Muskatblüte
  • 1 Prise Salz
  • 1 Glas Rum
  • Fett und Mehl für die Form

Honig und Zucker erhitzen und schmelzen lassen, unter gelegentlichem Umrühren fast erkalten lassen, dann Gewürze, gemahlene Mandeln, Mehl und die im Rum aufgelöste Pottasche hinzugeben und alles gut verrühren und verkneten. Den Teig zugedeckt mindestens einen Tag stehen lassen. Er kann auch länger stehen. Den Teig dann einen halben Zentimeter dick ausrollen und mit Spezialformen oder rund ausstechen, auf ein eingefettetes Blech legen und etwa 15 Minuten bei 180 bis 200  Grad Celsius backen. Noch warm mit Zuckergruß bestreichen.

Das zweite Rezept wir euch bestimmt zum lachen bringen, seit sich im letzten Jahr meine Kinder in Schottland verlobt haben, bin ich ein Fan von allem schottischem, lach, und daher kommt nun Rezept Nr. 2 aus Schottland:

Haferplätzchen schottische Art

  • 100 g Butter oder Margarine
  • 125 g brauner Zucker/Kandisfarin
  • 1 Messerspitze Salz
  • 175 g feine und grobe Haferflocken
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • wenige Tropfen Mandelaroma

Butter, braunen Zucker und Salz in einer Pfanne unter Rühren bei mäßiger Hitze zerlassen. Die Haferflocken, mit Backpulver und Mandelaroma vermischt, dazugeben. Den Teig auf einem gut gefetteten Backblech zu einem Rechteck festdrücken. Backen bei 180 bis 200 Grad 20 – 25 Minuten, nach dem erkalten in Rauten oder Streifen schneiden.

Beim schreiben der Rezepte und dem einstellen der Bilder für all die schönen Plätzchen, da wurde es hier hinter mir ein bissel unruhig, meine beiden Eulen-Freundinnen, Eulalia und Eusebia, guckten mir über die Schulter von ihrem nun wieder angestammten Platz

den sie nach wegräumen der Herbstdeko wieder eingenommen haben, und meinten ein bissel schüchtern, schade, daß es keine Eulenplätzchen gäbe. Und hatten dann riesigen Spaß, als ich ihnen zeigte, daß es sie doch gibt:

Das rief natürlich auch Mimi auf den Plan, daß es Plätzchen für Katzen gibt, weiß sie ja schon, sie interessierte was anderes, nämlich das Thema meines Eintrages, das voradventliche, hach, da geht ja dann bald doch wieder die schöne Adventszeit mit dem Dosenöffner los, und weg war euer Co-Autor! Und kam nach einer Weile ganz leise wieder angeschlichen, zupfte mich an den Socken und meinte, sie müsse euch rasch was schreiben, na, denn Mimi!

 Hi, Folks, da hab ich doch gerade hier beim Eintrag von meinem Dosenöffner mal so nebenbei mitbekommen, daß nun bald die schöne Adventszeit wieder los geht, ich hab auch schon mal mein Kleidchen dafür probe-angezogen, hihihi, paßt noch, ja, also, diese feine Zeit geht eben wieder los und stellt euch vor, was ich schon in unserer Küche gesehen habe: Eine Weihnachtsmaus!!! Erst hat sie sich nicht so recht getraut, aber ich hab sie erwischt, guckt:

Tadaaaa, da isse! Und wißt ihr, wo die ist??? Am Küchenfenster, denn das hat mein Frauchen schon schön geschmückt für den kommenden Advent und sie sagt, ihr dürft schon mal gucken:

Und an dem Holz-Kerzenleuchter, links am Fuß, da ist die Weihnachtsmaus!

Und oben hängt ein Weihnachtselch, lach, klasse, nicht wahr! So, Folks, das war es kurz von mir, bin wieder weg!

So, nun ist Mimi wieder auf die Couch abgewandert und ich kann nun mal so langsam meinen Eintrag hier zu Ende bringen.

Und so schließen wir den Kreis hier nun mal, angefangen hab ich ihn mit Kerzen, nun beende ich ihn auch damit, denn ich hab mir zur kommenden Advents- und Weihnachtszeit wieder passende Duftkerzen besorgt, und da die Zeit ja auch mitunter doch wieder bissel stressig werden kann mit all den Vorbereitungen auf das große Fest, hab ich mir was ganz besonderes gegönnt für Wellness-Auszeit in der Badewanne oder unter der Dusche, Maxi-Teelichter mit dem Duft „Auszeit am Meer“, ich sag euch, einfach herrlich, echt schade, daß es kein Duft-Internetz gibt. Aber gucken könnt ihr:

Da freu ich mich schon sehr drauf!

Und nun wünschen wir beide, mein Co-Autor Mimi  und ich euch einen wunderschönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Habts fein! 

 

Die besinnlichen Tage im November

Allerseelen

Rings liegt der Tag von Allerseelen
voll Wehmut und voll Blütenduft,
und hundert bunte Lichter schwelen
vom Feld des Friedens in die Luft.

Sie senden Palmen heut und Rosen;
der Gärtner ordnet sie mit Sinn –
und kehrt zum Eck der Glaubenslosen
die alten, welken Blumen hin.

 

„Jetzt beten, Willi, – und nicht reden!“
Mit großem Aug gehorcht der Knab.
Der Vater legt den Kranz Reseden
auf seines armen Weibes Grab.

„Die Mutter schläft hier! Mach ein Kreuz nun!“
Klein Willi sieht empor und macht,
wie ihm befohlen. Ach, ihn reuts nun,
das er am Weg heraus gelacht!

Es sticht im Auge ihn – wie Weinen ..
Dann gehn sie heimwärts durch die Nacht;
ganz ernst und stumm. Da lockt den Kleinen
beim Ausgang jäh der Buden Pracht.

Es blinkt durch den Novembernebel
herüber lichtbeglänzter Tand;
er sieht dort Pferdchen, Helme, Säbel
und küßt dem Vater leis die Hand.

Und der versteht. Dann gehn sie weiter.
Der Vater sieht so traurig aus.
Doch einen Pfefferkuchenreiter
schleppt Willi selig sich nach Haus.

(Rainer Maria Rilke)

In diesem Sommer-November hatten wir hier im Blögchen noch gar keinen Eintrag für die besinnlichen Tage, Allerheiligen, Allerseelen, sowie die noch kommenden, Buß- und Bettag und der Ewigkeits- oder Totensonntag. Bei dem so gar nicht novemberlichen Wetter wollte sich wohl auch die Stimmung dazu nicht so recht einstellen. An „Trubeltagen“ wie zum Beispiel Allerheiligen gehe ich ohnehin nicht so gerne auf den Friedhof, ich bin doch lieber ein bissel mehr „allein“ mit mir und meinen Lieben, die dort ruhen.

Und so bin ich gestern, am Donnerstag, auf dem Friedhof gewesen, um mal wieder nach dem rechten zu sehen und ein Kerzchen aufzustellen. Meine Kamera hatte ich nicht dabei, ich wollte einfach mal so in Seelenruhe über den Friedhof laufen, aber ich hab noch Archivbilder vom Mai diesen Jahres. Der November präsentiert sich ja beinahe wie einst im Mai, als ich so über den Friedhof ging heute, da ging mir die Gedichtzeile von Erich Kästner aus seinem Gedicht zum Monat Mai durch den Kopf, in der er beschreibt, daß auch Glück, daß auch der Mai weh tun kann.

Der November ist von so seltener Schönheit, daß auch er schon weh tut. Die Bäume leuchteten in der tief stehenden Sonne wie Kupfer-Dächer!

Meine Archivbilder aus dem Mai vom Gräberfeld, wo meine Eltern liegen:

 Das Grab meines Vaters, der Baum dahinter, das ist der ehemalige Osterstrauß aus Korkenzieherweide, den ich dort vor Jahren mal einfach eingepflanzt habe, ist das nicht ein wunderschöner, stattlicher Baum geworden? Freu ich mich jedes Mal wieder drüber.

 Und Papas schöne Rose, die blüht in jedem Jahr so herrlich!

Das Grab mit der Zypresse ist das meiner Mama, auch die Zypresse war mal ganz klein, als ich sie eingepflanzt habe.

 Mein selbstgemachtes Grabschild bei meiner Mama, mit den Schwälbchen am oberen Rand, ihren Lieblingsvögelchen!

Ein Überblick über das Gräberfeld, rechts unten ist Mamas Grab, ganz links oben ist der Baum hinter Papas Grab.

Wie gesagt, ich hatte meine Kamera nicht dabei, und bei einem Erlebnis gestern hab ich es doch bedauert, mit ist sowas entzückendes an Papas Grab begegnet, das kann ich euch nun nur schildern: Ich hatte ein bissel welkes Laub vom Grab genommen und in den dafür vorgesehenen Behälter getan, als ich zurück kam ans Grab und meine Sachen einpacken wollte, sah ich das hier:

Ein Rotkehlchen hatte sich am Nachbargrab, ähnlich wie auf diesem Archivbild, auf eine alte Blumenschale gesetzt, es war vielleicht nur eine Armlänge von mir entfernt und guckte mich neugierig an, ich bin ganz ruhig stehen geblieben und hab es begrüßt, da hat es wirklich!!! zurück gezwitschert, und anschließend hüpfte es in die Blumenschale, in der noch ein Pfützchen Wasser stand, und badete ausgiebig darin, ungeachtet der Tatsache, daß ich ganz in der Nähe stand, es war kein bißchen scheu und genoß ungestört sein Bad! Danach wurde ich noch einmal lieb angezwitschert zum Abschied und es flog davon! Das war sooooo schön!!!

Ich bin dann ganz selig und entspannt wieder nach Hause gelaufen, unterwegs hab ich mich an das Ahornbäumchen erinnert, das ich euch 2016 von einem Friedhofsbesuch fotografisch mitgebracht hatte

mußte ich doch sofort mal gucken gehen, aber das schöne Bäumchen war schon fast ganz entlaubt, und da ich eh keine Kamera dabei hatte, hab ich Blätter gesammelt, um sie zu Hause zu fotografieren, und die Bilder kommen jetzt:

Die Blätter vom Ahornbäumchen

 und ein besinnliches Arrangement zum heutigen Eintrag.

Und mal dämmerig mit Beleuchtung

 mein Leuchte-Engel!

Das oben eingestellte Gedicht von Rilke ist mein Lieblingsgedicht zu diesen besinnlichen Novembertagen, und angesichts des Inhalts hab ich noch mal Bilder gemacht mit den schönen Blättern, angelehnt an den Schluß des Poems.

 “ Da lockt den Kleinen beim Ausgang jäh der Buden Pracht.“

 „Doch einen Pfefferkuchenreiter schleppt Willy selig sich nach Haus.“

Ja, da bin ich nun langsam am Ende des besinnlichen Teils meines Eintrags angelangt, aber ich hab noch was Schönes zu verkünden: Am Wochenende ist Mimi wieder „allein zu Haus“, denn ich bin bei Sohn und Schwiegertochter (hihihihi!!!), also bei meinen Kindern eingeladen, wir feiern zwei Geburtstage nach, die bei der diesjährigen Hochzeit ein bissel untergegangen sind, meinen und Björns, freu, freu!!!

Mimi drängelt hier gerade an den PC, was hast du denn vor, Mäuschen? Wie, geht mich nix an??! Jaja, ok, mach mal!

 Hi, all meine lieben, vierpfotigen Kumpels und Kumpelinen, wenn ihr Lust habt auf ein Treffen wie weiland zum Halloween-Tag: Ich hab am Wochenende sturmfreie Bude, mein Dosenöffner ist weg!!! Pssssttttt, aber nicht den großen zweibeinigen Katzen und Katern verraten, sonst wird das nix mit Party, lach! Bis denne, eure Mimi!

Na, bin ich ja mal gespannt, was Mimi da nun wieder ausgeheckt hat, ich darf natürlich nicht gucken, klar, aber mir schwant es, hoffentlich räumen sie hinterher wieder auf, hihihihi!

Nun wünschen wir euch allen einen schönen Freitag und ein ganz wunderschönes Wochenende, genießt es alle, bleibt oder werdet gesund und:

Habts fein!  Mimi und Monika.

Brief an einen Zauberbären zum Himmelsgeburtstag

Auch das ist eine Kunst, ist Gottes Gabe
aus ein paar hellen Tagen
sich soviel Licht ins Herz zu tragen,
dass, wenn der Sommer längst verweht,
das Leuchten immer noch besteht.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Lieber Knut,

der Kalender diesen Jahres zeigt uns alle Tage an  und somit auch wieder den Tag deines heutigen Himmelsgeburtstags, den Tag, an dem dein Lebenschiffchen seinen sicheren Hafen verließ und ins ungewisse fuhr, um am anderen Ufer sicher anzulegen, freudig erwartet von deinem Daddy und vielen Lieben, die dir vorausgefahren waren.

Das ist heute 7 Jahre her, daß du uns traurig am diesseitigen Ufer zurück ließest, wir konnten dir nur unsere Tränen mit auf die Reise geben.

Heute können wir doch auch wieder unter Tränen lächeln und uns auch wieder mit viel Freude und sogar Lachen an die wunderbare Zeit mit dir zurückerinnern, und dafür möchte ich dir, liebes Zauberbärchen, mal wieder danke sagen! Nach deinem Tod hab ich auf der Suche nach Trost und Verständnis für meine Trauer Christinas Seite gefunden, einige Monate später hab ich mich dann getraut, meinen ersten Kommentar dort zu schreiben, und was ist seitdem mit meinem Leben passiert. Ich machte etwas mehr als ein Jahr später meinen eigenen Blog auf anläßlich eines kleinen Eisbären-Babys in Wuppertal, „meiner“ Anori, und seitdem begleiten mich viele Freunde auf meinem Weg, die ich alle durch dich, lieber Knut, kennenlernen durfte! Das hat mein Leben bereichert und glücklich gemacht, und das verdanke ich dir und deinem Daddy, unserem geliebten Dream-Team! Du heißt ja nicht umsonst unser „Zauberbär“!

Heute abend werde ich ein Kerzchen für dich entzünden und an dich und alle Lieben dort „drüben“ denken, es gibt so ein schönes Lied „Alle Tage ist kein Sonntag“ von Willy Schneider, da heißt es in einer Zeile “ Und wenn ich einst tot bin sollst du denken an mich. Auch am Abend, eh du einschläfst, aber weinen sollst du nicht.“

Und dann denke ich an dich und daran, wie so sehr du Croissants liebtest und Weinträubchen, die hab ich leider nicht finden können für ein Bild mit dir, aber vielleicht hättest du diese Früchte auch gemocht:

Blaubeeren, das Kraut wäre jedenfalls was für dich, unseren kleinen Gärtner, gewesen!

Und was du auch so sehr liebtest, das war der Winter mit Eis und Schnee, dein Element, in dem du dich so wohl gefühlt hast! Da haben wir übrigens was gemeinsam, du und ich!

Und nun bleibt mir nur noch, lieber Knut, dir einen schönen Himmelsgeburtstag zu wünschen, feiere ihn schön mit allen Lieben drüben, wir denken alle innig an dich heute! Und vermissen dich trotzdem so sehr, aber in unseren Herzen haben wir dich ja ganz fest bei uns!

 lieber Knut, und sende dir ganz liebe Grüße nach drüben, bitte, grüß alle Lieben dort bei dir von mir und paß auf uns alle hier und vor allem auch wieder auf alle neugeborenen Eisbärkinder auf, hab einen schönen Tag, ganz liebe Grüße

Monika.

Und euch allen wünsche ich einen schönen Tag mit schönen Erinnerungen an alle, die ihr liebt und die ihr nicht mehr bei euch habt. 

Stilles Gedenken – Ewigkeitssonntag

Herbst

Rings ein Verstummen, ein Entfärben:
Wie sanft den Wald die Lüfte streicheln,
sein welkes Laub ihm abzuschmeicheln;
ich liebe dieses milde Sterben.

Von hinnen geht die stille Reise,
die Zeit der Liebe ist verklungen,
die Vögel haben ausgesungen,
und dürre Blätter sinken leise.

Die Vögel zogen nach dem Süden,
aus dem Verfall des Laubes tauchen
die Nester, die nicht Schutz mehr brauchen,
die Blätter fallen stets, die müden.

In dieses Waldes leisem Rauschen
ist mir als hör`ich Kunde wehen,
daß alles Sterben und Vergehen
nur heimlich still vergnügtes Tauschen.

(Nikolaus Lenau)

Der letzte stille Feiertag, der Ewigkeitssonntag. Ohne viele Worte zeig ich euch nochmal einige Bilder vom Friedhof hier in meiner Grafschaft.

Meine Gräber sind auch wieder zum Ewigkeitssonntag bissel geschmückt, ich muß aber in der nächsten Woche noch einmal hin, ich hab neue Grabschilder für meine Eltern gemacht und die sind nun erst fertig geworden.

Die Tage des Novembers sind gezählt, so hauptsächlich trüb, wie er sich präsentierte, fällt der Abschied von ihm mal wieder sehr leicht und die Vorfreude auf die Adventszeit wächst!

Mit meinem herbstlichen Lieblingsgedicht von Rilke schließe ich diesen Eintrag und wünsche euch allen einen ruhigen, besinnlichen Ewigkeitssonntag.

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke)

 

 

Spuren eines Lebens – Volkstrauertag

Der Graben

Mutter, wozu hast du deinen aufgezogen?
Hast dich zwanzig Jahr mit ihm gequält?
Wozu ist er dir in deinen Arm geflogen,
und du hast ihm leise was erzählt?
Bis sie ihn dir weggenommen haben.
Für den Graben, Mutter, für den Graben.

Junge, kannst du noch an Vater denken?
Vater nahm dich oft auf seinen Arm.
Und er wollt dir einen Groschen schenken,
und er spielte mit dir Räuber und Gendarm.
Bis sie ihn dir weggenommen haben.
Für den Graben, Junge, für den Graben.

Drüben die französischen Genossen
lagen dicht bei Englands Arbeitsmann.
Alle haben sie ihr Blut vergossen,
und zerschossen ruht heut Mann bei Mann.
Alte Leute, Männer, mancher Knabe
in dem einen großen Massengrabe.

Seid nicht stolz auf Orden und Geklunker!
Seid nicht stolz auf Narben und die Zeit!
In die Gräben schickten euch die Junker,
Staatswahn und der Fabrikantenneid.
Ihr wart gut genug zum Fraß für Raben,
für das Grab, Kamraden, für den Graben!

Werft die Fahnen fort!
Die Militärkapellen
spielen auf zu euerm Todestanz.
Seid ihr hin: ein Kranz von Immortellen –
das ist dann der Dank des Vaterlands.

Denkt an Todesröcheln und Gestöhne.
Drüben stehen Väter, Mütter, Söhne,
schuften schwer, wie ihr, ums bißchen Leben.
Wollt ihr denen nicht die Hände geben?
Reicht die Bruderhand als schönste aller Gaben
übern Graben, Leute, übern Graben –!

(Kurt Tucholsky)

Vielleicht erinnert ihr euch noch an den Eintrag „Geteilte Freude ist doppelte Freude“, da hab ich in einem Kommentar an Christa von dem Fund einer Eintrittskarte für die Bayreuther Festspiele für einen Soldaten aus dem 2. Weltkrieg in einem alten Buch berichtet, und gemeint, das wäre mal einen Eintrag wert.

Und zum heutigen Volkstrauertag fand ich ihn passend.

Das war das Buch, das ich auf einem Trödelmarkt erworben hatte

mit diesem kleinen Heft dabei

Und darin befand sich das hier

Als ich es aufschlug, zeigte es mir diesen Inhalt:

Eine Eintrittskarte für die Bayreuther Festspiele, mit Datum vom 30. Juli 1944.

Wen es interessiert, ich habe mal ein bissel recherchiert über die damligen Festspiele

http://www.grin.com/de/e-book/230533/die-bayreuther-festspiele-im-dritten-reich

hier müßt ihr bissel scrollen zu den Infos, und das noch

https://de.wikipedia.org/wiki/Bayreuther_Festspiele

Die obige Aufführung der Eintrittskarte war wohl eine der letzten Vorstellungen im 2. Weltkrieg.

Es lag noch mehr dieser Eintrittskarte bei

und dieses noch:

Das Heftchen, in dem diese Karten und Formulare enthalten waren, sah so aus:

aus dem weiteren Inhalt mach ich jetzt mal eine kleine Vorschaugalerie, einfach das erste Bild anklicken, dann habt ihr alles in groß und lesbar.

Wir haben damals im Kommentar darüber nachgedacht, ob die Opernkarte wohl eingelöst worden ist, oder ob es dazu nicht mehr gekommen ist, ich vermute, die Aufführung ist nicht besucht worden, weil der Abrißabschnitt noch an der Karte vorhanden ist. Deshalb fand ich den Volkstrauertag als Anlaß für diesen Eintrag so passend, denn es wäre denkbar, daß der Soldat, dem diese Karte gehörte, zum Zeitpunkt der Aufführung vielleicht schon nicht mehr lebte. Ich hoffe aber sehr, daß es andere Gründe für einen verpaßten Besuch gab und er den Krieg überlebt hat.

Spuren eines Lebens! Wieviele Leben sind in zwei Weltkriegen und in unzähligen anderen Kriegen sinnlos zerstört und vernichtet worden und werden es heute noch! Daran will der Volkstrauertag erinnern, aber man sollte es nicht beim erinnern in der Vergangenheit belassen, sondern gerade heute wieder einmal mehr denn je vor allem mahnen:

WEHRET DEN ANFÄNGEN!

Denn immer noch gilt „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, ein Zitat von Bertold Brecht. Das hat uns die letzte Zeit wieder sehr deutlich und drastisch vor Augen gehalten.

Der Krieg ist nicht „der Vater aller Dinge“ sondern die Wurzel allen Übels!!!

Mein Großvater war im ersten Weltkrieg, mein Vater im zweiten Weltkrieg. Mein Vater hat seine ihm aufgezwungene Soldatenzeit gehaßt, er war aus tiefstem Herzen Pazifist. Er hat in keinem Menschen seinen „Feind“ gesehen, und das hat er ganz tief sowohl bei mir als vor allem später bei meinem Sohn ins Herz geprägt, und der Tag, an dem mein Sohn den Wehrdienst verweigert hat und Zivildienstleistender geworden ist war für ihn ein großer Freudentag!

Anläßlich dieses Eintrag habe ich mal wieder in meiner Familien-Bild-Chronik gesucht, und laß nun einfach mal Bilder sprechen.

Mein Großvater mütterlicherseits und ein Großonkel, Bruder meiner Großmutter, als Soldaten

Mein Vater und sein Bruder im 2. Weltkrieg

auf dem unteren Bild ist mein Vater hinter seinem Bruder, auf dem rechten Bild hinten mein Vater mit seinem Hauptmann im Feld 1940.

links mein Vater

 ganz rechts an der Türe mein Vater

Mein Vater ganz links

am Flak-Geschütz

Zuhause haben Eltern um ihre Söhne, Geschwister um die Brüder und Kinder um ihre Väter gebangt, wenn sie denn dann mal auf „Heimaturlaub“ waren, versuchte man alle Ängste wenigstens eine Zeit lang zu verdrängen.

 

Der Bruder meiner Großmutter, mein Großonkel, mit Hundchen und seinem kleinen Sohn.

Heimaturlaub! Links ist meine Patentante, die Schwester meines Vaters, der Soldat rechts ist der älteste Bruder meines Vaters, neben meiner Patentante steht seine Frau und daneben mein Großvater väterlicherseits, der Vater des Soldaten.

Der Bruder meines Vaters mit links und rechts seinen Schwestern und seiner Frau.

Weitere Heimaturlaubsbilder

Auch Hochzeiten fanden im Krieg statt

eine Cousine meiner Mutter bei ihrer Hochzeit mitten im Krieg.

Alle die hier gezeigten Meinen haben Gott sei Dank den Krieg überlebt! Mein Vater ist schwer verwundet worden, dank eines großartigen Sanitäters im Lazarett ist sein rechter Arm nicht steif geblieben, und so konnte er nach russischer Gefangenschaft wieder zurückkehren ins Leben und zu den Seinen.

Dafür wird Leben gezeugt, nicht zum sterben auf den Schlachtfeldern dieser Welt

sondern um jung zu sein und sich zu verlieben und das kostbare Leben weiter zu geben! Meine Eltern im Juli 1946.

Und auf der Verlobungsfeier der jüngsten Schwester meines Vaters Pfingsten 1949

zweite Reihe von unten ganz rechts sind meine Eltern, ein Mädel daneben das Verlobungspaar.

Wir können uns alle glücklich schätzen, daß wir in unserem Land seit 72 Jahren in Frieden leben können und dürfen, ich wünsche mir, daß wir alle dazu beitragen, daß das so bleibt! Damit uns weitere Kriegsgräber wie diese hier aus dem zweiten Weltkrieg vom Liricher Friedhof hier bei mir

erspart bleiben. Es ist an der Zeit!

Und mit diesem Lied, „Es ist an der Zeit“, ein Lied von Hannes Wader, basierend  auf dem von Eric Bogle komponierten Lied No Man’s Land (The green fields of France), der dieses im Jahre 1976 nach einer Tournee in Frankreich schrieb. Die Soldatengräber in Nordfrankreich und Flandern hatten ihn so bewegt, dass er kurz darauf dieses Lied schrieb. Eric Bogle ist in Schottland geboren, lebt aber seit über 30 Jahren in Australien und ist seit 1982 Australier.  (Quelle: Wikipedia) 

Ich habe eine Fassung gewählt, in der Hannes Wader, Reinhard Mey und Konstantin Wecker gemeinsam singen.

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/dann-machs-gut/es-ist-der-zeit

Ich wünsche euch allen einen guten, friedlichen Sonntag!

 

Für Lars

Ende

Verträumt und müde wie ein Schmetterling im September taumelt der Sommer das Gelände entlang. Altweiberfäden wirren sich um seine zerrissenen Flügel und die Blumen, die noch blühen, haben keinen Honig mehr.

Am Hochwald drüben, hinter dem die Sonne glutet, lauert die Nacht, gleich einer großen Spinne, und wie ein engmaschiges Netz hängt sie die Dämmerung vor das verflackernde Abendrot, nach dem der Schmetterling seinen Flug nimmt.

(Cäsar Flaischlen)

Lars * 12.12. 1993 – + 18.9. 2017

Der sanfte Riese, Eisbär Lars, ist gestern über die Regenbogenbrücke gegangen. Hinüber zu Knut, seinem Sohn, und Tosca, mit der er diesen Sohn hatte, zu Vilma, mit der er seine Tochter Anori und seinen zweiten Sohn Fiete hat, sie alle werden ihn gemeinsam mit Thomas Dörflein, dem Ziehpapa von seinem Knut, freudig empfangen haben, als sein Lebenschiffchen das ferne Gestade erreichte!

Aber uns, am diesseitigen Ufer, ließ er sehr traurig zurück.

Ich habe diesen sanften Riesen am 1. Mai 2012 im Zoo Wuppertal kennengelernt, als ich seine süße kleine Tochter Anori und Vilma gucken gegangen bin. Und ich war so neugierig auf ihn, weil ich ihn ja schon durch euch alle hier kannte durch die gemeinsame Verbindung mit Knut. Und so war das dann, als ich vor ihm stand:

„So habe ich dann Papa Lars besucht, er trabte ebenfalls seine Runden und schaute sich interessiert seine Besucher an, es waren aber nicht so viele, und so habe ich einen Moment lang ganz alleine gestanden, und habe ihm dann alle lieben Grüße ausgerichtet. Dann kam ein sehr berührender Moment, ich stand ja da alleine, und Lars blieb stehen, sah mich eine ganze Weile an, senkte so ein bissel den Kopf und lief dann weiter!“

(Auszug aus meinem Blögcheneintrag vom 1. Mai 2012)

Ich war so hingerissen von ihm, er war so ein wunderschöner Bär und berühmt für seine Sanftheit, ein Gentleman-Bär, der so gut mit all seinen Gefährtinnen zusammenlebte.

Sein berühmter Sohn Knut ist ihm schon vorausgegangen, in seinen weiteren Kindern, seiner Tochter  Anori

und seinem Sohn Fiete

 

(Zoo Rostock am 23.1.2016, Bild BrigitteE)

und seinen niedlichen Zwillingstöchtern in Aalborg lebt er weiter! Und das ist ein Trost!

Im Herbst, der schönen, bunten Jahreszeit, bist du gegangen, lieber Lars

der Winter war für dich, wie für alle Eisbären, die schönste Zeit des Jahres,

den wirst du jetzt im Land hinter dem Regenbogen genießen dürfen!

Schlaf schön, lieber, sanfter Riese Lars! Wir werden dich nie vergessen!

 

Mittwoch – wir teilen die Woche!

Zu nehmen, zu behalten
und gut für sich zu leben
fällt jedem selber ein.
Die Börse zu entfalten,
den andern was zu geben,
das will ermuntert sein.

(Wilhelm Busch)

Wir teilen die Woche, WTT – Wochenteilungstag! Da möchte ich mit euch noch etwas teilen, nämlich eine kleine bildliche Nachlese von der wunderschönen Kommunionsfeier meines Patenkindes!

Zum Beispiel die schöne Lokalität, in der wir gefeiert haben, das Klostercafé

neben der Kirche.

 eine schöne, alte Kosterkirche, im übrigen die selbige, in der mein Sohn getauft worden. Dazumalen wohnten wir noch in diesem Stadtteil.

Eine kleine Innenansicht

Zum Gelände gehört noch ein wunderschöner alter Klostergarten

Ich mag die alten Details überall so gerne

Das

ist das Eingangstor zum Klostercafé und zum Klostergarten.

Der wunderschön eingedeckte Tisch zur Feier

und das liebevolle, berührende Tischkärtchen für die verstorbene Großmutter meines Patenkindes

links steht die kleine Kerze!

Der Gabentisch fürs Kommunionkind

und hier hatte meine Maus schon mein Geschenk ausgepackt und sich so nett an ihren Sitzplatz gestellt:

Die Torte fürs Kommunionkind, ich fand sie so wunderschön!

Eine Buttercreme-Torte, es ist genau die Hälfte des Buches übrig geblieben, da kamen am anderen Tag die Nachbarn noch in den Genuß!

Mein Patenkind hat sie natürlich eigenhändig angeschnitten und war so stolz!

Die schönen Tischkärtchen zeig ich euch jetzt mal im Detail anhand von meiner, die ich natürlich für mein Erinnerungsschatzkästchen mitgenommen habe:

Hübsch, nicht wahr?

Da das Wetter so schön war, konnte man herrlich nach draußen, das wurde natürlich auch vom Kommunionkind samt den Kindergästen gerne genutzt, sonst wird so ein Tag ja doch lang, und so hab ich jetzt ein Bildchen von meiner Maus, das ich zeigen kann und darf:

Ballspielen im Kommunionkleidchen, hihihi, es ist aber ganz sauber geblieben!

Zum Abend hin wurde es der Hauptperson des Festes doch ein bissel langweilig, einige Gäste hatten sich auch schon verabschiedet, so auch ihre Kindergäste, da mußte die Patentante herhalten, hihihi, die Tischdecken waren ja aus Papier und hatten ihren Dienst treulich getan, was lag da näher, als sie gemeinsam zu bemalen:

Die großartigen geometrischen Figuren (von sowas bin ich völlig unbeleckt, lach!) hat der große Bruder beigesteuert!

Ich hab dann noch so ein ganz feines kleines Geschenk von meiner Maus des abends bekommen, da hab ich mich so drüber gefreut, guckt mal:

 aus einem Bilderbuch, in dem solche Sachen geklebt werden können, so ein bissel in der Art der Papier-Anzieh-Püppchen, die kennt ihr vielleicht auch noch alle? Der süße Knuffel wird natürlich in Ehren gehalten!

Es war so ein wunderschöner Tag, ich hatte ihn gestern ohnehin im Kopf so ein bissel Revue passieren lassen, es ist eben auch so schade, daß schöne Tage meist so schnell wieder vorbei sind. Aber die schönen Erinnerungen bleiben!!!

Angesichts des Tisches nach der Feier am späteren Abend, als wir langsam mit aufräumen angefangen haben,

fiel mir eine Liedzeile aus einem Lied von Reinhard Mey ein „…..der Tisch verwaist die Gläser leer, das Fest ist aus.“ ( aus: Die Zeit des Gauklers ist vorbei, Reinhard Mey)

Das paßt nun gut zu meiner Nachlese:

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/die-zeit-des-gauklers-ist-vorbei

Ein bissel Melancholie ist ja nun schon dabei, aber traurig soll solch ein schöner Tag natürlich nicht zu Ende gehen, deshalb hab ich noch was hübsches, fröhliches für euch, ich hab gestern die neue Lichterkette aufgeladen, und abends dann leuchtend fotografiert, noch als Bündel, weil ich erst wissen wollte, wie und ob es klappt, nun kann ich sie dann anbringen und das zeig ich euch natürlich auch noch!

Gerade mal wieder in diesen Tagen brauchen wir Licht und Liebe:

 In stillem Gedenken an Manchester.

Bleibt gesund und behütet und habt einen guten WTT.

 

Knut’s Himmelsgeburtstag

„Das Herz auch hat sein Ostern, wo der Stein
vom Grabe springt, dem wir den Staub nur weihten;
und was du ewig liebst, ist ewig dein.“

(aus „Auferstehung“ von Emanuel Geibel)

Heute hat unser Zauberbärchen Knut wieder seinen Himmelsgeburtstag.

Knut *5. Dezember 2006   +19. März 2011

Wir haben dich für immer in unseren Herzen und werden dich nicht vergessen!

Miss you, little bear! 

Ein Abschiedsgeschenk für Fritz

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

(Rainer Maria Rilke)

Der kleine Eisbärjunge Fritz aus dem Tierpark Berlin ist tot.

Er wurde nur vier Monate alt.

Eisbär Fritz * 3. November 2016     +6. März 2017

Ich brauchte ein wenig Zeit, um nachzudenken, was ich ihm hier im Blögchen auf seinen letzten Weg mitgeben wollte.

Sein kurzes Leben hat Fritz mit seiner Mama Tonja in der Wurfhöhle vom Tierpark Berlin verbracht, beschützt, genährt und geliebt von ihr, kuscheln mit Mama und, als er ein bissel sicherer auf seinen kleinen Beinchen stand, spielerisch raufend mit ihr war sicher sein höchstes! Das es eine Welt außerhalb dieser Höhle gab, war ihm sicher noch nicht bewußt, und wieviele Menschen da draußen sehnsüchtig auf ihn gewartet haben, konnte er auch nicht ahnen. In dieser Woche sollte er mit seiner Mama zum ersten Mal seine Wurfhöhle verlassen, alles war draußen liebevoll von den Tierpflegern vorbereitet worden, aber das durfte er nicht mehr erleben. Und da hab ich mir gedacht, ich zeig ihm als kleines Abschiedsgeschenk mal die Welt „da draußen“, wie sie sich zeigt im Wechsel der Jahreszeiten, die ihm ein Geheimnis blieben und von denen er ganz sicher den Winter am meisten geliebt hätte.

Schau, Fritz, so sieht die Welt im Frühling aus, der die erste Jahreszeit gewesen wäre, die du erlebt hättest:

Und im Sommer hättest du bestimmt am meisten Freude am plantschen im Wasser gehabt, denn der Sommer ist meist sehr warm, und du hättest dir mit Mama irgendwo ein Schattenplätzchen zum träumen ausgesucht:

Im Sommer blühen auch meine Lieblingsblumen, die Rosen, die duften so schön, vielleicht hättest du sie auch gemocht:

In der dritten Jahreszeit, im Herbst, da werden alle Blätter an den Bäumen ganz bunt, ich glaube, das wäre ein Spaß für dich gewesen, denn der Wind weht sie dann auch so lustig vom Baum, die hättest du bestimmt gejagt!

Der kleine braune Artgenosse von dir findet sie fein!

Na, Fritz, und die Jahreszeit, die nun kommt, das wäre sicher deine Lieblingsjahreszeit gewesen, als Eisbär liebst du ja nun mal Schnee und Eis, es ist so schade, daß du das nicht erleben durftest! Schau:

Das hätten wir alles gerne mit dir erlebt, es hat nicht sollen sein.

Du bist sicherlich liebevoll empfangen worden dort „drüben“, ich hab die ganze Zeit das Bild vor Augen, daß Knut dich abgeholt hat und jetzt kuschelst du auf dem Schoß von Thomas Dörflein, bewacht von Knut und Vilma, die dir vielleicht ein bissel deine Mama ersetzen kann. Und „Oma“ Aika, die dich noch erlebt hat und mit deinem kleinen Zwillingsgeschwister schon vorausgegangen war.

Machs gut, kleiner Fritz, wir werden dich nicht vergessen! Schlaf schön!

Leben ist wie Schnee,
du kannst ihn nicht bewahren.
Trost ist, dass Du da warst,
Stunden, Monate, Jahre.

(Herman van Veen)

Gestern abend zeigte sich der Himmel einmal wieder wie das Leben, Dunkel und Licht vereint!

Habt alle einen guten Tag.