Grafschafter Wochenanzeiger – Essen ist fertig! 🐦🏠🍽🍷

Winterliche Spatzen-Bitte

Insbesonders, hochverehrter Mensch,
du siehst, die Zeit ist wetterwend’sch,
der Schnee liegt hoch, kalt weht der Wind,
das Vöglein darbt mit Weib und Kind.

D’rum bitt‘ ich auch in diesem Jahr,
Du wolltest uns’rer nehmen wahr
und spenden, was an Korn und Spelt
von deinem reichen Tische fällt.

Jed‘ Krümchen nehmen wir voll Dank,
und sind an Zwitschern und Gesang
dereinst in holder Sommerzeit
zu jedem Gegendienst bereit.

Beauftragt vom beschwingten Chor,
trug ich dir dies geziemend vor;
nun öffne deines Mitleids Schatz!
Ergebenst: Dein getreuer Spatz!

(Richard Schmidt-Cabanis, 1838 – 1903, deutscher Schauspieler und Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da haben wir heute wieder eine feine Gemengelage in unserer Sonntagsausgabe für euch, wir hatten viel Spaß bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung, die Bärchen und ich, denn unter dem Titel „Essen ist fertig!“ gibt es jetzt Futter! Futter für die Vögel, Futter für die Menschen, Futter für die Augen und für die Seele! 

Fangen wir mal mit dem Futter für die Vögel an, denn am Freitag, am 19. November, war der Gedenktag der Heiligen Elisabeth, und mit diesem Tag beginnt traditionell die Winterfütterung der Vögel und das Wiedereinrichten ihrer Futterplätze. St. Elisabeth war als sehr mildtätig bekannt, daher eben auch der Brauch, an ihrem Namenstag der Notleidenden zu gedenken, und eben auch der Tiere, so entstand der Brauch, mit der Winterfütterung der Vögel am Elisabeth-Tag zu beginnen.

Da war mein Redaktionsteam natürlich gleich Feuer und Flamme, also alle Mann/Frau/Bären in die Küche, Utensilien für die Fütterung der Raubtiere…..äääääh, Vögelchen säubern und bereitstellen. 

Das feine Western-Vogelhäuschen ist natürlich wieder mit von der Partie

Die hübsche Futterdose haben wir mal von Werner/Vogelknipser bekommen, sie kommt natürlich auch wieder zum Einsatz. 

Nach getaner Arbeit hat mein Redaktionsteam hier noch begeistert unser Archiv nach Einträgen zur Vogelfütterung durchforstet, ist fündig geworden und macht euch nun mal eine kleine Galerie davon:

Was hatte Mimi in heaven immer für ein zwiespältiges Vergnügen, wenn der Dosenöffner die Piepis draußen wieder versorgt hat und sie vor der geschlossenen Balkontüre dem Treiben draußen zugucken konnte, einesteils knurrte die Jägerin ihn ihr, anderenteils freut sie sich an der Freude von Frauchen. Nun können die Bären wieder gucken, wenn alles fertig eingerichtet ist, kommen auch noch neue Bilder, und wir wollen auch wieder neue Vogelfutterkuchen backen wie anno dunnemals, wißt ihr noch? 

Ganz besonders glänzende Augen hatte mein Redaktionsteam bei all den schönen, meist aus Servietten hergestellten Bildern von den Vögeln bei der Fütterung im Winter im Archiv, da wollten sie natürlich auch davon noch eine kleine Galerie, also büdde schön:

Gemäß unserer oben angegebenen Futterliste kommen wir nun zu dem Futter für Menschen, die Frau Chefredakteurin hat mal wieder ein Sonntagsmenü mit einem Gewürztütchen aus dem letztjährigen Gewürz-Adventskalenders geplant, das möchten wir euch nicht vorenthalten: 

Die Zutaten:

und das Gewürz:

plus Ingwer, Kurkuma und Kreuzkümmel. 

Thailändisches Chicken-Curry mit Kokosmilch nach Grafschafter Art:

  • 500 g Hähnchenbrustfilet
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zucchini
  • rote, gelbe und grüne Paprika
  • 2 EL Kokosöl
  • 500 ml Kokosmilch
  • 1 kl. Löffelchen Sambal Oelek
  • 1/2 Limette gepreßt
  • Salz, Pfeffer, Gewürz thailändisches Curry, Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel

Hähnchenbrustfilet in große mundgerechte Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Kokosöl in einer großen Pfanne erhitzen. Filet salzen, dann von allen Seiten circa 10 Minuten braten, dabei regelmäßig wenden. Zwiebel und Knoblauch hinzufügen und weitere 2-3 Minuten garen. Zucchini und Paprika gewürfelt und in Streifen dazu geben und kurz mit schmoren lassen. Kokosmilch, Sambal Oelek und Limettensaft in die Pfanne geben. 5-10 Minuten einköcheln lassen, dann mit Salz, Pfeffer, dem thailändischen Gewürz sowie Ingwer, Kurkuma und Kreuzkümmel abschmecken. Als Beilage Reis dazu. 

Liest sich doch sehr lecker, oder? Die ganze Redaktion ist sehr gespannt, wie es schmeckt, und Bilder vom fertigen Gericht werden ebenfalls nachgereicht. 

Weiter geht es in der Futterliste mit dem Futter für die Augen und die Seele, als da wären:

Bilder von unserem Weihnachtskaktus, der heuer wieder so schön blüht:

Erinnert ihr euch noch an unser Weihnachtslämpchen in der Küche, das seit November 2019, genau seit dem 25. 11. 2019, jeden Abend in die Grafschaft leuchtet, treulich durch die ganzen Pandemie-Zeiten? Es leuchtet immer noch, immer noch mit der selben Batterie:

Ich hab noch nie so ein treues Kerzchen gehabt!

Auf Balkonien ist noch alles herbstlich dekoriert, dazu gehört unsere große Sonnenblume, die dazumalen, als Mimi noch lebte, hier gegen Ende November nach einem ähnlich tristen wie dem heurigen so sehnsüchtig ins Wohnzimmer guckte

Damals, im November 2019 sagte Mimi in heaven dazu: „Frau Chefredakteurin, guck mal, die arme Sonnenblume, sollen wir sie nicht endlich reinholen?“ 

Das macht die Sonnenblume heuer auch schon wieder, aber sie muß noch bissel warten, nächste Woche darf sie dann wieder ins warme und trockene mit all ihren restlichen Herbstgefährten. 

Denn heute ist erst der letzte stille Feiertag, der Ewigkeitssonntag, angesichts der ohnehin schon wieder so traurigen und anstrengenden Entwicklung der Corona-Lage haben wir bewußt auf einen besonderen Eintrag dafür verzichtet, aber mit einer kleinen Bildergalerie wollen wir für diesen Tag und dem Gedenken unserer lieben Vorausgegangenen, Menschen oder Tiere, doch ein wenig innehalten: 

Einen schönen Musikbeitrag hätten wir zu diesem stillen Sonntag auch noch, vielleicht gefällt er euch so gut wie uns: 

Damit wären wir nun so langsam wieder am Ende unserer heutigen Sonntagsausgabe, einen haben wir aber noch zur Lage der Nation, den können wir nicht für uns behalten, mein Redaktionsteam und ich, haben wir neulich für Facebook entworfen:

Und damit wünschen wir unseren lieben Lesern alle einen schönen, entspannten und gemütlichen Sonntag, paßt alle ganz besonders gut auf euch auf, bleibt alle gesund oder werdet es, für alle, die es brauchen, Mensch oder Tier, sind Daumen, Pfoten und Tatzen hier fest gedrückt 🙏🍀🍀🍀 behaltet euren Humor, der ist in diesen Zeiten ganz besonders wichtig, und kommt alle gut durch die wieder so furchtbar anstrengende Zeit. Und startet gut wieder in die neue, bereits die letzte vollständige Novemberwoche! Das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein! Das erste Adventslicht ist schon in Sicht! 

Grafschafter Wochenanzeiger – „Leuchtende Tage…..“🍁☀

…..nicht weinen, daß sie vorüber, lächeln, daß sie gewesen!“

Zorn

Beschüttet mich mir eurem Haß und Spotte
und scheltet und verdammt: Ich trag‘ es gern;
doch meiner Seele Heiligtum und ihrem Gotte,
unfreundliche Bedränger, bleibet fern!

Ja, raubt sie mir, des Lebens schönste Stunden,
zerstört, was ihr nicht kennt: ein heißes Glück;
jedoch vor dem, was ich so wahr empfunden,
verstummt und weicht gesenkten Blicks zurück!

Ich will sie freudig tragen, all die Schrecken,
die mir gescheh’n nach eures Willen Lauf,
doch wagt ihr’s, lästernd meinen Zorn zu wecken:
Erbebt! Denn mit ihm steht die Rache auf!

(Therese Dahn, geb. Therese von Droste-Hülshoff, 1845 – 1929, Nichte der Annette von Droste-Hülshoff, deutsche Schriftstellerin)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, wir, mein Redaktionsteam und ich, fürchten, wir haben euch mit Titel und Gedicht der heutigen Sonntagsausgabe wohl wieder ein wenig verwirrt. Wie passen leuchtende Tage und Zorn zusammen? Relativ leicht: Die leuchtenden Tage des Herbstes gehen zu Ende, der graue November macht sich mehr und mehr breit, die bunten Blätter der Bäume, die so ein wunderschöner Anblick wieder waren, fegt der Wind von den Ästen

die Adventlichter müssen noch ein wenig auf sich warten lassen, die stille, trübe Zeit des Jahres bricht herein. Das ist jedes Jahr wieder ein sanfter, stiller Abschied und der Lauf der Zeit, die am Ende wieder in den Anfang geht, wie reimt sich das mit Zorn? 

Weil in diesem Herbst mal wieder nicht nur die leuchtenden Tage einer Jahreszeit sich verabschieden, sondern auch wieder und zum wiederholten Male die leuchtenden Tage einer Hoffnung, dem kleinen, heißersehnten Licht am Ende eines Tunnels. Das wenigstens ein wenig in Schach gebrachte Corona-Virus verbreitet sich derzeit wieder rasant, die Lage wird wieder explosiver und unübersichtlicher, und die frohe Hoffnung auf einmal wieder einen entspannteren Herbst/Winter und im Wortsinne frohe Advents- und Weihnachtstage schmilzt dahin wie Schnee in der Sonne. Und hier beginnt der Zorn: Zorn auf Menschen, die wider alle Vernunft blindlings einem Haufen völlig Verblendeter hinterher rennen und wirklich und wahrhaftig im 21. (!!!!!) Jahrhundert Impfungen und die damit verbundene Möglichkeit, Menschenleben zu retten, als Teufels- und Hexenwerk bezeichnet, gleichzeitig aber die Dreistigkeit besitzen, die vernunftbegabten dieses Landes als neue Inquisition zu bezeichnen, weil diese ihnen nunmehr die Konsequenzen ihres unsolidarischen Verhaltens aufzeigen, nach meiner Meinung nach viel zu großer Langmut mit denen, die stets geradezu hysterisch „ihre“ Freiheit mit allen Mitteln einfordern und damit auf der der anderen gnadenlos herumtrampeln! 

Was ist eine Freiheit wert, die keine Verantwortung trägt?

Und Zorn allwieder mal auf die Politik, die sich halbherzig da durch lavriert, die sich nicht traut, klare Kante zu zeigen zum Wohle aller, weil man ja Wählerstimmen verlieren könnte. Die „Ampel“ kann/will noch nicht, die alte noch existierende Regierung will überhaupt nicht mehr? Das, was derzeit in der Politik in Sachen Corona und Pandemiebekämpfung läuft, hat meine Oma früher immer so herrlich treffend mit dem Satz definiert „raus ausse Kartoffeln, rinn inne Kartoffeln“! Bei solchem Larifari darf man sich nicht wundern, wenn man keinen Blumenpott mehr gewinnt, nicht beim Impfen, nicht bei den Regeln, nicht bei der Vernunft! Ich könnte jetzt seitenlang Beispiele anführen, welch unerträgliches Hickhack das alles ist, kurzes Stichwort bloß: 11.11. Karneval!!! aber ich mag nicht mehr, auch meine Langmut hat ihre Grenzen, auch meine Reserven sind irgendwann erschöpft, ich bin nur noch wütend und zornig, und das mußte hier mal wieder gesagt werden und raus und so erklärt sich letztlich auch das Gedicht! Es ist mitunter zum verzweifeln, und gerade das möchte ich nicht, nicht als Person, nicht als Chefredakteurin unserer kleinen, positiven Zeitung, und deshalb der Titel der „Leuchtenden Tage“! 

So haben mein Bärenteam und ich euch heute wieder eine Sonntagsausgabe auf den Frühstückstisch gelegt, die die leuchtenden Tage thematisieren wird, über deren Abschied man doch oft auch weint, aber die einem in der Erinnerung an ihre gewesene Schönheit auch wieder zum lächeln bringen. 

Die des Herbstes, wir haben mal wieder das Archiv bemüht für eine Galerie der schönen Herbsttage

die der Sonnenuntergänge in der Grafschaft gerade in den letzten Tagen wieder

und die des Mondes und der Sterne in der nächtlichen Grafschaft

Leuchtende Tage in den stillen Tagen des Novembers in Erinnerung an all unsere Lieben, Mensch oder Tier, die uns vorausgegangen sind und an dir wir innig denken, wir auch in diesem Jahr besonders an unsere Mimi in heaven

mit dem leuchtenden Engel in ihrem Brotkasten. 

er schickt seine Grüße himmelwärts. 

So sieht das nächtens dann aus beim Blick durch die Balkonientür. 

Mimi in heaven hat kürzlich wieder ein Mitglied ihrer tierischen Freundesliste auf ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐ willkommen geheißen, Chica, geliebte Katze unserer Leserin Eva, hat am 8. November ihren Weg über die Regenbogenbrücke angetreten. Wir waren alle sehr traurig in unserer Redaktion und fühlen so sehr mit Eva mit, der wir viel Kraft wünschen in den nun so besonders traurigen Novembertagen. Niki, die langjährige Gefährtin von Chica, wird er da sicher ein Trost sein und ihr Frauchen trösten wollen, auch wenn sie selbst ihre Freundin bestimmt sehr vermißt. Alles Liebe und Gute für euch beiden, wir sind in Gedanken bei euch.

Wir haben bezüglich leuchtender Tage noch ein bissel in unseren Redaktionsräumen gekramt und zeigen euch nun die Bilder, die wir so ganz spontan erstellt haben, da kann man dann immer recht gut die Brücke mit schlagen, die nach traurigen Nachrichten wieder ins profane Alltagsleben führt:

So zum Beispiel unsere Sonnenblumenkarte, die wieder aufgestellt worden ist in den Redaktionsräumen. 

Edelsteinherzen, wir haben nicht nur ein Herz für euch alle!

Besonders schön natürlich in Verbindung mit Eisbären wie hier dieser drolligen Karte, die wir so lieben und dieser Eisbär hier drunter

wird nun bald wieder in der Adventszeit leuchten. 

Apropos Adventszeit, wir haben schon eine feine kleine geschenkt bekommene Adventsdeko von unserer Leserin Liv in den Redaktionsräumen hängen, bissel was zum vorfreuen schon:

Knuffig, oder? 

Im November kann man Engel gut gebrauchen (natürlich nicht nur im November!) und so hat der unsrige auch mal wieder aufs Bild gewollt:

Er wünscht euch allen einen guten November. 

Es erreichte uns auch wieder bildliche Post aus Kölle, die Kinder haben ja um die neue Wohnung rum es auch wieder so schön mit der Natur und deshalb naturgemäß auch mit den Vögeln, Björn sind mal wieder feine Schnappschüsse auf bzw. von Balkonien dort gelungen:

Ein Greifvogel, welcher konnte ich nicht bestimmen, aber ich glaube, beim nächsten Bild kann uns da bestimmt BrigitteE helfen?

Ich bin sehr gespannt. Beim nächsten Bild ist der Vogel bissel kleiner, lach, aber nicht minder schön:

Ich nehme mal an, die Kinder werden wohl auch Winterfütterung der Vögel auf Balkonien machen, da bin ich sehr gespannt, was da dann alles vertreten sein wird von unseren gefiederten Freunden. Natur vor der Haustüre ist was wirklich schönes. 

Mit leuchtenden Tagen tut man ja was für die Seele, Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen, und so hätten wir hier jetzt auch noch was kulinarisches, denn wir haben am letzten Wochenende die Gemüsepfanne mit Kartöffelchen von BrigitteE’s Rezept in ihrem Blog nachgekocht, guckt:

ab in den Backofen und kurz vor Schluß hab ich da, weil noch vorhanden und es mir lecker erschien, frisch geriebenen Parmesankäse drüber gehobelt, läcka, sag ich euch! 😋

Leuchtende Tage brachte auch der Martinstag, da ich kurz abends an dem Tag unterwegs war weiß ich, daß die Grafschafter Schule gezogen ist, leider hab ich sie aber nicht ziehen sehen, weil der Weg hier nicht mehr vorbei führt, aber ich hab mich sehr für die Kinder gefreut. 

So, und da waren wir nun bei Lichtern und Laternen, dann kommen wir doch mal zu diesem Bild hier

mein vermutetes Polarlicht. Ich hatte das Bild nun tatsächlich an Sven Plöger geschickt und habe, wie passend, gerade zum Wochenende jetzt Nachricht von ihm bekommen, in der er mir bezüglich der Farbe, die mich verunsichert hatte, folgendes mitteilt:

„Bei Polarlichtern werden Sauerstoff- oder Stickstoffmoleküle durch den Sonnenwind angeregt, und der Teilchenstrom folgt dem Erdmagnetfeld. Beim Zurückfallen des Elektrons auf das ursprüngliche Energieniveau wird Licht ausgestrahlt. Findet der Prozess mit Sauerstoff in etwa 100 Kilometern Höhe statt, leuchtet das Licht grün, in 200 km Höhe leuchtet es rot. Wird Stickstoff angeregt (dafür ist sehr viel Energie nötig und es ist entsprechend selten), leuchten die Polarlichter violett.“

Somit kann ich also wohl wirklich davon ausgehen, daß ich ein Polarlicht „erwischt“ habe, freu, freu! 

Zum Abschluß für unsere heutige Sonntagsausgabe habe ich natürlich mal wieder nach einem Lied von Reinhard Mey gesucht und dabei erfahren, daß die für dieses Jahr geplante Tournee abgesagt worden ist, das ist ja eigentlich traurig, aber für mich hat es ein bissel was „leuchtendes“, denn die Tournee war ausverkauft in diesem Jahr und ich leider nicht schnell genug dabei für Karten für meine Heimatstadt hier, so hab ich nun wieder eine Chance, hoffe ich. Denn die Tournee soll im nächsten Jahr dann stattfinden. 

Schade …

Und deshalb gibt es hier jetzt das Lied von Reinhard Mey, das zum Tourneeprogramm gehörte und auch irgendwie zu unserer Sonntagsausgabe paßt: „Ich liebe das Ende der Saison -„

Es mag sein, daß ihr es nicht hier direkt hören könnt, sondern nur über Youtube, aber das kennt ihr ja schon. Es lohnt sich wieder! 

Ja, gerade beim einstellen schon gemerkt, es ist nur über Youtube zu hören, also einfach anklicken! 

https://genius.com/Reinhard-mey-ich-liebe-das-ende-der-saison-lyrics

Da sind wir nun am Ende unserer heutigen Sonntagsausgabe und hoffen sehr, daß es euch allen wieder gefallen hat. Und wünschen euch einen wunderschönen, leuchtenden Sonntag, paßt alle ganz besonders gut auf euch auf in diesen Tagen und bleibt gesund!!! 🙏🍀🍀🍀 Den Kranken unter uns wünschen wir von Herzen gute Besserung und für alle, die es brauchen, Tier oder Mensch, sind hier wieder alle Daumen, Pfoten und Tatzen im Dauereinsatz! Laßt euch nicht unterkriegen, verliert den Mut nicht, den Glauben, die Liebe und die Hoffnung…..und den Humor! Nützt ja nüscht, den Kopp in den Sand zu stecken, knirscht bloß zwischen den Zähnen und piekt in den Augen! Alles Liebe und Gute für euch alle wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Weltkatzentag – Farewell, Django und Storm 🌈🐈🐕

Abendlied

Abend wird es wieder,
über Wald und Feld
säuselt Frieden nieder,
und es ruht die Welt.

Nur der Bach ergießet
sich am Felsen dort,
und er braust und fließet,
immer, immer fort.

Und kein Abend bringet
Frieden ihm und Ruh,
keine Glocke klinget
ihm ein Nachtlied zu.

So in deinem Streben
bist, mein Herz auch du,
Gott nur kann dir geben,
wahre Abendruh.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798 – 1874)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, heuer ist der Weltkatzentag wieder ein Sonntag, als dazumalen 2009 unsere geliebte Mimi in heaven zu uns kam, da war es ein Samstag. Mimi ist nun schon im zweiten Jahr unseres Jahrestages in heaven, und wir haben uns in unserer freitäglichen Redaktionssitzung diesen Tag auserkoren, um hier im ehemals Blögchen und nun dem Grafschafter Wochenanzeiger Mimis ältestem Kumpel von ihrer Freundesliste ein letztes Lebewohl zu sagen: Django, geliebter Kater von Britta-Gudrun, die zu unseren langjährigsten Lesern hier gehört, am16. Oktober 2012 kam ihr erster Kommentar und am 27. Oktober 2012 erzählte sie uns zum ersten Mal von Django. Viele gemeinsame Blogerlebnisse teilten wir in all den Jahren, legendär und unvergeßlich die gemeinsamen Fanmeilen zur Fußball-WM 2014, bei der Django gemeinsam mit Mimi unsere Einträge zur WM mit ihrer tatkräfigten Mithilfe bereicherten. 

Django mit der Fanmeile aus dem Saarland, auf den obigen Bildern im Erschöpfungsschlaf nach erzitterten Siegen von WIR, und im Verband mit Mimi Pfoten drückend für einen hoffentlich weiteren

und Freudenschreie bei selbigem!

Im August 2014 hab ich mal ein kleines Bildchen gebastelt, Mimi und Django haben da gemeinsam auf einem Bild vereint Britta-Gudrun zum Geburtstag gratuliert: 

Nun hat sich Django auf leisen Samtpfoten aus dem Leben seines Frauchens geschlichen, nach wochenlangem vergeblichen Warten auf seine Wiederkehr in seinem Zuhause wird er nun bei Mimi in heaven sein, ich glaube, das wird ein freudiges Wiedersehen gewesen sein, nun wachen sie dort oben wohl gemeinsam über ihre Dosenöffnerinnen und unserem Grafschafter Wochenanzeiger mit allen tierischen und menschlichen Lesern. 

Britta-Gudrun hat ihrem Django so ein liebes Erinnerungsalbum erstellt, zur Freude aller Redaktionsmitglieder hat sie es uns auch zur Verfügung gestellt, und so stellen wir das nun mal hier so ein, wie Britta-Gudrun es erstellt hat: 

Ein bewegtes Katerleben – Djangos Farewell

Hallo, ihr kennt mich alle aus diesem Blögchen und dem späteren Grafschafter Wochenanzeiger von meiner Freundin Mimi mit ihrer Dosenöffnerin und alle tierischen Leser kennen mich von vielen wunderschönen Feiern, Partys und Unternehmungen auf Balkonien im Eulennest in herrlich-vergnügter Runde. Mein Frauchen Britta-Gudrun hat sich lange um mein Vertrauen als scheuer Streuner bemüht! 

Hier war ich im Juli 2010 auf der Suche nach einem neuen Zuhause

Woher ich kam, weiß außer mir keiner und ich habe es auch nie erzählt. Aufgrund meiner nicht mehr weißen Zähne wurde ich auf ca. 10-12 Jahre geschätzt. Jedenfalls war ich ausgehungert, abgemagert und sehr struppig, als ich unverhofft öfters in diesem Garten nachts eine gefüllte Futterschale fand, die eigentlich für Igel gedacht war. Britta-Gudrun hat für alles ein offenes Auge und ein gutes Herz und so bekam ich nun regelmäßig Futter angeboten. Aber, ich habe es ihr nicht leicht gemacht. Dass ich an dieser Futterstelle gut versorgt wurde, sieht man an diesem Foto, denn es wurde erst ein Jahr später nach meiner Ankunft aufgenommen.

Vorher war ich viel zu scheu und fauchte angstvoll meine neue Dosenöffnerin an, obwohl sie mir doch nur die Futterschale hinstellen wollte. Ich hatte bis dahin bei Entdeckung eines Futterhappens schon oft schlechte Erfahrungen gemacht, weil ich meistens gleich verjagt wurde. Wochenlang wurde ich also im Garten gefüttert. Mal stand das Futter hier, mal da, je nachdem wo ich gerade auftauchte.

Die meiste Zeit sah mich meine Dosenöffnerin aber nur von hinten, denn scheu wie ich war, verschwand ich auch gleich wieder.

Dann, oh Schreck, kam etwa nach vier Wochen eine andere Frau mit der Futterschale und ich wartete erst mal vorsichtig, bis sie weg war. Das ging einige Wochen so und es handelte sich bei diesem neuen Lieferdienst um eine liebe Nachbarin von meiner Dosenöffnerin, weil selbige sich einer Operation mit anschließender REHA unterziehen mußte und die Nachbarin meinen Futterservice in ihrem Auftrage erledigte, in der Hoffnung, daß ich ortstreu bleiben würde, bis sie zurückkäme.

Bei ihrer Rückkehr habe ich ihr dann auch sehr dezent meine Freude über das Wiedersehen gezeigt, indem ich auf sie zugegangen bin, was ich vorher noch nie getan habe.

Nun war es mittlerweile Oktober und meine noch humpelnde Dosenöffnerin mit ihrem neuen Hüftgelenk bot mir für kalte Tage und Nächte eine Futterstelle und einen molligen warmen Schlafplatz im Keller an, den ich hinter einem raffiniert getarnten Fenstergitter vorfand. Also quasi mein neues Zuhause undercover.

Den ersten Winter wohnte ich also des nachts im Keller oder in den „Katakomben“ wie mein neues Frauchen es nannte. Den Namen Django gab sie mir schon sehr früh, denn was paßt besser zu einem einsamen Streuner und Kämpfer, der ich nun mal war? Oftmals stand sie im Winter frierend in einem dicken Mantel vor meinem erhöhten Schlaf- und Futterplatz und sprach beruhigend auf mich ein. In dieser Zeit erlaubte ich ihr auch nach einer angemessenen Weile, mir ab und zu ganz vorsichtig und zart meinen Kopf zu streicheln. Über mein etwas raues Schnurren, das mehr wie ein Brummen klang, war sie sehr glücklich, weil es doch unser schönstes Dankeschön an unsere Dosenöffner ist, nicht wahr?

Nur ihren Lockrufen nach oben in die Wohnung zu folgen habe ich eisern widerstanden, denn man weiß ja nie, was hinter der nächsten Türe ist und wird möglicherweise eingesperrt und ist dann gefangen. Das war meine einzige Bedingung: Kein geschlossenes Fenster und keine verschlossene Türe zwischen mir und meiner Freiheit!

Nach meinen täglichen Streifzügen durch mein nun noch größer gewordenes Revier lag ich gerne oft hier im Garten, besonders an heißen Sommertagen, unter Sträuchern und Blumenstauden. 

z. B. hier am Teich oder inkognito neben einer weißen Katzenstatue

Nach etwa einem Jahr unserer offenen (sehr offenen!) Beziehung – jeder kam und ging, wann er wollte, auch meine Dosenöffnerin – hat sie mich gezwungen oder besser gesagt überlistet und zwar mit einem Grillhähnchen. Diesem Duft konnte ich bei aller Zurückhaltung nicht widerstehen und bin ihr ganz vorsichtig in die Wohnung gefolgt, wo ich es dann verzehren durfte. Welch ein Genuß und es ist, das darf hier schon verraten werden, nicht mein letztes Hähnchen gewesen!

Bei schlechten Appetit z.B. wegen hormonbedingten Katzenjammers, gehörten oftmals gekochte Hähnchenschlegel, Lachs und Thunfisch zum besonderen Verwöhnprogramm meines Frauchens, die dann sagte: „Wer eine Katze hat, macht sich zum Affen“. Und, was soll ich euch sagen, ihr ahnt es schon, fortan blieb auch die Kellertüre zur Wohnung nach oben offen, so daß ich weiterhin ungehindert Tag und Nacht aus und ein gehen konnte, wie es sich für einen freiheitsliebenden Streuner gehört. Über den eiskalten Flur im Winter und verpuffte Heizungswärme decken wir an dieser Stelle lieber den Mantel des Schweigens.

Nun begann das Dolce Vita für mich: mit kuscheligen und warmen Schlaf- und Liegeplätzen vor der Heizung oder auf dem Sofa, wo ich nach Herzenslust chillen konnte.

Es gab Geschenke, obwohl ich nicht wie „richtige“ Hauskatzen wirklich an Katzenspielzeug interessiert war. Ich spielte lieber mit raschelndem Laub, wenn meine Dosenöffnerin ihre Blumenbeete aufhübschte. Der Kühlschrank enthielt neben dem gewöhnlichen Katzenfutter allerhand Leckereien, was ich sehr genau wußte. So konnte ich immer gut gestärkt die Kontrolle meines Reviers vornehmen. Natürlich verliefen diese Kontrollen nicht ohne Revierkämpfe und nicht ohne Folgen und so sind meine vielen blutigen Schrammen und Verletzungen am Kopf, die ich mir vor allem wegen der holden kätzischen Anwohnerinnen im Frühjahr und im Sommer einhandelte, nicht ausgeblieben, wie man hier deutlich sehen kann.

Etwas Gutes gab es wohl in meinem Vorleben, denn ich war kastriert, wie meine Dosenöffnerin erleichtert nach meinen ersten Übernachtungen im Keller ohne stinkende Duftmarkierungen feststellen konnte, denn anders wäre ich unter den an anderer Stelle geschilderten Umständen nie in die Wohnung gekommen. Ich hatte auch keine Angst vor dem Waschmaschinen- und Staubsaugergeräusch, also habe ich vorher doch ein Zuhause gehabt. Wahrscheinlich sogar bei einer alten Dame, denn woher sollte meine Vorliebe für Gesottenes und Gebratenes sonst kommen, sinnierte mein Frauchen oftmals. Nun ja, auch ein Gourmet genießt und schweigt. Auch mein Liebesleben blieb wegen der Kastration ohne Folgen, was schon aus Tierschutzgründen sehr segensreich war.

Auch wenn es hier so aussehen mag, ein Schmusekater war ich nie. Aber an vielen abendlichen Stunden, vor allem im Winter während meiner hormonberuhigten Phase, habe ich gerne bei meinem Frauchen gemütlich und ausnahmsweise ganz nah auf ihrem Bauch gelegen und meinen dicken Katerkopf streicheln lassen. Meine herben Schnurr- und Brummgeräusche dazu mochte sie sehr gerne.

Wie ich schon sagte, ein Schmusekater wurde ich nie, aber Köpfchenstreicheln und um ihre Beine gehen waren okay. Aber nie und nimmer hätte man mich auf den Arm nehmen können, Rücken berühren oder mich gar hochheben dürfen, das alles war ein absolutes Tabu. Das machte meinem Frauchen immer große Sorgen, weil sie mich wegen dieser Unnahbarkeit bei einer schweren Verletzung nie zum Tierarzt hätte bringen können, aber das konnte ich ihr ersparen, wenn auch auf eine für sie traurige Weise und aus n u r mir bekannten Gründen.

So vergingen die Jahre und wenn mein Frauchen ein paar Tage verreiste, übernahm eine liebe Nachbarin vorübergehend den Fütterungsdienst. Aber auch ihr gegenüber blieb ich scheu und zurückhaltend und wenn nur die Türklingel ertönte, war ich schnell wie der Blitz in Richtung Kellertüre zum Ausgang verschwunden.

Aber in diesem Frühjahr ließ mein Appetit sehr nach, der auch durch die besten Leckereien nicht mehr wirklich besser wurde. Manchmal war ich einige Tage nicht im Haus und schlief auch nur noch ganz selten in meinem Garten oder auf dem Sofa. Das beunruhigte mein Frauchen sehr. Wenn ich dann manchmal nachts außer im Keller auch in die Küche an meinen Futternapf kam, schlich ich mich danach meistens an der immer offenen Wohnzimmertüre vorbei, ohne MIAU zu sagen, schnell die Treppe herunter. Vorbei waren die Zeiten, in denen ich energisch den Kühlschrank nach besonderen Leckereien inspizierte.

Wegen dieser oftmals nur nächtlichen Besuche war meine Dosenöffnerin immerhin beruhigt, dass ich wenigstens ab und zu nach oben zum Essen kam und nicht ganz abmagerte. Aber dann erwischte sie zweimal nachts den frechen roten Kater namens Zorro aus der Nachbarschaft an meinem Napf in der Küche – eine bodenlose Frechheit, denn daß im Keller am Futternapf öfters mal fremde Kostgänger waren wußten wir beide schon lange. Es schien, als wenn mich die jungen Kater und Katzen aus der Nachbarschaft nicht mehr respektieren würden. Erst diese Beobachtung machte mein sonst so katzenerfahrenes Frauchen richtig stutzig und nachdenklich. Aufgrund ihrer Tagebucheintragungen war auch mein letzter Besuch bei ihr am 25. Juni notiert worden, an dem ich zwar etwas dünner aber unverletzt war.

Nachdem sie mich vier Wochen nicht mehr gesehen hatte, hat sie traurig und schmerzlich realisiert, dass ich mich ganz leise auf meinen Samtpfoten aus ihrem und unserem gemeinsamen Leben davon geschlichen habe, so wie ich mich vor 11 Jahren in ihr Herz geschlichen habe.

Lieber Django,
natürlich habe ich hoffnungsvoll Nachforschungen über dich in der Nachbarschaft und in meiner Wohngegend angestellt, aber vergebens, niemand wußte etwas über dein Verschwinden und dein ADIEU für immer, obwohl viele dich kannten.
Ich werde dich vermissen!

Deine prachtvollen Barthaare erinnern mich auch an Antje, die Walrossdame und das NDR-Maskottchen

Diese Ruhehaltung mit eingeschlagen Vorderpfötchen mochte ich ganz besonders gerne an dir!

Und an die Abmachung dich nur am Kopf zu streicheln und nicht unter dem Kinn zu kraulen, habe ich mich nach einigen sehr schmerzhaften Kratzattacken von dir wohlweislich gehalten.

Du warst kein Vogelfänger und die Erbeutung einer Maus habe ich nur ein einziges Mal bei dir erlebt. Selbst diese gehäkelte Spielzeugmaus von unserer gemeinsamen Katzenfreundin Monika mit ihrer von dir so sehr verehrten Mimi, hast du, wie so oft auch die um dich am Vogelfutter pickenden Spatzen, unbeachtet gelassen

Mein liebes Katerchen,
wo immer du dich auch zu deinem letzten Schlaf hingelegt haben magst, ich hoffe, daß dir ein sanftes, schnelles und schmerzloses Einschlafen über die Regenbogenbrücke geholfen hat und vergönnt war. Die Ungewissheit über deine letzten Lebenstage, wo und wie auch immer du sie krank oder verletzt verbracht hast, bekümmert mich sehr. Andererseits hast du mir die schwerste Entscheidung der Einschläferung bei einer unheilbaren Erkrankung abgenommen, die fast alle Tierfreunde irgendwann als letzten Liebesdienst für ihre Lieblinge treffen müssen.

Die meisten reinen Wohnungskatzen sterben an Altersschwäche, aber Freigängerkatzen, wie du es mit Leib und Seele warst, leben nun mal gefährlicher – das ist der Preis der Freiheit für eure Unabhängigkeit, die ihr jenseits des häuslichen Komforts ausleben wollt und auch dürfen solltet!

Es war schön und gut für mich, dich bei mir zu haben und umsorgen zu können. Nun bist du vor mir gegangen und ich brauche keine Sorge mehr zu haben, was aus dir als scheuen und deshalb unvermittelbaren Kater werden würde, wenn ich eines Tages…. na, du weißt schon.

Britta-Gudrun, im Juli 2021

Wir waren alle ganz tief berührt von diesen schönen und bewegenden Abschiedszeilen von Britta-Gudrun, und hier ist manche Träne geflossen in Erinnerung an so wunderschöne Zeiten hier bei uns. 

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Immer dem Jahreskreis längs, zu Karneval, zur Walpurgisnacht, zu Halloween und besonders legendär und noch allen in Erinnerung ist sicherlich unsere Modenschau der Katzen- und Hundemodells im April 2019. Und immer war Django dabei, geliebter Verehrer von unserer Mimi in heaven, die er immer seine schwarze Ruhrpottprinzessin nannte. 

Farewell, Django, wir werden dich nicht vergessen und immer in unserem Herzen haben! 

Liebe Britta-Gudrun, eine ganz liebe, tröstende und mitfühlende Umarmung und ein lieber Dank, daß wir Djangos Geschichte hier einstellen durften. 

Und noch ein tierischer Freund von Mimis Freundesliste ist am 3. August 2021 über die Regenbogenbrücke gegangen, 🌈 auch er war bei allen feinen Unternehmungen hier mit dabei, Storm, Mimis Hundefreund und geliebter Gefährte von Christa aus Kanada. 

bei der Modenschau

Halloween 2019

beim Rosenmontag 2020 im Hänneschen-Theater und im April 2020 bei der Walpurgisnacht-Abschiedsfeier für Mimi in heaven. 

Nun ist auch er bei ihr auf Wolke ☁ und Stern ⭐ und auch er wird von uns nicht vergessen, auch ihn haben wir fest im Herzen! ❤

Auch dir, lieber Storm, ein liebes und inniges Farewell. Und deinem Frauchen eine ganz liebe, tröstende und mitfühlende Umarmung. 

Zum Abschluß unseres heutigen doch sehr traurigen Eintrags zum Weltkatzentag haben wir noch das obige Gedicht als Lied für euch, mit einer Melodie von Johann Christian Heinrich Rinck, 1770 – 1846, 

und damit wünschen wir all unseren Lesern einen guten Sonntag und allen tierischen Freunden von Mimi in heaven einen schönen Weltkatzentag, denen, die es brauchen, drücken wir alle Daumen, Pfoten und Tatzen hier für baldiges Wohlergehen, unseren Lesern wünschen wir bleibt oder werdet gesund, und seid alle lieb gegrüßt von eurem Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Bleibt behütet und gesegnet! 

Grafschafter Wochenanzeiger – Stille…..Hoffnung 🙏🌈

Hoffnung

So ist, was kühn das Herz gewollt, zerschellt,
der Hoffnung Grün umhüllt mit Trauerflören,
es glimmen unter jener Trümmerwelt
nur Wünsche noch, die nicht der Welt gehören,
nicht jener Macht, die grausam sich gefällt
in ewigem Vernichten und Zerstören.
ruh aus, empörtes Herz, in dem Gedanken,
daß Hoffnungszweige sich ins Jenseits ranken.

(E. Marlitt, Pseudonym für Friederieke Henriette Christiane Eugenie John, 1825 – 1887, deutsche Schriftstellerin)

Ans Ziel

Gestern ein Rieseln in weichem Eise.
heute ein Bach auf der Frühlingsreise.
Gestern ein Kind mit Schleif und Band,
heute Jungfrau im Festgewand.
Wohin? Wer weiß?
Und wem der Preis?
Frage die Biene, wohin sie fliegt.
Frage die Hoffnung wo Eden liegt.

(Johann Georg Fischer , 1816 – 1897, deutscher Lyriker und Dramatiker)

Letzte Hoffnung

An Verwelken und Verblühen
hab‘ ich längst mein Herz gewöhnt;
mit des Lebens Leid und Mühen
hab‘ ich längst mich ausgesöhnt.

Doch mein armes Herz auf Erden
dennoch manche Hoffnung trägt –
möge sie erfüllet werden,
weil es sie für andre hegt!

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798 – 1874, deutscher Schriftsteller)

Ihr lieben Leser alle von unserem Grafschafter Wochenanzeiger, in unseren Redaktionsräumen brennt eine Kerze für die Toten und die Überlebenden der Flutkatastrophe in NRW, in Rheinland-Pfalz, in Belgien und den Niederlanden. Unfaßbar, was in der Nacht vom Mittwoch und den folgenden Tagen in so unmittelbarer Nähe geschehen ist, das Fernsehen Bilder zeigte, deren verheerende Ausmaße man bisher nur von ganz weit weg, aus anderen Kontinenten kannte. Wo den Menschen das sicher geglaubte Zuhause buchstäblich weggerissen wurde, Autobahnen in den Fluten versanken, auf denen man selbst schon gefahren ist. Und man fassungslos sich wie auf einer Insel wähnt, um die die Flut tobt, während man selbst glimpflich davon kommt, wo man so erleichtert und glücklich erfährt, daß auch den Kindern in Köln nichts weiter passiert ist als ein vollgelaufener Keller. Und man nur noch Tränen und Trauer hat für die, denen dieses Glück nicht beschieden war. 

Die größte Katastrophe in einer Katastrophe ist, geliebte Menschen zu verlieren. 

Für alles andere gibt es die Hoffnung. 

Und die Hilfe! Hilfe von tatkräftigen Menschen, die jetzt mit anpacken, spenden, Notwendiges in die betroffenen Gebiete bringen, da sind mit Herz und Hand. Wenn man wirklich kaum etwas tun kann, hilft vielleicht auch ein Gebet und wirklich mitfühlende Gedanken. 

Wir halten so oft und leichtfertig Tiere für „Geschöpfe zweiter Ordnung“, angesichts der Tatsache, daß es in den betroffenen Gebieten zu Plünderungen und „Katastrophentourismus“ gekommen ist, wage ich das wieder einmal mehr als zu bezweifeln, wie tief muß man sinken, wie sehr müßte man sich für so ein Verhalten in Grund und Boden schämen, aber selbst dazu sind solche Spezies wahrscheinlich nicht in der Lage, das tun dann die anderen für sie. Ich schäme mich für solche „Menschen“!

Laßt uns doch bitte alle wieder zu einer menschlichen Gemeinschaft werden statt zu einer Herde blökender, egoistischer Einzelschafe (die Schafe mögen mir den Vergleich verzeihen, denn sie zeichnen sich durch diese Eigenschaften wahrlich nicht aus!), die Corona-Pandemie hat uns schon heftig mit der Nase drauf gestoßen, wo es hängt und hapert, wir haben die Chance vertan, viele Chancen werden wir nicht mehr bekommen, um endlich zu begreifen, daß wir alle nur diesen einen Planeten, nur dieses eine Leben im Miteinander haben. Die Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen zum überleben das gleiche Ziel wie die Natur: Schützen und bewahren der Vielfalt und der Einzigartigkeit aller Geschöpfe und Pflanzen dieser Erde. So ist das mit der Hoffnung: Sie stirbt zuletzt! 

Ich hoffe gemeinsam mit meinem Redaktionsteam auf den Regenbogen nach der Flut

als Zeichen des Neubeginns. 

Wir wünschen allen von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen Trost und Kraft in ihrer Trauer, Kraft und Mut zum Neuanfang und alles erdenklich Gute. 

Euch allen, unseren Lesern vom Grafschafter Wochenanzeiger, wünschen wir einen guten Sonntag mit Gedanken voller Dankbarkeit für unser unversehrtes Leben. 

Bleibt Mensch, das wünscht euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – sommermüde!

Sommerabend

Klar ruhn die Lüfte auf der weiten Flur;
fern dampft der See, das hohe Röhricht schimmert
im Schilf verglüht die letzte Sonnenspur;
ein blasses Wölkchen rötet sich und schimmert.

Vom Wiesengrunde naht ein Glockenton;
ein Duft von Tau entweicht der warmen Erde,
im stillen Walde steht die Dämm’rung schon,
der Hirte sammelt seine satte Herde.

Im jungen Roggen rührt sich nicht ein Halm,
die Glocke schweigt wie aus der Welt geschieden;
nur noch die Grillen geigen ihren Psalm.
So sei doch froh, mein Herz, in all dem Frieden!

(Richard Fedor Leopold Dehmel, 1863 – 1920, dt. Dichter, Lyriker, Dramatiker und Kinderbuchautor)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, euer Redaktionsteam ist ein bissel sommermüde und „ausgebrannt“, deshalb gibt es für eure heutige Sonntagsausgabe nur ein kleines Sommergedicht und ein paar Sommerbilder. 

Am gestrigen Samstag war die Beisetzung unseres verstorbenen Pastor aus meiner Gemeinde, der ich aber nur im Livestream hier am PC beigewohnt habe, der dankenswerterweise geschaltet worden ist, denn unsere Kirche ist nicht sehr groß und in Corona-Zeiten müssen eben auch die Abstände gewahrt werden, da waren die Plätze dort ohnehin reserviert für die engsten Leute, auch draußen konnte man teilnehmen, aber da wollte ich mich nicht „knubbeln“. 

Mir gingen wieder Zeilen von einem Lied von Reinhard Mey dabei durch den Kopf, es war so traurig, den Sarg dort am Altar zu sehen „wo wir fröhlich gewesen sind“:

„Nun zieht die Stille in das Haus wo wir fröhlich gewesen sind. Und das Fest, das wir endlos wähnen hat doch, wie alles, seinen Schluß. Nun, keine Worte, und keine Tränen, alles kommt, wie es kommen muß.“ (Reinhard Mey, aus: Die Zeit des Gauklers ist vorbei)

Und noch eine Liedzeile beschäftigte mich, aus dem Lied „Schade, daß du gehen mußt“: 

„Wenn du heute den noch siehst, der unsre Wege lenkt, frag ihn unverbindlich mal, was er sich dabei denkt.“ (Reinhard Mey, aus: Schade, daß du gehen mußt) 

Es tut mir leid, daß unsere heutige Sonntagsausgabe ein wenig schwermütig daher kommt, aber es hat eben alles seine Zeit. 

Zudem hat WordPress auch wieder „gebastelt“, nachdem ich voller Glück und mit Hilfe von Björn meine gesamte Mediathek an Bildern wieder chronologisch sehen und abrufen konnte, kommen nun beim Aufruf der Monate nur noch einige Bilder und der Rest muß jedes Mal „von Hand“, also per Klick, weitergeladen werden, das macht es natürlich wieder um einiges mühsamer, wenn man mal gezielt was in der Mediathek suchen und einstellen möchte. Vielleicht sollten die Herrschaften mal was sinnvolles tun, anstatt mit ihrer Langeweile und solchen daraus geborenen Ideen ihren Kunden die Nerven zu rauben. 

Sei’s drum, wir wünschen jedenfalls allen unseren Lesern einen schönen, entspannten und sonnigen Sommertagssonntag, paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – ein kleiner Pieks für mich, ein großer Schritt in die richtige Richtung! 💉

Nicht Glückes bar sind deine Lenze

Nicht Glückes bar sind deine Lenze,
du forderst nur des Glücks zu viel;
gib deinem Wunsche Maß und Grenze,
und dir entgegen kommt das Ziel.

Wie dumpfes Unkraut laß vermodern,
was in dir noch des Glaubens ist:
du hättest doppelt einzufodern
des Lebens Glück, weil du es bist.

Das Glück, kein Reiter wird’s erjagen,
es ist nicht dort, es ist nicht hier;
lern‘ überwinden, lern‘ entsagen,
und ungeahnt erblüht es dir.

(Theodor Fontane, 1819 – 1898, dt. Schriftsteller, Journalist, Erzähler und Theaterkritiker)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, unsere freitägliche Redaktionssitzung war kurz und prägnant, meine bärigen Redaktionsmitglieder waren alle der Meinung, für unsere heutige Sonntagsausgabe gäbe es nichts besseres, als was die Frau Chefredakteurin zu berichten habe. 

Denn was lange währt wird endlich gut, nach endlosen Bemühungen und wöchentlichem Frust hab ich ihn endlich ergattert

meinen ersten Impftermin, gleichzeitig mit dem Termin für die zweite Impfung! Ich bin so froh!!! 😊❤

Am letzten Mittwoch sind hier überraschend Impftermine für die Erstimpfung, vor allem für die über 60-jährigen, freigegeben worden, natürlich hab ich mich sofort eingeloggt im Impfportal…..und wie Sie sehen, sehen sie nix! Ich habe keine Ahnung, wie oft ich die Seite an dem Tag aufgerufen habe, um immer wieder enttäuscht festzustellen, daß kein Termin buchbar war. Zum Abend hin hab ich es dann schon fast aufgegeben, und meine Freundin angerufen, die mir hier gegenüber wohnt, ihr wißt schon, die mit dem Kater Devil, den ich mal in der Urlaubszeit von seinem Frauchen hier betreut habe. Ich mußte meinen Frust jemandem mitteilen. Tja, und erhielt nun von ihr die freudestrahlende Mitteilung, sie hätte mich auch gleich angerufen, sie hätte nämlich endlich ihren ersten Impftermin nach stundenlangem telefonieren! Und gleich für morgen! Natürlich hab ich mich riesig für sie gefreut, aber ich war trotzdem doch jetzt noch bissel mehr gefrustet. Also hab ich mich nach unserem Telefongespräch gleich nochmal eingeloggt ins Impfportal, und was soll ich euch sagen, ein einziger Termin leuchtete mir entgegen, für den Freitag! Ich hab echt zittrige Finger gehabt, als ich ihn angeklickt habe, ich hab wirklich gedacht, der verschwindet gleich wieder, wenn ich mich ihm nähere, lach, aber nein, ich hatte ihn! Und den Zweittermin gleich mit, ich war begeistert! 

Wo unser Impfzentrum ist, das war mir bekannt, ist auch ganz prima per Bus zu erreichen, also machte ich mich am Freitagnachmittag mit klopfendem Herzen auf den Weg, ich war doch bissel nervös. Die genaue Lage des Eingangs war mir nicht bekannt, also folge ich vertrauensvoll einem aufgestellten Schild…..und landete vorm ebenfalls dort ansässigen Hallenbad! Vorsichtig bin ich mal reingegangen und hab gefragt, der Bademeister hat sehr gelacht und gemeint, nee, Unterwasserimpfungen wären noch nicht vorgesehen, da hätte wohl jemand blöd an dem Schild gedreht. Na, wenn das schon so lustig anfängt, kann das ja nur noch besser werden, lach, ich wurde dann von ihm auf den richtigen Weg geschickt. 

Im Impfzentrum selbst war alles ganz hervorragend organisiert, die Leute dort supernett und freundlich. Nach dem üblichen einchecken mit Unterlagen abgeben usw. wurde ich dann einer jungen Ärztin zugewiesen. Keine Spur von Hektik und Hetze überall, wenn ich noch Fragen zur Impfung gehabt hätte, wären sie mir in aller Ruhe beantwortet worden, eine richtig gute Atmosphäre für solch einen Termin. Ich besitze keinen Impfausweis mehr, bzw. ich hab noch einen uralten grauen aus meinen Kindertagen, von dem aber sogar ich mit meinem ausgeprägten Sammlergen keine Ahnung habe, wo der sein könnte! Am Empfang hatte man mich danach gefragt und mir dann erklärt, ich bekäme dann eine Impfbescheinigung und solle mir dann bei meinem Hausarzt den Impfausweis ausstellen und die Impfung nachtragen lassen. Die Ärztin fragte mich auch noch einmal danach, und meinte auf meine Antwort lachend, dann sei das heute wohl mein Glückstag, denn sie hätte noch einen einzigen in ihrer Tasche, und den bekäme nun ich! Supi! 😊

Die Impfung selbst hab ich gar nicht gemerkt, da konnte jemand prima spritzen, 💉 ich kann das beurteilen, denn aufgrund meines Zweitberufes als examinierte Altenpflegerin kann und darf ich selbst i.m. spritzen. Müßte ich aber nach der langen Pause wohl erst mal wieder üben, und das möglichst nicht am lebenden Objekt! 🤭

Anschließend dann eine Viertelstunde Wartezeit, für unvorhergesehene Entwicklungen, im Wartebereich, der reichlich gefüllt war, da hat man beim einchecken gar nichts von wahr genommen, also wirklich sehr gut organisiert. Alles war gut und ich konnte nach der Viertelstunde wieder den Heimweg antreten. 

Wie sagte es Mimi in heaven immer so schön, „Folks“, ich bin geradezu aus dem Impfzentrum geschwebt! 😂 Und ganz ehrlich: Die Blumen draußen waren alle viel bunter als vorher, ob das wohl eine Nebenwirkung ist? 😁Oder eher die ungeheure Freude und Erleichterung über diesen Termin?!

Und irgendwie war ich dann wohl mental schon so überzeugt von meiner Immunität gleich nach der ersten Spritze, daß ich selig lächelnd ohne Maske in den Bus eingestiegen bin, die hatte ich ganz verträumt in der Hand, erst der mahnende Blick des Busfahrers holte mich in die Wirklichkeit zurück, errötend stammelte ich eine Entschuldigung und hab sie natürlich sofort aufgesetzt! Upps! 🤭

Nebenwirkungen hab ich kaum, am Freitag war ich wohl bissel müder als sonst für mich als Nachteule so üblich, und am Samstag schmerzte die Einstichstelle und der betroffene linke Arm bissel, also alles ganz normal und erwünscht, weil Reaktionen auf eine Impfung letztlich ja auch ihre Wirksamkeit belegen. Und ganz sicher geradezu ein Fliegenschiß gegenüber der Tatsache, sich mit Corona zu infizieren und schlimmstenfalls auf der Intensivstation zu landen! Und einmal mehr das ganze zum Anlaß zu nehmen, über die Segnungen der vielen zur Verfügung stehenden Impfmöglichkeiten gegen einstmals tödliche und verheerende Krankheiten zu berichten. Was ich hier mit zwei eingestellten Links tun möchte. Es gab Zeiten, da war eine so umfassende Gesundheitsvor- und -fürsorge wie heutzutage gar nicht denkbar! 

https://www.bpb.de/apuz/weltgesundheit-2020/318298/zur-geschichte-der-schutzimpfung

https://de.wikipedia.org/wiki/Impfung

Soviel zur Freude dieses Tages. Aber Licht und Schatten bedingen einander, und so erhielt ich am Abend des gleichen Tages noch eine traurige Nachricht aus meiner Liricher Grafschaft. Ihr erinnert euch sicher alle lebhaft an meine Frühschichten vor Weihnachten und Ostern in meiner hiesigen Kirchengemeinde St. Katharina, 

die von unserem Pastor immer so liebevoll vorbereitet und zelebriert worden sind. Er ist nach kurzer schwerer Krankheit am 24. Juni 2021 verstorben, vier Wochen vor seinem 60. Geburtstag. Ich bin sehr traurig darüber, es war ein richtiger Schock, er wird uns allen hier in der Gemeinde so sehr fehlen. Wer hätte ahnen können, daß wir uns bei der letzten österlichen Frühschicht vor Beginn der Pandemie 2020 das letzte Mal gesehen haben. Ihm zu Ehren stell ich euch hier den Zeitungsbericht über seinen frühen Tod ein, denn da ist ein Bild von ihm dabei, so, wie er lebte und wirkte, fröhlich und optimistisch, allen Menschen in seiner Kirchengemeinde aus tiefstem Herzen zugewandt, ein Seelsorger, auf den dieser Ausdruck voll und ganz zutraf. 

R.i.P. Herr Pastor Jörg Dammers

https://www.waz.de/staedte/oberhausen/menschen-in-lirich-trauern-um-pastor-joerg-dammers-id232622977.html

Freude und Leid liegen im Leben so oft nah beieinander, etwas, das beides verbindet, möchte ich euch jetzt noch in Bildern zum Abschluß unserer heutigen Sonntagsausgabe zeigen: Rosen, meine Lieblingsblumen, die Blume der Liebe im Leben und über den Tod hinaus. 

Und damit wünschen wir nun allen unseren lieben Lesern einen frohen und schönen Sonntag sowie einen guten Start in die neue Woche, in der dann schon der Juli beginnt. Paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Mimis erster Himmelsgeburtstag 🕯🌻☁⭐

Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen
sich tiefer und tiefer ins Herz hinein,
und während Tage und Jahre verstreichen,
werden sie Stein.

Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre,
sie scheinen zerronnen wie Schaum.
Doch du spürst ihre lastende Schwere
bis in den Traum.

Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
die Welt wird ein Blütenmeer.
Aber in meinem Herzen ist eine Stelle,
da blüht nichts mehr.

(Ricarda Huch, 1864 – 1947, deutsche Schriftstellerin, Dichterin, Philosophin und Historikerin)

Mit diesem Bild begann im August 2012 meine geliebte Mimi ihre Karriere als euer aller Co-Autor in diesem Blögchen, später setzte sie diese als rasende Reporterin im Grafschafter Wochenanzeiger fort, und mit diesem Bild verabschiedete sie sich im April 2020 von euch, das ist das letzte Bild, das ich am 5. April 2020 von ihr gemacht habe, am 8. April 2020 hat sie dann für immer ihre schönen Augen geschlossen und den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten. 

Das ist nun heute genau ein Jahr her, es ist ihr erster Himmelsgeburtstag. 

Ihrem geliebten Redaktionsteam und mir, der Frau Chefredakteurin, fehlt sie immer noch sehr, aber die große Traurigkeit hat auch wieder Platz für ein Lächeln, ja, sogar manchmal wieder für ein Lachen über die Erinnerungen an unsere gemeinsamen Erlebnisse in all der langen Zeit, die sie bei mir, bei uns, verbracht hat in ihrem geliebten Zuhause und ihrem schönsten Zimmer, ihrem Balkonien, das sich wieder auf seine Saison vorbereitet wie weiland im April 2020, als sie es zum letzten Mal genießen konnte. 

Da haben mein Redaktionsteam und ich uns gedacht, wir machen zu diesem Tag heute mal eine Gedächtnis-Dia-Show von allen Apriltagen, in denen meistens die Balkonien-Saison wieder eröffnet wurde, auf die sich Mimi immer so gefreut hat. 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Zum ersten Himmelsgeburtstag hat uns Brigitte/Plauen was so hübsches für Mimi und mich geschickt, wo doch nun bald die Balkoniensaison wieder beginnt, hab ich für Mimis Brotkasten Nachschub erhalten, 

mit einem kleinen Kärtchen und mit Ostergrußkärtchen für Mimi in heaven 

kamen wieder Sonnenblumensamen. 

Da wird sich Mimi freuen, wenn die wieder blühen und in der Sonne leuchten! 

Erinnert ihr euch an das süße Armbändchen, das ich von Kristina und Rani nach Mimis Heimgang als Erinnerung an uns beide bekommen habe? Da kam von Brigitte/Plauen nun zum ersten Himmelsgeburtstag von Mimi noch etwas so hübsches als Geschenk für mich

das Pfötchenarmband für uns „Emms“ wird nun ergänzt durch einen Ring

 

mit schwarzem Kätzchen, das sogar rosa Öhrchen hat, so süß! 

Wir haben für heute alle zusammen eine kleine Gedenk-Ecke für Mimi eingerichtet, an ihrem Bodenkissen, auf dem sie in den letzten Tagen so gerne und fast ausschließlich gelegen hat. 

In Erinnerung an all die schönen „Kleidchen“, die Mimi zu jeden Anlaß und zu jeder Jahreszeit so gerne trug hier, haben wir noch einmal welche zu ihrem Himmelsgeburtstag aus unserer hauseigenen Boutique gesucht. 

Und so wird sie über uns wachen und immer bei uns sein, in all den schönen Erinnerungen, die wir mit und von ihr haben. 

Du bist ein Schatten am Tage
und in der Nacht ein Licht;
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht. 

(Friedrich Rückert)

Schlaf gut, geliebte Maus, wir werden dich alle nie vergessen! 💖 Und paß auf uns alle auf! 🙏 

Grafschafter Wochenanzeiger – in memoriam – Knut 💖

Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
die Erde still geküßt,
daß sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müßt.

Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis die Wälder,
so sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.

(Joseph von Eichendorff, 1788-1857)

Ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, 10 Jahre ist es heuer her, seit unser geliebter Zauberbär Knut   seinen Weg über die Regenbogenbrücke angetreten hat. Am 8. April 2020 folgte ihm meine Mimi. Was die beiden ganz besonders vereint auf ihrem letzten Weg, das ist, das sowohl am 19. März 2011 wie auch am 8. April 2020 ein sog. „Super-Vollmond“ war, ein Vollmond von seltener Größe und Schönheit, ein „Perigäum-Mond“, ein Mond in Erdnähe (Perigäum).

Mondnacht

Weg in den Garten, tief wie ein langes Getränke,
leise im weichen Gezweig ein entgehender Schwung.
Oh und der Mond, der Mond, fast blühen die Bänke
von seiner zögernden Näherung.

Stille, wie drängt sie. Bist du jetzt oben erwacht?
Sternig und fühlend steht dir das Fenster entgegen.
Hände der Winde verlegen
an dein nahes Gesicht die entlegenste Nacht.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926)

 

Und so haben wir heute in diesem Eintrag zum Gedenken an Knut unsere beiden Lieben auf einem Bild vereint. 

Sie werden sich sicher begegnet sein in der „Anderswelt“ und Knut wird unsere Mimi liebevoll empfangen haben, nun begleiten uns beide auf ihrer Wolke und ihrem Stern und wachen über uns. 

„Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle, die Welt wird ein Blütenmeer…..

Aber in meinem Herzen ist eine Stelle, da blüht nichts mehr.“ (Ricarda Huch) 

Wir haben noch so schöne Bilder wieder von einem besonderen Sonnenuntergang, zu dem dieser Spruch so gut paßt

„Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.“ (Franz Kafka)

In diesem Jahr berührt mich Knuts Himmelsgeburtstag wieder einmal so ganz besonders, alles ist wieder so nah. Vielleicht liegt es an der Zeit, vielleicht auch daran, daß auch der Heimgang meiner Mimi sich nun bald jährt. 

Und so schließen wir unseren Eintrag zum Gedenken an unseren geliebten Zauberbären, der uns noch immer hier unten alle so fest vereint hält, mit einem Gedicht mit den Gedanken an ihn und alle unsere Lieben, Tier oder Mensch, die schon bei ihm sind.

Du bist ein Schatten am Tage
und in der Nacht ein Licht;
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.

Wo ich mein Zelt aufschlage,
da wohnst du bei mir dicht;
du bist mein Schatten am Tage
und in der Nacht mein Licht.

Wo ich auch nach dir frage,
find‘ ich von dir Bericht,
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.

Du bist ein Schatten am Tage
und in der Nacht ein Licht;
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.

(Friedrich Rückert, 1788 – 1866)

Wir werden dich nie vergessen, Knut, du bist immer in unseren Herzen. 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 5

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen

Es gibt so wunderweiße Nächte,
drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert mancher Stern so lind,
als ob er fromme Hirten brächte
zu einem neuen Jesuskind.

Weit wie mit dichtem Demantstaube
bestreut, erscheinen Flur und Flut,
und in die Herzen, traumgemut,
steigt ein kapellenloser Glaube,
der leise seine Wunder tut.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926)

Türchen 5, dazumalen im Blögchen, heute im Grafschafter Wochenanzeiger, war und ist in allen Jahren unserem geliebten Eisbären Knut gewidmet

der heuer, am 5. Dezember 2020, 14 Jahre alt geworden wäre. Wie gerne hätten wir das alle erlebt, aber es hat nicht sollen sein. So schicken wir dann wieder einen herzlichen Glückwunsch zu deinem heutigen Geburtstag hinauf zu dir, lieber Knut, hinauf zu deiner Wolke hinauf zu deinem Stern!

In diesem Jahr hast du dort oben auch unsere geliebte Mimi empfangen, die uns hier unten auf der Erde verlassen hat. Wie wird sie sich gefreut haben, dich zu sehen, denn sie kannte dich ja schon lange aus unserem Blögchen und dem späteren Grafschafter Wochenanzeiger, dessen Co-Autor und rasende Reporterin sie war, ohne dich hätte es das ja alles gar nicht gegeben, hätten wir uns alle hier gar nicht kennengelernt. Mimi wird dir sicher viel erzählt haben von und aus unserem Eulennest! Denn uns haben so oft die Ohren geklingelt hier unten. 

 

So seid ihr dort oben jetzt vereint

du und unsere Mimi

Wir wünschen dir einen feinen Geburtstag, lieber Knut, feiert alle schön dort oben, wir denken an diesem Tag und gerade in diesem Jahr wieder so ganz innig an dich und alle, die bei dir sind und die wir so sehr vermissen.

So brennt heute nun wieder ein Kerzchen für dich, lieber Knut, und für unsere Mimi. Denn heute ist ja auch wieder Nikolaus-Abend, so ist dieses Türchen nun doppelt wehmütig für mich, Nikolaus-Abend das erste Mal ohne meine Mimi, ohne rausgestellte Stiefel 

und ohne eine aufgeregte Mimi, die am Fenster sitzt und nach dem Nikolaus mit seinem Rentiergespann Ausschau hält  😥

Aber ein schöner Nikolausabend soll es doch noch werden auch für all unsere lieben Leser hier im Grafschafter Wochenanzeiger, und so zeigen wir dir, lieber Knut, zu deinem heutigen Geburtstag und meiner Mimi, die live nicht mehr dabei sein kann, was wir heute aus unseren Adventskalendern gefischt haben, das Bärenteam und ich:

Wie passend, das Türchen 5 mit Kerze, extra zu deinem Geburtstag, Knut! Und was guckt da schon neugierig raus?

Ach, wie schön, das paßt ja wunderbar, ein Nikolaus oder Weihnachtsmann

mit einem Sack voller Geschenke!

Guckt bloß mal alle, wie süß der von hinten aussieht!!! 😍

Wir haben uns hier gekringelt über das süße Hinterteil! 

Im Geschenkesack ist ebenso passend ein kleiner Bär zu sehen, mein Team war begeistert!

Der ist doch echt entzückend, nicht wahr? 

Kommen wir nun zum Adventskalender 2 mit den Gewürztütchen, was war denn da wohl heute drin?

Nur die Ruhe, das kommt noch näher!

Schon besser zu erkennen und auch schon zu lesen, oder?

Kräuter der Provence, wie lecker, das ganze Tütchen riecht geschlossen schon göttlich, für manches ist es echt schade, daß es kein Duft-Internet gibt. Wonne pur! Gerade in Winterzeiten braucht es wärmende Kräuter, da sind die Kräuter der Provence genau richtig! 

Nun macht sich der Nikolaus in dieser Nacht wieder startklar zum Besuch der Erdenkinder, das kann meine Mimi nun zum ersten Mal live erleben, wir hätten sie trotzdem lieber noch hier. Es ist eben in diesem Jahr alles zum „ersten Mal ohne Mimi“! Da haben wir uns im Redaktionsteam heute gedacht, wir stellen mal einen Engel ein für alle unsere lieben Tiere, die heute mit Knut Geburtstag feiern können, und für alle, die noch mit ihren Frauchen und Herrchen das Erdenleben teilen, auf daß es allen gut geht, hier wie „drüben“, daß alle behütet und beschützt bleiben samt ihren Dosenöffnern…und gesund! 

Damit schließen wir das heutige Türchen 5 zu Knutis Geburtstag und dem Nikolausabend, wir wünschen allen unseren Lesern einen schönen, stimmungsvollen Tag und Abend vor dem Nikolaustag, vergeßt die Stiefel nicht rauszustellen! Und habt ein schönes Wochenende, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, das wünscht euch von Herzen euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Ewigkeitssonntag, stilles Gedenken

Im Zeichen des Todes

Noch war die Jugend mein, die schöne, ganze,
ein Morgen nur, ein Gestern gab es nicht;
da sah der Tod im hellsten Sonnenglanze,
mein Haar berührend, mir ins Angesicht.

Die Welt erlosch, der Himmel brannte trübe;
ich sprang empor entsetzt und ungestüm.
Doch er verschwand; die Ewigkeit der Liebe
lag vor mir noch und trennte mich von ihm.

Und heute nun – im sonnigen Gemache
zur Rechten und zur Linken schlief mein Kind;
des zarten Atems lauschend, hielt ich Wache,
und an den Fenstern ging der Sommerwind.

Da sanken Nebelschleier dicht und dichter
auf mich herab; kaum schienen noch hervor
der Kinder schlummerselige Gesichter,
und nicht mehr drang ihr Atem an mein Ohr.

Ich wollte rufen; doch die Stimme keuchte,
bis hell die Angst aus meinem Herzen schrie.
Vergebens doch; kein Schrei der Angst erreichte,
kein Laut der Liebe mehr erreichte sie.

In grauer Finsternis stand ich verlassen,
bewegungslos und schauernden Gebeins;
ich fühlte kalt mein schlagend Herz erfassen,
und ein entsetzlich Auge sank in meins.

Ich floh nicht mehr; ich fesselte das Grauen
und faßte mühsam meines Auges Kraft;
dann überkam vorahnend mich Vertrauen
zu dem, der meine Sinne hielt in Haft.

Und als ich fest den Blick zurückgegeben,
lag plötzlich tief zu Füßen mir die Welt;
ich sah mich hoch und frei ob allem Leben
an deiner Hand, furchtbarer Fürst, gestellt.

Den Dampf der Erde sah empor ich streben
und ballen sich zu Mensch- und Tiergestalt;
sah es sich schütteln, tasten, sah es leben
und taumeln dann und schwinden alsobald.

Im fahlen Schein im Abgrund sah ich’s liegen
und sah sich’s regen in der Städte Rauch;
ich sah es wimmeln, hasten, sich bekriegen
und sah mich selbst bei den Gestalten auch.

Und niederschauend von des Todes Warte,
kam mir der Drang, das Leben zu bestehn,
die Lust, dem Feind, der unten meiner harrte,
mit vollem Aug ins Angesicht zu sehn.

Und kühlen Hauches durch die Adern rinnen
fühlt ich die Kraft, entgegen Lust und Schmerz
vom Leben fest mich selber zu gewinnen,
wenn andres nicht, so doch ein ganzes Herz. –

Da fühlt ich mich im Sonnenlicht erwachen;
es dämmerte, verschwebte und zerrann;
in meine Ohren klang der Kinder Lachen,
und frische, blaue Augen sahn mich an.

O schöne Welt! So sei in ernstem Zeichen
begonnen denn der neue Lebenstag!
Es wird die Stirn nicht allzusehr erbleichen,
auf der, o Tod, dein dunkles Auge lag.

Ich fühle tief, du gönnetest nicht allen
dein Angesicht; sie schauen dich ja nur,
wenn sie dir taumelnd in die Arme fallen,
ihr Los erfüllend gleich der Kreatur.

Mich aber laß unirren Augs erblicken,
wie sie, von keiner Ahnung angeweht,
brutalen Sinns ihr nichtig Werk beschicken,
unkundig deiner stillen Majestät.

(Theodor Storm)

Ihr lieben Leser alle unseres Grafschafter Wochenanzeiger, wir haben bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung lange überlegt, ob wir auch in diesem Jahr wieder einen Eintrag zum Ewigkeitssonntag machen wollen. Es sind doch eh schon so traurige Zeiten, und der Monat November trägt da nicht gerade zu mehr Freude bei mit seinen Gedenktagen. Wir haben uns dann entschlossen, es doch zu tun! Derzeit läuft es hier wie in meinem derzeitigen Lieblingslied von Reinhard Mey „Manchmal wünscht ich es wär nochmal Viertel vor sieben“ 

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/viertel-vor-sieben

vor allem ab der Textzeile „Das Fell wird dünner und leerer der Becher,
der Zaubertrank wirkt nur noch schwer.“

Da ist ein Eintrag mit besinnlichem Charakter doch ganz passend, gönnen wir der Seele eine Atempause, lassen wir Ruhe und Frieden in uns ein. Und so dachten wir uns, wir suchen diese Ruhe und diesen Frieden an einem friedvollen Ort, in diesen novembrigen Gedenktagen fiel uns dazu der Friedhof ein. 

Ein Friedhof (auch Bestattungsplatz oder Begräbnisplatz, veraltet Gottesacker, KirchhofTotenhof oder Leichenhof) ist ein Ort, an dem Verstorbene, in den meisten Fällen begleitet von einem religiösen oder weltlichen Ritusbestattet werden. Anlagen aus vorchristlicher Zeit werden in der Archäologie meist als Gräberfelder oder Nekropolen bezeichnet, der Begriff Friedhof findet dennoch auch für antike Anlagen Verwendung.

Friedhof leitet sich ursprünglich vom althochdeutschen „frithof“ ab, der Bezeichnung für den eingefriedeten Bereich um eine Kirche. Der Bedeutungswandel zu einem „Hof des Friedens“ vollzog sich mit dem Verblassen der etymologischen Wurzel.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedhof

Lassen wir Bilder sprechen:

Friedhofsbilder aus Sommertagen, ein Zeichen, daß das Leben immer wieder grünt und blüht. Daraus entwickelte sich die Symbolik, grünes und blühendes an den Gedenktagen im November auf die Gräber zu legen

Und Kerzen aufzustellen, auch ein Zeichen, sie leuchten in der Dunkelheit und erhellen diese, machen Hoffnung auf das wiederkehrende Licht. 

Engel bewachen und behüten unsere Gräber. 

Friedhöfe in der Malerei:

(Caspar David Friedrich)

(Caspar David Friedrich)

(Fritz von Wille)

(Carl Gustav Carus)

Friedhof im Herbst, mit den wunderbar bunten Farben des Herbstes, mit denen er uns versöhnen möchte mit dem kommenden, farblosen Winter. 

In diesem Jahr denken wir zum Ewigkeitssonntag natürlich besonders an unsere geliebte rasende Reporterin Mimi, unser aller Co-Autor in heaven. 

Der leuchtende Engel von Balkonien, den du so mochtest, Mimi, leuchtet jetzt auch für dich mit den Rosenblüten zu seinen Füßen. Wir haben dich lieb und vergessen dich nicht! 

Laß mich, Engel, nicht allein!
Wenn mich alle Liebe läßt,
Engel, halte du mich fest.

Laß mich, Engel, nicht allein,
führ aus Leib und Sterbehemde
in das ungeheure Fremde,
in den Ursprung mich hinein.
Engel, laß mich nicht allein.

(Werner Bergengruen)

Zum Schluß unseres stillen Eintrags haben wir noch Musik für euch, passend zum Eintrag und zur Stimmung, ich liebe dieses Stück. 

Und wenn er dann Geschichte ist, der heutige Ewigkeitssonntag, ja, dann erwartet uns am Horizont bereits das erste Adventslicht

und führt uns vom Friedhof zurück in die Zeit der Hoffnung und Erwartung, gleich einem Engel, der uns den künftigen noch dunklen Weg wieder erleuchtet. Das wünschen wir euch, das wünschen wir uns allen von ganzem Herzen für die kommende Adventszeit, laßt uns den Mut und die Kraft nicht verlieren in diesen dunklen Zeiten, macht euch gemeinsam mit uns auf den Weg in das wiederkehrende Licht. 

Einen guten, stillen und besinnlichen Ewigkeitssonntag wünscht euch allen euer Grafschafter Wochenanzeiger

mit Mimi in heaven Otto und Luzia. 

Paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund!