Grafschafter Wochenanzeiger – Mimis erster Himmelsgeburtstag 🕯🌻☁⭐

Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen
sich tiefer und tiefer ins Herz hinein,
und während Tage und Jahre verstreichen,
werden sie Stein.

Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre,
sie scheinen zerronnen wie Schaum.
Doch du spürst ihre lastende Schwere
bis in den Traum.

Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
die Welt wird ein Blütenmeer.
Aber in meinem Herzen ist eine Stelle,
da blüht nichts mehr.

(Ricarda Huch, 1864 – 1947, deutsche Schriftstellerin, Dichterin, Philosophin und Historikerin)

Mit diesem Bild begann im August 2012 meine geliebte Mimi ihre Karriere als euer aller Co-Autor in diesem Blögchen, später setzte sie diese als rasende Reporterin im Grafschafter Wochenanzeiger fort, und mit diesem Bild verabschiedete sie sich im April 2020 von euch, das ist das letzte Bild, das ich am 5. April 2020 von ihr gemacht habe, am 8. April 2020 hat sie dann für immer ihre schönen Augen geschlossen und den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten. 

Das ist nun heute genau ein Jahr her, es ist ihr erster Himmelsgeburtstag. 

Ihrem geliebten Redaktionsteam und mir, der Frau Chefredakteurin, fehlt sie immer noch sehr, aber die große Traurigkeit hat auch wieder Platz für ein Lächeln, ja, sogar manchmal wieder für ein Lachen über die Erinnerungen an unsere gemeinsamen Erlebnisse in all der langen Zeit, die sie bei mir, bei uns, verbracht hat in ihrem geliebten Zuhause und ihrem schönsten Zimmer, ihrem Balkonien, das sich wieder auf seine Saison vorbereitet wie weiland im April 2020, als sie es zum letzten Mal genießen konnte. 

Da haben mein Redaktionsteam und ich uns gedacht, wir machen zu diesem Tag heute mal eine Gedächtnis-Dia-Show von allen Apriltagen, in denen meistens die Balkonien-Saison wieder eröffnet wurde, auf die sich Mimi immer so gefreut hat. 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Zum ersten Himmelsgeburtstag hat uns Brigitte/Plauen was so hübsches für Mimi und mich geschickt, wo doch nun bald die Balkoniensaison wieder beginnt, hab ich für Mimis Brotkasten Nachschub erhalten, 

mit einem kleinen Kärtchen und mit Ostergrußkärtchen für Mimi in heaven 

kamen wieder Sonnenblumensamen. 

Da wird sich Mimi freuen, wenn die wieder blühen und in der Sonne leuchten! 

Erinnert ihr euch an das süße Armbändchen, das ich von Kristina und Rani nach Mimis Heimgang als Erinnerung an uns beide bekommen habe? Da kam von Brigitte/Plauen nun zum ersten Himmelsgeburtstag von Mimi noch etwas so hübsches als Geschenk für mich

das Pfötchenarmband für uns „Emms“ wird nun ergänzt durch einen Ring

 

mit schwarzem Kätzchen, das sogar rosa Öhrchen hat, so süß! 

Wir haben für heute alle zusammen eine kleine Gedenk-Ecke für Mimi eingerichtet, an ihrem Bodenkissen, auf dem sie in den letzten Tagen so gerne und fast ausschließlich gelegen hat. 

In Erinnerung an all die schönen „Kleidchen“, die Mimi zu jeden Anlaß und zu jeder Jahreszeit so gerne trug hier, haben wir noch einmal welche zu ihrem Himmelsgeburtstag aus unserer hauseigenen Boutique gesucht. 

Und so wird sie über uns wachen und immer bei uns sein, in all den schönen Erinnerungen, die wir mit und von ihr haben. 

Du bist ein Schatten am Tage
und in der Nacht ein Licht;
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht. 

(Friedrich Rückert)

Schlaf gut, geliebte Maus, wir werden dich alle nie vergessen! 💖 Und paß auf uns alle auf! 🙏 

Grafschafter Wochenanzeiger – in memoriam – Knut 💖

Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
die Erde still geküßt,
daß sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müßt.

Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis die Wälder,
so sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.

(Joseph von Eichendorff, 1788-1857)

Ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, 10 Jahre ist es heuer her, seit unser geliebter Zauberbär Knut   seinen Weg über die Regenbogenbrücke angetreten hat. Am 8. April 2020 folgte ihm meine Mimi. Was die beiden ganz besonders vereint auf ihrem letzten Weg, das ist, das sowohl am 19. März 2011 wie auch am 8. April 2020 ein sog. „Super-Vollmond“ war, ein Vollmond von seltener Größe und Schönheit, ein „Perigäum-Mond“, ein Mond in Erdnähe (Perigäum).

Mondnacht

Weg in den Garten, tief wie ein langes Getränke,
leise im weichen Gezweig ein entgehender Schwung.
Oh und der Mond, der Mond, fast blühen die Bänke
von seiner zögernden Näherung.

Stille, wie drängt sie. Bist du jetzt oben erwacht?
Sternig und fühlend steht dir das Fenster entgegen.
Hände der Winde verlegen
an dein nahes Gesicht die entlegenste Nacht.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926)

 

Und so haben wir heute in diesem Eintrag zum Gedenken an Knut unsere beiden Lieben auf einem Bild vereint. 

Sie werden sich sicher begegnet sein in der „Anderswelt“ und Knut wird unsere Mimi liebevoll empfangen haben, nun begleiten uns beide auf ihrer Wolke und ihrem Stern und wachen über uns. 

„Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle, die Welt wird ein Blütenmeer…..

Aber in meinem Herzen ist eine Stelle, da blüht nichts mehr.“ (Ricarda Huch) 

Wir haben noch so schöne Bilder wieder von einem besonderen Sonnenuntergang, zu dem dieser Spruch so gut paßt

„Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.“ (Franz Kafka)

In diesem Jahr berührt mich Knuts Himmelsgeburtstag wieder einmal so ganz besonders, alles ist wieder so nah. Vielleicht liegt es an der Zeit, vielleicht auch daran, daß auch der Heimgang meiner Mimi sich nun bald jährt. 

Und so schließen wir unseren Eintrag zum Gedenken an unseren geliebten Zauberbären, der uns noch immer hier unten alle so fest vereint hält, mit einem Gedicht mit den Gedanken an ihn und alle unsere Lieben, Tier oder Mensch, die schon bei ihm sind.

Du bist ein Schatten am Tage
und in der Nacht ein Licht;
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.

Wo ich mein Zelt aufschlage,
da wohnst du bei mir dicht;
du bist mein Schatten am Tage
und in der Nacht mein Licht.

Wo ich auch nach dir frage,
find‘ ich von dir Bericht,
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.

Du bist ein Schatten am Tage
und in der Nacht ein Licht;
du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.

(Friedrich Rückert, 1788 – 1866)

Wir werden dich nie vergessen, Knut, du bist immer in unseren Herzen. 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Fest der Erscheinung des Herrn – Epiphanias

Geburt Christi

Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte
dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt?
Sieh, der Gott, der über Völkern grollte,
macht sich mild und kommt in dir zur Welt.

Hast du dir ihn größer vorgestellt?

Was ist Größe? Quer durch alle Maße,
die er durchstreicht, geht sein grades Los.
Selbst ein Stern hat keine solche Straße.
Siehst du, diese Könige sind groß,

und sie schleppen dir vor deinen Schoß

Schätze, die sie für die größten halten,
und du staunst vielleicht bei dieser Gift -:
aber schau in deines Tuches Falten,
wie er jetzt schon alles übertrifft.

Aller Amber, den man weit verschifft,

jeder Goldschmuck und das Luftgewürze,
das sich trübend in die Sinne streut:
alles dieses war von rascher Kürze,
und am Ende hat man es bereut.

Aber (du wirst sehen): Er erfreut.

(Rainer Maria Rilke, aus: Das Marien-Leben, 1912)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun erstellen wir hier bereits den 9. Eintrag zum Fest der Heiligen Drei Könige, da gibt es wahrlich nicht mehr viel neues zu berichten. Auch über die Sternsinger, die in Stellvertretung der Heiligen Drei Könige an diesem Tag durch die Gemeinden ziehen, um den Segen Gottes in die Häuser zu bringen, haben wir schon oft berichtet. Trotzdem haben wir uns bei unserer Redaktionssitzung zum heutigen Tage noch einmal auf die Suche gemacht, und siehe da, wir sind fündig geworden: 

175 Jahre danach ist es die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder

Sternsinger: Eine 13-Jährige hatte 1846 die Idee für das Kindermissionswerk

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/sternsinger-eine-13-jaehrige-hatte-1846-die-idee-fuer-das-kindermissionswerk

Das fanden wir sehr interessant, vor allem, wie lange es diese Aktion von Kindern für Kinder schon gibt. Und daß sie auch nach so langer Zeit noch immer nichts von ihrer Beliebtheit verloren hat. 

Aber in diesem Jahr, in Zeiten von Corona, ist auch hier alles anders. Der Aussendungsgottesdienst im Aachener Dom fand zwar statt, aber nur mit ganz wenigen Beteiligten, vernünftig und verständlich, wenn man weiß, wie viele das sonst schon in unserer kleinen Gemeinde waren,

und die Sammelaktion darf nur digital stattfinden. Da ist in allen Gemeinden Kreativität gefragt, und das ist wohl auch gut gelungen, wie man der Startseite des Sternsinger-Hilfswerks im Netz entnehmen kann, guckt mal rein:

https://www.sternsinger.de/

Und das ganze geht auch noch mit der nötigen Menge Humor, guckt euch mal das Video an, wir fanden das so klasse und haben herzlich gelacht:

Die Sternsinger als Sinnbild der Heiligen Drei Könige, in ihnen begegnet uns immer wieder die Zahl drei, drei heilige Könige, dargestellt in drei Lebensaltern, Jüngling, erwachsener Mann und Greis und dargestellt nach den drei damals bekannten Kontinenten Asien, Afrika und Europa. Auch die Namen sind uns bekannt, Caspar bedeutet „Schatzmeister“, er wird als Afrikaner dargestellt und bringt das Gold. Melchior bedeutet „König des Lichts“, er ist der mit dem Weihrauch. Balthasar bedeutet „Gott schütze sein Leben“, er bringt die Myrrhe. 

Und Weihrauch und Myrrhe sind nun die Stichworte, denn wir wollten doch noch einmal auf Räucherungen zurückkommen in diesem Eintrag, das bietet sich hier jetzt gut an. 

Die Nacht vom 4. auf den 5. Januar ist die letzte der 12 Rauhnächte, sie steht für den Monat Dezember im Jahr und ihr Thema ist Gnade, Räuchern und Bereinigen. 

Räucherwerke für dieses Ritual:

  • Wacholder: klärt und vermittelt dir Selbstwert und Selbstvertrauen
  • Kiefern- und Waldweihrauch: transformiert alles Negative was sich aufgestaut hat
  • Mistel: schützt vor Unglück und Mißgeschicken
  • Beifuß: unterstützt dich Altes loszulassen und deine Entscheidungen zu treffen

Hört sich doch gut an zum Abschluß des weihnachtlichen Festkreises und zum starten in den Alltag des neuen Jahres. Nach der 12. Rauhnacht schließen sich die Tore zu der Anderswelt wieder.

Die Nacht auf den Dreikönigstag vom 5. auf den 6. Januar ist Segen und Abschluß der Rauhnächte. Räucherwerke für dieses Ritual: 

  • Weihrauch Oman

Wir erwähnten es im vorigen Eintrag schon, Vorsicht beim räuchern mit Kohle in Räumen, in denen Brandmelder installiert sind, sie könnten „anschlagen“! Aber man kann halt auch „sanft“ räuchern, zum Beispiel mit dem Räucherwerk in so einem Behältnis

eigentlich gedacht für ätherische Öle, mit Wasser vermischt und mit einem Teelicht zum verdunsten gebracht. Das geht aber auch mit echtem Räucherwerk, ebenfalls durch das Teelicht erhitzt, ab und zu mal mit einem Holzstäbchen oder einer Holzgabel bissel auflockern, der Duft ist nicht so intensiv wie beim „richtigen“ räuchern und ebenfalls nicht der Rauch. Aber schön und wirksam ist es auch. 

Beim suchen im Netz nach „Neuigkeiten“ zum heutigen Tag haben wir entdeckt, daß mittlerweile ein sehr bekannter Spielzeughersteller mit Figuren und Zubehör zu vielen Themen, die Björn in seinen Kindertagen so sehr liebte, auch Weihnachten entdeckt hat und deshalb sowohl Krippe als auch die Heiligen Drei Könige im Sortiment hat 

https://www.playmobil.de/heilige-drei-koenige/4886-A.html

übrigens so, wie oben beschrieben, als Jüngling, erwachsener Mann und Greis, und eben auch als „schwarzer“ König, was wir prima finden, weil es doch keine Ausgrenzung bei den drei damals bekannten Kontinenten geben darf, und er kam halt aus Afrika. Und das ganze weckte bei der Frau Chefredakteurin die Erinnerung an eine Anekdote: Als ihr Sohn noch klein war, spielte er mit Leidenschaft mit diesen Figuren und besaß viele Themenbereiche davon, so sind wir in einem Jahr auf die Idee gekommen, mit den vorhandenen eine Krippe zu bauen, es war alles im Fundus vorhanden, Säugling als Christkind, Krippe, Ochs und Esel, Hirten und Schafe, sogar mit einem Schäferkarren, Pferd und Kamel für die Heiligen Drei Könige samt Schatztruhe und Goldstücke, Figuren, die zu Maria und Josef umfunktioniert wurden, wo es haperte, wurde mit selbstgebastelten Krönchen, Heiligenscheinen und Engelsgewändern nachgeholfen, es war eine wunderschöne Krippe, leider gibt es da kein Bild von irgendwo. Und zu dieser kleinen Erinnerungsgeschichte ist dem Bärenteam was feines bildliches in die Hände gefallen, nämlich das hier

Bären als Heilige Drei Könige (und auch ein dunkler, 😉😂) was hat sich mein Redaktionsteam da drüber gefreut! 

Nun kommen wir hier zum Schluß unseres Eintrags zum Segen für die Redaktionsräume und euch alle, den ich als Hausmutter ja hier anbringen darf. 

20 * C + M + B + 21

Christus mansionem benedicat

Möge der Engel, der die Botschaft vom Frieden in die Welt brachte, an deinem Haus nicht vorübergehen. Möge das Kind, das seine Göttlichkeit hinter der Armut verbarg, in deinem Herzen eine Wohnung finden.

(Irischer Segenswunsch)

Der Segen gilt allen Bewohnern eines Hauses oder einer Wohnung, auch den Tieren, daher wünscht euch allen und euren Tieren das gesamte Redaktionsteam des Grafschafter Wochenanzeigers den Segen der Heiligen Drei Könige, vertreten durch die Sternsinger, für das Neue Jahr 2021. Bleibt behütet!

 

 

Und wir möchten diesen Segen in diesem Jahr, in dem die Sternsinger ja auch nur digital „unterwegs“ sind, als virtuellen Besuch der Sternsinger hier in unseren Redaktionsräumen an der Krippe

für uns und euch alle anbieten mit einem Link noch einmal zu der Seite der Sternsinger-Aktion

https://www.sternsinger.de/sternsingen/digitaler-besuch/

Wir finden diese Idee so schön! 

Damit wünschen wir euch allen einen schönen, gesegneten Dreikönigstag, paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, bleibt behütet und gesegnet, das wünscht euch allen von ganzem Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Geburtstag mit Räucherwerk

Schneesturm

Droben schwarze Wolken jagen
pfeilgeschwind,
seine schaurig wilden Klagen
stöhnt der Wind.


Durch verfall’ner Mauer Spalten
wirbelt Schnee,
wie von finst’rer Macht gehalten
starrt der See.


Und kein goldnes Sterngewimmel
leuchtet mild,
wie verschlossen dräut der Himmel
schwarz und wild…


da zerreißt der Sturm die mächt’ge
Wolkenschicht
und ein lichter Stern das nächt’ge
Graus durchbricht!


Strahl ins Herz mir, gold’ner Schimmer,
lind und sacht. –
Seine Sterne leuchten immer –
drin ist Nacht!

(E. Marlitt, 1825 – 1887, Pseudonym für Friederieke Henriette Christiane Eugenie John, deutsche Schriftstellerin)

 appy irthday   liebe Anori!

Heute hast du, liebe Blogbegründerin unseres Blögchens und des heutigen Grafschafter Wochenanzeigers, deinen 9. Geburtstag! Das ganze Redaktionsteam (alles Bären, davon 3 Eisbären!) und die Frau Chefredakteurin nebst Mimi in heaven wünschen dir alles erdenklich Liebe und Gute zu deinem heutigen Ehrentag, und ein langes, gesundes Eisbärenleben, in diesem Jahr mit dem heißen Wunsch, daß auch du ganz bald ein schönes, neues Zuhause bekommst mit Eisbärengesellschaft, denn heute feierst du deinen Geburtstag ganz allein und ohne deinen Eisbärfreund Luka, der so einen schönen Platz bereits ergattert hat. Wir sind hier alle ein bissel traurig und „angefressen“, daß entgegen aller Beteuerungen du nun doch allein zurückgeblieben bist, aber deine Pfleger werden bestimmt trotzdem dafür sorgen, daß du heute einen fröhlichen Geburtstag hast! Und wir schaffen dir einfach virtuelle Eisbärengesellschaft! 

Die Frau Chefredakteurin wird nie vergessen, wie sie dich im Mai 2012 das erste Mal gesehen hat mit deiner Mama Vilma und in Vorfreude und Erwartung auf dich in der Nacht ihr Blögchen gegründet hat, das heute der Grafschafter Wochenanzeiger ist. Also hätte es so quasi auch dieses bärige Redaktionsteam ohne dich nicht gegeben. Deine Mama Vilma und dein Papa Lars beide schon bei Mimi in heaven, haben dir bestimmt schon mit lieben Wolken- 🌨 und Sternengrüßen ⭐ gratuliert! Wir hier vom Grafschafter wünschen dir jedenfalls einen ganz feinen, fröhlichen Eisbärengeburtstagstag heute!

Du wirst dich nun vielleicht, wie bestimmt auch unsere Leser hier alle, über den Titel gewundert haben, „Geburtstag mit Räucherwerk“, ja, liebe Anori, da haben wir uns doch hier im Grafschafter Wochenanzeiger bei der Redaktionssitzung für deinen Geburtstagseintrag nicht lumpen lassen und zaubern jetzt sowohl für dich als auch für alle Leser hier heute zum ersten vollständigen Wochenbeginn des Neuen Jahres 2021 noch was feines aus dem Hut: 

Die Rauhnächte gehen so langsam ihrem Ende entgegen, die letzte erfolgt in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar und finden mit dem Fest der Heiligen Drei Könige ihren Abschluß. Wir waren ein bissel pomadig hier zwischen den Jahren, da wollten wir doch wenigstens zum Abschluß noch einmal „reinspringen“ ins Thema. 

Die Rauhnächte (auch Raunächte oder Rauchnächte), zwölf Nächte (auch Zwölfte), GlöckelnächteInnernächte oder Unternächte sind einige Nächte um den Jahreswechsel, denen im europäischen Brauchtum eine besondere Bedeutung zugemessen wird. Meist handelt es sich um die Zwölf Weihnachtstage vom Weihnachtstag (25. Dezember) bis zum Fest der Erscheinung des Herrn (6. Januar), gelegentlich um andere Zeiträume, beispielsweise jenen zwischen dem Thomastag und Neujahr. In manchen Gebieten wird die Thomasnacht nicht hinzugezählt. Nach dem Volksglauben zogen sich die stürmischen Mächte der Mittwinterzeit in der Nacht auf den 6. Januar zurück, „die Wilde Jagd“ begab sich am Ende der Rauhnächte zur Ruhe. Die zwölf Rauhnächte waren als Bauernregel gemäß der pauren practick bestimmend für das Wetter der zwölf Monate des neuen Jahres.

 Als die vier wichtigsten Rauhnächte werden bezeichnet:

  • 20./21. Dezember Thomasnacht, die Nacht auf den Thomastag, der kürzeste Tag des Jahres
  • 24./25. Dezember (Heiliger Abend, Christnacht, Vigil von Weihnachten)
  • 31. Dezember/1. Januar (Silvester)
  • 5./6. Januar Dreikönigstag (Vigil von Erscheinung des Herrn)

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Rauhnacht

In den Rauhnächten stehen die Tore zur Anderswelt weit offen. Sie sind eine Zeit großer magischer Kraft, außerhalb unserer „normalen Zeit“. Damit die Differenz zwischen 12 Monaten in Mondphasen (354 Tage) und dem Sonnenjahr (365 Tage) ausgeglichen wird, fügten die Kelten 11 Schalttage ein. Sie sahen diese Tage nun als außerhalb der Zeit liegend an. Ein ähnliches Beispiel für die sogenannten „Zwischenzeiten“ ist die Morgen- und Abenddämmerung, also Zeiten, die weder dem Tag noch der Nacht zuzuordnen sind. Ein weiteres ähnliches Beispiel ist die Sonnenwende, eine Zeit in der weder Frühling noch Winter herrscht.

Heute wäre dann also die 11. Rauhnacht vom 3. auf den 4. Januar, die sinnbildlich für den Monat November steht, auf die letzte, die 12. Rauhnacht werden wir im Eintrag zum Dreikönigstag noch einmal Bezug nehmen. 

Und in all diesen Nächten kann geräuchert werden, in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar wäre empfohlenes Räucherwerk zum Beispiel Rose, Zimt, Kalmus und Beifuß, und das haben wir nun mal zum Anlaß genommen, unsere Räucherkiste zu öffnen und zu zeigen:

Alle Räucherutensilien gut verstaut! 

Räucherwerk, hinten links die Räucherschale, mit Sand und Kohle, rechts vorne ein kleiner Mörser zum aufbereiten des Räucherwerks. 

Eines unserer Lieblingsräucherwerke, Weihrauch mit Rose und Zirbe, das haben uns mal Kristina und Rani geschickt, samt einem ganz feinen Buch über „Räuchern zu heiligen Zeiten“. 

Das hat die Frau Chefredakteurin mal selbst „erstellt“, links getrocknete Orangenschalen, hinten getrocknete Tannennadeln! Wunderschöner Duft zusammen! 

Zwei gekaufte Räuchermischungen, „Reinigung“ und „Wärme und Geborgenheit“. 

Geheimnisvoll im dunkeln….

zwei Fächer zum verteilen des Rauchs, die lagen auch mal den Päckchen von Kristina und Rani bei. 

Ihr seht, wir sind bestens ausgestattet für Räucher-Rituale, die ja nicht nur in den Rauhnächten stattfinden. 

Räucherungen erfolgten in den früheren Zeiten nicht nur im Haus, sondern auch in den Ställen bei den Tieren und den Haustieren ebenso wie für die Tiere in Feld und Wald ums Haus herum, das war nun auch ein bissel der Anlaß, hier mal in Räucherungen einzusteigen, denn dazu haben wir nun so schöne Bilder, die so hübsch ebenfalls zu Anoris Geburtstag passen, weil es doch weitgehend Artgenossen sind. 

Alle alten Rituale haben auch was mit Wesen aus der anderen Welt zu tun, mit Trollen, Kobolden und Wichteln, sowie dieses hier oder dieses

mit einem schwedischen Tomte, einem Weihnachtswichtel, die auf jedem Hof leben. 

Pferde auf der verschneien Weide und die Haustiere, Hund und Katze, und das auch so oft die Weihnachtszeit begleitende Rotkehlchen. 

Kalt ist es, da brauchen die Tiere draußen Hilfe mit Fütterung. 

 

Unsere Wappentiere! 

 

Am Ende unseres heutigen Eintrags bekommt nun das Geburtstagskind nochmal Väterchen Frost zu sehen, als Eisbärin wird Anori darüber bestimmt begeistert sein!

Und Eisbären fürs Geburtstagskind:

Wir wünschen dir, liebe Anori, einen wunderschönen Geburtstagstag, an dem du hoffentlich ganz besonders verwöhnt wirst, da du ja alleine feierst und wegen dem doofen Virus auch keine menschlichen Gäste empfangen darfst. 

Und all unseren Lesern wünschen wir einen guten Montag und einen ebensolchen Start in die neue und erste vollständige Woche des neuen Jahres, packen wir es an, das neue Jahr, mit frischen Kräften, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 12

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Die Weihe der Nacht

Nächtliche Stille!
Heilige Fülle,
wie von göttlichem Segen schwer,
säuselt aus ewiger Ferne daher.
Was da lebte,
was aus engem Kreise
auf ins Weitste strebte,
sanft und leise
sank es in sich selbst zurück
und quillt auf in unbewußtem Glück.
Und von allen Sternen nieder
strömt ein wunderbarer Segen,
daß die müden Kräfte wieder
sich in neuer Frische regen,
und aus seinen Finsternissen
tritt der Herr, so weit er kann,
und die Fäden, die zerrissen,
knüpft er alle wieder an.

(Christian Friedrich Hebbel, 1813 – 1863, deutscher Dramatiker und Lyriker)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun ist in unserem Adventskalender mit dem heutigen Tage schon Bergfest! Die Hälfte der Wegstrecke durch den Advent auf den Heiligen Abend zu liegt hinter uns! 

Dann öffnen wir doch erst einmal wieder das heutige Türchen, 

was glitzert uns denn da nun wieder entgegen? 

Ein Weihnachtsmann? Ja, aber ein ganz besonderer Weihnachtsmann…..

ein Mann…ääääh, ne, Weihnachtsmann im Mond!

Und der hübsche Kerl regte die ganze Redaktion zum träumen an, ein Weihnachtsmann im Mond, Bergfest, Schnee…..Weihnachten in den Bergen! Eine verschneite Hütte, weitab von allen Unbilden dieser Welt, fern vom Getümmel, eins mit der Natur, mit der Familie und lieben Freunden! 

Welche Freuden uns da erwarten würden! Frau Chefredakteurin hatte ja schon einmal mit Familie und Freunden Weihnachten in den Bergen, in Bayern, aber leider ohne Schnee. Im Januar im gleichen Jahr war er dort reichlichst vorhanden:

Ist das nicht einfach wonnig? Wenn wir das dann noch in den hohen Norden verlegen würden, könnten wir bestimmt so wie hier auf dem Bild Rentiere streicheln! 

Und mannigfaltige andere Winterfreuden genießen! 

Am Heiligen Abend würden wir in den Stall und im Feld zu den Tieren gehen, die können reden in der Heiligen Nacht! 

Vor Mitternacht wird dann der Pferdeschlitten angespannt

zur Fahrt in die Christmette zur Kirche. Eins meiner Lieblingsbücher ist „Und ewig singen die Wälder“ von Trygve Gulbranssen, da wird eine solche weihnachtliche Mettenfahrt so wunderbar beschrieben, da kann ich mich immer so reinträumen. 

Wenn wir dann alle durchgefroren wieder zu Hause angekommen sind, wärmen wir uns erst einmal alle auf am herrlich brennenden Kaminfeuer 

in der guten Stube.

Mit Kaffee und Tee, natürlich schon mit Weihnachtsgebäck. 

Während wir in der Christmette waren, war sicherlich zwischendurch, von uns allen ungesehen, nur beobachtet von den Tieren im Stall, im Haus und in Wald und Flur, der Weihnachtsmann mit seinem Rentiergespann da und hat die Geschenke gebracht. 

Und still und leise rings um den Weihnachtsbaum gelegt! Welche Spannung, bis das Glöckchen klingelt und wir alle in die Weihnachtsstube dürfen, wie dazumal als Kinder! 

Dann gehen wir zufrieden und müde in die gemütlichen Betten, draußen schneit es leise und eine Eule ruft

Und am anderen Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, stapfen wir durch die verschneite Natur

Wenn wir von unserem erfrischenden Spaziergang zurückkehren, dann wartet schon das große Weihnachtsessen auf uns

und wir können es uns schmecken lassen, in fröhlicher Runde mit lachen und scherzen und gemütlichem beieinander sein! 

Langsam senkt sich dann der Abend auf den 1. Weihnachtstag, die schönen Lichter gehen wieder überall an, von ferne hört man Kirchenglocken klingen, 

und wir genießen die Ruhe in unserer gemütlichen Weihnachtsstube, klönen noch ein bissel und trinken einen herrlich süffigen, natürlich selbst zubereiteten, Glühwein! Und hier wäre jetzt der Platz für unser zweites Türchen des heutigen Tages am Gewürzadventskalender, denn guckt bloß mal, wie passend das zu meiner Idee für diesen Eintrag ist:

Glühweingewürz!!!

Mit feiner, weihnachtlicher Tasse! 

Und lecker Glühwein, Holunderglühwein, fürs Wochenende! 

So, das war es nun wieder zum Türchen 12, ich mußte mich gerade erstmal bissel schütteln und besinnen, so sehr hatte ich mich beim schreiben in die schöne Berghütte mit uns allen versetzt. Ich hoffe, es hat auch euch gefallen, dann wünschen wir euch einen schönen und hoffentlich keinen stressigen Samstag, bewahrt die Ruhe und laßt euch eure Zuversicht nicht rauben, wenn es auch derzeit wieder schwer fällt, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 5

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen

Es gibt so wunderweiße Nächte,
drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert mancher Stern so lind,
als ob er fromme Hirten brächte
zu einem neuen Jesuskind.

Weit wie mit dichtem Demantstaube
bestreut, erscheinen Flur und Flut,
und in die Herzen, traumgemut,
steigt ein kapellenloser Glaube,
der leise seine Wunder tut.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926)

Türchen 5, dazumalen im Blögchen, heute im Grafschafter Wochenanzeiger, war und ist in allen Jahren unserem geliebten Eisbären Knut gewidmet

der heuer, am 5. Dezember 2020, 14 Jahre alt geworden wäre. Wie gerne hätten wir das alle erlebt, aber es hat nicht sollen sein. So schicken wir dann wieder einen herzlichen Glückwunsch zu deinem heutigen Geburtstag hinauf zu dir, lieber Knut, hinauf zu deiner Wolke hinauf zu deinem Stern!

In diesem Jahr hast du dort oben auch unsere geliebte Mimi empfangen, die uns hier unten auf der Erde verlassen hat. Wie wird sie sich gefreut haben, dich zu sehen, denn sie kannte dich ja schon lange aus unserem Blögchen und dem späteren Grafschafter Wochenanzeiger, dessen Co-Autor und rasende Reporterin sie war, ohne dich hätte es das ja alles gar nicht gegeben, hätten wir uns alle hier gar nicht kennengelernt. Mimi wird dir sicher viel erzählt haben von und aus unserem Eulennest! Denn uns haben so oft die Ohren geklingelt hier unten. 

 

So seid ihr dort oben jetzt vereint

du und unsere Mimi

Wir wünschen dir einen feinen Geburtstag, lieber Knut, feiert alle schön dort oben, wir denken an diesem Tag und gerade in diesem Jahr wieder so ganz innig an dich und alle, die bei dir sind und die wir so sehr vermissen.

So brennt heute nun wieder ein Kerzchen für dich, lieber Knut, und für unsere Mimi. Denn heute ist ja auch wieder Nikolaus-Abend, so ist dieses Türchen nun doppelt wehmütig für mich, Nikolaus-Abend das erste Mal ohne meine Mimi, ohne rausgestellte Stiefel 

und ohne eine aufgeregte Mimi, die am Fenster sitzt und nach dem Nikolaus mit seinem Rentiergespann Ausschau hält  😥

Aber ein schöner Nikolausabend soll es doch noch werden auch für all unsere lieben Leser hier im Grafschafter Wochenanzeiger, und so zeigen wir dir, lieber Knut, zu deinem heutigen Geburtstag und meiner Mimi, die live nicht mehr dabei sein kann, was wir heute aus unseren Adventskalendern gefischt haben, das Bärenteam und ich:

Wie passend, das Türchen 5 mit Kerze, extra zu deinem Geburtstag, Knut! Und was guckt da schon neugierig raus?

Ach, wie schön, das paßt ja wunderbar, ein Nikolaus oder Weihnachtsmann

mit einem Sack voller Geschenke!

Guckt bloß mal alle, wie süß der von hinten aussieht!!! 😍

Wir haben uns hier gekringelt über das süße Hinterteil! 

Im Geschenkesack ist ebenso passend ein kleiner Bär zu sehen, mein Team war begeistert!

Der ist doch echt entzückend, nicht wahr? 

Kommen wir nun zum Adventskalender 2 mit den Gewürztütchen, was war denn da wohl heute drin?

Nur die Ruhe, das kommt noch näher!

Schon besser zu erkennen und auch schon zu lesen, oder?

Kräuter der Provence, wie lecker, das ganze Tütchen riecht geschlossen schon göttlich, für manches ist es echt schade, daß es kein Duft-Internet gibt. Wonne pur! Gerade in Winterzeiten braucht es wärmende Kräuter, da sind die Kräuter der Provence genau richtig! 

Nun macht sich der Nikolaus in dieser Nacht wieder startklar zum Besuch der Erdenkinder, das kann meine Mimi nun zum ersten Mal live erleben, wir hätten sie trotzdem lieber noch hier. Es ist eben in diesem Jahr alles zum „ersten Mal ohne Mimi“! Da haben wir uns im Redaktionsteam heute gedacht, wir stellen mal einen Engel ein für alle unsere lieben Tiere, die heute mit Knut Geburtstag feiern können, und für alle, die noch mit ihren Frauchen und Herrchen das Erdenleben teilen, auf daß es allen gut geht, hier wie „drüben“, daß alle behütet und beschützt bleiben samt ihren Dosenöffnern…und gesund! 

Damit schließen wir das heutige Türchen 5 zu Knutis Geburtstag und dem Nikolausabend, wir wünschen allen unseren Lesern einen schönen, stimmungsvollen Tag und Abend vor dem Nikolaustag, vergeßt die Stiefel nicht rauszustellen! Und habt ein schönes Wochenende, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, das wünscht euch von Herzen euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 4

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Am Barbaratag

Am Barbaratage holt‘ ich
drei Zweiglein vom Kirschenbaum,
die setzt‘ ich in eine Schale,
drei Wünsche sprach ich im Traum:

Der erste, dass einer mich werbe,
der zweite, dass er noch jung,
der dritte, dass er auch habe
des Geldes wohl genung.

Weihnachten vor der Mette
zwei Stöcklein nur blühten zur Frist: –
Ich weiß einen armen Gesellen,
den nähm‘ ich, wie er ist.

(Martin Greif)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, heuer öffnen wir bereits das 4. Türchen im Adventskalender, und ich wette, ihr seid alle genauso neugierig wie es die ganze Redaktion war, was denn sich wohl hinter dem 4. Türchen verbirgt!

Schreiten wir zur Tat!

Ist das wieder süß, eine kleine Räder-Ente, ihr könnt euch sicher alle das Entzücken unserer gesamten Redaktion vorstellen. Und um gleich einer eventuell nicht artgerechten Haltung wie beim Pinguin vorzubeugen, ist unser Entchen hier gleich umringt worden:

Na, das ist ein Begrüßungskomitee, nicht wahr, da haben sich alle unsere Bade-Enten versammelt

um das Küken zu beschützen

das hier

ist übrigens tatsächlich noch meine eigene Bade-Ente aus meinen Kindertagen!

Eine Pastetchen-Form in Form einer Ente, da könnten wir im Laufe dieses Kalenders vielleicht nochmal kulinarisch drauf zurückkommen.

Kleines neues Entchen auf Rädern ganz groß:

Und in adventlichem Ambiente:

Mit dem Türchen aus dem zweiten Adventskalender müßt ihr euch jetzt noch bissel gedulden, denn heute ist ja auch Barbaratag, die Schutzheilige der Bergleute, an deren Gedenktag man Zweige von blühenden Bäumen oder Sträuchern schneidet, sie in eine Vase mit angewärtem Wasser stellt und darauf hofft, daß die Zweige bis zum Heiligen Abend aufblühen.

Mal gucken, ob es in diesem Jahr mal wieder mit meinen Forsythien-Zweigen von Balkonien klappt, im letzten Jahr ist da leider nichts draus geworden, da könnte man nun spekulieren, wenn es heuer wieder klappt, wird das Jahr besser als das vergangene? Das wäre schön!

Zu Ehren der Heiligen Barbara stell ich euch hier nun noch einmal die schönen Bilder der Bergmannsfiguren aus dem letzten Adventskalender ein:

So, nun kommen wir zum Türchen vom zweiten Adventskalender, als da wäre:

Geduld, es kommt noch bissel näher!

Zimt!!! Das ist doch was ganz feines für die Weihnachtszeit! Guckt mal, wie hübsch sich alle Tütchen der Türchen gemeinsam machen

Hübsche Sammlung! Und der gemahlene Zimt, da war das Bärenteam hier Feuer und Flamme, wo doch ohnehin Barbaratag ist und somit im Advent noch ein besonderer „Feiertag“, da wollten sie doch was feines kreieren zu diesem Gewürztütchen:

Heißer Zimtkakao

  • 20 g Kakaopulver
  • 1 1/2 TL Zimt
  • 50 g Vollmilchschokolade
  • 800 ml Milch
  • 2 EL Honig
  • 4 Nelken
  • 4 Zimtstangen

Kakaopulver und Zimt mischen. Die Schokolade fein hacken. Die Milch, bis auf etwa 100 ml, aufkochen. Kakao-Zimt-Pulver und Schokolade in der heißen Milch unter Rühren auflösen.

Die restliche Milch erwärmen und mit einem Schneebesen aufschäumen. Den heißen Kakao mit Honig süßen.

Je 1 Nelke und 1 Zimtstange in vorgewärmte Becher geben und mit dem heißen Kakao auffüllen. Jeweils 1 EL aufgeschäumte Milch daraufgeben und sofort servieren. Das Rezept ist für vier Becher, also vier Personen berechnet, für mehr oder weniger einfach umrechnen.

Wenn jetzt noch draußen Schnee liegen würde, wäre das wohl der Inbegriff von Gemütlichkeit

draußen rieselt leise der Schnee und drinnen sitzt die gesamte Redaktion beim heißen Zimtkakao.

Ich liebe diese Bilder, die so herrlich romantisch mit glitzerndem Schnee und leuchtenden Lichtern die Vorweihnachtszeit verklären.

Und damit schließen wir nun das Türchen 4, macht euch alle einen gemütlichen Freitag und laßt den Streß außen vor, das Wochenende naht und mit ihm schon der 2. Advent!

Bleibt oder werdet alle gesund und paßt gut auf euch auf, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Samhuinn, Samhain, Halloween – anders als zuvor!

Das Geisterschloß

In der Täler grünstem Tale
hat, von Engeln einst bewohnt,
gleich des Himmels Kathedrale
golddurchstrahlt ein Schloß gethront.
Rings auf Erden diesem Schlosse
keines glich;
herrschte dort mit reichem Trosse
der Gedanke – königlich.

Gelber Fahnen Faltenschlagen
floß wie Sonnengold im Wind –
ach, es war in alten Tagen,
die nun längst vergangen sind! –
Damals kosten süße Lüfte
lind den Ort,
zogen als beschwingte Düfte
von des Schlosses Wällen fort.

 

Wandrer in dem Tale schauten
durch der Fenster lichten Glanz
Genien, die zum Sang der Lauten
schritten in gemeßnem Tanz
um den Thron, auf dem erhaben,
Marmorschön,
würdig solcher Weihegaben,
war des Reiches Herr zu sehn.

Perlen- und rubinenglutend
war des stolzen Schlosses Tor,
ihm entschwebten flutend, flutend
süße Echos, die im Chor,
weithinklingend, froh besegen
– süße Pflicht! –
Ihres Königs hehres Prangen
in der Weisheit Himmelslicht.

Doch Dämonen, schwarze Sorgen,
stürzten roh des Königs Thron. –
Trauert, Freunde, denn kein Morgen
wird ein Schloß wie dies umlohn!
Was da blühte, was da glühte
– Herrlichkeit! –
Eine welke Märchenblüte
ist’s aus längst begrabner Zeit.

Und durch glutenrote Fenster
werden heute Wandrer sehn
ungeheure Wahngespenster
grauenhaft im Tanz sich drehn;
aus dem Tor in wildem Wellen,
wie ein Meer,
lachend ekle Geister quellen –
Weh! sie lächeln niemals mehr!

(Edgar Allan Poe, 1809 – 1849, übersetzt von Hedwig Lachmann, 1865 – 1918)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, wieder einmal wird ein geplanter Eintrag unserer Redaktion von aktuellen Ereignissen und Entwicklungen umdiktiert. Nicht nur, daß ein Eintrag zu Halloween in diesem Jahr ohnehin schon etwas traurig gefärbt gewesen wäre, weil unser aller Co-Autor, unsere rasende Reporterin Mimi, nicht mehr unter uns weilt, war es doch immer ihr großes Fest in der Nacht der Nächte. Auch die neuesten Entwicklungen bezüglich Corona waren nicht unbedingt geeignet, den Eintrag trotzdem wenigstens bissel fröhlich zu gestalten, und dann ereilten uns noch vor der freitäglichen Redaktionssitzung weitere schlechte Nachrichten von den Kindern, meine Schwiegertochter wurde am Freitag mit einem Bandscheibenvorfall ins Krankenhaus eingeliefert, das sie zum Glück nach akuter Schmerzbehandlung noch am gleichen Tag verlassen konnte. Wieder Sorgen! 

So saßen wir hier wieder alle mit betrübten und sorgenvollen Gesichtern, aber wir haben uns dann doch entschlossen, den Eintrag zu erstellen, um in diesen ohnehin schon wieder so angespannten und besorgten Tagen ein bissel für Freude und Zerstreuung bei uns allen, das Redaktionsteam eingeschlossen, zu sorgen. 

Ja, da ist er nun wieder, der Halloween-Tag und die Nacht der Nächte, so oft im Blögchen und später im Grafschafter Wochenanzeiger vor allem von Mimi in heaven begeistert zelebriert, und so beginnen wir diesen Eintrag auch mit unserer Halloween-Queen, in memoriam! 

Nun schaut sie wirklich aus der Wolke auf ihr „Halloween-Volk“, im letzten Jahr haben wir es mit allen tierischen und menschlichen Freunden noch so fröhlich gefeiert, nicht ahnend, was kommt. Was wohl auch gut so ist! Da haben wir uns im Redaktionsteam gedacht, wir laden hier auch heute noch einmal alle tierischen Freunde von Mimi virtuell zu einer kleinen Halloween-Samhuinn-Samhain-Feier ein, real wäre es in diesen Corona-Zeiten ja eh nicht gegangen. 

   

 

 

 

Alle vertreten, Buddy, Django, Devil, Rani, Steve, Lakritze, Tobias, Amira, Luna, Storm, Keks, Torty, die graue Eminenz, Balou und Angel. Und alle haben ein feines Halloween-Kürbiskerzchen mitgebracht. Da wird sich unsere Mimi in heaven freuen, und auf Wolke und Stern zurückdenken an herrliche Tage!

Mit Feiern auf ihrem geliebten Balkonien, hier noch aus vergangenen Tagen so wunderschön gruselig geschmückt zur Ankunft der Gäste! Tempi passati! 

Ein bissel noch in Erinnerung schwelgen? Als Geister euch begrüßten am Eingang Kürbisköppe leuchteten, schröckliche Gestalten ihr Unwesen trieben Mimi die Gäste erschreckte, Speis und Trank bereitstanden und unsere Fledermäuse die Gäste bewachten und bewirteten?! Und Hamish euch im letzten Jahr auf sein schottisches Schloß derer von McBär-Duff eingeladen hat?! Wie war er glücklich! Und    wie herrlich gruselig war es dort!  Könnt ihr euch noch an den Butler erinnern? Tja, der hat in diesen unsäglichen Corona-Zeiten nun auch Kurzarbeit. Es dürfen ja keine Gäste mehr kommen, aber er wollte es sich trotzdem nicht nehmen lassen, „seine“ Gäste hier zumindest virtuell zu begrüßen und zu bewirten 

Da wären wir nun fast am Ende unseres etwas anderen Eintrags zu unser aller Lieblingsfest, aber wir haben noch einen Auftrag von Mimi in heaven, sie möchte von Wolke und Stern doch ihr Scherflein dazu beitragen, all ihre geliebten Leser und Leserinnen samt sämtlichem tierischen Anhang dabei zu unterstützen, gegen das furchtbare Gespenst Corona anzukämpfen, sie würde es ja gerne mit ihren fürchterlichsten Halloween-Bildern vertreiben, 

aber das ist ihr ja auch bewußt, daß das leider so einfach nicht geht! 

Also hat sie uns beauftragt, euch allen ein Kerzchen in die Hand zu geben daß euch in den dunklen Zeiten leuchten und Mut machen soll, und Kraft geben, sich auch weiterhin an die Regeln zu halten, die so nötig sind, damit möglichst alle gesund bleiben oder wieder werden. Und die Hoffnung in euch bewahren, daß eines hoffentlich nicht zu fernen Tages dieses Scheiß-Virus genauso verpufft und sich in nichts auflöst wie das Gespenst über der Kerze! 

Damit wünschen wir euch allen einen schönen Halloweentag und vielleicht auch ein bissel eine gruselige Nacht der Nächte, wenn ihr mögt, man kann es sich ja auch zu Hause bissel feierlich machen, halt bloß nicht im Rudel! 

Einen schönen darauffolgenden Sonntag wünschen wir euch auch, mit dem heutigen Tag ist auch der Oktober 2020 bereits Geschichte und der November beginnt. Und wird vielleicht besser, als wir alle jetzt befürchten! In diesem Sinne:

Habts fein! Paßt auf euch auf! Und bleibt oder werdet gesund! Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger 

mit Mimi in heaven und Otto und Luzia! 

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Stacheliger Wochenbeginn!

Der Igel

Als ob man sägte, rasselt’s von
dem alten Gartenhausbalkon!
Wird heimlich Holz gemacht?
Oh, welch Verdacht!

Im Laub liegt dort ein Igelpaar
und schläft sich aus so wunderbar,
dass weit sein Sägeschnarchen dröhnt,
wenn’s nicht grad vor Behagen stöhnt.
Ich will es schnarchen lassen.
Es soll den Tag verpassen
und sich nur tüchtig stärken
zu neuen Säuberwerken…

Es leuchtet heller Mondenschein
da trippelt’s auf der Treppe,
das Männchen ist’s und hinterdrein
die Igelin als Schleppe.

Nun schnobern sie durch Busch und Strauch
auf zierlich feinen Füßen
und füllen ihren feisten Bauch
mit Schnecken und mit süßen
vom Baum gefallenen Früchten an;
mit Maikäfern und Grillen
sie ihren Hunger stillen.

Da kommt ein Feind, der Dackelhund!
Schnell macht man seinen Rücken rund,
stellt Stacheln auf, rasch wie der Blitz,
dass sich die Hundeschnauze ritz’.
Schon tönt ein Jaulen kläglich,
bald frisst man fort behäglich.

Und endlich satt, denkt man daran,
wie man den lieben Kindern

den Hunger auch kann lindern.
So schleppt das Paar viel Räupchen fett
den Kindern an ihr mollig’ Bett,
von allem nur das Beste,
dass man sie kräftig mäste.

(Otto Nebelthau, 1894 – 1943)

Sorry, wir sind als Sonntagsausgabe am Frühstückstisch vermißt worden, das ehrt uns natürlich und freut uns auch, aber bei dem traumhaft-köstlichen Herbstwetter hatten wir in der Redaktion beschlossen, daß das auffüllen des Vitamin D-Speichers vor den sicher kommenden herbstlichen Usseltagen gerade in diesen Krisenzeiten doch von großer Wichtigkeit ist, damit keine redaktionellen Ausfälle durch gesundheitliche Unbilden verzeichnet werden müssen. Im Klartext: Wir waren faul und haben Balkonien genossen!

Zum Glück bekamen wir Mitte der Woche Post von unserer saarländischen Außenstelle, Freund Django von Mimi in heaven ließ uns über sein Frauchen Britta-Gudrun was feines zukommen.

Also, nehmt euch eine Tasse Kaffee oder Tee

und genießt!

Hallo, ihr lieben Leser hier alle, ich bins, Django, geliebter Kater von meinem Frauchen Britta-Gudrun und Kumpel von Mimi in heaven, und ich hab jetzt hier die Ehre, von unserem stacheligen Familienzuwachs zu berichten, denn stellt euch vor, wir haben eine Igel-Familie im Garten. Aber wie meine Freundin Mimi immer zu sagen beliebte, am besten fängt man mit dem Anfang an, und so laß ich jetzt hier mein Frauchen mal berichten, „wie alles begann“!

„September 12. Samstagvormittag, der mich schon etwas atemlos gemacht hat mit einem besonderen Igelfund.
In meiner sehr tiefen Kellerstufe lag eine Igelmutter mit ihren drei ! Jungen. Sie hätte die Stufe hochklettern können, aber ihre Kleinen nicht, also blieb sie ergeben dort liegen. Nun liegen sie in einer großen Wanne, kuscheln sich in die Decke und werden heute Abend wieder in den Garten gebracht. Die Igelmutter war schon über die Treppe geflüchtet, während ich die Wanne und Handschuhe holte und lief danach aufgeregt im Garten umher, wo ich sie gottseidank einfangen konnte. Gut gefrühstückt hat sie natürlich auch.
Ich habe nachmittags und abends je ein Schälchen Katzenfutter in die Wanne gestellt, das auch leergegessen wurde, wahrscheinlich nur von der Igelmutter.
12. Sept, Samstagabend. Als ich gegen Abend den Platz in meinem Garten unter dem Lorbeerstrauch inspizieren wollte, wo ich sie später abends aussetzen wollte, krabbelte plötzlich Nr. 4 dort umher. Ich habe nur dieses eine gewogen – mit 150 g noch sehr wenig, denn bis Ende Oktober sollten sie 500 g haben, um überwintern zu können. Die Igelmutter quittierte den Zugang mit etwas aufgeregtem Brummen, danach war Ruhe im Karton.

Sept. 13. Sonntag: Die Igel werden in der großen Wanne gefüttert, wobei wohl nur die Mutter ißt. Einmal sah ich zwei am Bauch der Mutter trinken. Abends habe ich nur ein bisschen den gröbsten Kot entfernt. (Selbst die kleinen Igel machten ihre winzigen kleinen Würstchen nur in einem Teil der Wanne, so wie die Mutter. Der Schlaf-und Kuschelplatz war sauber!) Derweil schlief die Mutter tief und fest mit dem kleinsten Igel, drei der Kleinen hatte ich in eine andere Wanne kurzfristig umgesetzt und ihnen da auch ein Schälchen mit Futter hingestellt, an dem aber nur eines ganz kurz etwas schlabberte s. Foto.


Auffallend war, das selbst die Mutter keinen Fluchtversuch aus der Wanne gemacht hat. Vielleicht war sie einfach nur froh, ihre Ruhe zu haben.
Sonntagabend, als ich die anderen zwei erwachsenen Igel draußen im Gartenhof beobachten wollte, ob und wann sie an ihre Futternäpfe mit Djangos Futterresten erscheinen würden, tauchte plötzlich Nr. 5 auf, den ich zu den anderen in die Wanne setzte. Zunächst blieb alles ganz ruhig und ich dachte, na toll – jetzt ist die Familie komplett. Nach einer Stunde schaute ich nach und hörte Kratzen, da saß der Neuzugang außerhalb der Wanne aus der er durch einen kleinen Schlitz geschlüpft war. Weil ich wegen der anderen keinen 2. Ausbruchsversuch riskieren wollte, habe ich ihn in eine andere Wanne gesetzt und ausbruchsicher abgedeckt. Dort saß er auch morgens noch, war aber nicht am Futter gewesen. Bei der nächsten Zusammenführung blieb alles ruhig und so lagen sie alle friedlich bis zur abendlichen Freilassung zusammen.

Sept. 14. Montag
Ich habe heute mit der Expertin von der Wildtierstation in meiner näheren Umgebung gesprochen und sie empfahl mir, was auch mit meiner ursprüngliche Vorgehensweise einhergeht, die Igelfamilie heute Abend in meinen Garten zu entlassen und sie weiterhin zuzufüttern, in der Hoffnung, daß sie auch weiterhin das Futter annehmen, das ich schon längere Zeit für Igel sowieso abends hinstelle.
Falls die Kleinen in der nächsten Zeit doch irgendwann alleine umherlaufen, kann ich sie jederzeit in die Auffangstation bringen. Sie wiegen erst 150 g, das ist etwas weniger als 2 Kiwis! Die Expertin sagte auch, daß man nach Möglichkeit die Jungtiere nicht von ihrer Mutter trennen sollte „nur“ um sie zu retten. In besonderen Fällen wird auch die Igelmutter zusammen mit den Kindern aufgenommen.

Montagabend habe ich die Igelfamilie wieder in den Garten gebracht und zwar bei der Nachbarin. In einem Gespräch ergab sich nämlich, daß die Igelfamilie dort ihr schönes großes Wurfnest hat, wo die Nachbarin die ganze Familie zum Teil auch tagsüber schon beobachtet hat. Das ist natürlich der ideale Ort zur Rückkehr in die Natur. Die Nachbarin hat auch beobachtet, dass die Jungtiere schon teilweise alleine auf Futtersuche waren. Gestern Abend kam die Mutter mit einem Kleinen zu mir in den Garten und ein anderes Jungtier sah ich später auch an meinen Futternäpfen essen.
Jetzt müssen sie nur noch ordentlich wachsen, wir beobachten sie weiterhin.
Das war ein aufregendes Wochenende und nun bin ich sehr erleichtert.
Von dem Wurfnest mache ich noch ein Foto, denn ich habe so etwas vorher auch noch nie gesehen, es liegt unter einer großen Pampasgrasstaude mit deren Material die Igelin das Nest auch gebaut hat – fantastisch!
Außer der Igelfamilie kommen noch zwei andere erwachsene Igel an meine Futternäpfe, da war gestern Abend richtig viel Betrieb!

Das Wurfnest unter dem hohen Pampasgras, so kaum erkennbar, hier

erkennbar hinter dem weißen Teller.

Igel-Nest-Nahaufnahme

Sept. 16. Dienstagabend lief die Igelmutter mit nur einem Kleinen von der Nachbarin rüber in meinen Garten und sehr viel später sah ich sie nochmals alleine mit dem Jungtier. Von den anderen keine Spur.

September 17. Mittwochnachmittag
Verdächtige Hustengeräusche der Igelmutter führte mich gestern an meinen Komposthaufen, wo ein großer Bambusstrauch steht, unter den die Igelmutter ebenfalls ein Nest gebaut hatte, von dem ich nichts wußte! Viele erwachsene Igel haben Lungenwürmer von ihrer natürlichen Nahrung mit Schnecken. Dagegen kann man leider nicht viel machen. Durch den Husten haben die Nachbarn auch erst bemerkt, dass überhaupt ein Igel in ihrem Garten war.

Mittwochabend
Gegen 20.30 h krabbelten drei der Jungtiere alleine aus dem Nest hervor und etwas später die Igelmutter, der die Kleinen aber nicht folgten, sondern nur in meinem Garten umherstreiften. Ich hatte die Beete vorher gründlich gewässert, damit sie vielleicht ein paar Regenwürmer oder Schnecken finden können. Um 22 h setzte ich mich im Dunkeln nahe des Nestes hin und so nach und nach kamen sie von ihrem Gartenausflug zurück und krabbelten um meine Füße herum und entdeckten auch das Katzenfutter. Sie haben nicht viel davon gegessen, aber immerhin schon mal probiert. Danach verschwanden 2 kleine Igel wieder im Nest und einer lief noch im Hof umher. Zufrieden bin ich dann zu Bett gegangen, denn heute früh ist schon der Gärtner für den letzten Herbstschnitt an der Hecke gekommen.
Bei der Nachbarin wurde die Igelfamilie seit vorgestern Abend nicht mehr gesehen. Nr. 4 und 5 leider auch nicht mehr…. Zwei andere erwachsene Igel haben ihre abendliche Futterration natürlich auch wieder verzehrt.

Sept. 17. Donnerstag abends drei im Nest, heute ohne Mutter!
Sie kamen ab 19.45 h aus dem Nest und waren gelegentlich am Futternapf und haben teilweise auch etwas davon gegessen, ansonsten liefen sie unter den Sträuchern umher auf Nahrungssuche. Ab 22 h habe ich nicht weiter beobachtet, weil es heute Abend sehr frisch und windig war. Der Napf war am Freitagmorgen leer. Heute Nacht kam mir die Idee, von meinem regenwurmreichen Kompost unter den Strauch zu streuen, damit sie dort ihre natürliche Nahrung finden können (Der Kompost befindet sich in einer gemauerten Umrandung, da kommen sie so nicht dran). Ich werde die Nachbarin um Hilfe bei der Aktion bitten, weil mir das Schaufeln zu schwer ist. Die zwei anderen erwachsenen Igel waren bis Mitternacht auch nicht an ihren Näpfen, aber am anderen Morgen waren alle Näpfe leer.
Ich warte noch zwei, drei Tage ab, dann frage ich die Expertin, ob ich sie, wenn sie jetzt ohne Mutter unterwegs sind, doch in die Auffangstation bringen soll. Dabei muss mir aber die Nachbarin helfen. “

(Alle Bilder im Bericht: © Britta-Gudrun N.)

So, das war nun der Bericht von unseren Igelchen von meinem Frauchen Britta-Gudrun, wir hoffen, ihr habt Freude daran! Und ich freu mich, mal einen Gastauftritt als Außenredakteur hier im Grafschafter Wochenanzeiger gehabt zu haben. Und gebe die Feder jetzt wieder weiter an die Frau Chefredakteurin.

Ja, ihr lieben Leser, das fanden wir bei unserer wöchentlichen Redaktionssitzung doch alles so schön und spannend, das wollten wir euch hier nicht vorenthalten. Und wo nun mal Igel drauf steht, ist auch Igel drin, denn wir ergänzen den feinen Bericht jetzt noch mit einigen Infos:

Die Igel (Erinaceidae) bilden eine Familie von Säugetieren, deren bekannteste Vertreter die in Europa lebenden Arten Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) und Nördlicher Weißbrustigel (Erinaceus roumanicus) sind. Der Braunbrustigel ist die in West- und Mitteleuropa typischerweise anzutreffende Art. Quer durch das östliche Mitteleuropa (vom westlichen Polen über TschechienÖsterreich bis zur norditalienischen Adriaküste) erstreckt sich ein etwa 200 Kilometer breiter Bereich, in dem sich das Verbreitungsgebiet des Braunbrustigels mit dem des Weißbrustigels überlappt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Igel

Der Igel im Porträt beim NABU:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/sonstige-saeugetiere/10302.html

Auch in der Mythologie ist der Igel vertreten, im Mittelalter glaubten die Menschen, daß man vor bestimmten Tieren keine Geheimnisse aussprechen sollte, weil dies sonst Unglück brächte. Zu diesen Tieren zählen neben den Katzen und Raben auch die Igel als Hausgeister von Hexen.

Als Krafttier steht der Igel für Schutz und Sensibilität. Der Igel selber verfügt über keine ausgeprägten Sinne, wenn es um das Sehen geht. Dies kann der Igel aber wunderbar mit anderen Eigenschaften kompensieren. Sein Geruchssinn und Gehörsinn sind besonders gut entwickelt und so versteht es der Igel, mit seinen Schwächen umzugehen, indem er sich auf seine Stärken konzentriert. Daran können wir Menschen uns ein Beispiel nehmen. Anstatt das halb leere Glas zu sehen, bemerken wir nun, daß das Glas halb voll ist.

Der Igel besitzt einen sehr weichen und empfindlichen Bauch. Um diesen zu schützen, kugelt, „igelt“ er sich gerne ein und schützt sich mit seinen Stacheln. So kommt keiner an ihn heran. Das Krafttier Igel zeigt uns, wie wir uns schützen und gleichzeitig für unsere Umgebung öffnen können, so daß es möglich ist, ein behütetes und qualitativ wertvolles Leben zu leben. Der Igel weiß genau, wann er seine Stacheln wieder einfahren muß, weil er Nahrung braucht und seine Jungen versorgen muß, er wechselt also beständig vom Schutz- in den Aktivmodus.

In der Literatur ist sicher allen die Geschichte vom Hasen und Igel bekannt, bei der der schlaue Igel der Gewinner ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Hase_und_der_Igel

Und wer von euch wie ich in den 50ger-Jahren aufgewachsen ist und Kind war, erinnert sich ganz bestimmt an den Igel Mecki aus der Fernsehzeitung

https://www.hr4.de/programm/mecki-70-jahre-in-hoerzu-,70-jahre-mecki-hoerzu-100.html

wie hab ich ihn geliebt und mich jede Woche neu auf seine Geschichten gefreut, und wie glühend hab ich mir immer die Figur aus der weltbekannten Stofftiermanufaktur mit dem Knopf im Ohr gewünscht, aber leider nie bekommen. Ich hab euch mal eine Seite rausgesucht, wo ihr gucken könnt:

http://deerbe.com/category/280-antiquitten__kunst_antikspielzeug_steiff_tiere_igel_/index.html

Natürlich gibt es den stacheligen Igel auch in den Redaktionsräumen, guckt:

Gleich in dreifacher Ausfertigung, links unser Kresse-Igel, der auch immer Mimis Katzengras zum sprießen gebracht hat, mittig unser Schuhputz-Igel Igor, der hier schon mal in einem Eintrag vertreten war

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2017/10/21/goldene-herbsttage/

und rechts Björns Quietsche-Igel, an dem er sich in Babytagen sprichwörtlich die noch nicht vorhandenen Zähnchen ausgebissen hat, lach!

Und damit sind wir nun fast am Ende unseres heutigen Eintrages, eines haben wir noch in eigener Sache: Wir hatten doch berichtet, welchen traurigen Weg das Geburtstagspäckchen von Kristina und Rani an uns genommen hatte, nun habe ich zum Wochenende mein „Ersatz“-Geschenk von meiner Mimi in heaven über Kristina und Rani bekommen, guckt mal, ist das nicht einfach entzückend und lieb???

Ein Armbändchen, in silbergrau, mit einem Pfötchen und dem „M“ für Mimi, als Erinnerung an unsere Verbundenheit! Ich hab mich soooooo gefreut!

So kam alles bei mir an, mit hübscher Lavendelserviette eingepackt, in einem so süßen Beutelchen und mit der wunderschönen Engelskarte!

Auch hier noch einmal einen ganz, ganz lieben Dank an Kristina und Rani!!!

Und damit wünschen wir euch allen einen schönen Montag, einen guten Start in die neue Woche, die hoffentlich nicht so „stachelig“ ist wie das Thema unseres Eintrags, lach! Paßt alle wieder besonders gut auf euch auf, die Lage von Corona ist ja wieder alles andere als entspannt, und bleibt oder werdet gesund!

Euer Grafschafter Wochenanzeiger

mit Mimi in heaven und Otto und Luzia, den Freelancern.

Habts fein! Und bleibt behütet wie die Igel!

Grafschafter Wochenanzeiger – Oh Happy Day – Geburtstagsnachlese I

Die Bergmannskuh

Wenn ich eine Ziege seh‘,
muß ich an zu Hause denken.
Höre ich das traute Mäh,
kann ich mich zurückversenken
in die Zeit der bloßen Füße.
Vor mir seh‘ ich Hof und Feld.
Tiere bringen ihre Grüße
aus der bunten Kinderwelt.

Wenn ich eine Ziege seh‘,
denk ich an zerrissne Hosen,
und zum Dank für jedes Mäh
möcht ich ihr den Bart liebkosen.
Friedlich grast die Bergmannskuh
unter Silberbirkenstämmchen.
Gab uns Milch und noch dazu
um die Osterzeit ein Lämmchen.

Die Kaninchen, Täubchen, Entchen,
Stare, Spatzen, groß und klein,
bringen mir ein lustig Ständchen,
selbst der Kater stimmt mit ein.
Lieblich klingt das weiche Mäh,
Heimatklänge mich umschmeicheln.
Wenn ich eine Ziege seh‘,
muß ich hingehn – und sie streicheln.

(Fred Endrikat, 1890 – 1942, deutscher Kohlenpott-Dichter und Bänkelsänger)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da ist er nun endlich, der Bericht von meinem Geburtstagswochenende bei den Kindern in Kölle! Was lange währt, lach!

Wie im Titel schon ersichtlich, ist dies der Teil I, und den beginnen wir, wie ebenfalls unschwer an der eingestellten Girlande oben ersichtlich ist, mit dem Kölner Zoo. Die Kinder hatten Karten vorbestellt, und bei wunderschönem, schon ganz leicht herbstlichen Wetter sind wir dann losgezogen. Unsere Bildausbeute war wieder groß, also mach ich in diesem Teil nicht viele Worte.

Die Erdmännchen freuten sich sehr über Besuch

Wie immer waren die Flamingos ein farblicher Hingucker

und Björns geliebte Geparden gaben uns ebenfalls die Ehre

als gute Zooschüler natürlich nur von hinten, lach, Björn behauptet immer, das machen die mit Absicht, sobald er sich nähert, hihihihi!

die Pelikane

bissel grün und Blumen, die so üppig blühten.

Sie waren gut besucht von eifrigen Insekten.

Siesta!

So müde!

Die Zebras spielten Fußball mit Futterbällen!

Und die Löwen

waren mal wach!

Highlight! Die Schneeleoparden ließen sich blicken, kleines Suchbild, es sind zwei!

Hier besser zu erkennen, wir haben beide fotografiert, Björn und ich, und bei Björn waren die Bilder mitunter heller farblich.

Dieser Vogel steht immer so da, man könnte glauben, das sei eine Skulptur

 

aber mitnichten! Es ist halt sein Lieblingsplatz!

Unten tummelte sich das Fußvolk, lach,

und zu meiner größten Freude: Spatzen!

Das war alles, was wir von den Schimpansen gesehen haben, die Gorillas machten sich gänzlich unsichtbar, lediglich er hier

gab uns eine Audienz, wir mußten aber lange bitten, um ihn mal von Angesicht zu Angesicht zu sehen!

Eure eifrige Frau Chefredakteurin bemüht sich hier gerade redlich, abgeschirmt von Steffi, hihihihi!

Ein schöner Rücken kann auch entzücken!

Fast! Aber jetzt:

Sooo!

Wußtet ihr eigentlich, daß der Zoo Köln Einhörner besitzt? Nein, nicht? Also, ich habe zumindest eines gesichtet, eines dieser ganz seltenen, weißen Baum-Einhörner, guckt:

Sie sind sehr klein und sehr scheu, aber ich hab es erwischt! Auf dem Weg zu den Elefanten. Die kleinste der Herde, Leev-Marie, haben wir nur von ganz ferne zu sehen bekommen, aber die anderen waren nicht so pressescheu.

Feine Enten

eine tauchte gerade links weg,

und ein Okapi

säumten unseren Weg. Mal ein Bild von einem total glücklichen Muttertier gefällig? Büddeschön!

Es war so ein herrlicher Tag!!!

 

Die Pinguine

und noch allerlei Vögel.

Im Eulenkloster

Im Fenster ist das Nest! Der Schnabel ist soeben zu sehen.

Er hier flirtete mit uns! Mit wohligem Gebrabbel. Weiter zu den Inkaseeschwalben.

Die drei letzten sind meine Lieblingsbilder, da hab ich sie so fein erwischt!

Meine Lieblinge, die Bisons!

Und er hier

wollte uns unbedingt guten Tag sagen,

und kam ganz gezielt auf uns zu.

Nach kurzer Begrüßung ist er zufrieden wieder abgezogen.

Steffi mag diese Kobolde hier so gern

Wir hatten langsam ein bissel müde Füße und steuerten Steffis Lieblingsplatz im Kölner Zoo an, den Pavianfelsen, sie mag die so gern und kann da lange sitzen und zugucken, Björn und ich können ihr da nur zustimmen.

Angekommen

die Frau Chefredakteurin fotografiert schon wieder eifrig und selbstvergessen, lach!

Er hielt die ganze Zeit die Hängematte fest, „daß mir die bloß keiner klaut“, hihihihi!

Ist das ein blauer Himmel??? Der Pavian ganz oben auf dem Felsen fand ihn genauso schön wie ich!

Herrlich, oder? Wetter wie Gemüt, freundlich,  fröhlich und glücklich!

Allmählich wurde es nun Zeit, sich langsam wieder Richtung Ausgang zu begeben, wir wollten ja doch auch abends noch essen gehen, und nun kommt auf diesem Weg mein Highlight, wir hatten überlegt, ob wir noch einen Abstecher im Hippodom machen sollen, und was präsentiert sich uns da auf der Außenanlage desselben? Die ganze Familie, Papa Albert, Mama Jenny, und der kleine Nils, sowie Tante Afro!

Ist das nicht wonnig??? Familienidylle pur! Wir haben uns sooooo gefreut!

Zum Schluß kommen jetzt noch die Bilder, die mich zum einleitenden Gedicht animiert haben, vom Clemenshof im Kölner Zoo

die Ziegen! Und Kühe gab es auch:

und Schweine! Groß und klein!

Damit war unser Besuch im Kölner Zoo zu meinem Geburtstag beendet, wir hatten so viel Freude und Spaß, und ich hoffe, ihr habt es auch mit den vielen Bildern, ich mochte keines auslassen, ich hab einfach mal richtig darin geschwelgt!

Der Grafschafter Wochenanzeiger wünscht allen seinen Lesern ein wunderschönes Wochenende, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund!

Wünscht euch der Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern Otto und Luzia.

Habts fein!