Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 3 vom Adventskalender 2022 🎄

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
atill erleuchtet jedes Haus,
ainnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt’s wie wunderbares Singen –
o du gnadenreiche Zeit!

(Joseph von Eichendorff, 1788 – 1857, deutscher Dichter, Novellist und Dramatiker)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun öffnen wir heuer hier schon das dritte Türchen in unserem Adventskalender und freuen uns still und leise immer auf euer gucken hier, wenn ihr mit neugierigen Augen schaut, was das nächste Türchen nun wohl im Gepäck hat. Dann wollen wir mal wieder loslegen, wir hatten überlegt, wir hatten nun schon ein Fenster (Bäckerei) und ein Haus (das am Bahndamm) was fehlt noch aus unserem Vorversprechen? Rüüüchtüüüg, die Türe! 🚪 (Die Bärchen kugeln sich hier gerade, wie ich „richtig“ geschrieben habe! 🐻😂)

Frau Chefredakteurin ist natürlich auftragsgemäß wegen Türe(n) fotografieren durch die Grafschaft gepilgert und ist auch fündig geworden, und so präsentieren wir euch heute die erste Türe unseres Themenadventskalenders in diesem Jahr. 

Diese Türe hat mir so besonders gut gefallen, sie ist an sich schon schön mit der Anordnung vom Holz, und wird durch den Kranz und den Lichtervorhang sehr stimmungsvoll beleuchtet. Sie gehört zu einem der ehemaligen Zechenhäuser hier in meiner Grafschaft

die alle so liebevoll restauriert wurden, auf diesem Bild ist sie nicht mit drauf, sie gehört zu einem Haus links auf der Seite vom Bild noch vorher, und befindet sich in der nächsten Seitenstraße unserer Redaktionsräume. Auf die alten Zechenhäuser kommen wir hier später und auch im Adventskalender später nochmal zurück. 

Bleiben wir beim Thema Türen, auf dem Weg nach Hause hat Frau Chefredakteurin das vor der eigenen Haustüre wieder aufgegriffen. 

Was leuchtet denn da schönes an der Türe unten zu unserer Redaktion?

Das hier, meine Nachbarn unten haben die Schale draußen, die immer jahreszeitlich mit Blumen dekoriert wird, adventlich geschmückt, ist das nicht herzig mit dem kleinen hölzernen Weihnachtsmann, dem Immergrün, der schönen Christrose und der feinen Lichterkette? Ist so eine anheimelnde Begrüßung beim heimkommen, die hübsche Schale! 

Wir sind ja nicht die einzigen, die vor der Korridortüre schmücken, auch die anderen Nachbarn machen da mit, wenn auch nicht ganz so üppig, wie wir das tun, aber wir haben ja auch den Vorteil, in der letzten Etage unseres Hauses über das schöne Podest zu verfügen. 

Deko im Erdgeschoß, hübsch, nicht wahr? 

Eine Etage unter unseren Redaktionsräumen, knuffiges Rentier und feiner Schneemann. 

Und die Türe zu unseren Redaktionsräumen, wieder geschmückt mit dem feinen Kranz, der nun schon viele Jahre unsere Türe schmückt, selbst gestaltet auf einem künstlichen Tannenkranz von Frau Chefredakteurin. Da zeigen wir euch dann auch gleich mal die Dekoration im Korridor in diesem Jahr

und da sieht man nun eben auch den Vorteil des Podestes der letzten Etage des Hauses, viel Platz, lach! 

Unser Elch

schmückt sich heuer mit Tannenzweigen, die wir mit roten Kugeln behangen haben, heuer lieben wir es wieder so klassisch. 

Als Serviette wurde was duftiges ausgewählt, das paßte so schön zu diesem hier

einer Blechdose als Lebkuchenhaus! In den Genuß, das alles beleuchtet zu sehen, kommt ihr auch noch hier im Adventskalender, wie gesagt, 24 Türchen! 🤭😂

Wandschmuck und guckt mal, wir haben einen weihnachtlichen Türklopfer, rechts im Bild

Noch einmal unser Türkranz in voller Pracht

Nun kommen wir doch nochmal auf die Zechenhäuser unserer Grafschaft zurück, woher die themengebende Tür stammt. Zu Zeiten des Kohlebergbaus in unserer Grafschaft brauchte es viele Arbeiter, sie kamen aus allen Landteilen unseres Landes, hier in meiner Grafschaft noch an Straßennamen zu erkennen wie zum Beispiel Siebenbürgenstraße, und sie kamen aus anderen Ländern, zum Beispiel aus Polen, da hat der Ruhrpott-Dialekt noch heute Anlehnungen an die polnische Sprache, zum Beispiel beim legendären „Mottek“ dem Hammer. Und die Lore, der Kohlenwagen unter Tage, geht auf das irische Wort „lorry“ zurück. Auch jiddische Ausdrücke, die auf bayerischen und ostmitteldeutschen Dialekten des 14. Jahrhunderts basieren, kennt man hier, „Schmonses“ für Unsinn, die „Schickse“ für das Mädchen, „meschugge“ für verrückt. Das viel verwendete Wort „Plörre“ kommt aus dem französischen, es wird verwandt für ein Getränk, das zu wäßrig ist, und leitet sich vom französischen Wort „pleurer“ ab, weinen, Tränen, also Wasser! Beim letzten Begriff sind wir da, wo wir bei diesem kleinen Exkurs hinwollten, beim trinken bzw. beim essen! Frau Chefredakteurin hatte euch vor einiger Zeit Bilder unterschlagen, von lecker Essen, italienischem Essen, wir sind ja hier international in unserer Grafschaft, das ist auch gut so, sonst ging uns neben vielem anderen so viel lecker Essen durch die Lappen! 😂

Also denn, es gab Bruschetta, italienische Antipasti, ursprünglich mal ein „Arme-Leute-Essen“! 

Bruschetta

Tomaten in kleine Stücke schneiden, Knoblauch fein hacken, 3 EL Öl und 1 – 2 Tl Tomatengewürzsalz, frische Basilikumblätter fein hacken, alles mischen und etwa 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. 

Ciabatta in Scheiben mit Olivenöl beträufeln und im Backofen auf Backpapier bei 180 bis 200 Grad ca. 5 Minuten goldbraun backen. 

Aus dem Ofen nehmen, die Tomaten-Knoblauch-Öl-Basilikum-Mischung drauf geben, mit grob geraffeltem Parmesankäse belegen und nochmal ab in den Ofen, bis der Käse geschmolzen ist! Ein Gedicht! 🍅🧄🌿🧀🥖

Paßt übrigesn prima in den Adventskalender von diesem Jahr, alldieweil das Tomatengewürzsalz

noch aus dem damaligen Adventskalender mit den Gewürzen stammt! 

So, ihr lieben Leser alle, nun gucken wir nochmal ins Archiv, was das wohl zum Thema Türen noch zu bieten hat

und dann schließen wir hier das dritte Türchen! Und wünschen euch allen einen wunderschönen Freitag, das Wochenende und der zweite Advent stehen vor der Türe (wie passend zum Thema, lach!) wir wünschen allen unseren Lesern einen schönen Tag, paßt alle gut auf euch auf und bleibt gesund, und genießt die Adventszeit, so gut wie ihr könnt, sie ist ja doch irgendwann wieder viel zu kurz gewesen. Alle lieben Wünsche für euch für einen gelungenen Tag von eurem Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen  

Und habts fein!  

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Grafschafter Wochenanzeiger – Martinsgänse – Martinslaternen 🏮 – Martinssommer 🌞 – Martini im Eulennest! 🦉🐎🏮🎺🍗🍂🍁☀

Einladung zur Martinsgans

Wann der heilge Sankt Martin
will der Bischofsehr entfliehn,
sitzt er in dem Gänsestall
niemand findt ihn überall,
bis der Gänse groß Geschrei
seine Sucher ruft herbei.

Nun dieweil das Gickgackslied
diesen heilgen Mann verriet,
dafür tut am Martinstag
man den Gänsen diese Plag,
daß ein strenges Todesrecht
gehn muß über ihr Geschlecht.

Drum wir billig halten auch
diesen alten Martinsbrauch,
laden fein zu diesem Fest
unsre allerliebste Gäst
auf die Martinsgänslein ein,
bei Musik und kühlem Wein.

(Carl Joachim Friedrich Ludwig „Achim“ von Arnim, 1781 – 1831, deutscher Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da haben wir uns bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung doch wieder so drauf gefreut, auf die Fragezeichen in euren Augen! 👁❓ Ist das Martinsfest nicht schon vorbei? Und der Grafschafter hinkt hinterher? Nein, beileibe nicht, wir hatten so eine schöne, stimmungsvolle Redaktionssitzung am Freitag, dieweil die Frau Chefredakteurin, pünktlich zum Martinstag am selbigen, unsere schöne Redaktionsganslaterne wieder ins Fenster gehängt hatte

und die Bärchen sie versonnen betrachteten, und so wurde ganz schnell die Idee für unsere Sonntagsausgabe am heutigen Sonntag geboren: Wir machen noch einen Martins-Eintrag, schließlich finden ja auch die Martinsumzüge rund um das eigentliche Datum statt, manchmal schon ein bissel eher, manchmal auch Tage später. 

Da die feine Ganslaterne so quasi der Anschubser für unsere Sonntagsausgabe war, beginnen wir nun auch mal mit den Martinsgänsen, wie im Titel und im Gedicht ja schon aufgeführt. 

Martinsgänse mit Gänseblümchen, 😊 das paßt! 

Die Legende von den Martinsgänsen, wie auch im obigen Gedicht beschrieben, ist euch sicherlich allen bekannt, dieser Legende nach sollte Martin zum Bischof von Tours ernannt werden, doch er wollte dieses Amt nicht annehmen und versteckte sich in einem Gänsestall. Aber die Gänse schnatterten so laut, daß er schnell entdeckt und schließlich doch zum Bischof von Tours geweiht wurde. Der Ursprung der Legende liegt allerdings in den damaligen bäuerlichen Traditionen, Am 11. 11., dem traditionellen Zinstag, wurden die Schulden oft in Naturalien beglichen. Dazu gehörten auch Gänse, die zu dieser Zeit schlachtreif waren. Daher bot es sich an, die Gänse an diesem Tag bei einem Festessen zu verspeisen. So mußten die Tiere nicht durch den Winter gebracht werden und man konnte sich vor der strengen Fastenzeit noch einmal richtig satt essen. Heute wird die Martinsgans traditionell mit Rotkohl und Klößen zubereitet.

Gänse sind feine Tiere, und auch, wenn ich Gänsebraten mag, wird hier doch jedes Tier geachtet und so haben wir mal wieder unser Archiv und unseren Serviettenfundus durchgesehen, um euch Bilder zeigen zu können. 

Aus dem Kaisergarten hier in meiner Heimatstadt

 

Wir haben aber auch Gänse in den Redaktionsräumen, außer unserer Laternengans, eine kleine Gänsefamilie, guckt mal:

Das ist der Ganter, der stolze Herr Papa!

Das ist seine Frau, die Gänsemama, mit ihren Gösseln

das Nesthäkchen! 

Und die ganze stolze Familie

Fein, nicht wahr, sie haben ihren Platz eigentlich am zum Topfschrank umfunktionierten ehemaligen Gefrierschrank, aber um für euch zu posen sind sie mal schnell alle auf den Küchentisch geflogen. Mama und ihre kleinen Gösseln sind nämlich „Kantentiere“ sieht man ja auch auf den Bildern. 

Und noch weitere Gänse beherbergen die Redaktionsräume hier, nämlich eine als Eierbecherschmuck und ganz viele als Serviettenringe, guckt:

herbstliches Geschirr!

Für die, die sich nach all den niedlichen Bildern nun so gar nicht (mehr) mit einem Gänsebraten anfreunden können, hätten wir was ganz feines zum entspannten „Gänsebraten“ genießen: 

https://www.oetker.de/rezepte/r/martinsgaense-fuer-kinder

Gan(s)z ohne schlechtes Gewissen! 

Kommen wir nun zum zweiten Teil unseres Titels, den Martinslaternen und dem Laternelaufen, jedes Jahr wieder ein so schönes Fest für die Kinder, leider hat die Frau Chefredakteurin auch in diesem Jahr wieder keinen Martinszug zu sehen bekommen, obwohl sie zu der Zeit zum einkaufen unterwegs war. Dann schwelgen wir halt hier in unserer Sonntagsausgabe in schönen Bildern von und mit Laternen. Und in der Erinnerung an unsere eigenen Laternenumzüge und die mit unseren Kindern bzw. bei einigen unserer Leser auch schon die mit den Enkelkindern. 

 

Laterne, Laterne 

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf, mein Licht,
brenne auf, mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht!

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Sperrt ihn ein, den Wind,
sperrt ihn ein, den Wind,
er soll warten, bis wir alle zu Hause sind!

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Bleibe hell, mein Licht,
bleibe hell, mein Licht,
denn sonst strahlt meine liebe Laterne nicht!

(Volkslied aus Norddeutschland)

Der Brauch der Martinsumzüge und des Laternenlaufens ist weit verbreitet, für den Brauch der Laternen gibt es verschiedene Erklärungen: So ist überliefert, dass der Leichnam Martins in einer großen Lichterprozession nach Tours überführt worden sein soll. Als Erinnerung daran wurden später am Gedenktag des Heiligen Lichter und Laternen angezündet.

Der theologische Erklärungsansatz für den Laternenbrauch bezieht sich auf die frühere Leseordnung für den 11. November. Das Evangelium vom Licht unter dem Scheffel (Lk 11,33) besagt, dass der Glaube nicht versteckt, sondern wie ein helles Licht in die Welt getragen werden soll.

Außerdem war es bis in die Neuzeit üblich, daß Kinder aus Rüben und Kürbissen Laternen schnitzten, Kerzen hineinstellten, damit umherzogen und um Süßigkeiten oder Gebäck bettelten.

Die heutige Form der Martinsumzüge mit Laternen hat sich Ende des 19. Jahrhunderts im Rheinland entwickelt. Damals entstanden in vielen Städten und Dörfern Sankt Martins-Vereine, die geordnete Laternenumzüge organisierten. Das Martinsspiel mit der Darstellung der Mantelteilung wurde zum zentralen Element des Martinsfestes. Zum Abschluß des Martinszugs werden Tüten mit Süßigkeiten und Gebäck wie Weckmänner an die Kinder verteilt. Vom Rheinland aus hat sich diese Gestaltung des Sankt-Martins-Tags in ganz Deutschland verbreitet. Auch in Österreich und der Schweiz sind Laternenumzüge am Martinstag ein beliebter Brauch.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche) 

Die Mantelteilung auf einem alten Gemälde. 

Laternenkinder auf ihren Heischegängen

(Heinrich Hermanns, St.-Martins-Zug vor dem Düsseldorfer Rathaus, 1905) 

Das letzte Bild ist das Lieblingsbild der gesamten Redaktion, es ist so stimmungsvoll und natürlich, man spürt die Freude und die Aufregung und lächelt leise, weil sich daran wohl bei den meisten teilnehmenden in 117 Jahren bis heute nichts geändert hat. 

Eine kleine Galerie unserer Laternen, als wir sie 2020 in unsere Redaktionsfenster gehängt haben, zum leuchten, weil doch die Martinszüge coronabedingt ausgefallen waren. 

 

 

 

Ein Bild zur Mantelteilung haben wir noch, das wollte die Frau Chefredakteurin noch mit rein haben, weil ihr dabei immer wieder die kleine Geschichte aus ihren Kindertagen einfällt, wenn der Martinszug der Schule der damals kleinen Monika beendet war, dann mußte oben in der Wohnküche der elterlichen Wohnung die Mantelteilung nochmal nachgespielt werden, zu diesem Zweck mußte sich der Papa auf den Boden setzen als armer Bettler und Monika/Martina ritt auf ihrem imaginären Roß durch Schnee und Wind (rund um den Küchentisch! 🤭😁) wo sie dann nach einigen Umritten ihren Mantel (ein Bettlaken!) mit dem armen Bettler teilte. Das alles bei der Beleuchtung durch die Laterne und dem Glimmfeuerschein aus dem Küchennickelherd. Sehr stimmungsvoll und bis auf die wohlige Wärme im Raum bestimmt sehr adäquat zu den ursprünglichen Zeiten von St. Martin. 😊

Zum Abschluß des zweiten Teils haben wir noch ein so schönes Video für euch, die Kleinsten glücklich mit ihren Laternchen, wir hoffen, ihr habt so viel Freude daran wie unser gesamtes Team sie hatte: 

Und damit kommen wir zum dritten Teil unserer Martini-Sonntagsausgabe, dem Martinssommer:

Der Martini-Sommer oder Martinssommer gehört zu den meteorologischen Singularitäten. Martini-Sommer ist ein volkstümlicher Begriff in der Schweiz und Süddeutschland für eine typische Schönwetterperiode gegen Ende der ersten November-Dekade mit stabilen Hochdrucklagen, die in entsprechenden Jahren in den Weinbaugebieten eine Novemberlese möglich machen. Schweizer Meteorologen verwenden seit Generationen diesen aus dem Mittelalter des christlichen Abendlandes stammenden Ausdruck auch heute noch in ihren Wetterprognosen. Mittlerweile wird der Ausdruck Martini-Sommer im ganzen deutschsprachigen Raum angewendet. Martini-Sommer wird gerne mit Altweibersommer verwechselt. Letzterer betrifft jedoch die späten schönen Sommertage im Monat September.

Der Legende nach ereignete sich dieses Wetterphänomen erstmals beim Tod des heiligen Martin im französischen Tours. Der Bischof starb unerwartet während eines Besuches im Kloster, das er gegründet hatte. Beim Transport des Leichnams auf der Loire in die Stadt geschah das vermeintliche Wunder eines raschen Wärmeeinbruchs, so dass die Ufer neu ergrünten und Fruchtbäume zu blühen begannen.

(Quelle: Wikipedia)

Solch einen Martinssommer gab es in diesem Jahr mal wieder rund um den Martinstag, und er bescherte uns hier oben in unserem Eulennest und unserer Grafschaft einen richtig spektakulären Sonnenuntergang, den wir natürlich sofort fotografisch für euch festgehalten haben. Da wird sich nun Christa aus Kanada freuen, denn sie hatte auch solch einen fantastischen Sonnenuntergang in ihrem Blog, und bei den Bildern kommen wir dann auch zu der besprochenen Deutung einiger Bilder. 

Noch relativ „normal“ der Himmel mit unserem Hoppriel

aber gen Westen zeichneten sich schon sehr spezielle Wolken ab

und dann begann das Schauspiel über unserem Birkenpferd

Rosafärbung wie ein Strahlenkranz, 

als hätte Hoppriel einen Heiligenschein! 

Auf der anderen Seite entwickelten sich die Wolken weiter

ich hab mal zwei Bilder mit dem Katzennetz gemacht, um das in der Gesamtheit zeigen zu können

Hoppriel eingehüllt in herrlichen Farben

und bei diesem Bild nähert sich nun langsam die Deutung, die mir beim Anblick kam, achtet mal auf die Wolke direkt unter dem Zweig. 

das ist doch eine Schwalbe, oder? Der Martinssommer beschert mir Schwalbenkind meine geliebten Schwälbchen noch einmal mitten im November mit einer Wolkenformation ganz groß am Himmel, ich hab mich so gefreut, und die Bärchen waren auch ganz hin und weg. 

Und langsam löste sich alles auf! 

Ich hab gar nicht aufhören können zu fotografieren, das war einfach nur wunderschön! 

Das war unser Beitrag zum Martinssommer, zum Schluß unserer heutigen Sonntagsausgabe haben sich die Bärchen meines Redaktionsteams mal wieder mit unserem kleinen Küchenchef zusammengetan, Otto war wieder unterwegs bezüglich der Zutatenliste, und wir präsentieren euch nun leckeres zum Martini-Fest, es ist ja Sonntag heute, da schmeckt das alles ganz sicher auch noch ein paar Tage nach dem eigentlichen Termin. Guten Appetit! 

 

Ein Schmankerl hat sich die Frau Chefredakteurin noch bis hierhin aufbewahrt, die Bärchen und ich, wir haben nämlich einen kleinen Freudentanz hier aufgeführt neulich, denn stellt euch mal vor, wer bzw. was wieder da ist? Der schöne rote Stern in einem Fenster unserer Nachbarn, der immer gleich zu Beginn vom ungeliebten November leuchtete und den wir im letzten Jahr so schmerzlich vermißt haben, er ist wieder da, er leuchtet wieder, keine Ahnung, warum er pausiert hat, aber nun ist er wieder da und wir treten den Beweis an:

Da ist er wieder, direkt im Fenster neben der beleuchteten Haustüre! Wir haben gejubelt! 😁❤

Und damit wünschen wir euch allen nun einen wunderschönen Sonntag, mit oder ohne Martinssommer, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, laßt euch nicht unterkriegen, und startet am Montag gut wieder in eine neue und hoffentlich schöne Woche, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

Und habts fein!  

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Kürbis 🎃 – Gaumenschmaus und Augenweide 🍽 👁 – Herbstfreuden 🎬 die 4.

Sonnenblume im Gemüsegarten

Hinter jenem alten Lattenzaun dort drüben,
der schon ziemlich arg verwittert ist vom Sturm der Zeit,

sonnt sich ein Gemüsegarten in Beschaulichkeit.
Neben Kraut und Unkraut wachsen friedlich Kohl und Rüben.
Neben einem Kürbis reifen zarte Zuckerschötchen.

Alles was für eine Hausfrau nütz- und dienlich ist –
ist hier kunterbunt vertreten. Knollen neben Knötchen
wachsen unter einer Sonne – und auf einem Mist.

 

Hinter jenem Lattenzaun dort zwischen grünen Bohnen
hoch empor, erhaben über dem Gerank
sieht man, wie aus purem Gold zum Himmel strahlend blank,
eine wunderschöne, große Sonnenblume thronen.

Leuchtend wendet sie zur Sonne ihr Gesicht,
alles was da unten kreucht kann sie nicht stören.
Sie bestrahlt mit überreichem Glanz und Licht
tief im Schatten die Radieschen und die Möhren.

Veilchen, Petersilie – Mohn und Sellerie
sprießen alle aus der gleichen Erdenkrume.
Neben Kraut und Rüben blüht die Sonnenblume.
Selbst auf einem Düngerhaufen liegt ein Stücklein Poesie.

(Fred Endrikat, 1890 – 1942, deutscher Schriftsteller, Dichter und Kabarettist)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, das war wieder eine turbulente und arbeitsintensive freitägliche Redaktionssitzung! Ein wenig schwächelte das so herrlich herbstliche Wetter in unserer Grafschaft, aber wir genießen derzeit alle so sehr diesen Herbst mit all seinen typischen Facetten, da waren die Bärchen und die Frau Chefredakteurin sich über eines ganz schnell einig: Eine schöne, bunte, sonnige, farbenintensive Sonntagsausgabe sollte es wieder werden, denn gerade in diesen Zeiten ist es doch für uns alle so wichtig, die Seele zu füttern, damit sie Kraft hat für die kommenden, wahrscheinlich dann doch wieder eher tristen und vor allem traurigen Novembertagen, in einer Woche ist ja der Oktober bereits wieder Geschichte. Und der von Frau Chefredakteurin so ungeliebte November beginnt mit seinen stillen Gedenktagen. Und dem meist dazu passenden grau-usseligen Trübwetter! 

Gesagt, aber so schnell nicht getan…..was käme denn nach all den Herbstfreuden, die wir hier bis 🎬 die 3. schon aufgezählt und bebildert haben, noch in Frage für die heutige Sonntagsausgabe? Ratlose Gesichter rund um den Redaktionstisch! Dieweil hatte sich Otto bissel gedankenlos die Zeitungen auf dem Redaktionstisch an sich gezogen, da strahlten plötzlich seine verschmitzten Bärenaugen auf, „ich hab’s“ trompetete er fröhlich in die Runde und wies auf ein feines Heft, das Frau Chefredakteurin vor einiger Zeit aus ihrem Einkaufsladen mitgebracht hatte, extra für unseren Handelsreisenden, der ja immer für die Beschaffung der kulinarischen Köstlichkeiten in unserem Eulennest zuständig ist, welch ein Zufall! Was stand da in großen Lettern unübersehbar drauf: „Kürbis-Küche“! Und da war es, unser Thema, Kürbisse, wie passend, vor allem, wo große Ereignisse hinsichtlich dieser ohnehin schon wieder ihre Schatten vorauswerfen, aber dazu kommen wir später noch. Jetzt erstmal alle Mann/Frau/Bären ran an die Arbeit und recherchieren! 👵🐻❄🐻❄🐻❄🐻🐻📔📓📒📰✏🖋🖊🗂📂📋📌🗃📎🗑

Die Kürbisse (Cucurbita) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Bekannte Vertreter sind der Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima), der Moschus-Kürbis (Cucurbita moschata) und der Garten-Kürbis (Cucurbita pepo), die landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzt werden.

(Quelle: Wikipedia) 

https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCrbisse

Kürbisse sind verwandt mit Melonen, Gurken und Zucchini. Sie bringen die größten und schwersten Früchte im Pflanzenreich hervor. Die vielseitige Frucht ist zu allem anderen auch noch sehr gesund, Kürbis trumpft auf mit Betacarotin, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Und jeder Menge Ballaststoffen! 

Ihre Vielseitigkeit ist erstaunlich und macht sie wohl auch deshalb so beliebt, sie können süß, sauer, scharf, gebraten, gekocht, püriert, eingekocht, als Hauptspeise, Zwischenmahlzeit oder Nachtisch, im Kuchen ebenso wie zum Braten.  Oder als Öl, aus seinen Kernen. Und last but not least sind sie auch noch so herrlich dekorativ, die schönen Kürbisse mit ihren strahlenden Herbstfarben, herrliches Bastelmaterial für Laternen, Vasen und ähnliches. 

Auch in der Mythologie ist der Kürbis vertreten, er ist ein Symbol für Wohlstand und Fruchtbarkeit, bekannt auch als Aphrodisiakum. In den Kernen soll die luststeigernde Wirkung liegen. In Laos, ganz genau beim Khmu-Volk, ist der Kürbis Teil der Schöpfungsgeschichte. Die ersten Menschen krabbelten demnach aus einem Kürbis. 

Er gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt, auch für die Schönheit und die Gesundheit ist er zuständig, es gibt Kürbismassageöle, Kosmetikbehandlungen mit Kürbis, sein Öl ist auch als schwarzes Gold bekannt, im Gegensatz zum grünen Gold der Olive. Schwarz, respektive dunkelgrün mit leicht rot-bräunlichem Schimmer, das ist das beste Öl, hellere Farben zeugen von zu langer oder zu heißer Pressung. 

So sollte es sein, und dickflüssig. 

Das beste bekannteste Öl ist das Steirische Kürbiskernöl, aus der Steiermark in Österreich. Es hat einen intensiv nussigen Geschmack, sollte vorzugsweise kalt verwendet werden, entfaltet sich aber auch in warmen Speisen gut, aber bitte nicht erhitzen! Dann verliert es einen Großteil seiner wertvollen Inhaltsstoffe. 

Da kommen wir doch nun mal wieder zu unserem Rezeptbüchlein, denn was wäre das ganze Mund wässrig machen ohne konkrete Gebrauchsanweisungen, lach! 

 Würzige Kürbissuppe

  • 400 g Muskatkürbis
  • 2 Möhren
  • 100 g Petersilienwurzel
  • 2 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 gelbe Perperoni
  • 2 EL Butter
  • 1 TL geriebener Ingwer
  • 1 TL Currypulver
  • 1/4 TL Kurkuma-Pulver
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 4 Stängel Petersilie
  • 80 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer, Kürbiskernöl zum beträufeln

Kürbis schälen, das faserige Innere und die Kerne entfernen, Fruchtfleisch würfeln. Möhren und Petersilienwurzeln schälen und ebenfalls würfeln, Schalotten und Knoblauch schälen, Peperoni putzen, alles fein würfeln. Die Butter in einem Topf erhitzen und darin Schalotten, Knoblauch, Peperoni und Ingwer hell anbraten. Kürbis, Möhren und Petersilienwurzel dazu geben und 3- 4 Minuten unter Rühren mit anschwitzen. Alles mit Currypulver und Kurkuma bestreuen, kurz weiter garen, mit der Brühe ablöschen. Etwa 20 Minuten garen, bis das Gemüse weich ist. Die Suppe mit der Sahne pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken, sie soll eine sämige Konsistenz haben. Anrichten, mit Pfeffer übermahlen, mit Kürbiskernöl beträufeln und mit Petersilie garnieren. 

Dazu paßt

 Hausgemachtes Kürbisbrot

  • 21 g frische Hefe
  • ca. 50 ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 TL Zucker
  • 500 g Mehl
  • 300 Kürbispüree (nicht zu flüssig)
  • 2 TL Salz
  • 1 EL Kürbiskernöl
  • 50 g Kürbiskerne

Die Hefe zerbröseln und mit dem Wasser und dem Zucker zusammen auflösen. Alle übrigen Zutaten in eine Rührschüssel geben und die Hefemischung dazu geben, alles gut durchkneten und zu einer Kugel formen. Ca. 1 Stunde gehen lassen. Den Backofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen, einen Topf mit Deckel darin miterhitzen. Den Teigling in den heißen Topf kippen, den Deckel auflegen und das Kürbisbrot darin 30 Minuten backen. Danach Deckel abnehmen (Vorsicht! Heiß! 😂) und das Brot offen weitere 15 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen. 

Brot lecker zur Suppe, folgendes Rezept lecker zum Brot:

 Kürbis-Hummus mit Salbei

  • 200 g Kürbisfruchtfleisch (Butternuß) 
  • Salz
  • 2 Knoblauchzehen
  • 250 g Kichererbsen aus dem Glas
  • 1 EL Tahini (Sesampaste)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Prise Zimt
  • Pfeffer
  • 2 Stängel Salbei
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Kürbiskerne

Den Kürbis würfeln und mit etwas Wasser in einen Topf geben, salzen, mit Deckel aufkochen und ca. 15 Minuten weich garen, offen ausdampfen und abkühlen lassen. Den Knoblauch schälen, mit Kürbis, Kichererbsen, Tahini, Olivenöl und Zitronensaft cremig pürieren. Mit Kreuzkümmel, Zimt, Pfeffer und Salz abschmecken und in ein Schälchen füllen. Salbei waschen, trocken schütteln und die Blätter abzupfen, in einer Pfanne mit der Butter und den Kürbiskernen rösten und auf dem Hummus verteilen. 

Gesund abrunden tut das alles noch ein Kürbis-Sanddorn-Smoothie 

für den man das Fruchtfleisch eines Hokkaido-Kürbis gart und abkühlen läßt. Das abgekühlte Fruchtfleisch mischt man mit Sanddorn-Sirup, 250 ml Milch, 250 ml Sahnejoghurt, Zimt und Honig und püriert es ganz fein. 

Viel Spaß beim nachkochen und Guten Appetit wünscht euch unser kleiner Maître de Cuisine, der von unserem Otto schon mit dem Rohmaterial zu den feinen Rezepten versorgt worden ist und stolz damit posiert:

Soviel zum Gaumenschmaus, kommen wir nun zur Augenweide, Bildern von Kürbis aus dem Archiv

Und Bilder von Kürbissen aus dem Eulennest

 

In unserer Grafschaft wird es jetzt auch immer bunter, wir haben mal wieder Zoom ausgereizt, lach, um bunte Blätter von Balkonien aus zu fotografieren:

Es wird früh dunkel, und wir haben mal wieder Himmelsöffnungen fotografiert, die für mich immer sowas schönes, tröstliches haben:

Die Sonne sagt gute Nacht! Mit einem schmalen Lichtstreifen am Horizont. 

Mein Redaktionsteam hat jetzt eine Ankündigung in eigener Sache, denn große Ereignisse werfen ja bereits wieder ihre Schatten voraus, 

in etwas mehr als einer Woche ist wieder die Nacht der Nächte 🎃 Halloween, da fällt unsere Sonntagsausgabe aus und unsere nächste Ausgabe erfolgt am eigentlichen Datum, am Montag, dem 31. Oktober! Bissel „Vorgeschmäckle“ mit nächtlichem Himmel in der Grafschaft auf gruselige Zeiten

der Mond durch Birkenzweige, huuuhuuuuhuuuu! 

Da sitzen schon Geister in den Zweigen! 👻🎃😂

Und nun beenden wir ganz stimmungsvoll unsere Sonntagsausgabe mit noch einem Gedicht

Herbst

Astern blühen schon im Garten,
schwächer trifft der Sonnenpfeil.
Blumen, die den Tod erwarten
durch des Frostes Henkerbeil.

Brauner dunkelt längst die Heide,
Blätter zittern durch die Luft.
Und es liegen Wald und Weide
unbewegt in blauem Duft.

Pfirsich an der Gartenmauer,
Kranich auf der Winterflucht.
Herbstes Freuden, Herbstes Trauer,
welke Rosen, reife Frucht.

(Detlev von Liliencron, 1844 – 1909, deutscher Lyriker des Impressionismus und Naturalismus)

Und wünschen allen unseren Lesern einen schönen, stimmungsvollen, herbstlich-leuchtenden Sonntag, paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, genießt die restlichen Tage des goldenen Oktobers und kommt alle gut wieder in die neue Woche, die letzte Oktoberwoche, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!

Und habts fein! 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – herbstlicher Augenschmaus – Herbstfrüchte! 🍇🍏🍎🍐🌶🍄🧅🌰

Herbsttag

Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926, österreichischer Erzähler und Lyriker)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da saßen wir nun wieder in unserer euch wohl vertrauten Runde, mein Redaktionsteam und ich, bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung und wußten nicht so recht, was wir euch für unsere heutige Sonntagsausgabe präsentieren sollten. Ratlose Gesichter, das Wetter war nach goldenen Oktobertagen doch recht usselig und regnerisch geworden, auch das gehört zum Herbst, zweifelsohne, aber wir hatten bei den sonnigen Tagen und unseren letzten Einträgen von Herbstfreuden doch immer noch mehr Freude an der prächtigen Seite des Herbstes. Also schnappte sich mein Bärenteam unser Archiv und blätterte! Mit Erfolg! Und im Titel unserer Sonntagsausgabe auch schon verraten: Herbstfrüchte ist das Thema! Mit noch mehr Gedichten, mit schönen, herbstlich-bunten Bildern, mit Erinnerungen an vergangene Herbsttage, Rezepten und einem kleinen, feinen Video, das wir aus unserer Kölner Dependance per Fernschreiber erhielten und welches die Bären in Entzücken versetzte – Frau Chefredakteurin auch! Und das der eigentliche Anschubser für die Herbstfrüchte war! 🐿🌰

Alte Erinnerungen an unsere allerersten Herbstfrüchte-Einträge anno domini 2012 mit Bildern dazumalen noch liebens- und dankenswerter Weise von BrigitteE zur Verfügung gestellt, im Blögchen und ohne vorhandene Kamera, ach, wir fangen einfach mal an, das mischt sich alles ganz bunt, und genauso ist es bei den Herbstfrüchten ja auch.

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
ein Birnbaum in seinem Garten stand.
Und kam die goldene Herbsteszeit
und die Birnen leuchteten weit und breit,
da stopfte, wenn`s Mittag vom Turme scholl,
der von Ribbeck sich beide Taschen voll.
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
so rief er: „Junge, wiste `ne Beer?“
Und kam ein Mädel, so rief er: „Lütt Dirn,
kumm man röwer, ick hebb `ne Birn.“

So ging es viel Jahre, bis lobesam
der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. `s war Herbsteszeit,
wieder lachten die Birnen weit und breit;
da sagte von Ribbeck: „Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.“
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
trugen von Ribbeck sie hinaus,
alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
sangen „Jesus meine Zuversicht“,
und die Kinder klagten, das Herze schwer:
„He is dod nu. Wer giwt uns nu `ne Beer?“

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht,
der neue freilich, der knausert und spart,
hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
und voll Mißtrauen gegen den eigenen Sohn,
der wußte genau, was er damals tat,
als um eine Birn`ins Grab er bat,
und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gehen wohl auf und ab,
längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
und in der goldenen Herbsteszeit
leuchtet`s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung übern Kirchhof her,
so flüstert`s im Baume: „Wiste `ne Beer?“
Und kommt ein Mädel, so flüstert`s: „Lütt Dirn,
kumm man röwer, ich gew`di `ne Birn.“

So spendet Segen noch immer die Hand
des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

(Theodor Fontane)

Williams-Christ-Birnenkonfitüre

  • 1 kg Birnen
  • 1 kg Gelierzucker
  • 2 Zitronen (Saft)
  • 2 Nelken
  • 1 Stange Zimt

Birnen waschen, schälen, zerteilen und Kerngehäuse entfernen. Das Fruchtfleisch wiegen, es sollten genau 750 g sein, fein würfeln, mit dem Gelierzucker gründlich mischen, abdecken und über Nacht durchziehen lassen. Zitronen auspressen, Saft zusammen mit den Gewürzen zu den Birnenstücken geben (Gewürze evtl. im Mullsäckchen, dann sind sie leichter zu entfernen). Alles unter Rühren erhitzen und vier Minuten sprudelnd kochen lassen, Geleeprobe machen, evtl. noch eine weitere Minute kochen lassen. Gewürze entfernen und die Konfitüre heiß in saubere Gläser füllen, sofort verschließen.

(Bild: BrigitteE)

Kinderlied für Agnes

Dort an der Kirchhofsmauer,
da sitz ich auf der Lauer,
da sitz ich gar zu gern,
es regt sich im Holunder,
es regnet mir herunter
Rosin und Mandelkern.
Waldwibichlein, das kleine,
das goldige, das feine,
das hat es mir gebracht.
Es hat ein Schloß im Berge,
das hüten sieben Zwerge,
darin ist große Pracht.
Und es hat mir versprochen:
in aberhundert Wochen,
wenn Agnes wacker sei,
dann käm es mit dem Schlitten,
zu Gaste mich zu bitten –
da seid fein auch dabei.

(Eduard Mörike)

(Alle Bilder: BrigitteE)

Holunder-Gelee

  • 2 kg Holunderbeeren (wer weniger verwendet, muß das Rezept anteilig abändern)
    Gelierzucker (je nach Geschmack Pfund auf Pfund oder auch 2 : 1)
  • 2 Zitronen (Saft)
  • etwas Zitronenschale
  • 2 Nelken
  • 1 Stange Zimt

Beeren im Dampfentsafter entsaften, Saft abmessen, Gelierzucker im Verhältnis wie o.a. hinzufügen, den Saft der Zitrone und die Gewürze. Alles erhitzen, vier Minuten sprudelnd kochen lassen, zwischendurch, falls nötig, abschäumen. Gelierprobe machen, Gewürze entfernen und heiß in Gläser füllen, sofort verschließen.

(Bild: BrigitteE)

Ein Fuchs, der auf die Beute ging,
fand einen Weinstock, der voll schwerer Trauben
an einer hohen Mauer hing.
Sie schienen ihm ein köstlich Ding,
allein beschwerlich abzuklauben.
Er schlich umher, den nächsten Zugang auszuspähn.
Umsonst! Kein Sprung war abzusehn.
Sich selbst nicht vor dem Trupp der Vögel zu beschämen,
der auf den Bäumen saß, kehrt er sich um und spricht
und zieht dabei verächtlich das Gesicht:
„Was soll ich mir viel Mühe nehmen?
Sie sind ja herb und taugen nicht.“

(Karl Wilhelm Ramler)

(Bilder: BrigitteE)

Äpfel und Feigen, da haben wir wieder ein feines Rezept zu:

Apfel-Feigen-Konfitüre

  • 500 g Äpfel
  • 250 g frische Feigen
  • 750 g Gelierzucker
  • 1 Tl Zimt
  • 1 – 2 Zitronen (Saft)

Äpfel waschen, schälen und zerteilen, Kerngehäuse entfernen, Apfelstücke in dünne Scheiben schneiden.
Die Feigen sehr behutsam waschen, dann in Streifen schneiden. Apfelstücke, Feigen und Gelierzucker mischen, abdecken und über Nacht stehen lassen. Dann mit dem Zimt und dem Zitronensaft zum Kochen bringen. Vier Minuten sprudelnd kochen lassen, noch heiß in saubere Gläser füllen und sofort verschließen.

Pflaumenregen

Es steht ein Baum im Garten,
von Pflaumen voll und schwer.
Die Kinder drunten warten
und lauschen ringsumher,
ob nicht der Wind ihn rüttelt
und all die Pflaumen schüttelt,
daß alle purzeln kreuz und quer.

Doch horcht, wie`s rauscht und rappelt!
Im Wald wacht auf der Wind.
Schon zischelt er und zappelt
und trappelt her geschwind
und wiegt und biegt die Äste,
daß schier in ihrem Neste
die Finken nimmer sicher sind.

Nun fällt ein Pflaumenregen,
der aber macht nicht naß.
Im Gras herumzufegen,
ist da der größte Spaß.
O Wind, o Wind, o rüttle,
o Wind, o Wind, o schüttle!
Wir grapsen ohne Unterlaß!

(Friedrich Güll)

Die Bärchen und ich hatten begehrliche Augen bei den Pflaumen, und ich denke mal, auch alle unsere Leser denken hier sofort an den Pflaumenkuchen, da gibt es unzählige feine Rezepte für, mit und ohne Hefeteig, und wir haben, deshalb die begehrlichen Augen, einen aus der Tiefkühltruhe für den Sonntag in unseren Redaktionsräumen zum Kaffee! Lecker!

(Bilder: BrigitteE)

Kastanien und/oder Maronen

auch da haben wir ein feines Rezept:

Maronensuppe

  • 25 g Frühstücksspeck
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Möhren
  • 200 g geschälte Maronen
  • 1/4 l Hühnerbrühe
  • 1 Tl Thymian
  • Knoblauchsalz
  • gem. weißer Pfeffer
  • 2 gestr. El Speisestärke
  • 1 Becher Creme fraiche (Schmand)

Feingeschnittenen Speck auslassen, kleingehackte Zwiebel, Möhrenwürfel und Kastanien zugeben, 1 Min. anschwitzen, Brühe und Gewürze zugeben, 30 Minuten langsam köcheln lassen, kräftig durchrühren, Suppe mit Speisestärke und Creme fraiche binden und abschmecken.

Hagebutten, woraus man Tee machen kann oder auch eine feine Konfitüre.

Sanddorn, auch so eine feine Herbstfrucht, für Saft, für Gelee, für Likör, einfach lecker!

Brombeeren, frisch gepflückt, zum pur futtern, Saft, Gelee und Aufgesetzter!

Im Hintergrund links, Brombeergelee

Chilischoten, vielseitig verwendbar, da haben wir noch feine Bilder aus dem Archiv zum verarbeiten zu Relish, Chutney u.ä.

zum Beispiel mit Tomaten

oder Äpfeln

Zwiebeln passen auch prima dazu, muß man aber schnippeln, lach, ist nicht immer angenehm, aber lecker! Am Wochenende hab ich die auch wieder geschnippelt, weil es in der Redaktion das Köll’sche Nationalgericht gibt: Himmel un Ääd mit Flönz, auf hochdeutsch Himmel und Erde mit Blutwurst…..und eben Zwiebeln!

Ebereschen (Bild BrigitteE) zählen auch zu den Herbstfrüchten, über die freuen sich vor allem auch unsere gefiederten Freunde.

Feine Überleitung zu den nächsten Herbstfrüchten, den Pilzen, weil Ebereschen dabei sind. Und Eicheln, ebenso wie Kastanien.

Ich bin kein Pilzkenner, aber ich liebe Pilze und esse sie sehr gern. Dann aber „von der sicheren Seite“, also Glas, Dose, tiefgekühlt oder vom Markt.

Schlehen, herbe feine Herbstfrüchte, sie brauchen den ersten Frost, dann schmecken sie besonders gut als zum Beispiel Aufgesetzter!

Last but not least fehlen uns nun hier noch die Kürbisse, die so typisch für Herbstfrüchte sind, zum lecker kochen, aber auch zum dekorieren!

(Bilder: BrigitteE)

Da könnt ihr euch jetzt eure Küchenutensilien bereit legen

und eure Vorräte auffüllen!

Wir hatten an den letzten Wochenenden hier in unserer Redaktion für die Frau Chefredakteurin einen feinen Schwarze-Johannisbeere-Secco, der würde gut zur herbstlichen Küche passen, natürlich auch ein feiner, roter Wein, aber die deftige Küche hat auch nichts gegen ein zünftiges Bier einzuwenden. Macht das also ganz nach eurem Gusto.

Zum abendlichen ausklingen lassen eines gemütlichen Herbsttages bieten wir einen schönen Tee an

laßt dabei die Kerzen leuchten

hört euch schöne Entspannungsmusik an

und genießt unser Schmankerl, das kleine Video aus unserer Kölner Außenstelle, welches der eigentliche Anschub für diesen Eintrag war:

Ist das nicht süß? Der kleine rote Puschel sucht ein Plätzchen für seine Nuß! Wir haben hier gejubelt beim angucken!

Und damit wünschen wir euch allen einen zauberhaften herbstlichen Sonntag, mit oder ohne Usselwetter, macht es euch einfach fein und gemütlich, drinnen oder draußen, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund und kommt alle gut wieder in die neue Woche, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habt Frieden im Herzen!

Und habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Das ist nicht Sommer mehr, das ist September…..welcome autumn! 🦋🐝🌡🍁🍂🌫☂

Abseits

Es ist so still; die Heide liegt
im warmen Mittagssonnenstrahle,
ein rosenroter Schimmer fliegt
um ihre alten Gräbermale;
die Kräuter blühn; der Heideduft
steigt in die blaue Sommerluft.

Laufkäfer hasten durchs Gesträuch
in ihren goldnen Panzerröckchen,
die Bienen hängen Zweig um Zweig
sich an der Edelheide Glöckchen,
die Vögel schwirren aus dem Kraut –
die Luft ist voller Lerchenlaut.

Ein halbverfallen niedrig Haus
steht einsam hier und sonnbeschienen;
der Kätner lehnt zur Tür hinaus,
behaglich blinzelnd nach den Bienen;
sein Junge auf dem Stein davor
schnitzt Pfeifen sich aus Kälberrohr.

Kaum zittert durch die Mittagsruh
ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten;
dem Alten fällt die Wimper zu,
er träumt von seinen Honigernten.
– Kein Klang der aufgeregten Zeit
drang noch in diese Einsamkeit.

(Theodor Storm, 1817 – 1888, deutscher Jurist, Dichter und Novellist)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da liegt sie nun endlich wieder auf eurem sonntäglichen Frühstückstisch, unsere Sonntagsausgabe, pünktlich mit dem Beginn des neuen Monats erscheint sie wieder wie gewohnt! 

September, meteorologischer Herbstbeginn mit seinem Anfang, so langsam nimmt der Sommer seinen Abschied, obwohl es wettermäßig noch so gar nicht danach aussieht mit sommerlichen Höchsttemperaturen. Wir freuen uns in diesem Jahr sehr auf den Herbst, mein Redaktionsteam und ich, nach der allzu großen Sommerhitze freuen wir uns auf moderatere Temperaturen und alles Schöne, was der Herbst so mit sich bringt, trotzdem gibt es eine kleine, stille Wehmut zum Sommerabschied, viele Vögel ziehen nun fort nach Süden ins Winterquartier, allen voran unsere geliebten Schwalben, die gaukelnden Schmetterlinge 🦋 und die fleißigen Bienen nebst anderen Insekten 🐝🦗 verabschieden sich in die Sommerpause und kehren erst im nächsten Frühjahr wieder zu uns zurück. Es wird stiller draußen, alles wird wieder innerlicher, und das macht mich nach so ein paar Tagen als Ü70 doch ein bissel elegisch und melancholisch. 

Aber wozu hat man als Chefredakteurin ein fröhliches und optimistisches Bärenteam, und so schafften meine Bärchen es bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung doch wieder, der gedämpften Stimmung Aufschwung zu geben, hatten sie doch voller Freude sich unseren Monatskalender hier unter die Tatzen gerissen und blätterten vergnügt den August um auf den September, und was strahlte uns da entgegen? Eine blühende Heidelandschaft 

denn wenn sich nun auch allmählich die strahlenden Sommerblumen verabschieden, auch der Herbst hat wundervolle Blüten zu bieten und eine der schönsten in dieser Jahreszeit ist die Heideblüte! Mit ihren wunderbaren Farben von weiß über alle rosa-, flieder- und violett-Töne hinweg reicht die Skala ihrer Pracht! 

 

Und da hatten wir ganz schnell das Thema unserer Sonntagsausgabe gefunden, Heidekraut, Heide als Landschaft mit ihren brennenden Farben, glücklich und zufrieden machten sich die Bärchen ans Werk. Und ich war einmal mehr stolz auf mein Team, das es immer wieder versteht, dem optimistischen Grundgedanken unserer Zeitung Raum und Thema zu geben. 

Heide (veraltet auch Haide) ist die Bezeichnung für einen Landschaftstyp und benannte ursprünglich das vom Menschen unbebaute Land, später auch eine schlechthin unfruchtbare, nicht urbar zu machende Landschaft und war damit ein Synonym für Wildnis

Im engeren Sinne versteht die Biologie darunter heute einen Vegetationstyp des Offenlandes, der durch niedrige Sträucher oder Zwergsträucher mit immergrünem, hartem Laub geprägt ist. 

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Heide_(Landschaft)

Eine schöne Heidelandschaft gibt es auch in der weiteren Umgebung unserer Liricher Grafschaft, die Kirchheller Heide in Bottrop, wer mal gucken möchte: 

Die Kirchheller Heide in Bottrop

Die Besenheide (Calluna vulgaris), auch Heidekraut genannt, ist die einzige Art der monotypischen Pflanzengattung Calluna, die zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) gehört. Sie ist eine prägende Pflanzenart der Heidelandschaft. Die Besenheide ist Blume des Jahres 2019.

(Quelle: Wikipedia) 

https://de.wikipedia.org/wiki/Besenheide

Heidekraut gilt als magische Schutzpflanze, es war auch ein Glücksbringer. Besonders das seltene weißblühende Heidekraut galt als begehrtes Glückskraut. Zweige davon unter das Kopfkissen gelegt, sollten Wünsche und Träume war werden lassen.

Das Heidekraut ist aber auch eine Schwellenpflanze, zwischen Licht und Dunkelheit, Leben und Tod, Sommer und Winter. Das alles macht sie zu einer beliebten Herbstpflanze, um die sich viele Legenden, Aberglaube und Traditionen ranken.

Es ist die Blume der Langlebigkeit, bedingt durch ihre lange Lebensdauer. Das macht sie zu einem Symbol der Kraft. Das Heidekraut steht auch als ein Zeichen von Schönheit, Einsamkeit und Romantik. Liebespärchen trafen sich gerne in dieser ursprünglichen Landschaft, das seltene weiße Heidekraut gilt als Symbol der Liebenden, ein Zeichen ewiger Liebe, die sich allen Situationen des Lebens und der Partnerschaft anpasst und treu diese Liebe schützt und verteidigt.

Heidekraut taugt auch zu Räucherungen, allein oder in einer Mischung mit Wacholder, Fichten-, Kiefern- oder Lärchenharz und Weihrauch nebst Myrrhe. Es entsteht beim räuchern ein trockener herber Duft. Die Räucherungen helfen beim Lösen von Bindungen, der Akzeptanz von Veränderungen und der Regulierung eines überentwickelten Ordnungssinns, sie fördert Flexibilität und Beweglichkeit. Verwendet zum räuchern wird das Kraut. 

Heidekraut hat auch in der Medizin seinen Platz, es ist seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt, gegen Gicht, Rheuma und Entzündungen, sie hat blutreinigende Wirkung, als Tee und Tinktur, mit Honig gesüßt soll der Tee das einschlafen fördern. Mehr als zwei bis drei Tassen sollten es aber am Tag nicht sein, bei Überdosierung kann Heidekraut Magenbeschwerden hervorrufen, aber so ist es eben überall, die Dosis und die Anwendung ist wichtig, auch bei allen Naturheilkundemöglichkeiten. 

Das Heidekraut ist auch eine sehr gute Bienenweide, wer kennt ihn nicht, den Heidehonig, ein kräftiger Honig mit einer schönen Farbe. 

Die Erwähnung des weißen Heidekrauts als großes Glückssymbol wegen seiner Seltenheit ließ hier Hamish ganz breit lächeln, denn er konnte zu all den Recherchen hier noch beitragen, das weißes Heidekraut in seiner Heimat Schottland eine lange Tradition als Glückskraut hat und sogar der Distel als Nationalpflanze ziemliche Konkurrenz gemacht hat. Weiße Heiden, so glaubt man in Schottland, sind die Ruhestätten für Elfen. Heidekraut wird um Obstbäume gepflanzt, damit sie reiche Frucht bringen. Das englische “ heather“ für Heidekraut ist auch ein beliebter weiblicher Vorname, Heather! Bei uns ist es der Name Heide als Vorname oder auch Erika, wie eben auch die Heidekräuter bezeichnet werden. 

Und beim englischen Namen fürs Heidekraut sind wir dann auch bei den Bachblüten, Heather ist die Bachblüte Nr. 14, sie ist angezeigt bei Menschen, die ständig im Mittelpunkt stehen wollen, sie entwickeln mit Heather mehr Einfühlungsvermögen. 

Da wir oben ja schon die Möglichkeit des räucherns mit Heidekraut angesprochen hatten, schlagen wir hier doch mal wieder unser kleines Rezeptbüchlein auf, für eine Räuchermischung:

Räuchermischung „Schwelle“

  • 1 Teil Heidekraut
  • 1 Teil Beifußkraut
  • 1 Teil Mariengras
  • 1 Teil Rosmarin
  • 1 Teil Rosenblüten
  • ½ Teil Alantwurzel
  • 1 Teil Kiefernharz

Eine Räuchermischung für Entscheidungen, für „an der Schwelle stehen“, einem Übergang, einer neuen Situation, einer Veränderung. Sie fördert einen achtsamen und liebevollen Neubeginn. 

Das waren unsere gemeinschaftlichen Recherchen zum Thema Heide und Heidekraut, mir ist beim Bild auf unserem Kalender sofort das Gedicht von Theodor Storm eingefallen, eines meiner Lieblingsgedichte von ihm, weil es so tiefen Frieden und Ruhe atmet, und das haben wir sicher allesamt immer noch sehr nötig in diesen Tagen und Zeiten. 

Schwelgen wir noch ein wenig in Bildern zum Thema

und freuen wir uns dabei auf die anstehenden Herbstfreuden wieder, wie dieses verhangene Licht auf diesem Bild vom Heidekraut, auf Kuschelstunden drinnen, Bücher lesen mit einer Tasse Tee dabei, den ersten Nebel, und ja, auch und wohl vor allem den ersten richtigen Regenzeiten wieder, damit die Natur sich erholen kann von der Sommerhitze, die in diesem Jahr doch ihre heftigen Schäden hervorgerufen hat. ☕📚🌫☂☔🌧

Frau Chefredakteurin hat nun noch was in eigener Sache, ich hab ja wieder liebe Päckchen zu meinem Geburtstag erhalten, über die ich mich so sehr gefreut habe! Statt nun hier eine „große Nachlese“ zu halten, haben wir in unserer Redaktionssitzung beschlossen, daß die schönen Päckcheninhalte allesamt einen Anhang an einen Eintrag verdienen, also peu à peu erscheinen, beginnen wir heute mit dem Päckchen von Kristina mit Rani und Fleckchen und einem Geschenk, das aufgrund seiner Romantik so zauberhaft zu dieser Sonntagsausgabe paßt, guckt mal: 

Ein Leuchtturm für Teelichter, mit verschiedenen Belichtungen fotografiert, ist der nicht wonnig? Einen lieben Dank an die edlen Spender! 🤗🐈🐈❤❤

Und wie gesagt, Fortsetzung folgt, da haben wir alle noch was zum vorfreuen! 

Ein kleines Fotoexperiment von Balkonien folgt nun noch, einmal Makro, einmal normal fotografiert, 

Ringelblumenknopse

zartes kleines blaues Blümchen aus der Bienenweidesaatmischung. 

Lieder haben wir euch auch noch zum Thema rausgesucht, sie haben alle einen kleinen, wehmütigen Touch, aber so ist das wohl im Leben und vor allem im Übergang von einer Jahreszeit zur nächsten und gerade und vor allem der zum Herbst. 



Zum guten Schluß kommt nun noch ein Gedicht, aus dem wir den Titel unserer Sonntagsausgabe entlehnt haben: 

Das ist nicht Sommer mehr, das ist September … Herbst:
Diese großen weichen Wolken am Himmel,
diese feinen weißen Spinnwebschleier in der Ferne
und hinter den Gärten mit den Sonnenblumen
der ringelnde Rauch aufglimmender Krautfeuer …
und diese süße weiche Müdigkeit und diese
frohe ruhige Stille überall und trotzdem wieder
diese frische, satte, erntefreudige, herbe Kraft …
das ist nicht Sommer … das ist Herbst.

(Cäsar Otto Hugo Flaischlen, 1864 – 1920, deutscher Schriftsteller, Journalist und Redakteur)

Und damit wünschen wir euch allen einen wunderschönen Sonntag, genießt die letzten Sommertage, genießt den beginnenden Herbst, genießt euer Leben! Paßt alle gut auf euch auf und bleib oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Sommerglücke! 🦋🐞🍉🍒🌻🌞⛱🕶🩱👒📚💃 Sammelsurium

Ruhe des Herzens

Wie heimlich glüht ein Bild
aus langer Dämm’rung:
Ein Sommerabend war’s
im Heimatdorfe;
noch lag ein Sonnenhauch
auf Dach und Giebeln,
und hell stand schon der Mond
in leerer Straße.
Der Nachbar sprach ein Wort
von Tau und Regen,
er sprach zu seinem Weib
drin in der Kammer;
er zog das Fenster an,
es klang der Riegel;
ein erstes Sternlein trat
aus lichtem Dunkel.
Aus fernen Gärten klang
ein Mädchenlachen;
ein letzter Nachhall dann
und letzte Stille.
Und all die Sommerwelt
ging wie ein Atem
geruhig ein und aus
durch meine Lippen. –

Nun weiß ich’s, da mein Haar
beginnt zu bleichen:
Was damals ich geatmet, war
das Glück.

(Otto Ernst, eigentlich Otto Ernst Schmidt, 1862 – 1926, deutscher Erzähler, ursprünglich Volksschullehrer)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, boooaaaaah, das war eine turbulente freitägliche Redaktionssitzung, dabei fing sie eigentlich erst mal sehr pomadig an, die Bärchen hatten sich ihre Tassen gefüllt und ihre Plätze eingenommen, ☕☕☕☕☕ und der Frau Chefredakteurin schon kundgetan, daß sie noch so gar keine Idee für unsere Sonntagsausgabe hätten, dieweil selbige noch in der Küche Sandwiches und Leckerli für die Redaktionssitzung vorbereitete. Als sie dann mit dem gefüllten Tablett den Raum betrat, summte sie ein Lied, ihr derzeitiges Lieblingslied, beim stöbern im Netz gefunden, 

und Ruddi meinte, „sing mal laut, Frau Cheffin“! Was ich tat! Und die Bärchen lauschten! Und dann strahlten plötzlich alle Bärenaugen um die Wette und alle redeten durcheinander, „Glück, das isses…“ „kleine Glücke, was haltet ihr von kleine Glücke…“ „supi, da such ich gleich mal, aber wo?“…“na, laß uns doch hier suchen, überall in der Redaktion….“ „au, ja, los, alle Mann/Frau/Bären suchen…“ ihr seid ja bestens über unsere Redaktionssitzungen im Bilde, lach, ich mußte erstmal wieder alle koordinieren! Und so präsentieren wir euch hier nun unsere gemeinschaftliche Suche nach den kleinen Sommerglücken aus dem Titel, es ist ein rechtes Sammelsurium geworden, nehmt euch einen Kaffee oder einen Tee und genießt am Sonntagmorgen unsere Sonntagsausgabe! Wir wünschen allerseits viel Spaß! 

Fangen wir einfach mal mit kulinarischem Glück an, da hätten wir was feines zu bieten, nämlich unsere Sommerpizza vom letzten Wochenende, Pizza mit Sommergemüse, Tomaten, Zucchini, Auberginen, Artischocken, Oliven, sehr lecker! 

Wundert euch über nix, wir sind hier mit allen durch die Bude geflitzt und haben nach was gesucht, das man als kleine Glücke präsentieren kann, also ist das außer einem Sammelsurium auch reichlich konfus! 🤭😂

Ihr kennt alle unsere Sehnsucht nach Meer

und dazu hätten wir was aus unserem Badezimmer:

Von Frau Chefredakteurin aus gesuchten Muscheln am Meer selbst gemacht und das sind alles ganz kleine Muscheln und auf die aller-allerkleinste ist Frau Chefredakteurin sehr stolz:

Größenvergleich: Der Daumennagel von mir und die kleinste meiner Muscheln!

Süß, oder? 

Wo wir nun schon mal im Badezimmer waren, da hätten wir auch noch eine feine, kleine Glückskombi:

Rosen, mit Weihrauch als Räucherwerk, als Seife und als Deo! Und wo wir hier dann bei Rosen sind, 

und gesammelten Blüten

ein kleines Rezept, auch ein kleines Glück, kreativ sein, was feines machen, woran man sich dann auch im Winter noch erfreuen und an den Sommer erinnern kann. 

Rosenhonig

  • 10 g getrocknete Rosenblüten
  • 90 g neutraler Bio-Honig, Akazienhonig würde sich gut eignen

Rosenblüten in 50 bis 100 ml Wasser aufkochen, vom Herd nehmen und über Nacht ziehen lassen. 

Anschließend den Sud durch ein Gazetuch abseihen (Kaffeefilter geht auch), den Sud in den Topf zurückschütten und den Honig zugeben. Alles bei geringer Hitze bis zur Sirupdicke einkochen, in saubere Gläser abfüllen. Dunkel und kühl gelagert hält sich der Rosenhonig mindestens ein Jahr. 

Mit Honig kann man süßen, vielleicht auch Pudding, nächste Station der Redaktion: Die Küche! Und ganz feine Puddingformen, auch kleine Glücke, weil ich mich immer freu, wenn ich die in der Küche sehe, sie hängen über der Küchentür! 

In der Küche steht die Waschmaschine, wißt ihr, was auch zu kleinen Glücken gehört? Frisch gewaschene Wäsche im Sommer auf Balkonien draußen trocknen, mit Wind und Sonne, und die Wäsche riecht dann so gut, wie früher von der Bleiche! 

Window-Color-Bild, selbstgemacht, an meiner Waschmaschine. 

Wir sind hier ja alle Eisbärenfans, und meine Redaktion besteht ja auch aus dreien von ihnen, da haben wir natürlich auch die Taschentücher stilecht verpackt, guckt:

Der Tag neigt sich, die Dämmerung beginnt, Dämmerung in der Grafschaft, auch so oft ein kleines Glück beim fotografieren:

und dann  fliegen unsere Fledermäuse, aber die lassen sich beim besten willen so einfach nicht fotografieren, sie flogen wirklich, als ich diese Fotos gemacht habe, ich hatte gehofft, vielleicht hätte man mal eine sehen können, aber die sind zu schnell für solche Bilder. 

Bei den nächsten Bildern waren die Bären im Schlafzimmer und haben gejubelt, denn sie haben was entdeckt, was es hier noch aus Björns Kindertagen gibt und was die Frau Chefredakteurin ihrer Meinung nach doch heute wieder prima gebrauchen könnte bei seniler Bettflucht, 😂 ja, manchmal ist mein Redaktionsteam ziemlich respektlos 😉

ein Nachtlicht

Das war ein Vergnügen hier, die Bärchen haben sich gekringelt! 🤣

In unserem redaktionellen Wohnzimmer leuchtet noch immer und jeden Abend unser Friedenslicht

und wir haben diesem noch unseren Engel hinzugefügt, den die sommerliche Rosendeko einrahmt. Für euch alle, den Engel des Friedens und der Hoffnung.

Kein kleines, sondern ein großes Glück ist für Frau Chefredakteurin, daß es ihren Kindern wieder gut geht, und wenn jetzt noch ein paar wichtige administrative Dinge, die liegengeblieben sind bei ihnen, über die Bühne gehen, dann hoffe ich auf meine größte Wunscherfüllung, daß wir uns endlich mal wiedersehen, dafür hätte ich auch noch ein so feines, kleines Glück

ein so süßes Geschenk mal von Brigitte/Plauen

total süß, nicht wahr? Flaschenpost zum Glück! Und dann erfüllen sich die Worte aus dem Lied, das der Anstoß für unsere heutige Sonntagsausgabe war

„Wenn ich wüßt, wo das ist, ging ich in die Welt hinein
denn ich möcht einmal recht so von Herzen glücklich sein!“ ❤❤❤

Kleine textliche Glücke gibt es auch noch, denn zu den kleinen Glücken zählen auch die anderen Blogs von unseren Lesern, mit denen wir jetzt in der Sommerzeit reisen können, in alle Himmelsrichtungen, nach Neufundland, nach Lappland, an den Lago Maggiore oder an die Lippe, zum mitreisen, mitfreuen und mitstaunen! 🤗😊❤❤❤ 

Glücke zum teilhaben sind auch Bilder von den Kindern, von kleinen Fahrradausflügen und den Eichhörnchen im Garten

knuffig, oder? 

In den Redaktionsräumen waren wir ja schon bei der Abenddämmerung, nun kommt die Sommernacht, was könnte man in einer schönen, lauen Sommernacht für kleine Glücke picken? 

Tanzen! Von Glühwürmchen beleuchtet durch die Sommernacht tanzen! 

Der Lieblingstanz von Frau Chefredakteurin ist der Tango

wie wäre es denn mit einem Tanzkurs? Mein Redaktionsteam war von der Idee begeistert, also hab ich was rausgesucht

https://www.funforyou.org/index.php/tipps/tanzschritte

da ist auch der Tango bei, samt gezeichneten Schrittfolgen, easy, oder? Die Bärchen haben es versucht, war aber wohl doch nicht ganz so einfach, und Frau Chefredakteurin hatte reichlich was zu lachen! Wir sind gespannt, wie eure Tanzstunden so ablaufen werden, und erwarten natürlich einwandfreie Haltung! Als Punktrichter sind wir wie der Herr Llambi aus Let’s dance! 😂🤣😂

Passende Musik zu Frau Chefredakteurins Lieblingstanz? Büdde schön! 

Noch eine Version:

Herrlich, oder? 

Ja, ihr lieben Leser alle, das waren sie nun, unsere kleinen, gesammelten Glücke, im Winter sind sie ja eher hold und innig, im Sommer gehen sie ins Weite…..“der Duft von Sommer noch auf meiner Haut!“ (Reinhard Mey)

Wir wünschen euch allen einen schönen, sonnigen, sommerlichen Sonntag mit vielen kleinen Glücken, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, kommt gut wieder in die neue Woche, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – der Geist von Pfingsten in einem Mohnblumenfeld 🔥🕊❤

Das Mohnfeld

Es war einmal, ich weiß nicht wann
und weiß nicht wo. Vielleicht ein Traum.
Ich trat aus einem schwarzen Tann
an einen stillen Wiesensaum.

Und auf der stillen Wiese stand
rings Mohn bei Mohn und unbewegt,
und war bis an den fernsten Rand
der rote Teppich hingelegt.

Und auf dem roten Teppich lag,
von tausend Blumen angeblickt,
ein schöner, müder Sommertag,
im ersten Schlummer eingenickt.

Ein Hase kam im Sprung. Erschreckt
hat er sich tief ins Kraut geduckt,
bis an die Löffel zugedeckt,
nur einer hat herausgeguckt.

Kein Hauch. Kein Laut. Ein Vogelflug
bewegte kaum die Abendluft.
Ich sah kaum, wie der Flügel schlug,
ein schwarzer Strich im Dämmerduft.

Es war einmal, ich weiß nicht wo.
Ein Traum vielleicht. Lang ist es her.
Ich seh nur noch, und immer so,
das stille, rote Blumenmeer.

(Gustav Falke, 1853 – 1916, deutscher Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle von unserem Grafschafter Wochenanzeiger, frohe morgendliche Pfingstgrüße senden wir euch mit unserer heutigen pfingstlichen Sonntagsausgabe! Und wir sehen die Fragezeichen in euren Augen, was hat der Geist von Pfingsten mit einem Mohnblumenfeld, mit Mohnblumen zu tun? 

Der Geist von Pfingsten, der Heilige Geist, kam in Feuerzungen vom Himmel auf die Menschen herab, das Feuer wird assoziiert mit der Farbe rot, welche die Mohnblüten in seltener Klarheit zeigen. Die Symbolik der Mohnblume erinnert nicht nur in Großbritannien an gefallene Soldaten, auf deren frischen Gräbern als erstes die Mohnblume blüht, das schlägt eine Brücke zu den heutigen Tagen des immer noch herrschenden Krieges in der Ukraine. Die Mohnblume ist aber auch ein Symbol für Trost, und mit ihrer Farbe knüpft sie die Verbindung zum Heiligen Geist, der nach dem herabkommen auf die Menschen diese fähig machte, in fremden Zungen zu reden, fremde Zungen zu verstehen, das möchten wir als Symbol der Völkerverständigung deuten, und deshalb der Geist von Pfingsten in einem Mohnblumenfeld. 

Und deshalb das Thema Mohnblumen in unserer heutigen pfingstlichen Sonntagsausgabe! 

Mohn (Papaver) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Die weltweit 50 bis 120 Arten gedeihen hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel. Nur eine Art kommt auf der Südhalbkugel in Südafrika vor. Einige Mohnarten werden vielseitig genutzt, beispielsweise wegen der enthaltenen Wirkstoffe und zählen zu den ältesten Heilpflanzen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Mohn#:~:text=Mohn%20(Papaver)%20ist%20eine%20Pflanzengattung,der%20S%C3%BCdhalbkugel%20in%20S%C3%BCdafrika%20vor.

Vor allem der Klatschmohn mit seinem klaren, wunderschönen rot ist eine sehr beliebte Gartenpflanze, wer von uns erinnert sich nicht an die Felder unserer Kindertage, in denen die Mohnblumen gemeinsam mit den ebenfalls so klar blauen Blüten der Kornblume, den weißen Margeriten und den Kamillenblüten der echten Kamille in den Kornfeldern blühten. „Dank“ der heutigen Monokulturen sieht man sie in Kornfeldern heute nur selten! 

Schade, denn was haben wir als Kinder doch herrliche Sträuße gepflückt mit Mohnblumen, Kornblumen und den Margeriten. 

So wie dieser hier, mit Wildblüten dazu, 

eine Augenweide

ja, laßt euch nicht narren, diese unsere grafschaftlichen Redaktionsblüten sind nicht echt, es sind Kunstblumen, aber doch herrlich anzuschauen und vor allem nicht so vergänglich wie ihre wilden Schwestern und Brüder, die dafür aber dann auch als Bienenweide draußen stehen bleiben dürfen. 

Frau Chefredakteurin liebt diese Blume sehr, ist sie doch unmittelbar mit den schönsten Kindheitserinnerungen an endlose Sommer, die Wärme der Sonne und dem Duft der Kornfelder verbunden! Selige Zeit! „und den Duft von Sommer noch auf meiner Haut“, singt Reinhard Mey in seinem Lied „Sommer“!

Erinnert ihr euch an das schöne Gruppenfoto meines Redaktionsteams in nostalgischem Rahmen? 

Auch eine Mohnblume, und mit diesem Bild macht nun mein Redaktionsteam weiter mit den einzelnen Ressorts zum Thema, das sie sich jeweils unter die Tatzen gerissen haben! In Anbetracht des letzten Eintrages aus unseren Redaktionssitzungen könnt ihr euch nun noch viel besser vorstellen, welche Turbulenzen hier beim Ressort verteilen herrschten! 😂

Unser Hamish beschäftigte sich natürlich gleich wieder mit der schon angesprochenen Symbolik der Mohnblume:

Die Mohnblume hat eine große symbolische Bedeutung.
In Großbritannien steckt man sich zum Gedenken an gefallene Soldaten Mohnblumen ins Knopfloch. Dieser Brauch rührt daher, daß auf den frischen Gräbern der gefallenen Soldaten stets zuerst die Mohnblumen blühten.

Mohn ist auch ein Symbol für Fruchtbarkeit, Vergänglichkeit und Vergessen, die Blume des Schlafes, aber auch ein Symbol für Trost.

Ihre Farbe rot steht für Energie und Aktion. Auf der emotionalen Ebene wirkt die Mohnblume durch ihre reizvolle Kombination von Kraft und Zartheit, so steht die Mohnblume sowohl für die leidenschaftliche Liebe als auch für das Liebesleid, sowohl für die Fruchtbarkeit als auch für das Vergehen, sowohl für das pralle Leben als auch für den Tod, sichtbar auch in dem Kontrast der roten Farbe der Blüte zum tiefschwarz der Mohnblumensamen. Nach alter Überlieferung ist die seelische Kraft, die die Mohnblüte weckt, die Kraft des bewußten Vergessens. 

Unser Ruddi beschäftigte sich mit der Mohnblume in der bildenden Kunst, und er hatte entdeckt, daß die Mohnblume die Blume des Jahres 2017 war. Eine genügsame Pflanze, die es vom Ackerkraut zur Gartenpflanze brachte. Mohn war und ist eine geheimnisvolle Pflanze voller Symbolik. Sie ist sowohl von seltener Schönheit als auch von rascher Vergänglichkeit. Sie hat Dichter, Maler und sogar Musiker inspiriert. Vor allem die berauschende Wirkung von Schlafmohn, aus dem Opium gewonnen werden kann, spiegelt sich in der bildenden Kunst wider. Mohn begegnet uns hier als Symbol für z. B. Schlaf, Traum, Tod, Vergessen und Schmerzlinderung.

Klatschmohn ist ein beliebtes Malermotiv, zusammen mit der blauen Kornblume als Acker“unkraut“ in den Kornfeldern, wie es z. B. so meisterhaft in Gemälden von Claude Monet festgehalten worden ist.

(Claude Monet, Mohnfeld bei Argenteuil) 

Zur Mohnblume in der Kunst gehört natürlich auch die Musik, hier hat Ruddi auch Recherchen angestellt und stellt euch zwei beispielhafte Stücke ein: 


Wir beiden Mädels aus dem Redaktionsteam, Luzia und ich, wir haben uns zusammengetan, wir haben uns Informationen über die Blumensprache der Mohnblüten geholt, das kräftige, klare rot und die zarte Gestalt der Blüten ist ein Zeichen für die Freundlichkeit des liebenden Umgangs miteinander. 

Und da wir Mädels beide was für schöne Dinge übrig haben, stellen wir euch hier natürlich noch die Ergebnisse einer Serviettentechnik-Arbeit von Frau Chefredakteurin ein, mit der sie mal einen Lampenschirm verziert hat, ihr erinnert euch sicher. 

Die zarte Blüte kommt auf dem weiß besonders zur Geltung und sieht auch beleuchtet sehr hübsch aus. 

Unser Handelsreisender Otto wurde nun langsam hibbelig, gemäß der Tatsache, daß er ja hier oft und gern kulinarisch für uns unterwegs ist, hat er gerade fürs heutige Pfingstfest was ganz besonders leckeres für euch, nämlich einen Käsekuchen mit Mohn:

Für den Mürbteig:

  • 220 Gramm Weizenmehl
  • 110 Gramm Butter kalt und in kleinen Stückchen
  • 1 mittelgroßes Ei
  • 70 Gramm Zucker
  • 1/2 Teelöffel Backpulver

2 Packungen fertigen Mohnback für die Mohnmasse

Für die Quarkcreme:

  • 80 Gramm Butter weich
  • 100 Gramm Zucker
  • 2 mittelgroße Eier
  • 500 Gramm Magerquark
  • 200 Gramm Schmand
  • 2 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 25 Gramm Speisestärke

Für den Teig alle Zutaten miteinander verkneten. Die Springform leicht fetten. Teig ausrollen, so daß man Boden und einen ca. 3 cm hohen Rand formen kann. Teig in die Form legen und kühlstellen.

Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Weiche Butter mit Zucker schaumig schlagen, Eier einzeln unterrühren. Quark, Schmand, Speisestärke, Zitronensaft und -abrieb ebenfalls unterrühren.

Die Mohnmasse auf den Teig geben und glattstreichen. Quarkcreme darüber verteilen. Kuchen ca. 45 Minuten backen. Am besten im ausgeschalteten Ofen abkühlen lassen.

Guten Appetit! 

Für das leckere Rezept hat die Zeit zum backen in unseren Redaktionsräumen leider nicht mehr gereicht, aber wir haben fürs Pfingstfest auch was ganz feines, worauf die Bärchen und ich uns schon sehr freuen

einen feinen, kleinen Erdbeerkuchen

da mußte selbstverständlich auch unser kleines Erdbeerelfchen wieder dabei sein:

Und unser Bruno, unser Hauptstadtbär, der hat natürlich wieder was aus dem Flair der Großstadt, nämlich einen Cocktail, tatsächlich einen Mohn-Cocktail:

https://www.sonnentor.com/de-at/rezepte-tipps/rezepte/poppy-s-mohn-cocktail

Liest sich doch richtig lecker, oder? Den werden wir bestimmt in diesem Sommer mal ausprobieren in unserem sommerlichen Außenrefugium, unserem Balkonien. Cheers! 🍹

Kleine Nostalgie, unsere Mäuse-Cocktails bei den legendären Feiern hier im Eulennest mit Mimi in heaven! Da hätten wir dann auch noch ein so schönes kleines Bild zum Thema Mohnblumen, das Mimi bestimmt sehr gefallen wird dort oben auf ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐! 

Und damit haben die Bären meines Redaktionsteams hier fertig! 😂

Und ich füg euch jetzt noch ein „richtiges“ Pfingstgedicht bei 

Pfingstbestellung

Ein Pfingstgedichtchen will heraus
ins Freie, ins Kühne.
So treibt es mich aus meinem Haus
ins Neue, ins Grüne.

Wenn sich der Himmel grau bezieht,
mich stört’s nicht im geringsten.
Wer meine weiße Hose sieht,
der merkt doch: Es ist Pfingsten.

Nun hab ich ein Gedicht gedrückt,
wie Hühner Eier legen,
und gehe festlich und geschmückt –
Pfingstochse meinetwegen –
dem Honorar entgegen.

(Joachim Ringelnatz, 1883 – 1934, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler)

Und so beschließen wir nun diese Sonntagsausgabe zu Pfingsten mit einer Galerie unserer Mohnblumenbilder

und wünschen euch allen ein frohes, gesegnetes Pfingstfest, hoffentlich mit Sonnenschein, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, kommt dann am Dienstag wieder gut in die neue und erste vollständige Juni-Woche, das wünscht euch von Herzen euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven 

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 3

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen

Punschlied

Vier Elemente,
innig gesellt,
bilden das Leben,
bauen die Welt.

🌍🌎🌏

Preßt der Zitrone
saftigen Stern,
herb ist des Lebens
innerster Kern.

🍋🍋🍋

Jetzt mit des Zuckers
linderndem Saft
zähmet die herbe
brennende Kraft,

🍯🍯🍯

gießet des Wassers
sprudelnden Schwall,
Wasser umfänget
ruhig das All.

Tropfen des Geistes
gießet hinein,
Leben dem Leben
gibt er allein.

Eh es verdüftet,
schöpfet es schnell,
nur wenn er glühet,
labet der Quell.

(Friedrich von Schiller, 1759 – 1805, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, alle guten Dinge sind drei, und das hoffen wir doch wieder sehr bei unserem 3. Adventskalendertürchen heute. 

Nach der gestrigen Besinnlichkeit soll es heute doch mal wieder bissel fröhlicher werden, da sorgt doch, so dachten wir uns bei unserer Redaktionssitzung zum heutigen Türchen, schon gleich das Gedicht für! Und das Gedicht wählten wir mit Bedacht, denn es ist kalt geworden in Deutschland, wörtlich und auch im übertragenen Sinne, aber das Thema kommt heute nicht aufs Tapet! Unser PC hat unten in der Leiste eine kleine Wetteranzeige mit Außentemperatur und das zeigt uns hier gerade 2 Grad minus an! Bibber, lach! 

Was tut bei frostigen Außentemperaturen am meisten gut? Ja, natürlich, zum Beispiel der oben besungene Punsch, oder andere weihnachtlich-alkoholische Getränke, Glühwein, aber auch Tee, Kaffee und Kakao. 

Feiner Tee, immer wieder ein Genuß!

Kaffee in allen Variationen

Kakao, mit Sahnehäubchen und lecker Weihnachtsgebäck, hach, die Sünden sind so vielfältig in der Advents- und Weihnachtszeit! 🤭😊

Und natürlich die alkoholischen Heißgetränke jedweder Art, in feinen Bechern passend zur Jahreszeit serviert! 

Mein Redaktionsteam hat eifrig gemeinsam beraten und überlegt, was wir euch aus den Redaktionsräumen zu diesem Thema bieten könnten, und hatte dann auch bald die zündende Idee: „Frau Chefredakteurin, du hast doch unzählige Gläser und Tassen und son Zeug, und das könnten wir doch unseren Lesern präsentieren….“ …..“und hattest du nicht auch noch viele neue Teesorten?“….“Mööönsch, und wir haben doch auch noch so einen Nußknacker, Frau Cheffin, weißte, der wie ein Kellner oder so aussieht?“ …..“Jaaaa, ich weiß, was du meinst, Ruddi, und dann hat die Frau Cheffin noch so ein tolles Rezeptbuch für so Süffelkram, kann ich wieder Zutaten einkaufen gehen….“ „Ja, knorke, Otto….“….“da muß ich aber noch schöne Tischwäsche für raus suchen“….“ok, mach, Luzia, und…..“ 

„Stoooooopp!!!“ Himmel, mein Team, alle redeten durcheinander mit voller Begeisterung, gemach, gemach, meine Lieben, wir können prima gleichzeitig singen aber nicht gleichzeitig reden, so, nun sortieren wir das Durcheinander erst einmal:

Ja, Gläser und Tassen u.ä. gibt es hier zuhauf, Hamish, und Teesorten sind auch reichlich vorhanden,Bruno! Der Nußknacker, den du meinst, Ruddi, das ist kein Kellner, das ist ein Köbes, das ist ein köllscher Kellner und somit was ganz besonderes! Stimmt, Otto, das Rezeptbuch gibt es und da kannst du deiner Stöberlaune wieder freien Lauf lassen! Genauso ist es, Luzia, da brauchen wir zum präsentieren natürlich auch schöne Tischwäsche. So, alle Klarheiten beseitigt? Dann ran an die jeweiligen Werke! Uff, hier schlagen die Wellen oft hoch bei unseren Redaktionssitzungen, lach, ich hab halt ein engagiertes Team! 

Und nun präsentieren wir, bzw. unser hier ortsansässiger Köbes, das, was bei der turbulenten Sitzung an Ergebnis rausgekommen ist: 

Das! Und bevor es en détail weiter geht, zeigt sich erstmal unser Köbes in seiner ganzen Pracht!

So ein Köbes ist ein vielbeschäftigter Mann. 

Wichtigstes Utensil ist natürlich seine Köbes-Schürze

schickes Teil, oder? So, nun wird euch präsentiert, was mein Team ausgesucht hat:

Schöne Weihnachtstassen, feine Duftkerzchen (gehören zu gemütlichen Kaffee-,Tee-, Kakao- und diverses-Stunden zwingend dazu!) und ein „Geist“, ein Sanddorn-Geist, Sanddorn ist gesund! 😂

weihnachtliches Teeglas mit Rührstiel!

Duftteelichter Duftrichtung Weihnachtsmarkt, herrlich! 

Und hinten nun zwei von unseren neuen Weihnachtsteesorten, Bremer Weihnachtstee, Weihnachtstee mit Zimt, es gibt noch einen Rotbuschtee Vanille und einen Tee Holunderblüte-Ingwer! 

Und das ist nun die Tischwäsche, die Luzia aus dem Wäscheschrank geholt hat, fanden wir alle richtig fein und passend, das ist ein Tischläufer! 

Und hier kommt das Rezeptbuch, das hatte ich euch auch wohl schon mal gezeigt, aber das ist so hübsch, ich hab mich damals so in den Einband verliebt, als ich es käuflich erwarb, da kann es ruhig nochmal dabei sein:

Da wären wir dann beim Thema Rezepte, worauf sich Otto so gefreut hatte. 

Finnischer Glögg

  • Rotwein oder schwarzer Johannisbeersaft, wenn es ohne Alkohol sein soll
  • die gleiche Menge an Wasser
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 1/2 TL gemahlener Ingwer
  • 1/2 TL gemahlene Nelken
  • 1/2 TL gemahlener Kardamom
  • 2 EL Mandelstifte
  • 2 EL Rosinen

Saft bzw. Rotwein und Wasser mit den Gewürzen erhitzen, Mandeln und Rosinen auf Gläser oder Becher verteilen und die heiße Mixtur darüber gießen. 

Pharisäer

  • 1 Tasse starker Kaffee
  • 2 TL Zucker
  • 2 – 4 cl brauner Rum
  • 2 EL geschlagene Sahne
  • gemahlener Zimt

Starken Kaffee aufbrühen und süßen. Rum in eine angewärmte Kaffeetasse (große!) füllen und den Kaffee aufgießen, eine Sahnehaube aufsetzen und diese mit Zimt bestäuben. 

Göttertrank

  • 500 ml Milch
  • 1/2 Zimtstange
  • 2 Gewürznelken
  • 75 g Bitterschokolade (Kochschokolade)
  • 2 Tropfen Mandelaroma

Milch mit Zimt und Nelken fast zum kochen bringen, 5 Minuten ziehen lassen. Die Bitterschokolade in kleine Stücke brechen und in der Milch schmelzen lassen, anschließend Zimt und Nelken herausnehmen und das Mandelaroma dazugeben. Die Schokoladenmilch mit dem Schneebesen schaumig schlagen, in vorgewärmte Gläser oder Tassen füllen und servieren. 

So, ich denke, nun können wir alle sagen, ob es stürmt oder schneit oder sonstige Wetterunbilden drohen, wir haben reichlich Potenzial zum drinnen gemütlich machen! Und so soll das doch sein in der Adventszeit, oder? Mein Team nickt jedenfalls eifrig!  

 

 

Nun hoffen wir alle, es hat euch wieder gefallen, das 3. Türchen, und wünschen euch einen schönen Freitag, das Wochenende ist in Sicht und damit schon der zweite Advent! 😯, laßt uns die Tage genießen, sie sind immer so schnell wieder vorbei! Paßt gut auf euch alle auf, bleibt oder werdet gesund, verliert nicht den Humor und die gute Laune, auch wenn es manchmal schwer fällt, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – „Tragt in die Welt nun ein Licht…..“

 

Advent

Offenb. 3, 20.

Siehe, ich stehe vor der Tür und
klopfe an.

Ich klopfe an zum heiligen Advent
und stehe vor der Tür!
O selig, wer des Hirten Stimme kennt,
und eilt und öffnet mir.
Ich werde Nachtmahl mit ihm halten,
ihm Gnade spenden, Licht entfalten,
der ganze Himmel wird ihm aufgetan,
ich klopfe an.

Ich klopfe an, da draußen ists so kalt
in dieser Winterszeit;
vom Frost erstarrt schläft ringsum Feld und Wald,
die Welt ist eingeschneit,
auch Menschenherzen sind gefroren,
ich stehe vor verschlossnen Toren,
wo ist ein Herz, den Heiland zu empfahn?
Ich klopfe an.

Ich klopfe an, sähst du mir nur einmal
ins treue Angesicht,
den Dornenkranz, der Nägel blutig Mahl, —
o du verwürfst mich nicht!
Ich trug um dich so heiß Verlangen,
ich bin so lang dich suchen gangen,
vom Kreuze her komm ich die blut’ge Bahn:
ich klopfe an.

Ich klopfe an, der Abend ist so traut,
so stille nah und fern,
die Erde schläft, vom klaren Himmel schaut
der lichte Abendstern;
in solchen heilgen Dämmerstunden
hat manches Herz mich schon gefunden;
o denk, wie Nikodemus einst getan:
ich klopfe an!

Ich klopfe an und bringe nichts als Heil
und Segen für und für,
Zachäus ‘ Glück, Marias gutes Teil
beschert‘ ich gern auch dir,
wie ich den Jüngern einst beschieden
in finstrer Nacht den süßen Frieden,
so möcht‘ ich dir mit holdem Gruße nahn;
ich klopfe an.

Ich klopfe an, bist, Seele du, zu Haus,
wenn dein Geliebter pocht?
Blüht mir im Krug ein frischer Blumenstrauß,
brennt deines Glaubens Docht?
Weißt du, wie man den Freund bewirtet?
Bist du geschürzet und gegürtet?
Bist du bereit mich bräutlich zu empfah’n?
Ich klopfe an.

Ich klopfe an, klopft dir dein Herze mit
bei meiner Stimme Ton?
Schreckt dich der treusten Mutterliebe Tritt
wie fernen Donners Drohn?
O hör‘ auf deines Herzens Pochen,
in deiner Brust hat Gott gesprochen:
wach‘ auf, der Morgen graut, bald kräht der Hahn,
ich klopfe an.

Ich klopfe an; sprich nicht: es ist der Wind,
er rauscht im dürren Laub; —
dein Heiland ists, dein Herr, dein Gott, mein Kind,
o stelle dich nicht taub;
jetzt komm‘ ich noch im sanften Sausen,
doch bald vielleicht im Sturmesbrausen,
o glaub‘, es ist kein eitler Kinderwahn:
ich klopfe an.

Ich klopfe an, jetzt bin ich noch dein Gast
und steh vor deiner Tür,
einst, Seele, wenn du hier kein Haus mehr hast,
dann klopfest du bei mir;
wer hier getan nach meinem Worte,
dem öffn‘ ich dort die Friedenspforte,
wer mich verstieß, dem wird nicht aufgetan;
ich klopfe an.

 

(Karl von Gerok , 1815 – 1890, deutscher evangelischer Theologe und Kirchenliederdichter)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, unschwer zu erkennen, worum es in unserer freitäglichen Redaktionssitzung ging für unsere Sonntagsausgabe, nicht wahr, natürlich um den 1. Adventssonntag, den euer Redaktionsteam hier mit dem ersten schönen Bild der Weihnachtssaison 2021 begrüßt! Einzig das Thema für den heurigen Adventssonntag mußten wir noch besprechen, und angesichts der Tatsache, daß die Welt um uns rum und auch oftmals die Welt in uns drin derzeit wieder dunkel und finster ist, was im übrigen nicht (nur) am Wetter liegt, waren wir uns bei Titel und Thema schnell einig: Licht, lichtere Tage, für uns und die Welt, und was eignet sich dafür in den letztlich auch kalendarisch dunklen Zeiten am besten? Kerzen! 

Sie spenden Licht, sie spenden Wärme, sie lassen die Menschen zusammenrücken um ihren hellen Schein, sie öffnen die Herzen und wenn sie duften auch die Sinne. Und geben Geborgenheit. 

Eine Kerze ist ein Leuchtmittel aus WachsStearinParaffinTalg oder Walrat mit einem Docht in der Mitte, das mit offener Flamme brennend Licht und Wärme gibt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Kerze

Ich glaub, Kerzen verfehlen ihre Wirkung auf keinen, sie leuchten geheimnisvoll, das „gezähmte“ Feuer hat seine ganz eigene Faszination. Ihre Geschichte ist gut 5.000 Jahre alt. In früheren Zeiten waren sie das einzige Beleuchtungsmittel. Im vorderen Orient wurden sie wohl entwickelt, über das Mittelalter, in dem sie in Kirchen eine große Rolle spielten und deshalb zu einem wichtigen Handelsgut wurden, weil in Kirchen nur Kerzen aus Bienenwachs verwendet werden durften, diese waren teuer und daher nur dem Adel und der Kirche erschwinglich, für den einfachen Haushalt gab es nur Kienspäne oder die sogenannten „Unschlittkerzen“, aus Talg gemacht, fanden sie im 19. Jahrhundert nach Entdeckung von Stearin und Paraffin den Weg bis in unsere Tage. 

Heute gibt es eine reiche Auswahl an Kerzen in allen Farben und Formen, mit und ohne Duft. Kerzen spielen auch eine Rolle zu festlichen Anlässen, zum Beispiel bei der Taufe, Kommunion, Konfirmation und Firmung, als Osterkerze, Kerzen am Adventskranz und im Weihnachtsbaum, oder auf Friedhöfen als Grablichter. 

Der November hatte in diesem Jahr viele trübe und graue Tage bereit, so nebelte es auch in der Grafschaft wieder vor einigen Tagen

Burg Lirich vollständig verschwunden!

Aber ein Baum leuchtet hier oben noch immer richtig golden in unser Eulennest

er verliert immer als letzter seine schönen Goldtaler-Blätter, ist aber auch im Frühling der späteste, der wieder frisches Grün treibt. 

Und unser Birkenpferd Hoppriel hat unter sich auch noch goldene Birkenblätter. 

Nun nimmt der November so langsam wieder seinen Abschied und die leuchtenden Adventstage stehen bevor, ein wahrer Lichtblick, wenn wir hier oben am Wohnzimmerfenster unserer Redaktionsräume gucken und die schönen Lichter alle wieder bestaunen können. 

Zaghaft erst, 

aber alsbald in voller Pracht in fast allen Fenstern

Frau Chefredakteurin hat dabei wieder den Zoom der neuen Kamera ausprobiert und ist schon mal zufrieden mit dem Ergebnis, daß so ein bissel „nebenher“ erledigt wurde, heißt, da läßt sich noch einiges verbessern. Learning by doing! 

Lichtblicke, das sind auch schöne Dinge, die man macht, so zum Beispiel kochen, und da schulde ich euch noch einen Lichtblick, nämlich die Fotos von unserem Thailändischen Chicken-Curry mit Kokosmilch nach Grafschafter Art, voilà: