Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 12

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Leanabh an àigh

Leanabh an àigh, an Leanabh bh‘ aig Màiri
Rugadh san stàball, Rìgh nan Dùl;
Thàinig do ’n fhàsach, dh’fhuling ’n ar n-àite
Son‘ iad an àireamh bhitheas dhà dlùth!

Ged a bhios leanabain aig rìghrean na talmhainn
An greadhnachas garbh is anabarr mùirn,
‚S geàrr gus am falbh iad, ’s fàsaidh iad anfhann,
An àilleachd ’san dealbh a‘ searg ’san ùir.

Cha b’ionann ’s an t-Uan thàinig gur fuasgladh
Iriosal, stuama ghluais e’n tùs;
E naomh gun truailleachd, Cruithfhear an t-sluaigh,
Dh’éirich e suas le buaidh o ùir.

Leanabh an àigh, mar dh’aithris na fàidhean;
‚S na h-àinglean àrd‘, b’e miann an sùl;
‚S E ’s airidh air gràdh ’s air urram thoirt dhà
Sona an àireamh bhitheas dhà dlùth.

(Mary M. Macdonald)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, die Frau Chefredakteurin meinte, wenn ihr das Gedicht seht, dann habt ihr wieder die hier so berühmten Fragezeichen in den Augen, lach, weil niemand von euch auch nur ein Wort versteht, aber ich glaub, spätestens, als ihr mich gesehen habt, war euch schon klar, wo der Eintrag hingeht, oder?

Genau, richtig geraten, das ist ein schottisch-gälisches Gedicht, und nun ist auch klar, was das für ein Türchen wird hier heute zum Bergfest: Ich berichte euch von Weihnachten in Schottland!

Von dem obigen Gedicht gibt es lediglich eine Übersetzung ins englische

Child in the manger, infant of Mary,
Outcast and Stranger, Lord of us all,
Child Who inherits all our transgressions,
All our demerits upon Him fall.

Once the most holy Child of salvation
Gently and lowly lived here below.
Now as our glorious mighty Redeemer,
See Him victorious over each foe.

Prophets foretold Him, Infant of wonder;
Angels behold Him on His throne.
Worthy our Savior of all our praises;
Happy forever are His own.

(Mary MacDonald ,1789-1872, übersetzt ins englische von Lachlan Macbean, 1853-1931,)

Unsere Frau Chefredakteurin hat den englischen Text mal durch den Google-Übersetzer „gejagt“, und das stelle ich euch hier nun auch noch ein, dann wissen doch alle wenigstens über den Inhalt Bescheid:

Kind in der Krippe, Kind von Maria,
Ausgestoßener und Fremder, Herr von uns allen,
Kind, das alle unsere Übertretungen erbt,
alle unsere Fehler auf Ihn fallen.

Einst das heiligste Kind der Erlösung
sanft und bescheiden lebte hier unten.
Jetzt, als unser herrlicher, mächtiger Erlöser,
sehen sie Ihn als Sieger über jeden Feind.

Propheten sagten ihn voraus, Kind des Wunders;
Engel sehen ihn auf seinem Thron.
Unser Retter, aller unserer Lobpreisungen würdig;
für immer glücklich sind seine eigenen.

Ich hab mich sehr gefreut, daß wir dieses Gedicht gefunden haben, ich kenn es aus meiner Heimat in Schottland, und es ist nicht nur ein Gedicht, es ist auch ein Lied, das Gedicht ist vertont worden,

die Melodie wird euch bekannt vorgekommen sein, nicht wahr? Genau, „Morning has broken“, „die Melodie hieß ursprünglich Bunessan (nach dem gleichnamigen Ort (gäl. Bun Easain) im Südwesten der Insel Mull), damals bekannt mit dem Text des gälischen Weihnachtsliedes Leanabh an àigh („Kind der Freude“), das von Mary MacDonald (1789–1872) geschrieben wurde. (Quelle: Wikipedia)

So, ihr lieben Leser alle, nun berichte ich euch mal von Weihnachten in Schottland:

Wir Schotten verstehen es, Feste zu feiern, gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit, und so beginnen die Feierlichkeiten am  Nationalfeiertag zu Ehren des Schutzheiligen Sankt Andreas am 30. November und gehen über Weihnachten bis zum weltberühmten schottischen Silvesterfest “Hogmanay”.

Das eigentliche Weihnachtsfest war in Schottland über 425 Jahre verboten, denn seit dem Jahre 1583 galt das Weihnachtsfest in Schottland im Auge der Kirche als abtrünnig und somit war der 25. Dezember durchweg ein Arbeitstag. Die Messen durften erst nach Feierabend besucht werden, und wer es wagte, bunt zu schmücken, den erwarteten Bußen.

Tatsächlich ist der 25. Dezember erst seit 1958 ein offizieller Feiertag in Schottland und auch der 26. Dezember gilt gerade einmal seit 1974 ebenfalls als Feiertag.

Aus diesem Grund gibt es nun natürlich nicht so viele alte Bräuche zum Weihnachtsfest in Schottland, es sind dann eben zahlreiche Bräuche aus anderen Ländern übernommen worden.

Und wie in vielen anderen Ländern auch: Essen und trinken am „Yule Tide“ (gälisch: Weihnachtsfest) ist natürlich ganz besonders wichtig, und da herrschen ja meist auch lang überlieferte Traditionen. Lecker essen vor dem heimischen Kamin, hach, ihr Lieben, da gerate ich ins schwärmen, ich liebe (natürlich!!!) die schottische Küche!

Sieht das nicht herrlich gemütlich aus? Nehmt Platz, ich verschwinde mal kurz in der Küche und guck, wie weit das Weihnachtsmenü ist!

Am Weihnachtsabend gehört zum Hauptgang der Truthahn mit Kartoffeln und Gemüse. Christmas Pudding oder Mince Pie (ein traditionelles englisches Weihnachtsgebäck) sind typische Nachspeisen. Und was natürlich unter keinen Umständen beim Festmenü fehlen darf, ist das Shortbread , ein Mürbteiggebäck und soooo lecker!

Und wißt ihr, was richtig fein und für uns Schotten auch ganz wichtig ist zu Weihnachten? Die Dekorationen! Da bin ich hier bei meiner Frau Chefredakteurin und meinen Mitarbeitern richtig prima gelandet, denn die lieben Deko zur Advents- und Weihnachtszeit ja auch so sehr! Fühl ich mich gleich wie zu Hause! Da gibt es nämlich dann bunte Papiergirlanden, und Gestecke aus Stechpalmen und Immergrün, damit werden die Räume geschmückt.

Fenster und Türen sind genau wie hier bei euch auch bei uns in Schottland mit bunten Lichtern geschmückt, hier gegenüber von unseren Redaktionsräumen sieht das ja auch alles so schön aus, ich sag ja, ich fühl mich richtig heimisch!

 

 

 

Die Weihnachtsbäume werden bei mir zu Hause meist recht bunt dekoriert, oder ganz klassisch mit Stroh- und Papiersternen.

Und so, wie wir Bärenjungs hier zum Nikolaus unbedingt unsere Strümpfe an den Kamin hängen wollten, so ist das auch in Schottland, da gehören lange, dekorierte Strümpfe auf jeden Fall zu Weihnachten.

Die werden dann zur Bescherung mit Leckereien und kleinen Geschenken gefüllt. Die schottische Bescherung findet übrigens am Morgen des 25. Dezembers statt.

Eine weitere Tradition ist es, das Kaminfeuer am 1. Weihnachtstag nicht erlöschen zu lassen. Dem Mythos nach könnten sich sonst böse Elfen Ihren Weg durch den Kamin bahnen. Mancherorts finden sogar große Lagerfeuer statt.

Natürlich gibt es in meiner Heimat auch Weihnachtsmärkte

zum Beispiel in meiner Heimatstadt Edinburgh

Da habt ihr was zu gucken, hihihihi!

Nun hab ich noch ein bissel schottische Weihnachtsmusik für euch

und damit schließe ich nun den Eintrag von der Weihnachtszeit in meiner schottischen Heimat. Ich hoffe, ich bin meinem Ruf als Außenreporter gerecht geworden und ihr habt alle euren Spaß gehabt!

„Nollaig Chridheil“ oder auf deutsch „Frohe Weihnachten“ heißt es in Schottland, genießt die restliche Adventszeit, deren Hälfte ja heute bereits um ist. Bleibt oder werdet alle gesund, habt einen schönen Tag, unsere Frau Chefredakteurin hat heute morgen wieder die zweite Frühschicht in dieser Adventszeit!

Habts fein wünscht euch euer Außenreporter Hamish mit dem gesamten Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Weiter geht’s mit der Sight-SEEing-Tour!

Auf dem Lago Maggiore

Träumend schwanken die Kronen
der Cypressen auf der Höh’,
goldschimmernde Citronen
glühn aus dem Laub am See.

Vom Berg und aus den Klüften
quillt leiser Glockenklang,
wie wenn hoch in den Lüften
verhallt der Schwäne Sang.

Und wenn die Töne der Glocken
hinsäuseln über die Flut,
dann hebt von den schwarzen Locken
der Steuermann den Hut:

Es murmeln seine Lippen
halblaut eine Ave-Marie,
er kreuzt vor den schroffen Klippen
die Brust, und beugt das Knie.

Am Riff auf zack’gem Steine
steht der Madonna Bild,
umzirkelt von goldnem Scheine,
und segnet den Schiffer mild.

Von ihrer Stirne glänzet
die Krone von Flitter und Schmelz,
und ihren Fuß umkränzet
mit Epheu der starre Fels.

Im Spiegel des Seees zittern
die zum Segen erhobene Hand,
der Krone Silberflittern,
die braune Felsenwand.

Mein Herz bebt wie in der Welle
das Bild der Königin – –
über Italiens Schwelle
gleitet die Barke hin.

( Franz Bernard Heinrich Wilhelm Freiherr von Gaudy)

Unschwer am Gedicht zu erkennen, an welchem See wir nun unsere Urlaubserinnerungstour fortsetzen: Am Lago Maggiore!

Der Lago Maggioreitalienisch auch Verbano (von lateinisch Lacus Verbanus), lombardisch Lagh Maggior, deutsch Langensee, ist ein in den italienischen Regionen Piemont und Lombardei sowie im Schweizer Kanton Tessin gelegener, von dem gleichnamigen Hauptzu- und -abfluss Tessin durchflossener oberitalienischer See.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Lago_Maggiore

Ja, liebe geneigte Leserschaft, da befinden wir uns jetzt in den Urlaubserinnerungen, an denen schon mein Sohn teilhaben konnte, wir waren zweimal am Lago Maggiore, 1994 und 1995. Beide Male mit unserem eigenen Wohnmobil, 1994 wir drei und 1995 mit meiner Freundin, die mir hier gegenüber wohnt, ja, genau, die mit Kater Devil, und ihrem Mann sowie ihren beiden Kindern, zwei Söhne, von denen der älteste Björns Freund seit Kindergartentagen war, und noch einem Freund des jüngsten Sohnes, insgesamt also 4 Erwachsene und 4 Kindern! Und ein Hund, der unseren Freunden gehörte, ein kleiner schwarzer Mischling namens Buffy!

Beginnen wir mit der Fahrt 1994, die erste große Reise mit unserem Wohnmobil, auf dem Weg nach Süden, mit Ziel Lago Maggiore, dieses Mal durch den Gotthardtunnel. Mehr als 15 km durch einen Tunnel, allein das ist schon Abenteuer, denn irgendwie ist das bei aller funktionierenden Technik doch ein bissel ein beklemmendes Gefühl. Die Temperatur steigt auch im Laufe der Durchfahrt draußen, was am Autothermometer sichtbar wurde, und nach einigen Kilometern wurde es merkbar ruhig im Wohnmobil. Nur einem schien das nichts auszumachen, unserem Fahrten-Elch Erik

einem Stofftier von Björn, den er für die Fahrten mit unserem Wohmobil zum Reisebegleiter auserkoren hatte, er hütete immer treulich das Armaturenbrett, so auch bei dieser Fahrt. Allerdings stellte sich später heraus, daß es sich da wohl doch eher um ein weibliches Exemplar der Rasse Stofftierelche handelte, weil „Erik“ sich irgendwann hier eine Familie zulegte, zuerst seinen/ihren Gefährten Torben

und wie das so ist in Beziehungen, später kam dann Söhnchen Bo dazu

die Familie war komplett!

So wurde aus Erik Erika, hihihihi! Kleine Galerie von unserem damaligen Fahrten-Elch, der/die jetzt mit seiner Familie mein Schlafzimmer bewohnt.

Zurück zur Fahrt zum Lago Maggiore: Einen Campingplatz hatten wir von einem Arbeitskollegen von Björns Papa empfohlen bekommen, der dort auch sein Wohnmobil stehen hatte. Das war ein wunderbarer Platz direkt am See, ich hab auch ihn im Internetz wiedergefunden

http://www.riviera-valleromantica.com/campingplatz-riviera.html

Guckt bei dem Link mal das letzte Bild, das war der Strand vom Lago, der zu diesem Campingplatz gehörte, ist das nicht einfach herrlich???

Wir hatten einen entzückenden kleinen Stellplatz für unser Wohnmobil, in der Nähe einer ebenso entzückenden kleinen Pizzeria, wo uns der Wirt im Laufe unseres Urlaubs ein bissel italienisch beibrachte, hihihi! Ein Laden gehörte ebenfalls zum Campingplatz, da hab ich mich bei der Abfahrt für zu Hause eingedeckt mit echtem Parmesankäse am Stück und vielen Gläsern mit herrlich schmeckender eingelegter Antipasti, Auberginen, Zucchini u.a.! Für den Parmesan-Käse am Stück ging noch ein Mitbringsel mit nach Hause, eine Parmesan-Reibe, die ich in einem früheren Eintrag zu und mit Nudeln schon mal gezeigt habe

Wo genau wir da am Lago Maggiore waren? Ach, hab ich das noch gar nicht geschrieben, huch, hier waren wir, in Cannobio:

Ein wunderschönes Städtchen, das wir so oft durchstreift haben, da konnte man sich so richtig wohlfühlen. Es gab auch einmal in der Woche einen abendlichen Trödelmarkt, da konnte man sich gar nicht satt sehen, so viele Herrlichkeiten wurden da ausgebreitet, am liebsten hätte man alles gekauft, lach! Da haben wir auch zwei so schöne Mitbringsel für zu Hause erstanden, zwei Bilder, die ich hier schon für die Eingangsgirlande und im Gedicht gezeigt habe, dieses hier für uns

ein Bild von der Isola Bella, und dieses haben wir dazumalen meinen Eltern mitgebracht

 

ein Bild von Cannobio. Heute hab ich beide wieder bei mir, weil ich das Bild von meinen Eltern zurück geerbt habe. Der Lago ist ja oft besungen worden, und da wir die Isola Bella schon erwähnt haben durch das obige Bildchen

https://de.wikipedia.org/wiki/Isola_Bella_(Lago_Maggiore)

gibt es jetzt hier die erste Musik, eine Lied von Isola Bella.

http://ingeb.org/Lieder/schaurig.html

Aber im Lago gibt es nicht nur die Isola Bella, zu den Borromäischen Inseln zählen außer ihr noch die Isola Madre, die Isola dei Pescatori, die Isolino San Giovanni und die Scoglio della Malghera.

https://de.wikipedia.org/wiki/Borrom%C3%A4ische_Inseln

Für uns spielte aber noch eine andere Insel eine ganz große Rolle in diesem Urlaub, nämlich die sogenannte „Piraten-Insel“, alleine der Name, genannt vom Arbeitskollegen von Björns Papa, elektrisierte Björn, ob man da hinkommen kann? Ja, klar, besagter Arbeitskollege hatte ein Schlauchboot mit Außenbordmotor, also machten wir uns an einem Tag auf die Seefahrt zur Piraten-Insel.

http://de.lagomaggiore.net/33/castelli-di-cannero.htm

Dazumalen konnte man dort mit dem Boot noch anlanden und die Inseln besichtigen, wie im obigen Link erwähnt, ist das heute aus Sicherheitsgründen wohl nicht mehr möglich.

Ansichtskarte!

Das sieht doch richtig abenteuerlich und geheimnisvoll aus, oder, ganz viel Platz für viel Phantasie!

Da, wo ihr links am Inselzipfelchen das Boot sehen könnt, da sind wir damals auch angelandet, um auf die Insel zu gelangen, das Wasser war so herrlich glasklar, also vom Boot aus ins Wasser, um ans Ufer zu waten, ich war der festen Überzeugung, daß ich dort bereits stehen könnte im Wasser, aber glasklares Wasser täuscht, was die Tiefe anbelangt, also mit Schwung ausgestiegen ins Wasser……und blubb, blubb, weg war ich und das Wasser schloß sich über mir zusammen, nix mit stehen, lach, da mußte man doch noch bissel schwimmen, bis man ans Ufer gelangte, Björn lacht heute noch herzlich über die Geschichte und mein verblüfftes Gesicht beim wieder auftauchen, hihihihihi!

Gegenüber lag die andere Insel

dort hin konnte man schwimmen, was wir auch taten, wie gesagt, damals konnte man das noch besichtigen.

Die kleine Bucht, wo man an Land kam. Von der Seefahrt und den Inseln schwärmt Björn heute noch, das war aber auch wirklich ein ganz besonderes Urlaubserlebnis.

Ja, das war dann der Urlaub von uns dreien 1994!

1995 haben wir uns dann, wie schon geschrieben, mit meiner Freundin und deren Familie wieder auf den Weg zum Lago Maggiore gemacht, dieses Mal wollten wir aber noch einen Abstecher zur italienischen Riviera machen, um auch das Meer zu sehen, meine Freundin mit Familie hatten sich ein großes Wohnmobil gemietet, wir fuhren wieder mit unserem kleinen vertrauten samt Erik, lach! Wenn man es nicht gewöhnt ist, mit einem Wohnmobil zu fahren, dann können sich da fahrerische Herausforderungen stellen, mit denen man so gar nicht rechnet, weil die Maße eines solchen Wohnmobils so ganz anders sind als die eines PKW, hihihi, und so ist es auch dem Mann meiner Freundin passiert, beim durchfahren einer Stadt bereits in Italien hat er die Maße unterschätzt und mit dem Oberbau des Wohnmobils an einem Laden die Markise touchiert, zum Glück ist nicht viel passiert und die Italiener sind da ja auch oft nicht so pingelig, alles ist gut ausgegangen. Aber ich sag ja, wir können nicht ohne Abenteuer, das nächste betraf dann uns und unser Wohnmobil, aber davon noch später.

Als Ort an der italienischen Riviera hatten wir uns Finale Ligure ausgesucht, dieses Ziel haben wir dann irgendwann am frühen Abend erreicht und machten uns auf die Suche nach einem Campingplatz. Das war leichter gesagt als getan, in der Hochsaison ist immer alles gut belegt, zum Schluß haben wir die Suche nach einem meernahen Campingplatz dann erst einmal aufgegeben, es dämmerte ja schon, und so folgten wir einem Hinweisschild, das uns auf eine abenteuerliche Fahrt in die Berge schickte, mit zwei Wohnmobilen auch nicht ganz so leicht, aber wir haben es geschafft und einen sooooo herrlichen Campingplatz gefunden für diese erste Nacht, direkt im Wald, wir waren alle so begeistert! Und ihr werdet es nicht glauben, ich hatte bei meinen gesammelten Urlaubserinnerungen doch tatsächlich noch Unterlagen von diesem Campingplatz

das war ein Leitfaden für die Benutzung des Platzes.

La Foresta, das war der Campingplatz im Wald, wildromantisch und wunderschön, und wenn wir nicht ans Meer gewollt hätten, wären wir bestimmt ein paar Tage geblieben. So haben wir hier nur eine Nacht verbracht, aber die war richtig klasse und ein guter Urlaubsbeginn.

Am anderen Morgen sind wir dann wieder aufgebrochen, Campingplatz am Meer suchen, und hier beginnt nun unser Abenteuer, die Strecke aus dem Berg- und Waldcampingplatz wieder runter in die Stadt war kurvenreich und eng, ja, und irgendwann kam uns mit grenzwertiger Geschwindigkeit eine einheimische Autofahrerin so schwungvoll entgegen, daß wir eine Vollbremsung mit dem Wohnmobil machen mußten, neben uns der Abgrund, und unser Wohnmobil brach aus und hing mit dem hinteren Rad über dem Abgrund!!! In welchen Worten und Gesten und in welcher Lautstärke ich nach diesem Vorfall diese besagte „Dame“ belegt habe, da schweigt des Sängers Höflichkeit, das kann man hier nicht wiedergeben, ich hatte einen richtigen kleinen Schock, schließlich hatten wir mein Kind hinten im Auto, da brach voll das Muttertier durch. Zum Glück hatten wir Vorderradantrieb und haben mit Mühe und Not den Wagen wieder in die Spur bekommen. Herzkasper!!!

Einen Campingplatz, zwar nicht in unmittelbarer Nähe zum Meer, aber fußläufig doch gut zu erreichen, haben wir dann in Finale Ligure gefunden, und anhand meiner noch vorhandenen Unterlagen

hab ich ihn dann auch im Netz wiedergefunden.

https://www.eurocampingcalvisio.it/de/

War sehr schön dort, aber in der Zeit war es in Italien so heiß wie hier und mehr bei unserer letzten Hitzewelle, da zog sich sogar der kurze Weg zum Meer, und wir haben einen Tag gehabt, da lag das Mittelmeer, das sonst ja doch einiges an Brandung hat, flach wie ein Brett, fast gänzlich ohne Wellenbewegung, hab ich noch nie so erlebt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Finale_Ligure

Mal bissel Info über Finale Ligure!

Bei einem Spaziergang haben wir dann irgendwann eine sagenhaft gute Pizzeria entdeckt, der Besitzer war ein ehemaliger Schiffskoch, der schon alle sieben Meere befahren hatte, in den Räumen der Pizzeria wuchs ein ganz alter, total verzweigter Glyzinienbaum, also das Haus war quasi um den Baum herum gebaut, das war so sagenhaft schön und sein Besitzer so stolz, den hat er uns gleich am ersten Tag gezeigt. Seine Pizzen waren legendär lecker, und er war auch ein Hundeflüsterer, Buffy, der kleine Hund von unseren Freunden, war ein bissel unerzogen und konnte schon mal zickig werden, das war dem Besitzer aufgefallen und er meinte, ob er mal was mit ihm trainieren dürfe, der Mann meiner Freundin war erst sehr besorgt, schließlich war der Mann ja ein Fremder für den Hund, aber er hat es tatsächlich geschafft, mit ganz leisen Worten und ganz ruhigen Bewegungen, daß Buffy ihm ein Stück Wurst ganz vorsichtig aus dem Mund genommen hat, Hund, Herrchen, Hundeflüsterer und wir alle waren ganz begeistert! Es sind manchmal so schöne Begegnungen mit Menschen auf Urlaubsreisen, die man nie vergißt, man ist sich kurz begegnet und die Erinnerung dauert ein Leben lang, das finde ich so schön! Denkmal im Herzen!

Mein sagenhafter Fundus beinhaltete sogar noch eine Rechnung der Pizzeria:

Meine Erinnerungsstücke!

 

Von Finale Ligure aus sind wir dann nach ein paar Tagen weiter gefahren zum Lago Maggiore, wieder auf den Campingplatz, den ich euch aus der ersten Fahrt schon vorgestellt hatte, auch unsere Freunde waren ganz begeistert davon. Hier haben wir dann noch herrliche Urlaubstage am See erlebt, Hund und Kinder waren glücklich, und damit wir natürlich auch, wir haben dort auch noch den 15. Geburtstag von Björns Freund gefeiert, es war einfach nur rundum schön!

Und damit endet nun mein Urlaubsbericht vom Lago Maggiore, das ganze Redaktionsteam hofft, daß er euch gefallen hat.

Zum krönenden Abschluß gibt es noch Musik, denn wie ich ja schon erwähnt habe, der Lago Maggiore ist viel besungen, ich hoffe, meine Auswahl macht euch Freude:

Wir wünschen euch allen einen zauberhaften Sonntag!

Euer Redaktionsteam Monika und Mimi und Volontär Ruddi

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Die Redaktion macht Urlaub…..?!

Reisegeldgedicht

Es gibt der Worte nicht genug,
um Heim und Heimat laut zu preisen.
Um zehn Uhr vierzig geht mein Zug.
Adieu! Adieu! Ich muss verreisen.

Mein Reisekoffer, frisch entstaubt,
folgt seiner Sehnsucht in die Weite
und hat mir freundschaftlich erlaubt,
daß ich ihn unterwegs begleite.

Und Sehnsucht, Kohle und Benzin
soll uns recht fern durch Fremdes treiben,
damit wir denen, die wir fliehn,
recht frohe Ansichtskarten schreiben.

Auf Wiedersehn! Ich reise fort.
Mein Reisegeld sucht andres, andre.
Bis ich erkenne: Hier ist dort
und neu vergnügt nach Hause wandre.

(Joachim Ringelnatz)

Ich seh sie wieder, die Fragezeichen in euren Augen, ihr lieben Leser!

Die Redaktion macht Urlaub…..?! Urlaubsberichte!

Wir haben in der letzten Redaktionssitzung mal wieder hingebungsvoll in unserem Archiv gekramt und festgestellt, daß wir ja schon mal Urlaubsberichte hier in loser Folge eingestellt haben, aus Tossa de Mar in Spanien, aus Rovinj im ehemaligen Jugoslawien, aus Urlauben am Meer, da haben wir einstimmig beschlossen, wir setzen die Serie mal fort! Es ist ja Ferienzeit, da paßt das doch prima! Na, dann Koffer gepackt? Dann kann es ja losgehen!

Ihr erinnert euch alle noch an das Bild vom letzten Eintrag, mit dem ich einen Cliffhanger zu diesem gemacht habe?

Habt ihr euch überlegt, wo das wohl sein könnte? Und hatte jemand von euch auch eine Idee? Noch bissel weiter raten? Es ist ein See, ein großer See, im Süden, genauer in Italien! Und??? Dämmert’s? Genug gezappelt, ich lös das Rätsel mal auf:

Lago di Garda, der Gardasee!

Der Gardasee (italienisch Lago di Garda oder Bènaco), einer der oberitalienischen Seen, ist der größte See Italiens. Sein antiker Name lautete von etwa 200 v. Chr. bis 800 n. Chr. Lacus benacus. Der Name soll von einer alten Gottheit namens Benacus abstammen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Gardasee

Es ist mir tatsächlich das genaue Jahr dieses Urlaubs nicht mehr bekannt, wahrscheinlich im Zeitraum von 1976 – 1979, also in der Zeit als Ehepaar noch ohne Kind. 14 Tage herrlicher Urlaub an einem sooooo wunderschönen See, da wir aber länger als die 14 Tage Urlaub hatten, sind wir mit dem Auto gemütlich runter „gebummelt“, wir wollten noch einiges am „Wegesrand“ sehen und mitnehmen.

Also Auto gepackt

und ab ging die Fahrt. Unser erstes Ziel auf der Strecke war Wasserburg am Inn. Warum gerade dort, das hat eine Geschichte, meine Mutter schwärmte immer sehr von der Schauspielerin Maria Schell, und die wohnte ja lange in Wasserburg am Inn, und da wollte ich das selber mal sehen und Mama dann erzählen können, lach! Kurz vor dem Ziel an einem Rastplatz mal eben mit Mama telefonieren und Bescheid geben, daß wir gleich da wären!

Der Ehemann wartete derweil geduldig

wir machten dann auch noch bissel Rast vor der Weiterfahrt.

Wasserburg am Inn!

Ich war begeistert!

Hier haben wir auch einmal übernachtet, in diesem Hotel, grandios!

Nächster Halt: Bad Reichenhall!

Auch das Auto mußte mal verschnaufen, hihihihi,

und wir brauchten eine Erfrischung!

Angekommen, Bad Reichenhall

St. Pankraz, katholische Wallfahrtskirche

Die Originalbilder, die ich wieder abfotografiert habe, haben mitunter ein quadratisches Format, das ließ sich schwer mit der Kamera gut einstellen, deshalb sind manche Fotos halt „im Original“, also nicht rangezoomt! So wie dies obige hier.

Gegend:

Auch in Bad Reichenhall haben wir übernachtet, in einer süßen kleinen Pension mit Familienanschluß, das war so gemütlich, da waren wir auch 2 Tage. Von dort aus sind wir nach Berchtesgaden weitergefahren. Und hatten Pech mit dem Wetter: Regen!

Dann kam eine nächste Station, die ein ganz glühender Wunsch von mir war: Salzburg!

Einmal, weil Salzburg eng mit Mozart verbunden ist und ich Mozart einfach göttlich finde. Und zum zweiten, und für mich am wichtigsten, weil es eine ganz alte Kinderliebe von mir war, mal Salzburg zu sehen, und zwar deshalb:

Ihr erinnert euch vielleicht an meine Buchvorstellungen aus dem reichen Fundus meiner Bücher, und dieses Buch hatte mir mal meine Mama geschenkt, weil „ich“ da drin vorkomme, eine Monika, hihihi, und das ganze spielt in Salzburg, die Geburtsstadt von der Protagonistin Monika, die sie innig liebt. Anhand der Stadtbeschreibungen hatte ich mir als Kind schon ein Bild von Salzburg im Kopf gemacht, also mußte ich das doch unbedingt live sehen. Und ich hab wirklich einiges anhand des Buches „wiedererkannt“, das war so wonnig!

Mein Papa hatte uns bei unseren Urlaubsfahrplänen im Hinblick auf Salzburg bereits vor dem berühmt-berüchtigten „Salzburger Schnürlregen“ gewarnt

https://de.wikipedia.org/wiki/Schn%C3%BCrlregen

na, und da es ja in Berchtesgaden schon geregnet hatte, setzte sich die Tradition fort, original Salzburger Schnürlregen:

Auch die Pferde der Salzburger Fiaker fanden das nicht besonders erhebend, wie man deutlich sehen kann:

Einzig Mozarts Geburtshaus ist so fotografiert, daß man den Regen nicht sieht!

Es war herrlich in Salzburg, ich hab es trotz des Regens so genossen, wir waren natürlich auch auf der Festung, das hat mir so gut gefallen, vor allem der Blick von dort oben. Aus unseren 70ger-Jahre-Urlauben gibt es leider nicht soviel Bilder, da wir damals viel gefilmt haben, da ich aber schon einige Filmchen, die Björns Papa mir ja digitalisiert hatte, angeguckt habe, werde ich euch irgendwann mal eine „als-die-Urlaubsbilder-laufen-lernten“-Serie davon nachreichen, die muß ich nämlich dann noch bei Youtube hochladen.

Ab Salzburg ging es dann endlich Richtung Gardasee, wir sind über den Reschenpass gefahren, wir wollten nicht die Allerweltsroute über den Brenner nehmen. Abenteuer pur, lach! Aber eine landschaftlich herrliche Strecke. Das Ziel unserer Reise am Gardasee war Limone, ein bezauberndes Städtchen, ich hab euch mal wieder ein Video rausgesucht

Unser Hotel lag einfach wunderbar, das Cliffhanger-Bild war die Aussicht von unserem Balkon im Hotel

aus diesen drei Bildern hatte ich im Fotoalbum eine Art Collage gelegt, ich hab das mal versucht, bildlich festzuhalten, guckt mal:

So waren die im Original:

Herrlich, oder? Das Hotel war auch ganz bezaubernd, und ich hab mal im Netz recherchiert, das gibt es noch, das ist dieses hier:

https://www.neckermann-reisen.de/hotels/9143-dirce-villa.html

Achtet bei dem Bild vom Hotel mal auf die „Absperrungen“ zwischen den Balkonen und vergleicht das mal mit dem obigen Collage-Bild links! Oder mit dem folgenden Bild, da konnte man nämlich herrlich sonnenbaden,

ich, in der Türe gespiegelt, hihihihi, mit Sonnenhut! Außer diesem etwas „gewagten“ Bikini hatte ich noch einen ganz wunderschönen selbst gehäkelten, das war mal modern, in türkis, ganz entzückend, hihihihi!

Heute wird da sicher mehr Rummel sein als dazumalen, da war das noch recht beschaulich, es ist auch größer geworden, hab ich auf den Bildern gesehen. Zu unserer Zeit war der damalige Hotelchef noch selbst an der Rezeption, wir haben oft mit ihm geplaudert, und da gibt es so eine süße kleine Anekdote, die wir beide, mein Exmann und ich, im Gedächtnis behalten haben: Der Hotelchef war leidenschaftlicher Sternengucker und hatte auch ein richtig gutes Teleskop, und eines abends erzählte er uns, er wäre so enttäuscht, er hätte gestern Nacht seinem Sohn mal solch schöne Konstellationen am Sternenhimmel zeigen wollen, aber sein Sohn hätte so gar kein Interesse dafür gezeigt, er war da richtig sauer drüber, und wir haben mal vorsichtig gefragt, wie alt denn der Sohnemann sei, man weiß ja, daß Teenager da schon mal eher mürrisch sind bei elterlichen Bemühungen, und da sagte er uns doch: 2!!! (in Worten: zwei!!) Jahre alt sei sein Sohn. Wir haben ein bissel Bedauern geheuchelt und auf unserem Zimmer so herzlich über diese Geschichte gelacht, tun wir heute noch, wenn sie mal wieder aufs Tapet kommt.

Damit es nicht zu langweilig wird mit Text hier, unterbreche ich nochmal mit einem Video von Limone, viel Spaß dabei!

Die Vegetation am Gardasee ist ja so herrlich, die Kräuter wachsen da wild, die Hecken sind aus Lorbeer, Orangen und Zitronen wachsen am Baum,

ich hab gesammelt, was das Zeug hält, und mir ein Leinensäckchen voll mit Rosmarin, Thymian und Lorbeerblättern mit nach Hause genommen, da hab ich noch lange was in der Küche von gehabt.

Am Gardasee hab ich auch zum ersten Mal Kapern am Strauch gesehen, wir hatten bemerkt, daß die Einheimischen die Knospen des Strauchs gesammelt haben und wußten nicht, was das wohl sein könnte, bei Nachfrage im Hotel sagte man uns, das seien „Nonpareilles“, da waren wir schlauer, lach, später haben wir dann erfahren, daß es Kapern sind, und die Nonpareilles die kleinsten davon und im Geschmack eben „nonpareille“ = unvergleichlich! Die Blüten aus den Knospen sind übrigens wunderschön.

Wir haben selten Urlaube ohne Abenteuer gemacht, lach, so auch in diesem Urlaub, wir hatten zu Hause mit unserer Bank geklärt, wie wir Geld in Italien, damals ja noch kein Euro, sondern Lire, abholen konnten, aber da hatte man wohl vergessen, uns irgendeinen Schein dafür auszustellen, langer Rede kurzer Sinn: Wir kamen nicht mehr an unser Geld ohne diesen Schein und standen mit noch 1000 Lire da, umgerechnet so ca. 1 DM zu noch nicht Euro-Zeiten. Was tun? Man sagte uns, daß wir in Österreich ohne diesen Schein Geld abholen könnten, tja, prima, aber wie die Maut noch bezahlen zum fahren nach Österreich? Über die alte Brennerstraße, die kostet keine Maut! Gesagt, getan, und so kamen wir zu einer völlig außerplanmäßigen Fahrt über die alte Brennerstraße, auch das Abenteuer pur, lach! Über die Grenze nach Österreich, nächste Bank, Geld abholen, und dann aber wieder mautpflichtig zurück zum Gardasee nach Limone!

Ein Tagesausflug von Limone aus führte uns nach Malcesine, von dort aus wollten wir auf den Monte Baldo

https://de.wikipedia.org/wiki/Monte_Baldo

mit der Seilbahn sind wir raufgefahren und wollten oben ein wenig wandern, wir waren noch nicht lange von der Seilbahnstation entfernt, da zog Nebel auf, so schnell und so dicht, wir konnten irgendwann wörtlich die Hand nicht mehr vor den Augen sehen! Und das alles auf einem Bergsattel, wo es manchmal nach einigen Schritten seitwärts lotrecht in die Tiefe ging, booaaaah, wir haben uns wirklich Schritt für Schritt an den Stimmen der anderen und den noch zu hörenden Geräuschen von der Seilbahn ganz vorsichtig wieder bis zur Station zurückgetastet, das war dann unser Ausflug zum Monte Baldo, unvergeßlich! Ich sag doch, kein Urlaub bei uns ohne Abenteuer! Damit ihr euch mal eine Vorstellung machen könnte, hab ich auch hier noch ein Video für euch:

Lecker gespeist haben wir natürlich dazumalen auch, alles, was die italienische Küche so her gibt und an einem See natürlich viel Fisch, den ich eh gerne mag. Und auch hier gibt es noch eine knuffige kleine Anekdote, im Hotel hatten wir Halbpension, also Frühstück und Abendessen, bei einem Abendessen gab es ganz kleine, gebackene Kartöffelchen, die mit was überstreut waren, das wir für Tannennadeln hielten, pruuuust, wir haben uns etwas indigniert angeguckt und haben aber nachgefragt, „wer nicht fragt bleibt dumm“, hihihi, und bekamen dann die Auskunft, das wäre Rosmarin, Rosmarinkartöffelchen, sehr lecker, jaaaa, das waren sie dann auch und deshalb hab ich in dem Urlaub auch soviel Rosmarin gesammelt.

So, das war er nun, der Urlaubsbericht von Limone am Gardasee, viel Text und nicht so viele Bilder, aber die Redaktion hofft natürlich, es hat euch trotzdem gefallen!

In den Redaktionsräumen brütet noch die Hitze, einzig das Wohnzimmer hat langsam angenehmere Temperaturen, dafür hat es aber draußen gut abgekühlt und wir hoffen, daß wir mit steter Lüftung es auch drinnen bald wieder angenehm haben werden.

In diesem Sinne, nämlich mit hoffentlich bei allen unseren Lesern wieder moderate Temperaturen, wünschen wir euch allen einen wunderschönen Sonntag!

Euer Redaktionsteam Monika, Mimi und Ruddi.

Habts fein!

 

 

 

UFO-Alarm!

  

Bim, Bam, Bum

Ein Glockenton fliegt durch die Nacht,
als hätt er Vogelflügel,
er fliegt in römischer Kirchentracht
wohl über Tal und Hügel.

Er sucht die Glockentönin BIM,
die ihm vorausgeflogen;
d.h. die Sache ist sehr schlimm,
sie hat ihn nämlich betrogen.

»O komm«, so ruft er, »komm, dein BAM
erwartet dich voll Schmerzen.
Komm wieder, BIM, geliebtes Lamm,
dein BAM liebt dich von Herzen!«

Doch BIM, dass ihr’s nur alle wißt,
hat sich dem BUM ergeben;
der ist zwar auch ein guter Christ,
allein das ist es eben.

Der BAM fliegt weiter durch die Nacht
wohl über Wald und Lichtung.
Doch, ach, er fliegt umsonst! Das macht,
er fliegt in falscher Richtung.

(Christian Morgenstern)

 Hi, Folks, da bin ich wieder, euer Co-Autor, eure Mimi, denn heute ist wieder Montag und wir wollen lustig die neue Woche beginnen!

Und mir geht es wie Frauchen beim letzten Eintrag, ich liebe sie, die Fragezeichen in euren Augen! Das ist ja wieder ein Gemenge, UFO-Alarm im Titel, Glocken in der Girlande und im Gedicht, und ich nochmal im Mond, wat datt denn???

Tja, das ist eigentlich ganz einfach, denn ich wollte ja was lustiges zum Montag gleichzeitig mit Bildern von Frauchen, und da haben wir beide hier getüftelt und folgendes ausgebrütet, lach!

UFO-Alarm??? Ja, guckt mal, in unserem Wohnzimmer ist ein UFO gelandet:

Hihihihi, Frauchen hat selber so gelacht, als sich beim hochladen der neuesten Bilder hier das von ihr fotografierte Kerzchen in der Glasvase als UFO erwies! So sieht das von der Seite aus

und durch das Muster vom Kerzenglas wurde das, von oben fotografiert, halt zu einem UFO!

Dann hätten wir das geklärt! Und die Glocken? Ja, es sollte doch was lustiges sein, und wenigstens einen Bezug zum fliegen haben, und da bot sich dieses knuffige Gedicht von der verliebten, fliegenden Glocke an, wir hatten beide so einen Spaß, Frauchen und ich! Und damit ist natürlich auch klar, warum ich nochmal im Mond……siehe UFO! Fliegt am Mond vorbei!

Da hoffe ich doch mal, daß ihr alle euren Spaß hattet am kleinen, kurzen Montagseintrag, der fröhlich in die neue Woche einstimmen soll, Frauchen hat noch kurz was in eigener Sache, da geb ich die Feder mal eben weiter:

Ja, erst wußte Mimi gar nicht, was sie montäglich hier wieder schreiben sollte, aber da konnte ich ihr mit meinen Kerzenbildern aus der Patsche helfen, hihihi! Und ich zeig euch jetzt auch noch was feines, ich hab nämlich Rückmeldung vom Eintreffen des Rattenschals bei seiner neuen Besitzerin bekommen, ein süßes Video, das ich hier leider nicht zeigen kann, weil da die kleine Maus ganz drauf ist, wie sie sich über ihren Schal freut, das war so herzig, sie hat richtig gestrahlt und ich hab mich natürlich sehr gefreut!!! Und ein Bild hab ich bekommen, und das kann ich zeigen, weil man Bilder ja immer entsprechend bearbeiten und verändern kann, also büddeschön:

Ich freu mir hier ein Loch in den Bauch, ich glaube, das könnt ihr alle nachvollziehen. Paßt doch auch ganz fein zu einem fröhlichen Wochenbeginn, und damit laß ich Mimi jetzt den Schluß machen!

Ja, Folks,  da bin ich nochmal wieder, fein mit dem Schal für die kleine Nichte der Kinder vom Dosenöffner, nicht wahr, ich hab mich auch sehr für Frauchen gefreut!

So, ihr lieben alle, dann habt mal einen feinen, fröhlichen Montag und einen guten Start wieder in die neue Woche!

Habts fein! Wünschen euch  Mimi und Monika. 

Was lange währt……

…..wird endlich gut!!!

Die Badewanne

Die Badewanne prahlte sehr.
sie hielt sich für das Mittelmeer
und ihre eine Seitenwand
für Helgoländer Küstenland.
Die andre Seite – gab sie an –
sei das Gebirge Hindostan
und ihre große Rundung sei
bestimmt die Delagoabai.
Von ihrem schmalen Ende vorn
erklärte sie, es sei Kap Horn.
Den Kettenzug am Regulator
hielt sie sogar für den Äquator.
Sie war – nicht wahr, das merken Sie? –
sehr schwach in der Geographie.
Dies eingebildete Bassin,
es wohnte im Quartier latin.

(Joachim Ringelnatz)

Ja, ihr Lieben alle, da habt ihr nun aber wirklich lange warten müssen auf den Eintrag mit dem Bericht über meine Fahrt ins winterliche Norddeich vor ….14 Tagen!!! Denn obwohl ich mich wirklich soooo gut eingepackt und zwiebelschalenmäßig angezogen hatte

 wie man hier deutlich sehen kann, hat mich dann doch am folgenden Montag auf die Fahrt eine mordsmäßige Erkältung mit allem Drum und Dran erwischt und völlig lahm gelegt! Und statt herrlicher Bilder der eisigen Nordsee gab es eben …..Badewasser mit Eukalyptus-Duft in der hauseigenen Badewanne, deshalb das Gedicht, hihihihi!!! Und großes Pflegeprogramm zum vertreiben des fiesen grippalen Infekts, samt Heil- und Pflegeschnurrprogramm von Mimi!  Und nun endlich wieder genesen!

Da kann es nun los gehen mit dem von euch sicher schon lange erwarteten Bericht!

Zu für meine Verhältnisse völlig nachtschlafener Zeit, nämlich um 7.00 Uhr morgens, sind wir Richtung Norden gestartet! Begleitet von der Sonne, die vom Himmel strahlte, aber je weiter nördlich wir kamen, desto trüber wurde das Wetter! Wie schade! Haben wir kurzerhand einen Abstecher über Emden gemacht

und dort in einem netten kleinen Lokal am Rathaus erst einmal lecker gefrühstückt, mit Frühstücksbuffet, das war fein! Frisch gestärkt zurück zum Auto

und ab Richtung Norddeich! Und was soll ich euch sagen, je näher wir Norddeich kamen, desto schöner wurde das Wetter, freu, freu!

Angekommen!

Naaaa??? Herrlich, oder?!

Ab zum Strand, bei solchem Himmel:

Da isses, das Meer! Bzw. das Wattmeer, hihihi, es war mal wieder Ebbe, aber auch wieder mit auflaufender Flut!

Der Sand und

das Watt, wie man unschwer erkennen kann, war es a….kalt, hihihi, das weiße ist kein Schaum, das ist blankes Eis!

Das glitzerte herrlich in der Sonne!

Endlich mal im Winter am Meer, das war sooooo schön, und die Luft war wunderbar! Allerdings wehte ein eisiger Wind, ich war wirklich froh, gut eingepackt zu sein und ich hab auch überhaupt nicht gefroren! Meine Freundin auch nicht, hihihi, guckt:

Die Fotogräfin genießt die Sonne und das Meer und macht noch mehr Fottos, hihihi!

Bildergalerie vom Meer, ihr wißt schon, einfach anklicken, das erste Bild, und dann könnt ihr „groß“ gucken, wenn ihr wollt:

Wir sind auf dem Deich längs mal bis nach Norddeich-Mole gelaufen, bei dem herrlichen Wetter war das so schön!

Meine Freundin und ihr Mann und nochmal eine wohl eingepackte Mimis Dosenöffnerin, hihihi!

In den Dünen

Eine sehr berührende Gedenkstätte für Seebestattungen und den auf See Gebliebenen,

hinter den Grablichtern eine Stele mit den Namen.

Ich liebe diesen weiten Blick, den man nur am Meer oder auf hohen Bergen hat!

Frei und unverstellt! Kriegt man/frau immer so einen leuchtenden Blick!

Herrlicher Wind zum Drachen steigen lassen!

Und natürlich waren auch die Hunde wieder ganz begeistert zum und am Strand unterwegs, ich glaube, winters dürfen sie den ganzen Strand haben, sie haben es alle genossen!

Ich mach noch mal eine kleine Galerie, sonst wird das hier mächtig mit Bildern!

Langsam sind wir dann am Deich längs wieder zurückgelaufen von Norddeich-Mole.

Ein Schwimmbad an einem der Hotels, ich mußte so lachen, so sieht manchmal mein Kühlschrank aus, wie ein Schwimmbad im Winter: Kalt und leer, lol!!!

Man sagt ja immer, und sehr berechtigt, die beste Krankheit taugt nichts, aber wenn überhaupt, dann wäre das ja doch vielleicht eine „schöne“ Klinik? Zumal es auch eine Reha-Klinik ist, da wäre ja dann doch Genesung in Aussicht!

Liegt direkt hinter dem Deich!

Und das Tier hier gefiel mir auch sehr gut, hihihi!

Wir wanderten langsam durch die Dünen und am Deich längs zum Auto zurück, auch hier mal eine kleine Galerie:

Ein letzter Blick aufs winterliche Meer!

Es war einfach nur herrlich!!!

Wir sind dann noch einen schönen Tee trinken gegangen, zum aufwärmen, war gar nicht so einfach, so außerhalb der Saison, es war nicht viel geöffnet und auch die Läden hatten in der Hauptsache zu, aber unseren kleinen Teeladen haben wir wiedergefunden und der war auch geöffnet, da ist natürlich wieder was mit gehüppt, Tee hatte ich noch ausreichend, da gab es das hier:

Das hab ich aber auch noch bissel hübsch in Szene gesetzt, kommt gleich noch, wir haben uns dann auf die Rückfahrt gemacht, bei einem herrlichen Sonnenuntergang, von dem ich aus dem fahrenden Auto eine kleine Bildergalerie erstellt habe, zum genießen:

Auf dem ersten Rastplatz

und dann aus dem Auto:

Und dann waren wir am späteren Abend wieder zu Hause nach einem ganz herrlichen Tag an der winterlichen Nordsee und haben alles gemeinsam noch bissel ausklingen lassen!

Und ich hab heute noch mal in der herrlichen Erinnerung geschwelgt, als ich euch die Bilder von meinem Neu-Erwerb gemacht habe, ganz stilecht mit Leuchtturm, guckt:

 Gegenlichtaufnahme, hihihi!

Die gehören auch noch zum Neukauf, zwei Feuerzeuge, die ich so knuffig fand!

Unser Laden:

Die freuen sich auf unseren nächsten Besuch, hihihi, das können sie gerne haben!!!

Nordsee-Feeling samt kleiner Galerie:

Die mitgebrachte Marmelade ist was ganz feines

so sieht das ganze gegen die Sonne aus, kann man die Schichten erkennen:

Und den „Sand“ fand ich so knuffig, das sieht echt wie ne‘ Schüppe Sand vom Strand aus, hihihi!

Und guckt mal, das Deckchen vom Glas:

Mimi war natürlich auch wieder sehr neugierig, was denn der Dosenöffner da in der Nähe von ihrer Hängematte machte und wieder mal ihren Schönheitsschlaf störte

Ein gestrenger Blick, lol! 

So, Folks, da habt ihr auch noch was von mir, dieses mal mußte ich ja unbedingt dem Dosenöffner den Montag hier überlassen, weil er ja nun jetzt erst wieder richtig gesund ist und euch doch dann den schönen Bericht von ihrer Fahrt nach Norddeich machen wollte! Dann machts mal alle gut und habt einen feinen Montag und einen guten Wochenbeginn, Schnurrgrüße von eurem Co-Autor, eurer Mimi!

Ja, ihr Lieben, das war er dann nun endlich, der Bericht von meiner neuerlichen Norddeich-Fahrt, dieses Mal im Winter, es war wirklich einfach herrlich! Übrigens: Die Gummistiefel haben wir noch nicht wieder umgetauscht, wir brauchen doch allwieder einen Vorwand, um spätestens im Frühling wieder zu fahren, obwohl…..meine Freundin hat auch ihren Tee schon alle, tja, werden wir wohl bald wieder los müssen!

Und damit wünschen wir beide, Mimi  und ich euch einen ganz feinen Montag und einen guten Start in die neue und hoffentlich gute Woche wieder!

Habts fein! 

 

 

Türchen 20

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Csendes éj! Szentséges éj!
Mindenek nyugta mély;
Nincs más fenn, csak a Szent szülepár,
Drága kisdedük álmainál,
Szent Fiú, aludjál, szent Fiú aludjál!

Csendes éj! Szentséges éj!
Angyalok hangja kél;
Halld a mennyei halleluját,
Szerte zengi e drága szavát,
Krisztus megszabadit, Krisztus megszabadit!

Csendes éj! Szentséges éj!
Sziv örülj, higyj, remélj!
Isten Szent Fia hinti reád,
Ajka vigaszt adó mosolyát,
Krisztus megszületett, Krisztus megszületett!

(Stille Nacht, Heilige Nacht, ungarisch)

Auch im Adventskalender liebe ich sie, die Fragezeichen in euren Augen! Was wird denn das nun für ein Türchen, in dem das Eingangsgedicht das schönste Weihnachtslied auf ungarisch ist??? Ganz einfach: Weihnachten rund um die Welt!

Beginnen wir mit dem Land, in dem unser Fiete sein neues Zuhause gefunden hat und das mit dem Gedicht auch den Anfang gemacht hat:

 Ungarn:

In Ungarn wird Weihnachten wie bei uns vom 24. 12. bis zum 26. 12. gefeiert. Am Heiligen Abend bereiten die Eltern ein Festessen vor, und die Kinder stellen die Weihnachtskrippe auf und schmücken den Baum. Es folgt die Bescherung, die Geschenke werden in Ungarn nicht vom Weihnachtsmann, sondern von den Engeln gebracht. Zum Festessen gehören eine Fischsuppe, Fisch oder Pute, und Nuß- oder Mohnbeugel, ein Gebäck in Hörnchenform. Die Christmette gehört zur Familienweihnacht. Am 1. Weihnachtstag ziehen junge Männer als Hirten verkleidet mit einer Krippe unter dem Arm von Haus zu Haus, um kleine Theaterinszenierungen aufzuführen. Hierbei fallen stets Süßigkeiten für sie ab. Am 2. Weihnachtstag werden die Verwandten besucht.

 Schweden:

Zum Weihnachtsfest gehört in Schweden schon seit vorchristlicher Zeit der Julbock, ein Ziegenbock aus Stroh.  Er steht für Fruchtbarkeit, bewacht den Weihnachtsbaum zu Hause und hält die bösen Geiser fern. Um in Schweden besinnliche Feiertage verbringen zu können, stellen viele Familien mit Kindern kleine Schüsseln mit Haferbrei vor die Tür. Denn der kleine Wichtel Tomte kann, je nach Stimmung, Glück oder Unglück über Haus und Hof bringen. Serviert man ihm seine Leibspeise, wird es ein ruhiges und besinnliches Fest. Um den geschmückten Baum wird getanzt und Weihnachtslieder gesungen, erst nach diesem Reigen gibt es die Bescherung.

 Finnland:

Heilig Abend beginnt um 12 Uhr finnischer Zeit, denn da wird vom Balkon des Doms im südfinnischen Turku der sogenannte Weihnachtsfrieden verlesen und über das Fernsehen ausgestrahlt. Es ist eine symbolische, aber für Finnen höchst bedeutsame Zeremonie. Dieser Zustand des-sich-im-Weihnachtsfrieden-befindens hat sogar rechtliche Gültigkeit, denn Verbrechen werden in dieser Zeit härter bestraft. Weihnachten in Finnland ist ein Fest der Familie. Die erwachsenen Kinder und Geschwister kommen oft von weit her, um gemeinsam mit Eltern und Großeltern Weihnachten feiern zu können.  Sollte der joulupukki (Weihnachtsmann) selbst keine Zeit haben um vorbeizukommen, setzt sich jeder eine rote Zipfelmütze auf und verteilt die Geschenke, sozusagen als Stellvertreter des Weihnachtsmannes.

 Polen:

Beim weihnachtlichen Festmahl wird in Polen als Zeichen der Gastfreundschaft ein Gedeck mehr als benötigt aufgelegt – für unerwarteten Besuch. Jeder am Tisch erhält zudem eine Oblate (Oplatek) mit einem Heiligenbild, mit dem er von einem Familienmitglied zum anderen geht, ein Stück davon herschenkt und viel Glück für das nächste Jahr wünscht. Das Menü besteht meist aus zwölf Gerichten, in Erinnerung an die zwölf Apostel.

 Holland:

In Holland wird der heilige Nikolaus gefeiert, dort heißt er Sinterklaas und wird nicht nur als Geschenkebringer sondern auch als Schutzpatron der Seefahrer verehrt. Am letzten Novembersamstag besucht er die Holländischen Hafenstädte mit dem Schiff. Eine große Menge Menschen wartet und sieht wie das Schiff des Sinterklaas anlegt. Bekleidet mit rotem Bischofsmantel, der Bischofsmütze und weißen Handschuhen reitet der Sinterklaas mit seinem Schimmel an Land. Begleitet wird er von seinem Knecht, dem Zwarten Piet. Am Tag der Ankunft des Sinterklaas stellen die Kinder ihre Schuhe bereit und verstecken darin ihre Wunschzettel. Für das Pferd des Sinterklaas wird ein Eimer Wasser, eine Mohrrübe und etwas Heu bereitgestellt. Man sagt Sinterklaas und der Zwarte Piet reiten nachts über die Dächer der Häuser und verteilen kleine Geschenke. Die holländischen Kinder bekommen ihre Geschenke nicht am 24.12 sondern am 5.12.

 Frankreich:

In Frankreich finden Krippenumzüge statt. An erster Stelle steht für die Franzosen jedoch gutes Essen. Das  traditionelles Festtagsgericht: die “ Dinde aux marons“, eine mit Maronen garnierter Truthahn.
Noch beliebter „Reveillon“ ein Festmahl aus Austern, Pasteten, Truthahn und
Champagner, dazu gezuckerte Maronen. Nach dem festlichen Abendessen gehen die Franzosen zu der Weihnachtsmesse, die um Mitternacht stattfindet. Diese Messe heißt im Französischen Messe de Minuit“, d. h. Mitternachtsmesse“.
Die Weihnachtsbescherung findet entweder vor oder nach dieser Messe, oder auch am folgenden Morgen statt. Wie in Holland lieferte früher  Saint Nicolas seine Geschenke am 6. Dezember ab. Heute bringt die Geschenke den französischen Kindern in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember nun Pere Noel, der französische Weihnachtsmann. Der kommt durch den Schornstein und legt seine Gaben in die bereitgestellten Schuhe.

 Italien:

Nach alter Tradition bringt die Hexe Befana am 6. Januar, dem Dreikönigstag, die Geschenke. Doch war ein Kind nicht artig, bekommt es nur Kohlen. Der Sage nach soll Befana von den Hirten die Frohe Botschaft gehört, jedoch den Stern über der Krippe, der ihr den Weg weisen sollte, verpaßt haben. Auf der Suche nach dem Jesuskind fliegt die Hexe deshalb alle Häuser an.

 Spanien:

Die Spanier versuchen zu Weihnachten ihr Glück: Die Weihnachtslotterie „Sorteo de Navidad“, die bereits seit 1812 jedes Jahr am Vormittag des 22. Dezember stattfindet, ist eine Sonderziehung der zweimal wöchentlich ausgespielten „Loteria Nacional und, gemessen an der ausgespielten Gesamtsumme, die größte Lotterie der Welt. Mit der Ziehung der Sorteo de Navidad beginnt für die Spanier die besinnliche Weihnachtszeit. Am Heilig Abend um 24:00 Uhr beginnt die Misa del Gallo , die Mitternachtsmesse. Die Kirchen sind natürlich an diesem Abend überfüllt. Man singt alte spanische Weihnachtslieder, bewundert die kunstvoll hergerichtete Weihnachtskrippe und versäumt es auch nicht das Jesuskind zu küssen.

 England:

Die Briten dekorieren ihre Wohnungen schon in der Vorweihnachtszeit bunt mit Girlanden, Weihnachtskarten werden auf dem Kaminsims oder an Wäscheleinen drapiert. Die traditionellen Weihnachtssymbole sind Stechpalmen und Mistelzweige. Mistelzweige sind ein Friedenssymbol, treffen sich Feinde unter dem Mistelzweig, müssen sie ihre Feindschaft begraben. Steht jemand unter dem Mistelzweig, darf er geküßt werden. Die Bescherung der Kinder findet am Morgen des 25. Dezember statt. Santa Claus oder Father Christmas kommt nämlich nachts auf seinem von Rentieren gezogenen Schlitten und rutscht mit den Gaben den Schornstein hinunter.
Er legt sie ins Wohnzimmer und in den Strumpf, den jedes Kind den Abend vorher am Bettpfosten befestigt hat. Höhepunkt des Weihnachtsfestes ist das traditionelle Truthahnessen am frühen Nachmittag des 1. Weihnachtstages.
Besonders feierlich wird es, wenn die Mutter den mit einem Schuss Rum flambierten Plumpudding brennend ins Zimmer trägt.

 Indien:

In Indien ist Weihnachten ein offizieller Feiertag, der auf Hindi auch „bada din“, der große Tag genannt wird. Fromme Christen besuchen an diesem Tag den Gottesdienst, in christlichen Missionsschulen führen Kinder Krippenspiel auf oder singen Lieder. In den Familien wird dem Familienoberhaupt feierlich eine Zitrone überreicht, die Wertschätzung und Verehrung symbolisiert. Dazu gibt es die besten Glückwünsche. Geschmückt werden statt Tannenbäumen Bananenstauden, Palmen oder Mangobäume.

 Mexiko:

Weihnachten wird in Mexiko ab dem 15. Dezember mit bunten Festen samt Feuerwerk und Straßenumzügen gefeiert. Diese sogenannten „Posadas“ symbolisieren die Suche von Josef und Maria nach einer Herberge. Höhepunkt für die Kinder ist das zerschlagen einer  Piñata, einer mit Süßigkeiten gefüllten Figur aus Pappmaschee, die an einem Baum oder Dach aufgehängt wird.

Ich hoffe, der kleine Weihnachtsausflug rund um die Welt zu Bräuchen in der Weihnachtszeit hat euch gefallen.

Dann wünsche ich euch weiter streßfreie Tage vorm Fest mit den Vorbereitungen, die noch gemacht werden müssen oder sollen

und Momenten der Stille und Besinnlichkeit trotz vielleicht aufkommender Hektik

und damit wünschen Mimi und ich euch einen wunderschönen Mittwoch.

Natürlich darf dafür hier auch ein Eisbärchen nicht fehlen, wir begannen den Eintrag mit Fietes neuer Heimat Ungarn, nun kommt das Eisbärchen

und noch was ganz feines, das Eingangslied auf ungarisch zum mitsingen, wenn ihr auf den obigen Text scrollt, viel Erfolg, hihihihi!

Habts fein! 

Wo die Nordseewellen trekken an den Strand….

Am Meer

Wie ist dir nun,
meine Seele?
Von allen Märkten
des Lebens fern,
darfst du nun ganz
dein selbst genießen.

Keine Frage
von Menschenlippen
fordert Antwort.
Keine Rede
noch Gegenrede
macht dich gemein.
Nur mit Himmel und Erde
hältst du
einsame Zwiesprach.
Und am liebsten
befreist du
dein stilles Glück,
dein stilles Weh
in wortlosen Liedern.

Wie ist dir nun,
meine Seele?
Von allen Märkten
des Lebens fern
darfst du nun ganz
dein selbst genießen.

(Christian Morgenstern)

Wie lange habe ich davon geträumt, wie lange haben meine Freundin und ich es Jahr für Jahr für Jahr geplant, und immer kam irgendetwas dazwischen! Aber nun wurde am letzten Samstag mein Traum endlich Wirklichkeit:

WIR FAHREN AN’S MEER!

An die Nordsee, nach Norddeich! Ich hab mich sooooooo gefreut!!!

Ich war schon einmal in Norddeich, vor 41 Jahren, man glaubt es kaum! 14 Tage herrlicher Urlaub mit wunderbarem Wetter, ich hab mich so darauf gefreut, das alles mal wieder zu sehen!

Nach drei Stunden Fahrt war es dann endlich soweit: Wir waren angekommen in Norddeich!

https://de.wikipedia.org/wiki/Norddeich

Nach einem üppigen Frühstück in diesem feinen Gasthaus

ging es dann endlich in Richtung Meer!

Auf dem Weg

Der Wind in den Haaren, Salz auf den Lippen, Sand zwischen den Zehen und den weiten, leuchtenden Blick, den man nur am Meer oder auf hohen Bergen hat: Frei und ungehindert!

War ein bissel wie nach Hause kommen! Ich war so glücklich! Mein geliebtes Meer!

Aber erst mal „trekkten“ noch keine Nordseewellen an den Strand, hihihi, es war Ebbe, btw. kommende Flut!

Also los, Schuhe aus, ab an den Strand und ins Watt!

Das Wasser kam langsam wieder!

Die Fähre von Norderney!

Also gingen wir am Deich lang, Kamera startklar in der Hand, und da begegnete mir „Emma“!

Moin moin!

Was zu futtern für mich?

Na, denn man tschüß, machts gut!

Das „Haus des Gastes“ am Strand

Ich fand den Anker schöner, hihihihi!

Über den Deich rüber sind wir dann noch bissel bummeln und was trinken gegangen

Sanddorn am Wegesrand, da kommen wir später noch drauf zurück!

Schäfchen als Windmühle!

Strandexpress!

Hinter’m Deich!

blauer Himmel über einer blau-weiß-gestreiften Markise und einen Ostfriesentee!

Blümchen in den Dünen:

Zurück ans Meer

Und hurra! Das Meer ist wieder da!

Füße ins Wasser

es war erstaunlicherweise nicht kalt, wir waren reichlich bis zu den Knien drin! Herrlich!

Flatternde Wimpel im Seewind

und ich liebe Strandkörbe, zum sitzen eigentlich bissel unbequem, aber sie sehen so hübsch aus und sind so typisch!

Dieser hier hatte ein herrliches Innenleben:

Es zog sich ein bissel zu und es regnete auch einzelne kleine Tropfen

was aber diese niedliche kleine Nixe nicht am baden im Meer hinderte!

Fundstück:

In Norddeich gibt es einen Hundestrand, hier beginnt er

das wäre was für Buddylein, hihihi, die Wuffis hatten alle solchen Spaß am toben und baden an und im Meer!

Diese hier waren auf dem Weg zum Hundestrand und schon ganz aufgeregt

Da das Wetter ein wenig schwächelte, sind wir zum Deich zurückgelaufen

Da haben wir dann noch lange auf einer Bank gesessen und Himmel und Wolken und Meer genossen, dann sind wir noch bissel bummel gegangen mit einem letzten Blick aufs Meer

Beim bummeln haben wir natürlich noch in den schönen, kleinen Geschäftchen gestöbert und ich hab mir was ganz feines mitgebracht

Ostfriesentee, einmal eine milde und einmal eine etwas kräftigere Mischung, und hier kommen wir nun wieder zu dem Sanddorn,

https://de.wikipedia.org/wiki/Sanddorn

den es dort an der Küste reichlich gibt und der so herrlich verarbeitet wird, nämlich in meinem Fall zu Sanddorn-Likör und Sanddorn-Geist, da werde ich heute an meinem besonderen Tag mit anstoßen auf den herrlichen Tag am Meer als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk für mich!

Mein Sammlergen hat natürlich auch wieder zugeschlagen, die Strandkarte von Norddeich und eine Gaststättenrechnung, die euch verrät, wo wir dann noch hingefahren sind:

Jaaaa, hihihi, von Norddeich aus sind wir noch nach Greetsiel gefahren, auch da war ich vor 41 Jahren das letzte Mal! Wie hab ich mich gefreut!

Wir sind noch ganz genüßlich durch Greetsiel gebummelt, wie man sieht, schöne Schaufenster gucken, hihihi, ich mach euch da jetzt mal Vorschaubilder von, einfach anklicken, dann könnt ihr sie alle in groß gucken!

Den Abend haben wir dann ganz gemütlich in einem schönen Lokal direkt gegenüber des Glockenturms ausklingen lassen! Die Speisekarte dort war uns allerdings dann doch ein bissel zu überteuert, zumal wir uns am Strand schon an einer feinen Fischbude lecker satt gemümmelt hatten!

Ach, ja, und daß ich es nicht vergesse: Der eigentliche Anlaß unserer Reise nach Norddeich und ans Meer war ja eigentlich der, daß meine Freundin dringend neue Gummistiefel für die kommende Herbstsaison brauchte! Und die hat sie auch bekommen:

Schick, was? Mit verstellbarer Wadenstärke, hihihi! Nun hat mir meine Freundin gestern aber mitgeteilt, die gefielen ihr nun doch nicht, und wir müßten sie dringend in absehbarer Zeit umtauschen fahren, lol! (Das ist natürlich ein Witz, hihihi, das ist das Alibi zum wieder hinfahren, und dann, liebe BrigitteE, werden wir auch deine Empfehlung mit dem schönen Fischladen zum Essen gehen ausprobieren, dieses Mal war die Zeit einfach bissel knapp, weil wir so viel wie möglich vom Meer haben wollten!)

Den Schluß meines Eintrags macht jetzt mein kleiner Seehund

und noch ein Gedicht von meinem Lieblingsdichter, Theodor Storm:

Meeresstrand

Ans Haff nun fliegt die Möwe,
Und Dämmerung bricht herein;
Über die feuchten Watten
Spiegelt der Abendschein.

Graues Geflügel huschet
Neben dem Wasser her;
Wie Träume liegen die Inseln
Im Nebel auf dem Meer.

Ich höre des gärenden Schlammes
Geheimnisvollen Ton,
Einsames Vogelrufen –
So war es immer schon.

Noch einmal schauert leise
Und schweiget dann der Wind;
Vernehmlich werden die Stimmen,
Die über der Tiefe sind.

(Theodor Storm)

 

Und dann bleiben mir nur noch die letzten Zeilen aus dem Lied, das den Titel für diesen Eintrag machte

„……hev dat Glück woll funnen, doch de Sehnsucht bleev. Sehnsucht na min scheunet, grönet Marschenland, wo de Nordseewellen trecken an de Strand, wor de Möven schrieen hell in Stormgebrus, dor is miene Heimat, dor bin ick to Hus.“

Ja, die Sehnsucht bleibt!

Wir beide, Mimi, euer aller Co-Autor und ich, wünschen euch jetzt einen ganz feinen Dienstag und hoffen, ihr habt Spaß an der Nordsee!

 Habts fein!

 

 

Schottischer Montag

  

Address to a Haggis

Fair fa‘ your honest, sonsie face,
Great chieftain o the puddin‘-race!
Aboon them a‘ ye tak your place,
Painch, tripe, or thairm:
Weel are ye worthy o‘ a grace
As lang’s my arm.

 The groaning trencher there ye fill,
Your hurdies like a distant hill,
Your pin wad help to mend a mill
In time o need,
While thro your pores the dews distil
Like amber bead.

His knife see rustic Labour dight,
An cut you up wi ready slight,
Trenching your gushing entrails bright,
Like onie ditch;
And then, O what a glorious sight,
Warm-reekin, rich!

Then, horn for horn, they stretch an strive:
Deil tak the hindmost, on they drive,
Till a‘ their weel-swall’d kytes belyve
Are bent like drums;
The auld Guidman, maist like to rive,
‚Bethankit‘ hums.

Is there that owre his French ragout,
Or olio that wad staw a sow,
Or fricassee wad mak her spew
Wi perfect scunner,
Looks down wi sneering, scornfu view
On sic a dinner?

Poor devil! see him owre his trash,
As feckless as a wither’d rash,
His spindle shank a guid whip-lash,
His nieve a nit;
Thro bloody flood or field to dash,
O how unfit!

But mark the Rustic, haggis-fed,
The trembling earth resounds his tread,
Clap in his walie nieve a blade,
He’ll make it whissle;
An legs an arms, an heads will sned,
Like taps o thrissle.

Ye Pow’rs, wha mak mankind your care,
And dish them out their bill o fare,
Auld Scotland wants nae skinking ware
That jaups in luggies:
But, if ye wish her gratefu prayer,
Gie her a Haggis!

(Robert Burns, schottischer Dichter, im Original)

Na, höre ich euch sagen, der Montag fängt ja gut an hier im Blögchen, mit einem Gedicht, daß wohl die wenigsten im schottischen Original verstehen, hääääääh???

Gemach, gemach, es wird natürlich auch für eine Übersetzung gesorgt, da es aber derer viele gibt und die entsprechenden Rechte daran immer bissel unklar, verlinke ich euch das einfach, ma tha thu cuir (büddeschön,  schottisches gälisch, hihihi!):

http://burnsnight.de/sample-page/die-literatur-gedichte-reden/

Und damit steigen wir nun endlich richtig in den Schottischen Montag ein, dieses Gedicht ist eine Ode an den Haggis, das berühmte schottische Gericht:

https://de.wikipedia.org/wiki/Haggis

Für dieses Gericht gibt es einen ganz besonderen Tag in Schottland, der Burns Supper ist ein jährliches Fest zu Ehren des Dichters Robert Burns. Gehalten wird es an dessen Geburtstag, dem 25. Januar (Burns Night, im angelsächsischen Raum sind Gedenktage üblicherweise Geburts- und nicht Todestage.)

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Burns_Supper

Ein kleines Video hätte ich dazu auch anzubieten:

Dieses Gericht haben sich die Kinder in Edinburgh natürlich nicht entgehen lassen, man hat ja bei der Beschreibung die gruseligsten Vorstellungen über den Geschmack, aber guckt mal selbst:

so haben es die Kinder serviert bekommen, das sieht doch lecker aus, oder? Als Beilagen gab es Kartoffelpürree und Steckrüben, und eine herrliche Whisky-Soße.  Und die Kinder waren begeistert und fanden es richtig lecker!

Nun stößt  unser alle Co-Autor, meine Mimi, auch noch ganz stilecht dazu

 das ist zwar London, aber Schottland war nicht zu finden fürs Kleidchen, und so haben wir gemeinsam beschlossen, daß das Bild trotzdem schottisch genug aussieht, hihihi!

Und damit geht es jetzt los mit den Bildern aus Edinburgh!

Na, kennt ihr alle den Herrn und seine Romane?

Hihihi, Schottland liegt im Trend, Einhörner sind der Renner hierzulande!

Die Kinder besuchen auch immer gerne alte Friedhöfe, und da möchte ich euch die Bilder natürlich nicht vorenthalten, ich finde sie auch schön, die alten Friedhöfe, Orte der Ruhe und Besinnung, die man immer mal wieder so nötig hat.

Langsam senkt sich der Abend über Edinburgh

und das Nachtleben beginnt!

Mit einer schönen Blumenrabatte

verabschieden wir uns nun von Edinburgh

(Alle Bilder: copyright Björn Zimmermann)

Was noch fehlt? Das schottische Musikinstrument, der Dudelsack

und wir beide, Mimi und ich, wünschen euch einen ganz feinen Montag und einen guten Start in die neue Woche!

Habts fein!