Grafschafter Wochenanzeiger – 30 Jahre Wiedervereinigung: Ein Reisebericht

Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? vielleicht dein Lebensglück . . .
vorbei, verweht, nie wieder.

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang,
die dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hasts gefunden,
nur für Sekunden . . .
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider;
Was war das? kein Mensch dreht die Zeit zurück …
Vorbei, verweht, nie wieder.

Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Es sieht hinüber
und zieht vorüber . . .
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider.
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.

(Kurt Tucholsky, 1890 – 1935 )

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger zum heutigen Feiertag! 

30 Jahre Wiedervereinigung!

Und da fiel doch der Frau Chefredakteurin ein, daß da noch was in den Archiven unserer Zeitung steckt, das sich herrlich zu diesem Tage eignen würde, eine kurze Beratung bei der freitäglichen Redaktionsbesprechung mit meinem Team und die Sache war gebongt: Es folgt ein Reisebericht von der Frau Chefredakteurin herself, wie unschwer an der Girlande unseres Eintrags zu erkennen ist, aus dem Osten unseres nunmehr seit 30 Jahren wiedervereinigten Landes, nämlich aus Frankfurt/Oder und Umgebung, bereist anno domini im Juli 1993!

Von dieser Reise gibt es nämlich ein Foto-Album

dann schlagen wir es mal auf:

Bemerkungen alle von der Frau Chefredakteurin, die das Album auch gestaltet hat, lach! 

1993, das war nicht lange nach der Wiedervereinigung, Björns Papa ist derzeit nach der Wende in den Osten „abkommandiert“ worden, um in seinem Berufsfeld „drüben“ Einarbeitungen zu geben, war ganz begeistert von Land und Leuten und so haben wir 1993 diese Urlaubsfahrt angetreten. Unser Hotel: 

und das Frühstückszimmer

Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt, Björn war ja dazumalen auch erst 12 Jahre alt, und hatte zu seiner größten Freude ein eigenes Zimmer zwei Zimmer vor unserem. Mit eigenem Fernseher und Kühlschrank. Toll! 

Frankfurt/Oder

gleich am ersten Tag war Stadterkundung angesagt

alles vorhanden an Reiseführer, was man dazu braucht. Ich war jedenfalls vom historischen Frankfurt/Oder restlos begeistert, zumal im Juli hunderte!!! von Schwalben um Rathaus und Kirche flogen, so kannte ich das aus unseren Städten nicht. 

Von Frankfurt aus haben wir viele Ausflüge unternommen, einer davon ging an den Helene-See,

der Prospekt, auch die Bilder von dort sind aus dem Prospekt, auch da haben wir wahrscheinlich mal wieder mehr gefilmt als fotografiert. 

Aber gerade vom Helene-See haben wir auch noch ein paar eigene Bilder, ich glaub, die hat Björn dazumalen sogar noch mit meiner kleinen und einfachen Agfa-Klick gemacht:

Mutter und Sohn am abendlich glänzenden und glitzernden See. 

Mama alleine! 

Still ruht der See!

Das ist ein herrliches Fleckchen Erde, überhaupt die ganze Umgebung dort, ich hatte in meinen Reisenotizen im Foto-Album vermerkt, daß mich die ganze Landschaft nicht nur an die Bücher von Fontane, und da natürlich logischerweise die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, erinnerte, sondern auch an Th. Storm, denn die Landschaft hat etwas nordisch-herbes, und auch die Erzählungen meines alten Lieblingslehrers aus Ostpreußen bekamen hier landschaftliche Kontur. 

Das nächste Blatt im Fotoalbum zeigt das hier

die hübschen Marktstände sind dazumalen von Björn gemalt worden, die eingeklebte Papierspitze zwischen dem Text hat ihre Bewandtnis, zu der wir noch kommen. Wir waren natürlich auch bei unseren polnischen Nachbarn zu Besuch, über die Oderbrücke in Frankfurt ist das ein Katzensprung, und ich glaub, ich muß hier bei euch allen nicht erwähnen, daß die Bezeichnung „Polenmärkte“ nichts abwertendes beinhalten, ganz im Gegenteil. Die Spitze symbolisiert nämlich zum Beispiel die wundervollen Spitzenhandarbeiten, die dort erworben werden konnten. Und auf dem Markt in Guben gab es herrliches Gemüse, ich konnte mich da immer gar nicht los reißen. Auf beiden Märkten war alles vertreten, was das Herz begehrte, Kleidung, Porzellan, Keramik, Glas, die erwähnten Spitzenerzeugnisse, und lecker Essen gab es dort auch, zum Beispiel ganz erstklassige Schaschlikspieße! 

Nächster Ausflugspunkt:

Jaaaa, lach, ihr lieben Leser, ich mal wieder, das muß doch immer sein bei mir, bissel Veräppelei, natürlich hatten wir im Juli nicht ein solches Wetter im Spreewald, hihihihi! Aber sieht doch einfach bezaubernd aus, oder? Deshalb hab ich es ja auch mitgebracht und eingeklebt. 

„Stoßkahnfahren“ auf den Spreewaldkanälen, da kommt man sich vor wie in Venedig, allerdings singt der spreewäldlerische Gondolierie nicht so schön wie sein Kollege in Venedig, lach! 

Dieses Haus ist eine Art „Jugendherberge“, da war Björn damals ganz begeistert bei dem Gedanken, dort mal mit seiner Schulklasse Klassenfahrt hin zu machen und dann morgens mit dem Kahn zum Brötchen holen staken, hihihihi! 

Wir fanden es wundervoll dort, das ist noch oder war zumindest damals noch fast unberührte Natur, und auch ein bissel mystisch und geheimnisvoll, im Spreewald gibt es viele Sagen, und als ich dort dann auch noch meine geliebten Schwälbchen

mal einfach so in den Büschen entdeckt habe,

hatte der Spreewald mein Herz gestohlen! 

Wir waren dann auch noch im Spreewald-Museum Lübbenau-Lehde

ich liebe solche Freiluftmuseen, zum Glück sah das meine Familie immer genauso, also hatten wir alle Spaß beim gucken. 

Wie man sieht! Das Häuschen hätten wir am liebsten gekauft, so hab ich es damals im Fotoalbum untertitelt. 

Außer Schwalben und, wie hier zu sehen, Schafe, hat mich noch was so begeistert, was es bei uns nicht so oft zu sehen gab, nämlich das:

Störche! Sie hatten überall ihre Nester in den Dörfern um Frankfurt/Oder, das war eine Freude, denn so live und in freier Wildbahn hatten wir sie noch nicht gesehen. 

Tolles Nest, oder?

 

Hier gehört eine lustige kleine Anekdote hin, Björn hatte mit seiner Oma zuhause telefoniert, hatte ihr von den vielen Störchen erzählt und sie hat ihm dann gesagt, da solle er mal gut aufpassen, daß der Storch die Mama nicht ins Bein beißt! Da Björn zu der Generation Kinder gehörte, die nicht mit der Storchenmär vom Kinder kriegen groß geworden ist, war er nach dem Gespräch sehr ratlos und meinte, da sei die Oma doch wohl bissel überbesorgt, wie solle der Storch denn wohl die Mama beißen! Wir haben herzlich gelacht und unseren Sohn erst einmal „aufgeklärt“! 

Nächste Station:

Das Schiffshebewerk in Niederfinow

Ein technisches Meisterwerk! Das ist die Ansicht der unteren Wanne.

Von dort unten

nach hier oben wird das Schiff angehoben. Wir konnten einem Schleusenvorgang beiwohnen. 

Und in den Gestängen der Schleuse nisteten die Schwalben! 

Aussicht auf die Landschaft

Und nun kommen wir zum Höhepunkt unserer Reise

Wir fuhren nach Berlin!

Im Fotoalbum/Reisetagebuch hab ich dazu folgendes notiert:

Die Fahrt nach Berlin begann wie es sich gehört mit einem Stau. Aber wir schafften es und fanden etwas außerhalb auch sofort einen Parkplatz. Beunruhigende Frage: Brauchten wir einen Parkschein? Zum Glück lief uns ein echter Berliner Polizist über den Weg, er hätte mit seiner Figur und mit seinem Aussehen am besten noch eine Pickelhaube tragen müssen! Unsere Frage wurde freundlichst beantwortet: „Ick jloobe nich, det da eener kontrolliert!“ Ein schöner Anfang!

Fernsehturm am Alexanderplatz, der „Alex“! Stolze Höhe: 365 m, wir waren oben. 

Ganz Berlin liegt uns zu Füßen! 

Ich zitiere weiter aus unserem Fotoalbum:

Vom Alex aus gingen wir über die berühmte Straße „Unter den Linden“ auf das Brandenburger Tor zu, es war ein so bewegender Augenblick, vom Osten Berlin aus auf das Brandenburger Tor zuzugehen, ohne Mauer und Stacheldraht, einfach durch, wunderbar! 

Und genau dieser herrliche Augenblick war es, an den ich mich erinnert habe und weshalb ich euch heute zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung diesen Eintrag machen wollte. 

Mit dem Taxi sind wir dann zum Kudamm gefahren, da wollten wir doch auch unbedingt hin, der Taxifahrer war ein echter Berliner, stolz auf seine Stadt, während der Fahrt hat er uns alles, was er wußte, über „sein“ Berlin erzählt. Und wo ließ er uns aussteigen? Na, klar, „Kudamm Ecke Tauentzien“, wie es in dem berühmten Lied von Hannes Wader heißt: „Hallo Taxi, schnell zum Kudamm, Ecke Tauentzien….“ (Kokain, Hannes Wader). 

Wir waren dann noch an der Gedächtniskirche, und in der neuen Kirche dort, deren Fenster ganz in blau gehalten sind, ein wunderbarer, ganz stiller Moment nach all dem Trubel draußen, das blaue Licht der Fenster, Orgelmusik, für einen Augenblick Besinnung und Dankbarkeit, hier sein zu dürfen, ermöglicht eben auch durch die Wiedervereinigung. 

Wir haben übrigens keinen Koffer in Berlin, aber dafür von anno dunnemals von unserer Reise noch ein Gutscheinheft von einem Restaurant in Berlin, 

ob sie den wohl auch über den Dezember 1993 hinaus noch einlösen würden, lach?! Beachtet mal die Preise: D-Mark! 

Und weiter geht es: Potsdam, Sanssouci!

Im Juli, in der üppigsten Vegetation, war es herrlich in Sanssouci! Erwähnt werden muß hier noch das Schloß Charlottenhof, als Kronprinzenschloß Friedrich Wilhelm IV. errichtet, was Björn zu der Bemerkung veranlaßte, daß er als Sohn eines Königs gleich ein eigenes Schloß statt eines Kinderzimmers hätte, vorwurfsvoller Seitenblick auf seinen Vater, lach! 

Wir waren in diesen Tagen auch immer herrlich speisen, das gehört ja auch zu einem Urlaub, am liebsten taten wir das hier

eine Dorfgaststätte am Rande von Frankfurt/Oder, wo wir zum ersten Mal Soljanka gegessen haben, so lecker, und ich durfte mir sogar das Rezept mit nach Hause nehmen, ich koch es heute noch oft, jetzt in der Herbstzeit ist wieder die genau richtige Zeit für dieses deftige Essen. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Soljanka

Ganz besonders war aber das Essen an einem anderen Tag, nämlich diesem

Wir haben nämlich in unserem Urlaub in Frankfurt/Oder unseren 20. Hochzeitstag gefeiert, Björns Papa und ich, das war ein herrlicher Abend im Ratskeller von Frankfurt/Oder. Und Schampus im Hotel! 

Mein Fotoalbum/Reisetagebuch endet mit diesem Bild

Sonnenblumenfelder, die haben wir überall gesehen. 

Erwähnenswert wäre nun noch, daß wir im Oktober des gleichen Jahres nochmal mit dem Wohnmobil am Helene-See auf dem Campingplatz waren, der Oktober war golden und auch das waren herrliche Tage! 

Damit endet nun unser Beitrag vom Grafschafter Wochenanzeiger zum heutigen 30. Jahrestag der Wiedervereinigung. Ich hoffe, es hat euch allen gefallen, und darf in eigener Sache noch vermerken: Nun hat er mich auch erwischt, der neue Editor, bei diesem doch wieder etwas umfänglichen Eintrag hab ich mich aber für die Classic-Variante entschieden, mal gucken, wie ich mich später peu à peu in den neuen einarbeite. 

Da am Sonntag auch Erntedankfest ist, schließe ich unseren Eintrag mit schönen Herbstbildern

 

Wir wünschen euch allen ein wunderschönes Wochenende, einen guten Feiertag, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger 

mit Mimi in heaven, und Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – PBN!!!

Gebe den Menschen mehr, als sie erwarten, und tue es gern – Lerne Dein Lieblingsgedicht auswendig – Glaube nicht allem, was Du hörst, gebe alles weg, was Du hast, und schlafe soviel, wie Du willst – Wenn Du ich liebe dich sagst, sei ehrlich – Wenn Du zu jemand es tut mir leid sagst, schaue ihr / ihm in die Augen – Bleibe mindestens sechs Monate verlobt, bevor Du heiratest – Glaube an die Liebe auf den ersten Blick – Lache nicht über anderer Leute Träume – Liebe tief und leidenschaftlich. Du kannst Dich dadurch zwar verletzen, aber es ist der einzige Weg, das Leben vollkommen zu leben – Kämpfe bei Auseinandersetzungen mit fairen Mitteln. Mach keinen Gebrauch von Schimpfwörtern – Beurteile einen Menschen nicht nach seinen Verwandten – Sprich langsam, aber denke schnell – Wenn Dir eine Frage gestellt wird, der Du nicht antworten möchtest, lächele und frage: Warum fragst du? – Bedenke, daß große Liebschaften und große Errungenschaften mit Risiken einhergehen – Rufe Deine Mutter an – Sage Gesundheit, wenn jemand niest – Wenn Du verlierst, behalte die Lektion – Lasse nicht zu, daß ein kleines Mißverständnis eine große Freundschaft zerstört – Wenn es Dir bewußt wird, ein Fehler begangen zu haben, so unternehme etwas dagegen – Lächele, wenn Du am Telefon sprichst. Die Person, mit der Du sprichst, wird es an Deiner Stimme hören – Heirate eine Frau/einen Mann, mit der/dem Du Dich gerne unterhältst. Wenn ihr alt werdet, wird sich diese Fähigkeit genauso wie alle anderen auch auszahlen – Verbringe mehr Zeit allein – Öffne Dich für Neues, aber gebe Deine eigenen Werte nicht auf – Bedenke: die Stille ist manchmal die beste Antwort – Lese mehr Bücher und schaue weniger fern – Lebe ein gutes und ehrenvolles Leben. Wenn Du dann alt bist, kannst Du zurückblicken und Dein Leben noch einmal genießen – Habe Vertrauen in Gott, aber schließe Dein Auto ab – Es ist sehr wichtig, eine liebevolle Atmosphäre Zuhause zu haben. Tue Dein bestes, um ruhiges und harmonisches Zuhause zu schaffen – Bedenke bei Auseinandersetzungen mit geliebten Menschen lediglich die aktuelle Situation. Sprich nicht von der Vergangenheit – Vergesse nicht, zwischen den Zeilen zu lesen – Teile Dein Wissen, denn so kannst Du Unsterblichkeit erlangen – Sei sorgsam mit unserem Planeten – Bete, denn das Gebet hat eine unermeßliche Macht – Unterbreche niemanden, der Dich gerade lobt – Kümmere Dich um Dein eigenes Leben – Traue keiner Frau/keinem Mann, die/der beim Küssen nicht die Augen schließt – Wenn Du viel Geld verdienst, benutze es, um anderen zu Deinen Lebzeiten zu helfen, denn dies ist die höchste Befriedigung, die das Geld bringen kann – Bedenke, daß etwas nicht zu erreichen was man sich wünscht, einen Glücksfall bedeuten kann – Lerne alle Regeln und breche ein paar – Denke daran, daß die beste Beziehung diejenige ist, in der die Partner sich gegenseitig mehr lieben als brauchen – Schätze Deinen Erfolg nach allem, worauf Du verzichten mußtest, um etwas zu erreichen – Bedenke, daß Dein Charakter Dein Schicksal ist – Genieße die Liebe und die Kochkunst mit aller Hingabe.

(Glückstantra aus Nepal zum Thema: Instruktionen für das Leben, Verfasser unbekannt)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger: Ich seh sie, ich seh sie, lach! ??????? All die Fragezeichen in euren Augen! PBN??? Wat datt denn???

Tja, Zeitungen haben so ihren eigenen Code und das heißt:

„Positive-Break(ing)- News“ !

Denn es jährt sich wieder einmal etwas, dieser hübsche Kerl mit Namen Snobby und seines Zeichens ein Pudel, wird heute 60 Jahre alt, und  diese junge Dame auf diesem Foto genau 2 zarte Lenze alt, wird heute um 8 Jahre älter als Snobby, der Pudel!

Wie doch die Jahre enteilen! Das sind aber nun beileibe nicht die einzigen „Positive-Break(ing)-News“, lach, denn zu meiner größten Freude bin ich zu diesem Anlaß bei meinen Kindern in Kölle eingeladen worden! Am frühen Samstagmorgen fährt er wieder, der Zug, mit mir an Bord!

Ich freu mich wie Bolle! Abstand vom Alltag, mal wieder raus aus dem Eulennest, und eine herrlich-schöne Zeit mit meinen Kindern verbringen, jubel!!!

Wir wollen am Samstag in den Kölner Zoo, Zeitfenster ist gebucht, nochmehr Jubel, lach,

Und am Abend gehen wir schick essen, auch da ist schon alles coronagerecht gebucht! Dann darf man das auch mal wieder! Dritter Jubel!

Ich hab mir schon was schickes zum anziehen für abends eingepackt, und gleich auch noch eine neue Maske genäht, bzw. zwei, eine für den Alltag und eine für „schick“, lach!

Und da ich einmal beim nähen war, ist nun auch endlich die Fledermaus gänzlich fertig, die mit Lavendelblüten gefüllt mein Schwiegertöchterlein für ihren Kleiderschrank bekommen sollte, Mottenkiller für Gothic-Fans!

Schick, was?

Meine bärigen Redaktionsmitglieder Ruddi, Bruno, Hamish, Otto und Luzia haben wohl schon Weisungen von Mimi in heaven bekommen, sie haben in den letzten Tagen so verdächtig zusammen getuschelt, und wenn ich rein kam, war es mucksmäuschenstill, ich bin mal gespannt, was alle ausgeheckt haben, wir werden dann in den Redaktionsräumen am Montag richtig schön und gemütlich noch nachfeiern!

Ich hab noch bissel was romantisch-schönes für euch, in den Abenden stand der Sichelmond so schön am Himmel, guckt mal:

Und damit wünschen wir all unseren Lesern ein wunderschönes Wochenende, paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund und wir freuen uns aufs Wiederlesen!

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern Otto und Luzia

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Betriebsferien

Zukunftssorgen

Korf, den Ahnung leicht erschreckt,
sieht den Himmel schon bedeckt
von Ballonen jeder Größe
und verfertigt ganze Stöße
von Entwürfen zu Statuten
eines Klubs zur resoluten
Wahrung der gedachten Zone
vor der Willkür der Ballone.

Doch er ahnt schon, ach, beim Schreiben
seinen Klub im Rückstand bleiben:
Dämmrig, dünkt ihn, wird die Luft
und die Landschaft Grab und Gruft.
Er begibt sich drum der Feder,
steckt das Licht an (wie dann jeder),
tritt damit bei Palmström ein,
und so sitzen sie zu zwein.

         

Endlich, nach vier langen Stunden,
ist der Albdruck überwunden.
Palmström bricht zuerst den Bann:
“Korf”, so spricht er, “sei ein Mann!
Du vergreifst dich im Jahrzehnt:
Noch wird all das erst ersehnt,
was, vom Geist dir vorgegaukelt,
heut dein Haupt schon überschaukelt.”

Korf entrafft sich dem Gesicht.
Niemand fliegt im goldnen Licht!
Er verlöscht die Kerze schweigend.
Doch dann, auf die Sonne zeigend,
spricht er: “Wenn nicht jetzt, so einst –
kommt es, daß du nicht mehr scheinst,
wenigstens nicht uns, den – grausend
sag ich’s -: Unteren Zehntausend!” …

Wieder sitzt v. Korf danach
stumm in seinem Schreibgemach
und entwirft Statuten eines
Klubs zum Schutz des Sonnenscheines.

(Christian Morgenstern, 1871 – 1914, deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, wir haben ein bissel Betriebsferien gemacht, weil wir so unmotiviert waren. Teils lag es an der Wetterlage, die erst recht trüb und dann zum Wochenende hin so schwül wieder war, trotz bedrohlichem Himmel am Samstagmorgen über der Liricher Grafschaft

und über unserem Birkenpferd vom Aussichtspunkt Eulennest

wollte sich keine Entspannung mittels eines Gewitters oder wenigstens eines Regengusses einstellen.

Zum anderen Teil lag es außer am Wetter auch mal wieder an der Gemengelage bezüglich des Coronavirus, die Fallzahlen steigen ja wieder kontinuierlich an, hinsichtlich der Groß-„Demos“ am Wochenende in Berlin kann einem als für sich und vor allem für seine Mitmenschen verantwortlich handelnder Mensch mehr als angst und bange werden! Was ist das ein Haufen von Covidioten, man fährt 600 km nach Berlin zum demonstrieren, um dort dagegen zu protestieren, daß man in seinen freiheitlichen Grundrechten und seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird von einer „Corona-Diktatur“, durch das Tragen von Masken und einer Abstandsregelung zum Schutze und Wohle aller, worauf man dann auch „konsequent“ auf beides verzichtet hat bei dieser „Demo“! Ich hätte diesem egomanischen „Volk“ gerne ein Schild für ihre Demo gefertigt, ein einziges Wort darauf hätte genügt, um ihre Ansprüche der Öffentlichkeit kundzutun: ICH!!!

Das ist weiß Gott nicht motivationsfördernd für unseren Wochenanzeiger, der sich nun mal den guten Nachrichten verschrieben hat und unserer Leserschaft hier doch gerade in diesen Zeiten Mut machen möchte, mit unserem bekannten und geschätzten Optimismus, aber manchmal kommt dann doch ein anderer Spruch über Opti- und Pessimisten zum tragen: „Ein Pessimist ist ein Optimist mit Lebenserfahrung.“ Oder das schöne Zitat, das ich in einem anderen Blog entdeckt habe und das ich so klasse fand:

„Wenn du Gott zum lachen bringen willst, erzähle ihm von deinen Plänen.“ (Blaise Pascal, 1623 – 1662, franz. Mathematiker, Physiker und Philosoph)

Denn Pläne hatten wir in unserer Redaktion für einen feinen Wochenendeintrag, schon Mitte der letzten Woche bei unserer Redaktionssitzung besprochen und für fein befunden, es sollte mal wieder ein Urlaubs-Erinnerungseintrag werden, das fanden wir dann angesichts der diesjährigen Urlaubszeit mit ihrer regional ebenfalls so ausufernden Ich-Manie doch nicht mehr so passend, da haben wir ihn in der freitäglichen Nach-Konferenz gecancelt. Wir werden ihn nachholen, wir können uns gut vorstellen, daß das auch euer Wunsch wäre, keine Frage, aber uns fehlte denn dann doch die Leichtigkeit und Freude, die solche Einträge voraussetzen, um gut zu werden. Also machen wir hier jetzt einen Cliffhanger, und da kommt dann gleich wieder der Humor ins Spiel, der unser Wochenblatt wohl auch auszeichnet. Sicherlich erinnert ihr euch alle noch an sowas hier

leere Klopapier-Regale allüberall, das wenigstens hat sich ja zum Glück wieder gelegt, das begehrte Papier ist wieder überall zu haben, sogar wieder ganz speziell, lach, guckt:

Das sollte der Gag unserer Urlaubserinnerungen werden, weil der sprachliche Aufdruck euch sicherlich einen Hinweis auf das Urlaubsland gegeben hätte bzw. jetzt gibt! Damit sind wir nun im gewohnten Fahrwasser und führen unseren Montagseintrag, der getreu des Vermächtnisses unseres geliebten Co-Autors, unserer rasenden Reporterin Mimi in heaven, doch fröhlich und optimistisch sein soll, fort.

Und berichten von den kleinen Aktivitäten in unserer Redaktion, denn wir können vermelden: Ein Lampenschirm zur maritimen Verschönerung unseres Schlafzimmers ist fertig, der zweite folgt in Kürze.

Das auf Stoff gebügelte Serviettenmotiv ist mittels Kordel am Lampengestell befestigt worden.

Und so sieht es aus, wenn es leuchtet:

Wir sind sehr zufrieden! Gehäkelt worden ist auch weiter, ein neues Kissenhüllen-Motiv

Ein Seepferd, da hab ich manchen Abend beim fernsehen Spaß dran gehabt!

Mit der weißen Kissenhülle drunter, Fäden müssen noch vernäht und das Motiv mit der Nähmaschine aufgenäht werden.

Auf Balkonien wachsen die Sonnenblumen fröhlich ihrer Blüte entgegen und durch Zufall hat die Frau Chefredakteurin gestern abend entdeckt, daß sich eine Blüte bereits öffnet.

Die übrigen Knospen schwellen weiter!

Da wird sich Mimi dort oben auf ihrem Stern freuen, wenn sie alle blühen werden, und später im Herbst die Vögel, wenn sie Sonnenblumenkerne futtern können.

Und so schließen wir diesen Eintrag mit einem kleinen Gedicht, das die Frau Chefredakteurin selbst gedichtet hat, ich hatte es bei FB mit einem anderen Bärenbildchen eingestellt, das nicht meins ist und daher hier nicht benutzt werden darf, aber wir haben ja selbst genug Bärchen hier, da hat eines davon fürs Gedicht gerne Modell „gelegen“.

Kleines Bärchen, schlaf schön
in den neuen Tag.
Träum dir deine Welt schön,
was auch kommen mag.
Freu dich über Blumen und den Sonnenschein,
wenn er wieder weckt dich
bist du nicht allein.
Alle deine Freunde sind dann wieder hier!
Schlaf schön, kleines Bärchen, wichtig ist das WIR!

(© Monika Zimmermann)

Wir wünschen euch allen einen schönen Montag und einen guten Start in die neue und hoffentlich gute Woche, bleibt oder werdet alle gesund und paßt gut auf euch auf!!!

Das wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern

Otto und Luzia

Habts fein!              

Grafschafter Wochenanzeiger – Urlaubserinnerungen Teil III – Reif für die Insel?

Die singende Muschel

Als Kind sang eine Muschel
mir das Meer.
Ich konnte träumelang
an ihrem kühlen Munde lauschen.

Und meine Sehnsucht wuchs
und blühte schwer,
und stellte Wünsche und Gestalten
in das ferne Rauschen.

(Francisca Stoecklin, 1894 – 1931, Schweizer Dichterin aus Basel)

Heimatlose

Ich bin fast
gestorben vor Schreck:
In dem Haus, wo ich zu Gast
war, im Versteck,
bewegte sich,
regte sich
ploetzlich hinter einem Brett
in einem Kasten neben dem Klosett,
ohne Beinchen,
stumm, fremd und nett
ein Meerschweinchen.


Sah mich bange an,
Sah mich lange an,
Sann wohl hin und sann her,
Wagte sich
dann heran
und fragte mich:
‚Wo ist das Meer?‘

(Joachim Ringelnatz, 1883 – 1934, eigentlich Hans Bötticher, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, die letzte Redaktionssitzung am gestrigen Tage ging zügig über die Bühne, lach, dieweil sich die Frau Chefredakteurin das Thema unseres heutigen Eintrags schon vor Tagen „unter den Nagel gerissen“ hat, denn sie hat am Anfang der Woche nun endlich wenigstens schon mal den Hausflur draußen wieder sommerlich dekoriert, guckt:

maritimes Flair wieder einmal, und der Romantik von Sommernächten wegen gleich leuchtend fotografiert! Das nachbarliche Herz leuchtet wieder mit

und ein neues Glaslämpchen mit maritimem Dekor ist dazu gekommen

die große Laterne wieder mittig!

Das Licht der Timer-Kerzchen ist so schön!

Es ist doppelt, weil ich es einmal (oben) ohne, und einmal (unten) mit Nachtmodus der Kamera fotografiert habe.

Dann wurde in der letzten Woche ebenfalls noch ein Projekt verwirklicht, naja, fast verwirklicht, das auch schon länger in den Schubladen „zu erledigen“ rumdümpelte, die Schlafzimmer-Bettleuchte sollte ein neues Kleidchen kriegen

Das alte sah nicht mehr so hübsch aus, und paßte auch nicht so gut zum neuen Meerbild, das seit letztem Jahr im Schlafzimmer hängt und das ihr ja alle kennt, also, ans Werk gemacht und einen neuen Bezug kreiert:

mit Serviettentechnik, textiler Kleber, das ganze wird „eingebügelt“ zur Haltbarkeit und liegt hier zum trocknen aus.

Gestern war es zum weiter verarbeiten fertig, und ich hab es mal „probegesteckt“, so soll es dann werden, die oberen und unteren Kanten natürlich eingeschlagen.

Da kommt noch Kordel und diverse Verschönerungen zu, das gänzlich fertige Werk werde ich euch nicht vorenthalten.

Und bei all dem maritimen Zubehör, da erwachte sie wieder, die Sehnsucht nach dem Meer, in diesem Jahr ist sie ohnehin wieder einmal besonders groß, eigentlich wollte ich mit meiner Freundin doch wieder nach Norddeich, schließlich haben wir ja immer noch nicht die Gummistiefel von ihr umgetauscht bekommen, lach,

aber da wird zumindest im Sommer wohl nichts draus werden. Hab ich halt mal wieder im Schatzkästchen meiner Erinnerungen gekramt, und was ich da zutage gefördert habe, hat auch meine restlichen Redaktionsmitglieder überzeugt, sie nickten eifrig und meinten, „mach mal, Frau Cheffin, das ist gut!“ Und so bekommt ihr hier heute alle meine Urlaubserinnerungen Teil III – Urlaub 1978 auf Ameland, noch ohne Kind und mit drei Freundespärchen, eines davon mein Chef und Freund von meiner euch bekannten Bauernhofarbeitsstelle mit seiner damaligen Freundin.

wir kommen, denn wir waren alle reif für die Insel, lach,

Björns Papa und ich, wir sind als erste gestartet,

unser damaliges Auto, ein Datsun, mit mir am Steuer, die alten Bilder aus den Fotoalben werden leider im Laufe der Zeit immer bissel rotstichig, macht aber nix, sind eben Erinnerungen.

Angekommen und Zelt aufgeschlagen, das direkt hinter unserem Auto, und wie man sieht, herrliches Wetter!

Unser Zelt steht, Björns Papa war zufrieden, der Seewind noch etwas frisch, deshalb der dicke Pullover, den ich selbst gestrickt hatte.

Die anderen Pärchen kamen im Abstand von einigen Tagen (Urlaubsplanung, lach!) hinterher, und was soll ich euch sagen: Immer am jeweiligen Ankunftstag, auch an unserem, war herrliches Wetter, am nächsten Tag trübte es ein und war einfach nur usselig, lach! Und immer, wenn wir jeweils ein Pärchen an der Fähre abgeholt haben, haben die gestrahlt und gemeint, siehste, jetzt kommen wir, jetzt wird es schön, ja, Pustekuchen!

Links an unserem Zelt, das bin ich, das grüne daneben gehörte meinem damaligen Zivildienstkollegen von meiner Bauernhofarbeitsstelle mit Freundin.

Das ist besagter Kollege mit mir!

Das dritte Pärchen war mit meinem Kollegen zeitgleich eingetrudelt, Freunde vom Kollegen. Zum Schluß kam dann mein Chef und Freund mit seiner Freundin.

Gemeinsames spülen, hihihi, rechts meine Wenigkeit.

So war das Wetter jeweils am Ankunftstag

Ausschau halten, lach!

Und dann erstmal mit alle Mann an den Strand.

Der Mann rechts ganz vorne, das ist mein Chef und Freund. Wenigstens hin und wieder hatten wir dann auch Strandwetter vom feinsten, was sofort zum bilden herrlicher Sandfiguren benutzt wurde:

Sonst mußten wir uns in den anderen Tagen am Strand mit dieser Bekleidung begnügen statt mit einem Bikini!

Rechts wieder ich, alle Mann und Frau mit Friesennerz! So waren wir auch einmal angeln am Wattmeer

vorne ich, unser Fang war gigantisch, wir haben soooo gelacht, das erinnerte irgendwie an die „wunderbare Brotvermehrung“, zwei Fische, einen kleinen Aal und eine noch kleinere Scholle, für 8 Personen, ich lach mich heute noch weg, aber wir haben sie wirklich gebraten.

Der Urlaub war im Juli 1978, da hatten Björns Papa und ich 5-jährigen Hochzeitstag genau in der Zeit, und ich bekam 5 herrliche, orangenfarbene Rosen geschenkt, die mein Exmann extra vom Festland mit der Fähre hat „einschiffen“ lassen, auf der ganzen Insel waren keine Rosen aufzutreiben. Hab ich mich sehr drüber gefreut!

Der Campingplatz

hinter dem kleinen, blauen Zelt links im Vordergrund ist unser Zelt und unser Auto mit Björns Papa.

Andere Richtung! An einem Abend begann es heftigst zu stürmen, die ganze Nacht hat das getobt und gewittert, es sind Zelte fliegen gegangen und sogar Wohnwagen umgekippt, unser Zelt hat gehalten, aber ich bin im Laufe der Nacht zum schlafen ins Auto abgewandert, das war schon ziemlich beängstigend! Am anderen Morgen war der Spuk vorbei.

Im Ort bei unserem Campingplatz gab es auch eine Disco, die wir natürlich allesamt besucht haben, das war so ein herrlich vergnüglicher, feucht-fröhlicher Abend bzw. Nacht, und ich werde wohl nie vergessen, was vorzugsweise und rauf und runter aufgelegt wurde in der Disco, dazumalen brandneu, heute ein Oldie vom feinsten,

Donna Summer „I Feel Love“ , wenn ich heute mal wieder dieses Lied höre, denke ich immer an Ameland, was haben wir danach getanzt! Wer es sich mal in voller Länge antun möchte, büdde schön:

Trotz des überwiegend grottigen Wetters war das ein herrlicher Urlaub, wir hatten alle so einen Spaß, haben gelacht, abends im größten Zelt von meinem Chef Karten gespielt, herrliche Wattwanderungen gemacht, die Gegend erkundet und wie es sich für Meer-Urlaub gehört, natürlich Muscheln gesammelt.

Ich hab sie, glaube ich, heute noch, und viele andere aus anderen Urlauben am Meer. Nun hab ich noch die obligatorischen Ansichtskarten vom Urlaub für euch

hihihi, Bildausschnitte von gemacht mit der Knipse!

Zu einem Eintrag über Urlaub und Meer gehören stimmungsvolle Bilder, die liefere ich jetzt noch aus unserem reichhaltigen Archiv nach.

 

 

Ja, das ist die Serviette, deren Motiv jetzt meine Schlafzimmerlampe ziert.

Damit schließe ich nun unseren Eintrag zum Wochenende, aber vorher bekommt ihr noch was für auf die Ohren, hab ich so vor mich hingesummt, als ich mit meinem Redaktionsteam diesen Eintrag geplant habe, und das ganze Team war der Meinung, das müsse unbedingt noch mit rein, würde es doch so schön zu dem Thema Sehnsucht nach dem Meer passen!

Und damit wünschen wir euch allen ein wunderschönes, entspanntes Wochenende, falls ihr auch Sehnsucht nach dem Meer habt, vielleicht konntet ihr sie hier nun ein wenig stillen, wir hoffen, es hat euch gefallen!

Bleibt alle gesund, paßt auf euch auf und

habts fein! Wünschen euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern

Otto und Lucia.

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Ein Muttertier feiert Vatertag

Vater werden ist nicht schwer,
Vater sein dagegen sehr.

Ersteres wird gern geübt,
weil es allgemein beliebt.
Selbst der Lasterhafte zeigt,
daß er gar nicht abgeneigt;
nur will er mit seinen Sünden
keinen guten Zweck verbinden,
sondern, wenn die Kosten kommen,
fühlet er sich angstbeklommen.
Dieserhalb besonders scheut
er die fromme Geistlichkeit,
denn ihm sagt ein stilles Grauen:
Das sind Leute, welche trauen. –
So ein böser Mensch verbleibt
lieber gänzlich unbeweibt. –
Ohne einen hochgeschätzten
tugendsamen Vorgesetzten
irrt er in der Welt umher,
hat kein reines Hemde mehr,
wird am Ende krumm und faltig,
grimmig, greulich, ungestaltig,
bis ihn dann bei Nacht und Tag
gar kein Mädchen leiden mag.
Onkel heißt er günst’gen Falles,
aber dieses ist auch alles. –

Oh, wie anders ist der Gute!
Er erlegt mit frischem Mute
die gesetzlichen Gebühren,
läßt sich redlich kopulieren,
tut im stillen hocherfreut
das, was seine Schuldigkeit,
steht dann eines Morgens da
als ein Vater und Papa
und ist froh aus Herzensgrund,
daß er dies so gut gekunnt.

(Wilhelm Busch)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, ich seh schon, ihr habt mal wieder Fragezeichen in euren Augen „Ein Muttertier feiert Vatertag“? wie ist denn das gemeint?

Ich war ein wenig in Verlegenheit gestern gemeinsam mit meinem Redaktionsteam, was wir denn zum heutigen Vatertag einstellen könnten, den wir hier ja auch schon so oft gefeiert haben, und eigentlich wollte ich euch doch auch noch ausführlich von meinem Wochenende bei den Kindern berichten, und da haben wir beschlossen, wir machen halt aus der Not eine Tugend, es gab dann auch noch so ein feines Mitbringsel von der Frau Chefredakteurin vom einkaufen, das sich ganz prima für den Vatertag eignet, somit gibt es jetzt Gedicht und dies für alle Väter, wobei natürlich genau wie bei den Müttern auch die Väter unserer Haustiere oder anderem Getier in der freien Natur oder in Zoos, um die sich eben auch von den Männern gekümmert wird!

Und das ist das feine Mitbringsel, lach!

Ein Rosmarin! Mit der Aufschrift „Macht Gin“! Hihihihi, nochmal Fragezeichen in euren Augen, macht richtig Spaß hier heute!

Ja, ihr lieben Väter/Männer, Gin dürfte euch bekannt sein, einen aufs väterliche Wohl trinken an diesem Tag hat Tradition, und so war an diesem hübschen Rosmarintopf ein Schild eingesteckt

mit diesem feinen Rezept innen! Und das schenke ich euch nun allen zum Vatertag, ich hab keine Ahnung, wie das schmeckt, weil ich es noch nicht ausprobiert habe, aber ich werde, versprochen! Und ich bin gespannt, ob ich von euch Rückmeldungen kriege!

Und damit wünsche ich allen Vätern (und denen s.o.!) einen wunderschönen, entspannten und gemütlichen Vatertag! In diesen immer noch so unsäglichen Coronazeiten fällt so vieles flach, auch die traditionsgemäßen Bollerwagen-Ausflüge werden wohl, wenn überhaupt, dann nur unter strengen Auflagen stattfinden können, da kann ich mir gut vorstellen, daß meine Leser hier den Tag lieber, wie vielleicht auch ohne Corona in den Vorjahren schon, mit ihren Lieben verbringen! Gerade in diesen Zeiten wird so deutlich, daß Familie und Freundschaft durch nichts zu ersetzen und das Wichtigste im Leben sind!

Habts fein!

Und nun mach ich mal in eigener Sache weiter, denn so, wie die Väter heute ihren Vatertag feiern, hab ich am Wochenende bei den Kindern auch meinen Muttertag nachträglich gefeiert, denn dieses Jahr wäre ich halt wieder „dran“ gewesen. Könnt ihr euch sicher denken, daß die Freude beim Besuch der Kinder doppelt groß war!

Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage Dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.

(Wilhelm Busch)

Und so machte ich mich am Samstag auf den Weg nach Kölle, Schutzmaske im Gepäck, denn in Bus und Bahn ist sie Pflicht! In Zeiten von Corona war auch leider das Reisezentrum an unserem Hauptbahnhof geschlossen, also mußte ich zum ersten Mal ein Ticket für die Fahrt am Automaten ziehen, hat aber prima geklappt. Es war nicht voll in der Bahn, da war dann Abstand halten zum Glück auch kein Problem. Die Sonne lachte vom Himmel und sie lachte auch in Köln, als ich ankam.

Unsere gemeinsame Freude beim endlich wiedersehen und begrüßen könnt ihr euch sicher alle lebhaft vorstellen, ich zeig euch mal ein Bild vom glücksstrahlenden Muttertier, hat Björn auf ihrem Balkonien von mir gemacht!

Angekommen!!!

Die Kinder haben, wie so viele andere Menschen auch, die Zeit des nicht raus gehen können zum aufhübschen ihrer Wohnung und ihres Balkoniens genutzt, letzteres hat jetzt statt eines Sonnenschirms eine feine Markise

die man der Sonneneinstrahlung anpassen kann.

Feine Blümchen blühen in den Kästen

Eine Wand im Wohnzimmer bekam eine wunderschöne neue Tapete

ein ganz edles Muster, mit einem weißen Rahmen drum, die übrigen Wände sind auch weiß, ein neuer Computerschrank im Colonialstil ist eingezogen, ich bin ganz begeistert und hab alles gebührend bewundert. Wir haben es uns dann so richtig gemütlich gemacht, wir hatten so viel zu erzählen. Unser aller Co-Autor, unsere rasende Reporterin, meine Mimi in heaven, ihr werden dort oben auf ihrem Stern die Öhrchen geklingelt haben, denn wir haben auch von ihr viel gesprochen und erzählt.

Am Abend haben wir dann sooooo lecker gegrillt, Würstchen, Grillkäse, Knoblauch- und Kräuterbaguette, Nudelsalat, herrlich! Und haben auf unser Wiedersehen angestoßen, mit einem so wunderbar süffigen Rotwein und Björn mit einem schottischen Whisky!

Und die Sterne über Köln aus dem letzten Eintrag, die hab ich auch gesehen,

und da ist mir noch so ein feines Lied eingefallen, das ich so mag:

der Text steht drunter bei „mehr ansehen“!

Dann muß ich euch noch was zeigen, der Freund und dazumalen Trauzeuge von den Kindern hat einen feinen, kleinen Laden für Gothic-Fans, und zur Corona-Krise hat er ein T-Shirts mit einer super Aufschrift rausgebracht, guckt mal:

Klasse, oder?

Ich hab herrlich geschlafen bei meinen Lieblingsmenschen, und war am anderen Morgen erstaunlich früh wach, lach, ich wollte doch noch was vom Tag mit den Kindern haben. Das Wetter war wieder so schön, Björn schlief noch, da haben Steffi und ich beschlossen, wir drehen eine Runde durch ihren herrlichen Park

und auf dem Rückweg gehen wir frische Brötchen holen! Gesagt, getan, es war so ein herrlich stiller, friedlicher Morgen, kaum Leute unterwegs und die, welche allein oder mit Hund und/oder Kind ihre Runden drehten, waren alle sehr diszipliniert und freundlich gestimmt. Auch in der Schlange vor dem Bäckerladen ging es weitgehend friedlich und diszipliniert zu, und so zogen wir beglückt mit unseren Brötchentüten nach Hause, die unterwegs schon so herrlich dufteten, hihihihi! Das gemeinsame Frühstück war so gemütlich und schön und richtig opulent! Ich liebe Frühstücken, wenn ich es nicht alleine tun muß, hier zu Hause bei mir fällt es deshalb bis auf den Kaffee aus!

Wir haben uns dann noch einen wunderschönen gemeinsamen Tag gemacht mit erzählen und lachen und freuen am Zusammensein!!! Das Abschied nehmen fiel dann doch wieder schwer, die Zugfahrt verlief reibungslos, ich hatte Zeit, meinen Gedanken an die schönen Tage nachzuhängen.

Die Ankunft hier in den Redaktionsräumen fiel dann erwartungsgemäß auch traurig aus, weil es das erste Mal war, daß ich heimkam, ohne von meiner begeisterten Mimi begrüßt zu werden, die, obwohl sie das ja immer nicht zeigen wollte, sich so gefreut hat wenn ich wieder da war. Mein übriges Redaktionsteam und auch ihr, meine lieben Leser, habt euch ja alle ins Zeug gelegt, um mir das erste Mal heimkommen ohne Mimi nicht so traurig werden zu lassen, dafür danke ich euch sehr!

Zum wieder ankommen hier in unserer Redaktion und eben auch langsam wieder im Alltag, hab ich mal wieder Balkonien-Bilder gemacht, die ich euch jetzt zum Abschluß dieses Eintrags noch zeigen möchte, sonst wird das hier auch zu „schreiblastig“, lach!

Den Gin-Rosmarin habt ihr ja schon gesehen, neuer Bewohner auf Balkonien, und da wir schon mal bei Allohol sind, hihihihi, Himbeere und Johannisbeere sprießen, da könnte man, wenn es genug würde, auch Aufgesetzten von machen, lach!

Die Glockenblümchen fangen wieder an zu blühen

und auch mein Thymian blüht

der Salbei aus einem gekauften kleinen Kräutertöpfchen ist herrlich angegangen

nochmal Glockenblümchen

ganz voller Knospen wieder, das wird die dicke Hummel freuen, wenn die alle wieder blühen!

Oregano, ehemals von Steffis Balkonien gemopst, auch er sprießt, und unser Halloween-Kürbis-Leuchtekopf ist einfach draußen geblieben, er leuchtet so fein!

Für Spargelliebhaber wie mich: Estragon! Für Sauce bernaise!

Ihr erinnert euch alle noch an das Samentütchen von Brigitte/Plauen mit den Sonnenblumen, die ich in Mimis Brotkasten aussäen wollte? Guckt:

Sie sprießen!!! Ich freu mich schon sehr drauf und bin gespannt, durch das Katzennetz davor hätten sie auch einen feinen Halt dann, wenn sie blühen!

Neues Saat- und Pflanzgut, extra für mein Bienenhotel mit meinen Wildbienen, eigentlich bissel spät schon, aber ich guck mal, wie es noch wird.

Im Topf mit meiner Avocadopflanze sprießen die Samen der Ringelblume, auch da bin ich gespannt.

Ja, und das war es nun erst einmal von Balkonien

und auch mit diesem Eintrag, wir hoffen, es hat euch allen wieder gefallen und wünschen euch einen wunderschönen, sonnigen Feiertag Christi Himmelfahrt/Vatertag!

Paßt alle gut auf euch auf und bleibt gesund! Das wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit den beiden Freelancern Otto und Lucia und Mimi in heaven!

Habts fein und bleibt gesund!

Grafschafter Wochenanzeiger – Ein buntes Potpourri zum Muttertag

Wie sehen Engel aus?

Ich weiß es sehr.
Zu mir kam ein Engel,
das ist schon lange her.
Sie begrüßte mich mit offenen Armen,
als würden wir uns schon ewig kennen,
und versprach, daß, egal was passiert,
wir uns niemals würden trennen.


Engel halten ihre Versprechen,
und meiner war immer da für mich.
Mit Unterstützung und Verständnis
sagte er: „Komm her, ich tröste Dich.“
Sie ist niemals sehr weit weg,
und jetzt, wo ich erwachsen und nicht mehr klein,
da teile ich mit meinem Engel,
selber kleine Engelein.


Lange nachdem mein Engel seine Arbeit getan hat,
inmitten all der irdischen Dinge, wie z.B. das Bügeln,
wird sie für immer ein Engel sein,
aber dann einer mit himmlischen Flügeln.
So, wie sehen nun aus die Engel?
Hast Du es schon raus?
Engel kommen in vielen Formen,
aber meiner sieht wie meine Mami aus!

(Verfasser unbekannt)

Ja, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, heute ist wieder Muttertag, viele hatten wir hier schon im Blögchen, dies ist der zweite im Grafschafter Wochenanzeiger. Lange haben wir in unserer Redaktionssitzung überlegt, was wir bringen könnten dazu, ich hab mir dann sinnend meine während der Woche gemachten Notizen betrachtet, und hatte dann die zündende Idee, von der die übrigen Redaktionsmitglieder gleich begeistert waren. Es gibt, siehe Titel, ein buntes Potpourri zum Muttertag.

Als Kind hab ich meine Mama zum Muttertag beglückt, mit Karten, Bildern, selbstgebastelten Dingen, und natürlich Blümchen!

So ähnlich mag das dann immer gewesen sein, wenn ich mit Papa losgezogen bin, um Blümchen zu pflücken, am liebsten Butterblumen, die hielt ich als Kind für die schönsten Muttertagsblumen der Welt, und meine Mama hat sich immer sehr darüber gefreut. Ich hab in meinem reichhaltigen Fundus noch eine Karte gefunden, die ich meine Mama zum Muttertag gemacht habe, guckt mal:

Das war wohl eine gekaufte Karte, innen hab ich sie aber gestaltet

ich mußte doch lächeln über den Text: „Ich bin in diesem Jahr nicht immer lieb gewesen…..“ ich glaub, das war eine sanfte Untertreibung, denn meine Großmutter pflegte immer zu sagen, in mir stecke ein kleiner Deiwel! Und als ich dann erwachsen und verheiratet war, da

bekam ich ein Baby, meinen Sohn, und nun war ich eine Mama und hatte auch Muttertag, da hab ich mich so drüber gefreut! Und an einen Muttertag erinnere ich mich noch ganz besonders, denn den hab ich nicht zu Hause gefeiert, da war Björn noch ein Kindergartenkind und wir konnten auch außerhalb der Saison reisen, da hab ich nun neben Muttertagserinnerungen auch noch Urlaubserinnerungen und Bilder, die ich mit euch teilen kann.

Wir waren dazumalen in Cadzand in Holland,

https://de.wikipedia.org/wiki/Cadzand

und hatten dort eine wunderschöne, kleine Ferienwohnung in einem Ferienhauspark, unsere Wohnung war im Erdgeschoß, dazu gehörte sogar ein kleiner Auto-Carport. Ich hab noch Bilder von der Wohnung:

In der Türe spiegelt sich die kleine Küche

das war das Wohnzimmer, Björn hat es sich gemütlich gemacht. Der Stuhl rechts gehörte zu der kleinen Terrasse, die wir vor dem Haus hatten.

Schlafzimmer mit Kinderbett, wir hatten ein richtig schönes, großes Reisebett für Björn, die Sonne, die davor hängt, war Björns Spieluhr, die mußte notwendig jeden Abend zum schlafen gehen aufgezogen werden. Die Ferienhäuser standen so im Rund, und in der Mitte waren herrliche Spielmöglichkeiten für die Kinder, die Björn weidlich genutzt hat.

Fußballspielen mit Mama

Sandkästen zum buddeln, ganz links ist Björn

hinein ins sandige Vergnügen, lach! Hinterher sah das dann so aus

da war dann Dusche und Waschmaschine angesagt!!!

Am allerschönsten war aber buddeln am Strand, die Nordsee war nicht weit von unseren Ferienhäusern

Danach müde getobt mit Mama und Papa wieder nach Hause laufen

Es war herrliches Wetter zu der Zeit, nur einmal hatten wir ganz dicken Nebel, sowohl am Tag als auch in der Nacht, und nachts war das ein bissel unheimlich, weil man von der See her die Nebelhörner der Schiffe die ganze Nacht hörte.

Vielleicht haben einige meiner älteren (älteren vom länger hier dabei sein!) Leser bei dem Urlaubsort Cadzand aufgehorcht, da war doch mal was? Ja, richtig, und zwar das hier:

Haifischzähne, die konnte man dort am Strand finden, „die Strände bei Cadzand-Bad sind als gute Fundstelle von Haizähnen aus dem Neogen und Paläogen bekannt. Durch den Gezeitenstrom und den Strom der Westerschelde werden auf dem Meeresboden vor der Küste Schichten abgetragen, die Fossilien (Haizähne, Rochenzähne, andere Fischzähne) sowie Muscheln, Zähne und Wirbel von Fischen und Walen, Krabbenteile, Knochen von Säugetieren und Vögeln enthalten. Diese werden dann durch die Gezeiten an den Stränden angespült.“ (Quelle: Wikipedia, s. Link oben)

Wir haben gebuddelt wie die Weltmeister, lach, Björn war hellauf begeistert, was er nach Rückkehr aus dem Urlaub den Freunden im Kindergarten tolles berichten konnte von diesen Funden. Und als ich da so in Urlaubserinnerungen schwelgte, da ist mir was so witziges eingefallen: Wenn wir dann wie die Trüffelhunde am Strand entlang gepirscht sind auf der Suche nach den begehrten Haifischzähnen, da hab ich immer ein Lied gesunden, ich denke, das kennt ihr auch alle noch, stammt aus dem Jahre 1978, wird gesungen von Tony Marshall, und heißt „Bora Bora“,

bei der Textzeile „10.000 Meilen von zu Haus brach dann bei mir das Heimweh aus…“ hab ich dann immer gesungen: „10.000 Meilen von zu Haus buddeln wir Haifischzähne aus…“, das war immer eine Gaudi, da lacht Björn heute noch drüber, wenn wir das Thema mal beim Wickel haben.

Die Ortschaft haben wir natürlich auch erkundet, am Hafen gab es frischen Fisch

den ich hier gerade begutachte!

Und es gab noch ein ganz feines Ausflugsziel von dort aus, und zwar das Naturschutzgebiet und Vogelreservat „Het Zwin“

https://www.visitflanders.com/de/entdecken/sehenswurdigkeiten/top/het-zwin.jsp

und von dort hab ich noch ganz viele Bilder.

Dies ist aber erst einmal eine Postkarte, eine schöne Übersicht, dann kommen unsere Bilder.

Ich mach euch mal eine kleine Galerie, ihr wißt schon, anklicken, groß gucken!

Wir hatten auch so schöne Postkarten von dort, gibt es gleich die nächste Galerie

Was wäre Holland ohne Windmühlen, da haben wir auch noch Postkarten von

Mühle „De Brak“ in Sluis

eine Kornmühle, Baujahr 1739

Auch eine Kornmühle, mit dem Baujahr 1643!

Ja, und in diesem wunderschönen Urlaub hatte ich meinen Muttertag, in den ich mit Sohnemann hier hineingeschlafen habe, lach, das Bild hat Björns Papa ganz heimtückisch wirklich beim schlafen gemacht.

Und am Muttertagsmorgen gab es dann natürlich das übliche Prozedere, psssstttt, ganz leise Frühstück machen für die Mama….rabummmm, hach, das waren doch herrliche Zeiten. Natürlich hatte Björn auch eine Geschenk für die Mama, im Kindergarten gebastelt, dem Papa anvertraut, damit es auch mit in den Urlaub kommt und begeistert von mir ausgepackt, ihr kennt alle mein Sammlergen, guckt, da ist es:

Schöööön, nicht?

Das war nun also mein Muttertag in Cadzand, den ich jetzt mit einem wunderschön romantischen Bild beschließe

Und unser Potpourri geht weiter, da wir schon einmal am Meer waren, das Meer ist eine ganz alte Familienliebe,

da war Björn 22 Monate alt.

Überhaupt zieht es uns irgendwie ans Wasser, wenn nicht das Meer, dann der Rhein, der ja dort mündet, und an dem Björn jetzt wohnt, fand seine Mama als Kind schon klasse

Klein-Monika am Rhein

Und später dann mit Björn

Was noch so zum Muttertag paßt? Ich hab noch ein Bild gefunden, das Björn aus diesem Anlaß mal seiner Oma gemalt hat, ich glaub, da war er so 12 Jahre alt:

Das hat meine Mama auch treulich aufbewahrt, und nun ist es wieder bei mir.

Dann hab ich noch ein Knallerbild gefunden, das muß ich euch zeigen, schließlich macht man sich ja doch auch schön zum Muttertag, da zeig ich euch mal ein Bild aus den Tagen, als das noch richtig ging, lach!

Das war ein Outfit für eine verwandtschaftliche Hochzeit, hat Björns Papa damals mal so eine Portrait-Serie von mir gemacht.

Nun kommen Bilder, da hat mein Redaktionsteam sehr gestaunt und sich auch amüsiert, Bilder von unserem Balkonien aus den Anfangstagen unseres hier wohnens:

Dazumalen schon mit Sonnenschirm, aber sonst noch völlig kahl, mit Küchenstuhl, aber wie ihr seht…..“Stormzeit“!

Björn liebte den Balkon auch sehr,

sommers wie winters, ich glaub, ich hatte euch mal ein Bild gezeigt, wo wirklich massig Schnee auf Balkonien lag und Björn mit seinen Spielfiguren Schneeberge gebaut hat zum rodeln und Pferdeschlitten fahren.

Da wir nun schon hier in der Grafschaft wieder gelandet sind, vor einiger Zeit hatte ich mal berichtet, daß „Burg Lirich“ hier mal ganz anders aussah, ich hab Bilder gefunden, wo tatsächlich noch der zweite Schornstein steht, der später gesprengt worden ist

da stand dann auch nur der neue Schornstein, der heute noch steht, die „Burg“ kam dann später noch dazu und befindet sich hier wohl gerade im Bau.

Vielleicht erinnert ihr euch auch noch an meinen Eintrag über den Beruf, den unser Name beinhaltet, den Zimmermann, von dem ich doch eine Marionette habe. In dem Eintrag hatte ich euch erzählt, daß wir ein richtiges Richtfest mit allem drum und dran und Zimmermann und Richtspruch und runter geschleudertes Glas erlebt haben, nämlich beim Bau des neuen Kindergartens in meiner Gemeinde, als Björn noch im Kindergarten war, und da gibt es auch noch Bilder von:

Da ist er, der Zimmermann, beim verlesen des Richtspruchs!

Und auf noch einen alten Eintrag möchte ich mich beziehen, auf einen Geburtstagseintrag zu meinem Geburtstag, als ich euch die schöne Geschichte meiner kleinen Lampe erzählt habe, die ich dazumalen geschenkt bekam, kann ich beweisen, lach, guckt:

Da steht sie auf dem Frühstückstisch, und ich strahl genauso wie sie!

So, ihr lieben, zum Schluß unseres Eintrags gibt es noch mal zwei Bildchen, wo man Familienähnlichkeiten vergleichen kann

meinereiner und

Björn! Paßt, oder?

Und da das ganze ja ein Eintrag zum Muttertag ist, gibt es für das Muttertier hier, nämlich mich, jetzt noch ein Bild von meinem Sohnemann, eines dieser immer so herrlich gestelzten Bilder vom Fotografen!

Ist das nicht wonnig? Björn fand solche Termine wohl wie jedes Kind, ätzend, ich finde, das sieht man ihm kaum an, oder?

Und nun wünschen wir euch allen einen wunderschönen Muttertag, macht das beste aus der derzeitigen Zeit, paßt bitte alle gut auf euch auf und bleibt gesund!

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und Otto und Lucia.

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 17

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Berliner „Nationalgedicht“

Ick sitze da un esse Klops.
Uff eenmal klopps.


Ick kieke, staune, wundre mir,
Uff eemal jeht se uff, de Tür.


Nanu denk ick, ick denk nanu,
Jetzt is se uff, erst war se zu?
Un ick jeh raus un blicke
Un wer steht draußen? – Icke!

(Original von Jean de Bourgeois, Pseudonym)

Jaaa, ihr lieben Leser alle vom Adventskalender im Grafschafter Wochenanzeiger, nu isses soweit, und gewieft, wie ihr doch alle seid, wißt ihr längst, wer nun für Türchen 17 verantwortlich ist, oder??? Jenau,

icke Bruno, Redaktionsbote vom Grafschafter!

Und seines Zeichens ein asylsuchender Flüchtlingsbär aus der Hauptstadt Berlin, was liegt da näher, als daß dies ein „Berliner“ Türchen wird, und bei der Liebe zu Bären im allgemeinen und Eisbären im besonderen sowohl in den Redaktionsräumen unserer Zeitung als auch hier im Blögchen, ein Türchen vom „Berliner Bär“!

Der Berliner Bär ist seit ungefähr 1280 das Wappentier Berlins und schmückt bis heute das Wappen Berlins.

Vermutungen zufolge soll das Berliner Wappentier, der Bär, auf Albrecht I. „den Bären“, Eroberer und Begründer der Mark Brandenburg zurückzuführen sein. Diese Theorie vermag jedoch nicht das mittelhochdeutsche Diminutivsuffix -lein / -lin zu erklären, was den Städtenamen „kleiner Bär“ (Bärlein) bedeutete. Es steht fest, dass der Berliner Bär ununterbrochen seit 1280 im Siegel oder Wappen erscheint. Die herrschende Meinung in der Forschung geht beim Ortsnamen von einem slawischen Ursprung aus, nämlich von dem slawischen Wort berl (Sumpf).[1] Der Stadtname ist bildhaft in ein „Bärlein“ umgesetzt. Es handelt sich hierbei um ein klassisches „redendes Wappen“.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_B%C3%A4r

So, nun wißt ihr, wie Berlin zu seinem Wappentier kam. Urkundlich zum ersten Mal abgebildet wurde er auf dem Siegel eines Briefes  der Kürschnergilde vom 22. März 1280.

Ursprünglich wurde der Bär im Wappen immer durch den roten Adler und später auch mit dem schwarzen preußischen Adler eingerahmt, erst durch die Gründung der Weimarer Republik und die Abschaffung der Monarchie in Preußen bekam der Berliner Bär seinen alleinigen Platz im Wappen.

Berlin hat einen Bärenzwinger, der glücklicherweise heute nicht mehr für Bären genutzt wird. Als lebende Wappentiere wurden vier Bären am 17. August 1939 an das Märkischen Museum in Berlin-Mitte übergeben, wo sie im nahen Köllnischen Park in einem Bärenzwinger lebten. Der Platz an der Spree wurde wegen seiner Nähe zur Fischerinsel und dem Nikolaiviertel gewählt, die als Wiege der Doppelstadt Berlin-Cölln gelten. Wer sich von euch für die Bären, die dort gelebt haben, interessiert, da hätte ich eine schöne Seite für euch

https://www.biologie-seite.de/Biologie/Berliner_B%C3%A4r

bissel scrollen, da kommt dann der Abschnitt mit dem Bärenzwinger.

Natürlich ist der Berliner Bär auch ganz großer Fan von Hertha BSC Berlin, der „Alten Dame“, dem Fußballverein in Berlin, wie man sieht: Und sie haben jetzt die kleine Eisbärin Hertha aus dem Tierpark Berlin als Patenkind!

Und dann hab ich noch was mit dem Berliner Bären gefunden, worüber die Frau Chefredakteurin ganz entzückt war:

Der Berliner Bär pustet Seifenblasen, und sie meinte, das wäre ja fein, denn gerade jetzt in der Weihnachtszeit würde das so eine schöne Kindheitserinnerung auslösen: Einkaufen zur Advent- und Weihnachtszeit als Kind mit den Eltern in Essen, dazumalen schon richtig Großstadt, und vor einem dortigen Spielzeugladen saß ein großer Plüschbär und ……pustete Seifenblasen!

Ja, ihr lieben Leser, das war es, was ich euch alles zum Berliner Bären erzählen kann, aber natürlich hab ich noch bissel was anderes bäriges in petto, zum Beispiel dieses wunderschöne Video

das werdet ihr bestimmt mit dem gleichen Entzücken gucken wie hier die gesamte Redaktion, als ich es mit Hilfe der Frau Chefredakteurin gefunden hatte.

Und noch was feines, als weltgewandter Hauptstadtbär kann ich natürlich auch bissel englisch, aber auch ohne entsprechende Sprachkenntnisse kann man dieses Video „verstehen“, auf deutsch war es leider nicht zu finden:

Da sagt der Bär doch:

Ach, das ich es nicht vergesse, das Gedicht zum Eingang gibt es auch als „Klopslied“ musikalisch:

So, und damit komme ich nun zum Ende meines ersten eigenen Eintrag hier im Adventskalender vom Grafschafter Wochenanzeiger, nehmt euch für die letzte Woche vor dem Fest, die ja erfahrungsgemäß doch immer bissel stressig wird, den Bären hier zum Vorbild

Balu, der Bär!

Damit wünsche ich euch allen einen schönen Dienstag und eine gute, entspannte Woche, trotz Festtagsvorbereitungsstreß, bleibt oder werdet alle gesund und

habts fein, wünscht euch euer Bruno, Redaktionsbote vom Grafschafter Wochenanzeiger und das gesamte restliche Team!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 12

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Leanabh an àigh

Leanabh an àigh, an Leanabh bh‘ aig Màiri
Rugadh san stàball, Rìgh nan Dùl;
Thàinig do ’n fhàsach, dh’fhuling ’n ar n-àite
Son‘ iad an àireamh bhitheas dhà dlùth!

Ged a bhios leanabain aig rìghrean na talmhainn
An greadhnachas garbh is anabarr mùirn,
‚S geàrr gus am falbh iad, ’s fàsaidh iad anfhann,
An àilleachd ’san dealbh a‘ searg ’san ùir.

Cha b’ionann ’s an t-Uan thàinig gur fuasgladh
Iriosal, stuama ghluais e’n tùs;
E naomh gun truailleachd, Cruithfhear an t-sluaigh,
Dh’éirich e suas le buaidh o ùir.

Leanabh an àigh, mar dh’aithris na fàidhean;
‚S na h-àinglean àrd‘, b’e miann an sùl;
‚S E ’s airidh air gràdh ’s air urram thoirt dhà
Sona an àireamh bhitheas dhà dlùth.

(Mary M. Macdonald)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, die Frau Chefredakteurin meinte, wenn ihr das Gedicht seht, dann habt ihr wieder die hier so berühmten Fragezeichen in den Augen, lach, weil niemand von euch auch nur ein Wort versteht, aber ich glaub, spätestens, als ihr mich gesehen habt, war euch schon klar, wo der Eintrag hingeht, oder?

Genau, richtig geraten, das ist ein schottisch-gälisches Gedicht, und nun ist auch klar, was das für ein Türchen wird hier heute zum Bergfest: Ich berichte euch von Weihnachten in Schottland!

Von dem obigen Gedicht gibt es lediglich eine Übersetzung ins englische

Child in the manger, infant of Mary,
Outcast and Stranger, Lord of us all,
Child Who inherits all our transgressions,
All our demerits upon Him fall.

Once the most holy Child of salvation
Gently and lowly lived here below.
Now as our glorious mighty Redeemer,
See Him victorious over each foe.

Prophets foretold Him, Infant of wonder;
Angels behold Him on His throne.
Worthy our Savior of all our praises;
Happy forever are His own.

(Mary MacDonald ,1789-1872, übersetzt ins englische von Lachlan Macbean, 1853-1931,)

Unsere Frau Chefredakteurin hat den englischen Text mal durch den Google-Übersetzer „gejagt“, und das stelle ich euch hier nun auch noch ein, dann wissen doch alle wenigstens über den Inhalt Bescheid:

Kind in der Krippe, Kind von Maria,
Ausgestoßener und Fremder, Herr von uns allen,
Kind, das alle unsere Übertretungen erbt,
alle unsere Fehler auf Ihn fallen.

Einst das heiligste Kind der Erlösung
sanft und bescheiden lebte hier unten.
Jetzt, als unser herrlicher, mächtiger Erlöser,
sehen sie Ihn als Sieger über jeden Feind.

Propheten sagten ihn voraus, Kind des Wunders;
Engel sehen ihn auf seinem Thron.
Unser Retter, aller unserer Lobpreisungen würdig;
für immer glücklich sind seine eigenen.

Ich hab mich sehr gefreut, daß wir dieses Gedicht gefunden haben, ich kenn es aus meiner Heimat in Schottland, und es ist nicht nur ein Gedicht, es ist auch ein Lied, das Gedicht ist vertont worden,

die Melodie wird euch bekannt vorgekommen sein, nicht wahr? Genau, „Morning has broken“, „die Melodie hieß ursprünglich Bunessan (nach dem gleichnamigen Ort (gäl. Bun Easain) im Südwesten der Insel Mull), damals bekannt mit dem Text des gälischen Weihnachtsliedes Leanabh an àigh („Kind der Freude“), das von Mary MacDonald (1789–1872) geschrieben wurde. (Quelle: Wikipedia)

So, ihr lieben Leser alle, nun berichte ich euch mal von Weihnachten in Schottland:

Wir Schotten verstehen es, Feste zu feiern, gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit, und so beginnen die Feierlichkeiten am  Nationalfeiertag zu Ehren des Schutzheiligen Sankt Andreas am 30. November und gehen über Weihnachten bis zum weltberühmten schottischen Silvesterfest “Hogmanay”.

Das eigentliche Weihnachtsfest war in Schottland über 425 Jahre verboten, denn seit dem Jahre 1583 galt das Weihnachtsfest in Schottland im Auge der Kirche als abtrünnig und somit war der 25. Dezember durchweg ein Arbeitstag. Die Messen durften erst nach Feierabend besucht werden, und wer es wagte, bunt zu schmücken, den erwarteten Bußen.

Tatsächlich ist der 25. Dezember erst seit 1958 ein offizieller Feiertag in Schottland und auch der 26. Dezember gilt gerade einmal seit 1974 ebenfalls als Feiertag.

Aus diesem Grund gibt es nun natürlich nicht so viele alte Bräuche zum Weihnachtsfest in Schottland, es sind dann eben zahlreiche Bräuche aus anderen Ländern übernommen worden.

Und wie in vielen anderen Ländern auch: Essen und trinken am „Yule Tide“ (gälisch: Weihnachtsfest) ist natürlich ganz besonders wichtig, und da herrschen ja meist auch lang überlieferte Traditionen. Lecker essen vor dem heimischen Kamin, hach, ihr Lieben, da gerate ich ins schwärmen, ich liebe (natürlich!!!) die schottische Küche!

Sieht das nicht herrlich gemütlich aus? Nehmt Platz, ich verschwinde mal kurz in der Küche und guck, wie weit das Weihnachtsmenü ist!

Am Weihnachtsabend gehört zum Hauptgang der Truthahn mit Kartoffeln und Gemüse. Christmas Pudding oder Mince Pie (ein traditionelles englisches Weihnachtsgebäck) sind typische Nachspeisen. Und was natürlich unter keinen Umständen beim Festmenü fehlen darf, ist das Shortbread , ein Mürbteiggebäck und soooo lecker!

Und wißt ihr, was richtig fein und für uns Schotten auch ganz wichtig ist zu Weihnachten? Die Dekorationen! Da bin ich hier bei meiner Frau Chefredakteurin und meinen Mitarbeitern richtig prima gelandet, denn die lieben Deko zur Advents- und Weihnachtszeit ja auch so sehr! Fühl ich mich gleich wie zu Hause! Da gibt es nämlich dann bunte Papiergirlanden, und Gestecke aus Stechpalmen und Immergrün, damit werden die Räume geschmückt.

Fenster und Türen sind genau wie hier bei euch auch bei uns in Schottland mit bunten Lichtern geschmückt, hier gegenüber von unseren Redaktionsräumen sieht das ja auch alles so schön aus, ich sag ja, ich fühl mich richtig heimisch!

 

 

 

Die Weihnachtsbäume werden bei mir zu Hause meist recht bunt dekoriert, oder ganz klassisch mit Stroh- und Papiersternen.

Und so, wie wir Bärenjungs hier zum Nikolaus unbedingt unsere Strümpfe an den Kamin hängen wollten, so ist das auch in Schottland, da gehören lange, dekorierte Strümpfe auf jeden Fall zu Weihnachten.

Die werden dann zur Bescherung mit Leckereien und kleinen Geschenken gefüllt. Die schottische Bescherung findet übrigens am Morgen des 25. Dezembers statt.

Eine weitere Tradition ist es, das Kaminfeuer am 1. Weihnachtstag nicht erlöschen zu lassen. Dem Mythos nach könnten sich sonst böse Elfen Ihren Weg durch den Kamin bahnen. Mancherorts finden sogar große Lagerfeuer statt.

Natürlich gibt es in meiner Heimat auch Weihnachtsmärkte

zum Beispiel in meiner Heimatstadt Edinburgh

Da habt ihr was zu gucken, hihihihi!

Nun hab ich noch ein bissel schottische Weihnachtsmusik für euch

und damit schließe ich nun den Eintrag von der Weihnachtszeit in meiner schottischen Heimat. Ich hoffe, ich bin meinem Ruf als Außenreporter gerecht geworden und ihr habt alle euren Spaß gehabt!

„Nollaig Chridheil“ oder auf deutsch „Frohe Weihnachten“ heißt es in Schottland, genießt die restliche Adventszeit, deren Hälfte ja heute bereits um ist. Bleibt oder werdet alle gesund, habt einen schönen Tag, unsere Frau Chefredakteurin hat heute morgen wieder die zweite Frühschicht in dieser Adventszeit!

Habts fein wünscht euch euer Außenreporter Hamish mit dem gesamten Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Weiter geht’s mit der Sight-SEEing-Tour!

Auf dem Lago Maggiore

Träumend schwanken die Kronen
der Cypressen auf der Höh’,
goldschimmernde Citronen
glühn aus dem Laub am See.

Vom Berg und aus den Klüften
quillt leiser Glockenklang,
wie wenn hoch in den Lüften
verhallt der Schwäne Sang.

Und wenn die Töne der Glocken
hinsäuseln über die Flut,
dann hebt von den schwarzen Locken
der Steuermann den Hut:

Es murmeln seine Lippen
halblaut eine Ave-Marie,
er kreuzt vor den schroffen Klippen
die Brust, und beugt das Knie.

Am Riff auf zack’gem Steine
steht der Madonna Bild,
umzirkelt von goldnem Scheine,
und segnet den Schiffer mild.

Von ihrer Stirne glänzet
die Krone von Flitter und Schmelz,
und ihren Fuß umkränzet
mit Epheu der starre Fels.

Im Spiegel des Seees zittern
die zum Segen erhobene Hand,
der Krone Silberflittern,
die braune Felsenwand.

Mein Herz bebt wie in der Welle
das Bild der Königin – –
über Italiens Schwelle
gleitet die Barke hin.

( Franz Bernard Heinrich Wilhelm Freiherr von Gaudy)

Unschwer am Gedicht zu erkennen, an welchem See wir nun unsere Urlaubserinnerungstour fortsetzen: Am Lago Maggiore!

Der Lago Maggioreitalienisch auch Verbano (von lateinisch Lacus Verbanus), lombardisch Lagh Maggior, deutsch Langensee, ist ein in den italienischen Regionen Piemont und Lombardei sowie im Schweizer Kanton Tessin gelegener, von dem gleichnamigen Hauptzu- und -abfluss Tessin durchflossener oberitalienischer See.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Lago_Maggiore

Ja, liebe geneigte Leserschaft, da befinden wir uns jetzt in den Urlaubserinnerungen, an denen schon mein Sohn teilhaben konnte, wir waren zweimal am Lago Maggiore, 1994 und 1995. Beide Male mit unserem eigenen Wohnmobil, 1994 wir drei und 1995 mit meiner Freundin, die mir hier gegenüber wohnt, ja, genau, die mit Kater Devil, und ihrem Mann sowie ihren beiden Kindern, zwei Söhne, von denen der älteste Björns Freund seit Kindergartentagen war, und noch einem Freund des jüngsten Sohnes, insgesamt also 4 Erwachsene und 4 Kindern! Und ein Hund, der unseren Freunden gehörte, ein kleiner schwarzer Mischling namens Buffy!

Beginnen wir mit der Fahrt 1994, die erste große Reise mit unserem Wohnmobil, auf dem Weg nach Süden, mit Ziel Lago Maggiore, dieses Mal durch den Gotthardtunnel. Mehr als 15 km durch einen Tunnel, allein das ist schon Abenteuer, denn irgendwie ist das bei aller funktionierenden Technik doch ein bissel ein beklemmendes Gefühl. Die Temperatur steigt auch im Laufe der Durchfahrt draußen, was am Autothermometer sichtbar wurde, und nach einigen Kilometern wurde es merkbar ruhig im Wohnmobil. Nur einem schien das nichts auszumachen, unserem Fahrten-Elch Erik

einem Stofftier von Björn, den er für die Fahrten mit unserem Wohmobil zum Reisebegleiter auserkoren hatte, er hütete immer treulich das Armaturenbrett, so auch bei dieser Fahrt. Allerdings stellte sich später heraus, daß es sich da wohl doch eher um ein weibliches Exemplar der Rasse Stofftierelche handelte, weil „Erik“ sich irgendwann hier eine Familie zulegte, zuerst seinen/ihren Gefährten Torben

und wie das so ist in Beziehungen, später kam dann Söhnchen Bo dazu

die Familie war komplett!

So wurde aus Erik Erika, hihihihi! Kleine Galerie von unserem damaligen Fahrten-Elch, der/die jetzt mit seiner Familie mein Schlafzimmer bewohnt.

Zurück zur Fahrt zum Lago Maggiore: Einen Campingplatz hatten wir von einem Arbeitskollegen von Björns Papa empfohlen bekommen, der dort auch sein Wohnmobil stehen hatte. Das war ein wunderbarer Platz direkt am See, ich hab auch ihn im Internetz wiedergefunden

http://www.riviera-valleromantica.com/campingplatz-riviera.html

Guckt bei dem Link mal das letzte Bild, das war der Strand vom Lago, der zu diesem Campingplatz gehörte, ist das nicht einfach herrlich???

Wir hatten einen entzückenden kleinen Stellplatz für unser Wohnmobil, in der Nähe einer ebenso entzückenden kleinen Pizzeria, wo uns der Wirt im Laufe unseres Urlaubs ein bissel italienisch beibrachte, hihihi! Ein Laden gehörte ebenfalls zum Campingplatz, da hab ich mich bei der Abfahrt für zu Hause eingedeckt mit echtem Parmesankäse am Stück und vielen Gläsern mit herrlich schmeckender eingelegter Antipasti, Auberginen, Zucchini u.a.! Für den Parmesan-Käse am Stück ging noch ein Mitbringsel mit nach Hause, eine Parmesan-Reibe, die ich in einem früheren Eintrag zu und mit Nudeln schon mal gezeigt habe

Wo genau wir da am Lago Maggiore waren? Ach, hab ich das noch gar nicht geschrieben, huch, hier waren wir, in Cannobio:

Ein wunderschönes Städtchen, das wir so oft durchstreift haben, da konnte man sich so richtig wohlfühlen. Es gab auch einmal in der Woche einen abendlichen Trödelmarkt, da konnte man sich gar nicht satt sehen, so viele Herrlichkeiten wurden da ausgebreitet, am liebsten hätte man alles gekauft, lach! Da haben wir auch zwei so schöne Mitbringsel für zu Hause erstanden, zwei Bilder, die ich hier schon für die Eingangsgirlande und im Gedicht gezeigt habe, dieses hier für uns

ein Bild von der Isola Bella, und dieses haben wir dazumalen meinen Eltern mitgebracht

 

ein Bild von Cannobio. Heute hab ich beide wieder bei mir, weil ich das Bild von meinen Eltern zurück geerbt habe. Der Lago ist ja oft besungen worden, und da wir die Isola Bella schon erwähnt haben durch das obige Bildchen

https://de.wikipedia.org/wiki/Isola_Bella_(Lago_Maggiore)

gibt es jetzt hier die erste Musik, eine Lied von Isola Bella.

http://ingeb.org/Lieder/schaurig.html

Aber im Lago gibt es nicht nur die Isola Bella, zu den Borromäischen Inseln zählen außer ihr noch die Isola Madre, die Isola dei Pescatori, die Isolino San Giovanni und die Scoglio della Malghera.

https://de.wikipedia.org/wiki/Borrom%C3%A4ische_Inseln

Für uns spielte aber noch eine andere Insel eine ganz große Rolle in diesem Urlaub, nämlich die sogenannte „Piraten-Insel“, alleine der Name, genannt vom Arbeitskollegen von Björns Papa, elektrisierte Björn, ob man da hinkommen kann? Ja, klar, besagter Arbeitskollege hatte ein Schlauchboot mit Außenbordmotor, also machten wir uns an einem Tag auf die Seefahrt zur Piraten-Insel.

http://de.lagomaggiore.net/33/castelli-di-cannero.htm

Dazumalen konnte man dort mit dem Boot noch anlanden und die Inseln besichtigen, wie im obigen Link erwähnt, ist das heute aus Sicherheitsgründen wohl nicht mehr möglich.

Ansichtskarte!

Das sieht doch richtig abenteuerlich und geheimnisvoll aus, oder, ganz viel Platz für viel Phantasie!

Da, wo ihr links am Inselzipfelchen das Boot sehen könnt, da sind wir damals auch angelandet, um auf die Insel zu gelangen, das Wasser war so herrlich glasklar, also vom Boot aus ins Wasser, um ans Ufer zu waten, ich war der festen Überzeugung, daß ich dort bereits stehen könnte im Wasser, aber glasklares Wasser täuscht, was die Tiefe anbelangt, also mit Schwung ausgestiegen ins Wasser……und blubb, blubb, weg war ich und das Wasser schloß sich über mir zusammen, nix mit stehen, lach, da mußte man doch noch bissel schwimmen, bis man ans Ufer gelangte, Björn lacht heute noch herzlich über die Geschichte und mein verblüfftes Gesicht beim wieder auftauchen, hihihihihi!

Gegenüber lag die andere Insel

dort hin konnte man schwimmen, was wir auch taten, wie gesagt, damals konnte man das noch besichtigen.

Die kleine Bucht, wo man an Land kam. Von der Seefahrt und den Inseln schwärmt Björn heute noch, das war aber auch wirklich ein ganz besonderes Urlaubserlebnis.

Ja, das war dann der Urlaub von uns dreien 1994!

1995 haben wir uns dann, wie schon geschrieben, mit meiner Freundin und deren Familie wieder auf den Weg zum Lago Maggiore gemacht, dieses Mal wollten wir aber noch einen Abstecher zur italienischen Riviera machen, um auch das Meer zu sehen, meine Freundin mit Familie hatten sich ein großes Wohnmobil gemietet, wir fuhren wieder mit unserem kleinen vertrauten samt Erik, lach! Wenn man es nicht gewöhnt ist, mit einem Wohnmobil zu fahren, dann können sich da fahrerische Herausforderungen stellen, mit denen man so gar nicht rechnet, weil die Maße eines solchen Wohnmobils so ganz anders sind als die eines PKW, hihihi, und so ist es auch dem Mann meiner Freundin passiert, beim durchfahren einer Stadt bereits in Italien hat er die Maße unterschätzt und mit dem Oberbau des Wohnmobils an einem Laden die Markise touchiert, zum Glück ist nicht viel passiert und die Italiener sind da ja auch oft nicht so pingelig, alles ist gut ausgegangen. Aber ich sag ja, wir können nicht ohne Abenteuer, das nächste betraf dann uns und unser Wohnmobil, aber davon noch später.

Als Ort an der italienischen Riviera hatten wir uns Finale Ligure ausgesucht, dieses Ziel haben wir dann irgendwann am frühen Abend erreicht und machten uns auf die Suche nach einem Campingplatz. Das war leichter gesagt als getan, in der Hochsaison ist immer alles gut belegt, zum Schluß haben wir die Suche nach einem meernahen Campingplatz dann erst einmal aufgegeben, es dämmerte ja schon, und so folgten wir einem Hinweisschild, das uns auf eine abenteuerliche Fahrt in die Berge schickte, mit zwei Wohnmobilen auch nicht ganz so leicht, aber wir haben es geschafft und einen sooooo herrlichen Campingplatz gefunden für diese erste Nacht, direkt im Wald, wir waren alle so begeistert! Und ihr werdet es nicht glauben, ich hatte bei meinen gesammelten Urlaubserinnerungen doch tatsächlich noch Unterlagen von diesem Campingplatz

das war ein Leitfaden für die Benutzung des Platzes.

La Foresta, das war der Campingplatz im Wald, wildromantisch und wunderschön, und wenn wir nicht ans Meer gewollt hätten, wären wir bestimmt ein paar Tage geblieben. So haben wir hier nur eine Nacht verbracht, aber die war richtig klasse und ein guter Urlaubsbeginn.

Am anderen Morgen sind wir dann wieder aufgebrochen, Campingplatz am Meer suchen, und hier beginnt nun unser Abenteuer, die Strecke aus dem Berg- und Waldcampingplatz wieder runter in die Stadt war kurvenreich und eng, ja, und irgendwann kam uns mit grenzwertiger Geschwindigkeit eine einheimische Autofahrerin so schwungvoll entgegen, daß wir eine Vollbremsung mit dem Wohnmobil machen mußten, neben uns der Abgrund, und unser Wohnmobil brach aus und hing mit dem hinteren Rad über dem Abgrund!!! In welchen Worten und Gesten und in welcher Lautstärke ich nach diesem Vorfall diese besagte „Dame“ belegt habe, da schweigt des Sängers Höflichkeit, das kann man hier nicht wiedergeben, ich hatte einen richtigen kleinen Schock, schließlich hatten wir mein Kind hinten im Auto, da brach voll das Muttertier durch. Zum Glück hatten wir Vorderradantrieb und haben mit Mühe und Not den Wagen wieder in die Spur bekommen. Herzkasper!!!

Einen Campingplatz, zwar nicht in unmittelbarer Nähe zum Meer, aber fußläufig doch gut zu erreichen, haben wir dann in Finale Ligure gefunden, und anhand meiner noch vorhandenen Unterlagen

hab ich ihn dann auch im Netz wiedergefunden.

https://www.eurocampingcalvisio.it/de/

War sehr schön dort, aber in der Zeit war es in Italien so heiß wie hier und mehr bei unserer letzten Hitzewelle, da zog sich sogar der kurze Weg zum Meer, und wir haben einen Tag gehabt, da lag das Mittelmeer, das sonst ja doch einiges an Brandung hat, flach wie ein Brett, fast gänzlich ohne Wellenbewegung, hab ich noch nie so erlebt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Finale_Ligure

Mal bissel Info über Finale Ligure!

Bei einem Spaziergang haben wir dann irgendwann eine sagenhaft gute Pizzeria entdeckt, der Besitzer war ein ehemaliger Schiffskoch, der schon alle sieben Meere befahren hatte, in den Räumen der Pizzeria wuchs ein ganz alter, total verzweigter Glyzinienbaum, also das Haus war quasi um den Baum herum gebaut, das war so sagenhaft schön und sein Besitzer so stolz, den hat er uns gleich am ersten Tag gezeigt. Seine Pizzen waren legendär lecker, und er war auch ein Hundeflüsterer, Buffy, der kleine Hund von unseren Freunden, war ein bissel unerzogen und konnte schon mal zickig werden, das war dem Besitzer aufgefallen und er meinte, ob er mal was mit ihm trainieren dürfe, der Mann meiner Freundin war erst sehr besorgt, schließlich war der Mann ja ein Fremder für den Hund, aber er hat es tatsächlich geschafft, mit ganz leisen Worten und ganz ruhigen Bewegungen, daß Buffy ihm ein Stück Wurst ganz vorsichtig aus dem Mund genommen hat, Hund, Herrchen, Hundeflüsterer und wir alle waren ganz begeistert! Es sind manchmal so schöne Begegnungen mit Menschen auf Urlaubsreisen, die man nie vergißt, man ist sich kurz begegnet und die Erinnerung dauert ein Leben lang, das finde ich so schön! Denkmal im Herzen!

Mein sagenhafter Fundus beinhaltete sogar noch eine Rechnung der Pizzeria:

Meine Erinnerungsstücke!

 

Von Finale Ligure aus sind wir dann nach ein paar Tagen weiter gefahren zum Lago Maggiore, wieder auf den Campingplatz, den ich euch aus der ersten Fahrt schon vorgestellt hatte, auch unsere Freunde waren ganz begeistert davon. Hier haben wir dann noch herrliche Urlaubstage am See erlebt, Hund und Kinder waren glücklich, und damit wir natürlich auch, wir haben dort auch noch den 15. Geburtstag von Björns Freund gefeiert, es war einfach nur rundum schön!

Und damit endet nun mein Urlaubsbericht vom Lago Maggiore, das ganze Redaktionsteam hofft, daß er euch gefallen hat.

Zum krönenden Abschluß gibt es noch Musik, denn wie ich ja schon erwähnt habe, der Lago Maggiore ist viel besungen, ich hoffe, meine Auswahl macht euch Freude:

Wir wünschen euch allen einen zauberhaften Sonntag!

Euer Redaktionsteam Monika und Mimi und Volontär Ruddi

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Die Redaktion macht Urlaub…..?!

Reisegeldgedicht

Es gibt der Worte nicht genug,
um Heim und Heimat laut zu preisen.
Um zehn Uhr vierzig geht mein Zug.
Adieu! Adieu! Ich muss verreisen.

Mein Reisekoffer, frisch entstaubt,
folgt seiner Sehnsucht in die Weite
und hat mir freundschaftlich erlaubt,
daß ich ihn unterwegs begleite.

Und Sehnsucht, Kohle und Benzin
soll uns recht fern durch Fremdes treiben,
damit wir denen, die wir fliehn,
recht frohe Ansichtskarten schreiben.

Auf Wiedersehn! Ich reise fort.
Mein Reisegeld sucht andres, andre.
Bis ich erkenne: Hier ist dort
und neu vergnügt nach Hause wandre.

(Joachim Ringelnatz)

Ich seh sie wieder, die Fragezeichen in euren Augen, ihr lieben Leser!

Die Redaktion macht Urlaub…..?! Urlaubsberichte!

Wir haben in der letzten Redaktionssitzung mal wieder hingebungsvoll in unserem Archiv gekramt und festgestellt, daß wir ja schon mal Urlaubsberichte hier in loser Folge eingestellt haben, aus Tossa de Mar in Spanien, aus Rovinj im ehemaligen Jugoslawien, aus Urlauben am Meer, da haben wir einstimmig beschlossen, wir setzen die Serie mal fort! Es ist ja Ferienzeit, da paßt das doch prima! Na, dann Koffer gepackt? Dann kann es ja losgehen!

Ihr erinnert euch alle noch an das Bild vom letzten Eintrag, mit dem ich einen Cliffhanger zu diesem gemacht habe?

Habt ihr euch überlegt, wo das wohl sein könnte? Und hatte jemand von euch auch eine Idee? Noch bissel weiter raten? Es ist ein See, ein großer See, im Süden, genauer in Italien! Und??? Dämmert’s? Genug gezappelt, ich lös das Rätsel mal auf:

Lago di Garda, der Gardasee!

Der Gardasee (italienisch Lago di Garda oder Bènaco), einer der oberitalienischen Seen, ist der größte See Italiens. Sein antiker Name lautete von etwa 200 v. Chr. bis 800 n. Chr. Lacus benacus. Der Name soll von einer alten Gottheit namens Benacus abstammen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Gardasee

Es ist mir tatsächlich das genaue Jahr dieses Urlaubs nicht mehr bekannt, wahrscheinlich im Zeitraum von 1976 – 1979, also in der Zeit als Ehepaar noch ohne Kind. 14 Tage herrlicher Urlaub an einem sooooo wunderschönen See, da wir aber länger als die 14 Tage Urlaub hatten, sind wir mit dem Auto gemütlich runter „gebummelt“, wir wollten noch einiges am „Wegesrand“ sehen und mitnehmen.

Also Auto gepackt

und ab ging die Fahrt. Unser erstes Ziel auf der Strecke war Wasserburg am Inn. Warum gerade dort, das hat eine Geschichte, meine Mutter schwärmte immer sehr von der Schauspielerin Maria Schell, und die wohnte ja lange in Wasserburg am Inn, und da wollte ich das selber mal sehen und Mama dann erzählen können, lach! Kurz vor dem Ziel an einem Rastplatz mal eben mit Mama telefonieren und Bescheid geben, daß wir gleich da wären!

Der Ehemann wartete derweil geduldig

wir machten dann auch noch bissel Rast vor der Weiterfahrt.

Wasserburg am Inn!

Ich war begeistert!

Hier haben wir auch einmal übernachtet, in diesem Hotel, grandios!

Nächster Halt: Bad Reichenhall!

Auch das Auto mußte mal verschnaufen, hihihihi,

und wir brauchten eine Erfrischung!

Angekommen, Bad Reichenhall

St. Pankraz, katholische Wallfahrtskirche

Die Originalbilder, die ich wieder abfotografiert habe, haben mitunter ein quadratisches Format, das ließ sich schwer mit der Kamera gut einstellen, deshalb sind manche Fotos halt „im Original“, also nicht rangezoomt! So wie dies obige hier.

Gegend:

Auch in Bad Reichenhall haben wir übernachtet, in einer süßen kleinen Pension mit Familienanschluß, das war so gemütlich, da waren wir auch 2 Tage. Von dort aus sind wir nach Berchtesgaden weitergefahren. Und hatten Pech mit dem Wetter: Regen!

Dann kam eine nächste Station, die ein ganz glühender Wunsch von mir war: Salzburg!

Einmal, weil Salzburg eng mit Mozart verbunden ist und ich Mozart einfach göttlich finde. Und zum zweiten, und für mich am wichtigsten, weil es eine ganz alte Kinderliebe von mir war, mal Salzburg zu sehen, und zwar deshalb:

Ihr erinnert euch vielleicht an meine Buchvorstellungen aus dem reichen Fundus meiner Bücher, und dieses Buch hatte mir mal meine Mama geschenkt, weil „ich“ da drin vorkomme, eine Monika, hihihi, und das ganze spielt in Salzburg, die Geburtsstadt von der Protagonistin Monika, die sie innig liebt. Anhand der Stadtbeschreibungen hatte ich mir als Kind schon ein Bild von Salzburg im Kopf gemacht, also mußte ich das doch unbedingt live sehen. Und ich hab wirklich einiges anhand des Buches „wiedererkannt“, das war so wonnig!

Mein Papa hatte uns bei unseren Urlaubsfahrplänen im Hinblick auf Salzburg bereits vor dem berühmt-berüchtigten „Salzburger Schnürlregen“ gewarnt

https://de.wikipedia.org/wiki/Schn%C3%BCrlregen

na, und da es ja in Berchtesgaden schon geregnet hatte, setzte sich die Tradition fort, original Salzburger Schnürlregen:

Auch die Pferde der Salzburger Fiaker fanden das nicht besonders erhebend, wie man deutlich sehen kann:

Einzig Mozarts Geburtshaus ist so fotografiert, daß man den Regen nicht sieht!

Es war herrlich in Salzburg, ich hab es trotz des Regens so genossen, wir waren natürlich auch auf der Festung, das hat mir so gut gefallen, vor allem der Blick von dort oben. Aus unseren 70ger-Jahre-Urlauben gibt es leider nicht soviel Bilder, da wir damals viel gefilmt haben, da ich aber schon einige Filmchen, die Björns Papa mir ja digitalisiert hatte, angeguckt habe, werde ich euch irgendwann mal eine „als-die-Urlaubsbilder-laufen-lernten“-Serie davon nachreichen, die muß ich nämlich dann noch bei Youtube hochladen.

Ab Salzburg ging es dann endlich Richtung Gardasee, wir sind über den Reschenpass gefahren, wir wollten nicht die Allerweltsroute über den Brenner nehmen. Abenteuer pur, lach! Aber eine landschaftlich herrliche Strecke. Das Ziel unserer Reise am Gardasee war Limone, ein bezauberndes Städtchen, ich hab euch mal wieder ein Video rausgesucht

Unser Hotel lag einfach wunderbar, das Cliffhanger-Bild war die Aussicht von unserem Balkon im Hotel

aus diesen drei Bildern hatte ich im Fotoalbum eine Art Collage gelegt, ich hab das mal versucht, bildlich festzuhalten, guckt mal:

So waren die im Original:

Herrlich, oder? Das Hotel war auch ganz bezaubernd, und ich hab mal im Netz recherchiert, das gibt es noch, das ist dieses hier:

https://www.neckermann-reisen.de/hotels/9143-dirce-villa.html

Achtet bei dem Bild vom Hotel mal auf die „Absperrungen“ zwischen den Balkonen und vergleicht das mal mit dem obigen Collage-Bild links! Oder mit dem folgenden Bild, da konnte man nämlich herrlich sonnenbaden,

ich, in der Türe gespiegelt, hihihihi, mit Sonnenhut! Außer diesem etwas „gewagten“ Bikini hatte ich noch einen ganz wunderschönen selbst gehäkelten, das war mal modern, in türkis, ganz entzückend, hihihihi!

Heute wird da sicher mehr Rummel sein als dazumalen, da war das noch recht beschaulich, es ist auch größer geworden, hab ich auf den Bildern gesehen. Zu unserer Zeit war der damalige Hotelchef noch selbst an der Rezeption, wir haben oft mit ihm geplaudert, und da gibt es so eine süße kleine Anekdote, die wir beide, mein Exmann und ich, im Gedächtnis behalten haben: Der Hotelchef war leidenschaftlicher Sternengucker und hatte auch ein richtig gutes Teleskop, und eines abends erzählte er uns, er wäre so enttäuscht, er hätte gestern Nacht seinem Sohn mal solch schöne Konstellationen am Sternenhimmel zeigen wollen, aber sein Sohn hätte so gar kein Interesse dafür gezeigt, er war da richtig sauer drüber, und wir haben mal vorsichtig gefragt, wie alt denn der Sohnemann sei, man weiß ja, daß Teenager da schon mal eher mürrisch sind bei elterlichen Bemühungen, und da sagte er uns doch: 2!!! (in Worten: zwei!!) Jahre alt sei sein Sohn. Wir haben ein bissel Bedauern geheuchelt und auf unserem Zimmer so herzlich über diese Geschichte gelacht, tun wir heute noch, wenn sie mal wieder aufs Tapet kommt.

Damit es nicht zu langweilig wird mit Text hier, unterbreche ich nochmal mit einem Video von Limone, viel Spaß dabei!

Die Vegetation am Gardasee ist ja so herrlich, die Kräuter wachsen da wild, die Hecken sind aus Lorbeer, Orangen und Zitronen wachsen am Baum,

ich hab gesammelt, was das Zeug hält, und mir ein Leinensäckchen voll mit Rosmarin, Thymian und Lorbeerblättern mit nach Hause genommen, da hab ich noch lange was in der Küche von gehabt.

Am Gardasee hab ich auch zum ersten Mal Kapern am Strauch gesehen, wir hatten bemerkt, daß die Einheimischen die Knospen des Strauchs gesammelt haben und wußten nicht, was das wohl sein könnte, bei Nachfrage im Hotel sagte man uns, das seien „Nonpareilles“, da waren wir schlauer, lach, später haben wir dann erfahren, daß es Kapern sind, und die Nonpareilles die kleinsten davon und im Geschmack eben „nonpareille“ = unvergleichlich! Die Blüten aus den Knospen sind übrigens wunderschön.

Wir haben selten Urlaube ohne Abenteuer gemacht, lach, so auch in diesem Urlaub, wir hatten zu Hause mit unserer Bank geklärt, wie wir Geld in Italien, damals ja noch kein Euro, sondern Lire, abholen konnten, aber da hatte man wohl vergessen, uns irgendeinen Schein dafür auszustellen, langer Rede kurzer Sinn: Wir kamen nicht mehr an unser Geld ohne diesen Schein und standen mit noch 1000 Lire da, umgerechnet so ca. 1 DM zu noch nicht Euro-Zeiten. Was tun? Man sagte uns, daß wir in Österreich ohne diesen Schein Geld abholen könnten, tja, prima, aber wie die Maut noch bezahlen zum fahren nach Österreich? Über die alte Brennerstraße, die kostet keine Maut! Gesagt, getan, und so kamen wir zu einer völlig außerplanmäßigen Fahrt über die alte Brennerstraße, auch das Abenteuer pur, lach! Über die Grenze nach Österreich, nächste Bank, Geld abholen, und dann aber wieder mautpflichtig zurück zum Gardasee nach Limone!

Ein Tagesausflug von Limone aus führte uns nach Malcesine, von dort aus wollten wir auf den Monte Baldo

https://de.wikipedia.org/wiki/Monte_Baldo

mit der Seilbahn sind wir raufgefahren und wollten oben ein wenig wandern, wir waren noch nicht lange von der Seilbahnstation entfernt, da zog Nebel auf, so schnell und so dicht, wir konnten irgendwann wörtlich die Hand nicht mehr vor den Augen sehen! Und das alles auf einem Bergsattel, wo es manchmal nach einigen Schritten seitwärts lotrecht in die Tiefe ging, booaaaah, wir haben uns wirklich Schritt für Schritt an den Stimmen der anderen und den noch zu hörenden Geräuschen von der Seilbahn ganz vorsichtig wieder bis zur Station zurückgetastet, das war dann unser Ausflug zum Monte Baldo, unvergeßlich! Ich sag doch, kein Urlaub bei uns ohne Abenteuer! Damit ihr euch mal eine Vorstellung machen könnte, hab ich auch hier noch ein Video für euch:

Lecker gespeist haben wir natürlich dazumalen auch, alles, was die italienische Küche so her gibt und an einem See natürlich viel Fisch, den ich eh gerne mag. Und auch hier gibt es noch eine knuffige kleine Anekdote, im Hotel hatten wir Halbpension, also Frühstück und Abendessen, bei einem Abendessen gab es ganz kleine, gebackene Kartöffelchen, die mit was überstreut waren, das wir für Tannennadeln hielten, pruuuust, wir haben uns etwas indigniert angeguckt und haben aber nachgefragt, „wer nicht fragt bleibt dumm“, hihihi, und bekamen dann die Auskunft, das wäre Rosmarin, Rosmarinkartöffelchen, sehr lecker, jaaaa, das waren sie dann auch und deshalb hab ich in dem Urlaub auch soviel Rosmarin gesammelt.

So, das war er nun, der Urlaubsbericht von Limone am Gardasee, viel Text und nicht so viele Bilder, aber die Redaktion hofft natürlich, es hat euch trotzdem gefallen!

In den Redaktionsräumen brütet noch die Hitze, einzig das Wohnzimmer hat langsam angenehmere Temperaturen, dafür hat es aber draußen gut abgekühlt und wir hoffen, daß wir mit steter Lüftung es auch drinnen bald wieder angenehm haben werden.

In diesem Sinne, nämlich mit hoffentlich bei allen unseren Lesern wieder moderate Temperaturen, wünschen wir euch allen einen wunderschönen Sonntag!

Euer Redaktionsteam Monika, Mimi und Ruddi.

Habts fein!