Grafschafter Wochenanzeiger – „ich mööch zo Fooß noh Kölle jonn…..“

Heimweh nach Köln

In Köln am Rhing bin ich jebore,
ich han, un dat litt mir im Senn,
ming Muttersproch noch nit verlore,
dat es jet wo ich stolz drop ben.

Wenn ich su an ming Heimat denke
un sinn d’r Dom su vür mer stonn,
mööch ich tireck op Heim ahn schwenke,
ich mööch zo Fooß noh Kölle jonn,
mööch ich tireck op Heim ahn schwenke,
ich mööch zo Fooß noh Kölle jonn.

Un deit d’r Herrjott mich ens rofe,
däm Petrus sagen ich alsdann:
Ich kann et räuhig dir verzälle,
dat Sehnsucht ich noh Kölle han.

Wenn ich su an ming Heimat denke…

Un luuren ich vum Hemmelspözje
dereins he op ming Vatterstadt,
well stell ich noch do bovven sage,
wie jän ich dich, mi Kölle, hatt.

Wenn ich su an ming Heimat denke
un sinn d’r Dom su vür mer stonn,
mööch ich tireck op Heim ahn schwenke,
ich mööch zo Fooß noh Kölle jonn,
mööch ich tireck op Heim ahn schwenke,
ich mööch zo Fooß noh Kölle jonn.

(Text und Musik: Willi Ostermann, 1876 – 1936) 

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, sechs Monate lange hätte das Lied von Willi Ostermann mich hier als Sehnsuchtslied begleiten können, nun hat sich die Sehnsucht endlich erfüllt, eure Frau Chefredakteurin war zum Besuch und zur Wohnungsbesichtigung der neuen Wohnung bei ihren Kindern in Kölle. Und hat sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt so bei sich gedacht, das hätte man durchaus auch wörtlich nehmen können, das Lied, da wäre man vielleicht schneller gewesen 🤣 aber alles der Reihe nach, da kommen wir später noch drauf zurück. 

Mittwoch hab ich dann alle Reisevorbereitungen getroffen, Rucksack gepackt, 

und als ich dabei aus dem Schlafzimmerfenster sah, entdeckte ich das hier:

einen Ballon auf seiner Reise, wie schön! 

Hab ich mich sehr drüber gefreut, ich hab hier schon lange keinen Ballon mehr gesehen. Ein feines Omen! 🎈

Am Abend vor der Fahrt am Donnerstag hat mein Bärenteam noch Regieanweisungen für die zwei Tage „allein zu Haus“ bekommen, 

wie man sieht, sind diese mit Begeisterung zur Kenntnis genommen worden. 🥳🤣

Am Tag der Hinreise, am Donnerstag, an dem eure Nachteule 🦉 zu ungewohnt früher Stunde bereits auf den Beinen war, präsentierte sich ein vorfreudiger Himmel über der Grafschaft

während der beiden Tage war das Wetter aber bissel durchwachsen, am Donnerstagabend hat es sogar wie aus Kübeln geschüttet, aber da saßen wir alle gemütlich drinnen und der rauschende Sommerregen hat eigentlich nur noch die Gemütlichkeit erhöht. Die Temperaturen waren ohnehin angenehm bis warm. 

Und so machte ich mich frohgemut am Donnerstag auf die Reise, die Bahntickets sind bereits am Vortag erstanden worden im nun wieder eröffneten Reisezentrum am Hauptbahnhof, Streckenverlauf und Zug sind nun anders als bei der Fahrt vorher nach Köln-Mülheim, denn nun wohnen die Kinder ja nicht mehr auf der „schäl Sick“. 😉😊 Außerdem führt die Bahn derzeit wieder Gleisbauarbeiten durch, was bedeutete, daß der Zug Umwege nehmen mußte und nicht alle sonst gewohnten Haltestellen auf der Fahrt von Oberhausen nach Köln bedient. Der Zug, der es an diesem Tag und auch zukünftig dann wurde bzw. wird, fährt ohnehin erst ab Duisburg, also ist einmal umsteigen angesagt. Was an sich ja kein Problem ist, aber hier kommen wir nun zum „träveling wis Deutsche Bahn“ 🚂🚃🚃🚃 🚆 😂 was die „Wise Guys“ ja schon so herrlich und treffend besungen haben: 

Schon in Duisburg hatte der Zug Verspätung, und ich weiß nicht mehr, wie oft wir auf freier Strecke gehalten haben, weil Signale auf Halt standen wegen anderer, bevorzugter Züge, die wahrscheinlich noch mehr Verspätungen hatten. Ab Düsseldorf-Hauptbahnhof verließ der Zug dann die gewohnte Strecke für die Umleitung, das bescherte uns dann noch einen gar nicht vorgesehenen längeren Aufenthalt im Solinger Hauptbahnhof. Letztlich kamen wir dann mit 40-minütiger Verspätung endlich in Köln-Ehrenfeld an, wo Björn mich schon erwartet hat. Wie er mir nach unserer freudigen Begrüßung auf dem Bahnsteig mitteilte, hatte man in Köln-Ehrenfeld die voraussichtliche Verspätung des Zuges dann nach etwa 20 Minuten vergeblichen Wartens auch endlich gemeldet! 🤣 Aber das war uns jetzt auch völlig wurscht, ich war endlich da!!! Und kann im übrigen mit großer Freude vermelden, daß die Haltestelle Köln-Ehrenfeld hinter dem Hauptbahnhof Köln liegt, eine Station, was bedeutet, daß ich nun bei künftigen genauso wie bei dieser Fahrt das Vergnügen haben werde, über die berühmte Hohenzollernbrücke in den Kölner Hauptbahnhof einzufahren, mit Blick auf den Dom!  😊❤

Vom Ehrenfelder Bahnhof sind wir dann zur neuen Wohnung der Kinder gelaufen, und ich hab schon ein bissel was von Ehrenfeld zu sehen bekommen, der erste Eindruck ist ein richtig guter, gefällt mir alles sehr. Feine kleine Geschäfte entlang der Straße, und ihre Wohnung liegt wieder, wie auch schon in Köln-Mülheim, in einer ruhigeren Seitenstraße, gesäumt von schönen, alten, hohen Bäumen, auch das gefällt mir richtig gut. 

Auch Björns Schwiegereltern waren am Donnerstag, ebenfalls übrigens zur ersten Wohnungsbesichtigung, eingeladen worden, und ihr könnt euch sicher alle vorstellen, was das für eine stürmische und freudige Begrüßung war von allen Seiten, endlich nach so langer Zeit war die Familie mal wieder beisammen, wir konnten uns alle wieder in die Arme schließen, das Gefühl war unbeschreiblich!

Da steht man vor Vergnügen Kopf!

Dann hat Björn eine Führung durch die neue Wohnung veranstaltet, ich bin so begeistert, die Wohnung ist so wunderschön! Ein Zimmer mehr, das nun Arbeitszimmer für Björn und Gästezimmer ist, in dem ich auf dieser feinen Schlafcouch später dann geschlafen habe:

Das ist es, das Arbeits- und Gästezimmer, hat Björn mir am späteren Abend noch mit der herrlich futuristischen Beleuchtung gezeigt, die er sich zugelegt hat, sieht das nicht super aus?

Die Farben kann man wechseln, ich war so begeistert! 

Ich liebe ja Badezimmer, und das neue von den Kindern finde ich so fein, guckt mal, 

das sind im übrigen alles Bilder von Björn, ich hatte zwar meinen Fotoapparat dabei, aber ich bin nicht doll zum knipsen gekommen vor lauter erzählen und lachen und fröhlich sein und beisammen sein genießen. Da hab ich mir die Erlaubnis zum mopsen hinterher von Björn eingeholt bei den Bildern, die er mir im Laufe der Zeit von der neuen Wohnung geschickt hatte. Das Bad kriegt noch eine feine Duschkabine, derzeit hängt nun bereits ein Duschvorhang. 

Alle Möbel aus der alten Wohnung haben wieder ihren Platz gefunden, lediglich die Küche paßte nicht so, wie sie vorher stand, aber da suchen die Kinder nun noch nach Ideen für eine gute Lösung, auf jeden Fall ist aber alles wieder funktionstüchtig. Wenn man ganztägig berufstätig ist, muß man sich die Zeit gut einteilen bei und nach einem Umzug, so gibt es halt immer noch was zu werkeln, auf jeden Fall können sie sowas von stolz auf die geleistete Arbeit sein, auch die Böden in allen Räumen sind selbst verlegt worden, größtenteils Laminat, sowohl Steffis Eltern als auch ich, wir waren wirklich begeistert und haben die Kinder gelobt und sind richtig stolz auf sie! 

Nach der Wohnungsbesichtigung haben wir es uns im wunderschönen Wohnzimmer gemütlich gemacht und in der neuen Eßecke dort Kaffee getrunken und lecker Kuchen gemümmelt, bei Kerzenschein und so wunderschön gedecktem Tisch, Steffi hatte das so herrlich stimmungsvoll gemacht. Von der Eßecke hab ich ein Bild noch aus den Umzugstagen, da stand alles noch bissel querbeet, aber so habt ihr einen kleinen Einblick, denkt euch die Kisten weg, den Schrank stilvoll eingeräumt, stellt euch eine sehr schöne schwarz-eiserne Gardinenstange über dem Fenster und bodenlange Gardinen an den Seiten sowie eine „beblumte“ Fensterbank und schöne Bilder an der Wand rechts vom Eßtisch vor, dann habt ihr den Ist-Zustand! 😉😊

Es ist herrlich gemütlich, ihr Wohnzimmer, vor allem die schöne neue Sofa-Ecke, 

vor der jetzt ein kleinerer, runder Glastisch steht, auch dies noch ein Bild relativ kurz nach dem Umzug. 

Am Abend haben wir dann lecker in der Eßecke gespeist, Steffi hatte ihre berühmte Lasagne gemacht, die ist so lecker, sie lebt von wechselnden Zutaten, und ist immer wieder ein neuer Genuß! Und bei lecker süffeln und Knabbereien haben wir einen sooooo schönen gemütlichen Abend gehabt, ihr könnt euch sicher alle vorstellen, wie sehr ich das genossen habe, die Kinder, das Beisammensein, das klönen, lachen, erzählen, die Gemeinschaft, das wieder einmal so richtig Mensch sein dürfen, und der draußen rauschende Sommerregen erhöhte noch die Wonne dieser Stunden. 🍀🍾🥂🍿🍷🍺🍽🌧

Nachdem Steffis Eltern dann später wieder nach Hause gefahren sind, haben wir es uns noch in trauter Runde gemütlich gemacht bis in die Nacht, aber irgendwann waren wir dann alle müde und haben uns in die Schlafgemächer zurückgezogen! 🛏🧸🌙⭐🥱😴

Zum Frühstück am nächsten Morgen hat Björn lecker Brötchen geholt, und wir sind genüßlich in den Tag gestartet. Und ich hab dann doch noch was fotografiert, nämlich das feine Balkonien von den Kindern mit Aussicht auf den Garten und Nachbarschaft, wo es viele Vögel, Eichhörnchen und Fledermäuse gibt! 🐦🐿🦇

Und Steffi hat ein ganz kleines Mini-Röschen auf Balkonien, das fand ich so schön, guckt mal:

Für die Rückfahrt haben mich beide zum Bahnhof begleitet, und trotz der randvoll schönen Tage war es halt doch wieder schwer, Abschied zu nehmen, aber ich hoffe natürlich inständigst, daß das nächste Wiedersehen nicht wieder so lange dauert. Bei der Rückfahrt war der Zug tatsächlich pünktlich, die Abfahrt hat sich aber dann doch wieder verzögert und die nächste Verspätung war drin, hielt sich aber auf der weiteren Strecke mit ähnlichem Inhalt wie bei der Hinfahrt doch mehr in Grenzen. Beim umsteigen in Duisburg nach Oberhausen zeigte die Bahn dann aber nochmal ihre „Fähigkeiten“, ausgeschildert war der Zug für Gleis 11, an Gleis 11 stand dann, heute fährt er von Gleis 10, dort angekommen, nach einigen Minuten: Nun doch von Gleis 13! Dabei blieb es dann auch und auf dem Stück von Duisburg nach Oberhausen hat er sich dann auch nicht verfahren! 🚂😂🤣😂

Mein Bärenteam hat mich dann zuhause wieder freudig und lautstark begrüßt, das war ein Jubel, Frau Chefredakteurin ist wieder da. Sie haben es sich offensichtlich aber prima gemütlich gemacht so ohne mich, und es gab weder Schäden noch sonstige Unbilden zu beklagen hier! So lob ich mir das! 

Nun hab ich am Samstag erstmal alles an schönen Eindrücken verarbeitet und sacken lassen und mich sehr auf die heutige Sonntagsausgabe mit meinem Bericht gefreut, auch der heutige Sonntag wird noch mit träumen von der Reise verbracht und dann hat uns alle am Montag der Alltag wieder. Mit den schönen Erinnerungen wird es endlich mal wieder leichter werden, in die neue Woche zu starten. 

Wir haben neben dem Gedicht mit einem Lied angefangen, so wollen wir unsere Sonntagsausgabe auch beenden, natürlich wieder mit einem Lied von Reinhard Mey, paßt so schön zum Eintrag, heißt „In meiner Stadt“ und beinhaltet die Zeilen: „In meiner Stadt wohnt der Gerechte und der Gemeine Tür an Tür, da wohnt das Gute und das Schlechte in schönem Einklang, scheint es mir. In Freuden und Kalamitätchen so wie in jeder anderen Stadt. Nur wohnt in meiner Stadt mein Mädchen und dafür lieb ich meine Stadt!“ Das kann ich schön abwandeln, denn in „meiner“ Stadt wohnen meine Kinder und dafür lieb ich „meine“ Stadt, Köln! 

Nun wünschen wir euch allen einen wunderschönen Sonntag, und einen guten Start in die neue Woche wieder, bleibt oder werdet alle gesund, paßt auf euch auf und haltet euch ans kölsche Grundgesetz! Mit allen Artikeln! Das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Sonderausgabe! 🌧🌦🌤🌞🚂

Was ist das Glück?

Was ist das Glück? –
Nach jahrelangem Ringen,
nach schwerem Lauf ein kümmerlich Gelingen,
auf greise Locken ein vergoldend Licht,
ein spätes Ruhen mit gelähmten Schwingen –?
Das ist es nicht!

Das ist das Glück:
Kein Werben, kein Verdienen!
Im tiefsten Traum, da ist es dir erschienen,
und morgens, wenn du glühend aufgewacht,
da steht’s an deinem Bett mit Gönnermienen
und lacht, und lacht!

(Bernhard Endrulat, 1828 – 1886, deutscher Schriftsteller und Staatsarchivar in Posen)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, wie haben mein Redaktionsteam und ich, die Frau Chefredakteurin, diesem Eintrag entgegengefiebert, und wir glauben, nach Girlande und Gedicht ist euch allen schon längst klar, um was es bei diesem Eintrag geht! 😊🍀❤ 

Das Glück ist da, nach dunklen Regenwolken leuchtet die Sonne, gestern erhielt die Frau Chefredakteurin so einen herrlichen Anruf von ihren Kindern, die derzeit Urlaub haben, mit einer Einladung zur Wohnungsbesichtigung im neuen Domizil in Köln-Ehrenfeld! 🤗 Nach 6 Monaten, die wir uns nicht mehr gesehen haben, ist es nun endlich mal wieder soweit: 

Frau Chefredakteurin fährt am Donnerstag nach Kölle, 🚂 am Freitag irgendwann trudel ich dann wieder zuhause ein! Ich glaub, meine unsägliche Freude muß ich euch nicht schildern, ihr werdet sie alle mitempfinden können! An dieser Stelle nochmals einen ganz herzlichen, lieben Dank für all eure lieben und mitfühlenden Kommentare im letzten, noch so schwermütigen Eintrag. Nun scheint die Sonne wieder! 🌞 Und ich bin dankbar! 🙏

So hat mich mein Glücksstern 

wieder beschienen, ich freu mich so, meine Wünsch-dir-was-Sternschnuppe

hat mir meinen sehnlichsten Wunsch erfüllt! 

Ich bin so neugierig auf die neue Wohnung, bis jetzt hab ich ja nur Bilder gesehen. Meine Mimi in heaven, die ja früher dann immer hier „Mimi allein zu Haus“ war, wird sicher gut auf meine Bärenbande aufpassen, wenn ich am Donnerstag voller Freude losfahren werde. Natürlich ist auch für die Bärchen gut gesorgt wie weiland für Mimi, wenn ich unterwegs war, der Kühlschrank ist voll und die Fernbedienung für den Fernseher ist freigegeben! 😂

Hach, ihr Lieben alle, mir ist nach Sonnenblumen, da hab ich mal wieder im Archiv gekramt, guckt mal, sogar ein Glücksschweinchen in Sonnenblumen gibt es da

ist das nicht niedlich? 

Die goldene Farbe paßt zu meiner Stimmung! 

Ein Korb voll Sonne und Glück! 🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻

Am heutigen Mittwoch werde ich alle Fahrtvorbereitungen treffen, der Rucksack steht parat, der hat mich schon ganz vorwurfsvoll angeguckt, warum er wohl so lange unbeachtet in der Ecke stehen mußte, der Ärmste!  

Und damit wünschen wir, mein Redaktionsteam und ich, euch einen ganz feinen WTT heute und einen ebensolchen Donnerstag und Freitag, paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, genießt den Sommer, macht es wie die Sonnenblume, die ihr Gesicht immer in die Sonne hält, damit die Schatten hinter sie fallen, ich bin sehr froh und dankbar für die wieder wärmenden Strahlen der Sonne, innerliches auftauen nach Eiszeiten! 

Habts fein, wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Sehnsucht nach Süden, Sonne und Mee(h)r! 🍋

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,
ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
die Myrte still und hoch der Lorbeer steht?
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.

Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach.
es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,
und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man dir, du armes Kind, getan?
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
möcht ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn.

Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?
Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg;
in Höhlen wohnt der Drachen alte Brut;
es stürzt der Fels und über ihn die Flut!
Kennst du ihn wohl?
Dahin! Dahin
geht unser Weg! O Vater, laß uns ziehn!

 

(Johann Wolfgang von Goethe)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, 

„bin müde und leer, will nach Süden ans Meer…..“ sang Hannes Wader in seinem Lied „Schon so lang“, und so ging es mir und meinem Team bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung irgendwie auch, die nach dem verregneten Mai zu seinem Ende und zum Beginn vom Juni einsetzende Wärme verwandelte sich schnell wieder in lähmende Schwüle, die für eine entspanntere Situation in diesen immer noch vorherrschenden Corona-Zeiten nötigen Dinge wie Impfungen und dergleichen ziehen sich hier derzeit wie Kaugummi, heftige Gewitter am Donnerstag und Freitag dieser Woche sorgten endgültig für Waschküchenfeeling in unserer Grafschaft, da dachten wir uns, wir machen es halt wie Reinhard Mey in seinem Lied „Ich singe um mein Leben“ mit den Zeilen „…..ich mach‘ mir selber Mut, ich sing‘ wie als Kind, wenn ich in den dunklen Keller ging…..“, wie gut, daß die Frau Chefredakteurin schon Anfang der letzten Woche Bilderkes gemacht hat für die Sonntagsausgabe eures Grafschafter Wochenanzeigers, also stillen wir hier jetzt einfach mit Bildern unsere Sehnsucht nach Süden, Sonne und Mee(h)r und machen uns selber Mut und euch allen hoffentlich eine Freude!

Los geht’s mal wieder mit Balkonien, das ich gemeinsam mit meinem Redaktionsteam und mit liebevoller Erinnerung an Mimi in heaven und ihrem schönsten Zimmer in der Sommerzeit mal wieder sommerlich aufgehübscht habe, es ist noch nicht alles fertig, aber gut Ding will halt Weile haben. 

Sommerfeeling auf Balkonien mit blauem Himmel und Vogel-Schattenspielen

 

der ist natürlich nicht echt

er ist mit seinem rosa Kumpel umgezogen in die Sonne aus den hinten stehenden Sukkulenten

und freut sich offensichtlich darüber! 

Das einzige meiner selbstgezogenen Orangenbäumchen, das überlebt hat, ich hoffe, es wächst sich wieder richtig schön aus. 

Noch ein Vogel, die Vogeltränke steht nun auch wieder draußen

erst leer, dann voll

Windmühlchen dreht wieder ihre Flügel, abends beleuchtet vom Kürbiskopp! 

Der Salbei ist ebenfalls in die Sonne und in Mimis Brotkasten umgezogen, sieht hübsch aus so gegen die „grüne Hölle am Rhein-Herne-Kanal“, lach! 

Rosen blühen wieder auf Balkonien

na, da kann ich euch ja schon lange nicht mehr mit narren, ihr wißt es ja, die sind künstlich! Aber so echt aussehend, daß meine Mama, als sie sie das erste Mal hier gesehen hat, mit der Nase drüber ging um zu riechen! 😊

Erdbeerelfchen ist nun auch wieder draußen

samt noch mehr Vögelchen, diese sind aus Porzellan und ein Erbe meiner 93 Jahre alt gewordenen Großtante, sie wird sich freuen, daß die bei mir so zu Ehren kommen. 

Macht der Kerzenbehälter sich nicht fein an der dunklen Wand? Ich werde ihn auch noch leuchtend fotografieren. 

Glockenblumen wieder in voller Pracht

da freut sich unsere Nachteule, und wie ich es vorausgesagt habe: 

Unsere Hummel stellte sich sofort wieder ein! Wir haben uns so gefreut! Jedes Jahr beglückt der dicke nektarsammelnde Brummer uns immer wieder! 

Manches ist ein Suchbild geworden, lach, die sind so verflixt schnell beim fliegen von Blüte zu Blüte! 

Die Pfingstrosen im Garten haben immer noch nur, aber immer dicker werdende Knospen, aber auf Balkonien blühen welche

samt abendlicher Beleuchtung mittels beleuchteter Flasche, die daneben steht

die sind übrigens auch aus dem Erbe meiner Großtante, künstlich natürlich (herrliches Wortspiel! 😂) aber wunderschön, finden wir alle! 

Schmetterlinge fliegen auch wieder auf Balkonien

das ist ein so hübsches Windspiel, Tiffany-Glas!

Das war nun unser Balkonien. In den Redaktionsräumen am Wohnzimmerfenster gab es auch eine Veränderung, ich hatte von meiner Schwiegertochter vorzeiten mal einen Ableger von ihrer wunderhübschen Grünlilie bekommen, der sich mit Hilfe seiner Aus- und Ableger bis in den Topf unseres Zitronenbäumchens vermehrt hat, eine Zeit lang ging das ganz gut, aber nun war doch eine Trennung erforderlich, damit aus dem symbiotischen Verhalten kein schmarotzendes wird, nun hängt die Grünlilie frisch umgetopft im Wohnzimmerfenster

und hat sogar einen ersten Blütenableger bekommen, links im Bild

und das Zitronenbäumchen hat sein Reich wieder für sich. Ich hoffe, es erholt sich gut. 

Sommerliche Tischdecke, natürlich mit meinem Lieblingsdekor, macht nun auch das Wohnzimmer sommerfein, und guckt mal, wie hübsch der kleine, von mir dazumalen gefundene Rosenkopf, den ich nach der Blüte getrocknet hatte, sich darauf ausnimmt:

Vom Rosenköpfchen kommt später noch mehr! 

Nun gucken wir noch kurz in den Hausflur vor den Redaktionsräumen, denn auch da ist es wieder sommerlich geworden

Blick aus der Häustüre in der Abenddämmerung

die „üblichen Verdächtigen“ unserer Sommerdeko sind wieder draußen, lach! 

samt Sommerblumenstrauß und den duftenden Bildern. 

Und stimmungsvollem Leuchten des nachts, da die Kerzen einen Timer haben. 

Apropos stimmungsvolles Leuchten: Wir hätten da noch was für romantisches Sommerflair in lauen Nächten:

Kerzchenglas, das ist mal mitgehüppt aus dem Laden mit dem Elch im Gewande! 

Sieht das nicht hübsch aus, bei der Tischdecke und mit dem Rosenköpfchen?

Und der Rosenstoff mal solo:

Beim fotografieren fiel mir ein, daß ich noch eine Rosendecke besitze, passend gekauft zu meinem Lieblingsgeschirr „Wildrose“ (was auch sonst, lach!) und da hab ich hier mein Redaktionsteam hin und her gescheucht, zum besorgen des Geschirrs, der Decke und diversen Dekozutaten, damit haben wir nun Stimmungsbilder gemacht, Frau Chefredakteurin ganz träumerisch an Zeiten denkend, wo große gemeinsame Eßrunden am schön gedeckten Tisch wieder möglich wären, ich deck so leidenschaftlich gerne Tische ein. Und ebenso gerne koche ich! 

Das paßt doch wunderbar zu lauen Sommerabenden auf Balkonien, oder? 

Ich liebe die alten Gläser mit dem grünen Stiel, 

und dieses Kerzenglas hab ich doppelt, bei einer Kerzenparty begeistert erworben, es erinnert in Farbe und Stil an die Toscana, finde ich. 

Der Basilikum im Hintergrund ist ganz frisch vom Wochenende! Der riecht so herrlich! 

Von diesem Geschirr hab ich statt Suppentellern Suppentassen, die fand ich schöner! 

Tomatenmark-Döschen, zweckentfremdet als Serviettenhalter! Macht sich vorzüglich bei allen italienischen Essen. 

Glas nochmal beleuchtet. 

Stillleben!

Basilikum nochmal in ganzer Pracht. 

Das waren sie nun, die neuesten fotografischen Werke von Frau Chefredakteurin, da wir im Titel Süden, Sommer und Mee(h)r drin hatten, kommt jetzt auch noch „mehr“, Bilder aus Sommertagen aus dem Archiv. 

In Gedanken haben wir bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung das Haus hinter dem Leuchtturm bezogen und machen jetzt Ferien! 😉😊

Und mit Bildern vom rauschenden Meer

beenden wir nun unsere heutige Sonntagsausgabe vom Grafschafter Wochenanzeiger. 

Wir hoffen, es hat euch allen wieder bissel Freude gemacht, wir wünschen euch allen einen wunderschönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche wieder, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven  

Otto und Luzia  

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Alle reden vom Reisen. Wir auch.

Fern im Süd das schöne Spanien

Fern im Süd das schöne Spanien,
Spanien ist mein Heimatland,
wo die schattigen Kastanien
rauschen an des Ebro Strand,
wo die Mandeln rötlich blühen,
wo die süße Traube winkt
und die Rosen schöner glühen
und das Mondlich gold’ner blinkt.

Lang schon wandr‘ ich mit der Laute
traurig hier von Haus zu Haus,
doch kein helles Auge schaute
freundlich noch nach mir heraus.
Spärlich reicht man mir die Gaben,
mürrisch heißet man mich gehn;
ach den armen braunen Knaben
will kein einziger verstehn.

Dieser Nebel drückt mich nieder,
der die Sonne mir entfernt,
und die alten lust’gen Lieder
hab ich alle schon verlernt.
Ach, in alle Melodien
schleicht der eine Klang sich ein:
In die Heimat möcht ich ziehen,
in das Land voll Sonnenschein!

Als beim letzten Erntefeste
man den großen Reigen hielt,
hab ich jüngst das allerbeste
meiner Lieder aufgespielt.
Doch, wie sich die Paare schwangen
in der Abendsonne Gold,
sind auf meine dunkeln Wangen
heiße Tränen hingerollt.

Ach, ich dachte bei dem Tanze
an des Vaterlandes Lust,
wo im duft’gen Mondenglanze
freier atmet jede Brust,
wo sich bei der Zither Tönen
jeder Fuß beflügelt schwingt
und der Knabe mit der Schönen
glühend den Fandango schlingt.

Nein! Des Herzens sehnend Schlage
länger halt ich’s nicht zurück;
will ja jeder Lust entsagen,
laßt mir nur der Heimat Glück!
Fort zum Süden, fort nach Spanien!
In das Land voll Sonnenschein!
Unterm Schatten der Kastanien
muß ich einst begraben sein!

( Emanuel Geibel, 1815-1884)

Da sind wir wieder, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, und eure Sonntagsausgabe desselbigen! 

Und freuen uns gleich wieder über garantiert ganz viele Fragezeichen ??? in euren Augen, was wird das denn nun? Unser vorsichtiges Redaktionsteam samt Frau Chefredakteurin, dessen Handelsreisender stets Corona-Regel-konform unterwegs war und ist, das plant jetzt Urlaub, in südlichen Gefilden, in diesen immer noch und gerade wieder so gefährlichen und anstrengenden Pandemie-Zeiten??? Nein, ihr Lieben, seid unbesorgt, so meschugge sind wir wahrlich nicht. Aber die Sehnsucht nach unbeschwerten Zeiten, nach Seele baumeln lassen, nach Auszeit vom immer mehr fordernden Alltag, nach der Zauberfee, die uns mit ihrem Zauberstab aus all dem erlöst, die können wir mehr als gut verstehen. Und weil es trotz längerem Akkus aufladen (bei dem in den grafschaftlichen Redaktionsräumen leider auch nicht viel passiert ist außer gelegentlichem räumen von A nach B, es brauchte wirklich mal einfach nur Pause von allem!!!) in der freitäglichen Redaktionssitzung doch wieder fragende Gesichter gab, was wir denn nun in unser Sonntagsblatt bringen sollten, hatte dieses Mal wieder die Frau Chefredakteurin die zündende Idee, denn beim durchblättern unseres Archivs fiel mir ein Versprechen in die Hände: 

Ihr erinnert euch vielleicht noch an den letzten Sommer und da vor allem an den August, da wollten wir euch eigentlich einen schönen Reiseeintrag aus den lang zurückliegenden Urlauben der Frau Chefredakteurin klöppeln, und dann gab es damals schon so ein Gezerre und fürchterliches Egomanenverhalten bezüglich Sommerurlauben in Corona-Zeiten, da haben wir es seufzend unterlassen, wir fanden es nicht passend. 

Wir übergehen jetzt schweigend das neuerliche Procédere in diesem Jahr um den Osterurlaub und machen das, was wir im Pause-Ankündigungseintrag Anfang März erwähnt hatten, wir setzen uns auf unser „Achtel-Lorbeerblatt“ und machen, was wir wollen. Nämlich virtuellen Urlaub, vernünftig, mit Vorsicht und Rücksicht, aus den Erinnerungen der Frau Chefredakteurin. So kommt ihr alle hier doch ein bissel in den Genuß von Urlaub ohne schlechtes Gewissen, wir hoffen sehr, es macht euch Freude. 

Zurück also zum Cliffhanger die Aufschrift und das Gedicht oben haben euch sicherlich schon längst verraten, wohin es geht. Genau, nach Spanien, noch genauer auf eine spanische Insel, ganz genau: Nach Menorca! 

Menorca [məˈnɔɾkə] ist die östlichste und nördlichste Insel der spanischen autonomen Region Balearen. Ihr katalanischer Name bedeutet „die Kleinere“, im Gegensatz zu Mallorca, „die Größere“. 

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Menorca

Mein Bärenteam sitzt schon im nostalgischen Ambiente und lauscht den Urlaubserinnerungen der Frau Chefredakteurin, macht es euch gemütlich, am Sonntagmorgen vielleicht mit einer Tasse Kaffee oder Tee in der Hand, und macht es ihnen gleich. 

Im Jahre anno domini 2003 haben wir diesen Urlaub geplant, wir, das bedeutet in diesem Fall: Die Freunde, von denen ich Mimi übernommen habe, mit ihrem damals gerade einmal 2 Jahre und drei Monate altem Sohn, Björns Patenkind, meine Wenigkeit und Björn, der dazumalen noch zu Hause wohnte. Herrliche Konstellation, oder? Also wurden Reiseprospekte gewälzt, das Ziel war eigentlich schnell klar, Menorca sollte es werden, die kleinere und ursprünglichere Insel der Balearen. Und bald schon fiel unser Blick auf diese Hotelanlage:

https://www.tui.com/hotels/grupotel-playa-club-aparthotel-13640/hotelinformation/

Klickt bei diesem Link mal „Bilder“ an, dann habt ihr den ganzen Traum vor euch liegen, es war sooooo eine herrliche Hotelanlage, ich bin heute noch ganz begeistert davon. Ich hab vor langer Zeit mit den von damals mitgebrachten Prospekten mal selber Bilder davon gefertigt, die möchte ich euch nicht vorenthalten, die sind noch mit meiner kleinen Handy-Knipse gemacht worden:

Wir haben sogar noch einen Film auf VHS-Video, guckt:

Das sind die Originalbilder vom Hotel und der Umgebung, das war unsere Ferienwohnung

das Wohnzimmer in der ersten Etage mit einem entzückenden kleinen Balkon mit Aussicht aufs Meer und den Leuchtturm von Menorca. Das Bett konnte man ausziehen, das war Björns Schlafplatz, unten war mein Schlafzimmer und das Bad, neben dem Wohnzimmer eine kleine Küche. Unsere Freunde hatten drei Türen weiter die gleiche kleine Ferienwohnung. Ich weiß es noch wie heute, als wir auf Menorca ankamen (der Urlaub war im übrigen im Mai!) war strahlender Sonnenschein, wir sind sofort auf den Balkon raus zum gucken und haben, ganz ehrlich, alle geheult vor Freude, denn hinter uns lagen ein paar anstrengende Arbeitswochen, wir waren derzeit bis auf die Freundin alle im gleichen Altenheim tätig, auch Björn, der dort seinen Zivildienst gemacht hat. 

Der Flug nach Menorca verlief störungsfrei und der kleine Mann hat ihn auch gut weggesteckt, den ersten Flug seines knapp zweijährigen Lebens. 

So begann unser herrlicher, 14-tägiger Urlaub auf Menorca. Wir hatten Halbpension gebucht, also Frühstück und Abendessen, dazwischen konnten wir uns entweder unterwegs oder in der eigenen Ferienwohnung gut beköstigen, ist mit einem kleinen Kind auch viel streßfreier. Am ersten Abend unserer Ankunft also fertig machen zum Dinner, es gab einen kleinen Dresscode für abends, nämlich die Bitte, nicht in Strandkleidung und die Herren bitte mit langen Hosen. Na, da war unser kleiner Mann ganz stolz, schließlich war er auch ein Herr, und hat selbstverständlich seine lange Hose angezogen, so niedlich! Am Abend gab es immer Buffet, und ehrlich, als wir am ersten Abend in den Speisesaal kamen

waren wir wie erschlagen, eine solche Auswahl an Speisen hab ich echt noch nie erlebt. Ich kann hier wahrlich nicht alles aufzählen, aber es gab zum Beispiel immer frischen Fisch, der erst bei Auswahl zubereitet wurde, man wußte gar nicht, wo man anfangen sollte, lach! Wie alle jungen Mütter machte sich meine Freundin Sorgen, ob ihr Kind auch genug aß, aber das erwies sich schnell als unbegründet, die Tatsache, an der Hand seines Patenonkels oder mir die Reihen des Essens abzumarschieren und sich aussuchen zu dürfen, was man möchte, die fand Jan entzückend! Und so sind wir am ersten Abend losgelaufen, gucken, was möchtest du denn, ich hätte es ahnen können, lach, Nudeln!!! Mit Tomatensoße!!! Gut, Nudeln auf den Teller, ah, ja, da ist ja auch die Tomatensoße, besser gesagt, eine von vielen. Ich wollte gerade die Soße auf die Nudeln löffeln, als ich vom hinter dem Tresen stehenden Chefkoch angesprochen wurde, der uns wohl die ganze Zeit schon amüsiert beobachtet hatte. Die Anrede „Signora“ hab ich ja noch verstanden, was dann auf spanisch kam, leider nicht, aber wer hätte sich denn nicht schon im Ausland mit Händen und Füßen verständigt, es wurde mir also mit lebhaftem gestikulieren von dieser Soße abgeraten, viel zu scharf für ein Kind. So begann unsere Freundschaft mit dem Chefkoch des Hauses, da komm ich später noch drauf zurück. 

Mal glückliche Urlauber gucken? Büddeschön:

 

Da waren wir am einzigen etwas trüberen Tag an der Küste entlang gewandert, entsprechend kaputt sehen wir aus, lach! 

Auf dem Weg zum Abendessen. 

Nach einem fröhlichen Abend! Die waren immer fein, es gab auf einer kleinen Bühne am frühen Abend ein fröhliches Programm für die Kinder, und später dann wirklich gute Aufführungen einer ganz tollen, jungen Animationstruppe aus aller Welt, auch mit denen haben wir uns angefreundet, weil die irgendwann mal auf uns zu kamen und meinten, es wäre so klasse, mal Urlauber zu haben, die solchen Spaß an ihren Darbietungen hätten. 

Wir haben in diesem Urlaub viel von Land und Leuten gesehen, wir hatten uns auch einen Mietwagen genommen und sind damit über Land gefahren, um auch mal entlegenere Ecken der Insel kennenzulernen. Wir selbst waren in Son Xoriguer, die nächste größere Stadt war Ciutadella. 

Natürlich waren wir auch in der Hauptstadt von Menorca, in „Maó“ (katalanisch) oder bekannter Mahón, das war auch so ein herrlicher Tag dort. Im Hafen von Mahón habe ich mein erstes Kreuzfahrtschiff live gesehen, ich war überwältigt von den gigantischen Ausmaßen! Wahnsinn! 

Dort waren wir auch in der Kirche Iglesia de Santa María, da gibt es so eine süße kleine Geschichte, dem kleinen Jan war die große Kirche wohl bissel unheimlich, er wollte zu mir auf den Arm, und so sind wir beide ganz ineinandergekuschelt durch die stille, große Kirche gelaufen und haben geguckt, ich hab ihm leise flüsternd bissel erklärt, und er hat ebenso flüsternd gefragt und gezeigt, er war richtig beeindruckt und ganz andächtig, das war so berührend und schön. 

Eine Fahrradtour mit einer Art Tandem haben wir in unserem kleinen Urlaubsort auch gemacht, ein Tandem für mehrere Personen, das war eine Gaudi! Vor allem für Jan! 

Natürlich waren wir auch regelmäßig am Strand, zuerst war das große Meer dem Kleinen sehr unheimlich, und er hat zu unser aller Gaudi davor gestanden und dem Meer einen Vogel gezeigt, wir haben so gelacht. Aber mit Hilfe vom Patenonkel, der im hauseigenen Swimmingpool mit ihm auf dem Arm das Vertrauen in tieferes Wasser hergestellt hatte, hat er sich dann auch mit dem großen Swimmingpool mit Wellen, sprich Meer, angefreundet. 

Den Sonnenschirm, den ihr schon oft hier auf Balkonien gesehen habt, der ist im übrigen von Menorca, den hat Björn damals für den Strand besorgt. 

Höchstes Vergnügen für den kleinen Mann war auch ein Teich an der Hotelanlage, da gab es Frösche, die natürlich ein nächtliches Konzert gegeben haben, das war spannend, zu gucken, wo denn die Quaker wohl saßen und musizierten! 

Ich wollte ja doch nochmal auf den Chefkoch im Hotel zurückkommen, das war so eine wunderschöne Geschichte, die wir uns heute noch gerne alle erzählen, wenn wir mal zusammen kommen. Ich glaub, die anderen Gäste im Hotel haben irgendwann gedacht, wir wären irgendwelche VIP-Gäste oder Urlaubstester, lach, denn der Chefkoch hatte uns allesamt gleich am ersten Abend in sein Herz geschlossen. Infolgedessen bekamen wir (und nur wir!) jeden Abend nach dem Abendessen eine große Platte mit frischem Obst, Erdbeeren, Kiwi, Ananas, Bananen und mehr, von ihm höchstpersönlich an den Tisch gebracht! Wir haben oft und lange überlegt, was diese, im übrigen wechselseitige Sympathie wohl ausgemacht hat, und sind irgendwann zu dem Schluß gekommen, daß es wahrscheinlich die uns aus allen Poren und den Augen strahlende Urlaubsfreude war, mit der wir den Urlaub und das Hotel genossen haben, ich glaub, da freuen sich auch die Angestellten eines Hotels sehr drüber, wenn ihnen Wertschätzung für ihre Arbeit entgegengebracht wird, es gibt ja doch auch viele Urlauber, die an allem was zu mäkeln haben und sich im Urlaub aufführen wie Graf Koks vonne Gasanstalt. Und so gab es am letzten Tag unseres Urlaubs wirklich Tränen auf beiden Seiten, als wir uns verabschiedet haben. 

So sehen VIP-Gäste aus, hihihihi! 

Der kleine Kerl hat natürlich sowieso alle Herzen im Sturm erobert! 

Da wir wenig Bilder von dem Urlaub haben, weil gefilmt worden ist, wie oben erwähnt, stell ich euch jetzt mal bissel Land und Leute per Video vor:

Dieser hübsche Schmuck, den ich euch schon einmal gezeigt hatte, ist übrigens aus dem Urlaub von Menorca. 

Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, daß  bis auf einen Tag, an dem wir unsere Küstenwanderung gemacht haben, das Wetter wunderschön war und die Sonne genauso gestrahlt hat wie wir. Am Tag unseres Rückflugs begann es morgens zu regnen, und hat nicht mehr aufgehört, wir haben in der Hotelhalle auf unseren Bus zum Flughafen gewartet, und die Urlauber, die im Laufe des Tages dann eingetrudelt sind, waren natürlich ganz schön enttäuscht über den Regen. Und wir haben uns eins ins Fäustchen gelacht (pfui, macht man doch nicht, hihihihihi!)!

Unsere Leser hier alle kennen ja die Frau Chefredakteurin und ihr ausgeprägtes Sammlergen, da haben wir jetzt noch Bilder aus meinem reichhaltigen Fundus, alle Unterlagen vom Menorca-Urlaub:

ihr wißt schon, anklicken, groß gucken! 

Noch einige Jahre nach diesem schönen Urlaub haben wir und unsere Freunde jedes Jahr zu Weihnachten eine Karte vom Hotel erhalten:

Zum Abschluß unseres Eintrag haben wir jetzt noch ein paar schöne Bilder vom Süden

Ein Bild hab ich mir aufbewahrt

das so eine wunderbare Stimmung hat, wo man den Süden atmen und fühlen kann, und dazu hab ich jetzt noch ein wunderschönes Lied von Reinhard Mey, zusammen mit seiner Tochter:

Den letzten Abend auf Menorca haben wir am Meer verbracht, wechselweise, weil ja jemand auf Jan aufpassen mußte, der schon in seinem Bettchen schlief, erst unsere Freunde, dann Björn und ich, wir haben einfach nur aufs Meer geschaut und der Brandung gelauscht, so schön! Vor uns das Meer, über uns unzählige Sterne, die im Süden irgendwie heller leuchten als bei uns. 

Und damit schließen wir nun diesen Eintrag und hoffen sehr, daß er euch gefallen hat, wünschen euch allen einen schönen letzten Sonntag im Monat März, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, kommt gut weiter durch die anstrengende Zeit! Vielleicht konnten wir mit unserem Eintrag euch ein bissel den Alltag verzaubern und Hoffnung machen auf wieder bessere Zeiten, in denen wir dann auch hoffentlich wieder unbeschwert reisen können. 

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 12

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Die Weihe der Nacht

Nächtliche Stille!
Heilige Fülle,
wie von göttlichem Segen schwer,
säuselt aus ewiger Ferne daher.
Was da lebte,
was aus engem Kreise
auf ins Weitste strebte,
sanft und leise
sank es in sich selbst zurück
und quillt auf in unbewußtem Glück.
Und von allen Sternen nieder
strömt ein wunderbarer Segen,
daß die müden Kräfte wieder
sich in neuer Frische regen,
und aus seinen Finsternissen
tritt der Herr, so weit er kann,
und die Fäden, die zerrissen,
knüpft er alle wieder an.

(Christian Friedrich Hebbel, 1813 – 1863, deutscher Dramatiker und Lyriker)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun ist in unserem Adventskalender mit dem heutigen Tage schon Bergfest! Die Hälfte der Wegstrecke durch den Advent auf den Heiligen Abend zu liegt hinter uns! 

Dann öffnen wir doch erst einmal wieder das heutige Türchen, 

was glitzert uns denn da nun wieder entgegen? 

Ein Weihnachtsmann? Ja, aber ein ganz besonderer Weihnachtsmann…..

ein Mann…ääääh, ne, Weihnachtsmann im Mond!

Und der hübsche Kerl regte die ganze Redaktion zum träumen an, ein Weihnachtsmann im Mond, Bergfest, Schnee…..Weihnachten in den Bergen! Eine verschneite Hütte, weitab von allen Unbilden dieser Welt, fern vom Getümmel, eins mit der Natur, mit der Familie und lieben Freunden! 

Welche Freuden uns da erwarten würden! Frau Chefredakteurin hatte ja schon einmal mit Familie und Freunden Weihnachten in den Bergen, in Bayern, aber leider ohne Schnee. Im Januar im gleichen Jahr war er dort reichlichst vorhanden:

Ist das nicht einfach wonnig? Wenn wir das dann noch in den hohen Norden verlegen würden, könnten wir bestimmt so wie hier auf dem Bild Rentiere streicheln! 

Und mannigfaltige andere Winterfreuden genießen! 

Am Heiligen Abend würden wir in den Stall und im Feld zu den Tieren gehen, die können reden in der Heiligen Nacht! 

Vor Mitternacht wird dann der Pferdeschlitten angespannt

zur Fahrt in die Christmette zur Kirche. Eins meiner Lieblingsbücher ist „Und ewig singen die Wälder“ von Trygve Gulbranssen, da wird eine solche weihnachtliche Mettenfahrt so wunderbar beschrieben, da kann ich mich immer so reinträumen. 

Wenn wir dann alle durchgefroren wieder zu Hause angekommen sind, wärmen wir uns erst einmal alle auf am herrlich brennenden Kaminfeuer 

in der guten Stube.

Mit Kaffee und Tee, natürlich schon mit Weihnachtsgebäck. 

Während wir in der Christmette waren, war sicherlich zwischendurch, von uns allen ungesehen, nur beobachtet von den Tieren im Stall, im Haus und in Wald und Flur, der Weihnachtsmann mit seinem Rentiergespann da und hat die Geschenke gebracht. 

Und still und leise rings um den Weihnachtsbaum gelegt! Welche Spannung, bis das Glöckchen klingelt und wir alle in die Weihnachtsstube dürfen, wie dazumal als Kinder! 

Dann gehen wir zufrieden und müde in die gemütlichen Betten, draußen schneit es leise und eine Eule ruft

Und am anderen Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, stapfen wir durch die verschneite Natur

Wenn wir von unserem erfrischenden Spaziergang zurückkehren, dann wartet schon das große Weihnachtsessen auf uns

und wir können es uns schmecken lassen, in fröhlicher Runde mit lachen und scherzen und gemütlichem beieinander sein! 

Langsam senkt sich dann der Abend auf den 1. Weihnachtstag, die schönen Lichter gehen wieder überall an, von ferne hört man Kirchenglocken klingen, 

und wir genießen die Ruhe in unserer gemütlichen Weihnachtsstube, klönen noch ein bissel und trinken einen herrlich süffigen, natürlich selbst zubereiteten, Glühwein! Und hier wäre jetzt der Platz für unser zweites Türchen des heutigen Tages am Gewürzadventskalender, denn guckt bloß mal, wie passend das zu meiner Idee für diesen Eintrag ist:

Glühweingewürz!!!

Mit feiner, weihnachtlicher Tasse! 

Und lecker Glühwein, Holunderglühwein, fürs Wochenende! 

So, das war es nun wieder zum Türchen 12, ich mußte mich gerade erstmal bissel schütteln und besinnen, so sehr hatte ich mich beim schreiben in die schöne Berghütte mit uns allen versetzt. Ich hoffe, es hat auch euch gefallen, dann wünschen wir euch einen schönen und hoffentlich keinen stressigen Samstag, bewahrt die Ruhe und laßt euch eure Zuversicht nicht rauben, wenn es auch derzeit wieder schwer fällt, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – 30 Jahre Wiedervereinigung: Ein Reisebericht

Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? vielleicht dein Lebensglück . . .
vorbei, verweht, nie wieder.

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang,
die dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hasts gefunden,
nur für Sekunden . . .
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider;
Was war das? kein Mensch dreht die Zeit zurück …
Vorbei, verweht, nie wieder.

Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Es sieht hinüber
und zieht vorüber . . .
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider.
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.

(Kurt Tucholsky, 1890 – 1935 )

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger zum heutigen Feiertag! 

30 Jahre Wiedervereinigung!

Und da fiel doch der Frau Chefredakteurin ein, daß da noch was in den Archiven unserer Zeitung steckt, das sich herrlich zu diesem Tage eignen würde, eine kurze Beratung bei der freitäglichen Redaktionsbesprechung mit meinem Team und die Sache war gebongt: Es folgt ein Reisebericht von der Frau Chefredakteurin herself, wie unschwer an der Girlande unseres Eintrags zu erkennen ist, aus dem Osten unseres nunmehr seit 30 Jahren wiedervereinigten Landes, nämlich aus Frankfurt/Oder und Umgebung, bereist anno domini im Juli 1993!

Von dieser Reise gibt es nämlich ein Foto-Album

dann schlagen wir es mal auf:

Bemerkungen alle von der Frau Chefredakteurin, die das Album auch gestaltet hat, lach! 

1993, das war nicht lange nach der Wiedervereinigung, Björns Papa ist derzeit nach der Wende in den Osten „abkommandiert“ worden, um in seinem Berufsfeld „drüben“ Einarbeitungen zu geben, war ganz begeistert von Land und Leuten und so haben wir 1993 diese Urlaubsfahrt angetreten. Unser Hotel: 

und das Frühstückszimmer

Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt, Björn war ja dazumalen auch erst 12 Jahre alt, und hatte zu seiner größten Freude ein eigenes Zimmer zwei Zimmer vor unserem. Mit eigenem Fernseher und Kühlschrank. Toll! 

Frankfurt/Oder

gleich am ersten Tag war Stadterkundung angesagt

alles vorhanden an Reiseführer, was man dazu braucht. Ich war jedenfalls vom historischen Frankfurt/Oder restlos begeistert, zumal im Juli hunderte!!! von Schwalben um Rathaus und Kirche flogen, so kannte ich das aus unseren Städten nicht. 

Von Frankfurt aus haben wir viele Ausflüge unternommen, einer davon ging an den Helene-See,

der Prospekt, auch die Bilder von dort sind aus dem Prospekt, auch da haben wir wahrscheinlich mal wieder mehr gefilmt als fotografiert. 

Aber gerade vom Helene-See haben wir auch noch ein paar eigene Bilder, ich glaub, die hat Björn dazumalen sogar noch mit meiner kleinen und einfachen Agfa-Klick gemacht:

Mutter und Sohn am abendlich glänzenden und glitzernden See. 

Mama alleine! 

Still ruht der See!

Das ist ein herrliches Fleckchen Erde, überhaupt die ganze Umgebung dort, ich hatte in meinen Reisenotizen im Foto-Album vermerkt, daß mich die ganze Landschaft nicht nur an die Bücher von Fontane, und da natürlich logischerweise die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, erinnerte, sondern auch an Th. Storm, denn die Landschaft hat etwas nordisch-herbes, und auch die Erzählungen meines alten Lieblingslehrers aus Ostpreußen bekamen hier landschaftliche Kontur. 

Das nächste Blatt im Fotoalbum zeigt das hier

die hübschen Marktstände sind dazumalen von Björn gemalt worden, die eingeklebte Papierspitze zwischen dem Text hat ihre Bewandtnis, zu der wir noch kommen. Wir waren natürlich auch bei unseren polnischen Nachbarn zu Besuch, über die Oderbrücke in Frankfurt ist das ein Katzensprung, und ich glaub, ich muß hier bei euch allen nicht erwähnen, daß die Bezeichnung „Polenmärkte“ nichts abwertendes beinhalten, ganz im Gegenteil. Die Spitze symbolisiert nämlich zum Beispiel die wundervollen Spitzenhandarbeiten, die dort erworben werden konnten. Und auf dem Markt in Guben gab es herrliches Gemüse, ich konnte mich da immer gar nicht los reißen. Auf beiden Märkten war alles vertreten, was das Herz begehrte, Kleidung, Porzellan, Keramik, Glas, die erwähnten Spitzenerzeugnisse, und lecker Essen gab es dort auch, zum Beispiel ganz erstklassige Schaschlikspieße! 

Nächster Ausflugspunkt:

Jaaaa, lach, ihr lieben Leser, ich mal wieder, das muß doch immer sein bei mir, bissel Veräppelei, natürlich hatten wir im Juli nicht ein solches Wetter im Spreewald, hihihihi! Aber sieht doch einfach bezaubernd aus, oder? Deshalb hab ich es ja auch mitgebracht und eingeklebt. 

„Stoßkahnfahren“ auf den Spreewaldkanälen, da kommt man sich vor wie in Venedig, allerdings singt der spreewäldlerische Gondolierie nicht so schön wie sein Kollege in Venedig, lach! 

Dieses Haus ist eine Art „Jugendherberge“, da war Björn damals ganz begeistert bei dem Gedanken, dort mal mit seiner Schulklasse Klassenfahrt hin zu machen und dann morgens mit dem Kahn zum Brötchen holen staken, hihihihi! 

Wir fanden es wundervoll dort, das ist noch oder war zumindest damals noch fast unberührte Natur, und auch ein bissel mystisch und geheimnisvoll, im Spreewald gibt es viele Sagen, und als ich dort dann auch noch meine geliebten Schwälbchen

mal einfach so in den Büschen entdeckt habe,

hatte der Spreewald mein Herz gestohlen! 

Wir waren dann auch noch im Spreewald-Museum Lübbenau-Lehde

ich liebe solche Freiluftmuseen, zum Glück sah das meine Familie immer genauso, also hatten wir alle Spaß beim gucken. 

Wie man sieht! Das Häuschen hätten wir am liebsten gekauft, so hab ich es damals im Fotoalbum untertitelt. 

Außer Schwalben und, wie hier zu sehen, Schafe, hat mich noch was so begeistert, was es bei uns nicht so oft zu sehen gab, nämlich das:

Störche! Sie hatten überall ihre Nester in den Dörfern um Frankfurt/Oder, das war eine Freude, denn so live und in freier Wildbahn hatten wir sie noch nicht gesehen. 

Tolles Nest, oder?

 

Hier gehört eine lustige kleine Anekdote hin, Björn hatte mit seiner Oma zuhause telefoniert, hatte ihr von den vielen Störchen erzählt und sie hat ihm dann gesagt, da solle er mal gut aufpassen, daß der Storch die Mama nicht ins Bein beißt! Da Björn zu der Generation Kinder gehörte, die nicht mit der Storchenmär vom Kinder kriegen groß geworden ist, war er nach dem Gespräch sehr ratlos und meinte, da sei die Oma doch wohl bissel überbesorgt, wie solle der Storch denn wohl die Mama beißen! Wir haben herzlich gelacht und unseren Sohn erst einmal „aufgeklärt“! 

Nächste Station:

Das Schiffshebewerk in Niederfinow

Ein technisches Meisterwerk! Das ist die Ansicht der unteren Wanne.

Von dort unten

nach hier oben wird das Schiff angehoben. Wir konnten einem Schleusenvorgang beiwohnen. 

Und in den Gestängen der Schleuse nisteten die Schwalben! 

Aussicht auf die Landschaft

Und nun kommen wir zum Höhepunkt unserer Reise

Wir fuhren nach Berlin!

Im Fotoalbum/Reisetagebuch hab ich dazu folgendes notiert:

Die Fahrt nach Berlin begann wie es sich gehört mit einem Stau. Aber wir schafften es und fanden etwas außerhalb auch sofort einen Parkplatz. Beunruhigende Frage: Brauchten wir einen Parkschein? Zum Glück lief uns ein echter Berliner Polizist über den Weg, er hätte mit seiner Figur und mit seinem Aussehen am besten noch eine Pickelhaube tragen müssen! Unsere Frage wurde freundlichst beantwortet: „Ick jloobe nich, det da eener kontrolliert!“ Ein schöner Anfang!

Fernsehturm am Alexanderplatz, der „Alex“! Stolze Höhe: 365 m, wir waren oben. 

Ganz Berlin liegt uns zu Füßen! 

Ich zitiere weiter aus unserem Fotoalbum:

Vom Alex aus gingen wir über die berühmte Straße „Unter den Linden“ auf das Brandenburger Tor zu, es war ein so bewegender Augenblick, vom Osten Berlin aus auf das Brandenburger Tor zuzugehen, ohne Mauer und Stacheldraht, einfach durch, wunderbar! 

Und genau dieser herrliche Augenblick war es, an den ich mich erinnert habe und weshalb ich euch heute zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung diesen Eintrag machen wollte. 

Mit dem Taxi sind wir dann zum Kudamm gefahren, da wollten wir doch auch unbedingt hin, der Taxifahrer war ein echter Berliner, stolz auf seine Stadt, während der Fahrt hat er uns alles, was er wußte, über „sein“ Berlin erzählt. Und wo ließ er uns aussteigen? Na, klar, „Kudamm Ecke Tauentzien“, wie es in dem berühmten Lied von Hannes Wader heißt: „Hallo Taxi, schnell zum Kudamm, Ecke Tauentzien….“ (Kokain, Hannes Wader). 

Wir waren dann noch an der Gedächtniskirche, und in der neuen Kirche dort, deren Fenster ganz in blau gehalten sind, ein wunderbarer, ganz stiller Moment nach all dem Trubel draußen, das blaue Licht der Fenster, Orgelmusik, für einen Augenblick Besinnung und Dankbarkeit, hier sein zu dürfen, ermöglicht eben auch durch die Wiedervereinigung. 

Wir haben übrigens keinen Koffer in Berlin, aber dafür von anno dunnemals von unserer Reise noch ein Gutscheinheft von einem Restaurant in Berlin, 

ob sie den wohl auch über den Dezember 1993 hinaus noch einlösen würden, lach?! Beachtet mal die Preise: D-Mark! 

Und weiter geht es: Potsdam, Sanssouci!

Im Juli, in der üppigsten Vegetation, war es herrlich in Sanssouci! Erwähnt werden muß hier noch das Schloß Charlottenhof, als Kronprinzenschloß Friedrich Wilhelm IV. errichtet, was Björn zu der Bemerkung veranlaßte, daß er als Sohn eines Königs gleich ein eigenes Schloß statt eines Kinderzimmers hätte, vorwurfsvoller Seitenblick auf seinen Vater, lach! 

Wir waren in diesen Tagen auch immer herrlich speisen, das gehört ja auch zu einem Urlaub, am liebsten taten wir das hier

eine Dorfgaststätte am Rande von Frankfurt/Oder, wo wir zum ersten Mal Soljanka gegessen haben, so lecker, und ich durfte mir sogar das Rezept mit nach Hause nehmen, ich koch es heute noch oft, jetzt in der Herbstzeit ist wieder die genau richtige Zeit für dieses deftige Essen. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Soljanka

Ganz besonders war aber das Essen an einem anderen Tag, nämlich diesem

Wir haben nämlich in unserem Urlaub in Frankfurt/Oder unseren 20. Hochzeitstag gefeiert, Björns Papa und ich, das war ein herrlicher Abend im Ratskeller von Frankfurt/Oder. Und Schampus im Hotel! 

Mein Fotoalbum/Reisetagebuch endet mit diesem Bild

Sonnenblumenfelder, die haben wir überall gesehen. 

Erwähnenswert wäre nun noch, daß wir im Oktober des gleichen Jahres nochmal mit dem Wohnmobil am Helene-See auf dem Campingplatz waren, der Oktober war golden und auch das waren herrliche Tage! 

Damit endet nun unser Beitrag vom Grafschafter Wochenanzeiger zum heutigen 30. Jahrestag der Wiedervereinigung. Ich hoffe, es hat euch allen gefallen, und darf in eigener Sache noch vermerken: Nun hat er mich auch erwischt, der neue Editor, bei diesem doch wieder etwas umfänglichen Eintrag hab ich mich aber für die Classic-Variante entschieden, mal gucken, wie ich mich später peu à peu in den neuen einarbeite. 

Da am Sonntag auch Erntedankfest ist, schließe ich unseren Eintrag mit schönen Herbstbildern

 

Wir wünschen euch allen ein wunderschönes Wochenende, einen guten Feiertag, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger 

mit Mimi in heaven, und Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – PBN!!!

Gebe den Menschen mehr, als sie erwarten, und tue es gern – Lerne Dein Lieblingsgedicht auswendig – Glaube nicht allem, was Du hörst, gebe alles weg, was Du hast, und schlafe soviel, wie Du willst – Wenn Du ich liebe dich sagst, sei ehrlich – Wenn Du zu jemand es tut mir leid sagst, schaue ihr / ihm in die Augen – Bleibe mindestens sechs Monate verlobt, bevor Du heiratest – Glaube an die Liebe auf den ersten Blick – Lache nicht über anderer Leute Träume – Liebe tief und leidenschaftlich. Du kannst Dich dadurch zwar verletzen, aber es ist der einzige Weg, das Leben vollkommen zu leben – Kämpfe bei Auseinandersetzungen mit fairen Mitteln. Mach keinen Gebrauch von Schimpfwörtern – Beurteile einen Menschen nicht nach seinen Verwandten – Sprich langsam, aber denke schnell – Wenn Dir eine Frage gestellt wird, der Du nicht antworten möchtest, lächele und frage: Warum fragst du? – Bedenke, daß große Liebschaften und große Errungenschaften mit Risiken einhergehen – Rufe Deine Mutter an – Sage Gesundheit, wenn jemand niest – Wenn Du verlierst, behalte die Lektion – Lasse nicht zu, daß ein kleines Mißverständnis eine große Freundschaft zerstört – Wenn es Dir bewußt wird, ein Fehler begangen zu haben, so unternehme etwas dagegen – Lächele, wenn Du am Telefon sprichst. Die Person, mit der Du sprichst, wird es an Deiner Stimme hören – Heirate eine Frau/einen Mann, mit der/dem Du Dich gerne unterhältst. Wenn ihr alt werdet, wird sich diese Fähigkeit genauso wie alle anderen auch auszahlen – Verbringe mehr Zeit allein – Öffne Dich für Neues, aber gebe Deine eigenen Werte nicht auf – Bedenke: die Stille ist manchmal die beste Antwort – Lese mehr Bücher und schaue weniger fern – Lebe ein gutes und ehrenvolles Leben. Wenn Du dann alt bist, kannst Du zurückblicken und Dein Leben noch einmal genießen – Habe Vertrauen in Gott, aber schließe Dein Auto ab – Es ist sehr wichtig, eine liebevolle Atmosphäre Zuhause zu haben. Tue Dein bestes, um ruhiges und harmonisches Zuhause zu schaffen – Bedenke bei Auseinandersetzungen mit geliebten Menschen lediglich die aktuelle Situation. Sprich nicht von der Vergangenheit – Vergesse nicht, zwischen den Zeilen zu lesen – Teile Dein Wissen, denn so kannst Du Unsterblichkeit erlangen – Sei sorgsam mit unserem Planeten – Bete, denn das Gebet hat eine unermeßliche Macht – Unterbreche niemanden, der Dich gerade lobt – Kümmere Dich um Dein eigenes Leben – Traue keiner Frau/keinem Mann, die/der beim Küssen nicht die Augen schließt – Wenn Du viel Geld verdienst, benutze es, um anderen zu Deinen Lebzeiten zu helfen, denn dies ist die höchste Befriedigung, die das Geld bringen kann – Bedenke, daß etwas nicht zu erreichen was man sich wünscht, einen Glücksfall bedeuten kann – Lerne alle Regeln und breche ein paar – Denke daran, daß die beste Beziehung diejenige ist, in der die Partner sich gegenseitig mehr lieben als brauchen – Schätze Deinen Erfolg nach allem, worauf Du verzichten mußtest, um etwas zu erreichen – Bedenke, daß Dein Charakter Dein Schicksal ist – Genieße die Liebe und die Kochkunst mit aller Hingabe.

(Glückstantra aus Nepal zum Thema: Instruktionen für das Leben, Verfasser unbekannt)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger: Ich seh sie, ich seh sie, lach! ??????? All die Fragezeichen in euren Augen! PBN??? Wat datt denn???

Tja, Zeitungen haben so ihren eigenen Code und das heißt:

„Positive-Break(ing)- News“ !

Denn es jährt sich wieder einmal etwas, dieser hübsche Kerl mit Namen Snobby und seines Zeichens ein Pudel, wird heute 60 Jahre alt, und  diese junge Dame auf diesem Foto genau 2 zarte Lenze alt, wird heute um 8 Jahre älter als Snobby, der Pudel!

Wie doch die Jahre enteilen! Das sind aber nun beileibe nicht die einzigen „Positive-Break(ing)-News“, lach, denn zu meiner größten Freude bin ich zu diesem Anlaß bei meinen Kindern in Kölle eingeladen worden! Am frühen Samstagmorgen fährt er wieder, der Zug, mit mir an Bord!

Ich freu mich wie Bolle! Abstand vom Alltag, mal wieder raus aus dem Eulennest, und eine herrlich-schöne Zeit mit meinen Kindern verbringen, jubel!!!

Wir wollen am Samstag in den Kölner Zoo, Zeitfenster ist gebucht, nochmehr Jubel, lach,

Und am Abend gehen wir schick essen, auch da ist schon alles coronagerecht gebucht! Dann darf man das auch mal wieder! Dritter Jubel!

Ich hab mir schon was schickes zum anziehen für abends eingepackt, und gleich auch noch eine neue Maske genäht, bzw. zwei, eine für den Alltag und eine für „schick“, lach!

Und da ich einmal beim nähen war, ist nun auch endlich die Fledermaus gänzlich fertig, die mit Lavendelblüten gefüllt mein Schwiegertöchterlein für ihren Kleiderschrank bekommen sollte, Mottenkiller für Gothic-Fans!

Schick, was?

Meine bärigen Redaktionsmitglieder Ruddi, Bruno, Hamish, Otto und Luzia haben wohl schon Weisungen von Mimi in heaven bekommen, sie haben in den letzten Tagen so verdächtig zusammen getuschelt, und wenn ich rein kam, war es mucksmäuschenstill, ich bin mal gespannt, was alle ausgeheckt haben, wir werden dann in den Redaktionsräumen am Montag richtig schön und gemütlich noch nachfeiern!

Ich hab noch bissel was romantisch-schönes für euch, in den Abenden stand der Sichelmond so schön am Himmel, guckt mal:

Und damit wünschen wir all unseren Lesern ein wunderschönes Wochenende, paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund und wir freuen uns aufs Wiederlesen!

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern Otto und Luzia

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Betriebsferien

Zukunftssorgen

Korf, den Ahnung leicht erschreckt,
sieht den Himmel schon bedeckt
von Ballonen jeder Größe
und verfertigt ganze Stöße
von Entwürfen zu Statuten
eines Klubs zur resoluten
Wahrung der gedachten Zone
vor der Willkür der Ballone.

Doch er ahnt schon, ach, beim Schreiben
seinen Klub im Rückstand bleiben:
Dämmrig, dünkt ihn, wird die Luft
und die Landschaft Grab und Gruft.
Er begibt sich drum der Feder,
steckt das Licht an (wie dann jeder),
tritt damit bei Palmström ein,
und so sitzen sie zu zwein.

         

Endlich, nach vier langen Stunden,
ist der Albdruck überwunden.
Palmström bricht zuerst den Bann:
“Korf”, so spricht er, “sei ein Mann!
Du vergreifst dich im Jahrzehnt:
Noch wird all das erst ersehnt,
was, vom Geist dir vorgegaukelt,
heut dein Haupt schon überschaukelt.”

Korf entrafft sich dem Gesicht.
Niemand fliegt im goldnen Licht!
Er verlöscht die Kerze schweigend.
Doch dann, auf die Sonne zeigend,
spricht er: “Wenn nicht jetzt, so einst –
kommt es, daß du nicht mehr scheinst,
wenigstens nicht uns, den – grausend
sag ich’s -: Unteren Zehntausend!” …

Wieder sitzt v. Korf danach
stumm in seinem Schreibgemach
und entwirft Statuten eines
Klubs zum Schutz des Sonnenscheines.

(Christian Morgenstern, 1871 – 1914, deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, wir haben ein bissel Betriebsferien gemacht, weil wir so unmotiviert waren. Teils lag es an der Wetterlage, die erst recht trüb und dann zum Wochenende hin so schwül wieder war, trotz bedrohlichem Himmel am Samstagmorgen über der Liricher Grafschaft

und über unserem Birkenpferd vom Aussichtspunkt Eulennest

wollte sich keine Entspannung mittels eines Gewitters oder wenigstens eines Regengusses einstellen.

Zum anderen Teil lag es außer am Wetter auch mal wieder an der Gemengelage bezüglich des Coronavirus, die Fallzahlen steigen ja wieder kontinuierlich an, hinsichtlich der Groß-„Demos“ am Wochenende in Berlin kann einem als für sich und vor allem für seine Mitmenschen verantwortlich handelnder Mensch mehr als angst und bange werden! Was ist das ein Haufen von Covidioten, man fährt 600 km nach Berlin zum demonstrieren, um dort dagegen zu protestieren, daß man in seinen freiheitlichen Grundrechten und seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird von einer „Corona-Diktatur“, durch das Tragen von Masken und einer Abstandsregelung zum Schutze und Wohle aller, worauf man dann auch „konsequent“ auf beides verzichtet hat bei dieser „Demo“! Ich hätte diesem egomanischen „Volk“ gerne ein Schild für ihre Demo gefertigt, ein einziges Wort darauf hätte genügt, um ihre Ansprüche der Öffentlichkeit kundzutun: ICH!!!

Das ist weiß Gott nicht motivationsfördernd für unseren Wochenanzeiger, der sich nun mal den guten Nachrichten verschrieben hat und unserer Leserschaft hier doch gerade in diesen Zeiten Mut machen möchte, mit unserem bekannten und geschätzten Optimismus, aber manchmal kommt dann doch ein anderer Spruch über Opti- und Pessimisten zum tragen: „Ein Pessimist ist ein Optimist mit Lebenserfahrung.“ Oder das schöne Zitat, das ich in einem anderen Blog entdeckt habe und das ich so klasse fand:

„Wenn du Gott zum lachen bringen willst, erzähle ihm von deinen Plänen.“ (Blaise Pascal, 1623 – 1662, franz. Mathematiker, Physiker und Philosoph)

Denn Pläne hatten wir in unserer Redaktion für einen feinen Wochenendeintrag, schon Mitte der letzten Woche bei unserer Redaktionssitzung besprochen und für fein befunden, es sollte mal wieder ein Urlaubs-Erinnerungseintrag werden, das fanden wir dann angesichts der diesjährigen Urlaubszeit mit ihrer regional ebenfalls so ausufernden Ich-Manie doch nicht mehr so passend, da haben wir ihn in der freitäglichen Nach-Konferenz gecancelt. Wir werden ihn nachholen, wir können uns gut vorstellen, daß das auch euer Wunsch wäre, keine Frage, aber uns fehlte denn dann doch die Leichtigkeit und Freude, die solche Einträge voraussetzen, um gut zu werden. Also machen wir hier jetzt einen Cliffhanger, und da kommt dann gleich wieder der Humor ins Spiel, der unser Wochenblatt wohl auch auszeichnet. Sicherlich erinnert ihr euch alle noch an sowas hier

leere Klopapier-Regale allüberall, das wenigstens hat sich ja zum Glück wieder gelegt, das begehrte Papier ist wieder überall zu haben, sogar wieder ganz speziell, lach, guckt:

Das sollte der Gag unserer Urlaubserinnerungen werden, weil der sprachliche Aufdruck euch sicherlich einen Hinweis auf das Urlaubsland gegeben hätte bzw. jetzt gibt! Damit sind wir nun im gewohnten Fahrwasser und führen unseren Montagseintrag, der getreu des Vermächtnisses unseres geliebten Co-Autors, unserer rasenden Reporterin Mimi in heaven, doch fröhlich und optimistisch sein soll, fort.

Und berichten von den kleinen Aktivitäten in unserer Redaktion, denn wir können vermelden: Ein Lampenschirm zur maritimen Verschönerung unseres Schlafzimmers ist fertig, der zweite folgt in Kürze.

Das auf Stoff gebügelte Serviettenmotiv ist mittels Kordel am Lampengestell befestigt worden.

Und so sieht es aus, wenn es leuchtet:

Wir sind sehr zufrieden! Gehäkelt worden ist auch weiter, ein neues Kissenhüllen-Motiv

Ein Seepferd, da hab ich manchen Abend beim fernsehen Spaß dran gehabt!

Mit der weißen Kissenhülle drunter, Fäden müssen noch vernäht und das Motiv mit der Nähmaschine aufgenäht werden.

Auf Balkonien wachsen die Sonnenblumen fröhlich ihrer Blüte entgegen und durch Zufall hat die Frau Chefredakteurin gestern abend entdeckt, daß sich eine Blüte bereits öffnet.

Die übrigen Knospen schwellen weiter!

Da wird sich Mimi dort oben auf ihrem Stern freuen, wenn sie alle blühen werden, und später im Herbst die Vögel, wenn sie Sonnenblumenkerne futtern können.

Und so schließen wir diesen Eintrag mit einem kleinen Gedicht, das die Frau Chefredakteurin selbst gedichtet hat, ich hatte es bei FB mit einem anderen Bärenbildchen eingestellt, das nicht meins ist und daher hier nicht benutzt werden darf, aber wir haben ja selbst genug Bärchen hier, da hat eines davon fürs Gedicht gerne Modell „gelegen“.

Kleines Bärchen, schlaf schön
in den neuen Tag.
Träum dir deine Welt schön,
was auch kommen mag.
Freu dich über Blumen und den Sonnenschein,
wenn er wieder weckt dich
bist du nicht allein.
Alle deine Freunde sind dann wieder hier!
Schlaf schön, kleines Bärchen, wichtig ist das WIR!

(© Monika Zimmermann)

Wir wünschen euch allen einen schönen Montag und einen guten Start in die neue und hoffentlich gute Woche, bleibt oder werdet alle gesund und paßt gut auf euch auf!!!

Das wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern

Otto und Luzia

Habts fein!              

Grafschafter Wochenanzeiger – Urlaubserinnerungen Teil III – Reif für die Insel?

Die singende Muschel

Als Kind sang eine Muschel
mir das Meer.
Ich konnte träumelang
an ihrem kühlen Munde lauschen.

Und meine Sehnsucht wuchs
und blühte schwer,
und stellte Wünsche und Gestalten
in das ferne Rauschen.

(Francisca Stoecklin, 1894 – 1931, Schweizer Dichterin aus Basel)

Heimatlose

Ich bin fast
gestorben vor Schreck:
In dem Haus, wo ich zu Gast
war, im Versteck,
bewegte sich,
regte sich
ploetzlich hinter einem Brett
in einem Kasten neben dem Klosett,
ohne Beinchen,
stumm, fremd und nett
ein Meerschweinchen.


Sah mich bange an,
Sah mich lange an,
Sann wohl hin und sann her,
Wagte sich
dann heran
und fragte mich:
‚Wo ist das Meer?‘

(Joachim Ringelnatz, 1883 – 1934, eigentlich Hans Bötticher, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, die letzte Redaktionssitzung am gestrigen Tage ging zügig über die Bühne, lach, dieweil sich die Frau Chefredakteurin das Thema unseres heutigen Eintrags schon vor Tagen „unter den Nagel gerissen“ hat, denn sie hat am Anfang der Woche nun endlich wenigstens schon mal den Hausflur draußen wieder sommerlich dekoriert, guckt:

maritimes Flair wieder einmal, und der Romantik von Sommernächten wegen gleich leuchtend fotografiert! Das nachbarliche Herz leuchtet wieder mit

und ein neues Glaslämpchen mit maritimem Dekor ist dazu gekommen

die große Laterne wieder mittig!

Das Licht der Timer-Kerzchen ist so schön!

Es ist doppelt, weil ich es einmal (oben) ohne, und einmal (unten) mit Nachtmodus der Kamera fotografiert habe.

Dann wurde in der letzten Woche ebenfalls noch ein Projekt verwirklicht, naja, fast verwirklicht, das auch schon länger in den Schubladen „zu erledigen“ rumdümpelte, die Schlafzimmer-Bettleuchte sollte ein neues Kleidchen kriegen

Das alte sah nicht mehr so hübsch aus, und paßte auch nicht so gut zum neuen Meerbild, das seit letztem Jahr im Schlafzimmer hängt und das ihr ja alle kennt, also, ans Werk gemacht und einen neuen Bezug kreiert:

mit Serviettentechnik, textiler Kleber, das ganze wird „eingebügelt“ zur Haltbarkeit und liegt hier zum trocknen aus.

Gestern war es zum weiter verarbeiten fertig, und ich hab es mal „probegesteckt“, so soll es dann werden, die oberen und unteren Kanten natürlich eingeschlagen.

Da kommt noch Kordel und diverse Verschönerungen zu, das gänzlich fertige Werk werde ich euch nicht vorenthalten.

Und bei all dem maritimen Zubehör, da erwachte sie wieder, die Sehnsucht nach dem Meer, in diesem Jahr ist sie ohnehin wieder einmal besonders groß, eigentlich wollte ich mit meiner Freundin doch wieder nach Norddeich, schließlich haben wir ja immer noch nicht die Gummistiefel von ihr umgetauscht bekommen, lach,

aber da wird zumindest im Sommer wohl nichts draus werden. Hab ich halt mal wieder im Schatzkästchen meiner Erinnerungen gekramt, und was ich da zutage gefördert habe, hat auch meine restlichen Redaktionsmitglieder überzeugt, sie nickten eifrig und meinten, „mach mal, Frau Cheffin, das ist gut!“ Und so bekommt ihr hier heute alle meine Urlaubserinnerungen Teil III – Urlaub 1978 auf Ameland, noch ohne Kind und mit drei Freundespärchen, eines davon mein Chef und Freund von meiner euch bekannten Bauernhofarbeitsstelle mit seiner damaligen Freundin.

wir kommen, denn wir waren alle reif für die Insel, lach,

Björns Papa und ich, wir sind als erste gestartet,

unser damaliges Auto, ein Datsun, mit mir am Steuer, die alten Bilder aus den Fotoalben werden leider im Laufe der Zeit immer bissel rotstichig, macht aber nix, sind eben Erinnerungen.

Angekommen und Zelt aufgeschlagen, das direkt hinter unserem Auto, und wie man sieht, herrliches Wetter!

Unser Zelt steht, Björns Papa war zufrieden, der Seewind noch etwas frisch, deshalb der dicke Pullover, den ich selbst gestrickt hatte.

Die anderen Pärchen kamen im Abstand von einigen Tagen (Urlaubsplanung, lach!) hinterher, und was soll ich euch sagen: Immer am jeweiligen Ankunftstag, auch an unserem, war herrliches Wetter, am nächsten Tag trübte es ein und war einfach nur usselig, lach! Und immer, wenn wir jeweils ein Pärchen an der Fähre abgeholt haben, haben die gestrahlt und gemeint, siehste, jetzt kommen wir, jetzt wird es schön, ja, Pustekuchen!

Links an unserem Zelt, das bin ich, das grüne daneben gehörte meinem damaligen Zivildienstkollegen von meiner Bauernhofarbeitsstelle mit Freundin.

Das ist besagter Kollege mit mir!

Das dritte Pärchen war mit meinem Kollegen zeitgleich eingetrudelt, Freunde vom Kollegen. Zum Schluß kam dann mein Chef und Freund mit seiner Freundin.

Gemeinsames spülen, hihihi, rechts meine Wenigkeit.

So war das Wetter jeweils am Ankunftstag

Ausschau halten, lach!

Und dann erstmal mit alle Mann an den Strand.

Der Mann rechts ganz vorne, das ist mein Chef und Freund. Wenigstens hin und wieder hatten wir dann auch Strandwetter vom feinsten, was sofort zum bilden herrlicher Sandfiguren benutzt wurde:

Sonst mußten wir uns in den anderen Tagen am Strand mit dieser Bekleidung begnügen statt mit einem Bikini!

Rechts wieder ich, alle Mann und Frau mit Friesennerz! So waren wir auch einmal angeln am Wattmeer

vorne ich, unser Fang war gigantisch, wir haben soooo gelacht, das erinnerte irgendwie an die „wunderbare Brotvermehrung“, zwei Fische, einen kleinen Aal und eine noch kleinere Scholle, für 8 Personen, ich lach mich heute noch weg, aber wir haben sie wirklich gebraten.

Der Urlaub war im Juli 1978, da hatten Björns Papa und ich 5-jährigen Hochzeitstag genau in der Zeit, und ich bekam 5 herrliche, orangenfarbene Rosen geschenkt, die mein Exmann extra vom Festland mit der Fähre hat „einschiffen“ lassen, auf der ganzen Insel waren keine Rosen aufzutreiben. Hab ich mich sehr drüber gefreut!

Der Campingplatz

hinter dem kleinen, blauen Zelt links im Vordergrund ist unser Zelt und unser Auto mit Björns Papa.

Andere Richtung! An einem Abend begann es heftigst zu stürmen, die ganze Nacht hat das getobt und gewittert, es sind Zelte fliegen gegangen und sogar Wohnwagen umgekippt, unser Zelt hat gehalten, aber ich bin im Laufe der Nacht zum schlafen ins Auto abgewandert, das war schon ziemlich beängstigend! Am anderen Morgen war der Spuk vorbei.

Im Ort bei unserem Campingplatz gab es auch eine Disco, die wir natürlich allesamt besucht haben, das war so ein herrlich vergnüglicher, feucht-fröhlicher Abend bzw. Nacht, und ich werde wohl nie vergessen, was vorzugsweise und rauf und runter aufgelegt wurde in der Disco, dazumalen brandneu, heute ein Oldie vom feinsten,

Donna Summer „I Feel Love“ , wenn ich heute mal wieder dieses Lied höre, denke ich immer an Ameland, was haben wir danach getanzt! Wer es sich mal in voller Länge antun möchte, büdde schön:

Trotz des überwiegend grottigen Wetters war das ein herrlicher Urlaub, wir hatten alle so einen Spaß, haben gelacht, abends im größten Zelt von meinem Chef Karten gespielt, herrliche Wattwanderungen gemacht, die Gegend erkundet und wie es sich für Meer-Urlaub gehört, natürlich Muscheln gesammelt.

Ich hab sie, glaube ich, heute noch, und viele andere aus anderen Urlauben am Meer. Nun hab ich noch die obligatorischen Ansichtskarten vom Urlaub für euch

hihihi, Bildausschnitte von gemacht mit der Knipse!

Zu einem Eintrag über Urlaub und Meer gehören stimmungsvolle Bilder, die liefere ich jetzt noch aus unserem reichhaltigen Archiv nach.

 

 

Ja, das ist die Serviette, deren Motiv jetzt meine Schlafzimmerlampe ziert.

Damit schließe ich nun unseren Eintrag zum Wochenende, aber vorher bekommt ihr noch was für auf die Ohren, hab ich so vor mich hingesummt, als ich mit meinem Redaktionsteam diesen Eintrag geplant habe, und das ganze Team war der Meinung, das müsse unbedingt noch mit rein, würde es doch so schön zu dem Thema Sehnsucht nach dem Meer passen!

Und damit wünschen wir euch allen ein wunderschönes, entspanntes Wochenende, falls ihr auch Sehnsucht nach dem Meer habt, vielleicht konntet ihr sie hier nun ein wenig stillen, wir hoffen, es hat euch gefallen!

Bleibt alle gesund, paßt auf euch auf und

habts fein! Wünschen euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern

Otto und Lucia.

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Ein Muttertier feiert Vatertag

Vater werden ist nicht schwer,
Vater sein dagegen sehr.

Ersteres wird gern geübt,
weil es allgemein beliebt.
Selbst der Lasterhafte zeigt,
daß er gar nicht abgeneigt;
nur will er mit seinen Sünden
keinen guten Zweck verbinden,
sondern, wenn die Kosten kommen,
fühlet er sich angstbeklommen.
Dieserhalb besonders scheut
er die fromme Geistlichkeit,
denn ihm sagt ein stilles Grauen:
Das sind Leute, welche trauen. –
So ein böser Mensch verbleibt
lieber gänzlich unbeweibt. –
Ohne einen hochgeschätzten
tugendsamen Vorgesetzten
irrt er in der Welt umher,
hat kein reines Hemde mehr,
wird am Ende krumm und faltig,
grimmig, greulich, ungestaltig,
bis ihn dann bei Nacht und Tag
gar kein Mädchen leiden mag.
Onkel heißt er günst’gen Falles,
aber dieses ist auch alles. –

Oh, wie anders ist der Gute!
Er erlegt mit frischem Mute
die gesetzlichen Gebühren,
läßt sich redlich kopulieren,
tut im stillen hocherfreut
das, was seine Schuldigkeit,
steht dann eines Morgens da
als ein Vater und Papa
und ist froh aus Herzensgrund,
daß er dies so gut gekunnt.

(Wilhelm Busch)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, ich seh schon, ihr habt mal wieder Fragezeichen in euren Augen „Ein Muttertier feiert Vatertag“? wie ist denn das gemeint?

Ich war ein wenig in Verlegenheit gestern gemeinsam mit meinem Redaktionsteam, was wir denn zum heutigen Vatertag einstellen könnten, den wir hier ja auch schon so oft gefeiert haben, und eigentlich wollte ich euch doch auch noch ausführlich von meinem Wochenende bei den Kindern berichten, und da haben wir beschlossen, wir machen halt aus der Not eine Tugend, es gab dann auch noch so ein feines Mitbringsel von der Frau Chefredakteurin vom einkaufen, das sich ganz prima für den Vatertag eignet, somit gibt es jetzt Gedicht und dies für alle Väter, wobei natürlich genau wie bei den Müttern auch die Väter unserer Haustiere oder anderem Getier in der freien Natur oder in Zoos, um die sich eben auch von den Männern gekümmert wird!

Und das ist das feine Mitbringsel, lach!

Ein Rosmarin! Mit der Aufschrift „Macht Gin“! Hihihihi, nochmal Fragezeichen in euren Augen, macht richtig Spaß hier heute!

Ja, ihr lieben Väter/Männer, Gin dürfte euch bekannt sein, einen aufs väterliche Wohl trinken an diesem Tag hat Tradition, und so war an diesem hübschen Rosmarintopf ein Schild eingesteckt

mit diesem feinen Rezept innen! Und das schenke ich euch nun allen zum Vatertag, ich hab keine Ahnung, wie das schmeckt, weil ich es noch nicht ausprobiert habe, aber ich werde, versprochen! Und ich bin gespannt, ob ich von euch Rückmeldungen kriege!

Und damit wünsche ich allen Vätern (und denen s.o.!) einen wunderschönen, entspannten und gemütlichen Vatertag! In diesen immer noch so unsäglichen Coronazeiten fällt so vieles flach, auch die traditionsgemäßen Bollerwagen-Ausflüge werden wohl, wenn überhaupt, dann nur unter strengen Auflagen stattfinden können, da kann ich mir gut vorstellen, daß meine Leser hier den Tag lieber, wie vielleicht auch ohne Corona in den Vorjahren schon, mit ihren Lieben verbringen! Gerade in diesen Zeiten wird so deutlich, daß Familie und Freundschaft durch nichts zu ersetzen und das Wichtigste im Leben sind!

Habts fein!

Und nun mach ich mal in eigener Sache weiter, denn so, wie die Väter heute ihren Vatertag feiern, hab ich am Wochenende bei den Kindern auch meinen Muttertag nachträglich gefeiert, denn dieses Jahr wäre ich halt wieder „dran“ gewesen. Könnt ihr euch sicher denken, daß die Freude beim Besuch der Kinder doppelt groß war!

Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage Dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.

(Wilhelm Busch)

Und so machte ich mich am Samstag auf den Weg nach Kölle, Schutzmaske im Gepäck, denn in Bus und Bahn ist sie Pflicht! In Zeiten von Corona war auch leider das Reisezentrum an unserem Hauptbahnhof geschlossen, also mußte ich zum ersten Mal ein Ticket für die Fahrt am Automaten ziehen, hat aber prima geklappt. Es war nicht voll in der Bahn, da war dann Abstand halten zum Glück auch kein Problem. Die Sonne lachte vom Himmel und sie lachte auch in Köln, als ich ankam.

Unsere gemeinsame Freude beim endlich wiedersehen und begrüßen könnt ihr euch sicher alle lebhaft vorstellen, ich zeig euch mal ein Bild vom glücksstrahlenden Muttertier, hat Björn auf ihrem Balkonien von mir gemacht!

Angekommen!!!

Die Kinder haben, wie so viele andere Menschen auch, die Zeit des nicht raus gehen können zum aufhübschen ihrer Wohnung und ihres Balkoniens genutzt, letzteres hat jetzt statt eines Sonnenschirms eine feine Markise

die man der Sonneneinstrahlung anpassen kann.

Feine Blümchen blühen in den Kästen

Eine Wand im Wohnzimmer bekam eine wunderschöne neue Tapete

ein ganz edles Muster, mit einem weißen Rahmen drum, die übrigen Wände sind auch weiß, ein neuer Computerschrank im Colonialstil ist eingezogen, ich bin ganz begeistert und hab alles gebührend bewundert. Wir haben es uns dann so richtig gemütlich gemacht, wir hatten so viel zu erzählen. Unser aller Co-Autor, unsere rasende Reporterin, meine Mimi in heaven, ihr werden dort oben auf ihrem Stern die Öhrchen geklingelt haben, denn wir haben auch von ihr viel gesprochen und erzählt.

Am Abend haben wir dann sooooo lecker gegrillt, Würstchen, Grillkäse, Knoblauch- und Kräuterbaguette, Nudelsalat, herrlich! Und haben auf unser Wiedersehen angestoßen, mit einem so wunderbar süffigen Rotwein und Björn mit einem schottischen Whisky!

Und die Sterne über Köln aus dem letzten Eintrag, die hab ich auch gesehen,

und da ist mir noch so ein feines Lied eingefallen, das ich so mag:

der Text steht drunter bei „mehr ansehen“!

Dann muß ich euch noch was zeigen, der Freund und dazumalen Trauzeuge von den Kindern hat einen feinen, kleinen Laden für Gothic-Fans, und zur Corona-Krise hat er ein T-Shirts mit einer super Aufschrift rausgebracht, guckt mal:

Klasse, oder?

Ich hab herrlich geschlafen bei meinen Lieblingsmenschen, und war am anderen Morgen erstaunlich früh wach, lach, ich wollte doch noch was vom Tag mit den Kindern haben. Das Wetter war wieder so schön, Björn schlief noch, da haben Steffi und ich beschlossen, wir drehen eine Runde durch ihren herrlichen Park

und auf dem Rückweg gehen wir frische Brötchen holen! Gesagt, getan, es war so ein herrlich stiller, friedlicher Morgen, kaum Leute unterwegs und die, welche allein oder mit Hund und/oder Kind ihre Runden drehten, waren alle sehr diszipliniert und freundlich gestimmt. Auch in der Schlange vor dem Bäckerladen ging es weitgehend friedlich und diszipliniert zu, und so zogen wir beglückt mit unseren Brötchentüten nach Hause, die unterwegs schon so herrlich dufteten, hihihihi! Das gemeinsame Frühstück war so gemütlich und schön und richtig opulent! Ich liebe Frühstücken, wenn ich es nicht alleine tun muß, hier zu Hause bei mir fällt es deshalb bis auf den Kaffee aus!

Wir haben uns dann noch einen wunderschönen gemeinsamen Tag gemacht mit erzählen und lachen und freuen am Zusammensein!!! Das Abschied nehmen fiel dann doch wieder schwer, die Zugfahrt verlief reibungslos, ich hatte Zeit, meinen Gedanken an die schönen Tage nachzuhängen.

Die Ankunft hier in den Redaktionsräumen fiel dann erwartungsgemäß auch traurig aus, weil es das erste Mal war, daß ich heimkam, ohne von meiner begeisterten Mimi begrüßt zu werden, die, obwohl sie das ja immer nicht zeigen wollte, sich so gefreut hat wenn ich wieder da war. Mein übriges Redaktionsteam und auch ihr, meine lieben Leser, habt euch ja alle ins Zeug gelegt, um mir das erste Mal heimkommen ohne Mimi nicht so traurig werden zu lassen, dafür danke ich euch sehr!

Zum wieder ankommen hier in unserer Redaktion und eben auch langsam wieder im Alltag, hab ich mal wieder Balkonien-Bilder gemacht, die ich euch jetzt zum Abschluß dieses Eintrags noch zeigen möchte, sonst wird das hier auch zu „schreiblastig“, lach!

Den Gin-Rosmarin habt ihr ja schon gesehen, neuer Bewohner auf Balkonien, und da wir schon mal bei Allohol sind, hihihihi, Himbeere und Johannisbeere sprießen, da könnte man, wenn es genug würde, auch Aufgesetzten von machen, lach!

Die Glockenblümchen fangen wieder an zu blühen

und auch mein Thymian blüht

der Salbei aus einem gekauften kleinen Kräutertöpfchen ist herrlich angegangen

nochmal Glockenblümchen

ganz voller Knospen wieder, das wird die dicke Hummel freuen, wenn die alle wieder blühen!

Oregano, ehemals von Steffis Balkonien gemopst, auch er sprießt, und unser Halloween-Kürbis-Leuchtekopf ist einfach draußen geblieben, er leuchtet so fein!

Für Spargelliebhaber wie mich: Estragon! Für Sauce bernaise!

Ihr erinnert euch alle noch an das Samentütchen von Brigitte/Plauen mit den Sonnenblumen, die ich in Mimis Brotkasten aussäen wollte? Guckt:

Sie sprießen!!! Ich freu mich schon sehr drauf und bin gespannt, durch das Katzennetz davor hätten sie auch einen feinen Halt dann, wenn sie blühen!

Neues Saat- und Pflanzgut, extra für mein Bienenhotel mit meinen Wildbienen, eigentlich bissel spät schon, aber ich guck mal, wie es noch wird.

Im Topf mit meiner Avocadopflanze sprießen die Samen der Ringelblume, auch da bin ich gespannt.

Ja, und das war es nun erst einmal von Balkonien

und auch mit diesem Eintrag, wir hoffen, es hat euch allen wieder gefallen und wünschen euch einen wunderschönen, sonnigen Feiertag Christi Himmelfahrt/Vatertag!

Paßt alle gut auf euch auf und bleibt gesund! Das wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit den beiden Freelancern Otto und Lucia und Mimi in heaven!

Habts fein und bleibt gesund!