Grafschafter Wochenanzeiger – Rosenzeit 🌹🌹🌹

Wunderliches Wort: Die Zeit vertreiben!
Sie zu halten, wäre das Problem.
Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben,
wo ein endlich Sein in alledem? –

Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen
jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt:
Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legen,
und das willig Liegende verschwimmt –

Berge ruhn, von Sternen überprächtigt; –
aber auch in ihnen flimmert Zeit.
Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt
obdachlos die Unvergänglichkeit.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926, österreichischer Erzähler und Lyriker, Aus dem Nachlaß des Grafen C. W.)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da haben wir doch mal wieder lange hin und her überlegt in unserer freitäglichen Redaktionssitzung, was wir denn wohl unseren Lesern zur heutigen Sonntagsausgabe bieten könnten. Nachdem am letzten Wochenende endlich die ersehnte Nachricht der Kinder eintrudelte, daß der Corona-Test meiner Schwiegertochter wieder negativ ist und im Laufe der darauffolgenden Woche sich auch alle Unbilden der Erkrankung wie der Verlust des Geschmackssinns verflüchtigt hatten, mußte vor allem die Frau Chefredakteurin erst einmal wieder langsam in die Entspannung kommen. Wie so oft in meinem Leben hab ich das mit einigen schon länger mal anstehenden Arbeiten in den Redaktionsräumen gemacht, tätig werden löst immer am besten den aufgebauten Druck. Leider war da aber so gar nichts oder zumindest noch nichts geeignetes für unsere Sonntagsausgabe bei, also haben wir bei unserer Redaktionssitzung wieder einmal unser Archiv bemüht und sind auch fündig geworden. Der Mai nimmt nun auch so langsam seinen Abschied, in etwas mehr als einer Woche ist er wieder Geschichte, dann folgt der Juni und mit ihm der Sommer, und somit kommt hier heute wieder einmal ein Lieblingsthema der Frau Chefredakteurin aufs Tapet: Rosen! 🌹🌹🌹 Heiß geliebte Lieblingsblume, vielfach vertreten in unseren Redaktionsräumen, oft fotografiert oder entsprechende Themen mit schönen Bildern verziert, wir hoffen, ihr habt Freude an einem sonntäglichen Rosenbukett. 

 

Mit diesen Bildern habe ich im Jahre 2012 die ersten Rosenbilder ins Blögchen eingeführt, und einige meiner älteren Leser (älter im Sinne von schon lange hier dabei! 😊) erinnern sich sicher noch an meine begehrte Deko für meinen PC:

Und an das Rosenbild, mit dem ich viele Sommereinträge für meine Storm-Zeit verschönt habe:

Und Mimi in heaven wollte dann natürlich auch gleich ein Rosenbild von und für sich, das war ihr erstes im Blögchen dazumalen:

Da war sie so stolz drauf! Später war ihr Kleiderschrank dann mit solchen Bildern reich bestückt. 

Und wir machen mal eine kleine Galerie der schönen Bilder, die wir im Archiv schon alle für Rosen-Einträge zusammengeklaubt haben: 

Eines meiner Lieblingsbilder mit Rosen ist dieses wunderschöne Gemälde

Man kann sie doch förmlich riechen, nicht wahr, Sommer-Idylle! 

Rosenpracht aus der Grafschaft und den Redaktionsräumen

Auch getrocknet sind Rosen noch zauberhaft. 

Was wunderbar zu Rosen paßt, kulinarisch und optisch: 

Erdbeeren und Lavendel! 

Natürlich beherbergen die Redaktionsräume auch Deko mit Rosen:

Und ganz alte Handy-Fotos, das Handy hat leider kein Übertragungskabel mehr, deshalb ist die Qualität grottig, weil abfotografiert, aber es ist die schöne gelbe Rose, die ich mal auf Balkonien hatte, dunkelgelbe Knospen, hellgelb beim aufblühen und einen Duft nach ganz zart Zitrone, wundervoll! Leider ist sie mir an Mehltau eingegangen. 

Nun haben wir noch was für auf die Ohren für euch, musikalische Rosen, wir hoffen, ihr mögt auch die! 

Ach, und übrigens: Über das Gedicht gewundert eingangs, das mit Rosen ja eigentlich nichts zu tun hat? Frau Chefredakteurin hatte es vor einiger Zeit schon gefunden, es entspricht der Zeit, ihrem Gefühl…..und den Rosen! ,,,,, „Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt obdachlos die Unvergänglichkeit.“ Auch Rosen möchten sicher unvergänglich bleiben in all ihrer Schönheit. Und im menschlichen Herzen wohnt die Sehnsucht nach der Unvergänglichkeit von vielem, von Glück, von Zeit, von vor allem unbeschwerten, glücklichen Zeiten. 

Und damit sind wir nun am Ende unserer heutigen Sonntagsausgabe angelangt, wir wünschen euch allen einen wunderschönen und hoffentlich wieder sonnigen Sonntag, ohne jede Art von Wetterkapriolen und vor allem von Stürmen und sonstigen Unbilden, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habt Frieden im Herzen!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Notausgabe V 🎂⛱🌿🐝🗳

Resignation

Es gibt noch Leute, die sich quälen,
aus denen sich die Frage ringt:
Wie wird der Deutsche nächstens wählen?
Wie wird das, was die Urne bringt?

🗳

Die Guten! Wie sie immer hoffen!
Wie macht sie doch ein jedesmal
der Ausfall neuerdings betroffen!
Als wär‘ er anders, wie normal!

✍🙏😒

Wir wissen doch von Adam Riese,
daß zwei mal zwei gleich vieren zählt.
Und eine Wahrheit fest wie diese
ist, daß man immer Schwarze wählt.

🧮2️⃣✖2️⃣ = 4️⃣

Das Faktum läßt sich nicht bestreiten,
auch wenn es noch so bitter schmeckt.
Doch hat das Übel gute Seiten :
Es ruhet nicht auf Intellekt.

👍

Man muß die Sache recht verstehen;
sie ist nicht böse, ist nicht gut.
Der Deutsche will zur Urne gehen,
so wie man das Gewohnte tut.

👫👫👫🗳

Wer hofft, daß es noch anders würde,
der täuscht sich hier, wie überall.
Die Schafe suchen ihre Hürde,
das Rindvieh suchet seinen Stall.

🐏🐑🐄🐂

(Ludwig Thoma, 1867 – 1921, deutscher Erzähler, Dramatiker und Lyriker)

Ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung haben mein Redaktionsteam und ich beschlossen, die Sammlung unserer Notausgaben nochmal um eine Ausgabe zu verlängern. Die Woche war doch noch überwiegend geprägt von der Sorge der Frau Chefredakteurin um ihre Kinder, erst zu Beginn des Wochenendes am gestrigen Samstag zeichnete sich eine langsame Entspannung der Situation ab. Bis dato war der Coronatest bei meiner Schwiegertochter immer noch positiv, nun scheint der Kontrollstreifen doch langsam zu verblassen. Mein Sohn ist immer noch negativ, trotz gelegentlicher kleiner Erkältungsanzeichen. Wir können also immer noch Daumen gebrauchen. 🙏🍀🍀🍀 

Also gibt es heute eure Sonntagsausgabe als Notausgabe V, wir hoffen hier alle inständigst, daß es damit dann aber auch mal langsam gut ist, der allgemeinen Anspannung täte eine Entspannung überall wirklich mehr als gut. 

Aber wir wären ja nicht euer geschätzter Grafschafter Wochenanzeiger, wenn wir nicht wieder aus der Not eine Tugend machen würden, also haben wir redlich bemüht alles zusammengeklaubt, was uns in der letzten Woche so untergekommen ist, bzw. was uns bei den letzten Einträgen aufgrund von „Gedanken ganz woanders“ hoffentlich verzeihlicherweise „durchgeflutscht“ ist. Und hier schon vorab versprochen: Der Humor kommt auch nicht zu kurz, er ist ja, nach dem Herrn Ringelnatz, „der Knopf, der verhindert, daß uns der Kragen platzt“! 

Beginnen wir also mit dem „durchgeflutschten“: 

Wir sind von Mimi in heaven gerügt worden, haben wir doch tatsächlich alle in unserer Redaktion unseren Blögchen-Geburtstag am 1. Mai vergessen! Denn anno domini 2012, am 1. Mai um 2.41 Uhr wurde unser Blögchen und der spätere Grafschafter Wochenanzeiger ins Leben gerufen. Und somit feiern wir in diesem Jahr 

jähriges Blögchenjubiläum.

Wie die Zeit rennt, das können doch nie und nimmer schon 10 Jahre gewesen sein! Aber offensichtlich ist es so, sagt der Kalender, und da ist es wieder einmal an der Zeit, allen unseren lieben Lesern, den stillen wie den uns bekannten, einen lieben Dank für eure Treue zu sagen, für euer Da-sein, eure unermüdlichen Kommentare, eurer Anteilnahme an allen Geschehnissen in und um unserer kleinen Redaktion hier oben im Eulennest. An Freud und Leid teilen! Bleibt uns gewogen, ihr und wir sind der beste Beweis, daß auch virtuelle Freundschaften Tiefe und Bestand haben können, so wertvoll, ganz besonders in diesen Zeiten! 

Als nächstes gibt es kleine Neuigkeiten aus Eulennest und von Balkonien. In der anstrengenden letzten Woche brauchten meine Bärchen und ich dringend Nervennahrung, da haben wir wieder mit vereinten Kräften was gebacken

Brownies! Meine Bären lieben Brownies! Auch die weißen (Bären) 😊! Und ich! 

Ihr erinnert euch alle an unseren leider eingegangenen Avocado-Baum, er erhielt ja einen wieder selbst gezogenen Nachfolger, der sich weiterhin prächtig entwickelt

und demnächst auf Balkonien umziehen wird, 

mal in ganzer Pracht

da steht noch was in der Warteschleife, da leistet bald jemand Gesellschaft, nämlich noch ein Avocado-Pflänzchen

erste Wurzel und kleiner Trieb ist schon erkennbar

Wir sind gespannt! 

Auf Balkonien blüht der Salbei

auf den bin ich richtig stolz, denn er war mal lediglich eine kleine Gewürzpflanze für den Verbrauch aus dem Discounter, und ist draußen so fein angewurzelt und hat sich prächtig entwickelt, er blüht schon zum zweiten Mal. 

Auch die neu erworbene Pfingstrose ist gewachsen, ich bin wirklich so gespannt, ob sie blühen wird in diesem Jahr, die Knospen sind noch nicht viel größer, als wir sie euch vor einiger Zeit gezeigt hatten, da ist die Spannung groß. 

Hinter der Pfingstrose blüht nun wieder unsere Glockenblume

und an dieser Stelle kommen wir nun zum Humor. Ich hatte Mathilda in ihrem Blog von meiner Vorfreude auf die nun wohl bald wiederkehrende Hummel bei meinen blühenden Glockenblumen berichtet, und sie riet mir, dem pelzigen Brumminsekt das auffinden mittels eines Hinweisschildes zu erleichtern, das war ein Hinweis für mein Bärenteam, die haben sich mit Begeisterung an die Arbeit gemacht und voilà, so wird sie den Weg bestimmt finden, unsere Hummel:

Und die Bärchen hatten dann noch die Idee, vielleicht suche die Hummel ja nach der Stärkung auf dem Rastplatz noch ein Domizil für die Nacht, falls bei einbrechender Dämmerung es für den Rückflug zu spät wäre (über der Grafschaft herrscht Nachtflugverbot! 🤭), und haben die Hinweisschilder noch erweitert:

Nun sind wir richtig gespannt! 👍😂

Unschwer zu erkennen, auf was sich das Eingangsgedicht am heutigen Sonntag bezieht: In unserem Bundesland Nordrhein-Westfalen wird der Landtag heute gewählt, 🗳 wir hoffen alle auf einen guten Ausgang der Wahl, am meisten darauf, daß wir es Schleswig-Holstein gleich tun und unmißverständlich die unwählbare blau-braune Partei rausfliegt! 

Zum Schluß unserer heutigen Sonntagsausgabe des Grafschafter Wochenanzeiger haben wir noch ein ganz feines Schmankerl für die Eisbärenfans unter uns, 

 

ein Video von Eisbär Fiete im Nyíregyházi Állatpark, im Zoo Sóstó in Ungarn. Lebensfreude pur, ich denke, alle, die Fiete so lieben wir wir, werden sich bestimmt über das feine Video freuen. 

Und damit schließen wir nun unsere Sonntagsausgabe und wünschen euch allen einen schönen, sonnigen Mai-Sonntag, paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habt Frieden im Herzen!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Notausgabe IV 🍰💐🌷🍓🐈🐑

Vergehe Zeit!

Vergehe Zeit und mach einer besseren Platz!
Wir haben doch nun genug verloren.
Setz einen Punkt hinter den grausamen Satz
„Ihr habt mich heraufbeschworen.“

Was wir, die Alten, noch immer nicht abgebüßt,
willst du es nicht zum Wohle der Jugend erlassen?!
Kaum kennen wir’s noch, daß fremde Hände sich fassen
und Fremdwer zu Ungleich sagt: „Sei herzlich gegrüßt.“

Laß deine Warnung zurück und geh schnell vorbei,
daß wir aufrecht stehen.
Vergönne uns allen zuinnerst frei
das schöne Grün unsrer Erde zu sehen.

(Joachim Ringelnatz, 1883 – 1934, eigentlich Hans Bötticher, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler)

Ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, und wieder lief die freitägliche Redaktionssitzung so ganz anders, als wir es geplant hatten, sollten es doch wieder gute Nachrichten werden, die wir euch in unserer sonntäglichen Ausgabe präsentieren wollten, aber da verhielt es sich in der letzten Woche für uns hier ähnlich wie Theodor Storm in seinem „Schimmelreiter“ Hauke Haien sein Gebet sprechen ließ „…..du kannst nicht allezeit, wie du willst, auch du nicht…..“, denn auch wir konnten nicht, wie wir wollten. Zur Mitte der Woche erhielten wir die Besorgnis erregende Nachricht, daß bei den Kindern Erkältung herrsche, am Donnerstag kam dann die Bestätigung, trotz dreifacher Impfung ist meine Schwiegertochter positiv auf Corona getestet worden, Björn ist bis jetzt noch negativ, mit weiterhin milden Erkältungssymptomen, was hoffentlich doch auch so bleibt, aber Steffi hat es ziemlich erwischt. Zum Glück scheinen die Impfungen aber insoweit zu greifen, daß es bei ihr derzeit läuft wie bei einem starken grippalen Infekt, ich hoffe, das bleibt so und bessert sich in angemessener Zeit und Björn bleibt eventuell verschont. Wir bitten um Daumen! 🙏🍀

Ratlose Gesichter in unserer Redaktionssitzung, was machen wir für unsere Leser, wenn uns auch nicht so recht nach einem großen Eintrag ist, also haben wir beschlossen, unsere Sonntagsausgabe wird halt wieder eine Notausgabe, die vierte an der Zahl in diesen Zeiten, wir greifen mal wieder auf unser Archiv zurück und zeigen euch Bilder und kleine Texte zum heutigen Muttertag. 

Und somit erst einmal einen herzlichen Glückwunsch an alle Mütter von ganzem Herzen, natürlich auch, wie es in diesem Blögchen, und nun auch in unserem Grafschafter Wochenanzeiger, immer schon so üblich war, auch allen Müttern lieber Haustiere! Habt alle einen ganz feinen Muttertag!

Mit schönen Bildern aus unserem Eulennest

aus dem Archiv

so sieht es derzeit aber umzu wieder genauso aus wie 2018, als diese Bilder entstanden sind. 

Kleine Bildergalerie aus dem gleichen Jahr in unserer Grafschaft

Rosen zum Muttertag

Und die von meiner Mama zu ihren Lebzeiten so geliebten Butterblümchen, die ich ihr als Kind zum Muttertag gepflückt habe:

Seerosen hätten wir auch noch

und mehr von schönen Blümchen. 

Für alle Mütter von Haustieren haben wir nochmal was liebes aus dem Archiv gekramt, unsere Keramikkatze mit ihrem Jungen

Und wer von tierischen Niedlichkeiten noch nicht genug hat, bekommt jetzt nochmal die Lämmer und Schafe meiner damaligen Bauerhofarbeitsstelle zu sehen

Ist doch immer wieder niedlich, unsere kleine Schafherde. Mit dem Schafsbock Otto, den Schafmüttern Karla und Olga und Tante Paulinchen, und den Lämmern Fritz und Graf Hans. 

Kulinarisch möchten mein Redaktionsteam und ich die Mütter heute auch verwöhnen, und wie könnte es zu dieser Jahreszeit anders sein, als mit Erdbeeren! 

 

 

Und unserem kleinen Erdbeer-Elfchen, das heuer die schönen Tage wieder auf Balkonien verbringt. 

Schwalben haben wir immer noch nicht gesichtet in der Grafschaft und aus unserem Eulennest, die sind sehr spät in diesem Jahr. Da haben wir uns gedacht, wir setzen hier nochmal zum Schluß unserer Sonntagsausgabe ein feines Lied von den Schwälbchen ein, das „Schwalbenlied“, gesungen von Willy Schneider, „Mutterl unterm Dach ist ein Nesterl gebaut…..“, viel Freude beim hören. 

Schöner Nostalgie-Eintrag, der alte Grundig-Radioempfänger und die gute alte Schallplatte von Polydor! Was fürs Gemüt für die „alten“ Mütter unter uns! 🤭😊🤗😘 🍷

Und damit schließen wir unsere heutige Sonntagsausgabe, wünschen euch allen einen schönen und hoffentlich muttertäglich-sonnigen Sonntag, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, kommt alle gut wieder in die neue Woche am Montag, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habt Frieden im Herzen!  

Grafschafter Wochenanzeiger – „Der Mai ist gekommen…..“ 🌳🌸🌱🍓

Mit lachendem Mund

Mit lachendem Mund verschenkst du
die Gaben sonder Zahl.
Ich glaube, niemals denkst du:
Man wird älter und ärmer einmal.

Du gibst deine lächelnden Gnaden
wohl allen weit und breit,
wie ein Baum, der blütenbeladen
seine leuchtenden Blätter streut.

Mich packte es wie ein Entrüsten
vor deinen vornehmen Händen,
den viel zu oft geküßten, –
die viel zu gern verschwenden.

Mich packt es wie ein Bangen
vor deinen Lippen, den roten,
die viel zu heiß verlangen, –
die sich zu vielen boten.

Mich faßt es oft wie ein Schauern,
wie du deine Gaben verwendest, –
ein brennendes Bedauern,
wie Du maßlos und sinnlos verschwendest! –

Und doch hat mich durchzittert
zutiefst eine Freude dabei,
daß du mich so erschüttert,
du Blütenbaum im Mai!

(Marie Madeleine, Marie von Puttkamer geb. Günther, 1881-1944, deutsche Schriftstellerin und Lyrikerin)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da ist er wieder, der Wonnemonat, der Monat Mai, vielbesungen, nach langen Wintern heiß ersehnt, mit all seinen Freuden in der herrlichen, neu erwachten Natur. 

Den ersten lauen Nächten mit Blütenpracht und romantischen Lichtern

dem Flieder, der wieder blüht

Bald blühen auf Balkonien die Glockenblumen wieder und die dicke Hummel kommt bestimmt wieder zum Besuch

Auch der Holunder wird dann wieder seine Blüten entfalten und herrlich duften

und Enten und Gänse führen ihre kleinen Gösseln spazieren.

Gut bewacht vom Herrn Papa!

Der Spargel sprießt und die Erdbeeren kommen

Dazu paßt natürlich auch wieder die obligatorische Maibowle mit Waldmeister oder die erste Erdbeerbowle, es tut aber auch ein feiner Rotwein, wie ihn Frau Chefredakteurin hatte, und wenn man dann zu tief ins Glas schaut, geht die Säufersonne auf und das sieht dann so aus: 

😂🤣😂🍷

Und die Lieblingsblumen meiner Mama blühen wieder, die Maiglöckchen, die ich auch so sehr liebe! 

 

Unser gesamtes Redaktionsteam ist schon wieder sehr neugierig darauf, wer nun wohl in diesem Jahr der Türmer sein wird, der die Ankunft der ersten Schwalben verkündet wir hier oder die Kinder in Köln. 

 

Zum Abschluß unserer heutigen Sonntagsausgabe haben die Bärchen und ich nochmal die alten Bilder von unserem blühenden Mandelbäumchen herausgesucht, das leider, nachdem es in einem heißen Sommer vertrocknet war und abgeholzt wurde, auch nicht aus dem stehengebliebenem Stumpf wieder zum Leben erwacht ist. Aber wir haben Erinnerungsbilder! 

Wir haben auch noch was romantisch passendes für den schönen Monat Mai, einen Monduntergang in unserer Grafschaft, von Frau Chefredakteurin bei seniler Bettflucht fotografiert! 😂

Für auf die Ohren hätten wir natürlich auch noch was zum Beginn des Wonnemonats, also da wäre zuerst einmal „Komm, lieber Mai und mache die Bäume wieder grün“ von Mozart

und das titelgebende Lied, „Der Mai ist gekommen“ 

wir hoffen, ihr habt eure Freude dran! 

Und damit wünschen wir euch allen einen guten Start in den Wonnemonat Mai, die Zeiten und die Menschen werden nicht besser, also haben wir einfach mal wieder versucht, euch mit Bildern aus der Natur und unserem Archiv ein bissel Freude zu machen, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, habt einen schönen Maifeiertag und genießt ihn, das wünscht euch allen von ganzem Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen! 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Frohe, gesegnete Ostertage! 🐰🥚🐔🌷🐞

Fröhliche Ostern

Ei, ei!
In einer Reih
legen die fleißigen Hasen
wohl auf den grünen Rasen
hervorragend bunte Ostereier –
denn der freie Handel wird stets freier,
und so legt denn heuer das Hasensyndikat
über acht Stunden von früh bis abends spat.
Wenn wir Menschen uns aber die Eier begucken:
Ja, was haben die Hasen nur diesmal für Mucken?
Da steht „Räterepublik“ auf einem Ei geschrieben,
das ist um und um mit brandroter Farbe eingerieben.
Auf einem steht: „Uns Nationalen geht’s zuzeit sehr mau!“
Und dieses Ei ist mit Recht ganz und gar knallblau.
Und auf einem ist zu lesen, daß so weiß wie dies Ei
auch die Unschuld der Herren alldeutschen Kriegspolitiker sei.
Und wieder auf einem steht groß und dick und kühn:
„Deutschlands Zukunftshoffnung“ – und das ist grün.
Und es sagte mir eines der kleinen Hasentierchen:
„Dir und deinen lieben Deutschen zum Pläsierchen
täte ich gern etwas gegen den innern Krieg –
denn ich kleiner Hase, ich liebe die deutsche Politik!“
Und ich sagte: „Herr Hase, meinetwegen!
Also: dann müssen Sie Rühreier legen!“
Na, finden Sie vielleicht was dabei?
Allerseits: Fröhliche Ostern!
Ei, ei! Ei, ei!

(Kurt Tucholsky, 1890 – 1935, deutscher Journalist und Schriftsteller)

Ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, die Osterglocken läuten 🔔 es ist wieder die Zeit, wo Hasen 🐰 Eier legen 🥚 und nicht die dafür eigentlich zuständigen Hühner 🐔…..es ist Ostern! 

Das Fest der Auferstehung, zum dritten Mal in immer noch angespannter Pandemie-Zeit, zum ersten Mal mit einem furchtbaren Krieg, der die Welt bedroht. Da kommt einem das „Frohe Ostern“ nicht so leicht über die Lippen. Aber wir hier vom Grafschafter Wochenanzeiger, mein Bärenteam und ich, wir möchten trotzdem oder gerade deshalb euch allen mit unserem Ostereintrag hier helfen, symbolisch den Stein vom Grab zu wälzen, den Stein vom Herzen, den Stein auf der Seele, und so haben wir in unserer freitäglichen Redaktionssitzung beschlossen, daß dies einfach ein froher, ein befreiender und belebender Oster-Eintrag werden soll, damit wir alle einmal wieder durchatmen können, um mal wieder mit Reinhard Mey zu sprechen: „Nur einen Augenblick noch mal das Bündel ablegen und mit arglosem Übermut, durch dunkle Wege, der Zuflucht entgegen und glauben können: Alles wird gut!“ (Reinhard Mey, aus: Manchmal wünscht ich es wär nochmal viertel vor sieben)

Habt also einfach Freude und Vergnügen an unseren Bildern und den kurzen Texten der Erklärungen dazwischen, ach, und übrigens, die Bären meines Redaktionsteams haben sich ja schon so vorgefreut auf eure staunenden Augen über das Gedicht: Ein Gedicht in Eiform, ein altes, aber doch auch wieder so aktuelles, Frau Chefradakteurin hat jedenfalls sehr geschmunzelt über das knallblaue Ei der Nationalen und Deutschlands Zukunftshoffnung mit dem grünen Ei!

Hoffnungsvoller Sonnenaufgang in der Grafschaft, mit dunkler Wolkenkulisse im Hintergrund, wir fanden die Bilder so passend für den Auferstehungsmorgen am Ostersonntag:

Fleißige Frau Chefredakteurin noch am Ostersamstag, bei der Küchen- und Hausfrauentätigkeit das passende Geschirrtuch zur Hand:

mit Häschen!

Osterdeko in den Redaktionsräumen, die Bärchen haben fleißig geholfen: 

Der Osterstrauß mit Eiern und Osterhängern

Und dem obligatorischen Osterfähnchen! 

Das Fähnchen zierte ja sonst all die Jahre unser schwarzes gebackenes Schäfchen, für die Osternachtfeier in der Kirche, die Frau Chefredakteurin auch heuer ausgelassen hat. 

Österliche Deko am Kamin

und die gefärbten Ostereier, heuer gab es leider nur weiße, auf den braunen Eiern fanden wir die Farben eigentlich schöner. 

Und da sind nun all unsere Küken! 🤭😉😊

Auch im Hausflur ist alles wieder österlich geschmückt

einmal Gesamtansicht!

Deko zwischen den beiden Wohnungen hier oben!

Und unser Frühlingskranz! 

Am Wohnzimmerfenster in den Redaktionsräumen gibt es auch feinen Osterschmuck

der uns in den Tagen vor Ostern noch erreicht hat mittels eines lieben Osterpäckchens von Kristina mit Rani und Fleckchen. Nebst diesen feinen, kleinen, leckeren und niedlichen Gesellen:

Und noch was feines, das zieht demnächst auf Balkonien um 

eine Friedenstaube zum bepflanzen! Fanden wir wunderhübsch! 🕊❤🌷

Und da sind wir dann auch schon bei Balkonien angelangt mit der Osterdeko, voilà!

Bei wahrhaft knallblauem Himmel am Karsamstag von Frau Chefredakteurin noch aufgehübscht, Frühjahrs-Balkonien 2022!

Jaaa, guckt, Flora, unser einst sturmverunglücktes Hasenmädchen, ist wieder draußen mit ihrer Kinderschar und unserem Erdbeerelfchen!

Wir haben Bienenweide ausgesät, sie kütt!

Und auch unsere Erdbeerpflänzchen wagen es!

Die Ostereier hängen wieder an der Forsythie, natürlich wieder mit dem obligatorischen und traditionellen roten Ei! 

In Mimis Brotkasten sind wieder die hölzernen Tulpen eingezogen

und nun guck bloß mal: Meine neue Pfingstrose hat die ersten Knospen angesetzt, ganz zart noch, aber ich glaube, dit wird! 

So, ihr lieben, das waren die österlichen kleinen Herrlichkeiten in und um unseren Redaktionsräumen, meine Bärchen und ich, wir hoffen, das Wetter bleibt, wie es am Karsamstag war, dann können wir endlich richtig Balkonien antesten, das wird fein! Seele baumeln lassen für Tage, für Stunden, das tut uns bestimmt allen wieder mal gut. 

Und nun kommen Niedlichkeitsbilder, die mein Bärenteam hier mit heißen Wangen ausgesucht hat und auf die sie sich zum einstellen hier so gefreut haben, Vorhang auf, die Osterdeko meines Redaktionsteams:

Zum Osterfest gehören bunte Blumen

und wunderschön bemalte Ostereier

die der Osterhase bringt!

Ein frohes, gesegnetes Osterfest wünschen wir allen unseren lieben Lesern von Herzen, genießt die Tage, laßt die Seele baumeln, atmet durch, bleibt oder werdet alle gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habt Frieden im Herzen!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Balkonien und der Frühling ⛱🌷🌼🌱🍓 – Notausgabe II

Der Unterschied zwischen Kraft und Mut…

Man braucht Kraft um stark zu sein,
aber man muß Mut haben, um höflich zu sein.

Man braucht Kraft um sich zu verteidigen,
aber man muß Mut haben, um Vertrauen zu haben.

Man braucht Kraft um einen Kampf zu gewinnen,
aber man muß Mut haben, um sich zu ergeben.

Man braucht Kraft um recht zu haben,
aber man muß Mut haben um zu zweifeln.

Man braucht Kraft um stabil zu bleiben,
aber man braucht Mut, um aufrichtig zu bleiben.

Man braucht Kraft um das Leiden eines Freundes zu sehen,
aber man braucht Mut, um sein eigenes Leiden zu fühlen.

Man braucht Kraft um seine eigenen Fehler zu verbergen,
aber man braucht Mut um dieselben einzugestehen.

Man braucht Kraft um das Unrecht zu ertragen,
aber man braucht Mut, um dasselbe zu beenden.

Man braucht Kraft um alleine zu bleiben,
aber man braucht Mut, um Hilfe zu bitten.

Man braucht Kraft zum Lieben,
aber man braucht Mut, um geliebt zu werden.

Man braucht Kraft um zu überleben,
aber man braucht Mut zum Leben.

(Berthold Auerbach, 1812 – 1882, deutscher liberaler Kulturpolitiker und Schriftsteller)

Ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, die Zeiten sind zwischenzeitlich nicht besser geworden, eher schlimmer, und so treten wir hier in unserer heutigen Sonntagsausgabe wieder einmal an, um ein klein wenig Licht zu bringen. Wir hatten in unserem Redaktionsteam zu Beginn der letzten Woche gemütsbedingt einen schlechten Start, aber wie heißt es doch im Roman von Walter Kempowski „Tadellöser & Wolff“ im fünften Teil der Deutschen Chronik? „Uns geht’s ja noch gold“! Und Frau Chefredakteurin erinnerte sich an ein gutes Mittel gegen eine brach liegende Seele: Arbeit! 

Entsprechend kommt nun unsere Leserschaft in den Genuß der Früchte dieser Arbeit, wir hoffen, wir können damit wieder ein bissel Licht ins Dunkel bringen, und auch wenn es manchem banal erscheint und mancher meint, wir haben wahrlich andere Sorgen, ja, die haben wir auch, aber Kopf in den Sand war und ist kein probates Mittel gegen die Zeiten und ihren Lauf, tätig werden gibt, in Anlehnung an das Eingangsgedicht, Kraft und Mut. Auch, wenn einiges vielleicht doch nach Beschäftigungstherapie aussieht. 

Das Wetter ließ im Gegensatz zur Gesamtlage nichts zu wünschen übrig, außer vielleicht einigen nächtlichen Regenschauern, die der Natur gut getan hätten, der Frühling ist eingezogen und die Bären meines Redaktionsteams guckten sehnsüchtig nach Balkonien wie weiland Mimi in heaven. Also Ärmel hochkrempeln und „ran an den Speck“ sprich den Wintermief draußen, Balkonien soll wieder im Frühlingsglanz erstrahlen, um bei weiterem guten Wetter wieder zur Wohlfühloase für uns alle zu werden. Im Einkaufsladen der Frau Chefredakteurin präsentierte sich dafür ein ganz feiner Motivationsschub, guckt mal, was neu auf Balkonien eingezogen ist:

Eine Päonie, eine Pfingstrose, die wollte Frau Chefredakteurin schon so lange mal für daußen haben, da ist sie, wenn sie blüht, in der Farbe wie das noch hinten steckende Schild, das bei zu großer Sonneneinstrahlung oder bei noch nächtlicher Kälte als Schutzschild dient. 

Wir sind so gespannt, ob sie in diesem Jahr schon blühen wird, es muß noch frische Erde besorgt werden, und dann zieht sie endgültig in den richtig großen, hohen Topf um, der befand sich noch in unserem Fundus und zwar diente er dazumalen als Stütze für Mimis Schattenplatz auf Balkonien

den ziert zur Stütze jetzt eine ausrangierte Schublade auf einer Art kleiner Fußbank, die Stoffverkleidung weicht noch der gleichen Holzoptik wie der Schattenplatz sie hat. 

Kann man wunderbar Kleinteile für Balkonien drin aufbewahren, daß die Idee geklappt hat, hat mich sehr gefreut. 

Dann wachs mal schön, kleine Päonie, wir werden dich hegen und pflegen. 

Beim Wintermief wegputzen fiel den Bärchen auf, daß die Magnolie, die von Balkonien aus gesehen werden kann, wieder in voller Blüte steht, sofort wurde Frau Chefredakteurin beauftragt, sie zu fotografieren für unsere Leser, büddeschön! 

Da hat sich unsere Forsythie in den Vordergrund gedrängelt! 😊

Herrlich, der Magnolienbaum, nicht wahr? 

Birkenpferd Hoppriel genannt Hoppi ergrünt auch wieder

so wie all seine Birkenkameraden draußen. 

Und auch die kleine Ausgabe auf Balkonien hat wieder ihre entzückenden zarten grünen ersten Blätter.

Jedes Jahr wieder eine Freude. Und noch einen Neubewohner gibt es demnächst auf Balkonien, gleichzeitig mit der Päonie erworben

Erdbeerpflanzen im Jutesack, wir sind so gespannt, im Sack sind Anzuchterde und Samen. Wo wir schon bei Obst sind auf Balkonien: Die rote Johannisbeere ist wieder da!

Auch da sind wir gespannt, ob dieses Jahr das ernten klappt. 

Meine geliebte Glockenblume ist auch schon wieder recht üppig, da werden dann wohl auch bald die ersten Knospen erscheinen und wenn sie blüht, warten wir schon und freuen uns auf unsere dicke Hummel, die bestimmt wieder Nektar süffeln kommt! 

Somit ist Balkonien nun also wieder offiziell geöffnet

das Schild weist wieder auf seine Bestimmung hin, die Forsythie bekommt bereits die ersten grünen Blätter, ihr Kumpel im Garten blüht noch in voller Pracht

Unser Insektenhotel wird wieder fleißig von den Wildbienen auf seine Bezugstauglichkeit überprüft und für gut befunden

hoffentlich bleibt uns nun auch das Wetter gewogen, dann steht dem relaxen auf Balkonien von mir und meinem Team nichts mehr im Wege, Liegestuhl und Auflagen sind auch schon in Startposition, schließlich freut sich Frau Chefredakteurin doch schon so sehr auf die Lesestunden draußen, und ganz besonders auf das weiterlesen des feinen Buches von Frau Silberdistel, das durch die Arbeiten der letzten Woche ein bissel ins Hintertreffen geraten ist. Da geht es dann draußen weiter, also, Wetter, uns bitte gewogen bleiben. 

Nach sinkender Sonne wird es aber derzeit noch recht kühl nächtens auf Balkonien, wenn wir dann wieder gemütlich drinnen alle zusammen vor dem Fernseher sitzen, hatte Frau Chefredakteurin auch noch was feines zur Hand, das Einkaufsnetz zum praktischen verstauen in der neuen Handtasche wartete ja noch auf seine Vollendung, nun ist es vollbracht:

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, es war lustig, das Netz bei den Henkeln zu beginnen, ich mag solche kleinen Herausforderungen beim stricken. Übrigens dehnt sich das durch das Lochmuster beim befüllen sehr behaglich in die Länge und Breite! 😂 Nach der Fertigstellung fiel der Frau Chefredakteurin noch eine Anregung von der Frau Silberdistel in unserer ersten Notausgabe von unserem Grafschafter ein, doch für die Bären in Farbe und Wolle noch Dienstkleidung herzustellen, da die Wolle mit dem Netz nun leider aufgebraucht war, hatte Frau Chefredakteurin Frau Silberdistel im Kommentar mitgeteilt, daß sie die Anregung doch nochmal aufgreifen würde und hier ist nun das erste Ergebnis dieser Überlegung, 

Schnittmuster für Bärenkittelchen, nach Sichtung des Nähschrankes

hat Frau Chefredakteurin da nun schon eine feine Idee, Cliffhanger nennt man sowas! 

Die Kleiderschränke sind auch bereits von Winter- auf Frühlingsbetrieb umgestellt worden, bei dem schönen Wetter konnte dann die dabei anfallende Wäsche so herrlich auf Balkonien getrocknet werden. Es war eine arbeitsreiche Woche, hoffentlich hält der Schwung für die neue Woche an. 

Das wäre nun unser Wochenbericht zur Erbauung unserer Leser von der vergangenen Woche, wir hoffen, ihr habt alle ein bissel eure Freude daran. Es ist halt alles nicht so leicht und einfach, wie es sich liest. 

Am Abend leuchtet hier unser wieder reparierter Engel so schön an Mimis Kratzbaum, das hat so was friedliches und freundliches, wenn er die am Tag gespeicherte Sonnenenergie des Nachts an unsere Redaktion hier weitergibt! 

„Engel, laß uns nicht allein.“ (frei nach dem Gedicht von Werner Bergengruen, „An den Engel“) 

Und damit schließen wir nun hier unsere heute Sonntags-Notausgabe, wünschen euch allen einen schönen, sonnigen Sonntag, einen guten Start in die neue Woche und alles Liebe und Gute, paßt auf euch alle auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habt Frieden im Herzen!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Redaktion auf Sparflamme – sonntägliche Notausgabe

Schlaflos

Aus Träumen in Ängsten bin ich erwacht;
was singt doch die Lerche so tief in der Nacht!

Der Tag ist gegangen, der Morgen ist fern,
aufs Kissen hernieder scheinen die Stern‘.

Und immer hör ich den Lerchengesang;
o Stimme des Tages, mein Herz ist bang.

(Theodor Storm, 1817 – 1888, deutscher Jurist, Dichter und Novellist)

Liebe Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, wir werden hier weiterhin versuchen, ein bissel Licht ins Dunkel der Zeit zu bringen, aber auch uns fällt das derzeit nicht so leicht, und so greifen wir auf das redaktionelle Mittel der sog. „Notausgabe“ zurück, die Zeitungen benutzen, um kurze und meist provisorische Veröffentlichungen zu erstellen. Beginnen werden wir unsere Sonntagsausgaben zukünftig so wie heute mit dem Friedenslicht, das auch weiterhin in unseren Redaktionsräumen brennt. 

Frieden für die Menschen, Frieden für die Welt! 🕊☮🌍🌈

In den letzten Tagen war das Wetter so wunderschön frühlingshaft und sonnig, das tat der Seele gut, und unser Frühlingskränzchen an der Balkonientür im redaktionellen Wohnzimmer strahlte

mit den Forsythienblüten um die Wette. Das hat Frau Chefredakteurin mal mit Window-Color für ihre Mama erstellt, nun ist es seit langen Jahren wieder bei uns. 

Und macht gute Laune, wenn man es anguckt. 

Frühlingsblüten in Hülle und Fülle gibt es auch auf dem derzeitigen Kalenderblatt für den Monat März

herrlich, dieses strahlende sonnengelb, nicht wahr? Im Umkreis unseres grafschaftlichen Eulennest blühen mittlerweile fast alle Forsythien! 

Am Küchenfenster unserer Redaktionsräume steht ein frischer Basilikum für die Köchin und unseren kleinen Maître de Cuisine parat

das grün leuchtete so schön gegen das Licht! 

Der Frühling lockt alles wieder ans Licht, die Pflanzen und Blumen, und in den Topfpflanzen in unseren Redaktionsräumen kam da noch jemand flugs wieder an die Oberfläche, der Winterschlaf in der Erde hielt:

Unser kleiner Maulwurf! Da wird er es sich jetzt weiter gemütlich machen, bis er nach den Eisheiligen im Mai wieder hinaus auf Balkonien ziehen kann. 

Von unserer Kölner Außenstelle bekamen wir Bilderpost von den Kindern von Frau Chefredakteurin, auf ihrem Balkonien blüht der kleine Pfirsichbaum, guckt mal, wie wonnig:

Die Abende werden wieder länger, das Licht steigt, und wenn die Dämmerung kommt, macht es sich Frau Chefredakteurin mit ihren bärigen Redaktionsmitgliedern auf der Couch gemütlich, mal wieder mit einer neuen Strickarbeit in den Händen, zu Hut, Schal und Smartphonetasche passend zur neuen Handtasche mit Geldbörse gesellt sich nun ein kleines, in der Handtausche verstaubares Netz zum umweltfreundlichen einkaufen hinzu

mit den Henkeln wird das Strickteil begonnen und erhält ein hübsches Netzmuster

Apropos abendliche Dämmerung: Vor einigen Tagen ging hier die Sonne geradezu glutrot unter, zwei Bilder sind der Frau Chefredakteurin noch gelungen, bevor die Sonne am Horizont versank. 

Die Forsythie als Schattenspiel! 

Und nun haben wir noch etwas sehr schönes, da werfen große Ereignisse ihre Schatten voraus, denn Frau Chefredakteurin erhielt in den letzten Tagen Post von einer euch allen bekannten frischgebackenen Buchautorin, von der Silberdistel, mit dem so lieben Angebot, unserer Redaktion sozusagen druckfrisch ein Exemplar in die Redaktionsräume zu schicken

wie ihr seht, ist es bereits eingetrudelt, Frau Chefredakteurin hat sich so sehr gefreut, paßt es doch so wunderbar zu uns, im Andenken an unsere rasende Reporterin, unser aller Co-Autor, unsere Mimi in heaven, da ist der Titel doch schon Programm „Pfote aufs Herz“, die Pfote unserer Mimi liegt hier doch immer noch auf allen Herzen! Entsprechend ist das Buch auch an Mimis Kratzbaum in Szene gesetzt worden, mit einigen plüschigen bzw. gestrickten Exemplaren der Gattung Felidae, genauer gesagt Felis catus, auf deutsch Katze/Hauskatze. 

Mimi in heaven hat es sich nicht nehmen lassen, bildlich dafür dabei zu sein

wir glauben, sie hat da oben auf ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐ richtig wohlig geschnurrt ob der Ehre und Frau Silberdistels geliebte graue Eminenz wird ihr dabei Gesellschaft geleistet haben und sehr stolz und glücklich auf das Werk ihres Frauchens geguckt haben. 

Hier kommen nun die plüschigen Vertreter der o.g. Gattung zum bewundern:

zwei gestrickte Kätzchen und die allerälteste Katze der Redaktionsräume, Susi von der Firma mit dem Knopf im Ohr, Geburtstagsgeschenk von Frau Chefredakteurin aus lang, lang vergangenen Kindertagen. 

In Mimis Hängematte liegt ihr lieber Plüschgefährte Tom Tatze. 

Und der Grafschafter Wochenanzeiger erlebt dann in nächster Zeit eine Premiere: Wenn Frau Chefredakteurin das Buch von der Frau Silberdistel gelesen hat, gibt es in unserer Zeitung die allererste Buch-Rezension, da freuen wir uns schon alle sehr drauf und Frau Chefredakteurin fühlt sich sehr geehrt! 

Danke, liebe Silberdistel! 🤗🤩📚👍💕🐈❣

Das waren dann unsere heutigen sonntäglichen Aufmunterungs-nachrichten und -bilder, eines hätten wir noch, in Anlehnung an ein Lied von Hannes Wader, das derzeit so oft aus der Seele spricht „…..bin müde und leer, will nach Süden ans Meer…..“

das ist ein Ausschnitt aus dem Bild im Schlafzimmer der Frau Chefredakteurin, und das Lied geht oft in meinem Kopf rum. Wer es gerne (auch) hören möchte:

Hier steht der Text unter „mehr anzeigen“.

Und im Duett mit Konstantin Wecker:

Das Lied ist so alt und paßt wieder einmal so sehr in die heutige Zeit. 

Wir hoffen, unsere kleine Notausgabe vom Grafschafter Wochenanzeiger hat euch gefallen und wir konnten wieder ein wenig Mut und Kraft schenken zum weitermachen, habt alle einen guten, sonnigen Sonntag, paßt auf euch alle auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von ganzem Herzen euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habt Frieden im Herzen! 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Lieder voller Hoffnung – Kraft für den Tag 🎵🎧☀🌍🕊

Zogen einst fünf wilde Schwäne,
Schwäne leuchtend weiß und schön.
Sing, sing, was geschah?
Keiner ward mehr gesehen, ja!
Sing, sing, was geschah?
Keiner ward mehr gesehn.

Wuchsen einst fünf junge Birken
grün und frisch an Baches Rand.
Sing, sing, was geschah?
Keine in Blüten stand, ja!
Sing, sing, was geschah?
Keine in Blüten stand.

Zogen einst fünf junge Burschen
stolz und kühn zum Kampf hinaus.
Sing, sing, was geschah?
Keiner mehr kehrt nach Haus, ja!
Sing, sing, was geschah?
Keiner mehr kehrt nach Haus.

Wuchsen einst fünf junge Mädchen
schlank und schön am Memelstrand.
Sing, sing, was geschah?
Keine den Brautkranz wand, ja!
Sing, sing, was geschah?
Keine den Brautkranz wand.

(Text: West- und Ostpreußen Anfang des 20. Jahrhunderts, zuerst aufgezeichnet 1908 von Johannes Patock, Melodie: West- und Ostpreußen Anfang des 20. Jahrhunderts, erstmals 1915 veröffentlicht. Verbreitet wurde das Lied mit der Veröffentlichung im „Liederschrein“ 1918 von Karl Plenzat, 1882-1945)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, derzeit fällt es nicht leicht, unsere Sonntagsausgabe mit Leben zu füllen, denn einerseits ist es kaum möglich, die Schreckensnachrichten der letzten Tage zu begreifen, andererseits fühlen wir uns aber auch an unseren redaktionellen Auftrag gebunden, unseren Lesern beizustehen auch in solchen furchtbaren Zeiten, ihnen Mut zu machen, Kraft zu geben und Hoffnung, um dem ganzen weiterhin tätig zu wehren. Das ist ein Balance-Akt, und wir hoffen einmal mehr wieder, daß er uns mit diesem in unserer freitäglichen Redaktionssitzung gemeinsam beschlossenen Eintrag gelingt. 

Am Freitagmorgen, am 4. März 2022 um 8.45 Uhr haben europaweit alle Radiosender zur selben Zeit denselben Song gespielt, „Give Peace a Chance“ von John Lennon, als Zeichen des Zusammenhalts, der Unterstützung für die Ukraine und der Solidarität. Und für den Frieden. Ein Gänsehautmoment! 

Der Song von John Lennon ist allgemein als ein Friedenslied, ein Antikriegslied bekannt, da haben mein Bärenteam und ich beschlossen, wir widmen diesen Eintrag der sehr alten Tradition der Antikriegslieder, denn sie gehören keineswegs alle in die Neuzeit. So ist zum Beispiel das als Gedicht eingestellte Lied ein Antikriegslied, und wurde in unserer Zeit wieder aufgegriffen, unter anderem von Hannes Wader. Hannes Wader ist der Frau Chefredakteurin bestens bekannt aus der Friedensbewegung der 70-er Jahre, „Hannes Wader singt Arbeiterlieder“, und bei diesen Liedern ist eines der ältesten Antikriegslieder, „Trotz alledem“. 

Trotz alledem! ist ein Gedicht, das Ferdinand Freiligrath in Anlehnung an A Man’s a Man for A’ That von Robert Burns verfasste. 

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Trotz_alledem

Der schottische Dichter Robert Burns verfaßte dieses Gedicht 1795, Ferdinand Freiligrath übertrug es 1843 ins deutsche. Hannes Wader griff mit seiner Version das Gedicht als Lied mit der Melodie von „Lady Mackintosh’s Reel“ aus der Ursprungsfassung von Robert Burns wieder auf. 

Ein ebenfalls sehr bekanntes Antikriegslied ist das Lied „Where Have All the Flowers Gone“, auf deutsch „Sag mir, wo die Blumen sind“, es hat im übrigen im Aufbau Ähnlichkeiten mit dem Gedicht/Lied „Zogen einst fünf wilde Schwäne“. und wurde von Pete Seeger geschrieben. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Where_Have_All_the_Flowers_Gone

Und damit kommen wir nun zum ersten Teil unseres Titels: Den Liedern voller Hoffnung! 

Eine Aufnahme von Hannes Wader, bei dem damalige Freunde von mir mit der „Background“ sind. Der Text des alten Gedichts von Robert Burns, von Hannes Wader „modifiziert“: 

https://www.songtexte.fm/hannes-wader/trotz-alledem

Natürlich ist auch wieder Reinhard Mey hier vertreten, mit einem meiner Lieblingslieder von mir von ihm, „Mein guter alter Balthasar“, ein Lied, daß ich auch heute noch, 13 Jahre nach dem Tod meines damaligen Chefs und Freund von meiner „Bauernhofarbeitsstelle“, ihm singen könnte: „Es ist noch alles wie es war…..“! 😥

Auch in diesen Zeiten darf man schmunzeln oder lachen, daher haben wir uns für noch ein Lied von Reinhard Mey entschieden, „Vertreterbesuch“ aus dem Jahre 1970

Das eingangs erwähnte und den Eintrag anregende Lied von John Lennon soll natürlich auch nicht fehlen

Ein anderes Lied von John Lennon gefällt uns aber eigentlich noch besser dafür: „Imagine“!

In zwei Versionen. 

Kommen wir nun zum zweiten Teil unserer heutigen Sonntagsausgabe, der Kraft für den Tag, Bildern als Kraftquelle. 

Bilder eines Sonnenuntergangs, in den letzten Tagen war richtiges Frühlingswetter:

Und in den wenigen Tagen mit Sonnenschein begann unsere Forsythie auf Balkonien zu blühen:

Und die ersten Wildbienen guckten schon wieder nach, ob ihr Hotel bezugsfertig wäre. 

Die Orchideenblüten spiegelten sich in der Fensterscheibe

und es gab noch einen Sonnenuntergang mit schmaler Mondsichel

Frau Chefredakteurin wollte euch ja noch von der Grauvertreibungsaktion auf ihrem Kopf berichten, bitteschön:

Endlich wieder Farbe auf dem Kopp! Da schließ ich dann gleich mal die Bilder mit Schal und Hut passend zur neuen Haarfarbe an

Das alles ist einfach so als bissel Aufmunterung gedacht, mein Team und ich, wir hoffen, ihr empfindet es nicht als allzu banal in diesen Zeiten. 

Zumal wir ohnehin noch etwas trauriges zu berichten haben, denn unsere liebe Leserin Silberdistel hat in diesen ohnehin schon so schweren und traurigen Tagen noch einen besonders schweren Verlust beklagen müssen, ihre geliebte Katze, die graue Eminenz 

ist Mimi ins Regenbogenland gefolgt. Meine kleine schwarze Maus wird die liebe kleine graue Maus aus ihrer Freundesliste bestimmt liebevoll empfangen haben dort drüben, aber die Lücke, die im Silberdistel’schen Haus damit gerissen wurde, wird lange schmerzen. Wir fühlen alle mit dir, liebe Silberdistel, laß dich auch hier lieb umarmen und sei versichert, daß wir eure graue Eminenz nicht vergessen werden, die hier mit uns im Eulennest so viele schöne Partys mit Mimi in heaven und all den anderen von Mimis Freundesliste gefeiert und genossen hat. Gute Reise, liebe kleine graue Eminenz! 😥☁⭐🌈

Wir lassen hier nun zum Ende unserer heutigen Sonntagsausgabe wieder unser Friedenslicht in unserem kleinen Laternchen leuchten

und wünschen allen unseren lieben Lesern einen guten und friedlichen Sonntag, paßt auf euch alle auf und bleibt oder werdet gesund, verliert den Mut und die Hoffnung nicht, da wir mit Liedern begonnen haben, hören wir nun auch mit einen Lied auf, das ihr wohl alle kennt

und in diesem Sinne wünschen wir euch einen guten Start in die neue Woche, alles Liebe und Gute wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – „Gold und Silber lieb ich sehr…..“ oder wie eine neue Tasche inspirieren kann! 👜👱‍♀️👵✨💎💍

Gold und Silber lieb‘ ich sehr

Gold und Silber lieb‘ ich sehr,
kanns auch gut gebrauchen,
hätt‘ ich nur ein ganzes Meer,
mich hinein zu tauchen;
’s braucht nicht grad geprägt zu sein,
hab’s auch so ganz gerne,
|:sei’s des Mondes Silberschein,
sei’s das Gold der Sterne.:|

Doch viel schöner ist das Gold,
das vom Lockenköpfchen
meines Liebchens niederrollt
in zwei blonden Zöpfchen.
Darum du, mein liebes Kind,
lass uns herzen, küssen,
|:bis die Locken silbern sind
und wir scheiden müssen.:|

Seht, wie blinkt der goldne Wein
hier in meinem Becher;
horcht, wie klingt so silberrein
froher Sang der Zecher;
daß die Zeit einst golden war,
wer will das bestreiten,
|:denkt man doch im Silberhaar
gern der Jugendzeiten.:|

(August Schnezler, 1809 – 1853, deutscher Dichter, Redakteur und Sagensammler)

Hallo, ihr lieben Leser alle, da haben wir uns nun sehr drauf gefreut, endlich mal wieder Fragezeichen in euren Augen beim Titel, wie hängt denn das nun wieder zusammen, Gold und Silber und eine neue Handtasche??? Wie sagte Mimi in heaven immer so schön? Gemach, gemach, Folks, am besten fängt man immer mit dem Anfang an! 😂

Der Anfang war unsere gemeinschaftliche Ratlosigkeit bei der freitäglichen Redaktionssitzung, was bieten wir unseren Lesern denn für die heutige Sonntagsausgabe? Schweigen in der Runde, die Bärchen ließen ihre Blicke schweifen und guckten mich irgendwann bedeutungsvoll an: Wo waren ihre Blicke denn hängengeblieben? Ach, da, am Bügelbrett, auf dem Frau Chefredakteurin noch die Ergebnisse ihrer fleißigen Handarbeitstätigkeiten in den letzten Wochen gelagert hatte, stimmt, das wäre eine Idee, also denn man los! 

Der eigentliche Anfang der gesammelten handarbeitlichen Werke von Frau Chefredakteurin liegt allerdings schon wesentlich weiter zurück, nämlich hier:

Bei der schicken neuen Geldbörse vom Weihnachtswichteln und der feinen, dazu passenden Handtasche von der Weihnachtsfeier bei den Kindern! Weil hier Garn lagerte, das vorzüglich zu den Farben von Tasche und Geldbörse paßte, ist Frau Chefredakteurin aktiv geworden, das angefangene Tuch bzw. Dreieckschal hatten wir euch ja bereits gezeigt

nun hat sich da noch einiges zugesellt!

Gesamtüberblick über Tasche, Geldbörse, Dreiecktuch, Handytasche und Hut. 

Die Handy- bzw. Smartphone-Tasche, mit passender Kordel, mit der man das auch einfach so über der Schulter tragen kann, weißer Verschluß passend zum weißen Einsatz der Tasche. 

Drunter liegt das fertige Tuch, die Wolle für die Handytasche ist ohne Glitzer, denn das Glitzergarn war durch das Tuch schon aufgebraucht, in den Wollresten befand sich aber noch dieser wunderbar passende Farbton ohne Glitzer. Aber wie der Zufall es so wollte: Bei einem Besuch in ihrem Einkaufsladen hat Frau Chefredakteurin doch tatsächlich das Glitzergarn nochmal bekommen, welche Freude, da war dann gleich die Idee für einen passenden Hut geboren. 

Schick, oder? Auch ihn ziert die Kordel der Handytasche samt einem gestrickten Schleifchen, 

das hat so Freude gemacht, den zu häkeln, man trägt ihn wie eine Art Kompotthut, ohne die Schleife hatte Frau Chefredakteurin schon mal seinen Sitz probiert:

Die Bärchen jedenfalls fanden ihn fein! Très Chic! Ich werde mal noch demnächst ein Selfie machen in voller Montur, lach, wie alles so zusammen aussieht. 

Bis hierhin waren wir dann bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung, aber da muß uns doch noch bissel mehr zu einfallen, und dann hatte mein Redaktionsteam wieder die zündende Idee! Da mal wieder alle durcheinander redeten vor Begeisterung, verstand ich erst mal nur Bahnhof, und schließlich, nachdem sich alle heiß diskutiert hatten, wurde Luzia als diejenige auserkoren, die den Vorschlag für den Weitergang der Sonntagsausgabe in redaktionelle Ordnung bringen sollte, die Herren meines Teams meinten, trotz der gemeinschaftlichen Idee sei das doch mehr ein Thema für die Damen des Hauses, und Luzia mit ihrem Faible für Glitzer und leuchtendes wäre da geradezu prädestiniert für! Also, dann, Luzia! 

Ja, Frau Chefredakteurin, die hübsche Wolle von Hut und Schal glitzert doch so schön, ich mag das ja genauso gern wie du, und du hattest doch noch diese beiden Teile

auch mit Glitzer, auch Mütze und Schal, 

das eine glitzert gold, bzw. burgunderrot, das andere silbern, an der Tasche sind auch goldene Accessories, da kann man doch bestimmt was feines mit machen für unsere Leser, oder? Hast du nicht auch noch so hübschen, alten Schmuck? Ach, mein Team, ihr seid mit Gold UND Silber nicht zu bezahlen, na, klar, Luzia, komm, da machen wir beiden Mädels uns jetzt mal ans Werk. Prompt summte ich dann hier auch ein Lied vor mich hin, alle Bärchen guckten mich fragend an, ja, mein liebes Redaktionsteam, da haben wir nun auch schon das Gedicht, das eigentlich ein Lied ist, „Gold und Silber lieb ich sehr….“ ich sag doch, ihr seid Spitze! Und nun hat unsere geneigte Leserschaft auch den Zusammenhang von Titel, Eintrag und Gedicht. 

Und wenn wir schon bei Edelmetall sind, haben wir natürlich auch noch was aus unserer Edelsteintherapie:

Gold ist wie kein anderes Edelmetall von Sagen und Legenden umwoben. 

Gold erhöht die Wirkung aller Heilsteine, für sich allein genommen wirkt es sehr sanft, es hält den Stoffwechsel gesund, weshalb es älteren Menschen empfohlen wird. Es besitzt eine heilende Wirkung bei rheumatischen Erkrankungen aller Art. Es ist als Spurenelement sogar im menschlichen Körper vorhanden und unterstützt die Regulierung der Hormonproduktion in den Drüsen. Gold ist Balsam für die Seele, es stärkt das Selbstbewußtsein seines Trägers. Fleiß, Liebe und Treue sind die positiven Eigenschaften, deshalb wahrscheinlich goldene Eheringe, negativ verstärkt Gold Machtgier und Überheblichkeit. 

Silber wurde in der frühen Geschichte der Menschheit höher bewertet als Gold, da man es im Gegensatz zu diesem kaum ohne Beimengungen findet. Auch Silber verstärkt die Wirkung der meisten Heilsteine, es hat einen positiven Einfluß auf den Flüssigkeitshaushalt des Körpers. Es kann vor Magenübersäuerung schützen, und es ist hilfreich, wenn der Kreislauf durch Wetter oder Umwelteinflüsse aus dem Gleichgewicht gerät. Silber kann Übelkeit und Migräne bekämpfen. Silber hat auch im seelischen Bereich eine ausgleichende Wirkung. 

Und nun präsentieren euch Luzia und ich den zu diesem Eintrag ausgesuchten alten Schmuck, es ist nicht alles echt, aber wir fanden alles dazu trotzdem schön und passend, urteilt einfach selbst. 

Unsere gesammelten Werke!

Goldketten

Modeschmuck

Das ist ein Anstecker. Und auf das nachfolgende Schmuckstück bin ich bissel stolz, ein Ring mit einem Aquamarin, von meiner Mama geerbt, die ihn sehr gerne getragen hat. 

Ohrringe mit Granatsteinen

die passen übrigens wunderbar zu Tasche, Schal, Hut und Handytasche mit ihrer Farbe. 

Nun kommt eine Auswahl hübscher antik verarbeiteter Anstecker und Kettenanhänger

Edelsteine und Perlen

weitere Modeschmuckanstecker

ein feines Rosemedaillon, ein Geschenk von Brigitte/Plauen

und last, but not least mein Walross! 

Ist das nicht niedlich? Es hat sogar Stoßzähne! 

Soviel also zu dem glitzernden Beitrag von Gold, Silber und Edelsteinen von Luzia und mir! Wobei es Gold und Silber ja nicht nur bei Schmuck gibt, auch feine Dekoteile gibt es davon zum Beispiel zum Tisch decken, was ich ja immer so gerne mache:

So wie diese Etagere! Oder Kaffee- bzw. Mokkatassen

mit Kanne.

Zum krönenden Abschluß von Gold und Silber gibt es jetzt hier auch noch das Gedicht als Lied für auf die Ohren

Es ist aber auch nicht immer alles Gold, was glänzt, zum Beispiel präsentierte sich das Wetter ja in den letzten Tagen so gar nicht golden, wie wir es hier noch bei einem Sonnenuntergang Anfang Februar erlebt haben

der erste Sturm, der danach durchzog, hat ja unseren Leuchte-Engel aus Mimis Brotkasten geschmettert, so sah das aus, als ich ihn am anderen Morgen fand:

Der Boden war ab, es war auch ein Stück abgesplittert, das ich zum Glück auch wiedergefunden habe,

und die schöne Blüte vor dem Lämpchen war ebenfalls rausgebrochen, aber glücklicherweise waren die Steckverbindungen der Elektrik mit dem Solarteil nur rausgerutscht, die brauchte ich bloß wieder zusammenstecken, und nach Probe leuchtete dann das Lämpchen auch wieder. 

Und nun ist unser gefallener Engel auch wieder geklebt

lediglich die Blüte muß nun noch aufgeklebt werden wieder und

im Sockel sind Risse, weil das bissel gesplittert ist, da werde ich mir nun was besorgen, ich hatte mal im Netz geguckt, da gibt es sowas wie Knetbeton, der ist dann wasser-, wetter- und frostfest, denn das muß es wieder sein, damit keine Feuchtigkeit in die Elektrik eindringen kann. Bleibt der Engel halt so lange in den Redaktionsräumen. 

Nachdem er wieder genesen war, standen ja schon die nächsten Sturmwarnungen vor der Tür, es hat hier auch wirklich heftigst gestürmt, aber dieses Mal ist alles heil geblieben, wir haben aber auch vorgesorgt. Und Bilder vom beginnenden Sturm am Freitag hat die Frau Chefredakteurin noch gemacht

Hoppriel ist gar nicht mehr zu erkennen, zum Glück ist aber auch er heil geblieben. An anderen Stellen ist das alles ja leider nicht so gut ausgegangen, und der nächste Sturm steht wohl auch am heutigen Tag wieder vor der Türe, paßt bloß alle gut auf euch auf! 

Und damit sind wir nun wieder am Ende unserer heutigen Sonntagsausgabe angelangt, wir hoffen, es hat euch allen wieder gefallen! Habt einen schönen und hoffentlich sturmfreien Sonntag, macht es euch drinnen gemütlich bei dem Usselwetter wieder, und kommt alle gut wieder in die neue Woche, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünsch euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Hommage an unsere Leser – zum Valentinstag! ❤💕💖💝

Ein Herz laviert nicht

Ich nenne keine Freundschaft heiß,
die niemals, wenn’s ihr unbequem,
den Freund zu überraschen weiß
trotzdem.

Denn wenn sie Zeit und Mühe scheut,
ein Unverhofft zu bringen,
das einen Freund unendlich freut,
dann hat sie keine Schwingen.

Den Umfang einer Wolke mißt
kein Mensch. Weil sie nicht rastet,
noch ihre Freiheit je vergißt. –
Ich glaube: Keine Wolke ist
mit Arbeit überlastet.

(Joachim Ringelnatz, 1883 – 1934, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, in unserer heutigen Sonntagsausgabe seid ihr, unsere Leser, mal der Mittelpunkt und das Thema. Am morgigen Montag ist Valentinstag, da haben mein Redaktionsteam und ich uns bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung gedacht, wir danken euch allen mal für eure treue Freundschaft zu unserem Grafschafter, für all eure lieben Kommentare, für eure Anteilnahme an aller Freud und allem Leid in der Redaktion und unserer Grafschaft. Am Valentinstag feiern wir den Tag der Liebe, und auch Freundschaft ist Liebe und ein wertvolles Geschenk! Da der Valentinstag heuer auf einen Montag fällt, hatten wir die Idee, es euch schon in der Sonntagsausgabe schön zu machen, denn mit Beginn der neuen Woche ist dann doch nicht so viel Zeit wie an einem gemütlichen Sonntag! 

Dann laßt euch mal von uns verwöhnen! 

Guten Morgen, das verspricht, ein schöner Tag zu werden! Mein Redaktionsteam werkelt schon in der Küche, kocht Kaffee Tee und Kakao dieweil Frau Chefredakteurin im Wohnzimmer der Redaktionsräume den Tisch deckt

fürs Frühstücksbuffet. Es duftet nach frischen Brötchen und Croissants, macht es euch gemütlich und laßt es euch schmecken. Es fehlt auch nicht die feine Marmelade von der Küste, die im Sonnenlicht des Sonntagsmorgens leuchtet und euch für den Tag in Schwung bringen soll mit all den guten Vitaminen, die da drin stecken. Und wem ein Likörchen am frühen Morgen schon schmeckt: Büddeschön! Hagebutten-Likör, da sind auch Vitamine drin! 😂

Wir haben die Redaktionsräume auch hübsch mit Blumen dekoriert,

und wenn ihr euch nun die Zeit bis zum Mittagessen vertreiben wollt, dann vertraut euch meinem Bärenteam an, sie haben in den Redaktionsräumen eine kleine Ausstellung schöner Bilder zum Valentinstag erstellt, das macht euch sicher Freude:

Sicher habt ihr erkannt, daß in der Galerie der Valentinstags-Bilder auch unsere Mimi in heaven vertreten ist, da hat jetzt Ruddi noch eine kleine Sonderausstellung von seiner geliebten Chefin gemacht, Mimi mit ihrer Freundesliste, denn am Valentinstag ist alles Liebe und eben auch die zu unseren vorausgegangenen Lieben bei Mimi in heaven. 

Mimis Freundesliste und die nun bei ihr auf Wolke ☁ und Stern ⭐ in heaven

Wenn ihr euren Rundgang durch die Ausstellungen in den Redaktionsräumen beendet habt, ist es auch langsam Zeit zum Mittagessen. Wir hatten uns gedacht, euch schmeckt sicher allen das thailändische Curry, das wir schon einmal gekocht und euch im Grafschafter Wochenanzeiger vorgestellt hatten, dann nehmt Platz und laßt es euch schmecken! 🍽🥢🍴🥄

Getränke stehen natürlich auch in reicher Auswahl zur Verfügung. 🥛🧃🍷🍺🥃🥤

Als Nachtisch gibt es einen reichhaltigen Obstsalat 🥝🍇🍈🍉🍊🍋🍌🍍🥭🍎🍏🍐🍑🍒🍓 passend zum thailändischen Gericht abgeschmeckt mit Honig 🍯 und Kokosraspeln. 🥥 Mit frischer geschlagener Sahne. 

Nach dem Mittagessen machen wir es uns alle gemütlich im Wohnzimmer der Redaktion, plaudern und haben Spaß, und die Bärchen wollten euch noch kleine Valentinsgedichte vortragen, wenn ihr mögt, sie haben schon sehr geübt, um sie richtig gut vortragen zu können. 

Auf die Hände küßt die Achtung,
Freundschaft auf die offene Stirn;
auf die Wangen Wohlgefallen;
selige Liebe auf den Mund;
auf`s geschlossene Aug` die Sehnsucht,
in die hohle Hand Verlangen,
Arm und Nacken die Begierde,
alles weitere Raserei.

((Franz Grillparzer)

Freudvoll und leidvoll, gedankenvoll sein,
hangen und bangen in schwebender Pein,
himmelhoch jauchzend zum Tode betrübt,
glücklich allein ist die Seele die liebt.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Ich wand ein Sträußlein morgens früh,
das ich der Liebsten schickte;
nicht ließ ich sagen ihr, von wem,
und wer die Blumen pflückte.

Doch als ich abends kam zum Tanz
und tat verstohlen und sachte,
da trug sie die Nelken am Busenlatz,
und schaute mich an und lachte.

(Theodor Storm)

Als ich dich kaum gesehn,
mußt es mein Herz gestehn,
ich könnt dir nimmermehr
vorübergehn.

Fällt nun der Sternenschein
nachts in mein Kämmerlein,
lieg ich und schlafe nicht
und denke dein.

Ist doch die Seele mein
so ganz geworden dein,
zittert in deiner Hand,
tu ihr kein Leid!

(Theodor Storm)

Während ihr den Bärchen meines Redaktionsteams lauscht, hab ich derweil schon den Kaffeetisch gedeckt und lade euch alle ein zu Kaffee, Tee, Kakao und Kuchen. 

Langsam senkt sich der Abend über die Grafschaft, und trotz sonniger Tage (falls es wieder einer war wie am gestrigen Samstag!) sind die Nächte glitzerkalt, da haben die Bärchen natürlich gebettelt, ob wir nicht zur Feier dieses schönen Tages wieder unseren Kamin anzünden könnten, das wäre doch so gemütlich! Aber sicher, meine Bärchen, 

dann machen wir es uns mal gemütlich am Kaminfeuer

und hören schöne Lieder von Reinhard Mey, passend zu Freundschaft und Liebe 

Text:

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-herbstgewitter-uber-den-dachern-6cc

Text:

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-jahreszeiten-345

Text:

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-du-meine-freundin-51b

Text:

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-liebe-ist-alles-2d8

Für alle unsere Leser und Freunde nochmal das Lied vom „achtel Lorbeerblatt“, mit dem Dank an euch alle für unser „achtel Lorbeerblatt“ von euch! 

Text:

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-mein-achtel-lorbeerblatt-adc

Zum Abschluß eines hoffentlich für alle schönen Tages trägt euch nun die Frau Chefredakteurin noch ein Gedicht vor, besser gesagt eine Ballade, „Die Ballade vom Brennesselbusch“:

Die Ballade vom Brennesselbusch

Liebe fragte Liebe: „Was ist noch nicht mein?“
Sprach zur Liebe Liebe: „Alles, alles dein!“
Liebe küßte Liebe: „Liebste, liebst du mich?“
Küßte Liebe Liebe: „Ewig, ewiglich!“—

Hand in Hand hernieder stieg er mit Maleen
von dem Heidehügel, wo die Nesseln stehen,
eine Nessel brach er, gab er ihrer Hand,
zu der Liebsten sprach er: „Uns brennt heißrer Brand!

Lippe glomm auf Lippe, bis die Lust zum Schmerz,
bis der Atem stockte, brannte Herz auf Herz,
darum, wo nur Nesseln stehn am Straßenrand,
wolln wir daran denken, was uns heute band!“

Spricht von Treu die Liebe, sagt sie „ewig“ nur,-
ach, die Treu am Mittag gilt nur bis zwölf Uhr,
Treue gilt am Abend, bis die Nacht begann –
und doch weiß ich Herzen, die verbluten dran.

Krieg verschlug das Mädchen, wie ein Blatt verweht,
das im Wind die Wege fremder Koppeln geht,
und ihr lieber Liebster stieg zum Königsthron,
eine Königstochter nahm der Königssohn.-

Sieben Jahre gingen, und die Nessel stand
sieben Jahr an jedem deutschen Straßenrand,
wer hat Treu gehalten? Gott alleine weiß,
ob nicht wunde Treue brennet doppelt heiß!

Bei der Jagd im Walde stand mit schwerem Sinn,
stand am Knick der König bei der Königin,
Nesselblatt zum Munde hob er wie gebannt,
und die Lippe brannte, wie sie einst gebrannt:

„Brennettelbusch,
Brennettelbusch so kleene,
wat steihst du so alleene!
Brennettelbusch, wo is myn Tyd‘ eblewen,
un wo is myn Maleen?“

„Sprichst du mit fremder Zunge?“ frug die Königin,
„So sang ich als Junge“, sprach er vor sich hin.
Heim sie ritten schweigend, Abend hing im Land,-
seine Lippen brannten, wie sie einst gebrannt!

Durch den Garten streifte still die Königin,
zu der Magd am Flusse trat sie heimlich hin,
welche Wäsche spülte noch im Sternenlicht,
Tränen sahn die Sterne auf der Magd Gesicht:

„Brennettelbusch,
Brennettelbusch so kleene,
wat steihst du so alleene!
Brennettelbusch,
ik hev de Tyd ‚eweten,
dar was ik nich alleen!“

Sprach die Dame leise: „Sah ich dein Gesicht
unter dem Gesinde? Nein, ich sah es nicht!“
Sprach das Mädchen leiser: „Konntest es nicht sehn,
gestern bin ich kommen, und ich heiß Maleen!“-

Viele Wellen wallen weit ins graue Meer,
eilig sind die Wellen, ihre Hände leer,
eine schleicht so langsam mit den Schwestern hin,
trägt in nassen Armen eine Königin.—