Grafschafter Wochenanzeiger – contra vim mortis!

Die Grippe und die Menschen

Als Würger zieht im Land herum
mit Trommel und mit Hippe,
mit schauerlichen Bum, bum, bum,
tief schwarz verhüllt die Grippe.

Sie kehrt in jedes Hause ein
und schneidet volle Garben –
viel rosenrote Jungfräulein
und kecke Burschen starben.

Es schrie das Volk in seiner Not
laut auf zu den Behörden:
„Was wartet ihr? Schützt uns vorm Tod-
was soll aus uns noch werden?

Ihr habt die Macht und auch die Pflicht –
nun zeiget eure Grütze –
wir raten euch: Jetzt drückt euch nicht,
zu was seid ihr sonst nütze!

Es ist ein Skandal, wie man es treibt,
wo bleiben die Verbote-
man singt und tanzt, juheit und kneipt,
gibt’s nicht genug schon Tote?“

Die Landesväter rieten her
und hin in ihrem Hirne,
wie dieser Not zu wehren wär‘,
mit sorgenvoller Stirne;

und sieh‘, die Mühe ward belohnt,
ihr Denken ward gesegnet:
Bald hat es, schwer und ungewohnt,
Verbote nur so geregnet.

Die Grippe duckt sich tief und scheu
und wollte sacht verschwinden –
da johlte schon das Volk aufs Neu‘
aus hunderttausend Münden:

„Regierung, he! Bist du verrückt –
was soll dies alles heißen?
Was soll der Krimskrams, der uns drückt,
ihr Weisesten der Weisen?

Sind wir denn bloß zum Steuern da,
was nehmt ihr jede Freude?
Und just zu Fasnachtszeiten – ha!“
So grölt und tobt die Meute.

„Die Kirche mögt verbieten ihr,
das Singen und das Beten –
betreffs des andern lassen wir
jedoch nicht nah uns treten!

Das war es nicht, was wir gewollt,
gebt frei das Tanzen, Saufen,
sonst kommt das Volk – hört, wie es grollt,
stadtwärts in hellen Haufen!“

Die Grippe, die am letzten Loch
schon pfiff, sie blinzelt leise
und spricht: „Na endlich – also doch!“
Und lacht auf häm’sche Weise,

„Ja, ja – sie bleibt doch immer gleich
die alte Menschensippe!“
Sie reckt empor sich hoch und bleich
und schärft aufs neu die Hippe.

(Verfasser unbekannt, Wochenzeitschrift „Nebelspalter“, Heft 10 des Jahres 1920, 6. März 1920)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, gestutzt über das Gedicht? Tja, die Zeiten und die Menschen ändern sich wohl nie, bevor man zum Schluß des Gedichtes kommt und die Jahreszahl sieht, glaubt man doch wahrlich, die Zeilen wären ganz frisch und neu, aber mitnichten, sie stammen aus der Zeit der Spanischen Grippe. 

Angesichts all der derzeit wieder heftig Blüten treibenden Covidioten-Szene ist das derzeitige Lieblingslied von Reinhard Mey in unseren Redaktionsräumen dieses hier:

https://lyrics.lol/artist/102053-reinhard-mey/lyrics/1269119-es-schneit-in-meinen-gedanken

denn mittlerweile nimmt das ganze querbeet verteilt durch alle Bevölkerungsschichten sich wohl vor allem eines zum Ziel: Die Spaltung unserer Gesellschaft! Jeder gegen jeden ist in dieser Zeit fatal, aber all die Mahner und Schlichter, die Vernünftigen und Besonnenen gehen, so könnte man meinen, gerade unter in „der großen Keilerei…“, auch eine Textzeile von Reinhard Mey aus seinem Lied „Mein guter alter Balthasar“. Und als wäre das alles noch nicht genug, mischen nun auch noch Kunstschaffende mit, unter dem Deckmäntelchen von Satire und gut eingerichtet in der eigenen Wohlfühlblase haut man mal eben ein „Künstler-üben-Kritik-Geschwafel“ raus, das nichts mehr mit Ironie, nicht einmal mehr mit Sarkasmus gemein hat, sondern nur noch blanker Zynismus ist. Da wird sogar Rainer Maria Rilke instrumentalisiert mit den wohl berührendsten Worten, die je über das Thema „Tod“ geschrieben wurden, mit seinen Zeilen „Der Tod ist groß…..“, um dem eigenen Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom zu entkommen. Das ganze dann auch noch dramaturgisch wie inhaltlich grottenschlecht! Falls die Denke bei den o.g. immer noch zu langsam läuft: Dies ist ein Verriß, werte Kunstschaffende samt Regisseur und Vermarkter! Da nützt es dann auch nicht mehr viel, zurück zu rudern, oder mit halbherzigen „Argumenten“ zu versuchen, zu retten was zu retten ist. Da wäre klare Kante angesagt, stattdessen blafft der Regisseur „vons janze“ jetzt alle Verständnislosen für dieses Machwerk an, „Kritik muß wehtun“ (fragt sich in dem Zusammenhang natürlich: Wem?)! Nein, werter Herr, das muß sie nicht, Kritik muß konstruktiv sein, sie muß Lösungsansätze bringen, sonst führt sie zu nichts und ist, mit Verlaub, einfach nur Scheiße und so überflüssig wie ein Kropf! 

Da haben wir in unserer freitäglichen Redaktionssitzung anhand der oben geschilderten Entwicklungen überlegt, welches Scherflein denn wir mit unserem Grafschafter Wochenanzeiger dazu beitragen können, die Eiszeit in den Gedanken wie im Lied von Reinhard Mey zum tauen zu bringen, und da ist uns mal wieder eine alte Tradition zu Hilfe gekommen. In den vergangenen Tagen war das Wetter zwar noch kühl, aber schon sehr frühlingshaft sonnig, es zeichnete sich ganz langsam der Beginn der zukünftigen neuen „Storm-Zeit“ der Frau Chefredakteurin auf Balkonien ab, so hatte sie mal probehalber wieder ihren Storm beim Wickel und ist als erstes bei der Novelle „Der Herr Etatsrat“ hängengeblieben, und genau aus dieser Novelle ergab sich dann der Titel unseres Eintrages zur heutigen Sonntagsausgabe unseres Grafschafter Wochenanzeiger und die Ideen für gedankliches Tauwetter. 

Zitieren wir also mal aus der o.g. Novelle:

„Eine leuchtende Junisonne stand am Himmel und beschien den Sarg und den einzigen, aus Immergrün und Myrten gewundenen Kranz, den Tante Allmachts Stina heimlich am Abend vorher daraufgelegt hatte. Als der Zug unterhalb des Altans angelangt war, scheuchte der Herr Etatsrat den blauen Tabaksqualm zur Seite, indem er herablassend gegen das Gefolge grüßte. „Contra vim mortis, meine Freunde! Contra vim mortis!“ rief er und schüttelte mit kondolierender Gebärde seine runde Hand; „aber recht schönes Wetter hat sie sich noch zu ihrem letzten Gange ausgesucht!“

Contra vim mortis – gegen die Macht des Todes

In unserem Eintrag ist aber nun nicht der biologische Tod gemeint, denn der lateinische Satz „contra vim mortis“ geht eigentlich noch weiter, gänzlich heißt er „contra vim mortis non est medicamen in hortis – gegen die Macht des Todes gibt es keine Medizin im Garten“, was ja letztlich stimmt. 

Wir rufen hier auf zu contra vim mortis – gegen die Macht des Todes von:

  • Liebe
  • Empathie
  • Rücksicht
  • Verantwortung 
  • Zusammenhalt
  • Zärtlichkeit
  • Werte
  • Menschlichkeit

Das alles darf nicht sterben! Wenn wir leben wollen, überleben wollen, dann brauchen wir das alles! Dann werden wir es schaffen, aber das heißt „WIR schaffen das“, ICH schafft das nicht! 

Und so kommen wir hier nun zum Bilderteil unseres Eintrags, denn wer was schaffen will, muß fröhlich sein, und gemäß unserem „himmlischen Auftrag“ von unserer Mimi in heaven sind wir hier Versöhner statt Spalter und Mahner statt Brechstange, das hat sich der Grafschafter Wochenanzeiger von Anbeginn auf seine Fahnen geschrieben. Was würde sich da mal wieder besser anbieten als unser aller geliebtes Balkonien, das langsam in den Frühling startet. 

Alles, was grünt, fast blüht und drinnen überwintert hat, drängt nun wieder hinaus in die Sonne, links unser Orangenbäumchen, Mitte der prächtig überwinterte Salbei und rechts der Thymian. 

Der Salbei setzt bereits Blüten an, wir haben uns so gefreut, das war eine kleine Würzpflanze aus dem Discounter, sie hat sich so toll entwickelt und den Winter prima überstanden. 

Sieht doch prima aus, oder? 

Der Thymian ist ebenfalls wieder ausgeschlagen nach dem langen Winter, auch er hat den Frost überlebt. Alle Pflänzchen waren ja auch gut eingepackt in der kalten Jahreszeit. 

Das selbstgezogene Orangenbäumchen hat den Winter im kühlen Schlafzimmer verbracht und freut sich sehr über den nun wieder wärmenden Sonnenschein. Und das steigende Licht! 

Zu unserer größten Freude ist auch die kleine Johannisbeere wieder ausgeschlagen und wächst Licht und Sonne entgegen, 

wir sind sehr gespannt, ob sie heuer Früchte tragen wird. 

Ganz zaghaft

schlägt auch der Oregano wieder aus, wir werden weiter berichten, wie er sich entwickelt. 

Auch unsere langjährige Glockenblume bekommt schon ganz zarte Knospen, wie wir uns da schon wieder aufs blühen freuen, dann wird uns ganz sicher auch wieder unsere alljährliche Hummel besuchen, um sich am süßen Nektar zu berauschen. 

Die kleine Birke steht wieder in voller Pracht und Blätterschmuck

einmal eine Gesamtansicht von Balkonien! 

Unser Birkenpferd

bekommt allmählich wieder grüne Konturen, die Birken schlagen aus. 

Samt blauem Himmel mit zarten Schleierwölkchen. 

Drinnen freut sich schon jemand auf die Outdoor-Saison

unser Erdbeerelfchen steht ganz erwartungsvoll in den Startlöchern bereit und freut sich vor!

Essen hält Leib und Seele zusammen, sagt man, da hätten wir nun auch noch was ganz feines für euch, denn die Frau Chefredakteurin hat nun endlich mal das erste Gericht mit den neuen Gewürzen aus dem damaligen Adventskalender gekocht, das Gewürz war das aus dem Türchen 8 des letztjährigen Adventskalenders, Ras el-Hanout, die leckere, orientalische Gewürzmischung

https://de.wikipedia.org/wiki/Ras_el-Hanout

und dieses leckere Gericht ist nachgekocht worden:

Hackfleischpfanne mit Ras el Hanout

  • 1 Zwiebel gewürfelt
  • 2 Zehen Knoblauch gepresst oder fein gewürfelt
  • 360 g Rinderhackfleisch
  • 1 rote Paprika gewürfelt
  • 200 g Spinat frisch
  • 300 g Brokkoli frisch
  • 1-2 EL Ras el Hanout
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Olivenöl

Öl in die Pfanne geben, erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig anschwitzen. Hackfleisch dazu geben und durchbraten. 1 EL Ras el Hanout dazu geben und durchmischen. Brokkoli hinzu und 3 – 4 Minuten mitbraten. Paprika dazu und weitere 4 – 5 Minuten braten. Spinat in die Pfanne geben und weiter braten, bis das Gemüse gar ist. Mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Ras el Hanout abschmecken, mit Joghurt und einer Beilage nach Wahl servieren. 

Und so sah das Ergebnis aus:

Lecker, oder? Es duftete verführerisch! Dazu gab es eine Jogurt-Minze-Soße mit Gurke

mit Kurkuma gewürzt

und ein Kümmel-Fladenbrot

Auch das hat so gut geduftet, ich hab meine Bärencrew gar nicht mehr aus der Küche bekommen, hihihihi! 

Fertiges Menü mit lecker Rotwein!

Und wo wir schon einmal bei kulinarischen Köstlichkeiten sind: Ich hatte noch einen fertigen salzigen Mürbeteig im Kühlschrank liegen, da hab ich dann grünes Pesto auf die Teigplatte gestrichen, das ganze mit gehobeltem Parmesankäse bestreut, aufgewickelt und gebacken, tadaaaa:

Sieht das nicht lecker aus? Das war es auch, kann man verschiedene Dips beimachen, dann hat man einen feinen abendlichen Fernsehsnack! Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, war mein Redaktionsteam begeistert, sie stehen ja nicht nur und ausschließlich auf süß! Aber auch da kamen sie noch auf ihre Kosten, im Tiefkühlfach schlummerte nämlich noch Tiramisu-Eis! 🐻🐻🐻🐻🐻🍨🍦🍨🍦🍨

So, bevor wir nun den Eintrag für unsere heutige Sonntagsausgabe schließen, erlauben auch wir uns mal eine kleine, augenzwinkernde Kritik an der derzeitigen Corona-Politik, betreffs der Zögerlichkeiten der Anordnung von Maßnahmen 😉😊

https://www.otto-reutter.de/index.php/couplets/texte/222-der-gewissenhafte-maurer.html

und schließen den Eintrag mit nochmals einem Lied von Reinhard Mey, bei dem wir so inständigst hoffen, daß sich der Titel bewahrheiten möge:

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-vernunft-breitet-sich-aus-uber-die-bundesrepublik-deutschland-f2e

Und damit wünschen wir allen unseren Lesern einen schönen, geruhsamen und entspannten Sonntag, bleibt oder werdet alle gesund, paßt auf euch auf, kommt gut wieder in die nächste neue Woche und denkt alle daran: Et hätt noch emmer joot jejange! (Köllsches Grundgesetz, Artikel 3)

Maach et joot, ävver nit zo off (Köllsches Grundgesetz, Artikel 8) wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Wir wünschen ein frohes Osterfest! 🐰🐔🥚

Zur Osterzeit

Ist das ein Ostern! – Schnee und Eis
hielt noch die Erde fest umfangen;
frostschauernd sind am Weidenreis
die Palmenkätzchen aufgegangen.

Verstohlen durch den Wolkenflor
blitzt hie und da ein Sonnenfunken –
es war, als sei im Weihnachtstraum
die schlummermüde Welt versunken.

Es war, als sollten nimmermehr
ins blaue Meer die Segel gehen, –
im Park ertönen Finkenschlag,
und Veilchenduft das Tal durchwehen. –

Und dennoch, Seele, sei gewiß:
Wie eng sich auch die Fesseln schlingen,
es wird der Lenz, das Sonnenkind,
dem Schoß der Erde sich entringen.

Dann sinkt dahin wie Nebelflor
auch all dein Weh und deine Sorgen,
und veilchenäugig lacht dich an
ein goldner Auferstehungsmorgen! –

(Clara Müller-Jahnke, 1860 – 1905, deutsche Dichterin, Journalistin und Frauenrechtlerin)

Im liturgischen Jahr 2021 wird in der Osternacht das Evangelium nach Markus 16 gelesen, und so möchten wir unsere heutige Ostersonntagsausgabe vom Grafschafter Wochenanzeiger mit diesem beginnen:

Evangelium nach Markus 16,1-8

ls der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß.

ie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hat. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern und dem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat. Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemandem etwas davon; denn sie fürchteten sich.

Ich habe in diesem Jahr wieder sehr die Osternachtfeier in meiner Kirche vermißt, im zweiten Jahr fällt sie coronabedingt nun für mich wieder aus. In diesem Jahr hat meine Gemeinde zwar nicht auf den Präsenzgottesdienst bzw. die Osternachtfeier verzichtet, aber unter den gegebenen Umständen ist es einfach nicht das, was die Seele nun so dringend bräuchte, mit Abstandsregeln, ohne Gesang und ohne anschließende Feier in der Unterkirche würde das ganze zumindest mich noch trauriger machen. Und so hab ich aus gutem Grund die Evangeliumsgeschichte an den Anfang unserer Ostersonntagsausgabe gesetzt, in allen Evangelien ist vom leeren Grab und der Auferstehung die Rede, und von dem großen Stein, der das Grab verschließt und die im Morgengrauen zum Grab gehenden Frauen nicht wissen, wie sie ihn wohl wegwälzen könnten. 

Das empfinde ich in diesen Tagen als sehr symbolisch, unser Herz ist in diesen schrecklichen Zeiten auch wie ein Grab, das mit einem Stein verschlossen ist, es liegt uns ein Stein auf der Brust. Wer wird uns diesen Stein wegwälzen? Ein Engel? Der Glaube an die Auferstehung? Ich zweifel oft, aber da ist dieses unvernünftige Herz, das mich drängt, wider alle Vernunft, diesen Stein weg zu wälzen, ihm Luft zu verschaffen und Licht und Sonne, das nicht verhärten und nicht brechen will, sondern durch Liebe ganz weich werden, daß mir Tränen gibt und damit den harten, kalten Stein wegschwemmt und mich bereit macht für seine Auferstehung, wie die Auferstehung an Ostern, denn das ist der Kern der Auferstehungsgeschichte. Wie in dem Zitat von Emmanuel Geibel:

Das Herz hat auch sein Ostern, wo der Stein vom Grabe springt, den wir dem Staub nur weihten. Und was du ewig liebst, ist ewig dein.

In diesem Sinne wünsche ich, wünschen wir all unseren Lesern ein frohes Auferstehungs-Ostern. 

Ich hab zum Abschluß meines Vorworts noch eine Seite gefunden, die mein Lieblingslied an Ostern und anderen hohen christlichen Feiertagen so schön eingebettet hat, das „Te deum“, „Großer Gott wir loben dich“, das Video auf der Seite hat so eine schöne Größe

Im Kölner Dom: Hier singen tausende Menschen „Großer Gott wir loben dich“

wer sich das gleiche lieber bei Youtube anhören und gucken möchte

 

Und nun machen wir als gesamtes Redaktionsteam weiter, denn zu einem frohen Ostern gehören auch fröhliche, frohe, bunte Bilder, Bilder vom Frühling, Bilder von unseren Redaktionsräumen und Balkonien, wo wir auch in diesem Jahr wieder festlich geschmückt haben, damit es uns allen leichter fällt, das Herz von seinem Stein zu befreien. 

Beginnen wir mit Balkonien, wo uns unsere Mimi in heaven beim schmücken ganz sicher zufrieden und liebevoll begleitet hat:

Osterschmuck und Sonne, unschlagbare Kombi! Im übrigen hab ich im hinten angelehnten Liegestuhl schon zwei herrliche Tage auf Balkonien verbringen können. 

Unsere Forsythie hatte es in diesem Jahr eilig, sie blühte und grünte gleichzeitig und ist nun schon fast vollständig grün, natürlich hat sie wieder die Ostereier als Schmuck bekommen. Samt dem obligatorischen roten Ei. 

In Mimis Brotkasten sind Tulpen eingezogen, hölzerne zwar, aber wir finden, sie sehen wunderhübsch aus und denken, Mimi ist sehr zufrieden. 

Guckt, Flora ist wieder draußen, gut geschützt vor eventuell auch wieder kommendem stürmischen Wetter, damit ihr nicht wieder ein Leid geschieht. Und Ihre drei süßen Kinder sind auch wieder dabei, samt einer niedlichen Kaninchengruppe. 

Osterschmuck am Brunnen

Salbei und Thymian sind wieder kräftig ausgeschlagen! 

Unser Huhn mit Osterei-Kerze und

Ostereierschmuck für die Wand. 

Unsere kleine Birke grünt wieder und der Topf hat unverwüstliche Tulpen bekommen. Und die Birke ebenfalls Ostereier. 

Der überwinterte Oregano schlägt ganz zart wieder aus

Ostereier im Forsythienstrauch

Wir müssen euch doch unbedingt noch einmal Flora und ihre Kinder zeigen, wir sind so froh, daß es ihr nach ihrem Sturmunfall wieder so gut geht. 

Und der Kasten, in dem sie nun so geschützt untergebracht ist, der birgt auch noch was feines

unsere Johannisbeere, sie schlägt wieder aus, und wie, ist das nicht fein? 

Süße Kaninchen, ein Erbstück von meiner Großtante, die Dame, von der ich euch auch schon öfter mal berichtet habe, die gesegnete 93 Jahre alt wurde und bis zum Schluß topfit war. 

Nun ziehen wir um in die Redaktionsräume

Osterdeko an Mimis Platz am Wohnzimmerfenster. 

Und das Tischchen, auf dem zu ihren Lebzeiten ihr Wasserkrug stand, bevölkern jetzt auch Häschen. 

Süß, die beiden, nicht wahr?

Noch zwei Hasis, ein Pärchen! Die beiden Süßen hat mir mal Brigitte/Plauen geschickt. Sie haben schon feine Gesellschaft, 

mein Erdbeer-Elfchen steht schon wieder auf der Fensterbank, ganz raus traut sich das zarte Wesen noch nicht. 

Unser Kamin, österlich geschmückt. 

Und weil die Forsythie draußen eigentlich schon verblüht ist, macht der künstliche Forsythienstrauß wieder Furore drinnen. 

Im Flürchen ist ebenfalls österlich dekoriert

und nun kommt was drolliges, ich hatte bei der Winterdeko draußen im Hausflur noch meinen beleuchteten Tannenkranz hängen, der leuchtete nun immer noch so schön, da ist er kurzerhand nach innen umgezogen und leuchtet jetzt österlich dekoriert im ohnehin etwa dunklen Flürchen. 

Sieht doch hübsch aus, oder? Besonders, wenn er leuchtet abends. 

Weiter geht es im Hausflur

unser Willkommensschild

…..“Tulpen aus Amsterdam…“!

Der Kranz an der Haustüre, mit Schmetterlingen bestückt. 

Und die Deko an der Flurwand, alle Jahre wieder ein Hingucker und selbst gebastelt. 

Kleiner Hase ganz groß mit Miniglöckchen um den Hals, auch der kam mal aus Plauen zu uns gereist, hihihihi, und schmückt in jedem Jahr wieder den Kamin, er ist so süß! 

So waren wir in unseren Redaktionsräumen wieder fleißig, natürlich hat mein ganzes Redaktionsteam mich tatkräftig unterstützt. Vor allem beim Ostereier färben, da saßen die Bären alle mit heißen Wangen in der Küche, und als die Eier gekocht waren, ging es ans Werk, denn in diesem Jahr wollten wir die Eier nicht nur färben, sondern wir hatten entdeckt, daß wir noch so niedliche Aufkleber haben, mit denen man vorher eine Stelle auf dem Ei mit Muster abkleben kann, die nicht gefärbt werden soll, na, da waren die Bärentätzchen alle aber fleißig bei der Arbeit mit kleben und dekorieren, und dann ab ins Färbebad. Na, guckt mal, das Ergebnis kann sich doch wirklich sehen lassen, oder?

Wir waren jedenfalls sehr glücklich, mein Bärenteam und ich! Und Mimi in heaven wird auch geschmunzelt haben. 

Damit sind wir am Ende unserer heutigen Ostersonntagsausgabe vom Grafschafter Wochenanzeiger angelangt und wünschen allen unseren Lesern, auch den stillen, ein frohes Osterfest! Feiert die Auferstehung der Herzen, bleibt zuversichtlich und hoffnungsfroh, macht euch gemütliche Tage, allein oder im Kreise eurer Lieben, wenn es möglich ist. Paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.

Habts fein!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Alle reden vom Reisen. Wir auch.

Fern im Süd das schöne Spanien

Fern im Süd das schöne Spanien,
Spanien ist mein Heimatland,
wo die schattigen Kastanien
rauschen an des Ebro Strand,
wo die Mandeln rötlich blühen,
wo die süße Traube winkt
und die Rosen schöner glühen
und das Mondlich gold’ner blinkt.

Lang schon wandr‘ ich mit der Laute
traurig hier von Haus zu Haus,
doch kein helles Auge schaute
freundlich noch nach mir heraus.
Spärlich reicht man mir die Gaben,
mürrisch heißet man mich gehn;
ach den armen braunen Knaben
will kein einziger verstehn.

Dieser Nebel drückt mich nieder,
der die Sonne mir entfernt,
und die alten lust’gen Lieder
hab ich alle schon verlernt.
Ach, in alle Melodien
schleicht der eine Klang sich ein:
In die Heimat möcht ich ziehen,
in das Land voll Sonnenschein!

Als beim letzten Erntefeste
man den großen Reigen hielt,
hab ich jüngst das allerbeste
meiner Lieder aufgespielt.
Doch, wie sich die Paare schwangen
in der Abendsonne Gold,
sind auf meine dunkeln Wangen
heiße Tränen hingerollt.

Ach, ich dachte bei dem Tanze
an des Vaterlandes Lust,
wo im duft’gen Mondenglanze
freier atmet jede Brust,
wo sich bei der Zither Tönen
jeder Fuß beflügelt schwingt
und der Knabe mit der Schönen
glühend den Fandango schlingt.

Nein! Des Herzens sehnend Schlage
länger halt ich’s nicht zurück;
will ja jeder Lust entsagen,
laßt mir nur der Heimat Glück!
Fort zum Süden, fort nach Spanien!
In das Land voll Sonnenschein!
Unterm Schatten der Kastanien
muß ich einst begraben sein!

( Emanuel Geibel, 1815-1884)

Da sind wir wieder, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, und eure Sonntagsausgabe desselbigen! 

Und freuen uns gleich wieder über garantiert ganz viele Fragezeichen ??? in euren Augen, was wird das denn nun? Unser vorsichtiges Redaktionsteam samt Frau Chefredakteurin, dessen Handelsreisender stets Corona-Regel-konform unterwegs war und ist, das plant jetzt Urlaub, in südlichen Gefilden, in diesen immer noch und gerade wieder so gefährlichen und anstrengenden Pandemie-Zeiten??? Nein, ihr Lieben, seid unbesorgt, so meschugge sind wir wahrlich nicht. Aber die Sehnsucht nach unbeschwerten Zeiten, nach Seele baumeln lassen, nach Auszeit vom immer mehr fordernden Alltag, nach der Zauberfee, die uns mit ihrem Zauberstab aus all dem erlöst, die können wir mehr als gut verstehen. Und weil es trotz längerem Akkus aufladen (bei dem in den grafschaftlichen Redaktionsräumen leider auch nicht viel passiert ist außer gelegentlichem räumen von A nach B, es brauchte wirklich mal einfach nur Pause von allem!!!) in der freitäglichen Redaktionssitzung doch wieder fragende Gesichter gab, was wir denn nun in unser Sonntagsblatt bringen sollten, hatte dieses Mal wieder die Frau Chefredakteurin die zündende Idee, denn beim durchblättern unseres Archivs fiel mir ein Versprechen in die Hände: 

Ihr erinnert euch vielleicht noch an den letzten Sommer und da vor allem an den August, da wollten wir euch eigentlich einen schönen Reiseeintrag aus den lang zurückliegenden Urlauben der Frau Chefredakteurin klöppeln, und dann gab es damals schon so ein Gezerre und fürchterliches Egomanenverhalten bezüglich Sommerurlauben in Corona-Zeiten, da haben wir es seufzend unterlassen, wir fanden es nicht passend. 

Wir übergehen jetzt schweigend das neuerliche Procédere in diesem Jahr um den Osterurlaub und machen das, was wir im Pause-Ankündigungseintrag Anfang März erwähnt hatten, wir setzen uns auf unser „Achtel-Lorbeerblatt“ und machen, was wir wollen. Nämlich virtuellen Urlaub, vernünftig, mit Vorsicht und Rücksicht, aus den Erinnerungen der Frau Chefredakteurin. So kommt ihr alle hier doch ein bissel in den Genuß von Urlaub ohne schlechtes Gewissen, wir hoffen sehr, es macht euch Freude. 

Zurück also zum Cliffhanger die Aufschrift und das Gedicht oben haben euch sicherlich schon längst verraten, wohin es geht. Genau, nach Spanien, noch genauer auf eine spanische Insel, ganz genau: Nach Menorca! 

Menorca [məˈnɔɾkə] ist die östlichste und nördlichste Insel der spanischen autonomen Region Balearen. Ihr katalanischer Name bedeutet „die Kleinere“, im Gegensatz zu Mallorca, „die Größere“. 

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Menorca

Mein Bärenteam sitzt schon im nostalgischen Ambiente und lauscht den Urlaubserinnerungen der Frau Chefredakteurin, macht es euch gemütlich, am Sonntagmorgen vielleicht mit einer Tasse Kaffee oder Tee in der Hand, und macht es ihnen gleich. 

Im Jahre anno domini 2003 haben wir diesen Urlaub geplant, wir, das bedeutet in diesem Fall: Die Freunde, von denen ich Mimi übernommen habe, mit ihrem damals gerade einmal 2 Jahre und drei Monate altem Sohn, Björns Patenkind, meine Wenigkeit und Björn, der dazumalen noch zu Hause wohnte. Herrliche Konstellation, oder? Also wurden Reiseprospekte gewälzt, das Ziel war eigentlich schnell klar, Menorca sollte es werden, die kleinere und ursprünglichere Insel der Balearen. Und bald schon fiel unser Blick auf diese Hotelanlage:

https://www.tui.com/hotels/grupotel-playa-club-aparthotel-13640/hotelinformation/

Klickt bei diesem Link mal „Bilder“ an, dann habt ihr den ganzen Traum vor euch liegen, es war sooooo eine herrliche Hotelanlage, ich bin heute noch ganz begeistert davon. Ich hab vor langer Zeit mit den von damals mitgebrachten Prospekten mal selber Bilder davon gefertigt, die möchte ich euch nicht vorenthalten, die sind noch mit meiner kleinen Handy-Knipse gemacht worden:

Wir haben sogar noch einen Film auf VHS-Video, guckt:

Das sind die Originalbilder vom Hotel und der Umgebung, das war unsere Ferienwohnung

das Wohnzimmer in der ersten Etage mit einem entzückenden kleinen Balkon mit Aussicht aufs Meer und den Leuchtturm von Menorca. Das Bett konnte man ausziehen, das war Björns Schlafplatz, unten war mein Schlafzimmer und das Bad, neben dem Wohnzimmer eine kleine Küche. Unsere Freunde hatten drei Türen weiter die gleiche kleine Ferienwohnung. Ich weiß es noch wie heute, als wir auf Menorca ankamen (der Urlaub war im übrigen im Mai!) war strahlender Sonnenschein, wir sind sofort auf den Balkon raus zum gucken und haben, ganz ehrlich, alle geheult vor Freude, denn hinter uns lagen ein paar anstrengende Arbeitswochen, wir waren derzeit bis auf die Freundin alle im gleichen Altenheim tätig, auch Björn, der dort seinen Zivildienst gemacht hat. 

Der Flug nach Menorca verlief störungsfrei und der kleine Mann hat ihn auch gut weggesteckt, den ersten Flug seines knapp zweijährigen Lebens. 

So begann unser herrlicher, 14-tägiger Urlaub auf Menorca. Wir hatten Halbpension gebucht, also Frühstück und Abendessen, dazwischen konnten wir uns entweder unterwegs oder in der eigenen Ferienwohnung gut beköstigen, ist mit einem kleinen Kind auch viel streßfreier. Am ersten Abend unserer Ankunft also fertig machen zum Dinner, es gab einen kleinen Dresscode für abends, nämlich die Bitte, nicht in Strandkleidung und die Herren bitte mit langen Hosen. Na, da war unser kleiner Mann ganz stolz, schließlich war er auch ein Herr, und hat selbstverständlich seine lange Hose angezogen, so niedlich! Am Abend gab es immer Buffet, und ehrlich, als wir am ersten Abend in den Speisesaal kamen

waren wir wie erschlagen, eine solche Auswahl an Speisen hab ich echt noch nie erlebt. Ich kann hier wahrlich nicht alles aufzählen, aber es gab zum Beispiel immer frischen Fisch, der erst bei Auswahl zubereitet wurde, man wußte gar nicht, wo man anfangen sollte, lach! Wie alle jungen Mütter machte sich meine Freundin Sorgen, ob ihr Kind auch genug aß, aber das erwies sich schnell als unbegründet, die Tatsache, an der Hand seines Patenonkels oder mir die Reihen des Essens abzumarschieren und sich aussuchen zu dürfen, was man möchte, die fand Jan entzückend! Und so sind wir am ersten Abend losgelaufen, gucken, was möchtest du denn, ich hätte es ahnen können, lach, Nudeln!!! Mit Tomatensoße!!! Gut, Nudeln auf den Teller, ah, ja, da ist ja auch die Tomatensoße, besser gesagt, eine von vielen. Ich wollte gerade die Soße auf die Nudeln löffeln, als ich vom hinter dem Tresen stehenden Chefkoch angesprochen wurde, der uns wohl die ganze Zeit schon amüsiert beobachtet hatte. Die Anrede „Signora“ hab ich ja noch verstanden, was dann auf spanisch kam, leider nicht, aber wer hätte sich denn nicht schon im Ausland mit Händen und Füßen verständigt, es wurde mir also mit lebhaftem gestikulieren von dieser Soße abgeraten, viel zu scharf für ein Kind. So begann unsere Freundschaft mit dem Chefkoch des Hauses, da komm ich später noch drauf zurück. 

Mal glückliche Urlauber gucken? Büddeschön:

 

Da waren wir am einzigen etwas trüberen Tag an der Küste entlang gewandert, entsprechend kaputt sehen wir aus, lach! 

Auf dem Weg zum Abendessen. 

Nach einem fröhlichen Abend! Die waren immer fein, es gab auf einer kleinen Bühne am frühen Abend ein fröhliches Programm für die Kinder, und später dann wirklich gute Aufführungen einer ganz tollen, jungen Animationstruppe aus aller Welt, auch mit denen haben wir uns angefreundet, weil die irgendwann mal auf uns zu kamen und meinten, es wäre so klasse, mal Urlauber zu haben, die solchen Spaß an ihren Darbietungen hätten. 

Wir haben in diesem Urlaub viel von Land und Leuten gesehen, wir hatten uns auch einen Mietwagen genommen und sind damit über Land gefahren, um auch mal entlegenere Ecken der Insel kennenzulernen. Wir selbst waren in Son Xoriguer, die nächste größere Stadt war Ciutadella. 

Natürlich waren wir auch in der Hauptstadt von Menorca, in „Maó“ (katalanisch) oder bekannter Mahón, das war auch so ein herrlicher Tag dort. Im Hafen von Mahón habe ich mein erstes Kreuzfahrtschiff live gesehen, ich war überwältigt von den gigantischen Ausmaßen! Wahnsinn! 

Dort waren wir auch in der Kirche Iglesia de Santa María, da gibt es so eine süße kleine Geschichte, dem kleinen Jan war die große Kirche wohl bissel unheimlich, er wollte zu mir auf den Arm, und so sind wir beide ganz ineinandergekuschelt durch die stille, große Kirche gelaufen und haben geguckt, ich hab ihm leise flüsternd bissel erklärt, und er hat ebenso flüsternd gefragt und gezeigt, er war richtig beeindruckt und ganz andächtig, das war so berührend und schön. 

Eine Fahrradtour mit einer Art Tandem haben wir in unserem kleinen Urlaubsort auch gemacht, ein Tandem für mehrere Personen, das war eine Gaudi! Vor allem für Jan! 

Natürlich waren wir auch regelmäßig am Strand, zuerst war das große Meer dem Kleinen sehr unheimlich, und er hat zu unser aller Gaudi davor gestanden und dem Meer einen Vogel gezeigt, wir haben so gelacht. Aber mit Hilfe vom Patenonkel, der im hauseigenen Swimmingpool mit ihm auf dem Arm das Vertrauen in tieferes Wasser hergestellt hatte, hat er sich dann auch mit dem großen Swimmingpool mit Wellen, sprich Meer, angefreundet. 

Den Sonnenschirm, den ihr schon oft hier auf Balkonien gesehen habt, der ist im übrigen von Menorca, den hat Björn damals für den Strand besorgt. 

Höchstes Vergnügen für den kleinen Mann war auch ein Teich an der Hotelanlage, da gab es Frösche, die natürlich ein nächtliches Konzert gegeben haben, das war spannend, zu gucken, wo denn die Quaker wohl saßen und musizierten! 

Ich wollte ja doch nochmal auf den Chefkoch im Hotel zurückkommen, das war so eine wunderschöne Geschichte, die wir uns heute noch gerne alle erzählen, wenn wir mal zusammen kommen. Ich glaub, die anderen Gäste im Hotel haben irgendwann gedacht, wir wären irgendwelche VIP-Gäste oder Urlaubstester, lach, denn der Chefkoch hatte uns allesamt gleich am ersten Abend in sein Herz geschlossen. Infolgedessen bekamen wir (und nur wir!) jeden Abend nach dem Abendessen eine große Platte mit frischem Obst, Erdbeeren, Kiwi, Ananas, Bananen und mehr, von ihm höchstpersönlich an den Tisch gebracht! Wir haben oft und lange überlegt, was diese, im übrigen wechselseitige Sympathie wohl ausgemacht hat, und sind irgendwann zu dem Schluß gekommen, daß es wahrscheinlich die uns aus allen Poren und den Augen strahlende Urlaubsfreude war, mit der wir den Urlaub und das Hotel genossen haben, ich glaub, da freuen sich auch die Angestellten eines Hotels sehr drüber, wenn ihnen Wertschätzung für ihre Arbeit entgegengebracht wird, es gibt ja doch auch viele Urlauber, die an allem was zu mäkeln haben und sich im Urlaub aufführen wie Graf Koks vonne Gasanstalt. Und so gab es am letzten Tag unseres Urlaubs wirklich Tränen auf beiden Seiten, als wir uns verabschiedet haben. 

So sehen VIP-Gäste aus, hihihihi! 

Der kleine Kerl hat natürlich sowieso alle Herzen im Sturm erobert! 

Da wir wenig Bilder von dem Urlaub haben, weil gefilmt worden ist, wie oben erwähnt, stell ich euch jetzt mal bissel Land und Leute per Video vor:

Dieser hübsche Schmuck, den ich euch schon einmal gezeigt hatte, ist übrigens aus dem Urlaub von Menorca. 

Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, daß  bis auf einen Tag, an dem wir unsere Küstenwanderung gemacht haben, das Wetter wunderschön war und die Sonne genauso gestrahlt hat wie wir. Am Tag unseres Rückflugs begann es morgens zu regnen, und hat nicht mehr aufgehört, wir haben in der Hotelhalle auf unseren Bus zum Flughafen gewartet, und die Urlauber, die im Laufe des Tages dann eingetrudelt sind, waren natürlich ganz schön enttäuscht über den Regen. Und wir haben uns eins ins Fäustchen gelacht (pfui, macht man doch nicht, hihihihihi!)!

Unsere Leser hier alle kennen ja die Frau Chefredakteurin und ihr ausgeprägtes Sammlergen, da haben wir jetzt noch Bilder aus meinem reichhaltigen Fundus, alle Unterlagen vom Menorca-Urlaub:

ihr wißt schon, anklicken, groß gucken! 

Noch einige Jahre nach diesem schönen Urlaub haben wir und unsere Freunde jedes Jahr zu Weihnachten eine Karte vom Hotel erhalten:

Zum Abschluß unseres Eintrag haben wir jetzt noch ein paar schöne Bilder vom Süden

Ein Bild hab ich mir aufbewahrt

das so eine wunderbare Stimmung hat, wo man den Süden atmen und fühlen kann, und dazu hab ich jetzt noch ein wunderschönes Lied von Reinhard Mey, zusammen mit seiner Tochter:

Den letzten Abend auf Menorca haben wir am Meer verbracht, wechselweise, weil ja jemand auf Jan aufpassen mußte, der schon in seinem Bettchen schlief, erst unsere Freunde, dann Björn und ich, wir haben einfach nur aufs Meer geschaut und der Brandung gelauscht, so schön! Vor uns das Meer, über uns unzählige Sterne, die im Süden irgendwie heller leuchten als bei uns. 

Und damit schließen wir nun diesen Eintrag und hoffen sehr, daß er euch gefallen hat, wünschen euch allen einen schönen letzten Sonntag im Monat März, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, kommt gut weiter durch die anstrengende Zeit! Vielleicht konnten wir mit unserem Eintrag euch ein bissel den Alltag verzaubern und Hoffnung machen auf wieder bessere Zeiten, in denen wir dann auch hoffentlich wieder unbeschwert reisen können. 

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – vom Winterschlaf zur Frühjahrsmüdigkeit

Frühling

Nun ist er endlich kommen doch
in grünem Knospenschuh;
»Er kam, er kam ja immer noch«,
die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
nun treiben sie Schuß auf Schuß;
im Garten der alte Apfelbaum,
er sträubt sich, aber er muß.

Wohl zögert auch das alte Herz
und atmet noch nicht frei,
es bangt und sorgt: »Es ist erst März,
und März ist noch nicht Mai.«

O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du.

(Theodor Fontane, 1819 – 1898, dt. Schriftsteller, Journalist, Erzähler und Theaterkritiker)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun gab es in dieser letzten Februarwoche euer gewohntes Sonntagsblatt auch wieder nicht. wir schwächeln hier derzeit „mental“, besser gesagt wie im Titel erwähnt, wir gehen vom Winterschlaf nahtlos in die Frühjahrsmüdigkeit über! 😂 Die Akkus sind bissel erschöpft, Frau Chefredakteurin schwankt zwischen Frühlingsfreude – gereizt und genervt, also haben wir in unserer gestrigen Redaktionssitzung beschlossen, wir machen hier einen Eintrag mit hauptsächlich Bildern aus den vergangenen Tagen und nehmen uns dann eine kleine Auszeit, die wir derzeit noch nicht genau begrenzen wollen und können. Wir werden aber bei allen anderen Bloggern in unserem Leserkreis weiter gucken und „unseren Senf dazu geben“. 😉😊 

Nun also zu den Bildern:

Am letzten Montag sorgte der Saharastaub, der übers Land zog, für eine völlig verhangene Sonne, man konnte mit bloßem Auge hinein sehen, da mußte natürlich die Knipse in Aktion treten:

Unser gefundenes Rosenköpfchen hat hier die gesamte Woche noch so schön geblüht, nun trocknet sie, und wir haben eine schöne Galerie von der Blüte:

Es gab in der vergangenen Woche ganz traumhaft schöne Sonnenuntergänge mit und ohne Wölkchen, auch da mußte die Knipse wieder tätig werden hier:

Die ersten zarten grünen Spitzen des Frühlings zeigen sich so langsam an unserer Forsythie

Wir pflegen hier, wie in all den Jahren zuvor, wieder ein bissel die Fastenzeit, da wird viel Wert auf Obst und Gemüse, wenig Fleisch, öfter Fisch und alles ohne „Allohol“ gelegt, zeigen wir euch nun ein abendliches Menü aus unserer Redaktionsküche, Frau Chefredakteurin hat Brot gebacken, ein Käse-Zwiebel-Körner-Chili-Brot (Eigenkreation! 😂😋)

sieht das nicht lecker aus? Das war auch lecker! 

Da gab es dann lecker Reibekuchen dazu, aus dem Backofen, denn da sind sie nicht so fett, aber lecker kross, 

eine selbst gemachte Tsatsiki

zur Vorspeise eine feine Waldpilzcremesuppe

und so sah das ganze Menü dann aus:

Mit dem lecker gebackenen Brot dabei!

Zum Schluß haben wir noch bissel „Kunscht“ (Kunst, Anm. d. Red. 🤣), wir waren ja nicht nur faul und winter- bzw. frühjahrsschläfrig, Frau Chefredakteurin hat schon bissel mit Frühjahrsputz angefangen und dabei fiel uns das schöne Licht auf, das unsere Wohnzimmerlampe zum strahlen brachte, guckt:

Geliebte Tiffany-Lampe der Frau Chefredakteurin! 

Zur „Lage der Nation“ in diesen weiterhin anstrengenden Corona-Zeiten möchte sich die Redaktion derzeit nicht viel weiter äußern, bei all den Unsäglichkeiten, Peinlichkeiten, Pleiten, Pech und Pannen ist uns nur mal wieder ein Zitat in die Hände gefallen, das wechselweise sowohl Oscar Wilde als auch Karl Valentin zugesprochen wird, und das man derzeit vielen Menschen ins Stammbuch schreiben möchte:

„Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und trotzdem den Mund halten.“ 

Der März beginnt heute, der letzte Monat des ersten Vierteljahres vom Jahr, wir sind gespannt, was er uns bringt. Wir werden dann mal pfleglich unsere Akkus hier wieder aufladen, schließlich ist der Grafschafter Wochenanzeiger doch in der Verantwortung gemäß Mimis Vermächtnis an uns, mit positiven Nachrichten ein Gegenpol zur allgemeinen Presse zu sein. Die Frau Chefredakteurin und das gesamte Bärenteam danken euch allen für euer Verständnis, wenn hier trotzdem ab und an mal bissel „Schicht im Schacht“ ist, wie Ruddi, unser Ruhrpottbengel, das ausdrücken würde. Fällt uns allen immer, wie könnte es anders sein, ein Lied von Reinhard Mey ein, „Mein achtel Lorbeerblatt“ 

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/mein-achtel-lorbeerblatt

Die letzte Strophe widmet das gesamte Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger all unseren treuen Lesern hier, genauso sehen wir das auch, und deshalb:

„Habt Dank für das achtel Lorbeerblatt,
auf dem ich tun kann, was ich will.“ 

❤❤❤

Damit wünschen wir euch nun allen einen guten Start in die erste Woche des Märzen und einen wunderschönen Montag, bleibt oder werdet alle gesund, paßt auf euch auf und kommt so gut es geht durch die immer noch nicht wesentlich erfreulicheren Zeiten!

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Frühlingsahnen vs. trübe Gedanken

Vorfrühling

Stürme brausten über Nacht,
und die kahlen Wipfel troffen.
Frühe war mein Herz erwacht,
schüchtern zwischen Furcht und Hoffen.

Horch, ein trautgeschwätz’ger Ton
dringt zu mir vom Wald hernieder.
Nisten in den Zweigen schon
die geliebten Amseln wieder?

Dort am Weg der weiße Streif –
zweifelnd frag‘ ich mein Gemüte:
Ist’s ein später Winterreif
oder erste Schlehenblüte?

(Theodor Fontane, 1819-1898)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, habt ihr euer Sonntagsblatt vermißt? Wir hatten bei der freitäglichen Redaktionssitzung hier nicht so recht eine Idee für den Sonntag, zumal die Woche eh ein bissel anstrengend war und die Stimmung demgemäß auch schwankte wie im Titel angegeben: Zwischen Frühlingsahnen (und drauf freuen!) und trüben Gedanken, die bei der derzeitigen Entwicklung der Corona-Lage mit ihrem auf und ab sicherlich euch allen verständlich sind. Und dann holte uns am Wochenende noch genau dieses Thema ganz nah ein, Björns Papa hat es erwischt, er ist positiv getestet worden und in Quarantäne, derzeit sieht es zum Glück nach einem wohl milden Verlauf aus, ich hoffe inständigst, daß das so ist und so bleibt und auch nichts weiter nachkommt. Danach haben wir dann unseren Eintrag endgültig auf den montäglichen Wochenbeginn verschoben. Und bei der sonntäglichen Nachbesprechung beschlossen: Es muß was aufmunterndes, hoffnungsmachendes sein, was wir hier einstellen wollen, und da das Wetter am Wochenende schon nicht nur einen Hauch, sondern einen ganzen Sack von Frühlingsahnen mit sich brachte, waren Titel, Gedicht und Thema schnell klar. 

Also beginnen wir den Eintrag hier zuerst einmal mit unserem Tulpenstrauß

der auch im abendlichen Lichterglanz eine gute Figur machte,

mittlerweile ist er wieder verblüht, die Bilder sind von Anfang der Woche. Wie auf den Bildern am Kamin unschwer zu erkennen ist, haben wir hier ja wieder Winter-Deko verteilt, da machen wir nun mal eine kleine Galerie von 

draußen wie  

drinnen:

Auf Mimis ehemaligem „Trinktischchen“ haben wir was ganz feines dekoriert, guckt mal:

Apropos unsere Mimi in heaven: Es ist ein Montagseintrag, da ist sie natürlich wieder besonders in unseren Gedanken dabei, und so hat mein Redaktionsteam gleich den Vorschlag gemacht, ihr welche von unseren Bildern „zuzuschustern“ für diesen Eintrag, und die Frau Chefredakteurin hat sogleich ein passendes Frühlingsbildchen für sie mit rausgekramt:

Die Bilder, die jetzt folgen, hätte sich unsere Maus ganz sicher unter die Krallen gerissen. Sie hatte doch immer solche Freude, wenn sie euch hier was niedliches präsentieren konnte, und was niedliches hat die Frau Chefredakteurin beim weiter stattfindenden räumen und rücken hier wiedergefunden, einen Kissenbezug der ganz besonderen Art, der nun noch gewaschen und gebügelt werden muß und dann Frühlingsgefühle verbreiten wird, richtig wonnige, guckt:

Das ist eine Serviette gewesen, und wurde mittels Serviettenkleber dauerhaft und haltbar gemacht auf einem kleinen Kissenbezug! 

Das ist doch echt wonnig, oder, ich hab mich dazumalen so in die Serviette verliebt! 

So, dann hätten wir den Niedlichkeitsfaktor für diesen Eintrag erledigt, jetzt kommt der froh- und mutmachende Faktor hinzu, getreu der Liste, die unsere Mimi in heaven immer für ihre Montagseinträge verwendet hat. Frühlingsbilder! 

Was noch fehlt? Mein Team wußte es sofort, was lustiges! Also haben wir ein Bildchen rausgekramt, über das wir uns dazumalen schon so amüsiert haben, guckt:

Neue Bilder haben wir natürlich auch noch, wieder einmal einen Sonnenuntergang, aufgenommen am Frühlingssonntag anno domini 2021 bei immer noch 17 Grad Außentemperatur im Februar:

Nun kommen wir so langsam zum Schluß unseres heutigen Montagseintrag, und da hätten wir nun auch noch was feines, denn die Frau Chefredakteurin hat beim Freitagseinkauf etwas gefunden, das jetzt auf Mimis Fensterbank-Ecke steht

das Köpfchen einer Rose mit so schöner, fröhlicher Farbe!

Jetzt kommt noch das vom gesamten Redaktionsteam ausgewählte Lieblings-Frühlings-Bildchen aus dem Archiv

und damit wünschen wir euch allen einen guten, frohen Montag und eine ebensolche letzte Februarwoche, paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, verliert nicht den Mut und laßt euch nicht unterkriegen, das wünscht euch von ganzem Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven 

Otto und Luzia

Habts fein!  

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Kleine Alltagsfreuden

Von der Freude

„Sage“, sprach ich, „holde Freude,
sage doch, was fliehst du so?
Hat man dich, so fliehst du wieder!
Niemals wird man deiner froh.“

„Danke“, sprach sie, „dem Verhängnis!
Alle Götter lieben mich;
wenn ich ohne Flügel wäre,
sie behielten mich für sich.“

(Johann Nikolaus Götz, 1721 – 1781, deutscher Geistlicher, Epigrammdichter und Übersetzer)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger am heutigen Sonntag, dem letzten Tag des 1. Monats des Jahres, dem Januar. Kaum zu glauben, daß der schon wieder um ist. Wir hatten ja im letzten Sonntagsblatt schon berichtet, daß es langsam schwierig wird, noch neue Themen zu finden, und so werden unsere freitäglichen Redaktionssitzungen hier immer zu einem Gedankenmarathon, lach! So auch wieder an diesem vergangenen Freitag, aber es geht eben nichts über ein gut eingespieltes Redaktionsteam, und so hatte dieses Mal mein gesamtes Bärenteam die zündende Idee: Kleine Alltagsfreuden!

Mein Team sitzt ja unter der Woche auch nicht untätig hier rum, lach, sie nehmen ja doch auch an meinem Alltag teil, und da sie alle gute Beobachter sind, fällt ihnen natürlich auf, über was sich die Frau Chefredakteurin untertags so vor sich hin freut. Und aus alle dem, über was speziell ich und im allgemeinen auch mein Team sich gefreut haben, da machen wir euch jetzt euer wohlvertrautes Sonntagsblatt vom Grafschafter Wochenanzeiger:

Beginnen wollen wir mit …..Schnee! Ja, lach, es gab ihn doch am letzten Wochenende noch in unserer Grafschaft, wieder einmal nächtens, und dieses Mal ist die Frau Chefredakteurin aufgeblieben, um ihn wenigstens in den Morgenstunden noch einigermaßen liegend und bei besserem Licht fotografieren zu können, Vorhang auf für die ersten Schneebilder aus der Liricher Grafschaft: 

 

Frühmorgens zur blauen Stunde, selbst die Straßenlaternen sind noch an. 

Und guckt mal, auch der rote Stern, der immer einer der ersten bei der Adventsbeleuchtung hier ist, leuchtet noch mit uns hier oben im Eulennest um die Wette! 

Mein Bärenteam drückte sich die Nasen an der Scheibe platt, nun auch endlich mal Schnee in der Grafschaft!

Auch hinten raus: Ein Wintermärchen

Würde eigentlich wieder für einen Schneemann reichen, aber bis die Kinder soweit waren, war schon fast die ganze Pracht wieder futsch. Bis jetzt sind wir recht stiefmütterlich behandelt worden hier, was den Schnee anbelangt. 

Jetzt kommt Kunst! 😂

Mein Team war entzückt von dem Bild, und ja, das ist immer noch die kleine elektrische Kerze, die seit November 2019 ! mit einer Batterie brennt. 

Ein treues Kerzchen, da wirkt der Kranz wie Sieger-Lorbeer! 😊

Ein Spitzenvögelchen, über das jetzt Ursel schmunzeln wird. 

Die nächste feine kleine Alltagsfreude wurde ebenfalls sämtlichen Redaktionsmitgliedern zuteil, denn die Frau Chefredakteurin hatte Schokoladenhunger und demgemäß einen…..nein, gleich drei herrliche Schokoladenkuchen gebacken. 😉😊😋

Da sind sie, ganz frisch aus der Form

und sowohl die Anzahl als auch die Form haben eine kleine Geschichte: Es war einmal eine Frau Chefredakteurin, die wollte einen feinen Schokoladenkuchen mit Schokoladenguß backen, aber oh Schreck! es gab im dafür vorgesehenen Fach für die Kuchenformen keine Kastenform mehr! Und nun? Na, dann nehmen wir eben die:

Glasformen, drei an der Zahl, genau ausreichend für die Menge an Teig, hier schon abgestellt zum spülen nach dem backen. 

Mit den Glasformen läßt sich prima backen, die Kuchen „flutschten“ regelrecht raus! 

Und nun die Schoko-Glasur:

Herrliche Matscherei mit Pinsel und Fingern, ihr könnt euch sicher alle vorstellen, daß mein Bärenteam mit heißen Wangen dabei war, und die Hälfte der Schoko-Glasur auf Bärentatzen landete! 🤣

Aber das Ergebnis konnte sich sehen und vor allen Dingen schmecken lassen:

Das ganze schreit nach Wiederholung, auch wenn die Küche hinterher entsprechend aussah:

Wozu hat der Mensch eine Spülmaschine! Und da kommt gleich die nächste Alltagsfreude ins Spiel, über die meine Bären jedes Mal schmunzeln: Anfang 2020 war hier ein Ventil für den Wasserzulauf der Spülmaschine defekt, ebenso war auch der Wasserkran in der Küche marode, es gab nur noch kaltes Wasser, weil der Heißwasserkran „eingerostet“ war und auch nicht mehr gängig gemacht werden konnte, mein Vermieter ist nicht unbedingt der schnellste bei solchen Sachen, langer Rede kurzer Sinn: Hier ist einige Zeit dann von Hand gespült worden mit der Beschaffung des heißen Wassers mittels Wasserkocher. Ich hasse spülen!!! 😝 Nach unangemessener Wartezeit kam er aber, der Handwerker, und mit ihm 

der schicke neue Wasserkran, das reparierte Ventil und ……die wieder voll funktionsfähige Spülmaschine! Das ist nun auch schon wieder eine ganze Weile her, aber ich strahle wirklich regelmäßig noch beim bedienen dieses schicken neuen Krans und beim befüllen und anstellen meiner Spülmaschine! 😊 Alltagsfreuden! 

Ein wenig neuer ist die Freude über dieses Teil

oh, neuer Kühlschrank, hör ich euch fragen, nee, eigentlich eines meiner altgedienten Küchengeräte, an dem aber nach Abbruch der Einhängung der Türe fürs Tiefkühlfach selbiges nicht mehr so recht funktionierte, im übrigen der Kühlschrank auch mal wieder abgetaut werden mußte, er hat zwar eine Abtauautomatik, aber die macht nicht immer, was sie soll, so muß ich ab und an „von Hand“ ran, und siehe obige Schneebilder, das Wetter war glänzend für eine solche Aktion, Kühlschrank ausräumen, alle Sachen gut und vor allem kalt auf Balkonien gelagert, abtauen, auswaschen, wieder in Betrieb nehmen, Türe für Tiefkühlfach mit Trick 17 (mit Klebeband, hihihi!) reparieren, Kühlschrankthermometer einlegen…..siehe da, – 18 Grad, Tiefkühlfach wieder benutzbar! Wie hab ich mich danach über Tiefkühlpommes und Eis gefreut, lach, das hab ich doch eine Weile entbehren müssen. 

Mäuschen an der Kühlschranktüre freut sich mit!

Es ist schon länger die Anschaffung einer neuen Kühl- und Gefrierkombi geplant, finanziell auch gesichert, aber da hat mir die Pandemie ein bissel einen Strich durch die Rechnung gemacht, ich möchte das nicht bestellen, sondern sehen, gucken, anfassen, hihihi, also im Laden, so lange, bis das wieder vernünftig geht, wird es so, wie es jetzt ist, langen, ich brauch auch ein spezielles Maß, nämlich schmal, also unter 50 cm in der Breite! Und da ist nun der wieder voll funktionierende Kühlschrank mit dem Tiefkühlfach auch eine meiner täglichen Alltagsfreuden! Die so wichtig sind in dieser verrückten Zeit!

Bei der nächsten Freude können wir mit Bildern noch nicht dienen: Die Kinder haben eine neue Wohnung! 

Nach den diversen Wasserschäden durch den über ihnen wohnenden Mieter und dem euch ja geschilderten Diebstählen der Fahrräder und eines Keyboardes aus dem verschlossenen Keller haben sie sich ja umgeguckt nach einem neuen Domizil, und nun hat es ganz schnell geklappt, genau das, was sie gesucht haben, ein Zimmer mehr als jetzt, wieder mit Balkon, größer als vorher, Erdgeschoß, Gartenmitbenutzung, allerdings nicht mehr auf der „schäl Sick“ 

https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4l_Sick

sondern in Köln-Ehrenfeld! Nun werden Pläne geschmiedet, Zimmer virtuell neu eingerichtet, und ich hoffe, alles läuft zu ihrer Zufriedenheit, in diesen Zeiten ja auch nicht gerade einfach, umzuziehen, aber es war so ein passendes Angebot, und die sind gerade in einer so großen Stadt wie Köln auch nicht so reich gesät! Also Daumendrücken für gutes Gelingen! Die Wohnung wird noch grundsaniert und renoviert, also quasi ein Erstbezug! 

Das ganze hat natürlich bei eurer Frau Chefredakteurin wieder das „Puppenstubengen“ ins Leben gerufen, lach, ich richte für mein Leben gern Zimmer ein, leider kann ich vor Ort bei den Kindern derzeit ja nicht gut behilflich sein in diesen Zeiten, na, da werden wir hier halt wieder aktiv, wir haben ja bis jetzt noch in unserer Weihnachtsdeko geschwelgt

in diesem Jahr wollte ich das so, es ist alles stehen geblieben mal wieder bis zum traditionellen katholischen Abplünderungstag am 2. Februar, Maria Lichtmeß, Ende der traditionellen Weihnachtszeit. So werden wir es uns an diesem Sonntag nochmal gemütlich machen darin, und am Montag ist dann auch hier Schicht im Schacht, alles wird wieder eingeräumt! Und dann leg ich hier endlich los in unseren Redaktionsräumen, diverse Pläne hab ich ja schon lange, dazumalen Mimis wegen auf Eis gelegt, das umräumen wollte ich ihr nicht mehr zumuten. Nu aber! Und wir werden berichten! Und ich hoffe, es läuft alles besser als in dem Lied von Reinhard Mey, das auch zu den kleinen Alltagsfreuden in den vergangenen Tagen hier zählte, weil man sich derzeit doch sehr nach der Erfüllung des Refrains sehnt: 

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/bei-ilse-und-willi-aufm-land

Für die Pausen zwischen den Arbeiten oder zur Erholung am Abend von selbigen steht hier derzeit wieder einiges an neuem Lesestoff zur Verfügung, auch Alltagsfreuden, oder Telefonate mit meiner Freundin hier, die sich den Beginn ihrer Rentier-Laufbahn auch anders vorgestellt hat als mitten in den Einschränkungen einer Pandemie! Sei’s drum, wir sind gesund und unsere Lieben auch, das ist derzeit die Hauptsache und nicht nur eine Alltagsfreude, sondern ein tägliches Dank- und Bittgebet!

So, ihr lieben Leser alle, das waren sie nun, unsere täglichen kleinen Alltagsfreuden, wir hoffen sehr, daß es solche oder ähnliche auch bei euch gibt, man muß sie eben aufpicken, die kleinen Glücke, und sie sind soviel wert! 

In diesem Sinne wünschen wir euch allen wieder einen schönen, gemütlichen Sonntag, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, kommt am Montag alle wieder gut in die neue Woche und den zweiten Monat des Jahres, Februar, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – „wenn der Frühling kommt……“

Die Tulpe

Andre mögen andre loben,
mir behagt dein reich Gewand,
durch sein eigen Lied erhoben
pflückt dich eines Dichters Hand.

In des Regenbogens sieben
Farben wardst du eingeweiht,
und wir sehen, was wir lieben,
an dir zu derselben Zeit.
Als mit ihrem Zauberstabe
Flora dich entstehen ließ,
einte sie des Duftes Gabe
deinem hellen, bunten Vlies.

(August Graf von Platen)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger! Die freitägliche Redaktionssitzung zeigte mal wieder bissel ratlose und müde Gesichter ringsum, nach einer einzigen Nacht mit Schnee fiel das Wetter wieder in seine januartypische Tristesse und alles ums vorherrschende Thema Corona trug auch nicht zur Stimmungsaufhellung bei. Was tun für unsere Sonntagsausgabe? Fünf Augenpaare waren fragend auf mich gerichtet: Hast du eine Idee, Frau Chefredakteurin? Ich blätterte derweil im Archiv, und Ruddi stieß irgendwann seine Teamkollegen an, er hatte das glitzern in meinen Augen bemerkt, ja, ich hatte eine!

Denn ich war beim blättern an den meinen altgedienten Lesern gewiß noch bekannten und mittlerweile legendären „Frühlingsbeschwörungen I – X“ hängengeblieben, und da insbesondere an einem Eintrag, aus dem auch das obige Gedicht stammt. Denn in den Tagen zwischen dem abplündern des Weihnachtsbaumes und dem langsam wieder steigenden Licht gibt es etwas, was die Stimmung beim bloßen Anblick hebt: 

Tulpen! 

Die Tulpen (Tulipa) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Die etwa 150 Arten sind in Nordafrika und über Europa bis Zentralasien verbreitet. Zahlreiche Hybriden werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten sowie als Schnittblumen verwendet.

Ihr Name geht über türkisch tülbend auf persisch دلبند / delband zurück und bedeutet auf persisch „Geliebte/r“ („del“/دل = Herz; „band“ von „bastan“بستن = (zu)binden). Die Herkunft der ersten Silbe lässt sich bis zum Sanskrit-Wort तूल / tūla, das mit „Baumwolle“ übersetzt wird, zurückführen. Im Persischen wird die Gattung als Lale (لاله / lāle) bezeichnet, was etymologisch mit dem Sanskrit (vgl. hind. लाल / lāl – „rot“) verwandt ist. Im Türkischen selbst heißt die Blume auch lale, was eine Entlehnung aus dem Persischen ist.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Tulpen

Wieviele schöne Sträuße haben hier in unseren Redaktionsräumen schon gestanden, um eigentlich noch mitten im Winter einen Hauch von Frühling zu vermitteln. 

In allen Farben, und in einem Jahr sogar als Blumenzwiebeln, die nach dem Abblühen im Balkonkasten gelandet sind und noch mehrere Jahre wieder geblüht haben. 

Die Farbe war so fröhlich und stimmungsaufhellend, deshalb haben wir jetzt alle Fotos in eine Galerie verpackt! Und wer es gerne Bild für Bild genießen möchte, noch einmal als Dia-Show!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Tulpe steht für die Erweckung der eigenen Göttlichkeit, das wundert einem doch bei gerade dieser Farbe nicht, oder? Tulpen wird nachgesagt, daß sie gebrochene Herzen heilen können. Nach einem Streit sollen Tulpen die Versöhnung wieder herbeiführen, indem sie das Göttliche im Menschen zum Leuchten bringen. Auch in der griechischen Mythologie ist die Tulpe gegenwärtig: Tulip war die Tochter des alten hellenistischen Meeresgottes Proteus. Tulip wurde vom Gott des Gartenbaus ohne Erfolg umworben. Darauf verwandelte er sich in einen Jäger, um Tulip in den Wäldern zu fangen. Doch Artemis rettete sie, indem sie Tulip in eine Blume, die Tulpe, verwandelte.

Wir sagen ja auch etwas „durch die Blume“, wie sieht es denn da mit der Tulpe aus?

Tulpen haben ihre Bedeutung in der Blumensprache. 
Die Bedeutung ist allerdings nicht ganz eindeutig, denn die Tulpe kann sowohl eine enttäuschte Liebe als auch eine erfüllte Liebe signalisieren.

Ein Strauß mit 7 Tulpenstielen zeigt an „Ich bin im siebten Himmel in meiner Liebe zu dir!“

Die Farbbedeutung ist aber eindeutig, rot bedeutet natürlich Liebe, gelb ein Lächeln.
Rosa Tulpen bedeuten zarte, erwachende Liebe, orange Tulpen sagen aus „Du faszinierst mich!“
Weiße Tulpen stehen für endlose Liebe, violette für Bescheidenheit.
Ein bunter Tulpenstrauß bedeutet, daß man jemandem schöne Augen macht.
Schwarze, dunkle Tulpen stehen für Leidenschaft.

Unsere Mimi in heaven mochte Tulpen sehr, allerdings hatte sie sie leider auch „zum fressen gern“, da mußten sie immer außer ihrer Reichweite stehen und am Abend hab ich den Strauß dann auf Balkonien befördert, damit meine kleine Schwarze des nächtens nicht auf die Jagd ging hier! Mein Redaktionsteam hat  eifrig nach einem Bild gesucht und ist wieder fündig geworden im reichhaltigen Schatz von Servietten

Sie waren alle ganz begeistert und fanden Mimi inmitten der Tulpen wunderschön, da oben auf ihrer Wolke und ihrem Stern kann sie die ja auch bedenkenlos genießen. 

Das ist mein Lieblingsbild von den Tulpen, die Tulpenfarbe gefällt mir sehr und vor allem mag ich Holz dabei, als Gefäß und als Hintergrund, einfach schön! 

Auf diesem Bild ist es ähnlich, und ich bin nun mal ein Fan aller rot bis rose-Töne! In unseren Redaktionsräumen haben wir ja auch noch so ein feines Tulpenbild, mal von einer Freundin geschenkt bekommen, guckt:

Erinnert sich von euch eigentlich noch jemand an die Fernsehserie „Adrian der Tulpendieb“? 

https://de.wikipedia.org/wiki/Adrian_der_Tulpendieb

Hab ich immer gerne geguckt! Und mich beim nachgucken jetzt begeistert an die alten Schauspieler erinnert! 

Unsere Girlande über dem Gedicht haben wir ja mit diesem Bild begonnen denn wenn wir an Tulpen denken, denken wir doch ganz automatisch an Holland, und da nun wieder vor allem an Amsterdam, denn wie hieß doch noch unser Titel? 

„Wenn der Frühling kommt……“ ja, genau,die „Tulpen aus Amsterdam“, und die gibt es nun für auf die Ohren:

Eine alte Aufnahme von 1961!

Klassisch mit holländischer Straßenorgel!

Und nochmal original in holländisch!

Viel Spaß beim hören!

Und damit wünschen wir euch allen einen schönen, entspannten Sonntag, wir hoffen, der Eintrag hat euch wieder gefallen und wir konnten einen kleinen Beitrag zur Aufmunterung in diesen Zeiten beitragen. Paßt alle gut auf euch auf, und bleibt oder werdet gesund, behaltet Humor, Mut und Kraft, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Wunschgedanken

Die Baumstämme werden wie Menschen jetzt warm

Die Baumstämme werden wie Menschen jetzt warm,
sie nehmen den Sonnenschein gern in den Arm.


Der Schnee rund um den Stamm entweicht,
soweit des Baumes Wurzel reicht.
Die Schneeglocken hocken da rund in Scharen
begrüßt von den Staren.


Auf graslosem Boden bloß Keim bei Keim,
beim kahlen Baum duftet’s nach Honigseim,
es duftet nach Liebe, dem Frost entronnen,
erste Blüte und letzter Schnee sich dort sonnen.

(Max Dauthendey, 1867 – 1918, deutscher Dichter und Maler)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, zuerst einmal eine ganz aktuelle Meldung aus der Grafschaft und den Redaktionsräumen beim schreiben der Frau Chefredakteurin an unserem Eintrag hier genau um 1.14 MEZ: Es hat geschneit, die Grafschaft hüllt sich in nächtliches Weiß, romantisch und schön, Beweisfotos gibt es später, lach, denn wir haben zwar welche gemacht, aber keine Lust, die jetzt noch zwischen dem schreiben hier hochzuladen! Und wenn er liegenbleibt, dann machen wir am heutigen Sonntag ohnehin noch viel mehr davon! Mein Redaktionsteam ist ganz aufgeregt und guckt an den Fenstern, und hofft natürlich inständigst, daß er liegen bleibt! 

Denn dem Eintrag dieser Sonntagsausgabe vom Grafschafter ging eine ohnehin recht turbulente Redaktionssitzung am Freitag voraus, der Lockdown und die vorherigen unsäglich grauen Tage so gänzlich ohne den allüberall ansonsten fallenden Schnee machte sich hier nun langsam auch in gereizten Nerven bemerkbar. In Anbetracht der ersten Sonntagsausgabe dieses Jahres hatten sich nämlich die Eisbären meiner Crew wieder was mit Schnee gewünscht, und Bruno erinnerte sich an ein Fensterbild der Frau Chefredakteurin mit Schneeglöckchen und meinte, das wäre doch was feines für sie alle. Tja, da gab es dann aber erst einmal mürrische Gesichter bei den beiden braun gefärbten Kollegen unseres Teams, immer bloß die Eisbären, die wären ja wohl das letzte Mal schon federführend gewesen, sie wollten auch mal wieder mit ran. In dieser gekippten Stimmung hatte dann mal wieder Ruddi die zündende Idee: Kollektive Teamarbeit, die Eisbären mit den Schneeglöckchen, die Braunbären…..? Ja, Frau Chefredakteurin, jetzt fehlt mir die Idee für das einbinden der Brownies in das Schneeglöckchenthema, hast du vielleicht…..? Hatte ich, und mein Vorschlag wurde begeistert aufgegriffen, laßt euch überraschen, und so hatte Ruddi mit seinem lieben Gemüt und der guten Anleitung durch seine geliebte Cheffin Mimi in heaven mit Hilfe der Frau Chefredakteurin die Wogen wieder geglättet. Nun, denn alle Mann ans Werk!

Frau Chefredakteurin mit Mimi in heaven, Ruddi, Bruno, Hamish, Otto und Luzia. 

„Wunschgedanken“ haben wir den Eintrag übertitelt, da waren in Ermangelung von Schneefall, der nun heute nachgeliefert worden ist, die Gedanken bereits bei den Schneeglöckchen, die ja in Eis und Schnee schon blühen, aber eben doch auch schon ein wenig Frühlingsahnen mitbringen. 

Die Schneeglöckchen (Galanthus) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die etwa 20 Arten kommen von Mittel-, Südeuropa bis Vorderasien und den Kaukasus vor. Sie sind seit Jahrhunderten beliebte Zierpflanzen, da sie zu den ersten Blütenpflanzen des Vorfrühlings gehören. 

Der botanische Name Galanthus ist abgeleitet aus den griechischen Wörtern gála für Milch und ánthos für Blüte. Der deutsche Name „Schneeglöckchen“ bezieht sich auf das, den Frühling anzeigende Herausragen von Galanthus nivalis aus dem Schnee. Andere deutsche Trivialnamen sind: Frühlingsglöckchen, Hübsches Februar-Mädchen, Lichtmess-Glöckchen, Lichtmess-Glocken, Märzglöckchen, Märzveilchen, Marienkerzen, Milchblume, Schnee-Durchstecher, Schneetulpe, Weiße Jungfrau, Weißglatze.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Schneegl%C3%B6ckchen

Schneeglöckchen, diese zauberhaften kleinen, zarten Blüten, die ihren Namen nicht zu Unrecht haben und im Schnee schon blühen, die ersten Boten des nahenden Vorfrühlings. „Lichtmeß-Glöckchen“ heißen sie auch, abgeleitet aus einem alten Brauch, am 2. Februar, dem Lichtmeßtag, sie auf den Altar in der Kirche zu streuen, als Sinnbild der Reinheit und des nahenden Frühlings. 

Sie fungieren auch als Heilpflanze, aber Vorsicht! Schneeglöckchen sind giftig, der Wirkstoff aus den Zwiebeln heißt Galanthamin, in der Bachblütentherapie fördert und unterstützt die Blütenessenz Leichtigkeit, Akzeptanz des Vergänglichen, gibt Hoffnung – auch zu einem Neuanfang- und hilft, Dinge zu tun, die Freude machen. Eigentlich sehr verständlich, diese Wirkung für eine den Frühling ankündigende Pflanze. Aber etwas ganz besonderes vermag der Wirkstoff aus den Zwiebeln des Schneeglöckchens: Es vermag laut Erkenntnissen der Medizinforschung das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit zu bremsen. Er hemmt die Acetylcholin-Esterase (AChE),  wodurch es den Acetylcholin-Spiegel erhöht. Außerdem bindet Galanthamin auch an Acetylcholinrezeptoren und stimuliert auf diese Weise direkt die Neuronenfunktion. Diese Wirkung könnte ein Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit aufhalten – im Gegensatz zu den bisherigen Wirkstoffen, wie Tacrin, die die Symptome der Erkrankung lediglich eine Zeitlang lindern können. 

Als weiße Blume gilt das Schneeglöckchen als Sinnbild für die keusche Jugendliebe. In der Blumensprache bedeutet es „Unwiderstehlich kam unsere Liebe“. 

Schneeglöckchen sind in der Kunst weit verbreitet, es wurde oft und von vielen Malern gemalt, zum Beispiel von Cicely Barker, einer englischen Malerin, deren Blumenelfen ich so sehr liebe. Das hübsche Bild darf ich hier nicht zeigen, es ist noch urheberrechtlich geschützt, aber verlinken darf ich, bitte schön:

https://www.etsy.com/de/listing/259311502/die-schneeglockchen-fee-cicely-mary

Das Bild hat sich meine Bärencrew ausgesucht, sie fanden es einfach zu schön, das niedliche kleine Rotkehlchen, das wir alle so mögen, mit den zarten Schneeglöckchen und den hübschen roten Hagebutten und dem leise rieselnden Schnee! 

Ich mag Schneeglöckchen sehr und erinnere mich immer noch voller Freude daran, daß Björns Papa in den Tagen unserer Jugendliebe mir immer ein kleines Sträußchen mitgebracht hat, am Duisburger Hauptbahnhof gab es dazumalen einen Blumenstand, der diese zarten kleinen Frühlingsblüten in jedem Jahr anbot! 

Das war nun das Gemeinschaftswerk meiner Eisbärencrew, und wie schlagen wir nun die Brücke zum Thema unserer beiden Braunbären? Über das Sträußchen, das ich gerade erwähnt habe, denn Hamish meinte, so ein feines Frühlingssträußchen würde sich doch hervorragend als Tischdekoration eignen, unser schottisches Bärchen liebt ja nun mal die Gemütlichkeit eines schönen Zuhauses, und als ich nickte und wir beide uns dabei so ansahen, da fiel mir ein, was ich in den unsäglichen Corona-Zeiten wirklich sehr vermisse: Tisch eindecken für Besuch, ob zum Frühstück, zum Kaffee oder zum mehrgängigen Menü, ich liebe es, Tische schön zu gestalten, mit allem was dazu gehört, schöner Tischwäsche, passende Gläser und Porzellan, und eben natürlich auch dem passenden Blumenschmuck, dabei fielen dann Otto noch meine gesammelten Gewürze aus dem Adventskalender ein, mit denen man nun so wunderbar eigentlich für Gäste kochen könnte, und da waren wir drei dann in unserem nostalgischen Element, denn derzeit geht das ja nun nur für meinen Hausstand hier, und auch Otto hat letztlich seine Handelsreisen auch weitgehendst eingestellt, wir wollen doch unseren Beitrag leisten zum besiegen von Corona. Und da haben wir drei uns nun ans virtuelle Werk gemacht hier:

Wo wir nun schon bei Schneeglöckchen als Tischdeko waren: Dazu würden sich die Teelichtgläser so wundervoll eignen 

sogar die noch weihnachtliche Decke würde passen. Und weiße Spitzentischbänder

da hätten wir dann auch gleich die hübschen Tischväschen für die Schneeglöckchen. 

Ein Teil meiner Sammeltassen, für den Kaffeetisch.

Ein zweites Teelichtglas

würde wunderbar zu Menüs passen, die wir mit den neuen, orientalischen Gewürzen kreieren würden, zum krönenden Abschluß eines solchen Mahls gäbe es stilecht Mokka:

Die Gewürze warten!

Hübsch verpackt in einem eigentlich für Teebeutel gedachten Holzschublädchen. 

Ein Gläschen in Ehren kann auch niemand verwehren, aber auch meine „besten“ Gläser warten schon lange auf mehr als nur mich, die ihnen die Ehre antun. 

Zum Frühstück hätten wir auch noch so viel hübsches Zeug, wie gesagt, ich liebe es, Tische einzudecken!

Marmeladentöpfchen, im Hintergrund prangt noch Blutorangengelee mit Glühweingewürz vom letzten Jahr. 

Deftige Küche ist euch lieber? Na, aber büdde schön:

Ein feiner Deckeltopf für lecker Gürkchen, samt Holzzange! 

Ich hab ja auch eine Nudelmaschine, 

da hätte ich auch mal wieder so Lust drauf, es macht so viel Freude und Spaß, zusammen mit dem Besuch Nudeln selber zu machen und vorzubereiten für ein feines, gemeinsames Nudelessen. Vielleicht auch mit solchen „grimmigen“ gefüllte-Nudeln-Hersteller:

Die hier

hab ich mal in allen Variationen gespült und gesammelt, Tomatenmarkdöschen von verschiedenen Herstellern, wunderbar wiederzuverwenden beim Nudel-Essen als Serviettenhalter!

Gleich mit noch ein paar hübschen Tischdeko-Ideen dabei und……dem Teelichtglas, das auch hier passend wäre und mit dem wir den Eintrag eingeläutet hatten. 

Zum krönenden Abschluß reichen wir euch nun aus der virtuellen Küche noch einen Espresso samt „Doces“, Süßes, Süßigkeiten, Konfekt auf portugiesisch! 

Und nun sind alle meine Bären meines Bärenteams wieder glücklich und ich auch! Haben wir doch wieder prima alle zusammengearbeitet. Und hoffen natürlich sehr, daß es auch euch allen gefallen hat. 

Macht euch alle einen wunderschönen, gemütlichen Sonntag, haltet die Ohren steif und den Humor aufrecht, bleibt oder werdet alle gesund, paßt alle gut auf euch auf, wir hoffen, daß heute immer noch Schnee liegt und lassen uns mal überraschen! Alles Gute für alle unsere lieben Leser wünscht euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Erste Sonntagsausgabe vom Neuen Jahr 2021

Schnee

Schnee, zärtliches Grüßen
der Engel,
schwebe, sinke –
breit alles in Schweigen
und Vergessenheit!


Gibt es noch Böses,
wo Schnee liegt?


Verhüllt, verfernt er nicht
alles zu Nahe und Harte
mit seiner beschwichtigenden
Weichheit, und dämpft selbst
die Schritte des Lautesten
in Leise?


Schnee, zärtliches Grüßen
der Engel,
den Menschen, den Tieren! –


Weißeste Feier
der Abgeschiedenheit.

(Francisca Stoecklin, 1894-1931)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da haltet ihr nun heute die erste Sonntagsausgabe des neuen Jahres in euren Händen, bzw. auf euren Bildschirmen. Für diese Sonntagsausgabe haben mein Team und ich keine lange Redaktionssitzung gebraucht, denn nachdem schon vor etlichen Tagen allüberall die Meldungen eintrudelten, daß es geschneit hatte, mein Redaktionsteam so sehnsuchtsvoll wie vergeblich an den Fensterscheiben der Redaktionsräume klebte, sich aber nicht eine einzige weiße Flocke sehen ließ, war sofort klar, daß dies nur ein Eintrag über das vergeblich erhoffte werden konnte! 

Schnee entsteht, wenn sich in den Wolken feinste Tröpfchen unterkühlten Wassers an Kristallisationskeimen (zum Beispiel Staubteilchen) anlagern und dort gefrieren. Dieser Prozess setzt jedoch erst bei Temperaturen unter −12 °C ein, wobei Wasser in Abwesenheit von Kristallisationsansätzen bei bis zu −48 °C flüssig bleiben kann. Die dabei entstehenden Eiskristalle, weniger als 0,1 mm groß, fallen durch zunehmende Masse nach unten und wachsen durch den Unterschied des Dampfdrucks zwischen Eis und unterkühltem Wasser weiter an. Auch resublimiert der in der Luft enthaltene Wasserdampf, geht also direkt in Eis über und trägt damit zum Kristallwachstum bei. Es bilden sich die bekannten sechseckigen Formen aus. Wegen der besonderen Struktur der Wassermoleküle sind dabei nur Winkel von exakt 60° bzw. 120° möglich.

(Schneekristalle, fotografiert vom Schneeforscher Wilson Bentley, from Annual Summary of the „Monthly Weather Review“ for 1902)

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Schnee

Ach, Wikipedia, du bist so unromantisch! Als könne man in solch dürftigen, wissenschaftlichen Sätzen den Zauber von frischgefallenem Schnee beschreiben. Das kann man ohnehin eigentlich nur in Bildern

welch eine Atmosphäre der stillen Ruhe und Gelassenheit strahlen Schneebilder aus. Mein Team hat sich dieses Bild ganz versonnen betrachtet und meinte, wenn Reisen mal wieder möglich wären, dann wäre es doch wundervoll, einen Winter in solch einer Hütte zu verbringen, der Schlitten stünde ja bereits vor der Türe und die Skier lehnten auch schon an der Hüttenwand! Ich konnte ihnen da nur beipflichten! 

Erlebte Winterfreuden:

 

Und heuer tut sich nix, es ist einfach nur kalt, grau in den unterschiedlichsten Varianten und trüb! Das trübte hier auch das Gemüt, und wir brauchten was aufmunterndes! Und hoffen, ihr habt auch Freude an unseren Schneebildern, für alle die unter unseren Lesern, die sich nicht so mit den Freuden des Winters anfreunden können, haben wir aber in einem späteren Teil auch noch was feines. 

Schneebilder aus dem Archiv der schönen „gesammelten“ Bilder, meine Bärenjungs und mein Bärenmädel konnten gar nicht genug bekommen, da drei Bären meines Teams Eisbären sind, ist das wohl kaum verwunderlich, aber auch die beiden Braunbären, Otto und Hamish, waren begeistert! 

Und wonnige neue haben wir auch gefunden, da haben wir mal wieder Zugriff auf unsere Servietten genommen, da die Frau Chefredakteurin bekennender und begeisterter Winterfan ist, gibt es da etliche. 

Zum Beispiel solche, wo man, wie ihr oben über dem Gedicht gesehen habt, auch gleich die passende Girlande mit bearbeiten zaubern kann. Oder auch so

fast wie ein Wimmelbild! 

Die Bären waren ja so begeistert von der Hütte, wir hätten auch noch eines, wie unser Balkonien in einem richtigen Winter aussehen könnte:

hübsch, oder? 

Die Bilder mit Vögelchen dabei sind auch immer ganz besonders schön, ein sehr beliebtes Motiv ist natürlich das Rotkehlchen. 

Und eines haben wir uns nun für den Schluß aufgehoben, das fanden wir alle so wonnig, und haben sofort an unsere Mimi in heaven gedacht! Nun guckt doch mal, ist das nicht einfach entzückend?

Katzenliebe im Schnee, was hätte Mimi an diesem Bildchen für einen Spaß gehabt, wenn sie es gefunden hätte, nun wird sie auf Wolke 🌨und Stern ⭐ganz glänzende Augen bekommen haben. Und wir nehmen mal an, alle ihre tierischen Freunde/Leser hier bei uns im Grafschafter ebenso! 

So, da wären wir dann mit unserem Sehnsucht-nach-Schnee-Eintrag am Schluß angekommen, wir hoffen sehr, es hat gefallen. Und für alle nicht so großen Schneefans haben wir jetzt noch ein paar Bilder aus den grafschaftlichen Redaktionsräumen samt dem Weihnachtsstrauß mit den Figürchen mal im hellen, viel Spaß! 

Ihr wißt es ja alle, Bild anklicken, groß gucken! Gilt auch für die nächste Galerie, Weihnachtsstimmung in den Redaktionsräumen:

Unser Bäumchen heuer mit Zubehör rund um ihn rum!

Mal in voller Pracht, mit dem schönen, beleuchteten Stern an seiner Spitze! Und „Kunst“ hat die Frau Chefredakteurin auch gemacht, 😂 guckt mal:

Beleuchtetes Bäumchen am Wohnzimmerfenster durch die zugezogenen Vorhänge fotografiert! 

Nun kommt sie, die nächste Galerie:

Wir hoffen auch hier, es macht euch noch bissel Freude, unsere Deko zu sehen, sie steht auch noch, wir brauchen das glitzern und leuchten in diesem Jahr einfach mal wieder länger! 

Bevor wir diese Sonntagsausgabe nun schließen, haben wir noch etwas schönes für euch, denn am Freitagabend gab es hier mal wieder ein schönes Himmelsereignis, was die Frau Chefredakteurin zu Bilder machen angeregt hat: 

Auch in den gegenüberliegenden Häusern ist noch alles festlich beleuchtet, 

und da zeichnete sich das Ereignis ab, schaut mal, die dicken, dunklen Wolken und darunter ein schmaler Streifen aus Licht der untergehenden Sonne, wie ein Symbol

auch hinter der dunkelsten Wolke ist Licht, der Himmel steht einen Spalt breit offen.

Ist das nicht richtig schön? Das ist das Lieblingsbild von der Frau Chefredakteurin. 

Langsam schließt er sich, der Spalt. 

Mit ganz viel Zoom „rauscht“ es leider, auch wegen der Belichtung, trotzdem fanden wir das Bild schön. 

Der rote Stern, mittig im Bild links neben der Haustür, leuchtet auch immer noch mit, das finden wir derzeit so schön. 

Überall noch Weihnachtsbeleuchtung. 

Und der letzte Blick auf den nun fast wieder geschlossenen „Himmelsspalt“! 

So, ihr lieben Leser alle, wir wünschen euch nun von Herzen einen schönen, entspannten und gemütlichen Sonntag, kommt alle gut weiter durch die wieder so verstärkt schwierigen Zeiten, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Fest der Erscheinung des Herrn – Epiphanias

Geburt Christi

Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte
dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt?
Sieh, der Gott, der über Völkern grollte,
macht sich mild und kommt in dir zur Welt.

Hast du dir ihn größer vorgestellt?

Was ist Größe? Quer durch alle Maße,
die er durchstreicht, geht sein grades Los.
Selbst ein Stern hat keine solche Straße.
Siehst du, diese Könige sind groß,

und sie schleppen dir vor deinen Schoß

Schätze, die sie für die größten halten,
und du staunst vielleicht bei dieser Gift -:
aber schau in deines Tuches Falten,
wie er jetzt schon alles übertrifft.

Aller Amber, den man weit verschifft,

jeder Goldschmuck und das Luftgewürze,
das sich trübend in die Sinne streut:
alles dieses war von rascher Kürze,
und am Ende hat man es bereut.

Aber (du wirst sehen): Er erfreut.

(Rainer Maria Rilke, aus: Das Marien-Leben, 1912)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun erstellen wir hier bereits den 9. Eintrag zum Fest der Heiligen Drei Könige, da gibt es wahrlich nicht mehr viel neues zu berichten. Auch über die Sternsinger, die in Stellvertretung der Heiligen Drei Könige an diesem Tag durch die Gemeinden ziehen, um den Segen Gottes in die Häuser zu bringen, haben wir schon oft berichtet. Trotzdem haben wir uns bei unserer Redaktionssitzung zum heutigen Tage noch einmal auf die Suche gemacht, und siehe da, wir sind fündig geworden: 

175 Jahre danach ist es die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder

Sternsinger: Eine 13-Jährige hatte 1846 die Idee für das Kindermissionswerk

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/sternsinger-eine-13-jaehrige-hatte-1846-die-idee-fuer-das-kindermissionswerk

Das fanden wir sehr interessant, vor allem, wie lange es diese Aktion von Kindern für Kinder schon gibt. Und daß sie auch nach so langer Zeit noch immer nichts von ihrer Beliebtheit verloren hat. 

Aber in diesem Jahr, in Zeiten von Corona, ist auch hier alles anders. Der Aussendungsgottesdienst im Aachener Dom fand zwar statt, aber nur mit ganz wenigen Beteiligten, vernünftig und verständlich, wenn man weiß, wie viele das sonst schon in unserer kleinen Gemeinde waren,

und die Sammelaktion darf nur digital stattfinden. Da ist in allen Gemeinden Kreativität gefragt, und das ist wohl auch gut gelungen, wie man der Startseite des Sternsinger-Hilfswerks im Netz entnehmen kann, guckt mal rein:

https://www.sternsinger.de/

Und das ganze geht auch noch mit der nötigen Menge Humor, guckt euch mal das Video an, wir fanden das so klasse und haben herzlich gelacht:

Die Sternsinger als Sinnbild der Heiligen Drei Könige, in ihnen begegnet uns immer wieder die Zahl drei, drei heilige Könige, dargestellt in drei Lebe