Grafschafter Wochenanzeiger – Nomen est Omen

Schein und Wirklichkeit

1.

In Mittagsglut, auf des Gebirges Grat
schlief unter alten Fichten müd ich ein;
ich schlief und träumte bis zum Abendschein
von leerem Hoffen und verlorner Tat.

Schlaftrunken und verwirrt erwacht‘ ich spat;
gerötet war ringsum Gebüsch und Stein,
des Hochgebirges Eishaupt und Gebein,
der Horizont ein sprühend Feuerrad.

Und rascher fühlt‘ ich meine Pulse gehen,
ich hielt die Glut für lichtes Morgenrot,
erharrend nun der Sonne Auferstehen.

Doch Berg um Berg versank in Schlaf und Tod.
Die Nacht stieg auf mit frostig rauhem Wehen,
und mit dem Mond des Herzens alte Not.

2.

So manchmal werd‘ ich irre an der Stunde,
an Tag und Jahr, ach, an der ganzen Zeit;
es gärt und tost, doch mitten auf dem Grunde
ist es so still, so kalt, so zugeschneit;

Habt ihr euch auf ein neues Jahr gefreut,
die Zukunft preisend mit beredtem Munde?
Es rollt heran und schleudert, o wie weit!
Euch rückwärts. – Ihr versinkt im alten Schlunde.

Doch kann ich nie die Hoffnung ganz verlieren,
sind auch noch viele Nächte zu durchträumen,
zu schlafen, zu durchwachen, zu durchfrieren!

So wahr erzürnte Wasser müssen schäumen,
muß, ob der tiefsten Nacht, Tag triumphieren,
und sieh: Schon bricht es rot aus Wolkensäumen!

(Gottfried Keller)

Es braucht was verläßliches in diesen unsicheren Zeiten, liebe Leser des Grafschafter Wochenanzeiger, und da dachten wir uns in unserer sonntäglichen Redaktionssitzung, wir sorgen mal wieder für Fragezeichen in euren Augen! Der Titel und ein Gedicht über Hoffnung, wie reimt sich das denn?

Punkt 1: „Nomen est Omen“ also „der Name ist ein Zeichen“: Wir haben im Archiv gestöbert und festgestellt, daß Ruddi, unser Volontär, heute Namenstag hat, denn

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2019/04/07/grafschafter-wochenanzeiger-sonderausgabe/

mit diesem Eintrag aus dem April letzten Jahres war die Abstimmung über den Namen unseres gehäkelten Eisbären beendet und er erhielt den Namen „Ruddi“!

Ruddi, ruhrpöttische Schreibweise von Rudi, Abkürzung von Rudolf

Der Name Rudolf setzt sich aus den althochdeutschen Wörtern hrōd, hruod für Ruhm, Ehre und wolf für Wolf zusammen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf

Und da wir schon seinen Geburtstag hier nur im kleinen Kreis gefeiert haben, soll wenigstens sein Namenstag doch für alle hier ein bissel ein Fest sein, also ein Hoch auf Ruddi, unseren Volontär und Mimis treuen Vasallen mit einem zünftigen Pott Met! Ruddi freut sich sehr, und da die Frau Chefredakteurin am Wochenende mal wieder ein bissel mit ihrer Knipse hier im Eulennest und den Redaktionsräumen unterwegs war, haben wir alle einstimmig beschlossen, daß Ruddis Namenstag nun hier begangen wird mit Bildern ganz im Zeichen der Hoffnung, und damit hätten wir den Kreis geschlossen vom Titel zum Gedicht! Unser Namenstagskind macht da natürlich auch mit, im Kreise unserer Redaktionsmitglieder und anderen euch bekannten (ich sag nur: Fußballfanmeile!) Bewohnern hier

und draußen in der Natur, auf Balkonien, Ruddi hat die Forsythie zu einem Fotoshooting auserkoren, guckt:

Hat ihm sichtlich Freude gemacht!

Weiter machen wollen wir mit Bildern von Mimi, unser aller Co-Autor und Reporterin vom Grafschafter, die hier von uns allen gehegt und gepflegt wird und das sehr genießt, natürlich nimmt sie auch noch an den Redaktionssitzungen teil und hat tatsächlich für euch noch ein bissel gemodelt:

Futtern in der Küche

auf dem Weg vom Futternäpfchen in der Küche zum Sofakissen im Wohnzimmer, ihrem derzeitigen Lieblingsplatz, immer nah bei uns allen.

Geschafft!

Sie meldet sich mal selbst zu Wort: Hi, Folks, guckt mal, kennt ihr mein altes Frühlingskleidchen noch? Das ist von 2016, und ich fand es so hübsch, da wollte ich es nochmal anziehen heute! Mir geht es soweit ganz gut, bloß so hüppen und springen wie derzeit als eure rasende Reporterin, das geht leider nicht mehr, aber mein Frauchen hat da schon fein vorgesorgt, guckt mal, wo jetzt mein Wassernäpfchen steht:

ganz in meiner Reichweite vom Sofakissen aus, komm ich bequem dran

denn auf das Tischchen, wo es ehemals stand

da komm ich leider nicht mehr hoch! Machts gut alle, ich schick euch liebe Schnurrgrüße, vor allem allen meinen tierischen Freunden, bleibt mir bloß alle schön gesund und laßt euch nicht von dem doofen Virus stressen!!! Eure Mimi.

Weiter geht es nun mit Bildern aus der Natur vom Eulennest, Balkonien mußte herhalten:

Unsere Birke grünt wieder!

Die Himbeere schlägt kräftig aus

ebenso die Johannisbeere, ich freu mich da so sehr drüber!

Aus den Redaktionsräumen haben wir nun auch noch feine Bilder für euch, einfach mal so willkürlich ausgesucht, wir hoffen, die Auswahl gefällt euch!

Ein selbst gemachtes Leuchtturmbild, ein Zeichen der Hoffnung, den sicheren Hafen zu finden.

Aussicht aufs Meer, mein Schlafzimmerbild, derzeit besonders schön, mit diesem Anblick schlafen zu gehen und wieder in den Tag zu starten.

Die getrocknete, lachsfarbene Rose vom Valentinstag aus meinem Kaufladen hier, erhalten gebliebene Schönheit!

Fröhlich-bunte Holztulpen

Bald ist wieder Erdbeerzeit!

Mein schönes Motto am Wohnzimmerfenster, da guck ich in dieser Zeit auch oft hin!

Ja, und dann traten hier noch zwei zum mitgestalten an, die ihr vielleicht schon öfter mal vermißt habt, seitdem wir hier eine Zeitungsredaktion haben, aber heute, da wollten sie unbedingt mal wieder dabei sein:

Charly, unser Motivationsbär, und sein Freund Troll! Auch sie haben sich in die Forsythie geschwungen und möchten euch allen einen schönen, sonnigen Montag wünschen!

Ich hab in jedem Jahr so einen schönen Kalender mit Naturbildern, und nun zeig ich euch mal das Blatt von April

ist sie nicht süß? Die kleine Blaumeise in all den Blüten zeigt sich jetzt stellvertretend für mein Blaumeisenpaar, das auch in diesem Jahr wieder unter dem Dachvorsprung am Küchenfenster nistet, auch so ein schönes Hoffnungszeichen! Mein Pärchen kann ich nicht fotografiert bekommen, ich hab euch mal gezeigt, warum und wo der Dachvorsprung ist, unter dem sie nisten:

Der rote Pfeil ist die Einflugschneise, also keine Chance!

Nun haben wir noch was für alle, die ihre Zootiere derzeit schmerzlich vermissen, stellvertretend dafür dachten wir so an Pit und Paule, die kleinen Pandas in Berlin, und siehe da, wir können euch welche zeigen, die wir sogar selber von Hand füttern dürfen, jawoll, lach!

Unser Mini, magnetpfotig an der Stiftebox und

unser Klammerpfoten-Panda am Ordnerregal, der lustigerweise auch und schon lange Paul heißt!

Er hat da ein feines Plätzchen zum turnen!

Ruddi und unser restliches Bärenteam, Bruno, Hamish, Otto und Lucia, waren nun der Meinung, alle unsere Leser und natürlich auch unsere Redaktion könnten eine gute Portion Glück gebrauchen, da hab ich euch mal was dafür fotografiert:

Unser Glücksklee, aus Glas, weiland mal ein Geschenk von Brigitte/Plauen, schimmernd in der Sonne am Wohnzimmerfenster „inne Blümkes“, wo er dauerhaft hängt!

Und unser Glück-auf-Schild, das Weihnachtsgeschenk von Steffis Bruder-Familie

Zum Glück gehört auch Schutz, und so hab ich nun auch noch ein Schutzengelbild für euch, das Bild hatte ich als Kind überm Bett hängen, das Original ist, entgegen meiner sonstigen Sammelleidenschaft, tatsächlich verschollen, aber ich hab ein neues aus dem Netz ausgedrucktes:

Bleibt behütet, beschützt und gesegnet!

Musik, die Sprache der Seele, spendet auch Hoffnung, Trost und Freude, und so haben wir natürlich wieder ein Lied von Reinhard Mey, daß wir passend fanden zu diesen Tagen:

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/welch-ein-geschenk-ist-ein-lied

Und als ich den Text für das Lied auf der Seite von Reinhard Mey gesucht habe, habe ich etwas ganz besonders schönes von ihm gefunden, das ich euch hier nun auch präsentieren möchte, ich finde das so berührend:

Damit schließen wir nun diesen Eintrag und wünschen euch allen einen guten Montag und einen ebensolchen Start in die neue Woche. Bleibt alle gesund, verliert die Hoffnung und die Geduld nicht, auch wenn es manchmal schwer fällt!

Habts fein, soweit es geht, wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit den Freelancern Otto und Lucia.

 

Grafschafter Wochenanzeiger – „Geduld überwindet Schweinebraten…..“

Geduld und Phlegma! Das ist der Befehl
erfahr’ner Lebenskenner;
Durch die Wüste führt besser das Kamel
als ein feuriger Renner.

(Albert Roderich, 1846 – 1938, deutscher Dichter und Aphoristiker)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, da sind wir doch nun endlich mal wieder!

Geduld ist derzeit wohl ein sehr wichtiges und gewichtiges Wort in den Zeiten der Corona-Krise, und so haben wir unseren Eintrag mit dem Titel begonnen, den wir von Theodor Storm entlehnt haben, der Satz stammt aus der Novelle „Lena Wies“.

Das Gedicht bzw. der Vierzeiler paßte dann auch so prima dazu und ich erinnerte mich an ein Bild aus dem Kölner Zoo, das das Gedichtchen vortrefflich abrundet!

Wir haben es alle nicht leicht in diesen Zeiten, die Tugend der Geduld ist auch nicht jedem in die Wiege gelegt worden, mir zum Beispiel so gar nicht, deshalb schrieb mir mein Vater schon in das Poesiealbum seines damals noch kleinen Mädchen: „Glaube mir, du hast viel getan, wenn du Geduld gewöhnst dir an.“ Das ist, wenn ich mich recht erinnere, vom Geheimrat Goethe!

Und so versuchen wir in diesen eingeschränkten Tagen, das beste aus der Situation zu machen, der Seele kleine Auszeiten gönnen, sich wieder an den kleinen Dingen des Lebens freuen, an denen man so oft achtlos vorüber geht, dankbar zu sein, für das, was man noch hat: Wenn alle Lieben aus Familie, Freundes- und Bekanntenkreis gesund sind, meine Mimi ist noch da, ich habe eine gemütliche Wohnung mit einem herrlichen Balkonien, auf dem wir auch bei eingeschränktem Ausgang die Natur und die frische Luft draußen genießen können. Und wir haben unsere Blogs, das Internetz, Skype, Smartphone-Video-Anrufe, so können wir virtuell miteinander verbunden sein und uns austauschen, unterstützen und Mut machen, auch wenn wir keinen persönlichen Umgang miteinander haben dürfen! Das genieße ich derzeit sooooo sehr mit meinen Kindern, die Gott sei Dank gesund sind.

Da wir derzeit das Thema geradezu inflationär um die Ohren geschlagen bekommen, möchte ich dazu nun nicht auch noch mich auslassen, wir machen es jetzt wie der oben erwähnte Geheimrat Goethe: „Der Worte sind genug gewechselt, nun laßt uns endlich Bilder sehen“, sehr frei nach Goethe, lach! Und so präsentieren wir euch die ersten Bilder vom frühlingshaften Balkonien, oder sagen wir mal, von einem Balkonien, daß noch so werden will, aber gut Ding will Weile haben und Weile haben wir derzeit alle genug!

Die Birke grünt wieder!

Salbei und Thymian schlagen wieder aus:

Auch die kleine Balkonrose sprießt

Und worüber ich mich ganz besonders freue: Johannisbeere und Himbeere aus dem letzten Jahr kommen wieder:

Die Johannisbeere schon richtig kräftig!

Stimmungsbild!

Die Wildbienen umschwirren wieder ihre Villa, das freut mich so sehr! Über der grünen Knospe rechts unten im Netzquadrat kann man so eben eine sehen! Deutlicher ging nicht, die sind so schnell!

Der Magnolienbaum am Jugendhof in meiner Grafschaft steht in voller Blüte!

Glastüren-Blickwinkel!

Natürlich war auch Mimi mit von der Partie auf Balkonien, anfangs war ihr aber der Wind noch zu heftig und zu kühl, aber gestern fand sie es auch herrlich, da hat sie sich von ihrem derzeitigen Lieblingsplatz, dem Sofa/Sessel-Kissen, erhoben und ist auch mal rausmarschiert.

Da war es ihr in der Sonne dann sogar schon zu warm, Schattenplätzchen gesucht.

Das Körbchen war zu sonnig! Und als die Sonne langsam unterging, sind wir wieder rein!

Mimi mit ihrem Schatten

also quasi zwei Mimis, lach!

Zarte Birkenblätter

und Mimi ist derzeit wieder auf ihrem Stammplatz angekommen.

In all den wirrigen Zeiten sind nun zwei Ereignisse des Grafschafter Wochenanzeiger ganz untergegangen:

Am 24. März hat unser Volontär Ruddi seinen Geburtstag gehabt und ist natürlich vom gesamten Redaktionsteam hier gebührend gefeiert worden, aufgrund all des ganzen Mist um uns rum halt leider nur im kleinen Kreis, das hatten wir uns zu Anfang des neuen Jahres so ganz anders vorgestellt, denn letztlich hatte ja auch die Redaktion unseres Grafschafter am selben Tag Geburtstag, auch den Wochenanzeiger gibt es jetzt schon ein Jahr!

Hoch die Tassen, laßt euch den Sekt schmecken!

Zum Schluß unserer Ausgabe zum Wochenende hab ich ein Lied gefunden, ich hatte gestern die ganze Zeit den Text im Kopf, eigentlich geht es in dem Lied um eine Liebesbeziehung, aber es paßt auch ganz wunderbar in diese ver-rückte Zeit!

„Rücksicht“ von Hoffmann & Hoffmann, Germany Eurovision 1983, der Text steht drunter bei „mehr anzeigen“.

Ganz sind wir noch nicht am Ende dieses Eintrages angelangt, denn ganz besonders in diesen Tagen fühlt sich der Grafschafter Wochenanzeiger verpflichtet, das nötige Scherflein in Sachen Humor beizutragen: Der Running-Gag des Jahres 2020:

Leergefegte Klopapier-Regale! Also ich sag jetzt mal flapsig so, das ist doch der allerbeste Beweis, daß das Corona-Virus (COVID-19) echt „watt für’n Arsch“ ist!

In diesem Sinne, „Hol di stief und fuchtig“, paßt alle gut auf euch auf und bleibt gesund, habt ein schönes Wochenende, macht es euch derzeit überhaupt so schön wie möglich!

Und selbstverständlich schließt sich hier auch der Grafschafter Wochenanzeiger mit einem ganz herzlichen Dank an alle die stillen Helden da draußen im Kampf um unsere Gesundheit und unser Wohlergehen an: Ihr seid alle Spitze, alle, egal an welchem Platz, ob im Krankenhaus, Supermarkt, Altenheim, öffentlicher Verkehr, Feuerwehr und Polizei, laßt euch danke sagen, ich hoffe so sehr, daß die Menschen nach dieser Krise nicht wieder vergessen, wem sie das überwinden dieser zu verdanken hat! Der Blumenstrauß ist für euch alle:

Und bis dahin üben wir uns alle in Geduld, bleiben zu Hause und hoffen, daß doch vielleicht bald das Schlimmste überstanden ist!

Habts fein alle, und bleibt gesund!!!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Krisenzeiten

Der Grund, warum Vögel fliegen können und wir nicht, ist der, daß sie voller Zuversicht sind und wer zuversichtlich ist, dem wachsen Flügel.

(Sir James Matthew „J. M.“ Barrie, 1. Baronet, schottisch-englischer Dramatiker und Erzähler, Schöpfer des ‚Peter Pan‘, 1860 – 1937)

Graue Tage

Es ist mitunter,
als wären alle Fäden abgeschnitten…
als wäre alles um dich her
weitab und leer,
ein toter Raum,

und du dir selbst ein fremder Traum…

…als käme nie die Sonne wieder,
als klänge nie ein Lied mehr durch,
als höre alles langsam auf…

und plötzlich flimmert’s durch die Wolken
und plötzlich trifft ein Klang ans Ohr
und leise fliegt auf goldenem Flügel
ein Schmetterling am Weg empor!

(Cäsar Flaischlen)

Liebe Leser alle unseres Grafschafter Wochenanzeigers,

wir haben lange hier in den Redaktionsräumen überlegt, ob und wie sich in diesen schwierigen Tagen ein Eintrag für euch gestalten läßt. Aber schwere Zeiten erfordern Solidarität und Zusammenhalt, in Tagen wie diesen wird (hoffentlich!) allen wieder klar, was wirklich von Bedeutung ist im menschlichen Leben: Das Sein und nicht das Haben!

Wir werden auch nicht allzu viele Worte machen, wir wollen nur ein wenig der wohl bei allen aufkommenden Panik entgegensteuern, denn Angst und ihre Steigerung Panik sind schlechte Berater, auch wenn es zutiefst menschlich ist, sich ihnen nicht immer entziehen zu können. Hab ich, wie so oft, mal wieder ein Lied von Reinhard Mey gefunden, das mir derzeit so aus der Seele spricht und die Zerissenheit zwischen Kopf und Herz so gut zum Ausdruck bringt:

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/ich-singe-um-mein-leben

Abseits vom allgegenwärtigen Corona-Virus ist es derzeit auch wieder von persönlicher Bedeutung für mich, denn unser aller Co-Autor, meine kleine Mimi, macht mir mal wieder Sorgen, ihr Gesundheitszustand ist zur Zeit nicht der beste, sie schwächelt sehr, frißt kaum und schläft auch für eine Katze in ihrem Alter für mein Verständnis zu viel, da brauchen wir doch mal wieder ein paar Daumen und Pfötchen und hoffen, wir können trotz der schwierigen Lage draußen in der kommenden Woche Hilfe und/oder Rat bei unserer Tierärztin finden.

So ist die Stimmung in den hiesigen Redaktionsräumen auch sehr gedrückt, wie ihr sicher alle verstehen könnt, aber unterkriegen lassen wir uns nicht! Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren!

In diesem Sinne wünschen wir euch allen eine gute neue Woche, laßt euch die Zuversicht nicht rauben, die Hoffnung nicht nehmen, wenn wir auch draußen „auf Abstand“ gehen sollen, hier in unseren kleinen Netzwerken können wir uns umarmen und gegenseitig stützen und helfen, mit der Krise fertig zu werden. Aus diesem Grund hab ich auch eine frühlingsbetonte Girlande zu Anfang des Eintrags über das Zitat und das Gedicht gesetzt, und möchte euch auch noch zum aufmuntern und was schönes gucken Frühlingsbilder zeigen, die ich im April 2018 hier in unserer Grafschaft gemacht habe:

Gestern, am Sonntagabend, hab ich mal wieder Bilder vom Himmel über der Grafschaft gemacht, er zeigte sich so passend für diesen Eintrag, trotz großer Düsternis im allgemeinen gab es immer wieder helle, leuchtende und blaue Lücken, seht selbst:

Das hier ist mein Lieblingsbild von der  Serie

überall zeigt sich Licht hinter den düsteren Wolken!

Zum Abschluß unseres Eintrag hab ich noch ein Lied von Reinhard Mey

https://songtext-ubersetzung.com/l/z/5440491/reinhard-mey/zeit-zu-leben/

und eine Bild-Collage, die wir auf FB erstellt haben:

Wir haben uns auch schon ein neues Frühlingskleidchen angezogen, Mimi und ich,

und unser gesamtes Redaktionsteam hofft, euch mit Eintrag und Bildern ein wenig Hoffnung, Zuversicht und Mut für die kommenden schweren Tage vermittelt zu haben, bleibt oder werdet alle gesund, paßt alle gut auf euch auf und laßt uns hier alle zusammen auch weiterhin unsere Sorgen, Nöte, Freuden und oftmals auch Verzweiflungen zusammen tragen und teilen!

Wir wünschen euch allen einen guten Montag, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger und die Freelancer Otto und Lucia

Paßt auf euch auf!!!

Grafschafter Wochenanzeiger – Im Märzen der Bauer…….

Auch die Pause gehört zur Musik.

(Stefan Zweig, 1881 – 1942, österreichischer Germanist, Essayist, Novellist, Lyriker und Erzähler)

Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben.

(Indianische Weisheit)

…….die Rößlein einspannt!

Und genau das machen wir hier im Grafschafter Wochenanzeiger nun auch, der März ist da und wir spannen die Rößlein ein, soll heißen: Die „reale“ Welt braucht mal wieder mehr Aufmerksamkeit, in den grauen und trüben Tages des vergangenen Februar sind hier viele Ideen entstanden, die sich beziehen auf Möbel umräumen, kleinere Renovierungsarbeiten mit einem vorherigen Besuch beim Möbelhaus mit dem Elch im Gewande, Frühjahrsputz in den Redaktionsräumen und auf Balkonien, daß sich doch noch recht kahl präsentiert, lediglich unsere Forsythie läßt ein wenig kommenden Frühling ahnen

die ersten Blüten sind da!

Die Birke setzt Knospen an

Oregano und unsere Glockenblümchen haben den „Winter“ überstanden

Euer aller Co-Autor und unsere rasende Reporterin Mimi hofft dann mal, daß im Märzen Balkonien auch mal wieder begehbar ist, derweil sie bisher nur von drinnen gucken konnte

welche Ödnis sich draußen fast jeden Tag ausbreitete:

Immer Wasserpfützen auf dem feinen Balkonientischchen, auf dem sie sonst so gerne Ausschau nach allem hält, was sich hier in unserer Grafschaft so tut.

Daher sagen wir nun mal „tschüß“ und legen eine Pause ein, die hoffentlich nicht wieder unnötig mit einer Erkältung verlängert wird wie weiland im letzten Jahr bei der angedachten Pause. Wir werden wieder weiter treulich bei euch allen lesen und sicher auch ab und an mal unseren Senf dazu geben, lach, bleibt oder werdet alle gesund, laßt euch nicht kirre machen vom allgegenwärtigen Virus, das so heißt wie ein spanisches Bier, und bleibt uns gewogen:

Habt eine schöne Zeit, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit den Freelancern Otto und Lucia.

Grafschafter Wochenanzeiger – Allerlei aus der Redaktion

Januar

Treffliche Frauen in ewiger Jugend,
grundverschieden, doch schön allzumal,
schlingen den Reigen der wechselnden Jahre,
liebliche Schwestern, zwölf an der Zahl.

Flockenumtanzt auf geflügelten Sohlen,
rosig und jung kommt das neue Jahr,
führet die erste der Schwestern zur Erde,
frostig und herbe – den Januar.

Pelzwerk und Stadtschuh liebt diese Schöne,
lockt die Jugend zu kraftvollem Sport,
macht es den Alten am Ofen behaglich,
pflegt die Geselligkeit fort und fort.

Öffnet den Reichen zum Wohltun die Hände,
– Winter bringt manche soziale Not, –
klopft an die Herzen mit ernster Mahnung:
Teile dem Hungrigen liebreich dein Brot.

Dreißig und einmal im Fluge der Tage
grüßt sie die Menschen in Stadt und Land,
dann hinter wehenden Nebeln verschwindend
reicht ihr die folgende Schwester die Hand.

Auf der Spur der strengen Schönen
schreitet Februar einher,
sanfter, milder von Gebärden,
ohne Winterschutz und Wehr.

Ihre schönen, ernsten Augen,
die voll Sehnsucht vorwärts schau’n,
seh’n schon hinter Regenwolken
ahnungsvoll den Himmel blau’n.

Horch, am Boden leises Regen!
Unter ihrem nackten Fuß
sprießt Schneeglöckchen aus der Erde,
Frühlings erster Botengruß. –

Wenn im bunten Fastnachtstrubel,
du die Gegenwart vergißt,
wisse, daß Natur da draußen
unentwegt am Werke ist.

Doch die hohe Frau im Schleier,
die den Frühling herbestellt,
räumt bescheiden ihrer Schwester
vor der Zeit das Arbeitsfeld.

(Helene Krüger, 1861 – um 1940, Goldene Garben. Ein Brevier für Frauen und Jungfrauen. M. von Braunschweig, Stroefer’s Kunstverlag, Nürnberg 1907)

Hallo, ihr lieben Leser alle des Grafschafter Wochenanzeiger, ich seh mal wieder Fragezeichen in euren Augen ob des Gedichtes, wie, was….Januar? Der ist doch nun schon vorbei und selbst der Februar schon um die Hälfte?! So ist das, aber das Gedicht geht, wie ihr nun auch schon selber gemerkt habt, weiter in den Februar, ich finde beide Gedichte so wunderschön und suchte schon lange nach einem Grund, sie einzustellen, aber sie erschließen sich halt richtig nur „im Verband“!

Und da ja nun auch der Februar sich die Farbe grau zur Leibfarbe gemacht hat, hatte ich noch einmal, noch ein einziges Mal, so richtig Lust auf was mit Eis und Schnee und Winter, der sich hier ja wohl nicht mehr einstellen wird in diesem Jahr. Oder halt wieder zu Ostern, aber dann kann er mir auch gestohlen bleiben, lach! Das war nun das Vorwort der Frau Chefredakteurin, die Redaktionssitzung hat meine Pläne gnädig abgenickt, wir sind ob des Wetters alle nicht so richtig in der begeisterungsfähigen Eintragsphase, aber was nützt euch allen ein Blatt, das sich positive Nachrichten auf die Fahnen geschrieben hat und dann selber schwächelt, hihihi, also haben wir uns alle am Riemen gerissen und natürlich ist uns doch noch wieder was eingefallen, was wir euch hier präsentieren können zur Wochenendausgabe, Bilder aus vergangenen Tagen, wir legen mal los:

Bilder aus unserem Eulennest, vor dem Sturm „Sabine“ aufgenommen, dramatischer Himmel:

Dann brach mal die Sonne durch die graue Ödnis:

Die Redaktion schwelgt noch in Winterdeko, die der Weihnachtsdeko nachgefolgt ist:

der Hausflur, winterlich dekoriert, hab ich mal wieder so eine Freude dran!

Drinnen in den Redaktionsräumen ist es am Kamin auch noch so heimelig, guckt:

Im Flur steht ein „Lichtmeßkranz“, da hab ich meine geweihten Kerzen aufgesteckt, die roten für die Frauen, die weißen für die Männer eines Haushaltes.

Euer aller Co-Autor, Mimi, die rasende Reporterin, hat den Platz an ihrer Hängematte samt ihrem saftigen Katzengras auch noch winterlich beleuchtet:

sie findet es fein.

Am gestrigen Valentinstag, der hoffentlich für euch alle ein schöner war, hat die Frau Chefredakteurin in ihrem Einkaufsladen was feines geschenkt bekommen, guckt mal:

Eine lachsfarbene Rose! Ist die nicht schön??? Hab ich mich so sehr drüber gefreut!

Ja, ihr lieben Leser alle, nun sind wir schon am Ende unserer heutigen Wochenendausgabe angekommen, große Ereignisse werfen ja auch schon wieder ihre Schatten voraus, am nächsten Donnerstag ist wieder „Wieverfastelovend“, einen expliziten Eintrag dazu wird es wohl nicht geben, da wir was feines für Rosenmontag vorbereiten, „laßt euch überraschen….“, lach!

Wir wünschen euch allen ein richtig schönes Wochenende, macht es euch gemütlich, daß Wetter wird wohl nicht berauschend (mal was ganz Neues, hihihihi!!!). Bleibt oder werdet alle gesund, wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger

sowie die Freelancer Lucia und Otto!

Habts fein! (Einmal noch: !!!!!!!)

Grafschafter Wochenanzeiger – Sturmwarnung!!! Sonntagsausflug findet indoor statt

Abzählreime

Bülow, Nolle, Witte, Zoo…
auf dem Dache sitzt ein Floh,
der sich nicht zu helfen wo.

Konikoki Kakadu…
Rose auf und Rose zu.
Ferkel Ei und Ferkel Zwei.
Wer nicht fehlt ist mit dabei.

Stachus, Kios, Kaos, Kies,
Spinne, Speise, Scheiße, schieß.
Sexu Elefant Asie.
Fische haben nie kein Knie.

Ritze Rotze Ringelratz
zwei Miezeschwein, ein Grunzekatz.
Mein Großpapa heißt Lali,
der wird des Nachts ganz lila.

(Joachim Ringelnatz)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger! Es gibt eine Sturmwarnung zum heutigen Sonntag, wir hoffen sehr, es geht um einiges glimpflicher ab als vorausgesagt! Unser Balkonien ist gesichert, wir hoffen, in dieser Hinsicht ist auch bei euch alles im grünen Bereich! Bleibt bloß, wenn es irgend geht, alle daheim!!! Und paßt gut auf euch auf! Am 2. Februar sind hier ja traditionsgemäß zu Lichtmeß wieder Kerzen geweiht worden, die auch als sog. „Wetterkerzen“ dienen, sie sollen vor Stürmen und Gewittern schützen, und so zünden wir hier mal eine Lichtmeßkerze als Wetterkerze an, die uns behüten und beschützen soll:

Was machen wir nun aber mit dem Sonntag, wenn wir ihn daheim verbringen sollten? Ratlose Gesichter in der Redaktionssitzung, bis Hamish die zündende Idee hatte: „Wir machen einen Sonntagsausflug indoor!“ Ja, gut, Hamish, aber wohin? „Jaaa, Frau Chefredakteurin, ich hab in unserem Archiv noch Bilder gesehen, von deinen Kindern, weißt du, wo ich hin will???“ Oh, ja, das wußte ich, eine sehr gute Idee Hamish, dann mach mal!

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, hier ist euer Außenkorrespondent, hier ist euer Hamish! Ich plane jetzt hier mit euch einen ganz feinen Sonntagsausflug, zieht euch warm und wetterfest an, mit gutem Schuhwerk, keine Angst, uns wird kein Sturm umpusten, denn der Ausflug findet ja lediglich virtuell und in unserer Phantasie statt, lach! Kleines Handgepäck, wenn ich bitten darf, denn es geht nun erst einmal zum …..Flughafen!

Hihihi, ich glaub, ganz findigen Lesern schwant jetzt schon ein bissel was, wer noch gar nix ahnt, soll mal auf die Eingangs-Girlande oben gucken oder sich einfach überraschen lassen!

Der Flieger steht parat, kommt an Bord von

„Unity-Scotland-Fantasy-Airlines“ kurz USFA genannt,

wir heben uns in die Lüfte, ganz umweltfreundlich und klimaneutral, weil eben nur in unserer Phantasie, und nun ahnt ihr auch, wohin es geht, bei dem Namen der Fluglinie, nicht wahr, genau, es geht nach Schottland, noch genauer: Nach Edinburgh, und ganz genau: In den Zoo von Edinburgh!

Landeanflug!

So, und nun nehmen wir den Bus zum Zoo natürlich einen Doppeldecker, stilecht!

Willkommen im Zoo von Edinburgh!

https://www.edinburghzoo.org.uk/

Ich wünsche euch viel Vergnügen mit den Bildern von den Kindern der Frau Chefredakteurin, die sie in ihrem letztjährigen Urlaub in Edinburgh bei ihrem Zoobesuch gemacht haben! Und wo wir alle so gelacht haben, weil die Frau Chefredakteurin sie auf die Suche nach den Eisbären geschickt hatte, die doch gar nicht im Zoo von Edinburg wohnen sondern in Kingussie im Highland Wildlife Park! Kein Wunder, daß die Kinder berichteten, sie hätten leider keine Eisbären gesehen, hihihihi! Aber viele andere feine Tiere:

Feiner Anfang, oder? Wir schlendern jetzt einfach mal ohne viele Worte anhand der Bilder durch den Zoo! Habt viel Spaß!

 

So, nun mach ich euch noch eine Galerie mit allen Fotos in klein, ihr wißt es ja, erstes Bild anklicken und dann könnt ihr fortlaufend alle in groß gucken:

Und weil es doch so schön ist, kommt auch noch eine Dia-Show, wenn schon, denn schon!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und da sind wir nun am Ende von unserer sonntäglichen Zootour im Zoo Edinburg, laßt uns noch alle gemütlich einen Kaffee trinken

und dann bringt der nächste Flieger von USFA uns gemütlich wieder nach Hause! Ich hoffe, es hat euch allen gefallen und wir würden euch alle zu gegebener Zeit gerne wieder an Bord von USFA begrüßen dürfen!

Ein kleines Schmankerl aus Edinburgh so am Rande vom Zoobesuch der Kinder hab ich noch für euch

klasse, oder?!

So, ihr lieben Leser alle, dann wünschen wir vom Grafschafter Wochenanzeiger euch allen einen hoffentlich guten Sonntag, keinen Schäden durch Sturm und auch sonst alles Gute, bleibt oder werdet alle gesund, euer Hamish und das gesamte Redaktionsteam sowie unsere Freelancer Otto und Lucia!

Habts fein und paßt auf euch auf!!! (Nessie, lach!)

Grafschafter Wochenanzeiger – Ein grauer Monat nimmt Abschied!

Die graue Farbe

In Grau will ich mich kleiden,
wie zarte Silberweiden,
mein Schatz hat’s Grau so gern!
Wie an den Hecken rankt im Tau
Clematisstöckchen seidengrau . . .
mein Schatz hat’s Grau so gern.

In Träume ganz versunken
starr‘ ich in Feuerfunken –
– mein Schatz, und Du bist fern –
die weiche graue Asche fällt,
der Rauch weht durch die stille Welt,
ich hab‘ das Grau so gern.

Ich denk‘ an graue Perlen,
an Nebel unter Erlen,
– mein Schatz, und Du bist fern –
an kühner Helden graues Haar,
das einst wie braune Haseln war,
das Grau, das hab‘ ich gern.

Graumöttchen fliegt ins Zimmer,
verlockt durch Lampenschimmer,
– mein Schatz hat’s Grau so gern –
Graumöttchen, ich verdenk‘ Dir’s nicht,
wir fliegen alle um ein Licht,
sei’s Irrwisch oder Stern.

(Irene Forbes-Mosse, 1864-1946)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun ist er um, der erste Monat des neuen Jahres, der Januar! Wir haben in unserer Redaktionssitzung zu diesem Wochenendeintrag übereinstimmend festgestellt: Selten war ein Januar so durchgehend grau! Das drückte nachhaltig aufs Gemüt, und da haben wir dann einstimmig beschlossen: Wenn das schon die vorherrschende Farbe im vergangenen Monat war, dann soll sie hier auch ihren Eintrag kriegen, nun also, das Redaktionsteam präsentiert euch die Wochenendkolumne zur Farbe

GRAU

Als Grau wird ein Farbreiz bezeichnet, der dunkler ist als Weiß und heller als Schwarz, aber keinen oder nur einen geringen farbigen Eindruck (Farbvalenz) erzeugt. Grau besitzt also keine Buntheit, es ist eine unbunte Farbe. Die Abstufungen zwischen reinem Weiß und reinem Schwarz (Schwarz-Weiß-Skala) werden als Graustufen bezeichnet. Während Grau in der Alltagssprache auch leicht farbige Nuancen umfasst, betonen die fachsprachlichen Bezeichnungen Neutralgrau und Reingrau, dass kein Farbstich vorliegt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Grau

Grau ist die Farbe der Neutralität, der Unbezwingbarkeit und der Erneuerung, sie symbolisiert Würde und Weisheit. Grau steht für den Übergang zwischen Bekanntem und Unbekanntem. Die Farbe wirkt oft langweilig, sie gilt aber auch als elegant, sachlich und schlicht. Es gibt unzählige Farbnuancen bei der Farbe grau wie maus-, rauch-, silber-, nebel-, schiefer-, tauben-, asch-, beton- oder zementgrau.

In der Fotografie werden Grautöne auch als Halbtöne bezeichnet.

Licht und Finsternis vermischen sich im grau, die Farbe ist den Toten verbunden und Geister werden auf Kunstwerken oft in grau dargestellt, vielleicht, weil sie sich in einem Zustand zwischen Leben und Tod befinden, zwischen weiß und schwarz. Grau ist auch die typische Farbe des Schattens in seiner Bedeutung als das Unbewußte. Eigenschaften, die mit ihr assoziiert werden, sind Demut und Fürsorge.

Es gibt viele Redewendungen von der Farbe grau: „laß dir keine grauen Haare wachsen“ „grau ist alle Theorie“ „alles grau in grau sehen“ „bei Nacht sind alle Katzen grau“ „eine graue Maus sein“ „die graue Eminenz“ „Grauzone“ „in grauer Ferne“.

In vielen Fällen kommt die Farbe grau nicht so gut weg, aber Mimi hat natürlich sofort entdeckt, daß da was drin steckt, was ganz besonders schön ist, weil es eine ihrer Freundinnen hier betrifft: Die graue Eminenz mit ihrer wunderschönen silbergrauen Farbe, sieht doch so edel aus, oder?!

Und somit ist wiederum einstimmig hier in unserer Redaktionssitzung beschlossen worden, daß auch grau eine schöne Farbe sein kann! Dabei richteten sich dann ganz automatisch alle Augen auf die Frau Chefredakteurin: „Hej, Cheffin,“ meinte Ruddi, “  du hast doch zum Beispiel auch schon graue Haare, (der Bengel ist wirklich manchmal sowas von vorlaut, Anm. der Redaktionsleitung) da hast du doch bestimmt auch was an Klamotten, die dazu passen, kannste da nich mal paar Fotos von machen?“ „Ja, lieber Ruddi, ich bin in Ehren ergraut, respektive mein Haar zeigt stellenweise einen dezenten Silberton, und du gehst schon recht in der Annahme, daß ich dazu auch passende Gewänder besitze!“ (So sanft wie die Worte waren meine Blicke nicht, nochmals Anm. der Redaktionsleitung). Der Rest der Truppe kicherte dann irgendwie, jedenfalls meiner Meinung nach, bissel unmotiviert in sich rein! Sei’s drum:

Ich habe wirklich was ganz feines in grau, das habe ich vor Jahren mal selber gestrickt, guckt mal:

Da hab ich lange dran gearbeitet, umso stolzer war ich, als es fertig war! Ganz schlicht, und dazu paßt nun eben die Farbe grau wirklich sehr!

Die feine Perlenkette hab ich von meiner Mama geerbt, da sind graue Perlen bei, deshalb fand ich sie für das Kleid so besonders hübsch!

Es gibt noch weitere, ebenfalls graue Accessoires zu meinem Kleid, zum Beispiel ein Schultertuch mit Glitzersteinen

hier glitzern sie so schön!

Und eine Weste aus einer Art grauem Satinstoff

durch den Stoff schimmert sie auch so fein!

Das sind dann die eher edlen Varianten zu grau!

Jetzt meldete sich unser Handelsreisender Otto zu Wort: „Sag mal, Frau Cheffin, außer dem Wetter hattest du doch noch einen Anschub für den Eintrag über die Farbe grau, wenn ich die Wolle hier in meinem Köfferchen so betrachte…..???“ Ja, richtig, Otto, gut, daß du aufgepaßt hast, da war doch noch was, lach! Nämlich das hier:

Na, Fragezeichen in euren Augen?

Hihihihi, ich halte euch hin!

Aber jetzt kläre ich das mal auf: Das wird, wenn es fertig ist, ein langer, grauer Schlauch! Jetzt seid ihr schlauer, was? Ja, und den stopf ich dann aus mit Füllwatte, nähe ihn zusammen und habe einen ganz feinen, selbstgestrickten Kranz, den ich dann mit verschiedenen Deko-Elementen jahreszeitlich fein aufhübschen kann, jetzt im noch Winter würden sich da zum Beispiel Schneeflocken oder Eiskristalle für eignen. Wir werden berichten, wenn er fertig ist.

Bruno,   unser Redaktionsbote, guckte ein bissel nachdenklich, na, Bruno, fällt dir noch was zur Farbe grau ein? Nach kurzem Überlegen meinte Bruno: „Ja, Cheffin, ich komm doch aus Berlin ursprünglich, und du hattest, hab ich beim gucken in unserem Archiv entdeckt, da mal in einem Adventskalender einen Eintrag zu Weihnachtsmärkten, da gab es auch Bilder von Heinrich Zille, das wäre doch was als mein Beitrag, oder?“ Richtig, Bruno, das würde sehr gut passen, da die Farbe grau ja auch mitunter was nachdenkliches symbolisiert, komm, laß uns mal suchen.

Auch mit bissel Farbe drin ist der vorherrschende Farbton grau. Gut gemacht, Bruno!

Hamish lächelte ganz still in sich rein, wir wußten alle sofort, er denkt an Schottland, na, Hamish, was fällt denn dir zur Farbe grau ein? Jetzt mußte unser Außenkorrespondent doch lachen: „Na, was glaubt ihr wohl??? Das Wetter in Schottland, ich hab mich hier in diesem Januar wie zu Hause gefühlt bei dem Dauergrau, hihihihihi!!!“

Ja, klasse, Hamish, da hätten wir auch drauf kommen können!

Nun fehlte aus unserem Team nur noch Lucia, um ihr Scherflein zur Farbe grau beizutragen, und sie hatte natürlich auch sofort eine zündende Idee: „Frau Cheffin, du hast doch noch so was gestricktes, das, was du zu Weihnachten für eine Freundin von dir gemacht hast?“ Ja, Lucia, stimmt, sie wollte doch so gerne für ihren alten, geliebten Teddybären was feines neues zum anziehen, und da kam mir diese Idee:

Ein Trachtenhöschen mit rotem Herzchen auf grau und hinten sieht es so aus:

Wie geht es damit dann bei dir weiter, Lucia? „Na, guckt, bei dem Höschen ist doch schon die erste Farbe bei, und das ist bei grau doch so schön, da passen wirklich alle Farben zu!“

Stimmt, Lucia, und wenn nun der Januar vorbei ist, dann wird es ja auch langsam draußen immer lichter, deshalb feiern wir ja auch am 2. Februar Lichtmeß, da könnten wir dann hier in den Redaktionsräumen das bedrückende vom grau mal wieder ausräuchern, denn Räucher-Rituale bieten sich zu diesem Tag so gut an. Und wir haben doch noch so eine schöne Räucher-Mischung, Weihrauch, Rose und Zirbe, das würde gut passen, weil sie herzerwärmend und wohltuend ist, dann werden die grauen Tage immer lichter, bis sie am Ende vom neuen Monat wieder in den Farbenrausch der Karnevalstage münden, deren Ende dann wieder der Aschermittwoch ist, mit der Farbe grau, und da schließt sich nun aufs trefflichste der Kreis! Prima, Lucia! Sogar ein Gedicht zu diesem Farbübergang haben wir noch gefunden, wir fanden es alle so schön, deshalb kommt nun hier noch mal ein zweites Gedicht:

O daß es Farben gibt:
Blau, Gelb, Weiß, Rot, und Grün!

O daß es Töne gibt:
Sopran, Bass, Horn, Oboe!

O daß es Sprache gibt:
Vokabeln, Verse, Reime,
Zärtlichkeiten des Anklangs,
Marsch und Tänze der Syntax!

Wer ihre Spiele spielte,
wer ihre Zauber schmeckte,
ihm blüht die Welt,
ihm lacht sie und weist ihm
ihr Herz, ihren Sinn.

Was du liebtest und erstrebtest,
was du träumtest und erlebtest,
ist dir noch gewiß,
ob es Wonne oder Leid war?
Gis und As, Es oder Dis –
sind dem Ohr sie unterscheidbar?

(Hermann Hesse, “ Magie der Farben“)

Und damit sind wir nun am Ende von unserem Eintrag zur Farbe grau und ihrer ganz eigenen Schönheit angekommen!

Wir wünschen euch allen einen schönen Samstag und ein ganz feines Wochenende, laßt euch keine grauen Haare wachsen (oder färbt sie, lach!) und genießt die Zeit, egal, ob grau oder bunt!

Bevor wir uns jetzt hier verabschieden, haben wir natürlich auch noch was für „auf die Ohren“ zu diesem Thema, wie könnte es anders sein: Reinhard Mey!

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/mein-erstes-graues-haar

Habts fein, wünschen euch allen das Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger.

Grafschafter Wochenanzeiger – Bonjour, Tristesse oder die Kunst der kleinen Glücke!

So muß man leben!
Die kleinen Freuden aufpicken,
bis das große Glück kommt.
Und wenn es nicht kommt,
dann hat man wenigstens
die „kleinen Glücke“ gehabt.

(Theodor Fontane)

Hallo, liebe Leser unseres Grafschafter Wochenanzeiger, da sind wir doch gleich zu Beginn des neuen Jahres mal wieder beim Wetter, lach, das sich mit eintäglicher Ausnahme präsentiert wie „siehe Titel“!

Nun wollten wir aber nach beratender Redaktionssitzung angesichts der Katastrophe in Australien hier beileibe nicht über den Regen meckern, und da haben wir uns gedacht, dann zeigen wir euch einfach mal die „Kunst der kleinen Glücke“ angesichts grauer Gräulichkeit draußen.

Als da wären:

Beim Einkauf Kartoffeln erworben und

eine Herzkartoffel gefunden!

Zeitschriften gekauft mit Thema Januar und Winter, so herrliche Bilder,

und neue Kalender, die im Januar ebenfalls solch schöne Winterbilder zeigen, wie wir uns einen Winter wünschen würden:

Das ist ein Küchenkalender mit feinen Tipps aus Omas altem Wissen!

Und eben Schneebildern, wie dieses aus dem Archiv von 2019, die Grafschaft in weiß!

Bissel weihnachtliches Gedöns wurde noch aufgeräumt in den Redaktionsräumen, und zwei süße Geschenkanhänger zieren jetzt die Deko am Küchenfenster.

Erinnert ihr euch an Mimis „Weihnachtsmäuschen“? Das hat in diesem Jahr ein Haus!

Und einen Kumpel:

Ein weißer Weihnachtswichtel!

Duftende Gewürze, Orangenscheiben und noch lecker Plätzkes, genau das richtige an usseligen Tagen! Apropos Duft: Teelichter mit Duftrichtung Schoko-Trüffel heben das Gemüt und bewahren vor Januar-Blues!

Ein ganzes Glas voll, während ich hier schreibe, duftet es um mich her, lach! Weiter duften, zum Beispiel in der Badewanne, mit einem Badezusatz mit diesen Ingredienzien

„Kuschelstunde“, mit holzig-fruchtigem Duft, ist wie Feuer im Kamin, lach! Dazu eine feine Tasse Tee

mit Kandiszucker, in dieser soooo schönen Tasse, ich glaub, das wird ein Wellness-Wochenende!

Dann auf das Sofa kuscheln, was feines zum lesen, und ein Gläschen Sahne- Bratäpfelchen-Likör

Hier leuchtet immer noch alles, lach, zum Beispiel unser Kranz über dem Kamin

das macht das Herz warm!

Vitamine sind auch „Stimmungsaufheller“, hab ich beim Wochenendeinkauf mal gleich ein großes Säckchen mit Blutorangen mitgebracht:

Sie hängen draußen auf Balkonien, da isses doch noch bissel „frischer“ als drinnen, und werden am Wochenende zu lecker Saft verarbeitet! Noch mehr Vitamine beim Wintergemüse, es gibt überbackenen Blumenkohl als Wochenend-Menü!

Ist im Säckchen nur zu ahnen, aber es ist einer, lach!

Vorgestern abend hatte ich irgendwann noch so ein kleines „Hüngerchen“, und da fiel mit so eine feine Erinnerung ein, als ich noch als Teenager zu Hause gewohnt habe, meine Mama hatte das auch manchmal mit dem kleinen Hüngerchen, und wenn wir das beide hatten, haben wir uns angegrinst und gesagt: „Tomatensüppchen?“ Das war dann das Stichwort, aus frischen Tomaten, die Mama meist im Haus hatte, angebratenen Zwiebeln und bissel Brühe haben wir uns dann eine Tomatensuppe gezaubert, mit „Toastbrot aus der Pfanne“, kennt ihr das auch? Bissel Butter in der Pfanne erhitzen und eine Scheibe Brot von beiden Seiten „ankrossen“, sooooo lecker! Und das hab ich mir am besagten Abend dann auch gemacht, mit einem sinnigen Lächeln in Erinnerung an meine Mama! Auch eines dieser kleinen Glücke!

Da sich außer dem Wetter auch die Weltpolitik mal wieder unsäglich „grauslich“ präsentiert, hätten wir zu diesem Thema mal wieder was von Reinhard Mey, sein Lied „Vertreterbesuch“ aus dem Album „Aus meinem Tagebuch“ von 1970!!! also sage und schreibe 50 Jahre alt und so aktuell wie eh und je!!!

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/vertreterbesuch

Ihr werdet sicher alle diese kleine Liste kleiner Glücke noch selber ergänzen und fortführen können, wir haben einfach mal so ein paar „aufgepickt“, die wir hier gefunden haben, und wünschen euch allen nun ein ganz feines Wochenende voller kleiner Glücke!!!

Mimi und ich, wir haben uns zu unserem kleinen Glück nochmal ein neues Kleidchen fürs neue Jahr gegönnt

und wir beide und das gesamte Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger samt den beiden Freelancern Lucia und Otto wünschen euch:

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 21

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Weihnachtsabend

Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll,
der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus.
Weihnachten war’s, durch alle Gassen scholl
der Kinder Jubel und des Markts Gebraus.

Und wie der Menschenstrom mich fortgespült,
drang mir ein heiser Stimmlein in das Ohr:
„Kauft, lieber Herr!“ Ein magres Händchen hielt
feilbietend mir ein ärmlich Spielzeug vor.

Ich schrak empor, und beim Laternenschein
sah ich ein blasses Kinderangesicht;
wes Alters und Geschlechts es mochte sein,
erkannt ich im Vorübergehen nicht.

Nur von dem Treppenstein, darauf es saß,
noch immer hört ich, mühsam, wie es schien:
„Kauft, lieber Herr!“ den Ruf ohn Unterlaß;
doch hat wohl keiner ihm Gehör verliehn.

Und ich? War’s Ungeschick, war es die Scham,
am Weg zu handeln mit dem Bettelkind?
Eh’ meine Hand zu meiner Börse kam,
verscholl das Stimmlein hinter mir im Wind.

Doch als ich endlich war mit mir allein,
erfaßte mich die Angst im Herzen so,
als säß’ mein eigen Kind auf jenem Stein
und schrie nach Brot, indessen ich entfloh.

(Theodor Storm)

Liebe Leser unseres Adventskalenders vom Grafschafter Wochenanzeiger,

nun haben wir wieder das Türchen 21, das traditionsgemäß immer einem besinnlichen oder nachdenkenswerten Thema gewidmet war, diese Tradition möchten wir auch in diesem Jahr beibehalten.

Da ist mir in diesem Jahr Theodor Storms obiges Gedicht mal wieder in die Hände gefallen, und während des Lesens fielen mir Parallelen zu unserer heutigen Zeit ein, deren „Brückenschlag“ aber nicht ganz so simpel und einfach ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, denn das Thema von heute, welches mir dazu einfiel, ist der Klimawandel, ist die Bewegung „Fridays for future“.

Wie läßt sich das mit Storms Bettelkind in Einklang bringen?

Adaptieren wir das Bettelkind aus Storms Gedicht doch einfach mit den Kindern und Jugendlichen von heute, die auch auf die Straße gehen, die uns auch etwas „anbieten“ bzw. uns auf etwas aufmerksam machen wollen wie weiland das Kind mit seinem feilgebotenem Spielzeug im Gedicht: Sie fürchten genau wie dieses Kind um ihre Zukunft, um ihre Existenz in einer auf Dauer geschädigten Umwelt, die ihnen auf lange Sicht eventuell nicht einmal mehr das überleben sichern könnte. Und was tun wir?

Wir handeln wie Storm in seinem Gedicht, wir lassen uns „vorübertreiben“, und das Stimmchen/die Stimmen „verschallen hinter uns im Wind“!

In der letzten Strophe seines Gedichts spricht Storm von seiner Angst, die ihn erfaßte, als er begriff, was eigentlich geschehen war, daß er nicht gehandelt hatte, daß er zu zögerlich war, daß er sich vorbeitreiben ließ: „Als säß mein eigen Kind auf jenem Stein und schrie nach Brot, indessen ich entfloh.“ Die Kinder und Jugendlichen heute schreien nicht im Wortsinne nach Brot, aber im übertragenen Sinne eben doch, es geht um das „Brot“ des Lebens, um das Leben selbst im lebenswerten Umfeld. Und, wenn man den Gedanken des Klimawandels ohne Änderung bis zum Ende durchdenkt, letztlich eben doch auch um Brot im physischen Sinne!

Lassen wir also die Stimmen nicht hinter uns im Wind verschallen, „handeln“ wir „am Wege mit dem Bettelkind“, stellen wir uns an seine Seite und sorgen wir damit mit für seine Zukunft, sein Überleben, denn dieses eine Bettelkind ist stellvertretend für alle, und alle sind unsere Kinder, denen wir nicht entfliehen dürfen, wenn sie nach uns rufen und unsere Hilfe brauchen.

Mir ist durchaus bewußt, daß es verschiedene Ansichten über das Thema „Klimawandelt“ gibt, und daß nicht wenige der Meinung sind, das sei alles maßlos übertrieben, hätte es immer schon gegeben, hätte sich immer alles von selbst wieder reguliert, und außerdem wäre das alles ohnehin bloß ein riesengroßer Hype von verwöhnten Kindern, die zu faul wären, in die Schule zu gehen. Da hätte ich dann nochmal Storm anzubieten:

Euch allen ist sicherlich „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm bekannt? Da geht es um den jungen Deichgrafen Hauke Haien, der schon in seiner Jugend ein Denker und Grübler ist, und der, als er dann Deichgraf geworden ist, zum Schutze und Wohle seiner Mitmenschen Deiche bauen läßt, die ein anderes Profil als die althergebrachten haben und somit größeren Schutz vor der Nordsee und ihren oft verheerenden Fluten bietet. Aber diese neuen Deiche erfordern viel Arbeit und Kosten, und schon murren alle, allen voran sein Widersacher Ole Peters, der den ihm so überlegenen ehemaligen Kleinknecht haßt, weil sein einfacher Sinn, der nur auf seine eigene Bequemlichkeit und Behaglichkeit gerichtet ist, nicht begreift, daß durch die neuen Deiche etwas geschaffen wird, wovon Generationen später noch profitieren können. Erschließt sich die Parallele zu heute? Und wie sie wieder meckern, alle die Ole Peters dieser Welt? Hauke Haien scheitert tragisch an dieser Figur und seinen Mitmenschen, die seine Weitsichtigkeit nicht erkennen konnten oder wollten! Theodor Storm schließt seine Novelle mit den Worten des Schulmeisters, der die Geschichte vom Schimmelreiter erzählt:

„Der Dank, den einstmals Jewe Manners bei den Enkeln seinem Erbauer versprochen hatte, ist, wie Sie gesehen haben, ausgeblieben; denn so ist es, Herr: dem Sokrates gaben sie ein Gift zu trinken, und unsern Herrn Christus schlugen sie an das Kreuz! Das geht in den letzten Zeiten nicht mehr so leicht; aber – einen Gewaltsmenschen oder einen bösen stiernackigen Pfaffen zum Heiligen oder einen tüchtigen Kerl, nur weil er uns um Kopfeslänge überwachsen war, zum Spuk und Nachtgespenst zu machen – das geht noch alle Tage.“

Weise Worte!

Ganz trocken wollen wir aber dieses Türchen nun nicht schließen, also lassen wir hier  noch ein paar Bilder von der Schönheit unserer Welt und der Natur gerade in diesen so schönen Weihnachtstagen ihre eigene Sprache sprechen:

Damit schließen wir unser Türchen 21 in diesem Jahr und wünschen euch allen einen schönen Samstag, den ihr hoffentlich entspannt genießen könnt, in Vorfreude auf das große Fest, denn auch Freude ist wichtig im Leben, sonst werden wir mutlos!

Habts fein, wünschen euch allen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 20

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Der Baum des Friedens

Ich weiß, im Dunkel steht ein Baum
mit Kerzen übervoll besteckt.
Manchmal in einem schönen Traum
ein Engel sie zum Leuchten weckt.

Der ganzen Erde Menschen seh‘
ich stehen unter seinem Grün,
aus ihren Herzen will kein Weh‘,
will nur verklärte Freude blüh’n.

Kein Kampf und Sieg ist unter ihm,
nicht eine einzige Stimme flucht,
indes ein gold’ner Cherubim
in seinen Zweigen Früchte sucht.

Es steigt der Engel Tag und Nacht
hinauf, hinab und will nicht ruh’n,
und legt der süßen Früchte Fracht
den Menschen in die off’nen Truh’n.

                                           

                               

(Alfons Petzold)

Seid gegrüßt, ihr lieben Leser des Adventskalenders vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Heute öffnen wir bereits das Türchen 20, gestern war schon wieder die letzte unserer kirchlichen Frühschichten hier in meiner Heimatgemeinde, da dachte ich mir, ich nehme euch einfach mal mit auf meinem Weg frühmorgens in die Kirche.

Dunkel ist es natürlich noch, das war der Versuch, ein bewegliches Leuchten an einem Fenster zu fotografieren. Der Mond stand am Himmel

und die Burg Lirich leuchtet spärlich in die Dunkelheit.

Das ist die Straße, die zu meiner Kirche führt

und das ist die „Hauptstraße“ meiner Grafschaft, links geht es dann direkt zur Kirche.

So ist der Anblick für mich, wenn ich direkt darauf zulaufe, und der Bewegungsmelder für bessere Beleuchtung mich noch nicht „entdeckt“ hat.

Da hat er mich entdeckt, und ihr könnt nun auch besser gucken. Links das „Gestell“, das ist unser Glockenturm mit der einzigen Glocke, die wir noch aufstellen können.

So, und hier habt ihr nun die legendäre „Unterkirche“, in der unser Frühstück nach der Andacht stattfindet, die Treppe runter befindet sich ganz rechts neben der Haupttreppe zur Kirche.

Eines der mittigen Fenster, dahinter ist die Taufkapelle, die Weihnachtsbäume stehen schon! In der Kirche auch!

Das Gebäude im Hintergrund, das ist Björns ehemaliger Kindergarten, er liegt direkt neben der Kirche.

Noch einmal der Mond! Vom Eingang der Kirche aus fotografiert.

Die Andacht war wieder sehr stimmungsvoll, mit drei Kerzen bereits am Adventskranz, Lichtern auf dem Altar und dem Weihrauchgefäß, wo bei den Fürbitten Weihrauch aufgestreut wird.

Das Motto der letzten Frühschicht war:  Alarm – Fürchtet euch nicht!

In einer kleinen Geschichte ging es dann darum, welch ein Alarm gemeint ist, der nämlich, der die eigentlichen adventlichen und weihnachtlichen Gefühle so oft überdeckt, der der Hektik, des Stresses, was wohl noch alles zu besorgen und zu erledigen ist, wie viele Feiern noch besucht werden müssen usw. usf.! Und diesem Alarm gegenüber die Botschaft der Engel: Fürchtet euch nicht! In diesem Falle auf „gut deutsch“ laß mal 5 gerade sein, was nicht geht, geht halt nicht, halt mal inne, hör mal auf zu rennen, besinne dich auf das wesentliche der Weihnacht: Die Engel verkünden die Frohe Botschaft!

Unser Geschenk zu dieser Frühschicht war wieder ein sehr passendes:

Schlecht zu erkennen am Kaminkranz?

Ein Engelsflügel!

Die Engel als Verkünder der Frohen Botschaft und der beruhigenden Worte: Fürchte dich nicht!

Denn Furcht lähmt und macht handlungsunfähig!

Alle Symbole unserer Frühschichten:

Ja, das waren sie nun wieder, unsere weihnachtlichen Frühschichten in diesem Jahr.

Nach dem Nachhausekommen hab ich mich dann noch bissel hingelegt, und als ich wieder aufgestanden bin, hab ich euch nun was fotografiert, ich glaub, das ist ein Novum in unseren Adventskalendern, guckt mal:

Jaaaaa, das war die Temperatur auf Balkonien am 19. Dezember um die Mittagszeit, im Schatten!

Mimi konnte es kaum glauben

Ja, ist denn schon wieder Frühling statt Weihnachten??? Na, dann aber ab nach draußen

Sonne pur, herrlich, mein Dosenöffner! Komm auch! Wie man auf diesem Bild sieht

und Mimi es inspiziert: Die weihnachtliche Deko auf Balkonien wartet noch auf ihren Einsatz, alles bissel verlangsamt in diesem Jahr.

Warum Mimi hier so „entsetzt“ guckt?

 

Ja, ich hatte Blumen gegossen und ooooh, fürchterbar:

der Balkonboden war naß, igitt, wie sollte Mimi denn nun da vorbei wieder rein kommen können, lach! Hat sie natürlich geschafft, im Stechschritt, hihihihihi!

Und das war es nun wieder, unser 20. Türchen, ich hoffe, es hat euch wieder bissel Spaß gemacht, habt alle einen schönen Freitag, macht euch keinen „Alarm“, bleibt oder werdet gesund und vergeßt nicht die Frohe Botschaft der Engel.

Habts fein, wünschen euch allen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!