Grafschafter Wochenanzeiger – Happy Halloween vom Eulennest! 👻👻👻🎃🎃🎃🍬🍭🦉

Die Geister am Mummelsee

Vom Berge was kommt dort um Mitternacht spät
mit Fackeln so prächtig herunter?
Ob das wohl zum Tanze, zum Feste noch geht?
Mir klingen die Lieder so munter.
O nein!
So sage, was mag es wohl sein?

Sie schweben herunter ins Mummelseetal –
sie haben den See schon betreten –
sie rühren und netzen den Fuß nicht einmal –
sie schwirren in leisen Gebeten –
O schau,
am Sarge die glänzende Frau!

Jetzt öffnet der See das grünspiegelnde Tor;
gib acht, nun tauchen sie nieder!
Es schwankt eine lebende Treppe hervor,
und – drunten schon summen die Lieder.
Hörst du?
Sie singen ihn unten zur Ruh.

Das, was du da siehest, ist Totengeleit,
und was du da hörest, sind Klagen.
Dem König, dem Zauberer, gilt es zuleid,
sie bringen ihn wieder getragen.
O weh!
So sind es die Geister vom See!

Die Wasser, wie lieblich sie brennen und glühn!
Sie spielen in grünendem Feuer;
es geisten die Nebel am Ufer dahin,
zum Meere verzieht sich der Weiher –
Nur still!
Ob dort sich nichts rühren will?

Es zuckt in der Mitten – o Himmel! Ach hilf!
Nun kommen sie wieder, sie kommen!
Es orgelt im Rohr und es klirret im Schilf;
nur hurtig, die Flucht nur genommen!
Davon!
Sie wittern, sie haschen mich schon!

(Eduard Mörike, 1804 – 1875, deutscher Erzähler, Lyriker und Dichter)

ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, was hatten wir eine vergnügliche Redaktionssitzung am Freitag, denn erstens fällt Halloween in diesem Jahr auf einen Sonntag, an dem wir ja meist ohnehin unsere Sonntagsausgabe hier einstellen, und zweitens haben wir für diesen Eintrag aufgrund unserer vielfältigen redaktionellen Kontakte ein ganz besonderes Schmankerl für euch für diesen Tag und die Nacht aller Nächte, denn wir machen einen virtuellen Ausflug zu den „Geistern am Mummelsee“ und den schröcklichen Gestalten auf „Burg Schreckenstein“! Also, satteln wir die Fledermäuse und bestellen wir die Geister für einen Halloween-Trip nach Luxemburg!

„Hääääh….???“ hören wir euch jetzt alle fragen, mit Fledermäusen und Geistern nach Luxemburg, was wird das denn??? Wie sagte dazumalen Mimi in heaven immer so schön: Fangen wir doch mal am besten mit dem Anfang an! Der liegt nämlich schon eine Woche zurück, denn am letzten Sonntag hatte der Sohn der Frau Chefredakteurin seinen Geburtstag, der letztjährige 40. wurde ja hier im Grafschafter Wochenanzeiger gefeiert, dieweil aufgrund des Pandemiegeschehens im letzten Jahr die eigentlich geplante Feier nicht stattfinden konnte. Traurig für alle eigentlich Beteiligten, und so hatten die Freunde meiner Kinder in diesem Jahr eine grandiose Idee: Björn wurde entführt! 😂 Von langer Hand mit Akribie und sehr geheimnisvoll unter Einbeziehung von Steffi geplant, unter dem Vorwand, einen Abend am vorletzten Freitag bei Freunden zu verbringen, startete die Fahrt! Erst außerhalb vom Kölner Stadtverkehr auf der Autobahn wurde es Björn langsam gewahr: Die Fahrt ist aber lang zu den Freunden 🤭 und es nahte die Aufklärung: Geburtstagsfeier mit allen Freunden, 4 Pärchen, einschließlich Steffi und Björn, an der Zahl, von Freitag bis Sonntag in Luxemburg, genauer in Dirbach, und dort in einem herrlichen Ferienpark. Fluß, See und eine Burg in der Nähe, nämlich diese hier

https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Bourscheid

Soviel vorweg: Es war herrlich, eine Geburtstagsüberraschung par excellence, und ihr könnt euch sicher alle vorstellen, wie glücklich das Geburtstagskind war!

Und unsere Redaktion erreichten in der letzten Woche die Bilder, und beim Anblick von See und Burg leuchteten hier 6 Paar Augen, das ist es, das wird unser Halloween-Eintrag, meine Redaktionsmitglieder waren hellauf begeistert, zumal Frau Chefredakteurin auch sofort das passende Gedicht parat hatte: „Die Geister am Mummelsee“! Und taaaadaaaa…..da sind sie!

Habt ihr euch die Burg oben im Eintrag von Wikipedia gut betrachtet? Na, dann macht euch jetzt auf was gefaßt, mit welch schröcklichen Gestalten sich diese Burg zu Halloween präsentiert:

Jaaaaa, seht ihr, deshalb die gesattelten Fledermäuse und die bestellten Geister, sie bringen uns nun an Ort und Stelle auf „Burg Schreckenstein“ alias Burg Bourscheid!

Die übrigen Gäste trudeln auch langsam alle ein

das wird eine spukige Gaudi zur Nacht der Nächte auf einer echten Burg, ihr könnt euch sicher alle vorstellen, welche leuchtenden Augen unser Hamish hatte, er erinnerte sich, als er mit uns allen 2019 auf seinem Stammschloß in Schottland feiern wollte, der Burg derer von McBär-Duff, was in der Kürze der Zeit ja leider nicht machbar war, da sind wir doch dann alle auf unsere Ritterburg ausgewichen, die noch im reichhaltigen Fundus der Frau Chefredakteurin aus den Kindertagen von Björn vorhanden war.

Mimi in heaven  und der ihr nachgefolgte Hundekumpel Storm   von Christa aus Kanada gucken jetzt bestimmt ganz verträumt und bissel wehmütig auf unseren diesjährigen Eintrag, und da dachten wir uns bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung, wir setzen hier nun einfach nochmal unseren Eintrag vom letzten gemeinsamen Halloweenfest mit alle Mann/Frau/Hund/Katz als Link ein, wer mag, kann ja nochmal gucken:

Grafschafter Wochenanzeiger – Samhuinn in der Grafschaft

So, und auf Burg Schreckenstein nähern wir uns jetzt dem großen Finale, die hochherrschaftlichen Schreckgestalten erreichen die Burg

Graf Dracula himself, seine Geister und Fledermäuse und guckt, wer ihn begleitet: Mimi in heaven! Und natürlich unsere grafschaftliche Eule! Stellvertretend fürs ganze Eulennest! Getränke stehen schon bereit zur Stärkung nach dem langen Flug, und selbstverständlich ist auch wieder fürs leibliche bzw. geist-ige Wohl gesorgt

es wird wieder eifrig gekocht, alles in einem Kessel, ihr habt es sicher schon erraten, im Eulennest und in den Redaktionsräumen vom Grafschafter gibt es wieder Kesselskuchen! 🥘 Und Rotwein, 🍷 Prost! Und zum Nachtisch Schokoladenkuchen. Greift zu, damit ihr gestärkt seid für die Nacht der Nächte auf Burg Schreckenstein!

Das wird bestimmt wieder eine herrlich-schröckliche Feier mit allen Spuk- und Gruselgestalten, wünschen wir euch allen und ganz viel Spaß!

Später machen wir es uns dann drinnen in der Burg gemütlich, mein Redaktionsteam hat sich eine gruselig-gemütliche Nacht am Kamin gewünscht, mit vielen Kerzen, und dem vorlesen von herrlichen Gruselgeschichten, von Edgar Allan Poe und Charles Dickens und wer noch so alles solche gruselige Lektüre geschrieben hat.

Ja, das war nun unser diesjähriger Halloweenbeitrag hier in unserem Grafschafter Wochenanzeiger, ich hoffe, er hat euch allen wieder gefallen. Und für alle, die nicht so viel mit Halloween anfangen können, haben mein Redaktionsteam und ich jetzt auch noch was ganz feines, auf das wir uns schon sehr gefreut haben, gerade weil der Oktober, der heute nun seinen letzten Tag hat, in diesem Jahr so golden daher kam, Bilder vom Luxemburg-Geburtstagswochenende von Björn! Ganz viel Freude beim gucken, wir waren begeistert von der Gegend gerade jetzt im Herbst!

Unterkunft und nähere Umgebung

Schön, oder? Und Nebel war auch dabei, wie es sich im Herbst gehört!

Die Original-Bilder der Burg samt Umgebung

Da paßten halt so herrlich die Geister rein, lach!

Herrliche Aussicht, nicht wahr?

Fast Indian-Summer!

Eines meiner Lieblingsbilder!

Details am Wegesrand:

Felsgestein

Welche Herbstfarben! Und nun geht es sonnig weiter.

Der See bzw. Fluß ohne Geister, hihihihi!

Und nun noch zwei Panoramabilder:

(Alle Bilder: © Björn Zimmermann)

Mein Redaktionsteam und ich, wir hoffen, der wunderschöne herbstliche Ausflug nach Luxemburg hat euch gefallen! Und nun wünschen wir euch allen einen schönen Sonntag, wenn das Wetter schwächelt, macht es euch gemütlich, wenn der letzte Oktobersonntag nochmal in herbstlichem Glanze strahlt, genießt es. Wem es gefällt, dem wünschen wir eine wundervoll-gruselige Halloweennacht, wir hoffen, ihr habt nicht vergessen, die Uhren umzustellen, ⌚⏰🕰 die geklaute Stunde ist wieder da, hurra!!! Hoffentlich bleibt das jetzt auch mal so, aber da glaub ich noch nicht dran.

Bleibt oder werdet alle gesund, für alle, die es brauchen, Tier oder Mensch, sind hier Daumen, Tatzen und Pfoten fest gedrückt, 🙏🍀🍀🍀 paßt alle gut auf euch auf! Liebe Grüße von eurem Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – ein roter Kobold auf Balkonien 🐿

Die zwei Wurzeln

Zwei Tannenwurzeln groß und alt
unterhalten sich im Wald.

Was droben in den Wipfeln rauscht,
das wird hier unten ausgetauscht.

Ein altes Eichhorn sitzt dabei
und strickt wohl Strümpfe für die zwei.

Eichhornchens bilder Stricken bilder

Die eine sagt knig, die andere sagt knag.
Das ist genug für einen Tag.

(Christian Morgenstern)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da liegt sie nun also wieder auf eurem Frühstückstisch, die Sonntagsausgabe von unserem Blatt. Wir hoffen, ihr habt alle gut geschlafen und seid erfrischt in den Morgen gestartet. Dann nehmt mal Platz am hübsch gedeckten Frühstückstisch 

und weil wir schon vom Morgen schrieben, da fiel doch der Frau Chefredakteurin gerade breit grinsend ein herrlicher kleiner Sketch ein, vor Jahren bei „Sketchup“ gesehen, mit dem unvergleichlichen Paar Diether Krebs und Iris Berben, und so beginnen wir den Sonntag mal mit lachen:

Ein Klassiker! 

Die Idee für unsere heutige Sonntagsausgabe hat Mathilda angeschoben, die so einen feinen Eintrag über ein Eichhörnchen an ihrem Vogelfütterer eingestellt hat, und da fiel der Frau Chefredakteurin im Kommentar ein, daß wir ja auch mal eines auf Balkonien hatten, die dortige Frage, ob es Fotos gäbe, konnte ich bejahen. Da dazumalen noch nicht alle Leser hier in unserem Grafschafter Wochenanzeiger dabei waren, graben wir jetzt hier heute im Archiv und zeigen die Fotos noch einmal. Mein bäriges Redaktionsteam

war darob ganz begeistert, fand das ganze doch noch zu Lebzeiten unseres Co-Autors und unserer späteren rasenden Reporterin Mimi in heaven statt, die dazumalen „not amused“ über den roten Kobold auf ihrem Balkonien war. 

Wie es sich für unser „Bildungsblögchen“ gehört, kommt hier nun erst einmal wissenswertes über Eichhörnchen

Die Eichhörnchen (Sciurus) sind eine Gattung der Baumhörnchen (Sciurini) innerhalb der Familie der Hörnchen (Sciuridae). Ein auffälliges Merkmal ist der hochgestellte buschige Schwanz. Die in Mitteleuropa bekannteste Art ist das Eurasische Eichhörnchen, das gemeinhin einfach als Eichhörnchen bezeichnet wird. Alle Eichhörnchen sind Waldbewohner und ernähren sich primär von Samen und Früchten. Die weitaus meisten Arten sind auf dem amerikanischen Doppelkontinent beheimatet. Nur 3 der 29 Arten leben in der Alten Welt, sie sind über Europa, Vorder-, Nord- und Ostasien verbreitet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eichh%C3%B6rnchen

Auch der NABU hat interessantes und wissenswertes zum Eichhörnchen zu bieten, büdde schön:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/nager/04566.html

Unter der fachkundigen Anleitung unseres Redaktionsmitgliedes und Außenkorrespondenten Hamish hat mein Redaktionsteam natürlich auch wieder was über die mythologische Bedeutung des Eichhörnchens gesucht, unser kleiner Schotte interessiert sich ja immer sehr für diese Dinge. 

In der Mythologie der Germanen ist von einem roten Eichhörnchen namens Ratatöskr die Rede. Wie alle roten Tiere, so war auch Ratatöskr dem Donner- und Feuergott Thor geweiht. Es lebt der Edda nach in den Zweigen des Weltenbaumes Yggdrasil und springt ständig zwischen den verschiedenen Welten hin- und her. Deshalb steht auch heute noch das Eichhörnchen gleichzeitig mit den Elementen Erde und Luft in enger Verbindung. Des Weiteren soll das Eichhörnchen Ratatöskr den Streit zwischen dem Adler Orn, der auf den Zweigen des Weltenbaumes sitzt und dem Drachen Niddhöggr, welcher an den Wurzeln wohnt, immer wieder neu entfachen. Grund sei ungenaues Weitertragen von Streitworten des Adlers zum Drachen und umgekehrt. Daher symbolisiert das Eichhörnchen für die Germanen eine Art Schelm, der andere gerne auf den Arm nimmt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ratat%C3%B6skr

Wegen seiner rötlichen Färbung ist das Eichhörnchen bei den Kelten der Erd- und Fruchtbarkeitsgöttin Mebd zugeordnet. 

Das Eichhörnchen als Krafttier mahnt, den Dingen auf den Grund zu gehen, quasi „die Nuß zu knacken“. Es erhöht die Wendigkeit von Geist und Körper, hilft bei der Verwirklichung von Plänen und Ideen, bereitet auf besondere Herausforderungen vor und löst Konflikte zwischen Weisheit und Intellekt. Es verbindet sich die Energie mit den weiblichen Gefühlsebenen. Und es warnt vor Streitigkeiten. 

So, nun sind mal wieder der Worte genug gewechselt, nun laßt uns endlich Bilder sehen, frei nach Geheimrat Goethe! 

Die Bilder sind allesamt durch die Scheibe der Balkonientür fotografiert worden, daher nicht immer ganz so deutlich und bissel „verwaschen“! 

Das war damals unser Futterhäuschen, in dem auch Erdnüsse gelagert haben, das hatte der kleine Kobold schnell spitz! 

Wie man hier sieht, kann es auf Balkonien an der Mauer rauf und runter laufen, das ist Rauhputz und das bietet wohl den Krallen guten Halt. So ist es wohl auch bis in die dritte Etage gelangt. 

Und nun zeigt euch unser Eichhorn wie der Rückzug von Balkonien über das Katzennetz geht, lach! 

Mimi hatte in ihrer Hängematte gemütlich geschlafen

es war eine Gaudi, als sie den roten Pelzmärtel entdeckt hat und der dann auch noch von Balkonien aus an der Balkonbrüstung entlang über die Fensterbank vom Wohnzimmer direktemang an Mimis Nase vorbeimarschiert ist, meine kleine Schwarze war Empörung und Verblüffung pur:

Leider ist der Puschel auf den Bildern nicht sichtbar, aber ich glaub, Mimis damaliger Gesichtsausdruck spricht Bände! 

Am nächsten Tag war er wieder da, der rote Puschel, 

aber dieses mal genügte ihm das Futterhäuschen nicht, da mußte auch mal von ganz Balkonien Besitz ergriffen werden

Mimi war Empörung von Kopf bis Schwanz! Machte dem Hörnchen wenig, war ja schließlich eine Glastüre zwischen ihm und meinem Bonsai-Tiger, und gemach trat es auf dem gleichen Weg wie tags zuvor den Rückweg an. 

Wir haben so ein knuffiges Bild gefunden, mit Katze und Eichhörnchen, ich glaub, da wäre Mimi dann wohl endgültig ausgerastet! 🤣

Nun haben wir noch, wie bei vielen Einträgen und oben ja auch schon ein paar eingefügte, Bilder von unserem Serviettentechnikfundus

Mit lieben Worten vom Herrn Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe über das Eichhörnchen 

Das Eichhörnchen

Warum gibt uns die Betrachtung unseres heimischen
Eichhörnchens so viel Vergnügen? Weil es als die höchste Ausbildung seines Geschlechtes eine ganz besondere Geschicklichkeit vor Augen bringt.

Gar zierlich behandelt es ergreiflich kleine appetitliche Gegenstände, mit denen es mutwillig zu spielen scheint, indem es sich doch nur eigentlich den Genuß dadurch vorbereitet und erleichtert.

Dies Geschöpfchen, eine Nuß eröffnend, besonders aber einen reifen Fichtenzapfen abspeisend, ist höchst graziös und liebenswürdig anzuschauen.

(Johann Wolfgang von Goethe)

schließen wir nun unsere Sonntagsausgabe und wünschen allen unseren Lesern einen schönen, frohen Sonntag! Paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund und startet am Montag gut wieder in die neue Woche wünscht euch allen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Pfingsten – „Aus der Jugendzeit…“ oder „eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!“

 

Die Schwalben

Hold Erinnern schwebt mir vor,
wie um Fensterbogen
an dem alten Kirchenchor
tausend Schwalben flogen.

Schwalben rings ohn Unterlaß
in den Lüften wiegend,
wo ich schöne Märchen las.
zwischen Gräbern liegend.

Jene grüne Einsamkeit
ist schon lang versunken,
wo ich in der Kinderzeit
Poesie getrunken.

Doch wenn heut die Schwalben schrein,
die im Licht sich schwenken,
meiner Kindheit Morgenschein
muß ich still gedenken.

Denn die Sehnsucht dauert fort
nach der Jugend Räumen,
und noch immer wandl’ ich dort
nachts in meinen Träumen.

(Heinrich Seidel, 1842 – 1906, deutscher Ingenieur und Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun haltet ihr also unsere diesjährige Pfingstfest- und Sonntagsausgabe in den Händen. Leider wird sich wohl überall in unserem Land das Wetter nicht gerade pfingstlich zeigen, der gesamte Mai war ja bis jetzt eher verregnet und verhagelt denn schön. Und so haben wir in unserer freitäglichen Redaktionssitzung wieder hin und her überlegt, was wir euch wohl zum heutigen Pfingstfest präsentieren könnten, und dieses Mal hatten die Bären eures Redaktionsteams die zündende Idee:

Schwalben!

Meine Redaktionscrew hatte mich den ganzen Mai über mit fragenden Augen beobachtet, wenn ich am Wohnzimmerfenster stand und lange in den Himmel schaute. „Wonach guckst du denn, Frau Cheffin?“ fragte Ruddi schließlich ganz ratlos. „Ja, Ruddi, nach den Schwalben, die doch nun aus dem Süden wieder zu uns zurückkehren, ich würde in diesem Jahr doch wieder so gerne der Türmer sein, der ihre Ankunft als erster vermelden darf!“ Na, das war ein Stichwort für mein Redaktionsteam, binnen kurzem versammelten sich alle am Wohnzimmerfenster wie weiland bei der sehnsüchtigen Ausschau im Winter nach Schnee

um mir bei der Sichtung meiner heißgeliebten Schwälbchen behilflich zu sein. 

Wie gebannt beobachten sie von nun an den Himmel, ich konnte derweil meinen hausfraulichen Tätigkeiten nachgehen, sie haben mir glaubhaft versichert, sie würden sofort „töööröööööööö“ rufen, wenn sie der ersten Schwalben ansichtig würden. 

Eines vorweg, es hat lange gedauert, in der Zwischenzeit hatten uns die Kinder aus Köln bereits wieder eingeholt und vermeldeten ihrerseits am 4. Mai, daß sie in diesem Jahr wieder der Türmer wären, die Schwalben wären da! Und meine Crew guckte weiter. 

Aber dann, am 20. Mai, am frühen Abend, erscholl endlich ein „Töööörööööö“ aus vielen begeisterten Bärenkehlen, sie waren da, die Schwalben, und kreisten am Abendhimmel, das war eine Freude in unseren Redaktionsräumen. Frau Chefredakteurin ließ alles stehen und liegen und kam sofort gucken. 

das sind Archivaufnahmen vom August 2016, da hatte ich mal das Glück, sie sogar mit meiner kleinen Knipse und nicht so ganz dollem Zoom am Himmel zu erwischen, beim ersten Bild ganz oben rechts, beim zweiten rechts/mittig zwischen den weißen Wolkenformationen. 

Zufrieden mit sich und ihrer Sichtung nahm meine Bärencrew wieder ihre gewohnten Plätze ein, und Bruno meinte dann, nun hätte er aber doch noch gerne erklärt, was es denn mit dem Türmer auf sich hätte, von dem ich gesprochen habe, der die Ankunft der Schwalben meldet, als Großstadtkind der Neuzeit konnte er damit natürlich so gar nichts anfangen. Da hat dann die Frau Chefredakteurin sich mal wieder ihren Theodor Storm an Land gezogen, dessen Zeit ja leider immer noch nicht auf Balkonien stattfindet, und bei dem die Schwalben als Motiv in seinen Gedichten und Novellen immer wieder auftauchen, in einer Novelle sind sie das zentrale Motiv in der Geschichte, und zwar in der Novelle „In St. Jürgen“ 

https://de.wikipedia.org/wiki/In_St._J%C3%BCrgen

Hier habt ihr eine kurze Inhaltsangabe der Novelle, die zu einer meiner Lieblingsnovellen von Theodor Storm gehört, damit ihr euch ein Bild von der Geschichte machen könnt. 

Siehst du, Bruno, das ist die Geschichte in meinem geliebten alten Storm-Buch, und sie beginnt mit den Worten:

„Es ist nur ein schmuckloses Städtchen, meine Vaterstadt; sie liegt in einer baumlosen Küstenebene, und ihre Häuser sind alt und finster. Dennoch habe ich sie immer für einen angenehmen Ort gehalten, und zwei den Menschen heilige Vögel scheinen diese Meinung zu teilen. Bei hoher Sommerluft schweben fortwährend Störche über der Stadt, die ihre Nester unten auf den Dächern haben; und wenn im April die ersten Lüfte aus dem Süden wehen, so bringen sie gewiß die Schwalben mit, und ein Nachbar sagt’s dem andern, daß sie gekommen sind.“

Und da, Bruno, kommen nun die bzw. der Türmer ins Spiel, die höchsten Gebäude in den Städten der vergangenen Jahrhunderte waren meist die Kirchen, und diese hatten einen Glockenturm, im Glockenturm wohnte der Türmer, der das Geläute der Glocken in Gang hielt, auch sonstige Verwaltungsaufgaben inne hatte, und aufgrund seiner Übersicht über die ganze Stadt zum Beispiel auch als erster Brände entdeckte und sie mit warnenden Glocken melden konnte, oder oft auch mit Trompetenstößen, ein solches Instrument diente ebenfalls der Warnung und Meldung, und er war es dann eben auch, der die ersten Schwalben entdeckte, wenn sie im Frühling heimkehrten, und das freudige Ereignis meldete er eben der ganzen Stadt mit seiner Trompete, deshalb „tööööröööö“, lach, und deshalb der alljährliche Wettbewerb zwischen den Kindern und mir, wer wohl in diesem Jahr der „Türmer“ wird! Guck, so wird wohl dazumalen die Aussicht eines Türmers gewesen sein

das ist aus meinem Storm-Buch, eine Zeichnung von Adolph von Menzel. 

Da konnte man wohl wirklich jeden Winkel sehen von hoch droben. Und hier hast du nun auch noch einen Auszug aus der Novelle, die unmittelbar von einem ebensolchen Türmer spricht, ich les es dir mal vor:

„Ich war auf den Kirchhof hinausgetreten und blickte an dem Turm hinauf; da sah ich oben auf der Galerie den Türmer stehen und sah, wie er sein langes Horn noch in der Hand hielt. Ich wußte es nun wohl; die ersten Schwalben waren gekommen, und der alte Jakob hatte ihnen den Willkommen geblasen und es laut über die Stadt gerufen, daß der Frühling ins Land gekommen sei. Dafür bekam er seinen Ehrentrunk im Ratsweinkeller und einen blanken Reichstaler vom Herrn Bürgermeister. – Ich kannte den Mann und war oft droben bei ihm gewesen; als Knabe, um von dort aus meine Tauben fliegen zu sehen, später auch wohl mit Agnes; denn der Alte hatte ein Enkeltöchterchen bei sich, zu dem sie Pate gestanden und deren sie sich auf allerlei Art anzunehmen pflegte. Einmal, am Christabend, hatte ich ihr sogar ein vollständiges Weihnachtsbäumchen den hohen Turm hinaufschleppen helfen. – „

Bruno war hochbefriedigt von meiner Erklärung. 

Der Eingangstext der Novelle „In St. Jürgen“ geht aber noch weiter, und da kommt jetzt ein Teil unseres Titels zur Geltung:

„So ist es eben jetzt. Unter meinem Fenster im Garten blühen die ersten Veilchen, und drüben auf der Planke sitzt auch schon die Schwalbe und zwitschert ihr altes Lied:

Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm…“

Das ist aus dem Gedicht und Lied „Aus der Jugendzeit“ von Friedrich Rückert:

Aus der Jugendzeit, aus der Jugendzeit
klingt ein Lied mir immerdar;
o wie liegt so weit, o wie liegt so weit,
was mein einst war!

Was die Schwalbe sang, was die Schwalbe sang,
die den Herbst und Frühling bringt;
ob das Dorf entlang, ob das Dorf entlang
das jetzt noch klingt?

„Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm,
waren Kisten und Kasten schwer;
als ich wieder kam, als ich wieder kam,
war alles leer.“

O du Kindermund, o du Kindermund,
unbewußter Weisheit froh,
vogelsprachekund, vogelsprachekund
wie Salomo!

O du Heimatflur, o du Heimatflur,
laß zu deinem heil`gen Raum
mich noch einmal nur, mich noch einmal nur
entfliehn im Traum!

Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm,
war die Welt mir voll so sehr;
als ich wieder kam, als ich wieder kam,
war alles leer!

Wohl die Schwalbe kehrt, wohl die Schwalbe kehrt,
und der leere Kasten schwoll,
ist das Herz geleert, ist das Herz geleert,
wird`s nie mehr voll.

Keine Schwalbe bringt, keine Schwalbe bringt
dir zurück, wonach du weinst;
doch die Schwalbe singt, doch die Schwalbe singt
im Dorf wie einst:

„Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm,
waren Kisten und Kasten schwer;
als ich wieder kam, als ich wieder kam,
war alles leer.“

Das hab ich natürlich auch noch für „auf die Ohren“ für euch, zwei ganz alte Versionen des schönen, ein bissel schwermütigen Liedes:


Ich hatte wohl sehr träumerische Augen bei dem Lied, denn meine Bärencrew wollte nun natürlich wissen, woran ich denn dabei dächte, ja, meine lieben Redaktionsmitglieder, das sind Laute aus meiner Jungendzeit, das Lied ebenso wie die Rufe der wunderschönen Schwalben, das alles erinnert mich so sehr an mein ehemaliges Kindheitsparadies in Höxter im Weserbergland. Nun bekam Otto große Augen, unser Handelsreisender, wenn von anderen Orten die Rede ist, ist er immer gleich Feuer und Flamme, in diesen kargen Reisezeiten ganz besonders. Guck, Otto, das ist mein Höxter

und dort an der Weser hab ich oft im Gras gelegen

und meine Mama hat auf einer Bank gesessen und konnte stundenlang ihren Lieblingsvögeln zugucken, den Schwalben, wie sie mit schrillen Schreien direkt über dem Wasser der Weser auf Insektenfang gingen, Urlaute, die mich noch heute vor Wohlbehagen erschauern lassen.

Hier muß ich nun wohl kurz einmal den Unterschied erklären zwischen Schwalben 

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwalben

und Mauerseglern

https://de.wikipedia.org/wiki/Mauersegler

die den Schwalben zwar ähneln, aber nicht mit diesen näher verwandt sind. Trotzdem waren für mich immer beide Arten einfach Schwalben und der Inbegriff von Sommer. Die so bekannten Nester an der Wand

sind Schwalbennester, Mauersegler brüten in Hohlräumen. 

Otto war sehr angetan von meinen Erinnerungen und vor allem von der ihm fremden Stadt meines Kindheitsparadieses. Und Luzia, mit ihrem Faible für glitzern aller Art, betrachtete sich verträumt das glitzern meiner geliebten Weser. 

Ich zitiere noch einmal aus der Novelle von Theodor Storm, weil dies ja ein Eintrag über Schwalben ist, paßt es so schön:

„Wie oft zur Sommerzeit, ehe ich in die Kapellentür trat, bin ich in der Stille des Sonntagsmorgens zögernd auf dem sonnigen Hofe stehengeblieben, den von dem nebenliegenden Gärtchen her, je nach der Jahreszeit, Goldlack-, Nelken- oder Resedaduft erfüllte. – Aber dies war nicht das einzige, weshalb mir derzeit der Kirchgang so lieblich schien; denn oftmals, besonders wenn ich ein Stündchen früher auf den Beinen war, ging ich weiter in den Hof hinab und lugte nach einem von der Morgensonne beleuchteten Fensterchen im obern Stock, an dessen einer Seite zwei Schwalben sich ihr Nest gebaut hatten. Der eine Fensterflügel stand meistens offen; und wenn meine Schritte auf dem Steinpflaster laut wurden, so bog sich wohl ein Frauenkopf mit grauem glattgescheiteltem Haar unter einem schneeweißen Häubchen daraus hervor und nickte freundlich zu mir herab. »Guten Morgen, Hansen«, rief ich dann; denn nur bei diesem, ihrem Familiennamen, nannten wir Kinder unsere alte Freundin; wir wußten kaum, daß sie auch noch den wohlklingenden Namen »Agnes« führte, der einst, da ihre blauen Augen noch jung und das jetzt graue Haar noch blond gewesen, gar wohl zu ihr gepaßt haben mochte. Sie hatte viele Jahre bei der Großmutter gedient und dann, ich mochte damals in meinem zwölften Jahre sein, als die Tochter eines Bürgers, der der Stadt Lasten getragen, im Stifte Aufnahme gefunden. Seitdem war eigentlich für uns aus dem großmütterlichen Hause die Hauptperson verschwunden; denn Hansen wußte uns allezeit, und ohne daß wir es merkten, in behagliche Tätigkeit zu setzen; meiner Schwester schnitt sie die Muster zu neuen Puppenkleidern, während ich mit dem Bleistift in der Hand nach ihrer Angabe allerlei künstliche Prendelschrift anfertigen oder auch wohl ein jetzt selten gewordenes Bild der alten Kirche nachzeichnen mußte, das in ihrem Besitze war. Nur eines ist mir später in diesem Verkehr aufgefallen; niemals hat sie uns ein Märchen oder eine Sage erzählt, an welchen beiden doch unsere Gegend so reich ist; sie schien es vielmehr als etwas Unnützes oder gar Schädliches zu unterdrücken, wenn ein anderer von solchen Dingen anheben wollte. Und doch war sie nichts weniger als eine kalte oder phantasielose Natur. – Dagegen hatte sie an allem Tierleben ihre Freude; besonders liebte sie die Schwalben und wußte ihren Nesterbau erfolgreich gegen den Kehrbesen der Großmutter zu verteidigen, deren fast holländische Sauberkeit sich nicht wohl mit den kleinen Eindringlingen vertragen konnte. Auch schien sie das Wesen dieser Vögel genauer beobachtet zu haben. So entsinne ich mich, daß ich ihr einst eine Turmschwalbe brachte, die ich wie leblos auf dem Steinpflaster des Hofes gefunden hatte. »Das schöne Tier wird sterben«, sagte ich, indem ich traurig das glänzende braunschwarze Gefieder streichelte; aber Hansen schüttelte den Kopf. »Die?« sagte sie, »das ist die Königin der Luft; ihr fehlt nichts als der freie Himmel! Die Angst vor einem Habicht wird sie zu Boden geworfen haben; da hat sie mit den langen Schwingen sich nicht helfen können.« Dann gingen wir in den Garten; ich mit der Schwalbe, die ruhig in meiner Hand lag, mich mit den großen braunen Augen ansehend. »Nun wirf sie in die Luft!»rief Hansen. Und staunend sah ich, wie, von meiner Hand geworfen, der scheinbar leblose Vogel gedankenschnell seine Schwingen ausbreitete und mit hellem Zwitscherlaut wie ein befiederter Pfeil in dem sonnigen Himmelsraum dahinschoß. »Vom Turm aus«, sagte Hansen, »solltest du sie fliegen sehen; das heißt von dem Turm der alten Kirche, der noch ein Turm zu nennen war.«“

Da ist auch noch einmal ein Turm erwähnt im Zusammenhang mit dem Türmer, der die Ankunft der Schwalben meldete, aber ich liebe besonders die Zeilen „das ist die Königin der Luft, ihr fehlt nichts als der freie Himmel!“ Ja, das ist die Schwalbe sicherlich. 

Ihre Ankunft hier war spät in diesem Jahr, umso glücklicher bin ich samt meinem Redaktionsteam, daß sie nun da sind, die Zeit ist kurz, in der sie uns erfreuen, denn wie sagt eine alte Bauernregel: „An Maria Geburt ziehen die Schwalben furt.“ Maria Geburt ist am 8. September.

Zwei Bilder noch aus dem Spreewald, Schwalben in Ruhe, ein seltener Anblick! 

Hamish hatte nun die ganze Zeit recht still bei unseren Vorbereitungen gesessen, als ich ihn dann aber ansprach und meinte, ob er denn vielleicht mal gucken wolle, ob für unser schottisches Bärchen nicht auch was über die Mythologie der Schwalben dabei sei, da strahlte er auf und machte sich sofort auf die Suche. 

Die Schwalbe gilt als Frühlingsbote und Glücksbringer, wo sie nistet, ist das Glück zuhause und wer ihr begegnet, zu dem kehrt das Glück zurück. Sie prophezeit schlechtes Wetter, denn wenn sie tief fliegt, dann bedeutet das Regen. Sie steht für häusliches Glück, galt schon im Mittelalter als ein glücksbringendes Tier, man mußte sie sorgfältig hüten und durfte sie nicht verletzen oder gar töten. In Ägypten wurde sie der Göttin Isis, der Göttin des Lichts, geweiht. Fast alle Völker haben den Glauben an das gute Omen, das die Schwalben darstellen. 

Im Zusammenhang mit seiner Suche nach der Mythologie der Schwalbe hat Hamish noch einen ganz feinen Bericht gefunden, der bestimmt für alle hier interessant ist, denn wir alle sind doch Tier- und Vogelliebhaber, hier ist also der Link zu dem Bericht, den Hamish ganz stolz entdeckt hat:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/schwalben/13712.html

Eigentlich wollten wir hier dann unsere Sonntags- und Pfingstfestausgabe mit neuen Bildern von unseren Pfingstrosen im Garten abrunden, aber da tut sich noch nix, da müßt ihr noch ein bissel drauf warten. 

Und damit wünschen wir euch allen nun ein frohes, gesegnetes und schönes Pfingstfest, wenn es irgendwie geht, laßt die Sorgen außen vor, und laßt euer Gemüt wie eine Schwalbe hoch und frei in den Himmel fliegen, und auch, wenn die Sonne die Feiertage nicht beleuchtet, laßt es euch nicht verdrießen und habt einfach Sonne im Herzen. Vielleicht macht euch noch ein Lied, das wir so gerne noch in diesen Eintrag mit hineinnehmen wollten, richtig gute Laune, wir jedenfalls haben sehr vergnügt dabei geguckt und mitgesungen! 

Hier wäre der Text zum mitsingen, bitte, nicht lachen über die Schreibweise bei dem Link, ich hab auch die Augen verdreht, aber besser konnte ich es nicht finden, eher noch schlechter! 🙄

https://www.flashlyrics.com/lyrics/fred-bertelmann/schwalbenlied-93

Ein wunderschönes, frohes Pfingstfest wünscht euch noch einmal euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Walpurgisnacht! Der wilde Ritt zum Blocksberg 🧹

 

Die erste Walpurgisnacht

Ein Druide

Es lacht der Mai!
Der Wald ist frei
von Eis und Reifgehänge.
Der Schnee ist fort;
am grünen Ort
erschallen Lustgesänge.
Ein reiner Schnee
liegt auf der Höh’;
doch eilen wir nach oben,
begeh’n den alten heil’gen Brauch,
Allvater dort zu loben.
Die Flamme lodre durch den Rauch!
Begeht den alten heil’gen Brauch.
Hinauf! Hinauf!
Allvater dort zu loben.
So wird das Herz erhoben.

Die Druiden

Die Flamme lodre durch den Rauch!
Begeht den alten heil’gen Brauch.
Allvater dort zu loben.

Hinauf! hinauf nach oben!

Einer aus dem Volke

Könnt ihr so verwegen handeln?
Wollt ihr denn zum Tode wandeln?
Kennet ihr nicht die Gesetze
unsrer strengen Überwinder?
Rings gestellt sind ihre Netze
auf die Heiden, auf die Sünder.
Ach, sie schlachten auf dem Walle
unsre Väter, unsre Kinder.
Und wir alle
nahen uns gewissem Falle,

Chor der Weiber

auf des Lagers hohem Walle
schlachten sie uns unsre Kinder.
Ach, die strengen Überwinder!

Und wir alle
nahen uns gewissem Falle.

Ein Druide

Wer Opfer heut’
zu bringen scheut,
verdient erst seine Bande!
Der Wald ist frei!
Das Holz herbei,
und schichtet es zum Brande!
Doch bleiben wir
im Buschrevier
am Tage noch im Stillen,
und Männer stellen wir zur Hut,
um eurer Sorge willen.
Dann aber laßt mit frischem Mut
uns unsre Pflicht erfüllen.
Hinauf! Hinauf!
Verteilt euch, wackre Männer, hier!

Chor der Wächter

Verteilt euch, wackre Männer, hier,
durch dieses ganze Waldrevier,
und wachet hier im Stillen,
wenn sie die Pflicht erfüllen.

Ein Wächter

Diese dumpfen Pfaffenchristen,
lasst uns keck sie überlisten!
Mit dem Teufel, den sie fabeln,
wollen wir sie selbst erschrecken.
Kommt! Kommt mit Zacken und mit Gabeln,
und mit Glut und Klapperstöcken
lärmen wir bei nächt’ger Weile
durch die engen Felsenstrecken!
Kauz und Eule,
Heul’ in unser Rundgeheule,
Kommt! Kommt! Kommt!

Chor der Wächter

Kommt mit Zacken und mit Gabeln
wie der Teufel, den sie fabeln,
und mit wilden Klapperstöcken
durch die engen Felsenstrecken!
Kauz und Eule,
heul in unser Rundgeheule.
Kommt! Kommt! Kommt!

Ein Druide

So weit gebracht,
dass wir bei Nacht
Allvater heimlich singen!
Doch ist es Tag,
sobald man mag
ein reines Herz dir bringen.
Du kannst zwar heut’
und manche Zeit
dem Feinde viel erlauben.
Die Flamme reinigt sich vom Rauch:
So reinig’ unsern Glauben!
Und raubt man uns den alten Brauch,
Dein Licht, wer will es rauben?

Ein christlicher Wächter

Hilf, ach hilf mir, Kriegsgeselle!
Ach, es kommt die ganze Hölle!
Sieh’, wie die verhexten Leiber
durch und durch von Flamme glühen!
Menschen-Wölf’ und Drachen-Weiber,
die im Flug vorüberziehen!
Welch entsetzliches Getöse!
Laßt uns, laßt uns alle fliehen!
Oben flammt und saust der Böse.
Aus dem Boden
dampfet rings ein Höllenbroden.
Lasst uns flieh’n!

Chor der christlichen Wächter

Schreckliche, verhexte Leiber,
Menschenwölf und Drachenweiber!
Welch entsetzliches Getöse!
Sieh, da flammt, da zieht der Böse!
Aus dem Boden
dampfet rings ein Höllenbroden.

Chor der Druiden

Die Flamme reinigt sich vom Rauch;
so reinig’ unsern Glauben!
Und raubt man uns den alten Brauch,
dein Licht, wer kann es rauben?

( Johann Wolfgang von Goethe)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, heute gab es hier bereits eine donnerstägliche Redaktionssitzung, denn große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, es naht das Wochenende und mit ihm der 1. Mai und somit das Ende vom Monat April, und was ist dann am 30. April??? Genau, Walpurgisnacht! Die Nacht, in der die Hexen wieder los sind und wir haben in der Redaktionssitzung einstimmig beschlossen, daß wir in dieser Nacht mal wieder dabei sind! Mit einem fröhlichen, lustigen, informativen Eintrag, der alles außen vor läßt, was derzeit um uns rum immer noch los ist und euch einfach nur unterhalten und fröhlich und positiv stimmen soll. 

Auf geht’s, die Frau Chefredakteurin und euer Redaktionsteam haben sich die Aufgaben zum heutigen Eintrag untereinander aufgeteilt. 

Frau Chefredakteurin beginnt mit dem informativen Teil:

Die Walpurgisnacht (auch Hexenbrennen) ist ein traditionelles nord- und mitteleuropäisches Fest, teilweise mit Feuerbrauch am 30. April. Der Name des Festes leitet sich von der heiligen Walburga ab, deren Gedenktag bis ins Mittelalter am 1. Mai, dem Tag ihrer Heiligsprechung, gefeiert wurde. Die Walpurgisnacht war die Vigilfeier des Festes. Als „Tanz in den Mai“ hat sie wegen der Gelegenheit zu Tanz und Geselligkeit am Vorabend des arbeitsfreien Maifeiertags auch als städtisches, modernes Festereignis Eingang in private und kommerzielle Veranstaltungen gefunden.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Walpurgisnacht

Habt ihr euch alle gewundert über das ellenlange Gedicht? Jaja, der Herr Goethe, der konnte dichten, und dieses Gedicht von ihm hat seinen Hintergrund: 1830 war Felix Mendelssohn Bartholdy bei seinem Gönner Goethe in Weimar. Als er sich anschließend auf eine Reise gen Süden begab, hatte er neben Goethes „Italienische Reise“ auch dessen Ballade „Die erste Walpurgisnacht“ im Gepäck. Der Dichterfürst war nämlich überzeugt, dass seine Ballade als Chorkantate vertont werden müsse. In Italien machte sich Mendelssohn an die Komposition der „Walpurgisnacht“. Deren Uraufführung hat Goethe allerdings nicht mehr erleben können.

Wir hatten ja schon einige Einträge zur Walpurgisnacht, die Nacht der großen Freudenfeuer, verzaubernden Maibowle, Hexen, die wild durch die Nacht reiten, mit vielen Ritualen und gruseligem Beiwerk, zurückzuführen auf Beltane, das alte Fest vom Übergang vom 30. April auf den 1. Mai, den Beginn der Sommerzeit, an dem der Schleier zur Anderswelt – der Welt der Götter und Ahnen – besonders dünn ist. Mit Räucherungen, Opfergaben und wilden Tänzen ehrte man sie, zum Abschied von der kalten Jahreszeit. Dies wilde Treiben weckte zu Beginn der Christianisierung Angst und Mißtrauen, und so wurde Hexenwerk dahinter vermutet, Orgien, bei denen sich die Hexen, die des Nachts mit dem Besen über Land ritten, auf den Bergen mit dem Satan vermählten. Und so kamen die Hexen in Verruf, eigentlich in Vorzeiten mit einem tiefen Verständnis für die Natur und ihre Zusammenhänge weise Frauen, die der Heilkunde mächtig waren, das Wort „Hexe“ leitet sich demgemäß auch von dem alten Wort „Hagezussen, Hagezussa“ ab, was soviel bedeutet wie „kräuterkundige Frauen in den Hecken (Hag). 

Rituale und Jahreskreisfeste sind tief verwurzelt in der Kultur, und so lohnt es sich, mal wieder einen Blick auf diese zu werfen, gerade in diesen Zeiten können sie uns wieder verstärkt gut tun. 

Eine Feuerschale im Garten erinnert an den Feuerzauber zu diesem Fest, zum Tanz in den Mai ein Gundelrebenkranz (Gundelrebe: eine alte Heil- und Zauberpflanze, sie soll helfen, Böses zu erkennen!) und für Haus und Wohnung eine reinigende Räucherung: Wacholder, Salbei, Holunder und Johanniskraut. 

Und wer dächte beim Tanz in den Mai nicht an die erste Waldmeisterbowle des Jahres, das Kraut dazu wächst jetzt auf den Waldböden. 

Sie kann natürlich auch fertig gekauft werden. 

Die Königin der Blumen, die Rose, darf natürlich zum Fruchtbarkeitsfest Walpurgis nicht fehlen, aus ihr könnte man Rosensirup für diesen Tag machen. Wäre auch fein für eine Bowle!

Wie ihr euch alle sicherlich gut erinnern könnt, liebte unsere Mimi in heaven dieses Fest, und deshalb macht nun Ruddi hier weiter, der euch mit alten und neuen Bildern an Mimis geliebtes Walpurgisfest erinnern möchte. 

Hallo, ihr lieben Leser alle, bei einem Eintrag zur Walpurgisnacht darf meine Cheffin Mimi in heaven natürlich nicht fehlen, wie liebte sie diese Bilder:

Da haben wir natürlich in diesem Jahr auch noch was schönes neues gemacht, damit Mimi bei diesem Eintrag wieder dabei sein kann. 

Bilder von Mimis Bild mit Hexchen, sie fand diese kleine Holz-Hexe immer so knuffig! 

Sie wird sich freuen auf ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐ und ich geb die Feder nun mal weiter an meine beiden Redaktionskollegen 

Bruno und Otto

Hallo, ihr lieben Leser alle, wir beide haben hier den kulinarischen Teil des Eintrags in bewährte Tatzen genommen. Otto, unser Handelsreisender, hatte endlich mal wieder die Gelegenheit, vorschriftsmäßig ausgestattet für alles Zubehör zu sorgen, daß man für kulinarische Köstlichkeiten zur Walpurgisnacht und zum ersten Mai benötigt. 

Und so hat er hier alle Zutaten besorgt für das, was so ein bissel traditionell ist an diesen Tagen, zum Beispiel Fliegenpilze

https://eatsmarter.de/rezepte/eier-tomaten-fliegenpilze

aus hartgekochten Eiern, in Schweden gibt es zu diesem Tag Graved Lachs, wir haben uns aber für unser Festtagsmenü für frischen Lachs entschieden. In Schottland und England liebt man nicht nur zu dieser Zeit Haferkekse, wir machen es uns hier heute gemütlich, lach, und stellen einfach feine Rezepte per Link ihr ein:

https://www.ichkoche.at/schottische-haferkekse-rezept-83627

Und noch was ganz feines, auch aus Schottland (der Hamish strahlt hier gerade wie ein Honigkuchenpferd, lach!) Bannockbrot 

https://de.wikipedia.org/wiki/Bannockbrot

https://www.gutekueche.de/bannock-rezept-10553

Und wenn er an weiteren feinen Rezepten für die Walpurgisnacht interessiert seid, da hätten wir noch einen schönen Link für euch, guckt euch das mal an:

http://www.hexenrezepte.de/Walpurgisnachtrezepte.htm

Als Getränk natürlich die schon erwähnte Waldmeisterbowle, die ist fein süffig und mit all den schönen Rezepten wird das bestimmt auch ein kulinarisches Fest. Ach, ja, falls schon zu einigermaßen erschwinglichen Preisen zu erhandeln wäre noch Spargel was feines! Wir weichen derzeit noch auf Dose und Glas aus, ist aber erst einmal auch sehr lecker, der frische kommt dann auch noch. 

So, nachdem wir euch nun hier den Mund wässrig gemacht haben und Hamish eh schon strahlte, weil so vieles aus seiner Heimat kam, macht er hier jetzt auch weiter: 

Halo a h-uile duine, leughadairean daor, ich bin’s, euer Hamish, und ich hab jetzt hier die ehrenvolle Aufgabe, euch die Walpurgisnacht in Schottland zu zeigen, in meiner Heimat heißt das Fest aber „Beltane“ bzw. auf schottisch-gälisch Là Bealltainn.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beltane

https://de.wikiarabi.org/wiki/Beltane

Und da hab ich jetzt wieder ein ganz feines Video für euch 

und noch was zum lesen für das Fest in meiner schottischen Heimat und da vor allen Dingen in meinem geliebten Edinburgh:

Tanz in den Mai: Das Beltane Fire Festival in Edinburgh

Das war nun mein Beitrag zu unserem heutigen Eintrag, ich geb jetzt mal die Feder weiter an meine Redaktionskollegin Luzia:

Hallo, ihr lieben Leser alle, da bin ich, eure Luzia, und wie sich das für mich als die „leuchtende“ gehört, hab ich den Part mit leuchtenden und glitzernden Bildern für die Walpurgisnacht übernommen, da fangen wir mal an mit dem Supervollmond im April, die Knipse von der Frau Chefredakteurin hat ja nicht so einen dollen Zoom, aber wir fanden die Bilder alle trotzdem schön:

Wir haben hier so ein hübsches „Schneekugelglas“ mit einer Hexe und Glitzer statt Schnee, guckt mal:

da hab ich auch noch eine Galerie für euch, ihr wißt es ja, ihr könnt die Bilder auch anklicken und dann in Reihenfolge in groß gucken:

Unsere kleine Holzhexe 

hat die Frau Chefredakteurin draußen mal leuchtend fotografiert

hübsch gruselig, oder, mit dem leuchtenden Kürbiskopp dahinter, da haben wir auch noch eine Galerie von:

Ja, das war nun mein Beitrag zu unserem heutigen Eintrag, nun macht die Frau Chefredakteurin weiter. 

Da wären wir nun fast am Ende unseres Eintrags zur heutigen Walpurgisnacht/Beltane, fehlt noch, euch allen einen schönen Freitag, eine wunderschöne, hexige Walpurgisnacht und einen ebenso schönen 1. Mai zu wünschen. Und zum 1. Mai haben wir nun noch was, denn mein Redaktionsteam gratuliert hier mit Hexenbegleitung

meinem Blögchen zum 9. Geburtstag! Kaum zu glauben, daß 9 Jahre vergangen sind, seit ich hier dazumalen mit Mimi in heaven mein Blögchen gegründet habe! Da stoß ich doch gerne mit euch allen und mit meinem Team auf unseren Blögchen-Geburtstag an: 🍾🥂 Und wir freuen uns auf hoffentlich noch viele Jahre mit euch allen! Bleibt uns gewogen und laßt euch wieder einmal danken für eure Treue und eure Begleitung in guten wie in schlechten Tagen! Gerade in dieser Zeit so schön, so tröstlich, so verbindend! 

Paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund und genießt das Leben, wir haben nur dies eine! 🌹❤🙏

Habts fein wünscht euch euer Redaktionsteam mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.

 

Grafschafter Wochenanzeiger – „wenn der Frühling kommt……“

Die Tulpe

Andre mögen andre loben,
mir behagt dein reich Gewand,
durch sein eigen Lied erhoben
pflückt dich eines Dichters Hand.

In des Regenbogens sieben
Farben wardst du eingeweiht,
und wir sehen, was wir lieben,
an dir zu derselben Zeit.
Als mit ihrem Zauberstabe
Flora dich entstehen ließ,
einte sie des Duftes Gabe
deinem hellen, bunten Vlies.

(August Graf von Platen)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger! Die freitägliche Redaktionssitzung zeigte mal wieder bissel ratlose und müde Gesichter ringsum, nach einer einzigen Nacht mit Schnee fiel das Wetter wieder in seine januartypische Tristesse und alles ums vorherrschende Thema Corona trug auch nicht zur Stimmungsaufhellung bei. Was tun für unsere Sonntagsausgabe? Fünf Augenpaare waren fragend auf mich gerichtet: Hast du eine Idee, Frau Chefredakteurin? Ich blätterte derweil im Archiv, und Ruddi stieß irgendwann seine Teamkollegen an, er hatte das glitzern in meinen Augen bemerkt, ja, ich hatte eine!

Denn ich war beim blättern an den meinen altgedienten Lesern gewiß noch bekannten und mittlerweile legendären „Frühlingsbeschwörungen I – X“ hängengeblieben, und da insbesondere an einem Eintrag, aus dem auch das obige Gedicht stammt. Denn in den Tagen zwischen dem abplündern des Weihnachtsbaumes und dem langsam wieder steigenden Licht gibt es etwas, was die Stimmung beim bloßen Anblick hebt: 

Tulpen! 

Die Tulpen (Tulipa) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Die etwa 150 Arten sind in Nordafrika und über Europa bis Zentralasien verbreitet. Zahlreiche Hybriden werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten sowie als Schnittblumen verwendet.

Ihr Name geht über türkisch tülbend auf persisch دلبند / delband zurück und bedeutet auf persisch „Geliebte/r“ („del“/دل = Herz; „band“ von „bastan“بستن = (zu)binden). Die Herkunft der ersten Silbe lässt sich bis zum Sanskrit-Wort तूल / tūla, das mit „Baumwolle“ übersetzt wird, zurückführen. Im Persischen wird die Gattung als Lale (لاله / lāle) bezeichnet, was etymologisch mit dem Sanskrit (vgl. hind. लाल / lāl – „rot“) verwandt ist. Im Türkischen selbst heißt die Blume auch lale, was eine Entlehnung aus dem Persischen ist.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Tulpen

Wieviele schöne Sträuße haben hier in unseren Redaktionsräumen schon gestanden, um eigentlich noch mitten im Winter einen Hauch von Frühling zu vermitteln. 

In allen Farben, und in einem Jahr sogar als Blumenzwiebeln, die nach dem Abblühen im Balkonkasten gelandet sind und noch mehrere Jahre wieder geblüht haben. 

Die Farbe war so fröhlich und stimmungsaufhellend, deshalb haben wir jetzt alle Fotos in eine Galerie verpackt! Und wer es gerne Bild für Bild genießen möchte, noch einmal als Dia-Show!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Tulpe steht für die Erweckung der eigenen Göttlichkeit, das wundert einem doch bei gerade dieser Farbe nicht, oder? Tulpen wird nachgesagt, daß sie gebrochene Herzen heilen können. Nach einem Streit sollen Tulpen die Versöhnung wieder herbeiführen, indem sie das Göttliche im Menschen zum Leuchten bringen. Auch in der griechischen Mythologie ist die Tulpe gegenwärtig: Tulip war die Tochter des alten hellenistischen Meeresgottes Proteus. Tulip wurde vom Gott des Gartenbaus ohne Erfolg umworben. Darauf verwandelte er sich in einen Jäger, um Tulip in den Wäldern zu fangen. Doch Artemis rettete sie, indem sie Tulip in eine Blume, die Tulpe, verwandelte.

Wir sagen ja auch etwas „durch die Blume“, wie sieht es denn da mit der Tulpe aus?

Tulpen haben ihre Bedeutung in der Blumensprache. 
Die Bedeutung ist allerdings nicht ganz eindeutig, denn die Tulpe kann sowohl eine enttäuschte Liebe als auch eine erfüllte Liebe signalisieren.

Ein Strauß mit 7 Tulpenstielen zeigt an „Ich bin im siebten Himmel in meiner Liebe zu dir!“

Die Farbbedeutung ist aber eindeutig, rot bedeutet natürlich Liebe, gelb ein Lächeln.
Rosa Tulpen bedeuten zarte, erwachende Liebe, orange Tulpen sagen aus „Du faszinierst mich!“
Weiße Tulpen stehen für endlose Liebe, violette für Bescheidenheit.
Ein bunter Tulpenstrauß bedeutet, daß man jemandem schöne Augen macht.
Schwarze, dunkle Tulpen stehen für Leidenschaft.

Unsere Mimi in heaven mochte Tulpen sehr, allerdings hatte sie sie leider auch „zum fressen gern“, da mußten sie immer außer ihrer Reichweite stehen und am Abend hab ich den Strauß dann auf Balkonien befördert, damit meine kleine Schwarze des nächtens nicht auf die Jagd ging hier! Mein Redaktionsteam hat  eifrig nach einem Bild gesucht und ist wieder fündig geworden im reichhaltigen Schatz von Servietten

Sie waren alle ganz begeistert und fanden Mimi inmitten der Tulpen wunderschön, da oben auf ihrer Wolke und ihrem Stern kann sie die ja auch bedenkenlos genießen. 

Das ist mein Lieblingsbild von den Tulpen, die Tulpenfarbe gefällt mir sehr und vor allem mag ich Holz dabei, als Gefäß und als Hintergrund, einfach schön! 

Auf diesem Bild ist es ähnlich, und ich bin nun mal ein Fan aller rot bis rose-Töne! In unseren Redaktionsräumen haben wir ja auch noch so ein feines Tulpenbild, mal von einer Freundin geschenkt bekommen, guckt:

Erinnert sich von euch eigentlich noch jemand an die Fernsehserie „Adrian der Tulpendieb“? 

https://de.wikipedia.org/wiki/Adrian_der_Tulpendieb

Hab ich immer gerne geguckt! Und mich beim nachgucken jetzt begeistert an die alten Schauspieler erinnert! 

Unsere Girlande über dem Gedicht haben wir ja mit diesem Bild begonnen denn wenn wir an Tulpen denken, denken wir doch ganz automatisch an Holland, und da nun wieder vor allem an Amsterdam, denn wie hieß doch noch unser Titel? 

„Wenn der Frühling kommt……“ ja, genau,die „Tulpen aus Amsterdam“, und die gibt es nun für auf die Ohren:

Eine alte Aufnahme von 1961!

Klassisch mit holländischer Straßenorgel!

Und nochmal original in holländisch!

Viel Spaß beim hören!

Und damit wünschen wir euch allen einen schönen, entspannten Sonntag, wir hoffen, der Eintrag hat euch wieder gefallen und wir konnten einen kleinen Beitrag zur Aufmunterung in diesen Zeiten beitragen. Paßt alle gut auf euch auf, und bleibt oder werdet gesund, behaltet Humor, Mut und Kraft, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Geburtstag mit Räucherwerk

Schneesturm

Droben schwarze Wolken jagen
pfeilgeschwind,
seine schaurig wilden Klagen
stöhnt der Wind.


Durch verfall’ner Mauer Spalten
wirbelt Schnee,
wie von finst’rer Macht gehalten
starrt der See.


Und kein goldnes Sterngewimmel
leuchtet mild,
wie verschlossen dräut der Himmel
schwarz und wild…


da zerreißt der Sturm die mächt’ge
Wolkenschicht
und ein lichter Stern das nächt’ge
Graus durchbricht!


Strahl ins Herz mir, gold’ner Schimmer,
lind und sacht. –
Seine Sterne leuchten immer –
drin ist Nacht!

(E. Marlitt, 1825 – 1887, Pseudonym für Friederieke Henriette Christiane Eugenie John, deutsche Schriftstellerin)

 appy irthday   liebe Anori!

Heute hast du, liebe Blogbegründerin unseres Blögchens und des heutigen Grafschafter Wochenanzeigers, deinen 9. Geburtstag! Das ganze Redaktionsteam (alles Bären, davon 3 Eisbären!) und die Frau Chefredakteurin nebst Mimi in heaven wünschen dir alles erdenklich Liebe und Gute zu deinem heutigen Ehrentag, und ein langes, gesundes Eisbärenleben, in diesem Jahr mit dem heißen Wunsch, daß auch du ganz bald ein schönes, neues Zuhause bekommst mit Eisbärengesellschaft, denn heute feierst du deinen Geburtstag ganz allein und ohne deinen Eisbärfreund Luka, der so einen schönen Platz bereits ergattert hat. Wir sind hier alle ein bissel traurig und „angefressen“, daß entgegen aller Beteuerungen du nun doch allein zurückgeblieben bist, aber deine Pfleger werden bestimmt trotzdem dafür sorgen, daß du heute einen fröhlichen Geburtstag hast! Und wir schaffen dir einfach virtuelle Eisbärengesellschaft! 

Die Frau Chefredakteurin wird nie vergessen, wie sie dich im Mai 2012 das erste Mal gesehen hat mit deiner Mama Vilma und in Vorfreude und Erwartung auf dich in der Nacht ihr Blögchen gegründet hat, das heute der Grafschafter Wochenanzeiger ist. Also hätte es so quasi auch dieses bärige Redaktionsteam ohne dich nicht gegeben. Deine Mama Vilma und dein Papa Lars beide schon bei Mimi in heaven, haben dir bestimmt schon mit lieben Wolken- 🌨 und Sternengrüßen ⭐ gratuliert! Wir hier vom Grafschafter wünschen dir jedenfalls einen ganz feinen, fröhlichen Eisbärengeburtstagstag heute!

Du wirst dich nun vielleicht, wie bestimmt auch unsere Leser hier alle, über den Titel gewundert haben, „Geburtstag mit Räucherwerk“, ja, liebe Anori, da haben wir uns doch hier im Grafschafter Wochenanzeiger bei der Redaktionssitzung für deinen Geburtstagseintrag nicht lumpen lassen und zaubern jetzt sowohl für dich als auch für alle Leser hier heute zum ersten vollständigen Wochenbeginn des Neuen Jahres 2021 noch was feines aus dem Hut: 

Die Rauhnächte gehen so langsam ihrem Ende entgegen, die letzte erfolgt in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar und finden mit dem Fest der Heiligen Drei Könige ihren Abschluß. Wir waren ein bissel pomadig hier zwischen den Jahren, da wollten wir doch wenigstens zum Abschluß noch einmal „reinspringen“ ins Thema. 

Die Rauhnächte (auch Raunächte oder Rauchnächte), zwölf Nächte (auch Zwölfte), GlöckelnächteInnernächte oder Unternächte sind einige Nächte um den Jahreswechsel, denen im europäischen Brauchtum eine besondere Bedeutung zugemessen wird. Meist handelt es sich um die Zwölf Weihnachtstage vom Weihnachtstag (25. Dezember) bis zum Fest der Erscheinung des Herrn (6. Januar), gelegentlich um andere Zeiträume, beispielsweise jenen zwischen dem Thomastag und Neujahr. In manchen Gebieten wird die Thomasnacht nicht hinzugezählt. Nach dem Volksglauben zogen sich die stürmischen Mächte der Mittwinterzeit in der Nacht auf den 6. Januar zurück, „die Wilde Jagd“ begab sich am Ende der Rauhnächte zur Ruhe. Die zwölf Rauhnächte waren als Bauernregel gemäß der pauren practick bestimmend für das Wetter der zwölf Monate des neuen Jahres.

 Als die vier wichtigsten Rauhnächte werden bezeichnet:

  • 20./21. Dezember Thomasnacht, die Nacht auf den Thomastag, der kürzeste Tag des Jahres
  • 24./25. Dezember (Heiliger Abend, Christnacht, Vigil von Weihnachten)
  • 31. Dezember/1. Januar (Silvester)
  • 5./6. Januar Dreikönigstag (Vigil von Erscheinung des Herrn)

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Rauhnacht

In den Rauhnächten stehen die Tore zur Anderswelt weit offen. Sie sind eine Zeit großer magischer Kraft, außerhalb unserer „normalen Zeit“. Damit die Differenz zwischen 12 Monaten in Mondphasen (354 Tage) und dem Sonnenjahr (365 Tage) ausgeglichen wird, fügten die Kelten 11 Schalttage ein. Sie sahen diese Tage nun als außerhalb der Zeit liegend an. Ein ähnliches Beispiel für die sogenannten „Zwischenzeiten“ ist die Morgen- und Abenddämmerung, also Zeiten, die weder dem Tag noch der Nacht zuzuordnen sind. Ein weiteres ähnliches Beispiel ist die Sonnenwende, eine Zeit in der weder Frühling noch Winter herrscht.

Heute wäre dann also die 11. Rauhnacht vom 3. auf den 4. Januar, die sinnbildlich für den Monat November steht, auf die letzte, die 12. Rauhnacht werden wir im Eintrag zum Dreikönigstag noch einmal Bezug nehmen. 

Und in all diesen Nächten kann geräuchert werden, in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar wäre empfohlenes Räucherwerk zum Beispiel Rose, Zimt, Kalmus und Beifuß, und das haben wir nun mal zum Anlaß genommen, unsere Räucherkiste zu öffnen und zu zeigen:

Alle Räucherutensilien gut verstaut! 

Räucherwerk, hinten links die Räucherschale, mit Sand und Kohle, rechts vorne ein kleiner Mörser zum aufbereiten des Räucherwerks. 

Eines unserer Lieblingsräucherwerke, Weihrauch mit Rose und Zirbe, das haben uns mal Kristina und Rani geschickt, samt einem ganz feinen Buch über „Räuchern zu heiligen Zeiten“. 

Das hat die Frau Chefredakteurin mal selbst „erstellt“, links getrocknete Orangenschalen, hinten getrocknete Tannennadeln! Wunderschöner Duft zusammen! 

Zwei gekaufte Räuchermischungen, „Reinigung“ und „Wärme und Geborgenheit“. 

Geheimnisvoll im dunkeln….

zwei Fächer zum verteilen des Rauchs, die lagen auch mal den Päckchen von Kristina und Rani bei. 

Ihr seht, wir sind bestens ausgestattet für Räucher-Rituale, die ja nicht nur in den Rauhnächten stattfinden. 

Räucherungen erfolgten in den früheren Zeiten nicht nur im Haus, sondern auch in den Ställen bei den Tieren und den Haustieren ebenso wie für die Tiere in Feld und Wald ums Haus herum, das war nun auch ein bissel der Anlaß, hier mal in Räucherungen einzusteigen, denn dazu haben wir nun so schöne Bilder, die so hübsch ebenfalls zu Anoris Geburtstag passen, weil es doch weitgehend Artgenossen sind. 

Alle alten Rituale haben auch was mit Wesen aus der anderen Welt zu tun, mit Trollen, Kobolden und Wichteln, sowie dieses hier oder dieses

mit einem schwedischen Tomte, einem Weihnachtswichtel, die auf jedem Hof leben. 

Pferde auf der verschneien Weide und die Haustiere, Hund und Katze, und das auch so oft die Weihnachtszeit begleitende Rotkehlchen. 

Kalt ist es, da brauchen die Tiere draußen Hilfe mit Fütterung. 

 

Unsere Wappentiere! 

 

Am Ende unseres heutigen Eintrags bekommt nun das Geburtstagskind nochmal Väterchen Frost zu sehen, als Eisbärin wird Anori darüber bestimmt begeistert sein!

Und Eisbären fürs Geburtstagskind:

Wir wünschen dir, liebe Anori, einen wunderschönen Geburtstagstag, an dem du hoffentlich ganz besonders verwöhnt wirst, da du ja alleine feierst und wegen dem doofen Virus auch keine menschlichen Gäste empfangen darfst. 

Und all unseren Lesern wünschen wir einen guten Montag und einen ebensolchen Start in die neue und erste vollständige Woche des neuen Jahres, packen wir es an, das neue Jahr, mit frischen Kräften, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 20

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Adeste fideles

Adeste fideles, laeti triumphantes:
Venite, venite in Bethlehem:
Natum videte Regem angelorum.
Venite adoremus, venite adoremus,
venite adoremus Dominum.

Deum de Deo, lumen de lumine,
gestant puella viscera:
Deum verum, genitum, non factum;
venite adoremus…

En grege relicto, humiles ad cunas
vocati pastores approperant:
Et nos ovanti gradu festinemus.
Venite adoremus…

Cantet nunc io! chorus angelorum:
Cantet nunc aula coelestium,
Gloria in excelsis Deo:
Venite adoremus…

Ergo qui natus die hodierna,
Jesu tibi sit gloria:
Patris aeterni verbum caro factum!
Venite adoremus…

Aeterni Parentis splendorem aeternum
velatum sub carne videbimus:
Deum infantem pannis involutum.
Venite adoremus…

(trad. Weihnachtslied, Jean Francois Borderies, 1764-1832. Herkunft der Melodie unbekannt)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun zünden wir heute schon das vierte Kerzchen am Adventskranz an, wieder einmal ist die Zeit viel zu schnell vergangen.

Da öffnen wir doch erst einmal wieder unser Adventskalendertürchen 

oh, das wird spannend!

Eine kleine Lokomotive, das ist aber was feines, da war mal wieder das ganze Bärenteam sowas von begeistert. Ein so hübsches, nostalgisches Spielzeug!

Wir besitzen eine Weihnachtsdecke, die eigentlich auch so hübsch zu den Lichterhäusern gepaßt hätte, nun nutzt die kleine Lokomotive sie als Kulisse. 

So kann man sie mal bissel in der Gesamtheit sehen, samt Lokomotivchen! Sie macht sich wunderhübsch am Weihnachtsstrauß, zumal wir ja noch so ein schönes Band mit solchem Spielzeug auf dem Kamin liegen haben. 

Dann zupfen wir mal am Adventskalender 2, was da nun wohl an Gewürz wieder drin ist:

Limettensalz, das hört sich aber auch sehr lecker zum Beispiel zu Fisch an, oder Schnitzel, wäre auch was. 

So, nun haben wir unser aller Neugier auf die Türchen unserer Adventskalender wieder gestillt. Heute ist der 4. Adventssonntag, da haben meine Redaktionsmitglieder und ich uns überlegt, wir laden euch alle am Nachmittag zu einem hübschen, kleinen Weihnachts-Konzert ein. 

Große Gala ist nicht erforderlich, in diesen Zeiten geht es ja eh nur virtuell, da könnt ihr es euch alle zuhause so gemütlich machen, wie ihr es am schönsten findet. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr natürlich auch gerne das Abendkleid und das Dinner-Jacket aus dem Schrank holen! 

Wir haben ein kleines Buffet aufgebaut, Speisen und Getränke werden von unserer Bedienung an den Platz gebracht:

Nehmt Platz, macht es euch gemütlich, und genießt. 

Zum Abschluß unseres Konzertes kommen wir nun zum schönsten Weihnachtslied, das wohl in alle Sprachen übersetzt worden ist. 

Wir hoffen sehr, daß euch das musikalische Türchen zum 4. Adventssonntag gefallen hat, und wünschen euch allen einen schönen, entspannten, besinnlichen 4. Advent paßt auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven 

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 18

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Der Engel

Ich sprach: Wer warnt mich in der Not der Stunde? –
Und Er: Das Licht erstrahlt zur rechten Zeit.
Ich sprach: Wie komm ich zu so hohem Bunde? –
Und jener: Frage nicht. Sei nur bereit.

Kennst du den Traum, der uns von je beirrte? –
Ich weiß, ihr seid von Lockung hart bedrängt.
Verdient nicht Tod, wer allzu niedrig irrte? –
Die Himmelsliebe richtet nicht, sie schenkt.

Warum die Angst endlos? Warum das Grauen? –
Endlos in Wahrheit einzig ist das Licht.
Wenn ich dir folge, werd ich es erschauen? –
Schon liegt sein Glanz auf deinem Angesicht.

So trag ich schon das Licht in meinem Leben? –
Im Kern, den du mit Traumgewirk umsponnst.
Nichts muß ich tun, als nur die Hände heben? –
Was sonst als nur dies Eine! Was denn sonst? –

(Henry von Heiseler, 1875-1928)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun hat meine Crew die Federn hier wieder in den Kasten gelegt und frönt des wohl verdienten Feierabends, derweil die Frau Chefredakteurin nun wieder selber ran muß! Gut, sie haben ihre Arbeit ja auch vorbildlich abgeliefert, und ich mach es ja genauso gerne wie sie. Und mach euch nun auch erst einmal das heutige Adventskalendertürchen auf, 

Türchen 18, da glitzert doch schon was um die Ecke! 

Ja, da ahne ich doch schon etwas und ich denke mal, ihr auch, oder?

Jawoll, so isses, noch so ein fröhlicher Schneemann, das ist fein, und guckt mal

er bringt sich den Schnee gleich selber mit, pfiffig! 

Übrigens ganz vornehm, mit golden-glänzendem Besen! 

Haben wir den hier nicht hübsch eingerahmt? Richtig „frostig“ das ist eine meiner Sektschalen. 

Mein Bärenteam fand den fröhlichen Kerl auch wieder richtig knuffig, bloß guckten mich dabei alle so ein bissel seltsam schadenfroh-grinsend an, ist was? Jaaa, meinte Bruno langgedehnt, nun hast du das gleiche Problem wie ich gestern, was fang ich an mit noch einem Schneemann, hihihihi! Oh, Bruno, da sorg dich mal nicht, denn ich hatte da schon eine Idee, als ich die hübschen weißen Schneeflocken auf seinem Gewand sah. 

Ich seh schon, die gleichen Fragezeichen, die mein Team hier in den Augen hatte, die habt auch ihr, und es war ja auch wirklich ein Gedanke so ein bissel „um die Ecke rum“: Schneemann, ⛄ hatten wir viele, ist weiß, bringt weiße Schneeflocken und einen goldenen Besen mit = Engel, 👼 hatten wir noch keine, sind auch weiß, fliegen zu Weihnachten auch mit Schneeflocken und haben Gold im Haar! Alles klar? Gut! 👍

Engel (lateinisch angelusgotisch angilus; von altgriechisch ἄγγελος ángelos „Bote“, „Abgesandter“. Übersetzung von hebräisch מלאך mal’ach „Bote, Gesandter; Botschaft, Sendung; Maleach“ – vgl. auch „Evangelium“ und „Malik“ sowie „Moloch“) ist eine Gattungsbezeichnung für himmlische Wesen (Geistwesen). Engel sind in den Lehren der monotheistischen abrahamitischen Religionen des JudentumsChristentums und Islams Geistwesen in (geflügelter) Menschengestalt, die von Gott erschaffen wurden, diesem untergeordnet sind und als dessen Boten zu den Menschen tätig sind.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Engel

Das sagt Wikipedia über Engel! Aber das macht Engel nicht aus, ihren Zauber und ihre Magie erhalten sie aus unserem Glauben an sie, aus unserem Vertrauen in sie, daß sie Boten Gottes und seine Mittler sind, die die Liebe zu den Menschen tragen. In dieser Zeit haben wir diesen Glauben und dieses Vertrauen sehr nötig, und darum gibt es heute Engel hier. 

Engel, die auch Tiere spüren und die sie beschützen

Engel, die für uns beten

Engel, die uns durch die Advents- und Weihnachtszeit begleiten

Engel, die unsichtbar um uns sind am Weihnachtsbaum

Schutzengel

Engel, die den Hirten auf den Feldern die frohe Botschaft brachten

große Engel

Glockenengel

niedliche Engel

Bären-Engel

Engel mit Herz, aus Edelstein und Wachs

Engel auf Dosen

Engel auf Wolken

kleine Engel

mein Kanten-Engel

Engel an der Krippe

Engel kann man sich auch backen  

Himmlische Heerscharen

Engel können singen und Instrumente spielen, und so gibt es zu ihrem Eintrag hier nun auch noch was himmlisches für auf die Ohren. 

„Engel“ mitten im Alltag, ich liebe diese Flashmobs!

Eines der schönsten Engellieder! 

Viel Freude beim anhören!

Tja, da steht doch noch ein Türchen aus? Richtig, das vom Gewürzadventskalender, das kommt jetzt:

Na, neugierig? Vielleicht ahnt ihr auch schon was, bei der Kulisse?

Ich mach es spannend, weil mir die „Zutaten“ so gut gefielen fürs Gewürz. 

So, nun ist es raus, war gar nicht schwer, oder? Fischgewürz!

Und sogar das paßt zu unseren Engeln, denn der Fisch ist ein christliches Symbol, er wurde als christliches Erkennungszeichen benutzt, das griechische Wort für Fisch ἰχθύς ichthýs enthält ein kurzgefasstes Glaubensbekenntnis 

ΙΗΣΟΥΣ – Iēsoûs (neugriechisch Ιησούς Iisoús) „Jesus“
ΧΡΙΣΤΟΣ – Christós „der Gesalbte“
ΘΕΟΥ – Theoû (neugriechisch Θεού Theoú) „Gottes“
ΥΙΟΣ – Hyiós (neugriechisch Υιός Yiós) „Sohn“
ΣΩΤΗΡ – Sōtér (neugriechisch Σωτήρας Sotíras) „Retter“/„Erlöser“

Das (I·Ch·Th·Y·S-)Symbol besteht aus zwei gekrümmten Linien, die einen Fisch darstellen.

(Quelle: Wikipedia) 

Wenn das nicht paßt! 

Und das war er nun, unser Eintrag für Türchen 18, wir hoffen, es hat euch wieder gefallen, und wünschen euch allen einen schönen Freitag, schon fast wieder Wochenende, an dem bereits der 4. Advent ist. Wo ist nur die Zeit wieder geblieben? Macht alles in Ruhe und ohne Streß, wenn es etwas Gutes an diesen schlimmen Zeiten gibt, dann ist es die Entschleunigung, zu der wir mehr oder weniger gezwungen sind, das sollten wir nützen. Und das wirklich Wichtige wieder ins Zentrum der diesjährigen Advents- und Weihnachtszeit rücken. Das wünscht euch allen von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.  

Habts fein!  

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – „rote Blätter fallen, graue Nebel wallen…..“

Novembertag 

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen;
ohne Not geht niemand aus;
alles fällt in Sinnen.

Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund,
träumen Mensch und Erde.

(Christian Morgenstern, 1871 – 1914)  

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun ist schon wieder eine Woche im von mir so ungeliebten November vorüber, da haben wir bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung wieder lange gegrübelt, was wir euch in unserer heutigen Sonntagsausgabe denn mal bieten könnten. 

Ruddi schaute dabei die ganze Zeit träumerisch aus dem Fenster, und meinte dann: „Sag mal, Frau Chefredakteurin, wenn du für den November so eine Art Glückstagebuch schreiben würdest, was würde denn da zum Beispiel drin stehen, was du schön findest im oder am November?“ Alle anderen Redaktionsmitglieder schauten mich fragend an, mmmhhhh, ja, mal überlegen…..doch, da fällt mir was ein, Ruddi, ich mag etwas am November, das sich bisher aber leider noch nicht gezeigt hat: 

NEBEL 

 

Das ganze Team blickte gespannt auf mich, kann man da einen Eintrag von machen? Auf mein bestätigendes Nicken machten sich alle sofort eifrig ans Werk, um alles zusammenzutragen, was zum Thema Nebel gefunden werden konnte. 

Ruddi nahm sofort den wissenschaftlichen Teil für sich in Anspruch, der Schlawiner weiß, wie man sich mittels Wikipedia sowas ganz bequem machen kann: 😉

Unter Nebel (althochdeutsch nebul, Germanisch *nebula m. Nebel, Dunkelheit und in allen germanischen Sprachen vertreten; verwandt z. B. mit lat. nebula Dunst, Nebel und griech. nephele Wolke, Gewölk) versteht man in der Meteorologie einen Teil der Atmosphäre, in dem Wassertröpfchen fein verteilt sind, und der in Kontakt mit dem Boden steht, wobei die Wassertröpfchen durch Kondensation des Wassers der feuchten und übersättigten Luft entstanden sind. Fachlich gesehen ist Nebel ein Aerosol, in der meteorologischen Systematik wird er jedoch zu den Hydrometeoren gezählt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Nebel

Befriedigt lehnte sich unser Ruhrpottbengel zurück, er habe fertig! 😂 Die anderen guckten ihn ein bissel angesäuert an, aber die Freude an der Arbeit machte die Stimmung doch gleich wieder gut, zumal Ruddi sich dann auch anbot, den anderen weiter behilflich zu sein. 

Luzia zeichnet heute für das Gedicht verantwortlich, sie fand es so schön, und hat im Verbund mit Otto auch die Illustrationen übernommen, wofür Otto feine Servietten besorgt hat. 

Bruno hat sich aus den Bildern eines reserviert, weil er das so hübsch fand, er träumt derzeit ein bissel vom reisen, wenn schon nicht richtig in diesen Corona-Zeiten, dann aber doch wenigstens virtuell hier, schaut mal, welches Bild sich Bruno ausgesucht hat:

Eine Gondelfahrt bei Nebel in den bereits verschneiten Bergen, wir haben lange gesessen und uns das so ausgemalt, mit der Gondel hinauf in eine kleine, feine Berghütte und da gemütlich machen. 

Hamish hat sich auch ein Serviettenbild gemopst, die Beschreibung hat ihm so gut gefallen, „Highland-Schafe“, das war doch was für unser schottisches Bärchen:

Bei diesem schönen Bild hat er sich dann gleich das Thema „Mystik“ zum Nebel unter die Tatzen gerissen, das paßt ja auch richtig gut zu ihm. 

In der nordischen Mythologie hat der Nebel Bezug zu Niflheim, altnordisch Niflheimr, „dunkle Welt“, ein eisiges Gebiet im Norden, im Gegensatz zum heißen Muspellsheim, das im Süden steht. 

In der mythologischen Vorstellung mancher Völker ist der Nebel der Urstoff der Welt, die Seele muß bei Initiationen aus der Konfusion des Nebels ins klare Licht, in die Erleuchtung schreiten. 

Die Märchen in Mitteleuropa gehen oft davon aus, daß Nebel von Zwergen und Hexen durch brauen oder sieden verursacht wird, das steht für die Ungewißheit der Menschen gegenüber dem Kommenden und Jenseitigen, die nur durch Licht, die „Erleuchtung“, durchbrochen werden kann. 

Nebel bezeichnet im übertragenen Sinne oft den Zustand von Irrtum, Ungewißheit, Verlorenheit und Einsamkeit, so beschrieben in einem Gedicht von Hermann Hesse „Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, kein Baum sieht den andern, jeder ist allein.“ Nebel ist eine Grauzone, zwischen real und irreal, vage und phantastisch. 

Avalon ist ein mystischer, im Nebel verborgener Ort, der aus der Artussage bekannt ist, nur Eingeweihten zugänglich, die die heilige Barke rufen können und den Weg durch die Nebel finden. (Die Nebel von Avalon, Fantasy-Roman von Marion Zimmer Bradley) 

Nacht- und Nebelaktionen sind Maßnahmen, die überraschend und heimlich durchgeführt werden, meist am Gesetz und Vorschriften vorbei. 

Hat er doch gut recherchiert, unser Hamish, nicht wahr, aber das mystische ist ja auch genau seine Domäne. 

Ich liebe den Nebel, halt auch seiner Mystik wegen, aber er hat eben auch so etwas „weichzeichnerisches“, er löst harte Kanten und Kontraste auf, er dämpft Geräusche, er hüllt einem ein wie ein Mantel, und wie im Gedicht beschrieben, er „drängt die Welt nach innen“, das tut oft gut. Und so haben mein Team und ich uns auf die Suche nach Archivbildern zum Thema Nebel gemacht: 

Ich hab auch noch zwei Anekdoten zum Nebel, ich erinnere mich noch, als ich auf meiner Bauernhofarbeitsstelle gearbeitet habe, bin ich am Abend immer mit einem Kollegen zur Post im zuständigen Stadtteil gefahren, der Weg führte eine ganze Weile durch fast unbewohntes Gebiet, rechts und links nur Felder und Weiden, als wir am Abend vom Büro aus los fuhren, war alles klare Sicht, beim einbiegen in die Straße zur Post stand der Nebel plötzlich wie eine Wand vor uns, völlig unvermittelt, die Scheinwerfer des Autos leuchteten wie abgeschnitten mehr das Innere des Wagens als die zu befahrende Straße aus, wir hatten null Sicht! Und so haben wir uns ganz langsam im fast Schritttempo die Straße entlang „getastet“, die Fenster runtergekurbelt sind wir quasi „nach Gehör“ anstatt nach Sicht gefahren. Am Ende der Straße war der Nebel so plötzlich weg, wie er am Anfang da war, das war Abenteuer pur. 

Und bei einem Urlaub anno dunnemals am Gardasee, noch ohne Kind und Kegel, sind wir an einem herrlichen Sommertag mit der Seilbahn auf den Monte Baldo bei Malcesine hinaufgefahren, wollten oben ein wenig wandern, wir waren noch nicht lange von der Seilbahnstation entfernt, da zog Nebel auf, so schnell und so dicht, wir konnten irgendwann wörtlich die Hand nicht mehr vor den Augen sehen! Und das alles auf einem Bergsattel, wo es manchmal nach einigen Schritten seitwärts lotrecht in die Tiefe ging, wir haben uns wirklich Schritt für Schritt an den Stimmen der anderen und den noch zu hörenden Geräuschen von der Seilbahn ganz vorsichtig wieder bis zur Station zurückgetastet. Auch ein Abenteuer! 

Wenn es draußen nebelt, ist es drinnen umso gemütlicher, das haben wir uns dann in unserer Redaktionssitzung auch noch so bildlich vorgestellt, gemütlich am Kamin mit lecker Tee, Kaffee oder Kakao und Gebäck in unserem Eulennest, und draußen vor Balkonien sitzt die Amsel im nebelverhangenen Baum

Und zu dieser Gemütlichkeit passen jetzt ganz wunderschön die Bilder von unseren Martinslaternen, die wir am Martinstag in der letzten Woche ins Fenster gehängt hatten zum leuchten, denn leuchten gehört ja auch zur Gemütlichkeit, ob mit Kerzen oder mit Laternen, in denen ja auch Kerzen leuchten.