Grafschafter Wochenanzeiger – Das ist nicht Sommer mehr, das ist September…..welcome autumn! 🦋🐝🌡🍁🍂🌫☂

Abseits

Es ist so still; die Heide liegt
im warmen Mittagssonnenstrahle,
ein rosenroter Schimmer fliegt
um ihre alten Gräbermale;
die Kräuter blühn; der Heideduft
steigt in die blaue Sommerluft.

Laufkäfer hasten durchs Gesträuch
in ihren goldnen Panzerröckchen,
die Bienen hängen Zweig um Zweig
sich an der Edelheide Glöckchen,
die Vögel schwirren aus dem Kraut –
die Luft ist voller Lerchenlaut.

Ein halbverfallen niedrig Haus
steht einsam hier und sonnbeschienen;
der Kätner lehnt zur Tür hinaus,
behaglich blinzelnd nach den Bienen;
sein Junge auf dem Stein davor
schnitzt Pfeifen sich aus Kälberrohr.

Kaum zittert durch die Mittagsruh
ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten;
dem Alten fällt die Wimper zu,
er träumt von seinen Honigernten.
– Kein Klang der aufgeregten Zeit
drang noch in diese Einsamkeit.

(Theodor Storm, 1817 – 1888, deutscher Jurist, Dichter und Novellist)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da liegt sie nun endlich wieder auf eurem sonntäglichen Frühstückstisch, unsere Sonntagsausgabe, pünktlich mit dem Beginn des neuen Monats erscheint sie wieder wie gewohnt! 

September, meteorologischer Herbstbeginn mit seinem Anfang, so langsam nimmt der Sommer seinen Abschied, obwohl es wettermäßig noch so gar nicht danach aussieht mit sommerlichen Höchsttemperaturen. Wir freuen uns in diesem Jahr sehr auf den Herbst, mein Redaktionsteam und ich, nach der allzu großen Sommerhitze freuen wir uns auf moderatere Temperaturen und alles Schöne, was der Herbst so mit sich bringt, trotzdem gibt es eine kleine, stille Wehmut zum Sommerabschied, viele Vögel ziehen nun fort nach Süden ins Winterquartier, allen voran unsere geliebten Schwalben, die gaukelnden Schmetterlinge 🦋 und die fleißigen Bienen nebst anderen Insekten 🐝🦗 verabschieden sich in die Sommerpause und kehren erst im nächsten Frühjahr wieder zu uns zurück. Es wird stiller draußen, alles wird wieder innerlicher, und das macht mich nach so ein paar Tagen als Ü70 doch ein bissel elegisch und melancholisch. 

Aber wozu hat man als Chefredakteurin ein fröhliches und optimistisches Bärenteam, und so schafften meine Bärchen es bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung doch wieder, der gedämpften Stimmung Aufschwung zu geben, hatten sie doch voller Freude sich unseren Monatskalender hier unter die Tatzen gerissen und blätterten vergnügt den August um auf den September, und was strahlte uns da entgegen? Eine blühende Heidelandschaft 

denn wenn sich nun auch allmählich die strahlenden Sommerblumen verabschieden, auch der Herbst hat wundervolle Blüten zu bieten und eine der schönsten in dieser Jahreszeit ist die Heideblüte! Mit ihren wunderbaren Farben von weiß über alle rosa-, flieder- und violett-Töne hinweg reicht die Skala ihrer Pracht! 

 

Und da hatten wir ganz schnell das Thema unserer Sonntagsausgabe gefunden, Heidekraut, Heide als Landschaft mit ihren brennenden Farben, glücklich und zufrieden machten sich die Bärchen ans Werk. Und ich war einmal mehr stolz auf mein Team, das es immer wieder versteht, dem optimistischen Grundgedanken unserer Zeitung Raum und Thema zu geben. 

Heide (veraltet auch Haide) ist die Bezeichnung für einen Landschaftstyp und benannte ursprünglich das vom Menschen unbebaute Land, später auch eine schlechthin unfruchtbare, nicht urbar zu machende Landschaft und war damit ein Synonym für Wildnis

Im engeren Sinne versteht die Biologie darunter heute einen Vegetationstyp des Offenlandes, der durch niedrige Sträucher oder Zwergsträucher mit immergrünem, hartem Laub geprägt ist. 

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Heide_(Landschaft)

Eine schöne Heidelandschaft gibt es auch in der weiteren Umgebung unserer Liricher Grafschaft, die Kirchheller Heide in Bottrop, wer mal gucken möchte: 

Die Kirchheller Heide in Bottrop

Die Besenheide (Calluna vulgaris), auch Heidekraut genannt, ist die einzige Art der monotypischen Pflanzengattung Calluna, die zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) gehört. Sie ist eine prägende Pflanzenart der Heidelandschaft. Die Besenheide ist Blume des Jahres 2019.

(Quelle: Wikipedia) 

https://de.wikipedia.org/wiki/Besenheide

Heidekraut gilt als magische Schutzpflanze, es war auch ein Glücksbringer. Besonders das seltene weißblühende Heidekraut galt als begehrtes Glückskraut. Zweige davon unter das Kopfkissen gelegt, sollten Wünsche und Träume war werden lassen.

Das Heidekraut ist aber auch eine Schwellenpflanze, zwischen Licht und Dunkelheit, Leben und Tod, Sommer und Winter. Das alles macht sie zu einer beliebten Herbstpflanze, um die sich viele Legenden, Aberglaube und Traditionen ranken.

Es ist die Blume der Langlebigkeit, bedingt durch ihre lange Lebensdauer. Das macht sie zu einem Symbol der Kraft. Das Heidekraut steht auch als ein Zeichen von Schönheit, Einsamkeit und Romantik. Liebespärchen trafen sich gerne in dieser ursprünglichen Landschaft, das seltene weiße Heidekraut gilt als Symbol der Liebenden, ein Zeichen ewiger Liebe, die sich allen Situationen des Lebens und der Partnerschaft anpasst und treu diese Liebe schützt und verteidigt.

Heidekraut taugt auch zu Räucherungen, allein oder in einer Mischung mit Wacholder, Fichten-, Kiefern- oder Lärchenharz und Weihrauch nebst Myrrhe. Es entsteht beim räuchern ein trockener herber Duft. Die Räucherungen helfen beim Lösen von Bindungen, der Akzeptanz von Veränderungen und der Regulierung eines überentwickelten Ordnungssinns, sie fördert Flexibilität und Beweglichkeit. Verwendet zum räuchern wird das Kraut. 

Heidekraut hat auch in der Medizin seinen Platz, es ist seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt, gegen Gicht, Rheuma und Entzündungen, sie hat blutreinigende Wirkung, als Tee und Tinktur, mit Honig gesüßt soll der Tee das einschlafen fördern. Mehr als zwei bis drei Tassen sollten es aber am Tag nicht sein, bei Überdosierung kann Heidekraut Magenbeschwerden hervorrufen, aber so ist es eben überall, die Dosis und die Anwendung ist wichtig, auch bei allen Naturheilkundemöglichkeiten. 

Das Heidekraut ist auch eine sehr gute Bienenweide, wer kennt ihn nicht, den Heidehonig, ein kräftiger Honig mit einer schönen Farbe. 

Die Erwähnung des weißen Heidekrauts als großes Glückssymbol wegen seiner Seltenheit ließ hier Hamish ganz breit lächeln, denn er konnte zu all den Recherchen hier noch beitragen, das weißes Heidekraut in seiner Heimat Schottland eine lange Tradition als Glückskraut hat und sogar der Distel als Nationalpflanze ziemliche Konkurrenz gemacht hat. Weiße Heiden, so glaubt man in Schottland, sind die Ruhestätten für Elfen. Heidekraut wird um Obstbäume gepflanzt, damit sie reiche Frucht bringen. Das englische “ heather“ für Heidekraut ist auch ein beliebter weiblicher Vorname, Heather! Bei uns ist es der Name Heide als Vorname oder auch Erika, wie eben auch die Heidekräuter bezeichnet werden. 

Und beim englischen Namen fürs Heidekraut sind wir dann auch bei den Bachblüten, Heather ist die Bachblüte Nr. 14, sie ist angezeigt bei Menschen, die ständig im Mittelpunkt stehen wollen, sie entwickeln mit Heather mehr Einfühlungsvermögen. 

Da wir oben ja schon die Möglichkeit des räucherns mit Heidekraut angesprochen hatten, schlagen wir hier doch mal wieder unser kleines Rezeptbüchlein auf, für eine Räuchermischung:

Räuchermischung „Schwelle“

  • 1 Teil Heidekraut
  • 1 Teil Beifußkraut
  • 1 Teil Mariengras
  • 1 Teil Rosmarin
  • 1 Teil Rosenblüten
  • ½ Teil Alantwurzel
  • 1 Teil Kiefernharz

Eine Räuchermischung für Entscheidungen, für „an der Schwelle stehen“, einem Übergang, einer neuen Situation, einer Veränderung. Sie fördert einen achtsamen und liebevollen Neubeginn. 

Das waren unsere gemeinschaftlichen Recherchen zum Thema Heide und Heidekraut, mir ist beim Bild auf unserem Kalender sofort das Gedicht von Theodor Storm eingefallen, eines meiner Lieblingsgedichte von ihm, weil es so tiefen Frieden und Ruhe atmet, und das haben wir sicher allesamt immer noch sehr nötig in diesen Tagen und Zeiten. 

Schwelgen wir noch ein wenig in Bildern zum Thema

und freuen wir uns dabei auf die anstehenden Herbstfreuden wieder, wie dieses verhangene Licht auf diesem Bild vom Heidekraut, auf Kuschelstunden drinnen, Bücher lesen mit einer Tasse Tee dabei, den ersten Nebel, und ja, auch und wohl vor allem den ersten richtigen Regenzeiten wieder, damit die Natur sich erholen kann von der Sommerhitze, die in diesem Jahr doch ihre heftigen Schäden hervorgerufen hat. ☕📚🌫☂☔🌧

Frau Chefredakteurin hat nun noch was in eigener Sache, ich hab ja wieder liebe Päckchen zu meinem Geburtstag erhalten, über die ich mich so sehr gefreut habe! Statt nun hier eine „große Nachlese“ zu halten, haben wir in unserer Redaktionssitzung beschlossen, daß die schönen Päckcheninhalte allesamt einen Anhang an einen Eintrag verdienen, also peu à peu erscheinen, beginnen wir heute mit dem Päckchen von Kristina mit Rani und Fleckchen und einem Geschenk, das aufgrund seiner Romantik so zauberhaft zu dieser Sonntagsausgabe paßt, guckt mal: 

Ein Leuchtturm für Teelichter, mit verschiedenen Belichtungen fotografiert, ist der nicht wonnig? Einen lieben Dank an die edlen Spender! 🤗🐈🐈❤❤

Und wie gesagt, Fortsetzung folgt, da haben wir alle noch was zum vorfreuen! 

Ein kleines Fotoexperiment von Balkonien folgt nun noch, einmal Makro, einmal normal fotografiert, 

Ringelblumenknopse

zartes kleines blaues Blümchen aus der Bienenweidesaatmischung. 

Lieder haben wir euch auch noch zum Thema rausgesucht, sie haben alle einen kleinen, wehmütigen Touch, aber so ist das wohl im Leben und vor allem im Übergang von einer Jahreszeit zur nächsten und gerade und vor allem der zum Herbst. 

Zum guten Schluß kommt nun noch ein Gedicht, aus dem wir den Titel unserer Sonntagsausgabe entlehnt haben: 

Das ist nicht Sommer mehr, das ist September … Herbst:
Diese großen weichen Wolken am Himmel,
diese feinen weißen Spinnwebschleier in der Ferne
und hinter den Gärten mit den Sonnenblumen
der ringelnde Rauch aufglimmender Krautfeuer …
und diese süße weiche Müdigkeit und diese
frohe ruhige Stille überall und trotzdem wieder
diese frische, satte, erntefreudige, herbe Kraft …
das ist nicht Sommer … das ist Herbst.

(Cäsar Otto Hugo Flaischlen, 1864 – 1920, deutscher Schriftsteller, Journalist und Redakteur)

Und damit wünschen wir euch allen einen wunderschönen Sonntag, genießt die letzten Sommertage, genießt den beginnenden Herbst, genießt euer Leben! Paßt alle gut auf euch auf und bleib oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – die Jungfrau folgt dem Löwen – Noch’n Geburtstag! ♌♍👵7️⃣0️⃣🍾🥂

Die Greisin

Weiße Freundinnen mitten im Heute
lachen und horchen und planen für morgen;
abseits erwägen gelassene Leute
langsam ihre besonderen Sorgen,

das Warum und das Wann und das Wie,
und man hört sie sagen: Ich glaube –;
aber in ihrer Spitzenhaube
ist sie sicher, als wüßte sie,

daß sie sich irren, diese und alle.
Und das Kinn, im Niederfalle,
lehnt sich an die weiße Koralle,
die den Schal zur Stirne stimmt.

Einmal aber, bei einem Gelache,
holt sie aus springenden Lidern zwei wache
Blicke und zeigt diese harte Sache,
wie man aus einem geheimen Fache
schöne ererbte Steine nimmt.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926, eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke, österreichischer Erzähler und Lyriker)

Hallo ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, es ist mal wieder soweit: 

Die Jungfrau löst den Löwen ab bei den Sternzeichen! Und 

dieses niedliche Baby dieses zuckersüße kleine Mädchen, dieses glückliche Schulkind dieser fesche Teenager und dieses glückliche Muttertier 🤭😁 feiert wieder Geburtstag heute und wird 70 Jahre alt! Kaum zu glauben, ich weiß nicht, wo die Zeit geblieben ist, „eins, zwei, drei im Sauseschritt…..“ eilte sie vorbei! Aber egal, wurscht, man ist immer so alt, wie man sich fühlt (oder sich anfühlt, pflegte mein Exmann und Björns Papa immer diesen Satz zu ergänzen! 😂) 

Da ist er nun also mal wieder, der berühmte 7er-Schritt bei den Geburtstagen, die Siebenjahresperioden, die 7 ist eine magische Zahl, die Zahl der Wandlungen, der Veränderungen, tatsächlich steckt die Zahl auch wirklich in uns allen, denn unsere Zellen erneuern sich wirklich alle 7 Jahre komplett! Der griechische Philosoph Solon (640 – 560 v. Chr.) hat entsprechend dieser Zäsuren als Erster die Entwicklung des Menschen in Siebenjahresperioden beschrieben, die Periode, die ich nun erreicht habe, beschreibt sich so:

„70 – 77: Rückschau

Viele treibt in dieser Lebensphase die Sehnsucht nach der alten Heimat, nach Kindheit und Jugendzeit um. Kein Wunder, daß nicht wenige jetzt ihre Erinnerungen aufschreiben, um die Zeit wieder aufleben zu lassen.“

Na, um meine Memoiren brauch ich mir keine Gedanken zu machen, mit unserem damals begonnenen Blögchen und der Fortsetzung mit dem Grafschafter Wochenanzeiger hab ich so viel davon schon aufgeschrieben, und vieles wird noch dazu kommen, hoffe ich jedenfalls sehr! 🙏🍀🍀🍀

Mein Bärenteam hatte seine helle Freude an unserer mal wieder kurz und knackigen freitäglichen Redaktionssitzung, sie lehnten sich genüßlich zurück, guckten mich bedeutungsvoll an und meinten: „Dein Part, Frau Cheffin, du hast Geburtstag, bloß fällt dann natürlich die Sonntagsausgabe wieder aus dieses Mal, weil ja der Montag dein Geburtstagstag ist!“ Sprachen’s und entschwanden in die Küche, um sich Leckerli zu holen! Schwefelbande! 

Natürlich haben sie mir bereits vorhin schon lieb gratuliert, wie dazumalen zum Geburtstag im letzten Jahr, als ich von den Kindern heimkam und sie mir alles so hübsch gemacht hatten nachträglich, denn da konnte ich ja in einen sonntäglichen Geburtstag reinfeiern. 

Ich danke euch sehr, mein liebes Redaktionsteam, was wäre ich ohne euch! 

Und ein mitternächtlicher lieber Gruß von den Kindern kam auch schon via Facebook geflogen, guckt mal, ist der nicht süß?

Hab ich mich sooooooo drüber gefreut! 

Mit meinem Geburtstag Ende August kommt nun doch so langsam, aber sicher, der Herbst in Sicht, und da dachte ich mir, ich mache euch und mir gleichermaßen eine Freude mit den ersten schon ein wenig herbstlichen Bildern, ich hoffe, ihr habt Freude dran: 

Dann kommt wieder die gemütliche Zeit für Tee

und Kerzen!

Nun stell ich euch hier noch ein feines Weinchen ein, das paßt doch auch so schön zum fast beginnenden Herbst, da können wir dann später am Tag oder am Abend alle gemeinsam anstoßen! 

 

Und damit wünschen wir euch allen einen zauberhaften Montag und einen guten Start in die neue Woche wieder, in die letzten Tage vom August, bevor am Donnerstag bereits der September beginnt. Ich sag es doch, die Zeit rennt! 

Paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven (die natürlich auch schon von Wolke ☁ und Stern ⭐ gratuliert hat, leise schnurrend und mit Rosen!)

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – der Geist von Pfingsten in einem Mohnblumenfeld 🔥🕊❤

Das Mohnfeld

Es war einmal, ich weiß nicht wann
und weiß nicht wo. Vielleicht ein Traum.
Ich trat aus einem schwarzen Tann
an einen stillen Wiesensaum.

Und auf der stillen Wiese stand
rings Mohn bei Mohn und unbewegt,
und war bis an den fernsten Rand
der rote Teppich hingelegt.

Und auf dem roten Teppich lag,
von tausend Blumen angeblickt,
ein schöner, müder Sommertag,
im ersten Schlummer eingenickt.

Ein Hase kam im Sprung. Erschreckt
hat er sich tief ins Kraut geduckt,
bis an die Löffel zugedeckt,
nur einer hat herausgeguckt.

Kein Hauch. Kein Laut. Ein Vogelflug
bewegte kaum die Abendluft.
Ich sah kaum, wie der Flügel schlug,
ein schwarzer Strich im Dämmerduft.

Es war einmal, ich weiß nicht wo.
Ein Traum vielleicht. Lang ist es her.
Ich seh nur noch, und immer so,
das stille, rote Blumenmeer.

(Gustav Falke, 1853 – 1916, deutscher Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle von unserem Grafschafter Wochenanzeiger, frohe morgendliche Pfingstgrüße senden wir euch mit unserer heutigen pfingstlichen Sonntagsausgabe! Und wir sehen die Fragezeichen in euren Augen, was hat der Geist von Pfingsten mit einem Mohnblumenfeld, mit Mohnblumen zu tun? 

Der Geist von Pfingsten, der Heilige Geist, kam in Feuerzungen vom Himmel auf die Menschen herab, das Feuer wird assoziiert mit der Farbe rot, welche die Mohnblüten in seltener Klarheit zeigen. Die Symbolik der Mohnblume erinnert nicht nur in Großbritannien an gefallene Soldaten, auf deren frischen Gräbern als erstes die Mohnblume blüht, das schlägt eine Brücke zu den heutigen Tagen des immer noch herrschenden Krieges in der Ukraine. Die Mohnblume ist aber auch ein Symbol für Trost, und mit ihrer Farbe knüpft sie die Verbindung zum Heiligen Geist, der nach dem herabkommen auf die Menschen diese fähig machte, in fremden Zungen zu reden, fremde Zungen zu verstehen, das möchten wir als Symbol der Völkerverständigung deuten, und deshalb der Geist von Pfingsten in einem Mohnblumenfeld. 

Und deshalb das Thema Mohnblumen in unserer heutigen pfingstlichen Sonntagsausgabe! 

Mohn (Papaver) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Die weltweit 50 bis 120 Arten gedeihen hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel. Nur eine Art kommt auf der Südhalbkugel in Südafrika vor. Einige Mohnarten werden vielseitig genutzt, beispielsweise wegen der enthaltenen Wirkstoffe und zählen zu den ältesten Heilpflanzen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Mohn#:~:text=Mohn%20(Papaver)%20ist%20eine%20Pflanzengattung,der%20S%C3%BCdhalbkugel%20in%20S%C3%BCdafrika%20vor.

Vor allem der Klatschmohn mit seinem klaren, wunderschönen rot ist eine sehr beliebte Gartenpflanze, wer von uns erinnert sich nicht an die Felder unserer Kindertage, in denen die Mohnblumen gemeinsam mit den ebenfalls so klar blauen Blüten der Kornblume, den weißen Margeriten und den Kamillenblüten der echten Kamille in den Kornfeldern blühten. „Dank“ der heutigen Monokulturen sieht man sie in Kornfeldern heute nur selten! 

Schade, denn was haben wir als Kinder doch herrliche Sträuße gepflückt mit Mohnblumen, Kornblumen und den Margeriten. 

So wie dieser hier, mit Wildblüten dazu, 

eine Augenweide

ja, laßt euch nicht narren, diese unsere grafschaftlichen Redaktionsblüten sind nicht echt, es sind Kunstblumen, aber doch herrlich anzuschauen und vor allem nicht so vergänglich wie ihre wilden Schwestern und Brüder, die dafür aber dann auch als Bienenweide draußen stehen bleiben dürfen. 

Frau Chefredakteurin liebt diese Blume sehr, ist sie doch unmittelbar mit den schönsten Kindheitserinnerungen an endlose Sommer, die Wärme der Sonne und dem Duft der Kornfelder verbunden! Selige Zeit! „und den Duft von Sommer noch auf meiner Haut“, singt Reinhard Mey in seinem Lied „Sommer“!

Erinnert ihr euch an das schöne Gruppenfoto meines Redaktionsteams in nostalgischem Rahmen? 

Auch eine Mohnblume, und mit diesem Bild macht nun mein Redaktionsteam weiter mit den einzelnen Ressorts zum Thema, das sie sich jeweils unter die Tatzen gerissen haben! In Anbetracht des letzten Eintrages aus unseren Redaktionssitzungen könnt ihr euch nun noch viel besser vorstellen, welche Turbulenzen hier beim Ressort verteilen herrschten! 😂

Unser Hamish beschäftigte sich natürlich gleich wieder mit der schon angesprochenen Symbolik der Mohnblume:

Die Mohnblume hat eine große symbolische Bedeutung.
In Großbritannien steckt man sich zum Gedenken an gefallene Soldaten Mohnblumen ins Knopfloch. Dieser Brauch rührt daher, daß auf den frischen Gräbern der gefallenen Soldaten stets zuerst die Mohnblumen blühten.

Mohn ist auch ein Symbol für Fruchtbarkeit, Vergänglichkeit und Vergessen, die Blume des Schlafes, aber auch ein Symbol für Trost.

Ihre Farbe rot steht für Energie und Aktion. Auf der emotionalen Ebene wirkt die Mohnblume durch ihre reizvolle Kombination von Kraft und Zartheit, so steht die Mohnblume sowohl für die leidenschaftliche Liebe als auch für das Liebesleid, sowohl für die Fruchtbarkeit als auch für das Vergehen, sowohl für das pralle Leben als auch für den Tod, sichtbar auch in dem Kontrast der roten Farbe der Blüte zum tiefschwarz der Mohnblumensamen. Nach alter Überlieferung ist die seelische Kraft, die die Mohnblüte weckt, die Kraft des bewußten Vergessens. 

Unser Ruddi beschäftigte sich mit der Mohnblume in der bildenden Kunst, und er hatte entdeckt, daß die Mohnblume die Blume des Jahres 2017 war. Eine genügsame Pflanze, die es vom Ackerkraut zur Gartenpflanze brachte. Mohn war und ist eine geheimnisvolle Pflanze voller Symbolik. Sie ist sowohl von seltener Schönheit als auch von rascher Vergänglichkeit. Sie hat Dichter, Maler und sogar Musiker inspiriert. Vor allem die berauschende Wirkung von Schlafmohn, aus dem Opium gewonnen werden kann, spiegelt sich in der bildenden Kunst wider. Mohn begegnet uns hier als Symbol für z. B. Schlaf, Traum, Tod, Vergessen und Schmerzlinderung.

Klatschmohn ist ein beliebtes Malermotiv, zusammen mit der blauen Kornblume als Acker“unkraut“ in den Kornfeldern, wie es z. B. so meisterhaft in Gemälden von Claude Monet festgehalten worden ist.

(Claude Monet, Mohnfeld bei Argenteuil) 

Zur Mohnblume in der Kunst gehört natürlich auch die Musik, hier hat Ruddi auch Recherchen angestellt und stellt euch zwei beispielhafte Stücke ein: 

Wir beiden Mädels aus dem Redaktionsteam, Luzia und ich, wir haben uns zusammengetan, wir haben uns Informationen über die Blumensprache der Mohnblüten geholt, das kräftige, klare rot und die zarte Gestalt der Blüten ist ein Zeichen für die Freundlichkeit des liebenden Umgangs miteinander. 

Und da wir Mädels beide was für schöne Dinge übrig haben, stellen wir euch hier natürlich noch die Ergebnisse einer Serviettentechnik-Arbeit von Frau Chefredakteurin ein, mit der sie mal einen Lampenschirm verziert hat, ihr erinnert euch sicher. 

Die zarte Blüte kommt auf dem weiß besonders zur Geltung und sieht auch beleuchtet sehr hübsch aus. 

Unser Handelsreisender Otto wurde nun langsam hibbelig, gemäß der Tatsache, daß er ja hier oft und gern kulinarisch für uns unterwegs ist, hat er gerade fürs heutige Pfingstfest was ganz besonders leckeres für euch, nämlich einen Käsekuchen mit Mohn:

Für den Mürbteig:

  • 220 Gramm Weizenmehl
  • 110 Gramm Butter kalt und in kleinen Stückchen
  • 1 mittelgroßes Ei
  • 70 Gramm Zucker
  • 1/2 Teelöffel Backpulver

2 Packungen fertigen Mohnback für die Mohnmasse

Für die Quarkcreme:

  • 80 Gramm Butter weich
  • 100 Gramm Zucker
  • 2 mittelgroße Eier
  • 500 Gramm Magerquark
  • 200 Gramm Schmand
  • 2 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 25 Gramm Speisestärke

Für den Teig alle Zutaten miteinander verkneten. Die Springform leicht fetten. Teig ausrollen, so daß man Boden und einen ca. 3 cm hohen Rand formen kann. Teig in die Form legen und kühlstellen.

Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Weiche Butter mit Zucker schaumig schlagen, Eier einzeln unterrühren. Quark, Schmand, Speisestärke, Zitronensaft und -abrieb ebenfalls unterrühren.

Die Mohnmasse auf den Teig geben und glattstreichen. Quarkcreme darüber verteilen. Kuchen ca. 45 Minuten backen. Am besten im ausgeschalteten Ofen abkühlen lassen.

Guten Appetit! 

Für das leckere Rezept hat die Zeit zum backen in unseren Redaktionsräumen leider nicht mehr gereicht, aber wir haben fürs Pfingstfest auch was ganz feines, worauf die Bärchen und ich uns schon sehr freuen

einen feinen, kleinen Erdbeerkuchen

da mußte selbstverständlich auch unser kleines Erdbeerelfchen wieder dabei sein:

Und unser Bruno, unser Hauptstadtbär, der hat natürlich wieder was aus dem Flair der Großstadt, nämlich einen Cocktail, tatsächlich einen Mohn-Cocktail:

https://www.sonnentor.com/de-at/rezepte-tipps/rezepte/poppy-s-mohn-cocktail

Liest sich doch richtig lecker, oder? Den werden wir bestimmt in diesem Sommer mal ausprobieren in unserem sommerlichen Außenrefugium, unserem Balkonien. Cheers! 🍹

Kleine Nostalgie, unsere Mäuse-Cocktails bei den legendären Feiern hier im Eulennest mit Mimi in heaven! Da hätten wir dann auch noch ein so schönes kleines Bild zum Thema Mohnblumen, das Mimi bestimmt sehr gefallen wird dort oben auf ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐! 

Und damit haben die Bären meines Redaktionsteams hier fertig! 😂

Und ich füg euch jetzt noch ein „richtiges“ Pfingstgedicht bei 

Pfingstbestellung

Ein Pfingstgedichtchen will heraus
ins Freie, ins Kühne.
So treibt es mich aus meinem Haus
ins Neue, ins Grüne.

Wenn sich der Himmel grau bezieht,
mich stört’s nicht im geringsten.
Wer meine weiße Hose sieht,
der merkt doch: Es ist Pfingsten.

Nun hab ich ein Gedicht gedrückt,
wie Hühner Eier legen,
und gehe festlich und geschmückt –
Pfingstochse meinetwegen –
dem Honorar entgegen.

(Joachim Ringelnatz, 1883 – 1934, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler)

Und so beschließen wir nun diese Sonntagsausgabe zu Pfingsten mit einer Galerie unserer Mohnblumenbilder

und wünschen euch allen ein frohes, gesegnetes Pfingstfest, hoffentlich mit Sonnenschein, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, kommt dann am Dienstag wieder gut in die neue und erste vollständige Juni-Woche, das wünscht euch von Herzen euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven 

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 22

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Auf des Weihnachtsmanns Spuren

In dieser Nacht,
als niemand wacht,
ging durch den Tann
der Weihnachtsmann.

Sein Sack hing schwer
vom Rücken her
und schleift im Schnee,
ganz deutlich seh
ich seine Spur,
folgt mir nur!

Hier an diesem Dornenbusch
ging er eine Strecke,
deutlich seh ich’s, glaubt ihr’s nicht?
Folgt mir um die Ecke!
Aber sacht,
kein Geräusch gemacht!
Hier an diesem Dornenbusch
blieb der Sack ihm hängen,
und er mußte mühsam sich
durch das Dickicht zwängen!

Hier an diesem Dornenbusch
ist sein Sack zerrissen!
Aus dem Sack
klick klack, klick klack
tröpfelte es Nüssen! –

Eichhörnchen hat vom Tannenzweig
das Unglück schon gesehen,
doch warnt es nicht den Weihnachtsmann,
es läßt ihn weitergehen.
Er schlägt den Schwanz zum Kringel,
der kleine braune Schlingel,
und klettert flink und munter
vom Tannenbaum herunter.

Nun sitzt es dort in guter Ruh’
am Weihnachtstisch, seht ihm nur zu,
knackt Nüsse sehr bedächtig.
Ihr seht, es schmeckt ihm prächtig!
. . . . . . . Vergnügten Gesichts
tat der Alte, als merkte er nichts,
dachte an Kinder und frohe Gesichter,
dachte an Spielzeug und Weihnachtsbaumlichter,
ging indessen zum Wald hinaus. –
Immer näher an unser Haus

führte ganz deutlich seine Spur,
denkt euch nur! –
„Mutter, Mutter, wir haben’s gesehen,
denkt doch, des Weihnachtsmanns Spuren gehen
deutlich bis dicht vor unsere Tür!
Mutter, war er vielleicht schon hier?“

Spricht die Mutter: „Denkt doch mal an,
eben war bei mir der Weihnachtsmann!
Plötzlich hört’ ich ein starkes Klopfen,
öffnete selbst, da trat er ein,
bat mich, ich möchte den Sack ihm stopfen,

denkt doch, ihm riß ein Loch hinein!
Und da hat er mir vieles erzählt,
wie ihm dies und jenes gefehlt.
Aber der Sack war doch noch sehr voll,
hat auch gefragt, was er hier lassen soll!?
Sachte, Kinder, hübsch artig immer!
Und geht mir nicht an das Weihnachtszimmer!“

(Paul Kaestner, 1876 – 1936, deutscher Jurist, Ministerialdirektor und Kirchenliederdichter)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, jetzt flitzt die Zeit hier aber, nun öffnen wir heuer bereits das 22. Türchen, es ist wirklich kaum zu glauben, wie schnell das wieder ging! Mein Bärenteam und ich, wir haben hier natürlich auch noch bissel vorzubereiten fürs große Fest, und da ich mich ja immer prima auf mein Team verlassen kann, haben die Bären, während ich Weihnachtsmanndienst geschoben haben (daher rührt auch das Gedicht! 😊🎅) das Archiv durchforstet und sind fündig geworden, haben das, was sie gefunden haben, wunderbar vermischt und so präsentieren wir euch das nun fürs heutige Türchen 22.

Bräuche und Rituale zur Weihnachtszeit:

Überall, wo Weihnachten gefeiert wird, gibt es Weihnachtssänger. Das englische Wort „Carol“ (Weihnachtslied) weist auf eine lateinische Sitte, bei hohen Festen zu singen und im Kreis zu tanzen: Das alte magische Mittel, einen Zauberkreis herzustellen, in dem das Böse – und die Gefahr aus der Tiefe der Natur – nicht eindringen kann.

Kurrendesänger sind die bekanntesten Kindergruppen des ausgehenden Mittelalters, die frierend durch die Wintergassen gezogen sind und gesungen haben.
Das Wort stammt vom lateinischen „currere = laufen“, und gelaufen sind die Schüler mit ihrem Lehrer, meist in Trupps, mit großen Körben für die zu ersingenden Gaben.

Das Quempassingen stammt aus Pommern, Sachsen und Schlesien.
Der Name ist durch das Verschleißen der ersten Wörter eines Weihnachtsliedes entstanden: „Quem pastores laudavere – den die Hirten lobten sehre“. Das Lied wird von verschiedenen Kindergruppen im Wechselgesang von Emporen, Altar und Orgel bei Kerzenlicht gesungen. Die Sänger marschieren oft mit ihren brennenden Kerzen und ihren weißen Chorhemden feierlich in die stockfinstere Kirche ein.

Krippenspiel und Weihnachtsspiele, früher szenische Darstellungen des Weihnachtsevangeliums nur in der Kirche oder in Klöstern, findet man heute auch in Schulen und Familien.
Besonders schön sind die bayerischen und österreichischen Krippenspiele für Kinder.

Die Krippe füllen ist eine Sitte, die vor allem den Kindern den Geist der Nächstenliebe und der Selbstlosigkeit zeigen soll. Die Krippe, die am Heiligen Abend unter dem Weihnachtsbaum stehen soll, wird am ersten Adventssonntag in der Stube aufgestellt. Für jede Freundlichkeit und gute Tat, die die Kinder in der Adventszeit begehen, dürfen sie einen Strohhalm in die Krippe legen. Je weicher das Jesuskind Weihnachten liegen wird, desto besser.

Die Tiere in der Weihnachtsnacht: Auf dem Land sorgten die Erwachsenen für das Vieh und gaben ihm eine tüchtige Weihnachtsration, während die Kinder Hund und Katze versorgten und ihnen eine Schale Futter oder Milch hinstellten, dabei feierlich gelobten, die Tiere im nächsten Jahr gut zu behandeln.
Die Menschen waren zum Überleben von der Natur und eben auch den Tieren abhängig, so bezogen sie sie in ihre Feste mit ein.
Die Legende erzählt, daß die Tiere in der Heiligen Nacht sprechen können, vor allem Ochs und Esel, weil sie das Christkind gehütet und mit ihrem Atem gewärmt haben. Man darf ihnen aber nicht zuhören: In diesem Verbot mischt sich die heidnische Furcht vor der gelösten Natur in die Legende.

Die Tanne auf dem Friedhof: Im Elsaß, in Österreich und in Bayern bringt man am Nachmittag des Heiligen Abends einen kleinen Tannenbaum mit Kerzen auf den Friedhof. Die Bäumchen werden auf die Gräber gestellt, dann zündet man die Kerzen an, die durchs blaue Dämmerlicht schimmern. Die Sitte ist verhältnismäßig jung, sie wird im ausgehenden 19. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt.

Die Christmette: Der Name hat nichts mit der Messe zu tun, sondern ist die Eindeutschung des lateinischen Begriffs „hora matutina“, des Morgengebetes. Es gehört eigentlich zu den klösterlichen Stundengebeten, doch ist die Bezeichnung auch für die Früh- „Metten“ in den Morgenstunden der Hauptfesttage von Weihnachten, Ostern und Pfingsten verwendet worden.

Die Rauh- oder Rauchnächte haben ihre Bezeichnung und Herkunft vermutlich von der Sitte, in den 12 Tagen und Nächten zwischen den Jahren die bösen Geister auszuräuchern und alles zu vermeiden, was Unsegen bringen könnte.
In diesen Tagen muß man alle geliehenen Gegenstände zurückgeben, man darf nicht waschen, muß auf seine Träume achten, denn sie gehen in Erfüllung.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Da hatten die Bären mal wieder was aus unserem Feste- und Bräuchebuch beim Wickel, das hatten wir ja auch schon länger nicht mehr, ich hoffe, es macht euch nochmal Freude! Und bezüglich der Rauhnächte und den Tieren in der Weihnacht machen wir jetzt nochmal einen feinen Reigen hübscher Bilder.

Auch Katzen freuen sich über Strümpfchen am Kamin!

Und Elche kann man natürlich auch als Weihnachtsbäume dekorieren, mit Blinklicht, hihihi, muß man aber nicht!

Der Weihnachtsmann beschert auch die Eisbären!

Auch Koala und Kakadu freuen sich über den Weihnachtsmann.

Genau wie die Vögel!

Rudolph Rotnase freut sich schon auf seinen Einsatz in der Weihnachtsnacht!

Der Esel muß noch ein bissel mit dem Weihnachtsmann arbeiten, bevor seine Bescherung beginnt!

Genau wie die Rentiere!

Stalldienst beim Christkind!

feine Bescherung!

Oh, oh, in der Lichterkette verhaspelt!

Ich schlaf noch ein bissel vor der Bescherung!

Pack ich jetzt ein oder pack ich jetzt aus?

Sternchen putzen, damit sie schön leuchten in der Weihnachtsnacht!

Wir üben für unseren Einsatz!

Ich hab dieses Jahr einen Katzentatzenweihnachtsbaum!

Ich hab Stalldienst in der Heiligen Nacht, ich muß auf das Christkind aufpassen!

Huuuh, wenn es mal kalt wird zu Weihnachten, mummel ich mich schön ein! Und warte auf’s Christkind!

Noch mehr Sänger, die für die Christnacht üben!

Guckt mal, Weihnachtspost!

Mäuschen hat den Pudding zum Nachtisch beim Weihnachtsmahl entdeckt!

Mama Reh erzählt ihrem Kind die Geschichte vom Christkind und der Heiligen Nacht!

Wir Tiere auf dem Bauernhof feiern auch Weihnachten, wie man sieht, freuen wir uns schon sehr!

Die Vögel haben auch ihre Strümpfchen aufgehängt und hoffen auf reiche Winterfütterung!

Die niedlichen beiden hier haben sich beim Kinderkarussell verdingt, es macht ihnen Spaß, wie man sieht!

Weihnachten, das Fest des Friedens, auch zwischen Hund und Katz!

Weihnachten im Pferdestall, warm und schön gemütlich!

Damit keine falschen Gedanken aufkommen: Der kleine Wuff ist kein Geschenk, (bitte, keine Tiere unterm Weihnachtsbaum, das geht so oft nicht gut aus!) er wohnt schon lange in dem Haus und hat sich nur mal vorwitzig im Geschenkekörbchen versteckt, hihihi!

Zwei Weihnachtskatzen

spielen unterm Weihnachtsbaum, herrliches Vergnügen!

Wenn es dann in der Christnacht schneit, wird das ein ganz romantisches Fest, das mögen auch Katzen sehr gern. Die meisten aber am liebsten von drinnen.

So, ihr lieben alle, das war nun das Türchen 22, wir hoffen sehr, es hat euch allen wieder gefallen. Wir wünschen euch einen schönen WTT ohne Streß und Hektik, mit viel Zeit fürs vorfreuen auf das hohe Fest, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünschen euch von Herzen eurer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 11

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen

Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
und das alte Lied von Gott und Christ
bebt durch Seelen und verkündet leise,
daß die kleinste Welt die größte ist.

(Joachim Ringelnatz, 1883 – 1934, deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, in unserer gestrigen Redaktionssitzung war erst einmal ein bissel „die Luft raus“ nach zwei recht umfangreichen Türchen, also haben wir alle mal im Archiv geblättert, und dann ist Hamish auf was schönes gestoßen, wobei ihm aufgefallen ist, daß es schon mehrmals in den Adventskalendern der vergangenen Jahre vertreten war, seine Teamkollegen und seine Teamkollegin hatten mit eingeguckt und alle stellten fest, daß das noch vor ihrer Zeit beim Grafschafter Wochenanzeiger war. „Oh, Frau Chefredakteurin, das ist so schön, können wir das nochmal gemeinsam hier einstellen nun für unseren Grafschafter?“ 5 Paar leuchtende Bärenaugen sahen mich fragend an. Natürlich, da habt ihr wirklich etwas sehr schönes gefunden und ich glaub, wenn wir das in diesem Jahr nicht wieder mit eingestellt hätten, unsere Leser hätten vielleicht was vermißt. 

Also erzählen euch nun 

       

Ruddi                Bruno            Hamish             Otto und       Luzia

die Geschichte von den Vier Kerzen

Am Adventskranz brannten vier Kerzen. Draußen lag Schnee und es war ganz still. So still, dass man hören konnte, wie die Kerzen miteinander zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße FRIEDEN. Mein Licht gibt Sicherheit, doch auf der Welt gibt es so viele Kriege. Die Menschen wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde kleiner und kleiner und verglomm schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße GLAUBEN. Aber ich fühle mich überflüssig. Die Menschen glauben an gar nichts mehr. Was macht es für einen Sinn, ob ich brenne oder nicht?“ Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze verlosch.

Leise und sehr zaghaft meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße LIEBE. Mir fehlt die Kraft weiter zu brennen; Egoismus beherrscht die Welt. Die Menschen sehen nur sich selbst, und sie sind nicht bereit, einander glücklich zu machen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind ins Zimmer. Erstaunt schaute es die Kerzen an und sagte: „Warum brennt ihr nicht? Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein.“ Betrübt ließ es den Blick über die drei verloschenen Kerzen schweifen.

Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Sei nicht traurig, mein Kind. So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen immer wieder anzünden. Ich heiße HOFFNUNG.“

Mit einem kleinen Stück Holz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und erweckte Frieden, Glauben und die Liebe wieder zum Leben. 

 

(Verfasser: unbekannt) 

Mein bäriges Redaktionsteam hat nach dieser Geschichte einstimmig beschlossen, Frau Chefredakteurin solle doch bitte noch den Text hier mit einstellen, den dazumalen Mimi in heaven und sie unter dieser Geschichte geschrieben hatten, das tu ich nun mal:

„Ich liebe diese kleine Geschichte der vier Kerzen, deshalb hab ich sie nochmal eingestellt auch im diesjährigen Adventskalender hier im Blögchen. Es ist so eine tröstliche Geschichte, daß das Licht im Dunklen dieser Welt nicht verlöscht, solange die letzte, verbliebene Kerze, die Hoffnung, noch brennt.“

Möge sie nie verlöschen! Amen.  

In diesen Tagen kommt auch wieder das Friedenslicht aus Bethlehem in unseren Kirchengemeinden hier an, leider ist es auch in diesem Jahr mir wieder nicht möglich, es zu holen wie in all den Jahren zuvor vor Corona, weil die Kirchengemeinden, in denen es in diesen Zeiten noch ausgeteilt wird, zu weit von mir entfernt sind, als daß ich sie fußläufig erreichen könnte und weit fahren möchte ich derzeit dafür nicht. Da hab ich mir gedacht, wir teilen hier in unserem Grafschafter Wochenanzeiger das Friedenslicht so, wie ich es mir immer geholt habe in meiner Heimatgemeinde hier und wie ich es euch 2014 schon einmal im Adventskalender gezeigt hatte

mit meinem kleinen Handlaternchen, brennend nach Hause und durch den dunklen Hausflur nach oben in die Wohnung getragen. anschließend durch die dunkle Wohnung von Raum zu Raum, dicht gefolgt immer von Mimi in heaven, die jedes Jahr das kleine Licht mit großen Augen angestaunt hat. Sie wird wieder dabei sein auf ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐ in diesem Jahr. 

In diesem Jahr heißt das Motto des Friedenslichts „Friedensnetz – ein Licht das alle verbindet“. 

Da möchte ich mit meinem Team noch einmal den Text mit euch teilen, den ich damals im Jahre 2014 unter das obige Bild gestellt hatte, er hat wieder so aktuelle Bedeutung in diesen Zeiten und Tagen: 

„Kann ein kleines, unscheinbares Licht Frieden in die Welt bringen?
Ja, es kann! Wenn es weitergegeben wird von Hand zu Hand, und damit andere Kerzen entzündet werden, strahlt sein Licht immer heller!
Licht, das man teilt, wird mehr!
Es bewirkt, daß sich die Menschen näher kommen müssen, um ihr Licht am anderen zu entzünden, es macht nicht nur das äußere Dunkel, es macht die Herzen hell! Es strahlt Wärme aus, die die Menschen erreicht, es leuchtet aus den Augen der Menschen, die es still betrachten!
Es führt die Menschen zueinander, aus dem Dunkel in das Licht!
Es ist ein ganz winziger, kleiner, erster Schritt auf dem Weg zum Frieden!
Weil es mit seiner Wärme und mit seinem Glanz Kälte taut und „strahlen“ läßt!

Wo Menschen Kerzen in die Hand nehmen, haben sie keine Hand mehr frei für eine Waffe! Das Licht muß geschützt werden, damit sind beide Hände beschäftigt, mit dem Halten und dem Schützen!“

Und nur zum allgemeinen Verständnis: Die Rede ist von Kerzen, nicht von Fackeln!

Damit überlassen wir nun den Kerzen das Wort und ihrem friedlichen Licht, das uns gleich zu Beginn der Adventszeit am ersten Adventssonntag hier ein Engel entzündet hat.

Laßt es uns bewahren und behüten! 

 

Wir wünschen all unseren lieben Lesern vom Grafschafter Wochenanzeiger einen schönen, friedlichen, lichten Samstag, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, 

euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Happy Halloween vom Eulennest! 👻👻👻🎃🎃🎃🍬🍭🦉

Die Geister am Mummelsee

Vom Berge was kommt dort um Mitternacht spät
mit Fackeln so prächtig herunter?
Ob das wohl zum Tanze, zum Feste noch geht?
Mir klingen die Lieder so munter.
O nein!
So sage, was mag es wohl sein?

Sie schweben herunter ins Mummelseetal –
sie haben den See schon betreten –
sie rühren und netzen den Fuß nicht einmal –
sie schwirren in leisen Gebeten –
O schau,
am Sarge die glänzende Frau!

Jetzt öffnet der See das grünspiegelnde Tor;
gib acht, nun tauchen sie nieder!
Es schwankt eine lebende Treppe hervor,
und – drunten schon summen die Lieder.
Hörst du?
Sie singen ihn unten zur Ruh.

Das, was du da siehest, ist Totengeleit,
und was du da hörest, sind Klagen.
Dem König, dem Zauberer, gilt es zuleid,
sie bringen ihn wieder getragen.
O weh!
So sind es die Geister vom See!

Die Wasser, wie lieblich sie brennen und glühn!
Sie spielen in grünendem Feuer;
es geisten die Nebel am Ufer dahin,
zum Meere verzieht sich der Weiher –
Nur still!
Ob dort sich nichts rühren will?

Es zuckt in der Mitten – o Himmel! Ach hilf!
Nun kommen sie wieder, sie kommen!
Es orgelt im Rohr und es klirret im Schilf;
nur hurtig, die Flucht nur genommen!
Davon!
Sie wittern, sie haschen mich schon!

(Eduard Mörike, 1804 – 1875, deutscher Erzähler, Lyriker und Dichter)

ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, was hatten wir eine vergnügliche Redaktionssitzung am Freitag, denn erstens fällt Halloween in diesem Jahr auf einen Sonntag, an dem wir ja meist ohnehin unsere Sonntagsausgabe hier einstellen, und zweitens haben wir für diesen Eintrag aufgrund unserer vielfältigen redaktionellen Kontakte ein ganz besonderes Schmankerl für euch für diesen Tag und die Nacht aller Nächte, denn wir machen einen virtuellen Ausflug zu den „Geistern am Mummelsee“ und den schröcklichen Gestalten auf „Burg Schreckenstein“! Also, satteln wir die Fledermäuse und bestellen wir die Geister für einen Halloween-Trip nach Luxemburg!

„Hääääh….???“ hören wir euch jetzt alle fragen, mit Fledermäusen und Geistern nach Luxemburg, was wird das denn??? Wie sagte dazumalen Mimi in heaven immer so schön: Fangen wir doch mal am besten mit dem Anfang an! Der liegt nämlich schon eine Woche zurück, denn am letzten Sonntag hatte der Sohn der Frau Chefredakteurin seinen Geburtstag, der letztjährige 40. wurde ja hier im Grafschafter Wochenanzeiger gefeiert, dieweil aufgrund des Pandemiegeschehens im letzten Jahr die eigentlich geplante Feier nicht stattfinden konnte. Traurig für alle eigentlich Beteiligten, und so hatten die Freunde meiner Kinder in diesem Jahr eine grandiose Idee: Björn wurde entführt! 😂 Von langer Hand mit Akribie und sehr geheimnisvoll unter Einbeziehung von Steffi geplant, unter dem Vorwand, einen Abend am vorletzten Freitag bei Freunden zu verbringen, startete die Fahrt! Erst außerhalb vom Kölner Stadtverkehr auf der Autobahn wurde es Björn langsam gewahr: Die Fahrt ist aber lang zu den Freunden 🤭 und es nahte die Aufklärung: Geburtstagsfeier mit allen Freunden, 4 Pärchen, einschließlich Steffi und Björn, an der Zahl, von Freitag bis Sonntag in Luxemburg, genauer in Dirbach, und dort in einem herrlichen Ferienpark. Fluß, See und eine Burg in der Nähe, nämlich diese hier

https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Bourscheid

Soviel vorweg: Es war herrlich, eine Geburtstagsüberraschung par excellence, und ihr könnt euch sicher alle vorstellen, wie glücklich das Geburtstagskind war!

Und unsere Redaktion erreichten in der letzten Woche die Bilder, und beim Anblick von See und Burg leuchteten hier 6 Paar Augen, das ist es, das wird unser Halloween-Eintrag, meine Redaktionsmitglieder waren hellauf begeistert, zumal Frau Chefredakteurin auch sofort das passende Gedicht parat hatte: „Die Geister am Mummelsee“! Und taaaadaaaa…..da sind sie!

Habt ihr euch die Burg oben im Eintrag von Wikipedia gut betrachtet? Na, dann macht euch jetzt auf was gefaßt, mit welch schröcklichen Gestalten sich diese Burg zu Halloween präsentiert:

Jaaaaa, seht ihr, deshalb die gesattelten Fledermäuse und die bestellten Geister, sie bringen uns nun an Ort und Stelle auf „Burg Schreckenstein“ alias Burg Bourscheid!

Die übrigen Gäste trudeln auch langsam alle ein

das wird eine spukige Gaudi zur Nacht der Nächte auf einer echten Burg, ihr könnt euch sicher alle vorstellen, welche leuchtenden Augen unser Hamish hatte, er erinnerte sich, als er mit uns allen 2019 auf seinem Stammschloß in Schottland feiern wollte, der Burg derer von McBär-Duff, was in der Kürze der Zeit ja leider nicht machbar war, da sind wir doch dann alle auf unsere Ritterburg ausgewichen, die noch im reichhaltigen Fundus der Frau Chefredakteurin aus den Kindertagen von Björn vorhanden war.

Mimi in heaven  und der ihr nachgefolgte Hundekumpel Storm   von Christa aus Kanada gucken jetzt bestimmt ganz verträumt und bissel wehmütig auf unseren diesjährigen Eintrag, und da dachten wir uns bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung, wir setzen hier nun einfach nochmal unseren Eintrag vom letzten gemeinsamen Halloweenfest mit alle Mann/Frau/Hund/Katz als Link ein, wer mag, kann ja nochmal gucken:

Grafschafter Wochenanzeiger – Samhuinn in der Grafschaft

So, und auf Burg Schreckenstein nähern wir uns jetzt dem großen Finale, die hochherrschaftlichen Schreckgestalten erreichen die Burg

Graf Dracula himself, seine Geister und Fledermäuse und guckt, wer ihn begleitet: Mimi in heaven! Und natürlich unsere grafschaftliche Eule! Stellvertretend fürs ganze Eulennest! Getränke stehen schon bereit zur Stärkung nach dem langen Flug, und selbstverständlich ist auch wieder fürs leibliche bzw. geist-ige Wohl gesorgt

es wird wieder eifrig gekocht, alles in einem Kessel, ihr habt es sicher schon erraten, im Eulennest und in den Redaktionsräumen vom Grafschafter gibt es wieder Kesselskuchen! 🥘 Und Rotwein, 🍷 Prost! Und zum Nachtisch Schokoladenkuchen. Greift zu, damit ihr gestärkt seid für die Nacht der Nächte auf Burg Schreckenstein!

Das wird bestimmt wieder eine herrlich-schröckliche Feier mit allen Spuk- und Gruselgestalten, wünschen wir euch allen und ganz viel Spaß!

Später machen wir es uns dann drinnen in der Burg gemütlich, mein Redaktionsteam hat sich eine gruselig-gemütliche Nacht am Kamin gewünscht, mit vielen Kerzen, und dem vorlesen von herrlichen Gruselgeschichten, von Edgar Allan Poe und Charles Dickens und wer noch so alles solche gruselige Lektüre geschrieben hat.

Ja, das war nun unser diesjähriger Halloweenbeitrag hier in unserem Grafschafter Wochenanzeiger, ich hoffe, er hat euch allen wieder gefallen. Und für alle, die nicht so viel mit Halloween anfangen können, haben mein Redaktionsteam und ich jetzt auch noch was ganz feines, auf das wir uns schon sehr gefreut haben, gerade weil der Oktober, der heute nun seinen letzten Tag hat, in diesem Jahr so golden daher kam, Bilder vom Luxemburg-Geburtstagswochenende von Björn! Ganz viel Freude beim gucken, wir waren begeistert von der Gegend gerade jetzt im Herbst!

Unterkunft und nähere Umgebung

Schön, oder? Und Nebel war auch dabei, wie es sich im Herbst gehört!

Die Original-Bilder der Burg samt Umgebung

Da paßten halt so herrlich die Geister rein, lach!

Herrliche Aussicht, nicht wahr?

Fast Indian-Summer!

Eines meiner Lieblingsbilder!

Details am Wegesrand:

Felsgestein

Welche Herbstfarben! Und nun geht es sonnig weiter.

Der See bzw. Fluß ohne Geister, hihihihi!

Und nun noch zwei Panoramabilder:

(Alle Bilder: © Björn Zimmermann)

Mein Redaktionsteam und ich, wir hoffen, der wunderschöne herbstliche Ausflug nach Luxemburg hat euch gefallen! Und nun wünschen wir euch allen einen schönen Sonntag, wenn das Wetter schwächelt, macht es euch gemütlich, wenn der letzte Oktobersonntag nochmal in herbstlichem Glanze strahlt, genießt es. Wem es gefällt, dem wünschen wir eine wundervoll-gruselige Halloweennacht, wir hoffen, ihr habt nicht vergessen, die Uhren umzustellen, ⌚⏰🕰 die geklaute Stunde ist wieder da, hurra!!! Hoffentlich bleibt das jetzt auch mal so, aber da glaub ich noch nicht dran.

Bleibt oder werdet alle gesund, für alle, die es brauchen, Tier oder Mensch, sind hier Daumen, Tatzen und Pfoten fest gedrückt, 🙏🍀🍀🍀 paßt alle gut auf euch auf! Liebe Grüße von eurem Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – ein roter Kobold auf Balkonien 🐿

Die zwei Wurzeln

Zwei Tannenwurzeln groß und alt
unterhalten sich im Wald.

Was droben in den Wipfeln rauscht,
das wird hier unten ausgetauscht.

Ein altes Eichhorn sitzt dabei
und strickt wohl Strümpfe für die zwei.

Eichhornchens bilder Stricken bilder

Die eine sagt knig, die andere sagt knag.
Das ist genug für einen Tag.

(Christian Morgenstern)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da liegt sie nun also wieder auf eurem Frühstückstisch, die Sonntagsausgabe von unserem Blatt. Wir hoffen, ihr habt alle gut geschlafen und seid erfrischt in den Morgen gestartet. Dann nehmt mal Platz am hübsch gedeckten Frühstückstisch 

und weil wir schon vom Morgen schrieben, da fiel doch der Frau Chefredakteurin gerade breit grinsend ein herrlicher kleiner Sketch ein, vor Jahren bei „Sketchup“ gesehen, mit dem unvergleichlichen Paar Diether Krebs und Iris Berben, und so beginnen wir den Sonntag mal mit lachen:

Ein Klassiker! 

Die Idee für unsere heutige Sonntagsausgabe hat Mathilda angeschoben, die so einen feinen Eintrag über ein Eichhörnchen an ihrem Vogelfütterer eingestellt hat, und da fiel der Frau Chefredakteurin im Kommentar ein, daß wir ja auch mal eines auf Balkonien hatten, die dortige Frage, ob es Fotos gäbe, konnte ich bejahen. Da dazumalen noch nicht alle Leser hier in unserem Grafschafter Wochenanzeiger dabei waren, graben wir jetzt hier heute im Archiv und zeigen die Fotos noch einmal. Mein bäriges Redaktionsteam

war darob ganz begeistert, fand das ganze doch noch zu Lebzeiten unseres Co-Autors und unserer späteren rasenden Reporterin Mimi in heaven statt, die dazumalen „not amused“ über den roten Kobold auf ihrem Balkonien war. 

Wie es sich für unser „Bildungsblögchen“ gehört, kommt hier nun erst einmal wissenswertes über Eichhörnchen

Die Eichhörnchen (Sciurus) sind eine Gattung der Baumhörnchen (Sciurini) innerhalb der Familie der Hörnchen (Sciuridae). Ein auffälliges Merkmal ist der hochgestellte buschige Schwanz. Die in Mitteleuropa bekannteste Art ist das Eurasische Eichhörnchen, das gemeinhin einfach als Eichhörnchen bezeichnet wird. Alle Eichhörnchen sind Waldbewohner und ernähren sich primär von Samen und Früchten. Die weitaus meisten Arten sind auf dem amerikanischen Doppelkontinent beheimatet. Nur 3 der 29 Arten leben in der Alten Welt, sie sind über Europa, Vorder-, Nord- und Ostasien verbreitet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eichh%C3%B6rnchen

Auch der NABU hat interessantes und wissenswertes zum Eichhörnchen zu bieten, büdde schön:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/nager/04566.html

Unter der fachkundigen Anleitung unseres Redaktionsmitgliedes und Außenkorrespondenten Hamish hat mein Redaktionsteam natürlich auch wieder was über die mythologische Bedeutung des Eichhörnchens gesucht, unser kleiner Schotte interessiert sich ja immer sehr für diese Dinge. 

In der Mythologie der Germanen ist von einem roten Eichhörnchen namens Ratatöskr die Rede. Wie alle roten Tiere, so war auch Ratatöskr dem Donner- und Feuergott Thor geweiht. Es lebt der Edda nach in den Zweigen des Weltenbaumes Yggdrasil und springt ständig zwischen den verschiedenen Welten hin- und her. Deshalb steht auch heute noch das Eichhörnchen gleichzeitig mit den Elementen Erde und Luft in enger Verbindung. Des Weiteren soll das Eichhörnchen Ratatöskr den Streit zwischen dem Adler Orn, der auf den Zweigen des Weltenbaumes sitzt und dem Drachen Niddhöggr, welcher an den Wurzeln wohnt, immer wieder neu entfachen. Grund sei ungenaues Weitertragen von Streitworten des Adlers zum Drachen und umgekehrt. Daher symbolisiert das Eichhörnchen für die Germanen eine Art Schelm, der andere gerne auf den Arm nimmt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ratat%C3%B6skr

Wegen seiner rötlichen Färbung ist das Eichhörnchen bei den Kelten der Erd- und Fruchtbarkeitsgöttin Mebd zugeordnet. 

Das Eichhörnchen als Krafttier mahnt, den Dingen auf den Grund zu gehen, quasi „die Nuß zu knacken“. Es erhöht die Wendigkeit von Geist und Körper, hilft bei der Verwirklichung von Plänen und Ideen, bereitet auf besondere Herausforderungen vor und löst Konflikte zwischen Weisheit und Intellekt. Es verbindet sich die Energie mit den weiblichen Gefühlsebenen. Und es warnt vor Streitigkeiten. 

So, nun sind mal wieder der Worte genug gewechselt, nun laßt uns endlich Bilder sehen, frei nach Geheimrat Goethe! 

Die Bilder sind allesamt durch die Scheibe der Balkonientür fotografiert worden, daher nicht immer ganz so deutlich und bissel „verwaschen“! 

Das war damals unser Futterhäuschen, in dem auch Erdnüsse gelagert haben, das hatte der kleine Kobold schnell spitz! 

Wie man hier sieht, kann es auf Balkonien an der Mauer rauf und runter laufen, das ist Rauhputz und das bietet wohl den Krallen guten Halt. So ist es wohl auch bis in die dritte Etage gelangt. 

Und nun zeigt euch unser Eichhorn wie der Rückzug von Balkonien über das Katzennetz geht, lach! 

Mimi hatte in ihrer Hängematte gemütlich geschlafen

es war eine Gaudi, als sie den roten Pelzmärtel entdeckt hat und der dann auch noch von Balkonien aus an der Balkonbrüstung entlang über die Fensterbank vom Wohnzimmer direktemang an Mimis Nase vorbeimarschiert ist, meine kleine Schwarze war Empörung und Verblüffung pur:

Leider ist der Puschel auf den Bildern nicht sichtbar, aber ich glaub, Mimis damaliger Gesichtsausdruck spricht Bände! 

Am nächsten Tag war er wieder da, der rote Puschel, 

aber dieses mal genügte ihm das Futterhäuschen nicht, da mußte auch mal von ganz Balkonien Besitz ergriffen werden

Mimi war Empörung von Kopf bis Schwanz! Machte dem Hörnchen wenig, war ja schließlich eine Glastüre zwischen ihm und meinem Bonsai-Tiger, und gemach trat es auf dem gleichen Weg wie tags zuvor den Rückweg an. 

Wir haben so ein knuffiges Bild gefunden, mit Katze und Eichhörnchen, ich glaub, da wäre Mimi dann wohl endgültig ausgerastet! 🤣

Nun haben wir noch, wie bei vielen Einträgen und oben ja auch schon ein paar eingefügte, Bilder von unserem Serviettentechnikfundus

Mit lieben Worten vom Herrn Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe über das Eichhörnchen 

Das Eichhörnchen

Warum gibt uns die Betrachtung unseres heimischen
Eichhörnchens so viel Vergnügen? Weil es als die höchste Ausbildung seines Geschlechtes eine ganz besondere Geschicklichkeit vor Augen bringt.

Gar zierlich behandelt es ergreiflich kleine appetitliche Gegenstände, mit denen es mutwillig zu spielen scheint, indem es sich doch nur eigentlich den Genuß dadurch vorbereitet und erleichtert.

Dies Geschöpfchen, eine Nuß eröffnend, besonders aber einen reifen Fichtenzapfen abspeisend, ist höchst graziös und liebenswürdig anzuschauen.

(Johann Wolfgang von Goethe)

schließen wir nun unsere Sonntagsausgabe und wünschen allen unseren Lesern einen schönen, frohen Sonntag! Paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund und startet am Montag gut wieder in die neue Woche wünscht euch allen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Pfingsten – „Aus der Jugendzeit…“ oder „eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!“

 

Die Schwalben

Hold Erinnern schwebt mir vor,
wie um Fensterbogen
an dem alten Kirchenchor
tausend Schwalben flogen.

Schwalben rings ohn Unterlaß
in den Lüften wiegend,
wo ich schöne Märchen las.
zwischen Gräbern liegend.

Jene grüne Einsamkeit
ist schon lang versunken,
wo ich in der Kinderzeit
Poesie getrunken.

Doch wenn heut die Schwalben schrein,
die im Licht sich schwenken,
meiner Kindheit Morgenschein
muß ich still gedenken.

Denn die Sehnsucht dauert fort
nach der Jugend Räumen,
und noch immer wandl’ ich dort
nachts in meinen Träumen.

(Heinrich Seidel, 1842 – 1906, deutscher Ingenieur und Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun haltet ihr also unsere diesjährige Pfingstfest- und Sonntagsausgabe in den Händen. Leider wird sich wohl überall in unserem Land das Wetter nicht gerade pfingstlich zeigen, der gesamte Mai war ja bis jetzt eher verregnet und verhagelt denn schön. Und so haben wir in unserer freitäglichen Redaktionssitzung wieder hin und her überlegt, was wir euch wohl zum heutigen Pfingstfest präsentieren könnten, und dieses Mal hatten die Bären eures Redaktionsteams die zündende Idee:

Schwalben!

Meine Redaktionscrew hatte mich den ganzen Mai über mit fragenden Augen beobachtet, wenn ich am Wohnzimmerfenster stand und lange in den Himmel schaute. „Wonach guckst du denn, Frau Cheffin?“ fragte Ruddi schließlich ganz ratlos. „Ja, Ruddi, nach den Schwalben, die doch nun aus dem Süden wieder zu uns zurückkehren, ich würde in diesem Jahr doch wieder so gerne der Türmer sein, der ihre Ankunft als erster vermelden darf!“ Na, das war ein Stichwort für mein Redaktionsteam, binnen kurzem versammelten sich alle am Wohnzimmerfenster wie weiland bei der sehnsüchtigen Ausschau im Winter nach Schnee

um mir bei der Sichtung meiner heißgeliebten Schwälbchen behilflich zu sein. 

Wie gebannt beobachten sie von nun an den Himmel, ich konnte derweil meinen hausfraulichen Tätigkeiten nachgehen, sie haben mir glaubhaft versichert, sie würden sofort „töööröööööööö“ rufen, wenn sie der ersten Schwalben ansichtig würden. 

Eines vorweg, es hat lange gedauert, in der Zwischenzeit hatten uns die Kinder aus Köln bereits wieder eingeholt und vermeldeten ihrerseits am 4. Mai, daß sie in diesem Jahr wieder der Türmer wären, die Schwalben wären da! Und meine Crew guckte weiter. 

Aber dann, am 20. Mai, am frühen Abend, erscholl endlich ein „Töööörööööö“ aus vielen begeisterten Bärenkehlen, sie waren da, die Schwalben, und kreisten am Abendhimmel, das war eine Freude in unseren Redaktionsräumen. Frau Chefredakteurin ließ alles stehen und liegen und kam sofort gucken. 

das sind Archivaufnahmen vom August 2016, da hatte ich mal das Glück, sie sogar mit meiner kleinen Knipse und nicht so ganz dollem Zoom am Himmel zu erwischen, beim ersten Bild ganz oben rechts, beim zweiten rechts/mittig zwischen den weißen Wolkenformationen. 

Zufrieden mit sich und ihrer Sichtung nahm meine Bärencrew wieder ihre gewohnten Plätze ein, und Bruno meinte dann, nun hätte er aber doch noch gerne erklärt, was es denn mit dem Türmer auf sich hätte, von dem ich gesprochen habe, der die Ankunft der Schwalben meldet, als Großstadtkind der Neuzeit konnte er damit natürlich so gar nichts anfangen. Da hat dann die Frau Chefredakteurin sich mal wieder ihren Theodor Storm an Land gezogen, dessen Zeit ja leider immer noch nicht auf Balkonien stattfindet, und bei dem die Schwalben als Motiv in seinen Gedichten und Novellen immer wieder auftauchen, in einer Novelle sind sie das zentrale Motiv in der Geschichte, und zwar in der Novelle „In St. Jürgen“ 

https://de.wikipedia.org/wiki/In_St._J%C3%BCrgen

Hier habt ihr eine kurze Inhaltsangabe der Novelle, die zu einer meiner Lieblingsnovellen von Theodor Storm gehört, damit ihr euch ein Bild von der Geschichte machen könnt. 

Siehst du, Bruno, das ist die Geschichte in meinem geliebten alten Storm-Buch, und sie beginnt mit den Worten:

„Es ist nur ein schmuckloses Städtchen, meine Vaterstadt; sie liegt in einer baumlosen Küstenebene, und ihre Häuser sind alt und finster. Dennoch habe ich sie immer für einen angenehmen Ort gehalten, und zwei den Menschen heilige Vögel scheinen diese Meinung zu teilen. Bei hoher Sommerluft schweben fortwährend Störche über der Stadt, die ihre Nester unten auf den Dächern haben; und wenn im April die ersten Lüfte aus dem Süden wehen, so bringen sie gewiß die Schwalben mit, und ein Nachbar sagt’s dem andern, daß sie gekommen sind.“

Und da, Bruno, kommen nun die bzw. der Türmer ins Spiel, die höchsten Gebäude in den Städten der vergangenen Jahrhunderte waren meist die Kirchen, und diese hatten einen Glockenturm, im Glockenturm wohnte der Türmer, der das Geläute der Glocken in Gang hielt, auch sonstige Verwaltungsaufgaben inne hatte, und aufgrund seiner Übersicht über die ganze Stadt zum Beispiel auch als erster Brände entdeckte und sie mit warnenden Glocken melden konnte, oder oft auch mit Trompetenstößen, ein solches Instrument diente ebenfalls der Warnung und Meldung, und er war es dann eben auch, der die ersten Schwalben entdeckte, wenn sie im Frühling heimkehrten, und das freudige Ereignis meldete er eben der ganzen Stadt mit seiner Trompete, deshalb „tööööröööö“, lach, und deshalb der alljährliche Wettbewerb zwischen den Kindern und mir, wer wohl in diesem Jahr der „Türmer“ wird! Guck, so wird wohl dazumalen die Aussicht eines Türmers gewesen sein

das ist aus meinem Storm-Buch, eine Zeichnung von Adolph von Menzel. 

Da konnte man wohl wirklich jeden Winkel sehen von hoch droben. Und hier hast du nun auch noch einen Auszug aus der Novelle, die unmittelbar von einem ebensolchen Türmer spricht, ich les es dir mal vor:

„Ich war auf den Kirchhof hinausgetreten und blickte an dem Turm hinauf; da sah ich oben auf der Galerie den Türmer stehen und sah, wie er sein langes Horn noch in der Hand hielt. Ich wußte es nun wohl; die ersten Schwalben waren gekommen, und der alte Jakob hatte ihnen den Willkommen geblasen und es laut über die Stadt gerufen, daß der Frühling ins Land gekommen sei. Dafür bekam er seinen Ehrentrunk im Ratsweinkeller und einen blanken Reichstaler vom Herrn Bürgermeister. – Ich kannte den Mann und war oft droben bei ihm gewesen; als Knabe, um von dort aus meine Tauben fliegen zu sehen, später auch wohl mit Agnes; denn der Alte hatte ein Enkeltöchterchen bei sich, zu dem sie Pate gestanden und deren sie sich auf allerlei Art anzunehmen pflegte. Einmal, am Christabend, hatte ich ihr sogar ein vollständiges Weihnachtsbäumchen den hohen Turm hinaufschleppen helfen. – „

Bruno war hochbefriedigt von meiner Erklärung. 

Der Eingangstext der Novelle „In St. Jürgen“ geht aber noch weiter, und da kommt jetzt ein Teil unseres Titels zur Geltung:

„So ist es eben jetzt. Unter meinem Fenster im Garten blühen die ersten Veilchen, und drüben auf der Planke sitzt auch schon die Schwalbe und zwitschert ihr altes Lied:

Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm…“

Das ist aus dem Gedicht und Lied „Aus der Jugendzeit“ von Friedrich Rückert:

Aus der Jugendzeit, aus der Jugendzeit
klingt ein Lied mir immerdar;
o wie liegt so weit, o wie liegt so weit,
was mein einst war!

Was die Schwalbe sang, was die Schwalbe sang,
die den Herbst und Frühling bringt;
ob das Dorf entlang, ob das Dorf entlang
das jetzt noch klingt?

„Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm,
waren Kisten und Kasten schwer;
als ich wieder kam, als ich wieder kam,
war alles leer.“

O du Kindermund, o du Kindermund,
unbewußter Weisheit froh,
vogelsprachekund, vogelsprachekund
wie Salomo!

O du Heimatflur, o du Heimatflur,
laß zu deinem heil`gen Raum
mich noch einmal nur, mich noch einmal nur
entfliehn im Traum!

Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm,
war die Welt mir voll so sehr;
als ich wieder kam, als ich wieder kam,
war alles leer!

Wohl die Schwalbe kehrt, wohl die Schwalbe kehrt,
und der leere Kasten schwoll,
ist das Herz geleert, ist das Herz geleert,
wird`s nie mehr voll.

Keine Schwalbe bringt, keine Schwalbe bringt
dir zurück, wonach du weinst;
doch die Schwalbe singt, doch die Schwalbe singt
im Dorf wie einst:

„Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm,
waren Kisten und Kasten schwer;
als ich wieder kam, als ich wieder kam,
war alles leer.“

Das hab ich natürlich auch noch für „auf die Ohren“ für euch, zwei ganz alte Versionen des schönen, ein bissel schwermütigen Liedes:

Ich hatte wohl sehr träumerische Augen bei dem Lied, denn meine Bärencrew wollte nun natürlich wissen, woran ich denn dabei dächte, ja, meine lieben Redaktionsmitglieder, das sind Laute aus meiner Jungendzeit, das Lied ebenso wie die Rufe der wunderschönen Schwalben, das alles erinnert mich so sehr an mein ehemaliges Kindheitsparadies in Höxter im Weserbergland. Nun bekam Otto große Augen, unser Handelsreisender, wenn von anderen Orten die Rede ist, ist er immer gleich Feuer und Flamme, in diesen kargen Reisezeiten ganz besonders. Guck, Otto, das ist mein Höxter

und dort an der Weser hab ich oft im Gras gelegen

und meine Mama hat auf einer Bank gesessen und konnte stundenlang ihren Lieblingsvögeln zugucken, den Schwalben, wie sie mit schrillen Schreien direkt über dem Wasser der Weser auf Insektenfang gingen, Urlaute, die mich noch heute vor Wohlbehagen erschauern lassen.

Hier muß ich nun wohl kurz einmal den Unterschied erklären zwischen Schwalben 

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwalben

und Mauerseglern

https://de.wikipedia.org/wiki/Mauersegler

die den Schwalben zwar ähneln, aber nicht mit diesen näher verwandt sind. Trotzdem waren für mich immer beide Arten einfach Schwalben und der Inbegriff von Sommer. Die so bekannten Nester an der Wand

sind Schwalbennester, Mauersegler brüten in Hohlräumen. 

Otto war sehr angetan von meinen Erinnerungen und vor allem von der ihm fremden Stadt meines Kindheitsparadieses. Und Luzia, mit ihrem Faible für glitzern aller Art, betrachtete sich verträumt das glitzern meiner geliebten Weser. 

Ich zitiere noch einmal aus der Novelle von Theodor Storm, weil dies ja ein Eintrag über Schwalben ist, paßt es so schön:

„Wie oft zur Sommerzeit, ehe ich in die Kapellentür trat, bin ich in der Stille des Sonntagsmorgens zögernd auf dem sonnigen Hofe stehengeblieben, den von dem nebenliegenden Gärtchen her, je nach der Jahreszeit, Goldlack-, Nelken- oder Resedaduft erfüllte. – Aber dies war nicht das einzige, weshalb mir derzeit der Kirchgang so lieblich schien; denn oftmals, besonders wenn ich ein Stündchen früher auf den Beinen war, ging ich weiter in den Hof hinab und lugte nach einem von der Morgensonne beleuchteten Fensterchen im obern Stock, an dessen einer Seite zwei Schwalben sich ihr Nest gebaut hatten. Der eine Fensterflügel stand meistens offen; und wenn meine Schritte auf dem Steinpflaster laut wurden, so bog sich wohl ein Frauenkopf mit grauem glattgescheiteltem Haar unter einem schneeweißen Häubchen daraus hervor und nickte freundlich zu mir herab. »Guten Morgen, Hansen«, rief ich dann; denn nur bei diesem, ihrem Familiennamen, nannten wir Kinder unsere alte Freundin; wir wußten kaum, daß sie auch noch den wohlklingenden Namen »Agnes« führte, der einst, da ihre blauen Augen noch jung und das jetzt graue Haar noch blond gewesen, gar wohl zu ihr gepaßt haben mochte. Sie hatte viele Jahre bei der Großmutter gedient und dann, ich mochte damals in meinem zwölften Jahre sein, als die Tochter eines Bürgers, der der Stadt Lasten getragen, im Stifte Aufnahme gefunden. Seitdem war eigentlich für uns aus dem großmütterlichen Hause die Hauptperson verschwunden; denn Hansen wußte uns allezeit, und ohne daß wir es merkten, in behagliche Tätigkeit zu setzen; meiner Schwester schnitt sie die Muster zu neuen Puppenkleidern, während ich mit dem Bleistift in der Hand nach ihrer Angabe allerlei künstliche Prendelschrift anfertigen oder auch wohl ein jetzt selten gewordenes Bild der alten Kirche nachzeichnen mußte, das in ihrem Besitze war. Nur eines ist mir später in diesem Verkehr aufgefallen; niemals hat sie uns ein Märchen oder eine Sage erzählt, an welchen beiden doch unsere Gegend so reich ist; sie schien es vielmehr als etwas Unnützes oder gar Schädliches zu unterdrücken, wenn ein anderer von solchen Dingen anheben wollte. Und doch war sie nichts weniger als eine kalte oder phantasielose Natur. – Dagegen hatte sie an allem Tierleben ihre Freude; besonders liebte sie die Schwalben und wußte ihren Nesterbau erfolgreich gegen den Kehrbesen der Großmutter zu verteidigen, deren fast holländische Sauberkeit sich nicht wohl mit den kleinen Eindringlingen vertragen konnte. Auch schien sie das Wesen dieser Vögel genauer beobachtet zu haben. So entsinne ich mich, daß ich ihr einst eine Turmschwalbe brachte, die ich wie leblos auf dem Steinpflaster des Hofes gefunden hatte. »Das schöne Tier wird sterben«, sagte ich, indem ich traurig das glänzende braunschwarze Gefieder streichelte; aber Hansen schüttelte den Kopf. »Die?« sagte sie, »das ist die Königin der Luft; ihr fehlt nichts als der freie Himmel! Die Angst vor einem Habicht wird sie zu Boden geworfen haben; da hat sie mit den langen Schwingen sich nicht helfen können.« Dann gingen wir in den Garten; ich mit der Schwalbe, die ruhig in meiner Hand lag, mich mit den großen braunen Augen ansehend. »Nun wirf sie in die Luft!»rief Hansen. Und staunend sah ich, wie, von meiner Hand geworfen, der scheinbar leblose Vogel gedankenschnell seine Schwingen ausbreitete und mit hellem Zwitscherlaut wie ein befiederter Pfeil in dem sonnigen Himmelsraum dahinschoß. »Vom Turm aus«, sagte Hansen, »solltest du sie fliegen sehen; das heißt von dem Turm der alten Kirche, der noch ein Turm zu nennen war.«“

Da ist auch noch einmal ein Turm erwähnt im Zusammenhang mit dem Türmer, der die Ankunft der Schwalben meldete, aber ich liebe besonders die Zeilen „das ist die Königin der Luft, ihr fehlt nichts als der freie Himmel!“ Ja, das ist die Schwalbe sicherlich. 

Ihre Ankunft hier war spät in diesem Jahr, umso glücklicher bin ich samt meinem Redaktionsteam, daß sie nun da sind, die Zeit ist kurz, in der sie uns erfreuen, denn wie sagt eine alte Bauernregel: „An Maria Geburt ziehen die Schwalben furt.“ Maria Geburt ist am 8. September.

Zwei Bilder noch aus dem Spreewald, Schwalben in Ruhe, ein seltener Anblick! 

Hamish hatte nun die ganze Zeit recht still bei unseren Vorbereitungen gesessen, als ich ihn dann aber ansprach und meinte, ob er denn vielleicht mal gucken wolle, ob für unser schottisches Bärchen nicht auch was über die Mythologie der Schwalben dabei sei, da strahlte er auf und machte sich sofort auf die Suche. 

Die Schwalbe gilt als Frühlingsbote und Glücksbringer, wo sie nistet, ist das Glück zuhause und wer ihr begegnet, zu dem kehrt das Glück zurück. Sie prophezeit schlechtes Wetter, denn wenn sie tief fliegt, dann bedeutet das Regen. Sie steht für häusliches Glück, galt schon im Mittelalter als ein glücksbringendes Tier, man mußte sie sorgfältig hüten und durfte sie nicht verletzen oder gar töten. In Ägypten wurde sie der Göttin Isis, der Göttin des Lichts, geweiht. Fast alle Völker haben den Glauben an das gute Omen, das die Schwalben darstellen. 

Im Zusammenhang mit seiner Suche nach der Mythologie der Schwalbe hat Hamish noch einen ganz feinen Bericht gefunden, der bestimmt für alle hier interessant ist, denn wir alle sind doch Tier- und Vogelliebhaber, hier ist also der Link zu dem Bericht, den Hamish ganz stolz entdeckt hat:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/schwalben/13712.html

Eigentlich wollten wir hier dann unsere Sonntags- und Pfingstfestausgabe mit neuen Bildern von unseren Pfingstrosen im Garten abrunden, aber da tut sich noch nix, da müßt ihr noch ein bissel drauf warten. 

Und damit wünschen wir euch allen nun ein frohes, gesegnetes und schönes Pfingstfest, wenn es irgendwie geht, laßt die Sorgen außen vor, und laßt euer Gemüt wie eine Schwalbe hoch und frei in den Himmel fliegen, und auch, wenn die Sonne die Feiertage nicht beleuchtet, laßt es euch nicht verdrießen und habt einfach Sonne im Herzen. Vielleicht macht euch noch ein Lied, das wir so gerne noch in diesen Eintrag mit hineinnehmen wollten, richtig gute Laune, wir jedenfalls haben sehr vergnügt dabei geguckt und mitgesungen! 

Hier wäre der Text zum mitsingen, bitte, nicht lachen über die Schreibweise bei dem Link, ich hab auch die Augen verdreht, aber besser konnte ich es nicht finden, eher noch schlechter! 🙄

https://www.flashlyrics.com/lyrics/fred-bertelmann/schwalbenlied-93

Ein wunderschönes, frohes Pfingstfest wünscht euch noch einmal euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Walpurgisnacht! Der wilde Ritt zum Blocksberg 🧹

 

Die erste Walpurgisnacht

Ein Druide

Es lacht der Mai!
Der Wald ist frei
von Eis und Reifgehänge.
Der Schnee ist fort;
am grünen Ort
erschallen Lustgesänge.
Ein reiner Schnee
liegt auf der Höh’;
doch eilen wir nach oben,
begeh’n den alten heil’gen Brauch,
Allvater dort zu loben.
Die Flamme lodre durch den Rauch!
Begeht den alten heil’gen Brauch.
Hinauf! Hinauf!
Allvater dort zu loben.
So wird das Herz erhoben.

Die Druiden

Die Flamme lodre durch den Rauch!
Begeht den alten heil’gen Brauch.
Allvater dort zu loben.

Hinauf! hinauf nach oben!

Einer aus dem Volke

Könnt ihr so verwegen handeln?
Wollt ihr denn zum Tode wandeln?
Kennet ihr nicht die Gesetze
unsrer strengen Überwinder?
Rings gestellt sind ihre Netze
auf die Heiden, auf die Sünder.
Ach, sie schlachten auf dem Walle
unsre Väter, unsre Kinder.
Und wir alle
nahen uns gewissem Falle,

Chor der Weiber

auf des Lagers hohem Walle
schlachten sie uns unsre Kinder.
Ach, die strengen Überwinder!

Und wir alle
nahen uns gewissem Falle.

Ein Druide

Wer Opfer heut’
zu bringen scheut,
verdient erst seine Bande!
Der Wald ist frei!
Das Holz herbei,
und schichtet es zum Brande!
Doch bleiben wir
im Buschrevier
am Tage noch im Stillen,
und Männer stellen wir zur Hut,
um eurer Sorge willen.
Dann aber laßt mit frischem Mut
uns unsre Pflicht erfüllen.
Hinauf! Hinauf!
Verteilt euch, wackre Männer, hier!

Chor der Wächter

Verteilt euch, wackre Männer, hier,
durch dieses ganze Waldrevier,
und wachet hier im Stillen,
wenn sie die Pflicht erfüllen.

Ein Wächter

Diese dumpfen Pfaffenchristen,
lasst uns keck sie überlisten!
Mit dem Teufel, den sie fabeln,
wollen wir sie selbst erschrecken.
Kommt! Kommt mit Zacken und mit Gabeln,
und mit Glut und Klapperstöcken
lärmen wir bei nächt’ger Weile
durch die engen Felsenstrecken!
Kauz und Eule,
Heul’ in unser Rundgeheule,
Kommt! Kommt! Kommt!

Chor der Wächter

Kommt mit Zacken und mit Gabeln
wie der Teufel, den sie fabeln,
und mit wilden Klapperstöcken
durch die engen Felsenstrecken!
Kauz und Eule,
heul in unser Rundgeheule.
Kommt! Kommt! Kommt!

Ein Druide

So weit gebracht,
dass wir bei Nacht
Allvater heimlich singen!
Doch ist es Tag,
sobald man mag
ein reines Herz dir bringen.
Du kannst zwar heut’
und manche Zeit
dem Feinde viel erlauben.
Die Flamme reinigt sich vom Rauch:
So reinig’ unsern Glauben!
Und raubt man uns den alten Brauch,
Dein Licht, wer will es rauben?

Ein christlicher Wächter

Hilf, ach hilf mir, Kriegsgeselle!
Ach, es kommt die ganze Hölle!
Sieh’, wie die verhexten Leiber
durch und durch von Flamme glühen!
Menschen-Wölf’ und Drachen-Weiber,
die im Flug vorüberziehen!
Welch entsetzliches Getöse!
Laßt uns, laßt uns alle fliehen!
Oben flammt und saust der Böse.
Aus dem Boden
dampfet rings ein Höllenbroden.
Lasst uns flieh’n!

Chor der christlichen Wächter

Schreckliche, verhexte Leiber,
Menschenwölf und Drachenweiber!
Welch entsetzliches Getöse!
Sieh, da flammt, da zieht der Böse!
Aus dem Boden
dampfet rings ein Höllenbroden.

Chor der Druiden

Die Flamme reinigt sich vom Rauch;
so reinig’ unsern Glauben!
Und raubt man uns den alten Brauch,
dein Licht, wer kann es rauben?

( Johann Wolfgang von Goethe)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, heute gab es hier bereits eine donnerstägliche Redaktionssitzung, denn große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, es naht das Wochenende und mit ihm der 1. Mai und somit das Ende vom Monat April, und was ist dann am 30. April??? Genau, Walpurgisnacht! Die Nacht, in der die Hexen wieder los sind und wir haben in der Redaktionssitzung einstimmig beschlossen, daß wir in dieser Nacht mal wieder dabei sind! Mit einem fröhlichen, lustigen, informativen Eintrag, der alles außen vor läßt, was derzeit um uns rum immer noch los ist und euch einfach nur unterhalten und fröhlich und positiv stimmen soll. 

Auf geht’s, die Frau Chefredakteurin und euer Redaktionsteam haben sich die Aufgaben zum heutigen Eintrag untereinander aufgeteilt. 

Frau Chefredakteurin beginnt mit dem informativen Teil:

Die Walpurgisnacht (auch Hexenbrennen) ist ein traditionelles nord- und mitteleuropäisches Fest, teilweise mit Feuerbrauch am 30. April. Der Name des Festes leitet sich von der heiligen Walburga ab, deren Gedenktag bis ins Mittelalter am 1. Mai, dem Tag ihrer Heiligsprechung, gefeiert wurde. Die Walpurgisnacht war die Vigilfeier des Festes. Als „Tanz in den Mai“ hat sie wegen der Gelegenheit zu Tanz und Geselligkeit am Vorabend des arbeitsfreien Maifeiertags auch als städtisches, modernes Festereignis Eingang in private und kommerzielle Veranstaltungen gefunden.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Walpurgisnacht

Habt ihr euch alle gewundert über das ellenlange Gedicht? Jaja, der Herr Goethe, der konnte dichten, und dieses Gedicht von ihm hat seinen Hintergrund: 1830 war Felix Mendelssohn Bartholdy bei seinem Gönner Goethe in Weimar. Als er sich anschließend auf eine Reise gen Süden begab, hatte er neben Goethes „Italienische Reise“ auch dessen Ballade „Die erste Walpurgisnacht“ im Gepäck. Der Dichterfürst war nämlich überzeugt, dass seine Ballade als Chorkantate vertont werden müsse. In Italien machte sich Mendelssohn an die Komposition der „Walpurgisnacht“. Deren Uraufführung hat Goethe allerdings nicht mehr erleben können.

Wir hatten ja schon einige Einträge zur Walpurgisnacht, die Nacht der großen Freudenfeuer, verzaubernden Maibowle, Hexen, die wild durch die Nacht reiten, mit vielen Ritualen und gruseligem Beiwerk, zurückzuführen auf Beltane, das alte Fest vom Übergang vom 30. April auf den 1. Mai, den Beginn der Sommerzeit, an dem der Schleier zur Anderswelt – der Welt der Götter und Ahnen – besonders dünn ist. Mit Räucherungen, Opfergaben und wilden Tänzen ehrte man sie, zum Abschied von der kalten Jahreszeit. Dies wilde Treiben weckte zu Beginn der Christianisierung Angst und Mißtrauen, und so wurde Hexenwerk dahinter vermutet, Orgien, bei denen sich die Hexen, die des Nachts mit dem Besen über Land ritten, auf den Bergen mit dem Satan vermählten. Und so kamen die Hexen in Verruf, eigentlich in Vorzeiten mit einem tiefen Verständnis für die Natur und ihre Zusammenhänge weise Frauen, die der Heilkunde mächtig waren, das Wort „Hexe“ leitet sich demgemäß auch von dem alten Wort „Hagezussen, Hagezussa“ ab, was soviel bedeutet wie „kräuterkundige Frauen in den Hecken (Hag). 

Rituale und Jahreskreisfeste sind tief verwurzelt in der Kultur, und so lohnt es sich, mal wieder einen Blick auf diese zu werfen, gerade in diesen Zeiten können sie uns wieder verstärkt gut tun. 

Eine Feuerschale im Garten erinnert an den Feuerzauber zu diesem Fest, zum Tanz in den Mai ein Gundelrebenkranz (Gundelrebe: eine alte Heil- und Zauberpflanze, sie soll helfen, Böses zu erkennen!) und für Haus und Wohnung eine reinigende Räucherung: Wacholder, Salbei, Holunder und Johanniskraut. 

Und wer dächte beim Tanz in den Mai nicht an die erste Waldmeisterbowle des Jahres, das Kraut dazu wächst jetzt auf den Waldböden. 

Sie kann natürlich auch fertig gekauft werden. 

Die Königin der Blumen, die Rose, darf natürlich zum Fruchtbarkeitsfest Walpurgis nicht fehlen, aus ihr könnte man Rosensirup für diesen Tag machen. Wäre auch fein für eine Bowle!

Wie ihr euch alle sicherlich gut erinnern könnt, liebte unsere Mimi in heaven dieses Fest, und deshalb macht nun Ruddi hier weiter, der euch mit alten und neuen Bildern an Mimis geliebtes Walpurgisfest erinnern möchte. 

Hallo, ihr lieben Leser alle, bei einem Eintrag zur Walpurgisnacht darf meine Cheffin Mimi in heaven natürlich nicht fehlen, wie liebte sie diese Bilder:

Da haben wir natürlich in diesem Jahr auch noch was schönes neues gemacht, damit Mimi bei diesem Eintrag wieder dabei sein kann. 

Bilder von Mimis Bild mit Hexchen, sie fand diese kleine Holz-Hexe immer so knuffig! 

Sie wird sich freuen auf ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐ und ich geb die Feder nun mal weiter an meine beiden Redaktionskollegen 

Bruno und Otto

Hallo, ihr lieben Leser alle, wir beide haben hier den kulinarischen Teil des Eintrags in bewährte Tatzen genommen. Otto, unser Handelsreisender, hatte endlich mal wieder die Gelegenheit, vorschriftsmäßig ausgestattet für alles Zubehör zu sorgen, daß man für kulinarische Köstlichkeiten zur Walpurgisnacht und zum ersten Mai benötigt. 

Und so hat er hier alle Zutaten besorgt für das, was so ein bissel traditionell ist an diesen Tagen, zum Beispiel Fliegenpilze

https://eatsmarter.de/rezepte/eier-tomaten-fliegenpilze

aus hartgekochten Eiern, in Schweden gibt es zu diesem Tag Graved Lachs, wir haben uns aber für unser Festtagsmenü für frischen Lachs entschieden. In Schottland und England liebt man nicht nur zu dieser Zeit Haferkekse, wir machen es uns hier heute gemütlich, lach, und stellen einfach feine Rezepte per Link ihr ein:

https://www.ichkoche.at/schottische-haferkekse-rezept-83627

Und noch was ganz feines, auch aus Schottland (der Hamish strahlt hier gerade wie ein Honigkuchenpferd, lach!) Bannockbrot 

https://de.wikipedia.org/wiki/Bannockbrot

https://www.gutekueche.de/bannock-rezept-10553

Und wenn er an weiteren feinen Rezepten für die Walpurgisnacht interessiert seid, da hätten wir noch einen schönen Link für euch, guckt euch das mal an:

http://www.hexenrezepte.de/Walpurgisnachtrezepte.htm

Als Getränk natürlich die schon erwähnte Waldmeisterbowle, die ist fein süffig und mit all den schönen Rezepten wird das bestimmt auch ein kulinarisches Fest. Ach, ja, falls schon zu einigermaßen erschwinglichen Preisen zu erhandeln wäre noch Spargel was feines! Wir weichen derzeit noch auf Dose und Glas aus, ist aber erst einmal auch sehr lecker, der frische kommt dann auch noch. 

So, nachdem wir euch nun hier den Mund wässrig gemacht haben und Hamish eh schon strahlte, weil so vieles aus seiner Heimat kam, macht er hier jetzt auch weiter: 

Halo a h-uile duine, leughadairean daor, ich bin’s, euer Hamish, und ich hab jetzt hier die ehrenvolle Aufgabe, euch die Walpurgisnacht in Schottland zu zeigen, in meiner Heimat heißt das Fest aber „Beltane“ bzw. auf schottisch-gälisch Là Bealltainn.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beltane

https://de.wikiarabi.org/wiki/Beltane

Und da hab ich jetzt wieder ein ganz feines Video für euch 

und noch was zum lesen für das Fest in meiner schottischen Heimat und da vor allen Dingen in meinem geliebten Edinburgh:

Tanz in den Mai: Das Beltane Fire Festival in Edinburgh

Das war nun mein Beitrag zu unserem heutigen Eintrag, ich geb jetzt mal die Feder weiter an meine Redaktionskollegin Luzia:

Hallo, ihr lieben Leser alle, da bin ich, eure Luzia, und wie sich das für mich als die „leuchtende“ gehört, hab ich den Part mit leuchtenden und glitzernden Bildern für die Walpurgisnacht übernommen, da fangen wir mal an mit dem Supervollmond im April, die Knipse von der Frau Chefredakteurin hat ja nicht so einen dollen Zoom, aber wir fanden die Bilder alle trotzdem schön:

Wir haben hier so ein hübsches „Schneekugelglas“ mit einer Hexe und Glitzer statt Schnee, guckt mal:

da hab ich auch noch eine Galerie für euch, ihr wißt es ja, ihr könnt die Bilder auch anklicken und dann in Reihenfolge in groß gucken:

Unsere kleine Holzhexe 

hat die Frau Chefredakteurin draußen mal leuchtend fotografiert

hübsch gruselig, oder, mit dem leuchtenden Kürbiskopp dahinter, da haben wir auch noch eine Galerie von:

Ja, das war nun mein Beitrag zu unserem heutigen Eintrag, nun macht die Frau Chefredakteurin weiter. 

Da wären wir nun fast am Ende unseres Eintrags zur heutigen Walpurgisnacht/Beltane, fehlt noch, euch allen einen schönen Freitag, eine wunderschöne, hexige Walpurgisnacht und einen ebenso schönen 1. Mai zu wünschen. Und zum 1. Mai haben wir nun noch was, denn mein Redaktionsteam gratuliert hier mit Hexenbegleitung

meinem Blögchen zum 9. Geburtstag! Kaum zu glauben, daß 9 Jahre vergangen sind, seit ich hier dazumalen mit Mimi in heaven mein Blögchen gegründet habe! Da stoß ich doch gerne mit euch allen und mit meinem Team auf unseren Blögchen-Geburtstag an: 🍾🥂 Und wir freuen uns auf hoffentlich noch viele Jahre mit euch allen! Bleibt uns gewogen und laßt euch wieder einmal danken für eure Treue und eure Begleitung in guten wie in schlechten Tagen! Gerade in dieser Zeit so schön, so tröstlich, so verbindend! 

Paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund und genießt das Leben, wir haben nur dies eine! 🌹❤🙏

Habts fein wünscht euch euer Redaktionsteam mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.

 

Grafschafter Wochenanzeiger – „wenn der Frühling kommt……“

Die Tulpe

Andre mögen andre loben,
mir behagt dein reich Gewand,
durch sein eigen Lied erhoben
pflückt dich eines Dichters Hand.

In des Regenbogens sieben
Farben wardst du eingeweiht,
und wir sehen, was wir lieben,
an dir zu derselben Zeit.
Als mit ihrem Zauberstabe
Flora dich entstehen ließ,
einte sie des Duftes Gabe
deinem hellen, bunten Vlies.

(August Graf von Platen)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger! Die freitägliche Redaktionssitzung zeigte mal wieder bissel ratlose und müde Gesichter ringsum, nach einer einzigen Nacht mit Schnee fiel das Wetter wieder in seine januartypische Tristesse und alles ums vorherrschende Thema Corona trug auch nicht zur Stimmungsaufhellung bei. Was tun für unsere Sonntagsausgabe? Fünf Augenpaare waren fragend auf mich gerichtet: Hast du eine Idee, Frau Chefredakteurin? Ich blätterte derweil im Archiv, und Ruddi stieß irgendwann seine Teamkollegen an, er hatte das glitzern in meinen Augen bemerkt, ja, ich hatte eine!

Denn ich war beim blättern an den meinen altgedienten Lesern gewiß noch bekannten und mittlerweile legendären „Frühlingsbeschwörungen I – X“ hängengeblieben, und da insbesondere an einem Eintrag, aus dem auch das obige Gedicht stammt. Denn in den Tagen zwischen dem abplündern des Weihnachtsbaumes und dem langsam wieder steigenden Licht gibt es etwas, was die Stimmung beim bloßen Anblick hebt: 

Tulpen! 

Die Tulpen (Tulipa) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Die etwa 150 Arten sind in Nordafrika und über Europa bis Zentralasien verbreitet. Zahlreiche Hybriden werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten sowie als Schnittblumen verwendet.

Ihr Name geht über türkisch tülbend auf persisch دلبند / delband zurück und bedeutet auf persisch „Geliebte/r“ („del“/دل = Herz; „band“ von „bastan“بستن = (zu)binden). Die Herkunft der ersten Silbe lässt sich bis zum Sanskrit-Wort तूल / tūla, das mit „Baumwolle“ übersetzt wird, zurückführen. Im Persischen wird die Gattung als Lale (لاله / lāle) bezeichnet, was etymologisch mit dem Sanskrit (vgl. hind. लाल / lāl – „rot“) verwandt ist. Im Türkischen selbst heißt die Blume auch lale, was eine Entlehnung aus dem Persischen ist.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Tulpen

Wieviele schöne Sträuße haben hier in unseren Redaktionsräumen schon gestanden, um eigentlich noch mitten im Winter einen Hauch von Frühling zu vermitteln. 

In allen Farben, und in einem Jahr sogar als Blumenzwiebeln, die nach dem Abblühen im Balkonkasten gelandet sind und noch mehrere Jahre wieder geblüht haben. 

Die Farbe war so fröhlich und stimmungsaufhellend, deshalb haben wir jetzt alle Fotos in eine Galerie verpackt! Und wer es gerne Bild für Bild genießen möchte, noch einmal als Dia-Show!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Tulpe steht für die Erweckung der eigenen Göttlichkeit, das wundert einem doch bei gerade dieser Farbe nicht, oder? Tulpen wird nachgesagt, daß sie gebrochene Herzen heilen können. Nach einem Streit sollen Tulpen die Versöhnung wieder herbeiführen, indem sie das Göttliche im Menschen zum Leuchten bringen. Auch in der griechischen Mythologie ist die Tulpe gegenwärtig: Tulip war die Tochter des alten hellenistischen Meeresgottes Proteus. Tulip wurde vom Gott des Gartenbaus ohne Erfolg umworben. Darauf verwandelte er sich in einen Jäger, um Tulip in den Wäldern zu fangen. Doch Artemis rettete sie, indem sie Tulip in eine Blume, die Tulpe, verwandelte.

Wir sagen ja auch etwas „durch die Blume“, wie sieht es denn da mit der Tulpe aus?

Tulpen haben ihre Bedeutung in der Blumensprache. 
Die Bedeutung ist allerdings nicht ganz eindeutig, denn die Tulpe kann sowohl eine enttäuschte Liebe als auch eine erfüllte Liebe signalisieren.

Ein Strauß mit 7 Tulpenstielen zeigt an „Ich bin im siebten Himmel in meiner Liebe zu dir!“

Die Farbbedeutung ist aber eindeutig, rot bedeutet natürlich Liebe, gelb ein Lächeln.
Rosa Tulpen bedeuten zarte, erwachende Liebe, orange Tulpen sagen aus „Du faszinierst mich!“
Weiße Tulpen stehen für endlose Liebe, violette für Bescheidenheit.
Ein bunter Tulpenstrauß bedeutet, daß man jemandem schöne Augen macht.
Schwarze, dunkle Tulpen stehen für Leidenschaft.

Unsere Mimi in heaven mochte Tulpen sehr, allerdings hatte sie sie leider auch „zum fressen gern“, da mußten sie immer außer ihrer Reichweite stehen und am Abend hab ich den Strauß dann auf Balkonien befördert, damit meine kleine Schwarze des nächtens nicht auf die Jagd ging hier! Mein Redaktionsteam hat  eifrig nach einem Bild gesucht und ist wieder fündig geworden im reichhaltigen Schatz von Servietten

Sie waren alle ganz begeistert und fanden Mimi inmitten der Tulpen wunderschön, da oben auf ihrer Wolke und ihrem Stern kann sie die ja auch bedenkenlos genießen. 

Das ist mein Lieblingsbild von den Tulpen, die Tulpenfarbe gefällt mir sehr und vor allem mag ich Holz dabei, als Gefäß und als Hintergrund, einfach schön! 

Auf diesem Bild ist es ähnlich, und ich bin nun mal ein Fan aller rot bis rose-Töne! In unseren Redaktionsräumen haben wir ja auch noch so ein feines Tulpenbild, mal von einer Freundin geschenkt bekommen, guckt:

Erinnert sich von euch eigentlich noch jemand an die Fernsehserie „Adrian der Tulpendieb“? 

https://de.wikipedia.org/wiki/Adrian_der_Tulpendieb

Hab ich immer gerne geguckt! Und mich beim nachgucken jetzt begeistert an die alten Schauspieler erinnert! 

Unsere Girlande über dem Gedicht haben wir ja mit diesem Bild begonnen denn wenn wir an Tulpen denken, denken wir doch ganz automatisch an Holland, und da nun wieder vor allem an Amsterdam, denn wie hieß doch noch unser Titel? 

„Wenn der Frühling kommt……“ ja, genau,die „Tulpen aus Amsterdam“, und die gibt es nun für auf die Ohren:

Eine alte Aufnahme von 1961!

Klassisch mit holländischer Straßenorgel!

Und nochmal original in holländisch!

Viel Spaß beim hören!

Und damit wünschen wir euch allen einen schönen, entspannten Sonntag, wir hoffen, der Eintrag hat euch wieder gefallen und wir konnten einen kleinen Beitrag zur Aufmunterung in diesen Zeiten beitragen. Paßt alle gut auf euch auf, und bleibt oder werdet gesund, behaltet Humor, Mut und Kraft, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und