Grafschafter Wochenanzeiger – Die süßesten Früchte…..

Erdbeerlese

Elise:
Wohin? Wohin, ihr lieben Mädchen?
Sophiechen, Mariechen und Gretchen und
Käthchen?

Sophie:
Wir wollen im Schatten
der hohen Buchen
auf grünen Matten
Erdbeeren suchen.

Elise:
Erdbeeren, sie lachen von fern mich schon an,
ich hab so recht meine Freude dran.
So oft ich sie kostete, hab ich gedacht,
Gott hat sie wohl nur für die Engel gemacht.
So duftig, so schön von Farb und Gestalt,
die herrlichsten Früchte im ganzen Wald!
O könnt ich sie pflücken
an jedem Ort,
ich würde mich bücken
in einem fort!

Gretchen:
Doch um gut sie heimzubringen,
mein ich, wird es nötig sein,
daß wir jetzt vor allen Dingen
Körbchen flechten groß und klein.
Seht, dort am Graben
sind Binsen zu haben!

Alle:
Laßt uns denn aus Binsen winden
Körbchen groß und klein!
Alle Beeren, die wir finden,
legen wir darein.

Mariechen und Käthchen:
Welch Entzücken! Erdbeern suchen
und im Schatten bei den Buchen
auf den Matten Erdbeern pflücken!
Wollt`s uns glücken! Welch Entzücken!

Alle:
Es wird uns glücken,
wir werden sie pflücken!
Klein ist die Mühe, groß der Gewinn:
Heißa wohlan! Zum Walde hin!

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

…..fressen nur die großen Tiere!

Hier ist das Lied zum Titel unseres Eintrags, aber es wird hier Lügen gestraft, denn an diese süßen Früchte

kommen auch die Kleinen ran!

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, es ist Juni, es ist Erdbeerzeit, und als ich gestern vom Wochenend-Einkauf nach Hause kam und meine Tasche auspackte, gab es hier ein bäriges Freudengeschrei: Frau Chefredakteurin hat Erdbeeren mitgebracht, lecker! Ja, ihr Schwefelbande, nun beruhigt euch mal wieder, ihr kriegt sie schon noch, aber erst mal die Einkäufe verstauen, dann gibt es eine feine Tasse Kaffee für mich und dann können wir Redaktionssitzung abhalten.

Na, das war eine turbulente Redaktionssitzung, kann ich euch sagen, das Thema stand ja längst außer Frage: ERDBEEREN!

Meine Redaktionsmitglieder rissen sich geradezu um die einzelnen Ressorts, mir wurde dann mal so nebenbei die Bildbeschaffung zugewiesen, seufz, das hatte ich mir ja schon gedacht. Aber bei den leuchtenden Augen meiner Crew war das doch auch für mich eine Freude. Dann legen wir nun also mal los, es beginnt unser Volontär Ruddi

der sich mit einem doch noch wehmütigen Blick dabei an seine liebe Cheffin Mimi erinnerte, der er jetzt mit einem so passenden Bildchen seinen Beitrag widmen möchte:

Denn er hat die Botanik übernommen, weil seine Cheffin und letztlich ja auch er doch so gerne auf Balkonien waren, also erfahrt ihr von Ruddi jetzt alles wissenswerte rund um die Erdbeere

Die Erdbeeren (Fragaria) sind eine Gattung in der Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Zur Gattung Fragaria gehören ungefähr zwanzig Arten, meistens in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vorkommend, und verschiedene Unterarten; daneben gibt es viele hybride Formen mit zahlreichen Kultursorten.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeeren

und die kleine, wilde Sorte, die Walderdbeere

Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca), auch Monatserdbeere genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Erdbeeren (Fragaria) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Wald-Erdbeere dient dem Menschen schon lange als Nahrung, wie auch die botanische Artbezeichnung ausdrückt (vesca = essbar). Sie wird außerdem als Heilpflanze verwendet und wurde in der mittelalterlichen Malerei als Symbolpflanze häufig abgebildet. Als weiterer Trivialname ist „Buscherdbeere“ belegt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Wald-Erdbeere

( Wild strawberriea, Fragaria vesca, Victor M. Vicente Selvas, 21. Mai 2011, vom Urheberrechtsinhaber veröffentlicht als gemeinfrei)

Eine kleine Anmerkung von der Frau Chefredakteurin stell ich euch für die Walderdbeere noch mit ein, sie hat mir nämlich erzählt, daß sie die früher immer in ihrem Kindheitsparadies in Höxter mit ihrem Papa gesucht und gepflückt hätte, und die wären sooooo lecker!!! Und wenn sie sie sähe wie oben auf dem Bild, dann hätte sie sofort den Geruch in der Nase, hihihihi!

Bruno, als unser Hauptstadtbär und seines Zeichens Redaktionsbote, hat sich die Getränke unter die Tatzen gerissen, schließlich gibt es in Berlin noble Bars, in denen man feine Cocktails schlürfen kann, und da gibt es doch bestimmt auch was mit Erdbeeren, oder Frau Chefredakteurin? Klar, Bruno, such einfach mal im Netz, du wirst schon fündig.

Shake aus Wassermelone, Erdbeeren, Limette und Minze

  • 1/4  kleine kernlose Wassermelone
  • 1 große Handvoll Erdbeeren
  • 1 Limette
  • 1 kleine Handvoll frische Minze

Alle Zutaten gründlich waschen, Schale der Melone entfernen, Strunk der Erdbeeren entfernen, Limette schälen und die Kerne entfernen. Alles zusammen mit der Minze entsaften, Saft in Gläser geben, Eiswürfel dazu, mit Erdbeere und Minze dekorieren.

Mmmmh, lecker, fanden meine Bärenkollegen alle auch, ich hab natürlich eine alkoholfreie Variante gewählt, wir sind ja alle noch nicht volljährig, hihihihihi! Die Frau Chefredakteurin kann sich da ja dann noch einen kleinen Erdbeerlikör zukippen!

Hamish, unser Außenkorrespondent, ist als schottisches Bärchen selbstredend für die Mythologie der Erdbeeren zuständig, vorzugsweise für die der Walderdbeeren:

In vielen Legenden und Märchen spielt die Walderdbeere eine Rolle. In der germanischen Mythologie ist die Walderdbeere mit der Göttin Frigg (Freya) verknüpft. Sie soll die toten Kinder in Erdbeeren versteckt haben, um sie dann unentdeckt mit nach Walhall nehmen zu können. Einer Legende zufolge soll die Gottesmutter Maria einmal im Jahr vom Paradies auf die Erde herabsteigen, um dort Erdbeeren für die verstorbenen und nun im Paradies lebenden Kinder zu sammeln.

Walderdbeeren sind seit langer Zeit ein Symbol der Weltlust, der Verlockung und der Sinnenfreude. Das Christentum hat der Walderdbeere eine zweite Bedeutung beigemessen. Sie ist die Pflanze mit den rosenförmigen Blüten, die keine Dornen ausbildet, deren Beeren ohne Kern und Schale sind, die gleichzeitig fruchtet und blüht. Sie wurde daher zum Sinnbild der Rechtschaffenheit und zur Begleitpflanze von Maria auf mittelalterlichen Tafelgemälden. Wenn daher auf einem Gemälde der christlichen Kunst eine blühende Erdbeerpflanze auftaucht, ist sie außerdem als Allegorie frommer und guter Gedanken zu verstehen.

(Quelle: Wikipedia)

Bei dem Thema Mystik und Mythen für die Erdbeeren fiel mir die kleine Erdbeerelfe von der Frau Chefredakteurin ein, und sie war dann so freundlich, mir Bilder von ihr für meinen Beitrag zu machen, guckt:

Süß isse, nicht wahr? So süß wie die Erdbeeren, hihihihi!

Unser Otto kommt als Handelsreisender normalerweise ja viel rum, zur Zeit durch die Corona-Krise bedingt nun nicht, aber sein Scherflein beitragen konnte er doch, denn auf seinen vielen Reisen hat er natürlich auch Rezepte gesammelt, und so bemüht auch er jetzt unser kleines Rezeptbüchlein:

Frühlingssalat mit Spargel, Erdbeeren und Ziegenkäse

  • 500 gr weißer, gekochter Spargel, in Stücke geschnitten
  • 1 Bund Rucola
  • 150 g Ziegenkäse, in Stücke geschnitten
  • 100 g Erdbeeren, halbiert

Alle Zutaten in einer Schüssel mischen und mit einer Salatsoße aus Walnuß-, Kürbiskern- und Olivenöl, Apfelessig und dunklem Aceto balsamico, abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer und wenig Zucker, übergießen und unterziehen. Mit gehackten Walnüssen bestreuen.

Erdbeermarmelade

  • 1,5 kg vollreife Erdbeeren
  • 1 Vanillestange
  • 500 g Gelierzucker 3:1
  • 1 – 2 EL Zitronensaft

Erdbeeren waschen, putzen und halbieren, Vanillestange längs halbieren und Mark ausschaben, und mit der Schote und den übrigen Zutaten in einem großen Topf unter Rühren zum kochen bringen. Bei mittlerer Hitze 10 – 20 Minuten köcheln lassen, wird die Konsistenz sirupartig, Gelierprobe machen. Topf vom Herd nehmen, Vanilleschote entfernen und die Marmelade in vorbereitete Schraubgläser füllen.

Viel Spaß beim Rezepte ausprobieren wünscht euch euer Otto!

Lucia war Feuer und Flamme für das Thema Mode, und hat auch gleich die Frau Chefredakteurin als weiteres Mädel mit ins Boot geholt, sie hat mal schöne Stoffe ausgesucht mit Erdbeermotiven

dieser hier gefiel uns ganz besonders gut,

etwas dezenter, genau wie der nächste

der aber schon ein bissel lebhafter wirkt. Wir haben uns dann zugezwinkert, wir beiden Mädel, und Lucia meinte, das wären doch traumschöne Stoffe für die Frau Chefredakteurin zum weiteren Schutzmasken nähen! Ja, Lucia, wo du recht hast, hast du recht, schließlich werden die Dinger ja langsam zum Mode-Accessoire! Und würden doch so gut in die Jahreszeit passen!

Damit ist meine Crew jetzt durch mit ihren Ressorts, und da mir ja die Bildbeschaffung oblag, hab ich nun noch feine Bilder zum Thema:

Aussicht auf Balkonien, durch Erdbeerfensterfolie!

alles frisch vom Feld! (Aber nicht von uns gepflückt, hihihihi!)

Wie wäre es mit einem leckeren Eis zum Wochenende

oder mit lecker Erdbeerkuchen

Stillleben

Und damit schließen wir nun unseren Eintrag, aber nicht, bevor euch das gesamte Redaktionsteam noch ein süßes Bild zeigt, bei dem wir so an unsere rasende Reporterin und euer aller Co-Autor Mimi denken mußten:

Schööön, nicht?!

Damit wünschen wir euch allen ein wunderschönes Wochenende, ob mit oder ohne Regen, macht es euch einfach fein, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund!

Euer Redaktionsteam mit Mimi in Heaven und den Freelancern Otto und Lucia

Habts so fein, wie es in diesen verrückten Zeiten geht!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Was lange währt oder „Die Sterne bringen Glück“

„Die Leute haben Sterne, aber es sind nicht die gleichen. Für die einen, die reisen, sind die Sterne Führer. Für andere sind sie nichts als kleine Lichter. Für wieder andere, die Gelehrten, sind sie Probleme. Für meinen Geschäftsmann waren sie Gold. Aber alle diese Sterne schweigen. Du, du wirst Sterne haben, wie sie niemand hat…“

„Was willst du sagen?“

„Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können!“

Und er lachte wieder.

„Und wenn du dich getröstet hast (man tröstet sich immer), wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein. Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen. Und du wirst manchmal dein Fenster öffnen, gerade so, zum Vergnügen… Und deine Freunde werden sehr erstaunt sein, wenn sie sehen, daß du den Himmel anblickst und lachst. Dann wirst du ihnen sagen: ‚Ja, die Sterne, die bringen mich immer zum Lachen!‘ Und sie werden dich für verrückt halten. Ich werde dir einen hübschen Streich gespielt haben…“

(Aus: Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry)

Liebe Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, am letzten Mittwoch waren es nun schon fünf Wochen, seit unser aller Co-Autor, unsere rasende Reporterin, meine Mimi, zu den Sternen gereist ist. In der Nacht war ein besonderer Vollmond, ab und zu zogen Wolken über ihn, und als ich von Balkonien aus so zu ihm hoch schaute, da glaubte ich in einer dieser Wolken meine Mimi zu erkennen, ich hab mir sofort meine Kamera geholt, um das festzuhalten, und nun schaut doch alle mal

sieht das nicht wirklich so aus? Ich hab es mal gekennzeichnet

und den Ausschnitt etwas vergrößert

ganz links ihr Köpfchen, unten die vier Pfötchen und rechts oben im hellen Teil ihr eingekringeltes Schwänzchen. Vielleicht war da auch ein wenig der Wunsch Vater des Gedankens oder der Phantasie, aber ich war in dem Moment richtig glücklich, meine Mimi war angekommen.

Sie fehlt uns immer noch so sehr, aber sie hat uns durch Kristina und Rani einen kleinen Bärenschutzengel geschickt, Engelbaert, da haben wir uns so drüber gefreut, guckt mal:

der paßt nun auf uns auf und sitzt stellvertretend für unsere geliebte rasende Reporterin nun hier am PC. Schutzengel sind hier ja sowieso sehr beliebt, ich hab einen von Brigitte/Plauen an meiner Kartenleine hängen

und Mimi hatte in ihren letzten Tagen ganz in der Nähe von ihrem Sofakissen auch einen, den uns ebenfalls mal Brigitte/Plauen geschickt hat

Und nun hat unser Grafschafter Wochenanzeiger für alle Redaktionsmitglieder einen Bären-Schutzengel!

Mimi mochte es ja gar nicht, wenn ihr Frauchen traurig war, dann hat sie alle Register gezogen, um mich aufzumuntern und zum Lachen zu bringen. Neben der Trauer um meine Maus waren es eben in der letzten Zeit halt auch traurige Tage, weil ich außer virtuell eben auch keinen persönlichen Kontakt zu meinen Kindern haben konnte, und das war Mimi nun wohl leid und so schickte sie mir kurzerhand mal einen Glücksstern runter zu mir

die feine Karte hab ich mal von Britta-Gudrun zu Weihnachten und zum Neuen Jahr bekommen, das paßte nun so schön!

Und was es nun mit diesem Glücksstern auf sich hat, wollt ihr wissen??? Jaaaaa, es ist endlich, endlich so weit, ich fahre am Wochenende zu meinen Kindern nach Köln, es ist ja wieder erlaubt mit einem anderen Haushalt, wir haben noch ein wenig zugewartet, aber jetzt machen wir Nägel mit Köppen! Am Samstag fahr ich los, am Sonntag wieder zurück! Wie sehr ich mich freue, brauch ich euch sicher nicht zu sagen, das könnt ihr bestimmt alle mit- und nachempfinden!

Ich hab lauter Glückssterne in der Hand!

Und dann kann ich, wenn das Wetter mitspielt, vielleicht auch die Sterne am Himmel von Kölle über dem Haus der Kinder von ihrem Balkonien sehen, so wie Björn sie hier fotografiert hat, man höre und staune, mit einer neuen Handy-Kamera, die eine extrem lange Belichtungszeit dafür hat, er war so begeistert davon, das ist echt mitten in der Nacht aufgenommen worden und ich darf es mit euch teilen hier:

Ist das nicht wunderschön? Das ist übrigens ihre Aussicht vom Küchenbalkon!

Ja, ihr Lieben alle, und damit wünscht euch nun der Grafschafter Wochenanzeiger sowohl einen feinen Freitag heute als auch ein ganz wunderschönes Wochenende! Paßt bitte alle gut auf euch auf und bleibt alle gesund, und wir wünschen auch allen unseren Lesern Glückssterne!!!

Habt es so fein, wie es in diesen Zeiten möglich ist! Das wünscht euch allen euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und Otto und Luzia!

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 22

MiBuRo  A d v e n t s ka l e n d e r

Türchen

Auf des Weihnachtsmanns Spuren

In dieser Nacht,
als niemand wacht,
ging durch den Tann
der Weihnachtsmann.

Sein Sack hing schwer
vom Rücken her
und schleift im Schnee,
ganz deutlich seh
ich seine Spur,
folgt mir nur!

Hier an diesem Dornenbusch
ging er eine Strecke,
deutlich seh ich’s, glaubt ihr’s nicht?
Folgt mir um die Ecke!
Aber sacht,
kein Geräusch gemacht!
Hier an diesem Dornenbusch
blieb der Sack ihm hängen,
und er mußte mühsam sich
durch das Dickicht zwängen!

Hier an diesem Dornenbusch
ist sein Sack zerrissen!
Aus dem Sack
klick klack, klick klack
tröpfelte es Nüssen! –

Eichhörnchen hat vom Tannenzweig
das Unglück schon gesehen,
doch warnt es nicht den Weihnachtsmann,
es läßt ihn weitergehen.
Er schlägt den Schwanz zum Kringel,
der kleine braune Schlingel,
und klettert flink und munter
vom Tannenbaum herunter.

Nun sitzt es dort in guter Ruh’
am Weihnachtstisch, seht ihm nur zu,
knackt Nüsse sehr bedächtig.
Ihr seht, es schmeckt ihm prächtig!
. . . . . . . Vergnügten Gesichts
tat der Alte, als merkte er nichts,
dachte an Kinder und frohe Gesichter,
dachte an Spielzeug und Weihnachtsbaumlichter,
ging indessen zum Wald hinaus. –
Immer näher an unser Haus


führte ganz deutlich seine Spur,
denkt euch nur! –
„Mutter, Mutter, wir haben’s gesehen,
denkt doch, des Weihnachtsmanns Spuren gehen
deutlich bis dicht vor unsere Tür!
Mutter, war er vielleicht schon hier?“


Spricht die Mutter: „Denkt doch mal an,
eben war bei mir der Weihnachtsmann!
Plötzlich hört’ ich ein starkes Klopfen,
öffnete selbst, da trat er ein,
bat mich, ich möchte den Sack ihm stopfen,


denkt doch, ihm riss ein Loch hinein!
Und da hat er mir vieles erzählt,
wie ihm dies und jenes gefehlt.
Aber der Sack war doch noch sehr voll,
hat auch gefragt, was er hier lassen soll!?
Sachte, Kinder, hübsch artig immer!
Und geht mir nicht an das Weihnachtszimmer!“

(Paul Kaestner, 1876 – 1936)

So, ihr lieben Leser vom Adventskalender im Grafschafter Wochenanzeiger, den Inhalt dieses Türchens hat vor ein paar Tagen BrigitteE in ihrem Blog angestoßen, als sie die lustige Frage stellte, warum der Weihnachtsmann Rentiere benutzt, um seinen Schlitten zu ziehen! Und das wollte ich nun ganz genau wissen, wie ist denn nun der Weihnachtsmann tatsächlich zu seinen Rentieren gekommen?

In Lappland sind die Rentiere eng mit der Kultur der Sami verbunden. Sie betreiben die Rentierzucht, die ihnen in Schweden auch vorbehalten ist. Während des größten Teils des Jahres leben die Rentiere frei. Sie sind perfekt dem nordischen Klima angepaßt. Ihr dichter Pelz schützt sie vor tiefen Temperaturen und mit ihren großen Hufen können sie gut im Schnee laufen und nach Futter unter dem Schnee graben. Das Rentier ist ein Herdentier, bei dem beide Geschlechter ein Geweih tragen.

Soviel zu den Tieren, aber wie kamen sie denn nun in die Weihnachtssymbolik und ziehen den Schlitten vom Weihnachtsmann?

Der Mythos der Rentiere begann vor gut 200 Jahren mit einem Gedicht, dem Gedicht von Clement Clarke Moore, einem Professor aus New York, der 1822 für seine Kinder ein Weihnachtsgedicht geschrieben und damit die geweihtragenden Kuriere erfunden hat. Das Gedicht heißt „A Visit From St. Nicholas“ oder „The night before Christmas“. In diesem Link gibt es noch Informationen dazu und das Gedicht im Original,

https://www.tetti.de/X-MAS/clemens-clark-moore.html

die deutsche Übersetzung darf aus Urheberrechtsgründen nicht eingestellt werden. Wie ihr aber sicherlich festgestellt habt, im Original des Gedichtes sind  die Namen der Rentiere erwähnt, die den Schlitten ziehen, als da sind

  • Dasher
  • Dancer
  • Prancer
  • Vixen
  • Comet
  • Cupid
  • Donner
  • Blitzen

Diese 8 Rentiere werden in dem Gedicht erwähnt, nun fragt ihr euch sicher alle, was ist mit Rudolph mit der roten Nase? Rudolph kam später als 9. Rentier dazu, er war gerade wegen seiner leuchtenden roten Nase eigentlich nicht zum ziehen des Schlittens vorgesehen, wie es trotzdem dazu kam, erzählt euch dieses kleine Video:

Und dieses kleine Video fand ich nun ganz besonders fein und passend zu meiner Recherche, wie die Rentiere vor den Schlitten vom Weihnachtsmann kamen, denn diese Geschichte im Video wird vom Fliegenden Weihnachtsmann, in luftiger Höhe über dem St. Johanner Markt erzählt, der Höhepunkt des Saarbrücker Christkindl-Marktes, und davon hat uns vor Jahren schon einmal Britta-Gudrun berichtet und sogar Bilder davon zur Verfügung gestellt, die ich hier nun mit höchstem Vergnügen noch einmal aus dem Archiv gekramt habe:

Das Plakat mit der Ankündigung

Das ist doch wirklich in luftiger Höhe, nicht wahr, und sieht bestimmt richtig echt aus, wenn der Weihnachtsmann mit seinem Rentiergespann über den Markt fliegt! Ich hab noch ein so schönes Video gefunden, da kann man es wunderbar sehen, es sieht wirklich magisch aus!

Und mit meinem absoluten Lieblings-Rentier-Bild schließe ich nun dieses Türchen 22!

Und ihr wißt nun alle, wie der Weihnachtsmann zu seinem Rentier-Gespann gekommen ist! Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, lieben Dank, BrigitteE, für den feinen Such-Anstoß!!!

Wir wünschen euch allen einen schönen, frohen und entspannten 4. Adventssonntag macht es euch alle gemütlich, das Fest ist nah, noch zweimal schlafen!

Habts fein, wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Samhuinn in der Grafschaft

Halloween

Upon that night, when fairies light
On Cassilis Downans dance,
Or over the lays, in splendid blaze,
On sprightly coursers prance;
Or for Colean the route is ta’en,
Beneath the moon’s pale beams;
There, up the cove, to stray and rove,
Among the rocks and streams
To sport that night.

Among the bonny winding banks,
Where Doon rins, wimplin‘ clear,
Where Bruce ance ruled the martial ranks,
And shook his Carrick spear,
Some merry, friendly, country-folks,
Together did convene,
To burn their nits, and pou their stocks,
And haud their Halloween
Fu‘ blithe that night.

(Robert Burns, Halloween, übersetzt von Philipp Kaufmann (1802 – 1846) Cotta, Stuttgart & Tübingen, 1839, die ersten beiden Strophen)

https://poets.org/poem/halloween

Da ist sie nun wieder, die Nacht der Nächte, Halloween!

7 Jahre lang haben wir diese magische, mystische Nacht hier im Blögchen gefeiert, in diesem Jahr nun zum ersten Mal vertreten im Grafschafter Wochenanzeiger. Bei der Redaktionssitzung zum Halloween-Eintrag ging es hoch her bei den Überlegungen, was wir denn in diesem Jahr unseren lieben und treuen Lesern hier wohl bieten könnten zu dieser legendären Nacht. Nur einer saß ein bissel verträumt und still dabei, unser Hamish, neues Redaktionsmitglied und Außenkorrespondent, was ist los, Hamish???

Oh, unser kleiner schottischer Bär hatte wohl Heimweh, gerade Halloween, so meinte er dann auf unsere Frage, würde in seiner Heimatstadt so herrlich gefeiert, man hätte ja vielleicht dort auf seinem Stammschloß eine schöne Redaktionsfeier veranstalten können. Mimi, Bruno und Ruddi waren gleich Feuer und Flamme, und Mimi schwärmte schon mit leuchtenden Augen von einer Einladung für alle ihre tierischen Freunde, aber ach, für eine Reise nach Schottland käme die Einladung dann doch wohl zu plötzlich und spät! Schade!!! Betrübt ließen alle meine Redaktionsmitglieder die Köpfe hängen! Bloß die Frau Chefredakteurin grinste leise in sich rein, das fiel den anderen dann doch bald auf, ob ich vielleicht eine Idee…..????? Jaaaa, ihr Lieben hab ich! Wenn wir nicht mehr nach Schottland kommen, kommt das schottische Schloß eben zu uns, Hamish, stimm den Dudelsack, Mimi, schreib die Einladungen, ihr werdet staunen! Über das darauf folgende Tohuwabohu in den Redaktionsräumen gehe ich jetzt stillschweigend hinweg, lach, und so geht es nun also los, liebe Leser des Grafschafter Wochenanzeigers, Halloween in Schottland, auf dem angestammten Schloß derer von McBär-Duff! Hamish strahlte über sein ganzes liebes Bärengesicht, und er wird es nun auch sein, der den Reiseleiter und Gastgeber für euch spielt!

Hallo, ihr lieben Leser alle, da bin ich wieder, euer Hamish! Ich bin sooooo glücklich, die Frau Chefredakteurin hatte eine so tolle Idee für die Halloween-Feier in diesem Jahr, und ich lade euch jetzt herzlich ein auf mein Schloß für die Feier der Nacht der Nächte!

Da isses, mein Schloß, ich stehe am Burgtor und erwarte euch!

Tretet ein in die Burg derer von McBär-Duff,

es ist viel Platz für uns alle da,

Natürlich hab ich auch für ein Begrüßungskomitee gesorgt, unsere Redaktionseulen heißen euch alle herzlichst willkommen!

Und ich lasse es mir natürlich nicht nehmen, euch von den Zinnen meines Burgturmes mit Dudelsackmusik willkommen zu heißen

ach, ich freu mich so!!!

 

Also, noch einmal, herzlich willkommen bei mir zu Hause, liebe Gäste, der Butler steht schon bereit, euch alle zu begrüßen:

Hallo Buddylein! Gefolgt von seinem Hundekumpel

Storm, willkommen, Storm!

Devil hat ja immer den kürzesten Weg rüber in die Redaktionsräume!

Grüß dich, lieber Django!

Die süße kleine Rani kommt ja sicher wieder mit ihrem Freund Steve auf dem fliegenden Teppich,

nicht wahr, Steve?

Da Fledermäuse zu Halloween ja nicht fehlen dürfen, ist die Silberdistel’sche Truppe bestimmt wieder mit ihnen unterwegs für heute Nacht

Torty, hej!

Keks und natürlich

die graue Eminenz. Nun fehlen noch unsere lieben Bärliner, hach, da kommen sie ja schon,

Lakritze, wir grüßen dich und

Amira, hach, deine blauen Augen!

Luna, die kleine, schüchterne Maus, herzlich willkommen!

Und last but not least, Tobias!

Zwei Gäste, die sonst auch bei allen Events hier dabei sind, von denen wir aber bis dato keine Fotos hatten, konnten leider nicht kommen, weil ihr Frauchen in einer solchen Nacht doch sehr besorgt um sie ist, und das sind Angel und Balou! Als Entschädigung haben wir aber nun endlich mal Bilder von beiden bekommen, und da wollen wir sie nun hier auch entschädigen fürs nicht dabeisein können und stellen wenigstens noch ihre Bilder hier ein, natürlich halloween-mäßig verkleidet, versteht sich, also begrüßt nun alle endlich auch bildhaft sichtbar

die liebe Angel und ihren Gefährten

Balou von Frauchen Bine! Herzlich willkommen, ihr beiden, wir freuen uns so, daß wir nun endlich wissen, wie ihr ausseht!

Nun kommt noch unser Redaktionsteam dazu,

Mimi mit der Frau Chefredakteurin,

Ruddi, unser Volontär,

Bruno, unser Redaktionsbote und noch meine Wenigkeit,

Hamish, der Außenkorrespondent!

Die Burg ist groß, wer also von den Herrchen und Frauchen und überhaupt von unseren Lesern Lust hat, stoßt einfach dazu! Der Butler steht die ganze Nacht bereit!

Für Speis und Trank ist natürlich auch wieder gesorgt, in der Kürze der Zeit haben wir da einfach auf die Speise- und Getränkekarte des letzten Jahres zurückgegriffen

Zu Halloween sieht mein Schloß/meine Burg natürlich besonders schön-schaurig von außen

und von innen aus

Huuuuuhuuuuuu, guckt, da fliegen sogar Gespenster rum, lach!

Halloween auf schottisch hat so seine eigenen Bräuche, da kann ich euch, gemütlich am Kaminfeuer sitzend, mal ein bissel was von erzählen. Wie mir die Frau Chefredakteurin mitteilte, wißt ihr über den Ursprung von Halloween und diverse Bräuche hier aus dem Blögchen ja schon bestens Bescheid. Samhain nannten die alten Kelten das Fest, Samhuinn heißt es auf schottisch! Die Fülle der Ernte wurde mit diesem Fest bei den Schotten gefeiert, weil sie den Leuten half, durch den Winter zu kommen. Böse Geister sollten fern gehalten werden, dabei wurde auch die heimische Feuerstelle gelöscht und mit dem Feuer von draußen wieder angezündet, um für das Haus ein Schutzschild zu aktivieren. Die geschnitzten Kürbisse zu diesem Fest entstanden aber erst in Amerika, als das Fest mit den Einwanderern herüberschwappte, die Schotten schnitzen ihre Halloween-Laternen aus Rüben, vor allem aus Kohlrüben. Aus Äpfeln und Nüssen, die es ja im Herbst meist reichlich gibt, wird die Zukunft vorausgesagt in dieser Nacht.

In meiner Heimatstadt Edinburgh kann man zu Halloween auch auf Geisterjagd gehen, da hab ich euch mal einen feinen Artikel rausgesucht, das ganze findet in den Gewölben im Untergrund der Stadt statt, in den South Bridge Vaults!

https://www.zeit.de/online/2007/44/edinburgh-vaults/komplettansicht

https://www.schottlandberater.de/artikel/unter-der-altstadt-von-edinburgh.html

Herrlich gruselig, oder?

Samhuinn wird in Edinburgh so richtig groß gefeiert, wie ihr diesem Artikel entnehmen könnte, da sind auch viele Informationen darüber bei:

https://www.myhighlands.de/?s=samhuinn

Da müßt ihr auf der rausgesuchten Seite bloß den Artikel anklicken, dann könnt ihr weiterlesen, es wird sonst hier die ganze Seite angezeigt.

Bilder zeigen da ja schon viel, aber ich hab auch noch feine Videos gefunden,

ich hoffe, ihr habt Spaß daran!

Da bin ich nun fast am Ende meines Halloween-Eintrags aus Schottland für euch alle, ich freu mich auf unsere Feier heute Nacht und hab mir noch ein Schmankerl für den Schluß aufgehoben: Als wir hier die Feier auf meiner schottischen Burg geplant haben, meinte die Frau Chefredakteurin, wir hätten hier Burg Lirich, wir hätten zu Halloween ein schottisches Schloß, nun wäre es doch endlich mal an der Zeit, daß wir auch ein Wappen für unsere Grafschaft und unseren Grafschafter Wochenanzeiger hätten!

Und da ist es!!!

Ist das nicht schön geworden? Haben wir alle gemeinsam entworfen!

Und damit wünschen wir euch allen nun einen fröhlich-gruseligen Halloween-Tag und vor allem eine solche Nacht, wir freuen uns, wenn es euch wieder Freude gemacht hat hier, erwarten euch nächtens in unseren grafschaftlichen Burgräumen und hoffen auf fröhliches Gruseln mit Geistern und Gespenstern und fröhlichem Mummenschanz

einer schröcklichen Mimi und viel Spaß!

Habts fein! Wünscht euch euer Hamish und das gesamte Redaktionsteam Monika und Mimi, Ruddi und Bruno!

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Sonnenblumen zum Geburtstag!

Sonnenblume im Gemüsegarten

  Hinter jenem alten Lattenzaun dort drüben,
der schon ziemlich arg verwittert ist vom Sturm der Zeit,


sonnt sich ein Gemüsegarten in Beschaulichkeit.
Neben Kraut und Unkraut wachsen friedlich Kohl und Rüben.
Neben einem Kürbis reifen zarte Zuckerschötchen.
Alles was für eine Hausfrau nütz- und dienlich ist –
ist hier kunterbunt vertreten. Knollen neben Knötchen
wachsen unter einer Sonne – und auf einem Mist.


Hinter jenem Lattenzaun dort zwischen grünen Bohnen
hoch empor, erhaben über dem Gerank
sieht man, wie aus purem Gold zum Himmel strahlend blank,
eine wunderschöne, große Sonnenblume thronen.


Leuchtend wendet sie zur Sonne ihr Gesicht,
alles was da unten kreucht kann sie nicht stören.
Sie bestrahlt mit überreichem Glanz und Licht
tief im Schatten die Radieschen und die Möhren.


Veilchen, Petersilie – Mohn und Sellerie
sprießen alle aus der gleichen Erdenkrume.
Neben Kraut und Rüben blüht die Sonnenblume.
Selbst auf einem Düngerhaufen liegt ein Stücklein Poesie.

(Fred Endrikat)

Es ist mal wieder soweit: Der Grafschafter Wochenanzeiger gratuliert herzlich

liebe Britta-Gudrun!

Heute ist dein Ehrentag, die zweite Löwin in diesem Rudel hier, lach!

Wir gratulieren alle ganz herzlich: Mimi, die rasende Reporterin und euer aller Co-Autor,

Ruddi, euer Volontär vom Grafschafter Wochenanzeiger, natürlich die Frau Chefredakteurin himself, und vor allen Dingen einer aus der Schar der tierischen Freunde hier:

Django, Britta-Gudruns geliebter Streuner-Kater, möchte seinem lieben Frauchen natürlich auch die herzlichsten Glückwünsche zu ihrem Geburtstag hier übermitteln, standesgemäß eingerahmt mit schönen Sonnenblumen, die wir zum Thema dieses Geburtstagseintrages gewählt haben! Happy birthday, liebes Frauchen, und alles Liebe und Gute für dich! Dein Django.

Zum Geburtstag von uns allen die liebsten Wünsche für das neue Lebensjahr, allen voran natürlich der Wunsch für Gesundheit!!! Laß dich feiern und hab einen schönen Geburtstagstag! Eine Torte haben wir selbstverständlich auch noch, da mußt  du jetzt die Kerzen auspusten……prima!!! Applaus!!! Und dann erheben wir das Glas auf dich, deine Gesundheit und einen schönen Tag!

Alles Liebe und Gute! Prost!

Eine fröhliche tierische Gratulantenschar bringt dir ein Ständchen

„Hoch soll sie leben, hoch soll sie leben, dreimal hoch!!!“

Mimi hat noch den Mäuse-Chor auf Vordermann gebracht am Klavier

„…zum Geburtstag viel Glück!“

Wir haben in diesem Jahr mal ganz bewußt kein „eindeutiges“ Geburtstagsgedicht eingestellt, sondern eines von der Sonnenblume, die wir einfach so wunderbar passend zu einem Geburtstag im August fanden, strahlend, golden, und ihr Gesicht immer der Sonne zuwendend, wie es in dem Zitat so schön heißt: „Mach es wie die Sonnenblume: Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.“

Die Sonnenblume (Helianthus annuus), auch Gewöhnliche Sonnenblume genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sonnenblumen (Helianthus) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenblume

Ihren Namen verdankt die Sonnenblume der griechischen Mythologie, ein junges Mädchen namens Clytia hatte sich in den Sonnengott Helios verliebt, ihre Liebe wurde aber nicht erwidert. So verbrachte sie ihre Zeit damit, ihn anzuschauen und verwandelte sich in Helianthemum, die Blume, die sich stets zur Sonne dreht.

Der lateinische Namen Helianthus setzt sich aus den griechischen Worten helios (Sonne) und anthos (Blume) zusammen.

Die Sonnenblume stammt ursprünglich aus Peru und Mexiko und wurde als Zeichen des Sonnengottes verehrt. Die Spanier züchteten sie ab dem 15. Jahrhundert in Europa und so gelangte sie in andere europäische Länder. Der Blütenboden kann einen Durchmesser von 50 cm erreichen. Insekten besuchen sehr gerne die Sonnenblume, aus ihren Blüten entwickeln sich graugrüne oder schwarze Samen, die Sonnenblumenkerne. Aus ihnen kann Öl gepreßt werden, das einen hohen Anteil an wertvoller, essentieller Linolsäure hat. In der Kosmetik wird das Öl wegen seiner feuchtigkeitsspendenden und schützenden Eigenschaften verwendet.  Die Sonnenblumenkerne sind auch als Vogelfutter sehr beliebt. Die Blütenblätter der Sonnenblume können als Färbemittel genutzt werden.

Mit einem wunderschönen fröhlichen Blumenstrauß mit Sonnenblumen

und anderen leuchtenden Blüten samt Goldregen

wünschen wir Britta-Gudrun einen wunderschönen Geburtstagstag, und allen anderen einen schönen, goldenen Donnerstag, den ihr wie die Sonnenblume verbringen mögt! Ich hab in meinen Fundus beim kramen neulich noch was hübsches für Balkonien wiedergefunden, daß so schön zur Sonnenblume und diesem Geburtstagseintrag hier paßt

Schmetterlinge nach Tiffany-Art,

Habts fein!  

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Kulinarisches aus Küche und Keller im Mai

Es kommt der Lenz mit dem Hochzeitgeschenk,
mit Jubel und Musizieren,
das Bräutchen und den Bräutigam
kommt er zu gratulieren.

Er bringt Jasmin und Röselein,
und Veilchen und duftige Kräutchen,
und Sellerie für den Bräutigam,
und Spargel für das Bräutchen.

(Heinrich Heine)

Der Mai ist nicht nur ein Wonnemonat für alles, was da blüht und grünt, sondern auch für kulinarische Genüsse, allen voran natürlich: Der Spargel!

„Bis Johanni nicht vergessen, sieben Wochen Spargel essen.“   (Bauernweisheit, Johanni = 24. Juni)

Spargel (Asparagus) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Spargel ist in Eurasien und Afrika weit verbreitet. Es gibt einige Arten und Kulturformen, die als Zierpflanzen verwendet werden.[1Die wirtschaftlich wichtigste Art dieser Gattung ist der Gemüsespargel (Asparagus officinalis).

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Spargel

(Asparagus officinalis, Gemüsespargel, Illustration, Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 1885, Gera)

Ich liebe Spargel, und daher hab ich mir als Chefredakteurin unseres Grafschafter Wochenanzeigers hier nun selbst die Freude gemacht, einen Eintrag über den Spargel und seinen Vielfältigkeiten unter der Rubrik Kulinarisches zu erstellen. Unser Volontär Ruddi ist verantwortlich für die Bildauswahl und -erstellung, eure rasende Reporterin Mimi und unser aller Co-Autor hat für diesen Eintrag noch was unter dem Ressort „Anekdoten“ am Schluß unserer Kolumne.

Wem wir in unseren Breiten den Spargel verdanken: Dem Feldherrn Quinctilius Varus, der Spargel war sein Leibgericht und er führte auf seinen Feldzügen im Tross stets einige Spargelsetzlinge mit sich. Mit den Römern fand also der Spargel den Weg über die Alpen zu uns.

Im Mittelalter glaubte man, daß der Spargel männlich sei, daher war den Damen des Mittelalters der Genuß der Spargelstangen verboten.

In der griechischen Mythologie wurde dem Spargel vor allem eine luststeigernde Wirkung nachgesagt.

Kommen wir nun nach den theoretischen Dingen über den Spargel zur Praxis, Bühne frei für die Königin des Gemüses:

Ich besitze zum Kochen der feinen Stangen einen ebenso feinen Kochtopf

er ist hoch und schmal und innen hat er was besonderes für den Spargel

einen Korb, in dem die Stangen aufrecht stehend mit den Köpfen nach oben kochen können, das verhindert, daß die zarteren Köpfchen beim kochen bereits zerfallen würden, wenn die Stangen noch nicht richtig gar sind.

Spargelmesser, da kann man die Stangen prima mit schälen.

Zu Spargel gehört natürlich Butter

zum Beispiel in der Sauce Hollandaise oder in der von mir bevorzugten Sauce Bernaise, die Kerbel und Estragon enthält, mag ich sehr gerne.

Pellkartöffelchen passen sehr gut zu Spargel, Kartöffelchen sollte man hier wörtlich nehmen, die kleinen sind die besten dazu. Schinken gehört zu Spargel, gekochter oder roher, ich hole mir zu Spargel meistens einen sog. Saison-Schinken, den es in meinem Einkaufsladen um diese Zeit gibt, nämlich Bärlauch-Schinken, so lecker!

Spargel kann man überbacken, in einer Tarte verwenden, als Salat anrichten, ein feines Spargelsüppchen kochen, er ist so ein herrlich vielfältiges Gemüse.

Natürlich gehört zu Spargel auch eine gute Flasche Wein, in diesem Falle eher ein Weißwein

zum Beispiel ein Weissburgunder, der von mir erworbene wirbt mit dem Attribut „eine dezente, ausgewogene Säure bildet den Körper dieses Burgunders, feine frische Fruchtaromen von Birne und Zitrusfrüchten“. Ein feines Tröpfchen, hihihihi!

Früchte zum Nachtisch nach einem opulenten Spargelessen? Da kommen die ebenfalls bald wieder Saison habenden Erdbeeren ins Spiel, sie passen gut zu Spargel, zum Beispiel auch in einem Spargel-Salat.

Dann machen wir uns nun mal langsam ans Werk in unseren Redaktionsräumen zum feinen Spargelessen, dafür decken wir erst einmal sorgfältig den Tisch, denn schließlich ißt das Auge ja mit:

Die so hübsch zur Tischdeko passenden Maiglöckchen sind hier mit Rücksicht auf unsere Reporterin Mimi künstlich, Maiglöckchen sind in allen Teilen sehr giftig und Mimi liebt halt grün!

Das Weinglas ist noch ein ganz altes aus dem Erbe meiner Großmutter, das hüte ich wie einen Schatz, insgesamt hab ich da nämlich nur noch 3 Gläser von. Und was da auf der Platte für den Spargel liegt, das ist eine Serviette, die ich in meinen Jugendjahren tatsächlich mal im Handarbeitsunterricht in der Schule erstellt bekommen habe, aus Aida-Zählstoff mit Hohlsaum, ich war sooo stolz, und der Serviettenring ist auch aus dieser Zeit von mir, lach, Holz, mit weißem Bast umwickelt! Paßte so hübsch zu unserer Spargel-Tafel!

Da ist er nun bei Tisch, der Weissburgunder, er wurde im Laden zum Spargel angepriesen und da hab ich mich nicht verkauft, er ist richtig fein!

Nehmt ruhig schon mal alle Platz und macht es euch am Tisch gemütlich, plaudert noch ein wenig, derweil ich dann hier mit dem wochenendlichen Rezept für mein Spargelessen beginne:

Spargel-Estragon-Basilikum- Omelett mit Parmesan (Rezept für 2 Personen, für eine Person das Rezept halbieren!)

  • 500 g Spargel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Parmesankäse am Stück
  • Basilikum, frisch oder getrocknet
  • Estragon, frisch oder getrocknet
  • Petersilie
  • 2 EL Olivenöl
  • 6 Eier
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chili gem.

Spargel schälen und in Stücke schneiden, kochen und abgießen.

Kräuter waschen, trocknen und fein hacken oder getrocknete Kräuter bereitstellen. Knoblauch hacken

und den Parmesan-Käse reiben.

Die Eier in einer Schüssel verquirlen, gehackte Kräuter und Parmesan-Käse zugeben, mit Salz und Pfeffer und getrocknetem Chili, gemahlen, würzen.

Öl in der Pfanne erhitzen

Knoblauch zugeben

und die gekochten Spargelstücke.

Kurz anschwitzen lassen und dann die verschlagenen Eier drüber gießen

bei milder Hitze zugedeckt stocken lassen.

Pfanne ab und zu rütteln, damit das Omelett nicht ansetzt.

Beim rübergleiten lassen des Omelett ist mir ein kleines Mißgeschick passiert, irgendwo hing es und fiel ein bissel auseinander.

Sieht aber bloß optisch nicht so schön aus, lecker war es allemal, lach!

Dazu gab es einen gemischten Salat aus Endivien, Lollo biondo und Lollo rosso mit Küchenkräuter-Vinaigrette, Käse und Brotwürfelchen.

Prost und guten Appetit!

Wie schon erwähnt, ein Nachtisch mit Erdbeeren wäre was feines passendes dazu und zum abrunden vielleicht noch ein Espresso?!

Das Redaktionsteam hofft, es hat euch gemundet, wie schon erwähnt, für die Bilder war Volontär Ruddi verantwortlich und nun folgt noch euer aller Co-Autor, unsere rasende Reporterin Mimi mit ihrer kleinen Anekdote zum Thema Spargel:

Hi, Folks (da ihr ja nun alle hier schon eifrige Abonennten unseres Grafschafter Wochenanzeigers seid, verwende ich wieder meine altvertraute Anrede, hihihihi!)

Kommen wir also nun zu meiner Anekdote zum Thema Spargel, die mir vor Jahren mal mein Frauchen erzählt hat. Eine andere Freundin von ihr als die hier gegenüber wohnende mit ihrem Kater Devil war ebenfalls Frauchen eines feinen Katers namens Nick. Die Geschichte von Nick und dem Spargel beginnt damit, daß die Freundin meines Frauchens die Feier ihrer Silberhochzeit vorbereiten wollte, dazu gehörte auch diverse Speisen erstellen, und Frauchen hatte sich angeboten, dabei zu helfen. Also machten sich die beiden ans Werk und wollten als erstes ein ganz feines Spargelparfait machen, dazu müssen die leckeren Stangen, in diesem Fall grüne und weiße, geschält und in Stücke geschnitten werden. Und ab und an sprang beim Stücke schneiden mal ein Stückchen auf den Boden, und ihr werdet es kaum glauben, die wurden dann blitzschnell und mit Hochgenuß von besagtem Kater Nick vom Boden geklaubt und gefressen, sowohl der grüne als auch der weiße Spargel, er fand das richtig lecker und Frauchen und ihre Freundin haben so gelacht. Sie sind ihm auch gut bekommen, und laut Katzenratgebern dürfen wir Katzen auch Spargel mümmeln, er ist so gut, natürlich nicht in rauen Mengen. Es gibt sogar Katzenfutter mit Spargel. Müßte ich vielleicht auch mal probieren, an den rohen hab ich mich noch nicht gemacht, aber könnte ja sein, ich komme doch noch auf den Geschmack, wo Frauchen hier jetzt sowas feines mit dem knuffigen Gemüse eingestellt hat.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Montag und einen guten Start in die neue Woche, habts fein, wünscht euch eure Mimi mit Volontär Ruddi der sich auch noch nicht sicher ist, ob er Spargel mag, lach!

Ja, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, da schließe ich mich mal Mimis Wünschen zum Wochenbeginn herzlich an und wünsche euch auch eine gute neue Woche!

Zum Schluß des Eintrags hab ich zum Thema auch noch was musikalisches für auf die Ohren gefunden, hihihi, die Textzeile „die ganze Welt ist wie verhext, Veronika, der Spargel wächst“ läßt euch sicher schon ahnen, was es ist:

https://www.songtexte.com/songtext/comedian-harmonists/veronika-der-lenz-ist-da-73fee2ed.html

Habts fein!

UFO-Alarm!

  

Bim, Bam, Bum

Ein Glockenton fliegt durch die Nacht,
als hätt er Vogelflügel,
er fliegt in römischer Kirchentracht
wohl über Tal und Hügel.

Er sucht die Glockentönin BIM,
die ihm vorausgeflogen;
d.h. die Sache ist sehr schlimm,
sie hat ihn nämlich betrogen.

»O komm«, so ruft er, »komm, dein BAM
erwartet dich voll Schmerzen.
Komm wieder, BIM, geliebtes Lamm,
dein BAM liebt dich von Herzen!«

Doch BIM, dass ihr’s nur alle wißt,
hat sich dem BUM ergeben;
der ist zwar auch ein guter Christ,
allein das ist es eben.

Der BAM fliegt weiter durch die Nacht
wohl über Wald und Lichtung.
Doch, ach, er fliegt umsonst! Das macht,
er fliegt in falscher Richtung.

(Christian Morgenstern)

 Hi, Folks, da bin ich wieder, euer Co-Autor, eure Mimi, denn heute ist wieder Montag und wir wollen lustig die neue Woche beginnen!

Und mir geht es wie Frauchen beim letzten Eintrag, ich liebe sie, die Fragezeichen in euren Augen! Das ist ja wieder ein Gemenge, UFO-Alarm im Titel, Glocken in der Girlande und im Gedicht, und ich nochmal im Mond, wat datt denn???

Tja, das ist eigentlich ganz einfach, denn ich wollte ja was lustiges zum Montag gleichzeitig mit Bildern von Frauchen, und da haben wir beide hier getüftelt und folgendes ausgebrütet, lach!

UFO-Alarm??? Ja, guckt mal, in unserem Wohnzimmer ist ein UFO gelandet:

Hihihihi, Frauchen hat selber so gelacht, als sich beim hochladen der neuesten Bilder hier das von ihr fotografierte Kerzchen in der Glasvase als UFO erwies! So sieht das von der Seite aus

und durch das Muster vom Kerzenglas wurde das, von oben fotografiert, halt zu einem UFO!

Dann hätten wir das geklärt! Und die Glocken? Ja, es sollte doch was lustiges sein, und wenigstens einen Bezug zum fliegen haben, und da bot sich dieses knuffige Gedicht von der verliebten, fliegenden Glocke an, wir hatten beide so einen Spaß, Frauchen und ich! Und damit ist natürlich auch klar, warum ich nochmal im Mond……siehe UFO! Fliegt am Mond vorbei!

Da hoffe ich doch mal, daß ihr alle euren Spaß hattet am kleinen, kurzen Montagseintrag, der fröhlich in die neue Woche einstimmen soll, Frauchen hat noch kurz was in eigener Sache, da geb ich die Feder mal eben weiter:

Ja, erst wußte Mimi gar nicht, was sie montäglich hier wieder schreiben sollte, aber da konnte ich ihr mit meinen Kerzenbildern aus der Patsche helfen, hihihi! Und ich zeig euch jetzt auch noch was feines, ich hab nämlich Rückmeldung vom Eintreffen des Rattenschals bei seiner neuen Besitzerin bekommen, ein süßes Video, das ich hier leider nicht zeigen kann, weil da die kleine Maus ganz drauf ist, wie sie sich über ihren Schal freut, das war so herzig, sie hat richtig gestrahlt und ich hab mich natürlich sehr gefreut!!! Und ein Bild hab ich bekommen, und das kann ich zeigen, weil man Bilder ja immer entsprechend bearbeiten und verändern kann, also büddeschön:

Ich freu mir hier ein Loch in den Bauch, ich glaube, das könnt ihr alle nachvollziehen. Paßt doch auch ganz fein zu einem fröhlichen Wochenbeginn, und damit laß ich Mimi jetzt den Schluß machen!

Ja, Folks,  da bin ich nochmal wieder, fein mit dem Schal für die kleine Nichte der Kinder vom Dosenöffner, nicht wahr, ich hab mich auch sehr für Frauchen gefreut!

So, ihr lieben alle, dann habt mal einen feinen, fröhlichen Montag und einen guten Start wieder in die neue Woche!

Habts fein! Wünschen euch  Mimi und Monika. 

Mondsüchtig!

  

Der Mond

Guten Abend, du Rundgesicht,
Hüter der weidenden Sterne,
nächtlicher Langfinger Arbeitslicht,
heimlicher Liebe Laterne!

Hast mir so oft zum Stelldichein
still und verschwiegen geleuchtet,
sahest mit himmlischer Milde drein,
wenn ich dir reuig gebeichtet.

Habe an dir in Gram und Leid
stets einen Tröster gefunden,
oft auch bist du zur rechten Zeit
hinter den Wolken verschwunden.

Gälte ich etwas bei dem, der thront
über den rollenden Welten,
wollt‘ ich dir gerne, du treuer Mond,
all‘ deine Dienste vergelten.

Über den Mond ein Lächeln ging,
leise hat’s mir geklungen:
Willst du mir danken, o Dichterling,
lasse mich unbesungen.

(Rudolf Baumbach)

Es ist mal wieder soweit: Totale Mondfinsternis und ein Blutmond werden wieder zu sehen sein, in der Nacht auf den heutigen Montag, 21. Januar 2019.

Gegen 4.43 Uhr beginnt der Mond sich zu verdunkeln. Ab 5.41 Uhr beginnt dann die totale Mondfinsternis. Der Mond färbt sich blutrot. Über eine Stunde dauert es (bis 6.44 Uhr), bis der Mond wieder aus dem Erdschatten austritt. Die Vollmondposition wird um 6.16 Uhr erreicht. Kurz vor Sonnenaufgang gegen 7.51 Uhr ist das Spektakel vorbei. Dann ist der sichtbare Teil des kosmischen Schattenspiels zu Ende. Der Vollmond geht im Nordwesten unter.

Das Wetter zum gucken ist gut, der Himmel ist klar, ich bin gespannt auf das Schauspiel. Wenn ihr hier heute lest, ist alles schon wieder Geschichte.

Aber ich hab schon mal eine kleines Vorschmäckle für euch, denn gestern abend, am Sonntag, 20. Januar, präsentierte sich der Mond hier in meiner Grafschaft am Küchenfenster so:

Er ging über den Baumspitzen auf!

Meine Grafschaft mit Mond:

Die Nacht wird kalt und klar, guckt, Raureif auf den Dächern:

Es wurde dunkler!

Wie gesagt, ich bin gespannt auf das Himmelsspektakel, und falls Fotos klappen, werde ich natürlich hier berichten.

Mimi liebt den Mond, sie guckt gerne, wenn er voll am Himmel steht, und er scheint ja auch schön in ihre Hängematte, weil unser Wohnzimmerfenster seine Himmelsbahn präsentiert. Deshalb freut sich meine kleine Schwarze schon richtig mit und hat sich natürlich passend zum großartigen Ereignis entsprechend gekleidet:

Wir beide wünschen euch allen einen guten Start in die neue Woche und einen schönen Montag!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.

„Wir kommen daher aus dem Morgenland…..“

Die Heiligen Drei Könige

Die heil’gen Drei Könige aus dem Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
„Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?“

Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht,
die Könige zogen weiter,
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern bleibt stehn über Josefs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllt, das Kindlein schrie,
die heil’gen Drei Könige sangen.

(Heinrich Heine)

Fest der Erscheinung des Herrn, Dreikönigstag, Epiphanias ist heute wieder, und die Sternsinger ziehen wieder durch die Gemeinden von Haus zu Haus, um den Segen an die Haustüren zu schreiben, ein alter Brauch. 

In diesem Blögchen findet der Dreikönigstag nun auch schon zum 7. Mal statt, da ist es nicht leicht, noch etwas neues zu diesem Tag zu finden, alles rund um dieses Brauchtum war eigentlich hier schon vertreten. Aber ich bin doch noch einmal fündig geworden, nämlich mit den sogenannten „Dreikönigszetteln“. Gefunden habe ich sie bei meiner Suche nach der diesjährigen Sternsingeraktion.

Dreikönigszettel waren am Dreikönigsfest gesegnete Zettel, die mit C+M+B, Gebeten und oft auch mit weiteren Segenswünschen und Sinnsprüchen beschrieben waren.

In Süddeutschland und Österreich waren Dreikönigszettel als Hausschutz verbreitet; sie konnten in diesem Fall anstelle der üblichen, mit geweihter Kreide geschriebenen Sternsingersegen an den Häusern angebracht werden. Oft wurden sie aber, ähnlich wie Breverl, am Körper getragen oder zusammen mit anderen Devotionalien aufbewahrt.

(Quelle: Wikipedia)

(Dreikönigszettel. Kupferstich aus München, 18. Jahrhundert)

 (Bogen mit vier Dreikönigszetteln aus Köln, 18. Jahrhundert)

(Ein Dreikönigszettel, sehr wahrscheinlich 19. Jahrhundert oder früher)

Solche Dreikönigszettel gibt es heute in etwas anderer Form auch noch, meist werden sie zu den entsprechenden Messen zum Dreikönigstag in der Kirche an die Gläubigen verteilt, herausgegeben vom jeweiligen Bistum, mit einem Bild auf der Vorderseite und einem Text über die jeweilige Sternsingeraktion auf der Rückseite, manchmal auch mit einem kleinen Gebet oder einem Textauszug aus der Bibel.

Das ist der diesjährige Zettel, das Bild zeigt immer eine Krippe, diese hier ist wohl  aus Peru, denn das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion ist:

„Wir gehören zusammen – Kinder mit Behinderungen – in Peru und weltweit“

Der biblische Leittext der Aktion 2019 ist die Heilung des Gelähmten aus dem Markusevangelium (Mk 2,1 – 5a.11f.): Vier Menschen bringen einen Gelähmten zu Jesus – nur gemeinsam gelangen sie ans Ziel.

Ich hab ihn schon, den Dreikönigszettel, und er kommt dann wieder von innen an die Haustüre als Segenszettel, außen stehen ja die mit Kreide geschriebenen Segenszeichen

Bevor wir nun hier zum Segen durch mich als Hausmutter dieses Blögchens kommen, lassen wir die Sternsinger erst einmal ihre schönen Lieder singen:

Nun wird also der Segen an die Haustüre dieses Blögchens geschrieben

20*C+M+B+19

Christus mansionem benedicat

Möge der Engel, der die Botschaft vom Frieden in die Welt brachte, an deinem Haus nicht vorübergehen. Möge das Kind, das seine Göttlichkeit hinter der Armut verbarg, in deinem Herzen eine Wohnung finden.

(Irischer Segenswunsch)

Gesegnet werden alle Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung, auch die Tiere, daher wünschen wir, Mimi  und ich, allen unseren Lesern den Segen der Heiligen Drei Könige, vertreten durch die Sternsinger, für das Neue Jahr 2019! Bleibt behütet!

Die Nacht vom 5. Januar auf den 6. Januar, dem Dreikönigstag, ist die letzte der 12 Rauhnächte, traditionsgemäß wird dann noch einmal geräuchert, diese Nacht ist besonders wichtig,  um Überflüssiges, unnötig Altes oder Belastendes aus dem vergangenen Jahr zu versöhnen. Das kann mit einer Räucherung geschehen, in der Räuchermischung ist zum Beispiel auch die Myrrhe vertreten, die die Heiligen Drei Könige dem Jesuskind mitbrachten, auch Weihrauch, Wacholder sowie Tanne und Fichte. Ein schöner Brauch, wenn dann am Dreikönigstag mit dem Segen für das Jahr an den Haustüren ein neues, unverbrauchtes Jahr beginnt, unbelastet vom Alten, das wir hinter uns oder eben „in Rauch aufgehen“ lassen.

Wir wünschen euch allen einen gesegneten, entspannten und frohen Dreikönigstag!

Habts fein! 

 

 

Türchen 8

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Die Tanne duftet,
die Stechpalme glänzt,
Und vom Balkonknauf,
weißbeerig sie,
Lauscht die Mistel nieder,
die Schelmin, die!

(Ferdinand Freiligrath)

Nun gehen wir schon auf den 2. Advent zu. Die ersten Weihnachtsbäckereien haben schon stattgefunden, das erste Kerzchen hat schon gebrannt, Häuser und Wohnungen sind bereits wieder festlich geschmückt. Mit Tannengrün

mit Ilex/Stechpalmenzweigen

mit Weihnachtssternen

mit Christrosen

mit Efeu

Was fehlt? Genau, die Mistelzweige!

Misteln sind Pflanzen der Gattung Viscum aus der Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae). Früher wurden die mehr als drei Dutzend Viscum-Arten und die ihnen nahestehenden Gattungen wie z. B. Arceuthobium und Korthalsella in eine Familie namens Viscaceae gestellt. Misteln sind halbparasitischeepiphytische Sträucher.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Misteln

(Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 1885, Gera, Germany, Viscum album)

Die Mistel ist ein Halbparasit. In der Botanik finden wir 3 Unterarten der Mistel: Die Kiefern Mistel parasitiert auf Waldkiefern  und Schwarzkiefern , in seltenen Fällen auch vereinzelt auf Fichten. Ihre weite Verbreitung und deckt sich mit dem Vorkommen größerer Kiefernwälder in Europa. Die Tannen-Mistel wächst ausschließlich auf der Weißtanne  und kommt daher mit Abstand am seltensten vor.

Das breiteste Wirtsspektrum besitzt die Laubholz-Mistel,  die
mehr als 25 verschiedene einheimische und eingeführte Laubgehölze besiedelt. Zu den
Wirtsbäumen, auf denen die Laubholz-Mistel häufig zu finden ist, gehören Linde, Weide, Pappel, Apfel, Ahorn, Robinie und Birke. Sehr selten wächst die Laubholz-Mistel dagegen auf Eichen, Ulmen und Eschen. Ihrer äußeren Gestalt nach sind die drei verschiedenen Mistelarten sehr ähnlich – in Verbindung mit ihrer Wirtspflanze lassen sie sich jedoch mühelos zuordnen.

Das wäre alles wissenswerte zur Botanik, aber die Mistel ist doch noch ganz was anderes als nur eine Pflanze:

Unter dem Mistelzweig

darf man sich küssen!

Die Mistelzweige sind Bestandteil zahlreicher Riten und Bräuche, wie eben dem, daß man sich unter einem Mistelzweig küßt, denn sie gelten als Glücks- und Friedenssymbol. Für die Druiden der Kelten war die Mistel die heiligste aller Pflanzen, denn sie glaubten, die Pflanzen seien direkt vom Himmel auf die Bäume gefallen. Sie wurden mit einer goldenen Sichel geerntet und durften die Erde nicht berühren, deswegen wurden sie in einem Tuch oder einem Mantel aufgefangen. (Wer denkt bei der goldenen Sichel nicht gleich an Asterix und Obelix und den Druiden Miraculix, hihihi!)

Eine Legende erzählt, dass die Mistel vor dem Tod Jesu Christi ein Baum gewesen sei, aus dessen Holz man das Kreuz gezimmert habe. Aus Scham habe sich der Baum nach dem Kreuzestod Jesu in ein Gewächs verwandelt, das all denen Gutes bringen sollte, die unter ihm hindurchgehen. So galten und gelten Misteln immer noch als Glücks- und Friedenssymbol. Man trug die Mistelzweige auch als Freundschaftssymbol in die Häuser der Nachbarn, und wenn sich Feinde unter einem Mistelzweig trafen, so umarmten und versöhnten sie sich, das ist der Ursprung vom Kuß unter dem Mistelzweig. (Vielleicht sollte man die ganze Welt mit Mistelzweigen dekorieren!!!)

Weil die Mistelzweige aber ein so unverkennbares heidnisches Grün sind, werden sie nicht zur Dekoration der Kirchen genommen, und man findet sie niemals draußen auf der Straße, sondern immer nur im Haus.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Für die Verbreitung und die Keimung ihrer Samen ist die Mistel auf Vögel angewiesen. Sowohl die Frucht als auch der Same der Mistel wird von vielen Vogelarten besonders im Winter als Futterquelle genutzt. Einer der Vögel ist die Misteldrossel

sie nascht gerne von den zuckerreichen, für uns giftigen Beeren und verbreitet den Samen über ihren Kot oder reibt die klebrigen Fruchtreste beim Schnabelwetzen in die Astrinde.

Aus der Mistel kann auch ein Tee zubereitet werden, und zwar aus dem getrockneten Kraut von Laubholzmisteln, er soll blutdruckregulierende Eigenschaften haben. Misteltee wird immer als Kaltauszug zubereitet, 1 TL in 150 ml kaltem Wasser 10 – 12 Stunden ziehen lassen, abseihen und trinken. Bitte den Tee nicht erhitzen, bei über 40 Grad Celsius werden sonst die heilenden Inhaltsstoffe zerstört.

Ich mag sehr gerne Mistelzweige zu Weihnachten in der Wohnung, meist hab ich sie über der Wohnzimmertüre hängen, denn da gehen die meisten Leute durch, die man dann alle küssen darf, hihihihi! Wie ihr ja alle wißt, arbeite ich hier auch gerne handarbeitlich mit Serviettentechnik, von den schönen Servietten dazu hab ich die Bilder hier entlehnt, bissel bearbeitet und fertig waren schöne Bilder von Mistelzweigen.

Ich hoffe, der kleine Exkurs in die weihnachtliche Botanik und Symbolik hat euch wieder Freude gemacht, dann wünschen wir euch jetzt einen schönen Samstag, hoffentlich entspannt und ohne vorweihnachtlichen Streß!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.