Grafschafter Wochenanzeiger – Ein grauer Monat nimmt Abschied!

Die graue Farbe

In Grau will ich mich kleiden,
wie zarte Silberweiden,
mein Schatz hat’s Grau so gern!
Wie an den Hecken rankt im Tau
Clematisstöckchen seidengrau . . .
mein Schatz hat’s Grau so gern.

In Träume ganz versunken
starr‘ ich in Feuerfunken –
– mein Schatz, und Du bist fern –
die weiche graue Asche fällt,
der Rauch weht durch die stille Welt,
ich hab‘ das Grau so gern.

Ich denk‘ an graue Perlen,
an Nebel unter Erlen,
– mein Schatz, und Du bist fern –
an kühner Helden graues Haar,
das einst wie braune Haseln war,
das Grau, das hab‘ ich gern.

Graumöttchen fliegt ins Zimmer,
verlockt durch Lampenschimmer,
– mein Schatz hat’s Grau so gern –
Graumöttchen, ich verdenk‘ Dir’s nicht,
wir fliegen alle um ein Licht,
sei’s Irrwisch oder Stern.

(Irene Forbes-Mosse, 1864-1946)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun ist er um, der erste Monat des neuen Jahres, der Januar! Wir haben in unserer Redaktionssitzung zu diesem Wochenendeintrag übereinstimmend festgestellt: Selten war ein Januar so durchgehend grau! Das drückte nachhaltig aufs Gemüt, und da haben wir dann einstimmig beschlossen: Wenn das schon die vorherrschende Farbe im vergangenen Monat war, dann soll sie hier auch ihren Eintrag kriegen, nun also, das Redaktionsteam präsentiert euch die Wochenendkolumne zur Farbe

GRAU

Als Grau wird ein Farbreiz bezeichnet, der dunkler ist als Weiß und heller als Schwarz, aber keinen oder nur einen geringen farbigen Eindruck (Farbvalenz) erzeugt. Grau besitzt also keine Buntheit, es ist eine unbunte Farbe. Die Abstufungen zwischen reinem Weiß und reinem Schwarz (Schwarz-Weiß-Skala) werden als Graustufen bezeichnet. Während Grau in der Alltagssprache auch leicht farbige Nuancen umfasst, betonen die fachsprachlichen Bezeichnungen Neutralgrau und Reingrau, dass kein Farbstich vorliegt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Grau

Grau ist die Farbe der Neutralität, der Unbezwingbarkeit und der Erneuerung, sie symbolisiert Würde und Weisheit. Grau steht für den Übergang zwischen Bekanntem und Unbekanntem. Die Farbe wirkt oft langweilig, sie gilt aber auch als elegant, sachlich und schlicht. Es gibt unzählige Farbnuancen bei der Farbe grau wie maus-, rauch-, silber-, nebel-, schiefer-, tauben-, asch-, beton- oder zementgrau.

In der Fotografie werden Grautöne auch als Halbtöne bezeichnet.

Licht und Finsternis vermischen sich im grau, die Farbe ist den Toten verbunden und Geister werden auf Kunstwerken oft in grau dargestellt, vielleicht, weil sie sich in einem Zustand zwischen Leben und Tod befinden, zwischen weiß und schwarz. Grau ist auch die typische Farbe des Schattens in seiner Bedeutung als das Unbewußte. Eigenschaften, die mit ihr assoziiert werden, sind Demut und Fürsorge.

Es gibt viele Redewendungen von der Farbe grau: „laß dir keine grauen Haare wachsen“ „grau ist alle Theorie“ „alles grau in grau sehen“ „bei Nacht sind alle Katzen grau“ „eine graue Maus sein“ „die graue Eminenz“ „Grauzone“ „in grauer Ferne“.

In vielen Fällen kommt die Farbe grau nicht so gut weg, aber Mimi hat natürlich sofort entdeckt, daß da was drin steckt, was ganz besonders schön ist, weil es eine ihrer Freundinnen hier betrifft: Die graue Eminenz mit ihrer wunderschönen silbergrauen Farbe, sieht doch so edel aus, oder?!

Und somit ist wiederum einstimmig hier in unserer Redaktionssitzung beschlossen worden, daß auch grau eine schöne Farbe sein kann! Dabei richteten sich dann ganz automatisch alle Augen auf die Frau Chefredakteurin: „Hej, Cheffin,“ meinte Ruddi, “  du hast doch zum Beispiel auch schon graue Haare, (der Bengel ist wirklich manchmal sowas von vorlaut, Anm. der Redaktionsleitung) da hast du doch bestimmt auch was an Klamotten, die dazu passen, kannste da nich mal paar Fotos von machen?“ „Ja, lieber Ruddi, ich bin in Ehren ergraut, respektive mein Haar zeigt stellenweise einen dezenten Silberton, und du gehst schon recht in der Annahme, daß ich dazu auch passende Gewänder besitze!“ (So sanft wie die Worte waren meine Blicke nicht, nochmals Anm. der Redaktionsleitung). Der Rest der Truppe kicherte dann irgendwie, jedenfalls meiner Meinung nach, bissel unmotiviert in sich rein! Sei’s drum:

Ich habe wirklich was ganz feines in grau, das habe ich vor Jahren mal selber gestrickt, guckt mal:

Da hab ich lange dran gearbeitet, umso stolzer war ich, als es fertig war! Ganz schlicht, und dazu paßt nun eben die Farbe grau wirklich sehr!

Die feine Perlenkette hab ich von meiner Mama geerbt, da sind graue Perlen bei, deshalb fand ich sie für das Kleid so besonders hübsch!

Es gibt noch weitere, ebenfalls graue Accessoires zu meinem Kleid, zum Beispiel ein Schultertuch mit Glitzersteinen

hier glitzern sie so schön!

Und eine Weste aus einer Art grauem Satinstoff

durch den Stoff schimmert sie auch so fein!

Das sind dann die eher edlen Varianten zu grau!

Jetzt meldete sich unser Handelsreisender Otto zu Wort: „Sag mal, Frau Cheffin, außer dem Wetter hattest du doch noch einen Anschub für den Eintrag über die Farbe grau, wenn ich die Wolle hier in meinem Köfferchen so betrachte…..???“ Ja, richtig, Otto, gut, daß du aufgepaßt hast, da war doch noch was, lach! Nämlich das hier:

Na, Fragezeichen in euren Augen?

Hihihihi, ich halte euch hin!

Aber jetzt kläre ich das mal auf: Das wird, wenn es fertig ist, ein langer, grauer Schlauch! Jetzt seid ihr schlauer, was? Ja, und den stopf ich dann aus mit Füllwatte, nähe ihn zusammen und habe einen ganz feinen, selbstgestrickten Kranz, den ich dann mit verschiedenen Deko-Elementen jahreszeitlich fein aufhübschen kann, jetzt im noch Winter würden sich da zum Beispiel Schneeflocken oder Eiskristalle für eignen. Wir werden berichten, wenn er fertig ist.

Bruno,   unser Redaktionsbote, guckte ein bissel nachdenklich, na, Bruno, fällt dir noch was zur Farbe grau ein? Nach kurzem Überlegen meinte Bruno: „Ja, Cheffin, ich komm doch aus Berlin ursprünglich, und du hattest, hab ich beim gucken in unserem Archiv entdeckt, da mal in einem Adventskalender einen Eintrag zu Weihnachtsmärkten, da gab es auch Bilder von Heinrich Zille, das wäre doch was als mein Beitrag, oder?“ Richtig, Bruno, das würde sehr gut passen, da die Farbe grau ja auch mitunter was nachdenkliches symbolisiert, komm, laß uns mal suchen.

Auch mit bissel Farbe drin ist der vorherrschende Farbton grau. Gut gemacht, Bruno!

Hamish lächelte ganz still in sich rein, wir wußten alle sofort, er denkt an Schottland, na, Hamish, was fällt denn dir zur Farbe grau ein? Jetzt mußte unser Außenkorrespondent doch lachen: „Na, was glaubt ihr wohl??? Das Wetter in Schottland, ich hab mich hier in diesem Januar wie zu Hause gefühlt bei dem Dauergrau, hihihihihi!!!“

Ja, klasse, Hamish, da hätten wir auch drauf kommen können!

Nun fehlte aus unserem Team nur noch Lucia, um ihr Scherflein zur Farbe grau beizutragen, und sie hatte natürlich auch sofort eine zündende Idee: „Frau Cheffin, du hast doch noch so was gestricktes, das, was du zu Weihnachten für eine Freundin von dir gemacht hast?“ Ja, Lucia, stimmt, sie wollte doch so gerne für ihren alten, geliebten Teddybären was feines neues zum anziehen, und da kam mir diese Idee:

Ein Trachtenhöschen mit rotem Herzchen auf grau und hinten sieht es so aus:

Wie geht es damit dann bei dir weiter, Lucia? „Na, guckt, bei dem Höschen ist doch schon die erste Farbe bei, und das ist bei grau doch so schön, da passen wirklich alle Farben zu!“

Stimmt, Lucia, und wenn nun der Januar vorbei ist, dann wird es ja auch langsam draußen immer lichter, deshalb feiern wir ja auch am 2. Februar Lichtmeß, da könnten wir dann hier in den Redaktionsräumen das bedrückende vom grau mal wieder ausräuchern, denn Räucher-Rituale bieten sich zu diesem Tag so gut an. Und wir haben doch noch so eine schöne Räucher-Mischung, Weihrauch, Rose und Zirbe, das würde gut passen, weil sie herzerwärmend und wohltuend ist, dann werden die grauen Tage immer lichter, bis sie am Ende vom neuen Monat wieder in den Farbenrausch der Karnevalstage münden, deren Ende dann wieder der Aschermittwoch ist, mit der Farbe grau, und da schließt sich nun aufs trefflichste der Kreis! Prima, Lucia! Sogar ein Gedicht zu diesem Farbübergang haben wir noch gefunden, wir fanden es alle so schön, deshalb kommt nun hier noch mal ein zweites Gedicht:

O daß es Farben gibt:
Blau, Gelb, Weiß, Rot, und Grün!

O daß es Töne gibt:
Sopran, Bass, Horn, Oboe!

O daß es Sprache gibt:
Vokabeln, Verse, Reime,
Zärtlichkeiten des Anklangs,
Marsch und Tänze der Syntax!

Wer ihre Spiele spielte,
wer ihre Zauber schmeckte,
ihm blüht die Welt,
ihm lacht sie und weist ihm
ihr Herz, ihren Sinn.

Was du liebtest und erstrebtest,
was du träumtest und erlebtest,
ist dir noch gewiß,
ob es Wonne oder Leid war?
Gis und As, Es oder Dis –
sind dem Ohr sie unterscheidbar?

(Hermann Hesse, “ Magie der Farben“)

Und damit sind wir nun am Ende von unserem Eintrag zur Farbe grau und ihrer ganz eigenen Schönheit angekommen!

Wir wünschen euch allen einen schönen Samstag und ein ganz feines Wochenende, laßt euch keine grauen Haare wachsen (oder färbt sie, lach!) und genießt die Zeit, egal, ob grau oder bunt!

Bevor wir uns jetzt hier verabschieden, haben wir natürlich auch noch was für „auf die Ohren“ zu diesem Thema, wie könnte es anders sein: Reinhard Mey!

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/mein-erstes-graues-haar

Habts fein, wünschen euch allen das Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger.

Grafschafter Wochenanzeiger – Bonjour, Tristesse oder die Kunst der kleinen Glücke!

So muß man leben!
Die kleinen Freuden aufpicken,
bis das große Glück kommt.
Und wenn es nicht kommt,
dann hat man wenigstens
die „kleinen Glücke“ gehabt.

(Theodor Fontane)

Hallo, liebe Leser unseres Grafschafter Wochenanzeiger, da sind wir doch gleich zu Beginn des neuen Jahres mal wieder beim Wetter, lach, das sich mit eintäglicher Ausnahme präsentiert wie „siehe Titel“!

Nun wollten wir aber nach beratender Redaktionssitzung angesichts der Katastrophe in Australien hier beileibe nicht über den Regen meckern, und da haben wir uns gedacht, dann zeigen wir euch einfach mal die „Kunst der kleinen Glücke“ angesichts grauer Gräulichkeit draußen.

Als da wären:

Beim Einkauf Kartoffeln erworben und

eine Herzkartoffel gefunden!

Zeitschriften gekauft mit Thema Januar und Winter, so herrliche Bilder,

und neue Kalender, die im Januar ebenfalls solch schöne Winterbilder zeigen, wie wir uns einen Winter wünschen würden:

Das ist ein Küchenkalender mit feinen Tipps aus Omas altem Wissen!

Und eben Schneebildern, wie dieses aus dem Archiv von 2019, die Grafschaft in weiß!

Bissel weihnachtliches Gedöns wurde noch aufgeräumt in den Redaktionsräumen, und zwei süße Geschenkanhänger zieren jetzt die Deko am Küchenfenster.

Erinnert ihr euch an Mimis „Weihnachtsmäuschen“? Das hat in diesem Jahr ein Haus!

Und einen Kumpel:

Ein weißer Weihnachtswichtel!

Duftende Gewürze, Orangenscheiben und noch lecker Plätzkes, genau das richtige an usseligen Tagen! Apropos Duft: Teelichter mit Duftrichtung Schoko-Trüffel heben das Gemüt und bewahren vor Januar-Blues!

Ein ganzes Glas voll, während ich hier schreibe, duftet es um mich her, lach! Weiter duften, zum Beispiel in der Badewanne, mit einem Badezusatz mit diesen Ingredienzien

„Kuschelstunde“, mit holzig-fruchtigem Duft, ist wie Feuer im Kamin, lach! Dazu eine feine Tasse Tee

mit Kandiszucker, in dieser soooo schönen Tasse, ich glaub, das wird ein Wellness-Wochenende!

Dann auf das Sofa kuscheln, was feines zum lesen, und ein Gläschen Sahne- Bratäpfelchen-Likör

Hier leuchtet immer noch alles, lach, zum Beispiel unser Kranz über dem Kamin

das macht das Herz warm!

Vitamine sind auch „Stimmungsaufheller“, hab ich beim Wochenendeinkauf mal gleich ein großes Säckchen mit Blutorangen mitgebracht:

Sie hängen draußen auf Balkonien, da isses doch noch bissel „frischer“ als drinnen, und werden am Wochenende zu lecker Saft verarbeitet! Noch mehr Vitamine beim Wintergemüse, es gibt überbackenen Blumenkohl als Wochenend-Menü!

Ist im Säckchen nur zu ahnen, aber es ist einer, lach!

Vorgestern abend hatte ich irgendwann noch so ein kleines „Hüngerchen“, und da fiel mit so eine feine Erinnerung ein, als ich noch als Teenager zu Hause gewohnt habe, meine Mama hatte das auch manchmal mit dem kleinen Hüngerchen, und wenn wir das beide hatten, haben wir uns angegrinst und gesagt: „Tomatensüppchen?“ Das war dann das Stichwort, aus frischen Tomaten, die Mama meist im Haus hatte, angebratenen Zwiebeln und bissel Brühe haben wir uns dann eine Tomatensuppe gezaubert, mit „Toastbrot aus der Pfanne“, kennt ihr das auch? Bissel Butter in der Pfanne erhitzen und eine Scheibe Brot von beiden Seiten „ankrossen“, sooooo lecker! Und das hab ich mir am besagten Abend dann auch gemacht, mit einem sinnigen Lächeln in Erinnerung an meine Mama! Auch eines dieser kleinen Glücke!

Da sich außer dem Wetter auch die Weltpolitik mal wieder unsäglich „grauslich“ präsentiert, hätten wir zu diesem Thema mal wieder was von Reinhard Mey, sein Lied „Vertreterbesuch“ aus dem Album „Aus meinem Tagebuch“ von 1970!!! also sage und schreibe 50 Jahre alt und so aktuell wie eh und je!!!

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/vertreterbesuch

Ihr werdet sicher alle diese kleine Liste kleiner Glücke noch selber ergänzen und fortführen können, wir haben einfach mal so ein paar „aufgepickt“, die wir hier gefunden haben, und wünschen euch allen nun ein ganz feines Wochenende voller kleiner Glücke!!!

Mimi und ich, wir haben uns zu unserem kleinen Glück nochmal ein neues Kleidchen fürs neue Jahr gegönnt

und wir beide und das gesamte Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger samt den beiden Freelancern Lucia und Otto wünschen euch:

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Stern über Bethlehem

Geburt Christi

Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte
dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt?
Sieh, der Gott, der über Völkern grollte,
macht sich mild und kommt in dir zur Welt.


Hast du dir ihn größer vorgestellt?

Was ist Größe? Quer durch alle Maße,
die er durchstreicht, geht sein grades Los.
Selbst ein Stern hat keine solche Straße.


Siehst du, diese Könige sind groß,
und sie schleppen dir vor deinen Schoß
Schätze, die sie für die größten halten,


und du staunst vielleicht bei dieser Gift -:
aber schau in deines Tuches Falten,
wie er jetzt schon alles übertrifft.


Aller Amber, den man weit verschifft,
jeder Goldschmuck und das Luftgewürze,


das sich trübend in die Sinne streut:
alles dieses war von rascher Kürze,
und am Ende hat man es bereut.
Aber (du wirst sehen): Er erfreut.

( Rainer Maria Rilke)

Zum ersten Mal im Grafschafter Wochenanzeiger, zum 8. Mal im Blögchen:

Dreikönigstag, die Sternsinger kommen!

Zur vielleicht noch unter dem Weihnachtsbaum (falls er noch steht, lach) stehenden Krippe gesellen sich nun die Heiligen Drei Könige.

Das ist die kleine Holzkrippe, die wir in Björns Kindertagen mal erworben und selbst bemalt haben, ich erwähnte sie im Adventskalender und nun möchte ich sie euch auch nochmal zeigen.

Einer der Heiligen Drei Könige hat sich wohl dazumalen der Bemalung entzogen, muß ich mal nachholen, bevor ich die kleine Krippe wieder einräume.

Am Dreikönigstag ziehen in jedem Jahr wieder die Sternsinger durch die Gemeinden, mein Sohnemann hat seit Kindergartentagen da jedes Jahr wieder begeistert dran teilgenommen, anfangs als kleiner Sternträger

wie hier auf dem Schattenbild!

Später dann als einer der Heiligen Drei Könige.

„Mein“ König steht ganz links, und hier ist auch der Sternträger zu sehen.

Die feine Krone haben wir selbst gebastelt, und wie das nun mal im verstaubten Archiv einer Zeitung so ist, es gibt sie noch:

bissel verknittert, aber noch gut zu erkennen! War Björn so stolz drauf!

Bevor die Sternsinger durch die Gemeinden ziehen, Lieder vor den Türen singen, ihren Segen bringen und mit geweihter Kreide oder heute auch mit entsprechenden Aufklebern an die Türen schreiben und um Spenden bitten, werden sie in einem feierlichen Gottesdienst „ausgesandt“.

 

Das war die Aussendung der Sternsinger in dem Jahr, aus dem die oben eingestellten Bilder von Björn als König stammen, in unserer Katharinenkirche.

Es ist eine gute Sache, für die die Kinder da durch die Gemeinden ziehen, in diesem Jahr ist das Motto und der „Dreikönigszettel“ dieses hier:

Ein bissel Info zur Sternsingeraktion

https://www.domradio.de/themen/koelner-dom/2019-12-27/tausende-sternsinger-sind-nrw-unterwegs

Wer mag, kann sich in diesem Link die diesjährige Aussendungsfeier in Osnabrück anschauen

https://www.domradio.de/video/eroeffnung-der-aktion-dreikoenigssingen

oder, mein Favorit, die aus dem Kölner Dom!

https://www.domradio.de/video/dioezesane-aussendungsfeier-der-sternsinger-im-koelner-dom

Die Heiligen Drei Könige brachten dem Jesuskind Geschenke mit, und da haben wir uns hier bei unserer Redaktionssitzung zu diesem Eintrag gedacht, das wäre doch ein prima „Aufhänger“, euch unsere Weihnachtsgeschenke noch zu zeigen, zumal ja der Dreikönigstag auch einer der ersten Abschlußtage der Weihnachtszeit ist.

Da sind sie!

Ganz lieben Dank vom Redaktionsteam an alle lieben Schenker hier aus dem Blögchen, wir haben uns sooooo gefreut!!!

Dieses Geschenk ist von meinen Kindern, Ohrringe mit Türkisen (ich liebe Türkis, den Stein und die Farbe!!!) dazu gehört noch ein Ring, gleiche Fassung wie die Ohrringe in oval, der muß aber noch bissel weiter gemacht werden und befindet sich noch in Köln, lach!

Und dieses Geschenk hat Ruddi ganz besonders gefreut, ein 0 €-Schein im Bilderrahmen, mit Ruhrpott und „Glück Auf“! Das ist von Steffis Bruder und Familie! Wo wir gefeiert haben.

Unsere diesjährig erhaltenen Weihnachtskarten hängen alle wieder an der bekannten Leine

bzw. stehen auf dem Drucker, weil die Leine voll war!

Eine Karte muß ich besonders hervorheben, die hat mir Brigitte/Plauen wieder vom Kunsthandwerkermarkt mitgebracht und geschickt, da sind wir alle ganz verliebt drin, und ich wette, ihr auch:

Das ist wieder so eine schöne aufklappbare, ich finde die so entzückend!

 

Das Wetter ist zur Zeit ja mal wieder absolut unsäglich graueste Tristesse, somit werden wir zum Dreikönigstag heute unsere Weihnachtsdeko noch nicht wieder in Kisten und Kasten räumen, hier darf noch geleuchtet werden, das vertreibt eventuell aufkeimende miese Stimmung!

Zumal ja auch mein Bäumchen wieder steht, das schöne, von Mama geerbte künstliche mit seinen bernsteinfarbigen Lichtern, und natürlich mit gute Laune machenden Eisbären dran!

Und Lauras Stern

Glitzerbildchen

und einem wunderschönen Holzrelief

Hier nochmal hinter dem Windlicht zu sehen, wie groß es eigentlich ist! Und Brigitte/Plauen Karte in ganzer Pracht!

Zur Aufhellung der Stimmung und zur Feier des Dreikönigstages hab ich noch einen weihnachtlichen Glühweinkuchen gebacken

sieht bissel wie ein verspäteter Plumpudding aus, lach, und ist soooo lecker!

Bedient euch, und macht es euch mit einer Tasse Kaffee oder Tee auch schön gemütlich heute!

Und damit kommen wir nun so langsam zum Ende dieses Eintrages, zum feierlichen Eintreffen der Sternsinger, die uns mit einem schönen Lied, das titelgebend für den Eintrag war, in ganz besonderer Weise ALLE einstimmen

als Hausmutter sowohl dieses Blögchens als eben auch als Chefredakteurin des Grafschafter Wochenanzeigers obliegt es mir, den Segen an die Haustüre der Redaktionsräume zu bringen

20*C+M+B+20

Christus mansionem benedicat

Möge der Engel, der die Botschaft vom Frieden in die Welt brachte, an deinem Haus nicht vorübergehen. Möge das Kind, das seine Göttlichkeit hinter der Armut verbarg, in deinem Herzen eine Wohnung finden.

(Irischer Segenswunsch)

Bleibt behütet und beschützt von Engeln und ein gesegnetes Neues Jahr 2020

wünscht euch allen noch einmal im Weihnachtskleidchen das Team vom Grafschafter Wochenanzeiger

                             Monika, Mimi,          Ruddi                   Bruno                Hamish

und die Freelancer Otto und Lucia.

Habts fein!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Happy New Year!

Neujahrswünsche

Das neue Jahr sei ein Jahr des Lichtes,
der Liebe und des Schaffens.
Bringe den Menschen die Krone des Lebens
und lasse die Kronen dieses Lebens menschlich sein.
Setze dem Überfluß Grenzen
und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Gib allem Glauben seine Freiheit
und mache die Freiheit zum Glauben aller.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Ehemänner dagegen an ihr erstes.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
aber auch das Geld keine falschen Leute.
Gib den Regierungen ein besseres Deutsch
und den Deutschen bessere Regierungen.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.
Gib den Gutgesinnten
eine gute Gesinnung;
lasse die Wissenschaft
Wissen schaffen.
Und lasse die, die rechtschaffen sind,
auch Recht schaffen,
Lasse uns nicht vergessen,
daß wir alle von Gottes Gnaden sind
und daß alle allerhöchsten Menschen Demokraten waren.
Gib unserem Verstand Herz
und unserem Herzen Verstand,
auf daß unsere Seele schon hier selig wird.
Sorge dafür, daß wir alle in den Himmel
kommen – aber noch lange nicht!

(Unbekannt, Wünsche eines Dorfpfarrers in Mecklenburg, die er in seiner Neujahrspredigt am 1. Januar 1864 äußerte)

Ohne viele Worte zum 2. Tag des Neuen Jahres 2020 stellen wir euch hier einfach mal zwei Videos vom Lieblingslied der Frau Chefredakteurin zum neuen Jahr ein. Text steht bei Youtube unter dem 1. Video drunter! So gut, so treffend, so beherzigenswert, immer noch!!! Das zweite Video hat so schöne, stimmungsvolle Bilder!

Wir wünschen euch allen eine schöne Restwoche vom Neuen Jahr,

habts fein, wünschen euch das Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger.

Grafschafter Wochenanzeiger – Silvester 2019

Neujahr bei Pastors

Mama schöpft aus dem Punschgefäße,
der Vater lüftet das Gesäße
und spricht: „Jetzt sind es vier Minuten
nur mehr bis zwölfe, meine Guten.

Ich weiß, daß ihr mit mir empfindet,
wie dieses alte Jahr entschwindet,
und daß ihr Gott in seinen Werken
– Mama, den Punsch noch was verstärken! –

Und daß ihr Gott von Herzen danket,
auch in der Liebe nimmer wanket,
weil alles, was uns widerfahren
– Mama, nicht mit dem Arrak sparen! –

Weil, was geschah, und was geschehen,
ob wir es freilich nicht verstehen,
doch weise war, durch seine Gnade
– Mama, er schmeckt noch immer fade! –

In diesem Sinne meine Guten,
es sind jetzt bloß mehr zwei Minuten,
in diesem gläubig frommen Sinne
– Gieß noch mal Rum in die Terrine! –

Wir bitten Gott, daß er uns helfe
auch ferner – Wie? Es schlägt schon zwölfe?
Dann prosit! Prost an allen Tischen!
– Ich will den Punsch mal selber mischen.“

(Ludwig Thoma)

Ja, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da stehen wir nun wieder an der Schwelle eines Neuen Jahres! Wie schnell es doch eigentlich wieder verflogen ist, das alte Jahr!

Unser Redaktionsteam hat ausgiebig die Tage zwischen den Jahren genossen, wir haben, nachdem die Frau Chefredakteurin wieder in den heimischen Gefilden war nach wunderschöner Weihnachtsfeier mit der Familie, auch hier natürlich noch einbeschert, aber wir gestehen es offen: Wir sind ein bissel pomadig in diesem noch alten Jahr, wie der Herr Vater unserer Frau Chefredakteurin immer zu sagen beliebte, wenn seine Tochter mal wieder nicht in die Gänge kam, eine „Klüngelfutt“! Und so müßt ihr mit dem Bericht über all unsere schönen Geschenke hier halt noch bis zum neuen Jahr warten, lediglich kleine Vorgeschmäcker werden wir auch hier schon einflechten.

Beginnen wir also diesen Silvester-Eintrag mal noch mit ein bissel weihnachtlichem Leuchten

und kommen dann mal so langsam in die Silvester-Stimmung für heute!

Euer Redaktionsteam hat sich natürlich wieder dem feierlichen Anlaß gemäß eingekleidet, Frau Chefredakteurin mit Mimi

euer Volontär Ruddi unser Redaktionsbote

Bruno sowie unser Außenkorrespondent

Hamish!

Eigentlich hatten wir ja für dieses Silvester eine Party hier in den Redaktionsräumen geplant, mit allen tierischen Freunden von Mimi, aber letztlich haben wir uns doch gedacht, daß alle Frauchen und Herrchen unserer Freunde ihre Lieblinge in dieser doch sehr unruhigen Nacht lieber bei sich zu Hause behalten, unter sicherer Aufsicht und Schutz. Für Buddy mit seiner gerade wieder verheilten Pfote wäre es bestimmt auch noch zu anstrengend geworden und wie wir gestern erfahren haben, hat sich Storm eine Pfote verstaucht im Eisregen, und ohne die beiden Hundejungs wäre es doch keine richtige Party geworden! Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, neues Jahr, neues Glück, da wird uns bestimmt noch was feines einfallen!

Und nun haben wir hier zum letzten Tag des alten Jahres auch noch zwei feine Überraschungen für euch, denn höret und staunet, unser Redaktionsteam hat sich über die Weihnachtsfeiertage mal wieder vergrößert:

Geheimnisvolle Pakete hatte die Frau Chefredakteurin in den Vorweihnachtstagen hier angenommen und sofort beiseite geräumt bis zu Bescherung, und als dann der große Moment da war, wie haben wir gestaunt:

Das Paket von Kristina und Rani wurde als erstes geöffnet, und nun guckt mal, wer uns da entgegen lachte:

Das ist Lucia, die schimmernde, ist sie nicht ein feines Eisbär-Mädel? Die Jungs waren hin und weg! Sie stellt sich hier nun mal in einer kleinen Galerie vor, bissel schüchtern noch, aber das wird sich im Laufe der Zeit schon geben!

Das nächste Paket kam von Ursel aus BÄRlin, da war natürlich Bruno ganz besonders neugierig drauf, kam es doch von seinem ehemaligen Frauchen! Jaaaa, und was sollen wir euch sagen, als wir das auspackten, da stieß Bruno einen Freudenschrei aus, denn in dem Paket war ein alter Kumpel von ihm aus Berliner Tagen, der sich ebenfalls auf die Reise zu uns gemacht hatte, guckt:

Das ist Otto, seines Zeichens bäriger Handlungsreisender (wie man an seinem Köfferchen sieht!), wie Ursel uns schrieb, kann er von seinen Handlungsreisen bestimmt wunderbare Geschichten erzählen, das paßt doch super zu unserem Grafschafter Wochenanzeiger! Auch er stellt sich jetzt mal mit einer kleinen Galerie hier vor:

Jaaaa, ihr lieben Leser, und da ist nun unser Grafschafter Wochenanzeiger um zwei Freelancer reicher, na, das wird bestimmt ein super Neues Jahr für unser Blatt!

Unsere Frau Chefredakteurin feiert Silvester wieder bei ihrer Freundin gegenüber, die mit dem euch bekannten Kater Devil, der ja auch in Mimis Freundesliste gehört. Da ist noch eine gemeinsame Freundin bei, die drei Mädels werden es sich bestimmt wieder sehr gemütlich machen, Frau Chefredakteurin hat wieder das alljährliche obligatorische Fladenbrot gebacken, dazu gibt es selbstgemachte Kräuterbutter, und zum Nachtisch einen Glühweinkuchen, auch schon fertig! Die Freundin mit Devil sorgt für die Getränke, die andere macht einen feinen, deftigen Auflauf, also alles bestens für eine lustig-fröhlich-gemütliche Feier!

Das übrige Redaktionsteam wird dann hier gemütlich vor sich hin feiern, auch für uns ist wieder bestens gesorgt, Mimi ist ja nicht so ängstlich beim Feuerwerk, und wir passen ja alle auf sie auf und die Frau Chefredakteurin ist ja auch in der Nähe und kann auch mal rüberhuschen!

Nun haben wir noch was richtig schönes und so passendes zum heutigen Silvestereintrag, das möchten wir euch alle so ein bissel „symbolisch“ mit schenken, Frau Chefredakteurin hat es am Heiligen Abend von der kleinen Nichte der Kinder geschenkt bekommen!

Ist das nicht herzig? Ich hab mich so gefreut, und die kleine Maus hat über meine Freude so gestrahlt! Meine Vorlieben haben sich auch bereits in der neuen Verwandtschaft rumgesprochen, lach, denn guckt mal die Karte

ein Eisbär!!! Und den Briefumschlag zieren

zwei Eulen, ist das nicht süß?!

Dieser hübsche Stern ist im Kindergarten mit Unterstützung der Kindergärtnerinnen gemacht worden

aber diesen wunderschönen kleinen Stern, den hat Laura ganz alleine gemacht

das ist, hat sie mir erklärt, ein lachender Stern, und den wünschen wir euch jetzt allen von Herzen fürs Neue Jahr 2020, einen lachenden Stern, der über euch wacht und euch beschützt und behütet!

Denn Freude, die man teilt, verdoppelt sich!

Die Rückseite vom Stern!

Damit sind wir nun am Ende unseres Silvestereintrages angekommen, auf eine Jahres-Chronik haben wir verzichtet, erstens wäre das alles viel zu lang geworden und zweitens muß ich ehrlich gestehen, daß ich dieses Jahr nur zu gerne verabschiede, denn trotz manchem schönen Erleben war es eigentlich kein gutes Jahr! Und so hoffe ich, daß das Neue Jahr 2020 sich von einer freundlicheren Seite zeigt! Jeder von euch wird das sicher für sich ganz persönlich so oder so sehen! Und es gibt immer ganz wichtige Dinge, für die man denn dann doch auch in diesem alten Jahr wieder so dankbar war, eines davon ist, daß wir hier alle wieder gemeinsam ein altes Jahr verabschieden und ein Neues Jahr freudig begrüßen dürfen! Auch keine Selbstverständlichkeit!

Aber nun genug der Elegie, schauen wir positiv und freudig nach vorne, lassen wir uns überraschen, was das Neue Jahr 2020 für uns bereit hält!

Um Punkt Mitternacht steigt dann wieder das Feuerwerk in den Himmel

Adieu, altes Jahr 2019 und willkommen,

Neues Jahr 2020 

Laßt uns die Gläser erheben und klingend auf ein neues, gutes Jahr anstoßen!

Prost Neujahr!!!

In Köln wird dann wieder der „Dicke Pitter“ läuten, da kriegt man eine Gänsehaut bei, ich hab euch mal ein Video vom letzten Jahr zu Weihnachten davon rausgesucht!

Und Hamish stillt sein Heimweh nach Schottland gerade heute an Silvester, das dort ja groß gefeiert wird, Hogmanay, das schottische Silvester, einer der wichtigsten schottischen Feiertage, mit einem feinen Musikstück, das auch wir kennen und an solchen Tagen gerne singen:

In diesem Sinne wünschen wir allen unseren lieben Lesern, den stillen wie den bekannten, einen guten Rutsch und ein frohes, glückliches, gesundes und zufriedenes Jahr 2020!

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger Monika und Mimi, Ruddi, Bruno Hamish und die beiden neuen Freelancer Otto und Lucia!

Habts fein und                                     

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 24

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Christnacht

Wieder mit Flügeln, aus Sternen gewoben,
senkst du herab dich, o heilige Nacht;
was durch Jahrhunderte alles zerstoben –
du noch bewahrst deine leuchtende Pracht.

Ging auch der Welt schon der Heiland verloren,
der sich dem Dunkel der Zeiten entrang,
wird er doch immer aufs neue geboren,
nahst du, Geweihte, dem irdischen Drang.

Selig durchschauernd kindliche Herzen,
bist du des Glaubens süßester Rest;
fröhlich begangen bei flammenden Kerzen,
bist du das schönste, das menschlichste Fest.

Leerend das Füllhorn beglückender Liebe,
schwebst von Geschlecht zu Geschlecht du vertraut –
wo ist die Brust, die verschlossen dir bliebe,
nicht dich begrüßte mit innigstem Laut?

Und so klingt heut noch das Wort von der Lippe,
das einst in Bethlehem preisend erklang,
strahlet noch immer die lieblichste Krippe –
tönt aus der Ferne der Hirten Gesang …..

Was auch im Sturme der Zeiten zerstoben –
senke herab dich in ewiger Pracht,
leuchtende du, aus Sternen gewoben,
frohe, harzduftende, heilige Nacht!

(Ferdinand von Saar)

s begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann gind, daß er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.

nd als sie dort waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

nd es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.

nd der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

nd alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

nd als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.

nd alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

nd die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

(Lukas 2, Verse 1-20, nach der Übersetzung Martin Luthers)

Liebe Leser vom Adventskalender des Grafschafter Wochenanzeiger, und nun ist sie da, die Heilige Nacht, das 24. Türchen unseres Adventskalenders, das Hochfest der Liebe!

Wir beginnen sie auch in diesem Jahr wieder mit der Weihnachtsgeschichte aus dem Evangelium, auch das bereits seit Jahren eine liebe Tradition in unserem Blögchen.

Und dann wünscht das gesamte Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger

allen seinen Lesern, den stillen wie den bekannten, von Herzen eine

Was die Frau Chefredakteurin ist, die fährt am heutigen Mittag zu ihren Kindern nach Köln, von dort aus geht es zur Bruder-Familie von Steffi, und dort wird der Heilige Abend gefeiert, mit 7 Erwachsenen, 1 Kind und 1 Hund! Das wird laut, fröhlich und lustig!

Und nun laß ich den Rest des Redaktionsteams nochmal an die Arbeit hier, lach!

Hallo, ihr lieben Leser, oder Hi, Folks, von eurer Reporterin Mimi, sowie von Ruddi, eurem Volontär, Bruno, dem Redaktionsboten, und natürlich von Hamish, eurem Außenkorrespondenten!

Wenn die Frau Chefredakteurin unterwegs ist, werden wir uns das in den Redaktionsräumen so richtig fein gemütlich machen, es ist schon alles bestens vorbereitet worden, Speis und Trank stehen genügend für uns und einen schönen Heiligen Abend bereit, wir dürfen Videos gucken, freu, freu, und dann werden wir klönen und uns Geschichten erzählen, wir dürfen sogar den Kamin anmachen, weil der ja elektrisch ist. Das wird bestimmt ganz fein und gemütlich, unter der Leitung von Mimi, die ja schon ihre Erfahrungen hat mit Weihnachten im Grafschafter Hause!

Ungefähr so wird das dann, lach! Und wenn die Frau Chefredakteurin dann wieder zuhause ist am 1. Feiertag, dann feiern wir alle nochmal gemeinsam mit Bescherung, da sind wir schon alle ganz aufgeregt, vor allem natürlich die Jungs, die erleben das ja hier zum ersten Mal!

Unser Beitrag zum Heiligen Abend sind jetzt noch zwei Videos, eines von Mimi ausgesucht:

das ist sooooo süß! Und eines ist noch von uns Bärenjungs:

Das ist nun sooooo schön romantisch!

Viel Spaß dabei und dann wünschen wir euch allen eine frohe, gesegnete Weihnacht!

Eure Mimi, euer Ruddi, Bruno und

Hamish!

Und dann müssen wir noch liebe Grüße mit bestellen, für all unsere tierischen Leser hier, unser feines Trüppchen für diverse Partys in unserem Hause, natürlich auch noch mit Extragrüßen von uns allen, also:

Liebe Grüße von Rani, die uns schon Weihnachtspost geschickt hatte! Danke, liebe Rani!

So, mein Redaktionsteam „hat fertig“, dann komm ich jetzt mal hier zum Schluß unseres 24. Türchens. Da hätte ich nämlich noch was wunderschön-besinnliches für euch, das schönste Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ in einer ganz bezaubernden Fassung:

Und hier kommt der Text, denn in dieser Fassung werden alle 6 Strophen gesungen, die das Lied eigentlich hat:

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft. Einsam wacht
Nur das traute heilige Paar.
Holder Knab’ im lockigten Haar,
Schlafe in himmlischer Ruh!
Schlafe in himmlischer Ruh!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Gottes Sohn! O! wie lacht
Lieb’ aus Deinem göttlichen Mund,
Da uns schlägt die rettende Stund’.
Jesus! in Deiner Geburt!
Jesus! in Deiner Geburt!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die der Welt Heil gebracht,
Aus des Himmels goldenen Höh’n
Uns der Gnade Fülle läßt seh’n
Jesum in Menschengestalt!
Jesum in Menschengestalt!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Wo sich heut alle Macht
Väterlicher Liebe ergoß
Und als Bruder huldvoll umschloß
Jesus die Völker der Welt!
Jesus die Völker der Welt!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Lange schon uns bedacht,
Als der Herr vom Grimme befreit,
In der Väter urgrauer Zeit
Aller Welt Schonung verhieß!
Aller Welt Schonung verhieß!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht
Durch der Engel „Hallelujah!“
Tönt es laut bei Ferne und Nah:
„Jesus der Retter ist da!“
„Jesus der Retter ist da!“

Und damit wünsche ich euch allen eine friedvolle, frohe, gesegnete Weihnachten, habt Freude im Kreise eurer Lieben, genießt das Fest, bleibt oder werde alle gesund und wir lesen uns nach den Festtagen wieder!

Habts fein, wünschen euch Monika und Mimi und der Rest der Truppe (s.o., lach!)

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 17

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Berliner „Nationalgedicht“

Ick sitze da un esse Klops.
Uff eenmal klopps.


Ick kieke, staune, wundre mir,
Uff eemal jeht se uff, de Tür.


Nanu denk ick, ick denk nanu,
Jetzt is se uff, erst war se zu?
Un ick jeh raus un blicke
Un wer steht draußen? – Icke!

(Original von Jean de Bourgeois, Pseudonym)

Jaaa, ihr lieben Leser alle vom Adventskalender im Grafschafter Wochenanzeiger, nu isses soweit, und gewieft, wie ihr doch alle seid, wißt ihr längst, wer nun für Türchen 17 verantwortlich ist, oder??? Jenau,

icke Bruno, Redaktionsbote vom Grafschafter!

Und seines Zeichens ein asylsuchender Flüchtlingsbär aus der Hauptstadt Berlin, was liegt da näher, als daß dies ein „Berliner“ Türchen wird, und bei der Liebe zu Bären im allgemeinen und Eisbären im besonderen sowohl in den Redaktionsräumen unserer Zeitung als auch hier im Blögchen, ein Türchen vom „Berliner Bär“!

Der Berliner Bär ist seit ungefähr 1280 das Wappentier Berlins und schmückt bis heute das Wappen Berlins.

Vermutungen zufolge soll das Berliner Wappentier, der Bär, auf Albrecht I. „den Bären“, Eroberer und Begründer der Mark Brandenburg zurückzuführen sein. Diese Theorie vermag jedoch nicht das mittelhochdeutsche Diminutivsuffix -lein / -lin zu erklären, was den Städtenamen „kleiner Bär“ (Bärlein) bedeutete. Es steht fest, dass der Berliner Bär ununterbrochen seit 1280 im Siegel oder Wappen erscheint. Die herrschende Meinung in der Forschung geht beim Ortsnamen von einem slawischen Ursprung aus, nämlich von dem slawischen Wort berl (Sumpf).[1] Der Stadtname ist bildhaft in ein „Bärlein“ umgesetzt. Es handelt sich hierbei um ein klassisches „redendes Wappen“.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_B%C3%A4r

So, nun wißt ihr, wie Berlin zu seinem Wappentier kam. Urkundlich zum ersten Mal abgebildet wurde er auf dem Siegel eines Briefes  der Kürschnergilde vom 22. März 1280.

Ursprünglich wurde der Bär im Wappen immer durch den roten Adler und später auch mit dem schwarzen preußischen Adler eingerahmt, erst durch die Gründung der Weimarer Republik und die Abschaffung der Monarchie in Preußen bekam der Berliner Bär seinen alleinigen Platz im Wappen.

Berlin hat einen Bärenzwinger, der glücklicherweise heute nicht mehr für Bären genutzt wird. Als lebende Wappentiere wurden vier Bären am 17. August 1939 an das Märkischen Museum in Berlin-Mitte übergeben, wo sie im nahen Köllnischen Park in einem Bärenzwinger lebten. Der Platz an der Spree wurde wegen seiner Nähe zur Fischerinsel und dem Nikolaiviertel gewählt, die als Wiege der Doppelstadt Berlin-Cölln gelten. Wer sich von euch für die Bären, die dort gelebt haben, interessiert, da hätte ich eine schöne Seite für euch

https://www.biologie-seite.de/Biologie/Berliner_B%C3%A4r

bissel scrollen, da kommt dann der Abschnitt mit dem Bärenzwinger.

Natürlich ist der Berliner Bär auch ganz großer Fan von Hertha BSC Berlin, der „Alten Dame“, dem Fußballverein in Berlin, wie man sieht: Und sie haben jetzt die kleine Eisbärin Hertha aus dem Tierpark Berlin als Patenkind!

Und dann hab ich noch was mit dem Berliner Bären gefunden, worüber die Frau Chefredakteurin ganz entzückt war:

Der Berliner Bär pustet Seifenblasen, und sie meinte, das wäre ja fein, denn gerade jetzt in der Weihnachtszeit würde das so eine schöne Kindheitserinnerung auslösen: Einkaufen zur Advent- und Weihnachtszeit als Kind mit den Eltern in Essen, dazumalen schon richtig Großstadt, und vor einem dortigen Spielzeugladen saß ein großer Plüschbär und ……pustete Seifenblasen!

Ja, ihr lieben Leser, das war es, was ich euch alles zum Berliner Bären erzählen kann, aber natürlich hab ich noch bissel was anderes bäriges in petto, zum Beispiel dieses wunderschöne Video

das werdet ihr bestimmt mit dem gleichen Entzücken gucken wie hier die gesamte Redaktion, als ich es mit Hilfe der Frau Chefredakteurin gefunden hatte.

Und noch was feines, als weltgewandter Hauptstadtbär kann ich natürlich auch bissel englisch, aber auch ohne entsprechende Sprachkenntnisse kann man dieses Video „verstehen“, auf deutsch war es leider nicht zu finden:

Da sagt der Bär doch:

Ach, das ich es nicht vergesse, das Gedicht zum Eingang gibt es auch als „Klopslied“ musikalisch:

So, und damit komme ich nun zum Ende meines ersten eigenen Eintrag hier im Adventskalender vom Grafschafter Wochenanzeiger, nehmt euch für die letzte Woche vor dem Fest, die ja erfahrungsgemäß doch immer bissel stressig wird, den Bären hier zum Vorbild

Balu, der Bär!

Damit wünsche ich euch allen einen schönen Dienstag und eine gute, entspannte Woche, trotz Festtagsvorbereitungsstreß, bleibt oder werdet alle gesund und

habts fein, wünscht euch euer Bruno, Redaktionsbote vom Grafschafter Wochenanzeiger und das gesamte restliche Team!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 16

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Der Wald schläft

Friedlich schläft der Winterwald.
Rauhreif glitzert auf den Fichten.
Märchen werden zur Gestalt,
und es leben Spukgeschichten.

Ruprecht steigt herab ins Tal.
Unter tiefverschneiten Tännchen
stapft der alte Rübezahl,
trippeln kleine Wichtelmännchen.

Brombeerstrauch und Seidelbast
schlummern an der Haselhecke.
Eichkatz träumt auf einem Ast
unter weißer Daunendecke.

Buchen ragen stark und alt
aus dem Schnee wie Patriarchen.
Friedlich schläft der Winterwald,
und man hört die Bäume schnarchen.

(Fred Endrikat)

Hallo, ihr lieben Leser vom Adventskalender im Grafschafter Wochenanzeiger, das Team vom selbigen

Frau Chefredakteurin Monika und Reporterin Mimi,

unser Volontär Ruddi

Redaktionsbote Bruno und unser Außenkorrespondent

Hamish setzen hier nun mal eine alte, drollige Tradition unserer gesammelten Adventskalender in diesem Blögchen fort: Ein „Schwächeanfall“ zu den Türchen 16 oder 17, eine kurze Ideenlosigkeit, die infolgedessen stets für ein kurzes Türchen zu jeweils einem der Daten oder beiden zusammengefaßt führte, lach!

Somit haben wir heute also ein Gedicht, das versammelte Redaktionsteam in Wort und Bild, und ein Video, das Reporterin Mimi (da es ja eigentlich ihr lustiges Montagstürchen wäre!) unbedingt nochmal hier einstellen wollte, weil es eben doch ein lustiges Türchen werden sollte!

Ihr erinnert euch? Text steht bei Youtube drunter, dann singt und swingt mal mit

Lustige Bildergalerie folgt noch

und dann sagen wir tschüß und wünschen euch einen ganz feinen Montag und einen guten Wochenbeginn der letzten Woche vor Weihnachten, macht euch keinen Streß, bleibt oder werdet gesund und

habts fein, euer Team vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 15

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Bergmannsgruß

Glück auf, du holdes Sonnenlicht,
sei innig mir gegrüßt!
Der achtet deiner Strahlen nicht,
der täglich sie genießt.

Ich aber steige Tag für Tag
hinab in tiefen Schacht,
wo bei des Fäustels muntern Schlag
kein Sonnenstrahl mir lacht.

Drum grüßt dich auch der Bergmann froh,
steigt er zum Licht herauf;
kein ander‘ Herz begrüßt dich so,
kein Mund ruft so: Glück auf!

(Moritz Wilhelm Döring )

Hallo, ihr lieben Leser vom Adventskalender unseres Grafschafter Wochenanzeiger, na, ich denke mal, bei der obigen Girlande und dem Gedicht wußtet ihr gleich: Das Türchen macht Ruddi! Bergmann, Glück auf und solch ein Gedicht, das ist doch so passend für den Ruhrpottbengel!

Recht habt ihr, ich hab ja schon soooo darauf gewartet, daß ich nun auch endlich mal zum Zuge komme hier in dem feinen Adventskalender, entsprechend hibbelig war ich dann auch bei unserer letzten Redaktionssitzung, wo es um den Eintrag zum 3. Adventssonntag ging. Hach, und die Frau Chefredakteurin sprach mich dann auch gleich an und meinte, sie hätte da was ganz feines für mich! War ich gespannt!!!

Und so erzählte sie uns, daß sie, wenn sie hier in der Grafschaft einkaufen geht, wo ja auch unterwegs alles so schön weihnachtlich geschmückt ist, immer an einem Fenster vorbeikommt, auf daß sie sich jeden Advent freut, und nun hätte sie davon auch mal ein Foto gemacht, und das wäre dann ein ganz tolles Thema für mich:

Jaaa, das ist doch genau das richtige für mich: Bergmann und Engel im Fenster, Figuren aus dem Erzgebirge, aber doch ebenso Bergbau wie hier im Ruhrpott, also machte ich mich gleich ans Werk.

Eine Bergmannsfigur ist ein traditioneller Weihnachtsschmuck, der heute von der erzgebirgischen Handwerkskunst hergestellt wird. Als Bergmannsleuchter auf Altären sind sie eine regionale Besonderheit der liturgischen Leuchter, die sich nur im Erzgebirge und dessen Umland entwickelt hat.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Bergmannsfigur

Bereits im 16. Jahrhundert gab es in den Kirchen Bergmannsdarstellungen. Knappenfiguren, aus Zinn gefertigt, dienten als Träger der Altarkerzen. Nicht nur im Erzgebirge, in allen Bergbaugebieten war die Beziehung Bergmann, Licht und Gotteshaus sehr eng verbunden. Für die gefahrvolle Tätigkeit unter Tage war das Licht ein symbolträchtiges Sinnbild für Glaube, Glück und Leben, war es doch die Beleuchtungsquelle überhaupt, und der Bergmann besaß ein stark emotionales Verhältnis zum Licht, wie es ja auch im obigen Gedicht zum Ausdruck kommt.

Als im 19. Jahrhundert das Weihnachtsfest zum Lichterfest wurde, kamen auch die ersten, selbstgefertigten hölzernen Lichterbergleute dazu, gedrechselte Dockenfiguren, meist in der Uniform eines einfachen Hauers, mit dem grünen Schachthut und den bergmännischen Symbolen Schlegel und Eisen. Nach und nach wurde ihm ein Lichterengel zur Seite gestellt, der mit seiner langen Kulturgeschichte über den Kirchenraum als Verkündigungsengel schließlich auch in die Weihnachtsstuben des Erzgebirges Einzug hielt.

Noch heute ist die Bemalung traditionell nach dem Biedermeier, weißer Körper mit Streublumendekor, und der im kräftigen rot, grün oder blau gehaltenen Schürze.

Aus der ursprünglichen Zackenkrone entwickelte sich so nach und nach die Form, die dem Schachthut ähnlich wurde.

Hier ist es noch mehr eine Zackenkrone.

Noch heute gibt es in vielen erzgebirgischen Familien den Brauch, den Mädchen zu ihrer ersten Weihnacht einen Engel und den Jungen einen Bergmann zu schenken. Das war ein Geschenk, daß einem durchs ganze Leben begleitete und auch mit in die Ehe gebracht wurde. Zur Weihnachtszeit werden dann Engel und Bergmann ins Fenster gestellt, und wenn Kinder kamen, kamen ihre Figuren dazu, so konnten Vorbeikommende von außen erkennen, wieviel Jungen und Mädchen in der Familie wohnen. Frau Chefredakteurin meinte dann, das käme dann bei dem Fenster in der Grafschaft wohl hin, denn dort wohne ihres Wissens ein älteres Ehepaar, dessen Kinder dann wohl schon aus dem Haus sind und ihre Figuren mitgenommen haben.

Ich finde, das ist ein richtig schöner Brauch!

Und der ganze Eintrag zu diesem Türchen ist auch ein kleiner Tribut von einen Bären aus dem Ruhrpott namens Ruddi an die bergmännischen Kollegen im Erzgebirge, um mal mit dem Motto der ersten Frühschicht von Frau Chefredakteurin zu sprechen, auch wir sitzen alle in einem Boot, da sollten sich Streitigkeiten um die Zugehörigkeit des Steigerliedes bezüglich des Weltkulturerbes doch wahrlich erübrigen!

Ich hab jedenfalls mit Hilfe der Frau Chefredakteurin auch noch was feines für „auf die Ohren“ gefunden, nämlich das obige Gedicht als Lied, der „Bergmannsgruß“ wurde nämlich von Moritz Wilhelm Döring verfaßt und von August Ferdinand Anacker vertont, und heißt dann „Steigerarie“ aus dem Liedzyklus „Bergmannsgruß“ von 1832.

Und die gesamte Kantate:

So,  ihr lieben Leser hier alle, das war dann mein Eintrag im diesjährigen Adventskalender, ich hoffe, es hat euch allen Spaß gemacht und ihr seid auch mit meinem Werk zufrieden!

Wir wünschen euch allen einen schönen, gemütlichen und besinnlichen 3. Adventssonntag , vielleicht auch nachmittags zu Kaffee oder Tee so eine feine Torte, wie wir sie heuer haben!

Kugeltorte mit Bratäpfelchen-Füllung, läcka!!! Wir teilen auch gerne, langt zu!

Habts fein, wünscht euch euer Volontär Ruddi mit dem gesamten Redaktionsteam vom  Grafschafter Wochenanzeiger.

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 14

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

                           

Es ist ein  Ros‘ entsprungen
aus einer Wurzel zart.
Wie uns die Alten sungen,
aus Jesse kam die Art
und hat ein Blümlein bracht,
mitten im kalten Winter,
wohl zu der halben Nacht.

Das Röslein das ich meine,
davon Jesaias sagt:
Ist Maria, die Reine,
die uns das Blümlein bracht.
Aus Gottes ew’gen Rat
hat sie ein Kind geboren
Und blieb doch reine Magd.

Das Blümelein so kleine,
das duftet uns so süß,
mit seinem hellen Scheine
vertreibt’s die Finsternis.
Wahr‘ Mensch und wahrer Gott,
hilf uns aus allem Leide,
rettet von Sünd‘ und Tod.

(Verfasser unbekannt, aus dem Mittelalter)

Im heutigen Türchen unseres Adventskalenders werden wir botanisch, in früheren Adventskalendern haben wir hier schon den Ilex, die Christrose und die Mistel gehabt, heute ist der Weihnachtsstern an der Reihe:

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima), auch AdventssternChriststern oder Poinsettie genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wolfsmilch (Euphorbia) in der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Das Artepitheton pulcherrima leitet sich aus dem Lateinischen her und bedeutet „die Schönste“. Weihnachtssterne sind aufgrund der auffälligen, intensiv gefärbten Hochblätter (Brakteen), die sternförmig angeordnet sind, beliebte Zimmerpflanzen. Oft werden die Hochblätter fälschlicherweise für Blütenhüllblätter gehalten.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsstern_(Pflanze)

Die lateinische Bedeutung „die Schönste“ trifft auf diese Pflanze wirklich zu, ihre Farbe und ihr Erscheinungsbild küren sie wahrlich dazu!

Ich mag den Weihnachtsstern sehr, da er aber giftigen Milchsaft enthält und Mimi manchem Grün nicht widerstehen kann, stell ich in der Wohnung keinen mehr auf. Dafür hab ich aber künstliche Blüten, die jedes Jahr zu Advent und Weihnachten wieder ihren Auftritt haben.

In diesem Jahr draußen vor der Haustüre!

Das leuchtende Rot der Hochblätter paßt so wunderschön in die Weihnachtszeit mit ihren Farben grün, weiß, silber und gold.

 

Der Weihnachtsstern kommt ursprünglich aus Mexiko. Eine Legende dort besagt, daß ein armes Mädchen am Heiligen Abend kein Geschenk für das Jesuskind in der Krippe hatte. Daher pflückte sie einige Pflanzen und legte den Blumenstrauß zur Krippe in der Kirche. Auf einmal verfärbten sich die Blätter der Pflanze leuchtend rot und stellten damit alle anderen Geschenke in den Schatten. Seitdem heißt die Pflanze in Mexiko Flores de Noche Buena – Blumen der Heiligen Nacht.

In Frankreich ist der Weihnachtsstern auch ein beliebtes Geschenk zum Muttertag – dort wird er dann als Etoile d‘amour verkauft, das heißt übersetzt Liebestern.

Ist das nicht ein schönes Bild vom Weihnachtsstern? Das ist eine Serviette! Ich hab ganz viele Servietten mit den unterschiedlichsten Motiven aus allen Kategorien, da kann man so schön mit Servietten-Technik basteln und gestalten.

Der Weihnachtsstern mag keine Kälte. Wenn man einen kauft, sollte man darauf achten, daß er nicht draußen steht, die Erde sollte nicht trocken und auch nicht zu naß sein, kräftige Blätter sollte er haben, die nicht eingerollt sind. Und wenn die kleinen gelblichen Blütenknospen noch geschlossen sind, dann hat man lange Freude an der Pflanze.

Ich hab es wirklich mal geschafft, einen Weihnachtsstern bis zum nächsten Winter lebendig zu erhalten, er ist ja eine Kurztagspflanze, die nur dann Blüten ansetzt und eben so auch wieder die rote Färbung der Hochblätter bekommt, wenn sie nicht mehr als 12 Stunden Lichteinfall erhält. Wenn man nun so ab Oktober die Dunkelphase von 12 Stunden mit zum Beispiel einer übergestülpten Papiertüte künstlich verlängert, dann hat man zu Weihnachten wieder den schönen, roten Weihnachtsstern. Hat aber auch nur einmal geklappt! Aber ich war glücklich!

Sieht doch wirklich wunderschön aus, eben gerade so in dieser Kombi mit viel weiß, das hat was ganz edles!

Eine kleine Galerie mit dem schönen Weihnachtsstern mach ich euch jetzt noch

es gibt ihn ja auch in weiß und rosa, aber am schönsten finde ich ihn in rot.

und dann schließe ich das Türchen, aber nicht, ohne euch zur Einstimmung in den morgigen 3. Adventssonntag das oben eingestellte Gedicht als Lied in einem so schönen Video noch mit „auf die Ohren“ zu geben!  (Es ist im übrigen dieses Gedicht/Lied zum Eingang geworden, weil es wirklich keines vom Weihnachtsstern gab, und es eben mit blühen und Blüte zu tun hat!)

Wir wünschen euch allen einen schönen Adventssamstag, laßt euch nicht stressen, bleibt oder werdet gesund und

habts fein, wünschen euch allen euer Team vom Grafschafter Wochenanzeiger.