Grafschafter Wochenanzeiger – Ei der Daus – Wettergraus 🌧🌫☂☁ Märchenstunde am Kamin zum Sonntag! 🧚‍♀️📗📖🕯🔥🌞

Gang im Schnee

Nun rieseln weiße Flocken unsre Schritte ein.
Der Weidenstrich läßt fröstelnd letzte Farben sinken,
das Dunkel steigt vom Fluß, um den versprengte Lichter blinken,
mit Schnee und bleicher Stille weht die Nacht herein.

Nun ist in samtnen Teppichen das Land verhüllt,
und unsre Worte tasten auf und schwanken nieder
wie junge Vögel mit verängstetem Gefieder –
die Ebene ist grenzenlos mit Dämmerung gefüllt.

Um graue Wolkenbündel blüht ein schwacher Schein,
er leuchtet unserm Pfad in nachtverhängte Weite,
dein Schritt ist wie ein fremder Traum an meiner Seite –
nun rieseln weiße Flocken unsre Sehnsucht ein.

( Ernst Maria Richard Stadler, 1883 – 1914, deutscher Schriftsteller, Wegbereiter expressionistischer Lyrik und Übersetzer u.a. französischer Literatur)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da liegt sie wieder vor euch auf dem sonntäglichen Frühstückstisch, unsere Sonntagsausgabe, die wir bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung erstellt haben. Es herrschte mal wieder ein bissel Ratlosigkeit, was wir euch schönes präsentieren sollten, die Woche war von wenig Neuem geprägt, das Wetter war so unsäglich grau und eintönig mit seinem tröpfelnden oder strömenden Regen, mit seinem nebelverhangenen Grau, und mit damit einhergehender usseliger Kälte, das drückte mal wieder reichlich aufs Gemüt, aber wir wären ja nicht euer grafschaftliches Redaktionsteam, wenn uns zu Gemüts- und Wetterlage nichts aufmunterndes einfallen würde.

Haben wir also erst einmal in der Redaktion unseren Kamin angezündet,

die spielenden Flammen über den Holzscheiten haben immer was inspierendes, Heißgetränke für die Redaktionsmitglieder aus dem neuen, feinen Kaffee-Center ☕☕☕☕☕☕ und Leckerli 🍩🍪🍩🍪🍩🍪 sorgten für Behaglichkeit , und beim gemeinschaftlichen siniigen Betrachten der Idylle meinten meine Bärchen ganz verträumt, sie würden sich gerade an die schöne Vorlesestunde aus dem letztjährigen Adventskalender erinnern, Märchenstunde am Kamin, da könnte man doch vielleicht mal wieder was mit machen? Oooh, ja, das ist eine gute Idee, meine Bärchen, damals hatten wir das Märchen „Die Sterntaler“ beim Wickel, was würde sich denn heuer anbieten? Ruddi guckte aus dem Fenster auf den Regengraus und meinte „Frau Cheffin, du wünschst dir doch nun schon seit über zwei Monaten so sehr Schnee in unserer Grafschaft und wir alle natürlich auch, gibt es da ein Märchen, das passen würde?“ Und dann redeten alle wieder wild durcheinander, weil sie überlegten, wo in Märchen Schnee eine Rolle spielt und natürlich ist mein findiges Redaktionsteam gemeinsam auf die Lösung gekommen: Frau Holle! ☁🛏🌨❄❄❄

Dann macht es euch gemütlich, mein Bärenteam kuschelt sich vor unseren Kamin mit den Märchenbüchern parat gestellt,

und hört und guckt euch das Märchen von Frau Holle an, unser Sehnsuchtsmärchen nach Schnee, 🤭❄😊

👓📗📖🕯

Frau Holle, ein Märchen von den Gebrüdern Grimm:

( „Frau Holle“, Illustration aus „Deutsche Märchen“, Paul Hey)

ine Witwe hatte zwei Töchter, davon war die eine schön und fleißig, die andere hässlich und faul. Sie hatte aber die häßliche und faule, weil sie ihre rechte Tochter war, viel lieber, und die andere mußte alle Arbeit tun und der Aschenputtel im Hause sein. Das arme Mädchen mußte sich täglich auf die große Straße bei einem Brunnen setzen und mußte so viel spinnen, daß ihm das Blut aus den Fingern sprang. Nun trug es sich zu, dass die Spule einmal ganz blutig war, da bückte es sich damit in den Brunnen und wollte sie abwaschen; sie sprang ihm aber aus der Hand und fiel hinab. Es weinte, lief zur Stiefmutter und erzählte ihr das Unglück. Sie schalt es aber so heftig und war so unbarmherzig, dass sie sprach: „Hast du die Spule hinunterfallen lassen, so hol sie auch wieder herauf.“

(Illustration Otto Kubel, 1868 – 1951)

a ging das Mädchen zu dem Brunnen zurück und wußte nicht, was es anfangen sollte; und in seiner Herzensangst sprang es in den Brunnen hinein, um die Spule zu holen. Es verlor die Besinnung, und als es erwachte und wieder zu sich selber kam, war es auf einer schönen Wiese, wo die Sonne schien und vieltausend Blumen standen. Auf dieser Wiese ging es fort und kam zu einem Backofen, der war voller Brot; das Brot aber rief: „Ach, zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich: ich bin schon längst ausgebacken.“ Da trat es herzu und holte mit dem Brotschieber alles nacheinander heraus. Danach ging es weiter und kam zu einem Baum, der hing voll Äpfel, und rief ihm zu: „Ach, schüttel mich, schüttel mich, wir Äpfel sind alle miteinander reif.“ Da schüttelte es den Baum, daß die Äpfel fielen, als regneten sie, und schüttelte, bis keiner mehr oben war; und als es alle in einen Haufen zusammengelegt hatte, ging es wieder weiter. Endlich kam es zu einem kleinen Haus, daraus guckte eine alte Frau, weil sie aber so große Zähne hatte, ward ihm angst, und es wollte fortlaufen.

(Illustration Otto Kubel, 1868 – 1951)

ie alte Frau aber rief ihm nach: „Was fürchtest du dich, liebes Kind? Bleib bei mir, wenn du alle Arbeit im Hause ordentlich tun willst, so soll dir’s gut gehen. Du mußt nur achtgeben, daß du mein Bett gut machst und es fleißig aufschüttelst, daß die Federn fliegen, dann schneit es in der Welt; ich bin die Frau Holle.“ Weil die Alte ihm so gut zusprach, so faßte sich das Mädchen ein Herz, willigte ein und begab sich in ihren Dienst. Es besorgte auch alles nach ihrer Zufriedenheit und schüttelte ihr das Bett immer gewaltig, auf daß die Federn wie Schneeflocken umherflogen; dafür hatte es auch ein gut Leben bei ihr, kein böses Wort und alle Tage Gesottenes und Gebratenes.

(Illustration Otto Kubel, 1868 – 1951)

un war es eine Zeitlang bei der Frau Holle, da ward es traurig und wußte anfangs selbst nicht, was ihm fehlte, endlich merkte es, daß es Heimweh war; ob es ihm hier gleich vieltausendmal besser ging als zu Haus, so hatte es doch ein Verlangen dahin. Endlich sagte es zu ihr: „Ich habe den Jammer nach Haus gekriegt, und wenn es mir auch noch so gut hier unten geht, so kann ich doch nicht länger bleiben, ich muß wieder hinauf zu den Meinigen.“

ie Frau Holle sagte: „Es gefällt mir, daß du wieder nach Haus verlangst, und weil du mir so treu gedient hast, so will ich dich selbst wieder hinaufbringen.“ Sie nahm es darauf bei der Hand und führte es vor ein großes Tor. Das Tor ward aufgetan, und wie das Mädchen gerade darunter stand, fiel ein gewaltiger Goldregen, und alles Gold blieb an ihm hängen, so daß es über und über davon bedeckt war.

(Illustration Otto Kubel, 1868 – 1951)

as sollst du haben, weil du so fleißig gewesen bist,“ sprach die Frau Holle und gab ihm auch die Spule wieder, die ihm in den Brunnen gefallen war. Darauf ward das Tor verschlossen, und das Mädchen befand sich oben auf der Welt, nicht weit von seiner Mutter Haus; und als es in den Hof kam, saß der Hahn auf dem Brunnen und rief:

„Kikeriki,
unsere goldene Jungfrau ist wieder hie.“

a ging es hinein zu seiner Mutter, und weil es so mit Gold bedeckt ankam, ward es von ihr und der Schwester gut aufgenommen.

(Illustration Otto Kubel, 1868 – 1951)

as Mädchen erzählte alles, was ihm begegnet war, und als die Mutter hörte, wie es zu dem großen Reichtum gekommen war, wollte sie der anderen, häßlichen und faulen Tochter gerne dasselbe Glück verschaffen. Sie mußte sich an den Brunnen setzen und spinnen; und damit ihre Spule blutig ward, stach sie sich in die Finger und stieß sich die Hand in die Dornhecke. Dann warf sie die Spule in den Brunnen und sprang selber hinein. Sie kam, wie die andere, auf die schöne Wiese und ging auf demselben Pfade weiter. Als sie zu dem Backofen gelangte, schrie das Brot wieder: „Ach, zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich, ich bin schon längst ausgebacken.“

ie Faule aber antwortete: „Da hätt ich Lust, mich schmutzig zu machen,“ und ging fort. Bald kam sie zu dem Apfelbaum, der rief: „Ach, schüttel mich, schüttel mich, wir Äpfel sind alle miteinander reif.“ Sie antwortete aber: „Du kommst mir recht, es könnte mir einer auf den Kopf fallen,“ und ging damit weiter. Als sie vor der Frau Holle Haus kam, fürchtete sie sich nicht, weil sie von ihren großen Zähnen schon gehört hatte, und verdingte sich gleich zu ihr. Am ersten Tag tat sie sich Gewalt an, war fleißig und folgte der Frau Holle, wenn sie ihr etwas sagte, denn sie dachte an das viele Gold, das sie ihr schenken würde; am zweiten Tag aber fing sie schon an zu faulenzen, am dritten noch mehr, da wollte sie morgens gar nicht aufstehen. Sie machte auch der Frau Holle das Bett nicht, wie sich’s gebührte, und schüttelte es nicht, daß die Federn aufflogen. Das ward die Frau Holle bald müde und sagte ihr den Dienst auf. Die Faule war das wohl zufrieden und meinte, nun würde der Goldregen kommen; die Frau Holle führte sie auch zu dem Tor, als sie aber darunter stand, ward statt des Goldes ein großer Kessel voll Pech ausgeschüttet. „Das ist zur Belohnung deiner Dienste,“ sagte die Frau Holle und schloß das Tor zu. Da kam die Faule heim, aber sie war ganz mit Pech bedeckt, und der Hahn auf dem Brunnen, als er sie sah, rief:

(Illustration Otto Kubel, 1868 – 1951)

„Kikeriki,
unsere schmutzige Jungfrau ist wieder hie.“

as Pech aber blieb fest an ihr hängen und wollte, solange sie lebte, nicht abgehen.

Die Bärchen haben gespannt zugehört, und wir hoffen, auch ihr und es hat euch Freude gemacht! Nachdem das Märchen aus war, meinte Ruddi, nun wäre ihm auch klar, warum es nicht geschneit habe bisher in der Grafschaft, da wäre wohl gerade mal wieder die Faule bei der Frau Holle beschäftigt gewesen, tja, wo er recht hat, unser Ruddi! Und wir hatten dann gleich alle eine gute Idee, wir haben uns unseren Terminkalender geangelt 📓 und für den Monat November 2023 eine Notiz gemacht, „Eildepesche an Frau Holle, himmlisches Gefilde, Schneewolkenstraße, Bestellung von Schnee für die Grafschaft Lirich, Redaktion Grafschafter Wochenanzeiger, Eulennest, von November 2023 bis Ende Februar 2024, wir bitten um prompte Lieferung durch die Tätigkeit der Goldmarie! Faules Personal ist unverzüglich zu entlassen.“

Und wo wir schon mal bei fleißig sind, da hätten wir doch auch noch was aus unseren Redaktionsräumen, paßt irgendwie jetzt prima zu fleißig und faul bei „Frau Holle“, wir waren ja in der zurückliegenden Woche hier nicht gänzlich untätig, die Frau Chefredakteurin hatte bei der Auf- und Umräumaktion fürs neue Kaffeecenter nämlich etwas wiedergefunden, dessen ursprüngliche Bestimmung hier keinem mehr gegenwärtig ist, aber das wir nun einer feinen, neuen Bestimmung zugeführt haben: Es steht auch noch eine Umräumaktion in der Diele der Redaktionsräume an, und wir haben schon mal für eine neue Garderobe samt Hutablage gesorgt, das nennt man Nachhaltigkeit, wenn Dinge zum weiterleben zweckentfremdet werden, 🤭😊 wie gesagt, der Ursprungszweck, da können wir nur die Schultern zucken, aber der neue gefällt uns sehr! Euch auch? Guckt:

Da, wo das Schränkchen noch steht, soll eine Truhe hin, das dauert aber alles noch bissel.

Sieht doch gut aus, oder?

Viel Platz für Schals, Mäntel und Jacken und oben drauf

für Hüte und Mützen!

Seitenansicht!

Mein schicker Hochzeitshut, erinnert ihr euch? Wo bleibt bloß die Zeit, die Kinder feiern dieses Jahr schon ihren 5. Hochzeitstag!

Und nun schwelgen wir noch ein bissel in schönen Schnee-Landschaftsbildern, irgendwie muß die Frau Chefredakteurin ja ihre Sehnsucht stillen!

Ist das nicht herrlich romantisch?

Vielleicht schafft es Frau Holle ja diesjährig doch nochmal mit wenigstens bissel weiß für uns, ansonsten setzen wir dann voll aufs Ende diesen Jahres oder aufs nächste Jahr!

Euch allen wünschen wir einen zauberhaft-schönen Sonntag, wir senden euch allen liebe Grüße und für alle traurigen und bedrückten unter uns tröstende Lichtstrahlen, bleibt oder werdet gesund, paßt alle gut auf euch auf, für alle, die den Schnee nicht so mögen und sich schon auf den Frühling freuen: Wir auch bald wieder, und dann kommen auch wieder feine Frühlingsbilder, verzeiht, wenn wir hier noch schwelgen! 🤭😊❤ Habt also alle einen schönen, entspannten und gemütlichen Sonntag und startet gut wieder in die neue Woche, das wünscht euch von ganzem Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habt Frieden im Herzen!

Und habts fein!  ❄🌨❄🌨❄🌨❄🌨❄🌨

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Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 7 vom Adventskalender 2022 🎄⭐🌟⭐

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Ganz still zuweilen wie ein Traum

Ganz still zuweilen wie ein Traum
klingt in dir auf ein fernes Lied…
Du weißt nicht, wie es plötzlich kam,
du weißt nicht, was es von dir will…
und wie ein Traum ganz leis und still
verklingt es wieder, wie es kam…

Wie plötzlich mitten im Gewühl
der Straße, mitten oft im Winter
ein Hauch von Rosen dich umweht,
wie oder dann und wann ein Bild
aus längst vergessenen Kindertagen
mit fragenden Augen vor dir steht…

Ganz still und leise, wie ein Traum…
Du weißt nicht, wie es plötzlich kam,
du weißt nicht, was es von dir will,
und wie ein Traum ganz leis und still
verblasst es wieder, wie es kam.

(Cäsar Flaischlen, 1864-1920, Lyriker und Mundartdichter)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun öffnet ihr heute schon das 7. Türchen unseres Adventskalenders und die Bärchen und ich, wir haben gewettet, lach, heute seid ihr bestimmt ganz besonders neugierig? Weil gestern doch Nikolaustag war und ihr sicher alle wissen wollt, was denn nun drin war in dem Stiefel und den Strümpfen? 

Die Bärchen haben ziemlich unruhig geschlafen in der Nacht auf den Nikolaustag, und ihr könnt euch sicher alle denken, daß hier gleich frühmorgens die Bärchen krähten statt dem Hahn, 😂 nach der Frau Chefredakteurin, die doch büdde sofort jetzt ihren Stiefel reinholen solle, damit man nach den Socken gucken könne und zusammen die Nikolaus-Bescherung dann bewundern! Na, gut, seufz, muß der Kaffee halt noch bissel warten, dann kommt mal, ihr Schwefelbande! Aber den Kamin mach ich schon mal an, dann ist es schön warm und gemütlich gleich zum auspacken! Das war ein Jubel! 🔥🐻🐻❄🐻❄🐻❄🐻🎁🎅

Dann setzen wir euch jetzt mal in Kenntnis bezüglich des Inhalts von Strümpfe und Stiefel, und zwar fotografisch:

Da sitzen alle gemütlich am Kaminfeuer und haben ihre Schätze schon ausgepackt, lauter glückliche Bärengesichter! 

Fangen wir mal mit dem Stiefel von Frau Chefredakteurin an:

Feine Duftteelichter, die riechen wie Weihnachtsmarkt und nach Orange

und so niedliche Socken, die der Nikolaus aus Plauen geschickt hat

sind die nicht süß? 

Die Bärchen hatten in ihren Socken ein ganz feines Geschenk, aus dem geheimnisvollen Päckchen von Kristina, Rani und Fleckchen, ein Gemeinschaftsgeschenk für alle Bären, zum basteln, 

ein Advents-Baumhaus, wie ein Adventskalender, jeden Tag wird etwas angebaut, bis es Weihnachten fertig ist, waren die Bärchen schon mit Feuereifer gestern dabei, die vorhergehenden 6 Tage noch aufzuarbeiten, das war ein Spaß! 

Natürlich gab es auch Leckerli, was wäre denn Nikolaus ohne Leckerli, die gab es doch immer schon zu Zeiten mit Mimi in heaven, das ist doch Tradition, also:

Honigtopf für die Bären, Baumstämme für die Frau Chefredakteurin.

Alle Geschenke nochmal im Überblick

und mein glückliches Team vor unserem Kamin

Wonnig, oder? Ich mußte den Kamin noch fotografieren, die Bärchen haben darauf bestanden! 😊

Der ist aber auch immer wieder eine Freude, weil er eben so schön echt aussieht! 

Im übrigen müssen wir auch wieder einen Nachtrag machen, von unserem Adventskalender mit den Räucherkegeln, es gab noch Türchen 4 mit Orange, Türchen 5 mit Sinn für Gefühle (?) riecht bissel nach Sandelholz, Türchen 6 Weihnachtsgewürz und Türchen 7 Meditation, riecht u.a. nach Vanille. 

Am Abend hatten wir es dann noch richtig schön stimmungsvoll und romantisch, die Bärchen und ich, und da kommen wir nun zu unserem Thema im Türchen für heute: Fenster! Stimmungsvoll beleuchtete Fenster in unserer Nachbarschaft

und zur Krönung: Der rote Stern, der wieder leuchtet und den wir so vermißt haben:

Da isser! 

Die Bärchen hatten ganz glänzende Augen bei den Bildern, und da ist der Frau Chefredakteurin eingefallen, sie könnte ihnen und euch allen ja mal eine Geschichte vorlesen, passend zu den Bildern mit den Sternen ein Märchen von den Brüdern Grimm, das Märchen „Die Sterntaler“! ⭐🌟⭐🌟⭐🌟⭐

Die Sterntaler, ein Märchen von den Gebrüdern Grimm: 

(Illustration zu „Die Sterntaler“, Ludwig Richter, 1862)

s war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld.

a begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: „Ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig.“ Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: „Gott segne dir’s,“ und ging weiter. Da kam ein Kind, das jammerte und sprach: „Es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.“ Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror: da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte: „Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben,“ und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.

nd wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und waren lauter blanke Taler; und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, so hatte es ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für seinen Lebtag.

                                                          (Illustration zu „Die Sterntaler“, Viktor Paul Mohn, 1882)

Mein Redaktionsteam hat ganz andächtig gelauscht, und so hoffe ich mal, daß es euch auch gefallen hat, das Märchen, und wer von euch nun gerne einen richtigen „Vorleseeffekt“ haben möchte, für den hätten wir noch zwei wunderschöne Varianten im Video:

Viel Freude beim vorlesen lassen! 

Nun gucken wir mal im Archiv, was wir noch für romantische Bilder zum Thema einstellen können

 

 

und dann schließen wir unser Türchen 7 und hoffen sehr, es hat euch allen wieder gefallen! 

Habt alle einen schönen Wochenteilungstag, ihr lieben Leser alle, schaut mal wieder zu den Sternen ⭐🌟 paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünschen euch von ganzem Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

Und habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 5

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen

Winternacht

Flockendichte Winternacht…
Heimkehr von der Schenke…
stilles Einsamwandern macht,
daß ich deiner denke.

Schau dich fern im dunklen Raum
ruhn in bleichen Linnen…
leb ich wohl in deinem Traum
ganz geheim tiefinnen?…

Stilles Einsamwandern macht,
daß ich nach dir leide…
eine weiße Flockennacht


flüstert um uns beide…

(Christian Morgenstern)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, ich glaub, jeder von euch weiß mittlerweile, was es jedes Jahr im Adventskalender mit dem Türchen 5 auf sich hat? Genau, es ist für Eisbär Knut reserviert, unserem Zauberbären, der am 5. Dezember 2006 geboren wurde und heuer schon 15 Jahre alt würde. Ohne ihn gäbe es dieses Blögchen und unseren Grafschafter Wochenanzeiger wohl gar nicht, und ohne ihn gäbe es dann eben auch alle die lieben Menschen für mich nicht, mit denen ich hier verbunden bin. Er und sein von ihm so geliebter Daddy, unser Dreamteam, sie waren es mit ihrer märchenhaften Geschichte, die rund um den Globus so viele Menschen verbunden haben und bis heute verbinden!

Aber alle Märchen beginnen mit „es war einmal“, und so auch dieses, doch die Erinnerung an Knut und all die lieben Geschichten mit ihm und die Bilder von ihm lassen uns lächeln! Wir denken an ihn und werden ihn nie vergessen, und wir vermissen ihn immer noch so sehr.

„In manchen Augenblicken ist es, als berührten sich Himmel und Erde – einen Atemzug lang.“ (Peter Friebe)

Und so zünden wir dir, lieber Knut, heute hier wieder dein Geburtstagskerzchen an, für dich da oben auf deiner Wolke und deinem Stern für immer in unseren Herzen!  

Feier schön da drüben „im sicheren Land der Vergangenheit“ mit all den Lieben, die schon bei dir sind und mit unserer Mimi in heaven und all ihren Freunden, die in diesem Jahr ihr gefolgt sind, Storm, Chica und Balou. Und wenn du magst, dann schick uns kleine Schneeflocken als lieben Gruß von dir für uns, du liebtest als Eisbär den Schnee und den Winter doch so innig! Und paß bitte wieder gut auf alle geborenen neuen Eisbärbabys auf, über die wir uns alle hier schon wieder so freuen! Du bist doch ihr Bärenschutzengel! 

Zum Geburtstag gibt es Geschenke, mein Redaktionsteam und ich, wir haben uns gedacht, du freust dich sicher wieder über schöne Eisbärenbilder, da machen wir dir hier mal eine kleine Eisbär-Bilder-Galerie:

Da haben dann auch unsere Leser alle was schönes zu gucken zum heutigen 2. Adventssonntag Liebe Grüße an dich von uns allen, hab einen schönen Geburtstag, wir hätten ihn, wie all die Jahre zuvor, so gern hier unten mit dir gefeiert!

Die Bärchen von meinem Redaktionsteam werden heute abend ihre Nikolausstrümpfe an den Kamin hängen und nächtens in memoriam an Mimi die Wohnzimmerfensterbank beziehen und gucken, ob sie den Nikolaus mit seinem Rentiergespann zu sehen bekommen. Und hoffen natürlich, die Stiefelchen sind morgen am Nikolaustag auch fein gefüllt! 

Unseren lieben Lesern alle wünschen wir einen schönen, frohen und entspannten 2. Adventssonntag

paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Hitzefrei!!! Mit Märchenstunde!

Dunst ist die Welle,
Staub ist die Quelle!
Stumm sind die Wälder,
Feuermann tanzt über die Felder!

Nimm dich in Acht!
Eh du erwacht,
holt dich die Mutter
heim in die Nacht!

(Theodor Storm)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Es ist zu heiß!!! Und zu schwül! Trotz gelegentlichen kleinen Gewittern und selbst mit ab und an nächtlichem Regen am Stück kühlt es einfach nicht runter.

Da hab ich, die Frau Chefredakteurin, meinen Redaktionsmitgliedern kurzerhand hitzefrei gegeben bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung, und wir sind übereingekommen, wir schöpfen mal wieder aus unserem reichhaltigen Archiv, über das jede gute Zeitung verfügt.

Vielleicht sind dem einen oder anderen Leser schon die Gedichtzeilen bekannt vorgekommen, denn das haben wir natürlich auch aus dem Archiv, im August 2018, der ebenso heiß war, haben wir einen Eintrag gemacht, der mit diesem Gedicht begann, und den verlinken wir euch nun hier mal wieder

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2018/08/03/in-geheimer-mission/

und wünschen euch viel Spaß beim nochmal lesen und gucken, hoffentlich!

In dem Archiveintrag haben wir, meine Mimi in heaven und ich, uns dazumalen auf die Suche nach der Regentrude gemacht, aus der das obige Gedicht stammt, aus der gleichnamigen Novelle von Theodor Storm. Alle Informationen dazu sind ebenfalls im o.g. Archiveintrag vorhanden, das müssen wir dann hier nicht auch noch einmal wiederholen.

Aber so ganz ohne was neues wollten wir euch denn doch nicht ins Wochenende schicken, da hat die Frau Chefredakteurin sich nochmal auf die Suche nach der Regentrude im Netz gemacht, und ist bei sowas feinem fündig geworden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Das_M%C3%A4rchen_von_der_Regentrude

Denn die Novelle von Theodor Storm ist neu verfilmt worden, im Jahre 2018, und wir präsentieren euch hier nun den Film aus der Mediathek

https://www.ardmediathek.de/daserste/video/maerchenfilm-im-ersten/das-maerchen-von-der-regentrude/das-erste/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvbWFlcmNoZW5maWxtLzIwMTgtMTItMjVUMTQ6NTA6MDBfNTNhOGRmYzgtZWY5My00ZjBiLTg1NWUtZmU0NDVjMThkYjVlL2Rhcy1tYWVyY2hlbi12b24tZGVyLXJlZ2VudHJ1ZGU/

Wir können ihn alle nur wärmstens empfehlen, wir waren alle begeistert beim ansehen! Er hält sich auch sehr an die Vorlage von Storms Novelle, und das finde ich persönlich immer sehr gut! Macht euch aber einfach alle selbst ein Bild!

Apropos Bild: Bilder haben wir auch noch für euch, beim dem hitzigen Wetter boten sich mal wieder die Sonnenblumen in Mimis Brotkasten an:

und wir sind alle ganz glücklich darüber!

Nun hoffen wir, daß sich die Regentrude hier mal wieder wecken läßt und den Brunnen aufschließt

ich würde dieses Requisit derzeit zu gerne tragen ich glaub, ich würde sogar ohne Schirm da durch laufen, wenn er denn käme! Der Regen! Und die Abkühlung!

Damit wünschen wir euch allen ein wunderschönes Wochenende, trotz der Hitze, kommt irgendwie alle gut da durch, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern Otto und Luzia

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 22

MiBuRo  A d v e n t s ka l e n d e r

Türchen

Auf des Weihnachtsmanns Spuren

In dieser Nacht,
als niemand wacht,
ging durch den Tann
der Weihnachtsmann.

Sein Sack hing schwer
vom Rücken her
und schleift im Schnee,
ganz deutlich seh
ich seine Spur,
folgt mir nur!

Hier an diesem Dornenbusch
ging er eine Strecke,
deutlich seh ich’s, glaubt ihr’s nicht?
Folgt mir um die Ecke!
Aber sacht,
kein Geräusch gemacht!
Hier an diesem Dornenbusch
blieb der Sack ihm hängen,
und er mußte mühsam sich
durch das Dickicht zwängen!

Hier an diesem Dornenbusch
ist sein Sack zerrissen!
Aus dem Sack
klick klack, klick klack
tröpfelte es Nüssen! –

Eichhörnchen hat vom Tannenzweig
das Unglück schon gesehen,
doch warnt es nicht den Weihnachtsmann,
es läßt ihn weitergehen.
Er schlägt den Schwanz zum Kringel,
der kleine braune Schlingel,
und klettert flink und munter
vom Tannenbaum herunter.

Nun sitzt es dort in guter Ruh’
am Weihnachtstisch, seht ihm nur zu,
knackt Nüsse sehr bedächtig.
Ihr seht, es schmeckt ihm prächtig!
. . . . . . . Vergnügten Gesichts
tat der Alte, als merkte er nichts,
dachte an Kinder und frohe Gesichter,
dachte an Spielzeug und Weihnachtsbaumlichter,
ging indessen zum Wald hinaus. –
Immer näher an unser Haus


führte ganz deutlich seine Spur,
denkt euch nur! –
„Mutter, Mutter, wir haben’s gesehen,
denkt doch, des Weihnachtsmanns Spuren gehen
deutlich bis dicht vor unsere Tür!
Mutter, war er vielleicht schon hier?“


Spricht die Mutter: „Denkt doch mal an,
eben war bei mir der Weihnachtsmann!
Plötzlich hört’ ich ein starkes Klopfen,
öffnete selbst, da trat er ein,
bat mich, ich möchte den Sack ihm stopfen,


denkt doch, ihm riss ein Loch hinein!
Und da hat er mir vieles erzählt,
wie ihm dies und jenes gefehlt.
Aber der Sack war doch noch sehr voll,
hat auch gefragt, was er hier lassen soll!?
Sachte, Kinder, hübsch artig immer!
Und geht mir nicht an das Weihnachtszimmer!“

(Paul Kaestner, 1876 – 1936)

So, ihr lieben Leser vom Adventskalender im Grafschafter Wochenanzeiger, den Inhalt dieses Türchens hat vor ein paar Tagen BrigitteE in ihrem Blog angestoßen, als sie die lustige Frage stellte, warum der Weihnachtsmann Rentiere benutzt, um seinen Schlitten zu ziehen! Und das wollte ich nun ganz genau wissen, wie ist denn nun der Weihnachtsmann tatsächlich zu seinen Rentieren gekommen?

In Lappland sind die Rentiere eng mit der Kultur der Sami verbunden. Sie betreiben die Rentierzucht, die ihnen in Schweden auch vorbehalten ist. Während des größten Teils des Jahres leben die Rentiere frei. Sie sind perfekt dem nordischen Klima angepaßt. Ihr dichter Pelz schützt sie vor tiefen Temperaturen und mit ihren großen Hufen können sie gut im Schnee laufen und nach Futter unter dem Schnee graben. Das Rentier ist ein Herdentier, bei dem beide Geschlechter ein Geweih tragen.

Soviel zu den Tieren, aber wie kamen sie denn nun in die Weihnachtssymbolik und ziehen den Schlitten vom Weihnachtsmann?

Der Mythos der Rentiere begann vor gut 200 Jahren mit einem Gedicht, dem Gedicht von Clement Clarke Moore, einem Professor aus New York, der 1822 für seine Kinder ein Weihnachtsgedicht geschrieben und damit die geweihtragenden Kuriere erfunden hat. Das Gedicht heißt „A Visit From St. Nicholas“ oder „The night before Christmas“. In diesem Link gibt es noch Informationen dazu und das Gedicht im Original,

https://www.tetti.de/X-MAS/clemens-clark-moore.html

die deutsche Übersetzung darf aus Urheberrechtsgründen nicht eingestellt werden. Wie ihr aber sicherlich festgestellt habt, im Original des Gedichtes sind  die Namen der Rentiere erwähnt, die den Schlitten ziehen, als da sind

  • Dasher
  • Dancer
  • Prancer
  • Vixen
  • Comet
  • Cupid
  • Donner
  • Blitzen

Diese 8 Rentiere werden in dem Gedicht erwähnt, nun fragt ihr euch sicher alle, was ist mit Rudolph mit der roten Nase? Rudolph kam später als 9. Rentier dazu, er war gerade wegen seiner leuchtenden roten Nase eigentlich nicht zum ziehen des Schlittens vorgesehen, wie es trotzdem dazu kam, erzählt euch dieses kleine Video:

Und dieses kleine Video fand ich nun ganz besonders fein und passend zu meiner Recherche, wie die Rentiere vor den Schlitten vom Weihnachtsmann kamen, denn diese Geschichte im Video wird vom Fliegenden Weihnachtsmann, in luftiger Höhe über dem St. Johanner Markt erzählt, der Höhepunkt des Saarbrücker Christkindl-Marktes, und davon hat uns vor Jahren schon einmal Britta-Gudrun berichtet und sogar Bilder davon zur Verfügung gestellt, die ich hier nun mit höchstem Vergnügen noch einmal aus dem Archiv gekramt habe:

Das Plakat mit der Ankündigung

Das ist doch wirklich in luftiger Höhe, nicht wahr, und sieht bestimmt richtig echt aus, wenn der Weihnachtsmann mit seinem Rentiergespann über den Markt fliegt! Ich hab noch ein so schönes Video gefunden, da kann man es wunderbar sehen, es sieht wirklich magisch aus!

Und mit meinem absoluten Lieblings-Rentier-Bild schließe ich nun dieses Türchen 22!

Und ihr wißt nun alle, wie der Weihnachtsmann zu seinem Rentier-Gespann gekommen ist! Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, lieben Dank, BrigitteE, für den feinen Such-Anstoß!!!

Wir wünschen euch allen einen schönen, frohen und entspannten 4. Adventssonntag macht es euch alle gemütlich, das Fest ist nah, noch zweimal schlafen!

Habts fein, wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Weltkatzentag

Die Mitternachtsmaus

Wenn’s mitternächtigt und nicht Mond
noch Stern das Himmelshaus bewohnt,
läuft zwölfmal durch das Himmelshaus
die Mitternachtsmaus.

Sie pfeift auf ihrem kleinen Maul, —
lm Traume brüllt der Höllengaul . . .
Doch ruhig läuft ihr Pensum aus
die Mitternachtsmaus.

Ihr Herr, der große weiße Geist,
ist nämlich solche Nacht verreist.
Wohl ihm! Es hütet ihm sein Haus
die Mitternachtsmaus.

(Christian Morgenstern)

Hallo, ihr lieben Leser von unserem Grafschafter Wochenanzeiger, ich, euer Co-Autor, eure rasende Reporterin Mimi, begrüße euch alle recht herzlich an diesem besonderen Tag! Was für ein Tag heute ist, wollt ihr wissen? Na, Donnerstag, oder? Neeiiin, laßt euch nicht veralbern, hihihihi, heute ist doch

W E L T K A T Z E N T A G

zu dem ich erst einmal allen mir bekannten Katzen und Katern ebenso wie den stillen Lesern herzlich gratuliere! Und dann gratuliere ich natürlich noch meinem Frauchen, der Frau Chefredakteurin, denn heute vor 10 Jahren bin ich, Mimi, bei ihr eingezogen! Glückwunsch zu unserem Jahrestag, mein lieber Dosenöffner! Ja, Folks, 10 Jahre, das ist schon eine feine, lange Zeit, nicht wahr? Und nun kommt hier mein Geschenk von meinem Frauchen zu diesem doppelt besonderen Tag, spitzt alle die Öhrchen, meine lieben vierpfötigen Katzen- und Hundefreunde, setzt, falls nötig, die Lesebrillen auf, hihihi, und guckt:

Jaaaaa, ist das nicht herrlich und wunderbar, wir können mal wieder alle ausgiebig feiern, ich hoffe sehr, daß alle meine Freunde dabei sein können, ich zähle auf euch!!! Da mein Frauchen die Party ausrichtet, braucht ihr nix mitzubringen als euch und gute Laune.

Wie ihr der Einladung entnehmen könnt, ist Treffpunkt hier auf Balkonien hinter unseren Redaktionsräumen, das kennt ihr ja alle schon, das wird keiner verfehlen!

Von da aus ziehen wir dann, wenn alle eingetrudelt sind, in den Garten unter unserem Eulennest

wo ich von hier oben immer die schönen grünen Bäume sehen kann! Und da unten starten wir dann, wenn es dunkel genug geworden ist, eine zünftige Nachtwanderung durch die nächtliche Grafschaft, ausgerüstet mit Taschenlampen, und erkunden die Gegend! Das wird bestimmt richtig spannend, und die Grafschaft hat mal wieder was zu staunen, wenn eine Horde von Katzen und Hunden, mit Taschenlampen leuchtend, durch die Straßen zieht, hihihihihi! Wenn wir genug gesehen haben, laufen wir alle gemütlich zurück zum Garten, denn da geht es dann richtig zünftig weiter, mit einem feinen Lagerfeuer und mit……tadaaaaa! Zelten, jaaaa, meine lieben Freunde, ich lade euch alle zum übernachten ein, in feinen kleinen Zelten, die Nächte sind ja immer noch so schön warm, da haben wir, mein Dosenöffner und ich, gedacht, das können wir fein nochmal machen, bevor der Sommer dann ja doch irgendwann zu Ende geht.

Ich freu mich schon so, das wird bestimmt herrlich gemütlich, wenn wir dann alle um das Lagerfeuer versammelt sind

Wir werden Würstchen grillen und Stockbrot und Marshmellos

Getränke stehen bereit

Bier, unsere geliebten Katzenminzecocktails, und Met für Ruddi!

Und da Weltkatzentag ist und wir natürlich ein Bespiel geben wollen für ein friedliches Miteinander bei uns Tieren, nehmen natürlich auch die tierischen Nachbarn unserer Grafschaft an unserem herrlichen Zeltlager teil!

Und am Lagerfeuer! Das wird bestimmt eine Gaudi!!!

Unsere Fledermäuse werden durch den nächtlichen Himmel flattern

und Glühwürmchen werden so schön romantisch durch den Garten leuchten, wie man auf dem Bild schon sieht!

Über uns breitet sich das Sternenzelt aus

wir können den Mond anschwärmen und vielleicht sehen wir sogar schon Sternschnuppen dann dürfen wir uns alle was wünschen

aber nicht verraten, sonst geht der Wunsch nicht in Erfüllung.

Am Lagerfeuer werden ja auch immer Lieder gesungen, das wäre doch auch was für uns, ich hab mal eine kleine Auswahl getroffen und hoffe, es ist für jeden was dabei und es gefällt euch!

Unser Lieblingslied:

Für unsere Hundefreunde:

Für Ruddi:

Das können wir dann bestimmt alle mitsingen:

Wißt ihr, was noch ans Lagerfeuer gehört? Ja? Gruselgeschichten, genau, die ganze Redaktion hat mitgesucht nach einer passenden Gruselgeschichte und da fanden wir diese hier:

Danach können wir uns dann alle gemütlich in die Zelte begeben, unsere neue Glühwürmchen-Lampe dient uns da als Nachtbeleuchtung,

bevor wir uns dann alle in unsere Schlafsäcke kuscheln, hab ich uns noch ein ganz feines Lied zum Abschluß rausgesucht, da ist meine Frau Chefredakteurin drauf gekommen, weil sie das so schön findet:

Und dann sagen wir uns alle gute Nacht und träumen von einem herrlichen Beisammensein!

Guts Nächtle!

All unseren lieben Lesern wünsche ich einen wunderschönen Donnerstag, allen Katzen einen herrlichen Weltkatzentag, mein restliches Redaktionsteam schließt sich den lieben Wünschen hier natürlich an!

Habts fein! Wünschen euch allen Mimi und Frau Chefredakteurin Monika, sowie euer Volontär Ruddi!

 

 

 

 

Türchen 23

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Morgen, Kinder, wird’s was geben

Morgen, Kinder, wird’s was geben,
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unserm Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa dann ist Weihnachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl,
schöner als bei frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch vom vor’gen Jahr,
wie’s am Weihnachtsabend war?

Wißt ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin,
Jettchens Küche mit dem Herdchen
und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
mit der gelben Violin?

    

Wißt ihr noch den großen Wagen
und die schöne Jagd von Blei?
Unsre Kleiderchen zum Tragen
und die viele Näscherei?
Meinen fleißgen Sägemann
mit der Kugel unten dran?

    

Welch ein schöner Tag ist morgen,
viele Freuden hoffen wir!
Unsre lieben Eltern sorgen
lange, lange schon dafür.
O gewiß, wer sie nicht ehrt,
ist der ganzen Lust nicht wert!

Nein, ihr Schwestern und ihr Brüder,
laßt uns ihnen dankbar sein,
und den guten Eltern wieder
Zärtlichkeit und Liebe weihn,
und aufs redlichste bemühn,
alles, was sie kränkt, zu fliehn.

Laßt uns nicht bei den Geschenken
neidisch auf einander sehn;
sondern bei den Sachen denken:
„Wie erhalten wir sie schön,
daß uns ihre Niedlichkeit
lange noch nachher erfreut?“

(Text: Karl Friedrich Splittegarb, Musik: Karl Gottlieb Hering)

Hach, das ist auch so ein schönes Weihnachtslied, das ich sehr mag, erinnert es unsere Jahrgänge doch so schön an die eigene Kindheit und die vielen Bescherungen im Familienkreis! Und es ist, bevor das besondere Türchen 24 zum Heiligen Abend folgt, der letzte Teil einer Trilogie, die mit Türchen 20 mit dem schenken begann, mit Türchen 21 besinnlich den Sinn des Festes dort einband, und mit Türchen 23 das alles abschließt mit unseren Kinderweihnachten!

Weihnachten in unseren Kindertagen, welch ein Zauberwort! In meiner Erinnerung lag während der gesamten Adventszeit Schnee, das wird wohl so nicht gewesen sein, obwohl er früher doch häufiger war, da spielt die Fantasie mir einen Streich und faßt die Jahre irgendwie alle zusammen, also…..Schnee!!!

Wo man draußen Schneemänner bauen konnte, was haben wir herrlich im Schnee gespielt, Schlitten fahren, welche Wonne, jede Zentimetererhöhung wurde als Rodel“berg“ benutzt!

 

Und weil es so kalt war, trugen wir Mädchen ausnahmsweise lange Hosen unter den Röcken und Kleidern, ich mußte sie wirklich in den ersten Grundschuljahren noch in der Schule ausziehen, für den Heimweg wurden sie dann wieder angezogen, Unterricht nur in Rock oder Kleid, lach!

In der Adventszeit stand in unserer Klasse immer eine kleine Krippe, natürlich noch ohne Christkind, und da bekamen wir statt Fleißkärtchen für gute Arbeiten und/oder gutes Betragen jeweils einen Strohhalm für die Krippe, den konnten wir dann in die Krippe legen, damit durch unsere guten Taten das Christkind schön warm und weich zu liegen kam, das war immer ein Wettbewerb!

Und zuhause war die Adventszeit auch so heimelig, am Adventssonntag wurden die jeweiligen Kerzen angezündet, Mamas geliebter Küchen-Nickelherd verbreitete wohlige Wärme, durch die Herdplattenschlitze warf das Feuer Lichtspielereien an die Decke, die ich als Kind immer „Flumm-flumm“ genannt habe. Meine Mama hat vorgelesen, oder wir haben gesungen, Papa war ja im Gesangverein, zweiter Baß, der konnte so fein singen. Und später, als ich es konnte, hab ich oft Blockflöte gespielt.

Wie herrlich war es vor Weihnachten, Spielzeugläden zu gucken. Was die für Sehnsüchte weckten!

 

Wir hatten in meinen Kindertagen noch keinen Fernseher, aber Nachbarn über uns besaßen bereits einen, da durfte ich dann als Kind schon mal Kinderfilme gucken gehen, mein Lieblingsfilm zur Weihnachtszeit:

 

Ich war immer wie verzaubert, und ich könnte heute noch schwören, den Film in Farbe gesehen zu haben, was a) bei den damaligen Fernsehprogrammen gar nicht möglich war, und b) der Film ist nicht farbig! Aber das Buch, wahrscheinlich hab ich einfach „übertragen“. Meine Lieblingsszene: Die Nachtfee empfängt in ihrem Schloß die Sonne mit ihren Kindern, der Morgen- und der Abendröte und dem Morgen- und dem Abendstern, das fand ich so schön. Vor allem, wenn die beiden sich umarmen, wenn die Sonne die Nacht umarmt, ist es ganz hell, wenn die Nacht dann die Sonne umarmt, wird alles dunkel, wunderbar fand ich das.

Und so nahte langsam der Heilige Abend, was war das doch immer ein aufregender Tag, und für mich als Kind noch mehr, weil wir nämlich in meinen Kinderjahren immer erst am 1. Weihnachtstag morgens beschert haben, ich wollte das später selber so, erst in den Teenager-Jahren hab ich dann gesagt, nun könnten wir es auch am Heiligen Abend machen, ich fand halt die Vorfreude immer so schön.

Mein Papa hat dann, wenn ich am Heiligen Abend schon geschlafen habe (WENN ich geschlafen habe, hihihi, meist hab ich gehört, wenn Papa leise aus der Tür schlich) leise, still und heimlich den Tannenbaum aus dem Keller geholt und in unserer Wohnküche aufgestellt, meine Eltern haben ihn dann wunderschön geschmückt und sind dann auch zu Bett gegangen. Am Weihnachtsmorgen ist Papa immer als erster aufgestanden und hat schon mal den Herd angemacht, damit es schön warm wird in der Stube, was war ich da dann immer schon zappelig. Wenn wirklich richtig Winter war mit Eis und Schnee, dann waren die Fenster bis oben hin voller Eisblumen und es war so kalt im Schlafzimmer, meine Mama hatte aber so eine elektrische Wärmelampe, (die ich heute noch habe, eine Lampe mit Reflektor, die man auch für Rot- und Blaulicht als Therapielampe benutzen kann, sie funktioniert noch!!!) die wurde dann angemacht, dann wurde es doch bissel wärmer, Mama hat mich dann angezogen, so gut das bei mir Zappelphilipp ging, ich wollte doch das Glöckchen nicht überhören, wenn das Christkind geläutet hat, daß ich kommen konnte, und wenn das ertönte, dann gab es kein Halten mehr!

Und dann stand ich wie geblendet von den (echten!) Kerzen am Weihnachtsbaum, und all dem Glanz und Flitter der schönen Silberkugeln, und hoch entzückt vom Naschwerk, das drin hing und abgeplündert werden durfte, wenn der Baum entsorgt wurde später, woran ich in dem Moment natürlich keinen Gedanken verschwendet habe, mit taten die armen Bäume später ohnehin immer so leid, wenn sie gehen mußten.

Und dann kam das Geschenke auspacken, manchmal hab ich die Schnüre nicht aufbekommen, weil ich vor Aufregung Zitterhändchen hatte, und was für eine Freude dann immer über all die Herrlichkeiten, neue Puppenkleider, oder was feines zum anziehen für einem selbst, ich erinnere mich da immer noch so gerne an diverse Samtkleidchen mit Spitzenkragen, in rot, blau und grün hatte ich im Laufe der Kinderjahre eines, einbeschert von den Eltern und Großeltern meiner besten Freundin. Ihre Eltern gingen arbeiten, die Großeltern konnten auch nicht immer einhüten, und so ist sie so oft nach der Schule mit zu uns gekommen, bis ihre Oma sie abends dann abgeholt hat, dafür waren sie meinen Eltern natürlich sehr dankbar, und so bekam ich dann zu Weihnachten meist das gleiche Kleidchen wie meine Freundin, da hab ich mich immer sehr drüber gefreut. Ja, und an einem Weihnachten der Puppenwagen, meine Puppenkinder, feine Stofftiere mit dem Knopf im Ohr, und Süßigkeiten (die bei mir meist bis Ostern gehalten haben, lach, die Chance hätten sie heute auf keinen Fall mehr!), es war wirklich eine Seligkeit!

Am Nachmittag wurden dann die Großeltern besucht, auch dort gab es noch mal eine kleine Bescherung, bei den Großeltern väterlicherseits mit meiner Cousine, die fast gleichaltrig war, und zwei jüngeren Cousins, das war ein Spaß! Mit vielen Kindern macht viele Freude, lach!

Wir haben dann auch zusammen musiziert, ein Cousin spielte Klavier, der zweite und ihr Vater spielten Gitarre, meine Cousine und ich Blockflöte, der Rest mußte singen! Herrlich war das!!!!!

 

Jetzt mach ich euch mal eine Dia-Show von meinen „echten“ Kinderweihnachtenbildern, wenn ihr Lust habt, nehmt euch einen Kaffee und guckt mal durch!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das waren meine Kinderweihnachten, selige Zeiten, eigentlich könnte ich noch lange weiter schreiben, aber ich muß mir ja auch noch was übrig lassen für den Adventskalender 2019, lach!

Ich hoffe, es hat euch allen Spaß gemacht, wir wünschen euch einen schönen, besinnlichen 4. Adventssonntag! 

Da brennt tatsächlich heute schon die vierte Kerze,  wie doch die Zeit wieder dahin geflitzt ist! Ich fand die Adventszeit mit euch allen hier wunderschön und anregend, es hat mir soviel Freude gemacht, na, ein Türchen kommt ja auch noch!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.

Türchen 16

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Vom Schenken

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gabe wiegen,
sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.

  

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
dass dein Geschenk –
Du selber bist.

(Joachim Ringelnatz)

Das ist ein richtig schönes Gedicht von Joachim Ringelnatz, ich mag es sehr, und bei dem Thema schenken, das ja in der Weihnachtszeit von großer Bedeutung ist, hab ich überlegt, was ich denn dazu einstellen könnte, was man (außer Puppen und Bären natürlich, lach!) noch so richtig gern unter dem Weihnachtsbaum hätte, und, wie könnte es anders sein bei mir Leseratte, was fiel mir ein? Bücher natürlich!

Und deshalb zeig ich euch jetzt mal meine gesammelten Werke an Büchern zu und über Weihnachten, vielleicht ist ja sogar noch die eine oder andere Geschenke-Anregung dabei. Und gleichzeitig ist das hier nun auch die Fortsetzung der kleinen, losen Serie, die ich mal über all meine Bücher machen wollte und dazumalen mit den Kinderbüchern begonnen habe. Los geht’s!

Da sind sie alle, meine Schätze von und über Weihnachten! Dieses hier

lag oben drauf und ist auf dem Gesamtbild nicht so gut zu sehen gewesen.

 Das sind die Lesebücher, ich denke mal, „Ein Weihnachtslied“ von Charles Dickens ist bestimmt allen bekannt. Kästners „Interview mit dem Weihnachtsmann“ haben mir mal die Kinder zu Weihnachten geschenkt, weil ich Kästner so liebe, das ist so ein wunderschönes Buch. Auf die Bücher gehe ich später noch bissel näher ein.

 Ich bin mal ein wenig näher ran an „Ein Weihnachtslied“, und so kann man auch die Titel der beiden gesammelten Weihnachtsgeschichten besser lesen, die davor liegen.

„Ein Weihnachtslied“ oder „Ein Weihnachtslied in Prosa“ von Charles Dickens ist mit Abstand mein Lieblingsweihnachtsbuch, ich habe diese wunderschönen Ausgabe mit den Bildern von Roberto Innocenti, die Bilder darf ich nicht einstellen, aber den Buchtitel, und da ist eines der Bilder drauf, die sind so wunderschön, einfach zum reinträumen. Leider gibt es im Netz auch keine Buchvorschau mit den Illustrationen, denn diese Ausgabe wird nicht mehr aufgelegt.

Meine „Kinderbücher“ zu Weihnachten, da kommt auch noch näheres.

 Weihnachtslieder im Buch dürfen natürlich nicht fehlen, das Buch „Alle Jahre wieder“ ist eine Rarität, geh ich auch noch näher drauf ein. Dann noch ein ganz altes Buch über Weihnachtsbräuche, basteln, backen usw. Und noch ein kleines Liederheft!

Glühwein & Co. kennt ihr ja schon auszugsweise von Rezepten, „Rundum die Weihnachtszeit“ ist was besonderes und wird auch noch näher vorgestellt. Und ein kleines Heftchen von Adventsdeko.

 Dies Buch ist eine echte Rarität, aus einer einzelnen Fotografie entstand die Dokumentation aller Oberhausener Krippen mit ihrer Geschichte und ihren Geschichten. Die Autorin hat die einzelnen Kirchen in der Advents- und Weihnachtszeit besucht, und aus ihren Fotografien entstand dieses Buch, der Verlag ist auch gleichzeitig mein hiesiger Buchladen und hat früher immer alles für unsere November-Buchausstellung in unserer Kirchenbücherei zusammengestellt, als meine Freundin und ich sie noch geleitet haben. War eine schöne Zeit!

Drei Krippen stelle ich euch jetzt mal vor

St. Johannes Evangelist war meine Kirchengemeinde, als ich noch bei meinen Eltern wohnte, dort war auch meine Erstkommunion.

Die Krippe meiner jetzigen Pfarrgemeinde, St. Katharina, Oberhausen-Lirich

Und die Krippe der Pfarrgemeinde St. Barbara in Mülheim-Dümpten, am Stadtrand von Oberhausen, da bin ich immer mit meinem Papa in der Weihnachtszeit Krippchen gucken gegangen.

Ein Auszug aus dem großen Weihnachtsliederbuch, dieses Buch hüte ich wie einen Schatz, denn es ist ein Geschenk von Björns langjährigem Musiklehrer für mich mal zu Weihnachten, er war ein großartiger Lehrer und Mensch, und ist im letzten Jahr verstorben.

Das ist aus dem alten Weihnachtsbuch, sind die Zeichnungen nicht wunderhübsch? Das Buch hab ich mal auf einem Trödelmarkt aufgetrieben.

Weil es so schön ist: Noch einmal das Weihnachtslied:

 Von Charles Dickens gibt es noch Weihnachtserzählungen und Weihnachtsmärchen, die Bände hab ich auch immer in dieser Zeit wieder beim Wickel. Manchmal glaub ich, so wie im Sommer Storm-Zeit ist, ist im Winter Dickens-Zeit, lach!

Ein sehr, sehr schönes Kinderbuch, in dem Oma von vergangenen Weihnachtszeiten erzählt, mit dem man auch zusammen basteln kann, richtig „gemütlich“!

Mein Glühwein-Buch, schon die Aufmachung ist ein Hingucker!

Innen genauso stimmungsvoll wie außen!

Das ist ein zauberhaftes Buch mit ganz raffinierten Bildern:

Seht ihr das Bändchen mit den „Rauf-runter-Zeigern“ an der Seite? Da kann man dann dran ziehen, in diesem Fall nach unten am Kreis längs

dann verschiebt sich das Bild langsam und ein Bild-im-Bild wird sichtbar

So sieht dann das andere Bild darunter aus. Schön, nicht wahr? Hat Björn als Kind stundenlang gucken können, an der Seite sind noch wunderschöne Gedichte abgedruckt.

Ein kleines Advent- und Weihnachtsgedichtbändchen!

Dieses Büchlein kennt ihr schon, da hab ich schon Bilder von gezeigt, aber seit neuestem gibt es so eine liebe Geschichte davon, ich bin nämlich von einer Dame per E-Mail angeschrieben worden, ob ich von diesem Büchlein, daß sie in meinem Blögchen entdeckt hatte, wohl Titel, Autor und Verlag wüßte, sie hätte es als Kind mal besessen und könne es nicht wiederfinden. Ich konnte, und die Dame war glücklich!

 Ein Büchlein mit neuzeitlichen Weihnachtsliedern!

Kleinere Heftchen, aber auch wichtig, Deko und Gedichte!

 Dieses Buch zählt nun zu den ganz neuen und wird auch nicht lange hier bleiben, es ist nämlich für die kleine Nichte der Kinder zu Weihnachten gedacht. Wer Astrid Lindgren kennt, weiß, wie schön das ist und die Illustrationen von Lars Klinting sind wunderbar!

Zum Buch von Erich Kästner „Interview mit dem Weihnachtsmann“ stell ich mal den Klappentext ein: „Weihnachtsgeschichten und -gedichte von Erich Kästner: Ein herzerwärmendes Lesefest rund um rauschebärtige Langfinger, geschenklose Ehemänner, das Problem der Bescherungsgerechtigkeit und die wiederkehrende Erfahrung, daß am Ende des Jahres zuverlässig eine schöne Bescherung droht.“

Die „Kleine Bettlektüre zur schönen Advents- und Weihnachtszeit“ ist laut Klappentext „ein literarischer Nikolaussack mit Erlebtem, Erdachtem und Anregendem für die Großen, die uns die Zeit zwischen Nikolaus und Christfest zur schönsten des Jahres machen – und für die Kleinen, die in diesen Wochen ihre buntesten Träume träumen.“

„Frohe Weihnacht“ enthält Weihnachtsgeschichten von bekannten Autoren wie Antoine de Saint-Exupéry, Dietrich Bonhoeffer, Michael Ende und viele mehr.

Ja, ihr Lieben alle, damit sind wir hier am Ende vom literarischen Türchen 16, ich hoffe, es hat euch wieder gefallen! Zum Thema lesen hab ich noch ein paar weihnachtliche Stimmungsbilder raus gesucht

 hübsch, nicht wahr, sieht ein bissel so wie ein Wimmel-Bild aus, finde ich, da paßt es doch schön.

Ist das nicht herrlich? Ich stell mir vor, man sitzt im Wohnzimmer, schaut in den verschneiten Garten mit dem Pavillon, und liest! Mit Tee! Und Gebäck! Und Mimi, lach, und sie hatte natürlich im weiten Sinne von Bücher noch ein feines Bild bezüglich Bücher schenken

 Weihnachtsmäuse!

Wir wünschen euch allen nun von ganzem Herzen einen

Habts fein, wünschen  Mimi und Monika.

In geheimer Mission

Dunst ist die Welle,
Staub ist die Quelle!
Stumm sind die Wälder,
Feuermann tanzt über die Felder!

Nimm dich in Acht!
Eh du erwacht,
holt dich die Mutter
heim in die Nacht!

(Theodor Storm)

 Psssttttt…….wir sind in geheimer Mission unterwegs! Wohin, warum und wie es dazu kam wollt ihr wissen? Na, dann fangen wir mal an mit dem gesammelten Bildmaterial, das uns auf die geheime Mission schickt:

 Das zeigt das Thermometer seit gefühlten Ewigkeiten, Mensch, Tier und Natur leiden unter der Hitze!

Kühl-Akku-Karton und

Fußbad reichen kaum noch aus, um zu erfrischen! Der Ventilator

 läuft wie anno dunnemals ein VW-Motor und sorgt wenigstens mal für bissel bewegte und ab und an auch kühlere Luft

weiß Mimi auch zu schätzen! 

Vor etlichen Tagen erreichte uns mal ein Regenguß

in den ich beim einkaufen geraten bin, die Leute draußen haben bestimmt gedacht, ich hab einen Sparren, das Wasser lief mir aus den Haaren und ich bin selig lächelnd mit meinen Einkaufstaschen nach Hause geschlendert! Und seitdem: Wüste Gobi!!! Keinen Tropfen mehr!!! Zum Kühl-Akku-Karton von Mimi gesellte sich überm Balkontisch ein feuchtes Handtuch

und unter dem Liegestuhl vom Dosenöffner, wo die Fliesen schön kühl und es schattig ist, gab es ebenfalls eines, sehr zur Freude von Mimi:

Seht ihr ihr Schwänzchen auf dem Handtuch? So liegt sie drunter

Gestern war es dann besonders schlimm, weil nun endgültig die Luft stand wie eine Mauer, kein Blatt bewegte sich um einen Hauch! Meine Deko-Schnecken sind in den Brunnen abgewandert

trotz Dachvorsprung mußte zusätzlich der Sonnenschirm in Aktion treten

Wasser steht bereit für alle Blümchen und Mensch und Tier

aus der ehemals Füßeschüssel trinkt jetzt Mimi, hihihi, ich bin zum Füße kühlen auf die Badewanne ausgewichen. Die Vögelchen haben jetzt zwei Tränken

 da können auch die Insekten ran, weil mittig so eine kleine Insel ist. Unter dem Sonnenschirm steht ein Eimer Wasser

kann man sich mal bissel erfrischen zwischendurch! Guckt, der Sonnenschirm spiegelt sich drin, das sieht lustig aus!

Auch eine Sprühflasche steht bereit

da darf ich aber Mimi leider nicht mit kommen, auch nasse Waschhandschuhe zum bissel Fell anfeuchten faucht sie an, hab ich überlegt, wo ich noch ein schönes Plätzchen für sie herrichten könnte, und ich bin fündig geworden, guckt mal:

 Hinten auf der Bank, da liegt sie so gerne trotz der Hitze, und da hab ich jetzt mittels Leine ein Katzen-feuchte-Handtücher-Zelt für sie gebaut!

Die Handtücher kann ich jetzt zum anfeuchten ansprühen, hihihi! Sie fand das Plätzchen sofort toll!

Ja, und all diese Bilder von der fürchterlichen Hitze haben uns jetzt eben auf die oben erwähnte geheime Mission geschickt, denn wir beide, Mimi und ich, wir suchen jetzt mal die Regentrude!!!

http://gutenberg.spiegel.de/buch/die-regentrude-3478/1

Die Geschichte der Regentrude von Theodor Storm beginnt mit den Worten: „Einen so heißen Sommer, wie nun vor hundert Jahren, hat es seitdem nicht wieder gegeben. Kein Grün fast war zu sehen; zahmes und wildes Getier lag verschmachtet auf den Feldern.“

Einen Eintrag dazu hatten wir schon mal hier im Blögchen, nicht vor hundert, aber vor 6 Jahren, ebenfalls zu den sog. Hundstagen, wenn ihr Lust habt:

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2012/08/18/hundstage-14573805/

Das hat Wikipedia dazu zu sagen

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Regentrude

Aber das ist natürlich alles Theorie, Mimi und ich, wir machen uns jetzt wie weiland Maren und Andrees auf den Weg zur Regentrude

(Szene aus dem Märchen Die Regentrude: Maren geht zum Brunnen, Illustrierte Zeitung, 30. Juli 1864)

und wenn wir sie gefunden haben, dann werden wir das als Gedicht oben eingestellte Sprüchlein aufsagen, dann schließt die Regentrude den Brunnen wieder auf und dann steigen dort ganz große, dicke, schwere Regenwolken empor  und ziehen hinaus in die Welt und dann…..wird es endlich wieder regnen!!!

       

Also, drückt uns alle die Daumen, daß es klappt, die Regentrude zu wecken, denn schon die Bilder hier vom Regen tun so gut!

Und wenn es klappt mit dem Regen   dann werde ich draußen im Regen tanzen, hihihi,  und durch die Pfützen springen wie ein Kind, lach!

Nun sind wir, euer Co-Autor,  meine Mimi und ich, natürlich echt gespannt, ob nach Regentanz, Sonnen- und Frühlingsbeschwörungen, Schnee-Erflehungen und diversen anderen Wettereinträgen in diesem Blögchen es uns gelingt, die Regentrude zu wecken!

Bevor wir nun diesen Eintrag beenden, haben wir noch was feines für euch, Ausschnitte aus einem Hörbuch von „Die Regentrude“ mit so wunderhübschen Bildern,

viel Spaß dabei!

Wir wünschen euch allen einen guten Freitag und ein schönes Wochenende, hoffentlich mit Abkühlung und Regen, falls es nicht klappt, haltet euch alle schön kühl, viel trinken, wenn es geht, wenig bewegen, paßt auf euch auf und kommt gut durch die weiteren Hitzetage! 

 

Im Reich der Fabeln und Legenden

  

Das Einhorn

Der Heilige hob das Haupt, und das Gebet
fiel wie ein Helm zurück von seinem Haupte:
denn lautlos nahte sich das Niegeglaubte,
das weiße Tier, das wie eine geraubte
hülflose Hindin mit den Augen fleht.

Der Beine elfenbeinernes Gestell
bewegte sich in leichten Gleichgewichten,
ein weißer Glanz glitt selig durch das Fell,
und auf der Tierstirn, auf der stillen, lichten,
stand, wie ein Turm im Mond, das Horn so hell,
und jeder Schritt geschah, es aufzurichten.

Das Maul mit seinem rosagrauen Flaum
war leicht gerafft, so dass ein wenig Weiß
(weißer als alles) von den Zähnen glänzte;
die Nüstern nahmen auf und lechzten leis.
Doch seine Blicke, die kein Ding begrenzte,
warfen sich Bilder in den Raum
und schlossen einen blauen Sagenkreis.

(Rainer Maria Rilke)

Das Einhorn (lat. unicornis, griech. monókeros) ist ein Fabelwesen von Pferde– oder Ziegengestalt mit einem geraden Horn auf der Stirnmitte. Es wurde im Mittelalter besonders durch den Physiologus bekannt, gilt als das edelste aller Fabeltiere und steht als Symbol für das Gute.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Einhorn

Das wohl berühmteste aller Fabeltiere, das Einhorn! Zur Zeit erlebt es einen Boom, und von A – Z gibt es wohl so ziemlich alles mit und über Einhörner!

Es gehört zu den mythischen Wesen, den Fabeltieren. Im Gegensatz aber zum Beispiel zum Lindwurm hat es eine positive Bedeutung, in der Gestalt eines wundervollen weißen Pferdes mit einem schlanken, gedrehten Horn auf der Stirn wird es dargestellt und ziert mittelalterliche Tapisserien ebenso wie Fantasy-Märchen. Es ist ein Symbol für Reinheit und Wahrhaftigkeit, Licht und Magie. Schon in der keltischen Mythologie war das Einhorn von besonderer Bedeutung, da es in enger Verbindung mit der Natur und der Traumwelt steht.

Der Legende nach kann sich einem Einhorn nur eine Jungfrau nähern, da es jeder „Unreinheit“ abhold ist. Erstaunlicherweise war auch das Christentum diesem Fabelwesen gegenüber duldsam, ja, es wurde sogar in die christliche Darstellung adaptiert als Symbol des Guten und zum Zeichen für die Muttergottes gemacht, zur Zeit der großen Marienverehrung im Mittelalter war das Einhorn ein wichtiges Bild des Glaubens und zierte manchen Altar.

(Virgin and Unicorn, Domenichino, 1602, Fresko)

Der Legende nach besitzt das Horn des Einhorns eine große Heilkraft, die Berührung des Horns macht den Geist klar, es ist ein Wesen der Klarheit. Es gibt kein trübes Wasser, das nicht zu kristallklarem Wasser würde, wenn das Einhorn mit der Spitze seines Horns den Wasserspiegel berührt.

Das Einhorn existiert auch als Krafttier, als solches klärt und wandelt es, reinigt und erhellt, wo Dunkles ist, womit das Dunkle der Seele gemeint ist. Es vermittelt Stärke, um sich dem zu verweigern, was uns nicht gut tut, um klar Stellung zu beziehen.

Da das Einhorn die Kraft der Heilung in sich trägt, ist es auch ein Krafttier für Menschen in Heilberufen, auch das ist wohl lange überliefert, man denke nur an viele Apotheken, die „Einhorn-Apotheke“ heißen.

Das Einhorn ist das Nationaltier Schottlands und ziert das Wappen, auch hier symbolisiert es Macht, Freiheit und Ehrenhaftigkeit.

(Bild: © Björn Zimmermann)

Das Einhorn erscheint als Krafttier häufig Menschen mit heilenden Fähigkeiten und jenen, die die Welt zum Besseren verändern wollen, die an das Gute im Menschen und die Kraft der Liebe glauben.

IV.  Sonett

O dieses ist das Tier, das es nicht giebt.
Sie wußtens nicht und habens jeden Falls
– sein Wandeln, seine Haltung, seinen Hals,
bis in des stillen Blickes Licht – geliebt.

Zwar war es nicht. Doch weil sie’s liebten, ward
ein reines Tier. Sie ließen immer Raum.
Und in dem Raume, klar und ausgespart,
erhob es leicht sein Haupt und brauchte kaum

zu sein. Sie nährten es mit keinem Korn,
nur immer mit der Möglichkeit, es sei.
Und die gab solche Stärke an das Tier,

daß es aus sich ein Stirnhorn trieb. Ein Horn.
Zu einer Jungfrau kam es weiß herbei –
und war im Silber-Spiegel und in ihr.

(Rainer Maria Rilke, aus: Die Sonette an Orpheus, Zweiter Teil)

Und nun fragt sich der geneigte Leser: Wie kommt sie auf das Einhorn?

Das ist ganz leicht zu erklären: Ich hatte zum Osterfest ein Geschenk für die Kinder gemacht, daß ich bis zur Überreichung natürlich hier noch nicht einstellen konnte, und zwar das hier:

 Lesezeichen! Ein Einhorn für Steffi und eine Fledermaus für Björn (er liebt Fledermäuse, hihihi!) Und zum euch hier zeigen brauchte ich doch wieder ein Thema, und da bot sich zuerst einmal das Einhorn an, die Fledermaus folgt später noch.

 Steffi war jedenfalls begeistert von ihrem Einhorn! Ich auch, lach!

Zum Abschluß des Eintrages noch einmal beide Lesezeichen in trauter Zweisamkeit

 

und damit wünsche ich euch einen schönen Donnerstag, vielleicht begegnet euch heute auch ein Einhorn und zeigt euch die schönen, lichten Seiten des Lebens!

Habts fein!