Türchen 6

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

 

St. Nikolaus hat Namenstag,
drum denken wir an ihn.
Man sah ihn einst mit Hut und Stab
durch alle Straßen zieh’n.
Er brachte allen Menschen Freud.
Half jedem groß und klein.
Drum soll an seinem Namenstag
bei uns auch Freude sein.

(Verfasser unbekannt)

Holler boller Rumpelsack,
Nikolaus trägt ihn huckepack.
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
runzlig punzlig anzuschaun.
Knackt die Schale, springt der Kern
Weihnachtsnüsse ess ich gern.
Komm bald wieder in dies Haus
guter alter Nikolaus.

(Albert Sergel)

Sankt Niklas, komm in unser Haus,
leer deine großen Taschen aus,
stell dein Esel auf den Mist,
dass er Heu und Hafer frisst.
Heu und Hafer frißt er nicht,
Zuckerbrezel kriegt er nicht.

(Volkstümlich)

Da ist er wieder, der Nikolaus-Tag, ein kleiner „Vorweihnachtstag“ in den Adventstagen, weil es zum Nikolaus-Tag auch schon kleine Geschenke gibt. Der Brauch geht auf viele Legenden zurück, die sich um die Gestalt des Heiligen ranken, der historische Nikolaus war Bischof von Myra, und als solcher vergab er sein Vermögen selbstlos an die Armen.

Und, habt ihr am gestrigen Abend denn auch alle eure Strümpfe  an den Kamin gehängt oder die Stiefel  vor die Türe? Mmmmhhh, höre ich euch jetzt fragen, mischen sich da nun nicht gerade zwei Personen, der Nikolaus und der Weihnachtsmann? Da habt ihr recht, die beiden Figuren sind nicht so ganz voneinander zu trennen, der eine, der Heilige Nikolaus  ist eine historisch belegte Figur, der andere, der Weihnachtsmann,  hat keinen geschichtlichen Hintergrund, er ist eine reine Erfindung, die sich, wie optisch hier gut dargestellt, aus verschiedenen Figuren wie Knecht Ruprecht oder eben dem Nikolaus, zusammensetzte.  Von ihnen übernahm er seine optischen Merkmale und wurde zu dem alten Mann mit Rauschebart sowie rot-weißen Gewändern. Und beschert eben eigentlich ebenso wie das Christkind erst am Heiligen Abend, also am 24. Dezember, aber wegen der ähnlichen Ansichten vermischen sich halt auch die Bräuche mitunter ein bissel!

 

 

Den heiligen Nikolaus hat man früher auch Spekulator genannt, den in geistliche Betrachtung Versunkenen. Da die Model des Weihnachtsgebäcks oft den heiligen Nikolaus auf seinem Schimmel darstellten, soll sich sein Beiname auf das Gebäck übertragen haben: Spekulatius!

  • 500 g Mehl
  • 2 gestr. Teelöffel Backpulver
  • 250 g brauner Zucker/Kandisfarin
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • je zwei Messerspitzen gemahlene Nelken und gemahlener Kardamom
  • 1 gestr. Teelöffel gemahlener Zimt
  • 2 Eier
  • 200 g Butter oder Margarine
  • 100 g gemahlene Haselnußkerne

Mehl und Backpulver vermischen und auf ein Backbrett sieben. In die Mitte eine Vertiefung eindrücken. Braunen Zucker, Gewürze und Eier hineingeben, darauf das in Stücke geschnittene kalte Fett und die gemahlenen Haselnußkerne. Alle Zutaten von der Mitte aus zu einem glatten Teig verkneten und 1 Std. kaltstellen. Den Teig dünn ausrollen, mit beliebigen Formen ausstechen und auf ein gefettetes Backblech legen. Werden Holzmodel benutzt, den Teig in den gut gemehlten Model drücken, den überstehenden Teig abschneiden und die Plätzchen aus dem Model schlagen. Mit dünnem Zuckerwasser bestreichen und backen, 10 – 15 Minuten bei 180 – 200 Grad.

 Das ist mein Holzmodel, da kann man fein Spekulatius mit backen.

Natürlich hat auch euer aller Co-Autor, meine Mimi, gestern abend ihr Stiefelchen mit dem von Frauchen zusammen rausgestellt

und ist schon wieder ganz hibbelig, ob und was denn wohl in ihrem Stiefel sein wird am heutigen Nikolaus-Tag, da der Eintrag aber schon nächtens für den heutigen Tag erfolgt, können wir erst morgen berichten, wie sich die Sichtung der Stiefel gestaltete. Dieweil liegt Mimi wieder still und heimlich auf der Lauer am Fenster, um einen Blick auf den Nikolaus und seinen Rentier-Schlitten zu erhaschen

wie er hier über die Grafschaft fliegt, im letzten Jahr war sie erfolgreich dabei, in diesem Jahr weiß ich es noch nicht, weil meine kleine Schwarze schweigt sich beharrlich darüber aus, solange sie noch nicht ihr hoffentlich gefülltes Stiefelchen inspiziert hat, also…..pssssstttttt!!!

Und damit wünschen wir euch allen einen wunderschönen, gemütlichen Nikolaustag, meinereiner hat heute wieder die erste Frühschicht in meiner Kirche, also wird die Nacht komplett zum Tag gemacht, lach!

Habts fein!   

St. Martin – wir leuchten und teilen!

Sankt Martin

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Ross, das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.

Im Schnee saß, im Schnee saß,
im Schnee, da saß ein armer Mann,
hat Kleider nicht, hat Lumpen an:
„Oh helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bittre Frost mein Tod!“

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin zieht die Zügel an,
sein Ross steht still beim braven Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin gibt den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
Sankt Martin aber ritt in Eil
hinweg mit seinem Mantelteil.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin legt sich müd zur Ruh,
da tritt im Traum der Herr hinzu.
Er trägt des Mantels Stück als Kleid,
sein Antlitz strahlet Lieblichkeit.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin sieht ihn staunend an,
der Herr zeigt ihm die Wege an.
Er fährt in seine Kirch’ ihn ein
und Martin will sein Jünger sein.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin wurde Priester gar
und dient fromm an dem Altar.
Das ziert ihn wohl bis an das Grab,
zuletzt trug er den Bischofstab.

 

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin, o du Gottesmann,
nun höre unser Flehen an.
O bitt für uns in dieser Zeit
und führe uns zur Seligkeit.

(Volkslied)

Ich geh mit meiner Laterne

Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten,
leuchten wir.
Ein Lichtermeer zu Martins Ehr!
rabimmel- rabammel-rabum

Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten,
leuchten wir.
Laternenlicht, verlösch mir nicht!
rabimmel- rabammel-rabum

   

Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten,
leuchten wir.
Mein Licht ist aus, ich geh nach Haus.
rabimmel- rabammel-rabum

(Volkslied)

Laterne, Laterne

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne,
brenne auf mein Licht,
brenne auf mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht.

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne,
sperrt ihn ein, den Wind,
sperrt ihn ein, den Wind,
er soll warten, bis wir zu Hause sind.

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne,
bleibe hell, mein Licht,
bleibe hell, mein Licht,
sonst strahlt meine liebe Laterne nicht.

(Text und Melodie: trad. aus Norddeutschland)

Laternenlied

Abends, wenn es dunkel wird,
und die Fledermaus schon schwirrt,
gehn wir mit Laternen aus
in den Garten hinterm Haus,
und im Auf- und Niederwallen
lassen wir das Lied erschallen:
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.

 

Wie so lieblich aus dem Grün
fern und nah die Lichter glühn,
schimmern auf den hellen Steig,
spiegeln sich im schwarzen Teich;
rosig aus dem Dunkel leuchtet
manche Blume tau befeuchtet.
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne!

Plötzlich aus dem Wolkentor
kommt der gute Mond hervor,
wandelt seine Himmelsbahn
als ein Hauptlaternenmann,
leuchtet bei dem Sterngefunkel
lieblich aus dem blauen Dunkel.
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne!

Ei nun gehen wir nach Haus,
blasen die Laternen aus,
lassen Mond und Sternelein
leuchten in der Nacht allein,
bis die Sonne wird erwachen,
alle Lampen auszumachen.
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne!

(Heinrich Seidel)

Zum 6. Mal feiern wir nun hier im Blögchen den Martinstag, da gibt es nicht mehr viel neues zu finden, haben wir beide, euer aller Co-Autor Mimi  und ich uns gedacht, wir stimmen euch erst einmal mit den bekanntesten Martinsliedern aufs Fest ein. Und weil pünktlich zum heutigen Martinstag der Martinssommer zu Ende gegangen ist und sich der November in typischer Weise grau, trüb, windig und sogar mit bissel Regen präsentierte, die Laternchen zu St. Martin aber trotzdem leuchten und der Tag des Heiligen Martin fest mit dem teilen verbunden ist, teilen wir mit euch jetzt alte und neue Martinsbilder.

 Ein ganz altes Bild, von St. Martin 2013, alle meine gesammelten Laternchen aus meinen und Björns Kindertagen aufgereiht am Wäscheständer, ehemals mein erstes Handy-Panoramabild, zudem sehr dunkel, das hat mir dann BrigitteE damals aufgehellt, hab ich mich so gefreut. Wie lang das her ist!

Schöne alte Bilder vom Laternelaufen hatten wir hier im Blögchen schon, zeigen wir jetzt nochmal und wir haben sogar noch neue gefunden:

(Laternenkinder, Peter Schwingen, 1837)

(Martinsabend, Eduard Geselschap, 1870)

(Sankt-Martins-Zug vor dem Düsseldorfer Rathaus, Heinrich Hermanns, 1905)

(Postkarte, datiert 10.11.1913. Titel: „Grüße vom Martinstag in Erfurt“)

(Ernst Oppler, Abend an der Ostsee)

Leuchtend geht es weiter, noch einmal meine gesammelten Laternchen, mit denen wir im letzten Jahr hier oben in unserem Eulennest einen Martinszug veranstaltet haben, Mimi und ich.

Unsere Grafschaft leuchtet auch so herrlich, dieser Herbst ist so intensiv von seinen Farben her, ich schrieb es neulich schon, das kommt schon fast an Indian-Summer ran! Da mußte ich natürlich doch wieder mit der Kamera gucken, daß ich dieses Leuchten für euch festhalten kann, los geht’s:

Die Grafschaft in der Dämmerung:

Am Samstag hab ich es dann mal am Tag fotografiert:

Goldtaler an der Birke vorm Haus!

Es gibt auch noch grüne Blätter!

Ist das nicht wunderschön? Ich liebe unser Eulennest, hihihi!

Und Burg Lirich thront über all der ganzen Herrlichkeit!

 Das ist mein Lieblingsherbstbaum, eine schlanke Birke, mit ihrem Goldschmuck direkt neben der dunklen Tanne, und der schwarz-weiße Stamm ist so ein schöner Kontrast.

Und all dieses herrliche herbstliche Leuchten, das wollten wir nun hier zum Martinstag mit euch teilen, um euch eine Freude zu machen, denn mit dem Teilen ist der Martinstag ja so fest verbunden, der Heilige Martin teilte seinen Mantel mit dem Bettler und rettete ihn vor dem erfrieren, und wir können heutzutage außer materiellen Gütern, mit denen wir alle noch reich gesegnet sind, auch Freude, Zeit und Aufmerksamkeit teilen, damit niemand in der Seele erfrieren muß.

Hab ich noch was vergessen, Mimi?

 Hi, Folks, na klar, hat der Dosenöffner noch was vergessen, was wir zum Martinstag noch mit euch teilen können, denn er fällt doch heuer auf einen Sonntag, na, Frauchen, und was darf da dann notwendig nicht fehlen? Mööönsch, der Stutenkerl, der Martinsbrezel und das leckere Gebäck zum Kaffee, Tee oder Kakao! Dann hol ich das jetzt mal nach hier, also büddeschön

  

 bedient euch  und laßt es euch schmecken! Wir, eure Tiere,  hätten natürlich auch gerne was ab! Ist ja schließlich Martinstag, teilen, hihihihi!

Ja, da hat Mimi mal wieder gut aufgepaßt beim Eintrag hier, die Leckereien zum heutigen Martinstag hätt ich wirklich fast vergessen. Und nun sind wir am Ende unseres Eintrags angelangt und wünschen euch allen einen wunderschönen Martinstag und Sonntag! Bleibt oder werdet alle gesund!

Habts fein! 

 

Juli, laue Sommernächte – Zeit für Romantik

 

Die stille Wasserrose

Die stille Wasserrose
steigt aus dem blauen See,
die feuchten Blätter zittern,
der Kelch ist weiß wie Schnee.

Da gießt der Mond vom Himmel
all seinen goldnen Schein,
gießt alle seine Strahlen
in ihren Schoß hinein.

Im Wasser um die Blume
kreiset ein weißer Schwan;
er singt so süß, so leise,
und schaut die Blume an.

Er singt so süß, so leise,
und will im Singen vergehn –
O Blume, weiße Blume,
kannst du das Lied verstehn?

 

(Emanuel Geibel)

Der Juli ist da, es ist herrliches Sommerwetter, das uns wunderbare, laue Sommernächte beschert, da dachte ich mir, wir könnten mal romantisch werden. Und erinnerte mich an Bilder, die ich vom Teich auf dem grafschaftlichen Friedhof gemacht hatte, mit Seerosen, und da war die Idee geboren.

Die Seerosen (Nymphaea) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Seerosengewächse (Nymphaeaceae). Die weltweit verbreitete Gattung umfasst etwa fünfzig Arten.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Seerosen

(Claude Monet, The Water-Lily Pond, 1899)

(Claude Monet, Water-Lilies, zwischen 1890 und 1899)

Claude Monet, der Maler der Seerosenbilder, beschäftigte einen Gärtner allein zur Pflege der Seerosen in seinem Wassergarten.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Monet

So wunderbar malen kann ich nicht, da hab ich die Seerosen fotografiert.

Ich liebe Seerosen, und diese weißen fand ich ganz besonders schön!

Seerosen haben eine besondere Symbolik, sie sind ein Symbol für magische Schönheit und Entrückheit, sie strahlen Ruhe aus und verbreiten eine friedvolle Atmosphäre. Wassergeister lieben Seerosen, Frösche und Libellen benutzen die Blätter gerne als Ruheplatz, und mit ein bissel Fantasie kann man sich die Blüten wie kleine Elfen vorstellen, die verzaubert auf dem See treiben. Der botanische Name der Seerose ist Nymphaea, da denkt man doch sofort an Wassernymphen, und tatsächlich taucht die Seerose so in der griechischen und römischen Mythologie auf: Eine Nymphe hatte sich in Herakles verliebt, da er ihre Liebe nicht erwiderte, starb sie an gebrochenem Herzen. Die Götter erweckten sie als Seerose wieder, berührt von ihrer Liebe.

Die Seerose steht für Wiedergeburt und Optimismus, weiße Seerosen für Reinheit und Klarheit, sie sind ein Zeichen für Erleuchtung und spirituelles Wissen.

Obwohl die Seerose in allen Teilen giftig ist, galt sie einst als Heilpflanze. Eine kuriose Anwendung bestand darin, die Blüten und Samen als  antaphrodisische Wirkung zu benutzen, soll heißen, sie wirkt gegen aufkeimende Fleischeslust und erotische Träume! Was es nicht alles gibt, lol!

Weiße Seerosen bezeichnet man auch als Wasserlilien.

Der Volksglaube warnte davor, die Blüten der Seerosen zu pflücken, sie brachten Unheil und es hieß, sie seien die Seelen der Ertrunkenen. Die Blüten ins Haus zu bringen oder zu verschenken galt als Unglück bringend.

Diese Ansichten waren aber zum Teil regional, denn zum Beispiel noch heute schmücken sorbische junge Mädchen eine Krone mit Blüten aus Seerosen, Kornblumen, Rosen und Karthäuser-Nelken für das Johannisfest am 24. Juni.

Seerosen wurden auch zum färben benutzt, die Wurzel der weißen und gelben Seerose war ein begehrtes Mittel zum schwarz färben von Stoffen, man nutzte sie auch zum gerben von Leder, je älter die Wurzel war, desto höher war der notwendige Gerbstoff.

Das war nun das wissenswerte über diese wunderschöne Blume, aber ich hatte euch doch noch Romantik versprochen, die kommt jetzt! Ich hab in meiner Bilddatei so nette Spielereien zum Bilder bearbeiten, und da hab ich nun klitzekleine Videos mit der Seerose gemacht, ich hoffe, sie gefallen euch!

Mit magischen Effekten:

Es regnet!

Mit Seifenblasen:

Mit Glühwürmchen:

Natürlich hat auch unser aller Co-Autor, meine Mimi, was hübsches zu diesem Beitrag, sie hat sich extra ein romantisches Kleidchen mit Seerosen angezogen, guckt mal:

Meine kleine Schwarze war ganz begeistert von den hübschen Blüten, die sie da einrahmen!

Und damit wünschen wir euch allen einen wunderschönen Sonntag mit bestem Sommerwetter und einer schönen, lauen Sommernacht, in denen wir von Seerosen-Teichen träumen können, bevor am Montag der Start in die neue erste Juli-Woche beginnt!

Habt alle eine gute zweite Halbzeit dieses Jahres wünschen euch von Herzen  eure Mimi und Frauchen Monika.

Habts fein! 

Von Katzen und (Fleder-)Mäusen und wohin wir die DSGVO wünschen…..

Die Fledermaus

Ein kleines Mäuschen kroch
stets unzufrieden in sein Loch;
stet’s wünscht‘ es: Wär‘ ich doch
der kleine Vogel nur
und flög‘ in freier Luft! Zeus sagte zum
Merkur:

Ich will der Närrin Wunsch gewähren,
erscheine, Maus! – Sie kam,
den Götterspruch zu hören.
Wohlan, sprach Zeus, zum Zeitvertreib,
geb‘ ich dir Flügel an den Leib.
Nun flieg!


Halb Vogel und halb Maus,
flog sie und hieß die Fledermaus.
Merkur sah sie und lachte;
nun fliegt sie nur bei Nachte.

(Johann Wilhelm Ludwig Gleim)

 Hi, Folks,

da bin ich allwieder zum Montags-Eintrag, euer Co-Autor, eure Mimi! Schließlich ist das heute ein besonderer Montagseintrag, und angesichts des Titels freu ich mich ja schon wieder leise hier vor mich hin über die Fragezeichen in euren Augen, hihihihi!

Eigentlich alles ganz einfach, ihr lieben Leser, guckt mal aufs Kalenderblatt: Naaaa??? Rüüüchtüüüg, heute ist der 30. April! Und was ist am 30. April??? Wieder rüüüchtüüüg, Walpurgisnacht! Er steht wieder an, der Ritt zum Blocksberg!

Da es aber nun zur Walpurgisnacht schon so viele Einträge mit allem drum und dran und auf und davon gab, mußten wir uns wieder mal was neues einfallen lassen, mein Dosenöffner und ich, ich hab dann beim dösen im Brotkasten gestern (ja, Folks, das ging noch bissel am Sonntag, das Wetter wollte es so, hihihi!) mal darüber nachgedacht und hatte dann auch die zündende Idee: Frauchen, lüüübes Frauchen, sag einmal, wie wäre es denn, wenn ich den Teil II von „Im Reich der Fabeln und Legenden“ übernehmen würde, da stand doch noch ein Lesezeichentier aus, das ganz hervorragend zu mir paßt: Die Fledermaus!

Das fand mein Frauchen nun auch eine sehr gute Idee, und somit war der Anfang unserer Titelzeile gefunden, ich mach hier also jetzt mal weiter mit Fabeln und Legenden Teil II: Die Fledermaus 

Die Fledermäuse (Microchiroptera) sind eine Säugetiergruppe, die zusammen mit den Flughunden (Megachiroptera) die Ordnung der Fledertiere (Chiroptera) bilden. Zu dieser Ordnung gehören die einzigen Säugetiere und neben den Vögeln die einzigen Wirbeltiere, die aktiv fliegen können. Weltweit gibt es rund 900 Fledermausarten.

Der Name bedeutet eigentlich „Flattermaus“ (ahd. fledarmūs, zu ahd. fledarōn „flattern“).

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Flederm%C3%A4use

Wir haben noch einen schönen Link gefunden, in dem es interessantes zur Fledermaus zu lesen gibt, den hier:

http://www.naju-wiki.de/index.php/Das_Fledermausjahr

Kommen wir nun also endlich ins Reich der Fabeln und Legenden.

Seit Menschengedenken begegnet uns das Böse  in Tiergestalt. Vor allem die Nachtschwärmer im Tierreich wurden als Helfer des Teufels angesehen, Wölfe, Eulen und eben auch die Fledermaus.

Die Fledermäuse gehören zu den mythischen Tieren, um die sich zahlreiche Legenden ranken. So wurden schon früh sowohl der Teufel als auch andere Dämonen mit Fledermausflügeln dargestellt. Und auch Vampire verwandeln sich in Fledermäuse, um sich unauffällig, wie unsichtbar, fortzubewegen und durch die Nacht zu fliegen.

Da Fledermäuse in Höhlen leben und die Dunkelheit lieben, provozierten sie bei unseren Vorfahren unheimliche Geschichten. Ihr ungewöhnliches Aussehen flößte  den Menschen Furcht ein, das ist wohl bis heute so. Im Skelett-Vergleich mit dem Menschen haben sie eine menschenähnliche Figur, ihre besonderen Zähne und Krallen, die großen Ohren und die unheimlichen Flügel weckten Fantasien und machten sie schreckerregend.

Fledermäuse sind nachts unterwegs, sie galten schon früh als unreine Tiere und wurden zum Symbol für Unsichtbarkeit, Lautlosigkeit und Ruhelosigkeit. Dies wird auch mit der Fähigkeit zu tun haben, sich mittels Ultraschallorientierung auch in tiefer Dunkelheit  problemlos zurecht finden zu können.

Diese Fähigkeit war lange nicht erforscht, daher wurden ihnen magische Kräfte zugeschrieben. Sie wurden für unsichtbar gehalten, galten als ruhelose Seelen und somit als Todesorakel.

Seit 1897, als Bram Stoker’s Roman „Dracula“ erschien, trägt der Vampir einen Umhang, der Fledermausflügeln ähnelt. Inspirationen in diese Richtung wurden sicherlich auch beeinflußt von den lateinamerikanischen Fledermausarten, die sich tatsächlich vom Blut anderer Tiere ernähren.

Die Rolle der Fledermaus in der Mythologie ist aber durchaus nicht nur negativ besetzt, so steht sie in China zum Beispiel für Glück und langes Leben, das spiegelt sich in dem chinesischen Wort „fu“ wieder, welches zugleich Glück und Fledermaus bedeutet.

Auch die Fledermaus ist ein Krafttier, wenn sie erscheint, bedeutet sie Orientierung durch spirituelle Fähigkeiten. Es werden neue Kräfte freigesetzt, es steht eine Veränderung im Leben an oder eine Wandlung im Bewußtsein. Was man im Herzen wahrnimmt, sollte geschätzt werden, auch wenn damit nicht den Erwartungen der anderen entsprochen wird. Die Fledermaus bestärkt das Vertrauen in die „systemeigene“ Orientierung. Sie ist der Begleiter, der den Weg durch die Nacht finden läßt – mit dem nötigen Licht in uns selbst. So finden wir durch unsere eigenen Ängste und Befürchtungen hindurch eine Straße in die Selbstbestimmung, vertrauen auf unsere eigenen Kräfte und Stärken und auf den uns eigenen Wegweiser, der in dieser Welt der Wegweiser von außen, diesem Netz aus Informationen und Regeln, zwar ein bissel eingeschlafen ist, der aber noch immer gut funktioniert, wenn er wieder aktiviert wird.

Da passen nun, finden wir, ganz fein die Bilder von der Lesezeichen-Fledermaus hin, die mein Frauchen für Björn gehäkelt hatte, schließlich guckt sie doch sehr sympathisch, oder?

 Ich finde die „Vampirzähnchen“ so knuffig, hihihihi!

Ob Fledermäuse kochen können, hihihi??!

Aber ganz sicher würden ihr Mondbilder gefallen, Frauchen hatte noch welche, die sie in den vergangenen Tagen mal gemacht hatte, ich mach euch und der „Fledi“ mal eine kleine Galerie zum anklicken:

Schön geheimnisvoll, passend zum Eintrag für die Fledermaus! Und zur heutigen Walpurgisnacht! Und damit kommen wir jetzt zum zweiten Teil unseres Titels „wohin wir die DSGVO wünschen…..“, nämlich hierhin:

 mit der fliegenden Hexe auf den Blo(g)cksberg, mein Dosenöffner und ich, wir fliegen mit,  und überprüfen genauestens, ob sie da auch ankommt, und da verbuddeln wir sie dann und führen ein Freundentänzchen auf  und fliegen nach der Walpurgisnacht vergnügt wieder Richtung Grafschaft  und können uns endlich wieder einfach nur ums bloggen und schöne Einträge machen hier kümmern, dieweil die o.g. hoffentlich auf dem Blocksberg Blogsberg vermodert!!! Hex hex!!! (Wär das schön, wenn wir das könnten, dann bräuchte sich mein Frauchen keinen Kopp mehr um den leidigen Datenkrempel machen! Die Betonung, sagt mein Frauchen, liegt auf „Krempel“, denn mit Daten“schutz“ im wirklichen Sinne haben wir kein Problem!)

Frauchen hat mir dazu so ein ganz feines Lied rausgekramt, natürlich wieder von Reinhard Mey, und datenschutzkonform eingebettet, wie gewünscht von der neuen Verordnung, die in vielen Teilen genau die Kriterien dieses Liedes erfüllt:

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/einen-antrag-auf-erteilung

Und damit wünschen wir euch allen nun einen feinen Montag, der denn dann der Einstieg in die Walpurgisnacht ist, wir wünschen allen Hexen einen guten Flug zum Blocksberg, so  oder   so modern, hihihi, wir beide, mein Dosenöffner und ich, wir sind allemal wieder dabei und freuen uns schon auf euch alle,  wir sehen uns um Mitternacht am Blocksberg, bis dahin ist auch das Essen fertig  !

Habts fein! 

Im Reich der Fabeln und Legenden

  

Das Einhorn

Der Heilige hob das Haupt, und das Gebet
fiel wie ein Helm zurück von seinem Haupte:
denn lautlos nahte sich das Niegeglaubte,
das weiße Tier, das wie eine geraubte
hülflose Hindin mit den Augen fleht.

Der Beine elfenbeinernes Gestell
bewegte sich in leichten Gleichgewichten,
ein weißer Glanz glitt selig durch das Fell,
und auf der Tierstirn, auf der stillen, lichten,
stand, wie ein Turm im Mond, das Horn so hell,
und jeder Schritt geschah, es aufzurichten.

Das Maul mit seinem rosagrauen Flaum
war leicht gerafft, so dass ein wenig Weiß
(weißer als alles) von den Zähnen glänzte;
die Nüstern nahmen auf und lechzten leis.
Doch seine Blicke, die kein Ding begrenzte,
warfen sich Bilder in den Raum
und schlossen einen blauen Sagenkreis.

(Rainer Maria Rilke)

Das Einhorn (lat. unicornis, griech. monókeros) ist ein Fabelwesen von Pferde– oder Ziegengestalt mit einem geraden Horn auf der Stirnmitte. Es wurde im Mittelalter besonders durch den Physiologus bekannt, gilt als das edelste aller Fabeltiere und steht als Symbol für das Gute.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Einhorn

Das wohl berühmteste aller Fabeltiere, das Einhorn! Zur Zeit erlebt es einen Boom, und von A – Z gibt es wohl so ziemlich alles mit und über Einhörner!

Es gehört zu den mythischen Wesen, den Fabeltieren. Im Gegensatz aber zum Beispiel zum Lindwurm hat es eine positive Bedeutung, in der Gestalt eines wundervollen weißen Pferdes mit einem schlanken, gedrehten Horn auf der Stirn wird es dargestellt und ziert mittelalterliche Tapisserien ebenso wie Fantasy-Märchen. Es ist ein Symbol für Reinheit und Wahrhaftigkeit, Licht und Magie. Schon in der keltischen Mythologie war das Einhorn von besonderer Bedeutung, da es in enger Verbindung mit der Natur und der Traumwelt steht.

Der Legende nach kann sich einem Einhorn nur eine Jungfrau nähern, da es jeder „Unreinheit“ abhold ist. Erstaunlicherweise war auch das Christentum diesem Fabelwesen gegenüber duldsam, ja, es wurde sogar in die christliche Darstellung adaptiert als Symbol des Guten und zum Zeichen für die Muttergottes gemacht, zur Zeit der großen Marienverehrung im Mittelalter war das Einhorn ein wichtiges Bild des Glaubens und zierte manchen Altar.

(Virgin and Unicorn, Domenichino, 1602, Fresko)

Der Legende nach besitzt das Horn des Einhorns eine große Heilkraft, die Berührung des Horns macht den Geist klar, es ist ein Wesen der Klarheit. Es gibt kein trübes Wasser, das nicht zu kristallklarem Wasser würde, wenn das Einhorn mit der Spitze seines Horns den Wasserspiegel berührt.

Das Einhorn existiert auch als Krafttier, als solches klärt und wandelt es, reinigt und erhellt, wo Dunkles ist, womit das Dunkle der Seele gemeint ist. Es vermittelt Stärke, um sich dem zu verweigern, was uns nicht gut tut, um klar Stellung zu beziehen.

Da das Einhorn die Kraft der Heilung in sich trägt, ist es auch ein Krafttier für Menschen in Heilberufen, auch das ist wohl lange überliefert, man denke nur an viele Apotheken, die „Einhorn-Apotheke“ heißen.

Das Einhorn ist das Nationaltier Schottlands und ziert das Wappen, auch hier symbolisiert es Macht, Freiheit und Ehrenhaftigkeit.

(Bild: © Björn Zimmermann)

Das Einhorn erscheint als Krafttier häufig Menschen mit heilenden Fähigkeiten und jenen, die die Welt zum Besseren verändern wollen, die an das Gute im Menschen und die Kraft der Liebe glauben.

IV.  Sonett

O dieses ist das Tier, das es nicht giebt.
Sie wußtens nicht und habens jeden Falls
– sein Wandeln, seine Haltung, seinen Hals,
bis in des stillen Blickes Licht – geliebt.

Zwar war es nicht. Doch weil sie’s liebten, ward
ein reines Tier. Sie ließen immer Raum.
Und in dem Raume, klar und ausgespart,
erhob es leicht sein Haupt und brauchte kaum

zu sein. Sie nährten es mit keinem Korn,
nur immer mit der Möglichkeit, es sei.
Und die gab solche Stärke an das Tier,

daß es aus sich ein Stirnhorn trieb. Ein Horn.
Zu einer Jungfrau kam es weiß herbei –
und war im Silber-Spiegel und in ihr.

(Rainer Maria Rilke, aus: Die Sonette an Orpheus, Zweiter Teil)

Und nun fragt sich der geneigte Leser: Wie kommt sie auf das Einhorn?

Das ist ganz leicht zu erklären: Ich hatte zum Osterfest ein Geschenk für die Kinder gemacht, daß ich bis zur Überreichung natürlich hier noch nicht einstellen konnte, und zwar das hier:

 Lesezeichen! Ein Einhorn für Steffi und eine Fledermaus für Björn (er liebt Fledermäuse, hihihi!) Und zum euch hier zeigen brauchte ich doch wieder ein Thema, und da bot sich zuerst einmal das Einhorn an, die Fledermaus folgt später noch.

 Steffi war jedenfalls begeistert von ihrem Einhorn! Ich auch, lach!

Zum Abschluß des Eintrages noch einmal beide Lesezeichen in trauter Zweisamkeit

 

und damit wünsche ich euch einen schönen Donnerstag, vielleicht begegnet euch heute auch ein Einhorn und zeigt euch die schönen, lichten Seiten des Lebens!

Habts fein!