Grafschafter Wochenanzeiger – Frisches aus dem Sommergarten!

Wiener Dialekt

Johannisbeer ist süße Frucht,
doch süßer klingt: »Ribisel«;


der Deutsche sagt: „Ein hübsches Gesicht!“
Der Wiener: „A hübsch Gfriesel!“


Die deutschen Jungfraun zieren sich
spröd-ernsten Wesens, strengens;
die Wienerin hält sich den Mann vom Leib,
und lacht und sagt: „Jetzt gengens!“


Und wenn er dringend wird und spricht
von seinem gebrochen Herzen,
dann schaut sie ihm ernsthaft ins Gesicht:
„Sonst habens keine Schmerzen?“
Und will er die Pistole gar
nach Brust und Stirne richten,


da nimmt sie ihn freundlich bei der Hand:
„Gehns, machens keine Gschichten!“

(Franz Grillparzer, 1791 – 1872, Wiener Hofkonzipist und Burgtheaterdichter)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, unsere Redaktionssitzung am Freitagabend ist mal wieder beim kulinarischen „hängengeblieben“, dieweil die Frau Chefredakteurin was feines aus dem Kaufladen mitgebracht hatte, „Beeren für die Bä(ee)ren“, lach! Aber da lassen wir jetzt mal Reinhard Mey den Anfang machen, denn bei diesem Obst fällt der Frau Chefredakteurin immer dieses Lied ein:

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/beim-bl%C3%A4ttern-den-bildern-meiner-kindheit

und von dem Lied die letzte Zeile „Johannisbeer‘n im Garten funkeln rot im Sonnenlicht.“

Und da sind sie:

und „funkeln rot im Sonnenlicht“

na, nicht im Sonnenlicht, aber im Licht der Küchenlampe, hihihihi!

Die Johannisbeeren (Ribes), in Bayern, Österreich und Südtirol die Ribisl (Plural: Ribisln), in der Schweiz MeertrübeliTrübeli oder Ribiseli, sind die einzige Pflanzengattung in der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Sie umfasst die im Deutschen als Johannisbeere und Stachelbeere bezeichneten Arten. Einige Arten und ihre Sorten werden als Beerenobst, andere als Zierpflanzen genutzt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Johannisbeeren

In der Traumdeutung sind Johannisbeeren ein Symbol für eine beständige gute Freundschaft und eine lang anhaltende Liebesbeziehung.

Daß ich bei den Johannisbeeren immer an das eingestellte Lied von Reinhard Mey denken muß, das hängt damit zusammen, daß mein Großvater väterlicherseits einen so schönen, großen Garten hatte

ihr erinnert euch vielleicht noch an das Bild von meinen Großeltern zum Eintrag zur Goldhochzeit von den Eltern meines Schwiegerkindes, da stehen meine Großeltern im Eingang zum Garten, unter dem Rosenbogen, und seitlich sieht man ein bissel Beete. Sie waren seitlich noch viel größer und gingen bis zum Haus, das war ein ganzes Stück, und in diesen Beeten standen eben auch Johannisbeeren, und so wurde die gesamte Textzeile von Reinhard Mey „Sonntage, wenn Verwandte uns besuchen,
wenn alles lacht und durcheinander spricht,
Geschirr klirrt, draußen gibt‘s Kaffee und Kuchen,
Johannisbeer‘n im Garten funkeln rot im Sonnenlicht.“ (Reinhard Mey) fest in meinem Gedächtnis verankert, und wieder abgerufen, wenn ich Johannisbeeren sehe. Denn genauso war das halt auch in meiner Kinderzeit.

Aber nun wollen wir uns hier natürlich auch an den schönen Beeren bildlich freuen,

Die Früchtchen glänzen wie roter Lack!

Sieht malerisch aus, oder, könnte man jetzt auch mit Sekt aufgießen!

Aber ich hab sie einfach pur zu Vanillepudding gegessen, so lecker! Vorher muß man sie alle von den Zweiglein pflücken

die dann übrig bleiben mit bissel „Ausschuß“

Die Farbe wechselt je nach Lichteinfall, aber immer ist es dieses klare rot!

Früchte sind ja auch immer ganz beliebte Servietten-Motive, da hab ich selbstverständlich auch wieder welche von, guckt:

Da muß man pflücken, bis man so einen Zinkeimer voll hat.

Gemischte Beeren! Mein bäriges Redaktionsteam kriegte hier Stielaugen, lach! So lecker Beeren schmausen für die Bä(ee)ren! Es gibt natürlich auch schwarze Johannisbeeren, die auch sehr lecker sind.

Viele unserer Leser können sich bestimmt noch an die Zeit hier im Blögchen erinnern, in denen ich zu den jeweiligen Themen alte Gemälde gesucht habe, die alte Tradition hab ich mal wieder aufleben lassen und bin fündig geworden:

(Johannisbeeren, Johann Adam Schlesinger, 1759–1829, )

Auf diesem Bild sind alle Sorten vereint, die rote, die schwarze und die weiße Johannisbeere, auch Champagnerbeeren genannt.

Johannisbeeren spielen natürlich auch bei der Gesundheit eine Rolle, sie wirken nervenberuhigend, verbessern die Laune (kann ich bestätigen, hihihihi!), stärken das Immunsystem und die Herzfunktion, sie erhöhen die Konzentrationsfähigkeit, helfen bei Heiserkeit und rheumatischen Beschwerden, kurzum: Sie sind gesund!

Lange haltbar sind sie allerdings nicht, man muß sie bald verzehren, aber man kann sie haltbar machen, und so kramen wir hier mal wieder was raus, nämlich unser

Rezeptbuch: (Das ist im übrigen der Teil unserer Wochenend-Ausgabe, an dem das bärige Redaktionsteam ganz besonders eifrig gewerkelt hat, alle, lach!)

Johannisbeer-Aprikosenmarmelade

  • 500 g rote Johannisbeeren
  • 500 g Aprikosen
  • 500 g Gelierzucker 2 : 1

Die Johannisbeeren waschen und von den Rispen streifen, die Aprikosen entsteinen und fein würfeln. Das Obst mit dem Gelierzucker mischen und zugedeckt über Nacht Saft ziehen lassen. Am nächsten Tag unter Rühren zum kochen bringen, vier Minuten sprudelnd kochen lassen, noch heiß in saubere Gläser füllen und sofort verschließen.

Wer es nicht so gerne stückig mag, der kann auch 1 kg rote Johannisbeeren und 500 g schwarze Johannisbeeren entsaften, und aus dem gewonnenen Saft mit der der Saftmenge entsprechenden Menge an Gelierzucker in vier Minuten sprudelnd kochen lassen und ein Gelee machen.

Für die „geistigen“ Genüsse im kommenden Winter würde sich das hier anbieten:

Johannisbeer-Korn

  • je 200 g rote und schwarze Johannisbeeren
  • weißer Kandiszucker
  • ca. 1 l Doppelkorn (38 Vol.-%)

Johannisbeeren waschen, gut abtropfen lassen, von den Rispen streifen und mit dem Zucker in eine saubere Flasche füllen, mit Korn aufgießen. Die Flasche verschließen und vier bis sechs Wochen stehen lassen. Anschließend abfiltern und umfüllen, verschließen und bis zum Gebrauch etwa 4 Monate stehen lassen.

Ja, dann wünschen wir euch Freude beim nachkochen oder ansetzen, und im Winter gibt es dann Sommergenuß, schöööön!

Die Johannisbeeren gehören in den Sommergarten, da mach ich euch nun mal eine kleine Bildgalerie

in solche Sommer- oder auch Bauerngärten gehören auch Kräuter, Gemüse und Blumen, Rosen vor allem und der dazu passende Lavendel, und zu dem duftenden Lavendel hätten wir nun zum Abschluß unseres Eintrages noch einmal ein Lied von Rheinhard Mey, zusammen mit seiner Tochter gesungen, „Lavender’s blue“

http://www.songlyrics.com/reinhard-mey/lavender-s-blue-lyrics/

und damit schließt sich der Kreis!

Das Video müßt ihr bitte wieder, wie im Video angezeigt, bei Youtube anklicken, es läßt sich nicht direkt hier im Blog hören.

Und wir wünschen all unseren Lesern ein schönes, gemütliches, entspanntes Wochenende mit fruchtigen Inspirationen, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern Otto und Luzia

Habts fein! 

Grafschafter Wochenanzeiger – Ein buntes Potpourri zum Muttertag

Wie sehen Engel aus?

Ich weiß es sehr.
Zu mir kam ein Engel,
das ist schon lange her.
Sie begrüßte mich mit offenen Armen,
als würden wir uns schon ewig kennen,
und versprach, daß, egal was passiert,
wir uns niemals würden trennen.


Engel halten ihre Versprechen,
und meiner war immer da für mich.
Mit Unterstützung und Verständnis
sagte er: „Komm her, ich tröste Dich.“
Sie ist niemals sehr weit weg,
und jetzt, wo ich erwachsen und nicht mehr klein,
da teile ich mit meinem Engel,
selber kleine Engelein.


Lange nachdem mein Engel seine Arbeit getan hat,
inmitten all der irdischen Dinge, wie z.B. das Bügeln,
wird sie für immer ein Engel sein,
aber dann einer mit himmlischen Flügeln.
So, wie sehen nun aus die Engel?
Hast Du es schon raus?
Engel kommen in vielen Formen,
aber meiner sieht wie meine Mami aus!

(Verfasser unbekannt)

Ja, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, heute ist wieder Muttertag, viele hatten wir hier schon im Blögchen, dies ist der zweite im Grafschafter Wochenanzeiger. Lange haben wir in unserer Redaktionssitzung überlegt, was wir bringen könnten dazu, ich hab mir dann sinnend meine während der Woche gemachten Notizen betrachtet, und hatte dann die zündende Idee, von der die übrigen Redaktionsmitglieder gleich begeistert waren. Es gibt, siehe Titel, ein buntes Potpourri zum Muttertag.

Als Kind hab ich meine Mama zum Muttertag beglückt, mit Karten, Bildern, selbstgebastelten Dingen, und natürlich Blümchen!

So ähnlich mag das dann immer gewesen sein, wenn ich mit Papa losgezogen bin, um Blümchen zu pflücken, am liebsten Butterblumen, die hielt ich als Kind für die schönsten Muttertagsblumen der Welt, und meine Mama hat sich immer sehr darüber gefreut. Ich hab in meinem reichhaltigen Fundus noch eine Karte gefunden, die ich meine Mama zum Muttertag gemacht habe, guckt mal:

Das war wohl eine gekaufte Karte, innen hab ich sie aber gestaltet

ich mußte doch lächeln über den Text: „Ich bin in diesem Jahr nicht immer lieb gewesen…..“ ich glaub, das war eine sanfte Untertreibung, denn meine Großmutter pflegte immer zu sagen, in mir stecke ein kleiner Deiwel! Und als ich dann erwachsen und verheiratet war, da

bekam ich ein Baby, meinen Sohn, und nun war ich eine Mama und hatte auch Muttertag, da hab ich mich so drüber gefreut! Und an einen Muttertag erinnere ich mich noch ganz besonders, denn den hab ich nicht zu Hause gefeiert, da war Björn noch ein Kindergartenkind und wir konnten auch außerhalb der Saison reisen, da hab ich nun neben Muttertagserinnerungen auch noch Urlaubserinnerungen und Bilder, die ich mit euch teilen kann.

Wir waren dazumalen in Cadzand in Holland,

https://de.wikipedia.org/wiki/Cadzand

und hatten dort eine wunderschöne, kleine Ferienwohnung in einem Ferienhauspark, unsere Wohnung war im Erdgeschoß, dazu gehörte sogar ein kleiner Auto-Carport. Ich hab noch Bilder von der Wohnung:

In der Türe spiegelt sich die kleine Küche

das war das Wohnzimmer, Björn hat es sich gemütlich gemacht. Der Stuhl rechts gehörte zu der kleinen Terrasse, die wir vor dem Haus hatten.

Schlafzimmer mit Kinderbett, wir hatten ein richtig schönes, großes Reisebett für Björn, die Sonne, die davor hängt, war Björns Spieluhr, die mußte notwendig jeden Abend zum schlafen gehen aufgezogen werden. Die Ferienhäuser standen so im Rund, und in der Mitte waren herrliche Spielmöglichkeiten für die Kinder, die Björn weidlich genutzt hat.

Fußballspielen mit Mama

Sandkästen zum buddeln, ganz links ist Björn

hinein ins sandige Vergnügen, lach! Hinterher sah das dann so aus

da war dann Dusche und Waschmaschine angesagt!!!

Am allerschönsten war aber buddeln am Strand, die Nordsee war nicht weit von unseren Ferienhäusern

Danach müde getobt mit Mama und Papa wieder nach Hause laufen

Es war herrliches Wetter zu der Zeit, nur einmal hatten wir ganz dicken Nebel, sowohl am Tag als auch in der Nacht, und nachts war das ein bissel unheimlich, weil man von der See her die Nebelhörner der Schiffe die ganze Nacht hörte.

Vielleicht haben einige meiner älteren (älteren vom länger hier dabei sein!) Leser bei dem Urlaubsort Cadzand aufgehorcht, da war doch mal was? Ja, richtig, und zwar das hier:

Haifischzähne, die konnte man dort am Strand finden, „die Strände bei Cadzand-Bad sind als gute Fundstelle von Haizähnen aus dem Neogen und Paläogen bekannt. Durch den Gezeitenstrom und den Strom der Westerschelde werden auf dem Meeresboden vor der Küste Schichten abgetragen, die Fossilien (Haizähne, Rochenzähne, andere Fischzähne) sowie Muscheln, Zähne und Wirbel von Fischen und Walen, Krabbenteile, Knochen von Säugetieren und Vögeln enthalten. Diese werden dann durch die Gezeiten an den Stränden angespült.“ (Quelle: Wikipedia, s. Link oben)

Wir haben gebuddelt wie die Weltmeister, lach, Björn war hellauf begeistert, was er nach Rückkehr aus dem Urlaub den Freunden im Kindergarten tolles berichten konnte von diesen Funden. Und als ich da so in Urlaubserinnerungen schwelgte, da ist mir was so witziges eingefallen: Wenn wir dann wie die Trüffelhunde am Strand entlang gepirscht sind auf der Suche nach den begehrten Haifischzähnen, da hab ich immer ein Lied gesunden, ich denke, das kennt ihr auch alle noch, stammt aus dem Jahre 1978, wird gesungen von Tony Marshall, und heißt „Bora Bora“,

bei der Textzeile „10.000 Meilen von zu Haus brach dann bei mir das Heimweh aus…“ hab ich dann immer gesungen: „10.000 Meilen von zu Haus buddeln wir Haifischzähne aus…“, das war immer eine Gaudi, da lacht Björn heute noch drüber, wenn wir das Thema mal beim Wickel haben.

Die Ortschaft haben wir natürlich auch erkundet, am Hafen gab es frischen Fisch

den ich hier gerade begutachte!

Und es gab noch ein ganz feines Ausflugsziel von dort aus, und zwar das Naturschutzgebiet und Vogelreservat „Het Zwin“

https://www.visitflanders.com/de/entdecken/sehenswurdigkeiten/top/het-zwin.jsp

und von dort hab ich noch ganz viele Bilder.

Dies ist aber erst einmal eine Postkarte, eine schöne Übersicht, dann kommen unsere Bilder.

Ich mach euch mal eine kleine Galerie, ihr wißt schon, anklicken, groß gucken!

Wir hatten auch so schöne Postkarten von dort, gibt es gleich die nächste Galerie

Was wäre Holland ohne Windmühlen, da haben wir auch noch Postkarten von

Mühle „De Brak“ in Sluis

eine Kornmühle, Baujahr 1739

Auch eine Kornmühle, mit dem Baujahr 1643!

Ja, und in diesem wunderschönen Urlaub hatte ich meinen Muttertag, in den ich mit Sohnemann hier hineingeschlafen habe, lach, das Bild hat Björns Papa ganz heimtückisch wirklich beim schlafen gemacht.

Und am Muttertagsmorgen gab es dann natürlich das übliche Prozedere, psssstttt, ganz leise Frühstück machen für die Mama….rabummmm, hach, das waren doch herrliche Zeiten. Natürlich hatte Björn auch eine Geschenk für die Mama, im Kindergarten gebastelt, dem Papa anvertraut, damit es auch mit in den Urlaub kommt und begeistert von mir ausgepackt, ihr kennt alle mein Sammlergen, guckt, da ist es:

Schöööön, nicht?

Das war nun also mein Muttertag in Cadzand, den ich jetzt mit einem wunderschön romantischen Bild beschließe

Und unser Potpourri geht weiter, da wir schon einmal am Meer waren, das Meer ist eine ganz alte Familienliebe,

da war Björn 22 Monate alt.

Überhaupt zieht es uns irgendwie ans Wasser, wenn nicht das Meer, dann der Rhein, der ja dort mündet, und an dem Björn jetzt wohnt, fand seine Mama als Kind schon klasse

Klein-Monika am Rhein

Und später dann mit Björn

Was noch so zum Muttertag paßt? Ich hab noch ein Bild gefunden, das Björn aus diesem Anlaß mal seiner Oma gemalt hat, ich glaub, da war er so 12 Jahre alt:

Das hat meine Mama auch treulich aufbewahrt, und nun ist es wieder bei mir.

Dann hab ich noch ein Knallerbild gefunden, das muß ich euch zeigen, schließlich macht man sich ja doch auch schön zum Muttertag, da zeig ich euch mal ein Bild aus den Tagen, als das noch richtig ging, lach!

Das war ein Outfit für eine verwandtschaftliche Hochzeit, hat Björns Papa damals mal so eine Portrait-Serie von mir gemacht.

Nun kommen Bilder, da hat mein Redaktionsteam sehr gestaunt und sich auch amüsiert, Bilder von unserem Balkonien aus den Anfangstagen unseres hier wohnens:

Dazumalen schon mit Sonnenschirm, aber sonst noch völlig kahl, mit Küchenstuhl, aber wie ihr seht…..“Stormzeit“!

Björn liebte den Balkon auch sehr,

sommers wie winters, ich glaub, ich hatte euch mal ein Bild gezeigt, wo wirklich massig Schnee auf Balkonien lag und Björn mit seinen Spielfiguren Schneeberge gebaut hat zum rodeln und Pferdeschlitten fahren.

Da wir nun schon hier in der Grafschaft wieder gelandet sind, vor einiger Zeit hatte ich mal berichtet, daß „Burg Lirich“ hier mal ganz anders aussah, ich hab Bilder gefunden, wo tatsächlich noch der zweite Schornstein steht, der später gesprengt worden ist

da stand dann auch nur der neue Schornstein, der heute noch steht, die „Burg“ kam dann später noch dazu und befindet sich hier wohl gerade im Bau.

Vielleicht erinnert ihr euch auch noch an meinen Eintrag über den Beruf, den unser Name beinhaltet, den Zimmermann, von dem ich doch eine Marionette habe. In dem Eintrag hatte ich euch erzählt, daß wir ein richtiges Richtfest mit allem drum und dran und Zimmermann und Richtspruch und runter geschleudertes Glas erlebt haben, nämlich beim Bau des neuen Kindergartens in meiner Gemeinde, als Björn noch im Kindergarten war, und da gibt es auch noch Bilder von:

Da ist er, der Zimmermann, beim verlesen des Richtspruchs!

Und auf noch einen alten Eintrag möchte ich mich beziehen, auf einen Geburtstagseintrag zu meinem Geburtstag, als ich euch die schöne Geschichte meiner kleinen Lampe erzählt habe, die ich dazumalen geschenkt bekam, kann ich beweisen, lach, guckt:

Da steht sie auf dem Frühstückstisch, und ich strahl genauso wie sie!

So, ihr lieben, zum Schluß unseres Eintrags gibt es noch mal zwei Bildchen, wo man Familienähnlichkeiten vergleichen kann

meinereiner und

Björn! Paßt, oder?

Und da das ganze ja ein Eintrag zum Muttertag ist, gibt es für das Muttertier hier, nämlich mich, jetzt noch ein Bild von meinem Sohnemann, eines dieser immer so herrlich gestelzten Bilder vom Fotografen!

Ist das nicht wonnig? Björn fand solche Termine wohl wie jedes Kind, ätzend, ich finde, das sieht man ihm kaum an, oder?

Und nun wünschen wir euch allen einen wunderschönen Muttertag, macht das beste aus der derzeitigen Zeit, paßt bitte alle gut auf euch auf und bleibt gesund!

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und Otto und Lucia.

Grafschafter Wochenanzeiger – Sportteil/Wintersport

Der Eislauf

Der See ist zugefroren
und hält schon seinen Mann.
Die Bahn ist wie ein Spiegel
und glänzt uns freundlich an.

Das Wetter ist so heiter,
die Sonne scheint so hell.
Wer will mit mir ins Freie?
Wer ist mein Mitgesell?

Da ist nicht viel zu fragen:
Wer mit will, macht sich auf.
Wir geh’n hinaus ins Freie,
hinaus zum Schlittschuhlauf.

Was kümmert uns die Kälte?
Was kümmert uns der Schnee?
Wir wollen Schlittschuh laufen
wohl auf dem blanken See.

Da sind wir ausgezogen
zur Eisbahn alsobald,
und haben uns am Ufer
die Schlittschuh angeschnallt.

Das war ein lustig Leben
im hellen Sonnenglanz!
Wir drehten uns und schwebten,
als wär’s ein Reigentanz.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Na, endlich, hör ich hier einige Leser unseres Grafschafter Wochenanzeiger seufzen, da haben wir ja lange drauf gewartet, auf den Sportteil, was ist denn eine gute Zeitung ohne einen Sportteil?!

Genauso ist das, ihr lieben Leser hier alle, und das dachte sich die Frau Chefredakteurin am vorgestrigen Abend auch, als sie zu ihrer hellsten Freude endlich mal wieder im Verlaufe der Wintersport-EM, und hier der Eiskunstlauf-EM 2020 in Graz, das von ihr so heiß geliebte Eiskunstlaufprogramm zu sehen bekam, in diesem Fall die Kür der Paare, bei der die deutschen Paare (ja, es sind zwei dabei gewesen!) Hase/Seegert den 5. Platz und das Paar Hocke/Kunkel den 7. Platz belegten. Gold, Silber und Bronze gingen an jeweils drei russische Paare. Unser Paar vom 5. Platz hätte noch eine Aussicht auf Bronze gehabt, aber nur bei einer fehlerfreien Kür, und das hat am gestrigen Abend nur ein einziges Paar geschafft, alle anderen haben teils heftig gepatzt!

Ja, und bei diesem unverhofften nächtlichen Vergnügen fiel mir das Thema für unsere Sonntagsausgabe ein, nämlich halt der Sportteil mit Eiskunstlaufen, in einer schnellen Redaktionssitzung haben wir hier abgestimmt, einstimmiges Ergebnis: Mach mal, Frau Chefredakteurin!

Na, das ist doch ein Wort, das mach ich doch nur zuuuuuu gerne, denn ich bin eislaufbegeistert seit Kindesbeinen, leider beschränkte sich diese Leidenschaft nur aufs zusehen am Fernseher, denn zum ausüben wäre der Sport unerschwinglich gewesen für meine Eltern, zumal wir auch kein Auto besaßen und die Eissporthallen, in denen man hätte trainieren müssen, alle nicht in der unmittelbaren Nähe meines Zuhauses lagen. Die Leidenschaft hab ich von meiner Mama geerbt, die liebte Eiskunstlaufen auch so sehr, und hat, als wir noch keinen Fernseher hatten, immer bei Nachbarn über uns, mit denen wir auch befreundet waren, geguckt, dazumalen wurde sowas ja noch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und sogar, wenn es irgend ging, live übertragen!

Aber welches Kind hat denn nicht genügend Phantasie, um eine Leidenschaft  anders auszuleben, wenn es real nicht geht, lach! Wir hatten im Schlafzimmer, in dem viel Platz war, weil ich dort auf einer Schlafcouch als Kind mitschlief, einen herrlich blank gebohnerten Linoleum-Boden, also hab ich mir dicke Wollsocken angezogen, und die waren meine Schlittschuhe damit bin ich dann im Schlafzimmer, pardon, in der hauseigenen Eissporthalle, über das blanke Eis geglitten, hab meine Pirouetten gedreht, den doppelten Rittberger, Toeloop, Axel, Salchow und wie sie alle heißen fehlerfrei aufs Eisparkett gelegt und bin am Ende meiner Kür strahlend an die Bande gelaufen (das Holzfußteil der Ehebetten meiner Eltern, hihihihi!!!) Es war herrlich!

https://de.wikipedia.org/wiki/Spr%C3%BCnge_im_Eiskunstlauf

In meiner Phantasie war ich aber keine Einzelläuferin, ich liebte den Paarlauf, und dazumalen war ja gerade unser deutsches Paar Kilius/Bäumler auf dem Siegeszug durch die Eisarenen, wir konnte es da anders sein, als daß ich mich damit identifiziert habe, zumal ja die Namen der beiden geradezu klassisch für mich waren mit ihren Initialen: Marika Kilius = M K, Hans-Jürgen Bäumler = H-J B, denn mein Mädchenname begann auch mit einem K, und ich war derzeit verliebt in einen Jungen meiner Klasse, dessen Initialen halt wie die von Hans-Jürgen Bäumler waren, der Vorname war sogar gleich!

Was haben meine Mama und ich mit diesem Paar mitgefiebert, und wie oft haben wir uns geärgert, wenn ihre ewigen Konkurrenten, das russische Paar Ludmilla Belousova und Oleg Protopopov, mal wieder den Sieg davon trugen.

Achtet mal auf Oleg Protopopov, wenn er läuft, meine Mama hat da immer so drüber gelacht und gemeint, auf seinem Hintern könne man beim eislaufen einen Wassereimer stellen, der bliebe stehen, lach!

1964 wurden dann Kilius/Bäumler Weltmeister,

das war ein Jubel! Neben Paarlaufen im Eiskunstlauf galt meine Liebe auch dem Eistanzen, und da erinnert ihr euch sicher alle noch an den legendären „Bolero“ von Jayne Torvill und Christopher Dean 1984 bei den Olympischen Spielen in Sarajevo, für den sie neunmal die damalige Idealnote 6,0 in der B-Note für die Präsentation erhielten:

Ist das nicht einfach herrlich??? Da stimmte jeder Schritt, das war so synchron, das war eine Meisterleistung, die wohl so schnell nicht mehr überboten werden kann.

Viel ist ja leider heute im Fernsehen nicht mehr zu sehen von diesem wundervollen Sport, einzig 2018 gab es dann doch mal wieder eine Sternstunde für ein deutsches Paar, bei der ich am Bildschirm live dabei war, nämlich am 15. Februar 2018, bei den Olympischen Spielen, in der Ice Arena von Pyeongchang , als unser deutsches Paar Aljona Savchenko und Bruno Massot, die nach dem Kurzprogramm auf dem 4. Platz standen und eine Medaille eigentlich schon abgeschrieben hatten, mit einer legendären Kür doch noch die Goldmedaille holten!!! Herrlich, sag ich euch! Da heult man einfach mit vor Begeisterung!

Kommen wir nun zur Geschichte des Eiskunstlaufs. Bei Spandau machte man 1897 bei Ausgrabungen den Fund von Knochenschlittschuhen, deren Alter man auf etwa tausend Jahre schätzte, mit diesen ältesten Typen von Schlittschuhen wäre wohl der Kunstlauf noch nicht möglich gewesen. In Holland und England wurde der Eislauf im 14. Jahrhundert ein Volksvergnügen, und zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde es dann auch eine winterliche Körperertüchtigung. Der erste deutsche Eislaufverein wurde 1861 in Frankfurt am Main ins Leben gerufen und der junge Klub führte schon ein Jahr später sein erstes Wettlaufen durch. Als Ende der sechziger Jahre die ersten wirklich brauchbaren Kunstlauf-Schlittschuhe ganz aus Metall gefertigt wurden und nicht wie bisher aus einer Holzschale mit Metallklinge, war der Siegeszug des Kunstlaufens nicht mehr aufzuhalten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eiskunstlauf

https://de.wikipedia.org/wiki/Schlittschuh

Ein klein wenig wurde dann mein Kindheitstraum doch noch wahr, denn auch wenn ich nicht so klein wie diese Protagonisten hier

auf die Kufen kam, später im Erwachsenenalter hatte ich dann doch auch eigene Schlittschuhe, es gab eine Eislaufhalle in Essen, in der man zu der Zeit, als ich noch auf meiner Bauernhofarbeitsstelle gearbeitet habe, laufen konnte, das war eine Gaudi! Das letzte Mal auf den Kufen gestanden habe ich dann im März 1980, bei einem Besuch bei Verwandten in der Nähe von Stuttgart, da war ich, was ich aber noch nicht wußte, bereits mit Björn schwanger! Vielleicht hat sich das übertragen, lach, er ist auch immer gerne eislaufen gegangen, seine Schlittschuhe sind sogar noch hier

ich hatte die nämlichen in weiß!

Und eventuell kann man diesen schönen Sport ja auch im fortgeschrittenen Alter nochmal wieder zum Leben erwecken, hier hätte ich dazu noch eine 90-jährige anzubieten, die allerdings auch schon in ganz jungen Jahren professionell gelaufen ist, trotzdem finde ich das eine Super-Leistung und bin immer ganz begeistert von dem Video!

http://www.wunderbar.in/post/video-90-jahrige-eiskunstlauferin-begeistert-publikum?fbclid=IwAR2voL3a56HVbd_6btroZP9k6f9nV7ZVTHI8dxEHGTm4eE8kXInGcFdz-qk

Guckt euch auf jeden Fall das Video zum Schluß des Links an, das lohnt sich!!!

Da Sportreporter, und ein solcher bin ich ja heute mit diesem Eintrag, meistens live berichten, hab ich jetzt noch einige Videos von herrlichen Eiskunstlaufsternstunden für euch

und kein Eintrag ohne schöne Bilder, die kommen jetzt zum krönenden Abschluß!

Zu diesem Bild fällt mir ein, daß ich mit Björns Papa mal, noch bevor Björn geboren war, im Schwarzwald in einem Winterurlaub mitten im Wald auf einem zugefrorenen See Schlittschuh gelaufen bin, wir waren die einzigen auf dem See. Romantisch!

Ich liebe diese Bilder!!!

Unschwer am unteren Rand des Bildes zu erkennen, daß es wieder Servietten-Motive sind, nicht wahr? Ich sammel die!

Da es hier sowohl sport- als auch eisbärenbegeisterte Leser gibt, vereinen wir das nun mal, lach!

Und damit schließe ich nun den ersten Sportteil unseres Grafschafter Wochenanzeigers, ihr könnte euch sicher alle denken, daß besonders die Eisbären unseres Redaktionsteams ihre helle Freude am Wintersport und hier eben auch am Eiskunstlaufen hatten. Aber natürlich auch der Rest der Truppe, und so wünschen wir euch jetzt allen einen wunderschönen Sonntag, bleibt oder werdet gesund, wir hoffen, es hat euch wieder Freude gemacht!

Habts fein, wünscht euch allen das Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Bonjour, Tristesse oder die Kunst der kleinen Glücke!

So muß man leben!
Die kleinen Freuden aufpicken,
bis das große Glück kommt.
Und wenn es nicht kommt,
dann hat man wenigstens
die „kleinen Glücke“ gehabt.

(Theodor Fontane)

Hallo, liebe Leser unseres Grafschafter Wochenanzeiger, da sind wir doch gleich zu Beginn des neuen Jahres mal wieder beim Wetter, lach, das sich mit eintäglicher Ausnahme präsentiert wie „siehe Titel“!

Nun wollten wir aber nach beratender Redaktionssitzung angesichts der Katastrophe in Australien hier beileibe nicht über den Regen meckern, und da haben wir uns gedacht, dann zeigen wir euch einfach mal die „Kunst der kleinen Glücke“ angesichts grauer Gräulichkeit draußen.

Als da wären:

Beim Einkauf Kartoffeln erworben und

eine Herzkartoffel gefunden!

Zeitschriften gekauft mit Thema Januar und Winter, so herrliche Bilder,

und neue Kalender, die im Januar ebenfalls solch schöne Winterbilder zeigen, wie wir uns einen Winter wünschen würden:

Das ist ein Küchenkalender mit feinen Tipps aus Omas altem Wissen!

Und eben Schneebildern, wie dieses aus dem Archiv von 2019, die Grafschaft in weiß!

Bissel weihnachtliches Gedöns wurde noch aufgeräumt in den Redaktionsräumen, und zwei süße Geschenkanhänger zieren jetzt die Deko am Küchenfenster.

Erinnert ihr euch an Mimis „Weihnachtsmäuschen“? Das hat in diesem Jahr ein Haus!

Und einen Kumpel:

Ein weißer Weihnachtswichtel!

Duftende Gewürze, Orangenscheiben und noch lecker Plätzkes, genau das richtige an usseligen Tagen! Apropos Duft: Teelichter mit Duftrichtung Schoko-Trüffel heben das Gemüt und bewahren vor Januar-Blues!

Ein ganzes Glas voll, während ich hier schreibe, duftet es um mich her, lach! Weiter duften, zum Beispiel in der Badewanne, mit einem Badezusatz mit diesen Ingredienzien

„Kuschelstunde“, mit holzig-fruchtigem Duft, ist wie Feuer im Kamin, lach! Dazu eine feine Tasse Tee

mit Kandiszucker, in dieser soooo schönen Tasse, ich glaub, das wird ein Wellness-Wochenende!

Dann auf das Sofa kuscheln, was feines zum lesen, und ein Gläschen Sahne- Bratäpfelchen-Likör

Hier leuchtet immer noch alles, lach, zum Beispiel unser Kranz über dem Kamin

das macht das Herz warm!

Vitamine sind auch „Stimmungsaufheller“, hab ich beim Wochenendeinkauf mal gleich ein großes Säckchen mit Blutorangen mitgebracht:

Sie hängen draußen auf Balkonien, da isses doch noch bissel „frischer“ als drinnen, und werden am Wochenende zu lecker Saft verarbeitet! Noch mehr Vitamine beim Wintergemüse, es gibt überbackenen Blumenkohl als Wochenend-Menü!

Ist im Säckchen nur zu ahnen, aber es ist einer, lach!

Vorgestern abend hatte ich irgendwann noch so ein kleines „Hüngerchen“, und da fiel mit so eine feine Erinnerung ein, als ich noch als Teenager zu Hause gewohnt habe, meine Mama hatte das auch manchmal mit dem kleinen Hüngerchen, und wenn wir das beide hatten, haben wir uns angegrinst und gesagt: „Tomatensüppchen?“ Das war dann das Stichwort, aus frischen Tomaten, die Mama meist im Haus hatte, angebratenen Zwiebeln und bissel Brühe haben wir uns dann eine Tomatensuppe gezaubert, mit „Toastbrot aus der Pfanne“, kennt ihr das auch? Bissel Butter in der Pfanne erhitzen und eine Scheibe Brot von beiden Seiten „ankrossen“, sooooo lecker! Und das hab ich mir am besagten Abend dann auch gemacht, mit einem sinnigen Lächeln in Erinnerung an meine Mama! Auch eines dieser kleinen Glücke!

Da sich außer dem Wetter auch die Weltpolitik mal wieder unsäglich „grauslich“ präsentiert, hätten wir zu diesem Thema mal wieder was von Reinhard Mey, sein Lied „Vertreterbesuch“ aus dem Album „Aus meinem Tagebuch“ von 1970!!! also sage und schreibe 50 Jahre alt und so aktuell wie eh und je!!!

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/vertreterbesuch

Ihr werdet sicher alle diese kleine Liste kleiner Glücke noch selber ergänzen und fortführen können, wir haben einfach mal so ein paar „aufgepickt“, die wir hier gefunden haben, und wünschen euch allen nun ein ganz feines Wochenende voller kleiner Glücke!!!

Mimi und ich, wir haben uns zu unserem kleinen Glück nochmal ein neues Kleidchen fürs neue Jahr gegönnt

und wir beide und das gesamte Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger samt den beiden Freelancern Lucia und Otto wünschen euch:

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 9

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Vom Honigkuchenmann

Keine Puppe will ich haben –
Puppen gehn mich gar nichts an.
Was erfreu’n mich kann und laben
ist ein Honigkuchenmann.
So ein Mann mit Leib und Kleid
durch und durch an Süßigkeit.

Stattlicher als eine Puppe
sieht ein Honigkerl sich an,
eine ganze Puppengruppe
mich nicht so erfreuen kann.
Aber seh ich recht dich an,
dauerst du mich, lieber Mann.

Denn du bist zum Tod erkoren –
bin ich dir auch noch so gut,
ob du hast ein Bein verloren.
ob das andre weh dir tut:
Armer Honigkuchenmann,
hilft dir nicht, du mußt doch ran.

( August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun mischen wir aber endlich mal mit in diesem Adventskalender, der heute schon 9 Tage alt ist!

Bei der Redaktionssitzung am Sonntag in den Redaktionsräumen hat uns nämlich unsere rasende Reporterin, euer Co-Autor Mimi, ihr legendäres Montagstürchen abgetreten, sie meinte, es wäre doch endlich an der Zeit, daß sich auch der Rest der Redaktionsmitglieder hier mal zu Wort meldet, und lustig könnten wir als Bären doch bestimmt auch! Frau Chefredakteurin nickte bekräftigend, und so haben wir uns begeistert in die Arbeit gestürzt: Zuerst mal mit einem schicken Kleidchen für diesen Kalender, also, der Ruddi, unser Volontär, der wollte was kuschelig-liebes haben, ist ihm gelungen, finden wir, oder?

Paßt doch auch fein zu seinem blauen Öhrchen! Bruno wollte was Polar-Bär-mäßiges mit viel Eis und Schnee, auch das finden wir jetzt richtig klasse, na?

Und Hamish, der doch immer mal wieder ein bissel Heimweh nach Schottland hat als unser Außenreporter, der wollte was, was ihn an seine Heimat erinnert, guckt mal:

Paßt doch super, oder, so ein Cottage gibt es doch bestimmt in seiner Heimat, und Hamish war hochzufrieden! Sein Landsitz zu Weihnachten, hihihihi!

Und dann haben wir überlegt, was wir euch denn für unser erstes Türchen hier anbieten könnten, wie Mimi uns noch aufgetragen hatte, sollte es ja was lustiges sein, na, und wo den Eintrag hier schon eure Bärenjungs machen, was gibt es denn lustigeres als was mit Bärenjungs, oder auch Bärenmädchen, ihr seid doch alle Bären- und Teddybärenliebhaber, wie wir schon bemerkt haben, da haben wir uns mit Hilfe der Frau Chefredakteurin mal auf die Suche im Netz gemacht und sind natürlich fündig geworden, hach, wir sind selber ganz verliebt!

Als erstes hätten wir da hier dieses zauberhafte Video, „Weihnachten bei Familie Bär“ hach, ihr lieben Leser, wir waren alle hin und weg, aber guckt einfach selbst:

Ist das nicht lieb? Hat Ruddi ausgesucht, er ist so ein Familienbär, kein Wunder, wo seine Häkelgeburt doch unter dem Motto der Liebe stand, die es als einziges zu Weihnachten braucht!

Bruno hat sich für was ganz aufregendes und kunterbuntes entschieden, als ehemaliges Hauptstadtkind, also als „Bärliner Bär“, fand er das so toll, schließlich kommt das Video auch daher, er ist sehr gespannt, wie es euch gefällt:

Na, ist das nicht eine Wucht? Wir haben hier alle leuchtende Augen bekommen, auch Mimi, und die Frau Chefredakteurin guckte ganz verträumt und ihr Teddybär, den sie als Kind schon hatte und der ja auch hier wohnt der Bernhard, der schmunzelte ganz verständnissinnig, und meinte, da würden bei seiner Freundin Kindheitserinnerungen wach, denn die schönen Darstellungen mit den beweglichen Figuren hätte es schon damals gegeben!

Als letztes hat sich dann Hamish auf die Suche gemacht, als schottischer Bär hat er ja auch so ein bissel einen Hang zum nachdenklichen, und er hat was wirklich schönes gefunden, büdde schön, Hamish’s Beitrag:

Wir hatten alle schwitzende Augen, das ist so eine schöne Geschichte von Janosch!

Ja, und das waren jetzt unsere Beiträge zu diesem Adventskalendertürchen, nun machen wir euch noch eine feine Bilder-Parade von Bären aus dem Archiv unseres Adventskalenders

und dann wünschen wir euch allen einen schönen Montag und einen guten Start in die neue Woche, die hoffentlich für alle unsere Leser eine schöne wird, wir drücken allen Kranken unsere Tatzen für eine baldige Genesung und allen anderen, daß sie gesund bleiben!

Habts fein wünschen euch allen Ruddi, Bruno und Hamish vom Grafschafter Wochenanzeiger

Grafschafter Wochenanzeiger – Wie alles begann…..

Morgenwonne

Ich bin so knallvergnügt erwacht.
Ich klatsche meine Hüften.
Das Wasser lockt. Die Seife lacht.
Es dürstet mich nach Lüften.

Ein schmuckes Laken macht einen Knicks
und gratuliert mir zum Baden.
Zwei schwarze Schuhe in blankem Wichs
betiteln mich „Euer Gnaden“.

Aus meiner tiefsten Seele zieht
mit Nasenflügelbeben
ein ungeheurer Appetit
nach Frühstück und nach Leben.

(Joachim Ringelnatz)

Frau Chefredakteurin erzählt „Wie alles begann…..“, nämlich so:

Ein Mann und eine Frau lernen sich kennen, verlieben sich, verloben sich, heiraten! Und nach zwei Jahren wird ihnen ein Kind geboren, ein Mädchen, das ganze ist nun auf den Tag genau 67 Jahre her

das waren meine Eltern und in der Mitte, das bin ich, ihre Tochter, heute vor 67 Jahren geboren! Eigentlich gebühren die Glückwünsche zu so einem Tag ja den Vorfahren, ohne die es uns ja nicht gäbe, schließlich fing ja auch meine Mama mal klein an:

Meine Großmutter, meine Mama, ihr kleiner Bruder, mein Großvater und im Hintergrund die Mutter meines Großvaters.

Da war ich drei Monate alt.

Mein Geburtstagsbild vom 2. Geburtstag:

Das war mein erster Teddybär, den gibt es leider nicht mehr, aber der zweite, den ich mit vier Jahren bekam, der begleitet mich heute noch!

Teddy Bernhard!

Im Kindergarten war meine große Liebe eine wunderschöne Puppe mit echten, nicht gemalten Haaren

die fand ich fein, man konnte ihr richtige Zöpfe flechten, was ich mit Wonne getan habe. Ihren Namen weiß ich leider nicht mehr! Aber ich hatte ja zu Hause auch feine Puppen, zum Beispiel meine Christel, mit der ich mich hier stolz auf meinem geliebten Roller präsentiere, mit Körbchen am Lenker fürs Püppchen!

Das war auch im Hochsommer und Christel trug einen von meiner Mama gestrickten Badeanzug, wie war ich stolz!

Herrliche Kindersommer in der Ferienzeit in meinem Kindheitsparadies in Höxter/Weserbergland, woher meine Großmutter mütterlicherseits stammte:

Guckt mal, das Bild ist in Höxter aufgenommen worden, und dieses hier dann Jahre später, da war ich schon ein Teenager, an gleicher Stelle und gleichem Busch, lach!

Das ist mir beim sichten meiner Archivbilder aufgefallen, nun brauch ich auch nicht mehr auf dem Mäucherchen zu stehen, grins!

Mal das Original ohne Zoom.

Aber erst einmal kam ich in die Schule

ich war ein begeistertes i-Männeken und bin eine begeisterte Schülerin geblieben!

Ich hatte eine glückliche Kindheit in einer großen Familie, das war vor allem zu Weihnachten immer fein!

mit meiner Patentante und ganz viel Familie!

Für den Zoo und seine Bewohner hab ich mich auch schon früh begeistert

Mit 10 Jahren feierte ich meine Kommunion

mit meiner Mama im Garten vor unserem Wohnhaus.

Dann kam allmählich meine Teenagerzeit, Familienfoto, ich, meine Eltern und meine Großmutter, die Mutter meiner Mama, im Garten unserer damaligen Wohnung, ich glaub, da war ich so süße 16 Jahre alt, lach!

Und wie das Leben halt so spielt, lernte auch ich einen jungen Mann kennen, verliebt, verlobt, verheiratet, und das Spiel des Lebens beginnt von vorne. Aber erst mal noch ohne Kind, passend zu den derzeit wieder so heißen Tagen am Meer, herrlich!

Die Liebe zum Meer ist ungebrochen geblieben! In der Zeit, in der dieses Foto entstanden ist, hab ich schon auf meiner geliebten Bauernhofarbeitsstelle gearbeitet

mit allen feinen Viecherln, die euch hier ja auch schon so vertraut geworden sind.

Da haben wir jetzt einen kleinen Zeitensprung gemacht, denn zu dem Zeitpunkt war ich ja schon verheiratet, und ich wollte euch doch mal in den Genuß meiner Brautbilder kommen lassen, hihihi, nun also:

Das war 1973!

Paßt aber trotzdem schön mit der Verbindung zu meiner „Ponderosa“, wie wir meine Arbeitsstelle immer genannt haben, denn in der Zeit dort bin ich auch mit meinem Sohn schwanger geworden.

Das war mein Geburtstag 1980, da war ich bereits im 7. Monat schwanger.

Und dann wurde Björn geboren!

Nun ist er auch schon verheiratet, bei mir ist in der ganzen langen Zeit, von der wir hier reden, 2009 meine Mimi bei mir eingezogen,

mit Beginn meines Blögchens hier im Mai 2012 zu eurem Co-Autor avanciert und mittlerweile die rasende Reporterin unseres Grafschafter Wochenanzeigers, zusammen mit ihrem Volontär Ruddi. Und wir sind mit der Chronik im Hier und Jetzt angekommen! Ich hätte da nun nur noch ein Schmankerl aus dem Archiv des Grafschafter Wochenanzeigers aus der Grafschaft, nämlich unsere Häuser noch mit Flachdach und ganz vielen Ballons am Himmel, lach!

Sowas wie diesen Eintrag hier bezeichnet man ja auch als Home-Story, und da hätte ich doch zum Schluß noch was feines für euch, natürlich mal wieder Reinhard Mey, der über eine solche Homestory ein herrliches Lied geschrieben hat, über das ich mich jedes Mal wieder brezeln könnte. Und somit ist dann auch die Titel-Idee erklärt, lach!

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/die-homestory

Wir wünschen euch allen einen wunderschönen Donnerstag!

Habts fein! Wünscht das gesamte Redaktionsteam, Monika und Mimi und euer Volontär Ruddi!

Grafschafter Wochenanzeiger – Familienbuch

             

Zu einer goldnen Hochzeit

Schweift der Geist zurück in jene Tage
alter Zeiten, Schön’res er nicht findet,
als das Schicksal, welches eine Sage
uns von Philemon und Baucis kündet.

Treuerprobt im Glücke und im Leide,
wuchs ihr Leben so in Eins zusammen,
daß – damit der Tod sie niemals scheide,
ließ ein Gott aus ihnen Bäume stammen,

Deren Zweige unauflöslich breiten
sich zum Schattendache, und ein Tempel
werden vielen Paaren, die voll Freuden
nehmen dran ein liebendes Exempel.

Und mir däucht, es sei in diesem Paare
Philemon und Baucis neu erstanden –
silberhell erglänzen ihre Haare,
golden ihrer Treue feste Banden.

Treuerprobt im Glücke und im Leide,
wuchs ihr Leben ganz in Eins zusammen,
doch ein mild’rer Gott noch ließ für Beide
höh’re Freude, süß’res Glück entstammen.

Noch im Vollgenuss der Lebensfülle,
frisch am Geiste, frisch des Herzens Triebe,
feiern sie in edler Menschenhülle
heut‘ das seltne Jubelfest der Liebe!

Wohl seh‘ ich zwei Bäume sich verschlingen,
doch nur als Symbol von jener Sage –
laßt es euch von treuen Freunden bringen,
die sich mit euch freu’n an diesem Tage!

(Luise Büchner)

Große Ereignisse werfen wieder einmal ihre Schatten voraus, im Grafschafter Wochenanzeiger wird eine Hochzeit gefeiert, aber dieses Mal eine Goldene Hochzeit. Ihr erinnert euch sicher alle noch gut an den Hochzeitseintrag von meinen Kindern, nun feiern die Eltern von meinem Schwiegerkind am kommenden Sonntag ihre Goldene Hochzeit! Und ich, eure Frau Chefredakteurin, bin natürlich zu diesem wundervollen Tag eingeladen. Die Freude ist groß, eine Goldene Hochzeit ist doch etwas ganz besonderes, welch ein dankbares, glückliches Gefühl muß es sein, als Ehepaar auf so viele gemeinsam verbrachte Jahre zurückblicken zu dürfen.

Ich hab dann mal wieder in meinen Erinnerungen und meinen Erinnerungsschatzkästchen gekramt, und festgestellt, das dies erst die dritte Goldhochzeit in meinem Leben ist, die ich mit feiere. Die erste war die Goldhochzeit meiner Großeltern väterlicherseits, die zweite die meiner Eltern, die aber wegen der Krankheit meines Vaters nur im kleinsten Kreis gefeiert wurde. Die Goldene Hochzeit von Steffis Eltern ist nun dann also die dritte im Bunde.

Die Goldhochzeit meiner Großeltern väterlicherseits, die möchte ich jetzt zu diesem Anlaß in Wort und Bild noch einmal mit euch gemeinsam feiern, ich hab dazu mein Bilder-Erinnerungs-Schatzkästchen wieder geöffnet, und so erlebt ihr jetzt Frau Chefredakteurin im zarten Alter von 5 Jahren auf der Goldhochzeit der Großeltern.

Da stell ich euch nun doch erst einmal das Jubelpaar hier vor, meine Großeltern

rechts ist meine Patentante, Tochter des Jubelpaares und Schwester meines Vaters.

Ein Familienbild

aus wesentlich früheren Zeiten, im Hintergrund der älteste Bruder meines Vaters, von links nach rechts: meine Großeltern, meine schon erwähnte Patentante, vorne rechts die Frau des ältesten Bruders, daneben die jüngste Tochter meiner Großeltern, hinter diesen beiden steht mein Vater und die dritte seiner Schwestern.

Ich hab sogar noch ein Farbbild von meinen Großeltern, aufgenommen in ihrem Garten, den ich hier schon so oft erwähnt habe, in dem ich soviel Kinderglück erleben durfte, und in dem eben auch die von Reinhard Mey besungenen Johannisbeeren wuchsen, die ich im letzten Eintrag erwähnt hatte.

Einmal das Bild im Original, die Rosen an der Seite sind Absicht, denn mein Großelternpaar steht da unter dem herrlichen Rosenbogen in ihrem Garten, rote, duftende Kletterrosen, ich rieche sie heute noch!

Und einmal ohne Rosenverzierung, es war auf dem Bild wohl auch noch oder keine Rosenzeit mehr.

So hab ich meine Großeltern noch heute in Erinnerung, Opa mit der für ihn typischen Zigarre!

Die Goldhochzeit meiner Großeltern wurde in der St.-Pankratius-Kirche in Osterfeld gefeiert, dem Stadtteil von Oberhausen, in dem meine Eltern geboren wurden. Die Kirche ist die älteste Pfarrkirche im Stadtteil Osterfeld, eine erste Kirche wurde bereits im 12. Jahrhhundert erwähnt.

Ist das nicht eine schöne Kirche? Zu diesem Bild gibt es ein drolliges Detail, denn bei den Besuchern, die auf das Goldhochzeitspaar warten, ist auch meine Großmutter mütterlicherseits, nämlich auf der rechten Bankseite, die zweite Dame von links.

Das Goldhochzeitspaar schreitet in die Kirche, hinter ihnen meine Mama (rechts) und meine Patentante, und das Führengelchen (so ist die Bezeichnung von Kindern im weißen Kleidchen für solche Jubiläen) das euch da so ernst anschaut, das bin ich! Neben mir, hier leider nicht ganz zu sehen, ist meine Cousine, die Tochter der jüngsten Schwester meines Vaters, wir beiden waren nur ein knappes Jahr im Alter auseinander und immer die besten Freundinnen als Kinder.

Die Goldhochzeits-Gesellschaft vor dem Altar zur Feier der Messe, ganz hinten stehen links die Eltern meiner Cousine, meines Papas jüngste Schwester und ihr Mann, und meine Eltern.

Wir kommen aus der Kirche nach der Messe, hier könnte ihr nun auch endlich meine Cousine sehen, das zweite Führengelchen, wir beide waren soooo stolz und ganz aufgeregt, und wir fanden uns so schön! Guckt mal auf das Goldhochzeitspaar, mein Opa trägt in der Hand einen Zylinder! Stand ihm gut!

Alle versammelt zum obligatorischen „Hochzeitsfoto“, das muß auch bei der Goldhochzeit so sein! Vordere Reihe ich, das Goldpaar, meine Cousine, hinter ihr meine Eltern, neben meinen Eltern die beiden Schwestern meines Vaters, die Mutter meiner Cousine und meine Patentante, hinter meinem Vater steht der Papa meiner Cousine, hinten über meiner Patentante der älteste Bruder meines Vaters, nach dem Rest der Verwandtschaft dürft ihr mich jetzt nicht fragen, da muß ich passen, ich weiß nur noch, daß das Verwandtschaft aus der Schweiz war, daher war nämlich meine Großmutter gebürtig.

Gratulationsschar vor dem Haus meiner Großeltern,

es war alles festlich mit Fähnchen und Wimpeln geschmückt, meine Patentante überreicht Blumensträuße ans Jubelpaar, ganz links steht mein Papa.

Meine Eltern und die Eltern meiner Cousine gratulieren dem Jubelpaar, vorne spricht mein Vater seiner Mutter Glückwünsche aus mit einem lieben Händedruck!

Das waren nun die Bilder von der Goldhochzeit meiner Großeltern, sie haben viele, schöne Erinnerungen an einen einmaligen Tag geweckt, an den ich so gerne zurückdenke.

Und nun steht am Sonntag wieder solch ein wunderbarer Jubeltag an, ich freu mich schon sehr auf die Feier, die am Sonntagmorgen auch in der Kirche beginnt, und hab lange über ein Geschenk nachgedacht, bin auch wieder fündig geworden und möchte euch nun daran teilhaben lassen.

Als erstes die Glückwunschkarte, die ich ausgesucht habe zu diesem schönen Tag

innen hab ich sie mit einem besonderen Gedicht und meinen persönlichen Glückwünschen gestaltet. Als Geschenk hab ich ein feines Buch gefunden

über die Zeit, beginnend mit dem Jahr der Hochzeit von Steffis Eltern bis heute, ich glaube, da freuen sich die beiden bestimmt drüber. Auf der Suche nach noch etwas besonderem, eigenen, bin ich mit diesen Materialien fündig geworden

ich wollte eine Kerze selbst gestalten zur Goldenen Hochzeit.

Und das ist das Ergebnis

die Rückseite zeigt zwei Herzen, aus denen zwei andere Herzen hervorgegangen sind, Steffi und ihr Bruder.

Ist doch recht hübsch geworden, oder?

Hübsch verpackt, werde ich mein Geschenk dann am Sonntag überreichen.

Auch zur Goldhochzeit gibt es Bräuche, der Farbe Gold wird ja eine besondere Kraft zugeschrieben, sie symbolisiert Licht, Beständigkeit und Weisheit. Die Alchemisten des Mittelalters sahen in Gold die Verbindung zwischen dem weiblichen Prinzip in Form von Quecksilber und dem männlichen Prinzip in Form von Schwefel. Zur goldenen Hochzeit kommt natürlich auch ein Kranz zum Einsatz, zum Beispiel aus gold besprühtem Buchsbaum, Tanne oder Eichenlaub. Solch einen Goldkranz trägt dann auch die goldene Braut, der Kranz als runder Kreis ist ein Symbol für Einheit, für das Vollkommene. Man kann ihn auch mit goldenen Rosen bestecken, wird er mit roten Bändern geschmückt, sollen diese symbolisch Hexen und böse Geister vertreiben. Manche Ehepaare überreichen sich an diesem Tag einen zweiten goldenen Ring, verbunden wird dieses Ritual mit einem erneuten Treueversprechen in einem festlichen Dankgottesdienst.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Was wäre ein solcher Ehrentag ohne Musik, was wäre ohnehin das Leben ohne Musik, also hab ich natürlich auch zu diesem Anlaß wieder gesucht und bin bei zwei Liedern gelandet, die ich persönlich gerade zu diesem Tag wunderschön finde und die zu meinen Lieblingsliedern zählen:

Gesungen von Heinrich Schlusnus, einem Lieblingssänger meines Vaters, ich mag so alte Aufnahmen sehr.

Ich liebe dich, so wie du mich,
am Abend und am Morgen,
noch war kein Tag, wo du und ich
nicht teilten unsre Sorgen.

Auch waren sie für dich und mich
geteilt leicht zu ertragen;
du tröstest im Kummer mich,
ich weint in deine Klagen.

Drum Gottes Segen über dir,
du, meines Lebens Freude.
Gott schütze dich, erhalt dich mir,
schütz und erhalt uns beide.

(Text: Karl Friedrich Wilhelm Herrosee, Musik: Ludwig van Beethoven)

Und noch einem Lied mit Erinnerung an meinen Vater, weil es vom Donkosaken-Chor gesungen wird, den er so liebte:

In deutsch hab ich es auch nochmal, die Fassung gefiel mir auch sehr gut:

Der Text steht unter dem Video.

Mit einem kleinen, feinen und, wie ich finde, passendem Gedicht von Ringelnatz

Privat-Telegramm

Unsere Kasse darf leer sein.
Doch dein Herz darf nicht schwer sein.

Jedes entschlüpfte harte Wort
von mir, – streichle du sofort!
Und rate mir in gleichem Sinn!

Jedes Schmollschweigen tobt ohne Sinn
hetzerisch durch die Brust.
Ärger ist stets Verlust,
und Verzeihung ist immer Gewinn.

Unserer beider Herzen mögen schwer sein
durch gemeinsames Mißgeschick.
Aber keine Stunde zwischen uns darf liebeleer sein.
Denn ich liebe dich durch Dünn und Dick.

(Joachim Ringelnatz)

schließe ich nun diesen Eintrag und hoffe, er hat euch gefallen.

Habt alle einen feinen Freitag und ein wunderschönes Wochenende, wünschen euch eure Chefredakteurin Monika mit Co-Autor und rasender Reporterin Mimi sowie euer Volontär Ruddi

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Mimis Montags-Feuilleton

Mai ist’s jetzo. Für den Denker,
der die Gründe der Erscheinung
kennt, ist dieses nicht befremdlich.
In dem Mittelpunkt der Dinge
stehn zwei alte weiße Katzen,
diese drehn der Erde Achse,
dieser Drehung Folge ist dann
das System der Jahreszeiten.

Doch warum im Monat Maie
ist das Aug‘ mir so beweglich,
ist das Herz mir so erreglich?
Und warum wie festgenagelt
muß im Tag ich sechzehn Stunden
zum Balkon hinüberschielen,
nach der blonden Mullimulli,
nach der schwarzen Stibizzina?

(Joseph Victor von Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, Lieder des Katers Hiddigeigei, VII)

Hi, Folks, hier ist wieder der berühmt-berüchtigte Montagseintrag, hier ist wieder Mimi, eure rasende Reporterin, euer Co-Autor.

Starten wir dann mal mit Schwung und Schmackes in die neue Woche, die denn dann ja schon wieder die letzte vollständige des Wonnemonats Mai wird. Wo ist bloß die Zeit geblieben? Zumal sich der von euch Menschen „Wonnemonat“ genannte Mai ja nun nicht so unbedingt mit Ruhm bekleckert hat, meist sah es so aus

manchmal auch schon mal so

hab ich dann die ganze Zeit sehr bedauernd auf mein Balkonien geschielt, und obwohl Sommerzeit ist, konnte man früh am Abend schon Schattenspielchen spielen, guckt:

Doppel-Mimi, hihihihi!

Frauchen, ääääh, ja, ich meine die Frau Chefredakteurin meinte, die doofen Eisheiligen, denen ich schon mal einen Grummeleintrag gewidmet hatte, hätten sich irgendwo weitere namenstägliche Verstärkung geholt,  wobei in Norddeutschland, hat die Frau Chefredakteurin recherchiert, ohnehin einer mehr ist als in den übrigen Teilen des Landes, da fangen die nämlich schon am 11. Mai mit dem Hl. Mamertus an, dann kommt der Hl. Pankratius, der Hl. Servatius, der Hl. Bonifatius und dann kommt die „Kalte Sophie“, also die Hl. Sophia. In diesem Mai waren da aber ganz bestimmt noch weitere Heilige am Werk, so lange, wie es kalt war in diesem Mai mit sogar abendlichen „Heizungsanwürfen“, damit ich mir nicht die Barthaare abfriere, Ruddi hatte sogar schon ein blaues Ohr, hihihihihi, kleiner Gag von mir, das hat er ja eh!

Aber jetzt sind sie wohl endlich durch, die doofen eisigen Heiligen, zum Wochenende wurde es doch schon recht schön und vor allem warm, ihr ahnt es sicher alle schon, na, klar, es gab kein Halten mehr, Balkonien, ich komme!!!

Guckt mal, richtig Sonne, man sieht auf mir jeden Fluster, lach!

Hach, Folks, ist das schön, in meinem Brotkasten bin ich Kapitän, lach, die Sonne scheint, die Bäume sind grün, Katzenherz, was begehrst du mehr!

Gut iss, Mamarazzi, na, den Hinweis hätte ich mir auch sparen können, Frau Chefredakteurin rückte mir weiter mit der Kamera auf den Pelz.

Seufz, na gut, na gut, ich pose!

Vögel beobachten!

Die Flattermänner hatten auch Spaß, daß es endlich warm war, Frau Chefredakteurin hat mir erzählt, die füttern jetzt ihre Jungen, das geht natürlich viel feiner und besser bei schönem Wetter!

Da kam nun gerade wieder ein kleiner Regenschauer durch, aber wenigstens war er warm, der Regen!

Für die Pflänzkes isses ja gut, sagt Frauchen, wenn es immer mal wieder regnet, sieht man, guckt:

Die ausgesäten Wicken mußte Frauchen schon hochbinden, damit sie anranken können,

neue Kräuter gibt es, hier ein Salbei

und das ist der neue Thymian:

Der von Frauchens Kindern gemopste und wieder ausgeschlagene Oregano sprießt auch munter weiter

die Glockenblume fängt wieder an zu blühen, treulich wie jedes Jahr

schöööön, nicht?!

Und es gibt zwei brandneue Bewohner auf Balkonien, hat Frauchen vom letzten Einkaufsbummel in ihrem Kaufladen mitgebracht

Was das ist, wollt ihr wissen? Eine kleine Himbeerstaude

und noch so eine feine Staude

eine rote Johannisbeere

da war Frauchen ganz besonders verliebt drin, denn sie sagt, da muß sie immer an den Garten ihres Großvaters väterlicherseits denken, da gab es die in Hülle und Fülle, und dazu fällt ihr dann auch immer eine Liedzeile von Reinhard Mey ein „…….Johannisbeer‘n im Garten funkeln rot im Sonnenlicht.“ (aus „Beim Blättern in den Bildern meiner Kindheit“, Reinhard Mey). Auf Geheiß meiner Frau Chefredakteurin stelle ich euch das Lied hier mal ein, sie meint, das wäre so wunderschön, das würde euch gerade für den Montagseintrag heute bestimmt gefallen, na, denn:

https://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/beim-bl%C3%A4ttern-den-bildern-meiner-kindheit

Alles, was da kreucht und fleucht, freut sich natürlich auch übers wieder wärmere Wetter, und da hat unsere Wochenanzeiger-Mamarazzi euch was feines abgelichtet, unser Insektenhotel und die bezogenen Wohneinheiten der Wildbiene, schön zugemauert, damit der Nachwuchs in Ruhe schlüpfen kann, guckt:

Das nächste Bildmaterial ist mit vollem Zoom gemacht, daher nicht so ganz scharf, aber trotzdem gut erkennbar:

Frauchen freut sich hier wie Bolle drüber!

Alles ist so schön maiengrün

in den Nachbarsgärten wächst das Gemüse zufrieden vor sich hin und blüht sogar schon

hinter dem Zaun, haben wir auch nochmal mit vollem Zoom:

Unserem Hasi am Schnürchen gefällt es auch noch richtig gut draußen

Auf der Fensterbank im Wohnzimmer ist zur größten Freude von Frauchen das im Winter leider gänzlich eingegangene Zitronenbäumchen nach einem Radikalschnitt tatsächlich wieder ausgeschlagen

ist das nicht fein? Nun hoffen wir sehr, daß es sich für den Sommer wieder richtig erholt! Und wieder blüht! Und duftet! Und Zitrönchen ansetzt! Drückt mal die Daumen!

Am Wochenende gab es was soooooo leckeres zu mümmeln bei uns, Frauchen hat Thunfisch-Pizza gemacht, und wo Thunfisch draufsteht ist Thunfisch drin und wo Thunfisch drin ist bin ich dabei, lach! Natürlich ohne den Pizza-Krims-Krams, einfach pur und naturell, soooooo lecker!

Die Pizza auch, wie man sieht, und es gab die erste Erdbeerbowle der Saison!

Am Sonntag war Frauchen dann noch bei den Freunden, bei denen ich dunnemals zuhause war, Frauchen sagt, das war so schön!!!

Wie ihr sicher alle bemerkt habt, hab ich für das Gedicht oben Bilder von dem so klasse Disney-Film „Aristocats“ rausgesucht

und da hab ich zum Montagsmunter- und fröhlichmacher auch noch was für euch für auf die Ohren:

Viel Spaß beim hören und gucken!!!

Und damit ist mein Montagsbeitrag zum heutigen Grafschafter Wochenanzeiger wieder zu Ende, wir wünschen euch allen einen ganz feinen Montag und einen guten Start in die neue Woche wieder!

Eure rasende Reporterin Mimi die Chefredakteurin Monika und unser Volontär Ruddi der nun endlich auch mal wieder Balkonien und Sonne genießen konnte, Ursel meinte ja in einem Kommentar neulich, er wäre noch so bläßlich, lach! Nochmal in voller Pracht, sein neues Bild

und damit sagen wir tschüüüüüß, machts gut und habts fein!

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Plädoyer für den Muttertag

Für Mutter

„Mutter hat immer nur Arbeit und Plag‘,
kennt keine Ruhe bei Nacht und bei Tag.
Heut‘ ging sie fort! Darum helft alle drei:
Heut‘ kochen wir für die Mutter den Brei!“

Milch nimmt der Walter, das Mehl rührt er an.
Dann kommt der Zucker und Zimt noch dran;
Pfeffer, ein bißchen, ein klein wenig Salz,
Muskat und Senf und ein Löffelchen Schmalz.

Essig ein Spritzerchen muß noch hinein
Kakaopulver schmeckt herrlich und fein.
Nun wird gerührt und der Brei gekocht.
„Horcht! Hat’s nicht g’rad an der Türe gepocht?“

„Komm, liebe Mutter, der Tisch ist gedeckt!
Ja, du wirst staunen, wie gut es dir schmeckt,
und was du für tüchtige Köchinnen hast;
heut‘ bist du bei uns Kindern zu Gast.“
Mutter probiert und beinah wird ihr schlecht.
„Fehlt was am Brei? Ist etwas nicht recht?“
Da lacht die Mutter, spricht mahnend dabei:
„Ja, viele Köche verderben den Brei!“

(Annette von Droste-Hülshoff)

Muttertag! Kein Tag wie ein anderer, denn am Muttertag scheiden sich die Geister! „Erfunden“ wurde er von der Methodistin Anna Marie Jarvis, sie veranstaltete in Grafton (West Virginia, USA) am 12. Mai 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter, ein Memorial Mothers Day Meeting. Im folgenden Jahr wurde auf ihr Drängen hin wiederum am zweiten Maisonntag in der Methodistenkirche in Grafton allen Müttern eine Andacht gewidmet. 500 weiße Nelken ließ sie zum Ausdruck ihrer Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter vor der örtlichen Kirche an andere Mütter austeilen.

Die Ursprünge des Muttertages lassen sich allerdings bereits bis zu den Verehrungsritualen der Göttin Rhea im antiken Griechenland sowie dem Kybele- und Attiskult bei den Römern zurückverfolgen.

1870 wurde von Julia Ward Howe eine Mütter-Friedenstag-Initiative unter dem Schlagwort “ peace and motherhood“ gestartet. Sie hatte das Ziel, daß die Söhne nicht mehr in Kriegen geopfert werden sollen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Muttertag

Auch im alten England gab es bereits im 13. Jahrhundert einen Muttertag, den Heinrich III. einführte, den sog. „Mothering Day“ . Der Zweck des Festes lag im Gedenken der Christen an die „Mutter Kirche“. An diesem Tag kam die Familie zusammen, um gemeinsam in die Kirche zu gehen. Dennoch begannen hier die Kinder auch ihrer leiblichen Mutter Geschenke zu machen.

Wenn man die geschichtlichen Hintergründe liest, stecken überall eigentlich sehr löbliche und liebevolle Gedanken hinter der Gründung eines allgemeinen Muttertages, trotzdem ist er durch all die Jahre hindurch ein bissel in „Verruf“ geraten: „Ich hab 365 Tage im Jahr Muttertag, ich brauch das nicht!“ „Das ist doch alles bloß Kommerz, die Blumenhändler und der Einzelhandel machen an dem Tag das Geschäft schlechthin!“ „Bei vielen ist das doch bloß Heuchelei, das ganze Jahr schert man sich nicht um die alte Mutter und am Muttertag werden die Heime gestürmt!“ Solche und ähnliche Äußerungen hört man an dem viel gescholtenen Muttertag oft und viel, und deshalb will ich hier jetzt mal eine Lanze für den Muttertag brechen:

Denn ich hab nicht 365 Tage im Jahr Muttertag! Der ist nur an einem einzigen Tag im Jahr, an jedem zweiten Sonntag im Mai! Doch, auch an den übrigen 364 Tagen im Jahr denkt mein Sohn an mich, kümmert er sich um mich, ruft an, fragt, wie es mir geht, erzählt mir von seinem Leben, fragt mich um Rat, und sagt mir, daß er mich lieb hat! Und ich weiß, genau das meinen alle, die sagen, man kann doch an jedem Tag Muttertag haben! Und da bin ich ganz bei ihnen! Aber nur an diesem einen Sonntag im Mai, da ist mein Muttertag!!! Und auf den freu ich mich und mag ihn! Entgegen allem Kommerz (den man ja auch nicht mit machen muß!), denn wie sagte schon der Fuchs in „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry: “ Es muss Bräuche geben.“ „Dies ist etwas, das einen Tag vom anderen unterscheidet, eine Stunde von der anderen Stunde.“ Denn sonst „wäre jeder Tag gleich und ich hätte niemals Ferien.“

Wie gerne erinnere ich mich an meine Kinderzeit, in der ich mich darauf freute, meiner Mama zum Muttertag eine Freude zu machen, wie hab ich mit heißen Wangen gebastelt, gemalt und liebe Briefchen geschrieben

Butterblumen für meine Mama gepflückt, die ich für die schönsten Blumen hielt und über die sie sich immer so gefreut hat! Am letzten Muttertag ihres Lebens hab ich den alten Brauch noch einmal aufleben lassen, ich hatte Butterblumen auf unserer Wiese hier entdeckt, gepflückt und meiner Mama zum Muttertag mitgebracht, ich hab ein Bild davon, leider aber nur in einem alten Handy, das ich noch als Wecker benutze, von dem ich aber mangels Übertragungskabel leider die Bilder nicht mehr hochladen kann, ich hab es einfach mal abfotografiert

da stehen sie in einer hübschen kleinen Vase bei meiner Mama auf dem Wohnzimmertisch, sie hat sich so sehr darüber gefreut, wunderschöne Erinnerungen an meine Kindertage von ihrem nunmehr erwachsenen „kleinen“ Mädchen!

Und dann kommen meine Erinnerungen an die Tage, als ich Mutter war, wie hab ich mich, als Björn geboren war, auf meinen ersten Muttertag gefreut, da war mein kleiner Junge ja erst 7 Monate alt, aber da ist natürlich der Papa helfend eingesprungen, und ich bekam einen Blumenstrauß, den Papa helfend in die kleine Faust gelegt hatte, was für eine Freude, unvergeßlich! Später im Kindergarten und in der Schule kamen die selbstgestalteten Geschenke, wie anno dunnemals von mir an meine Mama, bekam ich sie jetzt von meinem Kind.

Was war das immer für ein Spaß, wenn ich am Muttertagsmorgen natürlich noch schlafen MUSSTE, lach, damit Sohnemann und Papa für Mama Kaffee kochen, Tisch decken und die Geschenke bereit stellen konnten, gaaaaanz leise, damit Mama nicht wach wird….rabummmmm, ach herrje, da ist was doch nicht so leise gegangen, Augen zu lassen und bloß nicht lachen, dafür wurde in der Küche umso lauter gekichert! Und dann „Überraschung, Mama, aufwachen!“ Einfach herrlich und so wunderbare Erinnerungen, von denen so ein Muttertier wie ich noch heute zehrt!

Und darum liebe ich den Muttertag, ich möchte ihn nicht missen! Und wohl gemerkt, ich liebe den Tag, ich brauche keine großen Geschenke, keine riesigen Blumensträuße, aber ich freu mich halt wie Bolle, wenn, wie es im letzten Jahr zum Muttertag so war, mich mein Kind/meine Kinder in den Kölner Zoo einladen! Ich glaube, ihr versteht alle, was ich meine!

In diesem Jahr bin ich nicht „dran“ beim Muttertag, lach, denn da wechseln wir uns immer ganz treulich und redlich ab, die Schwiegermama meines Sohnes und ich, in diesem Jahr ist wieder ihr Tag! Und um noch einmal zu verdeutlichen, warum ich den Tag so mag: In diesem Jahr werden die Kinder nicht nur Steffis Mama besuchen, sondern auch ihre Oma, die im Altenheim lebt, mit „alle Mann“, und das wird bestimmt eine große Freude für die alte Mutter. Kinder, Enkelkinder und Urenkelkinder, so schön!

Ich werde den Muttertag also für mich alleine zelebrieren, und mich ein bissel selbst verwöhnen, am vergangenen Donnerstag strahlte bereits ein Regenbogen für mich

ein kleines Geschenk hab ich mir auch schon selber gemacht, lach,

ist die nicht fein??? Eine Aufbewahrungsbox, passend zum Design meines neu gestalteten Wohnzimmers, da hab ich mich so drüber gefreut!

Meine ausgesäten Blümchen sprießen

vorgestern hab ich nun auch endlich hier die ersten Schwalben gesehen, freu, freu, und was leckeres zu essen hab ich auch wieder in petto für meinen Muttertag, wie könnte es anders sein, es ist ja noch Saison: Spargel, hihihihi!

Über das Kistchen hab ich mich besonders gefreut, ein ganz preiswertes Angebot in meinem Kaufladen, weil die Stangen halt so waren wie gewachsen und nicht wie genormt, das liebe ich! Was ich daraus gemacht habe? Mmmmmhhh, was ganz feines, nämlich ein Spargel-Lachs-Gratin

also Kartoffeln, Spargel, Lachsstücke, übergossen mit Sauce Bernaise mit Parmesan, überbacken mit Gratin-Käse und bestreut mit Estragon, lecker!

Und damit wünscht euch allen der Grafschafter Wochenanzeiger einen ganz feinen Muttertag, allen Müttern und natürlich, hier genauso üblich wie im Blögchen, auch allen, die Mütter für ihre Haustiere sind

habt alle einen feinen Tag wünschen euch das Redaktionsteam, Chefredakteurin Monika und Mimi sowie Volontär Ruddi für den ich ja auch so eine Art Mutter bin, weil ich ihn ja „häkelgeboren“ hab, hihihihi!

Habts fein!

„Da simmer dabei!“ …..endlich wieder!

…..“Dat is prima!“

Viva Blögchen! Viva Rosenmontag!

WIR SIND WIEDER DA!

as Carnaval kommt.
Wozu es euch frommt,
ihr Tausendsasas?
Zum plattesten Spaß,
zum Fressen und Saufen,
nach Huren zu laufen. –
Ihr knickrigen Kerle!
Gebt Geld für den Dom:
Der ist ja Kölns Perle.
Sonst schreib‘ ich nach Rom,
ich müsse hier streuen
die Perlen den Säuen.

(August Wilhelm Schlegel )

 

 

 

Hi, Folks, freu, freu, jubel, jubel, guckt mal, wir sind wieder da, mein Frauchen und ich, pünktlich zum traditionellen Montag und zusätzlich isses auch noch der Rosenmontag, das paßt doch herrlich, oder?

Mein Frauchen ist endlich wieder gesund, so ein bissel hustet sie noch, aber das wird auch wieder richtig, sagt sie. So eine lange Blogpause hatten wir noch nie, ich bin richtig happy, das wir nun wieder da sind.

Hach, nun weiß ich gar nicht, womit ich hier mal anfangen soll, wißt ihr was, ihr habt alle immer so liebe Besserungswünsche an meinen Dosenöffner geschickt und mir immer so nette Komplimente als Frauchens Krankenschwester gemacht, da zeig ich euch doch jetzt mal, wie schön ich mein Frauchen hier betreut habe während ihres Krankenlagers!

Jede Menge Taschentücher hab ich parat gelegt

und Frauchen ihr Kissen zurecht gerückt, damit sie gemütlich auf der Couch liegen kann, natürlich das mit den Eisbären, die haben schließlich auch einen Heilungseffekt wie mein Schnurren:

Guckt mal, was wir hier noch haben, das ist noch von den Eltern von meinem Frauchen, hat sie mir erzählt, und war schon zu ihren Kindertagen vorhanden, eine Reflektorlampe

in die man eine Rot- oder Blaulichtbirne eindrehen kann zum bestrahlen

aber das hier ist was ganz besonderes und gehört noch zur Urausstattung von der Lampe, eine Ultrarot-Birne! Frauchen hat mir erzählt, da gehörte zu ihrer Kinderzeit auch noch eine sog. „Höhensonne“ zu, für Ultraviolett-Strahlung, die gibt es aber nicht mehr und um die zu benutzen, brauchte man auch eine Schutzbrille, wen es von euch interessiert, büdde schön:

https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hensonne

Außer dieser Bestrahlungslampe hat Frauchen auch noch Dampfbäder mit Kamille gemacht, ich fand die Tüte von den Kamillenblüten so fein

ganz viele Kräuter, sieht hübsch aus, oder?

Tee gab es natürlich auch bei meiner kätzischen Betreuung vom hustenden und schniefenden Frauchen

und Hühnersuppe, die ist immer ganz besonders gut bei grippalen Infekten, sagt mein Frauchen!

Das Geschirr hab ich ausgesucht, ich finde, das muß doch auch optisch aufmuntern, und bei Frauchens Vorliebe für Rosen?!

Abends gab es dann noch mehr für die Seele, Duftkerzchen wurde angemacht, mit dem tollen neuen Duft „Auszeit am Meer“, Frauchen war begeistert, das riecht wirklich so, wie man sich das beim lesen vorstellt, hihihihi!

Als Frauchen krank wurde, da war hier ja noch nicht der Frühling eingekehrt wie später dann mit fast schon Sommertemperaturen, von denen wir ja nun leider so gar nix hatten, aber dafür haben wir noch was, das Frauchen noch so in der Winterzeit fotografiert hat, der feine neue Schneemann aus Keramik, beleuchtet, in Erinnerung an unseren kleinen richtigen Schneemann Boris auf Balkonien, lach!

Sieht richtig fein aus, nicht wahr?

Ja, und wenn ich dann mit meiner Frauchen-Rundumbetreuung fertig war, hab ich es mir dann auch auf der Couch gemütlich gemacht mit Fellpflege:

So ganz langsam ging es Frauchen dann immer besser, und stellt euch vor, zu meiner größten Freude konnten wir dann den zweiten Frühlingsschub endlich auch mal auf Balkonien genießen, hach, Folks, was war das für eine Wonne, mein geliebtes Balkonien, mein Brotkasten, Sonne, warm…..herrlich, sag ich euch!

Mittlerweile blüht die Forsythie

ich hab natürlich sofort meinen Brotkasten erobert

Am Abend gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang

und später einen feinen Mond

Ja, und langsam aber sicher ging es Frauchen dann Stück für Stück immer besser, so hatten wir dann doch auch noch ein bissel was von den tollen Tagen, auf die sich Frauchen doch eigentlich wieder so gefreut hatte, und ich natürlich auch, ich mag es, wenn mein Dosenöffner vergnügt ist. An Weiberfastnacht ist dieses Jahr mal wieder nichts gelaufen, Frauchen meinte noch, gut, daß sie mit ihrer Freundin, dem ehemaligen Frauchen von mir, keine Karten für den Möhnenball in diesem Jahr hatten, hätte ja dann doch nicht geklappt. Aber dafür haben wir es uns dann am Freitag hier ganz gemütlich gemacht, für die Sitzung im Fernsehen von „Mainz bleibt Mainz“, da hat sich Frauchen so drauf gefreut, und es war auch wieder richtig klasse. Und Frauchen schon wieder so fit, daß bissel Deko-Karnevalskram gemacht worden ist hier, guckt:

Sogar an meinem Kratzbaum, hihihihi, das hat aber nicht lange gehalten, das mußte ich jagen!!!

Das waren die Luftschlangen, die hatte Frauchen doch tatsächlich noch hier in einer Schublade, wohl vom letzten Jahr übrig geblieben!

Lecker Essen gab es auch, für mich Thunfisch und für Frauchen

einen leckeren Salat, einen feinen Rotwein, Ziegenkäse und Apfelmus für

Reibekuchen, lecker Fladenbrot mit Kümmel und eine Pilzrahmsuppe zur Vorspeise

Und zum Nachtisch? Jaaaaa, klar, leckere Berliner, ein Muß zum Karneval!!!

Da haben wir doch noch ein bissel was zum Karneval feiern gehabt, den gestrigen Sonntag haben wir einfach gemütlich verklüngelt, nun gucken wir heute uns noch die Karnevalszüge vor allem natürlich aus Köln an, falls sie denn dann stattfinden, es ist ja mal wieder Sturm angesagt, das wäre mehr als traurig! Hoffentlich klappt alles! Wir drücken jedenfalls Daumen und Pfötchen.

Abends ist dann noch mal die Karnevalssitzung aus Köln, und dann ist das alles schon wieder Geschichte mit den tollen Tagen. Zum Rosenmontag hat Frauchen noch was feines dekoriert, das hatte sie euch neulich schon mal so vorab gezeigt

Hihihi, könnt ihr raten?

Naaa, dämmert’s???

Jaaa, genau, der hübsche Rosen-Lampion hängt am Wohnzimmerfenster!

Paßt doch so fein zu Rosenmontag, meinte Frauchen!

Ja, ihr Lieben hier alle, nun bin ich am Ende von meinem (Rosen)-Montags-Eintrag angekommen, ich zeig euch jetzt noch mal ein paar Kostüme von uns zwei beiden vom letzten Jahr

dann gibt es noch was karnevalistisches für auf die Ohren, natürlich passend zum Titel des Eintrags

und dann wünschen wir euch allen einen ganz, ganz feinen Rusemondaach mit viel Spaß anne Freud und guter Laune! Und wir feuen uns sooooooo, daß wir wieder da sind!

Habts fein! Wünschen euch euer Co-Autor Mimi und Frauchen Monika!

Bedient euch beim Kaffee!!! Alaaf und Helau!