Grafschafter Wochenanzeiger – Martinsgänse – Martinslaternen 🏮 – Martinssommer 🌞 – Martini im Eulennest! 🦉🐎🏮🎺🍗🍂🍁☀

Einladung zur Martinsgans

Wann der heilge Sankt Martin
will der Bischofsehr entfliehn,
sitzt er in dem Gänsestall
niemand findt ihn überall,
bis der Gänse groß Geschrei
seine Sucher ruft herbei.

Nun dieweil das Gickgackslied
diesen heilgen Mann verriet,
dafür tut am Martinstag
man den Gänsen diese Plag,
daß ein strenges Todesrecht
gehn muß über ihr Geschlecht.

Drum wir billig halten auch
diesen alten Martinsbrauch,
laden fein zu diesem Fest
unsre allerliebste Gäst
auf die Martinsgänslein ein,
bei Musik und kühlem Wein.

(Carl Joachim Friedrich Ludwig „Achim“ von Arnim, 1781 – 1831, deutscher Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da haben wir uns bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung doch wieder so drauf gefreut, auf die Fragezeichen in euren Augen! 👁❓ Ist das Martinsfest nicht schon vorbei? Und der Grafschafter hinkt hinterher? Nein, beileibe nicht, wir hatten so eine schöne, stimmungsvolle Redaktionssitzung am Freitag, dieweil die Frau Chefredakteurin, pünktlich zum Martinstag am selbigen, unsere schöne Redaktionsganslaterne wieder ins Fenster gehängt hatte

und die Bärchen sie versonnen betrachteten, und so wurde ganz schnell die Idee für unsere Sonntagsausgabe am heutigen Sonntag geboren: Wir machen noch einen Martins-Eintrag, schließlich finden ja auch die Martinsumzüge rund um das eigentliche Datum statt, manchmal schon ein bissel eher, manchmal auch Tage später. 

Da die feine Ganslaterne so quasi der Anschubser für unsere Sonntagsausgabe war, beginnen wir nun auch mal mit den Martinsgänsen, wie im Titel und im Gedicht ja schon aufgeführt. 

Martinsgänse mit Gänseblümchen, 😊 das paßt! 

Die Legende von den Martinsgänsen, wie auch im obigen Gedicht beschrieben, ist euch sicherlich allen bekannt, dieser Legende nach sollte Martin zum Bischof von Tours ernannt werden, doch er wollte dieses Amt nicht annehmen und versteckte sich in einem Gänsestall. Aber die Gänse schnatterten so laut, daß er schnell entdeckt und schließlich doch zum Bischof von Tours geweiht wurde. Der Ursprung der Legende liegt allerdings in den damaligen bäuerlichen Traditionen, Am 11. 11., dem traditionellen Zinstag, wurden die Schulden oft in Naturalien beglichen. Dazu gehörten auch Gänse, die zu dieser Zeit schlachtreif waren. Daher bot es sich an, die Gänse an diesem Tag bei einem Festessen zu verspeisen. So mußten die Tiere nicht durch den Winter gebracht werden und man konnte sich vor der strengen Fastenzeit noch einmal richtig satt essen. Heute wird die Martinsgans traditionell mit Rotkohl und Klößen zubereitet.

Gänse sind feine Tiere, und auch, wenn ich Gänsebraten mag, wird hier doch jedes Tier geachtet und so haben wir mal wieder unser Archiv und unseren Serviettenfundus durchgesehen, um euch Bilder zeigen zu können. 

Aus dem Kaisergarten hier in meiner Heimatstadt

 

Wir haben aber auch Gänse in den Redaktionsräumen, außer unserer Laternengans, eine kleine Gänsefamilie, guckt mal:

Das ist der Ganter, der stolze Herr Papa!

Das ist seine Frau, die Gänsemama, mit ihren Gösseln

das Nesthäkchen! 

Und die ganze stolze Familie

Fein, nicht wahr, sie haben ihren Platz eigentlich am zum Topfschrank umfunktionierten ehemaligen Gefrierschrank, aber um für euch zu posen sind sie mal schnell alle auf den Küchentisch geflogen. Mama und ihre kleinen Gösseln sind nämlich „Kantentiere“ sieht man ja auch auf den Bildern. 

Und noch weitere Gänse beherbergen die Redaktionsräume hier, nämlich eine als Eierbecherschmuck und ganz viele als Serviettenringe, guckt:

herbstliches Geschirr!

Für die, die sich nach all den niedlichen Bildern nun so gar nicht (mehr) mit einem Gänsebraten anfreunden können, hätten wir was ganz feines zum entspannten „Gänsebraten“ genießen: 

https://www.oetker.de/rezepte/r/martinsgaense-fuer-kinder

Gan(s)z ohne schlechtes Gewissen! 

Kommen wir nun zum zweiten Teil unseres Titels, den Martinslaternen und dem Laternelaufen, jedes Jahr wieder ein so schönes Fest für die Kinder, leider hat die Frau Chefredakteurin auch in diesem Jahr wieder keinen Martinszug zu sehen bekommen, obwohl sie zu der Zeit zum einkaufen unterwegs war. Dann schwelgen wir halt hier in unserer Sonntagsausgabe in schönen Bildern von und mit Laternen. Und in der Erinnerung an unsere eigenen Laternenumzüge und die mit unseren Kindern bzw. bei einigen unserer Leser auch schon die mit den Enkelkindern. 

 

Laterne, Laterne 

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf, mein Licht,
brenne auf, mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht!

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Sperrt ihn ein, den Wind,
sperrt ihn ein, den Wind,
er soll warten, bis wir alle zu Hause sind!

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Bleibe hell, mein Licht,
bleibe hell, mein Licht,
denn sonst strahlt meine liebe Laterne nicht!

(Volkslied aus Norddeutschland)

Der Brauch der Martinsumzüge und des Laternenlaufens ist weit verbreitet, für den Brauch der Laternen gibt es verschiedene Erklärungen: So ist überliefert, dass der Leichnam Martins in einer großen Lichterprozession nach Tours überführt worden sein soll. Als Erinnerung daran wurden später am Gedenktag des Heiligen Lichter und Laternen angezündet.

Der theologische Erklärungsansatz für den Laternenbrauch bezieht sich auf die frühere Leseordnung für den 11. November. Das Evangelium vom Licht unter dem Scheffel (Lk 11,33) besagt, dass der Glaube nicht versteckt, sondern wie ein helles Licht in die Welt getragen werden soll.

Außerdem war es bis in die Neuzeit üblich, daß Kinder aus Rüben und Kürbissen Laternen schnitzten, Kerzen hineinstellten, damit umherzogen und um Süßigkeiten oder Gebäck bettelten.

Die heutige Form der Martinsumzüge mit Laternen hat sich Ende des 19. Jahrhunderts im Rheinland entwickelt. Damals entstanden in vielen Städten und Dörfern Sankt Martins-Vereine, die geordnete Laternenumzüge organisierten. Das Martinsspiel mit der Darstellung der Mantelteilung wurde zum zentralen Element des Martinsfestes. Zum Abschluß des Martinszugs werden Tüten mit Süßigkeiten und Gebäck wie Weckmänner an die Kinder verteilt. Vom Rheinland aus hat sich diese Gestaltung des Sankt-Martins-Tags in ganz Deutschland verbreitet. Auch in Österreich und der Schweiz sind Laternenumzüge am Martinstag ein beliebter Brauch.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche) 

Die Mantelteilung auf einem alten Gemälde. 

Laternenkinder auf ihren Heischegängen

(Heinrich Hermanns, St.-Martins-Zug vor dem Düsseldorfer Rathaus, 1905) 

Das letzte Bild ist das Lieblingsbild der gesamten Redaktion, es ist so stimmungsvoll und natürlich, man spürt die Freude und die Aufregung und lächelt leise, weil sich daran wohl bei den meisten teilnehmenden in 117 Jahren bis heute nichts geändert hat. 

Eine kleine Galerie unserer Laternen, als wir sie 2020 in unsere Redaktionsfenster gehängt haben, zum leuchten, weil doch die Martinszüge coronabedingt ausgefallen waren. 

 

 

 

Ein Bild zur Mantelteilung haben wir noch, das wollte die Frau Chefredakteurin noch mit rein haben, weil ihr dabei immer wieder die kleine Geschichte aus ihren Kindertagen einfällt, wenn der Martinszug der Schule der damals kleinen Monika beendet war, dann mußte oben in der Wohnküche der elterlichen Wohnung die Mantelteilung nochmal nachgespielt werden, zu diesem Zweck mußte sich der Papa auf den Boden setzen als armer Bettler und Monika/Martina ritt auf ihrem imaginären Roß durch Schnee und Wind (rund um den Küchentisch! 🤭😁) wo sie dann nach einigen Umritten ihren Mantel (ein Bettlaken!) mit dem armen Bettler teilte. Das alles bei der Beleuchtung durch die Laterne und dem Glimmfeuerschein aus dem Küchennickelherd. Sehr stimmungsvoll und bis auf die wohlige Wärme im Raum bestimmt sehr adäquat zu den ursprünglichen Zeiten von St. Martin. 😊

Zum Abschluß des zweiten Teils haben wir noch ein so schönes Video für euch, die Kleinsten glücklich mit ihren Laternchen, wir hoffen, ihr habt so viel Freude daran wie unser gesamtes Team sie hatte: 

Und damit kommen wir zum dritten Teil unserer Martini-Sonntagsausgabe, dem Martinssommer:

Der Martini-Sommer oder Martinssommer gehört zu den meteorologischen Singularitäten. Martini-Sommer ist ein volkstümlicher Begriff in der Schweiz und Süddeutschland für eine typische Schönwetterperiode gegen Ende der ersten November-Dekade mit stabilen Hochdrucklagen, die in entsprechenden Jahren in den Weinbaugebieten eine Novemberlese möglich machen. Schweizer Meteorologen verwenden seit Generationen diesen aus dem Mittelalter des christlichen Abendlandes stammenden Ausdruck auch heute noch in ihren Wetterprognosen. Mittlerweile wird der Ausdruck Martini-Sommer im ganzen deutschsprachigen Raum angewendet. Martini-Sommer wird gerne mit Altweibersommer verwechselt. Letzterer betrifft jedoch die späten schönen Sommertage im Monat September.

Der Legende nach ereignete sich dieses Wetterphänomen erstmals beim Tod des heiligen Martin im französischen Tours. Der Bischof starb unerwartet während eines Besuches im Kloster, das er gegründet hatte. Beim Transport des Leichnams auf der Loire in die Stadt geschah das vermeintliche Wunder eines raschen Wärmeeinbruchs, so dass die Ufer neu ergrünten und Fruchtbäume zu blühen begannen.

(Quelle: Wikipedia)

Solch einen Martinssommer gab es in diesem Jahr mal wieder rund um den Martinstag, und er bescherte uns hier oben in unserem Eulennest und unserer Grafschaft einen richtig spektakulären Sonnenuntergang, den wir natürlich sofort fotografisch für euch festgehalten haben. Da wird sich nun Christa aus Kanada freuen, denn sie hatte auch solch einen fantastischen Sonnenuntergang in ihrem Blog, und bei den Bildern kommen wir dann auch zu der besprochenen Deutung einiger Bilder. 

Noch relativ „normal“ der Himmel mit unserem Hoppriel

aber gen Westen zeichneten sich schon sehr spezielle Wolken ab

und dann begann das Schauspiel über unserem Birkenpferd

Rosafärbung wie ein Strahlenkranz, 

als hätte Hoppriel einen Heiligenschein! 

Auf der anderen Seite entwickelten sich die Wolken weiter

ich hab mal zwei Bilder mit dem Katzennetz gemacht, um das in der Gesamtheit zeigen zu können

Hoppriel eingehüllt in herrlichen Farben

und bei diesem Bild nähert sich nun langsam die Deutung, die mir beim Anblick kam, achtet mal auf die Wolke direkt unter dem Zweig. 

das ist doch eine Schwalbe, oder? Der Martinssommer beschert mir Schwalbenkind meine geliebten Schwälbchen noch einmal mitten im November mit einer Wolkenformation ganz groß am Himmel, ich hab mich so gefreut, und die Bärchen waren auch ganz hin und weg. 

Und langsam löste sich alles auf! 

Ich hab gar nicht aufhören können zu fotografieren, das war einfach nur wunderschön! 

Das war unser Beitrag zum Martinssommer, zum Schluß unserer heutigen Sonntagsausgabe haben sich die Bärchen meines Redaktionsteams mal wieder mit unserem kleinen Küchenchef zusammengetan, Otto war wieder unterwegs bezüglich der Zutatenliste, und wir präsentieren euch nun leckeres zum Martini-Fest, es ist ja Sonntag heute, da schmeckt das alles ganz sicher auch noch ein paar Tage nach dem eigentlichen Termin. Guten Appetit! 

 

Ein Schmankerl hat sich die Frau Chefredakteurin noch bis hierhin aufbewahrt, die Bärchen und ich, wir haben nämlich einen kleinen Freudentanz hier aufgeführt neulich, denn stellt euch mal vor, wer bzw. was wieder da ist? Der schöne rote Stern in einem Fenster unserer Nachbarn, der immer gleich zu Beginn vom ungeliebten November leuchtete und den wir im letzten Jahr so schmerzlich vermißt haben, er ist wieder da, er leuchtet wieder, keine Ahnung, warum er pausiert hat, aber nun ist er wieder da und wir treten den Beweis an:

Da ist er wieder, direkt im Fenster neben der beleuchteten Haustüre! Wir haben gejubelt! 😁❤

Und damit wünschen wir euch allen nun einen wunderschönen Sonntag, mit oder ohne Martinssommer, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, laßt euch nicht unterkriegen, und startet am Montag gut wieder in eine neue und hoffentlich schöne Woche, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

Und habts fein!  

 

 

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Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 23

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

 

Morgen, Kinder, wird’s was geben

Morgen, Kinder, wird’s was geben,
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unserm Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa dann ist Weihnachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl,
schöner als bei frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch vom vor’gen Jahr,
wie’s am Weihnachtsabend war?

Wißt ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin,
Jettchens Küche mit dem Herdchen
und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
mit der gelben Violin?

Wißt ihr noch den großen Wagen
und die schöne Jagd von Blei?
Unsre Kleiderchen zum Tragen
und die viele Näscherei?
Meinen fleißgen Sägemann
mit der Kugel unten dran?

Welch ein schöner Tag ist morgen,
viele Freuden hoffen wir!
Unsre lieben Eltern sorgen
lange, lange schon dafür.
O gewiß, wer sie nicht ehrt,
ist der ganzen Lust nicht wert!

Nein, ihr Schwestern und ihr Brüder,
laßt uns ihnen dankbar sein,
und den guten Eltern wieder
Zärtlichkeit und Liebe weihn,
und aufs redlichste bemühn,
alles, was sie kränkt, zu fliehn.

Laßt uns nicht bei den Geschenken
neidisch auf einander sehn;
sondern bei den Sachen denken:
„Wie erhalten wir sie schön,
daß uns ihre Niedlichkeit
lange noch nachher erfreut?“

(Text: Karl Friedrich Splittegarb, 1753–1802, Musik: Karl Gottlieb Hering)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, der letzte Tag vor dem Heiligen Abend! Da hab ich mir gedacht, heute entlaste ich mal mein schon ganz aufgeregtes Bärenteam und erzähl mal wieder aus Kinderweihnachtsland, als Frau Chefredakteurin noch klein war:

Und zu Weihnachten 1956 ihren Teddy Bernhard unter dem Weihnachtsbaum sitzen hatte. 

Zwei Jahre zuvor zum Weihnachtsfest bekam ich mein erstes Puppenkind, meine geliebte Babypuppe Edith, 

eine Schildkrötpuppe, natürlich hab ich mein Puppenkind heute noch, mittlerweile trägt sie ein von mir gestricktes Taufkleidchen mit Mützchen, guckt mal:

Schick, oder? Da ist ein rosa Taftkleidchen drunter, das durch die Lochstrickerei schimmert, Edith ist ja nun mal ein Mädchen. 

und mit diesem schicken Puppenwagen habe ich sie immer ausgefahren. Sie war nämlich mein einziges Puppenkind, das alleine im Wagen liegen durfte, sonst zogen wir immer „im Rudel“ los, alle Puppenkinder und Teddybär. 

Kennt ihr auch alle die Teddymäntel noch, so wie meines hier auf dem Bild? Da war ich immer so stolz drauf! 

Ich liebte Puppen, ich hab so gerne mit ihnen gespielt, ich hab noch ein Bild aus dem Kindergarten mit meiner Lieblingspuppe dort

die hatte echte Zöpfe, hach, war das schön, leider weiß ich nicht mehr, wie sie hieß. 

Auf den Bildern von meiner Edith sieht man ja, daß man ihr mit ihrem geöffneten Mündchen richtig die Flasche geben konnte, und für ihr Fläschchen hatte ich als stolze Puppenmutter auch was ganz feines, was die „Großen“ auch für ihre Babys hatten, ein Flaschenwärmer in Teddyform

süß, ne? Irgendwie hatte ich es schon sehr früh mit Bären, lach! 

Im schon erwachsenen Alter hab ich mir dann nochmal einen heimlichen Puppentraum erfüllt: Ich hab an einem Porzellanpuppenkurs teilgenommen und mir dort mein Puppenkind Greta gemacht

eigentlich auch ein Babypüppchen, aber sie bekam doch Haare

fesche rote, die fand ich nämlich auch immer schon so toll, und Greta ist mein einziges Puppenkind mit grünen Augen. 

Kleidchen selbst genäht! 

Ich mach euch mal eine kleine Galerie meiner Puppen

Neue Puppenkleider für meine geliebte Puppenkinderschar waren zu Weihnachten auch immer wunderschöne Geschenke, eines meiner Puppen hatte mal ein rotes Samtkleid, mein Baby Edith besaß ein Teddyjäckchen, und mein Teddy Bernhard einen dunkelblauen Anorak mit Kapuze und rot/blau/weiß-kariertem Innenfutter. Meine Mama hat alle meine Kinder auch immer liebevoll bestrickt, und für den Puppenwagen besaß ich eine Ausfahrgarnitur mit Decke und Kissen, und so eine „Ausfahrgarnitur“ zum anziehen besaß auch Edith, da sah sie so süß drin aus. 

Vielleicht konnte ich mal wieder bissel Erinnerungen anschubsen an selige Kinderweihnachtstage, mein Teddy Bernhard, der Alterspräsident unserer Redaktion und sehr geachtet und geschätzt von meinem Bärenteam, macht für euch jetzt nochmal eine feine Weihnachtsbärengalerie 

und dann schließen wir hier das 23. und vorletzte Türchen des diesjährigen Adventskalenders. Wir hoffen, ihr habt wieder Spaß und Freude daran gehabt, habt einen schönen Donnerstag, laßt euch nicht stressen auf den letzten Metern vor dem hohen Fest, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 21

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Die Weihnachtsfee

Und Frieden auf Erden den Menschen,
die eines guten Willens sind.

Suchende Sterne ins eilende Haar,
frierende Sterne, schmelzend zergangen
über den wunderfeiernden Wangen,
und die Augen von Liebe so klar.

Wie Glocken klar, wie Reif so rein
und so duft und so jung und blühend vor Güte
Tau der Frühe himmlische Blüte
wie Rosen und wie Fliederschnein.

Da steigen die Hände, ein bettelndes Meer,
Augen dunkeln nach Geschenken,
Mir! Mir! Mir! Mich musst du bedenken!
so steigen die bettelnden Teller her.

Dunkel wird’s, ein Wundern steht
strenge in der Feenseele,
wie wenn rohe Nacht das Leuchten quäle,
und Ernst in die Güte der Augen geht.

Und es spricht wie klares Licht
aus dem milden Angesicht:
Geben euch? Was soll ich euch geben,
alle Wunder habt ihr ja hier,
eine Erde die könnt hegen ihr,
in euch selber will der Himmel leben.

Kinder, ihr wünscht,
so könnt ihr ja geben
und selig sein und selig machen,
und innig sein wie Kinderlachen
und wie wir von Wundern leben.

Tuet frohe Liebesgaben
einer in des anderen Hand,
tuet ab das Geizgewand
und ihr pflücket alles Haben.

(Peter Hille, 1854 – 1904, deutscher spätromantischer und naturalistischer Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, heute öffnen wir hier nun Türchen 21, und das war in jedem Jahr traditionell unser besinnliches Türchen und mit dieser Tradition brechen wir auch heuer nicht. 

Wir hatten schon vor dem Aufbruch der Frau Chefredakteurin in ihr vorgezogenes Weihnachtswochenende in unserer Redaktionssitzung überlegt, welches Thema es denn wohl in diesem Jahr werden soll, aber wir waren ratlos. Da hat dann ausgerechnet das schöne, zurückliegende Wochenende die Idee für dieses Türchen gebracht, eine spontane Idee des gesamten Teams beim erzählen über die Herrlichkeiten einer Familienweihnacht. 

Was ist Weihnachten, was macht den alten, ewigen Zauber einer Kinderweihnacht aus, welche Bedeutung hat dieses Hochfest des Jahres noch für die heutigen Menschen? 

Was es nicht ist:

  • haufenweise Geschenke, teils auf dem letzten Drücker irgendwo erstanden, Hauptsache Pomp und Pracht, gedankenlos ausgewählt. 
  • der Streß und die Hektik, ein „perfektes“ Fest auszurichten, in dem alles bis aufs i-Tüpfelchen paßt, die Wohnung gestylt und auf Hochglanz poliert, Gabentisch und der Tisch fürs Festessen sich überladen biegen.
  • für den Tag quasi eine „Strichliste“ führen, damit bloß nichts schief geht, der Ablauf wird geplant wie ein Event. 
  • die Erwartung, daß nun bitteschön alle wie auf Kommando fröhlich-freudig die Inszenierung durch ihre Anwesenheit unterstützen. 

Was es ist, das ist mir wieder einmal bei unserem vorgezogenen Weihnachtsfest im Familienkreis klar geworden, ein Fest, das nicht einmal am eigentlich dafür vorgesehenen Datum stattgefunden hat, aber genau so war, wie es sein sollte, so, wie es im von mir so geliebten Gedicht von Joachim Ringelnatz steht, das bezeichnenderweise „Vorfreude auf Weihnachten“ heißt: „Uns alle Kinder fühlen eines Baumes. Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.“ Ein Fest, das das wichtigste dieses Festes gespendet hat: Das Beisammensein dürfen, die Freude über die Anwesenheit aller, das Wohlfühlen in einer liebevollen, warmen Atmosphäre mit dem Licht von Kerzen und dem Duft der Weihnacht, ein fröhliches Kind, lachen und singen, erzählen, zuhören, da sein, ganz, mit allen Sinnen! Erinnerungen an die seligen Kinderweihnachten. Wißt ihr, wo später nach dem Eintreffen aller Gäste der Treffpunkt fast aller war? In der Küche! Der Duft vom fast fertigen Essen in der Nase, ein bissel der Hausfrau noch zur Hand gehen, später die Teller füllen und wie eine „Eimerkette“ die gefüllten Teller von Hand zu Hand bis in das Eßzimmer weiterreichen, wir haben darüber so gelacht. Nach dem Essen die Bescherung, die ebenfalls so wonnig war, wir hatten nämlich wieder beschlossen, zu wichteln, also hatte jeder nur ein Geschenk zu besorgen für denjenigen, den man aus dem Lostopf vor Wochen gezogen hatte, kein Streß, keine Hektik, mit Bedacht schenken können, und trotzdem hat am Schluß jeder ein Geschenk. Ich hatte das Vergnügen, das jüngste Familienmitglied gezogen zu haben, mit ein bissel Unterstützung der Kinder bezüglich der Vorlieben der kleinen Maus ist mein Geschenk hochentzückt angenommen worden, was ist schöner als die leuchtenden Augen eines Kindes unterm Weihnachtsbaum! Und auch ich habe einen wunderbaren Wichtel gehabt und bin hochbeglückt über mein Geschenk, nach Weihnachten mach ich wieder eine kleine „Nachlese“, da dürft ihr dann gucken, es ist ja noch nicht richtig Weihnachten! 🤭😊❤

 

Was es ist: 

  • viel Liebe, viel Geduld, auch mit sich selbst gerade in den leider immer etwas hektischen Vorweihnachtstagen. 
  • wohl bedachte Geschenke, selbst die allerkleinsten bringen freudestrahlende Augen zum Vorschein, wenn sie ein „Treffer“ sind, wenn man sich Gedanken gemacht hat, Wünsche erlauscht hat, Vorlieben und Liebhabereien kennt. 
  • fröhliche Kinder, die nicht schon vor Weihnachten eigentlich „satt“ sind von allen möglichen Advents- und Vorweihnachtsfeiern, weniger ist ganz viel mehr, und das gilt auch für die Erwachsenen. 
  • auch an andere denken, die weder reich noch überhaupt beschenkt werden, die alleine sind, gerade in Familien, wo wahrlich alles vorhanden ist und kaum noch Wünsche offen bleiben, könnte man zu Weihnachten statt der üblichen Geschenke auch das angedachte Geld dafür in einen Spendentopf geben und einem guten Zweck zuführen. 
  • Ansprüche runter schrauben, es geht auch einfach und schlicht, und jeder Holztisch ohne alles aber mit Kerzen und dem warmen Gefühl, gesund zu Hause zu sein, ist mehr wert als die allergestylteste Festtagstafel. 
  • Wer an Weihnachten alleine ist und es noch kann, vielleicht mal fragen, wo man dienlich sein kann, eine Freude für andere sein und dabei selbst die Freude erleben dürfen, nicht allein zu sein. 
  • Es gibt Institutionen, die bitten zu Weihnachten um Briefe und Karten für die von ihnen betreuten, die niemanden mehr haben, der sich um sie kümmert und nach ihnen fragt, da kann man auch tätig werden. Der Aufwand ist so gering und die Freude auf der anderen Seite so groß. 

Ich habe einen Taum: Laßt uns doch endlich wieder Weihnachten feiern, wie dieses Fest von seinem Ursprung her gedacht war, laßt uns doch endlich wieder eines dem anderen eine Freude sein, laßt doch endlich den seit unserer Zeitrechnung nun schon im 2021. Jahr so viel beschworenen „Frieden auf Erden“ in unsere Herzen einkehren, denn nur da hat er seinen Platz, nur von dort aus kann er sich über den ganzen Planeten verbreiten. Wie wäre es denn mit einer „Pandemie“ des Friedens, statt mit der derzeit herrschenden, auch dieses „Virus“ ist hochansteckend, aber es steht nicht im Dienst des Todes, sondern des Lebens. Es wird hohe Zeit, wir haben in den letzten fast zwei Jahren alle hautnah erfahren, wie zerbrechlich der Mensch ist und wie schnell das Leben enden kann, wir haben erfahren, wie dünn die Tünche der Zivilisation ist, wir rasch die Maske dieser vom Gesicht gerissen werden kann und die häßliche Fratze der Egomanie, der Mitleidlosigkeit und der Unsolidarität zutage tritt. Laßt uns die Geburt Christi in unseren Herzen erleben, so, wie in dem wunderbaren Gedicht von Rainer Maria Rilke:

Geburt Christi

Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte
dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt?
Sieh, der Gott, der über Völkern grollte,
macht sich mild und kommt in dir zur Welt.

Hast du dir ihn größer vorgestellt?

Was ist Größe? Quer durch alle Maße,
die er durchstreicht, geht sein grades Los.
Selbst ein Stern hat keine solche Straße.
Siehst du, diese Könige sind groß,

und sie schleppen dir vor deinen Schoß

Schätze, die sie für die größten halten,
und du staunst vielleicht bei dieser Gift -:
aber schau in deines Tuches Falten,
wie er jetzt schon alles übertrifft.

Aller Amber, den man weit verschifft,

jeder Goldschmuck und das Luftgewürze,
das sich trübend in die Sinne streut:
alles dieses war von rascher Kürze,
und am Ende hat man es bereut.

Aber (du wirst sehen): Er erfreut.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926, österreichischer Lyriker deutscher und französischer Sprache)

In diesem Sinne wünsche ich euch mit meinem Redaktionsteam eine „frohe, harzduftende, heilige Nacht“ aus noch einem Lieblingsgedicht von der Frau Chefredakteurin, aus der „Christnacht“ von Ferdinand von Saar. 

Und erst einmal noch eine gute neue Woche, die letzte vor dem Christfest, laßt es ruhig und besinnlich angehen, schöpft Atem, freut euch vor, macht es euch schön, genießt mal wieder mit allen Sinnen und in Ruhe, und drei Türchen dürft ihr ja hier dann auch noch aufmachen. Bleibt oder werdet gesund, paßt auf euch und eure Nächsten auf, und habt für heute erst einmal einen schönen Dienstag, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 7

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen

Und wieder nun läßt aus dem Dunkeln…

Und wieder nun läßt aus dem Dunkeln
die Weihnacht ihre Sterne funkeln!
Die Engel im Himmel hört man sich küssen
und die ganze Welt riecht nach Pfeffernüssen…

So heimlich war es die letzten Wochen,
die Häuser nach Mehl und Honig rochen,

die Dächer lagen dick verschneit
und fern, noch fern schien die schöne Zeit.

Man dachte an sie kaum dann und wann.
Mutter teigte die Kuchen an
und Vater, dem mehr der Lehnstuhl taugte,
saß daneben und las und rauchte.
Da plötzlich, eh man sich’s versah,
mit einem Mal war sie wieder da.

Mitten im Zimmer steht nun der Baum!

Man reibt sich die Augen und glaubt es kaum …
die Ketten schaukeln, die Lichter wehn,
Herrgott, was gibt’s da nicht alles zu sehn!

Die kleinen Kügelchen und hier
die niedlichen Krönchen aus Goldpapier!
Und an all den grünen, glitzernden Schnürchen
all die unzähligen, kleinen Figürchen:

Mohren, Schlittschuhläufer und Schwälbchen,
Elefanten und kleine Kälbchen,
Schornsteinfeger und trommelnde Hasen,
dicke Kerle mit roten Nasen,
reiche Hunde und arme Schlucker
und alles, alles aus purem Zucker!

Ein alter Herr mit weißen Bäffchen
hängt grade unter einem Äffchen.
Und hier gar schält sich aus seinem Ei
ein kleiner, geflügelter Nackedei.
Und oben, oben erst in der Krone!!
Da hängt eine wirkliche, gelbe Kanone
und ein Husarenleutnant mit silbernen Tressen –
ich glaube wahrhaftig, man kann ihn essen!

In den offenen Mäulerchen ihre Finger,
stehn um den Tisch die kleinen Dinger,
und um die Wette mit den Kerzen
puppern vor Freuden ihre Herzen.
Ihre großen, blauen Augen leuchten,
indes die unsern sich leise feuchten.
Wir sind ja leider schon längst „erwachsen“,
uns dreht sich die Welt um andre Achsen

Und zwar zumeist um unser Büro.
Ach, nicht wie früher mehr macht uns froh
aus Zinkblech eine Eisenbahn,
ein kleines Schweinchen aus Marzipan.
Eine Blechtrompete gefiel uns einst sehr,
der Reichstag interessiert uns heut mehr;
auch sind wir verliebt in die Regeldetri
und spielen natürlich auch Lotterie.
Uns quälen tausend Siebensachen.
Mit einem Wort, um es kurz zu machen,
wir sind große, verständige, vernünftige Leute!

 

Nur eben heute nicht, heute, heute!

Über uns kommt es wie ein Traum,
ist nicht die Welt heut ein einziger Baum,
an dem Millionen Kerzen schaukeln?
Alte Erinnerungen gaukeln
aus fernen Zeiten an uns vorüber
und jede klagt: Hinüber, hinüber!
Und ein altes Lied fällt uns wieder ein:
O selig, o selig, ein Kind noch zu sein!

(Arno Holz, 1863 – 1929, deutscher Dichter und Dramatiker)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da ist es nun, das Türchen 7, auf das ihr bestimmt alle ganz gespannt gewartet habt, denn ihr seid doch sicher alle neugierig, ob Stiefel und Strümpfchen für die Frau Chefredakteurin und ihr Redaktionsteam auch gefüllt waren am Nikolausmorgen! Die Girlande über dem Gedicht hat es euch ja eigentlich schon verraten: Sie waren! 

Frau Chefredakteurin kam kaum zum Kaffee kochen am gestrigen Morgen, die Bärchen waren so hibbelig, sie wollten doch nach ihren Strümpfchen gucken, na, denn los, ihr Schwefelbande! 

 

Und da sitzen sie alle, die glücklichen Bärchen, im Wohnzimmer der Redaktionsräume vorm Kamin mit ihren Schätzen, die sie aus den Strümpfen geholt haben! Jedes Bärchen hatte in seinem Strumpf

ein kleines Gläschen mit leckerem Waldhonig, das „große“ Geschenk paßte aber nicht in die kleinen Strümpfe, die Bärchen hegten schon lange einen Wunsch, und der hat sich heuer zu Nikolaus erfüllt, quasi ein Gemeinschaftsgeschenk

da liegt es vor ihnen: Ein Brettspiel, ein Gesellschaftsspiel, ihr werdet es bestimmt alle kennen,

es ist so hübsch märchenhaft, es handelt ja auch von Märchen: Sagaland! 

Dieses Geschenk hat eine kleine Geschichte, der Alterspräsident unserer Redaktion, mein Teddy Bernhard, 

erzählt meinem Redaktionsteam oft Geschichten aus der Kinderzeit von Frau Chefredakteurin, als sie noch die kleine Monika war, und so hat er ihnen auch erzählt, daß sie so gerne Spiele gespielt hat, das fanden die Bären nun extra fein und meinten, das wäre doch auch was für sie, und das könnten sie denn dann doch auch mit der Frau Chefredakteurin spielen, wenn…..ja, wenn sie denn so ein Spiel hätten, und flugs war der Wunsch an den Nikolaus geboren. Und wir machen aus diesem Anlaß nun mal einen kleinen Exkurs in die Welt der Spiele von anno dunnemals bis heute. 

Ein Brettspiel ist ein Gesellschaftsspiel, dessen kennzeichnendes Element ein Spielplan/-brett ist, auf dem Spieler mit Figuren, Steinen oder anderem Material agieren. 

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Brettspiel

Die ersten Gesellschaftsspiele wurden mit einfachen und frei verfügbaren Materialien gespielt, das Spielfeld wurde in den Sand gemalt, Materialien waren Stöcke, Steine und Muscheln. Bereits aus dem alten Ägypten ist ein Spiel namens Senet bekannt, das schon auf einem festen Spielbrett gespielt wurde und ähnlich wie unser heutiges Backgammon war. Auch das Spiel Mühle wurde im alten Ägypten schon gespielt. 

Schach bezeichnet man häufig als das „Spiel der Könige“, entstanden ist dieses Spiel wahrscheinlich in Indien um etwa 500 n. Chr., im Mittelalter verbreitete es sich dann auch im europäischen Raum. Und nun guckt mal, was die Frau Chefredakteurin bei dem Thema gefunden hat im vorhandenen Spieleschrank der Redaktionsräume

 

ein Kästchen mit Schachfiguren, von ihr selbst bemalt, die Rohlinge konnte man seinerzeit bestellen und dann ging es ran an den Pinsel und die Farbe, es war mal ein Geschenk für Björns Papa und ist in den Redaktionsräumen verblieben. 

Bin ich heute noch stolz drauf, lach! 

Würfelspiele gab es auch schon zu Zeiten der Römer, und bei den Kartenspielen vermuten die Wissenschaftler, daß die ersten Karten schon im 1. Jahrhundert in Ostasien hergestellt worden sind. 

Im 20. Jahrhundert entwickelten sich die verschiedenen Gesellschaftsspiele, die wir heute kennen. In Amerika wurden viele moderne Klassiker entworfen, so zum Beispiel Monopoly, Risiko, Das Spiel des Lebens und noch viele andere. 

Da zeigen wir euch doch nun mal den Inhalt unseres Spielefachs im Wohnzimmerschrank der Redaktionsräume:

Rechts ist ein von Björn noch verzierter Spielekoffer, der oft mit auf Reisen ging, Björn hat als Kleinkind schon Spiele geliebt, und gerade auch für kleine Kinder gibt es da ja die entzückendsten Spiele. 

Ganz sicher kennt ihr alle noch „Spitz, paß auf“, oder heiß geliebt und oft gespielt, „Schwarzer Peter“, das waren beides auch Lieblingsspiele in der Kinderzeit von der Frau Chefredakteurin. Die ersten Spiele bei Björn waren, weil er in dem Alter des Lesens und Schreibens noch unkundig war, Spiele, deren Würfel statt Zahlen farbige Punkte hatten, Farben konnte er ja schon unterscheiden. 

Im Familienkreis ist später mit Leidenschaft das Spiel „Scotland Yard“ gespielt worden, neben „Monopoly“, „Uno“ und „Die Siedler von Catan“. Björns Patenkind spielte mit nie ermüdender Leidenschaft sowohl mit ihm als auch mit Wonne mit der Frau Chefredakteurin „Vampo“, ein Spiel mit einem Vampir, die Spielfigur ist so klasse, Ziel des Spiels ist es, eine Prinzessin in ihr Schloß zu bringen ohne vom Vampir gebissen zu werden, der absolute Clou war der Biß des Vampirs: Ein dicker roter Stempel auf die Hand! 🤭😂

Frau Chefredakteurin spielt heute noch gerne, da die Kinder ebenfalls eine Leidenschaft für Gesellschaftsspiele besitzen, kommt sie da ab und an immer mal wieder in den Genuß. Und nun haben die Bärchen vom Nikolaus ihr eigenes Spiel bekommen, das werden dann bestimmt zukünftig feine Spielabende in den Redaktionsräumen, natürlich ist es am Nikolaustag eingeweiht und gespielt worden, die Bärchen waren begeistert. 

Wir hoffen, gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit hat euch dieser kleine Exkurs in die Welt der Spiele gefallen, und wir haben vielleicht die eine oder andere Anregung zum wieder einmal spielen im Familienkreis gegeben. 

Nun werdet ihr fragen, was denn bei der Frau Chefredakteurin noch im Stiefel war, also:

Außer dem Honig für die Bärchen gab es Pralinen, Baumstämme und lecker Schokolade mit Eisbär verziert, von Brigitte/Plauen und Ursel durch den Nikolaus auf den Weg gebracht, ich bin ja genau so ein Süßmäulchen wie die Bären! 😂🤭

Ein kleines plüschiges Eisbärchen mit Nikolausmützchen, das los wetzt, wenn man es am Schwanz zieht, sieht so drollig aus, und 

Eisbärservietten hatte Brigitte/Plauen noch im Päckchen vom Nikolaus, da hab ich mich so drüber gefreut, hab ich noch nie gesehen, Servietten in der Form! Jetzt sind hier bestimmt alle Eisbärenfans bissel neidisch! 🤭😂❤

Und mit den Bildern der vergnügten Bärenrunde bei der Nikolausbescherung 

schließen wir jetzt hier unser Türchen 7. Wir hoffen, es hat euch allen wieder Freude gemacht, wünschen euch einen schönen Tag, paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet und gesund und…..spielt mal wieder! 

Herzliche Grüße und alles Liebe und Gute von eurem Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – „Jetzt bin ich doch ein altes Kind!“ 🎈🎂🧸

Freundschaft

Die Freundschaft ist die edelste der Gaben,
sie lindert Schmerz, sie lindert Pein,
doch einen Freund kann der nur haben,
der selbst versteht ein Freund zu sein.

(Aus meinem Poesiealbum, Autor unbekannt)

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-mein-erstes-graues-haar-564

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, ach, ja, die Kinderzeit ist lange vorbei, und mittlerweile hab ich nicht nur ein graues Haar, das ich willkommen heißen muß auf meinem Kopf, wie es Reinhard Mey im oben eingestellten Lied so schön singt. Ich bin „ein altes Kind“, mit dem morgigen Tag ein Jahr vor meinem 70. Geburtstag, aber ich hab mir genug an Kindlichkeit bewahrt, um mich auf meinen Geburtstag am Sonntag wie ein solches zu freuen, zumal ich, wenn ihr diese Zeilen lest, voller Vorfreude auf die Fahrt, bereits unterwegs oder schon angekommen sein werde bei meinen Kindern in Köln bei denen ich übers Wochenende und somit zu meinem Geburtstag wieder eingeladen bin! 🚂😍🍀🌞😊🎈🎂🌻🤭👍 Ein kryptischer Ausdruck meiner Freude! 🥳

Mein Redaktionsteam ist daher mal wieder „allein zu Haus“, natürlich hab ich ihnen eine fröhliche Nachfeier versprochen, wenn ich wieder zu Hause bin! Was irgendwann am Sonntagabend der Fall sein wird, da komm ich aus der Feierei gar nicht mehr raus, weil wir dann wohl den Montag in den Redaktionsräumen dazu benutzen werden. 🎈🥳🍾🍺🥂🍷🍹🥤

Tja, und weil ich ja nun über meinem Geburtstag nicht in der Redaktion unserer Zeitung weile, lehnte sich mein Redaktionsteam bei der gestrigen Redaktionssitzung genüßlich grinsend zurück und Ruddi meinte, „dann laß dir mal was einfallen, Frau Cheffin, für deinen Abwesenheitseintrag, wir sind ja an den zwei Tagen dann reichlich mit der eingehenden Leserpost beschäftigt!“ Himmel, was hab ich mir da bloß rangezüchtet, aber irgendwie hat er ja recht, der Bengel, und nach meinem verblüfften Gesicht und dem Lachanfall seiner Kollegin und seiner Kollegen haben mir dann doch wieder alle tatkräftig zur Seite gestanden, und genau das war es dann, was mich auf die Idee für diesen Eintrag brachte.

Ich hatte in den letzten Tagen, gerade so vor Geburtstagen wandern die Gedanken ja doch immer wieder so gerne rückwärts, mal wieder mein Poesiealbum beim Wickel, unschwer zu erkennen schon am Eingangsgedichtchen, und beim blättern fielen mir die Kinderfreundschaften ein, damals geknüpft, manche noch heute erhalten, andere im Sande verlaufen oder durch die Endlichkeit des Lebens verloren. Aber „im sicheren Land der Vergangenheit“ gut aufgehoben und immer wieder erlebbar in den Erinnerungen. Und so gut besungen wieder einmal von Reinhard Mey, in seinem Lied „Komm, gieß mein Glas noch einmal ein“

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-komm-gie-mein-glas-noch-einmal-ein-990

Freundschaften, der rote Faden eines Lebens, Fixpunkte im Lebenslabyrinth! 

Freundschaften, das macht auch hier unser Blögchen und unseren späteren Grafschafter Wochenanzeiger aus, wieviel Freud und Leid haben wir hier schon alle geteilt, gerade in den letzten Tagen wieder! ❤🍀 Und dafür möchten wir, mein Redaktionsteam und ich, euch mal wieder allen so ganz besonders herzlich danken!

Unser aller Co-Autor und rasende Reporterin, unsere Mimi in heaven, fest und innig mit einem Freundschaftsbändchen mit uns verbunden hatte ja auch ihre eigene Freundesliste hier im Blögchen und später im Grafschafter Wochenanzeiger, über die sie immer sehr glücklich und auf die sie sehr stolz war. Ihre tierischen Freunde sind auch uns mit ihren Dosenöffnern hier weiter treu geblieben, das ist so wunderschön und wird Mimi sehr freuen auf ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐

Der kommende Geburtstag weckt auch wieder Erinnerungen an Geschenke, hier bei diesem Thema in erster Linie plüschige Gefährten, Teddybären und Stofftiere, Kinderfreundschaften für die Ewigkeit. 

Die längste Freundschaft meinereiner natürlich mit meinem geliebten Teddy Bernhard! 

 

Bären können Freundschaften so wunderbar ausdrücken….und stiften, da denken wir alle an unseren geliebten Eisbären Knut.

 

Erinnert ihr euch eigentlich noch an die Freundschaftsringe? Die waren mal in den 70ger Jahren, glaub ich mich erinnern zu können, sehr modern, Björns Papa und ich hatten auch welche, in silbern, mit einem schwarzen Gravurmuster, da war ich so stolz drauf! Erinnerungen! 

Zum Geburtstag gehören Blumen, Freunden schenkt man Blumen, also schenken wir euch hier nun auch noch Blümchen, schon mit ein bissel Herbstahnen: 

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Und mit einem wunderschönen passenden Lied allwieder von Reinhard Mey 

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-gute-nacht-freunde-a25

in zwei Versionen, wünschen wir, mein Redaktionsteam und ich, euch allen ein wunderschönes und vielleicht auch sonniges Wochenende, falls die Sonne sich rar machen sollte, habt einfach Sonne im Herzen, 🌞❤ paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, für alle Kranken, Tier und Mensch, sind alle Daumen fest gedrückt 🙏🍀🍀🍀!

Herzliche und freundschaftliche Grüße sendet euch allen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in Heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Pfingsten – „Aus der Jugendzeit…“ oder „eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!“

 

Die Schwalben

Hold Erinnern schwebt mir vor,
wie um Fensterbogen
an dem alten Kirchenchor
tausend Schwalben flogen.

Schwalben rings ohn Unterlaß
in den Lüften wiegend,
wo ich schöne Märchen las.
zwischen Gräbern liegend.

Jene grüne Einsamkeit
ist schon lang versunken,
wo ich in der Kinderzeit
Poesie getrunken.

Doch wenn heut die Schwalben schrein,
die im Licht sich schwenken,
meiner Kindheit Morgenschein
muß ich still gedenken.

Denn die Sehnsucht dauert fort
nach der Jugend Räumen,
und noch immer wandl’ ich dort
nachts in meinen Träumen.

(Heinrich Seidel, 1842 – 1906, deutscher Ingenieur und Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun haltet ihr also unsere diesjährige Pfingstfest- und Sonntagsausgabe in den Händen. Leider wird sich wohl überall in unserem Land das Wetter nicht gerade pfingstlich zeigen, der gesamte Mai war ja bis jetzt eher verregnet und verhagelt denn schön. Und so haben wir in unserer freitäglichen Redaktionssitzung wieder hin und her überlegt, was wir euch wohl zum heutigen Pfingstfest präsentieren könnten, und dieses Mal hatten die Bären eures Redaktionsteams die zündende Idee:

Schwalben!

Meine Redaktionscrew hatte mich den ganzen Mai über mit fragenden Augen beobachtet, wenn ich am Wohnzimmerfenster stand und lange in den Himmel schaute. „Wonach guckst du denn, Frau Cheffin?“ fragte Ruddi schließlich ganz ratlos. „Ja, Ruddi, nach den Schwalben, die doch nun aus dem Süden wieder zu uns zurückkehren, ich würde in diesem Jahr doch wieder so gerne der Türmer sein, der ihre Ankunft als erster vermelden darf!“ Na, das war ein Stichwort für mein Redaktionsteam, binnen kurzem versammelten sich alle am Wohnzimmerfenster wie weiland bei der sehnsüchtigen Ausschau im Winter nach Schnee

um mir bei der Sichtung meiner heißgeliebten Schwälbchen behilflich zu sein. 

Wie gebannt beobachten sie von nun an den Himmel, ich konnte derweil meinen hausfraulichen Tätigkeiten nachgehen, sie haben mir glaubhaft versichert, sie würden sofort „töööröööööööö“ rufen, wenn sie der ersten Schwalben ansichtig würden. 

Eines vorweg, es hat lange gedauert, in der Zwischenzeit hatten uns die Kinder aus Köln bereits wieder eingeholt und vermeldeten ihrerseits am 4. Mai, daß sie in diesem Jahr wieder der Türmer wären, die Schwalben wären da! Und meine Crew guckte weiter. 

Aber dann, am 20. Mai, am frühen Abend, erscholl endlich ein „Töööörööööö“ aus vielen begeisterten Bärenkehlen, sie waren da, die Schwalben, und kreisten am Abendhimmel, das war eine Freude in unseren Redaktionsräumen. Frau Chefredakteurin ließ alles stehen und liegen und kam sofort gucken. 

das sind Archivaufnahmen vom August 2016, da hatte ich mal das Glück, sie sogar mit meiner kleinen Knipse und nicht so ganz dollem Zoom am Himmel zu erwischen, beim ersten Bild ganz oben rechts, beim zweiten rechts/mittig zwischen den weißen Wolkenformationen. 

Zufrieden mit sich und ihrer Sichtung nahm meine Bärencrew wieder ihre gewohnten Plätze ein, und Bruno meinte dann, nun hätte er aber doch noch gerne erklärt, was es denn mit dem Türmer auf sich hätte, von dem ich gesprochen habe, der die Ankunft der Schwalben meldet, als Großstadtkind der Neuzeit konnte er damit natürlich so gar nichts anfangen. Da hat dann die Frau Chefredakteurin sich mal wieder ihren Theodor Storm an Land gezogen, dessen Zeit ja leider immer noch nicht auf Balkonien stattfindet, und bei dem die Schwalben als Motiv in seinen Gedichten und Novellen immer wieder auftauchen, in einer Novelle sind sie das zentrale Motiv in der Geschichte, und zwar in der Novelle „In St. Jürgen“ 

https://de.wikipedia.org/wiki/In_St._J%C3%BCrgen

Hier habt ihr eine kurze Inhaltsangabe der Novelle, die zu einer meiner Lieblingsnovellen von Theodor Storm gehört, damit ihr euch ein Bild von der Geschichte machen könnt. 

Siehst du, Bruno, das ist die Geschichte in meinem geliebten alten Storm-Buch, und sie beginnt mit den Worten:

„Es ist nur ein schmuckloses Städtchen, meine Vaterstadt; sie liegt in einer baumlosen Küstenebene, und ihre Häuser sind alt und finster. Dennoch habe ich sie immer für einen angenehmen Ort gehalten, und zwei den Menschen heilige Vögel scheinen diese Meinung zu teilen. Bei hoher Sommerluft schweben fortwährend Störche über der Stadt, die ihre Nester unten auf den Dächern haben; und wenn im April die ersten Lüfte aus dem Süden wehen, so bringen sie gewiß die Schwalben mit, und ein Nachbar sagt’s dem andern, daß sie gekommen sind.“

Und da, Bruno, kommen nun die bzw. der Türmer ins Spiel, die höchsten Gebäude in den Städten der vergangenen Jahrhunderte waren meist die Kirchen, und diese hatten einen Glockenturm, im Glockenturm wohnte der Türmer, der das Geläute der Glocken in Gang hielt, auch sonstige Verwaltungsaufgaben inne hatte, und aufgrund seiner Übersicht über die ganze Stadt zum Beispiel auch als erster Brände entdeckte und sie mit warnenden Glocken melden konnte, oder oft auch mit Trompetenstößen, ein solches Instrument diente ebenfalls der Warnung und Meldung, und er war es dann eben auch, der die ersten Schwalben entdeckte, wenn sie im Frühling heimkehrten, und das freudige Ereignis meldete er eben der ganzen Stadt mit seiner Trompete, deshalb „tööööröööö“, lach, und deshalb der alljährliche Wettbewerb zwischen den Kindern und mir, wer wohl in diesem Jahr der „Türmer“ wird! Guck, so wird wohl dazumalen die Aussicht eines Türmers gewesen sein

das ist aus meinem Storm-Buch, eine Zeichnung von Adolph von Menzel. 

Da konnte man wohl wirklich jeden Winkel sehen von hoch droben. Und hier hast du nun auch noch einen Auszug aus der Novelle, die unmittelbar von einem ebensolchen Türmer spricht, ich les es dir mal vor:

„Ich war auf den Kirchhof hinausgetreten und blickte an dem Turm hinauf; da sah ich oben auf der Galerie den Türmer stehen und sah, wie er sein langes Horn noch in der Hand hielt. Ich wußte es nun wohl; die ersten Schwalben waren gekommen, und der alte Jakob hatte ihnen den Willkommen geblasen und es laut über die Stadt gerufen, daß der Frühling ins Land gekommen sei. Dafür bekam er seinen Ehrentrunk im Ratsweinkeller und einen blanken Reichstaler vom Herrn Bürgermeister. – Ich kannte den Mann und war oft droben bei ihm gewesen; als Knabe, um von dort aus meine Tauben fliegen zu sehen, später auch wohl mit Agnes; denn der Alte hatte ein Enkeltöchterchen bei sich, zu dem sie Pate gestanden und deren sie sich auf allerlei Art anzunehmen pflegte. Einmal, am Christabend, hatte ich ihr sogar ein vollständiges Weihnachtsbäumchen den hohen Turm hinaufschleppen helfen. – „

Bruno war hochbefriedigt von meiner Erklärung. 

Der Eingangstext der Novelle „In St. Jürgen“ geht aber noch weiter, und da kommt jetzt ein Teil unseres Titels zur Geltung:

„So ist es eben jetzt. Unter meinem Fenster im Garten blühen die ersten Veilchen, und drüben auf der Planke sitzt auch schon die Schwalbe und zwitschert ihr altes Lied:

Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm…“

Das ist aus dem Gedicht und Lied „Aus der Jugendzeit“ von Friedrich Rückert:

Aus der Jugendzeit, aus der Jugendzeit
klingt ein Lied mir immerdar;
o wie liegt so weit, o wie liegt so weit,
was mein einst war!

Was die Schwalbe sang, was die Schwalbe sang,
die den Herbst und Frühling bringt;
ob das Dorf entlang, ob das Dorf entlang
das jetzt noch klingt?

„Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm,
waren Kisten und Kasten schwer;
als ich wieder kam, als ich wieder kam,
war alles leer.“

O du Kindermund, o du Kindermund,
unbewußter Weisheit froh,
vogelsprachekund, vogelsprachekund
wie Salomo!

O du Heimatflur, o du Heimatflur,
laß zu deinem heil`gen Raum
mich noch einmal nur, mich noch einmal nur
entfliehn im Traum!

Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm,
war die Welt mir voll so sehr;
als ich wieder kam, als ich wieder kam,
war alles leer!

Wohl die Schwalbe kehrt, wohl die Schwalbe kehrt,
und der leere Kasten schwoll,
ist das Herz geleert, ist das Herz geleert,
wird`s nie mehr voll.

Keine Schwalbe bringt, keine Schwalbe bringt
dir zurück, wonach du weinst;
doch die Schwalbe singt, doch die Schwalbe singt
im Dorf wie einst:

„Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm,
waren Kisten und Kasten schwer;
als ich wieder kam, als ich wieder kam,
war alles leer.“

Das hab ich natürlich auch noch für „auf die Ohren“ für euch, zwei ganz alte Versionen des schönen, ein bissel schwermütigen Liedes:

Ich hatte wohl sehr träumerische Augen bei dem Lied, denn meine Bärencrew wollte nun natürlich wissen, woran ich denn dabei dächte, ja, meine lieben Redaktionsmitglieder, das sind Laute aus meiner Jungendzeit, das Lied ebenso wie die Rufe der wunderschönen Schwalben, das alles erinnert mich so sehr an mein ehemaliges Kindheitsparadies in Höxter im Weserbergland. Nun bekam Otto große Augen, unser Handelsreisender, wenn von anderen Orten die Rede ist, ist er immer gleich Feuer und Flamme, in diesen kargen Reisezeiten ganz besonders. Guck, Otto, das ist mein Höxter

und dort an der Weser hab ich oft im Gras gelegen

und meine Mama hat auf einer Bank gesessen und konnte stundenlang ihren Lieblingsvögeln zugucken, den Schwalben, wie sie mit schrillen Schreien direkt über dem Wasser der Weser auf Insektenfang gingen, Urlaute, die mich noch heute vor Wohlbehagen erschauern lassen.

Hier muß ich nun wohl kurz einmal den Unterschied erklären zwischen Schwalben 

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwalben

und Mauerseglern

https://de.wikipedia.org/wiki/Mauersegler

die den Schwalben zwar ähneln, aber nicht mit diesen näher verwandt sind. Trotzdem waren für mich immer beide Arten einfach Schwalben und der Inbegriff von Sommer. Die so bekannten Nester an der Wand

sind Schwalbennester, Mauersegler brüten in Hohlräumen. 

Otto war sehr angetan von meinen Erinnerungen und vor allem von der ihm fremden Stadt meines Kindheitsparadieses. Und Luzia, mit ihrem Faible für glitzern aller Art, betrachtete sich verträumt das glitzern meiner geliebten Weser. 

Ich zitiere noch einmal aus der Novelle von Theodor Storm, weil dies ja ein Eintrag über Schwalben ist, paßt es so schön:

„Wie oft zur Sommerzeit, ehe ich in die Kapellentür trat, bin ich in der Stille des Sonntagsmorgens zögernd auf dem sonnigen Hofe stehengeblieben, den von dem nebenliegenden Gärtchen her, je nach der Jahreszeit, Goldlack-, Nelken- oder Resedaduft erfüllte. – Aber dies war nicht das einzige, weshalb mir derzeit der Kirchgang so lieblich schien; denn oftmals, besonders wenn ich ein Stündchen früher auf den Beinen war, ging ich weiter in den Hof hinab und lugte nach einem von der Morgensonne beleuchteten Fensterchen im obern Stock, an dessen einer Seite zwei Schwalben sich ihr Nest gebaut hatten. Der eine Fensterflügel stand meistens offen; und wenn meine Schritte auf dem Steinpflaster laut wurden, so bog sich wohl ein Frauenkopf mit grauem glattgescheiteltem Haar unter einem schneeweißen Häubchen daraus hervor und nickte freundlich zu mir herab. »Guten Morgen, Hansen«, rief ich dann; denn nur bei diesem, ihrem Familiennamen, nannten wir Kinder unsere alte Freundin; wir wußten kaum, daß sie auch noch den wohlklingenden Namen »Agnes« führte, der einst, da ihre blauen Augen noch jung und das jetzt graue Haar noch blond gewesen, gar wohl zu ihr gepaßt haben mochte. Sie hatte viele Jahre bei der Großmutter gedient und dann, ich mochte damals in meinem zwölften Jahre sein, als die Tochter eines Bürgers, der der Stadt Lasten getragen, im Stifte Aufnahme gefunden. Seitdem war eigentlich für uns aus dem großmütterlichen Hause die Hauptperson verschwunden; denn Hansen wußte uns allezeit, und ohne daß wir es merkten, in behagliche Tätigkeit zu setzen; meiner Schwester schnitt sie die Muster zu neuen Puppenkleidern, während ich mit dem Bleistift in der Hand nach ihrer Angabe allerlei künstliche Prendelschrift anfertigen oder auch wohl ein jetzt selten gewordenes Bild der alten Kirche nachzeichnen mußte, das in ihrem Besitze war. Nur eines ist mir später in diesem Verkehr aufgefallen; niemals hat sie uns ein Märchen oder eine Sage erzählt, an welchen beiden doch unsere Gegend so reich ist; sie schien es vielmehr als etwas Unnützes oder gar Schädliches zu unterdrücken, wenn ein anderer von solchen Dingen anheben wollte. Und doch war sie nichts weniger als eine kalte oder phantasielose Natur. – Dagegen hatte sie an allem Tierleben ihre Freude; besonders liebte sie die Schwalben und wußte ihren Nesterbau erfolgreich gegen den Kehrbesen der Großmutter zu verteidigen, deren fast holländische Sauberkeit sich nicht wohl mit den kleinen Eindringlingen vertragen konnte. Auch schien sie das Wesen dieser Vögel genauer beobachtet zu haben. So entsinne ich mich, daß ich ihr einst eine Turmschwalbe brachte, die ich wie leblos auf dem Steinpflaster des Hofes gefunden hatte. »Das schöne Tier wird sterben«, sagte ich, indem ich traurig das glänzende braunschwarze Gefieder streichelte; aber Hansen schüttelte den Kopf. »Die?« sagte sie, »das ist die Königin der Luft; ihr fehlt nichts als der freie Himmel! Die Angst vor einem Habicht wird sie zu Boden geworfen haben; da hat sie mit den langen Schwingen sich nicht helfen können.« Dann gingen wir in den Garten; ich mit der Schwalbe, die ruhig in meiner Hand lag, mich mit den großen braunen Augen ansehend. »Nun wirf sie in die Luft!»rief Hansen. Und staunend sah ich, wie, von meiner Hand geworfen, der scheinbar leblose Vogel gedankenschnell seine Schwingen ausbreitete und mit hellem Zwitscherlaut wie ein befiederter Pfeil in dem sonnigen Himmelsraum dahinschoß. »Vom Turm aus«, sagte Hansen, »solltest du sie fliegen sehen; das heißt von dem Turm der alten Kirche, der noch ein Turm zu nennen war.«“

Da ist auch noch einmal ein Turm erwähnt im Zusammenhang mit dem Türmer, der die Ankunft der Schwalben meldete, aber ich liebe besonders die Zeilen „das ist die Königin der Luft, ihr fehlt nichts als der freie Himmel!“ Ja, das ist die Schwalbe sicherlich. 

Ihre Ankunft hier war spät in diesem Jahr, umso glücklicher bin ich samt meinem Redaktionsteam, daß sie nun da sind, die Zeit ist kurz, in der sie uns erfreuen, denn wie sagt eine alte Bauernregel: „An Maria Geburt ziehen die Schwalben furt.“ Maria Geburt ist am 8. September.

Zwei Bilder noch aus dem Spreewald, Schwalben in Ruhe, ein seltener Anblick! 

Hamish hatte nun die ganze Zeit recht still bei unseren Vorbereitungen gesessen, als ich ihn dann aber ansprach und meinte, ob er denn vielleicht mal gucken wolle, ob für unser schottisches Bärchen nicht auch was über die Mythologie der Schwalben dabei sei, da strahlte er auf und machte sich sofort auf die Suche. 

Die Schwalbe gilt als Frühlingsbote und Glücksbringer, wo sie nistet, ist das Glück zuhause und wer ihr begegnet, zu dem kehrt das Glück zurück. Sie prophezeit schlechtes Wetter, denn wenn sie tief fliegt, dann bedeutet das Regen. Sie steht für häusliches Glück, galt schon im Mittelalter als ein glücksbringendes Tier, man mußte sie sorgfältig hüten und durfte sie nicht verletzen oder gar töten. In Ägypten wurde sie der Göttin Isis, der Göttin des Lichts, geweiht. Fast alle Völker haben den Glauben an das gute Omen, das die Schwalben darstellen. 

Im Zusammenhang mit seiner Suche nach der Mythologie der Schwalbe hat Hamish noch einen ganz feinen Bericht gefunden, der bestimmt für alle hier interessant ist, denn wir alle sind doch Tier- und Vogelliebhaber, hier ist also der Link zu dem Bericht, den Hamish ganz stolz entdeckt hat:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/schwalben/13712.html

Eigentlich wollten wir hier dann unsere Sonntags- und Pfingstfestausgabe mit neuen Bildern von unseren Pfingstrosen im Garten abrunden, aber da tut sich noch nix, da müßt ihr noch ein bissel drauf warten. 

Und damit wünschen wir euch allen nun ein frohes, gesegnetes und schönes Pfingstfest, wenn es irgendwie geht, laßt die Sorgen außen vor, und laßt euer Gemüt wie eine Schwalbe hoch und frei in den Himmel fliegen, und auch, wenn die Sonne die Feiertage nicht beleuchtet, laßt es euch nicht verdrießen und habt einfach Sonne im Herzen. Vielleicht macht euch noch ein Lied, das wir so gerne noch in diesen Eintrag mit hineinnehmen wollten, richtig gute Laune, wir jedenfalls haben sehr vergnügt dabei geguckt und mitgesungen! 

Hier wäre der Text zum mitsingen, bitte, nicht lachen über die Schreibweise bei dem Link, ich hab auch die Augen verdreht, aber besser konnte ich es nicht finden, eher noch schlechter! 🙄

https://www.flashlyrics.com/lyrics/fred-bertelmann/schwalbenlied-93

Ein wunderschönes, frohes Pfingstfest wünscht euch noch einmal euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 19

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Weihnachtslied

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht.
Vom Tannenwalde steigen Düfte
und hauchen durch die Winterlüfte,
und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
mich lieblich heimatlich verlocken
in märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
anbetend, staunend muß ich stehn;
es sinkt auf meine Augenlider
ein goldner Kindertraum hernieder,
ich fühl’s, ein Wunder ist gescheh’n.

(Theodor Storm, 1817 – 1888)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, das ganz Redaktionsteam ist ein bissel müdchen heute, es war ein arbeitsreicher Tag gestern, deshalb schreiten wir jetzt hier als erstes zur Türchenöffnung vom Adventskalender

„blinzel-blinzel“

naaaa???

Ein Pinguin! Da werden sich seine Artgenossen am Weihnachtsstrauß aber freuen, Verstärkung! 

Na, wer ahnt bei diesem Bild schon was? Es gibt in den Redaktionsräumen einen großen, plüschigen Artgenossen

und der hat sich des kleinen Kerlchens angenommen. Aber erst einmal Klein-Pinguin in ganzer Pracht

Süß isser, nicht wahr?

Da ist er richtig schön behütet von dem großen, er hat sich da sehr wohlgefühlt. 

Sieht echt bissel wie das Küken von Papa Pinguin aus, oder?

Nun hängt klein Pinguin aber mit am Weihnachtsstrauß und der Papa kann wieder auf die See hinaus, Fische fangen! 

Türchen 2 vom Gewürzadventskalender beinhaltete wieder was ganz besonderes

Hihihihi, schlecht zu lesen, aber selbst, wenn man es dann lesen kann

ist es auch nicht viel hilfreicher, das mußten wir auch erst einmal gockeln! 

Harissa (arabisch هريسة, DMG Harīsa) ist eine aus dem Maghreb stammende scharfe Gewürzpaste aus frischen ChilisKreuzkümmelKoriandersamenKnoblauchSalz und Olivenöl. Heute ist Harissa in der gesamten nordafrikanischen Küche (in Marokko als Sahka) bekannt, aber auch in arabischen Ländern, in Israel und Europa. Es gibt verschiedene Rezeptvarianten in den einzelnen Ländern. 

Zur Herstellung von Harissa werden Chilis, Knoblauch und Gewürze in einem Mörser oder mit einem Pürierstab oder Standmixer fein zerkleinert und in der Regel mit Olivenöl zu einer Paste verarbeitet. Teilweise werden auch EssigMinzeKoriander, Zitronensaft oder Oliven hinzugefügt. Industriell hergestelltes Harissa ist im Handel in kleinen Dosen, Tuben oder Gläsern (teilweise auch in Pulverform) erhältlich.

(Quelle: Wikipedia)

Das wird spannend im Neuen Jahr, wenn ich die Gewürze alle jeweils zu bzw. mit einem feinen passenden Essen ausprobieren werde, natürlich berichten wir. 

So, und nun läuten wir am heutigen Samstag, dem Vorabend vom 4. Advent, einfach hier mal den Sonntag ein 

denn Glocken gehören auch so sehr in die Advents- und Weihnachtszeit, und nach alter Tradition wäre ja auch eigentlich am 17. Dezember wieder Christkindl-Läuten gewesen, wie wir in einem unserer älteren Adventskalendertürchen mal berichtet haben:

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2013/12/17/tuerchen-17421459/

Eine Glocke ist ein kelchförmiges, halbkugelförmiges oder zylindrisches Gefäß aus gegossenem Metall, geschmiedetem Metallblech, Holz oder einem anderen Material, das zu den Aufschlagidiophonen mit bestimmter Tonhöhe gehört. Sie wird am stummen Scheitelpunkt fixiert, die für den Klang der Glocke maßgeblichen Schwingungen erreichen ihr Maximum am Rand. Dadurch unterscheidet sich die Glocke von einem Gong, dessen Schwingungen zum Mittelpunkt zunehmen. 

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Glocke

Glockenklang zur Weihnachtszeit, das ist einfach wunderschön, ich weiß noch, wie wir, die Kinder und ich, im letzten Jahr zu Weihnachten von der Familienfeier bei Steffis Bruder wieder zu den Kindern zurückgefahren sind, am Hauptbahnhof in Köln mußten wir umsteigen, und alle Glocken läuteten die Christmette ein, das war einfach unbeschreiblich schön! 

Deshalb kommt jetzt auch ein Video vom Vollgeläute des Kölner Doms, im verschneiten Glockenturm, bis das Vollgeläute ertönt, dauert es eine Weile, aber bleibt dran, das ganze Video ist wirklich schön, finde ich! 

Der dicke Pitter ist ja die berühmteste Glocke vom Kölner Dom, die Petersglocke, wie er eigentlich heißt, aber natürlich nicht für die Kölner!

Die Petersglocke (im Volksmund: Dicker Pitter, auf KölschDecke Pitter genannt) ist die Glocke 1 des Kölner Domgeläuts. Sie wurde 1923 von Glockengießermeister Heinrich Ulrich (1876–1924) in Apolda gegossen und ist im Glockenstuhl des Südturmes aufgehängt. Mit einem Gewicht von rund 24.000 kg (Klöppel: ≈ 600 kg) und einem Durchmesser von 322 cm war sie bis November 2016 die größte am geraden Joch schwingend läutende Glocke der Welt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Petersglocke

Da hab ich auch noch ein schönes Video zu, als der dicke Pitter seinen neuen Klöppel bekam. 

Mehr weihnachtliches Glockenläuten? Büdde schön!

Und ein Video, dessen Inhalt euch vielleicht aus Kindertagen bekannt ist, aus dem Radio, weihnachtliches Glockenläuten der deutschen Dome.

Ein schönes weihnachtliches Glockenspiel-Video hätten wir nun auch noch für euch

und dann schließen wir hier unser Türchen für heute mit dem schönsten Weihnachtslied über Glocken

mit Glockenbildern

und einem ganz wunderschönen Bild von Werner, das er uns eigentlich schon zu den Lichterhäusern zeigen wollte, sein Weihnachtsdorf, aber ich finde, zu den Glocken paßt es auch ganz zauberhaft, da klingen die Weihnachtsglocken über Werners Weihnachtsdorf

Entzückend, nicht wahr, ich hab 😍🤩, ihr bestimmt auch! So romantisch! Zum reinträumen! 

Damit wünschen wir euch allen einen schönen, entspannten Samstag, laßt die Seele baumeln, tut euch was gutes, verwöhnt euch mal selber, paßt auf euch auf und bleibt gesund! Das wünscht euch von Herzen

euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger  

                    mit Mimi in heaven  

                    Otto und Luzia.  

Habts fein!

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 10

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Teddybär-Gedicht

Die Flocken sinken leis hernieder,
die Kinder singen Weihnachtslieder.

Der Teddy traurig denkt bei sich:
Gibt’s Weihnachten wohl auch für mich?

Vor lauter Schenken, Lichter, Essen,
da haben die mich glatt vergessen!

Doch siehe da – er glaubt es kaum – ein Päckchen liegt noch unterm Baum.

Und was ist drin? Jetzt staunt er sehr!
Ein neues Kleid für Teddybär!

(Verfasser unbekannt)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, herzlich willkommen im Türchen 10 unseres Adventskalenders. Na, alle schon wieder neugierig? Dann wollen wir mal wieder zur Tat schreiten und öffnen behutsam und vorsichtig Türchen 10

Spannend!

Tadaaaaa!!!

Hej, nicht alle durcheinander quietschen, lach, jaaaaa, das ist ein niedlicher Teddybär mit ebenso niedlicher Weihnachtsmann-Mütze! 

Ist der nicht entzückend??? Mein Team hat sich geradezu überschlagen vor Begeisterung, und wie auf Kommando gingen die Blicke meiner Redaktionsmitglieder zu meinem alten Teddybären, meinem Bernhard, da wäre er doch wohl ganz besonders als Gast-Autor gefragt, bei all den vielen altgedienten Jahren als mein Teddybär, ob er wohl Lust habe? Na, das brauchten meine Bären vom Team ja eigentlich gar nicht fragen, und ob er hatte, seine Augen funkelten vor Freude: 

Ja, dann sag ich hier auch erstmal hallo, ihr lieben Leser alle, ich bin ja schon allen bekannt hier, glaube ich, falls noch jemand eher neu dabei ist: Mein Name ist Bernhard und ich bin der heißgeliebte Teddybär der Frau Chefredakteurin und hab bereits das stolze Alter von 64 Jahren erreicht! Das oben eingestellte Gedicht gefällt mir sehr, auch Teddys lieben es, zu Weihnachten beschenkt zu werden. An mein allererstes Weihnachten in meinem Bärenleben erinnere ich mich noch sehr gut, denn da war ich das Geschenk:

Guckt, da sitz ich neben eurer Frau Chefredakteurin, meiner Monika. da war sie 4 Jahre alt, Weihnachten 1956, und ich noch ganz neu, gerade erst vom Christkind geliefert worden. Das war eine Freude, als mich Monika damals unterm Weihnachtsbaum fand, sie hat mich ganz fest in ihre Arme genommen und ist mit mir durchs Zimmer getanzt. Und von diesem Augenblick an waren wir unzertrennlich! 

Das war erst einmal mein Familienweihnachten mit allen Familienmitgliedern meiner Monika, ich mußte doch die ganze Familie kennenlernen. 

Wie ihr auf den Bildern seht, wir waren ein unzertrennliches Gespann, ich durfte überall hin mit, selbst, als meine Monika schon größer war, und dann wurde ich, als sie erwachsen war, geheiratet hatte und einen kleinen Jungen bekam, der Spielkamerad von ihrem kleinen Jungen, dem Björn. Da kann ich auf ein schönes, erfülltes Teddybärenleben zurückblicken, wenn ich heute, immer noch heiß geliebt und ab-geliebt, meinen Altersruhesitz auf der Couch im Wohnzimmer habe, wo ich im übrigen das ganze Team vom Grafschafter Wochenanzeiger unter meinen Fittichen habe, die holen sich doch auch schon mal so manchen guten Rat von mir. 

Da sitz ich dann, und kann auf das Bärenteam runter gucken, und hab ganz liebe Kumpels an meiner Seite, die im übrigen, wie passend zu einem Adventskalender, von der Monika mal auf Weihnachtsmärkten adoptiert wurden. 

Schickes Pullöverchen, wat? Ja, ich bin halt auch ein Ruhrpottbär, wie der Ruddi. 

 

Der hier ist ganz knautscheweich! 

Da sind wir alle drei, links neben mir geht die Bärentruppe mit dem Brummi weiter, dem Teddy von den Eltern meiner Monika, der ja geerbterweise hier bei uns eingezogen ist, und unter mir sitzt das bärige Redaktionsteam. 🐻

Von meiner Monika und überhaupt aus diesem Blögchen hier weiß ich ja schon lange, daß hier so gut wie alle Teddybärenfans sind, und ganz viele sogar genau wie meine Monika ihre geliebten Lebensgefährten aus Kindertagen noch haben. Das macht uns Teddys wirklich stolz, wenn wir nach einem langen Bärenleben zufrieden auf den Sofas sitzen, und in Erinnerungen schwelgen, als unsere Besitzer noch klein waren, und, genau wie meine Monika bei und mit mir, ihren kuscheligen Weggefährten jeden Kummer anvertrauten und jedes Glück und jede Freude teilten mit uns. Und auch, wenn man uns die Jahre schon sehr ansieht

bleiben wir immer die geliebten Teddys der Kinderzeit, und manches mal gehen wir dann in die nächste Generation über. Das wollte ich euch zum heutigen Türchen mit dem Teddybären drin doch mal erzählen, ich freu mich sehr, daß das Bärenteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit diese ehrenvolle Aufgabe anvertraut hat. Meine Monika, eure Frau Chefredakteurin, macht jetzt dann noch ein bissel mit ganz feinen Teddybären-Bildern weiter, also, ich war davon begeistert und das Bärenteam auch. Wünsch ich euch allen jetzt viel Spaß noch bei und verbleibe bis zum nächsten Mal

euer Bernhard.

Ja, da hat sich mein Teddy gefreut, daß er mal wieder dabei sein durfte, und ich hab euch jetzt zum abrunden noch ein paar feine Teddy-Bilder anzubieten:

Auch Teddys haben Spaß am Wintersport, und überhaupt am Winter, und natürlich an Weihnachten!

So ähnlich sah mein Bernhard damals aus, als er Weihnachten ganz frisch und neu zu mir kam, allerdings mit roter Schleife statt mit blauem Schal. 

Und selbstverständlich lassen wir hier natürlich nicht unsere ebenso geliebten Eisbären außen vor, büdde schön! 

Vermißt ihr was? Ach, das Türchen vom Gewürzadventskalender? Na, das kommt natürlich noch, und zwar jetzt, denn das paßt so prima zu Teddy- und -bären aller Arte, guckt mal: 

Hihihihi, das machen wir auch wieder spannend, ganz klar! 

So, da isses, ist das nicht klasse?

Himbeer-Curry! Wieso das zu Bären paßt? Na, Bären lieben Himbeeren und aus Himbeeren kann man Himbeeren liebende HimbÄren machen! 😂😊😋

Damit sind wir nun wieder am Ende von Türchen 10 angelangt und hoffen, ihr hattet alle wieder eure Freude dran. Habt einen schönen Donnerstag, laßt euch nicht stressen, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto, Luzia und Gast-Autor Bernhard.

 

Habts fein!  

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 9

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen

Weihnachtszwerge

Seht, da kommen aus dem Berge
viele kleine Weihnachtszwerge
und sie laufen tripp, tripp, trapp,
eilig schnell den Berg hinab.

Gucken durch die Fensterlein
zu den Kindern groß und klein.
Horchen an der Türe still,
was das Kind sich wünschen will.

Grad ruft Lieschen freudig aus:
“Ich wünsch mir ein Puppenhaus.”
Und die Zwerge freun sich nun,
denn da gibt es viel zu tun.

Und sie hobeln zisch, zisch, zisch,
für das Häuschen einen Tisch.
Rühren Leim im Topf herum,
hämmern fleißig bum, bum, bum.

Stühlchen sind schon fertig jetzt,
Püppchen werden drauf gesetzt.
Püppchen sind es ihrer fünf,

Zwerge stricken ein paar Strümpf.
Nähen schicke Kleider schnell,
singen dabei froh und hell:

„Bald nun ist Weihnachtszeit, fröhliche Zeit…“

(Verfasser unbekannt, Fingerspiel)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, da sind wir nun heute beim Türchen 9 und freuen uns allwieder auf eure Neugierde, was sich denn wohl hinter diesem Türchen in unserem Adventskalender mit den Figürchen versteckt haben mag…..schaun wir mal!

Da ist es, das Türchen 9, vorsichtig aufmachen…..

wir machen es wieder spannend, lach!

Traraaaa….der nächste kleine Schneemann!

Wieder ein solch niedlicher Geselle, mit all den hübschen, glitzernden Details, dem buntgeringelten Schal, dem Adventskranz in den mit Handschuhen geschützten Schneefäusten, dem stilisch-grünen Hut und dem mit Schneekristallen übersäten Hinterteil! Aber wir waren trotzdem ein bissel ratlos in der Redaktion, hatten wir doch schon mehrere Schneemann-Einträge im heurigen Adventskalender, wohin sollte uns dieser feine Kerl denn nun mal hinführen? Da kam uns wieder einmal der Zufall zu Hilfe, denn als wir auch ihn wieder in der schönen Schneelandschaft unserer Weihnachtsdecke posieren ließen

und ihn auf dem letzten Bild so wunderbar zwischen den Tannen vor dem kleinen Haus aufgestellt hatten, da dachten wir daran, daß er eigentlich genau die richtige Größe zum stehen vor einem Puppenhaus hat; wir gestern schon so hübsche Miniaturen einer Puppenküche gezeigt haben; Frau Chefredakteurin der Frau Silberdistel im gestrigen Kommentar von ihrem originalgetreuen Puppenherd berichtet hatte; jaaaa, da war der Sprung leicht: Ihr habt es vielleicht sogar dem Gedicht schon entnommen: PUPPENHAUS! 

Denn wir haben ja immer noch das Material hier, ein feines Puppenhaus zu bauen, und zeigen euch nun mal alle die hübschen Zimmer. 

Guckt mal, auch in dieser Küche gibt es den kleinen Fleischwolf! 

 

Und hier ist nun auch ein ähnlicher Küchenherd, wie die Frau Chefredakteurin der Frau Silberdistel berichtet hatte, den sie in ihrer Kinderzeit besaß, somit hat die Überlegung und damit eigentlich Frau Silberdistel diesen Eintrag angeschoben! 

Wir haben uns gekringelt über die kleinen Mini-Topflappen, ist das nicht süß? 

Ist das nicht einfach wonnig? Darf aber doch auch nicht fehlen im Puppenhaus, ein Klo! 

Vornehmes Haus, die haben sogar goldene Wasserkräne! 

Die Frau Chefredakteurin ist ein richtiges Puppenstubenkind, die ganze Redaktion meiner Bären hier hat sinnig in sich rein geschmunzelt, als sie meine glänzenden Augen beim erstellen des Eintrags sahen, und irgendwann hatte ich die Idee, mal im Netz zu gucken, was es da denn wohl noch an Herrlichkeiten gibt zu diesem Thema, und was ich da gefunden habe, das möchte ich euch nicht vorenthalten und verlink euch die Seiten hier nun mal, wer Spaß an dieser Miniaturwelt hat, der kommt hier voll auf seine Kosten!

http://sylvias-puppenhaus.de/seiten/antikspielzeug2.htm

Diesen fand ich persönlich besonders wonnig! 

https://www.albrecht-puppenhauswerkstatt.de/alte-puppenh%C3%A4user/

http://www.puppenhausmuseum.de/alte-puppenhaeuser-1.html

Viel Spaß beim stöbern!

So, nun hätten wir ja auch noch den zweiten, unseren Gewürzadventskalender, was war denn nun da heute drin? Hach, das paßte nun ebenfalls prima zu Puppenhaus und Puppenküche

Wir machen es natürlich wieder spannend, lach!

Kennt ihr das auch noch? Puddingform für Pudding aus dem Wasserbad! Gibt es garantiert auch in Mini-Ausgabe!

Und da isses, das Gewürz: Pommes-Gewürzsalz! 

Paßt doch perfekt, in der hübschen kleinen Mini-Küche werden Kartoffeln geschält, zu Stiften als Pommes geschnitten, Öl in einem Topf auf dem Herd erhitzt und die fertigen Pommes dann mit dem feinen Salz gewürzt! Und was ich dann noch rausgekramt habe, da hat meine gesamte Bärencrew glänzende Augen bekommen

wir haben nämlich auch einen kleinen Bärenkoch!

Das Entzücken meiner Redaktionsmitglieder könnt ihr euch sicher alle vorstellen, oder? Und der niedliche kleine Kerl führt euch jetzt gleich nahtlos zu einem Küchenerlebnis der besonderen Art, denn ich schulde euch doch noch die Bilder von meiner Schwarzwurzeltarte mit dem Rühr(t)ei(g)gewürz, lach, büdde schön:

Ich hab die Tarte in einer Springform gebacken, das ist „sauberer“ mit dem Guß, weil der Rand höher ist! Schwarzwurzeln auf den vorgebackenen Teig geben

Guß aus Eiern, Schmand, gehobelten Parmesan und dem Gewürz drüber

ab in den Ofen, 5 – 10 Minuten vor Ende der Backzeit

den restlichen gehobelten Parmesan drüber geben

und fertig! Sieht lecker aus, oder? War es auch!!! 😋

Das mach ich mir auf jeden Fall nochmal, das war echt so lecker! Und ist auch wirklich gut gelungen, hab ich mich sehr gefreut! 

Mit einem feinen weihnachtlichen Häuserbild (passend zu Puppenhäusern!)

vor dem der feine, kleine Schneemann von heute stehen könnte, machen wir jetzt den Schluß von diesem Türchen 9 und hoffen alle wieder sehr, daß es euch gefallen hat. 

Wir wünschen euch allen einen schönen WTT, teilt die Woche gut, behaltet Mut und Zuversicht in den wieder so unsicheren Tagen, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 8

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen

Weihnacht

Zeit der Weihnacht, immer wieder
rührst du an mein altes Herz,
führst es fromm zurück
in sein früh’stes Glück,
kinderheimatwärts.

Sterne leuchten über Städte,
über Dörfer rings im Land.
Heilig still und weiß
liegt die Welt im Kreis
unter Gottes Hand.

Kinder singen vor den Türen:
„Stille Nacht, heilige Nacht!“
Durch die Scheiben bricht
hell ein Strom von Licht,
aller Glanz erwacht.

Und von Turm zu Turm ein Grüßen,
und von Herz zu Herz ein Sinn,
und die Liebe hält
aller Welt
ihre beiden Hände hin.

(Gustav Falke, 1853 – 1916, deutscher Lyriker und Kinderbuchautor)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, seid ihr auch alle schon wieder so neugierig, was wohl heute in den Adventskalendertürchen unserer Adventskalender versteckt ist? Ich laß euch mal raten: 

Paßt mal auf:

Türchen 8 öffnet sich ganz schüchtern…

hihihihi, ich denke, es dämmert euch!

Ein Nikolaus- oder auch Weihnachtsmannkopf, da ging das hier mit dem Nikolaus umgekehrt wie beim Schneemann, erst der ganze Kerl und dann der Kopf! 

Das ist doch wieder ein hübscher, oder, die Mütze ist so wonnig! Und das Geglitzer! 

Nun müssen wir hier in der Redaktion ja immer gucken, daß wir zum Inhalt des Türchens was passendes für den Eintrag hier finden, bei Wiederholungen ist das manchmal schwer, aber beim fotografieren des feinen Kopfes auf dem Küchentisch fiel mein Blick auf etwas, was sowohl mich als auch mein Bärenteam strahlen ließ, und das Thema stand! Waren wir doch gestern noch auf dem Weihnachtsmarkt, und haben uns über all das schöne und eben auch über die Gerüche allüberall so gefreut, und was riecht auf dem Weihnachtsmarkt besonders gut? Richtig, Plätzchen! Und da das Gedicht so schön die selige Kinderweihnachtszeit aufgegriffen hat, ganz besondere Plätzchen: Spritzgebäck! Und was braucht man notwendig zum Spritzgebäck? Genau, den Fleischwolf, mit Vorsätzen für die Plätzchen!

Und nun guckt, ich hab so einen sogar für die Puppenstube, ist der nicht wonnig? Die kleine Kurbel kann man drehen, das ganze ist ca. 5 cm hoch und 3 cm breit, als ich den entdeckt habe vor etlichen Jahren, da war er sofort mir! 

Das Zubehör um ihn rum gehört zu einem kleinen Schaukasten, auch die anderen kleinen Dinge sind knuffig, nicht wahr? 

Wir rücken ihm mal näher, er hat wirklich unten eine kleine Schraube, womit man ihn an der Tischkante befestigen kann, kann man echt drehen!

Das ist die Wanddeko des Schaukasten, Töpfe, Brett und Messer. 

Im Schrank steht Geschirr, und vorne Holzutensilien für die Küche, Stampfer, Gabel, Sieb, Faß mit Schütte. Und neben dem Fleischwolf liegt ein Nudelholz in mini! 

Da habt ihr beide mal in voller Pracht, ich glaub, ihr könnt euch alle vorstellen, wie entzückt ich über den Fleischwolf war. Ich bin eh ein Puppenstubenkind!

Nun hab ich euch das ganze mal extra ausgebreitet:

da kann man anhand des Deckchens die Größe glaub ich gut einschätzen. Alles winzig! Und da sieht man nun auch die Schraube vom Fleischwolf richtig. 

Und das Mini-Nudelholz!

Details vom Fleischwolf, richtig original vorne! 

Wie gesagt, die Kurbel kann man drehen!

Und da ist auch richtig die kleine Welle drin, ich glaub, da könnte man echt Plätzchen mit machen mit Teig, ganz dünne Fäden! 😂

Zum Fleischwolf mit Plätzchenvorsatz gehört natürlich auch das passende Rezept für Spritzgebäck, voilà:

Spritzgebäck

  • 125 g Butter
  • 125 g feiner Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei, 1 Eiweiß
  • 250 g Mehl
  • einige Tropfen Zitronenöl

Butter, Zucker, Vanillezucker, Ei und Eiweiß schaumig rühren, Zitronenöl zufügen, das Mehl unterrühren. Den Teig eine Zeit kühl ruhen lassen, dann ab in den Fleischwolf und Plätzchen drehen.
Backen bei 175 – 190 Grad 12 – 15 Minuten.

Als Kind hab ich mit Begeisterung geholfen beim Spritzgebäck backen, Papa hat immer den Teig in den Fleischwolf reingesteckt und die Kurbel gedreht, ich hab die geformten Teigstränge angenommen und abgeschnitten auf die richtige Größe für Plätzchen. Aber nicht immer, das war ja der Spaß dabei, gaaaaanz lange Schlangen, und Papa hat dann aus Spaß geschimpft, und dann mußten die Schlangen alle wieder zusammengeknetet werden und neu in den Fleischwolf, irgendwann war der Teig dann ein bissel …grau! Das war immer so schön, und wir haben sehr gelacht. Mama hat dann die Plätzchen aufs Backblech gelegt und gebacken, und zur Aufbewahrung bis Weihnachten kamen sie in Mamas gehütetes Bowlengefäß, ich zeig es euch gleich, das war ein Geschenk von meinem Papa in der Verlobungszeit meiner Eltern, heute hab ich es und hüte es genau wie meine Mama wie einen Schatz. 

Schön, nicht? Keramik war das, ich bilde mir immer ein, die riecht heute noch nach den darin jedes Jahr zu Weihnachten aufbewahrten Plätzchen. Allerdings mußte Mama die immer nachbacken, auf irgendeine geheimnisvolle Weise verschwanden die kontinuierlich aus dem Gefäß! 😂😊

Ja, hör ich euch fragen, und was war denn heute im zweiten Adventskalender, dem mit den Gewürzen? Gemach, gemach, liebe Leser, auch Rom wurde nicht an einem Tag…..ihr wißt schon, lach! 

Im Türchen 8 von unserem Gewürzadventskalender war nämlich heute was ganz besonderes:

Hihihihi, wir machen es natürlich wieder spannend. 

Ras el-Hanout [rɑʔs ælħɑːnuːt]  (arabisch رأس الحانوت, DMG Raʾs al-Ḥānūt ‚wörtlich: Kopf des Ladens‘) ist eine Gewürzmischung, die im Maghreb ihren Ursprung hat und für zahlreiche Speisen genutzt wird. Ras el Hanout verfeinert Couscous, Bulgur und Reis, aber auch Lamm, Fisch und Gemüse und viele andere Gerichte aus der nordafrikanischen Küche. Es ist auch das typische Gewürz für Schmorgerichte aus der Tajine.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Ras_el-Hanout

Eine Gewürzmischung also, und wie alle Gewürzmischungen, so hatte jede ihre eigene Rezeptur, daher eben auch der Name, „Kopf des Ladens“ oder freier übersetzt „Chef des Ladens“, also Chefsache. 

Ras el Hanout ist eine tolle Kombination aus süß und scharf. Zimt, Nelken und Muskat geben der Gewürzmischung ein süßliches Aroma, Chili und Ingwer sorgen für die pikante Schärfe. Kreuzkümmel, Koriander und Bockshornklee runden den Mix mit einer exotischen Note ab.

Wir haben auch ein ganz feines Rezept gefunden, in dem dieses exotische Gewürz mal ausprobiert werden kann:

Hackfleischpfanne mit Ras el Hanout

  • 1 Zwiebel gewürfelt
  • 2 Zehen Knoblauch gepresst oder fein gewürfelt
  • 360 g Rinderhackfleisch
  • 1 rote Paprika gewürfelt
  • 200 g Spinat frisch
  • 300 g Brokkoli frisch
  • 1-2 EL Ras el Hanout
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Olivenöl

Öl in die Pfanne geben, erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig anschwitzen. Hackfleisch dazu geben und durchbraten. 1 EL Ras el Hanout dazu geben und durchmischen. Brokkoli hinzu und 3 – 4 Minuten mitbraten. Paprika dazu und weitere 4 – 5 Minuten braten. Spinat in die Pfanne geben und weiter braten, bis das Gemüse gar ist. Mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Ras el Hanout abschmecken, mit Joghurt und einer Beilage nach Wahl servieren. 

Hört sich doch echt lecker an, oder? Ich werde das auf jeden Fall mal ausprobieren und berichten. 

Und damit sind wir nun wieder am Ende von Türchen 8 angelangt, wir hoffen, ihr hattet alle wieder eure Freude dran. Habt alle einen schönen Dienstag, laßt euch nicht stressen, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet gesund. Das wünscht euch von Herzen euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!