Grafschafter Wochenanzeiger – Au revoir, Anori, et une belle vie en France! 👋💐

Zum Abschied

Der Herbstwind schüttelt die Linde,
wie geht die Welt so geschwinde!
Halte dein Kindlein warm.
Der Sommer ist hingefahren,
da wir zusammen waren –
ach, die sich lieben, wie arm!

Wie arm, die sich lieben und scheiden!
Das haben erfahren wir beiden,
mir graut vor dem stillen Haus.
Dein Tüchlein noch läßt du wehen,
ich kann’s vor Tränen kaum sehen,
schau‘ still in die Gasse hinaus.

Die Gassen schauen noch nächtig,
es rasselt der Wagen bedächtig –
nun plötzlich rascher der Trott.
Durch’s Tor in die Stille der Felder,
da grüßen so mutig die Wälder,
lieb‘ Töchterlein, fahre mit Gott!

(Joseph von Eichendorff, 1788 – 1857, deutscher Dichter, Novellist und Dramatiker)

Ja, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, das ist nun unser Lebewohl für Anori, die Eisbärin, die am 4. Januar 2012 im Zoo Wuppertal geboren wurde, und die die Frau Chefredakteurin am 1. Mai 2012 als Eisbärbaby im Zoo Wuppertal besucht und gesehen hat, und die damit zur Begründerin unseres Blögchens und dem späteren Grafschafter Wochenanzeiger wurde, wie ihr hier im ersten Eintrag über sie nachlesen könnt

Lars und Family

und die am 12. Oktober 2021 den Wuppertaler Zoo verlassen hat und in den französischen Zoo Mulhouse umgezogen ist. Wuppertal hat mit dem Wegzug von Anori nunmehr die Eisbärenhaltung aufgegeben, der langjährige Gefährte von Anori, Luka, ist bereits im Dezember 2020 in den  Yorkshire Wildlife Park in England umgezogen. 

(Bild: © C. Kronenberg) 

So hat Frau Chefredakteurin sie das erste Mal gesehen, Anori, Tochter von Vilma und Lars, Halbschwester von Knut und Schwester von Fiete. 

Vater Lars Mutter Vilma und Halbbruder Knut sind bereits über die Regenbogenbrücke gegangen und werden von dort auch weiter über Anori wachen. Bruder Fiete (Bild: © BrigitteE) lebt in Ungarn. 

Eisbärgefährte Luka zog im Oktober 2013 bei Anori im Zoo Wuppertal ein, die beiden waren ein harmonisches Paar, sie mochten sich sehr,

wie man sehr gut an diesem Bild sehen kann, beim gemeinsamen mümmeln von Anoris Geburtstagstorte im Januar 2016! Oder beim spielen mit dem besten Kumpel

Sie hatte viel Spaß im Wuppertaler Zoo

vor allem mit ihrem geliebten, legendären Floß, 

(Bilder: © C. Kronenberg)

und ihre Pfleger haben sie und ihren Kumpel Luka sehr verwöhnt und werden beide bestimmt sehr vermissen. 

Eine kleine Galerie meiner Bilder von Anori zeig ich euch hier nun noch, die sind von meinen Kindern, die Anori auch in Wuppertal besucht haben:

Da war Mama Vilma noch dabei. 

Nun ist „mein“ Mädchen weggezogen, ohne daß ich noch mal die Gelegenheit hatte, sie in Wuppertal zu besuchen, letztlich hat mir da nun auch Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das macht den Abschied von Anori für mich ein bissel traurig, weil ich sie nun wohl nicht wiedersehen werde, aber wer weiß, wie das Schicksal noch die Weichen stellt, vielleicht ergibt es sich doch einmal, sie in ihrem neuen Zuhause zu besuchen. Ich freue mich jedenfalls sehr für sie über den schönen, neuen Platz, den sie ergattert hat und wünsche mir für sie nichts sehnlicher, als daß sie in ihrem neuen Zuhause glücklich wird und vor allem, wenn die Zeit dafür reif ist, auch wieder liebe Eisbärengesellschaft in Mulhouse bekommt. Hier im ehemaligen Blögchen und jetzigem Grafschafter Wochenanzeiger wird sie immer die Begründerin bleiben und wir werden, wie jedes Jahr, hier am 4. Januar mit einem Eintrag ihren Geburtstag feiern. 

Liebe, süße Anori, so sah ich dich das erste Mal, seitdem bist du „meine“ Eisbärin, das wirst du immer bleiben! Leb dich gut ein in Mulhouse, genieße weiter so fröhlich dein Leben wie bisher, das neue, große Gehege mit Gras und Platz zum buddeln und schwimmen wird dir sicher viel Freude machen! Bleib gesund, liebe Maus, und wickel die Franzosen nun so um die Tatzen, wie du es bei uns getan hast. Ich wünsche dir alles Liebe und Gute mit all meinen Lesern hier vom Grafschafter Wochenanzeiger und meinem Bärenteam, von denen drei ja auch Eisbären sind wie du, ein langes, wunderschönes Eisbärleben, wie im Titel bereits geschrieben:

 Une belle vie en France!!!

Wir werden uns lesen, liebe Anori, denn ich werde immer wieder gucken, wie es dir geht! 

Mach’s gut, liebe Maus!

Und allen unseren Lesern wünschen wir einen schönen Donnerstag, mit allen lieben Wünschen und Grüßen von eurem Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – September im Eulennest 🦉🌲🌳🍃🍁🍂

  

Das ist nicht Sommer mehr, das ist September … Herbst:
Diese großen weichen Wolken am Himmel,
diese feinen weißen Spinnwebschleier in der Ferne
und hinter den Gärten mit den Sonnenblumen
der ringelnde Rauch aufglimmender Krautfeuer …
und diese süße weiche Müdigkeit und diese
frohe ruhige Stille überall und trotzdem wieder
diese frische, satte, erntefreudige, herbe Kraft …
das ist nicht Sommer … das ist Herbst.

(Cäsar Otto Hugo Flaischlen,1864 – 1920, deutscher Schriftsteller, Journalist und Redakteur, Pseudonym Cäsar Stuart)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, das wird nun unser erster, herbstlicher Eintrag, auf den wir uns sehr gefreut haben, denn mein Redaktionsteam und ich, wir lieben den Herbst und seine Farben, genau wie den Frühling, den Sommer und den Winter, also eben die Jahreszeit, die gerade dran ist, und jetzt ist Herbst dran! 🤭

Also servieren wir euch nun allen eine schöne Tasse Tee und mit ihr die Sonntagsausgabe unseres Grafschafter Wochenanzeiger. 

In den ersten Tagen des Septembers kehrte zwar der Hochsommer mit Temperaturen so knapp an 30° noch einmal zurück, und selbst die Nächte blieben sommerlich warm, aber die Luft, sagt die Frau Chefredakteurin, die Luft verleugnet nicht, daß der Herbst naht, trotz Sommerhitze riecht es erdiger und nächtlich modrig-feucht! Pilz-Zeit! 

Das wieder erwachte Sommerwetter haben wir natürlich auf Balkonien genossen, mein Redaktionsteam und ich, wie weiland im Juni diesen Jahres, für Sommerbilder auf Balkonien mußten wir nun das Archiv bemühen

es waren ja nur wenige Tage zum wirklich genießen draußen. 

Und Frau Chefredakteurin hatte mal wieder die dicke, alte Sonderausgabe ihres Theodore beim Wickel

Storm-Zeit! Wenigstens noch einmal outdoor in diesem Jahr! 😊👍

Auch die Kinder der Frau Chefredakteurin haben die herrliche Zeit noch genutzt und so übergab Bruno als unser Redaktionsbote vor einigen Tagen ganz aufgeregt dem Otto ein Fax mit dem Text: Waren im Kölner Zoo. Bilder stehen zur Abholung bereit. Flugs schnappte sich unser Handelsreisender sein Köfferchen 

und seinen Teamkollegen Hamish als Außenkorrespondenten für diese Mission, natürlich noch vorschriftsmäßig für Reisen mit Maske trotz durchgeimpftem Haushalt, dieweil Ruddi und Luzia am redaktionellen PC schon die Vorbereitungen für die Aufbereitung des Bildmaterials trafen. Ein gutes Team ist eben unbezahlbar, und so präsentieren wir euch nun hier die Bilder der Kinder vom Kölner Zoo:

Immer wieder so niedlich: Die Erdmännchen!

Über diese Bilder waren die Bären hochentzückt, entfernt verwandt durch den „Bär“ im Namen: Waschbären!

Und „Bär“ richtig: Malaienbär! 

Immer wieder ein optischer Hingucker: Flamingos! 

Ein Rundgang durch den Zoo mal nicht mit den „üblichen Verdächtigen“, lach! 

Die hier fanden wir besonders fein:

Zumindest die Frau Chefredakteurin ist Schlangenfan, die übrigen Redaktionsmitglieder sind da etwas zurückhaltender! 

So geht abhängen! 

In aller Pracht und Schönheit! 

Bunt wie der Herbst, im Regenwald!

Steffis geliebter Pavianfelsen!

Ameisenbär (alles, wo „Bär“ drin ist, liebt mein Redaktionsteam!) mal in action!

Die Trampeltiere machen nun den Schluß bei unseren Zoobildern!

Das war nun der September im Kölner Zoo, nun folgt der September im bzw. um das Eulennest unserer Redaktion!

Wo Otto nun schon einmal unterwegs war wegen der Bilder, da haben er und Hamish auf dem Rückweg noch was leckeres für die Redaktion mitgebracht, guckt mal:

Die ersten leckeren Birnen! Das war ein redaktioneller Bärenschmaus! 🐻🐻❄🐻🐻🐻🍐🍐🍐

Septemberlicht auf Balkonien

Die zweite Sonnenblume ist nun auch endlich erblüht

die ersten Blätter färben sich sonnengelb

 

und das erste Laub fällt auch schon.

Wenn es regnet und danach wieder die Sonne scheint, dann glitzern die Tropfen an den Blättern so wunderschön im Herbstlicht

Nach den heißen Tagen zog bedrohlich ein Gewitter auf

und sogar das Vögelchen in unserer Vogeltränke wurde beim einsetzenden Regen naß.

Die Zeit von

kann aber auch im Herbst noch genossen werden, wenn die Temperaturen so milde bleiben. 

Und am abendlichen Himmel zeigen sich wieder wunderbare „Himmelsöffnungen“ 

die wir alle so stimmungsvoll empfinden und die die Frau Chefredakteurin immer wieder so gerne fotografiert. 

Nun machen wir euch noch ein bissel Appetit auf die bunten Tage des Herbstes

und das war sie dann wieder, unsere heutige Sonntagsausgabe!

Wir wünschen euch allen einen herbstlich-frohen, sonnigen Sonntag, bleibt oder werdet alle gesund, für alle kranken, die es brauchen, ob Tier oder Mensch, sind alle Daumen für eine baldige Genesung gedrückt. Freut euch mit uns auf den Herbst, freut euch des Lebens, kommt gut wieder in die neue Woche und habt eine schöne, das wünschen euch allen von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – „Will das Glück nach seinem Sinn dir was Gutes schenken…..“🎁🎀

…..sage Dank und nimm es hin ohne viel Bedenken.“

Der Moderne

Nun hab‘ ich mein grämliches Winterweh
sechs Monde mystisch gehütet
und hab‘ auf manchem ästhetischen Tee
pessimistische Eier gebrütet.

Mein Büchlein, das meinen Gram umschloß,
kam in die besten Familien;
mein Büchlein, das meinen Kummer ergoß
auf stilisierte Lilien.

Die schlanken Mondänen durchforschten’s mit Fleiß,
und heimlich lasen’s die Zofen;
und alle tranken literweis
mein Herzblut aus meinen Strophen.

Sie lobten an meiner Seele Not
die Feuer, die zuckend verflammten,
und sprachen von meinem nahen Tod
mit der Ruhe des Standesbeamten…

Doch heut‘ ist draußen der Frühling erwacht,
schon duftet’s nach hellen Syringen –
mein Herz spürt die Sonne und klopft und lacht
und hört die Knospen springen.

Mein Herz zerreißt seinen Trauerflor,
meine Jugend wird wieder munter,
sie haut der Sorge eins hinter das Ohr
und schmeißt sie die Treppe hinunter.

Vom junggrünen Teppich der Wiese her
klingen Schalmeien und Tänze…
so werf‘ ich hinter der Fliehenden her
Die raschelnden Lorbeerkränze.

Und blinzelt zur Nacht mir ein lustiger Stern,
ich folg‘ ihm augenblicklich –
O Gott, wie bin ich unmodern!
O Gott, wie bin ich glücklich!

(Rudolf Presber, 1868 – 1935, deutscher Journalist, Dichter, Dramatiker, Romancier und Erzähler)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da liegt sie nun wieder auf eurem sonntäglichen Frühstückstisch, unsere Sonntagsausgabe! Am letzten Wochenende gab es selbige ja bereits schon im Samstagsdruck, dieweil Frau Chefredakteurin zu ihrem Geburtstag in Kölle weilte. Unsere freitägliche Redaktionssitzung war kurz und knapp, mein Bärenteam winkte nur nonchalant mit den Tatzen, „dein Part, Frau Cheffin, du mußt deinen Lesern noch von deinem Geburtstag berichten!“ Stimmt, meine Bärchen, dann lege ich mal los, dieweil ihr es euch dann weiter vor dem Fernseher gemütlich machen könnt! 📺🧸🧸❄🧸🧸🧸

Am besten fängt man immer mit dem Anfang an, lach, denn also, da sind sie, die Fahrkarten für die schönste Fahrt ever

frühmorgens ging es los, und man höre und staune: Keine besonderen Vorkommnisse bei der Bahnfahrt, und das ganze pünktlich! Auf die Minute! Sagenhaft! Einlaufen des Zuges am Kölner Hauptbahnhof mit Blick auf den Dom noch eine Station bis Köln-Ehrenfeld, wo Björn mich nochmal am Bahnhof abgeholt hat, worüber ich mich sehr gefreut habe! Bei ihnen zuhause haben wir dann noch ein Täßchen Kaffee getrunken, und dann sind Steffi und ich aufgebrochen in die Innenstadt, wir wollten shoppen gehen, welch eine herrliche Idee, wie lange war ich nun schon in keinem Laden mehr außer für Lebensmittel. Wir sind beide geimpft, natürlich haben wir überall, wo es sich knubbelte, Masken getragen, also stand einer doch wieder wesentlich entspannteren Shoppingtour nichts mehr im Wege. Wie sagte Mimi in heaven es immer? „Folks“, es war herrlich, herrlich, herrlich! Zumal mir Steffi dabei noch eröffnet hat, daß diverse Klamotten, die mir gefielen, mein Geburtstagsgeschenk werden sollten, wie fein! Ich brauchte wirklich dringend Schuhe für den Herbst und auch Steffi hatte den gleichen Wunsch, aber bis wir mal endlich in einem Schuhgeschäft waren, wo wir dann beide fündig geworden sind, da lagen noch so viele hübsche, wonnige und unbedingt zu besuchende Läden dazwischen! 😂 Ich glaub, Björn war recht froh, daß er zuhause auf einen Lieferanten warten mußte und deshalb „bedauerlicherweise“ nicht am Einkaufsbummel beteiligt war, die meisten Männer hier werden ihn bestimmt gut verstehen! 😂 Aber die Frauen verstehen unsere leuchtenden Augen! 😉☺😊

Neben Schuhen brauchte ich noch eine neue Geldbörse, an der meinigen war der Reißverschluß hinüber, nun hab ich da aber immer noch die alte, denn die, die ich fand und die mir gefielen, hatten alle einen Preis, bei dem ich eigentlich die Geldbörse nicht mehr bräuchte, weil ich nix mehr hätte, was ich da noch reintun könnte! 😂🤣😂👎

Nun seid ihr bestimmt doch langsam neugierig, was die Frau Chefredakteurin denn, dieses Mal als Jägerin unterwegs statt als Sammlerin, erbeutet hat, tadaaaaaaaa…..hier kommen nun meine Geburtstagsgeschenke:

ein Satin-T-Shirt und ein herbstlicher Pullover in der wunderschönen Trendfarbe senfgelb, samt passenden Schuhen in gleicher Farbe und einem Paar hübscher Herbststiefelchen, die Jeans hängt bloß zur Komplettierung des Outfits dabei, die besaß ich vorher schon. 

Interessante Ärmel, nicht wahr? Bissel „angekrempelt“, das paßt immer fein zu meinen nicht so langen Armen, lach, normal sind mir Ärmel immer zu lang. 

Ich hab mich vollständig in die Farbe verliebt, und das paßt doch ausgezeichnet zur blauen Jeans, oder? 

Ein sehr erfolgreicher Einkaufsbummel, auch Steffi war hochzufrieden und hat sich an meiner Freude gefreut. Das Wetter war am Samstag auch sehr angenehm, ab und zu gab es mal ein paar Regentropfen, die konnte man im Geschäft abwarten, und ansonsten strahlte die Sonne genau wie wir. Auch die Stimmung in der Stadt war recht entspannt, und mal doch wieder mehr unter Menschen, das tat doch auch der Seele wieder gut. Übrigens: Ich bin 100 % für kulturelle Vielfalt, bloß nicht bei Musik 😂 irgendwo in der Stadt sang ein „Chor“, nicht schön, aber laut 😂, wir haben uns königlich amüsiert! 

Irgendwann fragte Björn über Handy, wo wir denn abgeblieben wären, und da ist uns erst aufgefallen, daß wir schon sage und schreibe 4 1/2 Stunden unterwegs waren. 🤭 Langsam taten uns auch die Füße weh vom Pflastertreten, und so sind wir denn wieder mit der U-Bahn nach Hause gefahren. 

Dort haben wir dann erstmal strahlend unsere Beute vorgeführt, und hier gehört noch eine kleine, lustige Anekdote hin, wir waren in der Stadt vor einem Brautmodengeschäft hängengeblieben, die Brautkleider so in ganz altem Stil verkaufen, die haben wir beide so bewundert, und da ich nicht in weiß geheiratet habe, hab ich zu Steffi gesagt, irgendwann müssen wir mal in so ein Brautmodengeschäft, ich möchte mich einmal im Brautkleid sehen. Steffi hat das dann zuhause Björn mit den Worten berichtet, seine Mama müsse mit ihr demnächst unbedingt in ein Brautmodengeschäft! Ich brauch euch jetzt sicher nicht den Gesichtsausdruck und die Augen von meinem Sohnemann beschreiben, hihihihi!!! 😉😊🤭😂👰

Am Abend haben wir uns dann lecker Pizza bestellt, mittlerweile regnete es draußen wieder richtig und drinnen war es so gemütlich, da hatten wir keine Lust mehr, noch woanders hinzugehen. Und haben mit lecker Essen und lecker süffeln gemütlichst in meinen Geburtstag reingefeiert! 🍽🍾🥂🥃🍹 Und sind dann irgendwann müde in die Betten gefallen, ich schlaf so gut in dem neuen Gäste- bzw. Arbeitszimmer. 

Sonntagmorgen lecker frühstücken und dann den Tag, an dem es Bindfäden regnete, gemütlich beisammen verplaudern, hach, was war das wieder schön! Bei allem Schönen drumrum um so einen Geburtstag ist das mit Abstand das beste und schönste Geburtstagsgeschenk, mit meinen Lieblingsmenschen beisammen sein dürfen! 😊🤗🙏

Am Abend bin ich dann wieder heimgefahren, die Kinder haben mich noch zum Bahnhof gebracht.

Bei aller Wehmut des Abschieds natürlich wieder hab ich mich doch auf mein Bärenteam gefreut, sie haben bei meiner Abreise hier ja schon wieder so viel zu tuscheln gehabt, da schwante mir was, und ich war sehr gespannt, was sie sich wohl haben einfallen lassen, und nun guckt mal:

Ist das nicht wonnig? Wenn man so empfangen wird, wenn man am Geburtstagsabend wieder nach Hause kommt von zwei herrlichen Tagen? Ich war richtig gerührt! Und ein Ständchen hab ich auch bekommen

So hübsch gedeckt, mit Kerzchen und Kuchen, 

und unserer „familieneigenen“ Geburtstagstasse, die wurde früher immer schon für jedes Geburtstagskind hier gedeckt. 

Passendes Espressotäßchen, feine Servietten, 

und Kerzchen! Da hat mein Redaktionsteam sich so drauf gefreut!

Luzia hat Engelbärt stellvertretend für Mimi in heaven mit dabei genommen, 

und selbstverständlich war auch der „Alterspräsident“ unserer Redaktion mit vertreten, mein Bernhard.

Hamish und Bruno, immer vereint!

Fein haben sie das gemacht!!! ❤🤗

Dann hab ich im Rudel mit meinem Redaktionsteam meine Päckchen ausgepackt von lieben Blogfreunden, das war ein Jubel hier, und da sag ich hier nun auch mal noch ganz lieb daaaaaanke, liebe Brigitte/Plauen, liebe Kristina mit Rani und Fleckchen und liebe Ursel! Laßt euch alle ganz doll knuddeln! ❤❤❤ Bevor ich euch meine Geschenke alle nun zeige, zeig ich euch noch eine „Karte“, die mich virtuell erreicht hat, von einer Blogleserin, die die älteren meiner Leser bestimmt noch kennen unter dem Namen „Conchi“, und mit der ich immer noch lieben Kontakt habe, guckt mal, ist das nicht knuffig, ich hab sie mir auch ausgedruckt und mit an meine Kartenleine gehängt, weil ich sie so süß finde:

Wonnig, nicht wahr?! 

So, und nun kommt mein Gabentisch

ich bin immer ganz gerührt über euch, es ist so schön, wenn liebe Menschen an einem denken, in diesem Zusammenhang hier nun auch erst einmal noch einen ganz lieben Dank auch für alle virtuellen Geburtstagsgrüße, die ich bekommen habe, ihr seid alle die besten, und ich weiß schon, warum ich im letzten Beitrag das Thema „Freundschaft“ hatte! Laßt euch alle knuddeln! 🤗

Nachschub für die Duft- und Räucherfront von Kristina, Rani und Fleckchen. Und Nachschub für unser Balkonien!

 

Für leibliche Genüsse ist Brigitte/Plauen immer ein prima Lieferant, lach, und für

wonnige Tiere aller Arten

samt herrlichem Verpackungsmaterial mit treffenden Sprüchen

das ist doch ein so wahrer Spruch, fand ich klasse, das Tütchen! Und die Klammerherzchen, für die Kartenleine! 

 

Sehr passend, nicht wahr? 

Feine Seife und Lesestoff von Ursel und eine ganz besondere Überraschung

ich hab von Ursel eine Kamera „geerbt“, fotografisches Neuland wird nun betreten, muß ich mir nur noch ein Überspielkabel fürs hochladen auf den PC besorgen, da wird Björn mit beauftragt! 😊🤗❤

In Ursel hab ich eine „Häkelschwester“, hihihihi, sie macht das auch so gerne und ich hab zwei wunderschöne Ergebnisse eingeheimst:

Die herbstliche Farbe paßt so hübsch zur beginnenden Herbstdeko demnächst! 

Lesestoff kam mit den beiden kleinen hinteren Büchlein auch noch von Brigitte/Plauen. 

Einmal herbstliches Ambiente in Farbharmonie! 

Natürlich zeig ich euch auch noch meine Kartenleine

Ursels Rosen! 

diese von Brigitte/Plauen hat noch einen Clou

man kann sie aufziehen! So hübsch! 

Kristinas Karte hat Platz in dem gleich mitgeschickten Kartenständer erhalten:

Nun bin ich fast am Ende von meinem Geburtstagsnachleseeintrag, aber etwas muß ich euch noch zeigen, denn bevor ich am Samstag nach Köln fuhr, hab ich noch einen lieben Gruß von meiner Mimi in heaven erhalten, guckt mal:

Der Mond schien durch das Birkenpferd und über ihm steht Mimis Stern

Am Sonntagabend, als ich wieder hier war, leuchteten draußen alle Lämpchen so schön

sogar das, welches ich in Mimis Brotkasten platziert hatte, leuchtet wieder, da hab ich mich so drüber gefreut. 

Nicht mehr allzu lang, dann ist wieder Halloween!

Und damit schließen wir nun unsere heutige Sonntagsausgabe und wünschen all unseren Lesern einen guten und schönen Sonntag, mit hoffentlich schönem herbstlich-sonnigen Wetter. Bleibt oder werdet alle gesund, allen Kranken, ob Mensch oder Tier, wünschen wir herzlichst gute Besserung und alles Liebe und Gute! Kommt alle gut wieder in die neue Woche, möge sie eine schöne sein. Ich hoffe, ihr hattet alle bissel Freude an meiner Nachlese hier, ich hatte Freude ohnegleichen zu meinem Geburtstag und danke euch allen nochmals ganz herzlichst dafür! 

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – „Jetzt bin ich doch ein altes Kind!“ 🎈🎂🧸

Freundschaft

Die Freundschaft ist die edelste der Gaben,
sie lindert Schmerz, sie lindert Pein,
doch einen Freund kann der nur haben,
der selbst versteht ein Freund zu sein.

(Aus meinem Poesiealbum, Autor unbekannt)

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-mein-erstes-graues-haar-564

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, ach, ja, die Kinderzeit ist lange vorbei, und mittlerweile hab ich nicht nur ein graues Haar, das ich willkommen heißen muß auf meinem Kopf, wie es Reinhard Mey im oben eingestellten Lied so schön singt. Ich bin „ein altes Kind“, mit dem morgigen Tag ein Jahr vor meinem 70. Geburtstag, aber ich hab mir genug an Kindlichkeit bewahrt, um mich auf meinen Geburtstag am Sonntag wie ein solches zu freuen, zumal ich, wenn ihr diese Zeilen lest, voller Vorfreude auf die Fahrt, bereits unterwegs oder schon angekommen sein werde bei meinen Kindern in Köln bei denen ich übers Wochenende und somit zu meinem Geburtstag wieder eingeladen bin! 🚂😍🍀🌞😊🎈🎂🌻🤭👍 Ein kryptischer Ausdruck meiner Freude! 🥳

Mein Redaktionsteam ist daher mal wieder „allein zu Haus“, natürlich hab ich ihnen eine fröhliche Nachfeier versprochen, wenn ich wieder zu Hause bin! Was irgendwann am Sonntagabend der Fall sein wird, da komm ich aus der Feierei gar nicht mehr raus, weil wir dann wohl den Montag in den Redaktionsräumen dazu benutzen werden. 🎈🥳🍾🍺🥂🍷🍹🥤

Tja, und weil ich ja nun über meinem Geburtstag nicht in der Redaktion unserer Zeitung weile, lehnte sich mein Redaktionsteam bei der gestrigen Redaktionssitzung genüßlich grinsend zurück und Ruddi meinte, „dann laß dir mal was einfallen, Frau Cheffin, für deinen Abwesenheitseintrag, wir sind ja an den zwei Tagen dann reichlich mit der eingehenden Leserpost beschäftigt!“ Himmel, was hab ich mir da bloß rangezüchtet, aber irgendwie hat er ja recht, der Bengel, und nach meinem verblüfften Gesicht und dem Lachanfall seiner Kollegin und seiner Kollegen haben mir dann doch wieder alle tatkräftig zur Seite gestanden, und genau das war es dann, was mich auf die Idee für diesen Eintrag brachte.

Ich hatte in den letzten Tagen, gerade so vor Geburtstagen wandern die Gedanken ja doch immer wieder so gerne rückwärts, mal wieder mein Poesiealbum beim Wickel, unschwer zu erkennen schon am Eingangsgedichtchen, und beim blättern fielen mir die Kinderfreundschaften ein, damals geknüpft, manche noch heute erhalten, andere im Sande verlaufen oder durch die Endlichkeit des Lebens verloren. Aber „im sicheren Land der Vergangenheit“ gut aufgehoben und immer wieder erlebbar in den Erinnerungen. Und so gut besungen wieder einmal von Reinhard Mey, in seinem Lied „Komm, gieß mein Glas noch einmal ein“

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-komm-gie-mein-glas-noch-einmal-ein-990

Freundschaften, der rote Faden eines Lebens, Fixpunkte im Lebenslabyrinth! 

Freundschaften, das macht auch hier unser Blögchen und unseren späteren Grafschafter Wochenanzeiger aus, wieviel Freud und Leid haben wir hier schon alle geteilt, gerade in den letzten Tagen wieder! ❤🍀 Und dafür möchten wir, mein Redaktionsteam und ich, euch mal wieder allen so ganz besonders herzlich danken!

Unser aller Co-Autor und rasende Reporterin, unsere Mimi in heaven, fest und innig mit einem Freundschaftsbändchen mit uns verbunden hatte ja auch ihre eigene Freundesliste hier im Blögchen und später im Grafschafter Wochenanzeiger, über die sie immer sehr glücklich und auf die sie sehr stolz war. Ihre tierischen Freunde sind auch uns mit ihren Dosenöffnern hier weiter treu geblieben, das ist so wunderschön und wird Mimi sehr freuen auf ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐

Der kommende Geburtstag weckt auch wieder Erinnerungen an Geschenke, hier bei diesem Thema in erster Linie plüschige Gefährten, Teddybären und Stofftiere, Kinderfreundschaften für die Ewigkeit. 

Die längste Freundschaft meinereiner natürlich mit meinem geliebten Teddy Bernhard! 

 

Bären können Freundschaften so wunderbar ausdrücken….und stiften, da denken wir alle an unseren geliebten Eisbären Knut.

 

Erinnert ihr euch eigentlich noch an die Freundschaftsringe? Die waren mal in den 70ger Jahren, glaub ich mich erinnern zu können, sehr modern, Björns Papa und ich hatten auch welche, in silbern, mit einem schwarzen Gravurmuster, da war ich so stolz drauf! Erinnerungen! 

Zum Geburtstag gehören Blumen, Freunden schenkt man Blumen, also schenken wir euch hier nun auch noch Blümchen, schon mit ein bissel Herbstahnen: 

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Und mit einem wunderschönen passenden Lied allwieder von Reinhard Mey 

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-gute-nacht-freunde-a25

in zwei Versionen, wünschen wir, mein Redaktionsteam und ich, euch allen ein wunderschönes und vielleicht auch sonniges Wochenende, falls die Sonne sich rar machen sollte, habt einfach Sonne im Herzen, 🌞❤ paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund, für alle Kranken, Tier und Mensch, sind alle Daumen fest gedrückt 🙏🍀🍀🍀!

Herzliche und freundschaftliche Grüße sendet euch allen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in Heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – man soll die Feste feste feiern! 🎂🍾🎈

Sonnenblume im Gemüsegarten

Hinter jenem alten Lattenzaun dort drüben,
der schon ziemlich arg verwittert ist vom Sturm der Zeit,

sonnt sich ein Gemüsegarten in Beschaulichkeit.
Neben Kraut und Unkraut wachsen friedlich Kohl und Rüben.
Neben einem Kürbis reifen zarte Zuckerschötchen.
Alles was für eine Hausfrau nütz- und dienlich ist –
ist hier kunterbunt vertreten. Knollen neben Knötchen
wachsen unter einer Sonne – und auf einem Mist.

 

 

Hinter jenem Lattenzaun dort zwischen grünen Bohnen
hoch empor, erhaben über dem Gerank
sieht man, wie aus purem Gold zum Himmel strahlend blank,
eine wunderschöne, große Sonnenblume thronen.

Leuchtend wendet sie zur Sonne ihr Gesicht,
alles was da unten kreucht kann sie nicht stören.
Sie bestrahlt mit überreichem Glanz und Licht
tief im Schatten die Radieschen und die Möhren.

Veilchen, Petersilie – Mohn und Sellerie
sprießen alle aus der gleichen Erdenkrume.
Neben Kraut und Rüben blüht die Sonnenblume.
Selbst auf einem Düngerhaufen liegt ein Stücklein Poesie.

(Fred Endrikat, 1890 – 1942)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, in unserer heutigen Sonntagsausgabe wollen wir, mein Redaktionsteam und eure Frau Chefredakteurin, einen wunderschönen 

Sommer-Sonnen-Sonnenblumen-Geburtstags-Sonntag

mit euch allen feiern, liebe Britta-Gudrun!

Alles Liebe und Gute für dich zu deinem heutigen Ehrentag, vor allem natürlich Gesundheit, und einen wunderschönen Geburtstagstag! Es ist der erste Geburtstag ohne deinen lieben Streuner Django, deshalb gehen ganz besonders liebe Gedanken und Grüße zu dir. 

Dein Streunerle Django und unsere Mimi in heaven haben dir bestimmt schon gleich heute Morgen von Wolke ☁ und Stern ⭐einen lieben Geburtstagsgruß geschickt! 

Der Frühstückstisch ist lieb für dich gedeckt

nimm Platz und genieß die morgendlichen Sonnenstrahlen, falls sie sich hinter Wolken verstecken sollten heute, 🌥 strahlen sie eben hier für dich! ⛅🌤🌞

Natürlich gibt es auch einen Geburtstagskuchen mit Kerzen drauf die mußt du nun auspusten und dann stoßen wir alle mit dir auf dein neues Lebensjahr an!

liebe zweite Löwin unseres Geburtstagsrudel! 

Mein Redaktionsteam und ich, wir hoffen, daß heuer zu deinem Geburtstag vielleicht noch deine so geliebten Mauersegler da sind hier sind sie bereits wieder fort!

Falls es bei dir auch schon so weit sein sollte, hast du hier noch was von deinen geliebten Vögeln, ich glaub, wir teilen ja wohl die Wehmut, wenn sie wieder in den Süden ziehen. 

Nun gibt es noch ganz viele Sonnenblumenbilder, die dir den Tag zum leuchten bringen sollen:

Das kleine Schweinchen in den Sonnenblumen wünscht dir herzlichst viel Glück und viel Schwein

und dem schließen wir uns hier alle ganz herzlich an! ❤❤❤

Und nun noch unser obligatorisches Geburtagsständchen „mit der Maus/den Mäusen“!

Einen wunderschönen Geburtstag wünschen dir dein Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger 

mit Mimi in heaven, Otto und Luzia

Allen anderen wünschen wir einen wunderschönen Sonntag, paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, und kommt gut wieder in die neue Woche! 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – „Es ist an der Zeit.“

Krieg dem Kriege

Sie lagen vier Jahre im Schützengraben.
Zeit, große Zeit!
Sie froren und waren verlaust und haben
daheim eine Frau und zwei kleine Knaben,
weit, weit –!

Und keiner, der ihnen die Wahrheit sagt.
Und keiner, der aufzubegehren wagt.
Monat um Monat, Jahr um Jahr …

Und wenn mal einer auf Urlaub war,
sah er zu Haus die dicken Bäuche.
Und es fraßen dort um sich wie eine Seuche
der Tanz, die Gier, das Schiebergeschäft.
Und die Horde alldeutscher Skribenten kläfft:
„Krieg! Krieg!
Großer Sieg!
Sieg in Albanien und Sieg in Flandern!“
Und es starben die andern, die andern, die andern …

Sie sahen die Kameraden fallen.
Das war das Schicksal bei fast allen:
Verwundung, Qual wie ein Tier, und Tod.
Ein kleiner Fleck, schmutzigrot –
und man trug sie fort und scharrte sie ein.
Wer wird wohl der nächste sein?

Und ein Schrei von Millionen stieg auf zu den Sternen.
Werden die Menschen es niemals lernen?
Gibt es ein Ding, um das es sich lohnt?
Wer ist das, der da oben thront,
von oben bis unten bespickt mit Orden,
und nur immer befiehlt: Morden! Morden! –
Blut und zermalmte Knochen und Dreck …
Und dann hieß es plötzlich, das Schiff sei leck.
Der Kapitän hat den Abschied genommen
und ist etwas plötzlich von dannen geschwommen.
Ratlos stehen die Feldgrauen da.
Für wen das alles? Pro patria?

Brüder! Brüder! Schließt die Reihn!
Brüder! Das darf nicht wieder sein!
Geben sie uns den Vernichtungsfrieden,
ist das gleiche Los beschieden
unsern Söhnen und euern Enkeln.
Sollen die wieder blutrot besprenkeln
die Ackergräben, das grüne Gras?
Brüder! Pfeift den Burschen was!
Es darf und soll so nicht weitergehn.
Wir haben alle, alle gesehn,
wohin ein solcher Wahnsinn führt –

Das Feuer brannte, das sie geschürt.
Löscht es aus! Die Imperialisten,
die da drüben bei jenen nisten,
schenken uns wieder Nationalisten.
Und nach abermals zwanzig Jahren
kommen neue Kanonen gefahren. –
Das wäre kein Friede.
Das wäre Wahn.
Der alte Tanz auf dem alten Vulkan.
Du sollst nicht töten! Hat einer gesagt.
Und die Menschheit hörts, und die Menschheit klagt.
Will das niemals anders werden?
Krieg dem Kriege!
Und Friede auf Erden.

(Kurt Tucholsky, 1890 – 1935, Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel; dt. Schriftsteller, Journalist, Literatur- und Theaterkritiker der Zeitschrift „Die Schaubühne“, später umbenannt in „Die Weltbühne“, zählt zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik)

Liebe Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, auch an unserer kleinen Redaktion gehen die Weltgeschehnisse nicht spurlos vorüber, und so ist es mir heute ein großes Bedürfnis, mir hier redaktionell Luft zu machen. 

Wir haben uns hier in unserer kleinen Zeitung gerade in den derzeitigen Corona-Zeiten des öfteren über mangelnde Empathie und Solidarverhalten seitens unserer lieben Mitmenschen ausgelassen, was aber nun „da draußen“ abgeht angesichts der verheerenden Entwicklung in Afghanistan nach der Machtübernahme durch die Taliban, das schlägt dem Faß den Boden aus und bedarf auch in unserer kleinen Redaktion einer Aufarbeitung. 

Ihr erinnert euch alle an meine „Bauernhofarbeitsstelle“, von der ich euch schon so viel berichtet habe

und die im Oktober 2013 einem Brand zum Opfer fiel und wie ihr ebenfalls alle wißt, gehörte diese Arbeitsstelle namens „Ponderosa“ zu einer gemeinnützigen Einrichtung, damals „Aktion Friedensdorf Oberhausen“, heute „Friedensdorf International“. 

Wen die Geschichte und die heutige Arbeit interessiert, da hätte ich zwei Links zum nachlesen:

Es begann in Vietnam

Was Wir Tun

Angesichts dieser guten Arbeit unter anderem auch in Afghanistan mußte ich nun in den letzten Tagen unter den Berichterstattungen der aktuellen Lage  in Presse, Rundfunk und Fernsehen mit Entsetzen Kommentare von wohlstandsverwahrlosten Menschen unseres Landes, mit über 70-jährigem Frieden im eigenen Land im Rücken, zur Kenntnis nehmen, die von mangelnder Empathie und Mitleidensfähigkeit nur so strotzen, die vehement ihre eigenen kleinen Pfründe „verteidigen“ und Flüchtlingsströme befürchten von jungen, „wehrfähigen“ Männern, die doch bitteschön mal lieber ihr Land verteidigen sollen. Das ganze von den „Helden“, die mit der Flasche Bier in der Hand gemütlich auf ihrer sicheren Couch zu Hause sitzen, die gleichen „Helden“, die auf Facebook jedem, der es hören möchte oder meistens besser nicht, verkünden, daß sie sich NIE gegen Corona impfen lassen werden, aus Angst vor (nicht vorhandenen!!!) „Langzeitfolgen“! Und aus Angst, daß doch geplant ist, daß man nach der Impfung im September 2021 einfach mal so tot umfällt! Ach, und nicht zu vergessen, das ständige Jammern über „einen Lappen im Gesicht“, unter dem man erstickt! Ich stelle mir diese heldischen Jungs jetzt gerade beim Sturm auf die Taliban vor…..! Und schäme mich fremd! 

Wohlgemerkt, dies ist kein politisches Statement, es ist ganz schlicht und einfach nur ein humanistisches, denn das ist angesichts der Lage in Afghanistan jetzt das einzig wichtige: Humanismus! Und die Ächtung aller kriegerischen Handlungen, egal, welcher Couleur, Religion, Weltanschauung, Krieg dient nur den Kriegsgewinnlern, es gab zu meinen Zeiten in meiner Bauernhofarbeitsstelle einen Film von Ralph Giordano mit dem Titel „Der Krieg ist nicht humanisierbar“. Er vernichtet Menschenleben, physisch wie psychisch, er nimmt Väter, Söhne, Töchter, Mütter, Geschwister und Freunde. Und ich frage mich angesichts solcher verheerenden Kommentare wie oben beschrieben: Würdet ihr eure Menschen, eure Söhne und Töchter, wieder opfern wollen??? Warum sollen es dann afghanische Eltern tun??? 

„Es ist an der Zeit“ singt Hannes Wader in seinem Lied 

und ja, das ist es, es ist hohe Zeit! Hohe Zeit,  dem Populismus die Stirn zu bieten, dem Haß, dem Geifer, dem kalten Egoismus Einhalt zu gebieten! Das geht ganz ohne Gewehr und Munition, einfach nur mit der Kraft der Liebe, wie bewiesen 1989 bei der friedlichen Wiedervereinigung, nur mit Kerzen und Gebeten. 

Und mit dem innigsten Bekenntnis zum Frieden von Reinhard Mey in seinem Lied „Nein, meine Söhne geb ich nicht“ in der neuen Fassung von 2020 „Reinhard Mey & Freunde“ 

das als Benefizaktion zur Unterstützung der Arbeit von Friedensdorf International entstand, und der Ursprungsfassung aus dem Jahre 1986

schließen wir nun unseren Eintrag und wünschen euch allen einen friedvollen Freitag.  

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven, Otto und Luzia. 

Grafschafter Wochenanzeiger – zicke-zacke, zicke-zacke heu heu hüpp! 🦗

 

Das Heupferd, oder der Grashüpfer

Ein Wagen Heu, den Veltens Hand
zu hoch gebäumt und schlecht gespannt,
konnt endlich von den matten Pferden
nicht weiter fortgezogen werden.

Des Fuhrmanns Macht- und Sittenspruch,
ein zehnmal wiederholter Fluch,
war eben, wie der Peitsche Schlagen,
zu schwach bei diesem schweren Wagen.

Ein Heupferd, das bei der Gefahr
zu oberst auf dem Wiesbaum war,
sprang drauf herab und sprach mit Lachen:
„Ich will’s dem Viehe leichter machen.“

Drauf ward der Wagen fortgerückt.
„Ei“, rief das Heupferd ganz entzückt,
„du, Fuhrmann, wirst an mich gedenken;
Fahr fort! Den Dank will ich dir schenken.“

(Christian Fürchtegott Gellert, 1715 – 1769)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, heute plaudern wir ein bissel aus dem Nähkästchen in unserer heutigen Sonntagsausgabe. 

Am vorletzten Freitag, am 6. August, hat die Frau Chefredakteurin ihre zweite Impfung bekommen, 💉 alles ist wieder zufriedenstellend verlaufen, es gab keine größeren Impfreaktionen außer einem blauen Fleck am bissel schmerzenden Arm und eine für eine Nachteule 🦉 wie sie ungewohnte Müdigkeit über ein paar Tage. Dafür ist nun die erste Immunisierung abgeschlossen, bis zum nächsten Freitag heißt es, noch bissel Karenz üben, und dann geht es wieder hinaus ins pralle Leben 😂 nein, fürchtet nix, hier wird auch weiter alles mit Vorsicht und Rücksicht und den gebotenen Regeln ablaufen, aber die erfolgte Impfung ist doch ein gutes Gefühl. 

Entsprechend liefen die Tage hier im Eulennest weiterhin ruhig, der Sommer kam ja auch nicht so richtig in Fahrt, erst am Donnerstag zeichnete sich besseres und wärmeres Wetter ab, die Balkontüre konnte mal richtig auf bleiben, und bei einem Kontrollgang über Balkonien entdeckte Frau Chefredakteurin das hier:

In der kleinen, sich selbst ausgesäten Sonnenblume in einem Blumenkasten hatte es sich ein Heuhüpp gemütlich gemacht und nahm sehr zufrieden mit sich und der Welt ein Sonnenbad, er wird es in diesem Sommer reichlich vermißt haben, umso größer war wohl auch seine Freude. 

Das Grüne Heupferd (Tettigonia viridissima), auch Großes HeupferdGroßes Grünes Heupferd, selten auch Grüne Laubheuschrecke genannt, ist eine der größten in Mitteleuropa vorkommenden Langfühlerschrecken aus der Überfamilie der Laubheuschrecken (Tettigonioidea). Die Art gehört zu den häufigsten Laubheuschrecken Mitteleuropas.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnes_Heupferd

Mein bäriges Redaktionsteam war ganz aus dem Häuschen, da, wo das Heupferdchen saß, konnte man aber auch so gut gucken, und wenn man nah genug ran kommt, dann weiß man, warum sie „Heupferd“ heißen, sie haben ein richtiges kleines Pferdegesicht. 

 

Süß, oder? Und die langen Fühler! 

Der Heuhüpp hielt da ausgiebig Siesta, er ließ sich durch nichts stören, selbst wenn ich das Blatt bewegt habe, auf dem er saß, damit ich ihn besser fotografieren konnte, bewegte er höchstens mal bissel die Fühler, aber machte keine Anstalten, davon zu hüppen, und so hab ich ihn ausgiebig fotografieren können. 

Es sah auch so drollig aus, wenn man manchmal nur die aufgestellten Beinchen sehen konnte. 

Da sieht man auch so fein sein kleines Pferdegesicht, ich glaub, er hatte richtig Spaß am Fotomodell spielen. 

Das sind übrigens zwei kleine Sonnenblumen, die sich im Kasten selbst ausgesät haben, die Knospen sind schon richtig dick, ich bin mal gespannt, wann sie aufblühen. 

Ein Gewirr von Beinchen, hihihihi! Ab und an hat er mal seine Sonnenbadposition geändert. 

Das war unser sonnenbadender Heuhüpp, er hat dort gesessen bis in die sinkende Nacht, am anderen Morgen war er wieder fortgehüppt. Vielleicht kommt er nochmal wieder, so wie das Heupferd, von dem ich euch schon mal in einem ganz alten Eintrag im September 2013 berichtet habe, damals hatte ich nur die kleine Handyknipse und war trotzdem so stolz, daß ich euch das Heupferd zeigen konnte, das ich dazumalen immer vor Mimi in heaven retten mußte, guckt mal:

Wer mag und Lust hat, kann ja nochmal in den alten Eintrag gucken, das wäre dieser hier:

Wiehern Heupferde?

Fragt mich bitte nicht, warum WordPress da nun plötzlich keinen einfachen Link mehr von macht, sondern gleich den halben Text mit anzeigt, da gibt es derzeit ohnehin wieder einige Merkwürdigkeiten, die ausgesprochen nerven, irgendwann muß ich da mal wieder mit meinem Computerexperten ran, um Unklarheiten zu beseitigen. 

Trotz des nicht so richtig schönen Sommerwetters gab es aber wieder schöne Sonnenauf- und -untergänge, dieses Mal haben wir wieder einen Sonnenuntergang, recht dramatisch auf der großen Himmelsbühne um unsere Burg Lirich. 

 

Immer wieder eine schöne Kulisse, unsere Burg Lirich. 

Ganz, ganz langsam nimmt der Sommer seinen Abschied, der August hat bereits seine Laurentiustränen geweint, wie man die Perseiden, den immer wiederkehrenden Meteorstrom um den 12. August herum, auch nennt, ein Maximum an Sternschnuppen.  

Den redaktionellen Bärchen und mir ist eine Sternschnuppe beschieden worden, was haben wir uns gefreut!

Ich stand nächtens auf Balkonien und guckte zu unserem Birkenpferd, über dem derzeit wieder Mimis Stern ⭐steht, und genau da zischte eine Schnuppe runter, ich glaub, wir wissen, wer die genau zu dem Zeitpunkt geschickt hat, die Freude im gesamten Redaktionsteam samt Frau Chefredakteurin war groß, und wir haben uns auch innigst was gewünscht, aber das wird natürlich nicht verraten, sonst geht es nicht in Erfüllung. Vielleicht haben von meinen Lesern hier auch manche Glück gehabt beim gucken? 🙏❤

Ganz früh morgens oder auch spät in der Nacht riecht es draußen wirklich schon ein bissel erdig nach Herbst. 🍂🍁 Aber noch ist der Sommer nicht um, mal gucken, was uns der August noch so beschert. 

Wir haben noch ein paar Bilder vom sommerlichen Balkonien 

das hier ist eine gekeimte und ausgeschlagene Zwiebel, ich bin mal gespannt, was daraus wird, derzeit wächst sie prima vor sich hin. 

Unser Zitronenbäumchen schwächelt auch ein bissel in diesem Sommer, treibt aber im Moment wieder Blüten aus

Prächtig hat sich allerdings unsere neue Avocadopflanze entwickelt, guckt mal:

Ich bin gespannt, ob das auch wieder so ein feines Bäumchen wird wie ihre Vorgängerin. 

Nun zeigen wir euch noch einige Bilder aus unseren August-Archiven

und dann wünschen wir euch allen einen schönen August-Sommer-Sonnen-Sonntag, bleibt oder werdet alle gesund, paßt gut auf euch auf und habt einen guten Start in die neue Woche. Für alle, die es brauchen, Mensch oder Tier, sind hier alle Daumen, Pfoten und Tatzen ganz fest gedrückt und ihr seid in unseren Gebeten. 🙏 

Liebe sonntägliche Grüße von eurem Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven 

Otto und Luzia  

Habts fein! Und wünscht euch was!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Weltkatzentag – Farewell, Django und Storm 🌈🐈🐕

Abendlied

Abend wird es wieder,
über Wald und Feld
säuselt Frieden nieder,
und es ruht die Welt.

Nur der Bach ergießet
sich am Felsen dort,
und er braust und fließet,
immer, immer fort.

Und kein Abend bringet
Frieden ihm und Ruh,
keine Glocke klinget
ihm ein Nachtlied zu.

So in deinem Streben
bist, mein Herz auch du,
Gott nur kann dir geben,
wahre Abendruh.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798 – 1874)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, heuer ist der Weltkatzentag wieder ein Sonntag, als dazumalen 2009 unsere geliebte Mimi in heaven zu uns kam, da war es ein Samstag. Mimi ist nun schon im zweiten Jahr unseres Jahrestages in heaven, und wir haben uns in unserer freitäglichen Redaktionssitzung diesen Tag auserkoren, um hier im ehemals Blögchen und nun dem Grafschafter Wochenanzeiger Mimis ältestem Kumpel von ihrer Freundesliste ein letztes Lebewohl zu sagen: Django, geliebter Kater von Britta-Gudrun, die zu unseren langjährigsten Lesern hier gehört, am16. Oktober 2012 kam ihr erster Kommentar und am 27. Oktober 2012 erzählte sie uns zum ersten Mal von Django. Viele gemeinsame Blogerlebnisse teilten wir in all den Jahren, legendär und unvergeßlich die gemeinsamen Fanmeilen zur Fußball-WM 2014, bei der Django gemeinsam mit Mimi unsere Einträge zur WM mit ihrer tatkräfigten Mithilfe bereicherten. 

Django mit der Fanmeile aus dem Saarland, auf den obigen Bildern im Erschöpfungsschlaf nach erzitterten Siegen von WIR, und im Verband mit Mimi Pfoten drückend für einen hoffentlich weiteren

und Freudenschreie bei selbigem!

Im August 2014 hab ich mal ein kleines Bildchen gebastelt, Mimi und Django haben da gemeinsam auf einem Bild vereint Britta-Gudrun zum Geburtstag gratuliert: 

Nun hat sich Django auf leisen Samtpfoten aus dem Leben seines Frauchens geschlichen, nach wochenlangem vergeblichen Warten auf seine Wiederkehr in seinem Zuhause wird er nun bei Mimi in heaven sein, ich glaube, das wird ein freudiges Wiedersehen gewesen sein, nun wachen sie dort oben wohl gemeinsam über ihre Dosenöffnerinnen und unserem Grafschafter Wochenanzeiger mit allen tierischen und menschlichen Lesern. 

Britta-Gudrun hat ihrem Django so ein liebes Erinnerungsalbum erstellt, zur Freude aller Redaktionsmitglieder hat sie es uns auch zur Verfügung gestellt, und so stellen wir das nun mal hier so ein, wie Britta-Gudrun es erstellt hat: 

Ein bewegtes Katerleben – Djangos Farewell

Hallo, ihr kennt mich alle aus diesem Blögchen und dem späteren Grafschafter Wochenanzeiger von meiner Freundin Mimi mit ihrer Dosenöffnerin und alle tierischen Leser kennen mich von vielen wunderschönen Feiern, Partys und Unternehmungen auf Balkonien im Eulennest in herrlich-vergnügter Runde. Mein Frauchen Britta-Gudrun hat sich lange um mein Vertrauen als scheuer Streuner bemüht! 

Hier war ich im Juli 2010 auf der Suche nach einem neuen Zuhause

Woher ich kam, weiß außer mir keiner und ich habe es auch nie erzählt. Aufgrund meiner nicht mehr weißen Zähne wurde ich auf ca. 10-12 Jahre geschätzt. Jedenfalls war ich ausgehungert, abgemagert und sehr struppig, als ich unverhofft öfters in diesem Garten nachts eine gefüllte Futterschale fand, die eigentlich für Igel gedacht war. Britta-Gudrun hat für alles ein offenes Auge und ein gutes Herz und so bekam ich nun regelmäßig Futter angeboten. Aber, ich habe es ihr nicht leicht gemacht. Dass ich an dieser Futterstelle gut versorgt wurde, sieht man an diesem Foto, denn es wurde erst ein Jahr später nach meiner Ankunft aufgenommen.

Vorher war ich viel zu scheu und fauchte angstvoll meine neue Dosenöffnerin an, obwohl sie mir doch nur die Futterschale hinstellen wollte. Ich hatte bis dahin bei Entdeckung eines Futterhappens schon oft schlechte Erfahrungen gemacht, weil ich meistens gleich verjagt wurde. Wochenlang wurde ich also im Garten gefüttert. Mal stand das Futter hier, mal da, je nachdem wo ich gerade auftauchte.

Die meiste Zeit sah mich meine Dosenöffnerin aber nur von hinten, denn scheu wie ich war, verschwand ich auch gleich wieder.

Dann, oh Schreck, kam etwa nach vier Wochen eine andere Frau mit der Futterschale und ich wartete erst mal vorsichtig, bis sie weg war. Das ging einige Wochen so und es handelte sich bei diesem neuen Lieferdienst um eine liebe Nachbarin von meiner Dosenöffnerin, weil selbige sich einer Operation mit anschließender REHA unterziehen mußte und die Nachbarin meinen Futterservice in ihrem Auftrage erledigte, in der Hoffnung, daß ich ortstreu bleiben würde, bis sie zurückkäme.

Bei ihrer Rückkehr habe ich ihr dann auch sehr dezent meine Freude über das Wiedersehen gezeigt, indem ich auf sie zugegangen bin, was ich vorher noch nie getan habe.

Nun war es mittlerweile Oktober und meine noch humpelnde Dosenöffnerin mit ihrem neuen Hüftgelenk bot mir für kalte Tage und Nächte eine Futterstelle und einen molligen warmen Schlafplatz im Keller an, den ich hinter einem raffiniert getarnten Fenstergitter vorfand. Also quasi mein neues Zuhause undercover.

Den ersten Winter wohnte ich also des nachts im Keller oder in den „Katakomben“ wie mein neues Frauchen es nannte. Den Namen Django gab sie mir schon sehr früh, denn was paßt besser zu einem einsamen Streuner und Kämpfer, der ich nun mal war? Oftmals stand sie im Winter frierend in einem dicken Mantel vor meinem erhöhten Schlaf- und Futterplatz und sprach beruhigend auf mich ein. In dieser Zeit erlaubte ich ihr auch nach einer angemessenen Weile, mir ab und zu ganz vorsichtig und zart meinen Kopf zu streicheln. Über mein etwas raues Schnurren, das mehr wie ein Brummen klang, war sie sehr glücklich, weil es doch unser schönstes Dankeschön an unsere Dosenöffner ist, nicht wahr?

Nur ihren Lockrufen nach oben in die Wohnung zu folgen habe ich eisern widerstanden, denn man weiß ja nie, was hinter der nächsten Türe ist und wird möglicherweise eingesperrt und ist dann gefangen. Das war meine einzige Bedingung: Kein geschlossenes Fenster und keine verschlossene Türe zwischen mir und meiner Freiheit!

Nach meinen täglichen Streifzügen durch mein nun noch größer gewordenes Revier lag ich gerne oft hier im Garten, besonders an heißen Sommertagen, unter Sträuchern und Blumenstauden. 

z. B. hier am Teich oder inkognito neben einer weißen Katzenstatue

Nach etwa einem Jahr unserer offenen (sehr offenen!) Beziehung – jeder kam und ging, wann er wollte, auch meine Dosenöffnerin – hat sie mich gezwungen oder besser gesagt überlistet und zwar mit einem Grillhähnchen. Diesem Duft konnte ich bei aller Zurückhaltung nicht widerstehen und bin ihr ganz vorsichtig in die Wohnung gefolgt, wo ich es dann verzehren durfte. Welch ein Genuß und es ist, das darf hier schon verraten werden, nicht mein letztes Hähnchen gewesen!

Bei schlechten Appetit z.B. wegen hormonbedingten Katzenjammers, gehörten oftmals gekochte Hähnchenschlegel, Lachs und Thunfisch zum besonderen Verwöhnprogramm meines Frauchens, die dann sagte: „Wer eine Katze hat, macht sich zum Affen“. Und, was soll ich euch sagen, ihr ahnt es schon, fortan blieb auch die Kellertüre zur Wohnung nach oben offen, so daß ich weiterhin ungehindert Tag und Nacht aus und ein gehen konnte, wie es sich für einen freiheitsliebenden Streuner gehört. Über den eiskalten Flur im Winter und verpuffte Heizungswärme decken wir an dieser Stelle lieber den Mantel des Schweigens.

Nun begann das Dolce Vita für mich: mit kuscheligen und warmen Schlaf- und Liegeplätzen vor der Heizung oder auf dem Sofa, wo ich nach Herzenslust chillen konnte.

Es gab Geschenke, obwohl ich nicht wie „richtige“ Hauskatzen wirklich an Katzenspielzeug interessiert war. Ich spielte lieber mit raschelndem Laub, wenn meine Dosenöffnerin ihre Blumenbeete aufhübschte. Der Kühlschrank enthielt neben dem gewöhnlichen Katzenfutter allerhand Leckereien, was ich sehr genau wußte. So konnte ich immer gut gestärkt die Kontrolle meines Reviers vornehmen. Natürlich verliefen diese Kontrollen nicht ohne Revierkämpfe und nicht ohne Folgen und so sind meine vielen blutigen Schrammen und Verletzungen am Kopf, die ich mir vor allem wegen der holden kätzischen Anwohnerinnen im Frühjahr und im Sommer einhandelte, nicht ausgeblieben, wie man hier deutlich sehen kann.

Etwas Gutes gab es wohl in meinem Vorleben, denn ich war kastriert, wie meine Dosenöffnerin erleichtert nach meinen ersten Übernachtungen im Keller ohne stinkende Duftmarkierungen feststellen konnte, denn anders wäre ich unter den an anderer Stelle geschilderten Umständen nie in die Wohnung gekommen. Ich hatte auch keine Angst vor dem Waschmaschinen- und Staubsaugergeräusch, also habe ich vorher doch ein Zuhause gehabt. Wahrscheinlich sogar bei einer alten Dame, denn woher sollte meine Vorliebe für Gesottenes und Gebratenes sonst kommen, sinnierte mein Frauchen oftmals. Nun ja, auch ein Gourmet genießt und schweigt. Auch mein Liebesleben blieb wegen der Kastration ohne Folgen, was schon aus Tierschutzgründen sehr segensreich war.

Auch wenn es hier so aussehen mag, ein Schmusekater war ich nie. Aber an vielen abendlichen Stunden, vor allem im Winter während meiner hormonberuhigten Phase, habe ich gerne bei meinem Frauchen gemütlich und ausnahmsweise ganz nah auf ihrem Bauch gelegen und meinen dicken Katerkopf streicheln lassen. Meine herben Schnurr- und Brummgeräusche dazu mochte sie sehr gerne.

Wie ich schon sagte, ein Schmusekater wurde ich nie, aber Köpfchenstreicheln und um ihre Beine gehen waren okay. Aber nie und nimmer hätte man mich auf den Arm nehmen können, Rücken berühren oder mich gar hochheben dürfen, das alles war ein absolutes Tabu. Das machte meinem Frauchen immer große Sorgen, weil sie mich wegen dieser Unnahbarkeit bei einer schweren Verletzung nie zum Tierarzt hätte bringen können, aber das konnte ich ihr ersparen, wenn auch auf eine für sie traurige Weise und aus n u r mir bekannten Gründen.

So vergingen die Jahre und wenn mein Frauchen ein paar Tage verreiste, übernahm eine liebe Nachbarin vorübergehend den Fütterungsdienst. Aber auch ihr gegenüber blieb ich scheu und zurückhaltend und wenn nur die Türklingel ertönte, war ich schnell wie der Blitz in Richtung Kellertüre zum Ausgang verschwunden.

Aber in diesem Frühjahr ließ mein Appetit sehr nach, der auch durch die besten Leckereien nicht mehr wirklich besser wurde. Manchmal war ich einige Tage nicht im Haus und schlief auch nur noch ganz selten in meinem Garten oder auf dem Sofa. Das beunruhigte mein Frauchen sehr. Wenn ich dann manchmal nachts außer im Keller auch in die Küche an meinen Futternapf kam, schlich ich mich danach meistens an der immer offenen Wohnzimmertüre vorbei, ohne MIAU zu sagen, schnell die Treppe herunter. Vorbei waren die Zeiten, in denen ich energisch den Kühlschrank nach besonderen Leckereien inspizierte.

Wegen dieser oftmals nur nächtlichen Besuche war meine Dosenöffnerin immerhin beruhigt, dass ich wenigstens ab und zu nach oben zum Essen kam und nicht ganz abmagerte. Aber dann erwischte sie zweimal nachts den frechen roten Kater namens Zorro aus der Nachbarschaft an meinem Napf in der Küche – eine bodenlose Frechheit, denn daß im Keller am Futternapf öfters mal fremde Kostgänger waren wußten wir beide schon lange. Es schien, als wenn mich die jungen Kater und Katzen aus der Nachbarschaft nicht mehr respektieren würden. Erst diese Beobachtung machte mein sonst so katzenerfahrenes Frauchen richtig stutzig und nachdenklich. Aufgrund ihrer Tagebucheintragungen war auch mein letzter Besuch bei ihr am 25. Juni notiert worden, an dem ich zwar etwas dünner aber unverletzt war.

Nachdem sie mich vier Wochen nicht mehr gesehen hatte, hat sie traurig und schmerzlich realisiert, dass ich mich ganz leise auf meinen Samtpfoten aus ihrem und unserem gemeinsamen Leben davon geschlichen habe, so wie ich mich vor 11 Jahren in ihr Herz geschlichen habe.

Lieber Django,
natürlich habe ich hoffnungsvoll Nachforschungen über dich in der Nachbarschaft und in meiner Wohngegend angestellt, aber vergebens, niemand wußte etwas über dein Verschwinden und dein ADIEU für immer, obwohl viele dich kannten.
Ich werde dich vermissen!

Deine prachtvollen Barthaare erinnern mich auch an Antje, die Walrossdame und das NDR-Maskottchen

Diese Ruhehaltung mit eingeschlagen Vorderpfötchen mochte ich ganz besonders gerne an dir!

Und an die Abmachung dich nur am Kopf zu streicheln und nicht unter dem Kinn zu kraulen, habe ich mich nach einigen sehr schmerzhaften Kratzattacken von dir wohlweislich gehalten.

Du warst kein Vogelfänger und die Erbeutung einer Maus habe ich nur ein einziges Mal bei dir erlebt. Selbst diese gehäkelte Spielzeugmaus von unserer gemeinsamen Katzenfreundin Monika mit ihrer von dir so sehr verehrten Mimi, hast du, wie so oft auch die um dich am Vogelfutter pickenden Spatzen, unbeachtet gelassen

Mein liebes Katerchen,
wo immer du dich auch zu deinem letzten Schlaf hingelegt haben magst, ich hoffe, daß dir ein sanftes, schnelles und schmerzloses Einschlafen über die Regenbogenbrücke geholfen hat und vergönnt war. Die Ungewissheit über deine letzten Lebenstage, wo und wie auch immer du sie krank oder verletzt verbracht hast, bekümmert mich sehr. Andererseits hast du mir die schwerste Entscheidung der Einschläferung bei einer unheilbaren Erkrankung abgenommen, die fast alle Tierfreunde irgendwann als letzten Liebesdienst für ihre Lieblinge treffen müssen.

Die meisten reinen Wohnungskatzen sterben an Altersschwäche, aber Freigängerkatzen, wie du es mit Leib und Seele warst, leben nun mal gefährlicher – das ist der Preis der Freiheit für eure Unabhängigkeit, die ihr jenseits des häuslichen Komforts ausleben wollt und auch dürfen solltet!

Es war schön und gut für mich, dich bei mir zu haben und umsorgen zu können. Nun bist du vor mir gegangen und ich brauche keine Sorge mehr zu haben, was aus dir als scheuen und deshalb unvermittelbaren Kater werden würde, wenn ich eines Tages…. na, du weißt schon.

Britta-Gudrun, im Juli 2021

Wir waren alle ganz tief berührt von diesen schönen und bewegenden Abschiedszeilen von Britta-Gudrun, und hier ist manche Träne geflossen in Erinnerung an so wunderschöne Zeiten hier bei uns. 

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Immer dem Jahreskreis längs, zu Karneval, zur Walpurgisnacht, zu Halloween und besonders legendär und noch allen in Erinnerung ist sicherlich unsere Modenschau der Katzen- und Hundemodells im April 2019. Und immer war Django dabei, geliebter Verehrer von unserer Mimi in heaven, die er immer seine schwarze Ruhrpottprinzessin nannte. 

Farewell, Django, wir werden dich nicht vergessen und immer in unserem Herzen haben! 

Liebe Britta-Gudrun, eine ganz liebe, tröstende und mitfühlende Umarmung und ein lieber Dank, daß wir Djangos Geschichte hier einstellen durften. 

Und noch ein tierischer Freund von Mimis Freundesliste ist am 3. August 2021 über die Regenbogenbrücke gegangen, 🌈 auch er war bei allen feinen Unternehmungen hier mit dabei, Storm, Mimis Hundefreund und geliebter Gefährte von Christa aus Kanada. 

bei der Modenschau

Halloween 2019

beim Rosenmontag 2020 im Hänneschen-Theater und im April 2020 bei der Walpurgisnacht-Abschiedsfeier für Mimi in heaven. 

Nun ist auch er bei ihr auf Wolke ☁ und Stern ⭐ und auch er wird von uns nicht vergessen, auch ihn haben wir fest im Herzen! ❤

Auch dir, lieber Storm, ein liebes und inniges Farewell. Und deinem Frauchen eine ganz liebe, tröstende und mitfühlende Umarmung. 

Zum Abschluß unseres heutigen doch sehr traurigen Eintrags zum Weltkatzentag haben wir noch das obige Gedicht als Lied für euch, mit einer Melodie von Johann Christian Heinrich Rinck, 1770 – 1846, 

und damit wünschen wir all unseren Lesern einen guten Sonntag und allen tierischen Freunden von Mimi in heaven einen schönen Weltkatzentag, denen, die es brauchen, drücken wir alle Daumen, Pfoten und Tatzen hier für baldiges Wohlergehen, unseren Lesern wünschen wir bleibt oder werdet gesund, und seid alle lieb gegrüßt von eurem Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Bleibt behütet und gesegnet! 

Grafschafter Wochenanzeiger – Wir gratulieren! 💐🎂🥂🎈🥳

Bestimmung

Soviel Dinge gehn im Leben
auf dich zu, noch mehr daneben.
Mensch, dein Weg ist dir bestimmt.
Nimm das Schicksal, wie es kimmt.

😉😊❤

Jeder muss sein Päcklein tragen,
teils mit Wohl-, teils Unbehagen.
Schau nach vorn, dort gehen sie:
Hans im Glück und Pechmarie.

🌞🤴🌩👩‍🦱

Etwas Sonne, sehr viel Regen,
Freude folgt den Nackenschlägen,
oder manchmal umgedreht,
wie es so im Leben geht.

⛅🌧🌦🌤

Wieviel Blüten an dem Baume
werden nie zur reifen Pflaume.
Wieviel Pulver, wieviel Blei
schießt der Feind an dir vorbei.

🌸🌳🍇🏹🎯

Weine nicht um das Verpaßte.
Denke: Was du hast, das haste.
Kriegst du nicht, was du gewollt,
hat es wohl nicht sein gesollt.

😊🙏🍀🍀🍀

(Fred Endrikat, 1890-1942)

Hallo, liebes Geburtstagskind Brigitte/Plauen, nun ist er wieder da, der Tag, an dem wir dir zu deinem heutigen Geburtstag gratulieren können! 🎈 

Nimm Platz und laß dich mal so richtig verwöhnen: 

Der Frühstückstisch ist für dich gedeckt, und während das Bärenteam noch Kaffee kocht, kannst du ja schon mal deine Geburtstagspäckchen öffnen. 🎁🎁🎁🎀

Wenn dann am Nachmittag die Gäste eintrudeln, steht der Geburtstagskuchen schon bereit, auch den haben meine Redaktionsmitglieder mit meiner Hilfe gebacken, hübsch verziert haben sie ihn aber ganz alleine! 

Dann mußt du das Kerzchen auspusten…..🕯 und wir stoßen dann alle mit dir an auf ein gutes und schönes neues Lebensjahr mit allen lieben Wünschen, natürlich vor allem dem nach Gesundheit! Prost! 🍾🥂

Mein Redaktionsteam hat mal unser Archiv hier durchgeblättert und festgestellt, daß wir hier heute mit dir zusammen einen Brigitte-Jubiläums-ganz-viele-Jahre-Tag-Geburtstag feiern 🤣 nämlich ganz genau das 10. Mal feierst du hier mit uns allen deinen Geburtstag! Das haben wir dann flugs zum Anlaß genommen, mal das Archiv zu durchstöbern und dir (und allen anderen Lesern) Bilder aus den vergangenen Geburtstagstagen zu zeigen:

In der nächsten Galerie versammeln sich alle tierischen Gratulanten:

Wir wünschen dir alle viel Schwein 🐷🍀 fürs neue Lebensjahr

und zum Abend deines heutigen Ehrentages lassen wir ein Feuerwerk steigen

Selbstverständlich vergessen wir dein Geburtstagsständchen nicht

und damit wünscht dir das Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven 

Otto und Luzia nochmals einen ganz wunderschönen Geburtstagstag! 🐻🐻❄🐻🐻🐻🐈❤❤❤🍀🍀🍀

Allen anderen Lesern von unserem Grafschafter Wochenanzeiger wünschen wir ein schönes, sonniges Wochenende, bleibt oder werdet alle gesund und paßt gut auf euch auf! 

Habts fein! Euer Redaktionsteam mit Frau Chefredakteurin und Mimi in heaven. 

Grafschafter Wochenanzeiger – Stille…..Hoffnung 🙏🌈

Hoffnung

So ist, was kühn das Herz gewollt, zerschellt,
der Hoffnung Grün umhüllt mit Trauerflören,
es glimmen unter jener Trümmerwelt
nur Wünsche noch, die nicht der Welt gehören,
nicht jener Macht, die grausam sich gefällt
in ewigem Vernichten und Zerstören.
ruh aus, empörtes Herz, in dem Gedanken,
daß Hoffnungszweige sich ins Jenseits ranken.

(E. Marlitt, Pseudonym für Friederieke Henriette Christiane Eugenie John, 1825 – 1887, deutsche Schriftstellerin)

Ans Ziel

Gestern ein Rieseln in weichem Eise.
heute ein Bach auf der Frühlingsreise.
Gestern ein Kind mit Schleif und Band,
heute Jungfrau im Festgewand.
Wohin? Wer weiß?
Und wem der Preis?
Frage die Biene, wohin sie fliegt.
Frage die Hoffnung wo Eden liegt.

(Johann Georg Fischer , 1816 – 1897, deutscher Lyriker und Dramatiker)

Letzte Hoffnung

An Verwelken und Verblühen
hab‘ ich längst mein Herz gewöhnt;
mit des Lebens Leid und Mühen
hab‘ ich längst mich ausgesöhnt.

Doch mein armes Herz auf Erden
dennoch manche Hoffnung trägt –
möge sie erfüllet werden,
weil es sie für andre hegt!

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798 – 1874, deutscher Schriftsteller)

Ihr lieben Leser alle von unserem Grafschafter Wochenanzeiger, in unseren Redaktionsräumen brennt eine Kerze für die Toten und die Überlebenden der Flutkatastrophe in NRW, in Rheinland-Pfalz, in Belgien und den Niederlanden. Unfaßbar, was in der Nacht vom Mittwoch und den folgenden Tagen in so unmittelbarer Nähe geschehen ist, das Fernsehen Bilder zeigte, deren verheerende Ausmaße man bisher nur von ganz weit weg, aus anderen Kontinenten kannte. Wo den Menschen das sicher geglaubte Zuhause buchstäblich weggerissen wurde, Autobahnen in den Fluten versanken, auf denen man selbst schon gefahren ist. Und man fassungslos sich wie auf einer Insel wähnt, um die die Flut tobt, während man selbst glimpflich davon kommt, wo man so erleichtert und glücklich erfährt, daß auch den Kindern in Köln nichts weiter passiert ist als ein vollgelaufener Keller. Und man nur noch Tränen und Trauer hat für die, denen dieses Glück nicht beschieden war. 

Die größte Katastrophe in einer Katastrophe ist, geliebte Menschen zu verlieren. 

Für alles andere gibt es die Hoffnung. 

Und die Hilfe! Hilfe von tatkräftigen Menschen, die jetzt mit anpacken, spenden, Notwendiges in die betroffenen Gebiete bringen, da sind mit Herz und Hand. Wenn man wirklich kaum etwas tun kann, hilft vielleicht auch ein Gebet und wirklich mitfühlende Gedanken. 

Wir halten so oft und leichtfertig Tiere für „Geschöpfe zweiter Ordnung“, angesichts der Tatsache, daß es in den betroffenen Gebieten zu Plünderungen und „Katastrophentourismus“ gekommen ist, wage ich das wieder einmal mehr als zu bezweifeln, wie tief muß man sinken, wie sehr müßte man sich für so ein Verhalten in Grund und Boden schämen, aber selbst dazu sind solche Spezies wahrscheinlich nicht in der Lage, das tun dann die anderen für sie. Ich schäme mich für solche „Menschen“!

Laßt uns doch bitte alle wieder zu einer menschlichen Gemeinschaft werden statt zu einer Herde blökender, egoistischer Einzelschafe (die Schafe mögen mir den Vergleich verzeihen, denn sie zeichnen sich durch diese Eigenschaften wahrlich nicht aus!), die Corona-Pandemie hat uns schon heftig mit der Nase drauf gestoßen, wo es hängt und hapert, wir haben die Chance vertan, viele Chancen werden wir nicht mehr bekommen, um endlich zu begreifen, daß wir alle nur diesen einen Planeten, nur dieses eine Leben im Miteinander haben. Die Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen zum überleben das gleiche Ziel wie die Natur: Schützen und bewahren der Vielfalt und der Einzigartigkeit aller Geschöpfe und Pflanzen dieser Erde. So ist das mit der Hoffnung: Sie stirbt zuletzt! 

Ich hoffe gemeinsam mit meinem Redaktionsteam auf den Regenbogen nach der Flut

als Zeichen des Neubeginns. 

Wir wünschen allen von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen Trost und Kraft in ihrer Trauer, Kraft und Mut zum Neuanfang und alles erdenklich Gute. 

Euch allen, unseren Lesern vom Grafschafter Wochenanzeiger, wünschen wir einen guten Sonntag mit Gedanken voller Dankbarkeit für unser unversehrtes Leben. 

Bleibt Mensch, das wünscht euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.