Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 4 vom Adventskalender 2022 🎄

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Das Wunder kommt

Schwarz ist die Nacht; es kracht das Eis;
die ganze Welt ist eingeschneit;
es steht kein Stern am Himmel,
am Himmel.

 

Da sieh: es blitzt ein zitternd Licht,
ein Stern blitzt aus dem Schwarz heraus,
ein roter Stern von Golde,
von Golde.

 

So hat dereinst der Stern geblitzt,
nach dem die heiligen Drei gereist
mit Weihrauch und mit Myrrhen,
mit Myrrhen.

Den Heiland hat der Stern gebracht;
in dieser Nacht zerbrach das Eis;
das Wunder kommt: Der Frühling,
der Frühling.

(Otto Julius Bierbaum , 1865-1910, deutscher Journalist, Redakteur, Schriftsteller und Librettist)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, heute ist im Adventskalender wieder ein besonderer Tag, es ist nicht nur schon der zweite Advent sondern auch wieder der Barbaratag! 

Der Tag also, an denen ihr wieder eure Barbarazweige schneiden könnt, aus dem Kirschbaum, der Forsythie oder anderem blühenden Gehölz, zu Hause in eine Vase gestellt werden sie, wenn euch das Glück hold ist, am Heiligen Abend blühen. 

Wir werden hier wieder Forsythienzweige schneiden und dann darauf hoffen, daß wir in diesem Jahr mal wieder Glück mit den Blüten haben, die letzten beiden Jahre war uns das Glück nicht beschieden. 

Und was haben wir uns zum heutigen Barbaratag bezüglich unserer Themen ausgesucht? Zum heutigen Tage ist es wieder ein Fenster, und auch wieder eines aus dem Archiv, weil es so schön zu dem paßte, was wir euch heute dazu erzählen wollen:

Die Heilige Barbara

Schutzpatronin der Bergleute und daher ganz eng mit dem Ruhrpott

und eben auch vor allem mit meiner Heimatstadt Oberhausen

und da ganz besonders mit unserem Stadtteil Lirich, meiner Grafschaft, verbunden. Da wundert es nicht, daß alte Bräuche, wie eben die Feier des Barbaratages, oder auch die Übernahme traditioneller Kunst aus anderen Bergbauregionen gepflegt und übernommen wurden. Und hier kommen wir nun zu unserem heutigen Fenster(türchen)

mit den wunderschönen Figuren des Bergmanns und des Engels aus dem Erzgebirge. Und dem eisernen Schwibbogen, ebenfalls mit Bergleuten bestückt, ich erinnere mich noch so gut an unser aller Freude, als wir das im Dezember 2019 im Adventskalender hatten. In diesem Jahr hab ich vergeblich nach den schönen Figuren ausgeschaut auf meinem Einkaufsweg, entweder hat die Familie sie in diesem Jahr nicht aufgestellt oder die Besitzer sind verzogen. Deshalb der Rückgriff aufs Archiv, ich wollte sie eigentlich in diesem Jahr im Dunklen und leuchtend fotografieren, das geht nun leider nicht. 

Ein Förderturm der Zeche Concordia steht noch hier in unserem Stadtteil, Lirich ist ganz eng mit dem Bergbau verbunden. Die erste urkundliche Erwähnung Lirichs geht auf das Jahr 972 zurück. Lirich war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine Heidelandschaft, durch die die Emscher floß. Die Bauernschaft Lirichs bestand zu der Zeit nur aus wenigen Höfen (Wilmshof, Bonnemannshof, Uhlenbrockshof, Heyermannshof, Wüllenweberhof, Baumeisterhof, Hagemannshof).

1850 wurde die Zeche Concordia gegründet und in den folgenden Jahren bis zur Schließung im Jahre 1968 erweitert. Die Zeche selber, aber auch der Wohnungsbau der Zechengesellschaft sowie die Ansiedlung von kohleverarbeitenden Industrieanlagen, haben Lirich deutlich geprägt. Die Bevölkerung wuchs rasch an und die Heidelandschaft wurde zunehmend bebaut. Zur Jahrhundertwende wurde dann auch die Emscher umgelegt und begradigt sowie zeitgleich der Rhein-Herne-Kanal gebaut. Die begradigte Emscher wird derzeit wieder erfolgreich renaturiert. 

Nach der Zechenschließung hat der Stadtteil abermals einen rapiden Wandel vollzogen. Die Spuren der Zeche sind nur noch punktuell in Lirich zu finden. Den Platz der Industrieanlagen haben beispielsweise das Bero-Einkaufszentrum, das Zentrum Altenberg und das Rheinische Industriemuseum, die Gemeinschaftsmüllverbrennungsanlage, Gewerbeansiedlungen und Grünflächen eingenommen. (Und die Gemeinschaftsmüllverbrennungsanlage, das ist unsere „Burg Lirich“, Anm. d. Red.)

So war in früheren Zeiten hier, wo heute unsere Redaktion wohnt, alles Zechengelände. Und ganz früher, das berichtete mir meine Freundin von gegenüber, die geborene Liricherin ist, war das einfach Feld bzw. Heide, so hat es ihr ihr Großvater erzählt. 

Mal was zur Geschichte der Zeche Concordia

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Concordia

der darin erwähnte Schacht 2/3 war hier in meiner Grafschaft ansässig. 

Björns Großvater väterlicherseits war Steiger auf der Zeche Concordia. Und unsere Kirche, St.Katharina, die unsere treuen Leser ja alle kennen, mußte aufgrund von Bergbauschäden zweimal abgerissen werden, die heutige Kirche ist die dritte hier in Lirich. Bergbauschädensicher neu gebaut, daher auch ihr für eine Kirche ungewohnter Anblick, sie mußte aus Statikgründen in die Breite und nicht in die Höhe gehen. 

Mit dem Bild einer Lore beenden wir nun den Exkurs in die Geschichte des Bergbaus in unserem Stadtteil Lirich zu Ehren der Heiligen Barbara und ihrem heutigen Namenstag, aber nicht, ohne euch noch feine Adventsbilder von den schönen Figuren von Bergmann und Engel zu zeigen, die ebenfalls noch in unserem Archiv lagern:

Es sind so schöne Figuren, kann man immer wieder mit Freude begucken! 

Was nun noch kommt, paßt doch auch noch ein wenig zum Thema, denn es betrifft unser Räuchermännchen und da den schönen Adventskalender, den wir hier nun jeden Tag öffnen, um nach den Räucherkegeln und der Duftrichtung zu gucken, da haben wir euch nämlich glatt zwei Türchen unterschlagen. Türchen 1 beinhaltete ja Weihnachtsduft, Türchen 2 war Duftrichtug Lemon und Türchen 3 Patchouli. 

Bevor wir nun unser viertes Türchen schließen, kriegt ihr aber alle noch was ganz feines für auf die Ohren, sozusagen was Regionen-verbindendes, was Bergleute sicher ganz selbstverständlich aufgrund ihres schweren Berufes hatten, und was nun ganz besonders Brigitte/Plauen freuen wird, das Steigerlied, anläßlich der Sommerpause des Theaters Plauens gesungen und gespielt, mit herrlichen Bildern! Von Plauen! Viel Freude! 

Wie gesagt, verbindendes, da kommt natürlich auch noch eine Version aus dem Ruhrpott:

Bewegend, weil zum Abschied vom Steinkohlebergbau gesungen! 

Mit einem herzlichen 

an alle unsere Leser schließen wir nun unser viertes Türchen zum heutigen Barbaratag und vierten Advent! 

Habt alle einen wunderschönen Sonntag, denkt an die Barbarazweige, und laßt das Licht der zweiten Kerze am Adventskranz in eure Herzen leuchten ❤❤❤🤗 paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von ganzem Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

Und habts fein!  

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Grafschafter Wochenanzeiger – Martinsgänse – Martinslaternen 🏮 – Martinssommer 🌞 – Martini im Eulennest! 🦉🐎🏮🎺🍗🍂🍁☀

Einladung zur Martinsgans

Wann der heilge Sankt Martin
will der Bischofsehr entfliehn,
sitzt er in dem Gänsestall
niemand findt ihn überall,
bis der Gänse groß Geschrei
seine Sucher ruft herbei.

Nun dieweil das Gickgackslied
diesen heilgen Mann verriet,
dafür tut am Martinstag
man den Gänsen diese Plag,
daß ein strenges Todesrecht
gehn muß über ihr Geschlecht.

Drum wir billig halten auch
diesen alten Martinsbrauch,
laden fein zu diesem Fest
unsre allerliebste Gäst
auf die Martinsgänslein ein,
bei Musik und kühlem Wein.

(Carl Joachim Friedrich Ludwig „Achim“ von Arnim, 1781 – 1831, deutscher Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da haben wir uns bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung doch wieder so drauf gefreut, auf die Fragezeichen in euren Augen! 👁❓ Ist das Martinsfest nicht schon vorbei? Und der Grafschafter hinkt hinterher? Nein, beileibe nicht, wir hatten so eine schöne, stimmungsvolle Redaktionssitzung am Freitag, dieweil die Frau Chefredakteurin, pünktlich zum Martinstag am selbigen, unsere schöne Redaktionsganslaterne wieder ins Fenster gehängt hatte

und die Bärchen sie versonnen betrachteten, und so wurde ganz schnell die Idee für unsere Sonntagsausgabe am heutigen Sonntag geboren: Wir machen noch einen Martins-Eintrag, schließlich finden ja auch die Martinsumzüge rund um das eigentliche Datum statt, manchmal schon ein bissel eher, manchmal auch Tage später. 

Da die feine Ganslaterne so quasi der Anschubser für unsere Sonntagsausgabe war, beginnen wir nun auch mal mit den Martinsgänsen, wie im Titel und im Gedicht ja schon aufgeführt. 

Martinsgänse mit Gänseblümchen, 😊 das paßt! 

Die Legende von den Martinsgänsen, wie auch im obigen Gedicht beschrieben, ist euch sicherlich allen bekannt, dieser Legende nach sollte Martin zum Bischof von Tours ernannt werden, doch er wollte dieses Amt nicht annehmen und versteckte sich in einem Gänsestall. Aber die Gänse schnatterten so laut, daß er schnell entdeckt und schließlich doch zum Bischof von Tours geweiht wurde. Der Ursprung der Legende liegt allerdings in den damaligen bäuerlichen Traditionen, Am 11. 11., dem traditionellen Zinstag, wurden die Schulden oft in Naturalien beglichen. Dazu gehörten auch Gänse, die zu dieser Zeit schlachtreif waren. Daher bot es sich an, die Gänse an diesem Tag bei einem Festessen zu verspeisen. So mußten die Tiere nicht durch den Winter gebracht werden und man konnte sich vor der strengen Fastenzeit noch einmal richtig satt essen. Heute wird die Martinsgans traditionell mit Rotkohl und Klößen zubereitet.

Gänse sind feine Tiere, und auch, wenn ich Gänsebraten mag, wird hier doch jedes Tier geachtet und so haben wir mal wieder unser Archiv und unseren Serviettenfundus durchgesehen, um euch Bilder zeigen zu können. 

Aus dem Kaisergarten hier in meiner Heimatstadt

 

Wir haben aber auch Gänse in den Redaktionsräumen, außer unserer Laternengans, eine kleine Gänsefamilie, guckt mal:

Das ist der Ganter, der stolze Herr Papa!

Das ist seine Frau, die Gänsemama, mit ihren Gösseln

das Nesthäkchen! 

Und die ganze stolze Familie

Fein, nicht wahr, sie haben ihren Platz eigentlich am zum Topfschrank umfunktionierten ehemaligen Gefrierschrank, aber um für euch zu posen sind sie mal schnell alle auf den Küchentisch geflogen. Mama und ihre kleinen Gösseln sind nämlich „Kantentiere“ sieht man ja auch auf den Bildern. 

Und noch weitere Gänse beherbergen die Redaktionsräume hier, nämlich eine als Eierbecherschmuck und ganz viele als Serviettenringe, guckt:

herbstliches Geschirr!

Für die, die sich nach all den niedlichen Bildern nun so gar nicht (mehr) mit einem Gänsebraten anfreunden können, hätten wir was ganz feines zum entspannten „Gänsebraten“ genießen: 

https://www.oetker.de/rezepte/r/martinsgaense-fuer-kinder

Gan(s)z ohne schlechtes Gewissen! 

Kommen wir nun zum zweiten Teil unseres Titels, den Martinslaternen und dem Laternelaufen, jedes Jahr wieder ein so schönes Fest für die Kinder, leider hat die Frau Chefredakteurin auch in diesem Jahr wieder keinen Martinszug zu sehen bekommen, obwohl sie zu der Zeit zum einkaufen unterwegs war. Dann schwelgen wir halt hier in unserer Sonntagsausgabe in schönen Bildern von und mit Laternen. Und in der Erinnerung an unsere eigenen Laternenumzüge und die mit unseren Kindern bzw. bei einigen unserer Leser auch schon die mit den Enkelkindern. 

 

Laterne, Laterne 

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf, mein Licht,
brenne auf, mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht!

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Sperrt ihn ein, den Wind,
sperrt ihn ein, den Wind,
er soll warten, bis wir alle zu Hause sind!

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Bleibe hell, mein Licht,
bleibe hell, mein Licht,
denn sonst strahlt meine liebe Laterne nicht!

(Volkslied aus Norddeutschland)

Der Brauch der Martinsumzüge und des Laternenlaufens ist weit verbreitet, für den Brauch der Laternen gibt es verschiedene Erklärungen: So ist überliefert, dass der Leichnam Martins in einer großen Lichterprozession nach Tours überführt worden sein soll. Als Erinnerung daran wurden später am Gedenktag des Heiligen Lichter und Laternen angezündet.

Der theologische Erklärungsansatz für den Laternenbrauch bezieht sich auf die frühere Leseordnung für den 11. November. Das Evangelium vom Licht unter dem Scheffel (Lk 11,33) besagt, dass der Glaube nicht versteckt, sondern wie ein helles Licht in die Welt getragen werden soll.

Außerdem war es bis in die Neuzeit üblich, daß Kinder aus Rüben und Kürbissen Laternen schnitzten, Kerzen hineinstellten, damit umherzogen und um Süßigkeiten oder Gebäck bettelten.

Die heutige Form der Martinsumzüge mit Laternen hat sich Ende des 19. Jahrhunderts im Rheinland entwickelt. Damals entstanden in vielen Städten und Dörfern Sankt Martins-Vereine, die geordnete Laternenumzüge organisierten. Das Martinsspiel mit der Darstellung der Mantelteilung wurde zum zentralen Element des Martinsfestes. Zum Abschluß des Martinszugs werden Tüten mit Süßigkeiten und Gebäck wie Weckmänner an die Kinder verteilt. Vom Rheinland aus hat sich diese Gestaltung des Sankt-Martins-Tags in ganz Deutschland verbreitet. Auch in Österreich und der Schweiz sind Laternenumzüge am Martinstag ein beliebter Brauch.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche) 

Die Mantelteilung auf einem alten Gemälde. 

Laternenkinder auf ihren Heischegängen

(Heinrich Hermanns, St.-Martins-Zug vor dem Düsseldorfer Rathaus, 1905) 

Das letzte Bild ist das Lieblingsbild der gesamten Redaktion, es ist so stimmungsvoll und natürlich, man spürt die Freude und die Aufregung und lächelt leise, weil sich daran wohl bei den meisten teilnehmenden in 117 Jahren bis heute nichts geändert hat. 

Eine kleine Galerie unserer Laternen, als wir sie 2020 in unsere Redaktionsfenster gehängt haben, zum leuchten, weil doch die Martinszüge coronabedingt ausgefallen waren. 

 

 

 

Ein Bild zur Mantelteilung haben wir noch, das wollte die Frau Chefredakteurin noch mit rein haben, weil ihr dabei immer wieder die kleine Geschichte aus ihren Kindertagen einfällt, wenn der Martinszug der Schule der damals kleinen Monika beendet war, dann mußte oben in der Wohnküche der elterlichen Wohnung die Mantelteilung nochmal nachgespielt werden, zu diesem Zweck mußte sich der Papa auf den Boden setzen als armer Bettler und Monika/Martina ritt auf ihrem imaginären Roß durch Schnee und Wind (rund um den Küchentisch! 🤭😁) wo sie dann nach einigen Umritten ihren Mantel (ein Bettlaken!) mit dem armen Bettler teilte. Das alles bei der Beleuchtung durch die Laterne und dem Glimmfeuerschein aus dem Küchennickelherd. Sehr stimmungsvoll und bis auf die wohlige Wärme im Raum bestimmt sehr adäquat zu den ursprünglichen Zeiten von St. Martin. 😊

Zum Abschluß des zweiten Teils haben wir noch ein so schönes Video für euch, die Kleinsten glücklich mit ihren Laternchen, wir hoffen, ihr habt so viel Freude daran wie unser gesamtes Team sie hatte: 

Und damit kommen wir zum dritten Teil unserer Martini-Sonntagsausgabe, dem Martinssommer:

Der Martini-Sommer oder Martinssommer gehört zu den meteorologischen Singularitäten. Martini-Sommer ist ein volkstümlicher Begriff in der Schweiz und Süddeutschland für eine typische Schönwetterperiode gegen Ende der ersten November-Dekade mit stabilen Hochdrucklagen, die in entsprechenden Jahren in den Weinbaugebieten eine Novemberlese möglich machen. Schweizer Meteorologen verwenden seit Generationen diesen aus dem Mittelalter des christlichen Abendlandes stammenden Ausdruck auch heute noch in ihren Wetterprognosen. Mittlerweile wird der Ausdruck Martini-Sommer im ganzen deutschsprachigen Raum angewendet. Martini-Sommer wird gerne mit Altweibersommer verwechselt. Letzterer betrifft jedoch die späten schönen Sommertage im Monat September.

Der Legende nach ereignete sich dieses Wetterphänomen erstmals beim Tod des heiligen Martin im französischen Tours. Der Bischof starb unerwartet während eines Besuches im Kloster, das er gegründet hatte. Beim Transport des Leichnams auf der Loire in die Stadt geschah das vermeintliche Wunder eines raschen Wärmeeinbruchs, so dass die Ufer neu ergrünten und Fruchtbäume zu blühen begannen.

(Quelle: Wikipedia)

Solch einen Martinssommer gab es in diesem Jahr mal wieder rund um den Martinstag, und er bescherte uns hier oben in unserem Eulennest und unserer Grafschaft einen richtig spektakulären Sonnenuntergang, den wir natürlich sofort fotografisch für euch festgehalten haben. Da wird sich nun Christa aus Kanada freuen, denn sie hatte auch solch einen fantastischen Sonnenuntergang in ihrem Blog, und bei den Bildern kommen wir dann auch zu der besprochenen Deutung einiger Bilder. 

Noch relativ „normal“ der Himmel mit unserem Hoppriel

aber gen Westen zeichneten sich schon sehr spezielle Wolken ab

und dann begann das Schauspiel über unserem Birkenpferd

Rosafärbung wie ein Strahlenkranz, 

als hätte Hoppriel einen Heiligenschein! 

Auf der anderen Seite entwickelten sich die Wolken weiter

ich hab mal zwei Bilder mit dem Katzennetz gemacht, um das in der Gesamtheit zeigen zu können

Hoppriel eingehüllt in herrlichen Farben

und bei diesem Bild nähert sich nun langsam die Deutung, die mir beim Anblick kam, achtet mal auf die Wolke direkt unter dem Zweig. 

das ist doch eine Schwalbe, oder? Der Martinssommer beschert mir Schwalbenkind meine geliebten Schwälbchen noch einmal mitten im November mit einer Wolkenformation ganz groß am Himmel, ich hab mich so gefreut, und die Bärchen waren auch ganz hin und weg. 

Und langsam löste sich alles auf! 

Ich hab gar nicht aufhören können zu fotografieren, das war einfach nur wunderschön! 

Das war unser Beitrag zum Martinssommer, zum Schluß unserer heutigen Sonntagsausgabe haben sich die Bärchen meines Redaktionsteams mal wieder mit unserem kleinen Küchenchef zusammengetan, Otto war wieder unterwegs bezüglich der Zutatenliste, und wir präsentieren euch nun leckeres zum Martini-Fest, es ist ja Sonntag heute, da schmeckt das alles ganz sicher auch noch ein paar Tage nach dem eigentlichen Termin. Guten Appetit! 

 

Ein Schmankerl hat sich die Frau Chefredakteurin noch bis hierhin aufbewahrt, die Bärchen und ich, wir haben nämlich einen kleinen Freudentanz hier aufgeführt neulich, denn stellt euch mal vor, wer bzw. was wieder da ist? Der schöne rote Stern in einem Fenster unserer Nachbarn, der immer gleich zu Beginn vom ungeliebten November leuchtete und den wir im letzten Jahr so schmerzlich vermißt haben, er ist wieder da, er leuchtet wieder, keine Ahnung, warum er pausiert hat, aber nun ist er wieder da und wir treten den Beweis an:

Da ist er wieder, direkt im Fenster neben der beleuchteten Haustüre! Wir haben gejubelt! 😁❤

Und damit wünschen wir euch allen nun einen wunderschönen Sonntag, mit oder ohne Martinssommer, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, laßt euch nicht unterkriegen, und startet am Montag gut wieder in eine neue und hoffentlich schöne Woche, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

Und habts fein!  

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – die Nacht der Nächte 🧛‍♂️👻🦇🕷🕸 – Halloween! 🎃🎃🎃🎃🎃🎃

Die Gespenster

Der Alte

O Jüngling sei so ruchlos nicht,
und leugne die Gespenster.
Ich selbst sah eins beim Mondenlicht
aus meinem Kammerfenster,
das saß auf einem Leichenstein:
Drum müssen wohl Gespenster sein.

Der Jüngling

Ich wende nichts dawider ein,
es müssen wohl Gespenster sein.

Der Alte

Als meiner Schwester Sohn verschied,
(das sind nunmehr zehn Jahre!)
sah seine Magd, die trefflich sieht,
des Abends eine Bahre,
und oben drauf ein Totenbein:
drum müssen wohl Gespenster sein.

Der Jüngling

Ich wende nichts dawider ein,
es müssen wohl Gespenster sein.

Der Alte

Und als mein Freund im Treffen blieb,
das Frankreich jüngst verloren,
hört seine Frau, wie sie mir schrieb,
mit ihren eignen Ohren
zu Mitternacht drei Eulen schrein:
Drum müssen wohl Gespenster sein.

Der Jüngling

Ich wende nichts dawider ein,
es müssen wohl Gespenster sein.

Der Alte

In meinem Keller selbst gehts um.
Ich hör oft ein Gesause;
doch werden die Gespenster stumm,
ist nur mein Sohn zu Hause.
Denk nur, sie saufen meinen Wein:
Das müssen wohl Gespenster sein.

Der Jüngling

Ich wende nichts dawider ein,
doch wünscht ich eins davon zu sein.

Der Alte

Auch weiß ich nicht, was manche Nacht
in meiner Tochter Kammer
sein Wesen hat, bald seufzt, bald lacht;
oft bringt mirs Angst und Jammer.
Ich weiß das Mädchen schläft allein;
drum müssen es Gespenster sein.

Der Jüngling

Ich wende nichts dawider ein;
doch wünscht ich ihr Gespenst zu sein.

(Gotthold Ephraim Lessing, 1729 – 1781, Dichter der Aufklärung)

Hallo, ihr liebe Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, das war im letzten Eintrag der Cliffhanger und Hinweis meines Bärenteams auf die nächste Ausgabe unseres Grafschafters, nicht am Sonntag, sondern am Montag, zu 

und da sind wir! Ich denke, all unseren Lesern ist klar, das war eine herrlich-fröhliche und wieder einmal turbulente Redaktionssitzung am Freitag, ein durcheinander von blättern im Archiv, neue Ideen einbringen, Bilder raussuchen und neue erstellen, kurzum: Die ganze Redaktion war im Ausnahmezustand!

Endlich ist sie da, die heißersehnte Nacht der Nächte, Halloween, im Blögchen und im anschließenden Grafschafter heuer zum 11. Mal zelebriert, geliebtes Fest unserer Mimi in heaven mit ihrer Freundesliste, die legendären Feiern im Eulennest sind unseren Lesern allen wohlbekannt, und wecken sicher so manche vergnügte Erinnerung, Samhuinn, das schottische Halloweenfest, in Ermangelung einer Fahrtmöglichkeit zu Hamish Schloß derer von McBär-Duff auf der Ritterburg der Grafschaft Lirich, was war unser Schottenbärchen stolz und glücklich, wißt ihr noch? 

In diesem Jahr, da waren wir uns schnell einig in unserer Redaktionssitzung, sollte es wieder ein fröhlicher, aufmunternder, farbenfroher Halloweeneintrag werden, eng angelehnt an den Ursprung des Festes bei den alten Kelten, denn da war es ein Fest zum Ende der Erntezeit und dem Beginn des Winters, das bietet sich so gut an am Ende eines wirklich goldenen Oktobers in diesem Jahr! So haben wir uns als Thema unseres diesjährigen Halloweeneintrags noch einmal die Kürbisse „vorgeknöpft“, sie werden unseren Eintrag beleuchten, alsdann, gruseln wir uns also fröhlich durch die Nacht der Nächte! In Erinnerung an unser aller Co-Autor, unserer Mimi in heaven, die dieses Fest so geliebt hat, haben die Bären meines Redaktionsteams sie zur Zeremonienmeisterin unseres heutigen Eintrags ernannt, so wird sie hier ihr wachsames Auge über unsere geschmückte Grafschaft und unser Eulennest von ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐halten.

Unser Haus erwartet seine Halloween-Gäste

freudig und sicher auch ein bissel wehmütig versammeln sich dazu die Freunde von Mimis Freundesliste, die schon mit ihr in der „Anderswelt“ weilen: 

Storm Balou 

Chica 

die graue Eminenz und 

Steve. 

Willkommen zur Halloweenfeier im Eulennest, und willkommen alle anderen, mit denen hier immer so trefflich gefeiert wurde, allwieder steht unser Butler bereit und all unsere kleinen Geister und Gespenster umschwirren euch zur Begrüßung.  

Buddy 

Django

Torty

Keks

Devil 

Rani und Fleckchen 🐱

Lakritze

Tobias

Luna

Amira

Angel

Niki

 

Alle da? Prima, dann kann die Feier ja losgehen! 

Wir haben uns so auf euch alle gefreut, nehmt Platz, macht es euch gemütlich, und mein Redaktionsteam macht jetzt mal eine Halloween-Modenschau für euch alle, lach, sie haben keine Kosten und Mühen gescheut, um sich so richtig herrlich in unserer Haus- und Hofboutique halloweenmäßig aufzubrezeln, Vorhang auf für mein Bärenteam:

So, ihr Lieben alle, da hattet ihr schon mal euren Spaß, dann erklären wir jetzt das diesjährige Halloween-Buffet für eröffnet, es gibt

lecker Kürbissuppe, von unserem kleinen bärigen Küchenchef meisterlich kreiert, und 

Kesselskuchen, dazu reichen wir einen blutroten Tomatensalat

stilecht dekoriert! 

mit Hexchen! 

Kürbisbrot dazu

und zum Nachtisch blutroter und giftgrüner Wackelpudding! Mit Sahne! 

Getränkekarte gefällig? Büddeschön!

Guten Appetit und gut Schluck! 

Und um euch rum leuchtet die Halloween-Deko im Eulennest. 

Apropos Eulennest, die Eulen vom selbigen haben wieder Zuwachs bekommen, guckt mal:

Aus Plauen eingeflogen! 

Die Grafschaft zeigte am Sonntagabend schon die Vorboten am Himmel für die Nacht der Nächte heute, 

eine dunkle Wolkenwand zog auf 

und unser Birkenpferd Hoppriel in Erwartung! Für den Grusel in der Grafschaft! Mit einer verhangenen Mondsichel mit Hof, wie passend! 

Schaurig-schön! 

Die Frau Chefredakteurin hat auch noch ein feines Erlebnis für euch aufgeschrieben, passend zum heutigen Halloweentag, sie war am Freitag zum üblichen Wochenendeinkauf unterwegs, dabei kommt sie am städtischen Kindergarten unserer Grafschaft vorbei, und da ging so ein süßes kleines Hexchen an Mamas Hand vergnügt nach Hause, da war sicher auch Party im Kindergarten, und der kleine Schatz hat so gestrahlt, daß alle, die ihm unterwegs begegnet sind, das süße Kostümchen bewundert haben, Frau Chefredakteurin natürlich auch!

Und ein Stück des Wegs weiter waren zwei Häuser so richtig schön von außen für Halloween dekoriert, samt „Nebel“ inform von Watteplatten auf den Hecken und in den Bäumen. 

 

Im Eulennest geht natürlich auch nix ohne Musik, und zu solch einer Party wie heute gehört sie auf jeden Fall dazu, also sind die Bärchen und ich auf die Suche gegangen, und haben selbstverständlich auch was gefunden, wir waren begeistert beim anhören und hoffen, ihr auch, also, los, alle Mann/Frau/Hund/Katze/Bären 👴👵🐕🐈🐻 auf die Tanzfläche, dann legt mal alle eine kesse Sohle aufs Parkett 💃🕺💃🕺

Wir hoffen, ihr habt alle Spaß an unserer „Nacht der Nächte – Halloween“, es ist doch so wichtig, ein bissel fröhlich zu feiern, trotz alledem, und wenn ihr dann im Morgengrauen unser Eulennest und unsere Grafschaft verlaßt, dann begleitet euch ein kleiner bäriger Nachtwächter, damit ihr gut wieder nach Hause kommt. 

Habts fein, paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, und habt einen guten, stillen Feiertag am 1. November, sowie eine gute neue Woche, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Erntedank – ein alter Brauch?! 🍇🍏🍎🍐🌽🍄🧅🥕🌰

Erntefest

Wagen auf Wagen schwankte herein,
Scheune und Böden wurden zu klein:
Danket dem Herrn und preist seine Macht,
glücklich ist wieder die Ernte vollbracht.

Hoch auf der Fichte flattert der Kranz,
Geigen und Brummbaß laden zum Tanz;
leicht wird das Leben trotz Mühe und Plag,
krönet die Arbeit ein festlicher Tag.

Seht ihr der Kinder fröhliche Schar,
blühende Wangen, goldlockiges Haar?
Hört ihr sie jubeln? O liebliches Los,
fällt ihnen reif doch die Frucht in den Schoß!

Wir aber furchen, den Pflug in der Hand,
morgen geschäftig aufs neue das Land;
ewig ja reiht, nach des Ewigen Rat,
Saat sich an Ernte und Ernte an Saat.

(Julius Sturm , 1816-1896, deutscher Dichter der Spätromantik)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da liegt sie nun wieder vor euch auf dem sonntäglichen Frühstückstisch, eure Sonntagsausgabe, zu einem besonderen Wochenende, zudem auch noch ein langes, was sicher alle Werktätigen freut! Samstag/Sonnabend, Sonntag/Erntedankfest, Montag/Tag der deutschen Einheit! 

Es war ein bissel eine nachdenkliche Redaktionssitzung hier am Freitag, weil mein Bärenteam von der Frau Chefredakteurin vieles über den Brauch des Erntedankfestes wissen wollte, und der Gedanke im Raum stand, ob denn heutzutage ein solches Fest überhaupt noch „zeitgemäß“ wäre bzw. vermittelbar. Es waren gute Gespräche, die wir geführt haben, und dann sind wir übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, daß wir hier wieder unseren Erntedankbeitrag leisten wollen, mit Gedanken und Adaptionen zur heutigen Zeit. 

Schon in vorchristlicher Zeit wurden in den verschiedenen Religionen und Kulturen Opfer- und Erntefeste gefeiert. Die Menschen waren sich dessen bewußt, daß eine gute Ernte nicht allein in ihrer Hand lag und würdigten dementsprechend die Natur. Die Würdigung der Natur, das wäre auch heute wieder ein guter Ansatz für das Erntedankfest. 

Bereits im alten Ägypten, im antiken Griechenland und im Römischen Reich brachten die Menschen ihren verschiedenen Fruchtbarkeitsgöttern Opfergaben als Dank für die Ernte dar. Später feierten die Kelten und Germanen in Mittel- und Nordeuropa die Ernte am Ende des Sommers mit Erntefesten und dankten den Göttern mit Tieropfern und dem Brauen von Erntebier.

Von zwei Erntedankfesten wird im Alten Testament berichtet, sie wurden zur Getreideernte und zur Weinlese gefeiert. Es sind noch heute jüdische Feste, dem Erntedankfest recht ähnlich, Sukkot, das Laubhüttenfest, wird im Herbst, fünf Tage nach dem Versöhnungstag, im September oder Oktober gefeiert und dauert sieben Tage, Schawuot, ist das jüdische Erntedankfest, das 50 Tage, also 7 Wochen plus einen Tag nach dem Pessachfest gefeiert wird, im Mai/Juni, zu dieser Zeit wird in Israel der erste Weizen geerntet. 

Das Erntedankfest ist kein christliches Fest im eigentlichen Sinne, da es nicht wie Weihnachten oder Ostern auf einem Ereignis aus dem Leben Jesu basiert. Dennoch ist es den Menschen seit jeher ein Bedürfnis gewesen, Gott für die Gaben der Natur zu danken.

Noch bis in die frühe Neuzeit war der größte Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig und mußte für das tägliche Brot hart arbeiten. Mit der Industrialisierung hat der ursprüngliche Sinn des Erntedankfestes an Bedeutung verloren. Viele Obst- und Gemüsesorten sind durch den weltweiten Handel das ganze Jahr über verfügbar. Das Wissen um den Zeitpunkt der Aussaat, Reife und Ernte ist kaum noch vorhanden. 

Obwohl auf der ganzen Welt Dankfeste für die Ernte gefeiert werden, gibt es keinen einheitlichen Festtermin. Das liegt daran, dass in den unterschiedlichen Klimazonen zu verschiedenen Zeiten geerntet wird.

In unserem Land wird das Fest aufgrund einer Empfehlung der Deutschen Bischofskonferenz von 1972 am ersten Sonntag im Oktober gefeiert. 

 

Bräuche und Traditionen zum Erntedankfest: 

Erntekrone:

Nach der Getreideernte wird aus dem letzten Schnitt eine Erntekrone geflochten. Die Krone besteht aus vier zur Mitte hin gebogenen Streben. Jede Strebe wird aus einer anderen Getreidesorte geflochten, z. B. Weizen, Roggen, Hafer und Gerste. Die vier Streben stehen für Hoffnung, Glaube, Sorge und Dank, der runde Kranz an der Basis der Krone symbolisiert die Ewigkeit ohne Anfang und Ende.

Ernteteppich:

Eine schöne Tradition ist der Ernteteppich. Aus verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, Samen, Nüssen und Getreide wird im Altarraum ein kunstvolles Bild mit Bezug zum Erntedankfest gelegt. Meist übernehmen Landfrauen oder Frauen aus der Gemeinde die aufwendige Gestaltung des Ernteteppichs.

Ernterad:

 

Neben Erntekrone und Ernteteppich wird in den Kirchen auch oft ein Ernterad gestaltet. Dafür werden die Innenräume zwischen den Speichen eines Wagenrades mit regionalem Obst und Gemüse oder Blumen gefüllt und das Rad auf dem Boden im Altarraum platziert.

Erntepuppe:

In manchen Gegenden wird auch eine Erntepuppe oder Kornpuppe aus Stroh gebunden. Dafür werden Bündel aus Getreidehalmen, die sogenannten Garben, aus dem letzten Schnitt verwendet. Die Strohpuppe bleibt als »Opfergabe« auf dem Feld und soll im nächsten Jahr eine gute Ernte bringen. Manchmal wird die Erntepuppe auch auf dem Feld verbrannt.

Erntedank vs. Thanksgiving:

In den USA ist Thanksgiving ein staatlicher Feiertag und wird am vierten Donnerstag im November gefeiert. Es hat nur bedingte Ähnlichkeiten mit unserem Erntedankfest und ist eher ein Familienfest. 

In Kanada wird Thanksgiving am zweiten Montag im Oktober gefeiert und ist wie in den USA ein gesetzlicher Feiertag. Jedoch entspricht das kanadische Thanksgiving mehr dem europäisch-christlichen Erntedankfest.

Der Überlieferung nach geht Thanksgiving auf die sogenannten Pilgerväter zurück. Im Jahr 1620 landeten englische Separatisten mit der Mayflower im heutigen Massachusetts an. Den ersten Winter in der neuen Welt überlebten die Siedler nur dank der Unterstützung der Wampanoag-Indianer. Die Ureinwohner zeigten den Kolonisten, welche Pflanzen essbar waren, wie sie den Boden bewirtschaften konnten und versorgten sie mit Saatgut.

Bei den Wampanoag und vielen anderen Indianerstämmen war es üblich, der Natur für die Ernte zu danken. So feierten Siedler und Indianer im darauffolgenden Jahr ein gemeinsames Erntefest, das heute als erstes Thanksgiving bezeichnet wird.

(Quellen: Vivat! Magazin, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche, Sybil Gräfin Schönfeldt)

Den Abschluß unserer Ausführungen zum Erntedankfest mit Thanksgiving haben wir mit Bedacht gewählt, denn der Ursprung dieses Festes zeigt im positiven Sinne das begegnen zweier Kulturen, die eine, angestammt in ihrem Lebensumfeld, zeigt der anderen, die fremd in dieses Land gekommen ist, was sie zum überleben brauchen, versorgt sie mit dem nötigen Wissen und den Materialien dazu. Und am Ende wird gemeinsam ein Fest der alten Tradition gefeiert. Macht und Gier haben dann leider mal wieder, wie so oft in der Geschichte, die guten Ansätze und das freundliche Miteinander der Menschen vernichtet, und da sind wir beim Bezug zu unserer heutigen Zeit. 

Wir sollten, nein, wir müssen den Geist dieser Geschichte und den Ursprung dieses und aller anderen Erntefeste auf der Welt wieder neu beleben, wir stehen in unserer Zeit einen Schritt vor dem Abgrund, wir haben unseren Planeten rücksichts- und verantwortungslos ausgebeutet, wir leben in unseren auch jetzt immer noch Wohlstandsstaaten unbekümmert und gedankenlos ob derer, die sich im tatsächlichen Wortsinne um ihr „tägliches Brot“ sorgen müssen und so oft nicht einmal dieses haben. Wir leben, als wären wir der Nabel der Welt, egoistisch, fordernd, gierig! Und erfahren nun am eigenen Leib, wie es ist, sich um das, was uns tagtäglich als selbstverständlich erschienen ist, Sorgen machen zu müssen. Um eine warme Wohnung im Winter, um Lebensmittel, deren Preise stetig steigen, und last but not least um den Frieden auch in unserem Land, sei es der reale Frieden oder der soziale. Und kommen wieder nicht auf die naheliegendste Lösung: Die Ansprüche mal wieder zurückschrauben, nicht alles jederzeit und sofort zur Verfügung haben können, zu teilen mit denen, die noch weniger haben als wir, dankbar zu sein für das, was wir noch haben, am dankbarsten dafür, daß wir und unsere Lieben alle unbeschadet durch eine weltweite Pandemie gekommen sind, endlich den alten Handwerkerspruch begreifen „nach fest kommt ab“ und retten, was noch zu retten ist. Also in ganz umfänglichen Sinne wieder Erntedank feiern! Stellen wir endlich das geifern, neiden, mißtrauen und gegeneinander arbeiten ein, wir schaffen es nur gemeinsam oder gar nicht! Hier in unserem Grafschafter rennen wir natürlich wieder offene Türen ein, hier hat jeder unserer Leser längst begriffen, was zu tun ist, aber mich, uns, läßt doch die Hoffnung einfach nicht los, daß solche Apelle doch irgendwo im weiten da draußen auf noch ein paar offene Ohren stoßen und das dann Kreise zieht! 

Mein Redaktionsteam und ich, wir haben einen ganz verrückten Traum: Im nächsten Oktober, im Oktober 2023, feiern wir weltweit Erntedank, weil wir es geschafft haben, den Schritt in den Abgrund zu verhindern! 🙏🍀🍀🍀🙏

In diesem Sinne gibt es hier nun noch schöne Bilder zum Erntedankfest! 

Erntedank ist Dankbarkeit, und was wir euch nun berichten müssen, hat im weiten Sinne auch etwas mit Dankbarkeit zu tun, Dankbarkeit für ein Leben, daß man begleiten durfte, denn wir haben die traurige Pflicht, euch mitteilen zu müssen, daß von Mimis Freundesliste wieder einer ihrer Wegbegleiter den Weg über die Regenbogenbrücke zu ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐angetreten hat, Steve, geliebter wilder Kater von Jutta vom Blog Felino-Steve

ist am letzten Sonntag gestorben. 

Wir sind mit unseren Gedanken und unserer Anteilnahme bei Jutta und ihrem Mann, die ihren kleinen Kater hergeben mußten und ihn so schmerzlich vermissen. 

Mimi in heaven wird ihn liebevoll begrüßt haben! Hier in unserem Grafschafter und bei uns allen wird er in liebevoller Erinnerung und unvergessen bleiben. 

Zum Andenken und erinnern an die schönen Zeiten hier oben im Eulennest und auf Balkonien bei wilden Festen, Partys, Halloweenfeiern und Modenschauen haben wir euch noch eine kleine Dia-Show zusammengestellt:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Einen lieben Gruß hinauf zu Wolke ☁ und Stern ⭐ hinter dem Regenbogen 🌈 zu Steve, Mimi, der grauen Eminenz, Storm, Chica, Balou und Kira, die alle von Mimis Freundesliste nun schon bei ihr sind. Ihr seid alle in unseren Herzen. ❤❤❤❤❤❤❤

Euch allen wünschen wir nun einen schönen Sonntag und einen ebensolchen feinen Feiertag am Montag, paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, kommt gut und zuversichtlich durch die Zeit, das wünscht euch von ganzem Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

Und habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – „Es muß feste Bräuche geben…..“ 🦊🤴🏵🍓

Schwebende Zukunft

Habt ihr einen Kummer in der Brust
Anfang August,
seht euch einmal bewußt
an, was wir als Kinder übersahn.

Da schickt der Löwenzahn
seinen Samen fort in die Luft.
Der ist so leicht wie Duft
und sinnreich rund umgeben
von Faserstrahlen, zart wie Spinneweben.

Und er reist hoch über euer Dach,
von Winden, schon vom Hauch gepustet.
Wenn einer von euch hustet,
wirkt das auf ihn wie Krach,
und er entweicht.

Luftglücklich leicht.
Wird sich sanft wo in Erde betten.
Und im Nächstjahr stehn
dort die fetten, goldigen Rosetten,

Kuhblumen, die wir als Kind übersehn.
Zartheit und Freimut lenken
wieder später deren Samen Fahrt.

Flöge doch unser aller Zukunftsdenken
so frei aus und so zart.

(Joachim Ringelnatz, 1883-1934, deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, „es muß feste Bräuche geben“, erklärt der Fuchs 🦊 dem kleinen Prinzen 🤴 (Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry) „“Was heißt ‚fester Brauch‘?“, sagte der kleine Prinz. „Auch etwas in Vergessenheit Geratenes“, sagte der Fuchs. „Es ist das, was einen Tag vom anderen unterscheidet, eine Stunde von den andern Stunden.“

Und ein fester Brauch ist das Erscheinen eurer Sonntagsausgabe vom Grafschafter Wochenanzeiger, es ehrt uns doch immer sehr, wenn ihr in euren Kommentaren berichtet, daß euch sonst Sonntagsmorgens beim Frühstück und der Tasse Kaffee was fehlen würde ohne sie! 📰☕🥐 Da haben die Bärchen und ich bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung einstimmig beschlossen, daß es heute eine Sonntagsausgabe geben wird, obwohl wir eigentlich einen größeren Eintrag zum morgigen Montag geplant haben. Da aber aus unrühmlichen Anlaß die letzte Sonntagsausgabe schon am Samstag als Wochenendausgabe erschien, wollten wir euch nun nicht wieder vertrösten, und haben eine feine kleine Ausgabe noch zusätzlich für heute in den Druck gegeben. Aber morgen bitte wieder alle hier eintrudeln, denn der Montagseintrag folgt dann nach, kriegt ihr euer Zeitungsblatt gleich zweimal hintereinander, wenn das nüscht ist! 🤭😁

Und nun fragt ihr euch sicher, wie wir auf die Pusteblume gekommen sind, auf den Löwenzahn, nicht wahr? Ja, da müßt ihr jetzt mal ein bissel mit uns gemeinsam um die Ecke denken, also: Wir suchten ein hübsches Sommergedicht, vielleicht vom August, das wurde dann unser Suchbegriff und nun guckt mal auf den Gedichtanfang „…..Anfang August….“ so haben wir das Gedicht von Ringelnatz über die schwebende Zukunft und dem Sinnbild der Pusteblume/Löwenzahn gefunden, und wir fanden es gleich so fein und haben uns entschlossen, es zu verwenden! Und haben uns wieder über hübsche Serviettenmotive zum Thema gefreut! 

 

Der leuchtend-dottergelbe Löwenzahn, Erinnerung an Kindertage, wenn wir die Samen der Pusteblume vom Stängel gepustet haben und die kleinen Samen mit ihren entzückenden Fallschirmen, an denen sie hängen, in die Welt hinaus flogen! Löwenzahn, der Inbegriff von Leben, das sich trotz aller Widrigkeiten seinen Weg bahnt, wer hätte noch keine Löwenzahnpflanze gesehen, die selbst durch den Asphalt bricht, um ans Licht zu kommen, eine zarte Blume mit unendlicher Kraft! 💛💛💛

Der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia; früher Taraxacum officinale L.) stellt eine Gruppe sehr ähnlicher und nah verwandter Pflanzenarten in der Gattung Löwenzahn (Taraxacum) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) dar. 

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnlicher_L%C3%B6wenzahn

Gewöhnlicher Löwenzahn, ach, Wikipedia, du hast keine Ahnung, der Löwenzahn ist alles andere als gewöhnlich! 🤭😁

Als Kraftblüte mit der strahlenden Farbe gelb verleiht er Vitalität, er strotzt vor Kraft und Stärke, Heiterkeit und Gelassenheit sind seine Attribute. Gesellig und kommunikativ wird die Blüte gedeutet, da paßt doch gleich dieses Bild nochmal:

Wen wundert es, daß Löwenzahn auch eine Heilpflanze ist! Mit den Wirkungen schmerzstillend, beruhigend, stark harntreibend, abführend, blutreinigend, appetitanregend, kräftigend, wieder aufbauend. Im ersten Frühlingssalat kann man seine jungen Blätter verwenden. 

Eingerahmt von den schönen Blüten vom Löwenzahn berichten wir euch nun hier noch etwas, dessen Ausführung wir euch versprochen hatten: 

Den Verzehr unserer einzigen Walderdbeere, wenn sie denn dann vollständig „errötet“ ist, das war nun in der letzten Woche der Fall und wir haben das, wie es sich für unseren Grafschafter geziemt, entsprechend bildlich zelebriert! 

Etwas so edles wie eine Walderdbeere braucht den nötigen Rahmen

wir haben uns für Sekt, Holunderblütensirup, ein edles Glas mit sommerlichem Unterdeckchen und ein mediterranes Teelichtglas entschieden. 

Da ist sie in ihrer ganzen Pracht, und so, wie sie aussieht, so schmeckte sie auch: Lecker!!! Süß und aromatisch!!! 

Ein standesgemäßer Rührlöffel fürs Sekt- und Sirup- aufgießen wurde noch nachgereicht. 

Die ganze Redaktionscrew war begeistert und freut sich schon aufs nächste Jahr, wenn es hoffentlich mehr Beeren zu ernten gibt. 🍓🍓🍓🍓🍓🍓

Wir sprachen von eingerahmt bei diesem kleinen Extrabeitrag, kehren wir nun zum Löwenzahn zurück, denn guckt doch bloß mal, was mein bäriges Redaktionsteam da niedliches zum Thema im Netz ausgebuddelt hat

https://www.kasuwa.de/produkt/761616/loewenzahn—pusteblume—jahreszeitentisch—-fruehling—-blumenkinder

sind die nicht niedlich, die Löwenzahnpusteblumenjungen? Wir waren alle hin und weg! 

Zum Schluß unserer heutigen Sonntagsausgabe haben wir noch romantisches mit Löwenzahn, nämlich Bilder von unserem Exemplar an der Balkonientüre, von Frau Chefredakteurin mit Window-Color erstellt und mit abendlicher Balkonienbeleuchtung fotografiert: 

Und damit wünschen wir euch allen einen wunderschönen Sonntag, zum Start der neuen Woche treffen wir uns hier alle wieder, paßt gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, genießt den Sommer-Sonnen-Sonntag, allzu lange dauert der Sommer nicht mehr und jeder Tag ist ein Geschenk! 🎁

Das alles wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Hommage an unsere Leser – zum Valentinstag! ❤💕💖💝

Ein Herz laviert nicht

Ich nenne keine Freundschaft heiß,
die niemals, wenn’s ihr unbequem,
den Freund zu überraschen weiß
trotzdem.

Denn wenn sie Zeit und Mühe scheut,
ein Unverhofft zu bringen,
das einen Freund unendlich freut,
dann hat sie keine Schwingen.

Den Umfang einer Wolke mißt
kein Mensch. Weil sie nicht rastet,
noch ihre Freiheit je vergißt. –
Ich glaube: Keine Wolke ist
mit Arbeit überlastet.

(Joachim Ringelnatz, 1883 – 1934, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, in unserer heutigen Sonntagsausgabe seid ihr, unsere Leser, mal der Mittelpunkt und das Thema. Am morgigen Montag ist Valentinstag, da haben mein Redaktionsteam und ich uns bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung gedacht, wir danken euch allen mal für eure treue Freundschaft zu unserem Grafschafter, für all eure lieben Kommentare, für eure Anteilnahme an aller Freud und allem Leid in der Redaktion und unserer Grafschaft. Am Valentinstag feiern wir den Tag der Liebe, und auch Freundschaft ist Liebe und ein wertvolles Geschenk! Da der Valentinstag heuer auf einen Montag fällt, hatten wir die Idee, es euch schon in der Sonntagsausgabe schön zu machen, denn mit Beginn der neuen Woche ist dann doch nicht so viel Zeit wie an einem gemütlichen Sonntag! 

Dann laßt euch mal von uns verwöhnen! 

Guten Morgen, das verspricht, ein schöner Tag zu werden! Mein Redaktionsteam werkelt schon in der Küche, kocht Kaffee Tee und Kakao dieweil Frau Chefredakteurin im Wohnzimmer der Redaktionsräume den Tisch deckt

fürs Frühstücksbuffet. Es duftet nach frischen Brötchen und Croissants, macht es euch gemütlich und laßt es euch schmecken. Es fehlt auch nicht die feine Marmelade von der Küste, die im Sonnenlicht des Sonntagsmorgens leuchtet und euch für den Tag in Schwung bringen soll mit all den guten Vitaminen, die da drin stecken. Und wem ein Likörchen am frühen Morgen schon schmeckt: Büddeschön! Hagebutten-Likör, da sind auch Vitamine drin! 😂

Wir haben die Redaktionsräume auch hübsch mit Blumen dekoriert,

und wenn ihr euch nun die Zeit bis zum Mittagessen vertreiben wollt, dann vertraut euch meinem Bärenteam an, sie haben in den Redaktionsräumen eine kleine Ausstellung schöner Bilder zum Valentinstag erstellt, das macht euch sicher Freude:

Sicher habt ihr erkannt, daß in der Galerie der Valentinstags-Bilder auch unsere Mimi in heaven vertreten ist, da hat jetzt Ruddi noch eine kleine Sonderausstellung von seiner geliebten Chefin gemacht, Mimi mit ihrer Freundesliste, denn am Valentinstag ist alles Liebe und eben auch die zu unseren vorausgegangenen Lieben bei Mimi in heaven. 

Mimis Freundesliste und die nun bei ihr auf Wolke ☁ und Stern ⭐ in heaven

Wenn ihr euren Rundgang durch die Ausstellungen in den Redaktionsräumen beendet habt, ist es auch langsam Zeit zum Mittagessen. Wir hatten uns gedacht, euch schmeckt sicher allen das thailändische Curry, das wir schon einmal gekocht und euch im Grafschafter Wochenanzeiger vorgestellt hatten, dann nehmt Platz und laßt es euch schmecken! 🍽🥢🍴🥄

Getränke stehen natürlich auch in reicher Auswahl zur Verfügung. 🥛🧃🍷🍺🥃🥤

Als Nachtisch gibt es einen reichhaltigen Obstsalat 🥝🍇🍈🍉🍊🍋🍌🍍🥭🍎🍏🍐🍑🍒🍓 passend zum thailändischen Gericht abgeschmeckt mit Honig 🍯 und Kokosraspeln. 🥥 Mit frischer geschlagener Sahne. 

Nach dem Mittagessen machen wir es uns alle gemütlich im Wohnzimmer der Redaktion, plaudern und haben Spaß, und die Bärchen wollten euch noch kleine Valentinsgedichte vortragen, wenn ihr mögt, sie haben schon sehr geübt, um sie richtig gut vortragen zu können. 

Auf die Hände küßt die Achtung,
Freundschaft auf die offene Stirn;
auf die Wangen Wohlgefallen;
selige Liebe auf den Mund;
auf`s geschlossene Aug` die Sehnsucht,
in die hohle Hand Verlangen,
Arm und Nacken die Begierde,
alles weitere Raserei.

((Franz Grillparzer)

Freudvoll und leidvoll, gedankenvoll sein,
hangen und bangen in schwebender Pein,
himmelhoch jauchzend zum Tode betrübt,
glücklich allein ist die Seele die liebt.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Ich wand ein Sträußlein morgens früh,
das ich der Liebsten schickte;
nicht ließ ich sagen ihr, von wem,
und wer die Blumen pflückte.

Doch als ich abends kam zum Tanz
und tat verstohlen und sachte,
da trug sie die Nelken am Busenlatz,
und schaute mich an und lachte.

(Theodor Storm)

Als ich dich kaum gesehn,
mußt es mein Herz gestehn,
ich könnt dir nimmermehr
vorübergehn.

Fällt nun der Sternenschein
nachts in mein Kämmerlein,
lieg ich und schlafe nicht
und denke dein.

Ist doch die Seele mein
so ganz geworden dein,
zittert in deiner Hand,
tu ihr kein Leid!

(Theodor Storm)

Während ihr den Bärchen meines Redaktionsteams lauscht, hab ich derweil schon den Kaffeetisch gedeckt und lade euch alle ein zu Kaffee, Tee, Kakao und Kuchen. 

Langsam senkt sich der Abend über die Grafschaft, und trotz sonniger Tage (falls es wieder einer war wie am gestrigen Samstag!) sind die Nächte glitzerkalt, da haben die Bärchen natürlich gebettelt, ob wir nicht zur Feier dieses schönen Tages wieder unseren Kamin anzünden könnten, das wäre doch so gemütlich! Aber sicher, meine Bärchen, 

dann machen wir es uns mal gemütlich am Kaminfeuer

und hören schöne Lieder von Reinhard Mey, passend zu Freundschaft und Liebe 

Text:

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-herbstgewitter-uber-den-dachern-6cc

Text:

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-jahreszeiten-345

Text:

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-du-meine-freundin-51b

Text:

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-liebe-ist-alles-2d8

Für alle unsere Leser und Freunde nochmal das Lied vom „achtel Lorbeerblatt“, mit dem Dank an euch alle für unser „achtel Lorbeerblatt“ von euch! 

Text:

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-mein-achtel-lorbeerblatt-adc

Zum Abschluß eines hoffentlich für alle schönen Tages trägt euch nun die Frau Chefredakteurin noch ein Gedicht vor, besser gesagt eine Ballade, „Die Ballade vom Brennesselbusch“:

Die Ballade vom Brennesselbusch

Liebe fragte Liebe: „Was ist noch nicht mein?“
Sprach zur Liebe Liebe: „Alles, alles dein!“
Liebe küßte Liebe: „Liebste, liebst du mich?“
Küßte Liebe Liebe: „Ewig, ewiglich!“—

Hand in Hand hernieder stieg er mit Maleen
von dem Heidehügel, wo die Nesseln stehen,
eine Nessel brach er, gab er ihrer Hand,
zu der Liebsten sprach er: „Uns brennt heißrer Brand!

Lippe glomm auf Lippe, bis die Lust zum Schmerz,
bis der Atem stockte, brannte Herz auf Herz,
darum, wo nur Nesseln stehn am Straßenrand,
wolln wir daran denken, was uns heute band!“

Spricht von Treu die Liebe, sagt sie „ewig“ nur,-
ach, die Treu am Mittag gilt nur bis zwölf Uhr,
Treue gilt am Abend, bis die Nacht begann –
und doch weiß ich Herzen, die verbluten dran.

Krieg verschlug das Mädchen, wie ein Blatt verweht,
das im Wind die Wege fremder Koppeln geht,
und ihr lieber Liebster stieg zum Königsthron,
eine Königstochter nahm der Königssohn.-

Sieben Jahre gingen, und die Nessel stand
sieben Jahr an jedem deutschen Straßenrand,
wer hat Treu gehalten? Gott alleine weiß,
ob nicht wunde Treue brennet doppelt heiß!

Bei der Jagd im Walde stand mit schwerem Sinn,
stand am Knick der König bei der Königin,
Nesselblatt zum Munde hob er wie gebannt,
und die Lippe brannte, wie sie einst gebrannt:

„Brennettelbusch,
Brennettelbusch so kleene,
wat steihst du so alleene!
Brennettelbusch, wo is myn Tyd‘ eblewen,
un wo is myn Maleen?“

„Sprichst du mit fremder Zunge?“ frug die Königin,
„So sang ich als Junge“, sprach er vor sich hin.
Heim sie ritten schweigend, Abend hing im Land,-
seine Lippen brannten, wie sie einst gebrannt!

Durch den Garten streifte still die Königin,
zu der Magd am Flusse trat sie heimlich hin,
welche Wäsche spülte noch im Sternenlicht,
Tränen sahn die Sterne auf der Magd Gesicht:

„Brennettelbusch,
Brennettelbusch so kleene,
wat steihst du so alleene!
Brennettelbusch,
ik hev de Tyd ‚eweten,
dar was ik nich alleen!“

Sprach die Dame leise: „Sah ich dein Gesicht
unter dem Gesinde? Nein, ich sah es nicht!“
Sprach das Mädchen leiser: „Konntest es nicht sehn,
gestern bin ich kommen, und ich heiß Maleen!“-

Viele Wellen wallen weit ins graue Meer,
eilig sind die Wellen, ihre Hände leer,
eine schleicht so langsam mit den Schwestern hin,
trägt in nassen Armen eine Königin.—

Liebe fragte Liebe: „Sag, weshalb du weinst?“
Raunte Lieb zur Liebe: „Heut ist nicht mehr wie einst!“
Liebe klagte Liebe: „Ists nicht wie vorher?“
Sprach zur Liebe Liebe: „Nimmer – nimmermehr.“

(Börries Frhr. von Münchhausen)

Und zum Abschluß unserer heutigen Sonntagsausgabe für unsere Leser singt noch einmal Reinhard Mey

Text:

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-gute-nacht-freunde-a25

Damit wünschen wir euch von Herzen einen schönen und hoffentlich sonnigen Sonntag, wir hoffen, ihr habt Freude an „eurem“ Tag gehabt, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, herzlichst euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – die Heiligen Drei Könige in den Redaktionsräumen 👑👑👑

 

Einst als am Saum der Wüsten sich
auftat die Hand des Herrn
wie eine Frucht, die sommerlich
verkündet ihren Kern,
da war ein Wunder: Fern
erkannten und begrüßten sich
drei Könige und ein Stern.

Drei Könige von Unterwegs
und der Stern Überall,
die zogen alle (überlegs!)
so rechts ein Rex und links ein Rex
zu einem stillen Stall.

Was brachten die nicht alles mit
zum Stall von Bethlehem!
Weithin erklirrte jeder Schritt,
und der auf einem Rappen ritt,
saß samten und bequem.
Und der zu seiner Rechten ging,
der war ein goldner Mann,
und der zu seiner Linken fing
mit Schwung und Schwing
und Klang und Kling
aus einem runden Silberding,
das wiegend und in Ringen hing,
ganz blau zu rauchen an.
Da lachte der Stern Überall
so seltsam über sie,
und lief voraus und stand am Stall
und sagte zu Marie:

Da bring ich eine Wanderschaft
aus vieler Fremde her.
Drei Könige mit magenkraft*,
von Gold und Topas schwer
und dunkel, tumb und heidenhaft, –
erschrick mir nicht zu sehr.
Sie haben alle drei zuhaus
zwölf Töchter, keinen Sohn,
so bitten sie sich deinen aus
als Sonne ihres Himmelblaus
und Trost für ihren Thron.


Doch mußt du nicht gleich glauben: bloß
ein Funkelfürst und Heidenscheich
sei deines Sohnes Los.
Bedenk, der Weg ist groß.
Sie wandern lange, Hirten gleich,
inzwischen fällt ihr reifes Reich
weiß Gott wem in den Schoß.


Und während hier, wie Westwind warm,
der Ochs ihr Ohr umschnaubt,
sind sie vielleicht schon alle arm
und so wie ohne Haupt.


Drum mach mit deinem Lächeln licht
die Wirrnis, die sie sind,
und wende du dein Angesicht
nach Aufgang und dein Kind;
dort liegt in blauen Linien,
was jeder dir verließ:
Smaragda und Rubinien
und die Tale von Türkis.

*mittelhochdeutsch: „Macht“

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926, österreichischer Lyriker deutscher und französischer Sprache, aus: „Das Buch der Bilder“)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, auf diesen Eintrag haben wir uns wieder sehr gefreut, den Eintrag zum Fest der Heiligen Drei Könige, Epiphanias. 

Als Heilige Drei Könige oder Weise aus dem Morgenland bezeichnet die christliche Tradition die in der Weihnachtsgeschichte des Matthäusevangeliums (Mt 2 EU) erwähnten „Sterndeuter“ (im griechischen Ausgangstext Μάγοι, Magoi, wörtlich „Magier“), die durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt wurden. Im Neuen Testament werden sie nicht als „Könige“ bezeichnet, auch gibt es keine Angabe über ihre Anzahl. 

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Heilige_Drei_K%C3%B6nige

Da wir in jedem Jahr zu diesem Datum, anfangs im Blögchen und später dann hier im Grafschafter Wochenanzeiger, einen Eintrag hatten, müssen wir hier zum Brauchtum und den vielen Geschichten im 11. Jahr nicht mehr viel sagen. Aber schöne Bilder, so meinte mein Redaktionsteam, sind doch immer willkommen, da machen wir euch von unseren Bildern aus den vergangenen Jahren mal eine Galerie:

Und ihr erinnert euch sicher alle daran, wie stolz mein Bärenteam auf dieses Bild war?

Bären als Heilige Drei Könige! Das fand mein Redaktionsteam auch in diesem Jahr wieder so schön, daß es einfach nochmal dabei sein muß. 

Wir haben auch noch wieder neue Bilder gefunden, ihr kennt ja alle unseren Fundus diesbezüglich. 

Das schönste an diesem Tag der Heiligen Drei Könige ist aber die Aktion der Sternsinger, die jedes Jahr zu dieser Zeit stellvertretend für die damaligen Könige von Haus zu Haus ziehen, den Segen zum Neuen Jahr spenden und um Spenden bitten. Schon im letzten Jahr konnten sie das coronabedingt nur eingeschränkt, mit Auflagen oder gar nicht, wir hatten in unserem Grafschafter Wochenanzeiger darüber berichtet und konnten euch damals ein schönes Video als virtuellen Besuch der Sternsinger einstellen. 

In diesem Jahr haben wir etwas ganz besonderes für euch, auf und über das wir uns sehr gefreut haben: Die Sternsinger kommen zu uns in die Redaktionsräume und somit auch zu euch allen! Laßt euch mal überraschen! 

Ausgesandt werden die Sternsinger in einem Gottesdienst 

so war das damals in meiner Kirchengemeinde hier in St. Katharina, als mein Sohn noch als einer der Heiligen Drei Könige dabei war

ganz links, das ist Björn. 

Und nun machen sich die Sternsinger auf den Weg zu unseren Redaktionsräumen

https://my.idomoo.com/210025/DigitalerSternsingersegen2022/index.html?url=https://e.idomoo.com/11107/0000/gy1m273021fx2ajj3k25f1w345103d3171ih2d2hf3in2o4.m3u8

klickt den Link an, und sie bringen uns allen den Segen! 

Der dann auch wieder die Türe zu unseren Redaktionsräumen ziert:

Christus mansionem benedicat

Möge der Engel, der die Botschaft vom Frieden in die Welt brachte, an deinem Haus nicht vorübergehen. Möge das Kind, das seine Göttlichkeit hinter der Armut verbarg, in deinem Herzen eine Wohnung finden.

(Irischer Segenswunsch)

Ist das nicht eine schöne Überraschung? Wir haben uns bei unserer Redaktionssitzung gestern so über diese Aktion der Sternsinger gefreut, daß man in diesem Jahr den Segenswunsch personalisiert überbringen lassen kann, eine wirklich wunderschöne Idee. 

“ „Lasst uns die Welt verändern“ – #GemeinsamGehts“ und „„Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit.“  Das ist das Motto der diesjährigen Sternsinger-Aktion. 

Da alles virtuell passiert, darf natürlich in den Redaktionsräumen auch gesungen werden 

wir haben uns wieder für diese schöne Version des bekannten Liedes entschieden, weil sie alle Menschen einschließt! 

Und mit einem Segensspruch aus dem alten Testament, 4. Mose 6, 22-27, der auch am Ende von Gottesdiensten gesprochen wird, entlassen wir euch alle in einen gesegneten, frohen Dreikönigstag:

„„Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse
sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein
Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“

Paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von ganzem Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Das Jahr ist um! 🧨🎆🎇✨

Was fange ich Silvester an?

Was fange ich Silvester an?
Geh ich in Frack und meinen kessen
blausanen Strümpfen zu dem Essen,
das Herr Generaldirektor gibt?
Wo man heut nur beim Tanzen schiebt?
Die Hausfrau dehnt sich wild im Sessel –
der Hausherr tut das sonst bei Dressel -,
das junge Volk verdrückt sich bald.
Der Sekt ist warm. Der Kaffee kalt –
Prost Neujahr!
Ach, ich armer Mann!
Was fange ich Silvester an?

Wälz ich mich im Familienschoße?
Erst gibt es Hecht mit süßer Sauce,
dann gibt’s Gelee. Dann gibt es Krach.
Der greise Männe selbst wird schwach.
Aufsteigen üble Knatschgerüche.
der Hans knutscht Minna in der Küche.
Um zwölf steht Rührung auf der Uhr.
Die Bowle? („Leichter Mosel“ nur)
Prost Neujahr!
Ach, ich armer Mann!
Was fange ich Silvester an?

Mach ich ins Amüsiervergnügen?
Drück ich mich in den Stadtbahnzügen?
Schrei ich in einer schwulen Bar:
„Huch, Schneeballblüte! Prost Neujahr!“
Geh ich zur Firma Sklarz Geschwister –
Bleigießen? Ist’s ein Fladen klein:
Dies wird wohl Deutschlands Zukunft sein…
Prost Neujahr!
Helft mir armem Mann!
Was fang ich bloß Silvester an?

(Einladungen dankend verbeten.)

(Kurt Tucholsky, 1890 – 1935, deutscher Journalist und Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da ist er, der letzte Tage des Jahres 2021. Silvester! Wir verabschieden das alte Jahr! Und das tun wir in diesem Jahr richtig gerne, und im Gegensatz zum Übergang von 2020 auf 2021 ist nicht einmal mehr Ruddi was nettes zu dem sich nun verabschiedenen Jahr eingefallen, womit wir einstimmig beschlossen haben, keinen Jahresrückblick hier zu erstellen. So etwa in der Mitte des sich nun trollenden Jahres hat Frau Chefredakteurin irgendwo im Netz mal gelesen: „Wer glaubte, 2020 war ein Sch….jahr, der kannte 2021 noch nicht!“ Das lassen wir einfach mal so stehen. Klar, wenn man genau hinguckt, hatte auch das scheidende Jahr bestimmt für jeden von uns was, was gut und schön war, aber so im Großen und Ganzen…..? Ach, lassen wir das, wir sind ja nun mal eine Zeitung, die sich doch überwiegend den guten und schönen Nachrichten verschrieben hat, und so gibt es selbstverständlich auch an diesem verkorksten Jahr was Gutes: Wir hier sind soweit alle gesund und können gemeinsam seinen Abschied feiern, besseres weiß ich nicht! 

Und da wir uns entschlossen haben, keinen Jahresrückblick zu machen, haben wir in unserer gestrigen Redaktionssitzung beschlossen, wir bringen euch heute noch unsere Weihnachtsnachlese von 2021, die ist allemal schöner als das ganze Jahr! 🤭😊

Vom großen Familienweihnachtsfest hatten wir euch ja schon berichtet, nun also das kleine, feine der Frau Chefredakteurin bei ihren Kindern in Kölle! 

Gegen Mittag ging es los, langsam auch schon fast wieder Routine, die neue Strecke mit Bahn nach Köln-Ehrenfeld, und sogar mit einem pünktlichen Zug, der zum Glück trotz des Heiligen Abends nicht voll war. Wißt ihr, was am Bahnfahren ganz besonders schön ist? Am Bahnhof abgeholt zu werden! 😊 Denn ich hatte ja noch was feines im Gepäck, ich hatte für die nachmittägliche Kaffeetafel bei den Kindern noch gebacken, einen soooooo leckeren Whisky-Kuchen nach einem feinen Rezept von der Silberdistel

jaaaa, lach, „…..ihr Naseweise, ihr Schelmenpack, glaubt ihr, er wäre offen, der Sack?“ 😂 Hinter den silbernen Bäumen steht übrigens der restliche Whisky, ein irischer war es! Aber jetzt:

Liebe Silberdistel, nicht wundern, da sind statt Rosinen Schokoladenstücke drin, weil meine Schwiegertochter keine Rosinen mag! 😊

Er war eine Wucht, er war so richtig lecker, und meine Kinder waren begeistert und sagen auch hier nochmal danke für das schöne Rezept! 

Wir haben es so wonnig-gemütlich gehabt bei den Kindern, ich hatte meine Kamera gar nicht dabei, ich hab aber mit dem Smartphone fotografiert und zeig euch nun mal Stimmungsbilder: 

Tischdeko, Platzdeckchen in schimmerndem Gold und Weihnachtsservietten

Sternchendecke, Silberleuchter, Gebäckschale, Steffi hatte alles so wunderschön gedeckt und dekoriert und überall brannten Kerzen, einfach richtig zum rundum wohlfühlen. 

Da waren wir schon beim Cocktail zum Abend, leer, das Glas! 🤭😊🍹

Und hier könnt ihr noch so ein bissel links von der schönen Amaryllisblüte sehen, die ich Steffi samt der Vase schon zur Familienweihnachtsfeier mitgebracht hatte, die Vase ist ein Erbstück von meiner Mama, und Steffi fand sie so schön, nun hat sie ein feines, neues Zuhause. 

Ich hab mich so gefreut, daß die Blüten so schön aufgegangen sind. 

Nach dem Cocktail und vor dem Abendessen haben wir dann noch Bescherung gemacht, es ist zwar zur Familienweihnacht gewichtelt worden, aber die Kinder hatten ja noch was gegenseitig für sich, und zu meiner größten Freude und Überraschung hatten sie sogar noch was für mich, das sich so quasi aus dem Wichtelgeschenk für mich ergab und an dem sie, wie sie mir lachend erzählten, einfach nicht vorbeigekommen wären, damit wußte ich dann halt auch, wer mein Wichtel war, Steffi, und das war mein Wichtelgeschenk:

Eine neue Geldbörse, ist die nicht superschön???!!! 

Und hier steht nun bei meinen Stimmungsbildern von unserer Heilig-Abend-Weihnacht mein zweites Geschenk

die passende Handtasche! 

da kommen wir später nochmal genauer drauf zurück! 

Ein glückliches Muttertier gefällig? Büddeschön! 

Ich hab mich in der Fensterscheibe vom Wohnzimmer fotografiert, das sah so hübsch aus mit den Lichtern alle, die sich spiegelten. 

 😊🙏❤🎄🔔🎁🕯🕯🕯🎅😇🌟

Dann wurde das Abendessen gebrötschelt: Hirschmedaillons in Rotwein-Spekulatiussauce, gemischtes Gemüse und Klöße, zum Nachtisch Mandarine-Spekulatius-Dessert mit Mascarpone und Sahne, sooooo lecker! 

Rotwein dazu und danach fröhliches klönen, lachen, beisammen sein! Bis in die tiefe Nacht! 

Lecker frühstücken am nächsten Tag und den Tag zusammen genießen, bis ich dann glückselig wieder nach Hause gefahren bin. Mein Weihnachten bei den Kindern! 

Und nun folgt unser Weihnachten mit Bescherung in den Redaktionsräumen, denn liebe Päckchen von lieben Blogfreundinnen mußten noch ausgepackt werden, da waren meine Bärchen natürlich Feuer und Flamme. 

Bäumchen leuchtet, Bärenbande ist so gespannt! 

Und bewundert erstmal ausgiebig unseren kleinen Baum von meiner Mama, der auch in diesem Jahr wieder leuchtet! 

Mit kleiner Krippe unter dem Baum

Kugeln, die die Frau Chefredakteurin an einem Weihnachten mal von den Kindern bekam, Merry Xmas Mama! 

Eisbären dürfen da natürlich nicht fehlen

Auf unserem Kamin leuchten die Adventskerzen

mit kleinem Kugelbäumchen im Glas

Unser redaktioneller Alterspräsident, unser Bernhard, schnappte sich die Christkind-Glocke

und bimmelte zur Bescherung, er war sehr stolz über diese Aufgabe.

Mein Redaktionsteam versammelte sich 

und war schon sehr gespannt, was wohl alles in den Päckchen wäre. 

Das Geschenk von den Kindern von Frau Chefredakteurin war ja schon „geöffnet“! 😊

Und mit dem Glöckchenklingeln wurden alle Pakete geöffnet, was hatten die Bären einen Spaß, wir haben bloß unsere Mimi in heaven wieder vermißt, die immer den größten Spaß beim auspacken am Verpackungsmaterial hatte. 

Da sind sie, all die Herrlichkeiten

da waren die Bärchen so hibbelig, da ist doch glatt das Foto unscharf geworden, lach!

Allen lieben Gabenbereitern einen ganz herzlichen Dank von mir und meinem Bärenteam, wir haben uns so riesig gefreut, liebe Brigitte/Plauen, liebe Britta-Gudrun und liebe Bine mit der lieben Angel.

Fangen wir mal bei der Tasche und der Geldbörse von Frau Chefredakteurin an, mal richtig zeigen jetzt, lach! 

Schick, oder? Den Schulterriemen kann man abnehmen. 

Schmückendes Beiwerk, nutzbar auch als Schlüsselring etc. 

Lacht nicht über das Bügelbrett, das bot sich so an, weil es noch stand, um die Geschenke darauf abzulegen und zu fotografieren. 

Erinnert ihr euch noch an die Wolle, die ich euch vorzeiten mal zeigte, wo ich aus der silbernen Variante eine Mütze und einen Schal gestrickt habe? Guckt mal, wie herrlich die nun genau zu meiner neuen Tasche paßt

da gibt es jetzt einen Dreieck-Tuch-Schal von! Ich hab schon angefangen! 

Nun kommt die Wonne meiner Bären von Brigitte/Plauen

naaaa??? Rückwärts gucken

ein eisbäriger Rucksack, hier war was los! 😂 War aber noch nicht alles an Bärchen-Freude fürs Team, das kam auch noch mit:

bäriger Nikolaus-Weihnachtsmann-Kuschel-Bär-Eier-Wärmer! Mein Team war ganz aus dem Häuschen. 

Außer den Bären kam noch ein Engel

geheimnisvoll, nicht wahr? 

Er hatte Pralinen in seinem Innern, mit Schokolade, das war nun was fürs gesamte Team samt Frau Chefredakteurin, wir naschen alle so gerne. Und der Engel ist nun eine wunderschöne Dose!

Unsere Eulenfraktion hat leuchtenden Zuwachs bekommen

Elektrische Kerzen! 

Können wir es uns im neuen Jahr so richtig mit gemütlich machen, und das ganze Jahr über das nächste schöne Weihnachtsgeschenk von Britta-Gudrun dabei betrachten, 

mit dem literarischen Katzenkalender, da hatten wir alle richtig strahlende Augen, das wird schön, und da wandern die Erinnerungen mit an unsere Mimi in heaven. Die süße kleine Beilage

fanden wir so wonnig! 

Und wenn es im Januar weiter so usselig ist wie bis jetzt, dann kann ich meinem Redaktionsteam in dieser gemütlichen Kuscheligkeit was ganz wunderschönes vorlesen

dieses wunder-wunderschöne und so entzückend aufgemachte Büchlein haben wir von Bine und Angel bekommen, das Büchlein ist ein richtiger Schatz, denn es stammt aus dem Vermächtnis von Bines Mama. Das ist was ganz besonderes! 🤗❤

Nochmals einen ganz lieben Dank an alle lieben Gabenbereiter, besonders auch von meinem Bärenteam! 🐻❄🐻❄🐻🐻🐻❄❤😘🤗

Das war sie nun, die diesjährige Weihnachtsnachlese aus den Redaktionsräumen eures Grafschafter Wochenanzeiger, wir hoffen, ihr hattet auch jetzt noch Spaß dran. Aber Weihnachten ist ja auch noch nicht richtig vorbei, hochoffiziell geht die Weihnachtszeit ja bis zum 2. Februar! Und wenigstens noch ein bissel leuchten und glitzern und schöne Stimmung tut dann dem langen und meist auch immer noch recht dunklen Januar im neuen Jahr bestimmt gut. 

Womit wir nun endlich bei Silvester wären! 

Alles vorbereitet für den großen Abend? Dann laßt uns starten! Frau Chefredakteurin verbringt die Silvesternacht mit ihren beiden Freundinnen bei der Freundin mir hier gegenüber, ja, die mit dem Kater Devil! Wir machen uns das immer ganz gemütlich, eine kocht, eine sorgt für die Getränke und ich back in jedem Jahr ein leckeres Fladenbrot und mach die Kräuterbutter! 

Dann haltet mal alle euer Sektglas bereit für die letzten Minuten des alten Jahres, 

ein Feuerwerk wird es ja offiziell nicht geben, aber die eine oder andere Rakete wird bestimmt in den Himmel steigen

Und dann zählen wir auch in dieser Nacht wieder den Countdown bis es Mitternacht schlägt und dann knallen die Sektkorken und wir wünschen all unseren lieben Lesern ein frohes Neues Jahr 2022  

mit viel Schwein und viel Glück 

Möge es endlich wieder ein besseres, ein lichteres und ein Jahr werden, an dem man endlich, endlich Licht am Ende des Tunnels sieht, von uns allen so heiß und innig herbeigesehnt! 

Wenn um Mitternacht die Glocken vom Kölner Dom läuten, werden gewiß heiße Gebete in den Himmel steigen! 🙏

Wir haben ein Video gefunden, mit dem Vollgeläute des Kölner Doms eigentlich am Heiligen Abend und noch ein bissel Weihnachtsmarktatmosphäre der bereits geschlossenen Weihnachtsmärkte von 2018, dem Lieblingsjahr der Frau Chefredakteurin, das fanden wir so schön und passend auch zur heurigen Silvester-Nacht. 

Und wenn die Glocken klingen, dann denken wir an alle unsere Lieben, Mensch oder Tier, die nicht mehr bei uns sind. Ganz besonders denken wir hier an   Christas Storm, der in diesem Jahr zu Mimi ins Regenbogenland gezogen ist, und an Evas Chica, von der wir leider kein Bildchen haben, und an Bines Balou und zum Heiligen Abend folgte die Eisbärin Kati  

Und natürlich geht ein lieber Gruß an unsere Mimi in heaven von ihrem Redaktionsteam und ihrer Frau Chefredakteurin! ☁⭐😘🤗🌟🎇

Und dann gucken wir frohgemut nach vorne in das Neue Jahr und hoffen einfach das Beste! 

wünscht von Herzen allen lieben Lesern hier, den stillen wie den bekannten, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia! 

Habts fein und rutscht gut rein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 22

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Auf des Weihnachtsmanns Spuren

In dieser Nacht,
als niemand wacht,
ging durch den Tann
der Weihnachtsmann.

Sein Sack hing schwer
vom Rücken her
und schleift im Schnee,
ganz deutlich seh
ich seine Spur,
folgt mir nur!

Hier an diesem Dornenbusch
ging er eine Strecke,
deutlich seh ich’s, glaubt ihr’s nicht?
Folgt mir um die Ecke!
Aber sacht,
kein Geräusch gemacht!
Hier an diesem Dornenbusch
blieb der Sack ihm hängen,
und er mußte mühsam sich
durch das Dickicht zwängen!

Hier an diesem Dornenbusch
ist sein Sack zerrissen!
Aus dem Sack
klick klack, klick klack
tröpfelte es Nüssen! –

Eichhörnchen hat vom Tannenzweig
das Unglück schon gesehen,
doch warnt es nicht den Weihnachtsmann,
es läßt ihn weitergehen.
Er schlägt den Schwanz zum Kringel,
der kleine braune Schlingel,
und klettert flink und munter
vom Tannenbaum herunter.

Nun sitzt es dort in guter Ruh’
am Weihnachtstisch, seht ihm nur zu,
knackt Nüsse sehr bedächtig.
Ihr seht, es schmeckt ihm prächtig!
. . . . . . . Vergnügten Gesichts
tat der Alte, als merkte er nichts,
dachte an Kinder und frohe Gesichter,
dachte an Spielzeug und Weihnachtsbaumlichter,
ging indessen zum Wald hinaus. –
Immer näher an unser Haus

führte ganz deutlich seine Spur,
denkt euch nur! –
„Mutter, Mutter, wir haben’s gesehen,
denkt doch, des Weihnachtsmanns Spuren gehen
deutlich bis dicht vor unsere Tür!
Mutter, war er vielleicht schon hier?“

Spricht die Mutter: „Denkt doch mal an,
eben war bei mir der Weihnachtsmann!
Plötzlich hört’ ich ein starkes Klopfen,
öffnete selbst, da trat er ein,
bat mich, ich möchte den Sack ihm stopfen,

denkt doch, ihm riß ein Loch hinein!
Und da hat er mir vieles erzählt,
wie ihm dies und jenes gefehlt.
Aber der Sack war doch noch sehr voll,
hat auch gefragt, was er hier lassen soll!?
Sachte, Kinder, hübsch artig immer!
Und geht mir nicht an das Weihnachtszimmer!“

(Paul Kaestner, 1876 – 1936, deutscher Jurist, Ministerialdirektor und Kirchenliederdichter)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, jetzt flitzt die Zeit hier aber, nun öffnen wir heuer bereits das 22. Türchen, es ist wirklich kaum zu glauben, wie schnell das wieder ging! Mein Bärenteam und ich, wir haben hier natürlich auch noch bissel vorzubereiten fürs große Fest, und da ich mich ja immer prima auf mein Team verlassen kann, haben die Bären, während ich Weihnachtsmanndienst geschoben haben (daher rührt auch das Gedicht! 😊🎅) das Archiv durchforstet und sind fündig geworden, haben das, was sie gefunden haben, wunderbar vermischt und so präsentieren wir euch das nun fürs heutige Türchen 22.

Bräuche und Rituale zur Weihnachtszeit:

Überall, wo Weihnachten gefeiert wird, gibt es Weihnachtssänger. Das englische Wort „Carol“ (Weihnachtslied) weist auf eine lateinische Sitte, bei hohen Festen zu singen und im Kreis zu tanzen: Das alte magische Mittel, einen Zauberkreis herzustellen, in dem das Böse – und die Gefahr aus der Tiefe der Natur – nicht eindringen kann.

Kurrendesänger sind die bekanntesten Kindergruppen des ausgehenden Mittelalters, die frierend durch die Wintergassen gezogen sind und gesungen haben.
Das Wort stammt vom lateinischen „currere = laufen“, und gelaufen sind die Schüler mit ihrem Lehrer, meist in Trupps, mit großen Körben für die zu ersingenden Gaben.

Das Quempassingen stammt aus Pommern, Sachsen und Schlesien.
Der Name ist durch das Verschleißen der ersten Wörter eines Weihnachtsliedes entstanden: „Quem pastores laudavere – den die Hirten lobten sehre“. Das Lied wird von verschiedenen Kindergruppen im Wechselgesang von Emporen, Altar und Orgel bei Kerzenlicht gesungen. Die Sänger marschieren oft mit ihren brennenden Kerzen und ihren weißen Chorhemden feierlich in die stockfinstere Kirche ein.

Krippenspiel und Weihnachtsspiele, früher szenische Darstellungen des Weihnachtsevangeliums nur in der Kirche oder in Klöstern, findet man heute auch in Schulen und Familien.
Besonders schön sind die bayerischen und österreichischen Krippenspiele für Kinder.

Die Krippe füllen ist eine Sitte, die vor allem den Kindern den Geist der Nächstenliebe und der Selbstlosigkeit zeigen soll. Die Krippe, die am Heiligen Abend unter dem Weihnachtsbaum stehen soll, wird am ersten Adventssonntag in der Stube aufgestellt. Für jede Freundlichkeit und gute Tat, die die Kinder in der Adventszeit begehen, dürfen sie einen Strohhalm in die Krippe legen. Je weicher das Jesuskind Weihnachten liegen wird, desto besser.