Grafschafter Wochenanzeiger – Rusemondach – Wir gehen ins Theater!

 ______________________________________________________________________________________________                                              Die Heinzelmännchen                                                             

Wie war zu Köln es doch vordem
mit Heinzelmännchen so bequem!
Denn, war man faul, … man legte sich
hin auf die Bank und pflegte sich:
Da kamen bei Nacht,
ehe man’s gedacht,
die Männlein und schwärmten
und klappten und lärmten
und rupften
und zupften
und hüpften und trabten
und putzten und schabten …
und eh ein Faulpelz noch erwacht …
war all sein Tagewerk … bereits gemacht!

Die Zimmerleute streckten sich
hin auf die Spän‘ und reckten sich.
Indessen kam die Geisterschar
und sah, was da zu zimmern war.
Nahm Meißel und Beil
und die Säg‘ in Eil;
und sägten und stachen
und hieben und brachen,
berappten
und kappten,
visierten wie Falken
und setzten die Balken …
eh sich’s der Zimmermann versah …
klapp, stand das ganze Haus … schon fertig da!

Beim Bäckermeister war nicht Not,
die Heinzelmännchen backten Brot.
Die faulen Burschen legten sich,
die Heinzelmännchen regten sich –
und ächzten daher
mit den Säcken schwer!
Und kneteten tüchtig
und wogen es richtig
und hoben
und schoben
und fegten und backten
und klopften und hackten.
Die Burschen schnarchten noch im Chor:
Da rückte schon das Brot, … das neue, vor!

Beim Fleischer ging es just so zu:
Gesell‘ und Bursche lag in Ruh.
Indessen kamen die Männlein her
und hackten das Schwein die Kreuz und Quer.
Das ging so geschwind
wie die Mühl‘ im Wind!
Die klappten mit Beilen,
die schnitzten an Speilen,
die spülten,
die wühlten
und mengten und mischten
und stopften und wischten.
Tat der Gesell die Augen auf …
wapp! hing die Wurst da schon im Ausverkauf!

Beim Schenken war es so: Es trank
der Küfer, bis er niedersank,
am hohlen Fasse schlief er ein,
die Männlein sorgten um den Wein
und schwefelten fein
alle Fässer ein
und rollten und hoben
mit Winden und Kloben
und schwenkten
und senkten
und gossen und panschten
und mengten und manschten.
Und eh der Küfer noch erwacht,
war schon der Wein geschönt und fein gemacht!

Einst hatt‘ ein Schneider große Pein:
Der Staatsrock sollte fertig sein;
warf hin das Zeug und legte sich
hin auf das Ohr und pflegte sich.
Da schlüpften sie frisch
in den Schneidertisch
und schnitten und rückten
und nähten und stickten
und faßten
und paßten
und strichen und guckten
und zupften und ruckten, –
und eh mein Schneiderlein erwacht:
War Bürgermeisters Rock … bereits gemacht!

Neugierig war des Schneiders Weib
und macht sich diesen Zeitvertreib:
Streut Erbsen hin die andre Nacht.
Die Heinzelmännchen kommen sacht;
eins fährt nun aus,
schlägt hin im Haus,
die gleiten von Stufen
und plumpen in Kufen,
die fallen
mit Schallen,
die lärmen und schreien
und vermaledeien!
Sie springt hinunter auf den Schall
mit Licht: Husch husch husch husch! –
Verschwinden all!

O weh! Nun sind sie alle fort
und keines ist mehr hier am Ort!
Man kann nicht mehr wie sonsten ruhn,
man muß nun alles selber tun!
Ein jeder muß fein
selbst fleißig sein
und kratzen und schaben
und rennen und traben
und schniegeln
und biegeln
und klopfen und hacken
Und kochen und backen.
Ach, daß es noch wie damals wär‘!
Doch kommt die schöne Zeit nicht wieder her!

(Text: August Kopisch, Bilder von Oskar Herrfurth, Postkartenserie)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger: Da isser, der Rosemundach, das Hochfest des Kölner Karnevals!

In unserer wochenendlichen Redaktionssitzung gab es aber erst einmal grübelnde und ratlose Gesichter, den Rosenmontag gab es ja hier im Blögchen schon etliche Male, was also sollte die Redaktion da noch neues bringen beim ersten Rosenmontag im Grafschafter Wochenanzeiger??? Mimi blätterte derweil in unserem Karnevals-Archiv und da fiel ihr Blick auf das Jahr 2016: „Guck mal, Frau Chefredakteurin, da hatten wir doch mal so einen kleinen Narren in unserem Eintrag, könnten wir da nicht nochmal was mit machen?“ „Mööönsch, Mimi, gute Idee, denn weißt du, zu dem kleinen Narren gehört ja noch eine ganze Spielschar, die hol ich jetzt mal raus und dann fotografieren wir die mal, und dann mal gucken, was wir da für einen Eintrag mit klöppeln können!“ Gesagt, getan: Die Redaktionsmitglieder waren begeistert, aber guckt einfach erst einmal selbst:

An den kleinen Narren, zweiter von links, da könnt ihr euch sicher alle erinnern, den Pumuckl hatten wir auch schon mal in einem Eintrag, aber die restlichen Protagonisten sind euch noch allesamt unbekannt! Der kleine Narr, König, Großmutter und das vorne liegende Krokodil sind Original Dresdner Handpuppen, in Björns Kindertagen erworben. Und die beiden Handpuppen rechts außen sind von mir selbst gemacht, ein Räuber und ein Zauberer, da haben wir immer Kasperletheater mit gespielt! Zum Krokodil gibt es eine süße kleine Geschichte vom damals erst dreijährigen Björn: Das Krokodil wird ja in jedem Kasperletheater immer als gefährliches Tier verprügelt, als seine kleinen Freunde, die hier mitgespielt haben, das dann mit seinem auch machten, hat er ihnen das Krokodil von der Hand gerissen und in seine Arme genommen und getröstet und empört erklärt, sein Krokodil wäre ganz lieb und friedlich und dürfe nicht verprügelt werden!

Gucken wir nun mal die Puppen im Detail:

Der Pumuckl, selbst gestrickt! Björn liebte Pumuckl!!!

Den Narren kennt ihr ja schon und hier schleicht sich schon der König ins Bild eine weitere der Dresdner Handpuppen, ebenso wie die Großmutter. Jetzt kommen wir zu meinen selbst genähten:

Der Räuber, da war Björn immer so begeistert von dem Räuberhut! Aber seine Lieblingspuppe war der Zauberer guckt mal genau hin, er hat in seiner rechten Hand sogar einen Zauberstab! Nochmal die ganze Truppe bissel aufgehellt

und eine kleine Porträt-Galerie:

Zeigt her eure Füße, hihihihi!

Ja, und da standen wir nun mit unserer Puppentheater-Galerie und wußten doch wieder nicht so recht weiter, aber da hatte dann Otto, unser Handelsreisender, die zündende Idee: „Mööönsch, Frau Chefin, ick war doch neulich bei Ihre Kinderkes in Köln, und auf der Fahrt, da bin ich hier vorbei gekommen:

https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4nneschen-Theater

Wie wäre es denn…..“ jaaaa, weiter kam Otto nicht, dann überschlugen sich hier die Kommentare vor Begeisterung, au, ja, au, ja, wir fahren mit alle Mann am Rosenmontag dahin!!! Eine prima Idee, Otto, dann gehen wir am Rusemondach standesgemäß in Kölle ins Theater! Und alle sind herzlichst eingeladen:

Treffpunkt: Natürlich in den euch bekannten grafschaftlichen Redaktionsräumen! Nach einem bissel vorglühen mit kleinen Snacks und Getränken

hält Mimi nochmal ihre schon legendäre Büttenrede von anno domini 2013!

Helau, alaaf, ihr Narren hier,
es meldet sich das Katzentier!
Seit Donnerstag läuft nun die Chose
daß hier der Öffner meiner Dose
total verrückt spielt, ach du Schreck,
kaum sind die Weihnachtssachen weg,
da trabt sie tanzend durch die Räume
und singt (falsch!) bis in meine Träume,
vom Räuber, Sultan und Kamelle,
da sträubt sich mir mein Nackenfelle,
Luftschlangen dekoriert sie da
wo sonst mein Knuffelkissen war,
und langsam dämmert es auch mir,
der Fasteleer ist wieder hier!

Und da ich bin ne liebe Katze,
so wink auch ich mal mit der Tatze,
und möchte euch und Frauchen hier
mit einer Büttenred`Plaisir
und ganz viel Freude heute machen,
darum kriegt ihr jetzt was zum Lachen,
und ich erzähl, da seid ihr platt,
was sich heut zugetragen hat,
als ich am Mittag, kaum zu glauben,
es wollte mir den Atem rauben,
auf dem Balkon am Boden sah:
Ein Amseltier, wie wunderbar,
mein Mittagessen, fein serviert,
mit leckerem Grün schon dekoriert.

Ich schlich mich an auf leisen Pfoten,
denn Vogeljagd ist hier verboten!
Was ich vor Jagdeifer vergaß,
da gab es ja auch noch das Glas
von der Balkontür, ach, du Graus!
Wie krieg ich das denn bloß da raus?
Und kaum gedacht, da war`s geschehn,
das Amseltier hat mich gesehn!
Es flog davon! Kommt nicht in Frage,
du haust nicht ab, wenn ich dich jage!
Ein Sprung! Doch ich erwischte
nur die Gardine, und die zischte
mit mir dran hängend auf den Boden,
die Stange war auch ganz verbogen,
die Amsel weg und mir ganz flau,
ach, was ne`peinlich-dumme Show!
In diesem Sinn: Alaaf – helau!

Bufftäää, bufftäää, bufftäää, bumm-bumm!

Und dann geht es los, bitte alle Platz nehmen in unserem närrischen Bulli

und ab geht die Fahrt nach Kölle ins Hännesche-Theater! Für unterwegs gibt es noch feine Karnevalslieder! Alle mitsingen, Klatschmarsch, und ab die wilde Fahrt!

Und dann viel Spaß im Kölner Hänneschen-Theater!

Ganz klar, daß wir als Truppe vom Grafschafter Wochenanzeiger natürlich auch einen Blick hinter die Kulissen werfen durften:

Wir hoffen, allen hat es richtig Spaß gemacht, mal was ganz anderes zum Rosenmontag!

Dann geht es mit dem närrischen Bulli wieder zurück zu den grafschaftlichen Redaktionsräumen, wo mit einem feinen kalten Karnevalsbuffet und diversen Getränken unsere Rosenmontagsfeier endet!

Zum Abschluß unserer Feier noch einmal das Lied von den Bläck Fööss „Unsere Stammbaum“ zum Gedenken an die Opfer von Hanau, Hand in Hand gegen Haß und Gewalt!!!

Habt alle einen schönen, friedlichen Rusemondach und eine gute neue Woche, wünschen euch von Herzen das Redaktionsteam des Grafschafter Wochenanzeiger und die Freelancer Otto und Lucia.

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Jecke Wiever! Die Möhnen sinn loss!

An eine weibliche Maske

Sprich, wer bist du, schlanke Gestalt in der flüchtigen Maske,
zähl ich den Grazien dich, zähl ich den Musen dich bei! –
Aber die Göttinnen waren aus Erz und kaltem Gesteine,
und in der marmornen Brust klopfte kein fühlendes Herz.

(Theodor Storm)

Alaaf, helau, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, da isser, der Wieverfastelovend, dat Spillche jeit widder loss, der Straßenkarneval beginnt und die närrische Session hat ihren Höhepunkt begonnen. Da simmer dabei, wir Wiever vom Grafschafter, als da wären

meine Wenigkeit, die Frau Chefredakteurin, als große Magierin, Mimi, die sich gleich mehrfach in Schale geworfen hat

als schröckliche Fledermaus und als Sonnenkönigin, denn Sonne hätten wir alle so gerne mal wieder und Mimi will sie jetzt im Karneval mal locken! Als dritte im Bunde unseres närrischen Festkomitees fehlt nun noch unsere Lucia

sie fand Pinguin lustig, aber noch schöner gefiel ihr dieses Kostüm

als feine Prinzessin! Mit Kutsche! Fand sie ausgesprochen standesgemäß.

Ja, wir drei Wiever lassen dann heute mal die Puppen tanzen hier in den Redaktionsräumen, da haben die Jungs nix zu lachen, hihihi! Ein langer Eintrag wird das eh nicht, weil wir ja was für Rosenmontag vorbereiten bzw. vorbereitet haben. Aber euch allen einen ganz feinen Wieverfastelovend wünschen wollten wir euch doch noch kurz! Wir haben auch Post von noch einem weiblichen Katzenwesen bekommen, die sich dann hier doch mal in den Weiberverein mit einem entzückenden Kostümchen einreiht, unsere Freundin Rani

als kleine Meerjungfrau, das finden wir alle richtig süß!

Ein paar hübsche Karnevalsbilder stellen wir noch ein

werfen noch ein paar Strüsjer et Trömmelche jeht und so kann er beginnen, der 2020! Alaaf, helau, bufftäääää, bufftäääää, bufftäääää, bumm bumm!!!

Zum Schluß noch ein Lied als Motto für die ganze Session, eines der Lieblingslieder im Karneval von der Frau Chefredakteurin

Text steht drunter bei „Mehr anzeigen“!

Habts fein wünscht euch für heute euer Team vom Grafschafter Wochenanzeiger und die Freelancer Otto und Lucia!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Stern über Bethlehem

Geburt Christi

Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte
dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt?
Sieh, der Gott, der über Völkern grollte,
macht sich mild und kommt in dir zur Welt.


Hast du dir ihn größer vorgestellt?

Was ist Größe? Quer durch alle Maße,
die er durchstreicht, geht sein grades Los.
Selbst ein Stern hat keine solche Straße.


Siehst du, diese Könige sind groß,
und sie schleppen dir vor deinen Schoß
Schätze, die sie für die größten halten,


und du staunst vielleicht bei dieser Gift -:
aber schau in deines Tuches Falten,
wie er jetzt schon alles übertrifft.


Aller Amber, den man weit verschifft,
jeder Goldschmuck und das Luftgewürze,


das sich trübend in die Sinne streut:
alles dieses war von rascher Kürze,
und am Ende hat man es bereut.
Aber (du wirst sehen): Er erfreut.

( Rainer Maria Rilke)

Zum ersten Mal im Grafschafter Wochenanzeiger, zum 8. Mal im Blögchen:

Dreikönigstag, die Sternsinger kommen!

Zur vielleicht noch unter dem Weihnachtsbaum (falls er noch steht, lach) stehenden Krippe gesellen sich nun die Heiligen Drei Könige.

Das ist die kleine Holzkrippe, die wir in Björns Kindertagen mal erworben und selbst bemalt haben, ich erwähnte sie im Adventskalender und nun möchte ich sie euch auch nochmal zeigen.

Einer der Heiligen Drei Könige hat sich wohl dazumalen der Bemalung entzogen, muß ich mal nachholen, bevor ich die kleine Krippe wieder einräume.

Am Dreikönigstag ziehen in jedem Jahr wieder die Sternsinger durch die Gemeinden, mein Sohnemann hat seit Kindergartentagen da jedes Jahr wieder begeistert dran teilgenommen, anfangs als kleiner Sternträger

wie hier auf dem Schattenbild!

Später dann als einer der Heiligen Drei Könige.

„Mein“ König steht ganz links, und hier ist auch der Sternträger zu sehen.

Die feine Krone haben wir selbst gebastelt, und wie das nun mal im verstaubten Archiv einer Zeitung so ist, es gibt sie noch:

bissel verknittert, aber noch gut zu erkennen! War Björn so stolz drauf!

Bevor die Sternsinger durch die Gemeinden ziehen, Lieder vor den Türen singen, ihren Segen bringen und mit geweihter Kreide oder heute auch mit entsprechenden Aufklebern an die Türen schreiben und um Spenden bitten, werden sie in einem feierlichen Gottesdienst „ausgesandt“.

 

Das war die Aussendung der Sternsinger in dem Jahr, aus dem die oben eingestellten Bilder von Björn als König stammen, in unserer Katharinenkirche.

Es ist eine gute Sache, für die die Kinder da durch die Gemeinden ziehen, in diesem Jahr ist das Motto und der „Dreikönigszettel“ dieses hier:

Ein bissel Info zur Sternsingeraktion

https://www.domradio.de/themen/koelner-dom/2019-12-27/tausende-sternsinger-sind-nrw-unterwegs

Wer mag, kann sich in diesem Link die diesjährige Aussendungsfeier in Osnabrück anschauen

https://www.domradio.de/video/eroeffnung-der-aktion-dreikoenigssingen

oder, mein Favorit, die aus dem Kölner Dom!

https://www.domradio.de/video/dioezesane-aussendungsfeier-der-sternsinger-im-koelner-dom

Die Heiligen Drei Könige brachten dem Jesuskind Geschenke mit, und da haben wir uns hier bei unserer Redaktionssitzung zu diesem Eintrag gedacht, das wäre doch ein prima „Aufhänger“, euch unsere Weihnachtsgeschenke noch zu zeigen, zumal ja der Dreikönigstag auch einer der ersten Abschlußtage der Weihnachtszeit ist.

Da sind sie!

Ganz lieben Dank vom Redaktionsteam an alle lieben Schenker hier aus dem Blögchen, wir haben uns sooooo gefreut!!!

Dieses Geschenk ist von meinen Kindern, Ohrringe mit Türkisen (ich liebe Türkis, den Stein und die Farbe!!!) dazu gehört noch ein Ring, gleiche Fassung wie die Ohrringe in oval, der muß aber noch bissel weiter gemacht werden und befindet sich noch in Köln, lach!

Und dieses Geschenk hat Ruddi ganz besonders gefreut, ein 0 €-Schein im Bilderrahmen, mit Ruhrpott und „Glück Auf“! Das ist von Steffis Bruder und Familie! Wo wir gefeiert haben.

Unsere diesjährig erhaltenen Weihnachtskarten hängen alle wieder an der bekannten Leine

bzw. stehen auf dem Drucker, weil die Leine voll war!

Eine Karte muß ich besonders hervorheben, die hat mir Brigitte/Plauen wieder vom Kunsthandwerkermarkt mitgebracht und geschickt, da sind wir alle ganz verliebt drin, und ich wette, ihr auch:

Das ist wieder so eine schöne aufklappbare, ich finde die so entzückend!

 

Das Wetter ist zur Zeit ja mal wieder absolut unsäglich graueste Tristesse, somit werden wir zum Dreikönigstag heute unsere Weihnachtsdeko noch nicht wieder in Kisten und Kasten räumen, hier darf noch geleuchtet werden, das vertreibt eventuell aufkeimende miese Stimmung!

Zumal ja auch mein Bäumchen wieder steht, das schöne, von Mama geerbte künstliche mit seinen bernsteinfarbigen Lichtern, und natürlich mit gute Laune machenden Eisbären dran!

Und Lauras Stern

Glitzerbildchen

und einem wunderschönen Holzrelief

Hier nochmal hinter dem Windlicht zu sehen, wie groß es eigentlich ist! Und Brigitte/Plauen Karte in ganzer Pracht!

Zur Aufhellung der Stimmung und zur Feier des Dreikönigstages hab ich noch einen weihnachtlichen Glühweinkuchen gebacken

sieht bissel wie ein verspäteter Plumpudding aus, lach, und ist soooo lecker!

Bedient euch, und macht es euch mit einer Tasse Kaffee oder Tee auch schön gemütlich heute!

Und damit kommen wir nun so langsam zum Ende dieses Eintrages, zum feierlichen Eintreffen der Sternsinger, die uns mit einem schönen Lied, das titelgebend für den Eintrag war, in ganz besonderer Weise ALLE einstimmen

als Hausmutter sowohl dieses Blögchens als eben auch als Chefredakteurin des Grafschafter Wochenanzeigers obliegt es mir, den Segen an die Haustüre der Redaktionsräume zu bringen

20*C+M+B+20

Christus mansionem benedicat

Möge der Engel, der die Botschaft vom Frieden in die Welt brachte, an deinem Haus nicht vorübergehen. Möge das Kind, das seine Göttlichkeit hinter der Armut verbarg, in deinem Herzen eine Wohnung finden.

(Irischer Segenswunsch)

Bleibt behütet und beschützt von Engeln und ein gesegnetes Neues Jahr 2020

wünscht euch allen noch einmal im Weihnachtskleidchen das Team vom Grafschafter Wochenanzeiger

                             Monika, Mimi,          Ruddi                   Bruno                Hamish

und die Freelancer Otto und Lucia.

Habts fein!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Silvester 2019

Neujahr bei Pastors

Mama schöpft aus dem Punschgefäße,
der Vater lüftet das Gesäße
und spricht: „Jetzt sind es vier Minuten
nur mehr bis zwölfe, meine Guten.

Ich weiß, daß ihr mit mir empfindet,
wie dieses alte Jahr entschwindet,
und daß ihr Gott in seinen Werken
– Mama, den Punsch noch was verstärken! –

Und daß ihr Gott von Herzen danket,
auch in der Liebe nimmer wanket,
weil alles, was uns widerfahren
– Mama, nicht mit dem Arrak sparen! –

Weil, was geschah, und was geschehen,
ob wir es freilich nicht verstehen,
doch weise war, durch seine Gnade
– Mama, er schmeckt noch immer fade! –

In diesem Sinne meine Guten,
es sind jetzt bloß mehr zwei Minuten,
in diesem gläubig frommen Sinne
– Gieß noch mal Rum in die Terrine! –

Wir bitten Gott, daß er uns helfe
auch ferner – Wie? Es schlägt schon zwölfe?
Dann prosit! Prost an allen Tischen!
– Ich will den Punsch mal selber mischen.“

(Ludwig Thoma)

Ja, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da stehen wir nun wieder an der Schwelle eines Neuen Jahres! Wie schnell es doch eigentlich wieder verflogen ist, das alte Jahr!

Unser Redaktionsteam hat ausgiebig die Tage zwischen den Jahren genossen, wir haben, nachdem die Frau Chefredakteurin wieder in den heimischen Gefilden war nach wunderschöner Weihnachtsfeier mit der Familie, auch hier natürlich noch einbeschert, aber wir gestehen es offen: Wir sind ein bissel pomadig in diesem noch alten Jahr, wie der Herr Vater unserer Frau Chefredakteurin immer zu sagen beliebte, wenn seine Tochter mal wieder nicht in die Gänge kam, eine „Klüngelfutt“! Und so müßt ihr mit dem Bericht über all unsere schönen Geschenke hier halt noch bis zum neuen Jahr warten, lediglich kleine Vorgeschmäcker werden wir auch hier schon einflechten.

Beginnen wir also diesen Silvester-Eintrag mal noch mit ein bissel weihnachtlichem Leuchten

und kommen dann mal so langsam in die Silvester-Stimmung für heute!

Euer Redaktionsteam hat sich natürlich wieder dem feierlichen Anlaß gemäß eingekleidet, Frau Chefredakteurin mit Mimi

euer Volontär Ruddi unser Redaktionsbote

Bruno sowie unser Außenkorrespondent

Hamish!

Eigentlich hatten wir ja für dieses Silvester eine Party hier in den Redaktionsräumen geplant, mit allen tierischen Freunden von Mimi, aber letztlich haben wir uns doch gedacht, daß alle Frauchen und Herrchen unserer Freunde ihre Lieblinge in dieser doch sehr unruhigen Nacht lieber bei sich zu Hause behalten, unter sicherer Aufsicht und Schutz. Für Buddy mit seiner gerade wieder verheilten Pfote wäre es bestimmt auch noch zu anstrengend geworden und wie wir gestern erfahren haben, hat sich Storm eine Pfote verstaucht im Eisregen, und ohne die beiden Hundejungs wäre es doch keine richtige Party geworden! Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, neues Jahr, neues Glück, da wird uns bestimmt noch was feines einfallen!

Und nun haben wir hier zum letzten Tag des alten Jahres auch noch zwei feine Überraschungen für euch, denn höret und staunet, unser Redaktionsteam hat sich über die Weihnachtsfeiertage mal wieder vergrößert:

Geheimnisvolle Pakete hatte die Frau Chefredakteurin in den Vorweihnachtstagen hier angenommen und sofort beiseite geräumt bis zu Bescherung, und als dann der große Moment da war, wie haben wir gestaunt:

Das Paket von Kristina und Rani wurde als erstes geöffnet, und nun guckt mal, wer uns da entgegen lachte:

Das ist Lucia, die schimmernde, ist sie nicht ein feines Eisbär-Mädel? Die Jungs waren hin und weg! Sie stellt sich hier nun mal in einer kleinen Galerie vor, bissel schüchtern noch, aber das wird sich im Laufe der Zeit schon geben!

Das nächste Paket kam von Ursel aus BÄRlin, da war natürlich Bruno ganz besonders neugierig drauf, kam es doch von seinem ehemaligen Frauchen! Jaaaa, und was sollen wir euch sagen, als wir das auspackten, da stieß Bruno einen Freudenschrei aus, denn in dem Paket war ein alter Kumpel von ihm aus Berliner Tagen, der sich ebenfalls auf die Reise zu uns gemacht hatte, guckt:

Das ist Otto, seines Zeichens bäriger Handlungsreisender (wie man an seinem Köfferchen sieht!), wie Ursel uns schrieb, kann er von seinen Handlungsreisen bestimmt wunderbare Geschichten erzählen, das paßt doch super zu unserem Grafschafter Wochenanzeiger! Auch er stellt sich jetzt mal mit einer kleinen Galerie hier vor:

Jaaaa, ihr lieben Leser, und da ist nun unser Grafschafter Wochenanzeiger um zwei Freelancer reicher, na, das wird bestimmt ein super Neues Jahr für unser Blatt!

Unsere Frau Chefredakteurin feiert Silvester wieder bei ihrer Freundin gegenüber, die mit dem euch bekannten Kater Devil, der ja auch in Mimis Freundesliste gehört. Da ist noch eine gemeinsame Freundin bei, die drei Mädels werden es sich bestimmt wieder sehr gemütlich machen, Frau Chefredakteurin hat wieder das alljährliche obligatorische Fladenbrot gebacken, dazu gibt es selbstgemachte Kräuterbutter, und zum Nachtisch einen Glühweinkuchen, auch schon fertig! Die Freundin mit Devil sorgt für die Getränke, die andere macht einen feinen, deftigen Auflauf, also alles bestens für eine lustig-fröhlich-gemütliche Feier!

Das übrige Redaktionsteam wird dann hier gemütlich vor sich hin feiern, auch für uns ist wieder bestens gesorgt, Mimi ist ja nicht so ängstlich beim Feuerwerk, und wir passen ja alle auf sie auf und die Frau Chefredakteurin ist ja auch in der Nähe und kann auch mal rüberhuschen!

Nun haben wir noch was richtig schönes und so passendes zum heutigen Silvestereintrag, das möchten wir euch alle so ein bissel „symbolisch“ mit schenken, Frau Chefredakteurin hat es am Heiligen Abend von der kleinen Nichte der Kinder geschenkt bekommen!

Ist das nicht herzig? Ich hab mich so gefreut, und die kleine Maus hat über meine Freude so gestrahlt! Meine Vorlieben haben sich auch bereits in der neuen Verwandtschaft rumgesprochen, lach, denn guckt mal die Karte

ein Eisbär!!! Und den Briefumschlag zieren

zwei Eulen, ist das nicht süß?!

Dieser hübsche Stern ist im Kindergarten mit Unterstützung der Kindergärtnerinnen gemacht worden

aber diesen wunderschönen kleinen Stern, den hat Laura ganz alleine gemacht

das ist, hat sie mir erklärt, ein lachender Stern, und den wünschen wir euch jetzt allen von Herzen fürs Neue Jahr 2020, einen lachenden Stern, der über euch wacht und euch beschützt und behütet!

Denn Freude, die man teilt, verdoppelt sich!

Die Rückseite vom Stern!

Damit sind wir nun am Ende unseres Silvestereintrages angekommen, auf eine Jahres-Chronik haben wir verzichtet, erstens wäre das alles viel zu lang geworden und zweitens muß ich ehrlich gestehen, daß ich dieses Jahr nur zu gerne verabschiede, denn trotz manchem schönen Erleben war es eigentlich kein gutes Jahr! Und so hoffe ich, daß das Neue Jahr 2020 sich von einer freundlicheren Seite zeigt! Jeder von euch wird das sicher für sich ganz persönlich so oder so sehen! Und es gibt immer ganz wichtige Dinge, für die man denn dann doch auch in diesem alten Jahr wieder so dankbar war, eines davon ist, daß wir hier alle wieder gemeinsam ein altes Jahr verabschieden und ein Neues Jahr freudig begrüßen dürfen! Auch keine Selbstverständlichkeit!

Aber nun genug der Elegie, schauen wir positiv und freudig nach vorne, lassen wir uns überraschen, was das Neue Jahr 2020 für uns bereit hält!

Um Punkt Mitternacht steigt dann wieder das Feuerwerk in den Himmel

Adieu, altes Jahr 2019 und willkommen,

Neues Jahr 2020 

Laßt uns die Gläser erheben und klingend auf ein neues, gutes Jahr anstoßen!

Prost Neujahr!!!

In Köln wird dann wieder der „Dicke Pitter“ läuten, da kriegt man eine Gänsehaut bei, ich hab euch mal ein Video vom letzten Jahr zu Weihnachten davon rausgesucht!

Und Hamish stillt sein Heimweh nach Schottland gerade heute an Silvester, das dort ja groß gefeiert wird, Hogmanay, das schottische Silvester, einer der wichtigsten schottischen Feiertage, mit einem feinen Musikstück, das auch wir kennen und an solchen Tagen gerne singen:

In diesem Sinne wünschen wir allen unseren lieben Lesern, den stillen wie den bekannten, einen guten Rutsch und ein frohes, glückliches, gesundes und zufriedenes Jahr 2020!

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger Monika und Mimi, Ruddi, Bruno Hamish und die beiden neuen Freelancer Otto und Lucia!

Habts fein und                                     

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 24

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Christnacht

Wieder mit Flügeln, aus Sternen gewoben,
senkst du herab dich, o heilige Nacht;
was durch Jahrhunderte alles zerstoben –
du noch bewahrst deine leuchtende Pracht.

Ging auch der Welt schon der Heiland verloren,
der sich dem Dunkel der Zeiten entrang,
wird er doch immer aufs neue geboren,
nahst du, Geweihte, dem irdischen Drang.

Selig durchschauernd kindliche Herzen,
bist du des Glaubens süßester Rest;
fröhlich begangen bei flammenden Kerzen,
bist du das schönste, das menschlichste Fest.

Leerend das Füllhorn beglückender Liebe,
schwebst von Geschlecht zu Geschlecht du vertraut –
wo ist die Brust, die verschlossen dir bliebe,
nicht dich begrüßte mit innigstem Laut?

Und so klingt heut noch das Wort von der Lippe,
das einst in Bethlehem preisend erklang,
strahlet noch immer die lieblichste Krippe –
tönt aus der Ferne der Hirten Gesang …..

Was auch im Sturme der Zeiten zerstoben –
senke herab dich in ewiger Pracht,
leuchtende du, aus Sternen gewoben,
frohe, harzduftende, heilige Nacht!

(Ferdinand von Saar)

s begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann gind, daß er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.

nd als sie dort waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

nd es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.

nd der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

nd alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

nd als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.

nd alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

nd die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

(Lukas 2, Verse 1-20, nach der Übersetzung Martin Luthers)

Liebe Leser vom Adventskalender des Grafschafter Wochenanzeiger, und nun ist sie da, die Heilige Nacht, das 24. Türchen unseres Adventskalenders, das Hochfest der Liebe!

Wir beginnen sie auch in diesem Jahr wieder mit der Weihnachtsgeschichte aus dem Evangelium, auch das bereits seit Jahren eine liebe Tradition in unserem Blögchen.

Und dann wünscht das gesamte Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger

allen seinen Lesern, den stillen wie den bekannten, von Herzen eine

Was die Frau Chefredakteurin ist, die fährt am heutigen Mittag zu ihren Kindern nach Köln, von dort aus geht es zur Bruder-Familie von Steffi, und dort wird der Heilige Abend gefeiert, mit 7 Erwachsenen, 1 Kind und 1 Hund! Das wird laut, fröhlich und lustig!

Und nun laß ich den Rest des Redaktionsteams nochmal an die Arbeit hier, lach!

Hallo, ihr lieben Leser, oder Hi, Folks, von eurer Reporterin Mimi, sowie von Ruddi, eurem Volontär, Bruno, dem Redaktionsboten, und natürlich von Hamish, eurem Außenkorrespondenten!

Wenn die Frau Chefredakteurin unterwegs ist, werden wir uns das in den Redaktionsräumen so richtig fein gemütlich machen, es ist schon alles bestens vorbereitet worden, Speis und Trank stehen genügend für uns und einen schönen Heiligen Abend bereit, wir dürfen Videos gucken, freu, freu, und dann werden wir klönen und uns Geschichten erzählen, wir dürfen sogar den Kamin anmachen, weil der ja elektrisch ist. Das wird bestimmt ganz fein und gemütlich, unter der Leitung von Mimi, die ja schon ihre Erfahrungen hat mit Weihnachten im Grafschafter Hause!

Ungefähr so wird das dann, lach! Und wenn die Frau Chefredakteurin dann wieder zuhause ist am 1. Feiertag, dann feiern wir alle nochmal gemeinsam mit Bescherung, da sind wir schon alle ganz aufgeregt, vor allem natürlich die Jungs, die erleben das ja hier zum ersten Mal!

Unser Beitrag zum Heiligen Abend sind jetzt noch zwei Videos, eines von Mimi ausgesucht:

das ist sooooo süß! Und eines ist noch von uns Bärenjungs:

Das ist nun sooooo schön romantisch!

Viel Spaß dabei und dann wünschen wir euch allen eine frohe, gesegnete Weihnacht!

Eure Mimi, euer Ruddi, Bruno und

Hamish!

Und dann müssen wir noch liebe Grüße mit bestellen, für all unsere tierischen Leser hier, unser feines Trüppchen für diverse Partys in unserem Hause, natürlich auch noch mit Extragrüßen von uns allen, also:

Liebe Grüße von Rani, die uns schon Weihnachtspost geschickt hatte! Danke, liebe Rani!

So, mein Redaktionsteam „hat fertig“, dann komm ich jetzt mal hier zum Schluß unseres 24. Türchens. Da hätte ich nämlich noch was wunderschön-besinnliches für euch, das schönste Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ in einer ganz bezaubernden Fassung:

Und hier kommt der Text, denn in dieser Fassung werden alle 6 Strophen gesungen, die das Lied eigentlich hat:

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft. Einsam wacht
Nur das traute heilige Paar.
Holder Knab’ im lockigten Haar,
Schlafe in himmlischer Ruh!
Schlafe in himmlischer Ruh!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Gottes Sohn! O! wie lacht
Lieb’ aus Deinem göttlichen Mund,
Da uns schlägt die rettende Stund’.
Jesus! in Deiner Geburt!
Jesus! in Deiner Geburt!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die der Welt Heil gebracht,
Aus des Himmels goldenen Höh’n
Uns der Gnade Fülle läßt seh’n
Jesum in Menschengestalt!
Jesum in Menschengestalt!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Wo sich heut alle Macht
Väterlicher Liebe ergoß
Und als Bruder huldvoll umschloß
Jesus die Völker der Welt!
Jesus die Völker der Welt!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Lange schon uns bedacht,
Als der Herr vom Grimme befreit,
In der Väter urgrauer Zeit
Aller Welt Schonung verhieß!
Aller Welt Schonung verhieß!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht
Durch der Engel „Hallelujah!“
Tönt es laut bei Ferne und Nah:
„Jesus der Retter ist da!“
„Jesus der Retter ist da!“

Und damit wünsche ich euch allen eine friedvolle, frohe, gesegnete Weihnachten, habt Freude im Kreise eurer Lieben, genießt das Fest, bleibt oder werde alle gesund und wir lesen uns nach den Festtagen wieder!

Habts fein, wünschen euch Monika und Mimi und der Rest der Truppe (s.o., lach!)

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 18

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit.


Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
und das alte Lied von Gott und Christ
bebt durch Seelen und verkündet leise,
dass die kleinste Welt die größte ist.

(Joachim Ringelnatz)

Liebe Leser vom Adventskalender im Grafschafter Wochenanzeiger, nun ist das Küchenfenster mit meinem kleinen Weihnachtsdorf richtig fertig und geschmückt

der Window-Color-Kranz hängt auch wieder!

Und das möchte ich heute mal zum Anlaß nehmen, über geschmückte Fenster in der Advents- und Weihnachtszeit zu plaudern.

Wer in der Advents- und Weihnachtszeit durch die Straßen geht, sieht festlich erleuchtete Fenster. Schwibbögen, Kerzenleuchter, Lichterketten, oder, wie schon vorgestellt in einem Türchen, Engel und Bergmann mit Kerzen in den Händen, leuchten in die Dunkelheit hinaus. Der Ursprung der weihnachtlichen Beleuchtung liegt sogar schon in heidnischen Zeiten, zur Zeit der Wintersonnenwende, die steigendes Licht bedeutete und letztlich auch den Anstoß zur Tradition der Weihnachtsbäume gab. Die Lichter auf den Schwibbögen haben ihren Ursprung ebenfalls wie Engel und Bergmann in der Sehnsucht nach Licht in der dunklen Zeit, aus dieser Sehnsucht heraus entstand der Brauch, ein Licht abends in das Fenster zu stellen.

Und so werden heute nach dem Ewigkeitssonntag nach alter Tradition die Fenster geschmückt und leuchten mit ihrem Licht in die Dunkelheit hinaus, verbreiten festliche Stimmung und machen die Herzen weit. Wie im Gedicht von Ringelnatz, das hier den Anfang machte.

Mein Küchenfenster ist da in all den Jahren manchem Wandel unterlegen, ich hab mal im Archiv gekramt:

Britta-Gudrun hatte mir in einem Adventskalender mal Bilder von ihren Fenstern zur Verfügung gestellt, die möchte ich nun hier auch nochmal zeigen:

Einige meiner nostalgischen Bilder von Weihnachtsfenstern sollen noch folgen

Zum Schluß das eine Licht, mit dem alles begann!

Dann hab ich noch was ganz feines für dieses Türchen

und damit schließe ich dieses Türchen und wir wünschen euch allen einen ganz feinen WTT, bleibt oder werdet gesund, freut euch an den schönen Lichtern, die Zeit ist kostbar dafür!

Habts fein, wünschen euch allen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger.

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 15

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Bergmannsgruß

Glück auf, du holdes Sonnenlicht,
sei innig mir gegrüßt!
Der achtet deiner Strahlen nicht,
der täglich sie genießt.

Ich aber steige Tag für Tag
hinab in tiefen Schacht,
wo bei des Fäustels muntern Schlag
kein Sonnenstrahl mir lacht.

Drum grüßt dich auch der Bergmann froh,
steigt er zum Licht herauf;
kein ander‘ Herz begrüßt dich so,
kein Mund ruft so: Glück auf!

(Moritz Wilhelm Döring )

Hallo, ihr lieben Leser vom Adventskalender unseres Grafschafter Wochenanzeiger, na, ich denke mal, bei der obigen Girlande und dem Gedicht wußtet ihr gleich: Das Türchen macht Ruddi! Bergmann, Glück auf und solch ein Gedicht, das ist doch so passend für den Ruhrpottbengel!

Recht habt ihr, ich hab ja schon soooo darauf gewartet, daß ich nun auch endlich mal zum Zuge komme hier in dem feinen Adventskalender, entsprechend hibbelig war ich dann auch bei unserer letzten Redaktionssitzung, wo es um den Eintrag zum 3. Adventssonntag ging. Hach, und die Frau Chefredakteurin sprach mich dann auch gleich an und meinte, sie hätte da was ganz feines für mich! War ich gespannt!!!

Und so erzählte sie uns, daß sie, wenn sie hier in der Grafschaft einkaufen geht, wo ja auch unterwegs alles so schön weihnachtlich geschmückt ist, immer an einem Fenster vorbeikommt, auf daß sie sich jeden Advent freut, und nun hätte sie davon auch mal ein Foto gemacht, und das wäre dann ein ganz tolles Thema für mich:

Jaaa, das ist doch genau das richtige für mich: Bergmann und Engel im Fenster, Figuren aus dem Erzgebirge, aber doch ebenso Bergbau wie hier im Ruhrpott, also machte ich mich gleich ans Werk.

Eine Bergmannsfigur ist ein traditioneller Weihnachtsschmuck, der heute von der erzgebirgischen Handwerkskunst hergestellt wird. Als Bergmannsleuchter auf Altären sind sie eine regionale Besonderheit der liturgischen Leuchter, die sich nur im Erzgebirge und dessen Umland entwickelt hat.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Bergmannsfigur

Bereits im 16. Jahrhundert gab es in den Kirchen Bergmannsdarstellungen. Knappenfiguren, aus Zinn gefertigt, dienten als Träger der Altarkerzen. Nicht nur im Erzgebirge, in allen Bergbaugebieten war die Beziehung Bergmann, Licht und Gotteshaus sehr eng verbunden. Für die gefahrvolle Tätigkeit unter Tage war das Licht ein symbolträchtiges Sinnbild für Glaube, Glück und Leben, war es doch die Beleuchtungsquelle überhaupt, und der Bergmann besaß ein stark emotionales Verhältnis zum Licht, wie es ja auch im obigen Gedicht zum Ausdruck kommt.

Als im 19. Jahrhundert das Weihnachtsfest zum Lichterfest wurde, kamen auch die ersten, selbstgefertigten hölzernen Lichterbergleute dazu, gedrechselte Dockenfiguren, meist in der Uniform eines einfachen Hauers, mit dem grünen Schachthut und den bergmännischen Symbolen Schlegel und Eisen. Nach und nach wurde ihm ein Lichterengel zur Seite gestellt, der mit seiner langen Kulturgeschichte über den Kirchenraum als Verkündigungsengel schließlich auch in die Weihnachtsstuben des Erzgebirges Einzug hielt.

Noch heute ist die Bemalung traditionell nach dem Biedermeier, weißer Körper mit Streublumendekor, und der im kräftigen rot, grün oder blau gehaltenen Schürze.

Aus der ursprünglichen Zackenkrone entwickelte sich so nach und nach die Form, die dem Schachthut ähnlich wurde.

Hier ist es noch mehr eine Zackenkrone.

Noch heute gibt es in vielen erzgebirgischen Familien den Brauch, den Mädchen zu ihrer ersten Weihnacht einen Engel und den Jungen einen Bergmann zu schenken. Das war ein Geschenk, daß einem durchs ganze Leben begleitete und auch mit in die Ehe gebracht wurde. Zur Weihnachtszeit werden dann Engel und Bergmann ins Fenster gestellt, und wenn Kinder kamen, kamen ihre Figuren dazu, so konnten Vorbeikommende von außen erkennen, wieviel Jungen und Mädchen in der Familie wohnen. Frau Chefredakteurin meinte dann, das käme dann bei dem Fenster in der Grafschaft wohl hin, denn dort wohne ihres Wissens ein älteres Ehepaar, dessen Kinder dann wohl schon aus dem Haus sind und ihre Figuren mitgenommen haben.

Ich finde, das ist ein richtig schöner Brauch!

Und der ganze Eintrag zu diesem Türchen ist auch ein kleiner Tribut von einen Bären aus dem Ruhrpott namens Ruddi an die bergmännischen Kollegen im Erzgebirge, um mal mit dem Motto der ersten Frühschicht von Frau Chefredakteurin zu sprechen, auch wir sitzen alle in einem Boot, da sollten sich Streitigkeiten um die Zugehörigkeit des Steigerliedes bezüglich des Weltkulturerbes doch wahrlich erübrigen!

Ich hab jedenfalls mit Hilfe der Frau Chefredakteurin auch noch was feines für „auf die Ohren“ gefunden, nämlich das obige Gedicht als Lied, der „Bergmannsgruß“ wurde nämlich von Moritz Wilhelm Döring verfaßt und von August Ferdinand Anacker vertont, und heißt dann „Steigerarie“ aus dem Liedzyklus „Bergmannsgruß“ von 1832.

Und die gesamte Kantate:

So,  ihr lieben Leser hier alle, das war dann mein Eintrag im diesjährigen Adventskalender, ich hoffe, es hat euch allen Spaß gemacht und ihr seid auch mit meinem Werk zufrieden!

Wir wünschen euch allen einen schönen, gemütlichen und besinnlichen 3. Adventssonntag , vielleicht auch nachmittags zu Kaffee oder Tee so eine feine Torte, wie wir sie heuer haben!

Kugeltorte mit Bratäpfelchen-Füllung, läcka!!! Wir teilen auch gerne, langt zu!

Habts fein, wünscht euch euer Volontär Ruddi mit dem gesamten Redaktionsteam vom  Grafschafter Wochenanzeiger.

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 13

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Sankta Lucia

Natten går tunga fjät runt gård och stuva.
Kring jord som sol förlät, skuggorna ruva.
Då i vårt mörka hus, stiger med tända ljus,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

Schwer liegt die Finsternis auf unseren Gassen,
lang hat das Sonnenlicht uns schon verlassen.
Kerzenglanz strömt durchs Haus. Sie treibt das Dunkel aus:
Santa Lucia! Santa Lucia!

Natten var stor och stum. Nu hör, det svingar,
i alla tysta rum, sus som av vingar.
Se på vår tröskel står vitkläd, med ljus i hår,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

Groß war die Nacht und stumm. Hörst du’s nun singen?
Wer rauscht ums Haus herum auf leisen Schwingen?
Schau, sie ist wunderbar, schneeweiß mit Licht im Haar:
Santa Lucia! Santa Lucia!

„Mörkret skall flykta snart ur jordens dalar.“
Så hon ett underbart ord till oss talar.
Dagen skall åter gry, stiga ur rosig sky,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

Nacht zieht den Schleier fort, wach wird die Erde,
damit das Zauberwort zuteil uns werde.
Nun steigt der Tag empor, rot aus dem Himmelstor:
Santa Lucia! Santa Lucia!

(schwed. trad. und deutsche Übersetzung)

Nun ist heute wieder Lucia-Tag auch hier im Grafschafter Wochenanzeiger, die Lucia-Bräute ziehen wieder durch Schulen, Kindergärten, Kirchengemeinden und ihren Einrichtungen, da werden sie natürlich auch in den Redaktionsräumen des Grafschafter Wochenanzeigers erwartet. Da dies nun schon der 8. Eintrag zu diesem Fest ist, brauchen wir uns nicht mehr mit Erklärungen zum Brauchtum um diesen Tag beschäftigen, und so lassen wir einfach Bilder sprechen.

In den Familien weckt die älteste Tochter des Hauses als Lucia-Braut die übrigen Bewohner und bringt ihnen mit dem Lichterkranz auf dem Kopf das Frühstück. In einem Jahr hat das sogar Mimi hier als älteste Tochter des Hauses gemacht, erinnert ihr euch?

Also, das mit dem Lichterkranz (fast!) auf ihrem Kopf, das Frühstück   mußte ich mir schon selber machen, lach!

Das ist ein schöner Brauch mit dem Lucia-Tag seit ich ihn hier das erste Mal ins Blögchen gestellt habe, freu ich mich jedes Jahr wieder auf diesen Tag. Und auf die Bilder, die ich dazu mal gesammelt habe.

Bei diesem Video steht der Text des Liedes unter „mehr anzeigen“, falls ihr mitsingen möchtet! Immer wieder so ein wunderbarer Anblick, wenn die Lucia mit ihrem Gefolge in die Kirche einzieht!

In meiner gestrigen Frühschicht in der Kirche meiner Gemeinde hier in der Grafschaft hatten wir ein kleines „Lichterfest“, rund um die Weihnachtszene mit Figuren nach der Weihnachtsgeschichte, die am Heiligen Abend mit der gesamten Krippe dann vollständig ist, neben dem Altar aufgebaut, brannten viele kleine Teelichter, das war so stimmungsvoll!

Der Adventskranz leuchtete mit 2 Kerzen, das Motto der gestrigen Frühschicht war: „Du bist mir nicht schnuppe!“ Die gesamten Frühschichten stehen unter dem Motto „Wegweiser“, in der ersten Frühschicht, das hatte ich euch ja schon berichtet, war es der „Untertitel“ „Alle in einem Boot!“, nun also „Du bist mir nicht schnuppe!“ Die Andacht und die Texte dazu richteten sich nach diesem Motto aus

„Mir kann es doch nicht schnuppe sein, was auf dieser Welt und mit dieser Welt geschieht.“ Mit dem Klimawandel, mit der Umwelt, beim Umgang mit unseren menschlichen und tierischen Mitbewohnern dieser Welt.

Zum Abschluß unserer Frühschicht haben wir wieder gemeinsam Weihrauch entzündet, und so, wie in der letzten Woche der kleine „Denkanstoß“ fürs mit nach Hause nehmen das stilisierte Segelboot war, so war es in dieser Frühschicht die Sternschnuppe, besser gesagt, der kommende Stern von Bethlehem, als Symbol für die Sternschnuppe.

Hübsch ist er, und auch wieder aus Holz gemacht von unserem Küster, ich hab ihn an unserem Kaminkranz befestigt, denn auch unser Kamin leuchtet wieder, und so nehm ich das jetzt mal zum Anlaß, euch die Bilder davon zu zeigen:

Da ist er wieder, der Leuchtekranz überm Kamin, ich hab mal zwei Lichtfunktionen ausprobiert:

Deko am Kamin in diesem Jahr

Und damit wäre das Türchen 13 zum heutigen Lucia-Tag wieder fertig, ich hoffe, ihr hattet wieder eure Freude daran, und euer Team vom Grafschafter Wochenanzeiger wünscht euch allen einen schönen, lichten Lucia-Tag, mit dem Sternschnuppen-Stern aus unserer Frühschicht, damit wir alle nicht vergessen, daß uns so vieles doch nicht schnuppe sein darf!

Ihr jedenfalls, ihr lieben Leser hier alle, ihr seid uns keineswegs schnuppe und so möchten wir hier, nachdem gestern schon wieder Bergfest im Adventskalender war, euch allen für eure bisherige Treue hier und eure lieben Kommentare, Wünsche, Anteilnahme und euer dabei sein danke sagen!!!

Habts fein, wünschen euch allen das Team vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 12

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Leanabh an àigh

Leanabh an àigh, an Leanabh bh‘ aig Màiri
Rugadh san stàball, Rìgh nan Dùl;
Thàinig do ’n fhàsach, dh’fhuling ’n ar n-àite
Son‘ iad an àireamh bhitheas dhà dlùth!

Ged a bhios leanabain aig rìghrean na talmhainn
An greadhnachas garbh is anabarr mùirn,
‚S geàrr gus am falbh iad, ’s fàsaidh iad anfhann,
An àilleachd ’san dealbh a‘ searg ’san ùir.

Cha b’ionann ’s an t-Uan thàinig gur fuasgladh
Iriosal, stuama ghluais e’n tùs;
E naomh gun truailleachd, Cruithfhear an t-sluaigh,
Dh’éirich e suas le buaidh o ùir.

Leanabh an àigh, mar dh’aithris na fàidhean;
‚S na h-àinglean àrd‘, b’e miann an sùl;
‚S E ’s airidh air gràdh ’s air urram thoirt dhà
Sona an àireamh bhitheas dhà dlùth.

(Mary M. Macdonald)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, die Frau Chefredakteurin meinte, wenn ihr das Gedicht seht, dann habt ihr wieder die hier so berühmten Fragezeichen in den Augen, lach, weil niemand von euch auch nur ein Wort versteht, aber ich glaub, spätestens, als ihr mich gesehen habt, war euch schon klar, wo der Eintrag hingeht, oder?

Genau, richtig geraten, das ist ein schottisch-gälisches Gedicht, und nun ist auch klar, was das für ein Türchen wird hier heute zum Bergfest: Ich berichte euch von Weihnachten in Schottland!

Von dem obigen Gedicht gibt es lediglich eine Übersetzung ins englische

Child in the manger, infant of Mary,
Outcast and Stranger, Lord of us all,
Child Who inherits all our transgressions,
All our demerits upon Him fall.

Once the most holy Child of salvation
Gently and lowly lived here below.
Now as our glorious mighty Redeemer,
See Him victorious over each foe.

Prophets foretold Him, Infant of wonder;
Angels behold Him on His throne.
Worthy our Savior of all our praises;
Happy forever are His own.

(Mary MacDonald ,1789-1872, übersetzt ins englische von Lachlan Macbean, 1853-1931,)

Unsere Frau Chefredakteurin hat den englischen Text mal durch den Google-Übersetzer „gejagt“, und das stelle ich euch hier nun auch noch ein, dann wissen doch alle wenigstens über den Inhalt Bescheid:

Kind in der Krippe, Kind von Maria,
Ausgestoßener und Fremder, Herr von uns allen,
Kind, das alle unsere Übertretungen erbt,
alle unsere Fehler auf Ihn fallen.

Einst das heiligste Kind der Erlösung
sanft und bescheiden lebte hier unten.
Jetzt, als unser herrlicher, mächtiger Erlöser,
sehen sie Ihn als Sieger über jeden Feind.

Propheten sagten ihn voraus, Kind des Wunders;
Engel sehen ihn auf seinem Thron.
Unser Retter, aller unserer Lobpreisungen würdig;
für immer glücklich sind seine eigenen.

Ich hab mich sehr gefreut, daß wir dieses Gedicht gefunden haben, ich kenn es aus meiner Heimat in Schottland, und es ist nicht nur ein Gedicht, es ist auch ein Lied, das Gedicht ist vertont worden,

die Melodie wird euch bekannt vorgekommen sein, nicht wahr? Genau, „Morning has broken“, „die Melodie hieß ursprünglich Bunessan (nach dem gleichnamigen Ort (gäl. Bun Easain) im Südwesten der Insel Mull), damals bekannt mit dem Text des gälischen Weihnachtsliedes Leanabh an àigh („Kind der Freude“), das von Mary MacDonald (1789–1872) geschrieben wurde. (Quelle: Wikipedia)

So, ihr lieben Leser alle, nun berichte ich euch mal von Weihnachten in Schottland:

Wir Schotten verstehen es, Feste zu feiern, gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit, und so beginnen die Feierlichkeiten am  Nationalfeiertag zu Ehren des Schutzheiligen Sankt Andreas am 30. November und gehen über Weihnachten bis zum weltberühmten schottischen Silvesterfest “Hogmanay”.

Das eigentliche Weihnachtsfest war in Schottland über 425 Jahre verboten, denn seit dem Jahre 1583 galt das Weihnachtsfest in Schottland im Auge der Kirche als abtrünnig und somit war der 25. Dezember durchweg ein Arbeitstag. Die Messen durften erst nach Feierabend besucht werden, und wer es wagte, bunt zu schmücken, den erwarteten Bußen.

Tatsächlich ist der 25. Dezember erst seit 1958 ein offizieller Feiertag in Schottland und auch der 26. Dezember gilt gerade einmal seit 1974 ebenfalls als Feiertag.

Aus diesem Grund gibt es nun natürlich nicht so viele alte Bräuche zum Weihnachtsfest in Schottland, es sind dann eben zahlreiche Bräuche aus anderen Ländern übernommen worden.

Und wie in vielen anderen Ländern auch: Essen und trinken am „Yule Tide“ (gälisch: Weihnachtsfest) ist natürlich ganz besonders wichtig, und da herrschen ja meist auch lang überlieferte Traditionen. Lecker essen vor dem heimischen Kamin, hach, ihr Lieben, da gerate ich ins schwärmen, ich liebe (natürlich!!!) die schottische Küche!

Sieht das nicht herrlich gemütlich aus? Nehmt Platz, ich verschwinde mal kurz in der Küche und guck, wie weit das Weihnachtsmenü ist!

Am Weihnachtsabend gehört zum Hauptgang der Truthahn mit Kartoffeln und Gemüse. Christmas Pudding oder Mince Pie (ein traditionelles englisches Weihnachtsgebäck) sind typische Nachspeisen. Und was natürlich unter keinen Umständen beim Festmenü fehlen darf, ist das Shortbread , ein Mürbteiggebäck und soooo lecker!

Und wißt ihr, was richtig fein und für uns Schotten auch ganz wichtig ist zu Weihnachten? Die Dekorationen! Da bin ich hier bei meiner Frau Chefredakteurin und meinen Mitarbeitern richtig prima gelandet, denn die lieben Deko zur Advents- und Weihnachtszeit ja auch so sehr! Fühl ich mich gleich wie zu Hause! Da gibt es nämlich dann bunte Papiergirlanden, und Gestecke aus Stechpalmen und Immergrün, damit werden die Räume geschmückt.

Fenster und Türen sind genau wie hier bei euch auch bei uns in Schottland mit bunten Lichtern geschmückt, hier gegenüber von unseren Redaktionsräumen sieht das ja auch alles so schön aus, ich sag ja, ich fühl mich richtig heimisch!

 

 

 

Die Weihnachtsbäume werden bei mir zu Hause meist recht bunt dekoriert, oder ganz klassisch mit Stroh- und Papiersternen.

Und so, wie wir Bärenjungs hier zum Nikolaus unbedingt unsere Strümpfe an den Kamin hängen wollten, so ist das auch in Schottland, da gehören lange, dekorierte Strümpfe auf jeden Fall zu Weihnachten.

Die werden dann zur Bescherung mit Leckereien und kleinen Geschenken gefüllt. Die schottische Bescherung findet übrigens am Morgen des 25. Dezembers statt.

Eine weitere Tradition ist es, das Kaminfeuer am 1. Weihnachtstag nicht erlöschen zu lassen. Dem Mythos nach könnten sich sonst böse Elfen Ihren Weg durch den Kamin bahnen. Mancherorts finden sogar große Lagerfeuer statt.

Natürlich gibt es in meiner Heimat auch Weihnachtsmärkte

zum Beispiel in meiner Heimatstadt Edinburgh

Da habt ihr was zu gucken, hihihihi!

Nun hab ich noch ein bissel schottische Weihnachtsmusik für euch

und damit schließe ich nun den Eintrag von der Weihnachtszeit in meiner schottischen Heimat. Ich hoffe, ich bin meinem Ruf als Außenreporter gerecht geworden und ihr habt alle euren Spaß gehabt!

„Nollaig Chridheil“ oder auf deutsch „Frohe Weihnachten“ heißt es in Schottland, genießt die restliche Adventszeit, deren Hälfte ja heute bereits um ist. Bleibt oder werdet alle gesund, habt einen schönen Tag, unsere Frau Chefredakteurin hat heute morgen wieder die zweite Frühschicht in dieser Adventszeit!

Habts fein wünscht euch euer Außenreporter Hamish mit dem gesamten Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 7

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Vom Schenken

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gabe wiegen,
sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
dass dein Geschenk –
Du selber bist.

(Joachim Ringelnatz)

So, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun kommt er endlich, der Bericht von der Nikolaus-Bescherung in den Redaktionsräumen!

Unschwer zu erraten, wie aufgeregt meine Redaktionskollegen waren, allen voran natürlich Ruddi, Bruno und Hamish, die den Zauber der Nikolausnacht ja das erste Mal hier erlebt haben. Sie haben unsere rasende Reporterin Mimi am Nikolausabend gelöchert mit Fragen, fanden es „furchtbar“, daß man sogar noch einmal schlafen gehen müsse, bis am Nikolausmorgen dann die gefüllten Stiefel und Strümpfe in Empfang genommen werden dürften…..wenn, ja, wenn sie denn dann gefüllt sind und man eben artig war! Na, da brach ein Sturm hier los in den Redaktionsräumen, die drei überschlugen sich im eifrigen Beteuern, doch wirklich ihr bestes gegeben zu haben, dann könnten doch die Strümpfe bestimmt nicht leer bleiben?????? Oder…….noch schröcklicher, vielleicht eine Rute bzw. drei da drin stecken??????? Mimi konnte sich der drei gar nicht erwehren, erst, als sie sich wieder auf ihren Beobachtungsposten am Fenster zurückzog, um zu gucken, ob sie den Nikolaus wieder erspäht, wurde es still.

Und drei Paar Bärenaugen guckten begierig mit Mimi in den Himmel. Sie haben es mir hinterher verraten, jaaaaa, sie haben ihn wieder fliegen sehen über der Grafschaft, genauso, wie Mimi auf dem Bild das feine Gefährt anstaunt! Was waren die Jungs glücklich, und Mimi hat sich eines geschmunzelt.

Irgendwann wurde es dann nächtens auch still in den Grafschafter Redaktionsräumen und meine Meute schlief tief und fest.

Die Aufregung am Abend zuvor muß ihnen so zugesetzt haben, sie schliefen auch am Morgen noch alle, ganz leise hab ich mich in die Küche geschlichen und schon mal die Kaffeemaschine in Betrieb gesetzt. Kaum hatte ich mir die erste Tasse eingeschenkt, schlich ein verschlafener Bruno in die Küche, staunte, daß ich schon wach war, rieb sich die noch müden Bärenäuglein….jaaaa, und dann fiel ihm ein was für ein Morgen war, flugs zurückgesaust und den Rest der Truppe aus den Betten geschmissen, das war ein Tohuwabohu, lach, und erst als die Mannschaft vollzählig erschienen war, hab ich dann die Korridortüre geöffnet!

Naaa, ihr Schwefelbande, da wart ihr ja wohl offensichtlich lieb, und Frau Chefredakteurin auch, denn das sieht nach Geschenken aus

dann laßt uns das mal schnell reinholen, das ist ja wohl für die rasende Reporterin Mimi und für mich mit unseren Stiefeln, jetzt saust aber mal schnell an den Kamin, Ruddi, Bruno und Hamish, ob das mit dem Strumpf nun auch geklappt hat (weil unser Kamin doch nicht so groß ist, hatten die Buben nur einen Socken für alle drei aufgehängt!) Naaa?????

Ja, hallo, Jungs, der sieht voll aus! Dann mal alle Mann ran an die Geschenke! Die restlichen Bilder folgen ohne Worte, lach!!!

Na, habt ihr es erkannt, was die Bärenbande in ihrem Strumpf hatte? Rüüüchtüüüüg, ein kleines Glas mit Nougatcreme, heimliche Liebe meiner drei „Süßen“!

Hamish ganz glücklich mit seinem roten Glas, passend zum Schottenkaro!

Bruno mit seinem goldenen, der Deckel sei honigfarben, beharrte er, hihihihi!

Und Ruddi hatte ein grünes, außer blau seine Lieblingsfarbe.

Eine einsame, leere Socke, lach!

Hach, was waren die Jungs glücklich! Und Mimi und ich? Wir hatten den dreien erst einmal den Vortritt gelassen, sie hatten sich doch so aufs erste Mal gefreut. Aber wir sind natürlich auch einbeschert worden, guckt:

Ja, Mimi, was hat dir denn der Nikolaus da noch gebracht? Also, das ist ja nun sowas von lieb von ihm, mit dem blöden Ischias ist Frauchen doch gar nicht dazu gekommen, dir einen Adventskalender zu besorgen, das hat nun der Nikolaus nachgeholt, wie fein, da kannst du nämlich jetzt gleich 6 Türchen öffnen, hihihihi!

Was sie auch getan hat, lach, waren feine Leckerli drin!

Mußte die Bärenbande natürlich auch erstmal bewundern. Ihr Geschmack ist das aber nicht, braucht Mimi keine Sorge haben, daß sich einer an ihrem Kalender vergreift, ich auch nicht!

Unsere rasende Reporterin und ihr Volontär, beide hochzufrieden! Genau wie Bruno und Hamish, das war eine gelungene Nikolausüberraschung!

Und die Frau Chefredakteurin? Na, die hatte auch was ganz feines in ihrem Nikolausstiefel

hinter Mimis Adventskalender steht er! Was drin war, wollt ihr wissen? Ein Päckchen von Brigitte/Plauen, und das hat den gleichen Jubel ausgelöst wie die Gaben von Mimi und dem Rest der Truppe, guckt mal:

Leckerli für Frau Chefredakteurin, herrlich schokoladig und mit soooooo süßen Bilderkes drauf! Und eine feine Karte!

Ist das nicht süß im wahrsten Sinne des Wortes???

Ich hab mich sooooo gefreut, lieben Dank, Brigitte, du weißt, was Chefredakteurinnen glücklich macht, lach, Nervennahrung!!!

Langsam kehrte wieder Ruhe ein in unseren Redaktionsräumen, alle freuten sich still vor sich hin, ich schlürfte meinen Kaffee und das war er nun, der Bericht über unseren Nikolaustag!

Wir hoffen alle, euer Nikolaustag war ebenso fein wie unserer und wünschen euch nun alle einen schönen Samstag vor dem 2. Advent!

Habts fein wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!