Grafschafter Wochenanzeiger – Amalchen, die Stubenfliege und andere Küchengeheimnisse

Die Fliege im Flugzeug

Ich war der einzige Passagier
und hatte – nur zum Spaße –
eine lebende Fliege bei mir
in einem Einmachglase.

Ich öffnete das Einmachglas.
Die Fliege schwirrte aus und saß
plötzlich auf meiner Nase
und rieb sich die Vorderpfoten.
Das verletzte mich.
Ich pustete. Sie setzte sich
auf das Schildchen „Rauchen verboten“.

Ich sah: der Höhenzeiger wies
auf tausend Meter. Ha! Ich stieß
das Fenster auf und dachte
an Noahs Archentaube.
Die Fliege aber – ich glaube,
sie lachte.
Und hängte sich an das Verdeck
und klebte sehr viel Fliegendreck
um sich herum, im Kreise,
unmenschlicherweise.

Und als es dann zur Landung ging,
unser Propeller verstummte,
da plusterte das Fliegending
sich fröhlich auf und summte.

Gott weiß, was in mir vorging,
als solches mir durchs Ohr ging.
Ich weiß nur noch, ich brummte
was vor mich hin. So ungefähr:
Ach, daß ich eine Fliege wär.

(Joachim Ringelnatz, 1883-1934, deutscher Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, auf diese Sonntagsausgabe haben wir uns sehr gefreut, mein Bärenteam und ich, denn das war die pure Vorfreude auf allwieder mal Fragezeichen in euren Augen, die wir lange nicht hatten! Was für eine Gemengelage ist denn nun das wieder, eine Stubenfliege, die einen Namen hat und Küchengeheimnisse????? 

Wir hatten so einen Spaß bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung zur heutigen Sonntagsausgabe, denn wir waren ruck-zuck fertig, hatten wir doch schon in den Tagen zuvor durch die Frau Chefredakteurin eifrig Bilder gesammelt, mit denen wir mal wieder ein paar Leckereien hier präsentieren wollten, und dann kam uns der Zufall zu Hilfe, daß wir das alles nun in einem ganz besonders drolligen Rahmen aufbereiten können. 

Mein Bärenteam macht es sich jetzt hier gemütlich, am besten tut ihr das auch, holt euch eine Tasse Tee oder Kaffee legt die Füße hoch und genießt eure Sonntagsausgabe

Was hat es denn nun mit Amalchen, der Stubenfliege, auf sich?

Die Stubenfliege (Musca domesticalat. musca „Fliege“, domesticus „häuslich“), auch Gemeine Stubenfliege oder Große Stubenfliege (zur Unterscheidung von der Kleinen Stubenfliege), ist eine Fliege aus der Familie der Echten Fliegen (Muscidae).

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Stubenfliege

Da habt ihr nun ein bissel Hintergrundinformation, um was und wen es sich bei einer Stubenfliege überhaupt handelt. Denn ein solches Exemplar macht nun den drolligen Rahmen unserer Sonntagsausgabe. Frau Chefredakteurin entdeckte sie vor längerer Zeit am PC, an dem sie beschäftigt war, offensichtlich war das Insekt sehr interessiert an dem, was sich da so auf dem Bildschirm tat und wollte das nun auch ganz genau wissen: 

Also Landung besagten Stubenfliegentieres auf dem Monitor. Interessante Lektüre:

Ein gebildetes Stubenfliegenexemplar informiert sich natürlich über die Lage in der Region, wo sie zu Hause ist! 🤣

Und Frau Chefredakteurin hat sich so gefreut, die Fliege war so vertieft, daß sie ganz nah ran konnte ans Objekt und unser hübsches Amalchen euch nun in aller Schönheit präsentieren kann. Warum die Fliege überhaupt einen Namen bekam? Ja, das ist nun die drollige Seite dieser Geschichte: Die Fliege schien sich hier sehr wohl zu fühlen und mochte wohl vor allem Frau Chefredakteurin richtig gerne, denn ob ihr es nun glaubt oder nicht: Ging Frau Chefredakteurin in die Küche, folge Amalchen ihr, obwohl sie gerade noch ganz vertieft in den Bildschirm schien, desgleichen war sie auch sofort zur Stelle, wenn die Frau Chefredakteurin es sich in ihrer Fernsehecke gemütlich machte, selbst ins Schlafzimmer folgte ihr das drollige Insekt, und deshalb bekam unsere Stubenfliege einen Namen. Amalchen hielt hier mehrere Tage die Stellung, und obwohl sehr anhänglich, einfangen mit dem berühmt-berüchtigten Insektenfangglas von der Frau Chefredakteurin ließ sich das schlaue Tierchen nicht, aber einmal gelang es dann doch, und unser Amalchen wurde über Balkonien wieder in die Freiheit entlassen. Denn auf Dauer ist eine Wohnung doch kein so guter Aufenthaltsort für eine Fliege, auch wenn sie Stubenfliege heißt, sie wird ihren Artgenossen draußen bestimmt über ihr abwechslungsreiches Leben in unseren Redaktionsräumen berichtet haben.

Stubenfliegen sind ja bekannt für ihre Vorliebe für Küchen, da machte auch Amalchen keine Ausnahme, aber keine Sorge, die Bilder, die nun von unseren „Küchengeheimnissen“ folgen, sind alle vor Amalchen entstanden, also gab es da keine unhygienischen Zwischenfälle! 😂

Es gibt wieder kulinarisches aus unserer Redaktionsküche zu berichten, dann fangen wir mal an. Wir hatten euch ja bereits im Adventskalender versprochen, daß wir euch über die Verwendung unserer Gewürztütchen aus dem Gewürzadventskalender berichten wollten. 

Erste Verwendung, das Tütchen aus Türchen 5, Kräuter der Provence! 

Frau Chefredakteurin hatte sich zum Abendbrot für eine Zwiebelsuppe entschieden, da bot sich dieses Tütchen an, und da zu der Suppe noch irgendwas „brotiges“ hinzukommen sollte, konnte es gleich doppelt verwendet werden, denn ich hab mir zur Zwiebelsuppe ein selbstgebackenes Focaccia gemacht. 

Dafür benötigt man einen Hefeteig aus 300 g Mehl, ich hab Dinkelmehl genommen, Salz, Hefe, Olivenöl und lauwarmes Wasser, dann muß der Teig erst einmal gehen. 

An einem warmen Ort. Dreh ich immer die Heizung bissel für auf, geht prima! 

Anschließend wird der Teig auf Backpapier auf einem Backblech quadratisch ausgerollt und mit dem Holzlöffel werden kleine Mulden in den Teig gedrückt. 

Dann muß das ganze nochmal 15 Minuten gehen, und wird anschließend mit Olivenöl eingepinselt und mit den Kräutern der Provence bestreut. Geht übrigens auch nur mit Rosmarin und da sehr fein auch mit frischem. 

Dann kommt das ganze bei 200° Umluft für ca. 25 Minuten in den Backofen! 

Das Ergebnis:

Aufgeschnitten und zur Zwiebelsuppe serviert. 

Guten Appetit! 

Das war aber nur die Vorspeise, denn die Kräuter der Provence, die hier bereits bei beiden Köstlichkeiten verwendet wurden, waren ja noch nicht gänzlich verbraucht, die Tütchen sind recht ergiebig, als kam zum französischen Gewürz auch noch ein französisches Gericht: Ratatouille! 

Eine Gemüsepfanne aus Zucchini, Auberginen, Tomaten, Zwiebeln, Paprika, Knoblauch, Olivenöl und Gemüsebrühe. 

Frischer Basilikum darf da auch dran, wenn man es mag. 

Sämtliches Gemüse würfeln, Knoblauch fein hacken, 

Knoblauch, Zwiebeln und Gemüse in Olivenöl anschwitzen, mit Gemüsebrühe auffüllen, als Tomaten nehme ich dabei immer gehackte Dosentomaten, da hat man gleich den leckeren Sud dabei. 15 – 20 Minuten köcheln lassen samt den Kräutern der Provence! Da schmeckt übrigens das Focaccia auch ganz prima zu. 

Als nächstes Menü hatte die Frau Chefredakteurin einen Möhreneintopf geplant, in unseren familiären Überlieferungen auch als „Möhrengemüse“ sprachlich bekannt. Dazu benötigt man frische Bundmöhren möglichst mit dem Möhrengrün, Kartoffeln, Gehacktes oder, was besonders würzig wird, Bratwurstfüllsel. Die hab ich dann auch genommen, und ich mach an den Möhreneintopf auch immer Knoblauch, da hab ich in meinem Einkaufsladen was feines erwischt, einen richtig großen, frischen Knoblauch, guckt mal:

Wie groß die ganze Knolle eigentlich ist, zeigt euch jetzt mal der Vergleich mit einer „normalen“ Knolle mit ihren Zehen:

Besagter Knoblauch wird in bissel Öl angeschwitzt, 

samt den Bratwurstfüllseln. Dann kommen die in Scheiben geschnittenen Möhren und die gewürfelten Kartoffeln dazu

auch bissel anschwitzen, mit Gemüsebrühe auffüllen, und nun kommt der Clou und das nächste Gewürztütchen, ich fand das Gewürz so interessant für so einen eigentlichen schlichten Eintopf

Harissa aus Türchen 19, hört sich doch ungeheuer passend an, oder, Möhreneintopf bissel exotisch und ich kann nun aus Erfahrung berichten: Es schmeckt himmlisch! Leicht scharf, und es duftet wunderbar! 

Und so schmurgelte dann mein Möhreneintopf mit dem aufregenden Gewürz leise vor sich hin, 

wenn Kartoffeln und Möhren weich sind, werden sie mit dem Kartoffelstampfer zu einem Brei gestampft, nun kommt das klein geschnittene Möhrengrün ähnlich wie Petersilie noch dazu, die kann man aber auch nehmen, wenn das Möhrengrün nicht vorhanden ist oder nichts mehr taugt. Lecker, sag ich euch! Und ich muß nicht erwähnen, daß ich bei meinen kulinarischen Zubereitungen mein Bärenteam nicht mehr aus der Küche bekommen habe bei all dem leckeren und den tollen Gerüchen, aber sie haben sich auch ganz prima nützlich gemacht beim schnippeln und vorbereiten. Und beim späteren essen! 🧸🍽😊

Das war nun unsere heutige kulinarische Sonntagsausgabe vom Grafschafter Wochenanzeiger, wir hoffen, es hat euch allen gefallen. Habt einen schönen Sonntag, denkt immer daran, Essen hält Leib und Seele zusammen und für das ältere Semester unserer Leser hier, so wie mich, hätte ich da auch noch einen herrlichen Spruch vom kürzlich verstorbenen Alfred Biolek: „Essen ist die Erotik des Alters.“ 

Paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, und kommt gut wieder in die neue Woche, die erste Woche im August, nicht zu fassen, wie die Zeit derzeit wieder rennt! 

Alles Liebe und Gute für euch, das wünscht euch euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven, 

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – „ich mööch zo Fooß noh Kölle jonn…..“

Heimweh nach Köln

In Köln am Rhing bin ich jebore,
ich han, un dat litt mir im Senn,
ming Muttersproch noch nit verlore,
dat es jet wo ich stolz drop ben.

Wenn ich su an ming Heimat denke
un sinn d’r Dom su vür mer stonn,
mööch ich tireck op Heim ahn schwenke,
ich mööch zo Fooß noh Kölle jonn,
mööch ich tireck op Heim ahn schwenke,
ich mööch zo Fooß noh Kölle jonn.

Un deit d’r Herrjott mich ens rofe,
däm Petrus sagen ich alsdann:
Ich kann et räuhig dir verzälle,
dat Sehnsucht ich noh Kölle han.

Wenn ich su an ming Heimat denke…

Un luuren ich vum Hemmelspözje
dereins he op ming Vatterstadt,
well stell ich noch do bovven sage,
wie jän ich dich, mi Kölle, hatt.

Wenn ich su an ming Heimat denke
un sinn d’r Dom su vür mer stonn,
mööch ich tireck op Heim ahn schwenke,
ich mööch zo Fooß noh Kölle jonn,
mööch ich tireck op Heim ahn schwenke,
ich mööch zo Fooß noh Kölle jonn.

(Text und Musik: Willi Ostermann, 1876 – 1936) 

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, sechs Monate lange hätte das Lied von Willi Ostermann mich hier als Sehnsuchtslied begleiten können, nun hat sich die Sehnsucht endlich erfüllt, eure Frau Chefredakteurin war zum Besuch und zur Wohnungsbesichtigung der neuen Wohnung bei ihren Kindern in Kölle. Und hat sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt so bei sich gedacht, das hätte man durchaus auch wörtlich nehmen können, das Lied, da wäre man vielleicht schneller gewesen 🤣 aber alles der Reihe nach, da kommen wir später noch drauf zurück. 

Mittwoch hab ich dann alle Reisevorbereitungen getroffen, Rucksack gepackt, 

und als ich dabei aus dem Schlafzimmerfenster sah, entdeckte ich das hier:

einen Ballon auf seiner Reise, wie schön! 

Hab ich mich sehr drüber gefreut, ich hab hier schon lange keinen Ballon mehr gesehen. Ein feines Omen! 🎈

Am Abend vor der Fahrt am Donnerstag hat mein Bärenteam noch Regieanweisungen für die zwei Tage „allein zu Haus“ bekommen, 

wie man sieht, sind diese mit Begeisterung zur Kenntnis genommen worden. 🥳🤣

Am Tag der Hinreise, am Donnerstag, an dem eure Nachteule 🦉 zu ungewohnt früher Stunde bereits auf den Beinen war, präsentierte sich ein vorfreudiger Himmel über der Grafschaft

während der beiden Tage war das Wetter aber bissel durchwachsen, am Donnerstagabend hat es sogar wie aus Kübeln geschüttet, aber da saßen wir alle gemütlich drinnen und der rauschende Sommerregen hat eigentlich nur noch die Gemütlichkeit erhöht. Die Temperaturen waren ohnehin angenehm bis warm. 

Und so machte ich mich frohgemut am Donnerstag auf die Reise, die Bahntickets sind bereits am Vortag erstanden worden im nun wieder eröffneten Reisezentrum am Hauptbahnhof, Streckenverlauf und Zug sind nun anders als bei der Fahrt vorher nach Köln-Mülheim, denn nun wohnen die Kinder ja nicht mehr auf der „schäl Sick“. 😉😊 Außerdem führt die Bahn derzeit wieder Gleisbauarbeiten durch, was bedeutete, daß der Zug Umwege nehmen mußte und nicht alle sonst gewohnten Haltestellen auf der Fahrt von Oberhausen nach Köln bedient. Der Zug, der es an diesem Tag und auch zukünftig dann wurde bzw. wird, fährt ohnehin erst ab Duisburg, also ist einmal umsteigen angesagt. Was an sich ja kein Problem ist, aber hier kommen wir nun zum „träveling wis Deutsche Bahn“ 🚂🚃🚃🚃 🚆 😂 was die „Wise Guys“ ja schon so herrlich und treffend besungen haben: 

Schon in Duisburg hatte der Zug Verspätung, und ich weiß nicht mehr, wie oft wir auf freier Strecke gehalten haben, weil Signale auf Halt standen wegen anderer, bevorzugter Züge, die wahrscheinlich noch mehr Verspätungen hatten. Ab Düsseldorf-Hauptbahnhof verließ der Zug dann die gewohnte Strecke für die Umleitung, das bescherte uns dann noch einen gar nicht vorgesehenen längeren Aufenthalt im Solinger Hauptbahnhof. Letztlich kamen wir dann mit 40-minütiger Verspätung endlich in Köln-Ehrenfeld an, wo Björn mich schon erwartet hat. Wie er mir nach unserer freudigen Begrüßung auf dem Bahnsteig mitteilte, hatte man in Köln-Ehrenfeld die voraussichtliche Verspätung des Zuges dann nach etwa 20 Minuten vergeblichen Wartens auch endlich gemeldet! 🤣 Aber das war uns jetzt auch völlig wurscht, ich war endlich da!!! Und kann im übrigen mit großer Freude vermelden, daß die Haltestelle Köln-Ehrenfeld hinter dem Hauptbahnhof Köln liegt, eine Station, was bedeutet, daß ich nun bei künftigen genauso wie bei dieser Fahrt das Vergnügen haben werde, über die berühmte Hohenzollernbrücke in den Kölner Hauptbahnhof einzufahren, mit Blick auf den Dom!  😊❤

Vom Ehrenfelder Bahnhof sind wir dann zur neuen Wohnung der Kinder gelaufen, und ich hab schon ein bissel was von Ehrenfeld zu sehen bekommen, der erste Eindruck ist ein richtig guter, gefällt mir alles sehr. Feine kleine Geschäfte entlang der Straße, und ihre Wohnung liegt wieder, wie auch schon in Köln-Mülheim, in einer ruhigeren Seitenstraße, gesäumt von schönen, alten, hohen Bäumen, auch das gefällt mir richtig gut. 

Auch Björns Schwiegereltern waren am Donnerstag, ebenfalls übrigens zur ersten Wohnungsbesichtigung, eingeladen worden, und ihr könnt euch sicher alle vorstellen, was das für eine stürmische und freudige Begrüßung war von allen Seiten, endlich nach so langer Zeit war die Familie mal wieder beisammen, wir konnten uns alle wieder in die Arme schließen, das Gefühl war unbeschreiblich!

Da steht man vor Vergnügen Kopf!

Dann hat Björn eine Führung durch die neue Wohnung veranstaltet, ich bin so begeistert, die Wohnung ist so wunderschön! Ein Zimmer mehr, das nun Arbeitszimmer für Björn und Gästezimmer ist, in dem ich auf dieser feinen Schlafcouch später dann geschlafen habe:

Das ist es, das Arbeits- und Gästezimmer, hat Björn mir am späteren Abend noch mit der herrlich futuristischen Beleuchtung gezeigt, die er sich zugelegt hat, sieht das nicht super aus?

Die Farben kann man wechseln, ich war so begeistert! 

Ich liebe ja Badezimmer, und das neue von den Kindern finde ich so fein, guckt mal, 

das sind im übrigen alles Bilder von Björn, ich hatte zwar meinen Fotoapparat dabei, aber ich bin nicht doll zum knipsen gekommen vor lauter erzählen und lachen und fröhlich sein und beisammen sein genießen. Da hab ich mir die Erlaubnis zum mopsen hinterher von Björn eingeholt bei den Bildern, die er mir im Laufe der Zeit von der neuen Wohnung geschickt hatte. Das Bad kriegt noch eine feine Duschkabine, derzeit hängt nun bereits ein Duschvorhang. 

Alle Möbel aus der alten Wohnung haben wieder ihren Platz gefunden, lediglich die Küche paßte nicht so, wie sie vorher stand, aber da suchen die Kinder nun noch nach Ideen für eine gute Lösung, auf jeden Fall ist aber alles wieder funktionstüchtig. Wenn man ganztägig berufstätig ist, muß man sich die Zeit gut einteilen bei und nach einem Umzug, so gibt es halt immer noch was zu werkeln, auf jeden Fall können sie sowas von stolz auf die geleistete Arbeit sein, auch die Böden in allen Räumen sind selbst verlegt worden, größtenteils Laminat, sowohl Steffis Eltern als auch ich, wir waren wirklich begeistert und haben die Kinder gelobt und sind richtig stolz auf sie! 

Nach der Wohnungsbesichtigung haben wir es uns im wunderschönen Wohnzimmer gemütlich gemacht und in der neuen Eßecke dort Kaffee getrunken und lecker Kuchen gemümmelt, bei Kerzenschein und so wunderschön gedecktem Tisch, Steffi hatte das so herrlich stimmungsvoll gemacht. Von der Eßecke hab ich ein Bild noch aus den Umzugstagen, da stand alles noch bissel querbeet, aber so habt ihr einen kleinen Einblick, denkt euch die Kisten weg, den Schrank stilvoll eingeräumt, stellt euch eine sehr schöne schwarz-eiserne Gardinenstange über dem Fenster und bodenlange Gardinen an den Seiten sowie eine „beblumte“ Fensterbank und schöne Bilder an der Wand rechts vom Eßtisch vor, dann habt ihr den Ist-Zustand! 😉😊

Es ist herrlich gemütlich, ihr Wohnzimmer, vor allem die schöne neue Sofa-Ecke, 

vor der jetzt ein kleinerer, runder Glastisch steht, auch dies noch ein Bild relativ kurz nach dem Umzug. 

Am Abend haben wir dann lecker in der Eßecke gespeist, Steffi hatte ihre berühmte Lasagne gemacht, die ist so lecker, sie lebt von wechselnden Zutaten, und ist immer wieder ein neuer Genuß! Und bei lecker süffeln und Knabbereien haben wir einen sooooo schönen gemütlichen Abend gehabt, ihr könnt euch sicher alle vorstellen, wie sehr ich das genossen habe, die Kinder, das Beisammensein, das klönen, lachen, erzählen, die Gemeinschaft, das wieder einmal so richtig Mensch sein dürfen, und der draußen rauschende Sommerregen erhöhte noch die Wonne dieser Stunden. 🍀🍾🥂🍿🍷🍺🍽🌧

Nachdem Steffis Eltern dann später wieder nach Hause gefahren sind, haben wir es uns noch in trauter Runde gemütlich gemacht bis in die Nacht, aber irgendwann waren wir dann alle müde und haben uns in die Schlafgemächer zurückgezogen! 🛏🧸🌙⭐🥱😴

Zum Frühstück am nächsten Morgen hat Björn lecker Brötchen geholt, und wir sind genüßlich in den Tag gestartet. Und ich hab dann doch noch was fotografiert, nämlich das feine Balkonien von den Kindern mit Aussicht auf den Garten und Nachbarschaft, wo es viele Vögel, Eichhörnchen und Fledermäuse gibt! 🐦🐿🦇

Und Steffi hat ein ganz kleines Mini-Röschen auf Balkonien, das fand ich so schön, guckt mal:

Für die Rückfahrt haben mich beide zum Bahnhof begleitet, und trotz der randvoll schönen Tage war es halt doch wieder schwer, Abschied zu nehmen, aber ich hoffe natürlich inständigst, daß das nächste Wiedersehen nicht wieder so lange dauert. Bei der Rückfahrt war der Zug tatsächlich pünktlich, die Abfahrt hat sich aber dann doch wieder verzögert und die nächste Verspätung war drin, hielt sich aber auf der weiteren Strecke mit ähnlichem Inhalt wie bei der Hinfahrt doch mehr in Grenzen. Beim umsteigen in Duisburg nach Oberhausen zeigte die Bahn dann aber nochmal ihre „Fähigkeiten“, ausgeschildert war der Zug für Gleis 11, an Gleis 11 stand dann, heute fährt er von Gleis 10, dort angekommen, nach einigen Minuten: Nun doch von Gleis 13! Dabei blieb es dann auch und auf dem Stück von Duisburg nach Oberhausen hat er sich dann auch nicht verfahren! 🚂😂🤣😂

Mein Bärenteam hat mich dann zuhause wieder freudig und lautstark begrüßt, das war ein Jubel, Frau Chefredakteurin ist wieder da. Sie haben es sich offensichtlich aber prima gemütlich gemacht so ohne mich, und es gab weder Schäden noch sonstige Unbilden zu beklagen hier! So lob ich mir das! 

Nun hab ich am Samstag erstmal alles an schönen Eindrücken verarbeitet und sacken lassen und mich sehr auf die heutige Sonntagsausgabe mit meinem Bericht gefreut, auch der heutige Sonntag wird noch mit träumen von der Reise verbracht und dann hat uns alle am Montag der Alltag wieder. Mit den schönen Erinnerungen wird es endlich mal wieder leichter werden, in die neue Woche zu starten. 

Wir haben neben dem Gedicht mit einem Lied angefangen, so wollen wir unsere Sonntagsausgabe auch beenden, natürlich wieder mit einem Lied von Reinhard Mey, paßt so schön zum Eintrag, heißt „In meiner Stadt“ und beinhaltet die Zeilen: „In meiner Stadt wohnt der Gerechte und der Gemeine Tür an Tür, da wohnt das Gute und das Schlechte in schönem Einklang, scheint es mir. In Freuden und Kalamitätchen so wie in jeder anderen Stadt. Nur wohnt in meiner Stadt mein Mädchen und dafür lieb ich meine Stadt!“ Das kann ich schön abwandeln, denn in „meiner“ Stadt wohnen meine Kinder und dafür lieb ich „meine“ Stadt, Köln! 

Nun wünschen wir euch allen einen wunderschönen Sonntag, und einen guten Start in die neue Woche wieder, bleibt oder werdet alle gesund, paßt auf euch auf und haltet euch ans kölsche Grundgesetz! Mit allen Artikeln! Das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – ein kleiner Pieks für mich, ein großer Schritt in die richtige Richtung! 💉

Nicht Glückes bar sind deine Lenze

Nicht Glückes bar sind deine Lenze,
du forderst nur des Glücks zu viel;
gib deinem Wunsche Maß und Grenze,
und dir entgegen kommt das Ziel.

Wie dumpfes Unkraut laß vermodern,
was in dir noch des Glaubens ist:
du hättest doppelt einzufodern
des Lebens Glück, weil du es bist.

Das Glück, kein Reiter wird’s erjagen,
es ist nicht dort, es ist nicht hier;
lern‘ überwinden, lern‘ entsagen,
und ungeahnt erblüht es dir.

(Theodor Fontane, 1819 – 1898, dt. Schriftsteller, Journalist, Erzähler und Theaterkritiker)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, unsere freitägliche Redaktionssitzung war kurz und prägnant, meine bärigen Redaktionsmitglieder waren alle der Meinung, für unsere heutige Sonntagsausgabe gäbe es nichts besseres, als was die Frau Chefredakteurin zu berichten habe. 

Denn was lange währt wird endlich gut, nach endlosen Bemühungen und wöchentlichem Frust hab ich ihn endlich ergattert

meinen ersten Impftermin, gleichzeitig mit dem Termin für die zweite Impfung! Ich bin so froh!!! 😊❤

Am letzten Mittwoch sind hier überraschend Impftermine für die Erstimpfung, vor allem für die über 60-jährigen, freigegeben worden, natürlich hab ich mich sofort eingeloggt im Impfportal…..und wie Sie sehen, sehen sie nix! Ich habe keine Ahnung, wie oft ich die Seite an dem Tag aufgerufen habe, um immer wieder enttäuscht festzustellen, daß kein Termin buchbar war. Zum Abend hin hab ich es dann schon fast aufgegeben, und meine Freundin angerufen, die mir hier gegenüber wohnt, ihr wißt schon, die mit dem Kater Devil, den ich mal in der Urlaubszeit von seinem Frauchen hier betreut habe. Ich mußte meinen Frust jemandem mitteilen. Tja, und erhielt nun von ihr die freudestrahlende Mitteilung, sie hätte mich auch gleich angerufen, sie hätte nämlich endlich ihren ersten Impftermin nach stundenlangem telefonieren! Und gleich für morgen! Natürlich hab ich mich riesig für sie gefreut, aber ich war trotzdem doch jetzt noch bissel mehr gefrustet. Also hab ich mich nach unserem Telefongespräch gleich nochmal eingeloggt ins Impfportal, und was soll ich euch sagen, ein einziger Termin leuchtete mir entgegen, für den Freitag! Ich hab echt zittrige Finger gehabt, als ich ihn angeklickt habe, ich hab wirklich gedacht, der verschwindet gleich wieder, wenn ich mich ihm nähere, lach, aber nein, ich hatte ihn! Und den Zweittermin gleich mit, ich war begeistert! 

Wo unser Impfzentrum ist, das war mir bekannt, ist auch ganz prima per Bus zu erreichen, also machte ich mich am Freitagnachmittag mit klopfendem Herzen auf den Weg, ich war doch bissel nervös. Die genaue Lage des Eingangs war mir nicht bekannt, also folge ich vertrauensvoll einem aufgestellten Schild…..und landete vorm ebenfalls dort ansässigen Hallenbad! Vorsichtig bin ich mal reingegangen und hab gefragt, der Bademeister hat sehr gelacht und gemeint, nee, Unterwasserimpfungen wären noch nicht vorgesehen, da hätte wohl jemand blöd an dem Schild gedreht. Na, wenn das schon so lustig anfängt, kann das ja nur noch besser werden, lach, ich wurde dann von ihm auf den richtigen Weg geschickt. 

Im Impfzentrum selbst war alles ganz hervorragend organisiert, die Leute dort supernett und freundlich. Nach dem üblichen einchecken mit Unterlagen abgeben usw. wurde ich dann einer jungen Ärztin zugewiesen. Keine Spur von Hektik und Hetze überall, wenn ich noch Fragen zur Impfung gehabt hätte, wären sie mir in aller Ruhe beantwortet worden, eine richtig gute Atmosphäre für solch einen Termin. Ich besitze keinen Impfausweis mehr, bzw. ich hab noch einen uralten grauen aus meinen Kindertagen, von dem aber sogar ich mit meinem ausgeprägten Sammlergen keine Ahnung habe, wo der sein könnte! Am Empfang hatte man mich danach gefragt und mir dann erklärt, ich bekäme dann eine Impfbescheinigung und solle mir dann bei meinem Hausarzt den Impfausweis ausstellen und die Impfung nachtragen lassen. Die Ärztin fragte mich auch noch einmal danach, und meinte auf meine Antwort lachend, dann sei das heute wohl mein Glückstag, denn sie hätte noch einen einzigen in ihrer Tasche, und den bekäme nun ich! Supi! 😊

Die Impfung selbst hab ich gar nicht gemerkt, da konnte jemand prima spritzen, 💉 ich kann das beurteilen, denn aufgrund meines Zweitberufes als examinierte Altenpflegerin kann und darf ich selbst i.m. spritzen. Müßte ich aber nach der langen Pause wohl erst mal wieder üben, und das möglichst nicht am lebenden Objekt! 🤭

Anschließend dann eine Viertelstunde Wartezeit, für unvorhergesehene Entwicklungen, im Wartebereich, der reichlich gefüllt war, da hat man beim einchecken gar nichts von wahr genommen, also wirklich sehr gut organisiert. Alles war gut und ich konnte nach der Viertelstunde wieder den Heimweg antreten. 

Wie sagte es Mimi in heaven immer so schön, „Folks“, ich bin geradezu aus dem Impfzentrum geschwebt! 😂 Und ganz ehrlich: Die Blumen draußen waren alle viel bunter als vorher, ob das wohl eine Nebenwirkung ist? 😁Oder eher die ungeheure Freude und Erleichterung über diesen Termin?!

Und irgendwie war ich dann wohl mental schon so überzeugt von meiner Immunität gleich nach der ersten Spritze, daß ich selig lächelnd ohne Maske in den Bus eingestiegen bin, die hatte ich ganz verträumt in der Hand, erst der mahnende Blick des Busfahrers holte mich in die Wirklichkeit zurück, errötend stammelte ich eine Entschuldigung und hab sie natürlich sofort aufgesetzt! Upps! 🤭

Nebenwirkungen hab ich kaum, am Freitag war ich wohl bissel müder als sonst für mich als Nachteule so üblich, und am Samstag schmerzte die Einstichstelle und der betroffene linke Arm bissel, also alles ganz normal und erwünscht, weil Reaktionen auf eine Impfung letztlich ja auch ihre Wirksamkeit belegen. Und ganz sicher geradezu ein Fliegenschiß gegenüber der Tatsache, sich mit Corona zu infizieren und schlimmstenfalls auf der Intensivstation zu landen! Und einmal mehr das ganze zum Anlaß zu nehmen, über die Segnungen der vielen zur Verfügung stehenden Impfmöglichkeiten gegen einstmals tödliche und verheerende Krankheiten zu berichten. Was ich hier mit zwei eingestellten Links tun möchte. Es gab Zeiten, da war eine so umfassende Gesundheitsvor- und -fürsorge wie heutzutage gar nicht denkbar! 

https://www.bpb.de/apuz/weltgesundheit-2020/318298/zur-geschichte-der-schutzimpfung

https://de.wikipedia.org/wiki/Impfung

Soviel zur Freude dieses Tages. Aber Licht und Schatten bedingen einander, und so erhielt ich am Abend des gleichen Tages noch eine traurige Nachricht aus meiner Liricher Grafschaft. Ihr erinnert euch sicher alle lebhaft an meine Frühschichten vor Weihnachten und Ostern in meiner hiesigen Kirchengemeinde St. Katharina, 

die von unserem Pastor immer so liebevoll vorbereitet und zelebriert worden sind. Er ist nach kurzer schwerer Krankheit am 24. Juni 2021 verstorben, vier Wochen vor seinem 60. Geburtstag. Ich bin sehr traurig darüber, es war ein richtiger Schock, er wird uns allen hier in der Gemeinde so sehr fehlen. Wer hätte ahnen können, daß wir uns bei der letzten österlichen Frühschicht vor Beginn der Pandemie 2020 das letzte Mal gesehen haben. Ihm zu Ehren stell ich euch hier den Zeitungsbericht über seinen frühen Tod ein, denn da ist ein Bild von ihm dabei, so, wie er lebte und wirkte, fröhlich und optimistisch, allen Menschen in seiner Kirchengemeinde aus tiefstem Herzen zugewandt, ein Seelsorger, auf den dieser Ausdruck voll und ganz zutraf. 

R.i.P. Herr Pastor Jörg Dammers

https://www.waz.de/staedte/oberhausen/menschen-in-lirich-trauern-um-pastor-joerg-dammers-id232622977.html

Freude und Leid liegen im Leben so oft nah beieinander, etwas, das beides verbindet, möchte ich euch jetzt noch in Bildern zum Abschluß unserer heutigen Sonntagsausgabe zeigen: Rosen, meine Lieblingsblumen, die Blume der Liebe im Leben und über den Tod hinaus. 

Und damit wünschen wir nun allen unseren lieben Lesern einen frohen und schönen Sonntag sowie einen guten Start in die neue Woche, in der dann schon der Juli beginnt. Paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Mittsommer! ☀⛱🍓🏮🍺

Kornrauschen

Bist du wohl im Kornfeld schon gegangen,
wenn die vollen Ähren überhangen,
durch die schmale Gasse dann inmitten
schlanker Flüsterhalme hingeschritten?


Zwang dich nicht das heimelige Rauschen,
stehn zu bleiben und darein zu lauschen?
Hörtest du nicht aus den Ähren allen
wie aus weiten Fernen Stimmen hallen?


Klang es drinnen nicht wie Sichelklang?
Sang es drinnen nicht wie Schnittersang?


Hörtest nicht den Wind du aus den Höhn
lustig sausend da sie Flügel drehn?
Hörtest nicht die Wasser aus den kühlen
Tälern singen du von Rädermühlen?


Leis, ganz leis nur hallt das und verschwebt,
wie im Korn sich Traum mit Traum verwebt,
in ein Summen wie von Orgelklingen,
drein ihr Danklied die Gemeinden singen.


Rückt die Sonne dann der Erde zu,
wird im Korne immer tiefre Ruh‘,
und der liebe Wind hat’s eingewiegt,
wenn die Mondnacht schimmernd drüber liegt.


Wie von warmem Brot ein lauer Duft
zieht mit würz’gen Wellen durch die Luft.

( Ferdinand Ernst Albert Avenarius, deutscher freier Schriftsteller, 1856 – 1923)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, es ist heiß, es ist Sommer, es ist Mittsommer!  

Midsommar ist in Schweden nach Weihnachten das zweitgrößte Fest des Jahres und die meisten Schweden feiern es mit Verwandten, Freunden und Nachbarn. Laut Gesetz vom 13. Februar 1952 wird Midsommar seit 1953 immer an dem Samstag gefeiert, der zwischen dem 20. und dem 26. Juni liegt. 

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Mittsommerfest

In diesem Jahr wird somit das Mittsommerfest in Schweden am 26. Juni stattfinden, aber der eigentliche Mittsommer, der längste Tag und die kürzeste Nacht im Kalender wäre wie immer der 21. Juni, und daher haben wir bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung beschlossen, daß die heutige Sonntagsausgabe des Grafschafter Wochenanzeiger Mittsommer feiert, im Rahmen der o.g. Termine dafür liegen wir damit gleich am Anfang der Möglichkeiten. Da der Sommer in unseren Breiten hier bereits seit Tagen schon mächtig Fahrt aufgenommen hat, hielten wir das für angemessen. 

Der Sommer blüht, der Sommer glüht, und mein Redaktionsteam eroberte Balkonien zum feiern unseres Mittsommers, ich glaube, die Bilder sprechen für sich, trotz Pelz haben meine Jungs und mein Mädel es in vollen Zügen genossen. 

Apropos Pelz: Unser Handelsreisender Otto ist ja zusätzlich zum Bärenfell noch mit Mantel, Mütze und Schal ausgerüstet, das ging natürlich bei der derzeitigen Hitze so gar nicht mehr, also raus aus den Winterklamotten und rein in die Sonne! 

Otto „von Klamotten befreit….“ genießt luftig mit seinen Redaktionskollegen und seiner Redaktionskollegin (in dieser Zeitung wird nicht gegendert! 🤣) das herrliche Sommerwetter auf Balkonien. 

Köfferchen ist aber natürlich in Reichweite geblieben, ihr kennt ja alle unseren fleißigen Handelsreisenden, und zu Mittsommer wäre da bestimmt wieder Einkauf angesagt, dachte sich unser Otto, womit er natürlich recht hat, aber da kommen wir später drauf zurück. 

Bruno, Hamish und Ruddi haben erstmal den Liegestuhl erobert, später wurde aber getreulich getauscht, jeder sollte ja mal in den Genuß kommen. 

Ja, gemach, aufmerksame Leser werden bemerkt haben, daß auch für die lauen Tropennächte hier schon vorgesorgt worden ist mittels rauskramen wunderschöner alter Laternchen! 

Bruno hat sich richtig genüßlich in den Liegestuhl gefläzt, Ruddi und Hamish haben ihn noch bissel zurechtgeschoben, damit es ihnen mit seinem Pelz nicht noch wärmer wird, hihihihi! 

Luzia genoß ebenfalls sehr den Aufenthalt in frischer Luft auf Balkonien, zumal die Sonne unserem in Glitzer so verliebten Redaktionsmädchen herrliche Glitzereffekte im schimmernden Fell verlieh, das fand sie fein und genoß die Bewunderung ihrer männlichen Kollegen! 

Hamish und Otto, die beiden Braunbären zusammen im Liegestuhl und die Eisbären allesamt in passendem blau-weißen Ambiente

Alle meine Redaktionsmitglieder haben das so genossen, aber ich glaub, Bruno hat mit seiner Relax-Pose irgendwie den Vogel abgeschossen, oder? 

Wir haben uns echt über ihn gekringelt, er war ganz aus dem Häuschen. 

„Hach,“ meinten die Braunbären, „das können wir auch!“ Gesagt, getan!

„Team Relax“ vom Grafschafter Wochenanzeiger! 

Und die Sitz-und Liegemöglichkeiten wurden getauscht:

Die Eisbären im Liegestuhl!

Und Hamish und Otto auf der Gartenbank, sieht Otto nicht herrlich luftig aus? Hamish trägt ja eh nur ein kurzes Schottenröckchen! Die Mütze hat Otto aufbehalten, das war ein feiner Sonnenschutz! 

Und dann hatte Ruddi noch eine zündende Idee für unseren Außentermin für Mittsommer-Fotos auf Balkonien, er flitzte schnell mal wieder ins Wohnzimmer und hatte dann jemanden im Schlepptau, den mein Bärenteam immer gerne als Berater zu unseren Redaktionssitzungen hinzuzieht, 

mein geliebter alter Teddy Bernhard, er hat sich sehr darüber gefreut, daß die Truppe ihn dabei haben wollten, schließlich liefert er ihnen ja auch immer treulich all die schönen Geschichten und Anekdötchen über Frau Chefredakteurin in Kindertagen! 😉😊

Und mit seinem Matrosenanzug in blau-weiß war er ja auch noch sehr zünftig gekleidet für Mittsommer, dessen Farben blau, weiß und rot sind wie in unserer Lieblingsgirlande für den Sommer

Bevor wir nun zu den weiteren Bildern von Balkonien kommen, meinte mein Team, ich solle doch mal noch eine Dia-Show von ihrer feinen Zeit auf Balkonien machen, gerne doch, büdde schön: 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Natürlich haben wir auch noch Bilder von Balkonien gemacht, die kommen jetzt. 

Die alten Lampions hängen wieder!

Und von Mimi in heaven ihre rote Laterne

Wir haben oft an sie gedacht bei unserer Fotosession, sie hätte ihre Freude daran gehabt, und hatte sie ganz bestimmt auf ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐

Die Avocado wächst fröhlich vor sich hin!

Und wie in jedem Jahr im Sommer: Meine Sukkulenten blühen wieder bzw. fangen an zu blühen, da freu ich mich jedes Jahr wieder so sehr drüber!

Wir hatten ja schon erwähnt, daß Otto natürlich sein Köfferchen trotz luftiger Bekleidung in seiner Nähe hatte

schließlich mußte er ja doch wieder für Getränke

und Speisen sorgen für unser Mittsommerfest, bei den bereits wieder vorhandenen Lockerungen bezüglich Corona war das bei der brütenden Hitze doch eine Erleichterung für ihn. Klassische Zutaten für die Mittsommerfeiern sind eingelegte Heringe, junge Kartoffeln, Spargel, Lachs und Krebse und zum Nachtisch Erdbeeren mit Sahne. 

Brot gehört natürlich auch dazu, und zu Brot gehört Butter, besonders Kräuterbutter, und da gibt es in Schweden spezielle Buttermesser, die wir in unseren Redaktionsräumen auch unser eigen nennen dank des feinen Möbelladen mit dem Elch im Gewande. Stilvoll in Szene gesetzt:

Sie sind aus Holz und haben einen ganz feinen, typischen „Holzgeruch“, richtig lecker, lach! Der kleine Hummer als passende Deko dabei hängt an unserem Kühlschrank mit einem Magneten. 

Wie wir ja alle unseren Otto kennen, hätte er vorbildlich wie immer alle oben angeführten Zutaten besorgt, aber bei der sengenden Hitze der letzten Tage wollten wir doch keinen schachmatten Otto haben, also war die Zutatenliste für unser Wochenend-Mittsommer-Menü etwas bescheidener: Wir haben uns einen Nudelsalat gemacht mit lecker Würstchen dabei, alle waren damit glücklich und zufrieden. Gerne hätte Otto uns auch mit Erdbeeren verwöhnt, aber leider ist die derzeitige Ausbeute der nun ja auch schon heimischen Früchte selbst für unseren gewieften Handelsreisenden keineswegs zufriedenstellend, da haben wir es vertagt, bis mal feine Früchte ausfindig gemacht werden können. 

Am Abend bzw. in der Nacht wird es dann auf Balkonien wieder romantisch

das ist die beleuchtete Traubenflasche, die wir euch schon bei den Pfingstrosen gezeigt hatten. 

Hübsch, nicht wahr? 

Bevor wir hier nun so ganz langsam unsere Sonntagsausgabe zum Mittsommer beenden, hätten wir noch eine feine Seite für euch, auf der noch viele Informationen über Mittsommer in Schweden sind, vielleicht habt ihr Spaß dran: 

https://visitsweden.de/aktivitaten/kultur-geschichte-und-kunst/schwedische-traditionen/mittsommer-in-schweden-ein-fest-wie-aus-einer-anderen-welt/

Wir waren jedenfalls ganz begeistert und haben alle verträumt geguckt, denn Mittsommer in Schweden, das ist noch immer so ein alter Traum von der Frau Chefredakteurin! Und da träumen wir doch jetzt noch bissel weiter, mit wunderschönen Bildern, passend zum Mittsommer, von Carl Larsson, den schwedischen Maler, dessen Werke die Frau Chefredakteurin auch so liebt und schon oft hier eingestellt hat. 

Sind die nicht wunderschön? So richtig zum reinträumen! Und wer von euch nun einwendet, in Schweden, im Hochsommer, da wären vor allem auch Mücken eine Option: Na, und? Die hab ich hier auch, zur Genüge, und mittlerweile 14 „zauberhafte“ Mückenstiche allüberall, also wäre der Unterschied nicht mehr groß und im übrigen haben wir dann hier eben auch echtes schwedisches Mittsommer-Feeling in den Redaktionsräumen und auf Balkonien vom Grafschafter Wochenanzeiger! 😂🤣😂

Zum Abschluß unseres Eintrages haben wir noch ein kleines, feines Gedicht zum Mittsommer

Sommersonnenwende

Nun die Sonne soll vollenden
ihre längste, schönste Bahn,
wie sie zögert, sich zu wenden
nach dem stillen Ozean!
Ihrer Göttin Jugendneige
fühlt die ahnende Natur,
und mir dünkt, bedeutsam schweige
rings die abendliche Flur.

Nur die Wachtel, die sonst immer
frühe schmälend weckt den Tag,
schlägt dem überwachten Schimmer
jetzt noch einen Weckeschlag;
und die Lerche steigt im Singen
hochauf aus dem duft’gen Tal,
einen Blick noch zu erschwingen
in den schon versunknen Strahl.

(Ludwig Uhland, 1787-1862)

Und damit wünschen wir all unseren Lesern einen schönen Sonntag, einen herrlichen Mittsommer, kommt alle gut durch die Hitze und wieder gut in die neue Woche, bleibt oder werdet alle gesund, das wünscht euch euer Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – ein roter Kobold auf Balkonien 🐿

Die zwei Wurzeln

Zwei Tannenwurzeln groß und alt
unterhalten sich im Wald.

Was droben in den Wipfeln rauscht,
das wird hier unten ausgetauscht.

Ein altes Eichhorn sitzt dabei
und strickt wohl Strümpfe für die zwei.

Eichhornchens bilder Stricken bilder

Die eine sagt knig, die andere sagt knag.
Das ist genug für einen Tag.

(Christian Morgenstern)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da liegt sie nun also wieder auf eurem Frühstückstisch, die Sonntagsausgabe von unserem Blatt. Wir hoffen, ihr habt alle gut geschlafen und seid erfrischt in den Morgen gestartet. Dann nehmt mal Platz am hübsch gedeckten Frühstückstisch 

und weil wir schon vom Morgen schrieben, da fiel doch der Frau Chefredakteurin gerade breit grinsend ein herrlicher kleiner Sketch ein, vor Jahren bei „Sketchup“ gesehen, mit dem unvergleichlichen Paar Diether Krebs und Iris Berben, und so beginnen wir den Sonntag mal mit lachen:

Ein Klassiker! 

Die Idee für unsere heutige Sonntagsausgabe hat Mathilda angeschoben, die so einen feinen Eintrag über ein Eichhörnchen an ihrem Vogelfütterer eingestellt hat, und da fiel der Frau Chefredakteurin im Kommentar ein, daß wir ja auch mal eines auf Balkonien hatten, die dortige Frage, ob es Fotos gäbe, konnte ich bejahen. Da dazumalen noch nicht alle Leser hier in unserem Grafschafter Wochenanzeiger dabei waren, graben wir jetzt hier heute im Archiv und zeigen die Fotos noch einmal. Mein bäriges Redaktionsteam

war darob ganz begeistert, fand das ganze doch noch zu Lebzeiten unseres Co-Autors und unserer späteren rasenden Reporterin Mimi in heaven statt, die dazumalen „not amused“ über den roten Kobold auf ihrem Balkonien war. 

Wie es sich für unser „Bildungsblögchen“ gehört, kommt hier nun erst einmal wissenswertes über Eichhörnchen

Die Eichhörnchen (Sciurus) sind eine Gattung der Baumhörnchen (Sciurini) innerhalb der Familie der Hörnchen (Sciuridae). Ein auffälliges Merkmal ist der hochgestellte buschige Schwanz. Die in Mitteleuropa bekannteste Art ist das Eurasische Eichhörnchen, das gemeinhin einfach als Eichhörnchen bezeichnet wird. Alle Eichhörnchen sind Waldbewohner und ernähren sich primär von Samen und Früchten. Die weitaus meisten Arten sind auf dem amerikanischen Doppelkontinent beheimatet. Nur 3 der 29 Arten leben in der Alten Welt, sie sind über Europa, Vorder-, Nord- und Ostasien verbreitet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eichh%C3%B6rnchen

Auch der NABU hat interessantes und wissenswertes zum Eichhörnchen zu bieten, büdde schön:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/nager/04566.html

Unter der fachkundigen Anleitung unseres Redaktionsmitgliedes und Außenkorrespondenten Hamish hat mein Redaktionsteam natürlich auch wieder was über die mythologische Bedeutung des Eichhörnchens gesucht, unser kleiner Schotte interessiert sich ja immer sehr für diese Dinge. 

In der Mythologie der Germanen ist von einem roten Eichhörnchen namens Ratatöskr die Rede. Wie alle roten Tiere, so war auch Ratatöskr dem Donner- und Feuergott Thor geweiht. Es lebt der Edda nach in den Zweigen des Weltenbaumes Yggdrasil und springt ständig zwischen den verschiedenen Welten hin- und her. Deshalb steht auch heute noch das Eichhörnchen gleichzeitig mit den Elementen Erde und Luft in enger Verbindung. Des Weiteren soll das Eichhörnchen Ratatöskr den Streit zwischen dem Adler Orn, der auf den Zweigen des Weltenbaumes sitzt und dem Drachen Niddhöggr, welcher an den Wurzeln wohnt, immer wieder neu entfachen. Grund sei ungenaues Weitertragen von Streitworten des Adlers zum Drachen und umgekehrt. Daher symbolisiert das Eichhörnchen für die Germanen eine Art Schelm, der andere gerne auf den Arm nimmt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ratat%C3%B6skr

Wegen seiner rötlichen Färbung ist das Eichhörnchen bei den Kelten der Erd- und Fruchtbarkeitsgöttin Mebd zugeordnet. 

Das Eichhörnchen als Krafttier mahnt, den Dingen auf den Grund zu gehen, quasi „die Nuß zu knacken“. Es erhöht die Wendigkeit von Geist und Körper, hilft bei der Verwirklichung von Plänen und Ideen, bereitet auf besondere Herausforderungen vor und löst Konflikte zwischen Weisheit und Intellekt. Es verbindet sich die Energie mit den weiblichen Gefühlsebenen. Und es warnt vor Streitigkeiten. 

So, nun sind mal wieder der Worte genug gewechselt, nun laßt uns endlich Bilder sehen, frei nach Geheimrat Goethe! 

Die Bilder sind allesamt durch die Scheibe der Balkonientür fotografiert worden, daher nicht immer ganz so deutlich und bissel „verwaschen“! 

Das war damals unser Futterhäuschen, in dem auch Erdnüsse gelagert haben, das hatte der kleine Kobold schnell spitz! 

Wie man hier sieht, kann es auf Balkonien an der Mauer rauf und runter laufen, das ist Rauhputz und das bietet wohl den Krallen guten Halt. So ist es wohl auch bis in die dritte Etage gelangt. 

Und nun zeigt euch unser Eichhorn wie der Rückzug von Balkonien über das Katzennetz geht, lach! 

Mimi hatte in ihrer Hängematte gemütlich geschlafen

es war eine Gaudi, als sie den roten Pelzmärtel entdeckt hat und der dann auch noch von Balkonien aus an der Balkonbrüstung entlang über die Fensterbank vom Wohnzimmer direktemang an Mimis Nase vorbeimarschiert ist, meine kleine Schwarze war Empörung und Verblüffung pur:

Leider ist der Puschel auf den Bildern nicht sichtbar, aber ich glaub, Mimis damaliger Gesichtsausdruck spricht Bände! 

Am nächsten Tag war er wieder da, der rote Puschel, 

aber dieses mal genügte ihm das Futterhäuschen nicht, da mußte auch mal von ganz Balkonien Besitz ergriffen werden

Mimi war Empörung von Kopf bis Schwanz! Machte dem Hörnchen wenig, war ja schließlich eine Glastüre zwischen ihm und meinem Bonsai-Tiger, und gemach trat es auf dem gleichen Weg wie tags zuvor den Rückweg an. 

Wir haben so ein knuffiges Bild gefunden, mit Katze und Eichhörnchen, ich glaub, da wäre Mimi dann wohl endgültig ausgerastet! 🤣

Nun haben wir noch, wie bei vielen Einträgen und oben ja auch schon ein paar eingefügte, Bilder von unserem Serviettentechnikfundus

Mit lieben Worten vom Herrn Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe über das Eichhörnchen 

Das Eichhörnchen

Warum gibt uns die Betrachtung unseres heimischen
Eichhörnchens so viel Vergnügen? Weil es als die höchste Ausbildung seines Geschlechtes eine ganz besondere Geschicklichkeit vor Augen bringt.

Gar zierlich behandelt es ergreiflich kleine appetitliche Gegenstände, mit denen es mutwillig zu spielen scheint, indem es sich doch nur eigentlich den Genuß dadurch vorbereitet und erleichtert.

Dies Geschöpfchen, eine Nuß eröffnend, besonders aber einen reifen Fichtenzapfen abspeisend, ist höchst graziös und liebenswürdig anzuschauen.

(Johann Wolfgang von Goethe)

schließen wir nun unsere Sonntagsausgabe und wünschen allen unseren Lesern einen schönen, frohen Sonntag! Paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund und startet am Montag gut wieder in die neue Woche wünscht euch allen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Sehnsucht nach Süden, Sonne und Mee(h)r! 🍋

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,
ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
die Myrte still und hoch der Lorbeer steht?
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.

Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach.
es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,
und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man dir, du armes Kind, getan?
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
möcht ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn.

Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?
Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg;
in Höhlen wohnt der Drachen alte Brut;
es stürzt der Fels und über ihn die Flut!
Kennst du ihn wohl?
Dahin! Dahin
geht unser Weg! O Vater, laß uns ziehn!

 

(Johann Wolfgang von Goethe)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, 

„bin müde und leer, will nach Süden ans Meer…..“ sang Hannes Wader in seinem Lied „Schon so lang“, und so ging es mir und meinem Team bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung irgendwie auch, die nach dem verregneten Mai zu seinem Ende und zum Beginn vom Juni einsetzende Wärme verwandelte sich schnell wieder in lähmende Schwüle, die für eine entspanntere Situation in diesen immer noch vorherrschenden Corona-Zeiten nötigen Dinge wie Impfungen und dergleichen ziehen sich hier derzeit wie Kaugummi, heftige Gewitter am Donnerstag und Freitag dieser Woche sorgten endgültig für Waschküchenfeeling in unserer Grafschaft, da dachten wir uns, wir machen es halt wie Reinhard Mey in seinem Lied „Ich singe um mein Leben“ mit den Zeilen „…..ich mach‘ mir selber Mut, ich sing‘ wie als Kind, wenn ich in den dunklen Keller ging…..“, wie gut, daß die Frau Chefredakteurin schon Anfang der letzten Woche Bilderkes gemacht hat für die Sonntagsausgabe eures Grafschafter Wochenanzeigers, also stillen wir hier jetzt einfach mit Bildern unsere Sehnsucht nach Süden, Sonne und Mee(h)r und machen uns selber Mut und euch allen hoffentlich eine Freude!

Los geht’s mal wieder mit Balkonien, das ich gemeinsam mit meinem Redaktionsteam und mit liebevoller Erinnerung an Mimi in heaven und ihrem schönsten Zimmer in der Sommerzeit mal wieder sommerlich aufgehübscht habe, es ist noch nicht alles fertig, aber gut Ding will halt Weile haben. 

Sommerfeeling auf Balkonien mit blauem Himmel und Vogel-Schattenspielen

 

der ist natürlich nicht echt

er ist mit seinem rosa Kumpel umgezogen in die Sonne aus den hinten stehenden Sukkulenten

und freut sich offensichtlich darüber! 

Das einzige meiner selbstgezogenen Orangenbäumchen, das überlebt hat, ich hoffe, es wächst sich wieder richtig schön aus. 

Noch ein Vogel, die Vogeltränke steht nun auch wieder draußen

erst leer, dann voll

Windmühlchen dreht wieder ihre Flügel, abends beleuchtet vom Kürbiskopp! 

Der Salbei ist ebenfalls in die Sonne und in Mimis Brotkasten umgezogen, sieht hübsch aus so gegen die „grüne Hölle am Rhein-Herne-Kanal“, lach! 

Rosen blühen wieder auf Balkonien

na, da kann ich euch ja schon lange nicht mehr mit narren, ihr wißt es ja, die sind künstlich! Aber so echt aussehend, daß meine Mama, als sie sie das erste Mal hier gesehen hat, mit der Nase drüber ging um zu riechen! 😊

Erdbeerelfchen ist nun auch wieder draußen

samt noch mehr Vögelchen, diese sind aus Porzellan und ein Erbe meiner 93 Jahre alt gewordenen Großtante, sie wird sich freuen, daß die bei mir so zu Ehren kommen. 

Macht der Kerzenbehälter sich nicht fein an der dunklen Wand? Ich werde ihn auch noch leuchtend fotografieren. 

Glockenblumen wieder in voller Pracht

da freut sich unsere Nachteule, und wie ich es vorausgesagt habe: 

Unsere Hummel stellte sich sofort wieder ein! Wir haben uns so gefreut! Jedes Jahr beglückt der dicke nektarsammelnde Brummer uns immer wieder! 

Manches ist ein Suchbild geworden, lach, die sind so verflixt schnell beim fliegen von Blüte zu Blüte! 

Die Pfingstrosen im Garten haben immer noch nur, aber immer dicker werdende Knospen, aber auf Balkonien blühen welche

samt abendlicher Beleuchtung mittels beleuchteter Flasche, die daneben steht

die sind übrigens auch aus dem Erbe meiner Großtante, künstlich natürlich (herrliches Wortspiel! 😂) aber wunderschön, finden wir alle! 

Schmetterlinge fliegen auch wieder auf Balkonien

das ist ein so hübsches Windspiel, Tiffany-Glas!

Das war nun unser Balkonien. In den Redaktionsräumen am Wohnzimmerfenster gab es auch eine Veränderung, ich hatte von meiner Schwiegertochter vorzeiten mal einen Ableger von ihrer wunderhübschen Grünlilie bekommen, der sich mit Hilfe seiner Aus- und Ableger bis in den Topf unseres Zitronenbäumchens vermehrt hat, eine Zeit lang ging das ganz gut, aber nun war doch eine Trennung erforderlich, damit aus dem symbiotischen Verhalten kein schmarotzendes wird, nun hängt die Grünlilie frisch umgetopft im Wohnzimmerfenster

und hat sogar einen ersten Blütenableger bekommen, links im Bild

und das Zitronenbäumchen hat sein Reich wieder für sich. Ich hoffe, es erholt sich gut. 

Sommerliche Tischdecke, natürlich mit meinem Lieblingsdekor, macht nun auch das Wohnzimmer sommerfein, und guckt mal, wie hübsch der kleine, von mir dazumalen gefundene Rosenkopf, den ich nach der Blüte getrocknet hatte, sich darauf ausnimmt:

Vom Rosenköpfchen kommt später noch mehr! 

Nun gucken wir noch kurz in den Hausflur vor den Redaktionsräumen, denn auch da ist es wieder sommerlich geworden

Blick aus der Häustüre in der Abenddämmerung

die „üblichen Verdächtigen“ unserer Sommerdeko sind wieder draußen, lach! 

samt Sommerblumenstrauß und den duftenden Bildern. 

Und stimmungsvollem Leuchten des nachts, da die Kerzen einen Timer haben. 

Apropos stimmungsvolles Leuchten: Wir hätten da noch was für romantisches Sommerflair in lauen Nächten:

Kerzchenglas, das ist mal mitgehüppt aus dem Laden mit dem Elch im Gewande! 

Sieht das nicht hübsch aus, bei der Tischdecke und mit dem Rosenköpfchen?

Und der Rosenstoff mal solo:

Beim fotografieren fiel mir ein, daß ich noch eine Rosendecke besitze, passend gekauft zu meinem Lieblingsgeschirr „Wildrose“ (was auch sonst, lach!) und da hab ich hier mein Redaktionsteam hin und her gescheucht, zum besorgen des Geschirrs, der Decke und diversen Dekozutaten, damit haben wir nun Stimmungsbilder gemacht, Frau Chefredakteurin ganz träumerisch an Zeiten denkend, wo große gemeinsame Eßrunden am schön gedeckten Tisch wieder möglich wären, ich deck so leidenschaftlich gerne Tische ein. Und ebenso gerne koche ich! 

Das paßt doch wunderbar zu lauen Sommerabenden auf Balkonien, oder? 

Ich liebe die alten Gläser mit dem grünen Stiel, 

und dieses Kerzenglas hab ich doppelt, bei einer Kerzenparty begeistert erworben, es erinnert in Farbe und Stil an die Toscana, finde ich. 

Der Basilikum im Hintergrund ist ganz frisch vom Wochenende! Der riecht so herrlich! 

Von diesem Geschirr hab ich statt Suppentellern Suppentassen, die fand ich schöner! 

Tomatenmark-Döschen, zweckentfremdet als Serviettenhalter! Macht sich vorzüglich bei allen italienischen Essen. 

Glas nochmal beleuchtet. 

Stillleben!

Basilikum nochmal in ganzer Pracht. 

Das waren sie nun, die neuesten fotografischen Werke von Frau Chefredakteurin, da wir im Titel Süden, Sommer und Mee(h)r drin hatten, kommt jetzt auch noch „mehr“, Bilder aus Sommertagen aus dem Archiv. 

In Gedanken haben wir bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung das Haus hinter dem Leuchtturm bezogen und machen jetzt Ferien! 😉😊

Und mit Bildern vom rauschenden Meer

beenden wir nun unsere heutige Sonntagsausgabe vom Grafschafter Wochenanzeiger. 

Wir hoffen, es hat euch allen wieder bissel Freude gemacht, wir wünschen euch allen einen wunderschönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche wieder, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven  

Otto und Luzia  

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Bye-bye, May, welcome June! 🌧🌞

An den Mai

Schäm dich Gesell! Kein Sonnenschein?
Und du stellst dich als Mai hier ein?
Du bist der rechte Tröster nicht!
Wer mag dein garstig Angesicht
noch länger sehn? Geh reisen!
Schon reift dein Bruder uns heran,
der Juni, der wird unser Mann,
und wird sich hold erweisen.

Sieh da! Ein blanker Sonnenstrahl!
So bist du doch nicht ganz entherzt
und lächelst auch einmal?
Doch lieber Freund, es ist verscherzt!
Das ist kein Mai, der sich bedenkt
und tropfenweise sich verschenkt,
ein Mai muß aus dem Vollen fließen,
wir müssen ihn wie Wein genießen
und wie in seligem Rausche sein.
Pack ein!

(Gustav Falke, 1853 – 1916, deutscher Lyriker und Kinderbuchautor)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, Sonntagsausgabe vermißt? Ja, erstens fanden wir es anhand des Gedichtes zum heutigen Montag und dem letzten Tag des Monats Mai passender und zweitens war der vielgescholtene Monat am Wochenende nun endlich mal sonnig und wärmer, und das mußten wir genießen, euer Redaktionsteam und ich. Also haben wir spontan entschieden, es gibt ein Montags-Feuilleton statt der gewohnten Sonntagsausgabe. 

„Mai kühl und naß füllt dem Bauern Scheun und Faß!“ jaja, das ist eine alte Bauernregel, aber die Bauern werden sowieso bei jedem Wetter subventioniert! „Der Regen tut not…“, leuchtet uns auch ein, wissen wir, aber muß ein kompletter Mai, DER Wonnemonat schlechthin, so gänzlich verregnet und vertrauert sein, es hätte doch auch einfach nächtens regnen können und am Tag mal wenigstens bissel Sonnenschein und spätestens nach den Eisheiligen, die in diesem Jahr mit der gesamten Verwandtschaft anreisten, mal Temperaturen, die das abschalten der Heizung möglich machen, denn das, bitteschön, wäre auch klimafreundlich!!! 

Und nun nimmt er heute seinen Hut, der Monat Mai, wir winken ihm nicht gerade bedauernd nach, obwohl er, das müssen wir nun hier doch zu seiner Ehrenrettung einräumen, der Natur richtig gut getan hat, alles grünt, blüht, sprießt und explodiert draußen, das Ganze dann hübsch frisch gewaschen, doch, das hatte trotz sonstiger Unbilden was! 

Also kommen zu seinem letzten Maientag hier heute noch Fotos aus dem Eulennest, wir sitzen ja hier auch bei Schlechtwetter gut, und haben einen prima Beobachtungsposten über die Natur und den Himmel um uns rum und über uns. 

Und los geht es mit dem Himmel, da haben wir wieder richtig dramatische Himmelserscheinungen an einem, man höre und staune, frühen Morgen erlebt:

Naaa??? Wir machen mal eine Galerie zum anklicken, dann könnt ihr alle Bilder hintereinander in groß gucken: 

Wer es gerne gemütlich hat beim gucken, da hätten wir das ganze auch nochmal als Dia-Show!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bei der Dia-Show sind Bilder, da hat die Frau Chefredakteurin „Kunst“ gemacht,  nämlich einmal in schwarz-weiß mit nur einer Farbe

und der Dramatik wegen noch welche nur in schwarz-weiß:

Hat doch was, oder? 

Am 26. Mai sollte es dann wieder einen Supermond geben, den hat es auch gegeben, lach, aber wir hatten nix davon, denn an dem Tag war es total bewölkt. Aber einen Tag vorher, da zeigte sich der Mond in seiner Pracht hier oben über unserem Eulennest und unserem Birkenpferd, da wird wohl unsere Mimi in heaven wieder ihre Pfoten im Spiel gehabt haben, damit die Frau Chefredakteurin doch noch zu Aufnahmen vom Mond kommen konnte. Ihr wißt es, mein Zoom ist nicht so dolle, trotzdem mögen wir die Aufnahmen sehr, denken wir doch gerade bei Vollmond immer an unseren Co-Autor, unsere rasende Reporterin, unsere Mimi. 

Mond direkt im Birkenpferd, das fanden wir so schön. 

Das ist das Lieblingsbild von Frau Chefredakteurin, wegen der Mondstrahlen, die so schön sichtbar wurden. 

Das war dann unser Supermond im Mai 2021, wir sind recht zufrieden mit den Bildern und hoffen, daß sie euch auch gefallen. 

Wir haben aber noch was mit Mond, „wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft…..“ oder über Mimis Kratzbaum am Wohnzimmerfenster, wir haben ja immer Logenplatz auf Vollmond:

Fand Mimi früher immer so schön, Vollmond gucken, auch von drinnen, aus der Hängematte am Kratzbaum. Damals noch mit den durchsichtigen Vorhängen, die jetzigen sind so quasi Wintervorhänge, deshalb sind sie im übrigen auch unten „angeklammert“, da verteilt sich die warme Heizungsluft besser und zieht nicht über die großen Fenster ab. 

Hier schnattert jetzt gerade mein Redaktionsteam ganz wild durcheinander, wir hätten doch noch was so schönes zu berichten, und das fiele ihnen jetzt gerade wegen Mimi mit den obigen Bildern halt so ein, ich wüßte schon, Stichwort Schlafzimmer! Stimmt, ihr Lieben, das hätte die Frau Chefredakteurin nun beinahe vergessen:

Ich hab euch ja schon oft von meinen unter dem Dach an meinem Küchenfenster brütenden Meisen erzählt, auch mal ein Bild eingestellt vor längerer Zeit, damit ihr euch ein Bild davon machen konntet, wie uneinsichtig das Nest ist und deshalb eben auch leider völlig unfotografierbar, guckt nochmal:

Da, wo der rote Pfeil ist, da ist die Einflugschneise. Ebenso sieht man auch anhand des Bildes sicher, daß es gar nicht einfach ist zu erkennen, welche Vogelart da brütet, die fliegenden Eltern sind kaum bis gar nicht erkennbar, aber bei den Meisen war das halt so, daß sie öfter schon mal kurz an der Mauer „hingen“, bevor sie den Partner im Nest abgelöst haben oder gewartet haben, bis der nach dem füttern wieder raus flog. In diesem Jahr hab ich das überhaupt nicht beobachten können, da kam mir eigentlich schon früh der Verdacht, es könnten vielleicht andere Vogeleltern als meine Meisen dort eingezogen sein, und ich glaub, damit lag ich wohl gar nicht so verkehrt. Denn am letzten Montag gab es hier ein ganz feines Ereignis:

Irgendwas störte mich in meinem Halbschlaf, draußen war es schon hell, im Schlafzimmer raschelte irgendwas, und als ich die Augen aufmachte, flog was kleines vogelliges aufgeregt durch mein Schlafzimmer. Ihr könnt euch sicher alle noch an die Geschichte mit der kleinen Meise erinnern, die den Weg durchs Kippfenster ins Schlafzimmer fand, als Mimi noch lebte und die Aufregung, bis ich Mimi ausgesperrt und die kleine Meise gerettet hatte. Nun ist seit einiger Zeit das Kippfenster defekt, daher hab ich die andere Fensterseite mittels eines Feststellers immer ein wenig ganz geöffnet. Und so war es dieses Mal keine Meise, die in meinem Schlafzimmer umherflatterte, sondern ein kleines und offensichtlich junges Rotkehlchen. Von dem ich eben nun vermute, daß es aus dem Nest stammt, wo sonst die Meisen brüteten, und es in diesem Jahr Rotkehlchen waren, beim flügge werden und ausfliegen hat es vielleicht beim ersten Flug die Fensterbank vom Schlafzimmerfenster erreicht und ist dann rein gehüppt durch den Spalt, und fand den Rückweg natürlich nicht, als es einmal schon durchs Zimmer flog. Also ganz ruhig aufgestanden, dem kleinen Vogel beruhigend zugesprochen, Schlafzimmertüre geschlossen, damit es nicht in die Wohnung abhaut und mir irgendwo vor fliegt, Blumen von der Fensterbank, Fenster ganz geöffnet, zur Seite getreten und das Vögelchen gelockt. Erst flog es oben auf das geöffnete Fenster und guckte ziemlich ratlos, aber dann war schnell klar, wo der Weg in die Freiheit lag, und husch! war mein kleiner Besuch wieder weg. Fliegen konnte das Kleine jedenfalls schon recht ordentlich, da muß man sich wohl keine Sorgen um sein weiteres Wohlergehen machen. Die Elternvögel fliegen auch nicht mehr, sollten sie nochmal zum brüten antreten in diesem Jahr, werde ich mal gucken, daß ich genau beobachten kann, wer nun bei mir unter dem Dach wohnt bzw. gewohnt hat. Rotkehlchen als Untermieter, besser gesagt „Obermieter“ finde ich auch fein. 

Das ist ein Archivbild, Rotkehlchen fotografiert auf dem Friedhof meiner Grafschaft. 

Das war ein aufregendes Erlebnis, sowohl für mich als für das kleine Vögelchen und meine Bärencrew!

Noch was neues gibt es in den grafschaftlichen Redaktionsräumen, guckt mal:

Ich hab wieder eine kleine Avocado-Pflanze angezogen für Balkonien, noch steht sie drinnen wegen der Maikühle die ganze Zeit,

aber wenn es richtig schön angenehm draußen wird, kann sie umziehen. Meine große Avocadopflanze hat ihren damaligen Sturmunfall nach den Ostertagen letztlich doch nicht überlebt, obwohl es erst recht gut ausgesehen hatte. Nun hoffe ich auf eine würdige Nachfolgerin. 

Habt ihr euch gewundert über die Girlande über dem Gedicht? Das sind Salbei-Zweige, blühend, und das nicht ohne Grund, denn guckt mal

so wunderschön blüht unser Salbei draußen jetzt! 

Ich finde die Farbe so schön! 

Tja, nun nimmt er also heute Abschied, der Mai, und was sollen wir euch sagen, gerade zu seinem letzten Wochenende wollte er es aber nochmal wissen und breitete nun endlich mal mailiche Wohlfühltemperaturen, blauen Himmel und Sonnenschein aus, da gab es natürlich bei meinem bärigen Redaktionsteam kein Halten mehr, ab und raus in die Botanik, lach!

lauter vergnügte Gesichter bei meinem Redaktionsteam, da mußte Frau Chefredakteurin doch gleich wieder Mamarazzi spielen. 

Noch jemand war sehr zufrieden, sowohl mit dem Wetter als auch endlich mal wieder mit Gesellschaft auf Balkonien, unser Markenzeichen, unsere Nachteule von Balkonien:

Und wie man hier bereits sieht: Die Glockenblumen blühen!!!

Nun hoffen wir alle auf einen richtig schönen Juni für ganz viel Spaß und Freude auf Balkonien, wir dachten uns das in etwa so: Über Tag so um die 25 Grad, vielleicht mit leichtem Wind, wenn es bissel wärmer würde, und nächtens dann ein feiner, stetiger Landregen, so etwa ab Mitternacht einsetzend, damit man/wir auch laue Sommerabende noch genießen kann, ohne naß zu werden! Wir haben Wünsche! 😂🤣😂

Kleine Juni-Vorschau aus dem Archiv gefällig? Bitte, gerne doch! 

Herrliche Aussichten, finden wir! Und damit schließen wir nun unser kleines Montags-Feuilleton und hoffen sehr, es hat euch allen wieder gefallen und ihr hattet Freude dabei! Wir wünschen euch allen einen schönen und hoffentlich auch wieder sonnigen letzten Maitag/Montag, und eine gute neue Woche, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – tot ziens, au revoir, arrivederci, sayonara, adios, hej da, goodbey, mar sin leat, viszontlátásra, ihr Eisheiligen! ❄🌨☂

Frühlingsbotschaft

Leise zieht durch mein Gemüt
liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
kling hinaus ins Weite.

Kling hinaus, bis an das Haus,
wo die Blumen sprießen.
Wenn du eine Rose schaust,
sag ich laß sie grüßen.

( Christian Johann Heinrich Heine, 1797 – 1856, deutscher Dichter und Romancier, ein Hauptvertreter des Jungen Deutschland, Begründer des modernen Feuilletons)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun sind sie endlich durch, die Herren Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Dame Sophie, gen. die Kalte Sophie, die Eisheiligen. Und nun hoffen wir, daß bei unserem Wetterhäuschen der Mann mit dem Regenschirm sich endlich wieder nach innen verzieht und der Dame für die Sonne Platz macht, die dann ihren Regenschirm hoffentlich zuklappen kann Allerdings machen uns da die Wetterfrösche nicht unbedingt Mut, es wird trotz Wonnemonat Mai wohl noch weiter so usselig sein wie in den Tagen vorher, als die o.g. eisheilige Schwadron durchzog. Jaaaa, der Wetterspruch geisterte natürlich auch gleich in den Redaktionsräumen „Mai kühl und naß, füllt dem Bauern Scheun und Faß“, na, und? Die werden doch eh bei jedem Wetter subventioniert, menno, und unser Balkonien möchte sich auch mal wieder füllen, nämlich mit Redaktionsmitgliedern und Frau Chefredakteurin, einen einzigen schönen Tag im ganzen Wonnemonat, nee!!! Und so haben wir bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung einstimmig beschlossen, wir machen hier mal wieder (seufz!) einen Wettereintrag, und zwar einen „Verschleich-dich-du-kühler-nasser-Grottenmai-und-mach-dem-Wonnemai-Platz-Eintrag“! 🤣😂🤣

Im Mai, da blühen die schönsten Blumen, Maiglöckchen

Das Maiglöckchen (Convallaria majalis) ist eine Pflanzenart aus der artenarmen Gattung Convallaria in der Ordnung der Liliengewächse (Liliaceae). In der Deutschschweiz wird auch der Trivialname Maieriesli verwendet. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Maigl%C3%B6ckchen

Das Maiglöckchen, Symbol des Arztes, der Maria und der Liebe, „das Glück kehrt zurück“ ist ihre Bedeutung, die Blume steht für einen glücklichen Neuanfang, das Ende allen Leidens und die Liebe, sie ist die Blume Mariens, der Mai ist der Monat der Maiandachten zu Ehren Marias, und ihr Bild oder die kleine Statue im Hausaltar wird mit Maiglöckchen geschmückt.

Maiglöckchen im Wonnemonat Mai wunderschön auch zusammen mit den Lieblingsblumen der Frau Chefredakteurin, den Rosen. 

Herrlich im Mai, der Flieder, mit seinen Farben von weiß bis dunkelviolett und seinem betörenden Duft

Flieder (Syringa) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Sie umfasst etwa 20 bis 25 Arten. Sie sind hauptsächlich in Asien sowie in Südosteuropa verbreitet. Der Gemeine Flieder (Syringa vulgaris) wird häufig als Zierstrauch gepflanzt. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Flieder

Der Flieder wird mit Frieden, Romantik, Erneuerung und Vertrauen assoziiert, seinem Duft wird nachgesagt, daß er Harmonie bringen soll, er ist ein Liebesbote: Sind die Fliederblüten weiß, herrscht noch eine gewisse Zurückhaltung, kräftiges Violett signalisiert dagegen stürmische Verliebtheit! Der Flieder wirbt als Strauß um Treue in der Liebe. Die Blüten verbreiten Heiterkeit, die Kelten glaubten, daß man durch den Duft des Flieders in überirdische Welten gelangen kann. Bei Räucherungen empfiehlt er sich für Schutz und Reinigung. 

Später im Mai, schon auf das Ende hin und eng verbunden mit dem Pfingstfest, die Pfingstrose 

 

Die Pfingstrosen (Paeonia), auch Päonien genannt, sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae). Diese Gattung umfasst 32 Arten. Die bekanntesten Sorten sind Stauden, also ausdauernde krautige Pflanzen, deren oberirdische Sprosse im Winter absterben; daneben gibt es auch verholzende Arten und Sorten, die meistens als Halbsträucher, seltener als Sträucher wachsen. Ausgangsformen der Kultursorten sind fast immer gärtnerische Züchtungen der Gemeinen Pfingstrose und der Milchweißen Pfingstrose. Wenige Gartenformen basieren dagegen auf interspezifischen Hybriden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pfingstrosen

Auch die Pfingstrose steht, wie ihre Namensvetterin, die Rose, für die Liebe. Als „Rose ohne Dornen“ gilt auch sie als Marienblume, gilt als Zeichen für Heil, Geborgenheit und mütterliche Liebe. Jahrhundertelang kam nur der Adel in den Genuß, Pfingstrosen im Garten zu haben. In Japan ist sie ein Zeichen für ein langes Leben. Rosafarben stehen sie für den Bund der Ehe, Liebe auf den ersten Blick und schwärmende Verzauberung. Weiße Pfingstrosen symbolisieren Schüchternheit und unterstützen auch eine Entschuldigung. Rote Pfingstrosen stehen für Reichtum, Wohlstand, Ehre und Respekt und sie sind ein Symbol für Leidenschaft.

Bei all den herrlichen Blumen des Monats Mai wollte er hier aber auch nicht vergessen werden, schließlich gehört er ja allein namentlich schon zwingend dazu:

Der Maikäfer, ein Exemplar, vor Jahren fotografiert mitten in der Stadt! 

Nun haben wir alle noch eifrig im Archiv gekramt und zeigen euch unsere Blumenbilder vom Mai, viel Spaß dabei!

Am gestrigen Samstag hat die Frau Chefredakteurin noch ein paar neue Bilder kreiiert, Anlaß war dieser Himmel

es zeigte sich ein bissel strahlendes Blau zwischen dicken Wolken und Düsternis über unserem Birkenpferd

das mußte fotografisch festgehalten werden, weil es so selten war in den letzten Tagen. 

Der Flieder blüht wieder in der Grafschaft

hinten wie die obigen Bilder vorne raus, 

frisch-grüne Tannenspitzen

und herrlich maifrisches Birkengrün:

Die Glockenblumen treiben Knospen

und mein Salbei blüht!

Und damit wären wir nun am Ende unserer heutigen Sonntagsausgabe vom Grafschafter Wochenanzeiger…..oooh, ja, halt, natürlich, mein Redaktionsteam ruft gerade, ich hab doch fast was vergessen, es gibt natürlich noch das feine Frühlingsgedicht von dem Herrn Heine, den unsere Mimi in heaven so verehrte, weil er halt mal ein Gedicht über sie geschrieben hat, für auf die Ohren, büddeschön:

einmal mit Chor und einmal solo

So, nun ist mein Redaktionsteam zufrieden und wir wünschen euch allen einen wunderschönen Sonntag, einen guten Start wieder in die neue Woche, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund. Wir hoffen, unsere Sonntagsausgabe konnte wieder zur guten Laune beitragen, die immer noch so wichtig ist in diesen Zeiten! 

Liebe Sonntagsgrüße von eurem Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia.

Habts fein!  

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – contra vim mortis!

Die Grippe und die Menschen

Als Würger zieht im Land herum
mit Trommel und mit Hippe,
mit schauerlichen Bum, bum, bum,
tief schwarz verhüllt die Grippe.

Sie kehrt in jedes Hause ein
und schneidet volle Garben –
viel rosenrote Jungfräulein
und kecke Burschen starben.

Es schrie das Volk in seiner Not
laut auf zu den Behörden:
„Was wartet ihr? Schützt uns vorm Tod-
was soll aus uns noch werden?

Ihr habt die Macht und auch die Pflicht –
nun zeiget eure Grütze –
wir raten euch: Jetzt drückt euch nicht,
zu was seid ihr sonst nütze!

Es ist ein Skandal, wie man es treibt,
wo bleiben die Verbote-
man singt und tanzt, juheit und kneipt,
gibt’s nicht genug schon Tote?“

Die Landesväter rieten her
und hin in ihrem Hirne,
wie dieser Not zu wehren wär‘,
mit sorgenvoller Stirne;

und sieh‘, die Mühe ward belohnt,
ihr Denken ward gesegnet:
Bald hat es, schwer und ungewohnt,
Verbote nur so geregnet.

Die Grippe duckt sich tief und scheu
und wollte sacht verschwinden –
da johlte schon das Volk aufs Neu‘
aus hunderttausend Münden:

„Regierung, he! Bist du verrückt –
was soll dies alles heißen?
Was soll der Krimskrams, der uns drückt,
ihr Weisesten der Weisen?

Sind wir denn bloß zum Steuern da,
was nehmt ihr jede Freude?
Und just zu Fasnachtszeiten – ha!“
So grölt und tobt die Meute.

„Die Kirche mögt verbieten ihr,
das Singen und das Beten –
betreffs des andern lassen wir
jedoch nicht nah uns treten!

Das war es nicht, was wir gewollt,
gebt frei das Tanzen, Saufen,
sonst kommt das Volk – hört, wie es grollt,
stadtwärts in hellen Haufen!“

Die Grippe, die am letzten Loch
schon pfiff, sie blinzelt leise
und spricht: „Na endlich – also doch!“
Und lacht auf häm’sche Weise,

„Ja, ja – sie bleibt doch immer gleich
die alte Menschensippe!“
Sie reckt empor sich hoch und bleich
und schärft aufs neu die Hippe.

(Verfasser unbekannt, Wochenzeitschrift „Nebelspalter“, Heft 10 des Jahres 1920, 6. März 1920)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, gestutzt über das Gedicht? Tja, die Zeiten und die Menschen ändern sich wohl nie, bevor man zum Schluß des Gedichtes kommt und die Jahreszahl sieht, glaubt man doch wahrlich, die Zeilen wären ganz frisch und neu, aber mitnichten, sie stammen aus der Zeit der Spanischen Grippe. 

Angesichts all der derzeit wieder heftig Blüten treibenden Covidioten-Szene ist das derzeitige Lieblingslied von Reinhard Mey in unseren Redaktionsräumen dieses hier:

https://lyrics.lol/artist/102053-reinhard-mey/lyrics/1269119-es-schneit-in-meinen-gedanken

denn mittlerweile nimmt das ganze querbeet verteilt durch alle Bevölkerungsschichten sich wohl vor allem eines zum Ziel: Die Spaltung unserer Gesellschaft! Jeder gegen jeden ist in dieser Zeit fatal, aber all die Mahner und Schlichter, die Vernünftigen und Besonnenen gehen, so könnte man meinen, gerade unter in „der großen Keilerei…“, auch eine Textzeile von Reinhard Mey aus seinem Lied „Mein guter alter Balthasar“. Und als wäre das alles noch nicht genug, mischen nun auch noch Kunstschaffende mit, unter dem Deckmäntelchen von Satire und gut eingerichtet in der eigenen Wohlfühlblase haut man mal eben ein „Künstler-üben-Kritik-Geschwafel“ raus, das nichts mehr mit Ironie, nicht einmal mehr mit Sarkasmus gemein hat, sondern nur noch blanker Zynismus ist. Da wird sogar Rainer Maria Rilke instrumentalisiert mit den wohl berührendsten Worten, die je über das Thema „Tod“ geschrieben wurden, mit seinen Zeilen „Der Tod ist groß…..“, um dem eigenen Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom zu entkommen. Das ganze dann auch noch dramaturgisch wie inhaltlich grottenschlecht! Falls die Denke bei den o.g. immer noch zu langsam läuft: Dies ist ein Verriß, werte Kunstschaffende samt Regisseur und Vermarkter! Da nützt es dann auch nicht mehr viel, zurück zu rudern, oder mit halbherzigen „Argumenten“ zu versuchen, zu retten was zu retten ist. Da wäre klare Kante angesagt, stattdessen blafft der Regisseur „vons janze“ jetzt alle Verständnislosen für dieses Machwerk an, „Kritik muß wehtun“ (fragt sich in dem Zusammenhang natürlich: Wem?)! Nein, werter Herr, das muß sie nicht, Kritik muß konstruktiv sein, sie muß Lösungsansätze bringen, sonst führt sie zu nichts und ist, mit Verlaub, einfach nur Scheiße und so überflüssig wie ein Kropf! 

Da haben wir in unserer freitäglichen Redaktionssitzung anhand der oben geschilderten Entwicklungen überlegt, welches Scherflein denn wir mit unserem Grafschafter Wochenanzeiger dazu beitragen können, die Eiszeit in den Gedanken wie im Lied von Reinhard Mey zum tauen zu bringen, und da ist uns mal wieder eine alte Tradition zu Hilfe gekommen. In den vergangenen Tagen war das Wetter zwar noch kühl, aber schon sehr frühlingshaft sonnig, es zeichnete sich ganz langsam der Beginn der zukünftigen neuen „Storm-Zeit“ der Frau Chefredakteurin auf Balkonien ab, so hatte sie mal probehalber wieder ihren Storm beim Wickel und ist als erstes bei der Novelle „Der Herr Etatsrat“ hängengeblieben, und genau aus dieser Novelle ergab sich dann der Titel unseres Eintrages zur heutigen Sonntagsausgabe unseres Grafschafter Wochenanzeiger und die Ideen für gedankliches Tauwetter. 

Zitieren wir also mal aus der o.g. Novelle:

„Eine leuchtende Junisonne stand am Himmel und beschien den Sarg und den einzigen, aus Immergrün und Myrten gewundenen Kranz, den Tante Allmachts Stina heimlich am Abend vorher daraufgelegt hatte. Als der Zug unterhalb des Altans angelangt war, scheuchte der Herr Etatsrat den blauen Tabaksqualm zur Seite, indem er herablassend gegen das Gefolge grüßte. „Contra vim mortis, meine Freunde! Contra vim mortis!“ rief er und schüttelte mit kondolierender Gebärde seine runde Hand; „aber recht schönes Wetter hat sie sich noch zu ihrem letzten Gange ausgesucht!“

Contra vim mortis – gegen die Macht des Todes

In unserem Eintrag ist aber nun nicht der biologische Tod gemeint, denn der lateinische Satz „contra vim mortis“ geht eigentlich noch weiter, gänzlich heißt er „contra vim mortis non est medicamen in hortis – gegen die Macht des Todes gibt es keine Medizin im Garten“, was ja letztlich stimmt. 

Wir rufen hier auf zu contra vim mortis – gegen die Macht des Todes von:

  • Liebe
  • Empathie
  • Rücksicht
  • Verantwortung 
  • Zusammenhalt
  • Zärtlichkeit
  • Werte
  • Menschlichkeit

Das alles darf nicht sterben! Wenn wir leben wollen, überleben wollen, dann brauchen wir das alles! Dann werden wir es schaffen, aber das heißt „WIR schaffen das“, ICH schafft das nicht! 

Und so kommen wir hier nun zum Bilderteil unseres Eintrags, denn wer was schaffen will, muß fröhlich sein, und gemäß unserem „himmlischen Auftrag“ von unserer Mimi in heaven sind wir hier Versöhner statt Spalter und Mahner statt Brechstange, das hat sich der Grafschafter Wochenanzeiger von Anbeginn auf seine Fahnen geschrieben. Was würde sich da mal wieder besser anbieten als unser aller geliebtes Balkonien, das langsam in den Frühling startet. 

Alles, was grünt, fast blüht und drinnen überwintert hat, drängt nun wieder hinaus in die Sonne, links unser Orangenbäumchen, Mitte der prächtig überwinterte Salbei und rechts der Thymian. 

Der Salbei setzt bereits Blüten an, wir haben uns so gefreut, das war eine kleine Würzpflanze aus dem Discounter, sie hat sich so toll entwickelt und den Winter prima überstanden. 

Sieht doch prima aus, oder? 

Der Thymian ist ebenfalls wieder ausgeschlagen nach dem langen Winter, auch er hat den Frost überlebt. Alle Pflänzchen waren ja auch gut eingepackt in der kalten Jahreszeit. 

Das selbstgezogene Orangenbäumchen hat den Winter im kühlen Schlafzimmer verbracht und freut sich sehr über den nun wieder wärmenden Sonnenschein. Und das steigende Licht! 

Zu unserer größten Freude ist auch die kleine Johannisbeere wieder ausgeschlagen und wächst Licht und Sonne entgegen, 

wir sind sehr gespannt, ob sie heuer Früchte tragen wird. 

Ganz zaghaft

schlägt auch der Oregano wieder aus, wir werden weiter berichten, wie er sich entwickelt. 

Auch unsere langjährige Glockenblume bekommt schon ganz zarte Knospen, wie wir uns da schon wieder aufs blühen freuen, dann wird uns ganz sicher auch wieder unsere alljährliche Hummel besuchen, um sich am süßen Nektar zu berauschen. 

Die kleine Birke steht wieder in voller Pracht und Blätterschmuck

einmal eine Gesamtansicht von Balkonien! 

Unser Birkenpferd

bekommt allmählich wieder grüne Konturen, die Birken schlagen aus. 

Samt blauem Himmel mit zarten Schleierwölkchen. 

Drinnen freut sich schon jemand auf die Outdoor-Saison

unser Erdbeerelfchen steht ganz erwartungsvoll in den Startlöchern bereit und freut sich vor!

Essen hält Leib und Seele zusammen, sagt man, da hätten wir nun auch noch was ganz feines für euch, denn die Frau Chefredakteurin hat nun endlich mal das erste Gericht mit den neuen Gewürzen aus dem damaligen Adventskalender gekocht, das Gewürz war das aus dem Türchen 8 des letztjährigen Adventskalenders, Ras el-Hanout, die leckere, orientalische Gewürzmischung

https://de.wikipedia.org/wiki/Ras_el-Hanout

und dieses leckere Gericht ist nachgekocht worden:

Hackfleischpfanne mit Ras el Hanout

  • 1 Zwiebel gewürfelt
  • 2 Zehen Knoblauch gepresst oder fein gewürfelt
  • 360 g Rinderhackfleisch
  • 1 rote Paprika gewürfelt
  • 200 g Spinat frisch
  • 300 g Brokkoli frisch
  • 1-2 EL Ras el Hanout
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Olivenöl

Öl in die Pfanne geben, erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig anschwitzen. Hackfleisch dazu geben und durchbraten. 1 EL Ras el Hanout dazu geben und durchmischen. Brokkoli hinzu und 3 – 4 Minuten mitbraten. Paprika dazu und weitere 4 – 5 Minuten braten. Spinat in die Pfanne geben und weiter braten, bis das Gemüse gar ist. Mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Ras el Hanout abschmecken, mit Joghurt und einer Beilage nach Wahl servieren. 

Und so sah das Ergebnis aus:

Lecker, oder? Es duftete verführerisch! Dazu gab es eine Jogurt-Minze-Soße mit Gurke

mit Kurkuma gewürzt

und ein Kümmel-Fladenbrot

Auch das hat so gut geduftet, ich hab meine Bärencrew gar nicht mehr aus der Küche bekommen, hihihihi! 

Fertiges Menü mit lecker Rotwein!

Und wo wir schon einmal bei kulinarischen Köstlichkeiten sind: Ich hatte noch einen fertigen salzigen Mürbeteig im Kühlschrank liegen, da hab ich dann grünes Pesto auf die Teigplatte gestrichen, das ganze mit gehobeltem Parmesankäse bestreut, aufgewickelt und gebacken, tadaaaa:

Sieht das nicht lecker aus? Das war es auch, kann man verschiedene Dips beimachen, dann hat man einen feinen abendlichen Fernsehsnack! Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, war mein Redaktionsteam begeistert, sie stehen ja nicht nur und ausschließlich auf süß! Aber auch da kamen sie noch auf ihre Kosten, im Tiefkühlfach schlummerte nämlich noch Tiramisu-Eis! 🐻🐻🐻🐻🐻🍨🍦🍨🍦🍨

So, bevor wir nun den Eintrag für unsere heutige Sonntagsausgabe schließen, erlauben auch wir uns mal eine kleine, augenzwinkernde Kritik an der derzeitigen Corona-Politik, betreffs der Zögerlichkeiten der Anordnung von Maßnahmen 😉😊

https://www.otto-reutter.de/index.php/couplets/texte/222-der-gewissenhafte-maurer.html

und schließen den Eintrag mit nochmals einem Lied von Reinhard Mey, bei dem wir so inständigst hoffen, daß sich der Titel bewahrheiten möge:

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-vernunft-breitet-sich-aus-uber-die-bundesrepublik-deutschland-f2e

Und damit wünschen wir allen unseren Lesern einen schönen, geruhsamen und entspannten Sonntag, bleibt oder werdet alle gesund, paßt auf euch auf, kommt gut wieder in die nächste neue Woche und denkt alle daran: Et hätt noch emmer joot jejange! (Köllsches Grundgesetz, Artikel 3)

Maach et joot, ävver nit zo off (Köllsches Grundgesetz, Artikel 8) wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Mimis erster Himmelsgeburtstag 🕯🌻☁⭐

Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen
sich tiefer und tiefer ins Herz hinein,
und während Tage und Jahre verstreichen,
werden sie Stein.

Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre,
sie scheinen zerronnen wie Schaum.
Doch du spürst ihre lastende Schwere
bis in den Traum.

Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
die Welt wird ein Blütenmeer.
Aber in meinem Herzen ist eine Stelle,
da blüht nichts mehr.

(Ricarda Huch, 1864 – 1947, deutsche Schriftstellerin, Dichterin, Philosophin und Historikerin)

Mit diesem Bild begann im August 2012 meine geliebte Mimi ihre Karriere als euer aller Co-Autor in diesem Blögchen, später setzte sie diese als rasende Reporterin im Grafschafter Wochenanzeiger fort, und mit diesem Bild verabschiedete sie sich im April 2020 von euch, das ist das letzte Bild, das ich am 5. April 2020 von ihr gemacht habe, am 8. April 2020 hat sie dann für immer ihre schönen Augen geschlossen und den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten. 

Das ist nun heute genau ein Jahr her, es ist ihr erster Himmelsgeburtstag. 

Ihrem geliebten Redaktionsteam und mir, der Frau Chefredakteurin, fehlt sie immer noch sehr, aber die große Traurigkeit hat auch wieder Platz für ein Lächeln, ja, sogar manchmal wieder für ein Lachen über die Erinnerungen an unsere gemeinsamen Erlebnisse in all der langen Zeit, die sie bei mir, bei uns, verbracht hat in ihrem geliebten Zuhause und ihrem schönsten Zimmer, ihrem Balkonien, das sich wieder auf seine Saison vorbereitet wie weiland im April 2020, als sie es zum letzten Mal genießen konnte.