Grafschafter Wochenanzeiger – zwischen Frust und Hygge

Großer Zorn 

Mein Zorn ist groß und fürchterlich,
ja, fürchterlich und groß,
denn dieser dumme Erdplanet
blamiert sich grenzenlos.

Ich wollt‘, ich wär‘ ein Haifisch
im tiefen, tiefen Meer!
Dann fräß‘ ich alles, was da schwimmt,
vergnüglich ringsumher.

Oder ein Aasgeier möcht‘ ich sein
mit scharfer, scharfer Krall‘:
Ich fräß das ganze Vogelgeschlecht,
Kolibri wie Nachtigall.

Ich wollt‘, ich wär‘ eine Klapperschlang‘
in der dummen freien Natur:
Vergiftet wär‘ in kurzer Zeit
die ganze Kreatur!

Ich wollt, ich lief mit Wutgebrüll
herum als Mordhyäne,
ich nähm‘ die ganze Menschheit wild
als Frühstück zwischen die Zähne.

Am End‘ fräß ich mit kaltem Blut
mich selber noch dazu,
denn eher kommt meine große Wut
doch nimmermehr zur Ruh.

(Joseph Victor von Scheffel, 1826 – 1886)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Wenn ich mich hier als Chefredakteurin unserer Zeitung in der trauten Runde meiner Leser mit der heutigen Sonntagsausgabe in den Händen so umsehe, dann sehe ich doch allwieder mal die Fragezeichen in euren Augen. Schon eine seltsame Mischung, die herbstliche Kürbisgirlande und ein Gedicht über Zorn, und auch der Titel gibt Rätsel auf?

Tja, eigentlich sollte dies einfach nur ein hübscher, herbstlicher Eintrag werden, aber noch bevor wir uns in unseren Redaktionsräumen zur freitäglichen Redaktionssitzung zusammen setzen konnten, holte uns ein Ereignis ein, das meine Zornesader schwellen ließ und den Frust im Titel erklärt. Muß ich jetzt ein bissel ausholen:

Seit März diesen Jahres bedingt die Corona-Zeit möglichst wenig reisen, viele Urlaubspläne oder andere reisebedingenden Unternehmungen sind wohl bei allen ins Wasser gefallen, so auch bei meinen Kindern. Um aber wenigstens noch die Natur und die nähere Umgebung ungefährdet von Bus- und Bahnreisen erkunden zu können, haben sie sich Mitte August Fahrräder gekauft. 

Und waren so glücklich, sind gleich am ersten Tag schon losgeradelt, haben seitdem schon so manchen feinen Ausflug damit unternommen, sind schon zur Arbeit damit gefahren, und haben in ihrer unmittelbaren Stadtumgebung sogar ein herrliches Waldgebiet entdeckt. 

Das Glück war nur von kurzer Dauer, denn stellt euch bloß vor: Am letzten Donnerstag sind ihnen die Räder aus dem verschlossenen Keller gestohlen worden! Aufgebrochen, der Keller, und die Räder waren weg! Natürlich war die Polizei da und hat den Diebstahl aufgenommen, aber in solchen Fällen besteht ja meist wenig Hoffnung, den Diebstahl aufklären zu können, den/die Dieb(e) dingfest zu machen und die gestohlenen Räder wiederzubekommen. Ihr könnt euch sicher alle vorstellen, wie groß Frust und Zorn sowohl bei den Besitzern als auch bei mir waren. 

Und das gab eben nun den Anlaß sowohl für den Titel unseres heutigen Eintrags als auch für das Gedicht. Hier hingen erst mal alle Köpfe bei unserer Redaktionssitzung am Freitag, weil wir das als so gemein und hinterhältig empfanden. Es wird euch beim lesen der Schandtat nicht anders ergangen sein, denken wir uns. 

Da brauchte es ein bissel Zeit, bis wir uns so langsam wieder auf den eigentlichen Eintrag besinnen konnten, den wir aber trotzdem hier noch einstellen möchten, er war doch auch schon so schön vorbereitet und die Mühe sollte nicht umsonst sein, außerdem braucht alles im Leben seine Waage! 

Also fangen wir nun noch einmal mit einem kleinen Gedicht an, zum eigentlichen Thema konnte ich dieses Mal echt nicht fündig werden, aber das ausgesuchte paßt auch: 

Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält;
denn heute löst sich von den Zweigen nur,
was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

 

(Christian Friedrich Hebbel, 1813 – 1863)

Kein goldener Oktober weit und breit, Usselwetter allerorten, da haben wir es uns in unseren Redaktionsräumen so richtig hyggelig gemacht, und da ist es, das Wort, das ebenfalls im Titel vorkommt, Hygge: Vertrautheit, Behaglichkeit, Geborgenheit, Wärme, eine Art, mit kalten und dunklen Herbst- und Winterabenden umzugehen. Dazu gehört Tee

ebenso wie Kerzenschein  

Und Zeitungen! Feine Zeitungen mit Herbstbildern, ihr kennt ja alle mein Sammlergen, da hat die Frau Chefredakteurin mal wieder in alten Broschüren geblättert, und ist fündig geworden für unseren Beitrag zur heutigen Sonntagsausgabe. 

Früchte des Herbstes, Kürbisse! 

Die Kürbisse (Cucurbita) bilden eine Pflanzengattung aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Bekannte Vertreter sind der Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima), der Moschus-Kürbis (Cucurbita moschata) und der Garten-Kürbis (Cucurbita pepo), die landwirtschaftlich genutzt werden.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCrbisse

Es gibt eine solche Vielfalt an Sorten von Kürbissen, und einige wollen wir euch nun hier mal vorstellen:

Butternut/Butternuß, für (fast) alles zu gebrauchen, Suppen, Risotto oder Ofengemüse. 

Mandarinenkürbis, gebraten mit Petersilienpesto, gefüllt oder roh als Salat, der Minikürbis schmeckt süßlich. 

Ölkürbis, aus ihm stammen die feinen und gesunden grünen Kürbiskerne, die auch zu Öl gepreßt werden können. 

Accorn, ein grüner Kürbis, sehr gut roh zu verzehren und ganz köstlich, fein gehobelt als Salat. Gekocht schmecken sie süß und mehlig. 

Baby Boo, das ist der richtige Mini-Kürbis für kleine Gärten. Er schmeckt süßlich mit fruchtig-nussigem Aroma und ist als Dekokürbis sehr beliebt. 

Spaghetti-Kürbis, den Namen hat er davon, daß sein faseriges Fruchtfleisch wie die Nudeln aussehen. So kann man ihn auch verarbeiten: Kochen, Stränge auffasern und mit Nudelsoße servieren. 

Marina di Chioggia, er wird auch „Drachenkürbis“ genannt, weil er eine grüne, gefaltete Oberfläche besitzt, er kann bis zu 5 kg schwer werden. Sein dunkelgelbes Fleisch schmeckt maronenartig. 

Hokkaido, wohl einer der bekanntesten Kürbissorten, man muß ihn nicht schälen und er schmeckt vielseitig: salzig, süß, als Suppe, Blechgemüse oder Kartoffel-Kürbis-Pürree. 

Crown Prince, er hat nussiges Fruchtfleisch, eignet sich für Kürbisrisotto, oder in Spalten geschnitten zum kurzbraten mit Knoblauch. 

Muskatkürbis, Muscat de Provence, kann man nach dem backen (den ganzen Kürbis) als Pürree verarbeiten. 

Bischofsmütze, oder Turbankürbis, er ist ideal für Suppen, weil man die Suppe in der Schale servieren kann, bedeckt mit dem vorher abgeschnittenen gewölbten Deckel. 

Zu so was leckerem, sowohl für den Gaumen als auch fürs Auge, gehört natürlich dann auch wieder das hier:

Unser Rezeptbüchlein!

Kürbisknödel (Zutaten für 5 – 6 Knödel)

  • 200 g altbackene Semmeln, klein geschnitten
  • 100 ml Wasser
  • 100 ml Sahne
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL frisch gehackte Petersilie
  • 200 g Kürbis (Hokkaido oder Butternuß)
  • 1 EL Butter
  • 1 TL Salz, eine Prise Pfeffer
  • 1 EL Chiliflocken
  • 2 Eier
  • 150 g geriebener Käse
  • etwas frisch geriebene Muskatnuß
  • Parmesan zum bestreuen
  • 1 EL Kürbiskernöl

Semmeln in eine Schüssel geben. Sahne und Wasser mischen, leicht erwärmen und über die Semmelmasse gießen, 15 Minuten ziehen lassen. Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden, in etwas Butter andünsten und die Petersilie zugeben. Den Kürbis waschen, in kleine Würfel schneiden und ca. 5 Minuten in Butter weich dünsten, mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen. Die gedünsteten Zwiebel und die Kürbismasse zum Knödelteig geben, ebenso die Eier, den geriebenen Käse und die frisch geriebene Muskatnuß. Die Masse mit den Händen kräftig durchmengen. Sollte der Teig zu feucht sein, 1 – 2 Eßlöffel Mehl dazugeben. Mit feuchten Händen 5 – 6 Kürbisknödel formen, in simmerndem Wasser die Knödel gar ziehen lassen. Anrichten, Parmesan drüber hobeln und mit Kürbiskernöl beträufeln. 

Guten Appetit!

Der Kürbis ist im übrigen das Symbol der Apotheker, die ihn früher als Vorratsgefäß für Arzneimittel und Pulver verwendeten, vor allem im alten China, dadurch ist er zu einer Magie für ein langes Leben geworden. Bei den Afrikanern ist er ein Symbol der Fruchtbarkeit, und  über die Kelten und ihrem Fest Samhain in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November kam er zu Ruhm und Ehren, ausgehöhlt, mit furchteinflößenden Masken geschnitzt und mit einer Kerze, die ihn von innen beleuchtet, kennen wir ihn zu Halloween:

 

Für die Römer war er ein Sinnbild für Aufgeblasenheit und Dummheit, schnell wachsend, hohl und aufgeblasen und schnell verderblich. 

In der Medizin ist der Kürbis bekannt für Wirkungen z.B. bei Entzündungen, Nierensteinen, Depressionen, Hautirritationen und parasitären Infektionen. Das Öl der Kürbiskerne enthält Stoffe, die dazu führen, dass sich Darmparasiten nicht an der Darmwand anhaften können. Die Kerne an sich sind ein natürliches Diuretikum. Das bedeutet, sie wirken harntreibend und helfen so auch bei Blasenbeschwerden. 

Damit sind wir nun am Ende unseres heutigen Sonntagsblättchen zu Ehren des Kürbis! Wir hoffen, es hat euch allen wieder gefallen und wünschen euch einen schönen, herbstlichen Sonntag. Paßt bitte weiter alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, laßt euch nicht die Zuversicht rauben, daß auch wieder bessere Tage kommen als die derzeitigen! Eine liebe Umarmung von uns für euch alle!

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger

mit Mimi in heaven und Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – 30 Jahre Wiedervereinigung: Ein Reisebericht

Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? vielleicht dein Lebensglück . . .
vorbei, verweht, nie wieder.

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang,
die dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hasts gefunden,
nur für Sekunden . . .
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider;
Was war das? kein Mensch dreht die Zeit zurück …
Vorbei, verweht, nie wieder.

Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Es sieht hinüber
und zieht vorüber . . .
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider.
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.

(Kurt Tucholsky, 1890 – 1935 )

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger zum heutigen Feiertag! 

30 Jahre Wiedervereinigung!

Und da fiel doch der Frau Chefredakteurin ein, daß da noch was in den Archiven unserer Zeitung steckt, das sich herrlich zu diesem Tage eignen würde, eine kurze Beratung bei der freitäglichen Redaktionsbesprechung mit meinem Team und die Sache war gebongt: Es folgt ein Reisebericht von der Frau Chefredakteurin herself, wie unschwer an der Girlande unseres Eintrags zu erkennen ist, aus dem Osten unseres nunmehr seit 30 Jahren wiedervereinigten Landes, nämlich aus Frankfurt/Oder und Umgebung, bereist anno domini im Juli 1993!

Von dieser Reise gibt es nämlich ein Foto-Album

dann schlagen wir es mal auf:

Bemerkungen alle von der Frau Chefredakteurin, die das Album auch gestaltet hat, lach! 

1993, das war nicht lange nach der Wiedervereinigung, Björns Papa ist derzeit nach der Wende in den Osten „abkommandiert“ worden, um in seinem Berufsfeld „drüben“ Einarbeitungen zu geben, war ganz begeistert von Land und Leuten und so haben wir 1993 diese Urlaubsfahrt angetreten. Unser Hotel: 

und das Frühstückszimmer

Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt, Björn war ja dazumalen auch erst 12 Jahre alt, und hatte zu seiner größten Freude ein eigenes Zimmer zwei Zimmer vor unserem. Mit eigenem Fernseher und Kühlschrank. Toll! 

Frankfurt/Oder

gleich am ersten Tag war Stadterkundung angesagt

alles vorhanden an Reiseführer, was man dazu braucht. Ich war jedenfalls vom historischen Frankfurt/Oder restlos begeistert, zumal im Juli hunderte!!! von Schwalben um Rathaus und Kirche flogen, so kannte ich das aus unseren Städten nicht. 

Von Frankfurt aus haben wir viele Ausflüge unternommen, einer davon ging an den Helene-See,

der Prospekt, auch die Bilder von dort sind aus dem Prospekt, auch da haben wir wahrscheinlich mal wieder mehr gefilmt als fotografiert. 

Aber gerade vom Helene-See haben wir auch noch ein paar eigene Bilder, ich glaub, die hat Björn dazumalen sogar noch mit meiner kleinen und einfachen Agfa-Klick gemacht:

Mutter und Sohn am abendlich glänzenden und glitzernden See. 

Mama alleine! 

Still ruht der See!

Das ist ein herrliches Fleckchen Erde, überhaupt die ganze Umgebung dort, ich hatte in meinen Reisenotizen im Foto-Album vermerkt, daß mich die ganze Landschaft nicht nur an die Bücher von Fontane, und da natürlich logischerweise die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, erinnerte, sondern auch an Th. Storm, denn die Landschaft hat etwas nordisch-herbes, und auch die Erzählungen meines alten Lieblingslehrers aus Ostpreußen bekamen hier landschaftliche Kontur. 

Das nächste Blatt im Fotoalbum zeigt das hier

die hübschen Marktstände sind dazumalen von Björn gemalt worden, die eingeklebte Papierspitze zwischen dem Text hat ihre Bewandtnis, zu der wir noch kommen. Wir waren natürlich auch bei unseren polnischen Nachbarn zu Besuch, über die Oderbrücke in Frankfurt ist das ein Katzensprung, und ich glaub, ich muß hier bei euch allen nicht erwähnen, daß die Bezeichnung „Polenmärkte“ nichts abwertendes beinhalten, ganz im Gegenteil. Die Spitze symbolisiert nämlich zum Beispiel die wundervollen Spitzenhandarbeiten, die dort erworben werden konnten. Und auf dem Markt in Guben gab es herrliches Gemüse, ich konnte mich da immer gar nicht los reißen. Auf beiden Märkten war alles vertreten, was das Herz begehrte, Kleidung, Porzellan, Keramik, Glas, die erwähnten Spitzenerzeugnisse, und lecker Essen gab es dort auch, zum Beispiel ganz erstklassige Schaschlikspieße! 

Nächster Ausflugspunkt:

Jaaaa, lach, ihr lieben Leser, ich mal wieder, das muß doch immer sein bei mir, bissel Veräppelei, natürlich hatten wir im Juli nicht ein solches Wetter im Spreewald, hihihihi! Aber sieht doch einfach bezaubernd aus, oder? Deshalb hab ich es ja auch mitgebracht und eingeklebt. 

„Stoßkahnfahren“ auf den Spreewaldkanälen, da kommt man sich vor wie in Venedig, allerdings singt der spreewäldlerische Gondolierie nicht so schön wie sein Kollege in Venedig, lach! 

Dieses Haus ist eine Art „Jugendherberge“, da war Björn damals ganz begeistert bei dem Gedanken, dort mal mit seiner Schulklasse Klassenfahrt hin zu machen und dann morgens mit dem Kahn zum Brötchen holen staken, hihihihi! 

Wir fanden es wundervoll dort, das ist noch oder war zumindest damals noch fast unberührte Natur, und auch ein bissel mystisch und geheimnisvoll, im Spreewald gibt es viele Sagen, und als ich dort dann auch noch meine geliebten Schwälbchen

mal einfach so in den Büschen entdeckt habe,

hatte der Spreewald mein Herz gestohlen! 

Wir waren dann auch noch im Spreewald-Museum Lübbenau-Lehde

ich liebe solche Freiluftmuseen, zum Glück sah das meine Familie immer genauso, also hatten wir alle Spaß beim gucken. 

Wie man sieht! Das Häuschen hätten wir am liebsten gekauft, so hab ich es damals im Fotoalbum untertitelt. 

Außer Schwalben und, wie hier zu sehen, Schafe, hat mich noch was so begeistert, was es bei uns nicht so oft zu sehen gab, nämlich das:

Störche! Sie hatten überall ihre Nester in den Dörfern um Frankfurt/Oder, das war eine Freude, denn so live und in freier Wildbahn hatten wir sie noch nicht gesehen. 

Tolles Nest, oder?

 

Hier gehört eine lustige kleine Anekdote hin, Björn hatte mit seiner Oma zuhause telefoniert, hatte ihr von den vielen Störchen erzählt und sie hat ihm dann gesagt, da solle er mal gut aufpassen, daß der Storch die Mama nicht ins Bein beißt! Da Björn zu der Generation Kinder gehörte, die nicht mit der Storchenmär vom Kinder kriegen groß geworden ist, war er nach dem Gespräch sehr ratlos und meinte, da sei die Oma doch wohl bissel überbesorgt, wie solle der Storch denn wohl die Mama beißen! Wir haben herzlich gelacht und unseren Sohn erst einmal „aufgeklärt“! 

Nächste Station:

Das Schiffshebewerk in Niederfinow

Ein technisches Meisterwerk! Das ist die Ansicht der unteren Wanne.

Von dort unten

nach hier oben wird das Schiff angehoben. Wir konnten einem Schleusenvorgang beiwohnen. 

Und in den Gestängen der Schleuse nisteten die Schwalben! 

Aussicht auf die Landschaft

Und nun kommen wir zum Höhepunkt unserer Reise

Wir fuhren nach Berlin!

Im Fotoalbum/Reisetagebuch hab ich dazu folgendes notiert:

Die Fahrt nach Berlin begann wie es sich gehört mit einem Stau. Aber wir schafften es und fanden etwas außerhalb auch sofort einen Parkplatz. Beunruhigende Frage: Brauchten wir einen Parkschein? Zum Glück lief uns ein echter Berliner Polizist über den Weg, er hätte mit seiner Figur und mit seinem Aussehen am besten noch eine Pickelhaube tragen müssen! Unsere Frage wurde freundlichst beantwortet: „Ick jloobe nich, det da eener kontrolliert!“ Ein schöner Anfang!

Fernsehturm am Alexanderplatz, der „Alex“! Stolze Höhe: 365 m, wir waren oben. 

Ganz Berlin liegt uns zu Füßen! 

Ich zitiere weiter aus unserem Fotoalbum:

Vom Alex aus gingen wir über die berühmte Straße „Unter den Linden“ auf das Brandenburger Tor zu, es war ein so bewegender Augenblick, vom Osten Berlin aus auf das Brandenburger Tor zuzugehen, ohne Mauer und Stacheldraht, einfach durch, wunderbar! 

Und genau dieser herrliche Augenblick war es, an den ich mich erinnert habe und weshalb ich euch heute zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung diesen Eintrag machen wollte. 

Mit dem Taxi sind wir dann zum Kudamm gefahren, da wollten wir doch auch unbedingt hin, der Taxifahrer war ein echter Berliner, stolz auf seine Stadt, während der Fahrt hat er uns alles, was er wußte, über „sein“ Berlin erzählt. Und wo ließ er uns aussteigen? Na, klar, „Kudamm Ecke Tauentzien“, wie es in dem berühmten Lied von Hannes Wader heißt: „Hallo Taxi, schnell zum Kudamm, Ecke Tauentzien….“ (Kokain, Hannes Wader). 

Wir waren dann noch an der Gedächtniskirche, und in der neuen Kirche dort, deren Fenster ganz in blau gehalten sind, ein wunderbarer, ganz stiller Moment nach all dem Trubel draußen, das blaue Licht der Fenster, Orgelmusik, für einen Augenblick Besinnung und Dankbarkeit, hier sein zu dürfen, ermöglicht eben auch durch die Wiedervereinigung. 

Wir haben übrigens keinen Koffer in Berlin, aber dafür von anno dunnemals von unserer Reise noch ein Gutscheinheft von einem Restaurant in Berlin, 

ob sie den wohl auch über den Dezember 1993 hinaus noch einlösen würden, lach?! Beachtet mal die Preise: D-Mark! 

Und weiter geht es: Potsdam, Sanssouci!

Im Juli, in der üppigsten Vegetation, war es herrlich in Sanssouci! Erwähnt werden muß hier noch das Schloß Charlottenhof, als Kronprinzenschloß Friedrich Wilhelm IV. errichtet, was Björn zu der Bemerkung veranlaßte, daß er als Sohn eines Königs gleich ein eigenes Schloß statt eines Kinderzimmers hätte, vorwurfsvoller Seitenblick auf seinen Vater, lach! 

Wir waren in diesen Tagen auch immer herrlich speisen, das gehört ja auch zu einem Urlaub, am liebsten taten wir das hier

eine Dorfgaststätte am Rande von Frankfurt/Oder, wo wir zum ersten Mal Soljanka gegessen haben, so lecker, und ich durfte mir sogar das Rezept mit nach Hause nehmen, ich koch es heute noch oft, jetzt in der Herbstzeit ist wieder die genau richtige Zeit für dieses deftige Essen. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Soljanka

Ganz besonders war aber das Essen an einem anderen Tag, nämlich diesem

Wir haben nämlich in unserem Urlaub in Frankfurt/Oder unseren 20. Hochzeitstag gefeiert, Björns Papa und ich, das war ein herrlicher Abend im Ratskeller von Frankfurt/Oder. Und Schampus im Hotel! 

Mein Fotoalbum/Reisetagebuch endet mit diesem Bild

Sonnenblumenfelder, die haben wir überall gesehen. 

Erwähnenswert wäre nun noch, daß wir im Oktober des gleichen Jahres nochmal mit dem Wohnmobil am Helene-See auf dem Campingplatz waren, der Oktober war golden und auch das waren herrliche Tage! 

Damit endet nun unser Beitrag vom Grafschafter Wochenanzeiger zum heutigen 30. Jahrestag der Wiedervereinigung. Ich hoffe, es hat euch allen gefallen, und darf in eigener Sache noch vermerken: Nun hat er mich auch erwischt, der neue Editor, bei diesem doch wieder etwas umfänglichen Eintrag hab ich mich aber für die Classic-Variante entschieden, mal gucken, wie ich mich später peu à peu in den neuen einarbeite. 

Da am Sonntag auch Erntedankfest ist, schließe ich unseren Eintrag mit schönen Herbstbildern

 

Wir wünschen euch allen ein wunderschönes Wochenende, einen guten Feiertag, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger 

mit Mimi in heaven, und Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Update

Ihr Lieben alle, wir sind wieder daheim, haben aber leider keine guten Nachrichten.

Mimi hat Krebs, wir können jetzt nur noch hoffen, daß wir noch ein wenig eine gute Zeit haben. Und ich bin dankbar, daß wir die seit November noch haben durften, ich kann nicht mehr schreiben, ich danke euch allen so sehr für eure Teilnahme und Unterstützung hier, nun hab ich in diesen ohnehin so schweren Tagen keinen Lichtblick für mich und euch.

Bitte, bleibt alle gesund und paßt auf euch auf, wir schicken ganz, ganz liebe, traurige Grüße.

Grafschafter Wochenanzeiger – Rusemondach – Wir gehen ins Theater!

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Wie war zu Köln es doch vordem
mit Heinzelmännchen so bequem!
Denn, war man faul, … man legte sich
hin auf die Bank und pflegte sich:
Da kamen bei Nacht,
ehe man’s gedacht,
die Männlein und schwärmten
und klappten und lärmten
und rupften
und zupften
und hüpften und trabten
und putzten und schabten …
und eh ein Faulpelz noch erwacht …
war all sein Tagewerk … bereits gemacht!

Die Zimmerleute streckten sich
hin auf die Spän‘ und reckten sich.
Indessen kam die Geisterschar
und sah, was da zu zimmern war.
Nahm Meißel und Beil
und die Säg‘ in Eil;
und sägten und stachen
und hieben und brachen,
berappten
und kappten,
visierten wie Falken
und setzten die Balken …
eh sich’s der Zimmermann versah …
klapp, stand das ganze Haus … schon fertig da!

Beim Bäckermeister war nicht Not,
die Heinzelmännchen backten Brot.
Die faulen Burschen legten sich,
die Heinzelmännchen regten sich –
und ächzten daher
mit den Säcken schwer!
Und kneteten tüchtig
und wogen es richtig
und hoben
und schoben
und fegten und backten
und klopften und hackten.
Die Burschen schnarchten noch im Chor:
Da rückte schon das Brot, … das neue, vor!

Beim Fleischer ging es just so zu:
Gesell‘ und Bursche lag in Ruh.
Indessen kamen die Männlein her
und hackten das Schwein die Kreuz und Quer.
Das ging so geschwind
wie die Mühl‘ im Wind!
Die klappten mit Beilen,
die schnitzten an Speilen,
die spülten,
die wühlten
und mengten und mischten
und stopften und wischten.
Tat der Gesell die Augen auf …
wapp! hing die Wurst da schon im Ausverkauf!

Beim Schenken war es so: Es trank
der Küfer, bis er niedersank,
am hohlen Fasse schlief er ein,
die Männlein sorgten um den Wein
und schwefelten fein
alle Fässer ein
und rollten und hoben
mit Winden und Kloben
und schwenkten
und senkten
und gossen und panschten
und mengten und manschten.
Und eh der Küfer noch erwacht,
war schon der Wein geschönt und fein gemacht!

Einst hatt‘ ein Schneider große Pein:
Der Staatsrock sollte fertig sein;
warf hin das Zeug und legte sich
hin auf das Ohr und pflegte sich.
Da schlüpften sie frisch
in den Schneidertisch
und schnitten und rückten
und nähten und stickten
und faßten
und paßten
und strichen und guckten
und zupften und ruckten, –
und eh mein Schneiderlein erwacht:
War Bürgermeisters Rock … bereits gemacht!

Neugierig war des Schneiders Weib
und macht sich diesen Zeitvertreib:
Streut Erbsen hin die andre Nacht.
Die Heinzelmännchen kommen sacht;
eins fährt nun aus,
schlägt hin im Haus,
die gleiten von Stufen
und plumpen in Kufen,
die fallen
mit Schallen,
die lärmen und schreien
und vermaledeien!
Sie springt hinunter auf den Schall
mit Licht: Husch husch husch husch! –
Verschwinden all!

O weh! Nun sind sie alle fort
und keines ist mehr hier am Ort!
Man kann nicht mehr wie sonsten ruhn,
man muß nun alles selber tun!
Ein jeder muß fein
selbst fleißig sein
und kratzen und schaben
und rennen und traben
und schniegeln
und biegeln
und klopfen und hacken
Und kochen und backen.
Ach, daß es noch wie damals wär‘!
Doch kommt die schöne Zeit nicht wieder her!

(Text: August Kopisch, Bilder von Oskar Herrfurth, Postkartenserie)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger: Da isser, der Rosemundach, das Hochfest des Kölner Karnevals!

In unserer wochenendlichen Redaktionssitzung gab es aber erst einmal grübelnde und ratlose Gesichter, den Rosenmontag gab es ja hier im Blögchen schon etliche Male, was also sollte die Redaktion da noch neues bringen beim ersten Rosenmontag im Grafschafter Wochenanzeiger??? Mimi blätterte derweil in unserem Karnevals-Archiv und da fiel ihr Blick auf das Jahr 2016: „Guck mal, Frau Chefredakteurin, da hatten wir doch mal so einen kleinen Narren in unserem Eintrag, könnten wir da nicht nochmal was mit machen?“ „Mööönsch, Mimi, gute Idee, denn weißt du, zu dem kleinen Narren gehört ja noch eine ganze Spielschar, die hol ich jetzt mal raus und dann fotografieren wir die mal, und dann mal gucken, was wir da für einen Eintrag mit klöppeln können!“ Gesagt, getan: Die Redaktionsmitglieder waren begeistert, aber guckt einfach erst einmal selbst:

An den kleinen Narren, zweiter von links, da könnt ihr euch sicher alle erinnern, den Pumuckl hatten wir auch schon mal in einem Eintrag, aber die restlichen Protagonisten sind euch noch allesamt unbekannt! Der kleine Narr, König, Großmutter und das vorne liegende Krokodil sind Original Dresdner Handpuppen, in Björns Kindertagen erworben. Und die beiden Handpuppen rechts außen sind von mir selbst gemacht, ein Räuber und ein Zauberer, da haben wir immer Kasperletheater mit gespielt! Zum Krokodil gibt es eine süße kleine Geschichte vom damals erst dreijährigen Björn: Das Krokodil wird ja in jedem Kasperletheater immer als gefährliches Tier verprügelt, als seine kleinen Freunde, die hier mitgespielt haben, das dann mit seinem auch machten, hat er ihnen das Krokodil von der Hand gerissen und in seine Arme genommen und getröstet und empört erklärt, sein Krokodil wäre ganz lieb und friedlich und dürfe nicht verprügelt werden!

Gucken wir nun mal die Puppen im Detail:

Der Pumuckl, selbst gestrickt! Björn liebte Pumuckl!!!

Den Narren kennt ihr ja schon und hier schleicht sich schon der König ins Bild eine weitere der Dresdner Handpuppen, ebenso wie die Großmutter. Jetzt kommen wir zu meinen selbst genähten:

Der Räuber, da war Björn immer so begeistert von dem Räuberhut! Aber seine Lieblingspuppe war der Zauberer guckt mal genau hin, er hat in seiner rechten Hand sogar einen Zauberstab! Nochmal die ganze Truppe bissel aufgehellt

und eine kleine Porträt-Galerie:

Zeigt her eure Füße, hihihihi!

Ja, und da standen wir nun mit unserer Puppentheater-Galerie und wußten doch wieder nicht so recht weiter, aber da hatte dann Otto, unser Handelsreisender, die zündende Idee: „Mööönsch, Frau Chefin, ick war doch neulich bei Ihre Kinderkes in Köln, und auf der Fahrt, da bin ich hier vorbei gekommen:

https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4nneschen-Theater

Wie wäre es denn…..“ jaaaa, weiter kam Otto nicht, dann überschlugen sich hier die Kommentare vor Begeisterung, au, ja, au, ja, wir fahren mit alle Mann am Rosenmontag dahin!!! Eine prima Idee, Otto, dann gehen wir am Rusemondach standesgemäß in Kölle ins Theater! Und alle sind herzlichst eingeladen:

Treffpunkt: Natürlich in den euch bekannten grafschaftlichen Redaktionsräumen! Nach einem bissel vorglühen mit kleinen Snacks und Getränken

hält Mimi nochmal ihre schon legendäre Büttenrede von anno domini 2013!

Helau, alaaf, ihr Narren hier,
es meldet sich das Katzentier!
Seit Donnerstag läuft nun die Chose
daß hier der Öffner meiner Dose
total verrückt spielt, ach du Schreck,
kaum sind die Weihnachtssachen weg,
da trabt sie tanzend durch die Räume
und singt (falsch!) bis in meine Träume,
vom Räuber, Sultan und Kamelle,
da sträubt sich mir mein Nackenfelle,
Luftschlangen dekoriert sie da
wo sonst mein Knuffelkissen war,
und langsam dämmert es auch mir,
der Fasteleer ist wieder hier!

Und da ich bin ne liebe Katze,
so wink auch ich mal mit der Tatze,
und möchte euch und Frauchen hier
mit einer Büttenred`Plaisir
und ganz viel Freude heute machen,
darum kriegt ihr jetzt was zum Lachen,
und ich erzähl, da seid ihr platt,
was sich heut zugetragen hat,
als ich am Mittag, kaum zu glauben,
es wollte mir den Atem rauben,
auf dem Balkon am Boden sah:
Ein Amseltier, wie wunderbar,
mein Mittagessen, fein serviert,
mit leckerem Grün schon dekoriert.

Ich schlich mich an auf leisen Pfoten,
denn Vogeljagd ist hier verboten!
Was ich vor Jagdeifer vergaß,
da gab es ja auch noch das Glas
von der Balkontür, ach, du Graus!
Wie krieg ich das denn bloß da raus?
Und kaum gedacht, da war`s geschehn,
das Amseltier hat mich gesehn!
Es flog davon! Kommt nicht in Frage,
du haust nicht ab, wenn ich dich jage!
Ein Sprung! Doch ich erwischte
nur die Gardine, und die zischte
mit mir dran hängend auf den Boden,
die Stange war auch ganz verbogen,
die Amsel weg und mir ganz flau,
ach, was ne`peinlich-dumme Show!
In diesem Sinn: Alaaf – helau!

Bufftäää, bufftäää, bufftäää, bumm-bumm!

Und dann geht es los, bitte alle Platz nehmen in unserem närrischen Bulli

und ab geht die Fahrt nach Kölle ins Hännesche-Theater! Für unterwegs gibt es noch feine Karnevalslieder! Alle mitsingen, Klatschmarsch, und ab die wilde Fahrt!

Und dann viel Spaß im Kölner Hänneschen-Theater!

Ganz klar, daß wir als Truppe vom Grafschafter Wochenanzeiger natürlich auch einen Blick hinter die Kulissen werfen durften:

Wir hoffen, allen hat es richtig Spaß gemacht, mal was ganz anderes zum Rosenmontag!

Dann geht es mit dem närrischen Bulli wieder zurück zu den grafschaftlichen Redaktionsräumen, wo mit einem feinen kalten Karnevalsbuffet und diversen Getränken unsere Rosenmontagsfeier endet!

Zum Abschluß unserer Feier noch einmal das Lied von den Bläck Fööss „Unsere Stammbaum“ zum Gedenken an die Opfer von Hanau, Hand in Hand gegen Haß und Gewalt!!!

Habt alle einen schönen, friedlichen Rusemondach und eine gute neue Woche, wünschen euch von Herzen das Redaktionsteam des Grafschafter Wochenanzeiger und die Freelancer Otto und Lucia.

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Stern über Bethlehem

Geburt Christi

Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte
dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt?
Sieh, der Gott, der über Völkern grollte,
macht sich mild und kommt in dir zur Welt.


Hast du dir ihn größer vorgestellt?

Was ist Größe? Quer durch alle Maße,
die er durchstreicht, geht sein grades Los.
Selbst ein Stern hat keine solche Straße.


Siehst du, diese Könige sind groß,
und sie schleppen dir vor deinen Schoß
Schätze, die sie für die größten halten,


und du staunst vielleicht bei dieser Gift -:
aber schau in deines Tuches Falten,
wie er jetzt schon alles übertrifft.


Aller Amber, den man weit verschifft,
jeder Goldschmuck und das Luftgewürze,


das sich trübend in die Sinne streut:
alles dieses war von rascher Kürze,
und am Ende hat man es bereut.
Aber (du wirst sehen): Er erfreut.

( Rainer Maria Rilke)

Zum ersten Mal im Grafschafter Wochenanzeiger, zum 8. Mal im Blögchen:

Dreikönigstag, die Sternsinger kommen!

Zur vielleicht noch unter dem Weihnachtsbaum (falls er noch steht, lach) stehenden Krippe gesellen sich nun die Heiligen Drei Könige.

Das ist die kleine Holzkrippe, die wir in Björns Kindertagen mal erworben und selbst bemalt haben, ich erwähnte sie im Adventskalender und nun möchte ich sie euch auch nochmal zeigen.

Einer der Heiligen Drei Könige hat sich wohl dazumalen der Bemalung entzogen, muß ich mal nachholen, bevor ich die kleine Krippe wieder einräume.

Am Dreikönigstag ziehen in jedem Jahr wieder die Sternsinger durch die Gemeinden, mein Sohnemann hat seit Kindergartentagen da jedes Jahr wieder begeistert dran teilgenommen, anfangs als kleiner Sternträger

wie hier auf dem Schattenbild!

Später dann als einer der Heiligen Drei Könige.

„Mein“ König steht ganz links, und hier ist auch der Sternträger zu sehen.

Die feine Krone haben wir selbst gebastelt, und wie das nun mal im verstaubten Archiv einer Zeitung so ist, es gibt sie noch:

bissel verknittert, aber noch gut zu erkennen! War Björn so stolz drauf!

Bevor die Sternsinger durch die Gemeinden ziehen, Lieder vor den Türen singen, ihren Segen bringen und mit geweihter Kreide oder heute auch mit entsprechenden Aufklebern an die Türen schreiben und um Spenden bitten, werden sie in einem feierlichen Gottesdienst „ausgesandt“.

 

Das war die Aussendung der Sternsinger in dem Jahr, aus dem die oben eingestellten Bilder von Björn als König stammen, in unserer Katharinenkirche.

Es ist eine gute Sache, für die die Kinder da durch die Gemeinden ziehen, in diesem Jahr ist das Motto und der „Dreikönigszettel“ dieses hier:

Ein bissel Info zur Sternsingeraktion

https://www.domradio.de/themen/koelner-dom/2019-12-27/tausende-sternsinger-sind-nrw-unterwegs

Wer mag, kann sich in diesem Link die diesjährige Aussendungsfeier in Osnabrück anschauen

https://www.domradio.de/video/eroeffnung-der-aktion-dreikoenigssingen

oder, mein Favorit, die aus dem Kölner Dom!

https://www.domradio.de/video/dioezesane-aussendungsfeier-der-sternsinger-im-koelner-dom

Die Heiligen Drei Könige brachten dem Jesuskind Geschenke mit, und da haben wir uns hier bei unserer Redaktionssitzung zu diesem Eintrag gedacht, das wäre doch ein prima „Aufhänger“, euch unsere Weihnachtsgeschenke noch zu zeigen, zumal ja der Dreikönigstag auch einer der ersten Abschlußtage der Weihnachtszeit ist.

Da sind sie!

Ganz lieben Dank vom Redaktionsteam an alle lieben Schenker hier aus dem Blögchen, wir haben uns sooooo gefreut!!!

Dieses Geschenk ist von meinen Kindern, Ohrringe mit Türkisen (ich liebe Türkis, den Stein und die Farbe!!!) dazu gehört noch ein Ring, gleiche Fassung wie die Ohrringe in oval, der muß aber noch bissel weiter gemacht werden und befindet sich noch in Köln, lach!

Und dieses Geschenk hat Ruddi ganz besonders gefreut, ein 0 €-Schein im Bilderrahmen, mit Ruhrpott und „Glück Auf“! Das ist von Steffis Bruder und Familie! Wo wir gefeiert haben.

Unsere diesjährig erhaltenen Weihnachtskarten hängen alle wieder an der bekannten Leine

bzw. stehen auf dem Drucker, weil die Leine voll war!

Eine Karte muß ich besonders hervorheben, die hat mir Brigitte/Plauen wieder vom Kunsthandwerkermarkt mitgebracht und geschickt, da sind wir alle ganz verliebt drin, und ich wette, ihr auch:

Das ist wieder so eine schöne aufklappbare, ich finde die so entzückend!

 

Das Wetter ist zur Zeit ja mal wieder absolut unsäglich graueste Tristesse, somit werden wir zum Dreikönigstag heute unsere Weihnachtsdeko noch nicht wieder in Kisten und Kasten räumen, hier darf noch geleuchtet werden, das vertreibt eventuell aufkeimende miese Stimmung!

Zumal ja auch mein Bäumchen wieder steht, das schöne, von Mama geerbte künstliche mit seinen bernsteinfarbigen Lichtern, und natürlich mit gute Laune machenden Eisbären dran!

Und Lauras Stern

Glitzerbildchen

und einem wunderschönen Holzrelief

Hier nochmal hinter dem Windlicht zu sehen, wie groß es eigentlich ist! Und Brigitte/Plauen Karte in ganzer Pracht!

Zur Aufhellung der Stimmung und zur Feier des Dreikönigstages hab ich noch einen weihnachtlichen Glühweinkuchen gebacken

sieht bissel wie ein verspäteter Plumpudding aus, lach, und ist soooo lecker!

Bedient euch, und macht es euch mit einer Tasse Kaffee oder Tee auch schön gemütlich heute!

Und damit kommen wir nun so langsam zum Ende dieses Eintrages, zum feierlichen Eintreffen der Sternsinger, die uns mit einem schönen Lied, das titelgebend für den Eintrag war, in ganz besonderer Weise ALLE einstimmen

als Hausmutter sowohl dieses Blögchens als eben auch als Chefredakteurin des Grafschafter Wochenanzeigers obliegt es mir, den Segen an die Haustüre der Redaktionsräume zu bringen

20*C+M+B+20

Christus mansionem benedicat

Möge der Engel, der die Botschaft vom Frieden in die Welt brachte, an deinem Haus nicht vorübergehen. Möge das Kind, das seine Göttlichkeit hinter der Armut verbarg, in deinem Herzen eine Wohnung finden.

(Irischer Segenswunsch)

Bleibt behütet und beschützt von Engeln und ein gesegnetes Neues Jahr 2020

wünscht euch allen noch einmal im Weihnachtskleidchen das Team vom Grafschafter Wochenanzeiger

                             Monika, Mimi,          Ruddi                   Bruno                Hamish

und die Freelancer Otto und Lucia.

Habts fein!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 16

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Der Wald schläft

Friedlich schläft der Winterwald.
Rauhreif glitzert auf den Fichten.
Märchen werden zur Gestalt,
und es leben Spukgeschichten.

Ruprecht steigt herab ins Tal.
Unter tiefverschneiten Tännchen
stapft der alte Rübezahl,
trippeln kleine Wichtelmännchen.

Brombeerstrauch und Seidelbast
schlummern an der Haselhecke.
Eichkatz träumt auf einem Ast
unter weißer Daunendecke.

Buchen ragen stark und alt
aus dem Schnee wie Patriarchen.
Friedlich schläft der Winterwald,
und man hört die Bäume schnarchen.

(Fred Endrikat)

Hallo, ihr lieben Leser vom Adventskalender im Grafschafter Wochenanzeiger, das Team vom selbigen

Frau Chefredakteurin Monika und Reporterin Mimi,

unser Volontär Ruddi

Redaktionsbote Bruno und unser Außenkorrespondent

Hamish setzen hier nun mal eine alte, drollige Tradition unserer gesammelten Adventskalender in diesem Blögchen fort: Ein „Schwächeanfall“ zu den Türchen 16 oder 17, eine kurze Ideenlosigkeit, die infolgedessen stets für ein kurzes Türchen zu jeweils einem der Daten oder beiden zusammengefaßt führte, lach!

Somit haben wir heute also ein Gedicht, das versammelte Redaktionsteam in Wort und Bild, und ein Video, das Reporterin Mimi (da es ja eigentlich ihr lustiges Montagstürchen wäre!) unbedingt nochmal hier einstellen wollte, weil es eben doch ein lustiges Türchen werden sollte!

Ihr erinnert euch? Text steht bei Youtube drunter, dann singt und swingt mal mit

Lustige Bildergalerie folgt noch

und dann sagen wir tschüß und wünschen euch einen ganz feinen Montag und einen guten Wochenbeginn der letzten Woche vor Weihnachten, macht euch keinen Streß, bleibt oder werdet gesund und

habts fein, euer Team vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 12

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Leanabh an àigh

Leanabh an àigh, an Leanabh bh‘ aig Màiri
Rugadh san stàball, Rìgh nan Dùl;
Thàinig do ’n fhàsach, dh’fhuling ’n ar n-àite
Son‘ iad an àireamh bhitheas dhà dlùth!

Ged a bhios leanabain aig rìghrean na talmhainn
An greadhnachas garbh is anabarr mùirn,
‚S geàrr gus am falbh iad, ’s fàsaidh iad anfhann,
An àilleachd ’san dealbh a‘ searg ’san ùir.

Cha b’ionann ’s an t-Uan thàinig gur fuasgladh
Iriosal, stuama ghluais e’n tùs;
E naomh gun truailleachd, Cruithfhear an t-sluaigh,
Dh’éirich e suas le buaidh o ùir.

Leanabh an àigh, mar dh’aithris na fàidhean;
‚S na h-àinglean àrd‘, b’e miann an sùl;
‚S E ’s airidh air gràdh ’s air urram thoirt dhà
Sona an àireamh bhitheas dhà dlùth.

(Mary M. Macdonald)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, die Frau Chefredakteurin meinte, wenn ihr das Gedicht seht, dann habt ihr wieder die hier so berühmten Fragezeichen in den Augen, lach, weil niemand von euch auch nur ein Wort versteht, aber ich glaub, spätestens, als ihr mich gesehen habt, war euch schon klar, wo der Eintrag hingeht, oder?

Genau, richtig geraten, das ist ein schottisch-gälisches Gedicht, und nun ist auch klar, was das für ein Türchen wird hier heute zum Bergfest: Ich berichte euch von Weihnachten in Schottland!

Von dem obigen Gedicht gibt es lediglich eine Übersetzung ins englische

Child in the manger, infant of Mary,
Outcast and Stranger, Lord of us all,
Child Who inherits all our transgressions,
All our demerits upon Him fall.

Once the most holy Child of salvation
Gently and lowly lived here below.
Now as our glorious mighty Redeemer,
See Him victorious over each foe.

Prophets foretold Him, Infant of wonder;
Angels behold Him on His throne.
Worthy our Savior of all our praises;
Happy forever are His own.

(Mary MacDonald ,1789-1872, übersetzt ins englische von Lachlan Macbean, 1853-1931,)

Unsere Frau Chefredakteurin hat den englischen Text mal durch den Google-Übersetzer „gejagt“, und das stelle ich euch hier nun auch noch ein, dann wissen doch alle wenigstens über den Inhalt Bescheid:

Kind in der Krippe, Kind von Maria,
Ausgestoßener und Fremder, Herr von uns allen,
Kind, das alle unsere Übertretungen erbt,
alle unsere Fehler auf Ihn fallen.

Einst das heiligste Kind der Erlösung
sanft und bescheiden lebte hier unten.
Jetzt, als unser herrlicher, mächtiger Erlöser,
sehen sie Ihn als Sieger über jeden Feind.

Propheten sagten ihn voraus, Kind des Wunders;
Engel sehen ihn auf seinem Thron.
Unser Retter, aller unserer Lobpreisungen würdig;
für immer glücklich sind seine eigenen.

Ich hab mich sehr gefreut, daß wir dieses Gedicht gefunden haben, ich kenn es aus meiner Heimat in Schottland, und es ist nicht nur ein Gedicht, es ist auch ein Lied, das Gedicht ist vertont worden,

die Melodie wird euch bekannt vorgekommen sein, nicht wahr? Genau, „Morning has broken“, „die Melodie hieß ursprünglich Bunessan (nach dem gleichnamigen Ort (gäl. Bun Easain) im Südwesten der Insel Mull), damals bekannt mit dem Text des gälischen Weihnachtsliedes Leanabh an àigh („Kind der Freude“), das von Mary MacDonald (1789–1872) geschrieben wurde. (Quelle: Wikipedia)

So, ihr lieben Leser alle, nun berichte ich euch mal von Weihnachten in Schottland:

Wir Schotten verstehen es, Feste zu feiern, gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit, und so beginnen die Feierlichkeiten am  Nationalfeiertag zu Ehren des Schutzheiligen Sankt Andreas am 30. November und gehen über Weihnachten bis zum weltberühmten schottischen Silvesterfest “Hogmanay”.

Das eigentliche Weihnachtsfest war in Schottland über 425 Jahre verboten, denn seit dem Jahre 1583 galt das Weihnachtsfest in Schottland im Auge der Kirche als abtrünnig und somit war der 25. Dezember durchweg ein Arbeitstag. Die Messen durften erst nach Feierabend besucht werden, und wer es wagte, bunt zu schmücken, den erwarteten Bußen.

Tatsächlich ist der 25. Dezember erst seit 1958 ein offizieller Feiertag in Schottland und auch der 26. Dezember gilt gerade einmal seit 1974 ebenfalls als Feiertag.

Aus diesem Grund gibt es nun natürlich nicht so viele alte Bräuche zum Weihnachtsfest in Schottland, es sind dann eben zahlreiche Bräuche aus anderen Ländern übernommen worden.

Und wie in vielen anderen Ländern auch: Essen und trinken am „Yule Tide“ (gälisch: Weihnachtsfest) ist natürlich ganz besonders wichtig, und da herrschen ja meist auch lang überlieferte Traditionen. Lecker essen vor dem heimischen Kamin, hach, ihr Lieben, da gerate ich ins schwärmen, ich liebe (natürlich!!!) die schottische Küche!

Sieht das nicht herrlich gemütlich aus? Nehmt Platz, ich verschwinde mal kurz in der Küche und guck, wie weit das Weihnachtsmenü ist!

Am Weihnachtsabend gehört zum Hauptgang der Truthahn mit Kartoffeln und Gemüse. Christmas Pudding oder Mince Pie (ein traditionelles englisches Weihnachtsgebäck) sind typische Nachspeisen. Und was natürlich unter keinen Umständen beim Festmenü fehlen darf, ist das Shortbread , ein Mürbteiggebäck und soooo lecker!

Und wißt ihr, was richtig fein und für uns Schotten auch ganz wichtig ist zu Weihnachten? Die Dekorationen! Da bin ich hier bei meiner Frau Chefredakteurin und meinen Mitarbeitern richtig prima gelandet, denn die lieben Deko zur Advents- und Weihnachtszeit ja auch so sehr! Fühl ich mich gleich wie zu Hause! Da gibt es nämlich dann bunte Papiergirlanden, und Gestecke aus Stechpalmen und Immergrün, damit werden die Räume geschmückt.

Fenster und Türen sind genau wie hier bei euch auch bei uns in Schottland mit bunten Lichtern geschmückt, hier gegenüber von unseren Redaktionsräumen sieht das ja auch alles so schön aus, ich sag ja, ich fühl mich richtig heimisch!

 

 

 

Die Weihnachtsbäume werden bei mir zu Hause meist recht bunt dekoriert, oder ganz klassisch mit Stroh- und Papiersternen.

Und so, wie wir Bärenjungs hier zum Nikolaus unbedingt unsere Strümpfe an den Kamin hängen wollten, so ist das auch in Schottland, da gehören lange, dekorierte Strümpfe auf jeden Fall zu Weihnachten.

Die werden dann zur Bescherung mit Leckereien und kleinen Geschenken gefüllt. Die schottische Bescherung findet übrigens am Morgen des 25. Dezembers statt.

Eine weitere Tradition ist es, das Kaminfeuer am 1. Weihnachtstag nicht erlöschen zu lassen. Dem Mythos nach könnten sich sonst böse Elfen Ihren Weg durch den Kamin bahnen. Mancherorts finden sogar große Lagerfeuer statt.

Natürlich gibt es in meiner Heimat auch Weihnachtsmärkte

zum Beispiel in meiner Heimatstadt Edinburgh

Da habt ihr was zu gucken, hihihihi!

Nun hab ich noch ein bissel schottische Weihnachtsmusik für euch

und damit schließe ich nun den Eintrag von der Weihnachtszeit in meiner schottischen Heimat. Ich hoffe, ich bin meinem Ruf als Außenreporter gerecht geworden und ihr habt alle euren Spaß gehabt!

„Nollaig Chridheil“ oder auf deutsch „Frohe Weihnachten“ heißt es in Schottland, genießt die restliche Adventszeit, deren Hälfte ja heute bereits um ist. Bleibt oder werdet alle gesund, habt einen schönen Tag, unsere Frau Chefredakteurin hat heute morgen wieder die zweite Frühschicht in dieser Adventszeit!

Habts fein wünscht euch euer Außenreporter Hamish mit dem gesamten Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Update!!!

Nachträgliche Geschenke

Das Fest ist um, der Tisch geräumt,
verklungen sind die Lieder.
Der schöne Traum ist ausgeträumt,
der Alltag hat uns wieder.
Auf einmal kommt von ungefähr
ein Gruß und ein Geschenk daher.
Das sind die schönsten Feste oft,
die unerwartet, unerhofft.

Der Herbst ist um, das Feld geräumt,
verstummt der Vöglein Lieder.
Des Sommers Traum ist ausgeträumt,
der Winter hat uns wieder.
Auf einmal kommt von ungefähr
ein Tag mit Sonnenschein daher.
Die Feiertage sind so schön,
die gar nicht im Kalender stehn.

(Fred Endrikat)

Hallo, ihr lieben Leser alle, hier meldet sich nochmal kurz euer Hamish guckt doch büdde alle nochmal in unseren Halloween-Eintrag rein, da sind zu unserer Gästeschar noch zwei Gäste hinzu gekommen, die ihr bestimmt auch alle endlich mal zu sehen bekommen möchtet, nämlich Angel und Balou von Frauchen Bine. Sie konnten leider nicht kommen, aber uns endlich mal Bilder zukommen lassen von sich! Hat sich die gesamte Redaktion so drüber gefreut!

Das Update haben wir hier nun einfach extra erstellt, weil wir den Titel von Halloween nicht „verhunzen“ wollten!

Guckt nochmal rein, es lohnt sich, und wir wünschen euch allen ein wunderschönes erstes Novemberwochenende, macht es euch alle fein und falls es novembrig-trüb sein sollte, haben wir einfach Sonne im Herzen! Bleibt oder werdet alle gesund und

habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Die Redaktion macht Urlaub…..?!

Reisegeldgedicht

Es gibt der Worte nicht genug,
um Heim und Heimat laut zu preisen.
Um zehn Uhr vierzig geht mein Zug.
Adieu! Adieu! Ich muss verreisen.

Mein Reisekoffer, frisch entstaubt,
folgt seiner Sehnsucht in die Weite
und hat mir freundschaftlich erlaubt,
daß ich ihn unterwegs begleite.

Und Sehnsucht, Kohle und Benzin
soll uns recht fern durch Fremdes treiben,
damit wir denen, die wir fliehn,
recht frohe Ansichtskarten schreiben.

Auf Wiedersehn! Ich reise fort.
Mein Reisegeld sucht andres, andre.
Bis ich erkenne: Hier ist dort
und neu vergnügt nach Hause wandre.

(Joachim Ringelnatz)

Ich seh sie wieder, die Fragezeichen in euren Augen, ihr lieben Leser!

Die Redaktion macht Urlaub…..?! Urlaubsberichte!

Wir haben in der letzten Redaktionssitzung mal wieder hingebungsvoll in unserem Archiv gekramt und festgestellt, daß wir ja schon mal Urlaubsberichte hier in loser Folge eingestellt haben, aus Tossa de Mar in Spanien, aus Rovinj im ehemaligen Jugoslawien, aus Urlauben am Meer, da haben wir einstimmig beschlossen, wir setzen die Serie mal fort! Es ist ja Ferienzeit, da paßt das doch prima! Na, dann Koffer gepackt? Dann kann es ja losgehen!

Ihr erinnert euch alle noch an das Bild vom letzten Eintrag, mit dem ich einen Cliffhanger zu diesem gemacht habe?

Habt ihr euch überlegt, wo das wohl sein könnte? Und hatte jemand von euch auch eine Idee? Noch bissel weiter raten? Es ist ein See, ein großer See, im Süden, genauer in Italien! Und??? Dämmert’s? Genug gezappelt, ich lös das Rätsel mal auf:

Lago di Garda, der Gardasee!

Der Gardasee (italienisch Lago di Garda oder Bènaco), einer der oberitalienischen Seen, ist der größte See Italiens. Sein antiker Name lautete von etwa 200 v. Chr. bis 800 n. Chr. Lacus benacus. Der Name soll von einer alten Gottheit namens Benacus abstammen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Gardasee

Es ist mir tatsächlich das genaue Jahr dieses Urlaubs nicht mehr bekannt, wahrscheinlich im Zeitraum von 1976 – 1979, also in der Zeit als Ehepaar noch ohne Kind. 14 Tage herrlicher Urlaub an einem sooooo wunderschönen See, da wir aber länger als die 14 Tage Urlaub hatten, sind wir mit dem Auto gemütlich runter „gebummelt“, wir wollten noch einiges am „Wegesrand“ sehen und mitnehmen.

Also Auto gepackt

und ab ging die Fahrt. Unser erstes Ziel auf der Strecke war Wasserburg am Inn. Warum gerade dort, das hat eine Geschichte, meine Mutter schwärmte immer sehr von der Schauspielerin Maria Schell, und die wohnte ja lange in Wasserburg am Inn, und da wollte ich das selber mal sehen und Mama dann erzählen können, lach! Kurz vor dem Ziel an einem Rastplatz mal eben mit Mama telefonieren und Bescheid geben, daß wir gleich da wären!

Der Ehemann wartete derweil geduldig

wir machten dann auch noch bissel Rast vor der Weiterfahrt.

Wasserburg am Inn!

Ich war begeistert!

Hier haben wir auch einmal übernachtet, in diesem Hotel, grandios!

Nächster Halt: Bad Reichenhall!

Auch das Auto mußte mal verschnaufen, hihihihi,

und wir brauchten eine Erfrischung!

Angekommen, Bad Reichenhall

St. Pankraz, katholische Wallfahrtskirche

Die Originalbilder, die ich wieder abfotografiert habe, haben mitunter ein quadratisches Format, das ließ sich schwer mit der Kamera gut einstellen, deshalb sind manche Fotos halt „im Original“, also nicht rangezoomt! So wie dies obige hier.

Gegend:

Auch in Bad Reichenhall haben wir übernachtet, in einer süßen kleinen Pension mit Familienanschluß, das war so gemütlich, da waren wir auch 2 Tage. Von dort aus sind wir nach Berchtesgaden weitergefahren. Und hatten Pech mit dem Wetter: Regen!

Dann kam eine nächste Station, die ein ganz glühender Wunsch von mir war: Salzburg!

Einmal, weil Salzburg eng mit Mozart verbunden ist und ich Mozart einfach göttlich finde. Und zum zweiten, und für mich am wichtigsten, weil es eine ganz alte Kinderliebe von mir war, mal Salzburg zu sehen, und zwar deshalb:

Ihr erinnert euch vielleicht an meine Buchvorstellungen aus dem reichen Fundus meiner Bücher, und dieses Buch hatte mir mal meine Mama geschenkt, weil „ich“ da drin vorkomme, eine Monika, hihihi, und das ganze spielt in Salzburg, die Geburtsstadt von der Protagonistin Monika, die sie innig liebt. Anhand der Stadtbeschreibungen hatte ich mir als Kind schon ein Bild von Salzburg im Kopf gemacht, also mußte ich das doch unbedingt live sehen. Und ich hab wirklich einiges anhand des Buches „wiedererkannt“, das war so wonnig!

Mein Papa hatte uns bei unseren Urlaubsfahrplänen im Hinblick auf Salzburg bereits vor dem berühmt-berüchtigten „Salzburger Schnürlregen“ gewarnt

https://de.wikipedia.org/wiki/Schn%C3%BCrlregen

na, und da es ja in Berchtesgaden schon geregnet hatte, setzte sich die Tradition fort, original Salzburger Schnürlregen:

Auch die Pferde der Salzburger Fiaker fanden das nicht besonders erhebend, wie man deutlich sehen kann:

Einzig Mozarts Geburtshaus ist so fotografiert, daß man den Regen nicht sieht!

Es war herrlich in Salzburg, ich hab es trotz des Regens so genossen, wir waren natürlich auch auf der Festung, das hat mir so gut gefallen, vor allem der Blick von dort oben. Aus unseren 70ger-Jahre-Urlauben gibt es leider nicht soviel Bilder, da wir damals viel gefilmt haben, da ich aber schon einige Filmchen, die Björns Papa mir ja digitalisiert hatte, angeguckt habe, werde ich euch irgendwann mal eine „als-die-Urlaubsbilder-laufen-lernten“-Serie davon nachreichen, die muß ich nämlich dann noch bei Youtube hochladen.

Ab Salzburg ging es dann endlich Richtung Gardasee, wir sind über den Reschenpass gefahren, wir wollten nicht die Allerweltsroute über den Brenner nehmen. Abenteuer pur, lach! Aber eine landschaftlich herrliche Strecke. Das Ziel unserer Reise am Gardasee war Limone, ein bezauberndes Städtchen, ich hab euch mal wieder ein Video rausgesucht

Unser Hotel lag einfach wunderbar, das Cliffhanger-Bild war die Aussicht von unserem Balkon im Hotel

aus diesen drei Bildern hatte ich im Fotoalbum eine Art Collage gelegt, ich hab das mal versucht, bildlich festzuhalten, guckt mal:

So waren die im Original:

Herrlich, oder? Das Hotel war auch ganz bezaubernd, und ich hab mal im Netz recherchiert, das gibt es noch, das ist dieses hier:

https://www.neckermann-reisen.de/hotels/9143-dirce-villa.html

Achtet bei dem Bild vom Hotel mal auf die „Absperrungen“ zwischen den Balkonen und vergleicht das mal mit dem obigen Collage-Bild links! Oder mit dem folgenden Bild, da konnte man nämlich herrlich sonnenbaden,

ich, in der Türe gespiegelt, hihihihi, mit Sonnenhut! Außer diesem etwas „gewagten“ Bikini hatte ich noch einen ganz wunderschönen selbst gehäkelten, das war mal modern, in türkis, ganz entzückend, hihihihi!

Heute wird da sicher mehr Rummel sein als dazumalen, da war das noch recht beschaulich, es ist auch größer geworden, hab ich auf den Bildern gesehen. Zu unserer Zeit war der damalige Hotelchef noch selbst an der Rezeption, wir haben oft mit ihm geplaudert, und da gibt es so eine süße kleine Anekdote, die wir beide, mein Exmann und ich, im Gedächtnis behalten haben: Der Hotelchef war leidenschaftlicher Sternengucker und hatte auch ein richtig gutes Teleskop, und eines abends erzählte er uns, er wäre so enttäuscht, er hätte gestern Nacht seinem Sohn mal solch schöne Konstellationen am Sternenhimmel zeigen wollen, aber sein Sohn hätte so gar kein Interesse dafür gezeigt, er war da richtig sauer drüber, und wir haben mal vorsichtig gefragt, wie alt denn der Sohnemann sei, man weiß ja, daß Teenager da schon mal eher mürrisch sind bei elterlichen Bemühungen, und da sagte er uns doch: 2!!! (in Worten: zwei!!) Jahre alt sei sein Sohn. Wir haben ein bissel Bedauern geheuchelt und auf unserem Zimmer so herzlich über diese Geschichte gelacht, tun wir heute noch, wenn sie mal wieder aufs Tapet kommt.

Damit es nicht zu langweilig wird mit Text hier, unterbreche ich nochmal mit einem Video von Limone, viel Spaß dabei!

Die Vegetation am Gardasee ist ja so herrlich, die Kräuter wachsen da wild, die Hecken sind aus Lorbeer, Orangen und Zitronen wachsen am Baum,

ich hab gesammelt, was das Zeug hält, und mir ein Leinensäckchen voll mit Rosmarin, Thymian und Lorbeerblättern mit nach Hause genommen, da hab ich noch lange was in der Küche von gehabt.

Am Gardasee hab ich auch zum ersten Mal Kapern am Strauch gesehen, wir hatten bemerkt, daß die Einheimischen die Knospen des Strauchs gesammelt haben und wußten nicht, was das wohl sein könnte, bei Nachfrage im Hotel sagte man uns, das seien „Nonpareilles“, da waren wir schlauer, lach, später haben wir dann erfahren, daß es Kapern sind, und die Nonpareilles die kleinsten davon und im Geschmack eben „nonpareille“ = unvergleichlich! Die Blüten aus den Knospen sind übrigens wunderschön.

Wir haben selten Urlaube ohne Abenteuer gemacht, lach, so auch in diesem Urlaub, wir hatten zu Hause mit unserer Bank geklärt, wie wir Geld in Italien, damals ja noch kein Euro, sondern Lire, abholen konnten, aber da hatte man wohl vergessen, uns irgendeinen Schein dafür auszustellen, langer Rede kurzer Sinn: Wir kamen nicht mehr an unser Geld ohne diesen Schein und standen mit noch 1000 Lire da, umgerechnet so ca. 1 DM zu noch nicht Euro-Zeiten. Was tun? Man sagte uns, daß wir in Österreich ohne diesen Schein Geld abholen könnten, tja, prima, aber wie die Maut noch bezahlen zum fahren nach Österreich? Über die alte Brennerstraße, die kostet keine Maut! Gesagt, getan, und so kamen wir zu einer völlig außerplanmäßigen Fahrt über die alte Brennerstraße, auch das Abenteuer pur, lach! Über die Grenze nach Österreich, nächste Bank, Geld abholen, und dann aber wieder mautpflichtig zurück zum Gardasee nach Limone!

Ein Tagesausflug von Limone aus führte uns nach Malcesine, von dort aus wollten wir auf den Monte Baldo

https://de.wikipedia.org/wiki/Monte_Baldo

mit der Seilbahn sind wir raufgefahren und wollten oben ein wenig wandern, wir waren noch nicht lange von der Seilbahnstation entfernt, da zog Nebel auf, so schnell und so dicht, wir konnten irgendwann wörtlich die Hand nicht mehr vor den Augen sehen! Und das alles auf einem Bergsattel, wo es manchmal nach einigen Schritten seitwärts lotrecht in die Tiefe ging, booaaaah, wir haben uns wirklich Schritt für Schritt an den Stimmen der anderen und den noch zu hörenden Geräuschen von der Seilbahn ganz vorsichtig wieder bis zur Station zurückgetastet, das war dann unser Ausflug zum Monte Baldo, unvergeßlich! Ich sag doch, kein Urlaub bei uns ohne Abenteuer! Damit ihr euch mal eine Vorstellung machen könnte, hab ich auch hier noch ein Video für euch:

Lecker gespeist haben wir natürlich dazumalen auch, alles, was die italienische Küche so her gibt und an einem See natürlich viel Fisch, den ich eh gerne mag. Und auch hier gibt es noch eine knuffige kleine Anekdote, im Hotel hatten wir Halbpension, also Frühstück und Abendessen, bei einem Abendessen gab es ganz kleine, gebackene Kartöffelchen, die mit was überstreut waren, das wir für Tannennadeln hielten, pruuuust, wir haben uns etwas indigniert angeguckt und haben aber nachgefragt, „wer nicht fragt bleibt dumm“, hihihi, und bekamen dann die Auskunft, das wäre Rosmarin, Rosmarinkartöffelchen, sehr lecker, jaaaa, das waren sie dann auch und deshalb hab ich in dem Urlaub auch soviel Rosmarin gesammelt.

So, das war er nun, der Urlaubsbericht von Limone am Gardasee, viel Text und nicht so viele Bilder, aber die Redaktion hofft natürlich, es hat euch trotzdem gefallen!

In den Redaktionsräumen brütet noch die Hitze, einzig das Wohnzimmer hat langsam angenehmere Temperaturen, dafür hat es aber draußen gut abgekühlt und wir hoffen, daß wir mit steter Lüftung es auch drinnen bald wieder angenehm haben werden.

In diesem Sinne, nämlich mit hoffentlich bei allen unseren Lesern wieder moderate Temperaturen, wünschen wir euch allen einen wunderschönen Sonntag!

Euer Redaktionsteam Monika, Mimi und Ruddi.

Habts fein!

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Ressort Mode

Vergiß!

Was kleidet die Wiesen, was schmücket die Wälder,
was sprenget die Fesseln dem keuchenden Bach?
Was führet die Thiere zurück in die Felder
und wehet den Klang aller Lieder wach?

Es ist der Frühling, es ist die Sonne,
drum freue sich laut ein jegliches Herz,
und in der großen unsterblichen Wonne
verstumme der eitle, der menschliche Schmerz!

(Ludwig Eichrodt)

Liebe Leser des Grafschafter Wochenanzeigers, da bin ich wieder, Mimi, eure rasende Reporterin, euer Co-Autor! War sehr beschäftigt mit der Einarbeitung meines neuen Volontärs, Ruddi, Frauchen als Chefredakteurin hat das ganze natürlich mit ihrer langjährigen Erfahrung überwacht, und nun können wir euch höchst befriedigt unser erstes, gemeinsames Werk präsentieren, der Grafschafter Wochenanzeiger präsentiert euch zum heutigen Montag als beschwingten Einstieg in die neue Woche die erste Modenschau der diesjährigen Saison, die Frühjahrskollektion 2019!

Eine Modenschau beinhaltet den sog. „Catwalk“, also auf deutsch den Laufsteg, und wo der Name „Cat“ drin ist dürfen natürlich wir Katzen nicht fehlen, denn mal ehrlich, geneigte Leserschaft, wer könnte sich besser und graziler auf dem Catwalk präsentieren als eben wir Katzen, die ihn meisterhaft beherrschen:

Also Vorhang auf für die Modenschau des Modehauses Animals & Co. aus der Grafschaft Lirich!

Moderation: Ruddi :

Sehr verehrte Damen und Herren, ich begrüße Sie alle sehr herzlich zu unserer diesjährigen Frühjahrsmodenschau des Modehauses Animals & Co und wünsche Ihnen frohe und vergnügte Stunden bei unserer neuesten Kollektion.

Ich entnehme Ihren gespannten Gesichtern, daß Sie es kaum erwarten können, bis das erste Model den Catwalk betritt, einige Damen hier sind ja schon richtig aufgeregt, welche herrlichen Modelle wir Ihnen heute präsentieren werden.

Wie man sieht, höchste Spannung beim hochgeschätzten Publikum.

Ich hoffe, wir werden Ihren Wünschen gerecht und es ist für jeden etwas dabei, sowohl für die XXS-Größen als auch für die etwas fülligere Katzendame bzw. den Katzenherrn! Ja, wertes Publikum, Streifen machen nicht unbedingt schlank, aber behalten Sie doch bitte die Contenance!

Hier wird niemand ausgelacht, das schickt sich nicht für eine so exklusive Modenschau wie die unsrige!

Im Modehaus Animals & Co. wurde schon seit Wochen eifrig an der neuen Kollektion gearbeitet

die Nähmaschinen standen nicht still und auch edle Handarbeit war gefragt!

Bis in die Nacht hinein wurden die neuesten Modelle gezeichnet, genäht, anprobiert, verändert, verworfen und wieder neu erstellt, sollte die erste Modenschau in unserem Grafschafter Wochenanzeiger doch ein voller Erfolg werden. Und sich das verehrte Publikum nach dem Kauf eines unserer Modelle doch auch in seinem Fell wohlfühlen und befriedigt in den Spiegel gucken können.

Ich eröffne nun also unsere diesjährige Modenschau, Catwalk frei und viel Freude!

Hier kommt nun unser Model Rani mit einem ganz entzückenden Frühlingskleidchen,

zartes, grünes Leinen, mit leuchtend roten Details, filigranen Schmetterlingen und lindgrünen Schleifchen als Accessoires. Ein Top-Modell für die zarte Dame!

Unser Model Torty zeigt sich heute ausgesprochen farbenfroh

leuchtende Stiefmütterchen auf lilafarbenem Organza, sehr kleidsam für den eher dunkleren Teint, abgerundet mit ovalen Schnurelementen, ganz, ganz bezaubernd!

Das nächste Modell für die Damenwelt führt uns nun unser Model Luna vor,

bei diesem Teil der Kollektion sind zarte Farben vorherrschend, passend zu einer eher introvertierten Trägerin, die nicht unbedingt auf den ersten Blick auffallen möchte, aber trotzdem liebevolle Bewunderung gerne entgegen nimmt. Die Blüten des hübschen Kleides sind reinweiß, die schillernden Details betonen das geheimnisvolle dieses Modells! Wunderschön!

Die Wahl unseres nächsten Models, Amira, fiel auf ein gänzlich anders gearbeitetes Ensemble

in einem eher dezenten, weißen Rahmen, der auch eher eine strenge Linie darstellt, lockern wunderschöne Blütenpotpourris ganz bezaubernd diese strenge Linie auf, ein Modell für den hellen Typ, dem auch die lila Krokusfarbe sehr gut zu Gesicht stehen wird. Ein traumschönes Modell!

Unser Model Lakritze gefällt sich in einer eher folkloristischen Kombination

kräftiges, grünes Leinen, kombiniert mit strahlend-leuchtenden Bauernblüten, trotzdem leicht weiblich-verspielt mit Schleifen und Gitter-Tüll, eine gewagte, aber restlos überzeugende Kombi, die dem sehr dunklem Typ ungeheuer schmeichelt! Ein Kleid, das Bewunderung weckt!

Unser nächstes Model, die graue Eminenz, zeigt uns nun die Kollektion für die reifere Dame,

fliederfarben, aufgelockert durch zartes weiß, daß harmonisch und überzeugend zum eher silbrigen Typ paßt, aufgelockert mit zart-grünen Elementen, die kleinen, orangenfarbenen Schmetterlinge aus zartem Organdy zeigen, daß auch die reifere Dame sich ihrer Wirkung durchaus bewußt ist und gerne im Mittelpunkt der allgemeinen Bewunderung steht! Ein gelungenes, überzeugendes Modell!

Kommen wir nun zur Kollektion für die Herren, die natürlich modebewußt nicht zurückstehen möchten hinter den Damen, hier eröffnet den Reigen unser Model Devil

der sich zum eher dezenten grau-braunen Hintergrund seines schicken Anzuges mit auch den Herren gut zu Gesicht stehenden weißen Gänseblümchen schmückt, ich denke, die Damenwelt wird begeistert sein von soviel Modemut! Ein schickes Teil!

Unser nächstes männliches Model ist Keks

und sein Modell besticht durch den erdigen Grundton, der die Eleganz des Herrn voll zur Geltung bringt, modisch ergänzt durch ein Blumen-Arrangement, das mit satten Farben und einigen verspielten Schmetterlingen seinen Träger genau ins rechte Licht rückt! Das Modell für den eleganten, modebewußten Mann!

Weiter geht es nun mit unserem Model Django

auch hier herrschen anfangs eher gedeckte Töne vor, die aber in ihrer unvergleichlichen Harmonie den selbstbewußten Herrn vorzüglich kleiden, kleine, wohlgesetzte Farbelemente machen das Modell ausgesprochen interessant und werden die Damenwelt entzücken, mutwillig ergänzt durch ein leuchtend gelbes Vögelchen! Da weiß ein Herr mit eigenem Kopf zu überzeugen!

Als nächstes betritt den Catwalk unser Model Steve

ein sehr distinguierter Herr, der mit sparsamen Elementen und pastelligen Tönen seine Eigenart unterstreicht, kühles Leinen schimmert in den Farben zartgrün, löwenzahngelb und silbrig, auch hier peppen kleine, weiß-gehauchte Schmetterlinge das Modell aufs schönste auf! Etwas für den Herrn, der weiß, was er will!

Ganz anders unser nächstes männliches Model auf dem Catwalk, Tobias

ein fröhliches, frühlingshaftes Modell, im Grundton im zarten Pastell, aufgepeppt mit sonnigen Elementen, die dem hellen Typ hervorragend zu Gesicht stehen, vor allem Träger mit blauen Augen werden sich in dieses Modell verlieben, es strahlt Lebensfreude und Verspieltheit aus, Elemente, die die Damenwelt durchaus zu schätzen weiß! Ein sehr kleidsames Modell für den ein wenig verspielten, fröhlichen Herrn!

Den Reigen der Herren aus der Gattung der Hunde eröffnet nun unser Model Buddy

er wählte ein leuchtendes Grün, welches seinem dunklen Typ ungemein schmeichelt, auch hier sind zarte, weiße Blüten eingearbeitet, die dem Teint schmeicheln, die Vogelornamente sind DER Hingucker, das wird die Damenwelt zu Pfoten liegen lassen, auch dieses Modell für den selbstbewußten Herrn, der seinem eigenen Kopf folgt, aber verspieltem nicht abgeneigt ist! Überzeugend!!!

Last but not least betritt nun unser letztes Model den Catwalk, Storm

auch hier herrscht ein Faible für eher gedeckte Töne vor, das aber ausgesprochen schmeichlend zum Grundton des Teints paßt, ein Modell für den sportlichen Herrn, der dennoch nicht auf fröhliche Farbakzente verzichten möchte, großartig gelungen durch kleine, farbige Einsprengsel und dem leuchtenden Gelb des Vogel-Details! Sportlich und flott!

Damit sind wir nun am Ende unserer Modenschau angelangt, ich hoffe, es hat Ihnen gefallen und unsere Model und unsere Konfektion konnten Sie begeistern und überzeugen! Kommen Sie alle gut heim! Unser Redaktionsteam und meine Wenigkeit wünschen Ihnen allen einen erfreulichen Montag und einen guten Start in die neue Woche, bleiben Sie uns gewogen

Ihr Ruddi und das Redaktionsteam, Reporterin Mimi und die Chefredakteurin Monika.