Grafschafter Wochenanzeiger – Geburtstagsfeier in der VIP-Lounge

Geburtstagsgruß

Ach wie schön, daß Du geboren bist!
Gratuliere uns, daß wir Dich haben,
daß wir Deines Herzens gute Gaben
oft genießen dürfen ohne List.

Deine Mängel, Deine Fehler sind
gegen das gewogen harmlos klein.
Heut nach vierzig Jahren wirst Du sein:
Immer noch ein Geburtstagskind.

Möchtest Du: nie lange traurig oder krank
sein. Und: Wenig Häßliches erfahren. –
Deinen Eltern sagen wir unseren fröhlichen Dank
dafür, daß sie Dich gebaren.

Gott bewinke Dir
alle Deine Schritte;
ja, das wünschen wir,
deine Freunde und darunter (bitte)
dein

(Joachim Ringelnatz, 1883 – 1934)

deine Mom. 

Ja, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, dann nehmt bitte alle Platz in der VIP-Lounge

heute feiern wir gemeinsam den 40. Geburtstag meines Sohnes! 

Der Kellner steht schon mit den Geschenken bereit, aber gemach, gemach, soweit sind wir natürlich noch nicht. Zuerst einmal möchte ich dir, Björn, hier in unserem Grafschafter Wochenanzeiger ganz, ganz herzlich zu deinem heutigen Ehrentag gratulieren, ich wünsche dir alles Liebe und Gute, Gesundheit und einen wunderbaren Geburtstagstag, an dem wir leider wegen dem doofen Corona-Virus nicht gemeinsam feiern können, da hab ich mir gedacht, mein Redaktionsteam und ich, wir machen dir hier einen schönen Eintrag zu deinem Fest! Wir hoffen alle, du freust dich!!! 

Die Frau Chefredakteurin, was deine Mom ist, lach, ist nun diejenige, die eine kleine bildliche Rückschau auf dein bisheriges Leben hält, wer könnte das besser als eine Mama, die alles so gut in ihren Erinnerungen archiviert hat:

 

So fing es an, am 24. Oktober 1980 wurdest du an einem Freitag geboren! Und wir, dein Papa und ich, waren glückliche Eltern! 

Musik war schon immer deine ganz große Leidenschaft, da kommen wir später noch drauf zurück. 

Der „Ernst“ des Lebens begann, du kamst in die Schule. Vier Grundschuljahre haben dich begeistert, der Rest dann wohl nicht mehr sooo sehr, lach, aber du hast es geschafft und du hast es gut gemacht!

Deinen anschließenden Zivildienst hast du dazumalen in dem Altenheim gemacht, in dem auch ich gearbeitet habe. 

Und dann kam die schönste Zeit deines Lebens:

Verliebt verlobt

verheiratet!

Ich wünsche euch beiden, gerade heute an deinem Geburtstag ganz besonders, ein langes, wunderschönes gemeinsames Leben! Denn dank dir bin ich ein glückliches Mutter- und Schwiegermuttertier! 

So, und nun macht mein Redaktionsteam mal mit den Geschenken weiter, für die der Kellner oben schon parat stand, lach!

Ruddi fängt mal an:

Ja, lieber Björn, als Ruhrpottbengel so wie du, da hab ich doch was feines für dich, denn die Frau Chefredakteurin hat mir verraten, daß das als Kind deine Lieblingssendung war:

Die Sendung mit der Maus, hihihi, ich hätte da noch was aus den 80ger-Jahren für dich:

https://www.wdrmaus.de/filme/sachgeschichten/knallerbsen.php5

https://www.wdrmaus.de/filme/sachgeschichten/schokoladenhohlfigur.php5

Viel Spaß beim gucken und herzlichen Glückwunsch, dein Ruddi

Bruno, als ehemaliger Hauptstadtbär, der dirigiert jetzt ein Orchester für dich

kleiner Vorgeschmack fürs große Werk:

Viel Freude beim hören und herzlichen Glückwunsch, dein Bruno

Hamish, unser schottischer Außenkorrespondent, beglückt dich natürlich mit deinem geliebten Edinburgh, aber zuerst einmal bestand er darauf, dich hier zu deinem Ehrentag mit einem entsprechenden Frühstück zu erfreuen:

Greif zu und laß es dir schmecken, Geburtstagskind! Und nun zu Edinburgh:

Das Instrument für schottische Musik, die du doch auch so sehr liebst, der Dudelsack da hab ich natürlich auch noch was für dich: 

und im Verband mit Ruddi, unserem Ruhrpottbengel, hab ich ein Schmankerl gefunden:

Hihihihi, haben wir uns so drauf gefreut, das Steigerlied mit Dudelsack!

Ich hab natürlich auch noch was aus meinem (und deinem!) geliebten Edinburgh

Ich hab jetzt richtig Heimweh bekommen, aber habt ihr schon gut gemacht damals, du und Steffi, daß ihr mich hier für den Grafschafter Wochenanzeiger auf dem Edinburgher Flughafen angeworben habt! Viel Spaß beim gucken, und herzlichen Glückwunsch, dein Hamish

Otto, unser Handelsreisender, der hat mit Hamisch getuschelt, denn er hat dem Otto einen Tipp für deinen Geburtstag gegeben, aber dafür mußte sich unser Handelsreisender erst einmal corona-mäßig ausstaffieren, schließlich geht bei uns Sicherheit vor und wir sind rücksichtsvolle Zeitgenossen, also hat Otto Maske angelegt

und sich auf den Weg in die Stadt gemacht, um dir das hier zu besorgen:

schottischen Whisky, dein Lieblingsgetränk! Da stoßen wir alle später noch mit dir an! Ich hoffe, ich hab die richtige Sorte ausgewählt, ich hatte dran geschnuppert, und mir gefiel er sehr gut! Laß es dir schmecken, herzlichen Glückwunsch, dein Otto

Luzia, die schimmernde, hat etwas leuchtendes für dich, sie hatte neulich hier so einen wunderbaren Sonnenuntergang entdeckt und ihn von mir für dich fotografieren lassen, büddeschön:

Ich hoffe, das grafschaftliche Herbstleuchten gefällt dir, möge auch dein Leben immer leuchten, herzlichen Glückwunsch, deine Luzia

Damit ist nun mein Redaktionsteam am Ende seiner Gratulation angekommen. Aber fehlt da nicht noch jemand? Oh, natürlich, unsere rasende Reporterin Mimi in heaven hat doch auch an dich gedacht und schickt von ihrer Wolke und ihrem Stern ein Bild für dich:

Sie wünscht dir so dein Leben, behütet in liebenden Händen eurer Zweisamkeit, mit rosa Wölkchen, nicht immer, aber immer wieder! 

So, liebes Geburtstagskind geboren im Sternzeichen Skorpion, dann mußt du jetzt noch die Kerzen an deiner Geburtstagstorte auspusten

wir stoßen alle mit dir an und sagen Prost auf noch ganz viele wunderbare Jahre

es bringt dir noch jemand ein Ständchen, lach, wir sagen alle nochmals  

Bestimmt ist dir und allen hier auch bei der Musikauswahl aufgefallen, das der Titel „Highland Cathedral“ noch an ein anderes Lied denken ließ, ja, klar, das haben wir ja auch nicht ohne Absicht ausgesucht, denn nun kommt auch noch das Lied, das deine jetzige Heimatstadt beschreibt und nach dem Original von den Bläck Fööss geschrieben wurde:

Damit sind wir nun wirklich fast am Ende deines Geburtstagseintrages hier, das ganze Redaktionsteam des Grafschafter Wochenanzeigers wünscht dir einen wundervollen Geburtstagstag

mit Mimi in heaven und Otto und Luzia. 

Hab einen wunderschönen Tag, mein Geburtstagskind, und feier trotz allem richtig schön, ich hab dich lieb! 

Allen unseren Lesern wünschen wir ein wunderschönes Wochenende, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, bleibt hoffnungsvoll und zuversichtlich auch in diesen besch………..Zeiten, ich hab da noch ein Lied für uns alle gefunden, das fand ich so schön:

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – zwischen Frust und Hygge

Großer Zorn 

Mein Zorn ist groß und fürchterlich,
ja, fürchterlich und groß,
denn dieser dumme Erdplanet
blamiert sich grenzenlos.

Ich wollt‘, ich wär‘ ein Haifisch
im tiefen, tiefen Meer!
Dann fräß‘ ich alles, was da schwimmt,
vergnüglich ringsumher.

Oder ein Aasgeier möcht‘ ich sein
mit scharfer, scharfer Krall‘:
Ich fräß das ganze Vogelgeschlecht,
Kolibri wie Nachtigall.

Ich wollt‘, ich wär‘ eine Klapperschlang‘
in der dummen freien Natur:
Vergiftet wär‘ in kurzer Zeit
die ganze Kreatur!

Ich wollt, ich lief mit Wutgebrüll
herum als Mordhyäne,
ich nähm‘ die ganze Menschheit wild
als Frühstück zwischen die Zähne.

Am End‘ fräß ich mit kaltem Blut
mich selber noch dazu,
denn eher kommt meine große Wut
doch nimmermehr zur Ruh.

(Joseph Victor von Scheffel, 1826 – 1886)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Wenn ich mich hier als Chefredakteurin unserer Zeitung in der trauten Runde meiner Leser mit der heutigen Sonntagsausgabe in den Händen so umsehe, dann sehe ich doch allwieder mal die Fragezeichen in euren Augen. Schon eine seltsame Mischung, die herbstliche Kürbisgirlande und ein Gedicht über Zorn, und auch der Titel gibt Rätsel auf?

Tja, eigentlich sollte dies einfach nur ein hübscher, herbstlicher Eintrag werden, aber noch bevor wir uns in unseren Redaktionsräumen zur freitäglichen Redaktionssitzung zusammen setzen konnten, holte uns ein Ereignis ein, das meine Zornesader schwellen ließ und den Frust im Titel erklärt. Muß ich jetzt ein bissel ausholen:

Seit März diesen Jahres bedingt die Corona-Zeit möglichst wenig reisen, viele Urlaubspläne oder andere reisebedingenden Unternehmungen sind wohl bei allen ins Wasser gefallen, so auch bei meinen Kindern. Um aber wenigstens noch die Natur und die nähere Umgebung ungefährdet von Bus- und Bahnreisen erkunden zu können, haben sie sich Mitte August Fahrräder gekauft. 

Und waren so glücklich, sind gleich am ersten Tag schon losgeradelt, haben seitdem schon so manchen feinen Ausflug damit unternommen, sind schon zur Arbeit damit gefahren, und haben in ihrer unmittelbaren Stadtumgebung sogar ein herrliches Waldgebiet entdeckt. 

Das Glück war nur von kurzer Dauer, denn stellt euch bloß vor: Am letzten Donnerstag sind ihnen die Räder aus dem verschlossenen Keller gestohlen worden! Aufgebrochen, der Keller, und die Räder waren weg! Natürlich war die Polizei da und hat den Diebstahl aufgenommen, aber in solchen Fällen besteht ja meist wenig Hoffnung, den Diebstahl aufklären zu können, den/die Dieb(e) dingfest zu machen und die gestohlenen Räder wiederzubekommen. Ihr könnt euch sicher alle vorstellen, wie groß Frust und Zorn sowohl bei den Besitzern als auch bei mir waren. 

Und das gab eben nun den Anlaß sowohl für den Titel unseres heutigen Eintrags als auch für das Gedicht. Hier hingen erst mal alle Köpfe bei unserer Redaktionssitzung am Freitag, weil wir das als so gemein und hinterhältig empfanden. Es wird euch beim lesen der Schandtat nicht anders ergangen sein, denken wir uns. 

Da brauchte es ein bissel Zeit, bis wir uns so langsam wieder auf den eigentlichen Eintrag besinnen konnten, den wir aber trotzdem hier noch einstellen möchten, er war doch auch schon so schön vorbereitet und die Mühe sollte nicht umsonst sein, außerdem braucht alles im Leben seine Waage! 

Also fangen wir nun noch einmal mit einem kleinen Gedicht an, zum eigentlichen Thema konnte ich dieses Mal echt nicht fündig werden, aber das ausgesuchte paßt auch: 

Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält;
denn heute löst sich von den Zweigen nur,
was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

 

(Christian Friedrich Hebbel, 1813 – 1863)

Kein goldener Oktober weit und breit, Usselwetter allerorten, da haben wir es uns in unseren Redaktionsräumen so richtig hyggelig gemacht, und da ist es, das Wort, das ebenfalls im Titel vorkommt, Hygge: Vertrautheit, Behaglichkeit, Geborgenheit, Wärme, eine Art, mit kalten und dunklen Herbst- und Winterabenden umzugehen. Dazu gehört Tee

ebenso wie Kerzenschein  

Und Zeitungen! Feine Zeitungen mit Herbstbildern, ihr kennt ja alle mein Sammlergen, da hat die Frau Chefredakteurin mal wieder in alten Broschüren geblättert, und ist fündig geworden für unseren Beitrag zur heutigen Sonntagsausgabe. 

Früchte des Herbstes, Kürbisse! 

Die Kürbisse (Cucurbita) bilden eine Pflanzengattung aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Bekannte Vertreter sind der Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima), der Moschus-Kürbis (Cucurbita moschata) und der Garten-Kürbis (Cucurbita pepo), die landwirtschaftlich genutzt werden.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCrbisse

Es gibt eine solche Vielfalt an Sorten von Kürbissen, und einige wollen wir euch nun hier mal vorstellen:

Butternut/Butternuß, für (fast) alles zu gebrauchen, Suppen, Risotto oder Ofengemüse. 

Mandarinenkürbis, gebraten mit Petersilienpesto, gefüllt oder roh als Salat, der Minikürbis schmeckt süßlich. 

Ölkürbis, aus ihm stammen die feinen und gesunden grünen Kürbiskerne, die auch zu Öl gepreßt werden können. 

Accorn, ein grüner Kürbis, sehr gut roh zu verzehren und ganz köstlich, fein gehobelt als Salat. Gekocht schmecken sie süß und mehlig. 

Baby Boo, das ist der richtige Mini-Kürbis für kleine Gärten. Er schmeckt süßlich mit fruchtig-nussigem Aroma und ist als Dekokürbis sehr beliebt. 

Spaghetti-Kürbis, den Namen hat er davon, daß sein faseriges Fruchtfleisch wie die Nudeln aussehen. So kann man ihn auch verarbeiten: Kochen, Stränge auffasern und mit Nudelsoße servieren. 

Marina di Chioggia, er wird auch „Drachenkürbis“ genannt, weil er eine grüne, gefaltete Oberfläche besitzt, er kann bis zu 5 kg schwer werden. Sein dunkelgelbes Fleisch schmeckt maronenartig. 

Hokkaido, wohl einer der bekanntesten Kürbissorten, man muß ihn nicht schälen und er schmeckt vielseitig: salzig, süß, als Suppe, Blechgemüse oder Kartoffel-Kürbis-Pürree. 

Crown Prince, er hat nussiges Fruchtfleisch, eignet sich für Kürbisrisotto, oder in Spalten geschnitten zum kurzbraten mit Knoblauch. 

Muskatkürbis, Muscat de Provence, kann man nach dem backen (den ganzen Kürbis) als Pürree verarbeiten. 

Bischofsmütze, oder Turbankürbis, er ist ideal für Suppen, weil man die Suppe in der Schale servieren kann, bedeckt mit dem vorher abgeschnittenen gewölbten Deckel. 

Zu so was leckerem, sowohl für den Gaumen als auch fürs Auge, gehört natürlich dann auch wieder das hier:

Unser Rezeptbüchlein!

Kürbisknödel (Zutaten für 5 – 6 Knödel)

  • 200 g altbackene Semmeln, klein geschnitten
  • 100 ml Wasser
  • 100 ml Sahne
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL frisch gehackte Petersilie
  • 200 g Kürbis (Hokkaido oder Butternuß)
  • 1 EL Butter
  • 1 TL Salz, eine Prise Pfeffer
  • 1 EL Chiliflocken
  • 2 Eier
  • 150 g geriebener Käse
  • etwas frisch geriebene Muskatnuß
  • Parmesan zum bestreuen
  • 1 EL Kürbiskernöl

Semmeln in eine Schüssel geben. Sahne und Wasser mischen, leicht erwärmen und über die Semmelmasse gießen, 15 Minuten ziehen lassen. Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden, in etwas Butter andünsten und die Petersilie zugeben. Den Kürbis waschen, in kleine Würfel schneiden und ca. 5 Minuten in Butter weich dünsten, mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen. Die gedünsteten Zwiebel und die Kürbismasse zum Knödelteig geben, ebenso die Eier, den geriebenen Käse und die frisch geriebene Muskatnuß. Die Masse mit den Händen kräftig durchmengen. Sollte der Teig zu feucht sein, 1 – 2 Eßlöffel Mehl dazugeben. Mit feuchten Händen 5 – 6 Kürbisknödel formen, in simmerndem Wasser die Knödel gar ziehen lassen. Anrichten, Parmesan drüber hobeln und mit Kürbiskernöl beträufeln. 

Guten Appetit!

Der Kürbis ist im übrigen das Symbol der Apotheker, die ihn früher als Vorratsgefäß für Arzneimittel und Pulver verwendeten, vor allem im alten China, dadurch ist er zu einer Magie für ein langes Leben geworden. Bei den Afrikanern ist er ein Symbol der Fruchtbarkeit, und  über die Kelten und ihrem Fest Samhain in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November kam er zu Ruhm und Ehren, ausgehöhlt, mit furchteinflößenden Masken geschnitzt und mit einer Kerze, die ihn von innen beleuchtet, kennen wir ihn zu Halloween:

 

Für die Römer war er ein Sinnbild für Aufgeblasenheit und Dummheit, schnell wachsend, hohl und aufgeblasen und schnell verderblich. 

In der Medizin ist der Kürbis bekannt für Wirkungen z.B. bei Entzündungen, Nierensteinen, Depressionen, Hautirritationen und parasitären Infektionen. Das Öl der Kürbiskerne enthält Stoffe, die dazu führen, dass sich Darmparasiten nicht an der Darmwand anhaften können. Die Kerne an sich sind ein natürliches Diuretikum. Das bedeutet, sie wirken harntreibend und helfen so auch bei Blasenbeschwerden. 

Damit sind wir nun am Ende unseres heutigen Sonntagsblättchen zu Ehren des Kürbis! Wir hoffen, es hat euch allen wieder gefallen und wünschen euch einen schönen, herbstlichen Sonntag. Paßt bitte weiter alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, laßt euch nicht die Zuversicht rauben, daß auch wieder bessere Tage kommen als die derzeitigen! Eine liebe Umarmung von uns für euch alle!

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger

mit Mimi in heaven und Otto und Luzia. 

Habts fein!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Das Wort zum Sonntag

Ostpreußenlied

Land der dunklen Wälder
und kristall’nen Seen,
über weite Felder
lichte Wunder geh’n.

Starke Bauern schreiten
hinter Pferd und Pflug,
über Ackerbreiten
streicht der Vogelzug.

Und die Meere rauschen
den Choral der Zeit,
Elche steh’n und lauschen
in die Ewigkeit.

Tag ist aufgegangen
über Haff und Moor,
Licht hat angefangen,
steigt im Ost empor.

(Erich Hannighofer, 1908 – seit 1. Januar 1945 vermißt)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun hat sie uns wohl erwischt, die zweite Welle von Corona, überall steigen die Fallzahlen, viele Großstädte sind mittlerweile Risikogebiete, daß doch wieder ein bissel unbeschwertere Leben wird zunehmend wieder schwieriger und unsicherer. Als wenn das alles nicht schon schwer genug wäre, wird natürlich auch das Geschrei und Gekeife der schwurbelnden „Freiheitsberaubten“ immer lauter und immer asozialer, es ist kaum noch zu ertragen, zu irgendwelchen Nachrichten noch Kommentare zu lesen. Und so kommt zu unserem heutigen Sonntagseintrag mal das Wort bzw. Vorwort zum Sonntag:

Wir haben eine weltweite Pandemie, daran gibt es nichts zu drehen und zu deuteln, der kann man nicht mit verdrehten Zahlen und verdrehten Verschwörungstheorien beikommen, da hilft nur gesunder Menschenverstand und und soziale Kompetenz, sprich Mitmenschlichkeit, da müssen wir uns ALLE in Verzicht, Vorsicht und Rücksicht üben, und das bedeutet das einhalten der AHA-Regeln, Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen. Keiner, wirklich keiner, ist gefeit, niemand weiß sicher, ob ihn sein vielleicht noch junges Alter schützt, und selbst die Experten können uns nicht sagen, was für Folgeschäden selbst nach milden Verläufen in naher oder ferner Zukunft noch möglich sind. Und wie sich das Virus noch weiter entwickelt und/oder in welche Richtung. Wir sitzen alle in einem Boot, und all die Vernünftigen weltweit wollen nicht, daß wir das vor die Wand fahren. Wer jetzt immer noch wie ein Kindergartenkind (und selbst die sind heute mitunter schon gescheiter!) trotzig mit den Füßen aufstampft und schreit „ICH will aber…..feiern, reisen, uneingeschränkt alles tun was ICH will, ohne Rücksicht auf Verluste…..“, der muß sich halt auch wie ein Kind behandeln lassen und mit empfindlichen Konsequenzen für sein Handeln rechnen. Steht so nämlich schon im von eben diesen Leuten so viel zitierten Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Da steht nix von Freiheit eines einzelnen Volldeppen steht über allem! Die endet nämlich da, wo die des anderen beginnt. 

So, ihr lieben Leser alle, das mußte mal raus! Daß ich bei euch allen hier damit offene Türen einrenne, ist mir durchaus bewußt, aber manchmal muß man einfach trotzdem etwas schriftlich niederlegen, um sich vom innerlichen wütenden Druck zu befreien angesichts all der Covidioten da draußen! Danke, daß ihr mir zugehört habt! 

Und nun kommen wir endlich zu dem Teil unserer heutigen Sonntagsausgabe, auf den sich mein Team und ich schon so gefreut haben. 

Herbstzeit ist Erinnerungszeit, und so saß mein Redaktionsteam bei der freitäglichen Redaktionssitzung 

mit Mimi in heaven bei einer Tasse Tee und Kerzenschein und blätterte in diversen Unterlagen, um über einen Eintrag fürs Wochenende abzustimmen. Ruddi hatte dabei das Poesiealbum der Frau Chefredakteurin beim Wickel, und das gesamte Bärenteam schaute ihm interessiert über die Schulter. 

„Sag mal, Frau Cheffin, steht da eigentlich auch dein Lieblingslehrer drin, von dem du uns schon so oft erzählt und wohl auch schon oft was geschrieben hast?“ fragte Ruddi. „Ja, natürlich, Ruddi, komm, ich zeig es euch!“ 

„Das ist jetzt 56 Jahre her, daß mir mein Lieblingslehrer diese Zeilen von seinem Lieblingsdichter Werner Bergengruen in mein Poesiealbum schrieb, die ich als Kind noch nicht so verstanden habe, heute aber schon.“ 

Die auf mich gerichteten fragenden Augen meines Teams machten mir dann klar: Sie wollten einen Eintrag über meinen Lieblingslehrer, der schon so oft hier im Blögchen und auch im Grafschafter Wochenanzeiger präsent war. Nichts lieber als das! Zumal du, lieber Bruno, seinen Vornamen trägst, der war schon mit Bedacht gewählt, als du als asylsuchender Berliner Bär hier eingetrudelt bist, denn auch mein Lieblingslehrer war ein Flüchtling, er stammte aus Ostpreußen und ist getreckt, hat dann irgendwann in meiner Heimatstadt auch seine neue Heimat mit seiner Familie, Frau und Sohn, gefunden, aber das Heimweh hat ihn nie verlassen, deshalb auch das Ostpreußenlied als Gedicht im heutigen Eintrag. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Ostpreu%C3%9Fen

Wie oft er uns von diesem seinem schönen Land erzählt hat. Er war Konrektor an unserer Schule, sein Freund und Kollege war unser Rektor, er stammte aus Pommern. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Pommern

Auch von dort wußte mein Lehrer zu berichten, und so entstand in meiner Kinderseele aus seinen Erzählungen die Sehnsucht nach einem Land, das ich nicht kannte, aus dem Gedächtnis des Lehrers in das Gedächtnis des ihm zuhörenden Kindes: Masurische Seenplatte, Kurisches Haff, Kurische Nehrung, Bernstein, Elche, dunkle Wälder, lichte Seen, Ostsee! 

https://de.wikipedia.org/wiki/Masurische_Seenplatte

https://de.wikipedia.org/wiki/Kurisches_Haff

https://de.wikipedia.org/wiki/Kurische_Nehrung

Als mein Lieblingslehrer unser Lehrer wurde, waren wir im 4. Schuljahr, die älteren Klassen hatten uns alle vor ihm gewarnt, er wäre sehr streng. Und außerdem der Freund des Rektors! Meine Klasse und ich, wir waren aber sehr unerschrockene Schüler, lach, und ließen das mal auf uns zukommen, und siehe da, der so propagierte Lehrer erwies sich als absoluter Glücksfall für uns, wir kamen so gut zusammen zurecht, vielleicht hatten wir uns gesucht und gefunden, das kommt ja schon mal vor im Leben. Ich kann das wirklich mit Fug und Recht behaupten, denn bei unserem jetzt auch schon wieder länger zurückliegendem Klassentreffen nach über 40 Jahren haben mir das alle meine Mitschüler/innen bestätigt, sie schwärmten alle noch von ihm. 

Unterricht kann ja auch schon mal langweilig und ermüdend sein und immer wenn das der Fall war, fragten wir unseren Lehrer nach seiner Heimat und haben die schönsten Geschichten erzählt bekommen aus seinem Leben dort. Flutsch, war die Schulstunde zu Ende!  

Er war es auch, der meine Liebe zum Blockflötenspiel weckte, weil er selbst sehr gut spielen konnte, ich hab so doll geübt, und irgendwann haben wir dann das „Pommernlied“ zusammen gespielt, zweistimmig, was war ich stolz!

Ich hab euch mal zwei Fassungen des Lieds eingestellt, bei der zweiten ist der komplette Text sowohl eingeblendet als steht auch unten drunter bei „mehr anzeigen“! 

Auch die Liebe zu Theodor Storm, meinem Lieblingsdichter, hab ich meinem Lehrer zu verdanken, er weckte das Interesse für Literatur und begann damit mit Storms „Immensee“.

Die Liebe zu Gedichten ging damit Hand in Hand, mein Lehrer liebte Gedichte und brachte sie uns nahe, er ließ uns aber nicht nur auswendig lernen, sondern legte sehr viel Wert auf die Betonung beim vortragen. Ich erinnere mich noch so genau an sein Lieblingsgedicht „Die Frauen von Nidden“ von Agnes Miegel, in dem diese Zeilen vorhanden sind:

„Drei Tage lang, drei Nächte lang,
Wimmernd im Kirchstuhl die Glocke klang.
Am vierten Morgen, schrill und jach,
Ihre Stimme in Leide brach.“

Das wollte er so vorgetragen haben, daß man die Schwingung der Glocke in den ersten Zeilen quasi „hörte“, ich kann es heute noch genauso. So hat er uns gelehrt, die Musik in der Sprache zu erfühlen. Und so machten Gedichte Freude, und es ist irgendwie auch ein kleiner Tribut an ihn und seine Unterrichtsmethoden, wenn ich noch immer hier jeden Eintrag mit einem Gedicht beginne. 

Mein Lehrer war es auch, der mich zum Vorlesewettbewerb als beste Leserin meiner Schule anmeldete beim großen Vorlesewettbewerb aller Oberhausener Schulen, bei dem ich den 5. Platz belegt habe mit dem vorlesen aus dem Buch „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler. Der Wettbewerb fand in einem Herbst/Winter am späten Nachmittag statt, da war es nach Beendigung schon dunkel, und mein Lehrer, der natürlich dabei war, brachte mich dann treulich zu Fuß! nach Hause. 

Wir sind dann mal in einem Winter mit mehreren Klassen zum Schneevergnügen ins Sauerland gefahren, nach Meinerzhagen, mit dem Zug, und auf der Rückfahrt wurde ein Gesangswettbewerb ausgerufen, an dem die mitfahrenden Schulklassen sich beteiligen konnten, außer Literatur war die zweite Leidenschaft meines Lehrers die Musik, wir haben viel und oft gesungen, zwei- und dreistimmig, und so meldete er uns natürlich kurzerhand zu diesem Wettbewerb an. Aber was sollten wir singen? Es wurde der „König in Thule“ vorgeschlagen, denn den konnten wir rauf und runter, lach, und auch richtig schön mehrstimmig, gesagt, getan, geübt, teilgenommen……und den dritten Platz belegt! Was waren wir stolz, und unser Lehrer hat gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd, es war auch ein Preis damit verbunden, ein Geldpreis für unsere Schulbücherei. Wie passend! 

Auch hier zwei Versionen des Liedes, das wir gesungen haben, beim zweiten steht ebenfalls der Text unter „mehr anzeigen“! 

Ihr werdet jetzt sicher lachen, aber von meinem Lieblingslehrer ist mir sogar sein Lieblingsduft noch in Erinnerung, „Old Spice After Shave“, auch Gerüche können Erinnerungen wecken! 

Ja, ihr lieben Leser unseres Grafschafter Wochenanzeiger, da kommen wir nun mal langsam zum Schluß unserer Sonntagsausgabe. Viel Text dieses Mal, aber zum Ende hin gönnen wir euch gleich auch noch ein paar schöne Herbstbilder, passend dazu, daß der Herbst Erinnerungen weckt! 

Dann gibt es jetzt noch das oben eingestellte Gedicht als Lied

Text wird eingeblendet und steht unter „mehr anzeigen“

und ein Lied von Reinhard Mey, mit der er seiner Lieblingslehrerin gedenkt

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/charlotte

und damit wünschen wir euch allen nun einen wunderschönen Sonntag mit vielen schönen Erinnerungen! Paßt auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, es werden wieder bessere Zeiten kommen, in diesem Sinne wünscht euch alles Liebe und Gute euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger

mit Mimi in heaven und Otto und Luzia, den Freelancern. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – 30 Jahre Wiedervereinigung: Ein Reisebericht

Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? vielleicht dein Lebensglück . . .
vorbei, verweht, nie wieder.

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang,
die dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hasts gefunden,
nur für Sekunden . . .
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider;
Was war das? kein Mensch dreht die Zeit zurück …
Vorbei, verweht, nie wieder.

Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Es sieht hinüber
und zieht vorüber . . .
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider.
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.

(Kurt Tucholsky, 1890 – 1935 )

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger zum heutigen Feiertag! 

30 Jahre Wiedervereinigung!

Und da fiel doch der Frau Chefredakteurin ein, daß da noch was in den Archiven unserer Zeitung steckt, das sich herrlich zu diesem Tage eignen würde, eine kurze Beratung bei der freitäglichen Redaktionsbesprechung mit meinem Team und die Sache war gebongt: Es folgt ein Reisebericht von der Frau Chefredakteurin herself, wie unschwer an der Girlande unseres Eintrags zu erkennen ist, aus dem Osten unseres nunmehr seit 30 Jahren wiedervereinigten Landes, nämlich aus Frankfurt/Oder und Umgebung, bereist anno domini im Juli 1993!

Von dieser Reise gibt es nämlich ein Foto-Album

dann schlagen wir es mal auf:

Bemerkungen alle von der Frau Chefredakteurin, die das Album auch gestaltet hat, lach! 

1993, das war nicht lange nach der Wiedervereinigung, Björns Papa ist derzeit nach der Wende in den Osten „abkommandiert“ worden, um in seinem Berufsfeld „drüben“ Einarbeitungen zu geben, war ganz begeistert von Land und Leuten und so haben wir 1993 diese Urlaubsfahrt angetreten. Unser Hotel: 

und das Frühstückszimmer

Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt, Björn war ja dazumalen auch erst 12 Jahre alt, und hatte zu seiner größten Freude ein eigenes Zimmer zwei Zimmer vor unserem. Mit eigenem Fernseher und Kühlschrank. Toll! 

Frankfurt/Oder

gleich am ersten Tag war Stadterkundung angesagt

alles vorhanden an Reiseführer, was man dazu braucht. Ich war jedenfalls vom historischen Frankfurt/Oder restlos begeistert, zumal im Juli hunderte!!! von Schwalben um Rathaus und Kirche flogen, so kannte ich das aus unseren Städten nicht. 

Von Frankfurt aus haben wir viele Ausflüge unternommen, einer davon ging an den Helene-See,

der Prospekt, auch die Bilder von dort sind aus dem Prospekt, auch da haben wir wahrscheinlich mal wieder mehr gefilmt als fotografiert. 

Aber gerade vom Helene-See haben wir auch noch ein paar eigene Bilder, ich glaub, die hat Björn dazumalen sogar noch mit meiner kleinen und einfachen Agfa-Klick gemacht:

Mutter und Sohn am abendlich glänzenden und glitzernden See. 

Mama alleine! 

Still ruht der See!

Das ist ein herrliches Fleckchen Erde, überhaupt die ganze Umgebung dort, ich hatte in meinen Reisenotizen im Foto-Album vermerkt, daß mich die ganze Landschaft nicht nur an die Bücher von Fontane, und da natürlich logischerweise die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, erinnerte, sondern auch an Th. Storm, denn die Landschaft hat etwas nordisch-herbes, und auch die Erzählungen meines alten Lieblingslehrers aus Ostpreußen bekamen hier landschaftliche Kontur. 

Das nächste Blatt im Fotoalbum zeigt das hier

die hübschen Marktstände sind dazumalen von Björn gemalt worden, die eingeklebte Papierspitze zwischen dem Text hat ihre Bewandtnis, zu der wir noch kommen. Wir waren natürlich auch bei unseren polnischen Nachbarn zu Besuch, über die Oderbrücke in Frankfurt ist das ein Katzensprung, und ich glaub, ich muß hier bei euch allen nicht erwähnen, daß die Bezeichnung „Polenmärkte“ nichts abwertendes beinhalten, ganz im Gegenteil. Die Spitze symbolisiert nämlich zum Beispiel die wundervollen Spitzenhandarbeiten, die dort erworben werden konnten. Und auf dem Markt in Guben gab es herrliches Gemüse, ich konnte mich da immer gar nicht los reißen. Auf beiden Märkten war alles vertreten, was das Herz begehrte, Kleidung, Porzellan, Keramik, Glas, die erwähnten Spitzenerzeugnisse, und lecker Essen gab es dort auch, zum Beispiel ganz erstklassige Schaschlikspieße! 

Nächster Ausflugspunkt:

Jaaaa, lach, ihr lieben Leser, ich mal wieder, das muß doch immer sein bei mir, bissel Veräppelei, natürlich hatten wir im Juli nicht ein solches Wetter im Spreewald, hihihihi! Aber sieht doch einfach bezaubernd aus, oder? Deshalb hab ich es ja auch mitgebracht und eingeklebt. 

„Stoßkahnfahren“ auf den Spreewaldkanälen, da kommt man sich vor wie in Venedig, allerdings singt der spreewäldlerische Gondolierie nicht so schön wie sein Kollege in Venedig, lach! 

Dieses Haus ist eine Art „Jugendherberge“, da war Björn damals ganz begeistert bei dem Gedanken, dort mal mit seiner Schulklasse Klassenfahrt hin zu machen und dann morgens mit dem Kahn zum Brötchen holen staken, hihihihi! 

Wir fanden es wundervoll dort, das ist noch oder war zumindest damals noch fast unberührte Natur, und auch ein bissel mystisch und geheimnisvoll, im Spreewald gibt es viele Sagen, und als ich dort dann auch noch meine geliebten Schwälbchen

mal einfach so in den Büschen entdeckt habe,

hatte der Spreewald mein Herz gestohlen! 

Wir waren dann auch noch im Spreewald-Museum Lübbenau-Lehde

ich liebe solche Freiluftmuseen, zum Glück sah das meine Familie immer genauso, also hatten wir alle Spaß beim gucken. 

Wie man sieht! Das Häuschen hätten wir am liebsten gekauft, so hab ich es damals im Fotoalbum untertitelt. 

Außer Schwalben und, wie hier zu sehen, Schafe, hat mich noch was so begeistert, was es bei uns nicht so oft zu sehen gab, nämlich das:

Störche! Sie hatten überall ihre Nester in den Dörfern um Frankfurt/Oder, das war eine Freude, denn so live und in freier Wildbahn hatten wir sie noch nicht gesehen. 

Tolles Nest, oder?

 

Hier gehört eine lustige kleine Anekdote hin, Björn hatte mit seiner Oma zuhause telefoniert, hatte ihr von den vielen Störchen erzählt und sie hat ihm dann gesagt, da solle er mal gut aufpassen, daß der Storch die Mama nicht ins Bein beißt! Da Björn zu der Generation Kinder gehörte, die nicht mit der Storchenmär vom Kinder kriegen groß geworden ist, war er nach dem Gespräch sehr ratlos und meinte, da sei die Oma doch wohl bissel überbesorgt, wie solle der Storch denn wohl die Mama beißen! Wir haben herzlich gelacht und unseren Sohn erst einmal „aufgeklärt“! 

Nächste Station:

Das Schiffshebewerk in Niederfinow

Ein technisches Meisterwerk! Das ist die Ansicht der unteren Wanne.

Von dort unten

nach hier oben wird das Schiff angehoben. Wir konnten einem Schleusenvorgang beiwohnen. 

Und in den Gestängen der Schleuse nisteten die Schwalben! 

Aussicht auf die Landschaft

Und nun kommen wir zum Höhepunkt unserer Reise

Wir fuhren nach Berlin!

Im Fotoalbum/Reisetagebuch hab ich dazu folgendes notiert:

Die Fahrt nach Berlin begann wie es sich gehört mit einem Stau. Aber wir schafften es und fanden etwas außerhalb auch sofort einen Parkplatz. Beunruhigende Frage: Brauchten wir einen Parkschein? Zum Glück lief uns ein echter Berliner Polizist über den Weg, er hätte mit seiner Figur und mit seinem Aussehen am besten noch eine Pickelhaube tragen müssen! Unsere Frage wurde freundlichst beantwortet: „Ick jloobe nich, det da eener kontrolliert!“ Ein schöner Anfang!

Fernsehturm am Alexanderplatz, der „Alex“! Stolze Höhe: 365 m, wir waren oben. 

Ganz Berlin liegt uns zu Füßen! 

Ich zitiere weiter aus unserem Fotoalbum:

Vom Alex aus gingen wir über die berühmte Straße „Unter den Linden“ auf das Brandenburger Tor zu, es war ein so bewegender Augenblick, vom Osten Berlin aus auf das Brandenburger Tor zuzugehen, ohne Mauer und Stacheldraht, einfach durch, wunderbar! 

Und genau dieser herrliche Augenblick war es, an den ich mich erinnert habe und weshalb ich euch heute zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung diesen Eintrag machen wollte. 

Mit dem Taxi sind wir dann zum Kudamm gefahren, da wollten wir doch auch unbedingt hin, der Taxifahrer war ein echter Berliner, stolz auf seine Stadt, während der Fahrt hat er uns alles, was er wußte, über „sein“ Berlin erzählt. Und wo ließ er uns aussteigen? Na, klar, „Kudamm Ecke Tauentzien“, wie es in dem berühmten Lied von Hannes Wader heißt: „Hallo Taxi, schnell zum Kudamm, Ecke Tauentzien….“ (Kokain, Hannes Wader). 

Wir waren dann noch an der Gedächtniskirche, und in der neuen Kirche dort, deren Fenster ganz in blau gehalten sind, ein wunderbarer, ganz stiller Moment nach all dem Trubel draußen, das blaue Licht der Fenster, Orgelmusik, für einen Augenblick Besinnung und Dankbarkeit, hier sein zu dürfen, ermöglicht eben auch durch die Wiedervereinigung. 

Wir haben übrigens keinen Koffer in Berlin, aber dafür von anno dunnemals von unserer Reise noch ein Gutscheinheft von einem Restaurant in Berlin, 

ob sie den wohl auch über den Dezember 1993 hinaus noch einlösen würden, lach?! Beachtet mal die Preise: D-Mark! 

Und weiter geht es: Potsdam, Sanssouci!

Im Juli, in der üppigsten Vegetation, war es herrlich in Sanssouci! Erwähnt werden muß hier noch das Schloß Charlottenhof, als Kronprinzenschloß Friedrich Wilhelm IV. errichtet, was Björn zu der Bemerkung veranlaßte, daß er als Sohn eines Königs gleich ein eigenes Schloß statt eines Kinderzimmers hätte, vorwurfsvoller Seitenblick auf seinen Vater, lach! 

Wir waren in diesen Tagen auch immer herrlich speisen, das gehört ja auch zu einem Urlaub, am liebsten taten wir das hier

eine Dorfgaststätte am Rande von Frankfurt/Oder, wo wir zum ersten Mal Soljanka gegessen haben, so lecker, und ich durfte mir sogar das Rezept mit nach Hause nehmen, ich koch es heute noch oft, jetzt in der Herbstzeit ist wieder die genau richtige Zeit für dieses deftige Essen. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Soljanka

Ganz besonders war aber das Essen an einem anderen Tag, nämlich diesem

Wir haben nämlich in unserem Urlaub in Frankfurt/Oder unseren 20. Hochzeitstag gefeiert, Björns Papa und ich, das war ein herrlicher Abend im Ratskeller von Frankfurt/Oder. Und Schampus im Hotel! 

Mein Fotoalbum/Reisetagebuch endet mit diesem Bild

Sonnenblumenfelder, die haben wir überall gesehen. 

Erwähnenswert wäre nun noch, daß wir im Oktober des gleichen Jahres nochmal mit dem Wohnmobil am Helene-See auf dem Campingplatz waren, der Oktober war golden und auch das waren herrliche Tage! 

Damit endet nun unser Beitrag vom Grafschafter Wochenanzeiger zum heutigen 30. Jahrestag der Wiedervereinigung. Ich hoffe, es hat euch allen gefallen, und darf in eigener Sache noch vermerken: Nun hat er mich auch erwischt, der neue Editor, bei diesem doch wieder etwas umfänglichen Eintrag hab ich mich aber für die Classic-Variante entschieden, mal gucken, wie ich mich später peu à peu in den neuen einarbeite. 

Da am Sonntag auch Erntedankfest ist, schließe ich unseren Eintrag mit schönen Herbstbildern

 

Wir wünschen euch allen ein wunderschönes Wochenende, einen guten Feiertag, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger 

mit Mimi in heaven, und Otto und Luzia. 

Habts fein!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Nostalgie

Kindheit

Es wäre gut viel nachzudenken, um
von so Verlornem etwas auszusagen,
von jenen langen Kindheit-Nachmittagen,
die so nie wiederkamen – und warum?

Noch mahnt es uns – vielleicht in einem Regnen,
aber wir wissen nicht mehr was das soll:
nie wieder war das Leben von Begegnen,
von Wiedersehn und Weitergehn so voll

wie damals, da uns nichts geschah als nur
was einem Ding geschieht und einem Tiere:
da lebten wir, wie Menschliches, das Ihre
und wurden bis zum Rande voll Figur.

Und wurden so vereinsamt wie ein Hirt
und so mit großen Fernen überladen
und wie von weit berufen und berührt
und langsam wie ein langer neuer Faden
in jene Bilder-Folgen eingeführt,
in welchen nun zu dauern uns verwirrt.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger! Der Herbst, der nun auch kalendarisch begonnen hat, ist neben all seiner Schönheit auch eine melancholische Zeit, es liegt ein Abschied in der Luft, vom Sommer, von Wärme, vom außen! Alles wird wieder inniger, begibt sich im Wortsinne nach innen, und die Seele hält Rückschau auf vergangene Tage und Zeiten.

Nostalgie, unser Titel, die Sehnsucht nach gestern, das Heimweh nach einer anderen, vergangenen Zeit. gerade in diesem Herbst in Zeiten von Corona oft so besonders ausgeprägt. So war auch meine vergangene Woche mental nicht so gelungen, ich hatte so vieles um dieses Thema herum so satt, mit den steigenden Fallzahlen machte sich die Sorge verstärkt breit, wie es wohl weiter gehen wird, nun im Herbst und Winter, und mit der Angst um all unsere Lieben und letztlich auch um uns selber, ob wir alle gesund durchkommen.

Meine Therapie in solchen Zeiten ist unter anderem Musik, und so ging ich mal wieder auf die Suche und wurde, wie so oft, bei meinem Lieblingssänger Reinhard Mey fündig:

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/viertel-vor-sieben

Und dann war die Idee für unseren neuen Eintrag zum Sonntag im Grafschafter Wochenanzeiger geboren: Kinderzeit, Nostalgie, die Einfachheit der Dinge, die Unbeschwertheit der Kindheit, wie kann man sie besser darstellen als in Bildern aus dieser Zeit, also zweite Therapie gegen trübe Gedanken: Alte Bilder raussuchen und gucken!

Ich war ein glückliches Kind, meine Eltern haben mir ein sehr gutes Rüstzeug fürs Leben mitgegeben, für das ich ihnen heute noch dankbar bin. Vielleicht reicht eine glückliche Kindheit nicht immer für ein ganzes Leben, aber sie macht zumindest aus, daß man mit schwierigen Lebensphasen etwas leichter und optimistischer umgehen kann. Das berühmte Glas Wasser, das halb voll oder halb leer sein kann.

Meine dritte Therapie ist schreiben, also hab ich mich am Freitag mit meiner Idee mit meinem Redaktionsteam kurzgeschlossen, alle waren davon angetan und meine bärigen Redaktionsmitglieder legten die Feder für den Eintrag in die bewährten Hände der Frau Chefredakteurin.

Wie sagte unser aller Co-Autor, unsere rasende Reporterin Mimi in heaven immer so ganz richtig: Der Worte sind genug gewechselt, nun laßt uns endlich Bildkes sehen.

Mit Mutter und Vater, das Kind Monika, zugegeben, beim Bild links guck ich nicht ganz so glücklich, ich mochte keine gestellten Fotografenbilder, lach! Aber mit Papa posieren auf dem Rodeneckturm in Höxter, das machte Spaß!

Zu Tieren fühlte ich mich schon

immer hingezogen, in diesem Fall meine Hunde in meinem kleinen Kindheitsparadies Höxter.

So bin ich ins Leben gestartet, da war ich drei Monate alt.

Zweiter Geburtstag mit neuem Teddy und Blümchen!

Die gab es im Garten der Großeltern auch! Forscherdrang, lach!

Ich war ein Familienkind, ich liebte es, mit allen zusammen zu sein.

Mit Mama und der Mama meiner Mama, meiner Oma!

Die Großeltern mütterlicherseits.

Mein Cousin, Sohn vom Bruder meiner Mutter, mit seiner Mama und mir. Ich habe ja keine Geschwister, aber viele Cousins und Cousinen, da war ich immer gerne mit zusammen.

Ich hab manche Bilder zweimal fotografiert, die nicht ganz so nah rangezoomten sind meist deutlicher.

Meine Cousine, meine Patentante und ich, meine Cousine war nur ein knappes Jahr jünger als ich, wir waren immer die besten Freundinnen.

Noch eine Cousine, und ganz viele Schafe, lach!

Wir beide auf dem berühmt-berüchtigten Mäuerken in Höxter an der Weser!

Ich war auch ein begeistertes Schulkind, ich hab die Schule genossen, ich glaub, ganz wesentlich dabei war das Zusammensein mit meinen Schulkameraden.

So ein altes Radio kommt im Lied von Reinhard Mey auch vor, und auch unser Apparat war ein „Grundig“! Mal ohne viel Text: Bilder einer glücklichen Kinderzeit:

Das war auf dem Hof vor unserem Haus! Was ansatzweise am oberen Bildrand rechts noch zu sehen ist, war in den Kriegstagen ein Bunker.

Eine meiner Schulfreundinnen bei uns im Hof.

Mein Lieblingsbild, hoch zu Roß auf einem Polizeipferd, Roß und Reiter sind uns im Duisburger Wald in der Nähe vom Duisburger Zoo begegnet, und meinen begehrlichen Blicken konnte der Onkel Polizist nicht widerstehen, ich durfte aufsitzen.

Mutter und Tante (Freundin meiner Mama) staunen!

Mit Nachbarskindern im Garten!

Sonntagsfein mit Karo-Kleidchen, und das einzige farbige Bild meiner Kinderzeit, ich erinnere mich noch daran, daß der Stoff von dem Kleidchen ein ganz weicher Wollstoff war. Papa, Mama und die Freundin von Mama, für mich gehörte sie mit ihrem Mann aber einfach zur Verwandtschaft, ich hab ja auch Tante und Onkel gesagt, besagter Onkel wird da wohl fotografiert haben.

Ich mach euch jetzt mal eine Diashow von meinen gesammelt fotografierten Werken für diesen Eintrag:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ja, ihr lieben Leser alle, und so hab ich in all meinen trüben Gedanken einfach mal wieder mein innerliches Kind an die Hand genommen, und das innere Kind macht der erwachsenen Frau wieder Mut, nach vorne zu schauen. Auf dem Weg des Lebens darf man immer mal wieder gerne auf dem Gipfel eines Berges oder am Ende eines steinigen Weges den Blick zurück schweifen lassen auf das, was hinter oder unter einem liegt, um Kraft zu sammeln zum weiter gehen.

Trotzdem, es ist doch oft so, wie in diesen Zeilen aus dem Lied von Reinhard Mey:

„Das Fell wird dünner und leerer der Becher,
der Zaubertrank wirkt nur noch schwer.
Der Kummer ist tiefer, der Trost scheint schwächer,
und es heilt nicht alles mehr.“

Und dann wünsche ich mir das auch aus nämlichen Lied

„Manchmal wünscht‘ ich, die Dinge wär‘n so einfach geblieben
und die Wege gingen nur gradeaus,
manchmal wünscht‘ ich, es wär‘ noch mal viertel vor sieben
und ich wünschte, ich käme nach Haus!“

Doch in dieser Fassung seines Liedes, welches er in den Corona-Zeiten noch einmal gesungen hat

spricht Reinhard Mey am Ende des Liedes einen Text aus dem Psalm 23, „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal“, ich hatte es vor einiger Zeit schon einmal hier eingestellt, und das läßt mich noch einmal einen Satz aus seinem Lied zitieren:

„Und glauben können: Alles wird gut!“

Das möchten wir am Ende unseres Eintrages auch, glauben können, alles wird gut, und das wünschen wir euch allen auch, von ganzem Herzen!!! Und haben uns himmlischen Beistand dazu geholt,

der Engel von Kristinas Karte mit dem Freundschaftsbändchen vom meiner Mimi in heaven

soll euch alle zusammen mit euren vierpfotigen Lieblingen und Lebensgefährten segnen, beschützen und behüten.

Wir wünschen euch einen schönen Herbst-Sonntag, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger

mit Mimi in heaven, Otto und Luzia.

Habts fein!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Stacheliger Wochenbeginn!

Der Igel

Als ob man sägte, rasselt’s von
dem alten Gartenhausbalkon!
Wird heimlich Holz gemacht?
Oh, welch Verdacht!

Im Laub liegt dort ein Igelpaar
und schläft sich aus so wunderbar,
dass weit sein Sägeschnarchen dröhnt,
wenn’s nicht grad vor Behagen stöhnt.
Ich will es schnarchen lassen.
Es soll den Tag verpassen
und sich nur tüchtig stärken
zu neuen Säuberwerken…

Es leuchtet heller Mondenschein
da trippelt’s auf der Treppe,
das Männchen ist’s und hinterdrein
die Igelin als Schleppe.

Nun schnobern sie durch Busch und Strauch
auf zierlich feinen Füßen
und füllen ihren feisten Bauch
mit Schnecken und mit süßen
vom Baum gefallenen Früchten an;
mit Maikäfern und Grillen
sie ihren Hunger stillen.

Da kommt ein Feind, der Dackelhund!
Schnell macht man seinen Rücken rund,
stellt Stacheln auf, rasch wie der Blitz,
dass sich die Hundeschnauze ritz’.
Schon tönt ein Jaulen kläglich,
bald frisst man fort behäglich.

Und endlich satt, denkt man daran,
wie man den lieben Kindern

den Hunger auch kann lindern.
So schleppt das Paar viel Räupchen fett
den Kindern an ihr mollig’ Bett,
von allem nur das Beste,
dass man sie kräftig mäste.

(Otto Nebelthau, 1894 – 1943)

Sorry, wir sind als Sonntagsausgabe am Frühstückstisch vermißt worden, das ehrt uns natürlich und freut uns auch, aber bei dem traumhaft-köstlichen Herbstwetter hatten wir in der Redaktion beschlossen, daß das auffüllen des Vitamin D-Speichers vor den sicher kommenden herbstlichen Usseltagen gerade in diesen Krisenzeiten doch von großer Wichtigkeit ist, damit keine redaktionellen Ausfälle durch gesundheitliche Unbilden verzeichnet werden müssen. Im Klartext: Wir waren faul und haben Balkonien genossen!

Zum Glück bekamen wir Mitte der Woche Post von unserer saarländischen Außenstelle, Freund Django von Mimi in heaven ließ uns über sein Frauchen Britta-Gudrun was feines zukommen.

Also, nehmt euch eine Tasse Kaffee oder Tee

und genießt!

Hallo, ihr lieben Leser hier alle, ich bins, Django, geliebter Kater von meinem Frauchen Britta-Gudrun und Kumpel von Mimi in heaven, und ich hab jetzt hier die Ehre, von unserem stacheligen Familienzuwachs zu berichten, denn stellt euch vor, wir haben eine Igel-Familie im Garten. Aber wie meine Freundin Mimi immer zu sagen beliebte, am besten fängt man mit dem Anfang an, und so laß ich jetzt hier mein Frauchen mal berichten, „wie alles begann“!

„September 12. Samstagvormittag, der mich schon etwas atemlos gemacht hat mit einem besonderen Igelfund.
In meiner sehr tiefen Kellerstufe lag eine Igelmutter mit ihren drei ! Jungen. Sie hätte die Stufe hochklettern können, aber ihre Kleinen nicht, also blieb sie ergeben dort liegen. Nun liegen sie in einer großen Wanne, kuscheln sich in die Decke und werden heute Abend wieder in den Garten gebracht. Die Igelmutter war schon über die Treppe geflüchtet, während ich die Wanne und Handschuhe holte und lief danach aufgeregt im Garten umher, wo ich sie gottseidank einfangen konnte. Gut gefrühstückt hat sie natürlich auch.
Ich habe nachmittags und abends je ein Schälchen Katzenfutter in die Wanne gestellt, das auch leergegessen wurde, wahrscheinlich nur von der Igelmutter.
12. Sept, Samstagabend. Als ich gegen Abend den Platz in meinem Garten unter dem Lorbeerstrauch inspizieren wollte, wo ich sie später abends aussetzen wollte, krabbelte plötzlich Nr. 4 dort umher. Ich habe nur dieses eine gewogen – mit 150 g noch sehr wenig, denn bis Ende Oktober sollten sie 500 g haben, um überwintern zu können. Die Igelmutter quittierte den Zugang mit etwas aufgeregtem Brummen, danach war Ruhe im Karton.

Sept. 13. Sonntag: Die Igel werden in der großen Wanne gefüttert, wobei wohl nur die Mutter ißt. Einmal sah ich zwei am Bauch der Mutter trinken. Abends habe ich nur ein bisschen den gröbsten Kot entfernt. (Selbst die kleinen Igel machten ihre winzigen kleinen Würstchen nur in einem Teil der Wanne, so wie die Mutter. Der Schlaf-und Kuschelplatz war sauber!) Derweil schlief die Mutter tief und fest mit dem kleinsten Igel, drei der Kleinen hatte ich in eine andere Wanne kurzfristig umgesetzt und ihnen da auch ein Schälchen mit Futter hingestellt, an dem aber nur eines ganz kurz etwas schlabberte s. Foto.


Auffallend war, das selbst die Mutter keinen Fluchtversuch aus der Wanne gemacht hat. Vielleicht war sie einfach nur froh, ihre Ruhe zu haben.
Sonntagabend, als ich die anderen zwei erwachsenen Igel draußen im Gartenhof beobachten wollte, ob und wann sie an ihre Futternäpfe mit Djangos Futterresten erscheinen würden, tauchte plötzlich Nr. 5 auf, den ich zu den anderen in die Wanne setzte. Zunächst blieb alles ganz ruhig und ich dachte, na toll – jetzt ist die Familie komplett. Nach einer Stunde schaute ich nach und hörte Kratzen, da saß der Neuzugang außerhalb der Wanne aus der er durch einen kleinen Schlitz geschlüpft war. Weil ich wegen der anderen keinen 2. Ausbruchsversuch riskieren wollte, habe ich ihn in eine andere Wanne gesetzt und ausbruchsicher abgedeckt. Dort saß er auch morgens noch, war aber nicht am Futter gewesen. Bei der nächsten Zusammenführung blieb alles ruhig und so lagen sie alle friedlich bis zur abendlichen Freilassung zusammen.

Sept. 14. Montag
Ich habe heute mit der Expertin von der Wildtierstation in meiner näheren Umgebung gesprochen und sie empfahl mir, was auch mit meiner ursprüngliche Vorgehensweise einhergeht, die Igelfamilie heute Abend in meinen Garten zu entlassen und sie weiterhin zuzufüttern, in der Hoffnung, daß sie auch weiterhin das Futter annehmen, das ich schon längere Zeit für Igel sowieso abends hinstelle.
Falls die Kleinen in der nächsten Zeit doch irgendwann alleine umherlaufen, kann ich sie jederzeit in die Auffangstation bringen. Sie wiegen erst 150 g, das ist etwas weniger als 2 Kiwis! Die Expertin sagte auch, daß man nach Möglichkeit die Jungtiere nicht von ihrer Mutter trennen sollte „nur“ um sie zu retten. In besonderen Fällen wird auch die Igelmutter zusammen mit den Kindern aufgenommen.

Montagabend habe ich die Igelfamilie wieder in den Garten gebracht und zwar bei der Nachbarin. In einem Gespräch ergab sich nämlich, daß die Igelfamilie dort ihr schönes großes Wurfnest hat, wo die Nachbarin die ganze Familie zum Teil auch tagsüber schon beobachtet hat. Das ist natürlich der ideale Ort zur Rückkehr in die Natur. Die Nachbarin hat auch beobachtet, dass die Jungtiere schon teilweise alleine auf Futtersuche waren. Gestern Abend kam die Mutter mit einem Kleinen zu mir in den Garten und ein anderes Jungtier sah ich später auch an meinen Futternäpfen essen.
Jetzt müssen sie nur noch ordentlich wachsen, wir beobachten sie weiterhin.
Das war ein aufregendes Wochenende und nun bin ich sehr erleichtert.
Von dem Wurfnest mache ich noch ein Foto, denn ich habe so etwas vorher auch noch nie gesehen, es liegt unter einer großen Pampasgrasstaude mit deren Material die Igelin das Nest auch gebaut hat – fantastisch!
Außer der Igelfamilie kommen noch zwei andere erwachsene Igel an meine Futternäpfe, da war gestern Abend richtig viel Betrieb!

Das Wurfnest unter dem hohen Pampasgras, so kaum erkennbar, hier

erkennbar hinter dem weißen Teller.

Igel-Nest-Nahaufnahme

Sept. 16. Dienstagabend lief die Igelmutter mit nur einem Kleinen von der Nachbarin rüber in meinen Garten und sehr viel später sah ich sie nochmals alleine mit dem Jungtier. Von den anderen keine Spur.

September 17. Mittwochnachmittag
Verdächtige Hustengeräusche der Igelmutter führte mich gestern an meinen Komposthaufen, wo ein großer Bambusstrauch steht, unter den die Igelmutter ebenfalls ein Nest gebaut hatte, von dem ich nichts wußte! Viele erwachsene Igel haben Lungenwürmer von ihrer natürlichen Nahrung mit Schnecken. Dagegen kann man leider nicht viel machen. Durch den Husten haben die Nachbarn auch erst bemerkt, dass überhaupt ein Igel in ihrem Garten war.

Mittwochabend
Gegen 20.30 h krabbelten drei der Jungtiere alleine aus dem Nest hervor und etwas später die Igelmutter, der die Kleinen aber nicht folgten, sondern nur in meinem Garten umherstreiften. Ich hatte die Beete vorher gründlich gewässert, damit sie vielleicht ein paar Regenwürmer oder Schnecken finden können. Um 22 h setzte ich mich im Dunkeln nahe des Nestes hin und so nach und nach kamen sie von ihrem Gartenausflug zurück und krabbelten um meine Füße herum und entdeckten auch das Katzenfutter. Sie haben nicht viel davon gegessen, aber immerhin schon mal probiert. Danach verschwanden 2 kleine Igel wieder im Nest und einer lief noch im Hof umher. Zufrieden bin ich dann zu Bett gegangen, denn heute früh ist schon der Gärtner für den letzten Herbstschnitt an der Hecke gekommen.
Bei der Nachbarin wurde die Igelfamilie seit vorgestern Abend nicht mehr gesehen. Nr. 4 und 5 leider auch nicht mehr…. Zwei andere erwachsene Igel haben ihre abendliche Futterration natürlich auch wieder verzehrt.

Sept. 17. Donnerstag abends drei im Nest, heute ohne Mutter!
Sie kamen ab 19.45 h aus dem Nest und waren gelegentlich am Futternapf und haben teilweise auch etwas davon gegessen, ansonsten liefen sie unter den Sträuchern umher auf Nahrungssuche. Ab 22 h habe ich nicht weiter beobachtet, weil es heute Abend sehr frisch und windig war. Der Napf war am Freitagmorgen leer. Heute Nacht kam mir die Idee, von meinem regenwurmreichen Kompost unter den Strauch zu streuen, damit sie dort ihre natürliche Nahrung finden können (Der Kompost befindet sich in einer gemauerten Umrandung, da kommen sie so nicht dran). Ich werde die Nachbarin um Hilfe bei der Aktion bitten, weil mir das Schaufeln zu schwer ist. Die zwei anderen erwachsenen Igel waren bis Mitternacht auch nicht an ihren Näpfen, aber am anderen Morgen waren alle Näpfe leer.
Ich warte noch zwei, drei Tage ab, dann frage ich die Expertin, ob ich sie, wenn sie jetzt ohne Mutter unterwegs sind, doch in die Auffangstation bringen soll. Dabei muss mir aber die Nachbarin helfen. “

(Alle Bilder im Bericht: © Britta-Gudrun N.)

So, das war nun der Bericht von unseren Igelchen von meinem Frauchen Britta-Gudrun, wir hoffen, ihr habt Freude daran! Und ich freu mich, mal einen Gastauftritt als Außenredakteur hier im Grafschafter Wochenanzeiger gehabt zu haben. Und gebe die Feder jetzt wieder weiter an die Frau Chefredakteurin.

Ja, ihr lieben Leser, das fanden wir bei unserer wöchentlichen Redaktionssitzung doch alles so schön und spannend, das wollten wir euch hier nicht vorenthalten. Und wo nun mal Igel drauf steht, ist auch Igel drin, denn wir ergänzen den feinen Bericht jetzt noch mit einigen Infos:

Die Igel (Erinaceidae) bilden eine Familie von Säugetieren, deren bekannteste Vertreter die in Europa lebenden Arten Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) und Nördlicher Weißbrustigel (Erinaceus roumanicus) sind. Der Braunbrustigel ist die in West- und Mitteleuropa typischerweise anzutreffende Art. Quer durch das östliche Mitteleuropa (vom westlichen Polen über TschechienÖsterreich bis zur norditalienischen Adriaküste) erstreckt sich ein etwa 200 Kilometer breiter Bereich, in dem sich das Verbreitungsgebiet des Braunbrustigels mit dem des Weißbrustigels überlappt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Igel

Der Igel im Porträt beim NABU:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/sonstige-saeugetiere/10302.html

Auch in der Mythologie ist der Igel vertreten, im Mittelalter glaubten die Menschen, daß man vor bestimmten Tieren keine Geheimnisse aussprechen sollte, weil dies sonst Unglück brächte. Zu diesen Tieren zählen neben den Katzen und Raben auch die Igel als Hausgeister von Hexen.

Als Krafttier steht der Igel für Schutz und Sensibilität. Der Igel selber verfügt über keine ausgeprägten Sinne, wenn es um das Sehen geht. Dies kann der Igel aber wunderbar mit anderen Eigenschaften kompensieren. Sein Geruchssinn und Gehörsinn sind besonders gut entwickelt und so versteht es der Igel, mit seinen Schwächen umzugehen, indem er sich auf seine Stärken konzentriert. Daran können wir Menschen uns ein Beispiel nehmen. Anstatt das halb leere Glas zu sehen, bemerken wir nun, daß das Glas halb voll ist.

Der Igel besitzt einen sehr weichen und empfindlichen Bauch. Um diesen zu schützen, kugelt, „igelt“ er sich gerne ein und schützt sich mit seinen Stacheln. So kommt keiner an ihn heran. Das Krafttier Igel zeigt uns, wie wir uns schützen und gleichzeitig für unsere Umgebung öffnen können, so daß es möglich ist, ein behütetes und qualitativ wertvolles Leben zu leben. Der Igel weiß genau, wann er seine Stacheln wieder einfahren muß, weil er Nahrung braucht und seine Jungen versorgen muß, er wechselt also beständig vom Schutz- in den Aktivmodus.

In der Literatur ist sicher allen die Geschichte vom Hasen und Igel bekannt, bei der der schlaue Igel der Gewinner ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Hase_und_der_Igel

Und wer von euch wie ich in den 50ger-Jahren aufgewachsen ist und Kind war, erinnert sich ganz bestimmt an den Igel Mecki aus der Fernsehzeitung

https://www.hr4.de/programm/mecki-70-jahre-in-hoerzu-,70-jahre-mecki-hoerzu-100.html

wie hab ich ihn geliebt und mich jede Woche neu auf seine Geschichten gefreut, und wie glühend hab ich mir immer die Figur aus der weltbekannten Stofftiermanufaktur mit dem Knopf im Ohr gewünscht, aber leider nie bekommen. Ich hab euch mal eine Seite rausgesucht, wo ihr gucken könnt:

http://deerbe.com/category/280-antiquitten__kunst_antikspielzeug_steiff_tiere_igel_/index.html

Natürlich gibt es den stacheligen Igel auch in den Redaktionsräumen, guckt:

Gleich in dreifacher Ausfertigung, links unser Kresse-Igel, der auch immer Mimis Katzengras zum sprießen gebracht hat, mittig unser Schuhputz-Igel Igor, der hier schon mal in einem Eintrag vertreten war

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2017/10/21/goldene-herbsttage/

und rechts Björns Quietsche-Igel, an dem er sich in Babytagen sprichwörtlich die noch nicht vorhandenen Zähnchen ausgebissen hat, lach!

Und damit sind wir nun fast am Ende unseres heutigen Eintrages, eines haben wir noch in eigener Sache: Wir hatten doch berichtet, welchen traurigen Weg das Geburtstagspäckchen von Kristina und Rani an uns genommen hatte, nun habe ich zum Wochenende mein „Ersatz“-Geschenk von meiner Mimi in heaven über Kristina und Rani bekommen, guckt mal, ist das nicht einfach entzückend und lieb???

Ein Armbändchen, in silbergrau, mit einem Pfötchen und dem „M“ für Mimi, als Erinnerung an unsere Verbundenheit! Ich hab mich soooooo gefreut!

So kam alles bei mir an, mit hübscher Lavendelserviette eingepackt, in einem so süßen Beutelchen und mit der wunderschönen Engelskarte!

Auch hier noch einmal einen ganz, ganz lieben Dank an Kristina und Rani!!!

Und damit wünschen wir euch allen einen schönen Montag, einen guten Start in die neue Woche, die hoffentlich nicht so „stachelig“ ist wie das Thema unseres Eintrags, lach! Paßt alle wieder besonders gut auf euch auf, die Lage von Corona ist ja wieder alles andere als entspannt, und bleibt oder werdet gesund!

Euer Grafschafter Wochenanzeiger

mit Mimi in heaven und Otto und Luzia, den Freelancern.

Habts fein! Und bleibt behütet wie die Igel!

Grafschafter Wochenanzeiger – Geburtstagsnachlese II

Später Sommer

Verschwunden sind vom Feld die letzten Garben.
Das Laub der Bäume schimmert rostigbraun.
Der Garten strahlt jetzt in Spätsommerfarben,
und draußen steht der Herbst schon vor dem Zaun.
Der Nebel senkt sich wie ein grauer, feuchter Hauch
auf Flur und Au und auf den Hagebuttenstrauch.
Ein letzter Gruß der bunten Georgine,
dann greife ich zur Winterpellerine.

Die Luft ist kühl, es schwingt in ihr ein Grämen,
so wie ein fernes, kaum geahntes Leid.
Es ist so wie ein stilles Abschiednehmen
von einer schönen, vielgeliebten Zeit.
Die Erde prangt in ihrem letzten Blumenflor,
bereitet sich auf herbstlich rauhe Tage vor.
Die Astern blühn so prächtig wie ein Wunder.
Im Glase blinkt und funkelt der Burgunder.

Jetzt rüsten sich die Vöglein auch zum Reisen,
versammeln sich in Scharen im Geäst.
Sie ruhen aus, sie fliegen auf und kreisen.
Es ist so wie ein Sommer-Abschiedsfest.
Bald geht mein Zug, denn heute ist der letzte Tag.
Mir ist so weh, daß ich es kaum beschreiben mag.
Verklungen sind des Sommers frohe Lieder.
Die Träne rinnt, der Asphalt hat mich wieder.

(Fred Endrikat)

Ja, auch mich hat mittlerweile „der Asphalt wieder“, soll heißen, ich bin wieder im Alltag angekommen nach dem herrlichen Wochenende vor 14 Tagen bei meinen Kindern in Köln, da möchte ich euch doch nun endlich den zweiten Teil meiner Geburtstagsnachlese präsentieren. Beginnen wir also mit dem Samstagabend, für den die Kinder einen Tisch in einem feinen Restaurant in ihrem Stadtteil für uns bestellt hatten, keine fünf Minuten zu Fuß zu erreichen, wollt ihr mal gucken? Büdde schön:

http://www.ristorantezucchini.de/

https://de.foursquare.com/v/ristorante-zucchini/4fa76e9be4b0ddd4979544c9

Klickt euch beim zweiten Link mal durch die oben angezeigten Bilder, das vorletzte Bild sind ganz besonders leckere Dips, die bei jedem Essen mit Pizzabrötchen serviert werden.

Aber erst einmal haben wir uns alle für den Restaurantbesuch „in Schale geschmissen“, mit so viel Vergnügen, war es doch seit langer Zeit mal wieder ein Restaurantbesuch, mein Outfit hab ich euch mal wieder fotografiert:

Im Restaurant war alles vorbildlich nach Corona ausgerichtet, die Tische geschützt durch undurchsichtige Plexiglasscheiben, das war sogar richtig ein bissel heimelig, so eine Art „Séparée“! Bestellt haben wir alle drei einen Tomate-Mozarella-Vorspeisenteller, zum Hauptgang jeder eine Pizza nach seinem Gusto, ich hatte Frutti di Mare, sooooo lecker! Björn hat dann für die Nachspeise gepaßt, weil die Pizzen wirklich üppig waren, Steffi und ich haben uns noch eine dreierlei Nachttischplatte bestellt, mit Eis, Panna Cotta und einem Flan mit Karamell-Soße, einfach göttlich!!! Und wir pappsatt, lach! Bei der Getränkeauswahl waren wir uns auch einig, es gab einen feinen Lambrusco.

Es war ein wundervoller Abend, und wir sind später durch eine laue Sommernacht vergnügt und fröhlich nach Hause gelaufen. Haben den Abend dann bei den Kindern auf Balkonien ausklingen lassen und sind dann sehr zufrieden ins Bett gegangen. Den Sonntag haben wir dann nach einem herrlichen gemeinsamen Frühstück verquatscht, wir hatten so viel zu erzählen.

Ja, und am Montag wollte doch mein bäriges Redaktionsteam meinen Geburtstag noch mit mir feiern, ich war schon sehr gespannt, was sie wohl „angezettelt“ hatten, wurde hier doch in den Tagen zuvor schon eifrig untereinander getuschelt, und alles war ruhig, wenn ich rein kam, lach!

Und nun guckt, was meine Jungs und Luzia da auf die Beine gestellt hatten für mich am Montagabend, es gab noch einmal Restaurantbesuch von feinsten, im gemütlichen Stübchen „Zum Grafschafter“, hihihihi, angeleitet von Mimi in heaven:

Hübsch illuminiert, das Stübchen

Und nun werdet ihr staunen, was meine Meute aus dem Backofen holte:

Kesselskuchen!!! Sie wissen alle genau, was ich so gerne mag, und ihr erinnert euch sicher noch alle an das Rezept von dem „Riesen-Reibekuchen“, nicht wahr, denn aus Reibekuchenteig ist dieses Ofengericht.

Und nach der Devise „nicht kleckern, klotzen“ gab es natürlich Champagner, lach,

laßt euch nicht narren, das ist ganz feiner trockener Sekt, abgerundet mit

der Zutat, die neben der Piccolo-Flasche steht: Holunderblütensirup! Das mag ich so gern! Und die wundervolle Himbeerrolle gab es zum Nachtisch.

Haben sie das nicht richtig fein gemacht, meine bärigen Redaktionsmitglieder? Ich hab mich so gefreut.

Bei unserer montäglichen Feier haben wir dann auch erst noch einmal in Ruhe alle meine Geschenke beguckt, die per Päckchen oder Briefpost hier eingetrudelt sind, laßt euch alle herzlichst danken, die ihr so lieb an mich gedacht habt, nebst allen, die ebenso lieb im Grafschafter per Kommentar ihre Glückwünsche hinterlassen haben, ich hab mich so sehr gefreut!  Natürlich hab ich alles wieder fotografiert, und werde es euch gleich zeigen. Leider hat uns aber die Odyssee eines Päckchens sehr geärgert und traurig gemacht, ausgerechnet das Päckchen von Kristina und Rani, die mir nächtens so lieb mit einem ganz besonderen Geburtstagsbild von Rani für mich gratuliert hatten

ist, obwohl pünktlich auf die Reise geschickt, hier nicht angekommen. Nach über einer Woche meldete Kristina dann, das Päckchen sei nun zu ihr zurückgekommen, offensichtlich von der Post neu verpackt, weil vorher aufgerissen worden, und es fehlte im Inhalt ein Teil, vermutlich geklaut, ist das nicht traurig? Dabei hatte sich Rani mit Mimi in heaven so was schönes für mich ausgedacht und ausgesucht, und gerade das Teil, was Mimi mir zugedacht hatte durch ihre Freundin, das war weg. Es war so ein wunderschöner Suncatcher mit zwei Katzen in der Mondsichel, und drunter hingen so hübsche in Blautönen gehaltene Kristalle, Rani selbst hatte eine weiße Seifen-Eule für mich Nachteule ausgesucht, und Kristina einen eleganten Duft für die Dame in den besten Jahren. Wir waren alle sehr traurig über die boykottierte Überraschung. Wenigstens die Briefpost im Päckchen und zwei Tütchengeschenke von Mimi und Rani hat mir Kristina nun noch nachträglich per Briefpost zugesandt, und damit mach ich nun mal den Anfang meiner Geschenke:

Eine bunte Blumenmischung für Balkonien von Rani und ein feiner Tee zur Erfrischung der Atemwege von Mimi in heaven.

Die Karten von ihnen sind die Von Wolke sieben und die hübsche schwarze Maus fast wie meine Mimi ganz außen rechts.

Und das sind alle Geschenke im Überblick

ich hab mich wieder so über alle gefreut!!!

Von Brigitte/Plauen gab es wieder was zauberhaftes für die Nachteule

mit passendem Armband und Ring, mit noch was „geistlichem“ zum Nachteulendasein

hihihihi, und das hier hatte Brigitte/Plauen gefunden und mir zukommen lassen, das fand ich richtig klasse, guckt:

Ein bemalter Stein!

Ursel hat meinen Lesehunger gestillt, und den auch gleich noch sooooo schön,

ist das nicht fein? Eisbären, und im besonderen „meine“ Anori, da hab ich mich echt drüber gefreut!!! Und es gab noch Nachschub für meine maritime Deko im neu gestalteten Schlafzimmer aus Berlin, guckt:

Die oben schon gezeigten Karten hängen wieder auf meiner Leine, und da muß ich jetzt noch die Karte von Britta-Gudrun genau zeigen, denn die war auch was ganz besonderes:

außen und

innen, ich hoffe, man kann lesen, was unten drauf steht, ist das nicht eine zauberhaft-schöne Idee? Ich hatte die Karte am Tag meiner Abreise zu den Kindern aus dem Briefkasten gefischt, mitgenommen und den Kindern gezeigt, die waren auch ganz begeistert! Ich werde das von Balkonien aus starten, denn ich möchte nicht, daß die niedliche Sternschnuppe verloren geht, und vielleicht kann man sie ja sogar noch öfter „beleuchten“, abschießen und sich immer wieder was feines wünschen, lach! Wobei in solchen Fällen meine Wünsche alle nicht materieller Art sind, mehr darf ich ja nicht verraten, sonst gehen sie nicht in Erfüllung!

Damit haben wir nun die Geburtstagsnachlese beendet, es war alles wieder so schön in diesem Jahr, am schönsten ist immer die Zuneigung, das an einem denken und wie im Fall bei den Kindern die gemeinsame Zeit, unbezahlbar!!! Laßt euch nochmals danken für das alles, das wertvollste, was man haben kann!

Draußen wird es herbstlich, es soll zwar zu diesem Wochenende und in der kommenden Woche nochmal sehr warm werden, aber es wird doch verhaltener. Ich mag den Herbst, ich mag ja eigentlich jede Jahreszeit, die gerade dran ist, und so hab ich zum ersten Mal nach Mimis Tod nun endlich auch mal wieder Balkonien jahreszeitlich aufgehübscht, da hatte meine kleine Schwarze doch immer so eine Freude dran.

Strahlt richtig, oder? War im Abendlicht! Ich laß mal Bilder sprechen:

Die Forsythie verlor bei der sommerlichen Trockenheit schon alle Blätter, nun hat sie doch wahrhaftig nochmal neu ausgetrieben!

Mein ganzer Stolz, ein Salbei, als kleines Würzpflänchen zum sofort verbrauchen im Kaufladen erworben, eingepflanzt und so ein stolzes Exemplar ist daraus entstanden.

Bald ist wieder Halloween, lach!

In der feine Flasche rechts, die aussieht wie eine Traube, ist eine Flaschenlichterkette, das sieht so hübsch aus abends, wenn es leuchtet.

Im Korridor ist der Herbst ebenfalls wieder eingezogen

auch hier leuchten abends die Timerkerzchen wieder, so schön heimelig und gemütlich!

In diesem Sinne wünscht euch die Redaktion vom Grafschafter Wochenanzeiger einen wunderschönen Sonntag, paßt alle gut auf euch auf und bleibt gesund, euer Redaktionsteam

mit Mimi in heaven und den Freelancern Otto und Luzia.

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Oh Happy Day – Geburtstagsnachlese I

Die Bergmannskuh

Wenn ich eine Ziege seh‘,
muß ich an zu Hause denken.
Höre ich das traute Mäh,
kann ich mich zurückversenken
in die Zeit der bloßen Füße.
Vor mir seh‘ ich Hof und Feld.
Tiere bringen ihre Grüße
aus der bunten Kinderwelt.

Wenn ich eine Ziege seh‘,
denk ich an zerrissne Hosen,
und zum Dank für jedes Mäh
möcht ich ihr den Bart liebkosen.
Friedlich grast die Bergmannskuh
unter Silberbirkenstämmchen.
Gab uns Milch und noch dazu
um die Osterzeit ein Lämmchen.

Die Kaninchen, Täubchen, Entchen,
Stare, Spatzen, groß und klein,
bringen mir ein lustig Ständchen,
selbst der Kater stimmt mit ein.
Lieblich klingt das weiche Mäh,
Heimatklänge mich umschmeicheln.
Wenn ich eine Ziege seh‘,
muß ich hingehn – und sie streicheln.

(Fred Endrikat, 1890 – 1942, deutscher Kohlenpott-Dichter und Bänkelsänger)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, da ist er nun endlich, der Bericht von meinem Geburtstagswochenende bei den Kindern in Kölle! Was lange währt, lach!

Wie im Titel schon ersichtlich, ist dies der Teil I, und den beginnen wir, wie ebenfalls unschwer an der eingestellten Girlande oben ersichtlich ist, mit dem Kölner Zoo. Die Kinder hatten Karten vorbestellt, und bei wunderschönem, schon ganz leicht herbstlichen Wetter sind wir dann losgezogen. Unsere Bildausbeute war wieder groß, also mach ich in diesem Teil nicht viele Worte.

Die Erdmännchen freuten sich sehr über Besuch

Wie immer waren die Flamingos ein farblicher Hingucker

und Björns geliebte Geparden gaben uns ebenfalls die Ehre

als gute Zooschüler natürlich nur von hinten, lach, Björn behauptet immer, das machen die mit Absicht, sobald er sich nähert, hihihihi!

die Pelikane

bissel grün und Blumen, die so üppig blühten.

Sie waren gut besucht von eifrigen Insekten.

Siesta!

So müde!

Die Zebras spielten Fußball mit Futterbällen!

Und die Löwen

waren mal wach!

Highlight! Die Schneeleoparden ließen sich blicken, kleines Suchbild, es sind zwei!

Hier besser zu erkennen, wir haben beide fotografiert, Björn und ich, und bei Björn waren die Bilder mitunter heller farblich.

Dieser Vogel steht immer so da, man könnte glauben, das sei eine Skulptur

 

aber mitnichten! Es ist halt sein Lieblingsplatz!

Unten tummelte sich das Fußvolk, lach,

und zu meiner größten Freude: Spatzen!

Das war alles, was wir von den Schimpansen gesehen haben, die Gorillas machten sich gänzlich unsichtbar, lediglich er hier

gab uns eine Audienz, wir mußten aber lange bitten, um ihn mal von Angesicht zu Angesicht zu sehen!

Eure eifrige Frau Chefredakteurin bemüht sich hier gerade redlich, abgeschirmt von Steffi, hihihihi!

Ein schöner Rücken kann auch entzücken!

Fast! Aber jetzt:

Sooo!

Wußtet ihr eigentlich, daß der Zoo Köln Einhörner besitzt? Nein, nicht? Also, ich habe zumindest eines gesichtet, eines dieser ganz seltenen, weißen Baum-Einhörner, guckt:

Sie sind sehr klein und sehr scheu, aber ich hab es erwischt! Auf dem Weg zu den Elefanten. Die kleinste der Herde, Leev-Marie, haben wir nur von ganz ferne zu sehen bekommen, aber die anderen waren nicht so pressescheu.

Feine Enten

eine tauchte gerade links weg,

und ein Okapi

säumten unseren Weg. Mal ein Bild von einem total glücklichen Muttertier gefällig? Büddeschön!

Es war so ein herrlicher Tag!!!

 

Die Pinguine

und noch allerlei Vögel.

Im Eulenkloster

Im Fenster ist das Nest! Der Schnabel ist soeben zu sehen.

Er hier flirtete mit uns! Mit wohligem Gebrabbel. Weiter zu den Inkaseeschwalben.

Die drei letzten sind meine Lieblingsbilder, da hab ich sie so fein erwischt!

Meine Lieblinge, die Bisons!

Und er hier

wollte uns unbedingt guten Tag sagen,

und kam ganz gezielt auf uns zu.

Nach kurzer Begrüßung ist er zufrieden wieder abgezogen.

Steffi mag diese Kobolde hier so gern

Wir hatten langsam ein bissel müde Füße und steuerten Steffis Lieblingsplatz im Kölner Zoo an, den Pavianfelsen, sie mag die so gern und kann da lange sitzen und zugucken, Björn und ich können ihr da nur zustimmen.

Angekommen

die Frau Chefredakteurin fotografiert schon wieder eifrig und selbstvergessen, lach!

Er hielt die ganze Zeit die Hängematte fest, „daß mir die bloß keiner klaut“, hihihihi!

Ist das ein blauer Himmel??? Der Pavian ganz oben auf dem Felsen fand ihn genauso schön wie ich!

Herrlich, oder? Wetter wie Gemüt, freundlich,  fröhlich und glücklich!

Allmählich wurde es nun Zeit, sich langsam wieder Richtung Ausgang zu begeben, wir wollten ja doch auch abends noch essen gehen, und nun kommt auf diesem Weg mein Highlight, wir hatten überlegt, ob wir noch einen Abstecher im Hippodom machen sollen, und was präsentiert sich uns da auf der Außenanlage desselben? Die ganze Familie, Papa Albert, Mama Jenny, und der kleine Nils, sowie Tante Afro!

Ist das nicht wonnig??? Familienidylle pur! Wir haben uns sooooo gefreut!

Zum Schluß kommen jetzt noch die Bilder, die mich zum einleitenden Gedicht animiert haben, vom Clemenshof im Kölner Zoo

die Ziegen! Und Kühe gab es auch:

und Schweine! Groß und klein!

Damit war unser Besuch im Kölner Zoo zu meinem Geburtstag beendet, wir hatten so viel Freude und Spaß, und ich hoffe, ihr habt es auch mit den vielen Bildern, ich mochte keines auslassen, ich hab einfach mal richtig darin geschwelgt!

Der Grafschafter Wochenanzeiger wünscht allen seinen Lesern ein wunderschönes Wochenende, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund!

Wünscht euch der Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern Otto und Luzia.

Habts fein!

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – PBN!!!

Gebe den Menschen mehr, als sie erwarten, und tue es gern – Lerne Dein Lieblingsgedicht auswendig – Glaube nicht allem, was Du hörst, gebe alles weg, was Du hast, und schlafe soviel, wie Du willst – Wenn Du ich liebe dich sagst, sei ehrlich – Wenn Du zu jemand es tut mir leid sagst, schaue ihr / ihm in die Augen – Bleibe mindestens sechs Monate verlobt, bevor Du heiratest – Glaube an die Liebe auf den ersten Blick – Lache nicht über anderer Leute Träume – Liebe tief und leidenschaftlich. Du kannst Dich dadurch zwar verletzen, aber es ist der einzige Weg, das Leben vollkommen zu leben – Kämpfe bei Auseinandersetzungen mit fairen Mitteln. Mach keinen Gebrauch von Schimpfwörtern – Beurteile einen Menschen nicht nach seinen Verwandten – Sprich langsam, aber denke schnell – Wenn Dir eine Frage gestellt wird, der Du nicht antworten möchtest, lächele und frage: Warum fragst du? – Bedenke, daß große Liebschaften und große Errungenschaften mit Risiken einhergehen – Rufe Deine Mutter an – Sage Gesundheit, wenn jemand niest – Wenn Du verlierst, behalte die Lektion – Lasse nicht zu, daß ein kleines Mißverständnis eine große Freundschaft zerstört – Wenn es Dir bewußt wird, ein Fehler begangen zu haben, so unternehme etwas dagegen – Lächele, wenn Du am Telefon sprichst. Die Person, mit der Du sprichst, wird es an Deiner Stimme hören – Heirate eine Frau/einen Mann, mit der/dem Du Dich gerne unterhältst. Wenn ihr alt werdet, wird sich diese Fähigkeit genauso wie alle anderen auch auszahlen – Verbringe mehr Zeit allein – Öffne Dich für Neues, aber gebe Deine eigenen Werte nicht auf – Bedenke: die Stille ist manchmal die beste Antwort – Lese mehr Bücher und schaue weniger fern – Lebe ein gutes und ehrenvolles Leben. Wenn Du dann alt bist, kannst Du zurückblicken und Dein Leben noch einmal genießen – Habe Vertrauen in Gott, aber schließe Dein Auto ab – Es ist sehr wichtig, eine liebevolle Atmosphäre Zuhause zu haben. Tue Dein bestes, um ruhiges und harmonisches Zuhause zu schaffen – Bedenke bei Auseinandersetzungen mit geliebten Menschen lediglich die aktuelle Situation. Sprich nicht von der Vergangenheit – Vergesse nicht, zwischen den Zeilen zu lesen – Teile Dein Wissen, denn so kannst Du Unsterblichkeit erlangen – Sei sorgsam mit unserem Planeten – Bete, denn das Gebet hat eine unermeßliche Macht – Unterbreche niemanden, der Dich gerade lobt – Kümmere Dich um Dein eigenes Leben – Traue keiner Frau/keinem Mann, die/der beim Küssen nicht die Augen schließt – Wenn Du viel Geld verdienst, benutze es, um anderen zu Deinen Lebzeiten zu helfen, denn dies ist die höchste Befriedigung, die das Geld bringen kann – Bedenke, daß etwas nicht zu erreichen was man sich wünscht, einen Glücksfall bedeuten kann – Lerne alle Regeln und breche ein paar – Denke daran, daß die beste Beziehung diejenige ist, in der die Partner sich gegenseitig mehr lieben als brauchen – Schätze Deinen Erfolg nach allem, worauf Du verzichten mußtest, um etwas zu erreichen – Bedenke, daß Dein Charakter Dein Schicksal ist – Genieße die Liebe und die Kochkunst mit aller Hingabe.

(Glückstantra aus Nepal zum Thema: Instruktionen für das Leben, Verfasser unbekannt)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger: Ich seh sie, ich seh sie, lach! ??????? All die Fragezeichen in euren Augen! PBN??? Wat datt denn???

Tja, Zeitungen haben so ihren eigenen Code und das heißt:

„Positive-Break(ing)- News“ !

Denn es jährt sich wieder einmal etwas, dieser hübsche Kerl mit Namen Snobby und seines Zeichens ein Pudel, wird heute 60 Jahre alt, und  diese junge Dame auf diesem Foto genau 2 zarte Lenze alt, wird heute um 8 Jahre älter als Snobby, der Pudel!

Wie doch die Jahre enteilen! Das sind aber nun beileibe nicht die einzigen „Positive-Break(ing)-News“, lach, denn zu meiner größten Freude bin ich zu diesem Anlaß bei meinen Kindern in Kölle eingeladen worden! Am frühen Samstagmorgen fährt er wieder, der Zug, mit mir an Bord!

Ich freu mich wie Bolle! Abstand vom Alltag, mal wieder raus aus dem Eulennest, und eine herrlich-schöne Zeit mit meinen Kindern verbringen, jubel!!!

Wir wollen am Samstag in den Kölner Zoo, Zeitfenster ist gebucht, nochmehr Jubel, lach,

Und am Abend gehen wir schick essen, auch da ist schon alles coronagerecht gebucht! Dann darf man das auch mal wieder! Dritter Jubel!

Ich hab mir schon was schickes zum anziehen für abends eingepackt, und gleich auch noch eine neue Maske genäht, bzw. zwei, eine für den Alltag und eine für „schick“, lach!

Und da ich einmal beim nähen war, ist nun auch endlich die Fledermaus gänzlich fertig, die mit Lavendelblüten gefüllt mein Schwiegertöchterlein für ihren Kleiderschrank bekommen sollte, Mottenkiller für Gothic-Fans!

Schick, was?

Meine bärigen Redaktionsmitglieder Ruddi, Bruno, Hamish, Otto und Luzia haben wohl schon Weisungen von Mimi in heaven bekommen, sie haben in den letzten Tagen so verdächtig zusammen getuschelt, und wenn ich rein kam, war es mucksmäuschenstill, ich bin mal gespannt, was alle ausgeheckt haben, wir werden dann in den Redaktionsräumen am Montag richtig schön und gemütlich noch nachfeiern!

Ich hab noch bissel was romantisch-schönes für euch, in den Abenden stand der Sichelmond so schön am Himmel, guckt mal:

Und damit wünschen wir all unseren Lesern ein wunderschönes Wochenende, paßt alle gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund und wir freuen uns aufs Wiederlesen!

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven und den Freelancern Otto und Luzia

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Singin‘ in the Rain – zum Geburtstag!

Glück

Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.

Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

Glück ist Regen, wenn es heiß ist,
Glück ist Sonne nach dem Guß,
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis ißt,
Glück ist auch ein lieber Gruß

Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist eines Freundes Hand.

Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.

Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.

(Clemens Brentano)

Regen zum Geburtstag??? Wir sehen die Fragezeichen in euren Augen, lach, jaaaaa, denn

liebe Britta-Gudrun, heißt es heute im Grafschafter Wochenanzeiger, und was kann man denn in diesen schwülen und unmäßig heißen Tagen schöneres wünschen als einen erfrischen Regenguß??? Und da haben wir bei unserer Redaktionssitzung am Freitag beschlossen, daß Britta-Gudrun einen Regeneintrag bekommt, extra für sie sind wir fündig geworden bei der Suche nach der Regentrude, wenn auch lediglich virtuell! Und obwohl Löwen und Britta-Gudrun ist ja dem Sternzeichen nach einer, die Wärme lieben, wird sie trotzdem froh sein über was frisches hier!

Fangen wir also mal an mit einem schon etwas länger zurückliegenden Regenguß in der Grafschaft

der so heftig war, daß es richtig nebelte draußen.