Quer durch den Garten – ein Pfingst-Menü

  

Veni Sancte Spiritus

Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
sende deines Lichtes Strahl!

Vater aller Armen du,
aller Herzen Licht und Ruh’,
komm mit deiner Gaben Zahl!

Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
komm, du süßer Seelenfreund!

In Ermüdung schenke Ruh’,
in der Glut hauch Kühlung zu,
tröste den, der trostlos weint.

O du Licht der Seligkeit,
mach dir unser Herz bereit,
dring in unsre Seelen ein!

Ohne Dein lebendig Wehn
nichts im Menschen kann bestehn,
nichts ohn’ Fehl und Makel sein.

Wasche, was beflecket ist,
heile, was verwundet ist,
tränke, was da dürre steht.

Beuge, was verhärtet ist,
wärme, was erkaltet ist,
lenke, was da irregeht.

Heil’ger Geist, wir bitten dich,
gib uns allen gnädiglich
deiner Gaben Siebenzahl.

Spende uns der Tugend Lohn,
lass uns stehn an deinem Thron,
uns erfreun im Himmelssaal.

(Stephanus Langton Cantuarensis ,1165 – 1228, aus dem lateinischen übersetzt von  Heinrich Bone)

„Veni Sancte Spiritus“, komm, Heiliger Geist, so fang ich heute meinen Pfingsteintrag an. Denn der Heilige Geist, die Erleuchtung, die ist in unseren Tagen wieder so nötig. Für alle, die die Geschicke unserer Zeit verantworten und lenken genauso wie für’s einfache „Fußvolk“ wäre der Geist aus den Zeilen des eingestellen Hymnus eine echte Bereicherung! Fangen wir mal wieder einfach im kleinen damit an, vielleicht zieht es Kreise und teilt sich weiter wie weiland die feurigen Zungen des Heiligen Geistes!

Pfingsten im Mai, Zeit der Erneuerung und des Neuanfangs, in der Natur und im Herzen! Und aus der Natur zeig ich euch jetzt Bilder, die ich am gestrigen Samstag beim Besuch auf dem Friedhof unserer Grafschaft gemacht habe, gerade dort zeigt die Natur so herrlich neues Leben!

 Zum Beispiel diesen Baum, das ist der Baum am Grab meines Vaters, der kleine Korkenzieherweidenstrauß, den ich dort mal stehen hatte vor Jahren ist zu so einem prächtigen Baum geworden!

Ich bin immer wieder ganz überwältigt davon! Und der Rhododendron blüht in den herrlichsten Farben

Auf dem Grab meines Vaters blüht seine Rose

er liebte diese Farbe sehr, und sie duftet so herrlich, ganz zart zitronig, schade, daß man das hier nicht riechen kann.

Reges Leben herrscht in den Blüten, die Bienen, Hummeln und andere fliegenden Nektarsammler schwirren, was das Zeug hält!

Mein geliebter Ilex schmückt sich mit zarten neuen Blättchen

Alles blüht in verschwenderischer Fülle!

Von den Gräbern meiner Eltern aus bin ich dann bei herrlichstem Wetter noch zum See runtergebummelt, der auf dem Friedhof angelegt ist, ein herrliches Fleckchen zum Seele baumeln lassen. Unterwegs begegnete mir er hier:

Am See:

Ihr wißt ja, Bild anklicken, dann könnt ihr weiter jedes Bild in groß gucken.

Die ersten Wasserbewohner:

Sie war neugierig und kam auf mich zu geschwommen.

Hallo!

 

Und dann sah ich von weitem das:

Das sind doch Küken???

Jawoll! Langsam hab ich mich ran gepirscht, aber die Eltern waren nicht sonderlich nervös, sie kennen Menschen, und an diesem friedlichen Ort brauchen sie sich nicht vor ihnen zu fürchten, und so könnt ihr jetzt meine Galerie genießen, viel Spaß!

Auf dieses Bild bin ich ein bissel stolz, es kam ein Rabenvogel geflogen, das ging aber nun mal gar nicht:

Alarm!!!

Hihihihi, die Fotogräfin wirft ihren Schatten!

Da kann man aber gut erkennen, wie dicht sie teilweise an mir vorbei passierten, ich wurde zwar im Auge behalten, aber gestört hab ich wohl nicht wirklich!

Langsam Abendstimmung am See, das ist wirklich so ein herrlich friedlicher Ort.

Das ist eine kleine Insel mitten im See, überwachsen und völlig eingenommen von diesem herrlichen Baum, im Innern ganz viel Schutz für brütende Wasservögel, auch ein Reiher hat hier seinen Brutplatz, aber ihn hab ich dieses Mal nicht zu sehen bekommen.

Langsam machte ich mich auf den Rückweg zum Ausgang, unterwegs hab ich noch Butterblümkes für meine Mama gefunden, aber stehen gelassen, sie sieht sie ja überall, wo sie blühen!

Wegbegleiter:

Und kurz vor dem Ausgang beglückte mich dann meine Lieblingsblume, eine Rose!

Und er hier:

Abendbrotzeit, hihihi!

Über die Kanalschleuse bin ich dann langsam nach Hause gebummelt!

Das war nun mein Pfingstmenü für euch, mit einem schönen Zitat zum Pfingstfest

„Pfingsten! Ein Wort, das seinen Zauber auf das menschliche Gemüt üben wird, so lange noch ein Baum blüht, eine Lerche schmetternd in die Lüfte steigt und ein klarer Frühlingsmorgen über uns lacht. Ein Wort, dessen Klang selbst unter der härtesten Eiskruste des Egoismus, unter dem Schnee des Alters und in dem Herzen, das in Leid und Kummer erstarrt ist, noch ein Echo von Lenzeslust erwecken kann.“

(Eugenie Marlitt,  Pseudonym für Henriette Friederike Christiane Eugenie John, deutsche Schriftstellerin)

entlasse ich euch in selbiges, euer Co-Autor,  meine Mimi, und ich wünschen euch ein wunderschönes, frohes und gesegnetes Pfingstfest!

senden wir euch! Habts fein! 

 

 

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Kunterbuntes zum Muttertag

An die Mutter

O du, die mir die Liebste war,
du schläfst nun schon so manches Jahr.
So manches Jahr, da ich allein,
du gutes Herz, gedenk ich dein.
Gedenk ich dein, von Nacht umhüllt,
so tritt zu mir dein treues Bild.
Dein treues Bild, was ich auch tu,
es winkt mir ab, es winkt mir zu.
Und scheint mein Wort dir gar zu kühn,
nicht gut mein Tun,
du hast mir einst so oft verziehn,
verzeih auch nun.

(Wilhelm Busch)

 

wünschen wir beide, euer Co-Autor  Mimi  und ich (passend zum Muttertag ein blumenpflückendes Kinderbild, hihihi!) allen Müttern von ganzem Herzen, natürlich auch, wie es in diesem Blögchen immer schon so üblich war, auch allen Müttern lieber Haustiere! Habt alle einen ganz feinen Muttertag!

Meinereiner hat zum heutigen Tage mal wieder in meinem reichhaltigen Fundus gekramt, Erinnerungen an Muttertage, als Tochter  mit meiner Mama, als Mutter  mit meinem kleinen Sohn!

Blumen mußten notwendig zum Muttertag gepflückt werden, bei mir waren es immer Butterblumen, die die Mama zu ihrem Ehrentag bekam, selbst gepflückt, ich fand als Kind, das seien die schönsten Blumen zum Muttertag!

( Ranunculus acris from Wayside and woodland blossoms, 1895)

Und der Mama wurden liebevoll selbst gestaltete Karten und Briefe geschrieben, solche zum Beispiel:

 Diesen Muttertagsbrief von mir hab ich mal draußen fotografiert, mit Glockenblümchen eingerahmt!

 Und so ist er wohl am besten zu lesen!

Liebe Mama, einen lieben Muttertagsgruß an dich in heaven mit deinen Lieblingsblumen!

Ich hab meinen „Mama-Brief“ noch mal ein bissel schön in Szene gesetzt, ich mag doch Rosen so sehr gerne, und ich hatte noch einen schönen Strauß, der dazu paßte!

Dann folgen die Erinnerungen an die eigenen Muttertage, wie schön waren doch da auch vor allem die selbstgemachten Geschenke, ich hätte nun noch was von Björn, aus den Kindergartentagen:

Ein Herz mit Schmetterling für Mama!

Und eine Lokomotive:

Auch die hübschen Bilderrähmchen wurden unter Anleitung von den Kindern selbst gegossen und bemalt, ihr könnt euch sicher alle vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe. Und klar, daß sie heute noch hängen, nicht wahr? Am Küchenfenster, freu ich mich immer beim gucken!

In einem Jahr wurde ein immerwährender Kalender kreiert, ihr kennt ja mein Sammlergen, bei mir kommt nix weg, den gibt es natürlich auch noch, hier isser:

Die Kalenderblätter als Galerie, anklicken, groß gucken, hihihi!

Den süßen kleinen Marienkäfer vom Mai zeig ich euch nochmal in groß, das waren Wachstropfen, guckt:

Ich find ihn so niedlich!

Natürlich meldet sich auch noch euer Co-Autor zum Muttertag hier zu Wort, schließlich ist es ja auch der Muttertag aller Tiermütter und aller Mütter für Tiere!

 Hi, Folks und alle lieben Mütter, wie meine Mama sie ja schon oben beschrieben hatte! Hab doch auch noch was feines für euch zum Muttertag, denn hier bei uns gibt es so ein liebes Katzenmütterchen, da hab ich mein Frauchen gebeten, mal Bilder davon für euch alle zu machen, und die zeig ich euch jetzt:

Da isses, mit ihrem Kleinen mitten im Grün, wenn so viele Menschen zugucken, ist sie bissel besorgt erst um ihr Kleines.

Ist das nicht ein süßes Katzenkind?

So, jetzt zeigt sie es euch mal richtig! Sie hat gemerkt, daß ihr alle ganz lieb seid!

Sie hat auch mein schönes Schattenplätzchen auf Balkonien ausprobiert mit ihrem Schatz

und ist dann mal auf meinem Kratzbaum gewesen, da gefiel es ihr auch so gut, und Frauchen konnte ihren kleinen Schatz mal richtig fotografieren, sie durfte, hihihi!

Niedlich, nicht wahr?

Die Pfötchen!!!

So, das war nun mein Beitrag zum heutigen Muttertag, habt alle einen ganz feinen und laßt euch fein verwöhnen, mach ich mit meinem Mama-Frauchen heute auch!

Tschüssi, eure Mimi! 

So, das war nun euer Co-Autor, dann kommen wir mal langsam zum Ende diesen Eintrags, gemäß dem Titel „Kunterbuntes zum Muttertag“ hätten wir da noch ein buntes Huhn, hihihi,

die neueste Errungenschaft in Sachen Kräuter auf Balkonien, ein Salbei

 der duftet auch so fein!

Von den Kindern hab ich gestern noch Bilder bekommen, die sich herrlich für den Muttertag eignen, falls ihr einen Muttertagsspaziergang machen wollt, so schön ist das bei den Kindern in ihrem „Garten“, hihihi, der Köln-Mülheimer Stadtpark direkt vor ihrer Haustüre:

Schön, nicht, und feine Bewohner hat er auch, guckt:

Sie schnattert alles Liebe zum Muttertag!

Und ich hätte da auch noch was für euch von meinem Meisen-Mütterchen, welches mit ihrem Partner direkt unterm Dach am Küchenfenster wieder ihre Jungen groß zieht und eifrig hin und her fliegt, um die hungrigen Schnäbel zu stopfen, leider gelingt mir da kein Bild, und Nesteinsicht ist auch keiner da, wenn ihr die Bilder seht, wißt ihr warum, da ist fotografisch kein rankommen möglich, ich hab die Stelle des Nestes mal mit einem roten Pfeil markiert, das ganze ist gezoomt vom Schlafzimmerfenster aus!

Ich hoffe, sie kriegt ihre Kleinen wieder wie in den Vorjahren groß, wenn ich ganz viel Glück habe, erwische ich diese vielleicht, wenn sie flügge werden, schaun wir mal!

Und damit wünschen wir euch allen einen wunderschönen Muttertag  habts fein, laßt euch verwöhnen  genießt den Tag!!!

 

Allen anderen wünschen wir beide,  Mimi und ich, einen ganz wunderschönen Sonntag!

Habts fein! 

 

 

Grüne Oase Balkonien zum Vatertag

Vom Vater hab ich die Statur,
des Lebens ernstes Führen,
vom Mütterchen die Frohnatur
und Lust zu fabulieren.

Urahnherr war der Schönsten hold,
das spukt so hin und wieder;
Urahnfrau liebte Schmuck und Gold,
das zuckt wohl durch die Glieder.

Sind nun die Elemente nicht
aus dem Komplex zu trennen,
was ist dann an dem ganzen Wicht
original zu nennen?

(Johann Wolfgang von Goethe)

Nach all dem ganzen nervenaufreibenden Gedöns mit der DSGVO gibt es heute zum Himmelfahrts- oder Vatertag einfach mal ein paar neue Bilder von Balkonien, aufgenommen in den herrlichen zurückliegenden Frühlings/Sommertagen. Für’s Gemüt, für die Seele, zum entspannen!

Neue Kräuter sind eingezogen, links ein Thymian, hinter dem Obstgartenschild wächst Rucola.

Thymian

Rucola

Da hab ich schon lecker von geerntet!

Basilikum, beim Discounter für Pesto gekauft, guckt mal, er wächst munter weiter:

Oregano

Mein Glockenblümchen beginnt zu blühen

Freu, freu!

Die kleine Birke ist auch wieder ausgeschlagen in diesem Jahr, da freu ich mich auch immer so drüber.

Die selbstleuchtenden Laternchen sind wieder auf Balkonien eingezogen

Ich hatte mal davon berichtet, daß ich auf Balkonien ein kleines Insektenhotel einrichten wollte, es hängt, und ich hab schon das erste Wildbienchen beim besuchen beobachtet!

Und da isses auch wieder, unser Balkonien-Verkehrsschild!

Die feine Leuchtkette mit den Schmetterlingen hab ich heuer mal bei der Forsythie befestigt

 da kommt später noch was, denn das Aufladeteil (es ist eine Solarlichterkette!) wurde sofort in Betrieb genommen.

Laßt euch also noch überraschen!

Für meine Vogeltränke muß ich noch ein schönes Plätzchen suchen, bzw. gucken, wie ich sie auf dem Regal oben befestigen kann.

Und wißt ihr, wer wieder da ist? Guckt:

 Mein Erdbeer-Elfchen!

Es ist doch auch von hinten so süß! Erdbeeren für den kleinen Schatz stehen auch schon parat:

Hihihi, Deko-Erdbeeren!

Und im Wohnzimmer blühen die Pfingstrosen

nicht narren lassen, sie sind nicht echt, sehen aber wunderhübsch aus und verblühen nicht, die echten sollen lieber draußen blühen, da hat man länger was davon.

Keinen Eintrag von Balkonien ohne euren Co-Autor, meine Mimi, büddeschön, Mimi, die Tastatur gehört dir!

 Hi, Folks,

da hat mein Dosenöffner aber sowas von Recht, nix über Balkonien ohne mich! Und nix, aber auch gar nix über die DSGVO, die mein Frauchen und euch alle so nervt, hier wird heute entspannt und genossen!!!

Waren das nicht herrliche Frühlings/Sommertage??? Ich bin nur noch zum Fressen rein, es war sooooo schön, und guckt, was Frauchen wieder hat:

Storm-Zeit, das dicke neue-alte Buch, mußte ich gleich mal gucken!

Eigentlich hatte sich Frauchen den Leseplatz im Liegestuhl schon reserviert, aber natürlich mal wieder nicht die Rechnung mit mir gemacht, hihihi, ich bin passionierter Liegestuhlklauer, vor allem, wenn sie mit Handtüchern reserviert werden, geht ja mal gar nicht!

Ja, sehr gemütlich, also meiner! Meiner, Frauchen!!!!!! Lies es mir von meinem süßen Schnäuzchen ab!

Genau, setz dich doch auf die Bank hinter mir, das hier ist jetzt mir! Hej, ich sagte setz dich auf die Bank, nicht spiel hier schon wieder Mamarazzi und knips mich von hinten, menno!

Ehrlich, keine Ruhe kriegt man hier vor der lästigen Presse! Jaja, nu mach schon weiter, aber stell dann die Bilderkes hier als Galerie rein, sonst scrollen sich unsere Leser ja dumm und dämlich, hihihihi!

So, da habt ihr mich zum gucken! Anklicken, groß sehen können, lach!

Später zog sich dann gestern der Himmel bissel zu,

aber für den Höhepunkt hat das Licht wohl doch noch gereicht über Tag, denn nun kommt er, unsere Lichterkette, sie leuchtet wieder, hat sich aufgeladen, also

tadaaaaaaa!!!

 Naaaa? Isses schön? Schmetterlings-Glühwürmchen, hihihi!

Und mit mir:

Nur noch zu ahnen! Jetzt kommen die Schmetterlinge nochmal in nah

und ich in meinem schicken neuen Erdbeerkleidchen nochmal in groß

 und damit wünschen wir zwei beide hier all unseren lieben Lesern einen wunderschönen Himmelfahrts/Vatertag, auch wenn das Wetter wohl nicht mehr so schön ist wie vorher, allen Vätern hier unter unseren Lesern herzlichen Glückwunsch zum Vatertag, bleibt oder werdet alle gesund und genießt den Feiertag!

Habts fein! Wünschen euch  Mimi und Monika.

 

Wer schreibt, der bleibt…..von Hieroglyphen bis Datenschutz

Zorn

Beschüttet mich mit eurem Haß und Spotte
und scheltet und verdammt: Ich trag‘ es gern;
doch meiner Seele Heiligtum und ihrem Gotte,
unfreundliche Bedränger, bleibet fern!

Ja, raubt sie mir, des Lebens schönste Stunden,
zerstört, was ihr nicht kennt: Ein heißes Glück;
jedoch vor dem, was ich so wahr empfunden,
verstummt und weicht gesenkten Blicks zurück!

Ich will sie freudig tragen, all die Schrecken,
die mir gescheh’n nach eures Willen Lauf,
doch wagt ihr’s, lästernd meinen Zorn zu wecken:
Erbebt! Denn mit ihm steht die Rache auf!

(Therese Dahn,  geb. Therese von Droste-Hülshoff,  Nichte der Annette von Droste-Hülshoff)

„Wer schreibt, der bleibt“ pflegte schon mein alter Lieblingslehrer in meinen Schuljahren zu sagen, wenn wir uns wieder einmal seufzend an einen geforderten Aufsatz setzten oder mal wieder ein ellenlanges Gedicht abschreiben sollten. „Wer schreibt, der bleibt“, entweder mit seinen Gedanken und dem aufgeschriebenen im Gedächtnis seiner Nachwelt, oder etwas auf- oder abgeschriebenes bleibt im eigenen Gedächtnis.

Schon immer wollten die Menschen etwas von sich hinterlassen, nicht nur ihre Nachkommenschaft, nein, etwas aus dem eigenen gelebten Leben, von Erfahrungen, Gedanken, Gefühlen, vielleicht, damit von einem selbst etwas ganz eigenes bleibt, vielleicht auch, um der Nachwelt einen Einblick in die Zeit zu geben, in der man lebte.

Schon in den Höhlen der Steinzeitmenschen existierten Höhlenmalereien, die allererste Form des Schreibens, Überlieferungen für die Nachkommen.

( Reproduction of a bison of the cave of Altamira, Urheber Rameessos, Bild vom Urheber als gemeinfrei freigegeben)

https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlenmalerei

Solche Höhlenmalereien erstrecken sich mitunter bis zu 500 m breit über die Höhlenwände.

Im Laufe der Erdgeschichte entwickelte sich diese Erinnerungskultur, die Entwicklung der Schrift begann. Hochkulturen wie die Ägypter und Sumerer entwickelten erste Schriftsysteme aus Zeichen und bildhaften Symbolen und erfanden so den Vorläufer unseres heutigen Alphabets. Um etwa 3000 vor Christus entstanden in Ägypten die Hieroglyphen.

(Zeichnung nach einem Wandrelief aus dem Felsengrab des Renni (EK7) in el-Kab, Ägypten, Paris 1809, Francois Jomard)

Hieroglyphenschrift (von altgriechisch ἱερός hierós, deutsch ‚heilig‘ sowie γλυφή glyphē ‚Eingegrabenes, Gravüre‘) ist eine unspezifische Bezeichnung für Schriften, welche sich im Wesentlichen aus Zeichen in Form von schematischen Bildern (Piktogrammen) zusammensetzen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gyptische_Hieroglyphen

Schon an ein Alphabet angelehnt sind die alten Schriftzeichen der Germanen, die Runen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Runen

2000 Jahre später erfinden die Ägypter ein weiteres Medium, um wichtige Ereignisse festzuhalten: Papyrus. Ein aus der Schilfpflanze hergestelltes Material zum beschreiben. Das eigentliche Papier, wie wir es heute kennen, wurde 200 Jahre vor Christus in China erfunden, Kontakt zu diesem Medium gab es in Europa erst im 12. Jahrhundert. Von da an verbreiteten sich die Bücher, handgeschrieben natürlich.

1450 erfolgt dann der Durchbruch in Deutschland mit der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg. Ab dem 19. Jahrhundert ist gedrucktes Wissen für jedermann zugänglich.

Auch bildlich kann jetzt archiviert werden.

Aber die Entwicklung der Erinnerungskultur schreitet weiter fort, um 1840 wird in Frankreich die Fotografie erfunden. Der Anfang neuer Medien. Schwarz-weiß und aufwendig, aber ein Meilenstein.

 (Meine Urgroßeltern väterlicherseits)

Und bewegte Bilder lassen dann nicht all zu lange auf sich warten, 20 Jahre später wird der Mikrofilm erfunden. Übrigens eine der sichersten Möglichkeit der Datenspeicherung bis heute, Haltbarkeit von Film und Foto in schwarz-weiß bis zu 700 Jahren, in farbig nur bis zu 150 Jahre.

Aber nicht nur visiuell werden Wege gesucht, wichtige Kulturgüter für immer zu speichern, auch akustisch ist es bald möglich, Lieder und Texte den nächsten Generationen weiter zu geben. Analoge Tonträger wie die Schellack-Platte machen den Anfang, die Entwicklung geht dann über die Vinyl-Langspielplatte bis zur heutigen Technik der Speicherung von Tonaufnahmen.

Mit der Entwicklung über die ersten Schriftzeichen bis zu gedruckten Text- und Bilddateien verbreiten sich natürlich auch Nachrichten aus allen Ecken und Enden der Erde immer weiter und schneller. Mit einem Medium, das für eine solche Datenübertragung entwickelt wurde, habe ich selbst noch zu tun gehabt in meiner damaligen Bauernhofarbeitsstelle, nämlich mit dem Telex oder auch Fernschreiber genannt

https://de.wikipedia.org/wiki/Telex

Die Texte, die man dort mit einer Schreibmaschinentastatur eingab, konnten auf einem mitlaufenden Lochstreifen gespeichert werden, 

(Typendruck-Schnelltelegraph von Siemens & Halske : Lochstreifen)

https://de.wikipedia.org/wiki/Lochstreifen

mit diesen Lochstreifen haben wir uns immer einen Spaß gemacht, es war nämlich möglich, mittels der Schreibtaste „klein-x“ Bilder zu „malen“, haben wir dann gemacht, auf den Lochstreifen gespeichert, den Lochstreifen eingelegt, irgendwen angewählt zum Daten übertragen und dann den Lochstreifen durchlaufen lassen, natürlich ohne „Kennung“, also ohne die eigene Identifizierung des Absenders! Aber wehe, die Gegenseite schaltete sich beim senden ein, dann mußte man schnell sein und sofort ausschalten, weil ansonsten die entsprechende Kennung hätte angefordert werden können vom „Beschenkten“ dieses Machwerks, hihihihi!

Und damit sind wir bei der Datenspeicherung angekommen, im digitalen Zeitalter wird elektronisch archiviert. Diese große Wende der Datenspeicherung leitete die Erfindung des Computers ein, 1941 in Deutschland. Was früher viel Platz in Bibliotheken und Archiven beanspruchte, läßt sich jetzt auf engstem Raum speichern. Die Datenmengen steigen entsprechend an.

https://de.wikipedia.org/wiki/Computer

Und damit bin ich da, wo ich mit diesem Eintrag eigentlich hin wollte: Allwieder einmal beim bald in Kraft tretenden neuen Datenschutzgesetz!

Eins vorab: Ich bin für Datenschutz, ich bin für Urheberrechtsgesetz und für das Recht am eigenen Bild. Aber nicht in der Form, in dem dieses neue Datenschutzgesetz nun selbst dem kleinsten Feld-, Wald- und Wiesenblogger und dem kleinsten Unternehmen, das sich in der alles verschlingenden Groß- und Größtkonzernwelt eh kaum behaupten kann, droht! Dessen unausgereifte und mit der heißen Nadel gestrickten Vorschiften und Regeln für alles und jeden nur noch nach jahrelangem Jurastudium wirklich rechtssicher (und selbst dann nicht, wie Juristen ja heute schon zugeben!) überhaupt umgesetzt werden können. Aus diesem Grund habe ich heute diesen kleinen Exkurs in die Welt der Datenentwicklung praktisch von der Steinzeit bis heute entwickelt: Denn wenn schon unsere Vorfahren ein solches Gesetz hätten umsetzen müssen, gäbe es heute keinen Einblick in das Leben und Wirken der uns vorausgegangenen Epochen, keine Bilder, keine Bücher, kein World Wide Web, denn alles was uns da von Anbeginn an übermittelt worden ist, waren „persönliche Daten“. Ich bitte, mich nicht falsch zu verstehen, dem Mißbrauch von Daten und dem verhökern derselben nach dem Maßstab von, um nur mal einen zu nennen, Mr. M.Z. aus den USA und anderen ähnlich gestrickten Abzockern gilt es auf jeden Fall, einen Riegel vorzuschieben!!! Aber wie man das nun dadurch erreicht, in dem in jedem von mir oben erwähnten Privat-Blog jedwede Verlinkung, jeder Kommentar, jede Kommentarfunktion, jedes Erkennungsbildchen für die Kommentare untersagt wird und entsprechendes aus der Vergangenheit zu löschen ist, das erschließt sich mir beim allerbesten Willen nicht. Und es in diesem Zusammenhang nicht einmal rechtlich und gesetzlich abgesichert zu schaffen, eine eindeutige Formulierung für einen privaten Blog zu schaffen, ist ein Armutszeugnis sondergleichen und wirft ein treffendes Licht auf die Verursacher dieses „Machwerks“! Vom grünen Tisch beschlossen und abgesegnet, meilenweit an der Realität und der Entwicklung in der heutigen Medienlandschaft vorbei, noch weiter entfernt von den vielen kleinen Netzwerken und der privaten Bloggerlandschaft, die hier und anderswo von jedem einzelnen mit Herzblut, Freude und Leidenschaft aufgebaut worden ist. Und die jetzt einer Horde von Abmahn“Anwälten, Trollen und sonstigen mißgünstigen Leuten ausgeliefert ist, wenn sie hier wie gewohnt weiter machen wollen.

Und für alle, die nun wieder lautstark nach dem Schutz vor der eigenen Dummheit nach gerade diesem Datenschutzgesetz und möglichst sogar noch mehr davon rufen:

Es gibt nur einen einzigen 100%-igen Datenschutz: Netz abschalten! Stecker ziehen! 

Denn auch mit diesem Datenschutzgesetz werden die ewigen Datenkraken weiterhin ihre Geschäfte machen, denn sie kennen dank ihrer Anwaltslobby die Lücken, auch mit diesem neuen Gesetz werden weiterhin für alle möglichen und unmöglichen Zwecke unserer Daten abgegraben, die Dummen sind auch hier, wie so oft und wo auch immer, die Kleinen! Kommt einem irgendwie bekannt vor, oder?!

Viel wird es nicht bringen, weil es Perlen vor die Säue sind, aber vielleicht mal was für ins Stammbuch der „Väter“ dieses Gesetzes: Tradition (und in weitestem Sinne halt Datenübertragung) ist das weitergeben der Flamme und nicht das bewahren der Asche!

Also pustet mal die Asche raus!!!

So, nach all den Wochen unsäglicher Beschäftigung mit diesem Datenschutzgesetz mußte das nun einfach mal raus und gesagt werden, ich wäre sonst irgendwann geplatzt!!!

Was euer Co-Autor, meine Mimi, dazu meint?  Hi, Folks, tja, wir Katzen geben unser Wissen, unsere Erfahrungen und Gefühle an unsere Nachkommen mit unseren Genen und unseren Instinkten weiter, und da lassen wir uns auch von keiner Datenschutzverordnung reinfummeln! Vielleicht sind wir und unsere anderen tierischen Mitgeschöpfe doch bissel klüger als die „Krone der Schöpfung“, zu der sich der Mensch selbst ernannt hat, hihihihi! Denkt mal drüber nach!

Wen von euch es interessiert: Es gibt über die Schiene der Fotografie mittlerweile eine Petition gegen die neue Datenschutzverordnung

https://www.change.org/p/european-parliament-die-datenschutz-grundverordnung-dsgvo-darf-so-nicht-in-kraft-treten

lest sie euch gründlich durch und entscheidet selbst.

Und damit wünschen wir euch trotz alledem einen wunderschönen Montag und einen guten Start in die neue Woche, ganz datenschutzkonform betten wir hier noch ein Video ein, natürlich von Reinhard Mey, denn so „dröge“ und unlustig soll der Montag hier doch nicht sein:

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/klagelied-eines-sentimentalen-programmierers

Habts fein! Und genießt den Mai!  

Von Katzen und (Fleder-)Mäusen und wohin wir die DSGVO wünschen…..

Die Fledermaus

Ein kleines Mäuschen kroch
stets unzufrieden in sein Loch;
stet’s wünscht‘ es: Wär‘ ich doch
der kleine Vogel nur
und flög‘ in freier Luft! Zeus sagte zum
Merkur:

Ich will der Närrin Wunsch gewähren,
erscheine, Maus! – Sie kam,
den Götterspruch zu hören.
Wohlan, sprach Zeus, zum Zeitvertreib,
geb‘ ich dir Flügel an den Leib.
Nun flieg!


Halb Vogel und halb Maus,
flog sie und hieß die Fledermaus.
Merkur sah sie und lachte;
nun fliegt sie nur bei Nachte.

(Johann Wilhelm Ludwig Gleim)

 Hi, Folks,

da bin ich allwieder zum Montags-Eintrag, euer Co-Autor, eure Mimi! Schließlich ist das heute ein besonderer Montagseintrag, und angesichts des Titels freu ich mich ja schon wieder leise hier vor mich hin über die Fragezeichen in euren Augen, hihihihi!

Eigentlich alles ganz einfach, ihr lieben Leser, guckt mal aufs Kalenderblatt: Naaaa??? Rüüüchtüüüg, heute ist der 30. April! Und was ist am 30. April??? Wieder rüüüchtüüüg, Walpurgisnacht! Er steht wieder an, der Ritt zum Blocksberg!

Da es aber nun zur Walpurgisnacht schon so viele Einträge mit allem drum und dran und auf und davon gab, mußten wir uns wieder mal was neues einfallen lassen, mein Dosenöffner und ich, ich hab dann beim dösen im Brotkasten gestern (ja, Folks, das ging noch bissel am Sonntag, das Wetter wollte es so, hihihi!) mal darüber nachgedacht und hatte dann auch die zündende Idee: Frauchen, lüüübes Frauchen, sag einmal, wie wäre es denn, wenn ich den Teil II von „Im Reich der Fabeln und Legenden“ übernehmen würde, da stand doch noch ein Lesezeichentier aus, das ganz hervorragend zu mir paßt: Die Fledermaus!

Das fand mein Frauchen nun auch eine sehr gute Idee, und somit war der Anfang unserer Titelzeile gefunden, ich mach hier also jetzt mal weiter mit Fabeln und Legenden Teil II: Die Fledermaus 

Die Fledermäuse (Microchiroptera) sind eine Säugetiergruppe, die zusammen mit den Flughunden (Megachiroptera) die Ordnung der Fledertiere (Chiroptera) bilden. Zu dieser Ordnung gehören die einzigen Säugetiere und neben den Vögeln die einzigen Wirbeltiere, die aktiv fliegen können. Weltweit gibt es rund 900 Fledermausarten.

Der Name bedeutet eigentlich „Flattermaus“ (ahd. fledarmūs, zu ahd. fledarōn „flattern“).

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Flederm%C3%A4use

Wir haben noch einen schönen Link gefunden, in dem es interessantes zur Fledermaus zu lesen gibt, den hier:

http://www.naju-wiki.de/index.php/Das_Fledermausjahr

Kommen wir nun also endlich ins Reich der Fabeln und Legenden.

Seit Menschengedenken begegnet uns das Böse  in Tiergestalt. Vor allem die Nachtschwärmer im Tierreich wurden als Helfer des Teufels angesehen, Wölfe, Eulen und eben auch die Fledermaus.

Die Fledermäuse gehören zu den mythischen Tieren, um die sich zahlreiche Legenden ranken. So wurden schon früh sowohl der Teufel als auch andere Dämonen mit Fledermausflügeln dargestellt. Und auch Vampire verwandeln sich in Fledermäuse, um sich unauffällig, wie unsichtbar, fortzubewegen und durch die Nacht zu fliegen.

Da Fledermäuse in Höhlen leben und die Dunkelheit lieben, provozierten sie bei unseren Vorfahren unheimliche Geschichten. Ihr ungewöhnliches Aussehen flößte  den Menschen Furcht ein, das ist wohl bis heute so. Im Skelett-Vergleich mit dem Menschen haben sie eine menschenähnliche Figur, ihre besonderen Zähne und Krallen, die großen Ohren und die unheimlichen Flügel weckten Fantasien und machten sie schreckerregend.

Fledermäuse sind nachts unterwegs, sie galten schon früh als unreine Tiere und wurden zum Symbol für Unsichtbarkeit, Lautlosigkeit und Ruhelosigkeit. Dies wird auch mit der Fähigkeit zu tun haben, sich mittels Ultraschallorientierung auch in tiefer Dunkelheit  problemlos zurecht finden zu können.

Diese Fähigkeit war lange nicht erforscht, daher wurden ihnen magische Kräfte zugeschrieben. Sie wurden für unsichtbar gehalten, galten als ruhelose Seelen und somit als Todesorakel.

Seit 1897, als Bram Stoker’s Roman „Dracula“ erschien, trägt der Vampir einen Umhang, der Fledermausflügeln ähnelt. Inspirationen in diese Richtung wurden sicherlich auch beeinflußt von den lateinamerikanischen Fledermausarten, die sich tatsächlich vom Blut anderer Tiere ernähren.

Die Rolle der Fledermaus in der Mythologie ist aber durchaus nicht nur negativ besetzt, so steht sie in China zum Beispiel für Glück und langes Leben, das spiegelt sich in dem chinesischen Wort „fu“ wieder, welches zugleich Glück und Fledermaus bedeutet.

Auch die Fledermaus ist ein Krafttier, wenn sie erscheint, bedeutet sie Orientierung durch spirituelle Fähigkeiten. Es werden neue Kräfte freigesetzt, es steht eine Veränderung im Leben an oder eine Wandlung im Bewußtsein. Was man im Herzen wahrnimmt, sollte geschätzt werden, auch wenn damit nicht den Erwartungen der anderen entsprochen wird. Die Fledermaus bestärkt das Vertrauen in die „systemeigene“ Orientierung. Sie ist der Begleiter, der den Weg durch die Nacht finden läßt – mit dem nötigen Licht in uns selbst. So finden wir durch unsere eigenen Ängste und Befürchtungen hindurch eine Straße in die Selbstbestimmung, vertrauen auf unsere eigenen Kräfte und Stärken und auf den uns eigenen Wegweiser, der in dieser Welt der Wegweiser von außen, diesem Netz aus Informationen und Regeln, zwar ein bissel eingeschlafen ist, der aber noch immer gut funktioniert, wenn er wieder aktiviert wird.

Da passen nun, finden wir, ganz fein die Bilder von der Lesezeichen-Fledermaus hin, die mein Frauchen für Björn gehäkelt hatte, schließlich guckt sie doch sehr sympathisch, oder?

 Ich finde die „Vampirzähnchen“ so knuffig, hihihihi!

Ob Fledermäuse kochen können, hihihi??!

Aber ganz sicher würden ihr Mondbilder gefallen, Frauchen hatte noch welche, die sie in den vergangenen Tagen mal gemacht hatte, ich mach euch und der „Fledi“ mal eine kleine Galerie zum anklicken:

Schön geheimnisvoll, passend zum Eintrag für die Fledermaus! Und zur heutigen Walpurgisnacht! Und damit kommen wir jetzt zum zweiten Teil unseres Titels „wohin wir die DSGVO wünschen…..“, nämlich hierhin:

 mit der fliegenden Hexe auf den Blo(g)cksberg, mein Dosenöffner und ich, wir fliegen mit,  und überprüfen genauestens, ob sie da auch ankommt, und da verbuddeln wir sie dann und führen ein Freundentänzchen auf  und fliegen nach der Walpurgisnacht vergnügt wieder Richtung Grafschaft  und können uns endlich wieder einfach nur ums bloggen und schöne Einträge machen hier kümmern, dieweil die o.g. hoffentlich auf dem Blocksberg Blogsberg vermodert!!! Hex hex!!! (Wär das schön, wenn wir das könnten, dann bräuchte sich mein Frauchen keinen Kopp mehr um den leidigen Datenkrempel machen! Die Betonung, sagt mein Frauchen, liegt auf „Krempel“, denn mit Daten“schutz“ im wirklichen Sinne haben wir kein Problem!)

Frauchen hat mir dazu so ein ganz feines Lied rausgekramt, natürlich wieder von Reinhard Mey, und datenschutzkonform eingebettet, wie gewünscht von der neuen Verordnung, die in vielen Teilen genau die Kriterien dieses Liedes erfüllt:

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/einen-antrag-auf-erteilung

Und damit wünschen wir euch allen nun einen feinen Montag, der denn dann der Einstieg in die Walpurgisnacht ist, wir wünschen allen Hexen einen guten Flug zum Blocksberg, so  oder   so modern, hihihi, wir beide, mein Dosenöffner und ich, wir sind allemal wieder dabei und freuen uns schon auf euch alle,  wir sehen uns um Mitternacht am Blocksberg, bis dahin ist auch das Essen fertig  !

Habts fein! 

Mimi’s Wochenend-Tagebuch

   

Abschiedsworte an Pellka

Jetzt schlägt deine schlimmste Stunde,
du Ungleichrunde,
du Ausgekochte, du Zeitgeschälte,
du Vielgequälte,
du Gipfel meines Entzückens.


Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens
mit der Gabel! – Sei stark!
Ich will auch Butter und Salz und Quark


oder Kümmel, auch Leberwurst in dich stampfen.
Mußt nicht so ängstlich dampfen.
Ich möchte dich doch noch einmal erfreu’n.
Soll ich Schnittlauch über dich streun?


Oder ist dir nach Hering zumut?
Du bist so ein rührend junges Blut. –
Deshalb schmeckst du besonders gut.
Wenn das auch egoistisch klingt,
so tröste dich damit, du wundervolle
Pellka, daß du eine Edelknolle
warst, und daß dich ein Kenner verschlingt.

(Joachim Ringelnatz)

 Hi, Folks,

da isser wieder, der ungeliebte Montag, der Start in eine neue Woche, und da bin ja immer ich wieder gefragt, euer Co-Autor, eure Mimi! Damit das hier im Blögchen mal wieder lustig los geht, und damit euch alle nach den herrlichen Frühlingssommer-Wochenendtagen und dem nunmehr wieder angesagten aprilligen Schietwetter nicht der Montagsblues erwischt!

Also gibt es jetzt einen Tagebucheintrag von mir von meinem herrlichen Balkonienwochenende mit meinem Dosenöffner!

Folks, was war das doch ein Wetterchen!!!

Träller: „Blauer Himmel, Sonnenschein, und wir zwei beide ganz allein, auf Balkonien scheint die Sonne rein, Wochenend und Sonnenschein“! Hihihihi!

Aus der Perspektive von meinem Frauchen im Liegestuhl:

 Hihihi, das ist das Knie vom Dosenöffner, sie hat ja nun mal allüberall ihre Knipse dabei!

Balkonienimpressionen am Samstagnachmittag, Bilder können mit anklicken groß geguckt werden!

Am Abend sprach dann mein Dosenöffner die geheimnisvollen Worte „so, Mimi, auf geht’s, Abendbrot, wir eröffnen die Grillsaison auf Balkonien, ich geh mal alles holen!“ Mmmhh, was denn holen dafür? Wir essen doch sonst immer drinnen im Wohnzimmer???

Ich war ein gespanntes Fragezeichen und hab mir von da ab beguckt, was mein Dosenöffner da so alles anschleppt jetzt:

Hääääh??? Ach, ja, doch, ich erinnere mich, das ist unser Grill, Frauchen, wo immer so lecker riechendes und brutzelndes Zeugs zum mümmeln drauf kommt, ooooh, fein, nu weiß ich wieder!!! Tolles Tischchen hast du da für zum draufstellen vom Grill, hach, ich glaub das wird fein! Und lecker! Sind die Grillhandschuhe nicht knuffig?

Alles parat, freu, freu, geht es jetzt loooohooooos??? Wie, gemach, gemach, ich bin hungrig! Seeeehr hungrig! Watt, das Freßchen ist alles noch in der Küche? Warte, warte, Frauchen, ich komm mit!

Und, wo???

Booooaaaah……Folks, guckt euch das an!

Sieht das lecker aus!!! (Na, bis auf das gemüsige, das ist dann wahrscheinlich für Frauchen, hihihihi!)

Und das hier, das ist dann alles für mich, mmmmmhhhhhh!!!

Guckt Frauchen?

Mußt du nicht noch mal auf Balkonien? Ja? Gut, dann mach mal, ich paß hier schon auf!

Auf dem Weg ins Freßparadies, hihihi!

Angekommen!

Oooh, du Hühnerbeinchen, wie verführerisch du duftest, komm, schönes, leckeres, laß dich verzehren von meiner Liebe…ääääh, von meinem Hunger, hihihihi! Hoffentlich bleibt Frauchen noch draußen…….ach, du Schreck, sie kommt schon wieder, neee, Frauchen, nix ist, alles ist gut, ich paß hier nur genau auf die leckeren Sachen auf! Iiiiiiich??? An was dran gehen??? Nie nicht!

Solche Augen können doch nicht lügen, oder doch? Ist denn der Grill schon an? Ja? Fein, dann laß uns mal alles schnappen fürs drauf legen!

Guckt!!!

Mmmmmh, guckt mal, die Würstchen werden braun! Es wurde langsam schon dunkel draußen, da sah der Grill richtig klasse aus:

Naaa??? Geheimnisvoll, nicht wahr?! Ja, und dann war alles fertig, und wir haben uns gemütlich zum Essen niedergelassen auf Balkonien, guckt mal, Frauchens Teller, sieht das nicht lecker aus?

Ich hab vom Hühnerbeinchen genascht, die Rostbratwürstl sind zu scharf für mich, aber ich liiiieeeebe Hühnerbeinchen, bin ich also auch voll auf meine Kosten gekommen! Frauchen hatte noch lecker Süffel für ihren Grillteller

die erste Erdbeerbowle in diesem Jahr! Es war herrlich, unser Grillfest, ich schwärme jetzt noch!

Am Sonntag zeigte sich das Wetter erst noch sehr schön, am Nachmittag grummelten kleinere Gewitter um uns rum, und ab und zu wehte ein kühler Wind, der tat gut, schließlich war Balkonien aber doch auch für den Sonntag noch angesagt, nur angesichts eines weiteren Gewitters, das hier aufzog, haben wir unseren zweiten Grillabend dann doch nach innen verlegt, schließlich ist unser Grill ein Elektrogrill, der kann ja innen und außen, hihihi! Und nach dem Essen war es dann doch wieder so herrlich draußen, wie ein lauer Sommerabend, und den hab ich dann noch auf Balkonien verbracht, Frauchen hat mal Nachtaufnahmen von mir probiert (mit meinem schwarzen Fell bei einer schwarzen Nacht, lach, ich bin gespannt!)

na, zumindest sind meine Augen zu erkennen, hihihihi!

Hier nur als gaaaanz kleine helle Pünktchen oberhalb vom Brotkasten! Glühwürmchen-Augen, lol!

Der Mond war auch da

nun kommt noch bissel Romantik nachts auf Balkonien

und dann bin ich feddich mit meinem Wochenendtagebucheintrag!

Wir hoffen natürlich, ihr hattet auch alle so ein herrliches, sommerliches und schönes Wochenende, vielleicht auch mit lecker grillen oder anderen Genüssen, und wir wünschen euch jetzt einen schönen Montag und einen guten Start in eine neue, gute Woche, laßt euch nix verdrießen, kein Wetter und keine anderen Unbilden, handelt einfach nach dem kölschen Jrundjesetz: “ Et kütt wie et kütt!“ und „Et hätt noch immer jot jejange!“

Habts fein! 

 

Neues aus dem „Eulennest“

  

Auf Flügeln

Herz, erträgst du diese Freude,
trägst du so viel Seligkeit?
Himmel, Erde: Eine Sonne
und ein Blühen weit und breit.

Wo die überglühten Wipfel
baden hoch im Morgenhauch,
wo die weißen Mauern winken,
wohnt der schöne Frühling auch.

Jeder Schlag der raschen Pulse
ruft das holde Ziel heran,
und die Ferne wird zur Nähe,
und die Liebe hats getan.

Durch den Garten, über Stiegen,
wie auf Flügeln hebt es dich;
schneller als die schnelle Schwalbe,
höher schwingt die Liebe sich.

Himmelspforten, welch Willkommen!
Öffnen glänzend sich und groß,
und der freche Vogel flattert
einem Engel in den Schoß.

(Gustav Falke)

Welch herrliche Tage waren das in dieser Woche, „Himmel, Erde: Eine Sonne
und ein Blühen weit und breit“, wie es oben im Gedicht heißt! Sommer im April, Frühlingssommer auf Balkonien in unserem „Eulennest“, wie BrigitteE das immer so schön nennt! Und das ist es, unser Eulennest,

unser Balkonien, von unten aus dem Garten mal endlich auch von außen fotografiert!

Da haben wir diese herrlichen Tage wieder genossen, euer Co-Autor, meine Mimi, und ich! Mit Liegestuhl, Lesestoff, kalten Getränken und Blüh und Grün um uns rum!

Immer noch Osterdeko, lach, ich bin mal wieder, wie mein Vater zu sagen beliebte, eine „Klüngelfutt“, das Wetter war einfach zu schön zum abdekorieren, das mußte genossen werden.

Lange nichts mehr vom Zitronenbäumchen gehört? Es ist auch wieder umgezogen, wenigstens schon für tagsüber, und guckt mal:

Zitrönchen, noch unreif, es gibt noch zwei weitere!

Mit Röschen im Hintergrund.

Die Glockenblume setzt ganz langsam wieder Knospen an

es duftet nach Basilikum

und die einzig überlebende Erdbeerpflanze ist ins Spitzenhängetöpfchen abgewandert.

Mimi genießt ihr schönstes Zimmer wieder in vollen Zügen

zeitweilig sogar schon wieder auf ihrem Schattenplatz! Aber Sonne ist doch auch langentbehrt und deshalb einfach schön!

Wer stört? Na, wer wohl, Mimi, ich, deine geliebte Mamarazzi, hihihi!

Guck mal, Frauchen, eine dicke Hummel! (Die Hummel war leider zu schnell für aufs Bild, lol!)

Wir haben es schon richtig fein hier, und als ich meine Blicke so schweifen ließ, dachte ich mir, ich könnte auch mal wieder mit meiner Knipse in den Garten gucken gehen, was überall so grünt und blüht, gesagt, getan: Dann kommt mal mit!

Vor der Haustüre:

„Mein“ Mandelbäumchen fängt an zu blühen:

Taube im noch kahlen Geäst

Gänseblümchen!

Die letzten Tulpen

Blaue Blümchen

Und der Flieder beginnt auch schon zu blühen!

In lila und in weiß

Ein Busch, weiß wie Schnee

Die Kirschblüten sind schon verblüht

Unter Balkonien blüht es auch

Huch…..Wattwürmer?????

Hihihihi, nee, die hängenden Blüten der Birken.

Nochmal unser Eulennest ein bissel näher

und nun laufen wir wieder zurück zum Haus.

Die Büsche im Vorgarten tragen noch Früchte und bereits die ersten Blüten, ganz eigenartig-wunderschöne:

Sehen wie kleine Sterne aus, nicht wahr?

Auch die rosa Hortensien, die ich mal in voller Blüte abgelichtet hatte, setzen die ersten Knospen an:

Mit einem letzten Rundumblick

begeben wir uns wieder rauf ins Eulennest, hihihi!

Wir werden am Wochenende, bei dem wieder herrlich angesagten Frühlingssommerwetter, nun wohl endlich die Grillsaison eröffnen und lecker grillen, da kann Mimi fein mit hapsen! Rostbratwürstchen und Hühnerbeine, hihihi!

Angesichts des wunderbaren Frühlingswetters hatte Mimi einen Romantiktag und hat den Dosenöffner mit was fotografieren beauftragt, das sie euch nun zum Wochenende zeigen möchte:

Süßes schlafendes Miezekätzchen am Osterstrauß, sie fand es soooo schön!

Und damit entlassen wir euch jetzt in ein herrliches Frühlings-Sommer-Wochenende, genießt es, laßt einfach mal alle Sorgen und Probleme in den blauen Himmel fliegen, die Seele braucht ihre Streicheleinheiten!

Habts fein! Wünschen euch  Mimi und der Dosenöffner!

Neue Woche – neues Glück!

  

Carpe diem

Carpe diem! Pflücke den Tag!
Rät der Römer Horaz.
Pflück den Tag wie die Rose im Hag,
nütze den köstlichen Schatz!
Schäumen die Becher beim Festgelag,
schäumt die Begeisterung –
carpe diem! Pflücke den Tag!
sei mit den andern jung!

Klopft das Glück an das Pförtlein,
sag eilig zum Gaste: – Herein! –
Carpe diem! Pflücke den Tag!
Hüte das Glück, wenn es dein!
Aber pochen mit dröhnendem Schlag
Sorge und Unheil an –
carpe diem! Pflücke den Tag!
Lerne ihn mannhaft bestahn!

(Ottokar Kernstock )

 Hi, Folks,

da bin ich endlich mal wieder, euer bloggendes Kätzchen, euer Co-Autor, eure Mimi!

Montag isses wieder, und ich möchte euch in die neue Woche einführen, wie im Titel schon gesagt: Neue Woche – neues Glück!

Die letzte Woche war ja wettertechnisch überwiegend (zumindest hier in unserer Grafschaft!) eine schöne, frühlingshafte, und so hatte ich das Vergnügen, mich wieder auf meinem geliebten Balkonien zu tummeln. Da gab es sogar was spannendes zu gucken für mich, am Anfang der letzten Woche waren Gärtner unten beschäftigt, sie hatten im Zuge von Aufräumarbeiten den Zaun abgebaut, der auf unserer Wiese unter Balkonien sonst steht, und den haben sie dann wieder aufgebaut

guckt, fast fertig!

Das war so spannend, bloß die Vögel hat es geärgert, weil sie eben so laut gehämmert haben dabei! Fand ich auch nicht so gut! Lief aber unter meiner administrativen Aufsicht alles sonst gut über die Bühne!

Als die dann endlich weg waren und Ruhe einkehrte, bin ich auch wieder eingekehrt, hihihi, nämlich in meinen Brotkasten!

Jetzt wird die Forsythie langsam grün, die Blüten sind fast alle verwelkt und auf dem Boden ist es jetzt gelb, hihihi!

Hach, herrlich gemütlich, und guckt bloß mal, wie schön grün die Birken schon sind!

Schööööön, nicht wahr? Und der Magnolienbaum, den wir von Balkonien aus sehen können, stand in vollster Blüte,

ist das eine Pracht! Näher ran kriegt Frauchen ihn nicht, aber dafür gibt es als Entschädigung jetzt ein Bild mit mir und dem Magnolienbaum!

Steht mir richtig gut, oder? Rosa ist meine Farbe!

Es wurde so langsam dämmerig, 

da hat meine Mamarazzi mich noch bissel belauert

und Balkonien abgelichtet

 die Lichter gehen schon allüberall wieder an

und Frauchen hat erst einmal die Arbeitshandschuhe an den berühmten Nagel gehängt…..ääääh, nee, eher über die Werkbank gestülpt, lol!

Hihihi, kann man kaum noch sehen, Frauchen!

Wir sind dann beide wieder reingegangen

und haben unseren gemütlichen Abend eingeläutet!

Am Wochenende war der Samstag ein herrlicher Outdoortag, und für Frauchen war endlich wieder Storm-Zeit!

 Wenn das dann mit dem Wetter so weiter geht, wird Frauchen sich sicher wieder über ihr neues „altes“ Storm-Buch hermachen, daß sie letztes Jahr doch im Netz wiedergefunden hat, zur Zeit sind noch die Mittsommerkrimis vom letzten Jahr dran, hihihi, die hat sie nicht zu Ende bekommen, es stehen noch 10 Bände aus!

Wir haben richtig fein Balkonien genossen  unsere  Bank schaukelt zwar nicht, dafür ist sie fein für mich zum drauf liegen. Wäre mir sonst zu unruhig!  Die Vögelchen draußen  sind eifrig mit der Partnersuche und dem Nestbau beschäftigt. Und Frauchen hatte sowas leckeres zum Abendbrot geplant, einen Nudelsalat mit Thunfischmajonäse, und wo Thunfisch drin ist, da bin ich aber sowas von dabei, natürlich ist der dann auch in meinem Näpfchen gelandet, mmmmhhhh, ich sag’s euch, Folks, für Thunfisch verkauf ich eines meiner 7 Leben, hihihihi!

Am Sonntag wollten wir dann eigentlich endlich auch angrillen, lecker Rostbratwürstchen,  aber da hat dann doch der sprichwörtliche April was dagegen gehabt, es ging immer so hin  und her  da haben wir uns halt die Würstchen aufgehoben fürs irgendwann mal grillen können! Sind ja tiefgefroren, die leckeren Dinger, da halten sie dann halt, bis Grillwetter ist!

So, Folks, und nun wünschen Frauchen und ich euch einen ganz feinen Montag und einen guten Start in die neue Woche, bleibt oder werdet alle gesund, paßt auf euch auf, und guckt nochmal nach dem Gedicht:

Carpe diem!

(Also, mein Dosenöffner, nee, nee, nee, er guckte mir gerade über die Schulter und meinte, ach, so eigentlich wäre ihr als Nachteule  Carpe noctem lieber!)

Nu aber nochmal: Habts fein!   

Im Reich der Fabeln und Legenden

  

Das Einhorn

Der Heilige hob das Haupt, und das Gebet
fiel wie ein Helm zurück von seinem Haupte:
denn lautlos nahte sich das Niegeglaubte,
das weiße Tier, das wie eine geraubte
hülflose Hindin mit den Augen fleht.

Der Beine elfenbeinernes Gestell
bewegte sich in leichten Gleichgewichten,
ein weißer Glanz glitt selig durch das Fell,
und auf der Tierstirn, auf der stillen, lichten,
stand, wie ein Turm im Mond, das Horn so hell,
und jeder Schritt geschah, es aufzurichten.

Das Maul mit seinem rosagrauen Flaum
war leicht gerafft, so dass ein wenig Weiß
(weißer als alles) von den Zähnen glänzte;
die Nüstern nahmen auf und lechzten leis.
Doch seine Blicke, die kein Ding begrenzte,
warfen sich Bilder in den Raum
und schlossen einen blauen Sagenkreis.

(Rainer Maria Rilke)

Das Einhorn (lat. unicornis, griech. monókeros) ist ein Fabelwesen von Pferde– oder Ziegengestalt mit einem geraden Horn auf der Stirnmitte. Es wurde im Mittelalter besonders durch den Physiologus bekannt, gilt als das edelste aller Fabeltiere und steht als Symbol für das Gute.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Einhorn

Das wohl berühmteste aller Fabeltiere, das Einhorn! Zur Zeit erlebt es einen Boom, und von A – Z gibt es wohl so ziemlich alles mit und über Einhörner!

Es gehört zu den mythischen Wesen, den Fabeltieren. Im Gegensatz aber zum Beispiel zum Lindwurm hat es eine positive Bedeutung, in der Gestalt eines wundervollen weißen Pferdes mit einem schlanken, gedrehten Horn auf der Stirn wird es dargestellt und ziert mittelalterliche Tapisserien ebenso wie Fantasy-Märchen. Es ist ein Symbol für Reinheit und Wahrhaftigkeit, Licht und Magie. Schon in der keltischen Mythologie war das Einhorn von besonderer Bedeutung, da es in enger Verbindung mit der Natur und der Traumwelt steht.

Der Legende nach kann sich einem Einhorn nur eine Jungfrau nähern, da es jeder „Unreinheit“ abhold ist. Erstaunlicherweise war auch das Christentum diesem Fabelwesen gegenüber duldsam, ja, es wurde sogar in die christliche Darstellung adaptiert als Symbol des Guten und zum Zeichen für die Muttergottes gemacht, zur Zeit der großen Marienverehrung im Mittelalter war das Einhorn ein wichtiges Bild des Glaubens und zierte manchen Altar.

(Virgin and Unicorn, Domenichino, 1602, Fresko)

Der Legende nach besitzt das Horn des Einhorns eine große Heilkraft, die Berührung des Horns macht den Geist klar, es ist ein Wesen der Klarheit. Es gibt kein trübes Wasser, das nicht zu kristallklarem Wasser würde, wenn das Einhorn mit der Spitze seines Horns den Wasserspiegel berührt.

Das Einhorn existiert auch als Krafttier, als solches klärt und wandelt es, reinigt und erhellt, wo Dunkles ist, womit das Dunkle der Seele gemeint ist. Es vermittelt Stärke, um sich dem zu verweigern, was uns nicht gut tut, um klar Stellung zu beziehen.

Da das Einhorn die Kraft der Heilung in sich trägt, ist es auch ein Krafttier für Menschen in Heilberufen, auch das ist wohl lange überliefert, man denke nur an viele Apotheken, die „Einhorn-Apotheke“ heißen.

Das Einhorn ist das Nationaltier Schottlands und ziert das Wappen, auch hier symbolisiert es Macht, Freiheit und Ehrenhaftigkeit.

(Bild: © Björn Zimmermann)

Das Einhorn erscheint als Krafttier häufig Menschen mit heilenden Fähigkeiten und jenen, die die Welt zum Besseren verändern wollen, die an das Gute im Menschen und die Kraft der Liebe glauben.

IV.  Sonett

O dieses ist das Tier, das es nicht giebt.
Sie wußtens nicht und habens jeden Falls
– sein Wandeln, seine Haltung, seinen Hals,
bis in des stillen Blickes Licht – geliebt.

Zwar war es nicht. Doch weil sie’s liebten, ward
ein reines Tier. Sie ließen immer Raum.
Und in dem Raume, klar und ausgespart,
erhob es leicht sein Haupt und brauchte kaum

zu sein. Sie nährten es mit keinem Korn,
nur immer mit der Möglichkeit, es sei.
Und die gab solche Stärke an das Tier,

daß es aus sich ein Stirnhorn trieb. Ein Horn.
Zu einer Jungfrau kam es weiß herbei –
und war im Silber-Spiegel und in ihr.

(Rainer Maria Rilke, aus: Die Sonette an Orpheus, Zweiter Teil)

Und nun fragt sich der geneigte Leser: Wie kommt sie auf das Einhorn?

Das ist ganz leicht zu erklären: Ich hatte zum Osterfest ein Geschenk für die Kinder gemacht, daß ich bis zur Überreichung natürlich hier noch nicht einstellen konnte, und zwar das hier:

 Lesezeichen! Ein Einhorn für Steffi und eine Fledermaus für Björn (er liebt Fledermäuse, hihihi!) Und zum euch hier zeigen brauchte ich doch wieder ein Thema, und da bot sich zuerst einmal das Einhorn an, die Fledermaus folgt später noch.

 Steffi war jedenfalls begeistert von ihrem Einhorn! Ich auch, lach!

Zum Abschluß des Eintrages noch einmal beide Lesezeichen in trauter Zweisamkeit

 

und damit wünsche ich euch einen schönen Donnerstag, vielleicht begegnet euch heute auch ein Einhorn und zeigt euch die schönen, lichten Seiten des Lebens!

Habts fein! 

 

Wonnig ist’s in Frühlingstagen auf Balkonien zu verweilen…

Frühlingsbotschaft

Leise zieht durch mein Gemüt
liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
kling hinaus ins Weite.

Kling hinaus bis an das Haus,
wo die Veilchen sprießen!
Wenn du eine Rose schaust,
sag, ich laß sie grüßen.

(Heinrich Heine)

Endlich!!! Er ist da!!! Der Frühling!!! 

Und die Balkonien-Saison für dieses Jahr ist endlich eröffnet!!!

Mensch, Pflanzen und Tier konnten es kaum noch erwarten, und so gibt es dieses Mal nix mit Feierlichkeiten zur Eröffnung, wir sind einfach losgestürmt zum genießen:

Ich mit dem ersten Kaffee auf Balkonien

die bisher noch im Schlafzimmer zum überwintern stehenden Pflänzkes

und Mimi!

Nach dem langatmigen Winter endlich Sonne pur, blauer Himmel, linde Lüfte, Herz, was begehrst du mehr!

Die Birke grünt

die Glockenblume schlägt wieder aus

 

ebenso das letzte, überlebende Erdbeerpflänzchen

Aus dem Winterschlaf umgezogen sind meine Minze

meine kleine Rose

und die ehemals selbstgezogenen Orangenbäumchen, zwei haben den Winter überstanden!

Tulpen blühen leider zur Zeit nur in Holzform, hihihihi,

die richtigen sind bisher nur grün, aber dit wird!

Wie man auf diesem Bild schon sieht, ist auch einiges an Deko-Getier bereits wieder aus dem Winterschlaf erwacht, im Kasten tummeln sich Rehlein, Maulwurf und Küken

Und ein Vögelchen!

Das sitzt unter einem Hühnerhof, lach:

Häkelgardine am ehemaligen Kinderzimmerfenster! Die Scheibe spiegelt, macht aber nix, paßt!

Die Fotogräfin spiegelte sich auch!

Meine Forsythie ist noch österlich geschmückt mit bunten Eiern, schließlich ist ja heute erst Weißer Sonntag! Da darf noch! Und guckt bloß mal, sie hat nun wirklich die Deckenhöhe auf Balkonien erreicht!

Ich hatte mal wieder Lust auf eine Dia-Show, wenn ihr also Lust habt, genießt die Bilder nochmal „laufend“!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Na, und nun habt ihr doch sicher alle schon auf euren Co-Autor, meine Mimi, gewartet, sie hat doch bestimmt auch noch Bilder von sich auf Balkonien am ersten Frühlingstag der Saison anzubieten? Ja, aber klar, ich laß sie jetzt mal selbst zu Wort kommen:

 Hi, Folks!

Guckt, guckt, guckt bloß was ich wiederhabe!!! Mein Balkonien, es ist wieder da (naja, es war ja so eigentlich nicht weg, aber eben unbewohnbar, lol!) ich bin soooooooo eine glückliche Katze! Es war ein herrlicher Speckwettertag mit Sonne und herrlichen, lang vermißten Gerüchen, und der Dosenöffner mit dem Kaffee neben mir, hach, Folks, ich sag’s euch, ich hab das sooooooo genossen! Und weil ich von dem schönen Frühlingslüftchen draußen jetzt auch bissel müdchen bin, laß ich einfach Bilder sprechen, ihr wißt ja, anklicken und groß gucken, hihihihi…….ach, wißt ihr was, ich häng da drunter auch mal wieder eine Dia-Show an, viel Spaß mit mir und dem Frühling auf Balkonien, habt einen schönen Sonntag mit hoffentlich noch so einem herrlichen Frühlingstag, bis denne  eure Mimi!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Viel Spaß beim gucken! Wer genau hinguckt: Frauchen hat meine Schnurrhaare fotografiert, hihihi, bin ich gespannt, ob ihr das entdeckt!

So, Mimi hat sich nun wieder auf die Couch verzogen, auf der sie abends immer ganz gemütlich eingekruschelt bei mir liegt

lach, wir haben mal „Kunst“ gemacht! Gestern abend schien uns der Mond dabei ins Fenster

 das war sehr gemütlich, wie ihr auf zwei Bildern nochmal sehen könnt:

 gemütlich vorm Fernseher mit Mond zu meiner rechten und Mimi zu meiner linken Seite

Und mit unserer Eule von Balkonien

sagen hier eure Nachteule und Mimi gute Nacht und wünschen euch allen einen ganz feinen Frühlingssonntag! Genießt ihn und

habts fein!