Türchen 15

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

 

Teddy for President

Geboren 1903, lag ich wie Blei in den Regalen,
keiner wollte was für mich zahlen.
Verschwand in der Versenkung.
Doch welch wundersame Lenkung.

Einer meiner vielen Brüder,
fand sich bei Teddy Roosevelt wieder.
„What a lovely little bear!“ rief Amerikas Präsident,
„I`ll call him, Teddy.“ Und so bis heut mich jeder nennt!

(Verfasser unbekannt)

Sicher erinnert ihr euch alle noch an Charly  meinen Motivationsbären. Charly muß ja seine Aufgabe immer sehr ernst nehmen, deshalb sitzt er hier bei mir am PC und guckt mir selbstverständlich bei allen Einträgen für den Adventskalender hier auf die Finger und über die Schulter. So auch gestern, beim klöppeln für Türchen 14 über die Puppen! Na, das war dann aber ein Thema für Charly, wenn die Puppen dran waren, die so oft unter Weihnachtsbäumen liegen, dann aber bitte auch die Teddy-Bären, denn die liegen mindestens genauso oft unter Weihnachtsbäumen, wenn nicht sogar öfter! Flugs machte sich mein Motivationsbärchen an die Arbeit und durchstöberte mein Bilder-Archiv, um mir dann triumphierend mitzuteilen, da gäb es in den Adventskalendern der vergangenen Jahre soooooo viele Bären, da soll ich mich aber mal sofort ans Werk machen!!!

Tja, seufz, falls ihr auch einen Motivationsbären habt, ihnen kann man keinen Widerstand leisten, also gibt es heute einen Eintrag über Teddybären! (Als wenn das für mich eine Pflicht wäre, lach, ich will bloß Charly den Erfolg nicht schmälern!)

Ein Teddybär, auch Teddy oder landschaftlich Knuddelbär genannt, ist die flauschige Miniatur-Nachbildung eines Bären mit meist brauner, beiger oder goldener Fellfarbe; die Größe variiert von Handtellergröße bis zu Modellen von etwa einem Meter Höhe. Inwendig hat er eine Füllung aus BaumwolleHolzwolleKunststoffgranulat oder anderen Materialien. Ursprünglich war er ein reines Kinderspielzeug, heute werden Teddybären aber auch von Erwachsenen gesammelt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Teddyb%C3%A4r

Soweit also erst einmal das wissenswerte über Teddybären, wie immer nüchtern und sachlich von Wikipedia, lach, nun geht es aber wesentlich gefühlvoller weiter.

Denn Charly hat ja wirklich recht, Teddybären sind vom Weihnachtsfest doch nicht zu trennen, ich glaub, die meisten von uns haben ihren geliebten Lebensgefährten zu Weihnachten oder zum Geburtstag bekommen.

Meiner  hat sich an Weihnachten 1956 unter den Tannenbaum und in mein Herz geschlichen, mein Teddy Bernhard, stolze 62 Jahre alt. Ich glaub, ich könnte es heute noch malen, wie ich ins Weihnachtszimmer kam und unter dem strahlenden Weihnachtsbaum saß Teddy, ich glaub, ich hab genauso gestrahlt wie der Baum.

 Sieht man, oder? Da war Teddy Bernhard schon mit bei den Großeltern am 1. Weihnachtstag, hach, was war ich stolz.

Dabei war Bernhard nicht mein erster Teddybär, der erste Teddy, den gab es zum 2. Geburtstag

 ich weiß aber leider nicht mehr, wie er hieß, und auch nicht, wie er mir abhanden gekommen ist. Was ich wohl noch weiß, daß ich traurig war und unbedingt wieder einen Teddy haben wollte, der Wunsch ist dann eben zu Weihnachten 1956 in Erfüllung gegangen.

Meine Eltern hatten im höheren Alter auch noch einen Teddybären, hihihi, den hatte meine Mama mal beim einkaufen entdeckt, gekauft und mit nach Hause genommen,

sie nannte ihn Brummi, mein Vater hat so gelacht, als sie mit dem Teddy ankam, aber er hat ihn treulich jeden Abend zum schlafen gehen mit ins Schlafzimmer genommen. Später hab ich dann meiner Mama mal ein schönes Winterjäckchen für Brummi gestrickt, das trägt er hier, mit Kapuze. Ich hab ihn von meiner Mama geerbt und er sitzt zufrieden über sein neues Zuhause bei Bernhard mit auf der Couch.

Teddys gibt es in allen Farben

in rot

in weiß, das ist mein absolutes Mini-Eisbärchen, nur wenige Zentimeter groß!

 und natürlich in allen Brauntönen, das ist ein Zeitungsauschnitts-Bild, das mir meine Mama mal geschenkt hat mit diesem lieben Zettelchen dabei:

Hatte sie auch in der Zeitung gefunden und extra für mich abgeschrieben, ich hoffe, ihr könnt es lesen.

Mein Teddy war überall dabei, ich bin so gut wie nirgendwo ohne ihn hingegangen, und abends im Bett war mein treuer Lebensgefährte der beste Zuhörer für alle meine Freuden und Sorgen in den Kindertagen.

Teddybären sind sehr verträgliche Naturen, bei ihnen verstehen sich alle Fellfarben untereinander, und egal, ob neu, ob alt, ob noch flauschig-knuddelig oder schon ganz abgeliebt, sie achten und respektieren sich! Könnten wir uns eine Scheibe von abschneiden.

Kann man hier schön sehen, mit Bernhard als Chef der Grafschafter Fanmeile zu allen Fußballspielen von Deutschland bei EM und WM!

Eisbären gibt es selbstverständlich im Grafschafter Haushalt auch

 Das ist Frosti!

Und das ist Lars, der kleine Eisbär, der gehört eigentlich Björn, hihihi! Lars macht mal Weihnachten:

Gibt außer den beiden aber noch viele Eisbären hier, sie sind mal die Stellvertretung, und wie ich schon schrieb, alle Bären verstehen sich ausgezeichnet, ob braun, ob weiß, ob rot!

Dann gehen wir jetzt mal auf die Suche im Archiv nach feinen Bildern mit Teddy unterm Weihnachtsbaum. Das war ein Auftrag von Motivationsbär Charly, lach!

Björn bekam seinen ersten Teddy auch zu Weihnachten, zu seinem ersten Weihnachtsfest, da war er 2 Monate alt.

Sein Teddy Freddy! Den hat er auch heute noch.

Ja, und da nun Charly ja den Eintrag hier angeschoben hat, gibt es jetzt mal noch neue Bilder von ihm, Charly im Advent:

 Charly im Adventskranz über dem Kamin, den habt ihr ja fertig auch noch nicht gesehen, ich finde, er ist schön geworden.

So sieht er jetzt fertig aus!

 Ganz fertig bin ich mit dem Kamin noch nicht, gut Ding will Weile haben.

 Aber sieht doch schon ganz fein aus, mal gucken, ob und wie es am Wochenende jetzt weiter geht.

Und damit schließe ich jetzt das Türchen 15, ich hoffe, euch haben die Teddys  Spaß gemacht, und ich bin gespannt, wer von euch allen Bären  unterm Weihnachtsbaum hatte, egal, welche Fellfarbe der  Lebensgefährte auch immer hatte.  Wir, Bernhard und alle Teddys  sämtlicher Coleur, wünschen euch allen einen ganz feinen Samstag, da schließt sich natürlich Mimi  euer aller Co-Autor, mit einem passenden Bildchen mit Teddy  an, macht euch alle einen schönen, gemütlichen Tag ohne Hektik, wenn es eng wird, kuschelt einfach mal mit euren Teddys  soweit sie noch bei euch wohnen.

Habts fein!   

 

 

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Türchen 14

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Die verschwundene Puppe

Was war das heute für ein Schreck
denkt Euch- Elisabeth ist weg!
Die schöne große Puppe.
Gleich nach der Morgensuppe
Da wollt ich eilig zu ihr gehen,
oh weh, da war sie nicht zu sehn!

Ich hatte in den Wagen
doch selber sie getragen
und ihr das Kissen fein geklopft
und ihr die Decke eingestopft.
Nun war das schöne Bettchen leer-
Da schrie ich laut und weinte sehr.

So schön und heil war sie ja noch,
sie hatte nur im Kopf ein Loch.
Auch fehlte die Perücke
ein Arm ging ihr in Stücke,
die Nase war zerschmettert
weil sie so gerne klettert,
dabei vom Schrank gefallen war-
sonst war sie heil noch
ganz und gar!

Ach niemand konnt mir sagen
Wer sie davon getragen.
Bei Onkel Heinrich fragt ich an,
der dachte nach und sagte dann:
„Vielleicht hat sie der Weihnachtsmann
und heilt sie in der Klinik aus
In seinem großen Puppenkrankenhaus.
Dort kriegt sie viel Rhabarber ein
Und wird dann wieder hübsch und fein.

Vielleicht kommt sie ja wieder
Und hat dann heile Glieder.
Ein neues Seidenkleid dazu
mit Spitze
und feuerrote Schuh
und Locken wie von reinem Gold
und ist so schön und ist so hold,
dass du sie gar nicht wieder kennst
und sie nur Frau Prinzessin nennst!? „

Ach, wenn das wär,
Ach, wenn das wär,
dann freut ich mich
ja schrecklich sehr
und tischhoch wollt ich springen
und wollt ein Loblied singen
dem lieben, guten Weihnachtsmann,
der alles hat und alles kann.

(Heinrich Seidel)

„Was wird denn das nun für ein Türchen?“ hör ich euch fragen, „wie kommt sie denn auf Püppchen?“

Ja, ihr Lieben den Eintrag zum Türchen 14, den hat die liebe Mallybeau von der Bloghüttenalm angeschoben, sie hatte nämlich in ihrem 7. Türchen so ein ganz süßes, nostalgisches Anziehpüppchen aus Papier, und da hab ich mich mit Entzücken an diese Püppchen erinnert, die es auf Bögen zum ausschneiden gab, mit allen Arten von Kleidung und Zubehör, da würde doch heutzutage sogar Barbie neidisch bei dem vollen Kleiderschrank! Ich hatte eine große Zigarrenkiste für meine Anziehpuppen und ihrer reichhaltigen Garderobe, das wurde alles nach dem spielen verstaut, damit bloß nix kaputt ging. Was für wunderschöne Erinnerungen, tja, aber ihr werdet es nicht glauben, trotz meines ausgeprägten Sammler-Gens – davon hab ich leider nix mehr!

Ob es die wohl heute noch gibt, dachte ich so bei mir, na, wozu gibt es Internetz, ran und gucken und was soll ich euch sagen???

Es gibt sie noch!!!

Ach, da wird man doch wieder zum Kind, sofort den Bogen ausgedruckt, mit Wonne und Gekicher ausgeschnitten (gut, daß mir keiner zugeguckt hat, lach!) und dann wurde das Puppenkind angekleidet. In Erinnerung an den sooooo heißen Sommer machen wir da nun mal auch kleidungsmäßig einen Erinnerungstrip, Sommergarderobe und alles für den Strand, hihihihi!

 Man achte auf die niedlichen blauen Sandalen, und zum kurzen, blauen Höschen sieht das frisch-gestreifte rosa-weiße T-Shirt mit der entzückenden Kirschenapplikation herzallerliebst aus, oder?

 Wenn es abends dann bissel kühler wird, zieht mein Puppenkind….ja, wie heißt sie denn eigentlich? Da der Name mir hier gerade ganz spontan durch den Kopf ging….sie heißt Nora! Also, wenn es dann kühler wird, zieht Nora ihre todschicke grüne Jeans an, macht sich doch toll zum gestreiften Shirt!

 Schicke Strandmode, Badeanzug mit „Bliemchen gaaaanz viel Platz“ also großblumig gemustert, im Gegensatz zu „Bliemchen, Bliemchen, Bliemchen“ als Umschreibung für ein kleines Muster, das ist ein familieninternes geflügeltes Wort bzw. Sätze, wie und von wem und wodurch sie entstanden sind, weiß ich leider nicht mehr.

 Sportlich isse, meine Nora, sie kann nämlich schon schwimmen und sogar schnorcheln! Samt Ausrüstung!

Wie sagt Mimi immer so schön? Folks, ihr glaubt nicht, was ich für einen Spaß hatte!

Und dann sind meine Gedanken mal so rückwärts gelaufen, zu all den Weihnachten mit Püppchen unterm Baum, das wird bei den hier kommentierenden Herren vielleicht doch bissel anders sein, Björn jedenfalls hat sich mal eine Puppe gewünscht, als er noch klein war, und auch bekommen, sogar selbst gemacht, eine von den Stoffpuppen aus Trikotstoff, ein bissel ähnlich den von mir so heiß geliebten (und nie bekommenen, weil zu teuer) Käthe-Kruse-Puppen, sie muß mal wieder bissel aufgearbeitet werden, aber es gibt sie noch:

 in Einzelteilen, die ich mal wieder zusammenfügen muß.

Der Kopf ist die Herausforderung und das wichtigste bei der Herstellung

 er wird auf eine ganz besondere Art gemacht, zeig ich euch gleich noch, damit das Gesichtchen richtig schön ausgeformt ist.

Hier nun mal der Link zu einer sehr guten Anleitung:

https://blog.bernina.com/de/2014/10/puppenkurs-1-der-kopf/

Aus den hübschen, strohgelben Haaren sollen mal Zöpfe werden.

Ja, Püppchen unter dem Weihnachtsbaum, diese hier war meine erste

 meine Babypuppe Edith, mit 2 Jahren bekommen zu Weihnachten, eine Schildkröt-Puppe!

 mit himmelblauen Augen und sie kann Däumchen lutschen

 Püppchen anziehen, lach? Büddeschön!

 Höschen und Schuhe

 und in vollem Staat, selbst gestricktes Taufkleidchen mit rosa Unterkleid (sie ist ja ein Mädchen, hihihihi!) und Mützchen!

In späteren Jahren, als ich schon erwachsen und selber Mutter war, hab ich mir nochmal ein Babypuppenkind geschenkt, eine selbst gemachte Porzellanpuppe in einem Puppenkurs, meine Greta:

 Mein einziges Puppenkind mit grünen Augen.

 ohne Haare und

 angezogen mit Haaren. Sie hat im Nacken einen eingebrannten Stempel mit ihrem Namen und dem Herstellungsdatum.

Ja, das waren doch aufregende Zeiten mit unseren Puppenkindern unterm Weihnachtsbaum, ich erinnere mich gerade an einige Anziehsachen, die auf dem Wunschzettel standen und vom Christkind (oder Weihnachtsmann) gebracht wurden, ein weißes Teddyjäckchen (aus dem kuscheligen Teddy-Stoff!) mit Kapuze, einen blauen Anorak, ebenfalls mit Kapuze und innen blau-weiß-rot kariert, meine Edith hatte Strampler, und kennt ihr noch die Baby-Ausfahr-Garnituren? Bestehend aus Jäckchen und Mütze, gestrickt oder gehäkelt, und für den Puppenwagen als Decke und Kissen, ebenfalls gestrickt oder gehäkelt. Mein kindliches Highlight war mal ein weinrotes Samtkleid mit Spitzenkragen für eines meiner Puppenkinder, das war schön! Zubehör für unsere Puppen kannten wir auch schon, zum Beispiel so einen Flaschenbär

 da konnten Puppen-Babyfläschchen drin warm gehalten werden wie in denen von den richtigen Kindern auch!

Zum Schluß hab ich jetzt noch mal bissel was wissenswertes zum Thema Puppen

https://de.wikipedia.org/wiki/Puppe

Und da ich beim vorigen Eintrag zum Türchen 13 mal wieder Carl Larsson entdeckt habe, gibt es da jetzt auch noch drei wunderschöne Bilder:

(Carl Larsson, Greta und Dora-Nora)

(Carl Larsson, Kind mit Puppe)

(Carl Larsson, Ruth)

Nun werden wir noch bissel weihnachtlich, es gibt auch Servietten mit Puppenmotiven, zum Beispiel diese, aus der ich mir die über dem Gedicht stehende Girlande gebastelt habe:

Oder diese, Weihnachtsmann mit Puppe.

Das ist meine Lieblingsserviette:

Und damit wünschen  Mimi, nicht mit einem Püppchen, aber mit einem Wichtel, geht doch entfernt auch als Püppchen durch, weil er klein ist, und ich euch einen wunderschönen Freitag, das Wochenende und damit bereits der 3. Advent sind schon in Sichtweite!

Habts fein! 

Türchen 13

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Tänd ett ljus och låt det brinna
Låt aldrig hoppet försvinna
Det är mörkt nu
Men det blir ljusare igen

Tänd ett ljus för allt du tror på
För den här planeten vi bor på
Tänd ett ljus för jordens barn

(Niklas Strömstedt und Lasse Lindbom)

Übersetzung:

Entzünde ein Licht und lass es brennen
Lass die Hoffnung nie verschwinden
Jetzt ist es dunkel
Aber es wird wieder heller

Entzünde ein Licht für alles, an das du glaubst,
Für diesen Planeten, auf dem wir leben,
Entzünde ein Licht für die Kinder dieser Erde.

Heute ist wieder Lucia-Tag, aber nach den Schreckensmeldungen vom Straßburger Weihnachtsmarkt am Dienstagabend fällt es schwer, einen fröhlichen Eintrag zu erstellen. Und mein Türchen 11 gewinnt einmal mehr an Realität, das letzte Kerzchen der Hoffnung nicht verlöschen zu lassen, der Hoffnung darauf, ein Licht zu bewahren für diesen Planeten, für den Frieden, den Glauben, die Liebe und die Kinder dieser Erde.

Trotz alledem wird es diesen Eintrag zum Lucia-Tag hier im Blögchen heute geben, gegen Haß und Gewalt, mit den Lichtern auf dem Kranz der Lucia, der Leuchtenden, gegen das Dunkle in der Welt. Schlicht und einfach mit Bildern und zwei so schönen Videos.

Dieses Video ist ein bissel länger, aber es lohnt sich, das zu gucken, es ist so wunderschön!

Dieses Video ist so niedlich, weil es den Lucia-Tag in einem Kindergarten in Schweden zeigt, gerade heute möchte ich es unbedingt hier mit reinsetzen, denn die Kinder sind unsere Hoffnung, unsere letzte Kerze, die dieses Licht weiter in die Welt tragen sollen, was sie in diesem Video buchstäblich tun, so süß!

 Vielleicht gibt es bei euch ja heute auch Lussekatter, das traditionelle Gebäck zum Lucia-Tag in Schweden, falls ihr das Rezept verlegt habt:

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2017/12/13/tuerchen-13-3/

(Christmas season card with Lucia in the snow, Adèle Söderberg, Jan. 1916)

(Lucia-Morgen, Carl Larsson, 1908)

Ich liebe die Bilder von Carl Larsson, durch puren Zufall bei der Suche nach diesem Bild ist mir noch ein schönes Video in die Hände gefallen:

Damit wünschen wir euch nun allen einen schönen, gesegneten Lucia-Tag, den ich mit meiner Frühschicht beginnen werde.

Habts fein wünschen euch  meine Lucia-Braut Mimi und ich!

 In stillem Gedenken für Straßburg.

 

Türchen 12

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Auf dem Berge da wehet der Wind,
da wieget Maria ihr Kind,


sie wiegt es mit ihrer schneeweißen Hand,
sie hat dazu kein Wiegenband.
„Ach, Joseph, liebster Joseph mein,
ach, hilf mir wiegen mein Kindelein!“
„Wie soll ich dir denn dein Kindlein wiegen?
Ich kann ja kaum selber die Finger biegen.“


Schum, schei, schum, schei.

(Weihnachtslied aus Schlesien um 1840, Text und Melodie trad.)

Türchen 12, wir haben Bergfest! Noch einmal 12 Tage, und dann ist der Heilige Abend da!

Was macht man für einen Eintrag zum Bergfest? Natürlich etwas mit Bergen, daher auch das Weihnachtslied als Gedicht und die Girlande. Und wer lächelt nicht innig, wenn er an Weihnachten in den Bergen denkt?

Wenn es schneit, in solch einer kleinen Hütte, wunderschön! Wenn alle Straßen und Häuser weiß verschneit sind, Urquell von Idylle

Man wandert auf verschneiten Wegen

an wunderbar heimelig beleuchteten Häusern vorbei, in der Nacht geht es zur Christmette in die kleine Dorfkirche

und wenn man dann müde und glücklich nach Hause kommt

gibt es drinnen noch einen heißen Kakao oder Tee, bevor man in Erwartung des 1. Weihnachtstages dann schlafen geht, leuchtet noch einmal die ganze Gemütlichkeit hinaus in den glitzernden Schnee!

Herrliche Vorstellung, nicht wahr? Und das hatten wir auch einmal geplant, Weihnachten in den Bergen, in Bayern, ganz genau in Bischofsmais. 1987 haben wir diesen Urlaub geplant, da war Björn gerade im ersten Schuljahr. Im gleichen Jahr, aber schon im Januar, waren wir mit Freunden (meine Freundin, die mir hier gegenüber wohnt mit ihrem Kater Devil, unser Freund, der Mann meiner Freundin, ist leider schon verstorben) und ihren beiden Jungs, der älteste davon so alt wie Björn und sein bester Kindergarten- und Schulfreund, schon einmal dort, ein herrlicher Winterurlaub im tiefsten Schnee

das waren unsere Ferienhäuser, direkt geradeaus war unseres! Das wollten wir doch nun unbedingt über Weihnachten und Silvester noch einmal erleben, Weihnachten in den Bergen und im Schnee…..ja, Pustekuchen, gerade in dem Jahr sah es zu Weihnachten sogar in Bayern so aus

 die beiden Freunde im Wald und kein Fitzelchen Schnee!!!

Kein Schnee, weit und breit kein Schnee! Das war natürlich erst einmal eine Enttäuschung, wir haben uns doch so vergnüglich an die erste Anfahrt der Ferienwohnungen im Schnee erinnert, tief geduckt die schönen Häuschen in der Schneelandschaft und aus dem Kamin stieg der Rauch in die Luft, so gemütlich!

Aber wir haben natürlich trotzdem das beste aus diesem Urlaub gemacht, die Kinder konnten ja draußen herrlich spielen, der Weihnachtsbaum, den wir beim buchen schon bestellt hatten, stand frisch geschlagen und wartend auf uns vor der Türe, den Christbaumschmuck hatten wir selbstverständlich von daheim mitgebracht, und binnen kurzem stand der Baum, wunderbar duftend, im heimeligen Wohnzimmer unseres Ferienhäuschens.

 Schön, nicht wahr?

 Fast bis zur Decke, und natürlich hatten wir auch unser geliebtes Papp-Krippchen mitgenommen! Es steht, wenn man genau guckt, direkt am Stamm des Baumes.

Wir haben uns sehr auf den Heiligen Abend gefreut, an dem wir auch ganz fein und groß aus essen gegangen sind, ganz exklusiv, weil das Lokal nur für geladene Gäste geöffnet hatte, hatten wir alles schon mitgebucht! Selbst die Kinder waren begeistert, es gab aber für sie auch Narrenfreiheit dort und sie sind von der Wirtin, die selbst Kinder in dem Alter hatte, nach Strich und Faden verwöhnt worden.

Bevor dann im Ferienhaus Bescherung stattfand, hab ich meine beiden Männer auf einen Spaziergang geschickt, mal nach dem Christkind gucken, ob es den Weg schafft so ganz ohne Schnee, lach, da muß es den Schlitten ja ziehen. So konnte ich dann in Ruhe die Bescherung vorbereiten.

Glückliches Kind nach der Bescherung! 

Mama muß helfen beim zusammenbauen, das war das Riesen-Raumschiff von dem bekannten Spielzeughersteller, der noch heute viele Themenbereiche abdeckt.

 Auch bei den Freunden war das Christkind, war herrlich, drei Kinder unterm Baum!

Da der Schnee fehlte, haben wir halt Ausflüge gemacht, unter anderem nach Passau

 Einkaufsstraße, und von dort aus ging es zum Dom.

 Von innen eine Pracht, mit riesigen Weihnachtsbäumen.

Die Orgel! Wir waren im Dom auch Krippchen gucken, eine große Schauanlage, leider gibt es davon kein Bild.

Wenn wir dann wieder in unser Ferienhäuschen zurückgekommen sind, haben wir es uns alle herrlich gemütlich gemacht

Sohnemann lesend im Bett, und sind dann irgendwann später müde in die Betten gefallen.

Etagenbett im kleinen Kinderzimmer, das mußte Mama mal ausprobieren, lach! Ist die Bettwäsche nicht herrlich?

Nun gibt es das Gedicht/Lied vom Anfang nochmal für „auf die Ohren“!

Und damit bin ich nun am Ende meines Eintrages zum Bergfest und zum Weihnachten in den Bergen, ich hoffe, es hat euch wieder gefallen!

Dann wünschen wir zwei beide,  Mimi und ich, euch jetzt einen wunderschönen WTT! Laßt keinen Streß aufkommen, macht alles ruhig und entspannt!

Habts fein! 

 

Türchen 11

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

  

Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
und das alte Lied von Gott und Christ
bebt durch Seelen und verkündet leise,
daß die kleinste Welt die größte ist.

(Joachim Ringelnatz)

Eine Kerze ist ein Leuchtmittel aus WachsStearinParaffinTalg oder Walrat mit einem Docht in der Mitte, das mit offener Flamme brennend Licht und Wärme gibt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Kerze

Wie profan! Was Kerzenlicht wirklich bedeutet, erzählt diese kleine Geschichte:

Vier Kerzen

Am Adventskranz brannten vier Kerzen. Draußen lag Schnee und es war ganz still. So still, dass man hören konnte, wie die Kerzen miteinander zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße FRIEDEN. Mein Licht gibt Sicherheit, doch auf der Welt gibt es so viele Kriege. Die Menschen wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde kleiner und kleiner und verglomm schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße GLAUBEN. Aber ich fühle mich überflüssig. Die Menschen glauben an gar nichts mehr. Was macht es für einen Sinn, ob ich brenne oder nicht?“ Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze verlosch.

Leise und sehr zaghaft meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße LIEBE. Mir fehlt die Kraft weiter zu brennen; Egoismus beherrscht die Welt. Die Menschen sehen nur sich selbst, und sie sind nicht bereit, einander glücklich zu machen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind ins Zimmer. Erstaunt schaute es die Kerzen an und sagte: „Warum brennt ihr nicht? Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein.“ Betrübt ließ es den Blick über die drei verloschenen Kerzen schweifen.

Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Sei nicht traurig, mein Kind. So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen immer wieder anzünden. Ich heiße HOFFNUNG.“

Mit einem kleinen Stück Holz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und erweckte Frieden, Glauben und die Liebe wieder zu Leben. 

                         

(Verfasser: unbekannt)

Ich liebe diese kleine Geschichte der vier Kerzen, deshalb hab ich sie nochmal eingestellt auch im diesjährigen Adventskalender hier im Blögchen. Es ist so eine tröstliche Geschichte, daß das Licht im Dunklen dieser Welt nicht verlöscht, solange die letzte, verbliebene Kerze, die Hoffnung, noch brennt.

Wer die Geschichte mit musikalischer Begleitung lesen möchte, kann das hier tun:

Zünden wir Kerzen an, machen wir Licht, vertreiben wir das Dunkle in der Welt, entzünden wir die Lichter der Kerzen und entzünden wir uns an ihnen, entzünden wir unsere Herzen an Frieden, Glaube, Liebe und Hoffnung. Tragen wir sie in die Welt!

 

          

  

(Bild: © Britta-Gudrun N.)

 

Wir beide,  meine Mimi, euer Co-Autor, und ich wünschen euch allen einen kerzenerhellten und lichten Dienstag!

Habts fein! 

Türchen 10

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

https://www.udojuergens.de/lied/merry-christmas-allerseits

 Hi, Folks, da bin ich wieder, euer Co-Autor, eure Mimi! Heute ist wieder Montag, also mein Türchen-Tag, denn der Montag im Adventskalender hier im Blögchen wird immer von mir lustig gestaltet, damit ihr alle zu Beginn der neuen Woche erstmal was zu lachen habt, ob das dann für den Rest der Woche so weiter geht, dafür kann ich leider nicht garantieren, liegt ja manchmal auch bissel an euch selbst, und ansonsten ist ein Start mit Lachen doch schon mal eine gute Voraussetzung.

Demzufolge gibt es in diesem Türchen heute auch eine Premiere: Den Eingang macht ausnahmsweise mal kein Gedicht, sondern ein Lied, wir finden das so herrlich, das Lied, mein Dosenöffner und ich, falls ihr nicht textsicher seid zum mitsingen: Sowohl bei Youtube unter „mehr anzeigen“ als auch beim drunter stehen Link ist der Text!

Fröhliches Schmettern allerseits!

Meine Kumpels und ich, wir schmettern jedenfalls schon mal fröhlich mit

als da wären:

Steve und ich beim Nikolaustreffen auf Balkonien

Steve, Rani, Lakritze und meine Wenigkeit bei unserem Nikolausausflug am Rhein

Lakritze und Tobias aus dem Weihnachtswunderland und

 nochmal Rani mit einem Solo mit zarter Deko!

Das sind die neuesten Bilder, die wir bekommen haben von meinen Freunden, ich denke mal, der Rest meiner tierischen Truppe stimmt trotzdem gerne mit ein in den Chor, auch wenn sie hier jetzt nicht bildlich vertreten sind! Und versprochen, Kumpels und Kumpelinen, es kommt noch ein Montagseintrag in diesem Adventskalender von mir, da hab ich schon was feines für vorbereitet, also laßt euch mal alle überraschen, die ihr hier jetzt noch fehlt, Buddy, Storm, Amira, Luna, Django, Keks, die graue Eminenz, Torty und Devil!

Es geht weiter mit lustigen Bildern

 

  

 

So, ihr lieben Leser alle, dann wünschen wir euch jetzt mal einen guten Start in die neue und dritte Adventswoche, laßt euch möglichst nicht stressen, nehmt euch immer mal wieder kleine Auszeiten, dann fluppt der Rest bestimmt wie geschmiert! In diesem Sinne: Einen schönen Montag gewunschen!

Habts fein wünschen euch allen   Mimi und Frauchen Monika.

Türchen 9

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Erwartung

Die Kindlein sitzen im Zimmer-
Weihnachten ist nicht mehr weit –
bei traulichem Lampenschimmer
und jubeln: „Es schneit! Es schneit!“

Das leichte Flockengewimmel,
es schwebt durch die dämmernde Nacht
herunter vom hohen Himmel,
vorüber am Fenster so sacht.

Und wo ein Flöckchen im Tanze
den Scheiben vorüberschweift,
da flimmert`s in silbernen Glanze,
vom Lichte der Lampe bestreift.

Die Kindlein seh`n`s mit Frohlocken.
Sie drängen ans Fenster sich dicht.
Sie verfolgen die silbernen Flocken…
Die Mutter lächelt – und spricht:

„Wißt, Kinder, die Engelein schneidern
im Himmel jetzt früh und spät.
An Puppendecken und Kleidern
wird auf Weihnachten genäht.

Da fällt von den Säckchen und Röckchen
manch silberner Flitter beiseit`,
vom Bettchen manch Federflöckchen.
Auf Erden sagt man: Es schneit!

Und seid ihr recht lieb und vernünftig,
ist manches für euch auch bestellt.
Wer weiß, was Schönes euch künftig
vom Tische der Engelein fällt!“

Die Mutter spricht`s. Vor Entzücken
den Kleinen das Herze da lacht.
Sie träumen mit seligen Blicken
hinaus in die zaub`rische Nacht.

(Karl Gerok)

Nun zünden wir heute schon das zweite Kerzchen im Advent an  und ich bin nun auch endlich fertig mit meinem Adventskranz in diesem Jahr. Er sollte heuer mal wieder ganz klassisch in rot und grün sein, auf die Farben hab ich überall bei meiner Deko mal wieder so richtig Lust!

Grün ist die Farbe der Hoffnung. Immergrüne Pflanzen waren bereits vor der Verbreitung des Christentums in Europa ein wichtiges Symbol für die Hoffnung auf ein Ende des Winters. Gleichzeitig steht die Farbe Grün für die Treue. Deshalb werden auch die symbolischen immergrünen Gewächse verwendet.

Rot steht im Christentum eigentlich für das Leiden und Sterben Christi. Wie passt das zu Weihnachten? Rot und Grün als Farben des Weihnachtsfests vereinen die Geburt und den Tod von Jesus Christus. Daß beide zusammenhängen, zeigt auch die Legende, nach der die Krippe und das Kreuz Jesu aus dem selben Stück Holz hergestellt wurden.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Sieht doch auch wirklich wunderschön aus, diese Kombination aus rot und grün, oder?

Mein Adventskranz aus dem Jahr 2013.

 Hund und Katze finden die Farben auch fein!

 

Macht sich auch sehr hübsch auf Teegläsern!

Selbst Lebkuchenherzen schmücken sich damit!

 Vögelchen stehen wahrscheinlich eher auf die Beeren als auf die Farben, aber wer weiß?!

Und mein schönstes Weihnachtszimmer von meinen hübschen Bildchen hier ist unbestreitbar das:

Herrlich gemütlich, oder?! So, nun zeig ich euch noch meinen diesjährigen Adventskranz

 klassisch-rot-grün, freu, freu!

 Und mal in voller Pracht, Mimi hat ihn schon „beschnufft“ und für gut befunden!

Wir hatten im Adventskalender in diesem Jahr noch gar keine Musik, das hol ich jetzt mal nach, auch klassisch, ein altes Adventslied und mein liebstes, „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“!

Laßt euch beim zweiten Video mal den Text unter „mehr anzeigen“ einblenden, ich fand das so schön, deshalb hab ich diese Fassung für den heutigen Adventssonntag gewählt.

Ich hoffe, das 9. Türchen hat nun auch wieder Freude gemacht, euch allen wünschen wir einen besinnlichen, entspannten und schönen 2. Adventssonntag!

Habts fein, wünschen euch  Mimi und Monika.

Türchen 8

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Die Tanne duftet,
die Stechpalme glänzt,
Und vom Balkonknauf,
weißbeerig sie,
Lauscht die Mistel nieder,
die Schelmin, die!

(Ferdinand Freiligrath)

Nun gehen wir schon auf den 2. Advent zu. Die ersten Weihnachtsbäckereien haben schon stattgefunden, das erste Kerzchen hat schon gebrannt, Häuser und Wohnungen sind bereits wieder festlich geschmückt. Mit Tannengrün

mit Ilex/Stechpalmenzweigen

mit Weihnachtssternen

mit Christrosen

mit Efeu

Was fehlt? Genau, die Mistelzweige!

Misteln sind Pflanzen der Gattung Viscum aus der Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae). Früher wurden die mehr als drei Dutzend Viscum-Arten und die ihnen nahestehenden Gattungen wie z. B. Arceuthobium und Korthalsella in eine Familie namens Viscaceae gestellt. Misteln sind halbparasitischeepiphytische Sträucher.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Misteln

(Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 1885, Gera, Germany, Viscum album)

Die Mistel ist ein Halbparasit. In der Botanik finden wir 3 Unterarten der Mistel: Die Kiefern Mistel parasitiert auf Waldkiefern  und Schwarzkiefern , in seltenen Fällen auch vereinzelt auf Fichten. Ihre weite Verbreitung und deckt sich mit dem Vorkommen größerer Kiefernwälder in Europa. Die Tannen-Mistel wächst ausschließlich auf der Weißtanne  und kommt daher mit Abstand am seltensten vor.

Das breiteste Wirtsspektrum besitzt die Laubholz-Mistel,  die
mehr als 25 verschiedene einheimische und eingeführte Laubgehölze besiedelt. Zu den
Wirtsbäumen, auf denen die Laubholz-Mistel häufig zu finden ist, gehören Linde, Weide, Pappel, Apfel, Ahorn, Robinie und Birke. Sehr selten wächst die Laubholz-Mistel dagegen auf Eichen, Ulmen und Eschen. Ihrer äußeren Gestalt nach sind die drei verschiedenen Mistelarten sehr ähnlich – in Verbindung mit ihrer Wirtspflanze lassen sie sich jedoch mühelos zuordnen.

Das wäre alles wissenswerte zur Botanik, aber die Mistel ist doch noch ganz was anderes als nur eine Pflanze:

Unter dem Mistelzweig

darf man sich küssen!

Die Mistelzweige sind Bestandteil zahlreicher Riten und Bräuche, wie eben dem, daß man sich unter einem Mistelzweig küßt, denn sie gelten als Glücks- und Friedenssymbol. Für die Druiden der Kelten war die Mistel die heiligste aller Pflanzen, denn sie glaubten, die Pflanzen seien direkt vom Himmel auf die Bäume gefallen. Sie wurden mit einer goldenen Sichel geerntet und durften die Erde nicht berühren, deswegen wurden sie in einem Tuch oder einem Mantel aufgefangen. (Wer denkt bei der goldenen Sichel nicht gleich an Asterix und Obelix und den Druiden Miraculix, hihihi!)

Eine Legende erzählt, dass die Mistel vor dem Tod Jesu Christi ein Baum gewesen sei, aus dessen Holz man das Kreuz gezimmert habe. Aus Scham habe sich der Baum nach dem Kreuzestod Jesu in ein Gewächs verwandelt, das all denen Gutes bringen sollte, die unter ihm hindurchgehen. So galten und gelten Misteln immer noch als Glücks- und Friedenssymbol. Man trug die Mistelzweige auch als Freundschaftssymbol in die Häuser der Nachbarn, und wenn sich Feinde unter einem Mistelzweig trafen, so umarmten und versöhnten sie sich, das ist der Ursprung vom Kuß unter dem Mistelzweig. (Vielleicht sollte man die ganze Welt mit Mistelzweigen dekorieren!!!)

Weil die Mistelzweige aber ein so unverkennbares heidnisches Grün sind, werden sie nicht zur Dekoration der Kirchen genommen, und man findet sie niemals draußen auf der Straße, sondern immer nur im Haus.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Für die Verbreitung und die Keimung ihrer Samen ist die Mistel auf Vögel angewiesen. Sowohl die Frucht als auch der Same der Mistel wird von vielen Vogelarten besonders im Winter als Futterquelle genutzt. Einer der Vögel ist die Misteldrossel

sie nascht gerne von den zuckerreichen, für uns giftigen Beeren und verbreitet den Samen über ihren Kot oder reibt die klebrigen Fruchtreste beim Schnabelwetzen in die Astrinde.

Aus der Mistel kann auch ein Tee zubereitet werden, und zwar aus dem getrockneten Kraut von Laubholzmisteln, er soll blutdruckregulierende Eigenschaften haben. Misteltee wird immer als Kaltauszug zubereitet, 1 TL in 150 ml kaltem Wasser 10 – 12 Stunden ziehen lassen, abseihen und trinken. Bitte den Tee nicht erhitzen, bei über 40 Grad Celsius werden sonst die heilenden Inhaltsstoffe zerstört.

Ich mag sehr gerne Mistelzweige zu Weihnachten in der Wohnung, meist hab ich sie über der Wohnzimmertüre hängen, denn da gehen die meisten Leute durch, die man dann alle küssen darf, hihihihi! Wie ihr ja alle wißt, arbeite ich hier auch gerne handarbeitlich mit Serviettentechnik, von den schönen Servietten dazu hab ich die Bilder hier entlehnt, bissel bearbeitet und fertig waren schöne Bilder von Mistelzweigen.

Ich hoffe, der kleine Exkurs in die weihnachtliche Botanik und Symbolik hat euch wieder Freude gemacht, dann wünschen wir euch jetzt einen schönen Samstag, hoffentlich entspannt und ohne vorweihnachtlichen Streß!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.

 

Türchen 7

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Knecht Ruprecht

Draußen weht es bitterkalt,
wer kommt da durch den Winterwald?
Stipp – stapp, stipp – stapp und huckepack –
Knecht Ruprecht ist’s mit seinem Sack.
Was ist denn in dem Sack drin?
Äpfel, Mandeln und Rosin‘
und schöne Zuckerrosen,
auch Pfeffernüss‘ fürs gute Kind;
die andern, die nicht artig sind,
die klopft er auf die Hosen.

  

 Hi, Folks, da bin ich wieder, euer Co-Autor, eure Mimi! Ihr wartet bestimmt alle schon sehnsüchtig darauf, daß ich erzähle, wie unser Nikolaus-Tag war und ob und was in unseren Stiefelchen steckte, oder? Dann will ich mal erzählen, wie sagt mein Frauchen immer, am besten fängt man immer von vorne an, lach, dann also:

Wie ihr ja gesehen habt, haben wir am Nikolausabend beide wieder unsere Stiefel vor die Türe gestellt  Ich hab ja schon überlegt, weil Frauchen doch im Nikolauseintrag den Unterschied mit den Stiefeln und den Strümpfen am Kamin erklärt hat, ob ich nicht beim nächsten Mal auch Strümpfe an den Kamin hänge, wir haben doch einen  dann kann ich ja vielleicht sogar gucken, wie der Nikolaus die füllt?  Ach, aber vielleicht ist das vorwitzig, und dann packt er nix rein, da bleib ich doch lieber bei meinem roten Stiefelchen!

Frauchen hat dann hier noch Abendbrot gemacht am Nikolausabend, und danach hab ich es mir bei ihr auf der Couch gemütlich gemacht, aber ich war so hibbelig, hab ich mich auf die Fensterbank geschlichen und mal wieder Ausschau nach dem Nikolaus und seinem Rentierschlitten gehalten  und was soll ich euch sagen, ich hab ihn wieder gesehen, wie er hier in die Grafschaft eingeflogen ist, bin ich ganz schnell und leise vom Fenster wieder weggeschlichen, damit er mich bloß nicht entdeckt! Aber nun wußte ich doch, er war unterwegs, da konnte ich dann in Ruhe weiter schlafen, und vom Nikolaus träumen!  

Mein Dosenöffner hatte ja nun ausgerechnet am Nikolaustag ihre erste Frühschicht, wenn sie sich dann fertig machen muß dafür, da hab ich natürlich noch gepennt, und was soll ich euch sagen, sie hat sich doch tatsächlich ganz leise hier weggeschlichen, keine Chance, da vielleicht schon so früh Stiefelchen zu gucken, menno, aber wäre dann bestimmt auch nicht so gemütlich geworden, weil Frauchen dann ja weg muß und nicht so viel Zeit hat.

Als sie wieder da war, hab ich immer noch gepennt, hihihi, hat sie schon mal Kaffee gekocht, denn obwohl sie da in der Unterkirche immer schon frühstückt, sie trinkt immer noch dann morgens einen Kaffee mit, wenn ich dann Frühstück kriege. Na, als die Kaffeemaschine dann anfing zu „rödeln“, da war ich aber wach!!!

Frauchen, Frauchen, wo bist duuuuuuu??? Ach, in der Küche, komm, du, komm schnell, laß uns gucken, nach unseren Stiefelchen, ob was drin ist, nu mach hinne……ääh, ‚tschuldigung, kannst du büdde ganz schnell aufmachen….???? Ja!!! Tadaaaaaaa……guckt:

Wow!!! Hol schnell rein, Frauchen! Jaaaa, so ist gut!

Boooaaah, und das ist alles meins? Klasse!!!

Hach, was war da alles feines im Stiefelchen, als erstes hab ich mir mal den rausgetatzelt

ein Ball, den kann man vielleicht prima durch die Gegend dröseln! Und dann das, und das war mein Highlight

ein neues Katzen-Minze-Kissen, so schön weihnachtlich bedruckt, aber Folks, wie das riecht!!! Ich laß euch jetzt mal hier eine Diashow von den Bildern da, so schnell, wie ich damit rumgewuselt bin konnte Frauchen gar nicht fotografieren, darum sind manche Bilder einfach unscharf, aber Frauchen sagt, die bleiben drin, weil man da so schön meine Freude sieht!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das war echt so ein Spaß, Folks, das glaubt ihr nicht, ich zeig jetzt noch mal die „besseren“ Bilder:

Jetzt zeig ich euch das Minzekissen nochmal richtig

Hoppla, hihihihi, nochmal:

Und wenn ihr jetzt fragt, da war doch noch was in dem Stiefel, oder? Stimmt, das hier nämlich:

Malzpaste mit Käse und Nachfüllröhrchen für Katzenminze! Freu, freu, freu!

Was sagt ihr? Was Frauchen in ihrem Stiefel hatte? Jaaaa, sag mal, Frauchen, was hattest du denn nun drin in deinem?

Was ist das???

Hach, ich weiß, ich hab es erschnuppert, du hast auch was zum duften bekommen, feine Teelichter-Kerzen für deine vielen Teelichtgläser, das ist aber fein! Hat sich Frauchen sehr drüber gefreut! Nikolaus weiß, was Frauchen wünschen, hihihihihi!!!

Das war er dann, ihr Lieben alle, unser Nikolaustag, ich hoffe, mein Bericht hat euch gefallen, und natürlich hoffe ich sehr, daß alle meine Kumpels und Kumpelinen ebenfalls so einen feinen Nikolaustag hatten wie ich!

Ich werde mich jetzt höchst zufrieden zum pennen auf die Couch zum Dosenöffner zurückziehen, wir wünschen euch allen einen ganz feinen Freitag, das Wochenende und der zweite Advent  sind schon wieder in Sicht!

Habts fein! 

 

Türchen 6

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

 

St. Nikolaus hat Namenstag,
drum denken wir an ihn.
Man sah ihn einst mit Hut und Stab
durch alle Straßen zieh’n.
Er brachte allen Menschen Freud.
Half jedem groß und klein.
Drum soll an seinem Namenstag
bei uns auch Freude sein.

(Verfasser unbekannt)

Holler boller Rumpelsack,
Nikolaus trägt ihn huckepack.
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
runzlig punzlig anzuschaun.
Knackt die Schale, springt der Kern
Weihnachtsnüsse ess ich gern.
Komm bald wieder in dies Haus
guter alter Nikolaus.

(Albert Sergel)

Sankt Niklas, komm in unser Haus,
leer deine großen Taschen aus,
stell dein Esel auf den Mist,
dass er Heu und Hafer frisst.
Heu und Hafer frißt er nicht,
Zuckerbrezel kriegt er nicht.

(Volkstümlich)

Da ist er wieder, der Nikolaus-Tag, ein kleiner „Vorweihnachtstag“ in den Adventstagen, weil es zum Nikolaus-Tag auch schon kleine Geschenke gibt. Der Brauch geht auf viele Legenden zurück, die sich um die Gestalt des Heiligen ranken, der historische Nikolaus war Bischof von Myra, und als solcher vergab er sein Vermögen selbstlos an die Armen.

Und, habt ihr am gestrigen Abend denn auch alle eure Strümpfe  an den Kamin gehängt oder die Stiefel  vor die Türe? Mmmmhhh, höre ich euch jetzt fragen, mischen sich da nun nicht gerade zwei Personen, der Nikolaus und der Weihnachtsmann? Da habt ihr recht, die beiden Figuren sind nicht so ganz voneinander zu trennen, der eine, der Heilige Nikolaus  ist eine historisch belegte Figur, der andere, der Weihnachtsmann,  hat keinen geschichtlichen Hintergrund, er ist eine reine Erfindung, die sich, wie optisch hier gut dargestellt, aus verschiedenen Figuren wie Knecht Ruprecht oder eben dem Nikolaus, zusammensetzte.  Von ihnen übernahm er seine optischen Merkmale und wurde zu dem alten Mann mit Rauschebart sowie rot-weißen Gewändern. Und beschert eben eigentlich ebenso wie das Christkind erst am Heiligen Abend, also am 24. Dezember, aber wegen der ähnlichen Ansichten vermischen sich halt auch die Bräuche mitunter ein bissel!

 

 

Den heiligen Nikolaus hat man früher auch Spekulator genannt, den in geistliche Betrachtung Versunkenen. Da die Model des Weihnachtsgebäcks oft den heiligen Nikolaus auf seinem Schimmel darstellten, soll sich sein Beiname auf das Gebäck übertragen haben: Spekulatius!

  • 500 g Mehl
  • 2 gestr. Teelöffel Backpulver
  • 250 g brauner Zucker/Kandisfarin
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • je zwei Messerspitzen gemahlene Nelken und gemahlener Kardamom
  • 1 gestr. Teelöffel gemahlener Zimt
  • 2 Eier
  • 200 g Butter oder Margarine
  • 100 g gemahlene Haselnußkerne

Mehl und Backpulver vermischen und auf ein Backbrett sieben. In die Mitte eine Vertiefung eindrücken. Braunen Zucker, Gewürze und Eier hineingeben, darauf das in Stücke geschnittene kalte Fett und die gemahlenen Haselnußkerne. Alle Zutaten von der Mitte aus zu einem glatten Teig verkneten und 1 Std. kaltstellen. Den Teig dünn ausrollen, mit beliebigen Formen ausstechen und auf ein gefettetes Backblech legen. Werden Holzmodel benutzt, den Teig in den gut gemehlten Model drücken, den überstehenden Teig abschneiden und die Plätzchen aus dem Model schlagen. Mit dünnem Zuckerwasser bestreichen und backen, 10 – 15 Minuten bei 180 – 200 Grad.

 Das ist mein Holzmodel, da kann man fein Spekulatius mit backen.

Natürlich hat auch euer aller Co-Autor, meine Mimi, gestern abend ihr Stiefelchen mit dem von Frauchen zusammen rausgestellt

und ist schon wieder ganz hibbelig, ob und was denn wohl in ihrem Stiefel sein wird am heutigen Nikolaus-Tag, da der Eintrag aber schon nächtens für den heutigen Tag erfolgt, können wir erst morgen berichten, wie sich die Sichtung der Stiefel gestaltete. Dieweil liegt Mimi wieder still und heimlich auf der Lauer am Fenster, um einen Blick auf den Nikolaus und seinen Rentier-Schlitten zu erhaschen

wie er hier über die Grafschaft fliegt, im letzten Jahr war sie erfolgreich dabei, in diesem Jahr weiß ich es noch nicht, weil meine kleine Schwarze schweigt sich beharrlich darüber aus, solange sie noch nicht ihr hoffentlich gefülltes Stiefelchen inspiziert hat, also…..pssssstttttt!!!

Und damit wünschen wir euch allen einen wunderschönen, gemütlichen Nikolaustag, meinereiner hat heute wieder die erste Frühschicht in meiner Kirche, also wird die Nacht komplett zum Tag gemacht, lach!

Habts fein!