Grafschafter Wochenanzeiger – das Redaktionsteam hat hitzefrei!

Sommernacht

Laue, stille Sommernacht,
rings ein feierliches Schweigen,
und am mondbeglänzten See
tanzen Elfen ihren Reigen.

Unnennbares Sehnen schwillt
mir das Herz. In jungen Jahren
hab ich nie der Liebe Lust,
nie der Liebe Glück erfahren.

Schmeichelnd spielt die linde Luft
um die Stirne, um die Wangen.
und es faßt mit Allgewalt
mich ein selig-süßes Bangen.

Blaue Augen, blondes Haar
soll ich bald mein eigen nennen?
Und der Ehe Hochgefühl
soll ich aus Erfahrung kennen.

In der lauen Sommernacht
wird sie dann im Bette sitzen,
„Männchen“, fragt sie, „sag mir doch,
mußt du auch so gräßlich schwitzen?“

(Ludwig Thoma)

Liebe Leser des Grafschafter Wochenanzeigers: „Müßt ihr auch so gräßlich schwitzen?“ lach, booaaaah, die Hitzewelle hat uns voll erwischt, in den Redaktionsräumen ist wieder Innentemperatur = Außentemperatur und wir schwitzen hier vor uns hin. Trotz Kühlmatte, Ventilator, Fußbadewannen und kühles Naß für innen und außen: Es ist zu heiß!!! Das Eulennest gleicht einem Brutkasten! Könnten Eulen ihre Eier ausbrüten ohne drauf zu sitzen, hihihihi!

Daher hab ich meinem Redaktionsteam und natürlich auch mir selber als Chefredakteurin hitzefrei gegeben, nichts geht mehr, nur noch relaxen und über die Runden kommen. Begeistert haben meine beiden Redaktionsmitglieder „juuuchhuuuu“ geschrieen, schließlich haben die beiden ja auch noch jeweils einen schwarzen und einen weißen Pelz an, puuuuuh! Und wir sind stracks abgetaucht in die Sommerfrische!

Ist das nicht herrlich? Wir machen eine Phantasiereise, Ruddi hat uns eingeladen an seinen Strand und auf sein Segelboot, ist das nicht fein? Schade, daß ihr armen Daheimgebliebenen nun weiter schwitzen müßt, wir genießen Sand, Strand und glitzerndes kühles Wasser! Ahoi!

Aber so ganz verlassen, schwitzend und allein möchten wir euch ja nun auch nicht lassen, das fänden wir doch sehr egoistisch, also haben wir uns gedacht, heute ist ja WTT, also Wochenteilungstag, und da teilen wir mit euch nun mal alle unsere neuen Bilder von der diesjährigen Sommerdeko, die wir zum Glück fast alle schon vor der großen Hitze gemacht hatten. Dann mal viel Spaß beim gucken!

Kühle Getränke (das ist Faßbrause, also ohne „Allohol“, lach!) und der letzte der nordischen Sommerkrimis, dann bin ich durch!

Die Sukkulenten blühen wieder so schön

unser Gartenzwerg ist wieder draußen

die Solarlämpchen und die Windmühle

Salbei mit Gans! Die Schnecken sind wieder auf Balkonien umgezogen

die neuen Himbeer- und Johannisbeerstauden ziert das Obstgartenschild

Libellen fliegen wieder auf Balkonien

und die Vogeltränke ist wieder startklar.

Die sich mit Sonnenlicht aufladenden Laternchen stehen bei den Wicken und der Brunnen ist neu dekoriert, mit herrlichem Efeu, den hatte ich noch, künstlich, aber fein!

In der Nachbarschaft stehen unsere feinen Rosen, die auch künstlich sind, aber so echt aussehen, daß man immer in Versuchung ist, daran zu riechen.

Schön, oder?

Drüber hängt ein Rosenkränzchen

daneben ein Gartenschild.

Alle Gartenutensilien stehen wieder parat, die rote Laterne prangt in voller Pracht und unser Balkonienschild ist wieder gültig.

Volle Pracht:

Samt Mimi, die es sich wieder gemütlich macht auf Balkonien, in den letzten Hitzetagen aber vermehrt auf den noch kühlen Fliesen.

Wenn des abends die Sonne sinkt, geht Mimi auch wieder in ihren Brotkasten, gar so schnell wird es der kleinen Ägypterin nicht zu heiß, lach!

Und Signal an alle Grafschafter Kater: Rote Laterne vorm Brotkasten, Mimi ist da!

Gestern aber war es auch eurer rasenden Reporterin zu heiß, da wurde flugs mal die neue Kühlmatte ausprobiert und für gut befunden, zuerst auf Balkonien

später dann ausgebreitet im Wohnzimmer

Drinnen leuchtete da schon die feine Rosenlaterne.

Vor der Korridortüre der Grafschafter Redaktionsräume ist auch alles wieder sommerlich dekoriert, Sommerkränzchen an der Tür

sommerliche Fußmatte

Wanddeko

und Sommerdeko mal komplett.

Den Strauß finde ich jedes Jahr wieder so schön!

Diese Bilder sind was ganz besonderes

da denke ich immer so gerne dran, da hat meine Mama bei einem anstehenden Besuch von mir freudestrahlend erzählt, sie hätte was ganz feines für mich. Sie kannte meine Begeisterung für schöne Kalender und übergab mir dann einen Kalender mit diesen schönen Bildern

fand ich natürlich auch toll, aber so ganz konnte ich ihre Begeisterung und Vorfreude nicht verstehen, bis sie mir dann sagte: „Reib doch mal über die Bilder!“ ja, und was soll ich euch sagen, ihr ahnt es sicher schon: Die Bilder duften nach dem, was auf ihnen abgebildet ist, und das tun sie heute noch!

Zum Beispiel diese Erdbeeren, lecker! Natürlich gab es noch mehr jeweils an Monatsbildern, aber diese sind so schön sommerlich, die anderen hab ich auch alle noch. Mimis Lieblingsbild hängt auch wieder draußen und unsere Gans

und die feine Finka, die wir so gerne hätten, lach!

Nächtens leuchtet draußen alles wieder dank entsprechender Timer in den Kerzen

Schön sieht das doch wieder aus, nicht wahr, meine Nachbarn freuen sich da auch immer drüber.

Ja, und damit ist euer Grafschafter Wochenanzeiger-Team nun am Ende seines Beitrages, wir hoffen, es hat euch allen wieder gefallen.

Kommt bloß alle gut durch die Hitze, laßt alles langsam angehen, viel trinken, jede Kühlmöglichkeit wahrnehmen, und denkt einfach dran: In sechs Monaten ist bereits wieder der zweite Weihnachtstag, und dann ist es bestimmt kühler!

Wir wünschen euch allen einen schönen WTT, bleibt coooooool und

habts fein! Euer Grafschafter Wochenanzeiger, Chefredakteurin Monika und Mimi und euer Volontär Ruddi

Cool bleiben!

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Grafschafter Wochenanzeiger – Film ab! Lange Kinonacht in der Grafschaft

Kino-Atelier

Da vorne klemmt ein Jraf sich das Monokel
platt ins Gesicht – die Bogenlampe zischt.
Ein Gazefräulein steht auf einem Sockel –
der dicke Regisseur brüllt: „Das is nischt!“

Zweihundertvierzig Mädchen trippeln zierlich
auf einer Treppe, steil bis unters Dach –
Ein kleines dickes Baby schluckt manierlich
die Milch –
der Chef macht mit der Diva Krach.

In dieser Ecke stößt ein Intrigante
dem Helden – brr! – das Messer in den Bauch.
In jener Ecke spritzt die gute Tante
der böse Neffe mit dem Gartenschlauch.

Die Dirne lümmelt sich an ihren Buhlen.
Der Herr Beleuchter macht sich nichts daraus
und knipst behufs Erzeugung einer schwulen
Verführungsszene eine Lampe aus.

Und wenn ich mir dies Atelier bekieke,
voll Kitsch und Lärm und Rummel, Schmerz und Spaß
dann seh ich vor mir unsre Politike.
Da spielt auch jeder nur die eigene Musike –
und an das Ganze denkt kein Aas.

(Kurt Tucholsky)

Hi, Folks, da bin ich, Mimi, eure rasende Reporterin, mit meinem Bericht über die lange Kino-Nacht hier in unserer Grafschaft, die mein Volontär Ruddi und ich uns ausgetüftelt hatten, als die Frau Chefredakteurin letzten Samstag unterwegs war. Gleich vorweg: Es war herrlich!!!

Ruddi hat sich sofort ans Telefon gehängt und Kontakt mit einem kleinen, feinen Kino hier in der Grafschaft aufgenommen, wir hatten es euch ja schon in der Einladung gezeigt und auch sofort die Zusage erhalten, daß wir mit unseren Gästen im Laufe des Mittwochabend dort eintrudeln können zu einer herrlichen, langen Kino-Nacht! Wir waren beide so aufgeregt, wir konnten es kaum erwarten. Der Mittwoch zog sich arg in die Länge bis zum Abend, an dem die Gäste kommen sollten, zudem war es auch noch so fürchterlich schwül, da hatten wir natürlich Sorge, daß unser Kinoabend noch buchstäblich ins Wasser fallen könnte, aber da hatte dann die Frau Chefredakteurin die zündende Idee und gleich das hier telefonisch geordert:

Einen schicken Bulli, damit könnten wir mit unseren Gästen dann prima zum Kino fahren, meinte sie, und letztlich wäre es auch ohne Regen praktischer, wenn wir den nehmen, dann verläuft sich wenigstens auch keiner auf dem Weg dahin. Herrlich, herrlich!

Der Abend kam, und langsam trudelten alle Gäste ein, sie kennen den Weg ja alle schon in und auswendig, lach! Steve hatte sich wieder mit seinem fliegenden Teppich zu Rani auf den Weg gemacht, um sie abzuholen, und nun guckt bloß mal, wie schick sich Rani extra für diesen Abend gemacht hat:

Toll, oder? Steve guckte so richtig verliebt!

Es folgte die Viererbande aus Berlin, Lakritze, Amira, Luna und Tobias, gefolgt vom Silberdistel’schen Pelztrio Keks, Torty und die graue Eminenz. Devil von gegenüber war natürlich schon als erster hier, lach, er hat ja auch den kürzesten Weg. Die Redaktionsräume füllten sich, Django kam, Buddy und Storm hatten sich auf halbem Weg getroffen und trudelten zusammen hier ein, das war ein Hallo! Als Nachzügler trafen dann auch Angel und Balou und der coole Almkater von Mallybeau ein, hurra, wir waren vollzählig! Nach herzlicher Begrüßung ging es erst mal ab auf Balkonien, kleinen Aperitif einnehmen, den hat uns Ruddi standesgemäß fürs Eulennest präsentiert mit diesem schicken, neuen Tablett

hihihi, das Design wundert nicht und klar, daß das die Frau Chefredakteurin so klasse fand! Samt den schicken neuen Gläsern extra für Balkonien

damit ins Getränk nix reinfliegt, die Strohhalme sind dauerhaft (umweltfreundlich!!!) und sogar spülmaschinenfest.

Oooh, aber wie befürchtet, es zog ein Gewitter auf,

da sind wir dann flugs wieder in die Redaktionsräume geflüchtet, wir hatten ja unseren Bulli vor der Türe stehen, da haben wir das ärgste abgewartet und haben uns dann so langsam startklar gemacht.

Frau Chefredakteurin hat uns dann ins Kino gefahren, die Fahrt war schon so klasse, alle waren ganz aufgeregt und schnurrten, knurrten und brummten wild durcheinander, lach!

Angekommen! Wow, die tollen Film-Plakate!

Und ein Getränke-Automat, klasse!

Konnte sich jeder noch eine Cola ziehen, kostenlos natürlich, Service vom kleinen Kino! Und Popcorn!!! Was ist ein Kino-Abend ohne Popcorn?! Bedient euch alle, meine Lieben!

Und dann stürmt mal den Kino-Saal, es geht loooohoooos!

So, hallo erstmal, hier spricht eure Mimi von dem Leinwand-Dings hier, ich möchte euch alle recht herzlich begrüßen zu unserer langen Grafschafter Kino-Nacht, ich hoffe, die von mir und Ruddi ausgesuchten Filme machen euch Spaß, für die rührenden Szenen wird Ruddi euch gleich Papiertaschentücher-Boxen verteilen, macht es euch alle recht gemütlich und ich sag nun mal: Film ab!

Als erster Film lief, wie könnte es anders sein, Aristocats! Und damit die daheimgebliebenen Frauchen und Herrchen meiner Gäste nun auch was von der Kino-Atmosphäre haben, zeig ich euch nun mal, wie gespannt alle Gäste im Kino waren:

Im Kinosaal ist es natürlich dunkel, aber ich hoffe, ihr könnt eure Lieblinge alle trotzdem ganz gut erkennen. Die Stimmung war super!

Natürlich haben wir bei der Auswahl unserer Filme auch an unsere Hundefreunde gedacht, den Film, der unter anderen da lief, den kennt ihr sicher auch alle: Cap und Capper!

Ein Film, von dem die Frau Chefredakteurin die Bücher gelesen hat, den hatte sie uns dann noch empfohlen: Bob, der Streuner!

Es geht weiter im Programm, zum Beispiel mit Garfield, für die Hunde noch Susi und Strolch.

Wir hatten auch ein Musical dabei, nämlich „Cats“!

Und einen feinen Film, von der Freundschaft von Menschen und Katzen, „Harry und Tonto“, ich hoffe, ihr kommt alle bissel mit englisch klar, denn es gab keinen Trailer in deutsch.

Und ein ganz tolles Schmankerl, einen Uralt-Schinken von 1947, „The private life of a Cat!

Natürlich gab es während der Filme auch Pausen, damit wir uns alle bissel die Pfoten vertreten konnten, und selbstverständlich gab es in den Pausen auch diesen Herrn

den Eisverkäufer, hach, lecker Eis schlappern, das war aber nun wirklich für alle was ganz feines! Lecker!!!

Nach dem herrlichen Film-Programm verließen wir alle müde und geschafft, aber soooo glücklich, das kleine Kino und bestiegen den schon wartenden Bulli mit der Frau Chefredakteurin am Steuer und fuhren zurück zu unseren Redaktionsräumen. Das Wetter hatte sich wieder beruhigt, es war noch immer warm draußen, also gab es einen Absacker auf Balkonien, kleine Snacks wurden noch gereicht, und alle genossen die Sommernacht mit unseren Balkonien-Illuminationen,

zu denen sich noch was neues, feines zugesellt hatte, eine „Glühwürmchen-Flasche“, hihihi, eine Flasche, zu der Frauchen so eine feine kleine Lichterkette mit Korken erworben hatte, guckt mal:

sieht das nicht schön aus?!

So sieht das „im hellen“ aus:

Klasse Idee, nicht wahr? Frauchen war ganz entzückt, und wir alle auch! Es gab noch einen wunderschönen Mond zu bewundern

und dann haben wir was entdeckt: Wir haben nächtliche Pferde in der Grafschaft, guckt mal:

Na, entdeckt? Wir helfen mal nach:

Das ist die Birke vor Balkonien, die sieht doch nächtens echt wie ein Pferd aus, oder? Wir haben alle so gelacht, und Frauchen hat das dann hier ins zweite Bild reingemalt, sie kann nicht so gut malen, aber man kann es doch erkennen, fanden wir jedenfalls alle ganz prima!

Wir haben dann alle noch bissel im Mondschein geschwärmt, aber es wurde langsam immer ruhiger, wir waren doch alle ziemlich müde, und so haben wir den herrlichen Abend und die Nacht ausklingen lassen und alle haben sich verabschiedet, glücklich und zufrieden, ich hoffe, alle sind gut wieder zuhause bei ihren Frauchen und Herrchen eingetrudelt, Ruddi und ich, wir sind restlos zufrieden und glücklich auf unsere Schlafplätze gekrabbelt, wir werden so herrlich von diesem Abend träumen!

Wir hoffen, ihr hattet alle eine gute Nacht und wünschen euch nun einen richtig schönen Donnerstag, für die, die heute einen Feiertag haben, einen ebenso schönen solchen!

Einen Dank von uns an alle unsere Gäste, es war wieder so klasse mit euch, gehabt euch wohl und habts alle fein!

Euer Redaktionsteam Mimi Ruddi und die Frau Chefredakteurin Monika.

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Wochenend-Reportage und Event-Vorschau

Im Sommer

In Sommerbäder
reist jetzt ein jeder
und lebt famos.
Der arme Dokter,
zu Hause hockt er
patientenlos.

Von Winterszenen,
von schrecklich schönen,
träumt sein Gemüt,
wenn, Dank ihr Götter,
bei Hundewetter
sein Weizen blüht.

(Wilhelm Busch)

Hi, Folks, hier meldet sich pünktlich zum Montag eure rasende Reporterin Mimi vom Grafschafter Wochenanzeiger! Na, hattet ihr alle ein feines Wochenende? Meinereiner hat es sich schon am Freitagabend herrlich gemütlich gemacht, in Einstimmung auf das Wochenende, auf dem frisch bezogenen Bett vom Dosenöffner, stimmig zum Sommer mit Rosen und in Rosenduft (Weichspüler, lach!)

Wer stört jetzt noch???

Natürlich, wer schon, meine Mamarazzi mit der Knipse! Jaja, schon gut Frauchen, ich pose, du gibst ja doch keine Ruhe.

So, Licht aus, ich will jetzt ins Wochenende pennen! Und ihr wißt ja, anklicken, groß gucken, viel Spaß!

Es gab zur Wochenendeinstimmung auch einen wunderschönen Sonnenuntergang mal wieder in der Grafschaft, guckt:

auch da haben wir nun mal eine Galerie von gemacht.

Und am Abend leuchteten auf Balkonien wieder die Illuminationen, und obwohl es die Tage zuvor nicht so sonnig war, leuchtete auch unsere rote Laterne wieder mit.

Das Wochenendwetter war dann recht schön, wenn auch mit Wolken-Sonne-Mix, aber trocken, und auch so fein warm, daß ich es mir auf Balkonien gemütlich gemacht habe, die Frau Chefredakteurin hatte noch bissel zu krösen, aber ab und zu kam sie natürlich auch raus auf Balkonien, und am Samstagabend, da hat sie sich so gefreut, als sie zum gucken raus kam, denn unser Amselmann, der anfangs des Frühjahres von uns hier so vermißt wurde, hat seinen angestammten Arien-Singplatz in der Spitze unserer Birke vorm Haus wieder eingenommen, Frau Chefredakteurin liefert jetzt die Bilder dazu, voller Freude!

Da schmettert er sein schönes Lied, wir haben lange zugehört, ein richtiges Abendständchen! Auch hier eine kleine Galerie von allen Fotos!

Am Samstagnachmittag war Frau Chefredakteurin noch in eigener Sache unterwegs, da gibt es demnächst noch eine schöne kleine Geschichte zu von ihr persönlich, habt ihr was zum vorfreuen! Dieweil hab ich mir meinen Volontär Ruddi geschnappt, und wir beide haben hier eine Redaktionsbesprechung im kleinen Kreis abgehalten, richtig schick mit Kaffee und Stärkung

eine Tasse für mich, eine für Ruddi! Wir zwei beide hatten mal wieder so richtig Lust auf ein schönes Event hier in unserer Grafschaft, und da wir, nachdem Frau Chefredakteurin wieder daheim war, uns auch ihren Segen zu der geplanten Unternehmung eingeholt haben, kommt hier jetzt die Event-Vorschau

und gleichzeitig die Einladung an alle unsere tierischen Leser und Freunde des Grafschafter Wochenanzeigers, Katzen, Kater, Hunde: Treffpunkt ist am Mittwochabend in den euch bekannten Redaktionsräumen des Grafschafter, trudelt alle gemütlich mal so am frühen Abend ein, ihr braucht euch nicht in Schale werfen, und für das leibliche Wohl ist von hier aus auch schon alles bestens vorbereitet, also einfach bloß gute Laune mitbringen, mehr nicht! Ruddi und ich, wir freuen uns schon sehr! Am anderen Tag ist ja, zumindest hier in unserem Bundesland, ein Feiertag, also können wir alle den Abend genießen ohne Eile! Wir hoffen, ihr habt alle Zeit und Lust!!!

Dann wünschen wir allen unseren Lesern einen guten Start in die neue Woche und einen schönen Montag, euer Grafschafter-Wochenanzeiger-Team, Mimi und Ruddi

und die Frau Chefredakteurin Monika.

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Pfingsten in der Grafschafter Botanik

Pfingstrose

Verhaucht sein stärkstes Düften
hat rings der bunte Flor,
und leiser in den Lüften
erschallt der Vögel Chor.

Des Frühlings reichstes Prangen
fast ist es schon verblüht –
die zeitig aufgegangen,
die Rosen sind verblüht.

Doch leuchtend will entfalten
Päonie ihre Pracht,
von hehren Pfingstgewalten
im tiefsten angefacht.

Gleich einer späten Liebe,
die lang in sich geruht,
bricht sie mit mächtgem Triebe
jetzt aus in Purpurglut.

(Ferdinand von Saar)

Die Pfingstrosen (Paeonia), auch Päonien genannt, sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Pfingstrosengewächse(Paeoniaceae). Diese Gattung umfasst 32 Arten. Die bekanntesten Sorten sind Stauden, also ausdauernde krautige Pflanzen, deren oberirdische Sprosse im Winter absterben; daneben gibt es auch verholzende Arten und Sorten, die meistens als Halbsträucher, seltener als Sträucher wachsen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Pfingstrosen

(Paeonia mascula, Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885)

Der Grafschafter Wochenanzeiger wünscht allen seinen Lesern ein frohes, gesegnetes Pfingstfest!

Reporterin Mimi, die Frau Chefredakteurin Monika und unser aller Volontär Ruddi

Wir haben in unseren Redaktionsräumen im Team lange überlegt, was wir euch in diesem Jahr zum Pfingstfest anbieten können, das Wetter war am gestrigen Samstag ziemlich grottig, es stürmte und immer wieder gab es Wolkenbrüche, trotzdem wollten wir doch zu Pfingsten schöne, neue Bilder haben, und dann hatte die Frau Chefredakteurin die zündende Idee: Pfingstrosen!

Ich liebe Pfingstrosen, gehören sie doch zumindest namentlich zu den von mir so geliebten Rosen und sehen auch ein bissel ähnlich aus, also geht es heute in die Botanik. Wissenswertes zu den schönen Blumen gab es ja schon eingangs von Wikipedia, da schauen wir doch mal, was wir noch feines über die Pfingstrosen berichten können.

Die Pfingstrose, botanisch Päonie, ist ein Sinnbild für den krönenden Abschluß, das Wesentliche, die Reinheit und die Schönheit. Sie ist ein Zeichen für Demut und Hingabe, durch die kreisförmigen Blüttenblätter besteht eine Verbindung zu Sonnensymbolen, Päonien erfreuen sich besonders im östlichen Kulturkreis großer Beliebtheit. In buddhistischen Tempeln findet man Päonien-Motive, der Legende nach sollen die blühenden Pflanzen aus den Fußabdrücken des jugendlichen Buddhas entstanden sein.

Im Christentum des Mittelalters zeigten Abbildungen und Ornamente mit Päonien den Menschen, die nicht lesen konnten, gleichnishafte Glaubensinhalte, als Gegensatz von Heil und Unheil galt die Päonie neben einem Drachenbildnis. Die Päonie wurde der Gottesmutter zu Füßen gelegt, so wurde die Pfingstrose zur Marienblume, als Rose ohne Dornen.

Die Pfingstrose wurde auch als Heilpflanze genutzt, vor allem in China, bei Frauenkrankheiten und der Wundheilung. Sie besitzt aber auch eine schutzmagische Kraft, da sie zu den Marienpflanzen gehört, verlieh ihr dies göttliche Kraft und besondere Heilwirkung. Auch antidämonische Kräfte wurden ihr nachgesagt. Die Heilwirkungen der Pfingstrose ist nach wissenschaftlichen Forschungen heute wohl bestätigt, vor allem im Bereich von Blutdruck senkender Wirkung, entzündungshemmend und sogar antidepressiv, sie hat somit ihre jahrtausendealte Wertschätzung zu Recht verdient. In der Kosmetik findet ihr Duft Anwendung, sie ist hautberuhigend und regenerierend.

Viele Alltagsgegenstände, Stickereien, Geschirr und Porzellan, werden mit dem Motiv der Päonie verziert, und in der Malerei ist sie ebenfalls häufig vertreten, und das schon seit ca. 1400.

(Vase mit Pfingstrosen, Édouard Manet, 1864-1865)

(Weiße Pfingstrosen, Édouard Manet, 1864)

Und wie steht es nun in der Grafschaft um die Pfingstrosen? In einer Regenpause begab ich mich mal in den Garten mit der Knipse, denn ich erinnerte mich schwach, daß wir mindestens ein Exemplar dort haben. Jaaaa, richtig erinnert, leider hat sie wohl in diesem Jahr schon recht früh zu blühen begonnen, die meisten herrlichen Blüten waren schon verblüht, aber ich hab sie doch noch „erwischt“, guckt:

Hab ich mich doch sehr drüber gefreut! Na, und wo ich schon einmal unten war, gibt es jetzt eben den im Titel erwähnten Streifzug durch die Botanik der Grafschaft. Denn meine geliebten „richtigen“ Rosen, also die mit den Dornen, blühen auch schon

Diese blühen unter Balkonien und diese hier

an der Hausmauer.

Sind die nicht wunderschön? Ich mag die Farbe so gern. Es war übrigens relativ schwierig zu fotografieren, es stürmte immer noch so doll, daß ich stets einen Moment der Ruhe abpassen mußte, um sie „scharf“ zu bekommen. Weiter geht es mit unserem wilden Kirschbaum, der schon Früchte trägt

und auf der Wiese blühen kleine, zarte Blüten.

Mit Schatten der Fotogräfin, lach!

Der Pflanzkübel vor unserer Haustüre ist bereits sommerlich bepflanzt mit so schönen Geranien

Die strahlende Farbe macht sich immer vor der grauen Hauswand so gut.

Und da die themengebende Päonie zu meinen Lieblingsblumen zählt, ist sie natürlich auch in den Redaktionsräumen vertreten

als künstlicher Pfingstrosenstrauß

schön dekoriert mit Kranz und Schleife!

Während die Frau Chefredakteurin mit der Knipse unterwegs war, haben es sich die rasende Reporterin Mimi und ihr Volontär Ruddi in den Redaktionsräumen gemütlich gemacht und von schönem Pfingstwetter auf Balkonien geträumt. Vielleicht wird das ja noch für die beiden Pfingsttage, schaun wir mal. Ich hatte dann schon die Knipse wieder zur Seite gelegt, als Ruddi plötzlich einen Freudenschrei ausstieß und und rief, ich solle mal schnell aus dem Wohnzimmerfenster gucken! Oooh, Ruddi, wie schön, ein Regenbogen, das ist aber eine schöne abendliche Einstimmung ins kommende Pfingstfest, ich hol schnell die Knipse wieder raus:

Wir haben ihn alle lange angestaunt, den herrlichen Regenbogen, so oft gesehen und einfach immer wieder überwältigend schön!

Beim fotografieren vom Regenbogen fiel mir dann noch meine neue Tischdecke auf dem kleinen Beistelltisch im Wohnzimmer ins Auge, die hat doch auch Rosenmotive, und da hab ich flugs noch eines abgelichtet:

Der Abend senkte sich über die Grafschaft und es wurde Zeit für die Zubereitung des diesjährigen Pfingstmenüs: Saltimbocca mit Rosmarinkartöffelchen und Gartensalat,

fertig zum braten, am Samstagabend gab es außer den Kartöffelchen noch Reste vom freitäglichen Spargel, den Salat gibt es dann heute und morgen, und ein selbst kreiertes Sößchen aus Bratenfond, Weißwein, Schmand, Tomatenmark und italienischen Kräutern. Lecker:

Stilecht dazu einen feinen Rotwein!

Nun kommen wir mal langsam zum Schluß unseres Pfingsteintrages, und wie es sich für eine Zeitung gehört, erstmal zum redaktionellen Teil:

Verantwortlich für Bilder, Hintergrundinfo und Rezepte: Frau Chefradakteurin, verantwortlich für die Informationen über die Magie der Pfingstrose die rasende Reporterin Mimi, Katzen lieben Magie, und verantwortlich für die Wetterinfos unser Volontär Ruddi.

Wir hoffen, es hat euch wieder gefallen hier und wünschen euch allen schöne Pfingsttage mit einem lieben Gruß:

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Das Redaktionsteam begrüßt den Juni!

Sommerabend

Klar ruhn die Lüfte auf der weiten Flur;
fern dampft der See, das hohe Röhricht schimmert
im Schilf verglüht die letzte Sonnenspur;
ein blasses Wölkchen rötet sich und schimmert.

Vom Wiesengrunde naht ein Glockenton;
ein Duft von Tau entweicht der warmen Erde,
im stillen Walde steht die Dämm’rung schon,
der Hirte sammelt seine satte Herde.

Im jungen Roggen rührt sich nicht ein Halm,
die Glocke schweigt wie aus der Welt geschieden;
nur noch die Grillen geigen ihren Psalm.
So sei doch froh, mein Herz, in all dem Frieden!

(Richard Dehmel)

Halli, hallo, liebe Leser des Grafschafter Wochenanzeigers, hier meldet sich euer Redaktionsteam in eigener Sache, denn pünktlich zum meteorologischen Sommerbeginn am 1. Juni meldete sich der Sommer mit herrlichem Wetter und der ersten wirklich wunderbar lauen Sommernacht! Na, und das haben wir natürlich alle in vollen Zügen genossen, schließlich soll die sommerliche Pracht zu Beginn der nächsten Woche ja schon wieder vorbei sein! Und da Genuß immer doppelt ist, wenn man ihn teilt, teilen wir nun mit euch unseren Balkonientag!

Mimi war natürlich flugs in ihrem Brotkasten, ihr Dosenöffner, Verzeihung, die Frau Chefredakteurin natürlich, kramte noch geheimnisvoll im Wohnzimmer rum, was hat sie denn da in der Hand?

Ach, Frauchen, das ist aber schön, ein neuer Lampion für Balkonien, in deiner Lieblingsfarbe rot, und solarbetrieben, na, das ist aber fein!

Ist das nicht ein herrliches Rot? Hab ich mich drin verliebt, wir sind alle sehr gespannt, wie er wohl aussieht, wenn er abends dann leuchtet.

Das Material ist sogar wie Stoff, da könnte das eventuell ruhig mal bissel feucht werden, aber bei Regen werden wir ihn doch lieber geschützt hängen. Auch wenn er dann wegen der Solarfunktion nicht so doll leuchten wird.

Frau Chefredakteurin ging dann mal Balkonien inspizieren mit der Knipse, dieweil es sich Mimi in ihrem Brotkasten gemütlich machte.

Die Glockenblumen blühen wieder ganz verschwenderisch, unsere dicke Hummel ist begeistert, lach, noch hab ich sie aber nicht fotografisch erwischt.

Die neuen Stauden Himbeere und Johannisbeere wachsen hinter unserer Birke fröhlich vor sich hin, ich bin so neugierig, ob sie in diesem Jahr schon blühen und fruchten.

Die Wicken beginnen zu ranken, und im Kasten mit den Sukkulenten hab ich diese Entdeckung gemacht

sie beginnen wieder zu blühen, freu, freu! Ganz viele Knospenansätze sind schon da!

Wo ist die Mimi???

Na, da, du Mamarazzi, geh weiter knipsen, ich genieße den Sommer!

Unsere Balkonien-Eule freut sich auch wieder über die Glockenblümchen, und der Thymian duftet in der Sonne so schön!

Mmh, ja, höre ich euch fragen, Redaktionsteam, da fehlt aber doch noch jemand, wo ist denn…..hach, da kommt er schon, natürlich, unser Ruddi fehlte, er hatte drinnen noch irgendwas zu kramen, aber dann kam er auch angeflitzt! Und guck euch den Rotzbengel an, frech ab in Mimis Brotkasten!

„Hej, Frollein Reporterin, da bin ich, ihr Volontär-Bär, rutschen Se ma en Stück!“

Mimi ist wirklich sehr abgeklärt im Umgang mit ihrem stürmischen Volontär, seufzend änderte sie kurz ihre Position und ließ ihn machen, vorbildlich!

Sieht das nicht knuffig aus, die beiden da im Brotkasten, ich bin schon sehr stolz auf mein Team!

Irgendwie spricht Mimis Blick Bände, lach, aber wie gesagt, Ruddi durfte!

Ich muß aber auch sagen, er ist schon ein charmanter Bursche und schmiert uns oft genug Honig um Bart und Maul, hihihihi, aber wirklich richtig lieb, er fühlt sich hier halt eisbärpudelwohl und das möchte er auf seine Art dann auch zeigen. Was er dann auch weiter tat und mal kurzerhand der Frau Chefredakteurin den Liegestuhl klaute!

Fand er saugemütlich, kann ich verstehen, ich auch, das Kissen mit dem Häkeleinsatz ist übrigens neu, letzte Woche fertiggestellt, den Häkeleinsatz hatte ich schon länger fertig, ich hoffe, daß es Rosen (was auch sonst?)  sind, kann man sehen? Ruddi fand das sehr gemütlich

wie man sieht, aber lange hielt es den Eisbärburschen nicht an einem Ort gestern, der Tag war halt so sommerlich schön, da schäumte sein Temperament über, er wollte allüberall hin auf Balkonien, na, guckt mal selbst!

Hej, ihr Leser da vor den Bildschirmen, euer Ruddi mittenmang inne Glockenblümkes, klasse, wat?

Thymian steht so nem Ruhrpottbengel wie mir natürlich auch prima, und ej, der duftet, sag ich euch!

Halt ich doch mal ein kurzes Mittagsschläfchen! Schnarch!!!

Möönsch, den tollen roten Ballon hab ich ja noch gar nicht mitgekriegt, muß ich gucken:

Der ist doch wohl knorke, oder, „Balkonien zur Roten Laterne“, lach, Mensch, Mimi, da werden die Kater unten Schlange stehen, wenn dein Balkonien jetzt nächtens mit roter Laterne beleuchtet wird, kicher! Nix für ungut, gaaaaanz ohne Hintergedanken!

Eeek, die Dinger pieken bisken, aber die Frau Chefredakteurin wollte datt so, alldieweil sie sich nämlich beim fotoknipsen von mir gleich in der Fensterscheibe spiegelt, und dann habt ihr eben das ganze Redaktionsteam hier vertreten! Was tut man nicht alles für seine Cheffin!

Hier über dem Salbei und an den tollen Himbeer/Johannisbeerstauden iss aber schöner, wenn die mal so weit sind, daß man die essen kann, bin ich aber dabei, ich liebe Bä(ee)ren!

Vor meiner Nase steht da die Birke, und glaubt mal bloß nicht, Eisbären können nicht klettern, da werdet ihr jetzt aber staunen, ich hab mich übermütig in die luftigen Höhen geschwungen, guckt:

Keine Angst, kann nix passieren, Frau Chefredakteurin ist ja in der Nähe!

Hach, herrlich, so ein Sommertag auf Balkonien, ich bin ganz hin und weg, ist ja mein erster Sommer hier!

Da mußte ich auch unbedingt noch vor posieren, vor dem allseits geliebten und gehüteten Balkonien-Schild, dahinter beginnen dann unsere Redaktionsräume!

Dann hab ich der pennenden Mimi noch einen Besuch abgestattet,

und dann hab ich auch weiter auf Balkonien relaxt! Und Frau Chefredakteurin macht jetzt weiter! Tschüssikovski!!!

Ja, da macht sich mein Team das rundum gemütlich da draußen und ich muß arbeiten mit meiner Knipse, aber ich gönn es ihnen, und wenn ich gleich fertig bin, setz ich mich eh dazu!

Mimis Mümmelgras wächst auch wieder zu ihrer vollen Zufriedenheit vor sich hin, und am Fenster hab ich so ein schönes „Sommerschild“ aus einer feinen Zeitung, finde ich ein herrliches Motto

und noch einmal in voller Pracht mit meinen Orchideen, der Birkenfeige, dem Zitronenbäumchen und dem wunderschönen Rosenlampion.

So haben wir einen herrlichen Balkonientag verbracht, und langsam näherte sich der Abend und es begann zu dämmern, da hatten wir uns alle so drauf gefreut, denn nun kommt leuchtendes Balkonien:

Ist das nicht wunderschön?!

Kleine Galerie, anklicken, groß gucken:

Mimi hat dann auch noch die Nacht angeschwärmt

 

und so haben wir alle gemütlich den Tag und den Abend ausklingen lassen, es gab noch lecker Essen mit Spargel, Kartöffelchen mit Kräutern der Provence und Spargelschinken, Erdbeertarte zum Nachtisch, lecker, sag ich euch! Frau Chefredakteurin hatte dabei noch einen feinen roten Vino, der Rest der Redaktion ist ja noch nicht volljährig und darf nicht, lach! Für sie gab es Gänsewein!  Euer Redaktionsteam hofft nun noch auf einen ebenso schönen Sonntag, und den wünschen wir euch natürlich auch, genießt ihn, wer weiß, wie das Wetter in der kommenden Woche wird, dann haben wir die Tage schon wieder im Sack!

Habts fein wünscht euch das Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger

Monika und Mimi und euer Volontär

Ruddi!

 

Der Grafschafter Wochenanzeiger gratuliert zum Vatertag

Ich habe gesät

Ich habe gesät
das Korn der Liebe,
tiefinnig Lächeln,
maiwarmen Blick;
nun frag ich immer
bei Nacht und Tage,
ruhlos, zu wissen,
was mein Geschick:
Hat deine Seele
das Korn empfangen,
ist es im Herzen
dir aufgegangen?

(Karl Friedrich Henckell)

Allen unseren Lesern wünschen wir einen wunderschönen Vatertag! Habt es alle fein, ihr lieben Väter, und laßt euch feiern!

„Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr…..“ sagte Wilhelm Busch in seinem Gedicht, und damit hatte er wohl recht.

Hundevater Alf mit seinen Jungen

Schafsbock Otto mit seinen kleinen Lämmern Fritz und Graf Hans

von meiner ehemaligen Bauernhofarbeitsstelle, und der unermüdliche Amselvater von Balkonien

auch im Tierreich ist es nicht leicht, Vater zu sein.

Mein Papa feiert seinen Vatertag schon lange in heaven, wenn ich mich auf das eingestellte Gedicht beziehe, dann kann ich zu meinem Papa nur sagen: „Ja, Papa, meine Seele hat das Korn empfangen, in meinem Herzen ist es aufgegangen! Danke dafür!!!“

Jutta und Steve haben mich in einem ihrer Einträge an die wunderschöne gelbe Rose erinnert, die ich hier mal auf Balkonien lange Jahre hatte, eine solche steht auch auf dem Grab meines Vaters

mein Vater liebte gerade diese Rosensorte auch sehr. Ich hab auch noch Bilder von meiner Balkonienrose, allerdings auf dem alten Handy, von dem ich neulich schon berichtet hatte, am Muttertag, mit den Butterblümchen für Mamas letzten Muttertag, ich hab mal wieder versucht, abzufotografieren, das Ergebnis ist echt nicht berauschend, aber ich zeig sie euch trotzdem:

Sie blühte jedes Jahr so herrlich, und sie duftete wundervoll nach Zitrone, ich war so traurig, als sie dazumalen an Mehltau eingegangen ist. Nun muß ich mal gucken gehen in den nächsten Tagen, ob die Rose bei meinem Vater schon wieder blüht.

Das gesamte Redaktionsteam war in den letzten Tagen hier bissel faul, wir mußten uns alle von unserem herrlichen Wochenende erholen, deshalb empfehlen wir euch nun einfach mal unser Vatertagsarchiv, vielleicht macht es euch Spaß, in die alten Einträge noch mal hineinzulesen.

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2014/05/28/vatertag-18556830/

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2016/05/05/alf-der-hundevater-vatertag/

Apropos faules Redaktionsteam: Mimi hat ja schon herrliche Einträge und Kommentare bezüglich der hier stattgefundenen Katzenparty am letzten Wochenende während der Abwesenheit der Chefredakteurin eingeheimst und ihr habt alle daran teilhaben dürfen, da möchte die Frau Chefredakteurin doch auch noch bissel von der wunderschönen Goldhochzeit am letzten Sonntag berichten.

Das Wetter war anfangs wunderbar sonnig, aber noch kühl am frühen Morgen, denn die Messe zu Ehren des Goldhochzeitpaares fand ja schon um 10.00 Uhr morgens statt. Es war ein wunderbarer Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche, zu deren Gemeinde die Eltern meiner Schwiegertochter gehören, hat mir gut gefallen. Ein ergreifender Moment, als das Goldhochzeitspaar noch einmal den Segen gespendet bekam wie vor 50 Jahren bei ihrer Grünen Hochzeit. Und wir mußten alle so lachen, als der Priester danach noch einmal die legendären Worte sprach: „Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“ Was der Goldbräutigam mit Freuden getan hat!

Gefeiert haben wir in einem wunderschönen Hotel und Restaurant, und obwohl das Wetter später etwas eintrübte, war die Stimmung drinnen umso sonniger und fröhlicher, nach einem Sektempfang gab es ein wundervolles Mittagessen, ich zeig euch mal das Festtagsmenü (Achtung: Gefahr der Unterzuckerung bei plötzlich einsetzenden Schmacht, lesen also auf eigene Gefahr, die Red. übernimmt keine Haftung, lach!):

Lecker, lecker!!!

Ich hatte natürlich Spargel, und als Vorspeise auch die Spargelcremesuppe! Herrlich, sag ich euch!

Das nachmittägliche Kuchenbuffet war eine Wucht, hier hab ich mich vor allem an Erdbeerkuchen schadlos gehalten.

Zwischendurch konnte man im schönen Garten des Hotels spazieren gehen, trotz des bissel schwächelnden Wetters war das so schön, die Rosen blühten in voller Pracht, und dufteten, es gibt ein kleines Springbrunnenbeet, daß vor allem eine magische Anziehungskraft auf die kleine Nichte der Kinder hatte, ja, die kleine Maus mit dem Rattenschal, hihihi, zum Glück gibt es in Hotels ja Handtücher, lach! Am Himmel kreuzten die Schwalben, ein rundum schöner und gelungener Tag. Das Goldhochzeitspaar war glücklich im Kreise all seiner Lieben, mein Geschenk hat die beabsichtigte Freude ausgelöst, also für alle Beteiligten ein unvergeßlich schöner Tag!

Nun sollen aber hier die Väter noch einmal zu ihrem Recht am heutigen Tage kommen, ich guck doch immer so gerne nach schönen Liedern von Reinhard Mey passend zum Eintrag, und da hätte ich doch wieder zwei, die mir zum heutigen Vatertag so gut gefallen, ich hoffe, euch allen auch:

https://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/mein-apfelb%C3%A4umchen

https://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/nein-meine-s%C3%B6hne-geb-ich-nicht

Und damit wünschen wir nochmals allen Vätern einen wunderschönen Vatertag, allen anderen einen ganz feinen Feiertag, euer Redaktionsteam Monika, Mimi und Ruddi !

Habts fein!

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Familienbuch

             

Zu einer goldnen Hochzeit

Schweift der Geist zurück in jene Tage
alter Zeiten, Schön’res er nicht findet,
als das Schicksal, welches eine Sage
uns von Philemon und Baucis kündet.

Treuerprobt im Glücke und im Leide,
wuchs ihr Leben so in Eins zusammen,
daß – damit der Tod sie niemals scheide,
ließ ein Gott aus ihnen Bäume stammen,

Deren Zweige unauflöslich breiten
sich zum Schattendache, und ein Tempel
werden vielen Paaren, die voll Freuden
nehmen dran ein liebendes Exempel.

Und mir däucht, es sei in diesem Paare
Philemon und Baucis neu erstanden –
silberhell erglänzen ihre Haare,
golden ihrer Treue feste Banden.

Treuerprobt im Glücke und im Leide,
wuchs ihr Leben ganz in Eins zusammen,
doch ein mild’rer Gott noch ließ für Beide
höh’re Freude, süß’res Glück entstammen.

Noch im Vollgenuss der Lebensfülle,
frisch am Geiste, frisch des Herzens Triebe,
feiern sie in edler Menschenhülle
heut‘ das seltne Jubelfest der Liebe!

Wohl seh‘ ich zwei Bäume sich verschlingen,
doch nur als Symbol von jener Sage –
laßt es euch von treuen Freunden bringen,
die sich mit euch freu’n an diesem Tage!

(Luise Büchner)

Große Ereignisse werfen wieder einmal ihre Schatten voraus, im Grafschafter Wochenanzeiger wird eine Hochzeit gefeiert, aber dieses Mal eine Goldene Hochzeit. Ihr erinnert euch sicher alle noch gut an den Hochzeitseintrag von meinen Kindern, nun feiern die Eltern von meinem Schwiegerkind am kommenden Sonntag ihre Goldene Hochzeit! Und ich, eure Frau Chefredakteurin, bin natürlich zu diesem wundervollen Tag eingeladen. Die Freude ist groß, eine Goldene Hochzeit ist doch etwas ganz besonderes, welch ein dankbares, glückliches Gefühl muß es sein, als Ehepaar auf so viele gemeinsam verbrachte Jahre zurückblicken zu dürfen.

Ich hab dann mal wieder in meinen Erinnerungen und meinen Erinnerungsschatzkästchen gekramt, und festgestellt, das dies erst die dritte Goldhochzeit in meinem Leben ist, die ich mit feiere. Die erste war die Goldhochzeit meiner Großeltern väterlicherseits, die zweite die meiner Eltern, die aber wegen der Krankheit meines Vaters nur im kleinsten Kreis gefeiert wurde. Die Goldene Hochzeit von Steffis Eltern ist nun dann also die dritte im Bunde.

Die Goldhochzeit meiner Großeltern väterlicherseits, die möchte ich jetzt zu diesem Anlaß in Wort und Bild noch einmal mit euch gemeinsam feiern, ich hab dazu mein Bilder-Erinnerungs-Schatzkästchen wieder geöffnet, und so erlebt ihr jetzt Frau Chefredakteurin im zarten Alter von 5 Jahren auf der Goldhochzeit der Großeltern.

Da stell ich euch nun doch erst einmal das Jubelpaar hier vor, meine Großeltern

rechts ist meine Patentante, Tochter des Jubelpaares und Schwester meines Vaters.

Ein Familienbild

aus wesentlich früheren Zeiten, im Hintergrund der älteste Bruder meines Vaters, von links nach rechts: meine Großeltern, meine schon erwähnte Patentante, vorne rechts die Frau des ältesten Bruders, daneben die jüngste Tochter meiner Großeltern, hinter diesen beiden steht mein Vater und die dritte seiner Schwestern.

Ich hab sogar noch ein Farbbild von meinen Großeltern, aufgenommen in ihrem Garten, den ich hier schon so oft erwähnt habe, in dem ich soviel Kinderglück erleben durfte, und in dem eben auch die von Reinhard Mey besungenen Johannisbeeren wuchsen, die ich im letzten Eintrag erwähnt hatte.

Einmal das Bild im Original, die Rosen an der Seite sind Absicht, denn mein Großelternpaar steht da unter dem herrlichen Rosenbogen in ihrem Garten, rote, duftende Kletterrosen, ich rieche sie heute noch!

Und einmal ohne Rosenverzierung, es war auf dem Bild wohl auch noch oder keine Rosenzeit mehr.

So hab ich meine Großeltern noch heute in Erinnerung, Opa mit der für ihn typischen Zigarre!

Die Goldhochzeit meiner Großeltern wurde in der St.-Pankratius-Kirche in Osterfeld gefeiert, dem Stadtteil von Oberhausen, in dem meine Eltern geboren wurden. Die Kirche ist die älteste Pfarrkirche im Stadtteil Osterfeld, eine erste Kirche wurde bereits im 12. Jahrhhundert erwähnt.

Ist das nicht eine schöne Kirche? Zu diesem Bild gibt es ein drolliges Detail, denn bei den Besuchern, die auf das Goldhochzeitspaar warten, ist auch meine Großmutter mütterlicherseits, nämlich auf der rechten Bankseite, die zweite Dame von links.

Das Goldhochzeitspaar schreitet in die Kirche, hinter ihnen meine Mama (rechts) und meine Patentante, und das Führengelchen (so ist die Bezeichnung von Kindern im weißen Kleidchen für solche Jubiläen) das euch da so ernst anschaut, das bin ich! Neben mir, hier leider nicht ganz zu sehen, ist meine Cousine, die Tochter der jüngsten Schwester meines Vaters, wir beiden waren nur ein knappes Jahr im Alter auseinander und immer die besten Freundinnen als Kinder.

Die Goldhochzeits-Gesellschaft vor dem Altar zur Feier der Messe, ganz hinten stehen links die Eltern meiner Cousine, meines Papas jüngste Schwester und ihr Mann, und meine Eltern.

Wir kommen aus der Kirche nach der Messe, hier könnte ihr nun auch endlich meine Cousine sehen, das zweite Führengelchen, wir beide waren soooo stolz und ganz aufgeregt, und wir fanden uns so schön! Guckt mal auf das Goldhochzeitspaar, mein Opa trägt in der Hand einen Zylinder! Stand ihm gut!

Alle versammelt zum obligatorischen „Hochzeitsfoto“, das muß auch bei der Goldhochzeit so sein! Vordere Reihe ich, das Goldpaar, meine Cousine, hinter ihr meine Eltern, neben meinen Eltern die beiden Schwestern meines Vaters, die Mutter meiner Cousine und meine Patentante, hinter meinem Vater steht der Papa meiner Cousine, hinten über meiner Patentante der älteste Bruder meines Vaters, nach dem Rest der Verwandtschaft dürft ihr mich jetzt nicht fragen, da muß ich passen, ich weiß nur noch, daß das Verwandtschaft aus der Schweiz war, daher war nämlich meine Großmutter gebürtig.

Gratulationsschar vor dem Haus meiner Großeltern,

es war alles festlich mit Fähnchen und Wimpeln geschmückt, meine Patentante überreicht Blumensträuße ans Jubelpaar, ganz links steht mein Papa.

Meine Eltern und die Eltern meiner Cousine gratulieren dem Jubelpaar, vorne spricht mein Vater seiner Mutter Glückwünsche aus mit einem lieben Händedruck!

Das waren nun die Bilder von der Goldhochzeit meiner Großeltern, sie haben viele, schöne Erinnerungen an einen einmaligen Tag geweckt, an den ich so gerne zurückdenke.

Und nun steht am Sonntag wieder solch ein wunderbarer Jubeltag an, ich freu mich schon sehr auf die Feier, die am Sonntagmorgen auch in der Kirche beginnt, und hab lange über ein Geschenk nachgedacht, bin auch wieder fündig geworden und möchte euch nun daran teilhaben lassen.

Als erstes die Glückwunschkarte, die ich ausgesucht habe zu diesem schönen Tag

innen hab ich sie mit einem besonderen Gedicht und meinen persönlichen Glückwünschen gestaltet. Als Geschenk hab ich ein feines Buch gefunden

über die Zeit, beginnend mit dem Jahr der Hochzeit von Steffis Eltern bis heute, ich glaube, da freuen sich die beiden bestimmt drüber. Auf der Suche nach noch etwas besonderem, eigenen, bin ich mit diesen Materialien fündig geworden

ich wollte eine Kerze selbst gestalten zur Goldenen Hochzeit.

Und das ist das Ergebnis

die Rückseite zeigt zwei Herzen, aus denen zwei andere Herzen hervorgegangen sind, Steffi und ihr Bruder.

Ist doch recht hübsch geworden, oder?

Hübsch verpackt, werde ich mein Geschenk dann am Sonntag überreichen.

Auch zur Goldhochzeit gibt es Bräuche, der Farbe Gold wird ja eine besondere Kraft zugeschrieben, sie symbolisiert Licht, Beständigkeit und Weisheit. Die Alchemisten des Mittelalters sahen in Gold die Verbindung zwischen dem weiblichen Prinzip in Form von Quecksilber und dem männlichen Prinzip in Form von Schwefel. Zur goldenen Hochzeit kommt natürlich auch ein Kranz zum Einsatz, zum Beispiel aus gold besprühtem Buchsbaum, Tanne oder Eichenlaub. Solch einen Goldkranz trägt dann auch die goldene Braut, der Kranz als runder Kreis ist ein Symbol für Einheit, für das Vollkommene. Man kann ihn auch mit goldenen Rosen bestecken, wird er mit roten Bändern geschmückt, sollen diese symbolisch Hexen und böse Geister vertreiben. Manche Ehepaare überreichen sich an diesem Tag einen zweiten goldenen Ring, verbunden wird dieses Ritual mit einem erneuten Treueversprechen in einem festlichen Dankgottesdienst.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Was wäre ein solcher Ehrentag ohne Musik, was wäre ohnehin das Leben ohne Musik, also hab ich natürlich auch zu diesem Anlaß wieder gesucht und bin bei zwei Liedern gelandet, die ich persönlich gerade zu diesem Tag wunderschön finde und die zu meinen Lieblingsliedern zählen:

Gesungen von Heinrich Schlusnus, einem Lieblingssänger meines Vaters, ich mag so alte Aufnahmen sehr.

Ich liebe dich, so wie du mich,
am Abend und am Morgen,
noch war kein Tag, wo du und ich
nicht teilten unsre Sorgen.

Auch waren sie für dich und mich
geteilt leicht zu ertragen;
du tröstest im Kummer mich,
ich weint in deine Klagen.

Drum Gottes Segen über dir,
du, meines Lebens Freude.
Gott schütze dich, erhalt dich mir,
schütz und erhalt uns beide.

(Text: Karl Friedrich Wilhelm Herrosee, Musik: Ludwig van Beethoven)

Und noch einem Lied mit Erinnerung an meinen Vater, weil es vom Donkosaken-Chor gesungen wird, den er so liebte:

In deutsch hab ich es auch nochmal, die Fassung gefiel mir auch sehr gut:

Der Text steht unter dem Video.

Mit einem kleinen, feinen und, wie ich finde, passendem Gedicht von Ringelnatz

Privat-Telegramm

Unsere Kasse darf leer sein.
Doch dein Herz darf nicht schwer sein.

Jedes entschlüpfte harte Wort
von mir, – streichle du sofort!
Und rate mir in gleichem Sinn!

Jedes Schmollschweigen tobt ohne Sinn
hetzerisch durch die Brust.
Ärger ist stets Verlust,
und Verzeihung ist immer Gewinn.

Unserer beider Herzen mögen schwer sein
durch gemeinsames Mißgeschick.
Aber keine Stunde zwischen uns darf liebeleer sein.
Denn ich liebe dich durch Dünn und Dick.

(Joachim Ringelnatz)

schließe ich nun diesen Eintrag und hoffe, er hat euch gefallen.

Habt alle einen feinen Freitag und ein wunderschönes Wochenende, wünschen euch eure Chefredakteurin Monika mit Co-Autor und rasender Reporterin Mimi sowie euer Volontär Ruddi

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Mimis Montags-Feuilleton

Mai ist’s jetzo. Für den Denker,
der die Gründe der Erscheinung
kennt, ist dieses nicht befremdlich.
In dem Mittelpunkt der Dinge
stehn zwei alte weiße Katzen,
diese drehn der Erde Achse,
dieser Drehung Folge ist dann
das System der Jahreszeiten.

Doch warum im Monat Maie
ist das Aug‘ mir so beweglich,
ist das Herz mir so erreglich?
Und warum wie festgenagelt
muß im Tag ich sechzehn Stunden
zum Balkon hinüberschielen,
nach der blonden Mullimulli,
nach der schwarzen Stibizzina?

(Joseph Victor von Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, Lieder des Katers Hiddigeigei, VII)

Hi, Folks, hier ist wieder der berühmt-berüchtigte Montagseintrag, hier ist wieder Mimi, eure rasende Reporterin, euer Co-Autor.

Starten wir dann mal mit Schwung und Schmackes in die neue Woche, die denn dann ja schon wieder die letzte vollständige des Wonnemonats Mai wird. Wo ist bloß die Zeit geblieben? Zumal sich der von euch Menschen „Wonnemonat“ genannte Mai ja nun nicht so unbedingt mit Ruhm bekleckert hat, meist sah es so aus

manchmal auch schon mal so

hab ich dann die ganze Zeit sehr bedauernd auf mein Balkonien geschielt, und obwohl Sommerzeit ist, konnte man früh am Abend schon Schattenspielchen spielen, guckt:

Doppel-Mimi, hihihihi!

Frauchen, ääääh, ja, ich meine die Frau Chefredakteurin meinte, die doofen Eisheiligen, denen ich schon mal einen Grummeleintrag gewidmet hatte, hätten sich irgendwo weitere namenstägliche Verstärkung geholt,  wobei in Norddeutschland, hat die Frau Chefredakteurin recherchiert, ohnehin einer mehr ist als in den übrigen Teilen des Landes, da fangen die nämlich schon am 11. Mai mit dem Hl. Mamertus an, dann kommt der Hl. Pankratius, der Hl. Servatius, der Hl. Bonifatius und dann kommt die „Kalte Sophie“, also die Hl. Sophia. In diesem Mai waren da aber ganz bestimmt noch weitere Heilige am Werk, so lange, wie es kalt war in diesem Mai mit sogar abendlichen „Heizungsanwürfen“, damit ich mir nicht die Barthaare abfriere, Ruddi hatte sogar schon ein blaues Ohr, hihihihihi, kleiner Gag von mir, das hat er ja eh!

Aber jetzt sind sie wohl endlich durch, die doofen eisigen Heiligen, zum Wochenende wurde es doch schon recht schön und vor allem warm, ihr ahnt es sicher alle schon, na, klar, es gab kein Halten mehr, Balkonien, ich komme!!!

Guckt mal, richtig Sonne, man sieht auf mir jeden Fluster, lach!

Hach, Folks, ist das schön, in meinem Brotkasten bin ich Kapitän, lach, die Sonne scheint, die Bäume sind grün, Katzenherz, was begehrst du mehr!

Gut iss, Mamarazzi, na, den Hinweis hätte ich mir auch sparen können, Frau Chefredakteurin rückte mir weiter mit der Kamera auf den Pelz.

Seufz, na gut, na gut, ich pose!

Vögel beobachten!

Die Flattermänner hatten auch Spaß, daß es endlich warm war, Frau Chefredakteurin hat mir erzählt, die füttern jetzt ihre Jungen, das geht natürlich viel feiner und besser bei schönem Wetter!

Da kam nun gerade wieder ein kleiner Regenschauer durch, aber wenigstens war er warm, der Regen!

Für die Pflänzkes isses ja gut, sagt Frauchen, wenn es immer mal wieder regnet, sieht man, guckt:

Die ausgesäten Wicken mußte Frauchen schon hochbinden, damit sie anranken können,

neue Kräuter gibt es, hier ein Salbei

und das ist der neue Thymian:

Der von Frauchens Kindern gemopste und wieder ausgeschlagene Oregano sprießt auch munter weiter

die Glockenblume fängt wieder an zu blühen, treulich wie jedes Jahr

schöööön, nicht?!

Und es gibt zwei brandneue Bewohner auf Balkonien, hat Frauchen vom letzten Einkaufsbummel in ihrem Kaufladen mitgebracht

Was das ist, wollt ihr wissen? Eine kleine Himbeerstaude

und noch so eine feine Staude

eine rote Johannisbeere

da war Frauchen ganz besonders verliebt drin, denn sie sagt, da muß sie immer an den Garten ihres Großvaters väterlicherseits denken, da gab es die in Hülle und Fülle, und dazu fällt ihr dann auch immer eine Liedzeile von Reinhard Mey ein „…….Johannisbeer‘n im Garten funkeln rot im Sonnenlicht.“ (aus „Beim Blättern in den Bildern meiner Kindheit“, Reinhard Mey). Auf Geheiß meiner Frau Chefredakteurin stelle ich euch das Lied hier mal ein, sie meint, das wäre so wunderschön, das würde euch gerade für den Montagseintrag heute bestimmt gefallen, na, denn:

https://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/beim-bl%C3%A4ttern-den-bildern-meiner-kindheit

Alles, was da kreucht und fleucht, freut sich natürlich auch übers wieder wärmere Wetter, und da hat unsere Wochenanzeiger-Mamarazzi euch was feines abgelichtet, unser Insektenhotel und die bezogenen Wohneinheiten der Wildbiene, schön zugemauert, damit der Nachwuchs in Ruhe schlüpfen kann, guckt:

Das nächste Bildmaterial ist mit vollem Zoom gemacht, daher nicht so ganz scharf, aber trotzdem gut erkennbar:

Frauchen freut sich hier wie Bolle drüber!

Alles ist so schön maiengrün

in den Nachbarsgärten wächst das Gemüse zufrieden vor sich hin und blüht sogar schon

hinter dem Zaun, haben wir auch nochmal mit vollem Zoom:

Unserem Hasi am Schnürchen gefällt es auch noch richtig gut draußen

Auf der Fensterbank im Wohnzimmer ist zur größten Freude von Frauchen das im Winter leider gänzlich eingegangene Zitronenbäumchen nach einem Radikalschnitt tatsächlich wieder ausgeschlagen

ist das nicht fein? Nun hoffen wir sehr, daß es sich für den Sommer wieder richtig erholt! Und wieder blüht! Und duftet! Und Zitrönchen ansetzt! Drückt mal die Daumen!

Am Wochenende gab es was soooooo leckeres zu mümmeln bei uns, Frauchen hat Thunfisch-Pizza gemacht, und wo Thunfisch draufsteht ist Thunfisch drin und wo Thunfisch drin ist bin ich dabei, lach! Natürlich ohne den Pizza-Krims-Krams, einfach pur und naturell, soooooo lecker!

Die Pizza auch, wie man sieht, und es gab die erste Erdbeerbowle der Saison!

Am Sonntag war Frauchen dann noch bei den Freunden, bei denen ich dunnemals zuhause war, Frauchen sagt, das war so schön!!!

Wie ihr sicher alle bemerkt habt, hab ich für das Gedicht oben Bilder von dem so klasse Disney-Film „Aristocats“ rausgesucht

und da hab ich zum Montagsmunter- und fröhlichmacher auch noch was für euch für auf die Ohren:

Viel Spaß beim hören und gucken!!!

Und damit ist mein Montagsbeitrag zum heutigen Grafschafter Wochenanzeiger wieder zu Ende, wir wünschen euch allen einen ganz feinen Montag und einen guten Start in die neue Woche wieder!

Eure rasende Reporterin Mimi die Chefredakteurin Monika und unser Volontär Ruddi der nun endlich auch mal wieder Balkonien und Sonne genießen konnte, Ursel meinte ja in einem Kommentar neulich, er wäre noch so bläßlich, lach! Nochmal in voller Pracht, sein neues Bild

und damit sagen wir tschüüüüüß, machts gut und habts fein!

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Plädoyer für den Muttertag

Für Mutter

„Mutter hat immer nur Arbeit und Plag‘,
kennt keine Ruhe bei Nacht und bei Tag.
Heut‘ ging sie fort! Darum helft alle drei:
Heut‘ kochen wir für die Mutter den Brei!“

Milch nimmt der Walter, das Mehl rührt er an.
Dann kommt der Zucker und Zimt noch dran;
Pfeffer, ein bißchen, ein klein wenig Salz,
Muskat und Senf und ein Löffelchen Schmalz.

Essig ein Spritzerchen muß noch hinein
Kakaopulver schmeckt herrlich und fein.
Nun wird gerührt und der Brei gekocht.
„Horcht! Hat’s nicht g’rad an der Türe gepocht?“

„Komm, liebe Mutter, der Tisch ist gedeckt!
Ja, du wirst staunen, wie gut es dir schmeckt,
und was du für tüchtige Köchinnen hast;
heut‘ bist du bei uns Kindern zu Gast.“
Mutter probiert und beinah wird ihr schlecht.
„Fehlt was am Brei? Ist etwas nicht recht?“
Da lacht die Mutter, spricht mahnend dabei:
„Ja, viele Köche verderben den Brei!“

(Annette von Droste-Hülshoff)

Muttertag! Kein Tag wie ein anderer, denn am Muttertag scheiden sich die Geister! „Erfunden“ wurde er von der Methodistin Anna Marie Jarvis, sie veranstaltete in Grafton (West Virginia, USA) am 12. Mai 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter, ein Memorial Mothers Day Meeting. Im folgenden Jahr wurde auf ihr Drängen hin wiederum am zweiten Maisonntag in der Methodistenkirche in Grafton allen Müttern eine Andacht gewidmet. 500 weiße Nelken ließ sie zum Ausdruck ihrer Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter vor der örtlichen Kirche an andere Mütter austeilen.

Die Ursprünge des Muttertages lassen sich allerdings bereits bis zu den Verehrungsritualen der Göttin Rhea im antiken Griechenland sowie dem Kybele- und Attiskult bei den Römern zurückverfolgen.

1870 wurde von Julia Ward Howe eine Mütter-Friedenstag-Initiative unter dem Schlagwort “ peace and motherhood“ gestartet. Sie hatte das Ziel, daß die Söhne nicht mehr in Kriegen geopfert werden sollen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Muttertag

Auch im alten England gab es bereits im 13. Jahrhundert einen Muttertag, den Heinrich III. einführte, den sog. „Mothering Day“ . Der Zweck des Festes lag im Gedenken der Christen an die „Mutter Kirche“. An diesem Tag kam die Familie zusammen, um gemeinsam in die Kirche zu gehen. Dennoch begannen hier die Kinder auch ihrer leiblichen Mutter Geschenke zu machen.

Wenn man die geschichtlichen Hintergründe liest, stecken überall eigentlich sehr löbliche und liebevolle Gedanken hinter der Gründung eines allgemeinen Muttertages, trotzdem ist er durch all die Jahre hindurch ein bissel in „Verruf“ geraten: „Ich hab 365 Tage im Jahr Muttertag, ich brauch das nicht!“ „Das ist doch alles bloß Kommerz, die Blumenhändler und der Einzelhandel machen an dem Tag das Geschäft schlechthin!“ „Bei vielen ist das doch bloß Heuchelei, das ganze Jahr schert man sich nicht um die alte Mutter und am Muttertag werden die Heime gestürmt!“ Solche und ähnliche Äußerungen hört man an dem viel gescholtenen Muttertag oft und viel, und deshalb will ich hier jetzt mal eine Lanze für den Muttertag brechen:

Denn ich hab nicht 365 Tage im Jahr Muttertag! Der ist nur an einem einzigen Tag im Jahr, an jedem zweiten Sonntag im Mai! Doch, auch an den übrigen 364 Tagen im Jahr denkt mein Sohn an mich, kümmert er sich um mich, ruft an, fragt, wie es mir geht, erzählt mir von seinem Leben, fragt mich um Rat, und sagt mir, daß er mich lieb hat! Und ich weiß, genau das meinen alle, die sagen, man kann doch an jedem Tag Muttertag haben! Und da bin ich ganz bei ihnen! Aber nur an diesem einen Sonntag im Mai, da ist mein Muttertag!!! Und auf den freu ich mich und mag ihn! Entgegen allem Kommerz (den man ja auch nicht mit machen muß!), denn wie sagte schon der Fuchs in „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry: “ Es muss Bräuche geben.“ „Dies ist etwas, das einen Tag vom anderen unterscheidet, eine Stunde von der anderen Stunde.“ Denn sonst „wäre jeder Tag gleich und ich hätte niemals Ferien.“

Wie gerne erinnere ich mich an meine Kinderzeit, in der ich mich darauf freute, meiner Mama zum Muttertag eine Freude zu machen, wie hab ich mit heißen Wangen gebastelt, gemalt und liebe Briefchen geschrieben

Butterblumen für meine Mama gepflückt, die ich für die schönsten Blumen hielt und über die sie sich immer so gefreut hat! Am letzten Muttertag ihres Lebens hab ich den alten Brauch noch einmal aufleben lassen, ich hatte Butterblumen auf unserer Wiese hier entdeckt, gepflückt und meiner Mama zum Muttertag mitgebracht, ich hab ein Bild davon, leider aber nur in einem alten Handy, das ich noch als Wecker benutze, von dem ich aber mangels Übertragungskabel leider die Bilder nicht mehr hochladen kann, ich hab es einfach mal abfotografiert

da stehen sie in einer hübschen kleinen Vase bei meiner Mama auf dem Wohnzimmertisch, sie hat sich so sehr darüber gefreut, wunderschöne Erinnerungen an meine Kindertage von ihrem nunmehr erwachsenen „kleinen“ Mädchen!

Und dann kommen meine Erinnerungen an die Tage, als ich Mutter war, wie hab ich mich, als Björn geboren war, auf meinen ersten Muttertag gefreut, da war mein kleiner Junge ja erst 7 Monate alt, aber da ist natürlich der Papa helfend eingesprungen, und ich bekam einen Blumenstrauß, den Papa helfend in die kleine Faust gelegt hatte, was für eine Freude, unvergeßlich! Später im Kindergarten und in der Schule kamen die selbstgestalteten Geschenke, wie anno dunnemals von mir an meine Mama, bekam ich sie jetzt von meinem Kind.

Was war das immer für ein Spaß, wenn ich am Muttertagsmorgen natürlich noch schlafen MUSSTE, lach, damit Sohnemann und Papa für Mama Kaffee kochen, Tisch decken und die Geschenke bereit stellen konnten, gaaaaanz leise, damit Mama nicht wach wird….rabummmmm, ach herrje, da ist was doch nicht so leise gegangen, Augen zu lassen und bloß nicht lachen, dafür wurde in der Küche umso lauter gekichert! Und dann „Überraschung, Mama, aufwachen!“ Einfach herrlich und so wunderbare Erinnerungen, von denen so ein Muttertier wie ich noch heute zehrt!

Und darum liebe ich den Muttertag, ich möchte ihn nicht missen! Und wohl gemerkt, ich liebe den Tag, ich brauche keine großen Geschenke, keine riesigen Blumensträuße, aber ich freu mich halt wie Bolle, wenn, wie es im letzten Jahr zum Muttertag so war, mich mein Kind/meine Kinder in den Kölner Zoo einladen! Ich glaube, ihr versteht alle, was ich meine!

In diesem Jahr bin ich nicht „dran“ beim Muttertag, lach, denn da wechseln wir uns immer ganz treulich und redlich ab, die Schwiegermama meines Sohnes und ich, in diesem Jahr ist wieder ihr Tag! Und um noch einmal zu verdeutlichen, warum ich den Tag so mag: In diesem Jahr werden die Kinder nicht nur Steffis Mama besuchen, sondern auch ihre Oma, die im Altenheim lebt, mit „alle Mann“, und das wird bestimmt eine große Freude für die alte Mutter. Kinder, Enkelkinder und Urenkelkinder, so schön!

Ich werde den Muttertag also für mich alleine zelebrieren, und mich ein bissel selbst verwöhnen, am vergangenen Donnerstag strahlte bereits ein Regenbogen für mich

ein kleines Geschenk hab ich mir auch schon selber gemacht, lach,

ist die nicht fein??? Eine Aufbewahrungsbox, passend zum Design meines neu gestalteten Wohnzimmers, da hab ich mich so drüber gefreut!

Meine ausgesäten Blümchen sprießen

vorgestern hab ich nun auch endlich hier die ersten Schwalben gesehen, freu, freu, und was leckeres zu essen hab ich auch wieder in petto für meinen Muttertag, wie könnte es anders sein, es ist ja noch Saison: Spargel, hihihihi!

Über das Kistchen hab ich mich besonders gefreut, ein ganz preiswertes Angebot in meinem Kaufladen, weil die Stangen halt so waren wie gewachsen und nicht wie genormt, das liebe ich! Was ich daraus gemacht habe? Mmmmmhhh, was ganz feines, nämlich ein Spargel-Lachs-Gratin

also Kartoffeln, Spargel, Lachsstücke, übergossen mit Sauce Bernaise mit Parmesan, überbacken mit Gratin-Käse und bestreut mit Estragon, lecker!

Und damit wünscht euch allen der Grafschafter Wochenanzeiger einen ganz feinen Muttertag, allen Müttern und natürlich, hier genauso üblich wie im Blögchen, auch allen, die Mütter für ihre Haustiere sind

habt alle einen feinen Tag wünschen euch das Redaktionsteam, Chefredakteurin Monika und Mimi sowie Volontär Ruddi für den ich ja auch so eine Art Mutter bin, weil ich ihn ja „häkelgeboren“ hab, hihihihi!

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Kulinarisches aus Küche und Keller im Mai

Es kommt der Lenz mit dem Hochzeitgeschenk,
mit Jubel und Musizieren,
das Bräutchen und den Bräutigam
kommt er zu gratulieren.

Er bringt Jasmin und Röselein,
und Veilchen und duftige Kräutchen,
und Sellerie für den Bräutigam,
und Spargel für das Bräutchen.

(Heinrich Heine)

Der Mai ist nicht nur ein Wonnemonat für alles, was da blüht und grünt, sondern auch für kulinarische Genüsse, allen voran natürlich: Der Spargel!

„Bis Johanni nicht vergessen, sieben Wochen Spargel essen.“   (Bauernweisheit, Johanni = 24. Juni)

Spargel (Asparagus) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Spargel ist in Eurasien und Afrika weit verbreitet. Es gibt einige Arten und Kulturformen, die als Zierpflanzen verwendet werden.[1Die wirtschaftlich wichtigste Art dieser Gattung ist der Gemüsespargel (Asparagus officinalis).

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Spargel

(Asparagus officinalis, Gemüsespargel, Illustration, Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 1885, Gera)

Ich liebe Spargel, und daher hab ich mir als Chefredakteurin unseres Grafschafter Wochenanzeigers hier nun selbst die Freude gemacht, einen Eintrag über den Spargel und seinen Vielfältigkeiten unter der Rubrik Kulinarisches zu erstellen. Unser Volontär Ruddi ist verantwortlich für die Bildauswahl und -erstellung, eure rasende Reporterin Mimi und unser aller Co-Autor hat für diesen Eintrag noch was unter dem Ressort „Anekdoten“ am Schluß unserer Kolumne.

Wem wir in unseren Breiten den Spargel verdanken: Dem Feldherrn Quinctilius Varus, der Spargel war sein Leibgericht und er führte auf seinen Feldzügen im Tross stets einige Spargelsetzlinge mit sich. Mit den Römern fand also der Spargel den Weg über die Alpen zu uns.

Im Mittelalter glaubte man, daß der Spargel männlich sei, daher war den Damen des Mittelalters der Genuß der Spargelstangen verboten.

In der griechischen Mythologie wurde dem Spargel vor allem eine luststeigernde Wirkung nachgesagt.

Kommen wir nun nach den theoretischen Dingen über den Spargel zur Praxis, Bühne frei für die Königin des Gemüses:

Ich besitze zum Kochen der feinen Stangen einen ebenso feinen Kochtopf

er ist hoch und schmal und innen hat er was besonderes für den Spargel

einen Korb, in dem die Stangen aufrecht stehend mit den Köpfen nach oben kochen können, das verhindert, daß die zarteren Köpfchen beim kochen bereits zerfallen würden, wenn die Stangen noch nicht richtig gar sind.

Spargelmesser, da kann man die Stangen prima mit schälen.

Zu Spargel gehört natürlich Butter

zum Beispiel in der Sauce Hollandaise oder in der von mir bevorzugten Sauce Bernaise, die Kerbel und Estragon enthält, mag ich sehr gerne.

Pellkartöffelchen passen sehr gut zu Spargel, Kartöffelchen sollte man hier wörtlich nehmen, die kleinen sind die besten dazu. Schinken gehört zu Spargel, gekochter oder roher, ich hole mir zu Spargel meistens einen sog. Saison-Schinken, den es in meinem Einkaufsladen um diese Zeit gibt, nämlich Bärlauch-Schinken, so lecker!

Spargel kann man überbacken, in einer Tarte verwenden, als Salat anrichten, ein feines Spargelsüppchen kochen, er ist so ein herrlich vielfältiges Gemüse.

Natürlich gehört zu Spargel auch eine gute Flasche Wein, in diesem Falle eher ein Weißwein

zum Beispiel ein Weissburgunder, der von mir erworbene wirbt mit dem Attribut „eine dezente, ausgewogene Säure bildet den Körper dieses Burgunders, feine frische Fruchtaromen von Birne und Zitrusfrüchten“. Ein feines Tröpfchen, hihihihi!

Früchte zum Nachtisch nach einem opulenten Spargelessen? Da kommen die ebenfalls bald wieder Saison habenden Erdbeeren ins Spiel, sie passen gut zu Spargel, zum Beispiel auch in einem Spargel-Salat.

Dann machen wir uns nun mal langsam ans Werk in unseren Redaktionsräumen zum feinen Spargelessen, dafür decken wir erst einmal sorgfältig den Tisch, denn schließlich ißt das Auge ja mit:

Die so hübsch zur Tischdeko passenden Maiglöckchen sind hier mit Rücksicht auf unsere Reporterin Mimi künstlich, Maiglöckchen sind in allen Teilen sehr giftig und Mimi liebt halt grün!

Das Weinglas ist noch ein ganz altes aus dem Erbe meiner Großmutter, das hüte ich wie einen Schatz, insgesamt hab ich da nämlich nur noch 3 Gläser von. Und was da auf der Platte für den Spargel liegt, das ist eine Serviette, die ich in meinen Jugendjahren tatsächlich mal im Handarbeitsunterricht in der Schule erstellt bekommen habe, aus Aida-Zählstoff mit Hohlsaum, ich war sooo stolz, und der Serviettenring ist auch aus dieser Zeit von mir, lach, Holz, mit weißem Bast umwickelt! Paßte so hübsch zu unserer Spargel-Tafel!

Da ist er nun bei Tisch, der Weissburgunder, er wurde im Laden zum Spargel angepriesen und da hab ich mich nicht verkauft, er ist richtig fein!

Nehmt ruhig schon mal alle Platz und macht es euch am Tisch gemütlich, plaudert noch ein wenig, derweil ich dann hier mit dem wochenendlichen Rezept für mein Spargelessen beginne:

Spargel-Estragon-Basilikum- Omelett mit Parmesan (Rezept für 2 Personen, für eine Person das Rezept halbieren!)

  • 500 g Spargel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Parmesankäse am Stück
  • Basilikum, frisch oder getrocknet
  • Estragon, frisch oder getrocknet
  • Petersilie
  • 2 EL Olivenöl
  • 6 Eier
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chili gem.

Spargel schälen und in Stücke schneiden, kochen und abgießen.

Kräuter waschen, trocknen und fein hacken oder getrocknete Kräuter bereitstellen. Knoblauch hacken

und den Parmesan-Käse reiben.

Die Eier in einer Schüssel verquirlen, gehackte Kräuter und Parmesan-Käse zugeben, mit Salz und Pfeffer und getrocknetem Chili, gemahlen, würzen.

Öl in der Pfanne erhitzen

Knoblauch zugeben

und die gekochten Spargelstücke.

Kurz anschwitzen lassen und dann die verschlagenen Eier drüber gießen

bei milder Hitze zugedeckt stocken lassen.

Pfanne ab und zu rütteln, damit das Omelett nicht ansetzt.

Beim rübergleiten lassen des Omelett ist mir ein kleines Mißgeschick passiert, irgendwo hing es und fiel ein bissel auseinander.

Sieht aber bloß optisch nicht so schön aus, lecker war es allemal, lach!

Dazu gab es einen gemischten Salat aus Endivien, Lollo biondo und Lollo rosso mit Küchenkräuter-Vinaigrette, Käse und Brotwürfelchen.

Prost und guten Appetit!

Wie schon erwähnt, ein Nachtisch mit Erdbeeren wäre was feines passendes dazu und zum abrunden vielleicht noch ein Espresso?!

Das Redaktionsteam hofft, es hat euch gemundet, wie schon erwähnt, für die Bilder war Volontär Ruddi verantwortlich und nun folgt noch euer aller Co-Autor, unsere rasende Reporterin Mimi mit ihrer kleinen Anekdote zum Thema Spargel:

Hi, Folks (da ihr ja nun alle hier schon eifrige Abonennten unseres Grafschafter Wochenanzeigers seid, verwende ich wieder meine altvertraute Anrede, hihihihi!)

Kommen wir also nun zu meiner Anekdote zum Thema Spargel, die mir vor Jahren mal mein Frauchen erzählt hat. Eine andere Freundin von ihr als die hier gegenüber wohnende mit ihrem Kater Devil war ebenfalls Frauchen eines feinen Katers namens Nick. Die Geschichte von Nick und dem Spargel beginnt damit, daß die Freundin meines Frauchens die Feier ihrer Silberhochzeit vorbereiten wollte, dazu gehörte auch diverse Speisen erstellen, und Frauchen hatte sich angeboten, dabei zu helfen. Also machten sich die beiden ans Werk und wollten als erstes ein ganz feines Spargelparfait machen, dazu müssen die leckeren Stangen, in diesem Fall grüne und weiße, geschält und in Stücke geschnitten werden. Und ab und an sprang beim Stücke schneiden mal ein Stückchen auf den Boden, und ihr werdet es kaum glauben, die wurden dann blitzschnell und mit Hochgenuß von besagtem Kater Nick vom Boden geklaubt und gefressen, sowohl der grüne als auch der weiße Spargel, er fand das richtig lecker und Frauchen und ihre Freundin haben so gelacht. Sie sind ihm auch gut bekommen, und laut Katzenratgebern dürfen wir Katzen auch Spargel mümmeln, er ist so gut, natürlich nicht in rauen Mengen. Es gibt sogar Katzenfutter mit Spargel. Müßte ich vielleicht auch mal probieren, an den rohen hab ich mich noch nicht gemacht, aber könnte ja sein, ich komme doch noch auf den Geschmack, wo Frauchen hier jetzt sowas feines mit dem knuffigen Gemüse eingestellt hat.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Montag und einen guten Start in die neue Woche, habts fein, wünscht euch eure Mimi mit Volontär Ruddi der sich auch noch nicht sicher ist, ob er Spargel mag, lach!

Ja, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, da schließe ich mich mal Mimis Wünschen zum Wochenbeginn herzlich an und wünsche euch auch eine gute neue Woche!

Zum Schluß des Eintrags hab ich zum Thema auch noch was musikalisches für auf die Ohren gefunden, hihihi, die Textzeile „die ganze Welt ist wie verhext, Veronika, der Spargel wächst“ läßt euch sicher schon ahnen, was es ist:

https://www.songtexte.com/songtext/comedian-harmonists/veronika-der-lenz-ist-da-73fee2ed.html

Habts fein!